Serienmord am Rhein-Maas-Klinikum in Würselen: Aus Faulheit! Pfleger spritzt 9 Patienten tot
15.03.2025 - 10:07 Uhr
Würselen (NRW) – Sie vertrauten ihm, er brachte sie um: Ein Krankenpfleger soll mindestens neun Patienten tot gespritzt haben. Der mutmaßliche Serienmörder wollte laut Anklage in der Nachtschicht seine Ruhe haben.
Seit 2020 arbeitete der heute 44 Jahre alte Mann im Rhein-Maas-Klinikum in Würselen (Nordrhein-Westfalen). Zuletzt auf der Palliativstation, wo schwerst und unheilbar Kranke gepflegt werden. Als er 2024 Urlaub hatte, bemerkte die Klinikleitung „Unregelmäßigkeiten“, erteilte dem Mitarbeiter Hausverbot, informierte die Polizei.
ZitatFestnahme wegen elf Mordversuchen Die Kripo nahm den Pfleger Mitte Juli 2024 fest, er kam in U-Haft. Allerdings nur wegen versuchten Mordes in elf Fällen. Die Ermittler gingen damals davon aus, alle Opfer hätten die von dem Verdächtigen verabreichten Schlaf- und Schmerzmittel-Überdosen überlebt.Doch dabei blieb es nicht. Immer mehr Fälle wurden im Laufe der weiteren Ermittlungen bekannt. Um sie zu klären, rückten die Beamten auf mehrere Friedhöfe aus, exhumierten mindestens vier Tote. Morde sollten für „ruhige Nacht“ sorgen Als die zuständige Staatsanwaltschaft Aachen Mitte Februar Anklage erhob, warf sie dem 44-Jährigen fünf Morde und 25 Mordversuche vor. Mit den Taten habe er sich bei der Arbeit für eine „ruhige Nacht“ sorgen wollen....
Mordserie könnte noch viel mehr Opfer gefordert haben
ZitatDoch auch nach der Anklageerhebung arbeitete die Mordkommission weiter. Und fand noch mehr Opfer: Nur zwei Wochen vor Beginn des Prozesses gegen den Pfleger erhob die Staatsanwaltschaft eine Nachtragsanklage wegen vier weiterer Morde und neun Versuchen, berichtet die Aachener Zeitung.
Die bisherigen Anklagen umfassen nur den Zeitraum von Dezember 2023 bis Mai 2024. Was der mutmaßliche Serienmörder in den drei Jahren zuvor im Rhein-Maas-Klinikum trieb, wird noch ermittelt. .......
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„Es ist krank, es ist völlig absurd" Entsetzen nach Mord-Vorwüfen gegen Pfleger aus Würselen Zum Werbetreibenden
15. März 2025 um 20:13 Uhr Neun Patienten soll ein Pfleger (44) aus Würselen (NRW) das Leben geraubt haben, in 34 weiteren Fällen habe er es versucht – all das, um ruhigere Nachtschichten zu bekommen, wie die Staatsanwaltschaft vermutet. Die schwere Anklage sorgt bei Anwohnern für Angst und Entsetzen.
Mordserie: Pfleger soll Patienten auf Palliativstation getötet haben Stand: 24.03.2025, 06:00 Uhr
Ein ehemaliger Pfleger des Rhein-Maas-Klinikums in Würselen ist wegen 9-fachen Mordes und 34-fachen versuchten Mordes angeklagt.
Von Thomas Wenkert
Es ist wohl eine der schlimmsten Mordserien in der deutschen Kriminalgeschichte. "Er soll Patienten eigenmächtig stark sedierende Medikamente gespritzt haben, teilweise in Kombination mit Schmerzmitteln. Das soll in manchen Fällen zum Tod von Patienten geführt haben", sagt die Aachener Gerichtssprecherin Katharina Effert.
Unter anderem soll der ehemalige Pfleger Überdosen des Beruhigungsmittels Midazolam gespritzt haben. Das wird auch bei Hinrichtungen in den USA eingesetzt.
Mordmotiv: Möglichst ruhige Nachtschicht Der 44-jährige ehemalige Pfleger soll die Taten zwischen Dezember 2023 und Mai 2024 auf der Palliativstation der Würselener Klinik (bei Aachen) begangen haben. Als Motiv für seine Taten vermutet die Staatsanwaltschaft, dass der Angeklagte eine möglichst ruhige Nachtschicht haben wollte.
Die Rhein-Maas-Kliniken hatten den Pfleger am 18. Mai 2024 freigestellt, nachdem ein überhöhter Midazolam-Verbrauch gemeldet wurde. "Der Täter ist mit einer hohen kriminellen Energie vorgegangen", erklärt der Kölner Rechtsanwalt Christoph Schmichke, der die Würselener Klinik vertritt.
Rhein-Maas Klinikum Bis Mai 2024 soll der Pfelger in der Würselener Klinik getötet haben Der Angeklagte habe die Dokumentationspflichten absichtlich missachtet, heißt es in einem Schreiben an den WDR.
Handy des Angeklagten wurde offenbar abgehört Nachdem die Klinik den Pfleger angezeigt hatte, starteten die Ermittlungen der Polizei. Es wurde die Mordkommission "Fluss" ins Leben gerufen. Hunderte Patientenakten wurden untersucht. Immer mehr Fälle kamen ans Licht.
Mittlerweile gab es vier Exhumierungen von verstorbenen Patienten. Wie man dem Pfleger letztendlich auf die Schliche gekommen ist, dazu will sich die Staatsanwaltschaft aus ermittlungs- und polizeitaktischen Gründen nicht äußern. Offenbar wurde das Handy des Angeklagten abgehört.
Mord-Serie führt auch nach Köln Parallel zum heute beginnenden Prozess wird weiter ermittelt. Mittlerweile führt eine Spur auch zu den Städtischen Kliniken Köln. Hier war der ehemalige Pfleger von 2014 bis 2020 beschäftigt.
Dunkle Wolken über städtischen Kliniken in KölnAuch bei den städtischen Kliniken in Köln hat der Mann gearbeitet Nachdem auch hier Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden, trennten sich die Kliniken im gegenseitigen Einvernehmen. Eine Anzeige wurde nicht gestellt, so fand der heute 44-Jährige einen neuen Job in Würselen.
"Wir unterstützen die ermittelnden Behörden zur Aufklärung der schwerwiegenden Vorwürfe seither mit ganzer Kraft", so ein Sprecher der Kliniken. Warum keine Anzeige gestellt wurde, dazu gibt es keine Auskunft.
Viele Nebenkläger Während des Prozesses werden auch zwei Sachverständige aussagen, darunter auch ein Palliativmediziner. Außerdem, so Gerichtssprecherin Effert, haben sich zahlreiche Personen als Nebenkläger dem Verfahren angeschlossen.
Nebenkläger sind auch Angehörige von mutmaßlichen Opfern. Die Verteidigung des ehemaligen Krankenpflegers wollte sich im Vorfeld der Prozesses nicht äußern.
Weitere Prozesse möglich Bei einer Verurteilung droht dem 44-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Das Urteil wird für Anfang Juni erwartet.
Sollten dem Angeklagten weitere Taten nachgewiesen werden, dann könnte es sogar zu einem zweiten Prozess vor dem Landgericht Aachen kommen. Letztlich muss die Staatsanwaltschaft darüber entscheiden.
Unsere Quellen:
WDR-Reporter Gerichtssprecherin Anwalt der Würselener Klinik
Neunfacher Mord Kölner Pflegeschülerin warnte vor angeklagtem Pfleger Von t-online , shh Aktualisiert am 01.04.2025 - 11:40 Uhr Lesedauer: 2 Min. Vorlesen News folgen Teilen Menu auf machen Artikel teilen Am dritten Verhandlungstag sagen ehemalige Kollegen gegen den angeklagten Pfleger aus. Auch in Köln soll er sich auffällig verhalten haben.
Der wegen neunfachen Mordes angeklagte Ex-Pfleger soll sich auch während seiner Anstellung in Köln auffällig verhalten haben. Das erklärten sowohl eine Pflegeschülerin als auch die Stationsleiterin im Klinikum Merheim, die am Montag (31. März) im Landgericht Aachen vorgeladen waren. Der Angeklagte habe sich während seiner sechs Jahre in Merheim merklich verändert, sagte unter anderem die Stationsleiterin.
Neue Erkenntnisse zu möglichen Straftaten in Köln hätten sich am dritten Verhandlungstag nicht ergeben, erklärte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage von t-online. Hinweise darauf, dass der 44-Jährige auch in Köln Menschen getötet hat, gibt es weiterhin nicht. Die Kölner Staatsanwaltschaft beobachtet das Verfahren genau, ein Ermittlungsverfahren oder Anzeigen gegen den Mann sind dort aber nicht anhängig.
Aachen: Kölner Ex-Kollegen von angeklagten Pfleger erheben Vorwürfe Zu Beginn des Verhandlungstags berichtet eine Krankenschwester aus Köln über einen Patienten, der morgens plötzlich nicht mehr ansprechbar war. Ihm seien keine Medikamente verordnet worden, dennoch reagierte nicht. "Der Patient kam dann auf die Intensivstation, man machte ein Notfall-CT, aber was dann mit ihm passiert ist, weiß ich nicht", zitiert sie die "Aachener Zeitung". In der Nacht hatte der angeklagte 44-Jährige Dienst.
Neun Morde, 34 Mordversuche: Pfleger als Herr über Leben und Tod Eine Pflegeschülerin, die wenig später ebenfalls in den Zeugenstand gerufen wurde, hatte ähnliche Andeutungen in einem anonymen Brief an die Pflegedienstleitung gemacht. Sie hielt den Angeklagten für den Beruf nicht geeignet.
Die ehemalige Stationsleiterin erklärte im Prozess zudem, der Mann hätte sich angesichts personeller Engpässe und starker Arbeitsbelastung verändert. Während er zu Beginn wegen seines "großen Fachwissens" respektiert worden sei, hätte er später "Kollegen angepampt". Auch Patienten hätten sich beschwert.
Plötzliche Wende im Pfleger-Prozess: Angeklagter kündigt Aussage an Im Prozess machte der Angeklagte dann plötzlich eine überraschende Ankündigung. Bisher hatte er zu den Vorwürfen, neunfacher Mord und 34-facher versuchter Mord, strikt geschwiegen. Am Montag ließ er über seinen Anwalt ankündigen, sich nun doch zu den Taten einlassen zu wollen. Seine Aussage ist laut Gerichtssprecherin für den 28. April anberaumt.
Am Mittwoch (2. April) kommen weitere Ex-Kollegen des Pflegers zu Wort. Sie arbeiten oder arbeiteten alle in den Rhein-Maas-Kliniken in Würselen, wo der 44-Jährige die Taten begangen haben soll.