Leichenfund in Rostock: Tatverdächtiger festgenommen Stand: 02.03.2026 11:24 Uhr Nach dem Fund einer Leiche hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Ein Spaziergänger hatte am Sonnabend in einem Waldstück im Bereich der Rostocker Südstadt eine Leiche entdeckt.
In einem Waldgebiet nahe des Uni-Campus in Rostock ist am Samstagabend eine menschliche Leiche gefunden worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Rostock entdeckte ein Mann gegen 17 Uhr menschliche Überreste, die aus einem Sack ragten und verständigte daraufhin den Notruf.
Die Polizei sperrte den Fundort weiträumig ab und begann mit der Spurensicherung. Am Montagmorgen meldete die Polizei, dass ein 39-jähriger Tatverdächtiger gefasst wurde.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber dem NDR, dass der Mann aus Rostock kommt und am Montagmorgen in seiner Wohnung festgenommen wurde. In welcher Beziehung das Opfer und der Tatverdächtige stehen, sei unklar.
Selbstgebaute Schubkarre Bei der Spurensicherung des Tatorts wurde unter anderem der Tatort mittels 3-D-Scanner vermessen, damit der Ort später in einem Computermodell genau rekonstruiert werden kann.
Ein besonderes Merkmal sei laut Staatsanwaltschaft Rostock, dass die Leiche in einer gelben Tonne, die zu einer Art Schubkarre umgebaut worden ist, in das Waldgebiet gebracht wurde.
Aufgrund der Auffindesituation geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Leichnam transportiert worden sei und ermittelt wegen eines Tötungsdeliktes, erklärte der Pressesprecher.
Es könne gut sein, dass die Tonne dort schon länger lag. Ergebnisse der Obduktion werden in den kommenden Tagen erwartet.
Die Polizei hofft, dass Spaziergänger etwas gesehen haben. Zeugen, die Ungewöhnliches im Bereich der Albert-Einstein-Straße beobachtet haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst zu melden.
Bei Waldspaziergang in Rostock: Mann findet verpackte Leiche auf Sperrmüll Körper lag in Folie in improvisierter Schubkarre
Lars
Precht
01.03.2026 - 19:50 Uhr
Rostock – In einem Waldstück im Süden der Hafenstadt Rostock hat ein Spaziergänger am späten Samstagnachmittag eine Leiche zwischen Sperrmüll entdeckt. Der tote Körper in einer gelben Kiste, die zu einer Art Schubkarre umgebaut worden war. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Identität und auch das Geschlecht des mutmaßlichen Mordopfers sind noch unklar.
Der Spaziergänger war laut lokalen Medien am Samstag gegen 17 Uhr in dem Wäldchen in Rostock-Südstadt unterwegs. Dort fand er zunächst eine Art Plastik-Sack, der in einer gelben Kiste abgelegt war. Der Mann wählte sofort den Notruf. Nachdem die ersten Beamten am Fundort nahe der Satower Straße angekommen und die Angaben des Mannes bestätigt hatten, sperrten sie den Bereich weiträumig ab. Kriminaldauerdienst, Mordkommission und Spurensicherung rückten an. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr gerufen. Sie leuchtete das Wäldchen aus.
Leiche wird erst in der Gerichtsmedizin freigelegt Ermittler in weißen Spurenschutz-Overalls untersuchten den Fundort stundenlang. Dabei stellten sie gelbe, nummerierte Spurenkarten auf, fotografierten jedes Detail. Den Leichnam ließen sie laut Harald Nowack, Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, unangetastet in der Folie. Er sollte erst in der Gerichtsmedizin behutsam freigelegt werden.
Nowack sagte gegenüber dem NDR: „Aufgrund der Auffindesituation gehen wir davon aus, dass dieser Leichnam jedenfalls nicht selbstständig dahin gekommen ist. Und führen deshalb die Ermittlungen im Bereich eines Tötungsdeliktes. Ob sich dies bewahrheiten wird, muss man den weiteren Ermittlungen vorbehalten.“ Er rechnet Anfang der Woche mit näheren Erkenntnissen.
03.03.2026 10:07 768 Stumpfe Gewalteinwirkung und Haftbefehl: Weitere Details zu Leichenfund im Norden bekannt Von Jana Steger
Rostock - Nachdem in der Nacht von Sonntag auf Montag im Zusammenhang mit dem Leichenfund in Rostock ein Mann vorläufig festgenommen wurde, gibt es nun weitere Details.
Am Dienstag wurde der 39-jährige Beschuldigte dem Haftrichter beim Amtsgericht Rostock vorgeführt. Das Ergebnis: Das Gericht erließ den durch die Staatsanwaltschaft Rostock beantragten Haftbefehl.
Außerdem teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag weitere Details zum Tathergang mit. Laut den bisherigen Erkenntnissen bestehe der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte den Verstorbenen im Streit unter Einwirkung stumpfer Gewalt getötet hat. Und das bereits "vor einiger Zeit", heißt es in der Mitteilung.
Daraufhin habe der mutmaßliche Täter die Leiche "in der Folgezeit" an den späteren Fundort im Wald gebracht. Wie lange der Tote in dem Waldgebiet bereits auf dem Müllberg lag, bis dieser gefunden wurde, ist nicht bekannt.
Die Leiche lag am Tag der Entdeckung in einer gelben Plastikwanne, eingewickelt in Plastikfolie und bedeckt mit einem Teppich sowie etwas Laub. Gegen 17 Uhr wurde der Tote am Samstag schließlich von einem Spaziergänger entdeckt.
Nach Leichenfund im Norden: Kriminalpolizei bittet um Hilfe
Die Kriminalpolizei bittet nun die Öffentlichkeit um Mithilfe: Wer in dem beliebten Spaziergebiet, das vor allem von Hundebesitzern genutzt wird, die gelbe Kiste bemerkt hat, soll sich unter der Telefonnummer 0381/49161616 melden.
Es sei wichtig herauszufinden, wie lange sich die Kiste bereits an diesem Ort befand. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Bislang konnte die Identität des Toten noch nicht geklärt werden. Zudem gilt weiterhin die Unschuldsvermutung für den Beschuldigten.