STA-HH: Anklage im "White-Tiger-Verfahren" erhoben Hamburg (ots)
G e n e r a l s t a a t s a n w a l t s c h a f t H a m b u r g P r e s s e s t e l l e d e r S t a a t s a n w a l t s c h a f t e n Pressemitteilung Anklage im "White-Tiger-Verfahren" erhoben Im sogenannten "White-Tiger-Verfahren" hat die Staatsanwaltschaft Hamburg Anklage vor der Jugendkammer des Landgerichts Hamburg erhoben. Dem 21-jährigen Angeschuldigten werden insgesamt 204 Straftaten zur Last gelegt, die er als Jugendlicher oder Heranwachsender zum Nachteil von über dreißig kindlichen und jugendlichen Geschädigten begangen haben soll. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um über das Internet begangene Straftaten gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit und die sexuelle Selbstbestimmung (vgl. Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft vom 18.06.2025). Gegenstand der Anklage sind u.a. ein vollendeter und fünf versuchte Morde, jeweils verübt in mittelbarer Täterschaft. Die nunmehr angeklagten Taten betreffen einen Zeitraum von Januar 2021 bis September 2023. Darüber hinaus soll der Angeschuldigte am 17.06.2025, dem Tag der zweiten Durchsuchung seiner Wohnung und der Vollstreckung eines gegen ihn erwirkten Haftbefehls, einen Schlagring, zwei Messer und einen Totschläger ohne waffenrechtliche Erlaubnis besessen haben. Die Auswertung der am 17.06.2025 sichergestellten Datenträger dauert weiter an. Diesbezügliche Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft in einem gesonderten Verfahren fortgeführt. Es gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung. Für den Fall der Eröffnung des Hauptverfahrens wird bereits jetzt darauf hingewiesen, dass die Hauptverhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Hamburg, 15.10.2025 Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens Oberstaatsanwältin Melina Traumann Generalstaatsanwaltschaft Hamburg
«White Tiger«-Prozess beginnt im Januar 09. Dezember 2025 11:24
Hamburg (dpa) –
Der Prozess gegen den als «White Tiger» im Internet aufgetretenen mutmaßlichen Pädokriminellen beginnt am 9. Januar vor dem Landgericht Hamburg.
Die Hauptverhandlung gegen den unter anderem des versuchten Mordes angeklagten 21-Jährigen werde vor einer Jugendkammer der Großen Strafkammer eröffnet und nicht öffentlich sein, teilte das Gericht mit.
Insgesamt sind für die Verhandlung bis Dezember nächsten Jahres 82 Verhandlungstermine anberaumt.
Der Angeklagte muss sich für 204 angeklagte Straftaten verantworten, der er laut Gericht zwischen Januar 2021 und September 2023 zum Nachteil von über dreißig Kindern und Jugendlichen begangen haben soll. Der Deutsch-Iraner war im Sommer in Hamburg in der elterlichen Wohnung festgenommen worden
Verdächtiger soll Kopf von Cyberkriminellen-Gruppe gewesen sein Gegenstand der Anklage sind laut Staatsanwaltschaft unter anderem ein vollendeter und fünf versuchte Morde, jeweils verübt in mittelbarer Täterschaft. So soll er einen US-amerikanischen Jungen ermordet haben.
«White Tiger» soll der Kopf einer Gruppe von Cyberkriminellen gewesen sein, die aus sexueller Motivation heraus Kinder im Alter von 11 bis 15 Jahren im Internet zu Gewalt gegen sich selbst gezwungen haben. Dabei soll er besonders verletzliche Kinder in sozialen Medien emotional von sich abhängig gemacht haben, um die von ihm initiierte starke Verbundenheit unter anderem für die Erstellung kinder- und jugendpornografischer Aufnahmen auszunutzen.
Kinder stammen aus mehreren Ländern Die Kinder stammen früheren Angaben der Ermittler zufolge aus Deutschland, England, Kanada und den USA. Ein 13 Jahre alter US-Amerikaner wurde demnach in den Suizid getrieben. Eine 14-jährige Kanadierin habe versucht, sich umzubringen. Von den deutschen Opfern stammen den Behörden zufolge zwei aus Hamburg und eines aus Niedersachsen.
Um dem Ansinnen des Beschuldigten nach immer heftiger werdenden Inhalten nachzukommen, verletzten sich die Kinder in Livechats unter den Augen von Zuschauern selbst erheblich oder übten sexuelle Handlungen an sich aus. Hiervon soll «White Tiger» Aufzeichnungen gefertigt haben, um den Kindern anschließend mit deren Veröffentlichung zu drohen, sollten diese sich nicht noch gravierendere Selbstverletzungen vor laufender Kamera zufügen.
Prozess in Hamburg Mann soll Jugendliche zum Suizid überredet haben Ausland 04.01.2026 15:59
In Deutschland soll ein heute 21-Jähriger zahlreiche Kinder und Jugendliche zu selbstverletzendem Verhalten und Suizid überredet haben. Der Deutsch-Iraner wird ab kommendem Freitag in Hamburg vor Gericht stehen. Es geht um mehr als 200 angeklagte Straftaten, darunter einen vollendeten Mord und fünf Mordversuche (siehe Video oben).
Die Taten beging er laut Anklage zwischen Jänner 2021 und September 2023, er war damit zum Teil noch minderjährig. Bekannt wurde der Mann unter seinem Forennamen „White Tiger“, als Kopf einer Gruppe von Cyberkriminellen, die Kinder und Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren online zu Gewalt gegen sich selbst gezwungen haben. Dabei soll er besonders verletzliche Kinder emotional von sich abhängig gemacht haben, um die Verbindung für Aufnahmen mit Missbrauchsinhalten auszunutzen. Die Kriminellen sollen sexuell motiviert gehandelt haben.
Die Opfer kommen laut den Ermittlerinnen und Ermittlern aus Deutschland, England, Kanada und den USA. Sie verletzten sich laut der Anklage in Livechats unter den Augen von anderen selbst erheblich oder übten sexuelle Handlungen an sich aus. „White Tiger“ soll das aufgenommen und den Kindern und Jugendlichen mit der Veröffentlichung gedroht haben. Auf diese Weise wurden sie erpresst, sich noch gravierendere Selbstverletzungen vor laufender Kamera zuzufügen.
Ein 13-jähriger Bub aus den USA beging Suizid, eine damals 14-jährige Kanadierin versuchte, sich das Leben zu nehmen. Eine junge Finnin wurde laut Gericht als Nebenklägerin geladen.
Erste Ermittlungen wieder eingestellt Die Hamburger Polizei hatte bereits im Jahr 2021 gegen den Deutsch-Iraner ermittelt, weil der Verdacht bestand, dass er Missbrauchsbilder besaß. Die Ermittlungen wurden jedoch wegen angeblicher Geringfügigkeit wieder eingestellt. Zwei Jahre später teilte die US-Bundespolizei FBI ihre Ergebnisse zu „White Tiger“ mit den deutschen Behörden. Das Landeskriminalamt sei über die Identität des Beschuldigten informiert worden, hieß es. Ein ehemaliger FBI-Ermittler warf der deutschen Polizei vor, den Verdächtigen nicht zeitnah aus dem Verkehr gezogen zu haben.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigte die FBI-Hinweise. Ein Tatverdacht des Mordes oder versuchten Mordes habe sich aus den Unterlagen aber zunächst nicht ergeben, hieß es. Wegen des Umgangs mit Missbrauchsbildern sei direkt danach ein Verfahren eingeleitet worden. Der Deutsch-Iraner wurde im Sommer in der elterlichen Wohnung in Hamburg festgenommen und sitzt seit Mitte Juni in Untersuchungshaft.
Ihm werden insgesamt 204 Straftaten an mehr als 30 Kindern und Jugendlichen vorgeworfen. Ab kommenden Freitag startet der Prozess, bis Dezember sind 82 Verhandlungstermine anberaumt.
Zitat von park.ranger@gmx.net im Beitrag #2Wenn da das Jugendstrafrecht Anwendung findet, dann prost Mahlzeit für die Gesellschaft. Was muß noch mehr passieren ?
Leider ist genau das eingetreten
ZitatDie Hauptverhandlung gegen den unter anderem des versuchten Mordes angeklagten 21-Jährigen werde vor einer Jugendkammer der Großen Strafkammer eröffnet und nicht öffentlich sein, teilte das Gericht mit.
Admin und Foren Moderatorin Hinweise zu den hier aufgeführten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle
Wie kann es sein, dass bei solchen Verhandlungen die Gesellschaft wieder ausgeschlossen wird? Da wird die Demokratie zu gunsten unseres verdrehten Rechtsystem,alles wieder unter dem Tisch gekehrt und niemand von dem kleinen Volk erfährt die Wahrheit. Täter vor Opferschutz