Zum Sex gezwungen Kripo fahndet nach Serientäter (XY-Sendung vom 25. Februar 2026) Dreimal zwingt ein Unbekannter zwischen 2020 und 2024 junge Frauen zu sexuellen Handlungen. Bis heute ist er nicht gefasst.
Mindestens drei Taten werden einem Sexualstraftäter aus dem Raum Hamburg zugeordnet. Der Modus Operandi weist deutliche Parallelen auf.
Trotz gesicherter DNA-Spuren und der Veröffentlichung eines Phantombilds blieb der Mann bislang unbekannt.
Unfreiwilliger Sex Am 27. August 2020 spricht ein Unbekannter am helllichten Tag eine 19-Jährige nach einem Arzttermin an. Er macht ihr Komplimente und will mit ihr etwas trinken gehen.
Als sie ablehnt, versucht er sie zu küssen. Er bedroht sie und zwingt sie mitzukommen. Durch wahlloses Klingeln verschafft er sich Zugang zum Keller eines Mietshauses. Dort nötigt er sie zu sexuellen Handlungen. Der jungen Frau gelingt es zu fliehen.
Am 20. November 2021 spricht derselbe Mann eine 17-Jährige am Bahnhof in Neumünster an, die dort das WLAN nutzt. Er fordert sie auf zu lächeln und seine Hand zu nehmen. Er erzählt von sich: Er sei Ende 20, Lkw-Fahrer und komme aus einem Stadtteil mit „B“. Er nähert sich ihr immer weiter, berührt sie am Gesäß, küsst sie und droht mit Gewalt. Nachdem er im DB-Store Alkohol gekauft und sie zum Trinken gezwungen hat, kann sie zunächst entkommen. In einer Sackgasse holt er sie jedoch ein und drängte sie zum Oralverkehr. Danach gelingt ihr die Flucht.
Die Taten fanden in Neumünster, Hamburg-Billstedt und Wandsbek-Markt statt.
Brutale Begegnung Am frühen Morgen des 20. Juli 2024 wird eine 19-Jährige am Bahnhof Wandsbek-Markt in Hamburg angesprochen, nachdem sie sich dort bei einem Bäcker Kaffee geholt hat. Auf einem nahegelegenen Parkplatz taucht der Mann erneut auf, stellt Fragen und schlägt ihr plötzlich den Becher aus der Hand. Er zerrt sie vor einen Lieferwagen und zwingt sie ebenfalls zum Oralverkehr. Dabei würgt er sie fast bis zur Bewusstlosigkeit. Anschließend verschwindet er.
Bei allen Taten setzt der Mann seine Opfer massiv unter Druck und droht mit „Ärger“ und Gewalt. Auffällig ist seine zunehmende Brutalität. Ermittler schließen weitere, bislang nicht angezeigte Taten nicht aus und bitten weitere potenzielle Opfer sich zu melden.
Phantombild des Mannes, der die Taten begangen haben soll.
Täterbeschreibung: Der Gesuchte dürfte zur Tatzeit Mitte bis Ende 20 gewesen sein. Heute müsste er Anfang bis Mitte 30 sein; etwa 1,80 m groß, kräftige Statur, ungepflegtes Erscheinungsbild. Zur Tatzeit trug er einen fleckig-stoppeligen Vollbart und kurze dunkle Haare. Außerdem soll er Akne-Narben im Gesicht, eine große Narbe an der Stirn und eine Narbe am rechten Nasenflügel haben. Sein Aussehen wird als südosteuropäisch / arabisch beschrieben. Er sprach mit tiefer Stimme und starkem Akzent. Bekleidet war er laut den Angaben der Opfer meist mit einem schwarzen Sweater mit Reißverschluss und weißem T-Shirt, grüner Cargo-Hose mit schwarzem Gürtel und einer Silberkette. Er gab an, er sei Lkw-Fahrer aus einem Hamburger Stattteil mit „B“.
Fragen nach Zeugen:
Wer hat im Großraum Hamburg Ähnliches erlebt und dies nicht der Polizei gemeldet?
Wem kommt der Mann auf dem Phantombild bekannt vor?
Wer kennt einen Mann, auf den die Beschreibung zutrifft und der im Raum Hamburg beruflich oder privat unterwegs ist?
Wem ist in der Region rund um Hamburg und Neumünster ein Mann aufgefallen, der junge Frauen anspricht und auf den die Beschreibung zutrifft?
Belohnung
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Taten führen, ist eine Belohnung von 2.500 Euro ausgesetzt.
26.02.2026 10:58 1.052 Weitere Opfer nach TV-Fahndung von Sexualstraftäter? Hinweisgeber nennt einen Namen Von Jana Steger
Hamburg - Drei Frauen soll ein unbekannter Mann in Hamburg und Neumünster sexuell missbraucht haben. Bis heute wird nach dem mutmaßlichen Täter gefahndet - auch über das Fernsehen.
In der Sendung von Mittwoch wurden die Fälle bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" im ZDF gezeigt, in der Hoffnung, weitere Hinweise zu dem Unbekannten zu erlangen.
Und der Plan ging auf. Tatsächlich trudelten Dutzende neue Hinweise zu dem Mann ein - unter anderem von mehreren potenziellen weiteren Opfern, die den Mann auf dem zuvor veröffentlichten Fahndungsfoto erkannt haben wollen. Das teilte das ZDF noch kurz nach der Ausstrahlung am Mittwochabend mit.
Teilweise seien die Taten bereits angezeigt worden. Auch bezüglich des Ortes sollen die Angaben mit den bekannten Taten des Mannes übereinstimmen. Die Polizei hoffe nun, dass einer dieser eingegangenen Hinweise entscheidend sein könnte.
Doch das war noch nicht alles. Während der Sendung rief ein weiterer Hinweisgeber aus Istanbul an und nannte sogar den Namen eines Bekannten! Ob es sich dabei tatsächlich um den gesuchten Täter handle, müsse allerdings erst noch geprüft werden.
"Aktenzeichen XY ... ungelöst": Fall aus dem Norden hinterlässt Eindruck bei Zuschauern
Auch emotional schienen die Taten beim Publikum sichtlich Eindruck zu hinterlassen. Gleich mehrere Zuschauer seien von den Vorkommnissen so betroffen gewesen, dass sie angaben, die ausgesetzte Belohnung von 2500 Euro sogar aufstocken zu wollen.
Die eingegangenen Hinweise werden nun geprüft. Ob diese tatsächlich zu dem mutmaßlichen Täter führen, wird sich zeigen. Insgesamt drei bekannte Fälle, in die der Unbekannte involviert war, wurden in der Sendung gezeigt.
Zunächst hatte er im August 2020 eine damals 19-Jährige missbraucht, ein Jahr später verfolgte er eine damals 17-Jährige und fiel über sie her. 2024 dann erneuter Missbrauch einer damals 19-Jährigen.
Wer die Sendung vom Mittwoch verpasst hat, kann diese in der ZDF-Mediathek ansehen.
Aktenzeichen XY: 30 neue Hinweise im Cold Case Seckin Caglar 04.03.2026 | 17:33
Eine Woche nach der Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" sind bei der Polizei mehrere Hinweise zu den Fällen eingegangen. Auch im Fall der 1991 getöteten Seckin Caglar aus Köln.
Welche Hinweise sind seit der Sendung vom 25. Februar eingegangen? Wie ist der Stand der Ermittlungen? Fabian Puchelt vom LKA Bayern über neue Erkenntnisse und mögliche Ermittlungserfolge.
Im Fall der 1991 getöteten Seckin Caglar aus Köln hat es im Zuge von Aktenzeichen XY am 25. Februar 30 neue Hinweise gegeben. Die Supermarkt-Angestellte war am Abend des 16. Oktober 1991 von der Arbeit nicht nach Hause gekommen. Am nächsten Morgen wurde ihr Leichnam unweit einer Straßenbahn-Haltestelle gefunden.
Die 16-Jährige war vergewaltigt und erdrosselt worden. Die Kölner Kripo richtete eine Mordkommission ein und suchte intensiv nach Zeugen, die an der Haltestelle etwas Verdächtiges beobachtet hatten.
Seckin Caglar wurde 1991 in Köln ermordet, auf dem Heimweg von der Arbeit vergewaltigt und erdrosselt. Anonyme Briefe täuschten eine Spur vor. "Aktenzeichen XY" sucht nach neuen Hinweisen.
Im Laufe der Jahre gelang es der Kölner Kriminalpolizei, auf sichergestellten Spuren eine Täter-DNA zu isolieren. Die "Cold-Case"-Abteilung startete daraufhin eine umfangreiche DNA-Reihenuntersuchung. Männer aus dem Umfeld des Tatorts, die damals zur mutmaßlichen Altersgruppe des Täters gehörten, wurden gebeten, freiwillig eine Probe abzugeben.
Diese Proben wurden mit dem DNA-Profil des Täters abgeglichen, anonymisiert verarbeitet und nach der Untersuchung vernichtet. Die Beteiligung war hoch, nur wenige verweigerten die Abgabe. Doch der Täter befand sich bisher nicht unter den Probanden.
Die etwa 30 neuen Hinweise könnten aus Sicht von Fabian Puchelt vom Landeskriminalamt Bayern den Ermittlern weiterhelfen.
Interessant dabei war, dass Namen wieder genannt wurden beziehungsweise Namen ins Spiel gekommen sind, die auch damals in den 90er-Jahren bereits schon mal bekannt waren, die auch schon mal in den Fokus gerückt sind.
„ Fabian Puchelt, LKA Bayern
Vergewaltigungsserie in Norddeutschland Auch in einem weiteren Fall ging es um sexuelle Gewalt: In Hamburg und Neumünster hat zwischen 2020 und 2024 ein Mann mindestens drei junge Frauen zu sexuellen Handlungen gedrängt und vergewaltigte sie teilweise.
Die Sendung vom 25. Februar 2026: Es ging unter anderem um die Suche nach einem Serientäter.
Zu diesem Fall seien ebenfalls etliche Hinweise eingegangen, sagt Fabian Puchelt vom LKA Bayern. Allerdings möchten die Ermittler derzeit nicht sagen, um welche Inhalte konkret es sich handelt.
Der Fall hat aktuell Priorität hat und man möchte einfach nicht zu viel preisgeben von den Sachen, die wir jetzt aktuell wissen.
„ Fabian Puchelt, LKA Bayern
Wer Hinweise zu diesem Phantombild geben kann, solle sich bitte umgehend bei der Polizei melden, bittet Puchelt.
Fabian Puchelt appelliert generell an Opfer von sexuellen Übergriffen, sich unbedingt bei der Polizei zu melden und Anzeige zu erstatten. "Ihnen wird definitiv geholfen", sagt Puchelt. Allein 2024 seien 80 Prozent der Fälle aufgeklärt worden.
Die Chance, dass man den Täter findet, ist sehr, sehr hoch.
„ Fabian Puchelt, LKA Bayern
Sparkassenüberfall in Villingen-Schwenningen Am 28. November 2024 wurde in Villingen-Schwenningen eine Sparkasse überfallen. Ein mit einem Messer bewaffneter Mann erbeutete dabei Geld. Die Tat dauerte nur wenige Sekunden.
Während der Sendung wurde ein Bild von dem Täter gezeigt, auf dessen Handschuhen und Jacke jeweils Markenaufdrucke zu erkennen waren. Dazu seien einige Hinweise eingegangen, bestätigt Puchelt. Diese Hinweise würden derzeit noch geprüft.
Überwachungskamera: Der Täter während der Tat in Villingen-Schwenningen Der Täter war auffällig groß, vermutlich zwischen 1,90 und 1,95 Meter.
Quelle: Kripo Rottweil Zusätzlich sind noch ein paar Hinweise eingegangen, bei denen Namen genannt wurden.
„ Fabian Puchelt, LKA Bayern
Das komme relativ häufig vor, erläutert Puchelt, und müsse einfach überprüft werden. Vielleicht sei das eine oder andere Interessante dabei, was man zusammenführen könne. Das will die Polizei laut Puchelt in den kommenden Tagen auswerten.