27 Jahre nach seinem Tod: Mord des „Kastelruther Spatzen“-Managers noch immer ungelöst Stand:02.04.2025, 07:06 Uhr
Von: Lisa Klugmayer
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Der Mord an „Kastelruther Spatzen“-Manager Karl Heinz Gross konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.
Magdeburg – Im März 1998 starb der Manager der „Kastelruther Spatzen“ an seinen Verletzungen im Krankenhaus. Die dramatischen Umstände seines Todes erschütterten nicht nur seine Familie, sondern auch die Öffentlichkeit. Doch bis heute ist unklar, wer für den Tod von Karl Heinz Gross (†39) verantwortlich ist. In einem neuen Interview spricht der Frontmann der „Kastelruther Spatzen“ Norbert Rier (64) nun über den tragischen Verlust.
Nach 27 Jahren: Mord von „Kastelruther Spatzen“-Manager noch immer ungeklärt Die Geschichte klingt wie ein neues „Tatort“-Drehbuch, ist aber tatsächlich so passiert. Am 6. März 1998 wurde Karl Heinz Gross, der Manager der beliebten Volksmusikband „Kastelruther Spatzen“, in Magdeburg tödlich verletzt aufgefunden. Der damals 39-jährige Familienvater wurde mit schweren Kopfverletzungen und gebrochenen Rippen in der Nähe einer Lagerhalle von zwei LKW-Fahrern entdeckt und verstarb noch am selben Abend im Krankenhaus.
Die Ermittlungen waren umfangreich, doch ein Durchbruch blieb aus. Die Polizei setzte bis zu 60 Beamte in der eigens gegründeten Soko „Spatz“ ein, um den Täter zu finden. Verschiedene Theorien zum Tathergang wurden entwickelt, darunter ein möglicher Unfall oder ein Streit, der eskalierte. Trotz der Sicherstellung von DNA-Spuren auf der Kleidung des „Kastelruther Spatzen“-Managers und intensiver Untersuchungen konnten die Spuren keiner bekannten Person zugeordnet werden.
Der Fall wurde schließlich ungelöst zu den Akten gelegt. Bis heute wird über den Fall und vor allem über den Täter spekuliert. 2018 versuchte sogar Rudi Cerne (66) in „Aktenzeichen XY … ungelöst“ den Mord aufzuklären – ebenfalls ohne Erfolg. Auch die Belohnung in Höhe von 25.000 Euro, die der Bruder von Karl Heinz Gross vor zwei Jahren für Hinweise aufsetze, brachte keine Aufklärung. Jetzt spricht Norbert Rier, Frontmann der „Kastelruther Spatzen“, über den tragischen Mordfall seines ehemaligen Schlager-Managers.
„Kastelruther Spatzen“-Sänger Norbert Rier glaubt: „Er war zur falschen Zeit am falschen Ort“ Auch heute belastet Norbert Rier der Mord an seinem Manager noch, wie er im Interview mit „Prima Woche“ verrät. „Ich denke oft darüber nach. Eine Wende macht das jetzt aber auch nicht mehr. Da denkt man schon, der war zur falschen Zeit am falschen Ort“, so der Schlagersänger ehrlich. Angst um sein eigenes Leben habe er dabei aber nicht. „Wenn man immer Angst hätte, dann würde man überhaupt nicht mehr aus dem Haus herausgehen. Da darf man gar nicht drüber nachdenken“, sagt der „Kastelruther Spatzen“-Frontsänger abschließend.