Oliver K. seit einem Jahr im Erzgebirge vermisst: „Wir haben angefangen - wir bringen es auch zu Ende“ Redakteur Von Katrin Kablau
Am 8. Oktober 2024 verliert sich in Frohnau die Spur des Schwarzbefahrers. Indizien weisen auf ein Unglück unter Tage hin. Ist der Fall ein Cold Case, ein ungeklärter Kriminalfall – und was haben Influencer damit zu tun?
Gedenkstein für vermissten Schatzsucher in Annaberg
09. Oktober 2025, 22:21 Uhr
Ein Jahr nach dem Verschwinden eines jungen Mannes in einem alten Bergwerksstollen in Annaberg-Buchholz haben Freunde und Verwandte ihm einen Gedenkstein gesetzt. Der damals 34 Jahre alte Mann war im Oktober 2024 illegal in einen alten Bergwerkstollen eingedrungen.
Wochenlange Suchaktion Nachdem ihn Verwandte und Angehörige als vermisst gemeldet hatten, suchten Feuerwehr, Polizei und THW nach dem Mann. Die Rettungskräfte konzentrierten sich dabei auf das Gebiet des ehemaligen Kippenhainer Stollens im Annaberg-Buchholzer Stadtteil Frohnau. Nach drei Wochen gaben die Rettungskräfte die Suche auf. In einer gemeinsamen Erklärung von Kommune, dem Oberbergamt Freiberg und der Polizeidirektion Chemnitz wurde das damit begründet, dass alle Möglichkeiten der Vermisstensuche ausgeschöpft seien.
Toter liegt wahrscheinlich in 25 Meter Tiefe Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit befände sich der Tote in 25 Metern Tiefe unter dem Geröll des zusammengebrochenen Stollens, hieß es weiter. Eine Bergung der Leiche sei nur durch das Anlegen einer bergmännischen Teufe möglich und in diesem Fall unverhältnismäßig. Die zu erwartenden Kosten dafür würden etwa 400.000 Euro betragen.
Freunde und Familie sammeln für Gedenkstein Am Mittwoch wurde ein Gedenkstein in unmittelbarer Nähe eines alten Stollens im Ortsteil Frohnau eingeweiht. Dort, so die Vermutung, ist der Mann in das alte Bergwerk eingestiegen. Freunde und Bekannte hatten das Geld für den Gedenkstein über einen Spendenaufruf gesammelt.