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 Betreff des Beitrags: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 08. August 2014, 14:07:48 
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Schüsse an der Haustür - Familienvater eiskalt ermordet

(XY-Sendung vom 6. August 2014)
Jürgen Volke lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in einem Reihenhaus in Hanau. Er betreibt eine kleine Spedition. Am 7. September 2013 besucht er mit seiner jüngsten Tochter ein Schlauchbootrennen in Kassel.

Den Abend verbringt er zu Hause. Gegen 23.30 Uhr klingelt es an der Haustür. Jürgen Volke, der vor dem Fernseher eingeschlafen war, geht in den Flur. Noch bevor er die Haustür öffnen kann, eröffnet ein Unbekannter von draußen das Feuer. Vier Kugeln durchdringen das Gitterglas der Tür. Jürgen Volke wird schwer verletzt.

Wurde der Täter beobachtet?
Die Familie versorgt das Opfer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Doch Jürgen Volke stirbt kurz nach der Tat, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Unmittelbar nach den Schüssen will ein Zeuge gesehen haben, dass ein junger Mann aus Richtung Tatort weggelaufen ist. Ob er etwas mit dem Verbrechen zu tun hat, ist unklar.

Frage nach Zeugen:
- Wer hat am Abend des 7. September 2013 im Bereich des Tatorts - Gallienstraße in der Hanauer Innenstadt - verdächtige Beobachtungen gemacht, Personen oder fremde Autos gesehen? An diesem Wochenende fand in Hanau das Bürgerfest statt.
- Wer kannte Jürgen Volke und hat eine Idee, was hinter den Verbrechen stecken könnte?

Zuständig: Kripo Hanau, Telefon 06181 / 100 123



http://e110.de/index.cfm?event=page.det ... 8&id=75681

_________________
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Hinweise zu den eingestellten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 05. Dezember 2014, 09:31:55 
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Sendung „Kriminalreport“
Rätselhafter Mordfall aus Hanau im TV

Hanau - Noch immer beschäftigt der Mordfall Jürgen V. aus Hanau die Ermittler des Polizeipräsidiums Südosthessen. Deswegen bittet die Polizei nochmal via TV um Hinweise.

Am 7. September 2013 wird der 53-Jährige abends an seiner Haustür in der Gallienstraße erschossen, der oder die Täter flüchten unerkannt. Die Sendung „Kriminalreport“ des hessischen Rundfunks greift den Fall in ihrem Jahresrückblick am Sonntag, 4. Januar, um 19 Uhr erneut auf.

Dort wendet sich die Ehefrau des Opfers noch einmal an die Öffentlichkeit. Sowohl die Witwe als auch die Polizei hoffen weiterhin auf Zeugenhinweise. Der Fall war auch schon in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“.

http://www.op-online.de/lokales/nachric ... cmp=defrss


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 10. Mai 2016, 20:41:17 
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Endlich verhaftet
Mord-Verdächtiger lebte 2,5 Jahre unerkannt in Kärnten


Die Kärntner Polizei verhaftete am Dienstag einen Mann, der in Deutschland wegen Mordes gesucht wird. Der 52-Jährige hat im September 2013 einen vierfachen Familienvater durch die geschlossene Wohnungstür vor den Augen seiner Familie erschossen. Er wurde sogar im TV gesucht.

"Aktenzeichen XY ungelöst": Auch die berühmte TV-Sendung suchte im August 2014 nach jenem Mann, der ein Jahr zuvor einen brutalen Mord verübt haben soll. Der Verdächtige blieb verschwunden, am Dienstag - zweieinhalb Jahren nach der Tat - wurde er nun in Spittal an der Drau festgenommen.

Der 52-jährige Deutsche soll im September 2013 einen 53-jährigen Spediteur ermordet haben. Der vierfache Familienvater hatte keine Chance, der Täter schoss viermal durch die geschlossene Wohnungstüre aus Glas. Die Familie des Opfers befand sich zu diesem Zeitpunk ebenfalls im Haus, der Mann starb wenige Stunden später im Krankenhaus.

Zweitwohnsitz in Kärnten
Nachdem die deutsche Polizei den mutmaßlichen Mörder mangels Beweise laufen lassen musste, setzte er sich nach Österreich ab. Er hat einen Zweitwohnsitz in Kärnten und lebte zum Zeitpunkt seiner Verhaftung bereits zweieinhalb Jahre unerkannt in Spittal an der Drau.

Am Dienstag kam es zur groß angelegten Verhaftung. Seit längerem geplant, war auch ein massives Polizeiaufgebot aus Deutschland mit Zivilbeamten, vor Ort. Der Verdächtige wurde am Nachmittag in einem Lokal verhaftet, als er gerade auf sein Mittagessen wartete. Auch die mutmaßliche Tatwaffe, eine Pistole, konnte sichergestellt werden.

http://www.heute.at/news/oesterreich/Mo ... 55,1286918


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 03. Juni 2016, 10:33:33 
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http://m.kleinezeitung.at/k/kaernten/ob ... 0/index.do




Erbe als Motiv für brutalen Mord?

Ein ungeklärter Mord in Hessen. Ein Verdächtiger in Kärnten. Steirische Spezialeinheiten, die sich zwei Jahre lang an seine Fersen heften: Eine unfassbare Tat steht vor der Aufklärung. Von Hans Breitegger

Kleine Zeitung | 03. Juni 2016, 10:33 Uhr


Ein ungeklärter Mord in Hessen. Ein Verdächtiger in Kärnten. Steirische Spezialeinheiten, die sich zwei Jahre lang an seine Fersen heften: Eine unfassbare Tat steht vor der Aufklärung. Von Hans Breitegger

Die verdeckten Ermittler des Bundeskriminalamtes werden üblicherweise gegen die organisierte Kriminalität eingesetzt, als Unterstützung für die zuständigen Polizei-Kräfte. Dass die Grazer BK-Außenstelle Süd für verdeckte Ermittlungen zwei Jahre lang in einem Mordfall mit familiärem Motiv ermittelt hat, ist einzigartig. Die Staatsanwaltschaft in Hanau, im deutschen Hessen, sah keine andere Möglichkeit mehr, als die österreichischen Behörden über den Rechtshilfeweg um verdeckte Ermittlungen zu ersuchen.

Der Einsatz führte zum Erfolg. Denn der Tatverdächtige Lutz H. (52) wurde Anfang Mai in Oberkärnten festgenommen – nachdem er die beim Mord in Hanau verwendete Tatwaffe an einen verdeckten Ermittler aus Graz verkauft hatte. Zuvor hatten sich die „Verdeckten“ gemeinsam mit einer Oberservationstruppe aus Graz und Experten des Landeskriminalamtes Kärnten zwei Jahre lang an die Fersen des Verdächtigen geheftet.

Schüsse durch die Tür

Luz H. soll am 7. September 2013, um 23.40 Uhr in Hanau, seinen Schwager Jürgen Volke (53) mit einer Faustfeuerwaffe durch die Haustür niedergeschossen haben. Der vierfache Familienvater starb. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuteten zunächst einen „eiskalt und professionell durchgezogen“ Auftragsmord. Doch dafür fand sich kein Motiv. Schließlich führte die Spur in das familiäre Umfeld, zum Schwager des Opfers. Er wurde kurzfristig sogar in Haft genommen, aber die Beweise reichten für ein Gerichtsverfahren nicht aus.

Mittlerweile glaubt man das Mordmotiv zu kennen: Auslöser dürfte ein Erbschaftsstreit gewesen sein. Lutz H. wurde von seiner Schwester verklagt, weil er ihr 40.000 Euro aus der Erbschaft der Mutter schuldig geblieben war. Für diese Klage machte er seinen Schwager Jürgen Volke verantwortlich. Die Verhandlung war für 12. September 2013 anberaumt. Fünf Tage vorher wurde Volke erschossen. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Verdächtige im Raum Hanau aus.

Großwildjäger

Lutz H. stammt aus einer wohlhabenden Unternehmerfamilie. Er kam schon vor Jahren nach Österreich, studierte in Innsbruck. Als sich herausstellte, dass er bei der Inskription das Zeugnis des Bruders vorgelegt hatte, wurde ihm der Doktor-Titel aberkannt. Seit Herbst 2013 lebte H., der nach wie vor einer schlagenden Burschenschaft in Innsbruck angehört, mit seiner 30-jährigen Lebensgefährtin und deren Söhnen (neun und vier Jahre) in einem geerbten Haus in Gmünd.

Dort wurden nach seiner Verhaftung auch zahlreiche Waffen sichergestellt. Eine nicht genehmigte Jagd- und Faustfeuerwaffe versteckte er bei seinem aus der Steiermark stammenden Nachbarn. Jetzt sitzt H., der bei Hanau eine Eigenjagd gepachtet hat und der leidenschaftlicher Großwildjäger war, in Auslieferungshaft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 07. Februar 2017, 08:38:39 
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Startseite » Mordprozess Volke: Lügen, Geld und Waffenliebe
Mordprozess Volke: Lügen, Geld und Waffenliebe

Gespeichert von GRABER am 8. November 2016 - 17:14


Von Dieter A. Graber

Die Anklage (wird von Staatsanwalt Mathias Pleuser vertreten): Danach begab sich Lutz H. am 7. September 2013 zur Wohnung der Volkes in der Hanauer Gallienstraße 18. Er wollte seinen Schwager „aus Rache“ töten. Hintergrund war eine erbrechtliche Zivilklage. Er klingelte. Als er die Gestalt seines Schwagers schemenhaft hinter der Glastür sah, schoss er vier Mal. Die Waffe: Eine Pistole Browning Kal. 7.65. Volke wurde im Arm und zweimal im Bauch getroffen. Er verstarb um 0.31 Uhr. Am Nachmittag hatte Volke mit seiner jüngsten Tochter noch ein Schlauchbootrennen besucht.

Im August 2014 wurde in der Fernsehsendung Aktenzeichen XY ungelöst über den Fall berichtet. Zu der Zeit aber hatten Polizei und Staatsanwaltschaft längst einen Mann im Visier: Lutz A. (heute 52), der Schwager Volkes. Sein mögliches Motiv: Rache. Zu einem Haftbefehl reichte es jedoch nicht. Aber es wurde weiter ermittelt.

Nach der Tat war Lutz A. mit seiner Lebensgefährtin (30) nach Gmünd in Kärnten verzogen. Im April dieses Jahres konnte er in Österreich verhaftet werden, nachdem die in Hanau verwendete Tatwaffe bei ihm aufgetaucht war. Er hatte sie einem verdeckten Ermittler zum Kauf angeboten. „Wir gingen davon aus, dass er sich inzwischen relativ sicher vor den Ermittlungsbehörden glaubte“, so Oberstaatsanwalt Heinze.

Hintergrund sollen langjährige familiäre Zerwürfnisse gewesen sein, in deren Verlauf das Opfer seine Ehefrau – die Schwester von Lutz A. – zu einer erbrechtlichen Zivilklage gegen ihn veranlasste, wodurch seine wirtschaftliche Existenz gefährdet worden wäre.

Der Ohrenzeuge: In der Tatnacht hörte Manuel N. (21), der bei seinen Eltern in der Gallienstraße neben den Volkes wohnt, „mehrere Schüsse. Vier bis fünf, direkt hintereinander. Ich öffnete das Badezimmerfenster. Auf der Straße sah ich jemanden weglaufen. Ein blonder junger Mann. Er trug eine helle Kapuzenjacke.“ Das Gesicht habe er jedoch nicht zu erkennen vermocht. Richter Peter Graßmück: „Woran machen Sie fest, dass er jung war?“ – „Weil er so flott unterwegs war.“ In seiner Tasche habe er „irgendetwas Schwarzes“ gehabt. Näheres vermag der Zeuge heute nicht mehr zu sagen.

Verteidiger Andreas von Dahlen: „Sind Sie sicher, dass es eine männliche Person war?“ – „Ja, das habe ich erkannt.“ – „Woran?“ – An den Haaren, dem Körperbau.“ Verteidiger von Dahlen regt an, mit Manuel N. einen Ortstermin – „bei gleichen Lichtverhältnissen“ – anzuberaumen.

Der Angeklagte: Lutz H. (52) trägt einen hellgrünen Trachtenjanker. Er ist groß und schlank, hat blaue Augen, ein ernstes, kantiges Gesicht und lockiges, kurzes, graues Haar. Gelegentlich schiebt er eine Lesebrille auf die Nasenspitze. Aufmerksam verfolgt er das Prozessgeschehen. Zur Sache will er keine Angaben machen. Zuletzt lebte er, getrennt von seiner Ehefrau, in Österreich (wo er auch festgenommen wurde). Sie verfolgt den Prozess im Zuschauerraum.

Lutz H. kam als jüngstes von vier Kindern zur Welt. Schon als kleiner Junge nahm ihn der Großvater mit auf die Pirsch in die Wälder um Klein-Auheim und Hainstadt. Eine jagdbegeisterte Familie, in der Waffen allgegenwärtig waren. „Als er in die Schule kam, hatte er schon seinen ersten Fasan geschossen“, erinnert sich die Schwester. Die Jagd wurde sein großes Hobby. Vor allem das Schießen … Ein Waffennarr. In Österreich, wohin er mit seinen Eltern in den frühen 80er Jahren gezogen war, habe er sich einen Spaß daraus gemacht, auf Straßenschilder zu ballern, berichtet die Schwester.

Er jobbte später als Pharmavertreter (Blutdrucksenker, Anti-Baby-Pillen, sein ganzer Keller sei voll Medikamente gewesen, erinnert sich die Schwester), verdiente zunächst gut, lebte aber stets auf großem Fuß: Da war schon mal ein Trip mit der Gattin nach Rio drin. Er unternahm Jagdausflüge nach Ungarn, Schweden. Und es gab Alkoholexzesse – und zumindest einen Verkehrsunfall im Rausch. Er pachtete eine Luxusjagd im Westerwald, fuhr gern große Autos. Später war er arbeitslos. 2012 brannte sein Anwesen in Österreich ab.

Das Opfer: Jürgen Volke hatte seine spätere Frau Ulrike 1981 kennengelernt; aus Freundschaft war damals Liebe geworden. Zunächst hatte Volke als Fahrer bei einer Spedition gearbeitet, sich dann in der Firma hochgearbeitet bis zum Prokuristen und das kleine Unternehmen im Jahr 2010 sogar übernommen. Finanziell ging es der Familie gut. Das Ehepaar engagierte sich im Elternbeirat. Volke gehörte, ebenso wie sein Schwiegervater, einer schlagenden Verbindung (Frankonia) an.

Die Ehefrau: Ulrike Volke (57) entstammt einer wohlhabenden Familie. „Es war immer Geld da“, erinnert sie sich. Der Vater besaß dereinst eine Maschinenfabrik, die er 1980 verkaufte, um fortan als Privatier ein sorgenfreies Leben zu führen. Den Erlös legte er in Österreich an, wo er auch eine Immobilie erwarb. Im Zeugenstand belastet sie ihren Bruder schwer. Die gelernte Arzthelferin ist Nebenklägerin, ebenso wie ihre vier Kinder Björn (24), Lars (22), Nils (20) und Kim (16). Zunächst habe sie ein gutes Verhältnis zu ihrem Bruder Lutz gehabt, berichtet sie im Zeugenstand, das sich jedoch nach dem Tod des Vaters rapide verschlechterte.

Frau Volke nennt ihren Bruder „einen aggressiven Choleriker“. Sie berichtet von seinem Hang zum Alkohol. Sein Leben sei auf Lügen aufgebaut. So habe er sich zum Beispiel als Arzt ausgegeben und auch sein Abiturzeugnis gefälscht, angeblich erworben auf der Otto-Hahn-Schule in Hanau.

– Dieses Zeugnis könnte in dem Fall noch eine Rolle spielen. Ist es der „Beweis“, den Jürgen Volke im Erbstreitprozess gegen seinen Schwager verwenden wollte? –

Auch sein Studium in Insbruck – angeblich frei erfunden, so die Schwester. Obwohl er lange Zeit arbeitslos gewesen sei, habe er sich jedes Jahr in Afrika auf Großwildjagd begeben. Von Schreiereien berichtet sie, von „Gemeinheiten“: Einmal habe er aus Spaß seine Hunde auf die Hasen ihrer Kinder gehetzt, wegen Kleinigkeiten sei er ausgerastet. Damals wohnten die Familien noch in Hanau unter einem Dach. Am Schluss, berichtet sie, habe sie Angst vor ihm gehabt, vor seiner Gewalt.

Der Erbstreit: Unklar ist, wieviel aus dem Vermögen der Eltern am Ende noch übrig war. Von mindestens 240.000 Euro ist die Rede: Schmuck, Immobilien, Antiquitäten, Jagdwaffen, ein Nummernkonto, Goldbarren. In Österreich besaß die Familie ein Haus. Es dürfte, wenn das so zutrifft, um weitaus mehr gehen. Nach dem Tod der Mutter soll Lutz H., der Kontovollmacht besaß, das Vermögen beiseite geschafft haben. Es gab mehrere einander widersprechende Testamente. Die Zwistigkeiten zwischen ihm und seiner Schwester spitzten sich zu und mündeten in einen langjährigen Zivilstreit. „Ich machte meinen Pflichtteil geltend“, erzählt sie. Das Oberlandesgericht Frankfurt schlug einen Vergleich vor – 40.000 Euro –, den Lutz H. aber ablehnte. Kurz vor seinem Tod habe Jürgen Volke angekündigt, die „Lügen und Machenschaften“ seines Schwagers in dem Verfahren aufzudecken. Seine Frau berichtet nun, sie habe Angst gehabt, ihr Bruder könne etwas gegen sie unternehmen. Einbrechen etwa (um das verräterische Zeugnis zu stehlen?).

Am 12. September 2013 fand die Verhandlung, in der es womöglich von Bedeutung hätte sein können, vor dem OLG statt. Da war Jürgen Volke bereits tot.

Der Prozess wird fortgesetzt.

http://graber-justice.de/content/mordprozess-volke-lügen-geld-und-waffenliebe


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 07. Februar 2017, 08:39:25 
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Neuansetzung von Hanauer Mordprozess: Frau auf Anklagebank
07.02.2017

Hanau.
Ein Mordprozess wird heute am Landgericht Hanau neu aufgerollt. Angeklagt war zunächst nur ein 52-jähriger Mann unter dem Vorwurf, seinen Schwager im September 2013 in Hanau durch eine geschlossene Wohnungstür wegen Erb- und Familienstreitigkeiten erschossen zu haben.

Doch im Verlauf des im November 2016 gestarteten Prozesses rückte zunehmend auch die Lebensgefährtin des Angeklagten in den Fokus der Staatsanwaltschaft. Sie wurde während des Prozesses als Zeugin im Gerichtssaal festgenommen.

Nun muss sie sich wegen gemeinschaftlichen Mordes an der Seite des 52-Jährigen verantworten.

Der 52-Jährige Mann wird in der Prozess-Vorschau des Gerichts als „planender und tatprofitierender Hintermann” beschrieben. Er soll die Waffe besorgt und verwahrt haben.

Die 30-jährige Frau soll zum Wohnhaus des Opfers gefahren sein und den Mann am späten Abend des 7. Septembers 2013 erschossen haben.

Vier Schüsse wurden durch die verglaste Eingangstür abgefeuert, zwei davon trafen das Opfer im Bauch. Der Mann verblutete.

Die Auswertung von Handydaten führte die Ermittler auf die Spur der Frau. Der 52-Jährige bestreitet, die Schüsse abgefeuert zu haben.

http://www.fnp.de/rhein-main/Neuansetzu ... 91,2463612


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 08. Februar 2017, 09:05:55 
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Tödliche Schüsse in der Gallienstraße:
Mord auf über 10.000 Seiten
08.02.17 03:01
Hanau - Neu aufgenommen und gleich wieder um drei Wochen verschoben wurde gestern der Prozess um die tödlichen Schüsse, die am 7. September 2013 in der Hanauer Gallienstraße gefallen sind. Von Laura Hombach

Unter Mordanklage stehen der 52-jährige Schwager des Opfers und nun auch seine Lebensgefährtin (30). Voll war es gestern Morgen im Saal A 215 des Hanauer Landgerichts, nicht nur auf den Zuschauer- und Presseplätzen, sondern auch auf der Anklagebank. Neben dem 52-jährigen Angeklagten, gegen den bereits seit dem 8. November 2016 verhandelt wird, und seinen beiden Verteidigern musste seine Lebensgefährtin mit einem weiteren Anwaltsduo Platz nehmen.

Aus der Sicht des Schützen
Die Staatsanwaltschaft hatte am 13. Dezember des vergangenen Jahres Anklage gegen die junge Frau erhoben, nachdem sich aufgrund neuer Ermittlungsergebnisse und im Laufe des Gerichtsverfahrens gewonnener Erkenntnisse ein dringender Tatverdacht gegen die junge Frau ergeben hatte. War die Anklage zunächst davon ausgegangen, dass der 52-Jährige die tödlichen Schüsse selbst abgefeuert hat, spricht nach Ansicht der Staatsanwaltschaft inzwischen vieles dafür, dass die Lebensgefährtin die Schützin war.

Laut der Anklageschrift gegen die 30-Jährige, die Staatsanwalt Mathias Pleuser gestern verlas, soll das Paar gemeinsam beschlossen haben, den Schwager aus Rache zu töten. Hintergrund dafür soll gewesen sein, dass das Opfer seine Frau - die Schwester des Angeklagten - dazu veranlasst hatte, eine erbrechtliche Klage gegen ihren Bruder zu führen, welche die Existenzgrundlage des 52-jährigen und damit auch die seiner 30-jährigen Lebensgefährtin gefährdet hätte. Der Angeklagte soll dabei als planender Hintermann agiert haben. Am Tatabend in die Gallienstraße gefahren und den Plan umgesetzt haben soll indes die 30-Jährige. Gegen 23.30 Uhr soll sie an der Haustür geklingelt, das Opfer damit an die verglaste Haustür gelockt und vier gezielte Schüsse abgegeben haben. Zwei der abgefeuerten Projektile trafen das Opfer im Bauch, wovon eines die Aorta durchtrennte, so dass der Niedergeschossene an innerer Blutungen starb.

Ein ganz ähnliches Szenario war bei der Prozesseröffnung am 8. November 2016 bereits in der Anklageschrift gegen den 52-Jährigen geschildert worden, die Pleuser gestern erneut vortrug. Bei gleichem Tatmotiv und Tathergang ist es hier indes der 52-Jährige, der die tödlichen Schüsse abgegeben haben soll.

Erste neue Zeugenhinweise zu möglichem Serienmord


So standen nach Verlesung der beiden Anklageschriften gestern quasi gleich zwei potenzielle Schützen im Raum. Ein Umstand, den Verteidiger Andreas von Dahlen nutzte, um auf die Widersprüchlichkeit der beiden Verdachtssachverhalte hinzuweisen, von unzureichenden Beweismitteln gegen seinen 52-jährigen Mandanten zu sprechen und seine Forderung vom ersten Prozesstag zu erneuern, dass der Angeklagte freizusprechen sei. Das blieb nicht ohne Widerspruch von Staatsanwalt Pleuser, der von ausreichenden Beweismitteln sprach. Der Vorsitzende Richter Dr. Peter Graßmück gab den rechtlichen Hinweis, dass auch eine Verurteilung des Angeklagten wegen Anstiftung oder Mittäterschaft in Frage komme.

Bis es zu einer Urteilsfindung kommt, kann aber noch einige Zeit ins Land gehen. Gestern wurde die Verhandlung gegen die beiden Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Mordes zunächst einmal für knapp drei Wochen aufgeschoben. Beantragt hatten das die beiden Verteidiger der Angeklagten. Zur Begründung führten sie die kurze Zeitspanne seit Anklageerhebung, die über 10.000 Seiten Prozessakten, fehlende Teile in den der Verteidigung vom Gericht zugestellten Unterlagen, die Zusendung von weiteren Akten erst kurz vor Prozessbeginn sowie noch ausstehende Protokolle mit Telefonaten der Angeklagten an.

Die Verhandlung wird am Dienstag, 21. Februar, um 9 Uhr in Saal A 215 des Hanauer Landgerichts fortgesetzt.

https://www.op-online.de/region/hanau/p ... 74343.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 22. März 2017, 09:31:12 
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Prozess in Hanau
Mord in der Gallienstraße: Angeklagte in Finanznot?
21.03.17 19:16
Hanau - Ein Erbschaftsstreit zwischen Bruder und Schwester soll der Grund dafür gewesen sein, dass am 7. September 2013 in der Gallienstraße tödliche Schüsse fielen. Von Laura Hombach

Hätte eine juristische Niederlage in der Auseinandersetzung die wirtschaftliche Existenz der Angeklagten bedroht? Darum ging es am gestrigen Verhandlungstag. Wegen gemeinschaftlichen Mordes müssen sich ein 52-Jähriger und seine 31-jährige Lebensgefährtin vor dem Landgericht Hanau verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, den Schwager des 52-Jährigen am 7. September 2013 mit Schüssen durch die Wohnungstür seines Hauses in der Gallienstraße getötet zu haben.

Ihr Bruder habe stets auf großem Fuß gelebt, habe viel Geld für sein Jagd-Hobby ausgegeben, sei gleichzeitig aber keiner geregelten Arbeit nachgegangen, hatte die Schwester des Angeklagten und Frau des Opfers im ersten Verfahren ihren Bruder beschrieben. Ein Bild, das sich auch bei den Ermittlungen zu dessen Finanzen bestätigte, für die seine deutschen Konten für den Zeitraum von September 2011 bis September 2013 und die Konten in Österreich, wo der Angeklagte zuletzt wohnte, von April 2009 bis April 2014 ausgewertet wurden.

Auf keinem der Konten hatten die beiden Ermittlerinnen, die gestern ihre Aussage machten, regelmäßige Einkünfte aus Gehaltszahlungen oder Mieteinnahmen finden können. Stattdessen ging auf einem der deutschen Konten 2012 eine erhebliche Summe ein, die eine Versicherung dem jetzigen Angeklagten nach dem Brand seines Wohnhauses ausbezahlte. Das österreichische Konto speiste sich indes hauptsächlich aus diversen Bareinzahlungen sowie Überweisungen durch die Frau und den Sohn des Angeklagten.

Dem standen erhebliche Ausgaben des jetzigen Angeklagten - unter anderem für Einkäufe bei einem Jagd-Handel und eine Jagdreise nach Afrika - von bis zu 4000 Euro monatlich sowie Kredite für den Kauf eines teuren Autos und zur Baufinanzierung gegenüber. Hätte der Angeklagte nach der Niederlage in dem juristischen Erbstreitsverfahren mit seiner Schwester dieser tatsächlich ihren Anteil auszahlen müssen, die Rede ist von rund 40.000 Euro, dann wäre am Ende auf den Konten nichts übrig geblieben, so das Ergebnis der Ermittlungen.

Die Verteidigung des Angeklagten meldete indes Zweifel daran an, dass die Ermittler tatsächlich die Vermögensverhältnisse ihres Mandanten überblickt hätten. Sie spielten auf die Existenz weiterer Konten und auf die erheblichen Summen an, die der Angeklagte durch den Verkauf von Immobilien aus dem Familienbesitz eingenommen haben müsse, für deren Verbleib die Ermittler aber keine Spur hatten finden können.

Auf finanzielle Unterstützung seitens seiner mitangeklagten Lebensgefährtin hätte der 52-Jährige indes wohl kaum setzten können. Wie die Recherchen der Ermittler ergeben haben, reichten bei ihr die regelmäßigen Eingänge aus Unterhaltszahlungen ihres geschiedenen Mannes, der Familienkasse und der Bundesagentur für Arbeit gerade einmal aus, um die Ausgaben zu decken. Morgen soll der Prozess mit der audio-visuellen Vernehmung eines verdeckten Ermittlers, der in das persönliche Umfeld des Angeklagten eingeschleust worden war, fortgesetzt werden. Der Ermittler wird dabei per Monitor zugeschaltet und sein Aussehen verfremdet.

https://www.op-online.de/region/hanau/m ... 44732.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 24. März 2017, 09:16:14 
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Schutzvorkehrungen für Zeugen obsolet?
Mord in Gallienstraße: Video zeigt verdeckten Ermittler
24.03.17 03:01

Hanau - Eigentlich hätte gestern im Prozess um die tödlichen Schüsse, die am 7. September 2013 in der Gallienstraße fielen, ein verdeckter Ermittler aussagen sollen. Stattdessen brachte neu vorgelegtes Videomaterial das ohnehin langwierige Verfahren erneut ins Stocken. Von Laura Hombach

In dem Verfahren am Hanauer Landgericht müssen sich ein 52-Jähriger und seine 31-jährige Lebensgefährtin wegen gemeinschaftlichen Mordes am Schwager des Angeklagten verantworten. Der 52-Jährige war bereits kurz nach der Tat unter Verdacht geraten, allerdings reichte die Beweislage damals nicht aus. Fast drei Jahre hatte die Polizei ermittelt, bis es zur Festnahme kam. Dabei wurden auch zwei verdeckte Ermittler eingesetzt, die in das enge Umfeld der Angeklagten eingeschleust wurden. Einem der beiden Ermittler soll der Angeklagte gar die Tatwaffe verkauft haben.


Mit Spannung wurde deshalb gestern auch die Aussage des Ermittlers erwartet. Laut Beschluss des Bundesinnenministeriums sollen er und seine Kollegin zu ihrem Schutz indes nicht persönlich im Gerichtssaal erscheinen. Das Ministerium begründete das mit der Gefahr von Racheaktionen seitens der Angeklagten. Eine Gefahr, die das Ministerium aufgrund der Persönlichkeitsstrukturen des 52-Jährigen und seiner Lebensgefährtin als gegeben sieht.

Im Falle des Angeklagten führt das Ministerium dabei seine Zugehörigkeit zu einer schlagenden Verbindung, stark narzisstische Züge, einen gefälschten Studienabschluss als Doktor der Medizin, deutlich übersteigerten Alkoholkonsum und keine wirklichen Freundschaftsbeziehungen an. Bei dem 52-Jährigen sei deshalb zu befürchten, dass er das Vorgehen des Ermittlers, das sein sorgsam auf Lügen aufgebautes Bild seiner selbst zerstört habe, als Ehrverletzung empfinde, und deshalb auf Rache sinne. Zumal der Angeklagte gegenüber dem Ermittler auch davon gesprochen habe, keine Probleme damit zu haben, Waffen gegen Menschen einzusetzen, wenn er meine, dass sie dies verdient hätten.

Auch im Falle der 31-Jährigen seien Rachegefühle nicht auszuschließen. Bei ihr handle es sich um eine sehr impulsive Persönlichkeit mit der Neigung zu Gewalt gegenüber Tieren und Menschen.

Aufgrund dessen müsse davon ausgegangen werden, dass die Angeklagten und ihr Umfeld gewaltbereit seien, so das Bundesinnenministerium in der Begründung seiner Entscheidung, dass die Zeugen nicht direkt im Gerichtssaal vernommen werden dürfen. Vielmehr solle durch die Befragung der Zeugen per Videoschaltung sowie deren optische Verfremdung verhindert werden, dass sich die Angeklagten ein Bild von der aktuellen Erscheinung der Ermittler machen könnten.

Eine Vorgehensweise, gegen die die Verteidigung Einwände erhob und deren Sinn Verteidiger Andreas von Dahlen für obsolet erklärte. Er verwies auf Videos, auf denen der Ermittler deutlich zu erkennen sei, deren Existenz das Bundesinnenministerium bei seiner Entscheidung aber wohl nicht berücksichtigt habe. Eines der Videos konnte die Verteidigung der Kammer gestern vorlegen, weitere sollen existieren. Aufgrund der neuen Umstände wird das Ministerium seine Entscheidung neu erwägen. Der Prozess soll mit der Vernehmung anderer Zeugen fortgesetzt werden.

https://www.op-online.de/region/hanau/m ... 02914.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 24. April 2017, 09:57:29 
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Mordprozess: Verwertbarkeit verdeckter Ermittlungen ist Thema

Am Landgericht in Hanau soll in der kommenden Woche erörtert werden, ob und inwieweit Erkenntnisse eines verdeckten Ermittlers in das Verfahren des Mordprozesses um einen Erbschafts- und Familienstreit einfließen können. Symbolfoto: dpa
Von dpa

HANAU - Der Hanauer Mordprozess um einen Erbschafts- und Familienstreit steht in der kommenden Woche vor einer wichtigen Entscheidung: Am Landgericht soll erörtert werden, ob und inwieweit Erkenntnisse eines verdeckten Ermittlers in das Verfahren einfließen können. "Diese Frage müssen wir klären", sagte der Vorsitzende Richter Peter Graßmück. Das Gericht gab weitere Fortsetzungstermine zu dem Aufsehen erregenden Fall bekannt.

Angeklagt ist eine heute 31-jährige Frau. Ihr wird vorgeworfen, am 7. September 2013 in Hanau den Schwager des heute 53 Jahre alten Mitangeklagten, ihres Lebensgefährten, durch die Haustür erschossen zu haben. Der 53-Jährige soll laut Anklage als planender und von der Tat profitierender Hintermann agiert haben und die Waffe bereitgestellt und verwahrt haben. Beide sind angeklagt wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Rache und niedrigen Beweggründen. Sie haben sich vor Gericht nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Nach Gerichtsangaben steht an diesem Dienstag (25. April) der elfte Verhandlungstag auf dem Programm. Bis Ende Juni sind weitere Termine angesetzt. "Wir stecken noch mitten in der Beweisaufnahme", sagte Graßmück. Das Gericht bezweifelt, dass der Fall bis zu den Sommerferien beendet werden kann. Ein Sprecher sagte, ein Ende sei derzeit nicht absehbar. Das Verfahren habe eine "hohe Dynamik".

Nach Planung des Gerichts soll die Staatsanwältin am Dienstag zur Prozess-Fortsetzung das Wort haben, wenn es um die Frage der Verwertbarkeit des verdeckten Ermittlers geht. Er war mit Wanzen ausgestattet und hatte Gespräche mit dem Angeklagten aufgezeichnet. Am Donnerstag soll der Vernehmungsbeamte von der Festnahme des Mannes berichten. Am Freitag könnte der verdeckte Vermittler zu Wort kommen.

http://www.echo-online.de/lokales/rhein ... 839850.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 12. Mai 2017, 08:58:47 
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Mord in der Gallienstraße: Verdeckter Ermittler schildert Treffen mit Angeklagtem
Töten als Gesprächsstoff
12.05.17 03:00
Hanau - Lange war sie im Mordprozess um die tödlichen Schüsse, die am 7. September 2013 in der Gallienstraße fielen, erwartet worden: Die Zeugenaussage des verdeckten Ermittlers mit Tarnnamen Errol. Von Laura Hombach

Seit Donnerstag letzter Woche ist es nun endlich soweit: Per Videoschaltung in den Gerichtssaal übertragen und hinter einer Plastikplane als Sichtschutz verborgen, berichtet Errol von seinen Erkenntnissen. Der verdeckte Ermittler war auf den heute 53-jährigen Angeklagten angesetzt worden, nachdem dieser bereits kurz nach der Tat in das Visier der Polizei geraten war, die Beweise gegen ihn aber nicht ausgereicht hatten. Vor dem Hanauer Landgericht wird gegen den 53-Jährigen sowie eine heute 31-Jährige, die bis vor Kurzem die Lebensgefährtin des Angeklagten war, wegen gemeinschaftlichen Mordes am Schwager des Angeklagten verhandelt (wir berichteten).

Während man bereits am ersten Tag von Errols Aussage nicht über die Schilderung des ersten Treffens des verdeckten Ermittlers mit der Angeklagten hinauskam, verlief auch der zweite Teil von Errols Aussage am gestrigen Verhandlungstag nur schleppend. Denn kaum hatte Errol mit seiner Aussage begonnen, hieß es auch schon wieder Sitzungsunterbrechung.

Und so zeigten die Zeiger der Uhr im Gerichtssaal A 215 bereits auf 15 Uhr, als man sich endlich der ersten Begegnung des verdeckten Ermittlers mit dem Angeklagten zuwenden konnte. Errol, der sich unter dem Vorwand, Interesse am Jagen zu haben, in die Gunst des Angeklagten - einem passionierten Jäger - eingeschlichen hatte, schilderte, dass der Angeklagte ihm zunächst sehr sachlich begegnet sei. Die anfängliche Zurückhaltung habe sich aber schnell gelegt: Bereits am zweiten Tag erzählte der Angeklagte dem verdeckten Ermittler vom Mord an seinem Schwager und davon, dass er der Tat verdächtigt worden sei.

Der Angeklagte habe viel zu dem Mord zu sagen gehabt. Etwa, dass er perfekt geplant gewesen sei, weil der Täter von niemandem gesehen und auch von einer in der Nähe befindlichen Kamera nicht aufgezeichnet worden sei. Zudem seien die Schüsse genau zu dem Zeitpunkt abgegeben worden, als in Hanau ein Feuerwerk gezündet wurde. Das alles habe der Angeklagte in sehr sachlichem Ton erzählt. Genauso wie er auch die Aussage, er sei nicht traurig über den Tod des Schwagers, der ein „Arschloch“ gewesen sei, ganz nüchtern und ohne Empathie getroffen habe.

Überhaupt ging es an jenem zweiten Tag zwischen Errol und dem Angeklagten viel und lange um Waffen und das Töten. Nicht nur um das Töten von Tieren - wie es beim Zusammentreffen von Jagdinteressierten ja nicht weiter verwunderlich wäre - sondern auch um das Töten von Menschen. Der Angeklagte habe dabei erklärt, dass er kein Problem damit haben würde, jemanden zu töten, wenn derjenige das verdient habe. Thema sei aber auch gewesen, an welchen Körperstellen man einen Menschen mit einem Messer treffen muss, damit er am schnellsten verblutet.

https://www.op-online.de/region/hanau/m ... 94790.html


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