Gefunden auf einem abgelegenen Bauernhof in der Provinz Girona, Spanien.
Name des Gehäuses: Die Frau im Schuppen
Fallnummer: 2024-ES05
Sterbedatum (geschätzt): 3-4 August 2018 Entdeckungsdatum: 4 August 2018 Wohnort: Spanien: Sant Julià de Ramis, Provinz Girona Geschlecht: Weiblich Geschätztes Geburtsjahr: 1983-1993 Geschätztes Alter: 25 bis 35 Jahre Körpergröße: 161 cm Hautfarbe: Weiß Haarfarbe: Blond Augenfarbe: Hellbraun
Kleidung:
• Blau-weißes gestreiftes Hemd der Marke Fairly, Größe 4, • Bershka Softbrand-Jeans, europäische Größe 36, • schwarze Nike-Sneakers, europäische Schuhgröße 38,5, • Graue Baumwollsocken, europäische Größe 38/42, • Hose der Marke Ouno (Unterwäsche) mit Blumenmuster, Größe XL-XXL) • Grauer BH
Tätowierungen, Muttermale, Narben: Tätowierung auf dem linken Unterarm mit dem Wort "Erfolg" auf Hebräisch.
Schmuck: Nichts
Der Fall Am Nachmittag des Samstags, dem 4. August 2018, wurde eine Frau erhängt in einem Geflügelstall aufgefunden, der an ein Bauernhaus im Stadtteil Olivars von Sant Julià de Ramis in der Provinz Gerona in Spanien angebaut wurde.
Die Frau trug keine Ausweispapiere bei sich. Drei Personen lebten in dem Bauernhaus, aber keiner von ihnen kannte sie oder hatte sie jemals zuvor gesehen. Niemand in der Gegend wusste, wer die Frau war, und kein Fahrzeug wurde in der Nähe geortet.
Verkohlen Akteriden Es wird angenommen, dass die Frau aus Nordeuropa, Polen, Deutschland oder den Niederlanden stammt. In Polen und Frankreich wurden Nachforschungen über ihre mögliche Identität angestellt, die jedoch zu keinem Ergebnis führten.
BKA: Weiterer Fahndungserfolg der Kampagne "Identify Me": Unbekannte Tote aus Spanien identifiziert Bundeskriminalamt Wiesbaden Durch die internationale Fahndungskampagne "Identify Me" hat die Polizei eine weitere unbekannte Tote identifizieren können.
Die 33-jährige Frau aus Paraguay wurde 2018 in der Provinz Girona in Spanien in einem Hühnerstall erhängt aufgefunden. Sie hatte keine Ausweisdokumente bei sich und niemand in der Gegend wusste, wer sie war oder wie sie dort hinkam. Trotz umfangreicher Ermittlungen der örtlichen Polizei konnte die Identität der Frau, die aufgrund ihres Auffindeortes als "die Frau im Hühnerstall" bekannt war, nicht aufgeklärt werden.
Mitte 2019 meldete ihr Bruder sie nach mehreren Monaten ohne Kontakt bei den paraguayischen Behörden als vermisst. Eine Verbindung zu der unbekannten Toten konnte jedoch zunächst nicht hergestellt werden. Der Durchbruch in diesem Fall gelang nun, weil die Behörden in Paraguay Fingerabdrücke, die Spanien anlässlich der "Identify Me"-Kampagne hochgeladen und über Interpol (sog. Interpol Black Notice) geteilt wurden, mit ihren eigenen nationalen Datenbanken abgleichen konnten.
2023 bereits unbekannte Tote aus Belgien durch "Identify Me" identifiziert
Die internationale Reichweite von "Identify Me" trug bereits kurz nach Kampagnenstart im Mai 2023 dazu bei, ein britisches Opfer in Belgien zu identifizieren. Bei dem Fall handelte es sich um die damals 31-jährige Frau aus Cardiff, die 1992 in Antwerpen tot in einem Fluss aufgefunden worden war (siehe Pressemitteilung des BKA vom 14. November 2023: www.bka.de/identifizierungbelgien2023pm).
Die neun deutschen Fahndungen Das Bundeskriminalamt (BKA) sucht im Verbund mit den Polizeien der Bundesländer weiterhin nach Zeuginnen und Zeugen für die neun deutschen Fälle. Für die Kampagne und die einzelnen Fahndungsaufrufe wurden bereits mehrere Videos veröffentlicht, die mehr als eine Millionen Menschen erreicht haben. Hierzu sind bislang rund 1.200 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Eine Vielzahl dieser Hinweise wird derzeit noch geprüft.
Fortsetzung von "Identify Me" mit insgesamt 45 ungeklärten Fällen
Im Oktober 2024 ist die internationale Fahndungskampagne "Identify Me" mit sechs europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande und Spanien) in die Fortsetzung gegangen. Gemeinsam mit Interpol verfolgen sie das Ziel, die Identität von nunmehr 45 Frauen zu klären. Die meisten dieser Frauen wurden entweder ermordet oder sind unter zweifelhaften oder ungeklärten Umständen gestorben. Einige Fälle liegen bereits Jahrzehnte zurück und haben mutmaßlich internationale Bezüge. Mit dem erneuten Fahndungsaufruf erhofft sich die Polizei entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Identifizierung der unbekannten Frauen beitragen. Bislang sind zu den Fällen rund 1.900 Hinweise eingegangen.
Was Sie tun können: Jeder Hinweis zählt!
Sollten Sie Informationen oder Hinweise zu den unbekannten Toten haben, bitten wir Sie, sich zu melden.
- Die neun deutschen Fälle sind auf der Webseite des BKA unter www.bka.de/IdentifyMe abrufbar. Dort können Sie ihre Hinweise über das Kontaktformular des BKA abgeben oder sich bei jeder örtlichen Polizeidienststelle melden. - Alle internationalen Fälle der Kampagne sind auf der Webseite von Interpol unter www.interpol.int/IM abrufbar. Wenn Sie Informationen zu einem Fall haben, können Sie sich über das dortige Kontaktformular direkt mit dem zuständigen nationalen Polizeiteam in Verbindung setzen. Gleichwohl können Sie auch hier das BKA über das Kontaktformular informieren oder sich bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle melden. - Zu dem Fall aus Spanien besteht bislang kein Anhaltspunkt, dass Verbindungen nach Deutschland bestehen. Mögliche Zeuginnen und Zeugen können sich über das Kontaktformular zum Fall auf der o.g. Interpol-Webseite bei der spanischen Polizei melden.