#1 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von Christine 18.10.2013 15:31

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Manuel Schadwald






Seit zwanzig Jahren ist Manuel Schadwald verschollen. Gerade einmal 12 Jahre alt war der Junge aus Berlin-Tempelhof, als er zuletzt im Juli 1993 gesehen wurde. Er wollte nach Berlin-Köpenick fahren, um im Freizeit- und Erholungszentrum Wohlheide (FEZ) Computer zu spielen – und verschwand.

Entsetzlicher Verdacht: in den Fängen einer Kinderschänderbande
Seither vermuten Ermittler, Manuel könne Opfer eines Kinderpornorings geworden sein. Der belgische Aktivist gegen Kindesmissbrauch Marcel Vervloesem will Manuel gesehen haben: im Rotlichtviertel von Rotterdam und Amsterdam, verschleppt und missbraucht vom niederländischen Menschenhändlernetzwerk von Zandvoort. Marcel Vervloesem enthüllte zuvor mit seiner Organisation „Morkhoven“ die Kinderschänderbande von Zandvoort, indem er mit seinem Team aus Privatermittlern kinderpornographische Fotos und Filme aufspürte und der Staatsanwaltschaft übergab.

Die Bande von Zandvoort entführte Kinder, um sie zur Prostitution und zur Pornographie zu zwingen. Marcel Vervloesem gab auch Berlin als Tatort für den brutalen Menschenhandel an. Manuels Spur verlief sich jedoch, ob er jemals nach Holland verschleppt wurde, ist nicht erwiesen.

Vater im Visier der Ermittlungen
Selbst Manuels Vater Rainer W. stand bisweilen unter Verdacht, seinen Sohn an ein niederländisches Bordell ausgeliefert zu haben. Bestätigt werden konnte diese Vermutung nicht. Ob es Verstrickungen zu einem internationalen Kinderschänderring gab, ob Manuel Schadwald brutal verschleppt und für Kinderpornographie und Prostitution missbraucht wurde, bleibt bis heute ungeklärt.


http://www.focus.de/panorama/vermischtes...id_1131471.html

#2 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 11.07.2015 15:15

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Manuel Schadwald verschwand im Juli 1993 spurlos
Vermisster Junge bei
Sex-Spielen umgebracht?
Zeuge: „Der Fall wurde vertuscht“

11.07.2015 - 12:18 Uhr

Berlin/Amsterdam – Seit 22 Jahren wird Manuel Schadwald vermisst. Der Berliner Junge, damals zwölf Jahre alt, wollte einen Freizeitpark besuchen, doch er verschwand spurlos. Jetzt wurden neue, schockierende Zeugen-Aussagen bekannt: Angeblich soll das Kind bei Sex-Spielen auf einer Segeljacht in Holland ums Leben gekommen sein.

Die Hinweise beruhen auf Recherchen der Zeitungen „Welt am Sonntag“ und „Algemeen Dagblad“ (Niederlande). Demnach sind auch Verbindungen zum Netzwerk des belgischen Kinderschänders Marc Dutroux möglich.

Den Recherchen zufolge soll Manuel Schadwald nach Rotterdam und Amsterdam verschleppt worden sein, zuletzt auf eine Jacht im Ijsselmeer. Die Hinweise stammten aus Kreisen der Polizei und des niederländischen Geheimdienstes AIVD, heißt es.

Entsprechende Gerüchte kursierten bereits 1997. Damals hieß es, Manuel sei in einem Gewalt-Video zu sehen, bei dem ein Junge zu Tode kommt.

? Manuel Schadwald hatte am 24. Juli 1993 die elterliche Wohnung in Berlin-Tempelhof verlassen. Er wollte zum Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide (Bezirk Köpenick), kam dort aber nicht an. Die Polizei ging schnell von einem Verbrechen aus, doch die Ermittlungen kamen nicht voran.

Bis heute halten sich die Behörden bedeckt. Laut „Welt am Sonntag“ sagte die Berliner Polizei, dass es keine neuen Erkenntnisse gebe. Und aus Holland kommt die Information: „Wir sind nicht sicher, dass der Junge jemals in den Niederlanden war.“

Wird der Fall vertuscht?

Mehrere Zeugen sagten jedoch übereinstimmend, dass Manuel Schadwald in einschlägigen Rotterdamer und Amsterdamer Kreisen gesehen wurde. Und später auf einem Boot im Ijsselmeer.

Bei dem Schiff soll es sich laut den Recherchen um die Charter-Jacht „Apollo“ handeln. Diese wurde auch von einem Kinderpornohändler namens Gerrit Ulrich genutzt. Ulrich wurde 1998 in Italien erschossen aufgefunden. Als die Polizei sein Apartment im holländischen Zandvoort durchsuchte, entdeckte sie Tausende Fotos und Filme mit einschlägigem Material.

Auf den Bildern waren missbrauchte und gefolterte Kinder zu sehen, sogar Babys!

Nach Aussage mehrerer Zeugen gibt es in den Akten des niederländischen Geheimdienstes einen Vermerk, wonach ein deutscher Junge auf einem Boot ermordet wurde.

? „Die Welt“ zitiert einen Informanten mit den Worten: „Weil sich auf dem Boot aber einflussreiche Persönlichkeiten befanden, wurde der Fall vertuscht.“

Ein ehemaliger ranghoher Ermittler der holländischen Polizei bestätigte: „Natürlich war dieser Junge hier. Aber die Lösung des Falls wird schwierig werden. Die Sonne wird nicht auf diesen Fall scheinen …“

http://www.bild.de/news/inland/vermisste...37556.bild.html


#3 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 15.07.2015 22:57

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Quelle Polizei




Quelle Berliner Kurier

#4 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von Christine 16.10.2017 09:58

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@Wetterfrosch hat den Bericht ausfindig gemacht


Vier Schicksale, ein Täterkreis?

Zusammenhänge zwischen vermissten und ermordeten Berliner Jungen

Von Dirk Banse und Michael Behrendt

Manuel Schadwald, Marcel Hermeking, Stefan Lamprecht und Daniel Beyer - immer noch verschwundene beziehungsweise ermordete Berliner Jungen. Nach Recherchen der Berliner Morgenpost weisen die Fälle erstaunliche Verbindungen auf.

Am 10. November 1997 veröffentlichte die Berliner Morgenpost einen Artikel, der sich mit Fällen vermisster beziehungsweise ermordeter Kinder befasste. Die damalige Vermutung: Berliner Kinder sind Opfer einer international operierenden Kinderhändlerbande geworden. Dieser Verdacht hat sich mittlerweile verdichtet.

Rückblick: 1993 verschwindet der damals 12-jährige Manuel Schadwald auf dem Weg ins Freizeit- und Erholungszentrum an der Wuhlheide in Köpenick. Es gibt inzwischen zahlreiche Hinweise, dass der Junge in einem niederländischen Kinderbordell missbraucht wurde. Ein Belgier namens Robby van der Plancken hatte 1998 in Amsterdam der Morgenpost versichert: «Ich war dabei, als Manuel Schadwald im Juli 1993 aus dem Lokal Pinocchio in Schöneberg mit in die Niederlande genommen wurde. Dort wurde er in den Bordellen von Rotterdam und Amsterdam missbraucht.

In diesem Lokal Pinocchio arbeitete auch Jens A., der zusammen mit einem Komplizen 1994 den damals 8-jährigen Daniel Beyer aus Prenzlauer Berg missbraucht hatte. Der Komplize hatte in seinem Beisein den Jungen anschließend erwürgt. Jens A. wurde 1998 gefasst und ein Jahr später wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der Morgenpost wurde eine eidesstattliche Versicherung aus dem Gefängnis zugespielt, in der Jens A. erklärt, Manuel Schadwald in der Gaststätte Pinocchio gesehen zu haben. Ihm seien Zeitungsfotos von Schadwald gezeigt worden, auf denen er den Jungen wiedererkannte.

Der Mord an dem damals 13-jährigen Stefan Lamprecht ist bis heute nicht aufgeklärt. Die Leiche des Jungen wurde im August 1995 auf einer Müllkippe in Mittenwalde gefunden. Der Kieler war einige Tage zuvor bei einem Besuch seines Vaters in Berlin verschwunden.

Für diesen Fall interessiert sich jetzt auch der ehemalige Verbindungsoffizier zwischen dem früheren sowjetischen Geheimdienst KGB und dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR, Wanja Götz. «Ich befasse mich deshal mit dem Fall, weil ich der festen Überzeugung bin, dass jene Täter, die an der Verschleppung Manuel Schadwalds beteiligt waren, auch für die Ermordung von Stefan Lamprecht verantwortlich sind. In beiden Fällen spielen geheimdienstliche Interessen eine große Rolle. Es gibt Erkenntnisse, wonach sowohl Manuel Schadwald als auch Stefan Lamprecht von einflussreichen Persönlichkeiten missbraucht worden sind. Entsprechendes Fotomaterial wurde dann zur Erpressung genutzt.»

Nach Aussagen der Familie des ermordeten Lamprecht hatte sich der Junge in seiner Heimatstadt ein halbes Jahr vor dem Mord verändert. Seine Stiefschwester Nancy: «Er schlitzte plötzlich seine Kuscheltiere auf und klebte Totenköpfe an die Wand.»

Der Fall Marcel Hermeking: Am 21. September 1997 verschwand der damals 10-Jährige aus der Gaudystraße in Prenzlauer Berg auf dem Weg zum Weltkinderfest am Alexanderplatz. Die Polizei hatte bereits kurz nach dem Verschwinden des Jungen geglaubt, den Mörder gefunden zu haben: Der Elektriker Michael K. sollte nach Überzeugung der Ermittler den Jungen missbraucht und getötet haben. Die Kripo musste den Mann allerdings wieder laufen lassen, weil sich der Verdacht nicht erhärten ließ und auch keine Leiche gefunden wurde. Im Zuge der Recherchen zum Fall Schadwald ergab sich eine Spur zu einem Berliner Kinderhändler, der eidesstattlich versicherte, von dem Verkauf Berliner Kinder in Bordelle in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen zu wissen. Dieser Mann lebte nach eigenen Angaben im selben Haus an der Gaudystraße wie Marcel Hermeking. Das teilte die Morgenpost der damals ermittelnden 3. Mordkommission mit, doch der Mann konnte abtauchen. Marcel Hermeking könnte also auch in die Hände dieser Kinderfänger geraten sein. Die Mordkommission hingegen erklärte zu dem Hinweis damals, es könne auch Zufall sein, dass der Kinderhändler im selben Haus wie der vermisste Jungen gewohnt hat.

Aus der Berliner Morgenpost vom 10. Februar 2003

http://www.politik.de/forum/showthread.php?t=149186

http://nieuwsarchief.skynetblogs.be/tag/...ervloesem+stasi

#5 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von Rosenrot 16.10.2017 17:07

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Danke, liebe Christine, dass Du an die Schicksale erinnerst.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich Mitstreiter finden, die an den Fällen weiterarbeiten möchten. Ich bin dabei!

#6 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 11.11.2017 22:53

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11.07.2015

Von Dirk Banse, Michael Behrendt

Vermisster Junge
Neue Spur im Fall Manuel Schadwald

Der Berliner Junge ist vermutlich auf einer Segelyacht in den Niederlanden sexuell missbraucht worden und ums Leben gekommen. Auch eine Verbindung zum Netzwerk des Kindermörders Dutroux ist möglich.

Der seit 1993 vermisste Manuel Schadwald ist Hinweisen zufolge auf einer Segelyacht in den Niederlanden sexuell missbraucht worden und dabei ums Leben gekommen. Nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ und der niederländischen Tageszeitung „Algemeen Dagblad“ ist das Kind Mitte der 90er-Jahre nach seinem Verschwinden offenbar nach Rotterdam und Amsterdam gebracht worden, bis es schließlich auf einer Yacht im Ijsselmeer ums Leben kam. Das erfuhren die Zeitungen von mehreren Quellen aus Kreisen der Polizei und des Geheimdienstes AIVD in den Niederlanden.

Offiziell halten sich sowohl die Ermittler in Holland als auch in Deutschland zurück. Die Berliner Polizei antwortete auf Anfrage der „Welt am Sonntag“, dass es keine neuen Erkenntnisse im Fall Schadwald gebe. Die niederländischen Behörden teilten lediglich mit: „Wir sind nicht sicher, dass der Junge jemals in den Niederlanden war.“

Manuel Schadwald war am 24. Juli 1993 auf dem Weg in einen Berliner Freizeitpark spurlos verschwunden. Recherchen der beiden Zeitungen haben ergeben, dass Sicherheitsbehörden in beiden Ländern detaillierte Informationen über das Schicksal des Jungen erhielten. Mehrere Zeugen bestätigten, dass Manuel Schadwald im Rotterdamer und Amsterdamer Milieu und später auf einem Boot auf dem Ijsselmeer gesehen wurde.

„Natürlich war dieser Junge hier“

Laut Recherchen handelt es sich bei dem Schiff um die Charteryacht „Apollo“, die regelmäßig von dem einschlägig bekannten und inzwischen ermordeten Kinderpornohändler Gerrit Ulrich genutzt wurde. Nach seinem Tod 1998 waren in seinem Apartment im niederländischen Zandvoort Tausende Fotos und Filme von missbrauchten und zum Teil gefolterten
Kindern entdeckt worden. Auch Babys waren unter den Opfern.



Mehrere Informanten der beiden Zeitungen sagten übereinstimmend, dass es einen Vermerk in den Akten des niederländischen Geheimdienstes gebe, wonach ein deutscher Junge auf einem Boot ermordet wurde. „Weil sich auf dem Boot aber einflussreiche Persönlichkeiten befanden, wurde der Fall vertuscht“, sagt ein Zeuge, der den Bericht eigenen Angaben zufolge gelesen hat. Ein ehemaliger ranghoher Ermittler der niederländischen Polizei bestätigt: „Natürlich war dieser Junge hier. Aber die Lösung des Falls wird schwierig werden. Die Sonne wird nicht auf diesen Fall scheinen.“

Informationen der „Welt am Sonntag“ zufolge könnte es einen Zusammenhang zur Mordserie des Belgiers Marc Dutroux in den Neunzigerjahren geben. Der Kindesentführer war von mehreren Zeugen im niederländischen Kinderpornomilieu gesichtet worden.

https://www.welt.de/vermischtes/article1...-Schadwald.html

#7 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 11.11.2017 22:58

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26.05.2012

Missbrauchs-Skandal

Parkeisenbahn-Chef tritt wegen vertuschter Übergriffe zurück

Die neuen Vorwürfe wogen schwer, die Rücktrittsforderungen von Seiten des Senates waren eindeutig. Jetzt hat der Geschäftsführer der Parkeisenbahn Konsequenzen gezogen.
von Christoph Stollowsky

Am Freitag hat der langjährige Geschäftsführer der Parkeisenbahn Wuhlheide, Ernst Heumann, im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen an Kindern und Jugendlichen bei der Einrichtung sein Amt aufgegeben. Wie berichtet, war am Donnerstag bekannt geworden, dass er als Chef der Bahn schon seit 2002 über pädophile Taten Bescheid wusste – aber nichts dagegen unternahm.

Im Prozess zu den Missbrauchsfällen hatten am Donnerstag zugleich zwei Angeklagte gestanden. Der Hauptangeklagte Tobias N. gab zehn Übergriffe auf Jungen zu. Insgesamt wird über 13 Fälle zwischen 2001 und 2007 verhandelt. N. hatte bei der von Kindern und Jugendlichen betriebenen Schmalspurbahn im Köpenicker Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide führende Funktionen inne.

Die schweren Vorwürfe gegen Ernst Heumann beruhen auf einem Gesprächsprotokoll der Parkeisenbahn von 2002. Daraus geht hervor, dass schon damals ein Junge geklagt hatte, der Mitarbeiter Thomas W. habe ihn intim berührt. Heumann wirkte danach aber auf das Kind ein, die Vorwürfe zu verschweigen. Gegenüber der rbb-Abendschau, die das Protokoll veröffentlicht hatte, gab er am Donnerstag sein Versagen zu. Es sei falsch gewesen, die Anschuldigungen des Jungen nicht ernst zu nehmen. Stattdessen war der Beschuldigte noch bis 2010 für die Bahn tätig. Erst 2012 wurde er wegen Missbrauchs eines anderen Jungen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Staatssekretärin Sigrid Klebba von der Jugendverwaltung begrüßte am Freitag den Rücktritt. Nun werde man mit der Parkeisenbahn „eine neue Organisation aufbauen, die den Kinderschutz besser berücksichtigt“, schreibt sie.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/missbr...ck/6677444.html

#8 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 13.11.2017 01:23

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Ausland Großbritannien
Briten suchen mysteriöses Kindesmissbrauch-Dossier

Von Thomas Kielinger | Veröffentlicht am 06.07.2014

https://www.welt.de/politik/ausland/arti...ch-Dossier.html

Wenn hier falsch, dann bitte verschieben, Christine.

#9 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 13.11.2017 01:36

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Verzweifelt gesucht: Manuel

Vor zehn Jahren verschwand der 12-jährige Manuel Schadwald. Er wurde angeblich in Bordellen und Pornos gesehen, doch das erwies sich als falsch oder unseriös. Die Polizei hat bis heute keine Spur

von KIRSTEN KÜPPERS

Das, was man weiß, ist fast nichts. An einem Sommertag im Juli verlässt ein 12-jähriger Schüler in Tempelhof die Wohnung. Er will mit der S-Bahn ins Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide (FEZ) nach Köpenick fahren. Der Junge sieht aus wie ein ganz gewöhnlicher Junge. Er hat dunkle Haare, trägt Jeans, T-Shirt und einen türkisfarbenen Rucksack mit der Aufschrift „Miami Vice“. Und hier hört es beinahe auch schon auf mit dem wenigen, was man weiß. Der Junge ist nie in der Wuhlheide angekommen. Er ist auch nicht nach Hause zurückgekehrt. Er ist überhaupt nirgendwo mehr aufgetaucht. Der Name des Jungen ist Manuel Schadwald. Er ist verschwunden, er ist einfach weg.

Seit zehn Jahren wird Manuel jetzt vermisst. Am 24. Juli 1993 ist er aus dem Haus gelaufen und wurde nicht wieder gesehen. Man kann heute bei der Vermisstenstelle der Polizei fragen, wo Manuel Schadwald abgeblieben ist. Aber auch da stößt man zunächst nur auf unbefriedigende Informationen. Am ehesten löst der Name Manuel Schadwald bei der Polizei noch Abwehrmechanismen aus. Die Beamten seufzen laut ins Telefon. Sie sagen, dass sie nicht zuständig sind. Sie sagen, dass es nichts Neues gibt. Sie verbinden genervt weiter.

„Das liegt an den, nennen wir es: traumatischen Erfahrungen, die wir mit dem Fall Schadwald gemacht haben“, erklärt der letzte Mann in der Telefonkette. Er heißt Jochen Sindberg und leitet das Polizeireferat „Delikte am Menschen“. Er ist der Chef der vielen Kollegen, die sich in den letzten zehn Jahren mit Manuels Verschwinden beschäftigt haben. Die Polizei hatte eine Menge Ärger mit dem Fall. Er hat diverse Stationen des Apparats durchlaufen, etliche Abteilungen, unterschiedliche Sachbearbeiter. Die Akte Schadwald füllt mittlerweile etwa 15 Leitz-Ordner.

Angefangen hat sie mit einem Blatt Papier. Eine Vermisstenmeldung. Ein Polizeibeamter hat sie am Abend des 24. Juli 1993 aufgenommen. Da war Manuel Schadwald noch keineswegs ein Name, der bei irgendeinem Polizisten eine Regung hervorruft. Er war ein Junge, der nicht nach Hause gekommen ist. Ein Routineereignis, nichts Ungewöhnliches in einer Großstadt.

Allein im Jahr 2002 sind in Berlin 4.266 Kinder und Jugendliche sowie 3.533 Erwachsene verschwunden. Fast alle dieser Fälle werden aufgeklärt. Jedes Jahr bleiben nur etwa 5 Personen unbekannt vermisst, gibt die zuständige Dienststelle der Polizei an. Und selbst diese Zahl spiegelt nicht die tatsächlichen Verhältnisse wider, heißt es weiter. Werden Menschen etwa als Opfer von Segelunfällen oder Bergunglücken für tot erklärt, bleiben sie in der Vermisstenstatistik, bis die Leichen geborgen werden können. „Die Zahl der tatsächlich dauerhaft in Berlin Vermissten ist also noch weitaus niedriger“, gibt die Behörde an.

Als Marion Schadwald, die Mutter von Manuel, an jenem Abend anrief, ist ein Polizeiwagen zu ihr nach Tempelhof gefahren. Die Eltern des Jungen leben getrennt. Die Beamten fragten die Mutter, ob es einen Grund gab für das Verschwinden: einen Streit oder ein schlechtes Zeugnis. Dann müsse sie sich weniger Sorgen machen, erklärten die Polizisten. Kinder, die von zu Hause abhauen, tauchen in der Regel wenig später wieder auf. Man muss nicht damit rechnen, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Aber bei Manuel gab es keinen Grund. Die Mutter machte sich Sorgen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Nach zehn Tagen gab die kriminalpolizeiliche Abteilung des örtlichen Polizeireviers den Fall weiter an die Vermisstenstelle. Deren Leiter ordnete an, was seine Dienststelle im Falle eines vermissten Kindes immer tut. Er schickte seine Mitarbeiter los. Neue Beamte fragten nun in Kaufhäusern nach. Manuel, das hatte die Mutter erzählt, hatte oft ganze Nachmittage in Kaufhäusern an Computern gespielt. Einzelne Verkäuferinnen konnten sich tatsächlich an den dunkelhaarigen Jungen erinnern. Sie wussten allerdings nicht, ob Manuel auch an besagtem 24. Juli bei ihnen gewesen war.

Die Polizisten befragten Klassenkameraden, sie fragten im FEZ in der Wuhlheide nach. Sie versuchten den Weg nachzuvollziehen, den der Junge am Tag seines Verschwindens gegangen war. Sie veröffentlichte ein Foto. Die Polizei suchte überall. Sie fand nichts. Sie hatte nicht einmal eine Spur.

Jahre vergehen. Die Mutter rechnet, jetzt wäre ihr Sohn 14, 15, 16 Jahre alt. Sie zählt die Zeit zusammen, als das Ungeheuerliche geschieht. Im November 1997 berichtete die Berliner Morgenpost von Hinweisen, wonach Manuel in die Fänge eines organisierten Kinderhändlerrings geraten ist. Die beiden Reporter berufen sich auf Zeugen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Diese erklären, dass der Junge in einem Bordell in Rotterdam missbraucht werde. Seine Mutter beginnt wieder zu hoffen, irgendeine Möglichkeit ist besser als nichts. Eine Idee, an der man sich festhalten kann, wenn nachts der Kopf zu voll ist zum Schlafen und am Tag die Stadt weiterläuft, als sei nichts geschehen.

Die Polizei ist einigermaßen erschrocken über die Möglichkeit. Die Vermisstenstelle übergibt den Fall der Stelle für Kinderpornografie. Die Beamten überprüfen die Angaben der Morgenpost. Sie vernehmen Informanten aus dem Päderastenmilieu. Es reicht nicht.

Die Morgenpost wirft der Polizei vor, sie ginge den Hinweisen nicht in genügendem Maß nach. Berlin spiele eine Hauptrolle in einem weltweiten Kinderporno-Netzwerk. Die Sache schaukelt sich hoch. Die Verdächtigungen werden immer abenteuerlicher. Eine niederländische Zeitung berichtet, Manuels Vater habe seinen Sohn selbst entführt und in die niederländische Homosexuellenszene eingeschleust. Zwar wird der Vater von diesen Vorwürfen schnell entlastet, dafür wird er im Juli 1998 in einer Talkshow von einem Bürgerrechtler als Stasi-Mitglied beschimpft.

Die Morgenpost schreibt, die Polizei verschleppe bewusst die Ermittlungen. Zeugen, die reden wollten, würden mit Drohungen zum Schweigen genötigt. Von einem „regelrechten Feldzug der beiden Morgenpost-Reporter gegen die Polizei“, spricht Sindberg. Die Beamten bekommen Druck von oben. Der Polizeipräsident will wissen, was los ist.

Ein Polizeibeamter reist daraufhin in die Niederlande. Die Polizei vernimmt auch Marcel Vervloesem, den Sprecher der belgischen Bürgerinitiative „Werkgroep Morkhoven“. Die Bürgerinitiative hatte den niederländischen Kinderporno-Ring aufgedeckt und zahlreiche Videos sichergestellt. Die deutschen Beamten fragen, ob Vervloesem bei seinen Nachforschungen auf den Namen Manuel Schadwald gestoßen sei. Auch der Hauptverdächtige des Kinderschänderskandals wird auf Veranlassung der deutschen Behörden zu dem vermissten Jungen befragt. Die Berliner Polizei lädt die beiden Morgenpost-Reporter aufs Revier. Sie überprüft alle von ihnen zitierten Quellen.

Das Ergebnis: „Die Hinweise zu möglichen Verbindungen Manuels zur Homosexuellen- beziehungsweise Kinderpornoszene in den Niederlanden beziehungsweise Belgien konnten nicht verifiziert werden“, sagt Jochen Sindberg. „Alle Informationen, die es in diese Richtung gegeben hat, haben sich als unseriös oder unrichtig herausgestellt.“ Durch einen Berg unbrauchbaren Beweismaterials hat sich die Polizei gearbeitet: Pornovideos, auf denen Manuel zu sehen sein soll, waren Jahre vor seinem Verschwinden entstanden. Der Manuel, den die mutmaßlichen Insider im Strichermilieu gesehen hatten, war ein anderer Junge. Der letzte Informant, den die Morgenpost noch in diesem Frühjahr präsentiert hat, entpuppte sich als verwirrter Querulant. „Solche Sachen“, sagt Sindberg. Er klingt ziemlich sauer.

Nun steht die Akte Schadwald bei der Mordkommission. Die Polizei glaubt mittlerweile, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. „Ansonsten hätte er sich irgendwann gemeldet“, sagt André Rauhut, „oder wir hätten zumindest eine winzige Spur von ihm gefunden.“ Rauhut ist jetzt zuständig für den Fall, er ist der Leiter der Mordkommission. Man kann ihn in seinem Büro besuchen. Breitbeinig und ein wenig nervös lenkt einen der 41-Jährige zum Besprechungstisch. Wenn er da gefragt wird, was schief gelaufen ist im Fall Schadwald, antwortet er: „Man hat sich zu schnell auf diese Kinderporno-Geschichte gestürzt. Vielleicht hätte man früher in andere Richtungen ermitteln sollen.“ Er hebt die Hände, wer kann das schon wissen.

Die Polizei hat aus der Sache gelernt. Mordkommission und Vermisstenstelle arbeiten jetzt gleich bei einer Vermisstenmeldung eng zusammen. Rauhut und seine Kollegen können dadurch schneller reagieren. Innerhalb kürzester Zeit können sie ein Heer von Mitarbeitern ausschwärmen lassen, mit Suchhunden fahnden, Hubschrauber bestellen, Wärmebildkameras beim Bundesgrenzschutz anfordern – was der Polizeiapparat für die Suche nach einem verschwundenen Menschen eben bereithält.

Ob das unmittelbar nach Manuels Verschwinden etwas genutzt hätte, Rauhut kann es nicht sagen. Gerade geht ein Sachbearbeiter noch einmal alle Aktenordner durch. DNA-Material des Jungen wird mit allen Daten einer bundesweiten Gen-Datei abgeglichen und überprüft. Schon mehrmals wurden Manuels Daten in dieses System eingegeben. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass jetzt etwas Neues herauskommt. „Der Vorgang gibt einfach keine übersehene heiße Spur her“, sagt Rauhut. Er hebt noch einmal die Hände. Es sieht ziemlich hilflos aus.

Heute vor zehn Jahren ist Manuel verschwunden. Es bleibt ein Vermisstenfoto des Jungen auf der Internetseite der Polizei. Und eine Mutter, die jeden Tag an ihren verloren gegangenen Sohn denkt. Sie wolle nie wieder mit der Presse sprechen, sagt Marion Schadwald am Telefon.

http://www.taz.de/!737037/

#10 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 13.11.2017 02:16

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Vater des vermißten Manuel Schadwald freigelassen / Rainer Wolf flog zurück nach Irland "Ich werde weiter nach meinem Sohn suchen"

Von Michael Helberg und Matthias Gebauer

p28.07.98

Einen Tag nach seiner Verhaftung am Sonntag abend ist der leibliche Vater von Manuel Schadwald, Rainer Wolf, wieder auf freiem Fuß. Am Sonntag abend war Wolf direkt nach der ARD-Talkshow "Sabine Christiansen" verhaftet worden. Die Beamten vollstreckten damit zwei Haftbefehle aus Mainz und Meiningen (Thüringen). Grund waren Geldstrafen wegen Betrugs und übler Nachrede in Höhe von 10 000 Mark, die von dem 41jährigen nicht bezahlt worden waren. Da sich Rainer Wolf seit mehreren Jahren im Ausland zuletzt in Irland aufgehalten hatte, konnte die Justiz das Geld erst jetzt eintreiben. Am Montag nachmittag wurde der Betrag bei der Justizkasse von Wolf bezahlt. Anschließend wurde der Mann freigelassen.Mit der Suche nach seinem verschwundenen Sohn hatte die Verhaftung allerdings nichts zu tun, so ein Polizeisprecher. Gegen Wolf gebe es in dieser Sache keine Ermittlungen, bestätigten sowohl Polizei als auch die Berliner Staatsanwaltschaft.Am Wochenende waren Gerüchte aufgekommen, daß Rainer Wolf an der Verschleppung seines Sohnes in ein niederländisches Bordell beteiligt gewesen sei. Justizsprecher Matthias Rebentisch bestätigte lediglich, daß ein Zeuge den Namen Rainer Wolf mit der Bar "Pinocchio" in Verbindung gebracht habe. Die Schöneberger Kneipe gilt bei der Polizei als Treffpunkt für Strichjungen und deren Kunden. Die Anschuldigungen gegen Wolf beruhen auf den Aussagen des Berliners Peter Goetjes, der sich selbst als Kinderhändler bezeichnet hatte. Rainer Wolf fühlt sich diffamiert: "Das ist eine Dreckkampagne gegen mich, wenn plötzlich die Aussagen von Kinderhändlern als seriös betrachtet werden." Irgend jemand wolle dadurch die Ermittlungen zum Verschwinden meines Sohnes behindern, sagte Wolf. Er sei der einzige, der etwas tue. Der Mann kündigte eine Strafanzeige wegen Verleumdung gegen eine niederländische Zeitung an, die über mögliche Verstrickungen in die Entführung des Sohnes berichtet hatte. Wolf zeigte sich kurz vor seinem Abflug am Montag erstaunt darüber, warum seine IM-Tätigkeit bei der Stasi im Zusammenhang mit der Entführung seines Sohnes wieder genannt werde. "Ich habe diese Arbeit nie geleugnet", so Wolf. Er arbeitete als Mitglied der evangelischen Kirche zu DDR-Zeiten für den Geheimdienst und bespitzelte dabei Rainer Eppelmann und andere DDR-Oppositionelle. Ralf Hirsch, einer der Bespitzelten, erinnert sich an den "IM Schreiber": "Wolf sollte Zersetzungspläne der Stasi ausführen. Das steht in meiner Akte", so Hirsch. "Das hat doch nichts mit dem Fall Manuel zu tun", wehrt sich Wolf. Jemand wolle unermüdlich von dem "wirklich wichtigen Fall" ablenken.Zu Manuel hatte Wolf nach dessen Geburt kaum noch Kontakt. Bereits vorher hatte er sich von seiner Frau Marion getrennt und flüchtete 1985 in den Westen. Gestern abend flog Wolf wieder nach Irland. "Ich werde weiter nach Manuel suchen, auch wenn man mir weiter Knüppel in den Weg schmeißt."

https://www.berliner-zeitung.de/vater-de...uchen--16371442

#11 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 13.11.2017 02:18

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Ob Manuel noch lebt, weiß niemand

23.04.1998

Fahndern unterlief angeblich Ermittlungsfehler

Von ANDREAS BAUMANN

Berlin/Rotterdam - Bei der Suche nach einem vermißten Jungen aus Berlin ist der niederländischen Polizei offenbar eine schwere Panne unterlaufen. Justizministerin Winnie Sorgdrager erklärte gestern abend gegenüber der Deutschen Presseagentur: "Die Ermittlungen sind außerordentlich langsam in Gang gekommen." Sie werde deshalb eine Untersuchung zum Vorgehen der Polizei im Fall Manuel Schadwald anordnen. Der damals 12jährige war 1993 auf dem Weg in ein Berliner Freizeitzentrum verschwunden. In den vergangenen Monaten ging die deutsche Polizei wiederholt Gerüchten nach, er sei in die Fänge eines internationalen Pädophilen-Ringes geraten - bislang ergebnislos. Übereinstimmend berichteten jetzt das niederländische Fernsehmagazin "Netwerk" und die "Berliner Morgenpost", drei Polizisten hätten Manuel im September 1994 in Rotterdam gesehen. Er habe den deutschen Pädophilen Lothar G. begleitet. Da die Beamten aber ihre Vorgesetzten nicht erreichen konnten, unternahmen sie angeblich nichts. Später sei diese Panne von der Polizei vertuscht worden. Der zuständige Staatsanwalt Hans Wesselink widersprach diesem Vorwurf allerdings: Dem Hinweis sei nachgegangen worden, erklärte er in der "Netwerk"-Sendung. Der Junge sei nicht Manuel gewesen. Falls doch, könnte der Vermißte tatsächlich in einem Kinder-Bordell gelandet sein, wie auch die "Berliner Morgenpost" mutmaßt: Nach Angaben des Berliner Kriminaloberrates Jörg-Michael Klös hat Lothar G. Anfang der 90er Jahre Jugendliche aus der Hauptstadt mit Geld für Porno-Aufnahmen nach Rotterdam gelockt. Inzwischen sitzen er und ein Komplize hinter Gittern. Recherchen der belgischen Bürgerinitiative "Werkgroep Morkhoven", einer Gruppe engagierter Kinderschützer, ergaben zudem, daß G. bis zu seiner Verhaftung zwei Bordelle in Amsterdam und Rotterdam betrieb. 1994 erzählte man sich im Rotterdamer Stricher-Milieu, ein vermißter Junge aus Deutschland "arbeite" in einem solchen Pädophilen-Treff. "Wir haben dutzende Jungen und Freier befragt", erinnert sich der Kripo-Mann John Staps. "Aber keiner hat Manuel auf dem Fahndungsfoto erkannt." Einigen der Jungen sei allerdings Schadwalds Name bekannt gewesen. Ein Komplize des inhaftierten Lothar G. hat die Berliner Staatsanwaltschaft der "Morgenpost" zufolge bereits 1993 darüber informiert, daß Berliner Kinder nach Antwerpen, Amsterdam und Rotterdam verschleppt worden seien. Die Berliner Justiz verweigerte dazu bislang jeden Kommentar. Neuen Auftrieb hatten die Gerüchte um Manuel im November vorigen Jahres erhalten, als in den Niederlanden ein Porno-Video auftauchte, auf dem seine Mutter ihren Sohn zu erkennen glaubte. Ein Vergleichsgutachten des Bundeskriminalamtes ergab aber, daß Manuels Mund- und Nasenpartie nicht mit dem Jungen im Video übereinstimmten. In Berlin ist jetzt eine Mordkommission an den Schadwald-Ermittlungen beteiligt. "Wir haben keine konkreten Hinweise, daß der Junge tot ist", sagt Inspektionsleiter Bernd Meyer. "Wir können es aber auch nicht ausschließen."

https://www.welt.de/print-welt/article59...ss-niemand.html

#12 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 13.11.2017 02:19

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Belgisches Pädophilen-Opfer packt aus

http://derwaechter.net/belgisches-padoph...aatsoberhaupter

#13 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von Helios 21.07.2018 17:46

Entführung oder Mord? Der ungelöste Fall Manuel

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/p...erliner+Zeitung

#14 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von Helios 21.07.2018 17:48

21. Juli 2018 14:51 Uhr
Ermittlungen
Vor 25 Jahren verschwanden diese beiden Jungen - noch immer sind die Fälle ungelöst

https://www.stern.de/panorama/stern-crim...source=standard

#15 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 10.11.2018 23:01

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Donnerstag, 3. September 2009

Wo ist Manuel Schadwald?

Manuel Schadwald verschwand 1993

vermisst seit dem 24. Juli 1993

Manuel Schadwald

Der Schüler Manuel Schadwald (1981 in Berlin geboren) verließ am 24. Juli 1993 die elterliche Wohnung in Berlin-Tempelhof, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide (FEZ) in Berlin-Köpenick zu fahren. Dort kam er nicht an.

Schadwald spielte oft in Berliner Kaufhäusern und dem FEZ an Computern. In den vergangenen Jahren gingen auch Hinweise ein, die auf Verbindungen zur Homosexuellen- bzw. zur Kinderpornoszene in den Niederlanden bzw. Belgien schließen ließen. Diese Hinweise konnten jedoch nicht verifiziert werden.

Manuel hat grau/braune Augen; im Jahr 1993 war er 1,57 m groß und schlank und hatte dunkelbraune Haare.

Bei seinem Verschwinden trug er kurze Jeans, schwarze Turnschuhe, ein graues T-Shirt und eine graue Sommerjacke mit Emblem auf dem Rücken.

Manuel Schadwald führte einen türkisfarbenen Rucksack mit der Aufschrift "Miami Vice", einen Ferienpass und einen Wohnungsschlüssel mit sich.

Über den Vermisstenfall wurde bereits umfassend in den Medien berichtet.

•Wer kann Angaben zu den Umständen des Verschwindens oder zum gegenwärtigen Aufenthaltsort des Vermissten machen?

Hinweise nimmt die Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes (LKA 124) in der Keithstraße 30 in Berlin-Tiergarten unter den Telefonnummern (030) 4664 - 91 24 00 oder - 91 24 01 oder oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

link

Fall Schadwald: Ein "Manuel" hat sich gemeldet
Polizei sucht Vermißten in Amsterdams Rotlichtviertel
Peter Brock

Manuel Schadwald lebt. Davon geht zumindest Marcel Vervloesem von der belgischen Kinderschutz-Initiative "Werkgroep Morkhoven" aus: "Vor drei Wochen hat mich Manuel angerufen und gesagt, daß er lebt", sagte Vervloesem am Freitag der "Berliner Zeitung". Der private Ermittler, der Kinderhändler jagt und vermißte Kinder und Jugendliche sucht, geht davon aus, daß es sich bei dem Anrufer tatsächlich um Manuel gehandelt hat. Er war als Zwölfjähriger am 25. Juli 1993 aus Berlin verschwunden. "Mehrere Zeugen haben uns berichtet, daß sie Manuel im Amsterdamer Rotlichtmilieu gesehen hätten", sagte Vervloesem. "Und die Beschreibungen stimmen alle überein." Der Belgier glaubt, daß Manuel nach der Entführung durch einen Kinderhändler und dem jahrelangen sexuellen Mißbrauch in Bordellen "so beschämt und ängstlich ist, daß er sich nicht traut, Kontakt zu den Eltern aufzunehmen." Wahrscheinlich, so Vervloesem, habe er sich im Amsterdamer Homosexuellenmilieu eine neue Identität aufgebaut. Die Berliner Polizei hält das keineswegs für abwegig. Gleich nachdem die Ermittler von dem Verdacht erfuhren, schickten sie am Donnerstag ein Amtshilfeersuchen an die Kollegen in Amsterdam.

Die Mitarbeiter der belgischen "Werkgroep Morkhoven" suchen bereits in Amsterdamer Bars nach Manuel. Aber nicht nur nach ihm. "Wir haben Hinweise", sagt Vervloesem, "daß noch weitere deutsche Kinder in dem Milieu sein sollen." So suchen seine Kollegen vor allem nach Till Kratzsch aus Berlin-Mitte. Er verschwand am 17. Juli 1995.
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http://kindervermisstabernichtvergessen.blogspot.com/

#16 RE: Steckt ein organisiertes Verbrechen dahinter? von wetterfrosch 13.08.2020 22:15

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Zandvoort

Divers article sur Manuel Schadwald parrus dans la presse allemande

Manuel Schadwald: undurchsichtiger Sumpf!

Manuels Vater freigelassen

Unbezahlte Geldstrafen - Ermittelt Polizei in eigenen Reihen?

Berlin - Der Vater des vermißten Manuel Schadwald, Rainer Wolf (Foto) ist wegen unbezahlter Geldstrafen vorübergehend festgenommen worden; er wurde aber nach ihrer Begleichung schon am Montag in Berlin wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaften stand die vorübergehende Festnahme in keinerlei Zusammenhang mit dem jüngsten Kinderpornoskandal oder dem Verschwinden von Manuel. Vielmehr ging es um die Bezahlung von Strafen, zu denen der Vater wegen übler Nachrede und Betruges verurteilt worden war. Eine der Geldstrafen beglich Rainer Wolf sofort vollständig, die andere teilweise. Ein ehemaliger DDR-Bürgerrechtler warf Manuels Vater unterdessen vor, für die Stasi gearbeitet zu haben. Keine Stellungnahme gab es zunächst von der Berliner Polizei zu einem Bericht der "Berliner Zeitung", wonach die Behörde im Zusammenhang mit dem Fall Manuel auch in den eigenen Reihen ermittelt.

Wolf war am Sonntag abend nach der Talkshow "Sabine Christiansen" verhaftet worden. Laut Staatsanwaltschaft Mainz war Wolf 1997 wegen übler Nachrede gegenüber einem Geschäftspartner zu einer Geldstrafe von 4800 Mark verurteilt worden. Diese Strafe beglich er am Montag vollständig. In Thüringen erhielt der 41jährige nach Angaben der Meininger Justizbehörde 1995 ebenfalls eine Geldstrafe in vierstelliger Höhe, die er mittlerweile zum Teil zahlte. Die beiden Vollstreckungshaftbefehle gegen Wolf, auf deren Grundlage er festgenommen worden war, wurden daraufhin aufgehoben beziehungsweise ausgesetzt.

"Verleumdungs-Kampagne"

Manuel Schadwald wird seit 1993 vermißt; der Berliner Junge war damals 12 Jahre alt. In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte und Anhaltspunkte, daß er für Porno-Filme in der Amsterdamer Homosexuellen-Szene mißbraucht wurde. Manuels Vater war am Sonntag abend zusammen mit dem Vorsitzenden der belgischen "Werkgroep Morkhoven", Marcel Vervloesem, in der Talkshow von Sabine Christiansen aufgetreten. Dabei dementierte Vervloesem einen Bericht der niederländischen Zeitung "De Telegraaf" vom Wochenende, wonach er den Vater Manuels als Urheber der Entführung des Jungen bezeichnet hatte. Die "Berliner Morgenpost" berichtete allerdings am Montag, es gebe zwei eidesstattliche Versicherungen, wonach Wolf in der Berliner und Düsseldorfer Kinderschänder-Szene verkehrte. Rainer Wolf sprach von einer Verleumndungs-Kampagne.

Barbetreiber vor Razzien gewarnt?

Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Ralf Hirsch warf Wolf vor, in der DDR für die Staatssicherheit gearbeitet zu haben. Hirsch sagte dem Berliner Sender "Hundert,6", Wolf habe den Stasi-Akten zufolge Oppositionelle bespitzelt, darunter den heutigen CDU-Politiker Rainer Eppelmann.

Dem Bericht der "Berliner Zeitung" zu innerpolizeilichen Ermittlungen zufolge sollen Polizeibeamte die Betreiber von Bars, in der sich Kinder als Strichjungen aufhielten, vor Razzien gewarnt haben und in den Kneipen ein- und ausgegangen sein. In einer der Bars soll auch Manuel kurz vor seinem Verschwinden gesehen worden sein. Anlaß für die Ermittlungen sind danach Aussagen eines Zeugen, der vor der Berliner Staatsanwaltschaft geäußert haben soll, die Polizisten würden gemeinsame Sache mit den Kneipenbetreibern machen.

Unterdessen wurde in Den Haag ein Beamter des niederländischen Justizministeriums entlassen, weil er im Ministerium pornographische Fotos sammelte. Den Angaben zufolge hatte der Mann Computer der Behörde benutzt, um sich große Mengen pornographischer Fotos aus dem Internet herunterzuladen. Ein Zusammenhang mit der Kinderschänderbande von Zandvoort wurde aber ausgeschlossen.

Vater von des vermissten Manuel Schadwald festgenommen

Der Vater des seit 5 Jahren vermissten Manuel Schadwald, Reiner Wolf, ist in Berlin festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei liegen gegen ihn 2 Haftbefehle vor. Bisher ist unklar, ob sie im Zusammenhang stehen mit dem juengsten Kinderpornoskandal in den Niederlanden. Wolf war in der vergangenen Nacht im Anschluss an eine Fernsehsendung verhaftet worden. Darin hatte er sich gegen den Vorwurf zur Wehr gesetzt, er habe seinen Sohn selbst in ein niederlaendisches Bordell gebracht. Er wies auch Spekulationen zurueck, Kontakte zum internationalen Kinderpornomillieu zu haben.

(Die Welt 10. Februar 2003)

Wer stoppt die Kinderschänder?

Der bisher schlimmste Kinderporno-Skandal erschüttert Europa. Nach der Aufdeckung des Internet-Kinderpornorings im holländischen Zandvoort und der Verhaftung eines ersten deutschen Verdächtigen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Bilder vermisster Kinder, die vermutlich Opfer der internationalen Kinderschänder-Mafia geworden sind, prangen auf den Titelseiten. Experten und Ermittler beklagen die mangelnde Sensibilität und Unterstützung der Politik im Kampf gegen den Kindesmissbrauch im Internet. Und in der Politik selbst ist mitten im Wahlkampf ein Streit zwischen CDU und FDP ausgebrochen - die Liberalen werden beschuldigt, härtere Strafen für den Vertrieb von Kinderpornographie im Internet verhindert zu haben.

Zuschauerzahl: 2,71 Millionen
Marktanteil: 11,7 Prozent

Die Zitate der Sendung

Rainer Wolf
Vater des vermissten Manuel

"Ich weiß nicht, wo sich mein Sohn Manuel aufhält. Das Gerede, mein Sohn sei freiwillig abgehauen und in die Szene getaucht, kann ich nicht glauben. Freiwillig ist relativ. Mich wundern die Vorwürfe, ich wäre am Kinderhandel beteiligt, nicht. Die Szene versucht mich fertig zu machen und nun dichtet man mir Kontakte in alle möglichen Richtungen an. Die Polizei schlampt bei ihren Ermittlungen. Eigentlich liegt alles auf Eis. Derzeit gibt es nur zwei eindeutige Lebenshinweise von Manuel. Eine von 1994 und eine vom Geständnis der verhafteten Robby van der Planken."

Detlef Drewes
Journalist

"Man kann nicht von heute auf morgen in die Porno-Szene eindringen. Das braucht viel Zeit. Die Kinderschänder arbeiten im Untergrund und es ist so gut wie unmöglich, Kontakte bis zur Führungsebene zu bekommen. Viel läuft über das Internet, weil man anonym bleiben kann."

Jörg-Michael Klös
LKA Berlin

"Nach italienischem Recht dürfen wir als Polizei dem festgenommenen van der Planken keine Fragen stellen. Das muss über die Justiz laufen. Wir haben bereits einen Frage- Katalog vorbereitet. Wir prüfen derzeit, ob wirklich Spuren nach Berlin führen. Ob der Fall Manuel Schadwald abgeschlossen werden kann oder wir bei unseren Ermittlungen weiter kommen, wird sich erst noch zeigen. Ich kann und werde keine voreiligen Schlüsse abgeben. In Berlin gibt es einige Szenelokale. Aber hier ist nicht der Schwerpunkt. Berlin als eine Art Hochburg für Kinderschänder zu bezeichnen, ist unwahr. Wir werden derzeit für Ermittlungen über das Internet geschult. Kinderpornographie ist nichts neues. Neu ist nur, dass es jetzt weltweit über das Internet vertrieben werden kann."

Edzard Schmidt-Jortzig
Bundesjustizminister

"Wir haben nicht zu geringe Strafen, sondern die Gesetze bereits vor vielen Monaten verschärft. Im letzten Jahr haben wir in der europäischen Union eine Zusammenarbeit vereinbart. Die Bundesrepublik erfüllt derzeit als einziges Land die geforderten Maßstäbe. Der Besitz von Kinderpornografie ist bei uns strafbar. In anderen Ländern ist das noch nicht so. Kontrollen im Internet sind nur schwer durchzusetzen. Dazu müssten internationale Regeln gefunden werden. Es hilft zwar schon etwas auf europäischer Ebene zu machen, würde aber niemals ausreichen. Alle Länder der Welt müssten zusammenarbeiten und das wird wohl nur schwer zu realisieren sein."

Wolfgang Joop
Unterstützer von DUNKELZIFFER e.V.

"Ich beschäftige mich mit dem Problem des Missbrauches von Kindern schon seit einigen Jahren. Ich selbst habe den Verein Dunkelziffer gegründet und finanziere ihn, weil ich mich nicht mitschuldig machen möchte. Ich finde, unsere ganze Gesellschaft und die Justiz hat sich schuldig gemacht. Zulange wurde nichts unternommen. Und natürlich ist es schwer das alles nachzuholen. Um die Opfer wird sich noch immer zu wenig gekümmert. Eine Unterstützung von politischer Seite bekommen wir gar nicht. Der Schutz unserer Kinder scheint nicht von Interesse zu sein."

Barbara Stamm
Sozialministerin, Bayern

"Wir sollten uns mal fragen, wie es so weit kommen konnte. In der Gesellschaft gibt es einen Werteverfall. Das passiert, seitdem das Verbot für Pornographie 1973 aufgehoben wurde. Unsere ganze Diskussion versuchte ein Zeichen zu setzen. Wir haben sehr oft versucht etwas zu verändern. Das die FDP derzeit in der Öffentlichkeit schärfere Gesetze fordert, ist ein reiner Wahlkampf und findet deshalb nicht meine Zustimmung."

Marcel Vervloesem

Vertreter der "Bürgerinitiative Morkhoven"

"Wir haben nicht gesagt, dass Rainer Wolf seinen Sohn entführt hat. Wir gehen derzeit vielen Spuren nach. Auch der Spur von Berlin nach Amsterdam. Wir haben verschiedene Personen in Berlin ausfindig gemacht, die mit niederländischen Kinderhändlern zusammenarbeiten. Wir sind jetzt im Endstadium des Falles Manuel Schadwald angekommen. Nun wird es sich entscheiden. Die Darstellungen im ,De Telegraaf' treffen nicht zu. Wir haben nie behauptet, dass Rainer Wolf am Verschwinden seines Sohnes beteiligt ist. Bisher haben wir viele vermisste Kinder wieder aufgefunden. Die Pornoindustrie muss gestoppt werden. Wir werden nicht aufhören zu ermitteln, bevor das ganze Netz gesprengt ist. Polizei und Staatsanwaltschaft haben das gleiche Problem wie wir. Durch die international arbeitende Kindermafia werden Verfolgungen schwer. Menschen die Kinderpornos machen, Kinder entführen und Babys foltern, kennen keine Grenzen. Verschiedene Kreise versuchen alles um unrichtige Meldungen zu verbreiten."

Sabine Christiansen 26. Juli 1998
Geheimdienstler: Stasi erpresste Politiker
in Westeuropa mit Kinderpornografie
09. Feb 2003 09:30

Sogar der belgische Kinderschänder Marc Dutroux soll im Auftrag der Stasi gearbeitet haben. Mit dem kinderpornographischen Material habe die Behörde einflussreiche Personen im Westen erpresst.

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hat nach Angaben eines früheren Verbindungsoffiziers einflussreiche Persönlichkeiten in Westeuropa mit Kinderpornografie erpresst. Wanja Götz, Verbindungsoffizier zwischen dem sowjetischen Geheimdienst KGB und der Stasi, habe diese Angaben in einer eidesstattlichen Versicherung gemacht, berichtet die «Berliner Morgenpost» unter Berufung auf das Papier.

«Zu den Erpressten gehören Politiker, Richter und Industrielle, von denen einige nach wie vor Einfluss in den westlichen Demokratien haben», teilte Götz (Deckname: Grigori) mit. Nach dem Fall der Mauer habe das ehemalige Stasi-Netzwerk die geheimdienstlichen in finanzielle Interessen umgewandelt. «Eine Schlüsselrolle spielte Rainer Wolf, der Vater des noch immer vermissten Berliner Jungen Manuel Schadwald», zitiert das Blatt weiter.

Götz behauptet, im Auftrag des DDR-Geheimdienstes Reiner Wolf psychologisch eingeschätzt zu haben. Erst viel später habe er erfahren, «dass Wolf nach seiner von der Stasi inszenierten Übersiedlung in die BRD 1984 im Auftrag der Auslandsspionage des DDR-Geheimdienstes mit Kinderpornografie Westeuropäer erpresst hat.» Die Kinder habe sich das MfS aus DDR-Heimen geholt.

CIA besitzt Geheimmaterial

Wie die «Morgenpost» berichtet, hat auch der im August 1996 verhaftete belgische Kinderschänder Marc Dutroux zeitweise im Auftrag der Stasi gearbeitet. «Es gab in der Tat Hinweise, wonach sich solche Informationen in dem Stasi-Material wiederfinden, das dem amerikanischen Geheimdienst CIA zugespielt wurde. Der belgische Geheimdienst wäre gut beraten, diese Unterlagen gründlich auszuwerten», sagt der ehemalige Geheimdienstkoordinator der Regierung Kohl, Bernd Schmidbauer. (nz)

net-zeitung.de 9. Februar 2003

Schadwald: Kripo ermittelt wieder

Berlin - Die Kripo prüft im Fall des seit zehn Jahren vermissten Manuel Schadwald neue Hinweise, die Recherchen der Berliner Morgenpost ergeben hatten. Das teilte die Berliner Polizei gestern mit. Im Sommer 1993 war der damals zwölfjährige Junge verschwunden. Verschiedene Zeugen hatten erklärt, das Berliner Kind in niederländischen Bordellen gesehen zu haben. Sein Vater Rainer Wolf hat sich zwischenzeitlich bei der Berliner Morgenpost gemeldet und die eidesstattlich versicherten Vorwürfe des Stasi- und KGB-Agenten Wanja Götz, wonach Wolf im Auftrag der Auslandsspionage des DDR-Geheimdienstes einflussreiche Politiker, Richter und Industrielle mit Kinderpornografie erpresst haben soll, dementiert.

Aus der Berliner Morgenpost vom 12. Februar 2003

Kinderschänder am Netz-Pranger

Berlin - Der Vater des seit fast sechs Jahren vermißten Manuel Schadwald, Rainer Wolf, will verurteilte Kinderschänder im Internet an den Pranger stellen. Bilder und Namen wegen Kinderpornographie Verurteilter seien demnächst unter der Adresse www.stolen-lives.org zu sehen, kündigte Wolf am Wochenende bei der Vorstellung seiner Homepage an. Damit sollten Nachbarn der Täter vor den Gefahren für ihre Kinder gewarnt werden, begründete Wolf sein Angebot.

Um auf das Schicksal lange vermißter Kinder aufmerksam zu machen, wolle er auch deren Bilder im Internet veröffentlichen. Dazu werde er offene Briefe an Politiker zum Thema sexuelle Kindesmißhandlung stellen, die diese nicht beantwortet hätten. Andere Eltern vermißter Kinder würden seine Initiative unterstützen, sagte Wolf.

. . . Kinderschänder am Netz-Pranger

Der damals zwölfjährige Manuel verschwand am 24. Juli 1993 spurlos. Sein Vater hatte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil er die Suche der Polizei nach seinem Sohn als unzureichend kritisiert hatte. Diese Vorwürfe hat er inzwischen weitgehend zurückgenommen.

Nach Angaben des Leiters der Vermißtenstelle bei der Berliner Polizei, Jochen Sindberg, hat es seit dem Verschwinden des Jungen keinen ernstzunehmenden Hinweis auf dessen Aufenthaltsort gegeben. Wolf hatte seit seiner Flucht aus Ostberlin in die Bundesrepublik 1985 keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn, der am 18. Januar Geburtstag hat.

AP - Foto: Stolen Lives

Geändert am 24. Januar 1999 13:34 von ar

Selbstjustiz?

Florian Rötzer 27.01.1999
Website will Namen, Adressen und Bilder verurteilter Kinderschänder veröffentlichen

Kindermißbrauch ist schlimm, und viele Kinder, die vermißt werden, können irgendwelchen Sexualstraftätern in die Hände gefallen sein. Keine Frage ist, daß den betroffenen Eltern die Mühlen des Gesetzes oft zu schwerfällig, die Strafen zu gering und die Präventionsmaßnahmen zu schwach ausfallen.

Rainer Wolf ist ein Vater, dessen Sohn Manuel Schadwald seit sechs Jahren vermißt wird. Er moniert, es sei "schon lange mehr als auffällig, daß viele Ermittler in den verschiedensten Behörden den Mißbrauch von Kindern und das Verbreiten von Kinderpornographie als Bagatellfälle zu betrachten scheinen." Der Handel etwa mit Kinderpornographie habe längst die Formen der organisierten Kriminalität angenommen. Deswegen hat er, angeblich zusammen mit einer "Interessenvereinigung von Personen, die sich mit derzeitigem Status Quo der Verfolgung von Sexualstraftaten an Kindern nicht mehr abfinden wollen, die Website STOLEN-LIVES eingerichtet. Man verstehe sich als "Anwalt der mehr als 700 jährlich langzeitvermißten Kinder", kündigt aber auch bedenkliche Wege an, die in Richtung einer Selbstjustiz weisen.

Natürlich ist Wolf für eine Erhöhung der Strafen und für eine Abschaffung der Bewährungsstrafen. Die Gerichte werden als zu lasch kritisiert. Auch die Helfershelfer müsse man hart bestrafen: "Wie zum Beispiel jüngst der in Berlin verurteilte Kinderarzt Dr. Ludger Wicht. Etwa 10 000 kinderpornografische Bilder hortete dieser auf seinem PC - teilweise Folterungen und sodomistische Darstellungen mit Kindern. Diese stellte er auch mir seinem zum FTP-Server hochgerüsteten Computer im Internet zur Verfügung. Für diesen scheinbaren "Kavaliersdelikt" erhielt Kinderarzt Dr. Ludger Wicht ganze zwei Jahre Freiheitsentzug - selbstverständlich unter Verzicht, ihn umgehend in Haft zu nehmen."

Kritisch wolle man das Ermittlungsverhalten der Behörden beobachten und Fehlverhalten öffentlich machen. Ein Mail-Server sei eingerichtet worden, der eingehene Mails von Informanten anonymisiert. Man will auch eine kostenlose 0800-Telefonnummer für Hilfesuchende einrichten, die den Gang zu den Behörden scheuen, um den Rat von Fachpsychologen anzubieten. Eine weitere Nummer als Notrufnummer fungieren, über die man im Schutz der Anonymität Vorfälle melden kann. Bilder von vermißten Kindern werde man veröffentlichen. Mit Bildern seines Sohnes hat er bereits begonnen.

Ausdrücklich weist Wolf zwar darauf hin, daß man keine Selbstjustiz betreiben wolle und daß die Net-Hunter nicht unterstütze, die im Internet angeblich nach Pornographie suchen. Doch habe es sich STOLEN-LIVES zur Aufgabe gemacht, "Täter zum Schutz unserer Kinder öffentlich zu machen." Und er droht an: "Künftig wird jeder bekanntgewordene Täter, welcher Sexualstraftaten gegen Kinder begangen hat und dafür verurteilt wurde von STOLEN-LIVES öffentlich gemacht. Mit Namen, Bild und Adresse." Von Ludger Wicht und Peter Schnaubelt kann man bereits jeweils ein Foto finden, nicht aber deren Adresse.

Damit wolle man nur die Eltern warnen, und schließlich seien im amerikanischen Bundesstaat Virginia, nachdem man begonnen hatte, die Namen und Adressen von Sexualstraftätern im Internet zu veröffentlichen, die Verbrechen von Wiederholungstätern drastisch zurückgegangen: "Wenn es die deutschen Gesetze zur Zeit nicht gestatten, zum Schutze der Bevölkerung insbesondere unserer Kinder, einschläg vorbetrafte Täter öffentlich zu nennen, dann ist ziviler Ungehorsam gefragt. Solange, bis diese Gesetze weg vom Wohle der Täter, hin zum Schutz der Kinder geändert werden."

Datum:28.07.1998
Ressort:Lokales Berliner Zeitung
Autor:-
Seite:19

VERMISSTER MANUEL SCHADWALD
Viele Spuren doch kaum sichere Erkenntnisse

Seit dem 24.Juli 1993 wird der damals 13jährige Manuel Schadwald aus Tempelhof vermißt.
Seit fünf Jahren gibt es kein sicheres Lebenszeichen von dem Jungen.

Die ersten Spuren von Manuel will der Privatermittler Marcel Vervloesem gefunden haben. Nach seinen Erkenntnissen arbeitet Manuel als Stricher in Amsterdam. Dort soll er kürzlich gesehen worden sein.

Auch der Belgier Robbie van der Plancken will nach eigenen Aussagen Hinweise auf Manuels Verbleib haben. Deshalb will die Staatsanwaltschaft den Mann, der in Italien in Haft sitzt, so schnell wie möglich befragen. Oberstaatsanwalt Viktor Weber hat deshalb seinen Itlaienurlaub unterbrochen.

Auch Rainer Wolf will wieter nach Manuel suchen - eine Spur hat er jedoch bisher nicht.

Zeitungsberichte aus den Niederlanden

Van Estoril naar Zandvoort (4)
9 februari 2003

Volgens de voormalige verbindingsofficier tussen de Russische KGB en de Oostduitse Stasi Wanja Götz (alias 'Grigori') werden door zijn werkgevers heel wat vertegenwoordigers uit de top van de westelijke samenleving zoals ministers, rechters, industriëlen etc. gechanteerd met beeldmateriaal van hun pedofiele activiteiten. De jeugdige slachtoffertjes waren meestal door de Stasi uit Oostduitse weeshuizen geplukt en naar het westen gesluisd. Na de val van de Muur zou die kennis niet langer voor politieke doeleinden zijn gebruikt maar voor het verwerven van harde valuta. Deels door de kinderkruipers zelf uit te melken, deels door de verkoop van het bewuste materiaal aan de Duitse en Amerikaanse inlichtingendiensten. Een sleutelrol bij zowel die chantage-operatie als die uitverkoop zou zijn vertolkt door Stasi-agent Rainer Wolf, de vader van de in juli 1993 in het Nederlandse kinderpornowereldje zoekgeraakte Manuel Schadwald. De jongen zou een tijd lang werkaam zijn geweest in het Rotterdamse jongensbordeel van de tegenwoordig in Schiedam wonende Lothar Gandolf die 'zijn' pupillen ook beschikbaar stelde voor allerlei escort-klusjes. Niet zelden bij zogenaamde hoogwaardigheidsbekleders.

Een andere lowlife die binnen dit westeuropese netwerk van de Stasi actief zou zijn geweest, is Marc Dutroux. Gegevens daarover zouden via de CIA bij haar Belgische kleine broer terecht zijn gekomen. Maar die is blijkbaar zo van ze geschrokken dat ze aan een enorme tros witte ballonnen zijn gehangen bij een krachtige noordoosten wind. Nooit weg zo’n Atlantische oplossing. Dat Dutroux kinderen 'leverde' voor het verlevendigen van high society-parties was al eens eerder verklaard door Regina Louf alias X 1 (zie Het Kasteel in De Morgenster). Maar de sinistere aanwezigheid van de Stasi en de KGB achter dit soort vermaak is maar mondjesmaat aan de orde geweest. Zonder twijfel is dit alles wel van invloed geweest bij het onderzoek naar de moord op de Duitse pornoproducent Gerrie Ulrich. Zodra zijn ruwe heengaan in 1998 bekend raakte werd de BVD-agent Theo Bot door zijn hoogste chef Docters van Leeuwen naar het OM gedirigeerd en opgezadeld met een geruisloze afwikkeling van de affaire. Dat wil zeggen het overvloedige beeldmateriaal en andere data veiligstellen en het onderzoek de berm induwen. Vooral omdat her en der werd gefluisterd dat ook een lid van het Koninklijk Huis uit spelevaren was geweest op de Apollo. Het schip van Ulrich waarop van tijd tot tijd filmmateriaal werd geschoten. Theo Bot is nu al weer een paar jaar de op een na hoogste functionaris van de AIVD, de opvolger van de BVD. En de zaak Ulrich is ter ziele. Net als de zaak Schadwald en de zaak Nihoul. Het wachten is op Dutroux.

Direct responses op dit bericht
Van Estoril naar Zandvoort (33)
donderdag 18 december 2003

Op een dag toen Lothar Glandorf al ruim en breed actief was als pooier van jongensprostituées in Rotterdam kreeg hij een telefoontje van een Nederlandse “ambtenaar”. Kennelijk een cliënt van Lothar die een van diens pupillen had ingehuurd voor een tripje naar Polen. De ambtenaar informeerde of hij nog moeilijkheden kon verwachten aan de Pools/Duitse grens. Lothar gaf hem toen het advies om de jongen voor de grens te laten uitstappen en hem alleen over de brug te laten lopen. Dan kon er niks gebeuren. Het gesprek werd getapt door de Nederlandse recherche die een onderzoek naar de onwelriekende praktijkenvan Glandorf was begonnen naar aanleiding van de verdwijning van de 12-jarige Berlijnse jongen Manuel Schadwald in de zomer van 1993. Tijdens dat onderzoek meenden drie nijvere opsporingsambtenaren in Rotterdam Manuel te herkennen. De zoon van voormalig Stasi-informant Rainer Wolf was toen in gezelschap van Glandorf. Om de operatie niet in gevaar te brengen lieten zij het duo ongemoeid. Ook uit verklaringen van jongens die in de bordelen van Glandorf te werk waren gesteld viel op te maken dat Manuel inderdaad een tijdje deel heeft uitgemaakt van diens minderjarige koopwaar. Twee van hen waren jongere broers van Robbie van der Plancken. De man die in 1998 in Italië het levenslicht van de Zandvoortse pedo-pornohandelaar Gerrie Ulrich voortijdig uitblies. De jongens verklaarden verder dat in Glandorf’s clubs ook hooggeplaatsten hun opwachting maakten. Bijvoorbeeld een hoge ambtenaar van het ministerie van Justitie die altijd met een taxi arriveerde en zijn entrée maakte met een zak over zijn hoofd. Oeps. Wie kan dat nou zijn geweest? Ooit heeft de vader van Van der Plancken zich laten ontvallen dat hij over de nodige cd-roms beschikte waarop heel wat antwoorden op dit soort vragen te vinden waren. Sinds die tijd is hij al een paar keer van de weg afgereden en werd hij verrast met een politie-inval in verband met vermeend verboden wapenbezit. De cd-roms bleven blijkbaar buiten bereik. In ieder geval een leuke levensverzekering. Wat er met de resultaten van het Nederlandse politieonderzoek is gebeurd? Gewoon. Ergens opgeslagen. Met zoals haast gebruikelijk een stel ter zake doende replica bij “een hoge ambtenaar van het Ministerie van Justitie”. U mag raden naar zijn naam. Voor de goede inzenders ligt er een oliebol en een fles prik klaar. Stay tuned.

Datum: 16.01.2006 • Zeit: 23:25:15

Thema: Zerrbilder

Schlapphüte: Pädophilen- Erpresser- Ring

In dem Beitrag »Schlapphüte und Kinderporno« hatten wir am 10.02.2003 über eine Artikel- Serie der »Berliner Morgenpost« (Springer Presse) berichtet, in der, gestützt auf die eidesstattlichen Erklärung des ehemaligen KGB- und Stasi Agenten »Wanja Götz« (Grigori), behauptet wurde, dass das MfS der DDR Pädophilen Kindern aus Heimen der DDR zugeführt hätte, um diese Personen erpressen zu können.

Dieser Erpresserring bestünde noch, wenn auch nunmehr auf finanzieller Basis. Gleichzeitig belastete „Grigori“ auch den Vater des 1993 verwundenen 12 jährigen Manuel Schadwald als Agenten und temporär als Mitarbeiter dieses staatlichen Erpresserringes.
***
Rainer Wolf, der Vater des Manuel Schadwald, bestritt gegenüber der Berliner Morgenpost die Behauptungen von „Grigori“.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des MfS bestätigte nunmehr gegenüber »JurText Online« das Bestreiten von Rainer Wolf.

Die Fortsetzung der „Pädophilen- Erpressung“ auf finanzieller Basis hielt unser Gesprächspartner für denkbar und aus bestimmten (uns bekannten) Gründen sogar für wahrscheinlich.

Einer dieser Gründe sei eine seit Jahren laufende Desinformations- und Diskreditierungs- Kampagne gegen den Vater des Manuel Schadwald.

Rainer Wolf sei auf der Suche nach den Hintergründen des Verschwindens seines Sohnes der Wahrheit sehr nahe gekommen und werde gemäß den „Schlapphut- Regeln“ unglaubwürdig gemacht.

Unsere Frage, »ob Manuel Schadwald zu den „Kindern des MfS“ gehörte, welche Kinderschänder zum Zwecke der späteren Erpressung zugeführt wurden?«, beantwortete unser Gesprächspartner mit dem Hinweis, dass sich die Akten der missbrauchten Kindern weitgehendst im privaten Besitz ehemaliger MfS- Offiziere befinden.

Zu unserer weiteren Frage, »ob es abwegig sei zu unterstellen, dass Manuel Schadwald nach der Wende einen seiner „Peiniger“ (in West Berlin) wieder erkannte und deshalb „aus dem Verkehr“ gezogen wurde?«, wurde mit der Feststellung beantwortet: „Es ist eine sehr gefährliche Wahrheit, welche Sie sich gerade gedanklich erschließen“.
*****
Wir haben nach diesem Gespräch das Gefühl, die »Berliner Morgenpost« hat einen sehr rätselhaften Kriminalfall dieser Stadt auf den Weg der Lösung gebracht.

Das vorstehende Gespräch wurde von einem niederländischen und einem belgischen Anwalt im Auftrag einer Elterninitiative im Beisein eines Mitarbeiters der »JurText Online« geführt.

Hintergrund ist der Fall Dutroux. Die Anklage gegen den mutmaßlichen Kindesmörder wird von der belgischen Justiz seit Jahren verschleppt.

Die Links zur Berliner Morgenpost sind zu finden unter

http://www.r-archiv.de/article.php?sid=669

Der Sumpf um Kinderschänder, Pädophile, Kindesentführer und -mörder wird offenbar nur in den unteren Reihen ermittelt und ausgeurteilt. Der Fall des Manuel Schadwald stinkt gewaltig, und das über den Himmel hinaus. Es gibt Hinweise darauf, daß Manuel in den Niederlanden gesichtet wurde, aber die Berliner Polizei gibt sich damit zufrieden, was die Kollegen aus dem Nachbarland berichten: Manuel ist nicht da, war nicht da und - in weiser Voraussicht - kommt auch nicht. Wer deckt da wen? Wer von denen, die Rank und Namen haben, steckt in diesem Drecksloch, in dem offensichtlich alle ihr Vergnügen haben, auf Kosten eines völlig unschuldigen jungen Menschen!

Es gibt daneben noch andere Kriminalfälle an Kindern, die offensichtlich nicht aufzuklären sind, obwohl die Lösung wahrscheinlich ganz nah liegt. Einer dieser Fälle ist Katrin Konert aus dem Wendland, der von antigewalt wegen seiner Ungereimtheiten einen sehr großen Raum einnimmt. Katrin lebt, irgendwo auf dieser Welt, gefangengehalten wie eine Zirkusschlange, gequält, mißbraucht und geschändet. Von ihrem Tod zu sprechen, obwohl es nicht eine einzige Spur von ihr gibt, dürfte der größte Ermittlerwitz aller Zeiten sein. Die Suche nach dem Mädchen haben sich ausschließlich auf das Wendland konzentriert - mit einem winzigkleinen Ausnahmefall - der Hinweis auf ein Auto mit vermeintlich Berliner Kennzeichen. Das war's, mehr wird wohl kaum noch kommen!

Hillal Erkan, verschwunden, ohne auch nur die kleinste Spur zu hinterlassen. Sandra Wißmann. Ebenfalls spurlos verschwunden. Till Kratsch. Unbekannter Aufenthalt. Samir Beganovic. Seit 12 Jahren keine Spur. Peggy Knobloch. Immer noch spurlos verschwunden, obwohl der angebliche Mörder längst verurteilt ist, obwohl es keine Leiche gibt. Pascal Zimmer. Nachweislich Opfer einer Kinderschänderbande, deren Mitglieder teilweise schon verurteilt sind. Aber die angebliche Leiche ist und bleibt spurlos verschwunden. Welche Finger von "einflußreichen" Leuten sind in allen diesen Fällen im Spiel? Wer deckt hier wen? Und - wer gehört da ganz oben zu den Großen in der Kinderschändermafia? Das sind die zu klärenden Fragen, um diesen stinkenden Sumpf endgültig trockenzulegen. Denn: Kinder sind für jeden tabu, egal, ob er arm oder reich ist! Die Ermittlungsbehörden haben sich daran zu halten und jeden dingfest zu machen, der sich je an ein Kind vergriffen hat!

http://fondationprincessedecroy.eu/07-za...tiger_Sumpf.htm

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