Wilhelmshof Vermisste Inga: Polizei durchsucht erneut Waldgebiet nach Hinweisen
Im Fall der vermissten Inga Gehricke hat die Polizei in einem Waldstück nahe Stendal ein weiteres Mal nach Hinweisen gesucht. Eine Sprecherin erklärte, wegen der Vegetation sei dafür aktuell der beste Zeitpunkt. Rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort. Für Donnerstag ist eine erneute Suchaktion geplant.
Am Mittwoch und Donnerstag wird erneut nach der vor zehn Jahren spurlos verschwundenen Inga im Wald von Wilhelmshof nahe Stendal gesucht. "Wir wollen nichts unversucht lassen", sagte Polizeisprecherin Antje Hoppen. Zuletzt war Anfang Februar ein Teil des Waldes abgesucht worden, wo das damals fünfjährige Mädchen verschwunden war. Auch im vergangenen Jahr gab es mehrere Suchaktionen.
Hoffnung auf Kleidungsstücke oder andere Hinweise Am Mittwoch waren rund 50 Einsatzkräfte der Landesbereitschaftspolizei mit der Suche beschäftigt – sie durchschritten in Formation ein Waldstück. Ausgerüstet mit einem Metallstab, durchkämmten sie systematisch das Areal. "Die bisherigen Suchen haben kein Ergebnis gebracht", erklärte Hoppen.
Hoppen zufolge hofft man auf Kleidungsstücke oder ähnliche Utensilien, die auf das verschwundene Mädchen hinweisen. Vor allem im Frühjahr, wenn die Vegetation noch nicht richtig angesprungen ist, sei der beste Zeitpunkt für eine solche Suche, sagte die Polizeisprecherin MDR SACHSEN-ANHALT.
Echte Spuren in dem Sinne haben wir keine. Polizeisprecherin Antje Hoppen
Sonder-Ermittlungsgruppe seit zwei Jahren In Halle arbeitet seit zwei Jahren eine achtköpfige Sonder-Ermittlungsgruppe an dem sogenannten Cold Case. "Sie haben unbegrenzt Zeit und können frei ermitteln", so Hoppen. Zuvor hatte die Ermittlungsarbeit bei der Polizeiinspektion Stendal gelegen.
Mittlerweile seien alle Akten in dem Fall digitalisiert worden, erklärte die Polizeisprecherin. Dies erleichtere die Suche innerhalb des umfangreichen Aktenmaterials erheblich. Inzwischen gebe es 4.200 Hinweise. "Echte Spuren in dem Sinne haben wir keine", so Hoppen.
12.03.2025 10:24 1.815 Seit 10 Jahren vermisst: Polizei sucht erneut nach Inga Von Sabina Crisan
Stendal - Die Polizei sucht erneut in einem Waldgebiet bei Stendal (Sachsen-Anhalt) nach der seit knapp zehn Jahren vermissten Inga.
Der Wald sei riesig, man wolle alles durchsuchen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur.
Schon am Dienstag hatte es einen Einsatz gegeben, der aber keine neuen Erkenntnisse brachte. Zuerst berichtete der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR).
Nach Angaben der Polizei sind knapp 50 Beamte der Bereitschaftspolizei und eine Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Halle seit den Morgenstunden in dem Waldgebiet im Einsatz.
Schon Anfang Februar hatte es eine zweitägige Durchsuchung gegeben, die keine neuen Erkenntnisse brachte.
Seit 2015 spurlos verschwunden Vor knapp zehn Jahren verschwand die damals fünfjährige Inga aus Schönebeck bei Magdeburg während eines Besuchs mit ihrer Familie in Wilhelmshof spurlos.
Bis heute ist trotz großangelegter Suchaktionen und umfangreicher Ermittlungen unklar, was damals geschah. 2023 übernahm die Polizeidirektion Halle den Fall von ihren Stendaler Kollegen.
Eine Ermittlungsgruppe wurde eingerichtet, die mit neuem Blick Ansätze prüfen soll, die noch verfolgt werden können.
10 Jahre nach Verschwinden Fall Inga: Keine neuen Hinweise nach Einsatz in Stendal 13. März 2025, 16:45 Uhr
Fast zehn Jahre ist es her, dass die damals fünfjährige Inga aus Schönebeck in der Nähe von Uchtspringe im Landkreis Stendal verschwand. Die Suche geht aber weiter. Am Dienstag und Mittwoch stand dabei ein Waldstück bei Uchtspringe im Fokus der Polizei.
Die Polizei hat erneut nach Spuren im Fall der vermissten Inga aus Schönebeck (Salzlandkreis) gesucht – erneut ohne Erfolg. Wie eine Polizeisprecherin MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, blieb der Einsatz am Dienstag und Mittwoch in einem Waldgebiet im Bereich des Stendaler Ortsteil Wilhelmshof ohne Erfolg. "Sachdienliche Hinweise" habe es nicht gegeben.
Rund 50 Beamte der Landesbereitschaftspolizei hatten ein Waldstück bei Wilhelmshof nahe Uchtspringe im Landkreis Stendal durchsucht. Die Vegetation sei noch nicht so weit fortgeschritten, sodass besser zu erkennen sei, was sich auf dem Waldboden befinde, so die Polizei. Die Ermittler hofften, beispielsweise Kleidungsstücke von Inga zu finden.
Fall Inga Gehricke: Akten wurden digital ausgewertet Vor zwei Jahren hat eine Ermittlergruppe aus Halle den Fall von Stendaler Kollegen übernommen. Den Angaben zufolge wurden Akten zu dem Vermisstenfall digitalisiert und mit neuesten technischen Mitteln ausgewertet. Im Ergebnis haben sich die Ermittler entschlossen, das Waldgebiet noch einmal systematisch zu durchsuchen. Die damals fünf Jahre alte Inga verschwand am 2. Mai 2015 bei einem Familienausflug im Diakoniewerk Wilhelmshof bei Uchtspringe spurlos.