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Polen/Warschau: 06.08.2000 - Das Verschwinden von Anna Krupa (17) und Marta Szczytowska (17)
Dieses Mal kehren wir in der Serie „AUS ITAKAS ARCHIV“ zum Verschwinden zweier Freundinnen aus Warschau zurück – Anna Krupa und Marta Szczytowska.
Dies ist ein weiterer mysteriöser Fall, zu dem seit Jahren keine neuen Informationen aufgetaucht sind.
Ist es möglich, dass die Mädchen absichtlich weggelaufen sind?
Oder steckt vielleicht der Freund einer der Jugendlichen hinter dem Verschwinden der Jugendlichen?
Vor- und Nachname der vermissten Person: Marta Szczytowska
Datum des Verschwindens: 06.08.2000
Ort des Verschwindens: Warschau (Woiwodschaft Masowien)
Alter zum Zeitpunkt des Verschwindens: 17 Jahre
Aktuelles Alter: 42 Jahre
Beschreibung zum Zeitpunkt des Verschwindens: Die vermisste Person ist 168 cm groß, hat blaue Augen und helle, kurze Haare.
Vor- und Nachname der vermissten Person: Anna Krupa
Datum des Verschwindens: 06.08.2000
Ort des Verschwindens: Warschau (Woiwodschaft Masowien)
Alter zum Zeitpunkt des Verschwindens: 17 Jahre
Aktuelles Alter: 42 Jahre
Beschreibung zum Zeitpunkt des Verschwindens: Die vermisste Person ist 177 cm groß, hat braune Augen, eine schlanke Figur und langes, dunkles, glattes Haar.
Einzelheiten zum Verschwinden: Die Teenager waren am Tag ihres Verschwindens, dem 6. August 2000, 17 Jahre alt. Sie verbrachten Zeit mit ihren Eltern auf einem Grundstück in Białobrzegi.
Am Nachmittag, gegen 16:00 Uhr, gingen sie zum Kirchenfest in Radzymin.
Sie haben mit ihren Eltern vereinbart, dass der Vater einer von ihnen sie abends abholt.
Als der Mann am Tatort eintraf, waren Ania und Marta bereits verschwunden.
Er versuchte, seine Tochter telefonisch zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. das Handy des Mädchens war ausgeschaltet. Am Morgen antworteten die Teenager immer noch nicht, sodass ihre Eltern sie bei der Polizei als vermisst meldeten.
Ein wichtiges Ereignis in der Geschichte von Ania und Marta war den Ermittlern zufolge eine Reise nach Spanien im Jahr 1999, bei der sie Marcin kennenlernten – einen Jungen aus Radzymin, der eine Beziehung mit einer ihrer Freundinnen begann.
Am Tag seines Verschwindens kam Marcin in einem roten Fiat 125p zum Kirchweihfest und besuchte zusammen mit Ania und Marta einen Freund, der in der Nähe von Wołomin wohnte.
Als sie am Tatort ankamen und sich im Hof vor dem Haus unterhielten, fuhr plötzlich ein Auto mit drei Männern vor, alle 21 Jahre alt.
Wie sich herausstellte, hatten zwei von ihnen Verbindungen zur örtlichen Unterwelt. Einer der drei Männer lud alle zu einer Party ein. Zeugenaussagen zufolge tranken viele Leute während der Party Alkohol, was Ania und Marta nicht gefiel.
Der Gastgeber befürchtete, dass es bei der Rückkehr seiner Konkubine zu Streit kommen könnte, und schlug vor, die Party in die Wohnung seiner Schwester in Wołomin zu verlegen.
Dort währte die Party allerdings nicht lange, da es zu einem Streit kam. Ania und Marta wollten nach Hause zurückkehren.
Die Männer, die sie kurz zuvor kennengelernt hatten, schlugen vor, die Mädchen zum Wileński-Bahnhof in Warschau zu bringen.
Die Teenager stimmten zu und stiegen zusammen mit Marcins Freund und zwei 21-Jährigen in das Auto – einen marineblauen Fiat 125p.
Unterwegs sollten sie und zwei Männer vom Fiat in einen dunkelfarbigen Daewoo Espero umsteigen. Ania und Marta erreichten Warschau nie.
An der Suche nach den Jugendlichen waren unter anderem folgende Personen beteiligt: eine vom damaligen Woiwodschaftskommandanten in Radom speziell eingesetzte Ermittlergruppe sowie Polizisten aus Radzymin, Wołomin und Legionowo.
Trotzdem konnte bisher nicht geklärt werden, was mit Anna und Marta passiert ist. Trotz des Zeitablaufs sind keine neuen Informationen aufgetaucht. Dass zwei wichtige Zeugen fehlen, wird die Ermittlungen sicherlich nicht erleichtern.
Die Ermittler zogen mehrere Versionen des Vorfalls in Betracht, von einer Entführung, auch zum Zwecke der Sexarbeit, über Mord bis hin zu einer geplanten Auslandsreise der Teenager.
Eine Flucht ins Ausland oder an einen anderen Ort in Polen ist nach Aussage der Eltern der vermissten Mädchen unwahrscheinlich, da die Teenager verantwortungsbewusst und krank waren und regelmäßig Medikamente einnahmen, die sie am Tag ihres Verschwindens nicht dabei hatten: Marta gegen Lupus erythematodes, Anna gegen Asthma.
Wer die Vermissten gesehen hat oder Informationen zu ihrem Schicksal hat, wird gebeten, sich mit der ITAKA-Stiftung – Zentrum für die Suche nach Vermissten unter der Nummer 116 000 in Verbindung zu setzen. Sie können ITAKA auch unter itaka@zaginieni.pl schreiben . Unseren Informanten garantieren wir Diskretion.