Nach erneuter Explosion am Mittwoch: Polizei fahndet nach diesem Kölner Bombenleger
20.09.2024 - 17:46 Uhr Köln (NRW) – Er trug eine schwarze Kapuzenjacke mit weißem Aufdruck auf der linken Brust, eine schwarze Basecap mit rotem Logo und eine schwarze Sporthose. Mit Fotos aus mehreren Überwachungskameras fahndet die Polizei einem Tatverdächtigen, der am Mittwoch in der Kölner Innenstadt in einem Modeladen einen Sprengsatz zündete. Dieser rund 1,80 Meter große Mann soll laut den Erkenntnissen der Polizei um kurz nach fünf Uhr morgens auf der Kölner Ehrenstraße zuerst die Scheibe des Bekleidungsgeschäftes „LFDY“ eingeschlagen und anschließend eine laut Polizei „unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung“ gezündet haben.
Der Laden brannte fast vollständig aus. Bei der Explosion wurde niemand verletzt. Nach der Tat flüchtete der Bombenleger in die Richtung des Kölner Hauptbahnhofs, wo er in die S-Bahn-Linie 6 in Richtung Düsseldorf einstieg. Dann verliert sich seine Spur.
Innerhalb von drei Tagen war es der zweite Bombenanschlag, der sich in Köln abspielte. Erst am Montag hatte ein bislang ebenfalls noch flüchtiger Täter einen Sprengsatz vor der Diskothek „Vanity“ gezündet. Die beiden Tatorte liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt.
Insgesamt wurden in NRW in den vergangenen 12 Wochen elf Sprengsätze gezündet, allein sechs davon in Köln. Der Verdacht: Die berüchtigte niederländische „Mocro-Mafia“ trägt auf den Straßen der Rhein-Metropole ihren Drogen-Kampf aus – mit Sprengsätzen als Drohmittel. Ihre Mitglieder sind auf der Suche nach Flüchtigen, die ihnen 300 Kilogramm Cannabis geklaut haben sollen.
Bislang konnte die Polizei weder Bombenleger noch ihre Hintermänner fassen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter, der den ersten Anschlag am Montag verübte, nach der Explosion möglicherweise in die Niederlande flüchtete.
Zeugen, die Hinweise zu den Gesuchten geben können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei den Ermittlern des Kriminalkommissariats 15 zu melden.
************************************************************************* *Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht* Mark Aurel *What goes arount - comes arount * Critical questioning never harms* *********************************************************************************** *Hervorhebung in Kommentaren durch den Verfasser *Äusserungen zu Fällen sind rein spekulativ*
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25.09.2024 12:47 3.022 Polizeieinsatz in Solingen: Unbekannte schießen mehrfach durch Wohnungstür! Von Jonas Reihl
Solingen/Köln - In der Nacht zu Mittwoch haben Unbekannte mehrfach durch die Wohnungstür eines Mehrfamilienhauses auf der Grünewalder Straße in Solingen geschossen. Verletzt wurde niemand.
Mehrere Zeugen hatten gegen 2.35 Uhr laute Schussgeräusche vernommen und die Polizei alarmiert. Das berichteten die Ermittler.
Demnach hätten die Zeugen nach den Schüssen zwei Männer gesehen, die aus dem Haus gelaufen und mit einer dunklen Limousine vom Tatort geflüchtet sein sollen.
Die Ermittler gehen ersten Erkenntnissen zufolge davon aus, dass sich die Täter in der Haustür geirrt haben könnten.
Wahrscheinlich sei, dass die Schüsse einer Person gegolten haben sollen, die rund um die Explosionsserie in Köln eine Rolle spielen soll.
Wegen der möglichen Verbindung zu den Taten in der Domstadt hat die Kölner Polizei die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen.
22.01.2025 15:06 Nach Explosionen, Geiselnahme und Schüssen in Köln: Festnahmen in den Niederlanden Von Frederick Rook
Köln - Im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden in Köln ist den Ermittlern nach eigenen Angaben ein internationaler Fahndungserfolg gelungen.
Mit Unterstützung von Europol seien in den Niederlanden mehrere Haftbefehle vollstreckt worden, teilte die Kölner Polizei mit.
Bei Wohnungsdurchsuchungen hätten die Beamten Beweismittel sichergestellt.
Die Festgenommenen seien dringend verdächtig, an den schweren Straftaten nach dem Diebstahl einer großen Menge Cannabis aus einer Lagerhalle in Hürth beteiligt gewesen zu sein.
Dieser Diebstahl gilt als Ausgangspunkt einer Serie von Taten, zu denen mehrere Explosionen in Köln und anderen Städten in Nordrhein-Westfalen sowie eine Geiselnahme gehören sollen.
Einzelheiten zu den Festnahmen in den Niederlanden wollen die Kölner Polizei und die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bei einer Pressekonferenz bekannt geben.
04.04.2025 13:21 Perfider Brandanschlag in Kölner Innenstadt: Polizei ermittelt Tatverdächtigen Von Christoph Driessen
Köln - Ein halbes Jahr nach einem Brandanschlag auf ein Modegeschäft in der Kölner Innenstadt ist in den Niederlanden ein 18 Jahre alter Tatverdächtiger ermittelt worden.
Bei Durchsuchungen sei am Donnerstag die mutmaßliche Tatkleidung sichergestellt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mit.
Der mutmaßliche Täter sitze bereits wegen einer anderen Sache in einer niederländischen Justizvollzugsanstalt. Ein Auslieferungsverfahren werde geprüft, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer der Deutschen Presse-Agentur.
Der Heranwachsende soll am 18. September vergangenen Jahres frühmorgens die Schaufenster eines Modegeschäfts eingeschlagen und dann einen Brandsatz gezündet haben. Es entstand erheblicher Sachschaden.
"Es wird dem Verdacht nachgegangen, dass diese Tat im Zusammenhang mit der Durchsetzung bislang nicht näher bestimmbarer Geldforderungen stehen könnte, die sich allerdings nicht gegen den Inhaber des Geschäfts, sondern gegen Personen aus dem Umfeld richtet", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Die Polizei hatte den Verdächtigen mit Bildern einer Überwachungskamera aus dem Kölner Hauptbahnhof gesucht. Der Gesuchte war nach der Tat zum Hauptbahnhof geflüchtet und war dort in die S-Bahn nach Düsseldorf gestiegen.
18.12.2025 18:17 Explosion auf Kölner Ringen: Teenager (19) muss in den Knast Von Bernhard Krebs
Köln - Mehr als ein Jahr nach einer Explosion auf den Kölner Ringen hat das Amtsgericht am Donnerstag den Angeklagten (19) zu mehreren Jahren Haft verknackt.
Dem Urteil zufolge muss der Teenager aus den Niederlanden nach Jugendstrafrecht für zwei Jahre und vier Monate ins Gefängnis.
Das Jugendschöffengericht sah es als erwiesen an, dass der damals 18-Jährige im September 2024 das Schaufenster eines Modegeschäfts in der Kölner Innenstadt eingeschlagen, einen Sprengsatz in dem Laden platziert und gezündet hatte.
Laut Urteilsbegründung wurde der junge Mann über den Messenger-Dienst Snapchat von einem Unbekannten für die Tat angeworben. Von einem ebenfalls unbekannten Fahrer sei er nach Köln in die Nähe des Tatorts gefahren worden.
Nach Überzeugung des Gerichts hatte sich der 18-Jährige zu dem Geschäft begeben und dort mit einem mitgeführten Pflasterstein das Schaufenster eingeschlagen.
Dann habe er den in einer blauen Plastiktüte befindlichen Sprengsatz samt einem Böller in dem Laden platziert und zur Zündung gebracht, hieß es in der Begründung des Urteils, das nach zwei Verhandlungstagen fiel.
Drahtzieher (24) der Explosion ebenfalls angeklagt
Dem Urteil zufolge filmte der Jugendliche auftragsgemäß mit seinem Handy die Detonation und sendete das Video ebenfalls per Snapchat an seinen Auftraggeber. Insgesamt 2000 Euro seien ihm für die Tat versprochen worden, befand das Gericht.
Über seine Verteidigerin hatte der Angeklagte am ersten Verhandlungstag erklären lassen, dass er mit dem Geld Schulden habe bezahlen wollen, die er mit Strafen für Verkehrsdelikte in den Niederlanden angehäuft habe. Durch die Explosion und den folgenden Brand kam es nach Angaben der Vorsitzenden Richterin in dem Laden und am Gebäude zu einem Sachschaden in Höhe von rund 600.000 Euro.
Drahtzieher des Anschlags soll ein seit vergangener Woche vor dem Kölner Landgericht angeklagter 24-Jähriger sein, der als Kopf einer Kölner Drogenbande gilt. Nachdem ihr im Juni 2024 rund 350 Kilogramm Marihuana gestohlen worden waren, soll diese Bande den sogenannten Kölner Drogenkrieg vom Zaun gebrochen haben.
Neben mehreren Sprengstoffanschlägen in Köln, Engelskirchen und Duisburg war es auch zu zwei Geiselnahmen gekommen.