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#1 RE: Presseartikel von Christine M. 25.11.2012 16:59

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Das Thema ist für alle bisher veröffentlichten Presseartikel

#2 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:05

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11.07.2011, 12:59 - Polizeipräsidium Koblenz

Koblenz, Totes Ehepaar in Koblenz-Horchheim – Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe


Mit Hochdruck arbeitet die Koblenzer Polizei an der Aufklärung des Gewaltdeliktes, dem das in Koblenz-Horchheim wohnende Rentnerehepaar zum Opfer fiel.
Die Eheleute waren am Samstagabend (09.07.2011) gegen 21.00 Uhr vom Sohn der Familie aufgefunden worden, der seine Eltern besuchen wollte.

Nach dem Ergebnis der am gestrigen Sonntag, 10.07.2011, durchgeführten Obduktion sind der 75 Jahre alte Mann und seine 68 Jahre alte Ehefrau an den Folgen von Schnitt- und Stichverletzungen verstorben, die ihnen von einem bisher unbekannten Täter (oder auch Tätern) zugefügt wurden.

Ebenfalls aufgrund der Obduktionsergebnisse und den Ermittlungserkenntnissen dürfte die Tat sich zwischen Donnerstagabend, 7.Juli 2011, und Freitagmorgen, 8.Juli 2011, ereignet haben.

Unklar ist derzeit, wie der oder die Täter ins Haus gelangt sind. Einbruchspuren wurden nicht gefunden.

Spuren, die am heutigen Morgen (11.07.2011) bei einer groß angelegten Suchaktion durch die Bereitschaftspolizei gefunden wurden, bedürfen noch der weiteren Untersuchung, ob sie mit dem Tatgeschehen im Zusammenhang stehen können.

Die Polizei bittet die Bevölkerung dringend um Mithilfe und bittet Zeugen, sich umgehend mit der Kripo Koblenz in Verbindung zu setzen:

- Wer hat verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Niederfelder Weges in Koblenz-Horchheim und im Umfeld festgestellt?

- Wer hat sonstige Wahrnehmungen gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?

Jede, auch vielleicht selbst als unwichtig eingestufte Wahrnehmung, kann von Bedeutung für die Ermittler sein. Vielleicht gab es auch schon entsprechende Wahrnehmungen an den Tagen vor der Tat. Hinweise bitte an die Kripo Koblenz unter Telefon 0261/ 103-1.


Polizeipräsidium Koblenz

#3 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:06

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14.07.2011, 13:10 - Polizeipräsidium Koblenz

Koblenz, Getötetes Rentnerehepaar in Koblenz-Horchheim – BKA unterstützt Spurensuche


Momentan nicht sichtbare Spuren zu finden, erhoffen sich die Ermittler der Kriminaldirektion Koblenz durch die Anwendung eines Verfahrens, in dem das Bundeskriminalamt führend in Deutschland ist.

Die Sonderkommission „Schlüssel“, die Anfang dieser Woche zur Klärung des Gewaltdelikts an dem Rentnerehepaar in Koblenz-Horchheim gegründet wurde, hat zwischenzeitlich mehrere eingegangene Hinweise überprüft und wertet weitere, sowie die gesicherten Spuren, derzeit noch aus.
Der Hinweis bzw. die Spur, die unmittelbar zu dem oder den Tätern führt, war bisher noch nicht dabei.

Um nun die Spuren zu finden, die nur durch spezielle chemische Verfahren sichtbar gemacht werden können, bekommt die „Soko Schlüssel“ Unterstützung durch das BKA.
Im Laufe des heutigen Morgens werden die Maßnahmen beginnen und sicherlich ein bis zwei Tage andauern.

Die Ermittler erhoffen sich, durch diese aufwendigen Untersuchungen weitere Klarheit über den Tatablauf und damit auch den entscheidenden Hinweis, auf den oder die Täter zu erlangen.


Polizeipräsidium Koblenz

#4 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:07

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08.02.2012 16:59
Koblenz, Suchhundeeinsatz sorgt für Verkehrsbehinderungen


Der Einsatz zweier sogenannten „Mantrailer-Hunde sorgte am heutigen Tage nicht nur für Aufsehen in der Öffentlichkeit, sondern auch für einige Verkehrsstörungen auf der BAB A 3 Richtung Norden.

Zum Hintergrund: Am 09.Juli 2011 war in Koblenz-Horchheim ein Rentnerehepaar tot in seinem Haus aufgefunden worden. Beide waren einem Gewaltdelikt zum Opfer gefallen.


Die Ermittlungen, die von der Staatsanwaltschaft und der Kriminaldirektion Koblenz geführt wurden und noch andauern, brachten bisher keine Hinweise, die zur Tatklärung führten.
Auch das Tatwerkzeug wurde bis zum heutigen Tage noch nicht aufgefunden. Um dieses zu suchen, kam es am gestrigen Dienstag, 07.02.2012, zum Einsatz zweier Mantrailer-Hunde einer privaten Hundeführerin aus Nordrhein-Westfalen, die in zurückliegenden Verfahren schon von verschiedenen Polizeidienststellen in Deutschland zur Unterstützung eingesetzt worden war.

Diese Suche wurde am heutigen Tage wieder aufgenommen und die Hunde wurden über den Stadtteil Koblenz-Horchheim hinaus, an der Bundesstraße 49 und der BAB A 3 eingesetzt, bis hinein nach Nordrhein-Westfalen.
Aus diesem Grunde musste der Verkehr auf der BAB A 3 mehrfach verlangsamt und teilweise angehalten. Dies führte zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Staus.

Leider führte der Einsatz nicht zum Erfolg, sprich zum Auffinden der Tatwaffe oder sonstiger Beweismittel und der Einsatz musste kurz vor Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden.


Herausgebende Stelle: Polizeipräsidium Koblenz

#5 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:07

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26.02.2012 | 11:30 Uhr
POL-D: Nach Tötungsdelikt in Koblenz - Polizei setzt Suche mit Mantrailer-Hunden fort



Bereits am 8. Februar dieses Jahres hatte der Einsatz zweier sogenannter Mantrailer-Hunde an der BAB A 3 im Großraum Köln für Aufsehen und Verkehrsbehinderungen gesorgt.

Zum Hintergrund:

Kripo und Staatsanwaltschaft Koblenz hatten an diesem Tag, nach einem Tötungsde-likt, dem im Juli 2011 ein älteres Ehepaar in Koblenz zum Opfer gefallen war, die Su-che nach dem bis heute verschwundenen Tatwerkzeug mittels dieser speziellen Suchhunde durchführen lassen. Eine private Hundeführerin aus Nordrhein-Westfalen, die mit ihren Tieren in der Ver-gangenheit bereits häufiger von Polizeidienststellen in ähnlichen Fällen eingesetzt wurde, war (und ist auch heute) mit der Durchführung beauftragt.

Zu Beginn des Einsatzes hatten die Hunde im Bereich des Tatortes im Koblenzer Stadtteil Horchheim eine Spur aufnehmen können und waren anschließend, da die Spur offensichtlich Richtung Norden führte, immer wieder entlang der Autobahn BAB A 3, an Parkplätzen und Anschlussstellen auf etwaige Spuren angesetzt worden.

Die Suche musste an diesem 8. Februar 2012, aufgrund der einbrechenden Dunkel-heit, am "Heumarer Dreieck" abgebrochen werden und wurde am heutigen 26.2.2012 dort wieder aufgenommen.

Der Einsatz läuft derzeit noch. Es muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet wer-den. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir aus ermittlungstaktischen Gründen keine Anga-ben über das Ergebnis der Suchmaßnahmen machen können und auch keine diesbe-züglichen Fragen beantworten werden. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können, werden Polizei und Staatsanwaltschaft nachberichten.

Nach dem ersten Einsatz der Suchhunde haben sich allerdings für die Polizei weitere Fragen ergeben, bei deren Beantwortung sie die Bevölkerung um Mithilfe bittet:

Nur unweit vom Tatort entfernt befindet sich an der Auffahrt zur B 42, Balthasar-Neumann-Straße, ein unbefestigter Parkplatz, auf dem Glascontainer stehen.

? Siehe hierzu beigefügte Luftaufnahme, die zur Veröffentlichung benutzt werden kann.

Die Suchhunde waren an dem 8. Februar u. a. auch auf diesen Parkplatz gelaufen und hatten dort eine Spur angezeigt. Es ist möglich, dass der oder die Täter sich in der Tatnacht auf diesem Parkplatz auf-hielten, bzw. ein Auto dort abstellten.

Aus diesem Grunde bittet die Polizei um Zeugenhinweise und fragt:
- Wem sind in der Tatnacht (oder eventuell auch davor) Fahrzeuge
aufgefallen, die auf diesem Parkplatz standen.
- Wer hat Personen im Bereich dieses Parkplatzes bemerkt?

Hinweise bitte an die Kripo Koblenz "Soko Schlüssel" unter Telefon 0261/ 103-1

Polizei Düsseldorf

#6 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:08

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05.04.2012, 11:05 - Polizeipräsidium Koblenz

Koblenz, Getötetes Rentnerehepaar in Koblenz Horchheim im Juli 2011 – Polizei fahndet in XY-ungelöst



Leider noch nicht aufklärt wurde das Tötungsdelikt an einem Rentnerehepaar in Koblenz-Horchheim, das sich am 9.Juli 2011 ereignete.
Was war passiert?
Die Eheleute, 68 und 75 Jahre alt, wurden am Samstag, dem 09.07.2011 von ihrem Sohn tot in der Wohnung aufgefunden. Bei der durchgeführten Obduktion stellte sich heraus, dass beide an den Folgen von Schnitt- und Stichverletzungen verstarben, die ihnen von einem bislang unbekannten Täter (oder Tätern) zugefügt wurden.

Die „Soko Schlüssel“ der Kripo Koblenz arbeitet immer noch mit Hochdruck an der Aufklärung der Tat. Neue und vielleicht entscheidende Hinweise erhoffen die Beamtinnen und Beamten sich jetzt durch die Ausstrahlung des Falles in der Fernsehsendung „ Aktenzeichen XY ... ungelöst“.
In der Sendung am kommenden Mittwoch, 11. April 2012, 20.15 Uhr, wird der Fall im ZDF ausgestrahlt.

Neben den Telefonleitungen, die zur Hinweisaufnahme im Fernsehstudio geschaltet sind, sind auch die Sachbearbeiter der Kriminalpolizei Koblenz an diesem Abend erreichbar: Telefon 0261/ 1031.

Polizeipräsidium Koblenz

#7 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:08

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Staatsanwaltschaft Koblenz
Tötungsdelikt in Koblenz am 09.07.2011

-Erstmitteilung - 2010 Js 49274/11-

Wie schon von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Koblenz am 11.07.2011 mitgeteilt, wurden am 09.07.2011 in seiner Wohnung in Koblenz-Horchheim ein 75-jähriger Mann sowie dessen 68-jährige Ehefrau tot aufgefunden. Die Opfer wiesen erhebliche Stich- und Schnittverletzungen auf, die todesursächlich waren.

Die von der Sonderkommission „Schlüssel“ des Polizeipräsidiums Koblenz äußerst aufwändig und personalintensiv geführten Ermittlungen haben nunmehr zur Festnahme der 45-jährigen Schwiegertochter des getöteten Ehepaares aus dem Landkreis Emsland geführt.

Der Beschuldigten wird vorgeworfen, in der Nacht vom 07.07.2011 auf den 08.07.2011 von ihrem Wohnort zu ihren Schwiegereltern gefahren, mit einem sich in ihrem Besitz befindlichen Schlüssel in das Einfamilienhaus der Opfer eingedrungen zu sein und die schlafenden Schwiegereltern gezielt mit Messerstichen getötet zu haben. Als Tatmotiv wird Habgier angenommen. Nach den bisherigen Ermittlungen war es die Absicht der Beschuldigten, das nicht unerhebliche Vermögen der Schwiegereltern ihrer Familie zukommen zu lassen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Koblenz hat die Ermittlungsrichterin bei dem Amtsgericht Koblenz gegen die Beschuldigte Haftbefehl wegen Verdachts des Mordes erlassen. Sowohl in ihrer ersten Vernehmung durch Beamte der Polizei als auch anlässlich der Vorführung bei der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Koblenz hat die Beschuldigte die ihr zur Last gelegte Tat, die sie allein begangen haben soll, bestritten.

Die Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.

Die Auswertung weiterer, anlässlich der Wohnungsdurchsuchung sichergestellter Beweismittel, dauert an.

Weitere Auskünfte können zur Zeit nicht erteilt werden, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden.

Die Vorschriften des § 211 StGB lautet:

„Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft“.

„Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.“

gez. Gandner, Oberstaatsanwalt

#8 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:10

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25.05.2012 10:47
Koblenz, Ergänzender Zeugenaufruf der SOKO „Schlüssel“


Die 45jährige Beschuldigte heißt Henrike Schemmer und wohnte zur Tatzeit in Haren (Ems). Sie fuhr vermutlich am Abend des Donnerstag, 07.07.2011, nach 21:00 Uhr, zum Tatort nach Koblenz-Horchheim, Niederfelder Weg 22.
Hierbei benutzte sie entweder einen BMW 3er Kompakt, dunkle Farbe, amtliches Kennzeichen: EL-RS 566, oder ein anderes Fahrzeug – ggfls. einen Leihwagen.
Zurück fuhr sie in der Nacht zum Freitag, 08.07.2011. Bis spätestens 06:30 Uhr dürfte sie wieder zu Hause angekommen sein. Folgende Straßen könnte sie hierbei benutzt haben:
• BAB 31 zwischen der AS Haren und dem Autobahndreieck Bottrop
• BAB 2 zwischen dem Autobahndreieck Bottrop und dem Autobahnkreuz Oberhausen
• BAB 3 zwischen dem Autobahnkreuz Oberhausen und dem Autobahndreieck Dernbach oder der Anschlussstelle Montabaur
• BAB 48 zwischen dem Autobahndreieck Dernbach und der Anschlussstelle Koblenz-Nord
• B 49 zwischen Montabaur und Koblenz-Horchheim
• B 9 zwischen der BAB 48-Anschlussstelle Koblenz-Nord und der B9-Abfahrt Koblenz-HorchheimPkw der Beschuldigten

Ergänzend zu den bereits erfolgten Zeugenaufrufen hat die Polizei weitere nachfolgend aufgeführte Fragen:

• Wer hat die Beschuldigte oder ihren Pkw, BMW, EL-RS 566, in der Zeit vom 07.07.2011, 21:00 Uhr, bis zum 08.07.2011, 06:30 Uhr, am oder in der Nähe des Tatortes, an ihrem Wohnort oder auf dem Weg zwischen den beiden Orten gesehen?
Es könnte sein, dass die Beschuldigte u.a. Tank- oder Rastanlagen aufgesucht hat.

• Wer hat der Beschuldigten für die Tatnacht ein Fahrzeug Pkw geliehen?
Der Pkw könnte privat oder über eine Autovermietung angemietet worden sein.

• Wen hat die Beschuldigte gebeten, einen Pkw für sie anzumieten?

Die Tatverdächtige ist für eine Frau auffallend groß und könnte, insbesondere in der Dunkelheit, auch für einen Mann gehalten werden.
Sie kann wie folgt beschrieben werden:
• ca. 190 cm groß
• schlank
• zur Tatzeit kurze, rötlich gefärbte Haare
• zeitweise Brillenträgerin
• spricht Hochdeutsch
• die Beschuldigte könnte zeitweise, insbesondere im Bereich des Tatortes, eine Reisetasche mitgeführt haben.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Koblenz unter der Telefonnummer: 0261/103-1 oder jede andere Polizeidienststelle.


Herausgebende Stelle: Polizeipräsidium Koblenz

#9 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:11

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27.05.2012, 15:49 Uhr

Doppelmord von Horchheim: Fahnder ziehen Netz enger

Koblenz - Der Schnappschuss zeigt eine auffällig große Frau, etwa 1,90 Meter, 45 Jahre alt, den Blick in die Kamera gerichtet, eine Sonnenbrille in die rötlich-gefärbten Haare gesteckt. Dazu gibt es Fotos von einem dunkelblauen BMW, Kennzeichen: EL-RS 566. Bei den Ermittlungen zum brutalen Doppelmord in Horchheim ziehen Polizei und Staatsanwaltschaft das Netz um die Tatverdächtige immer enger.

Nach der Festnahme von Henrike Schemmer, der Schwiegertochter der ermordeten Eheleute Waltraud und Heinrich Schemmer, wendet sich die Polizei jetzt erstmals mit einem Bild der Beschuldigten an die Öffentlichkeit und sucht mit detaillierten Fragen Zeugen der Tatnacht.

In der Nacht zum Freitag, 8. Juli 2011, soll sie von Haren (Ems) nach Koblenz gefahren und mit einem Schlüssel in das Haus der Schemmers eingedrungen sein. Dort soll sie beide mit einem Messer brutal getötet haben und bis spätestens 6.30 Uhr wieder zu Hause gewesen sein. "Die Ermittlungen dauern bislang elf Monate, und das ist das Ergebnis", berichtet Thomas Lauxen von der Sonderkommission (Soko) Schlüssel auf RZ-Nachfrage.

Mit Mietwagen zum Tatort?

Doch wie genau gelangte die mutmaßliche Täterin zum Tatort? Mit dem blauen BMW - oder doch mit einem Mietwagen? Oder hat sie gar jemanden gebeten, einen Wagen für sie anzumieten? "Gewisse Umstände deuten darauf hin, dass sie mit einem Mietwagen gefahren sein könnte", berichtet Oberstaatsanwalt Hans-Peter Gandner. Mehr will er nicht sagen, erhofft sich aber zu dieser und den weiteren Fragen rund um die Tatnacht Hinweise aus der Bevölkerung.

Die hat es nach der Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" in Fülle gegeben. 70 bis 80 Hinweise, schätzt Soko-Ermittler Lauxen, seien eingegangen, einige von "Hobby-Ermittlern", viele aber, mit denen sich die Polizei intensiv beschäftigt hat. Der entscheidende Hinweis aber, der zur jetzigen Verhaftung von Henrike Schemmer geführt hat, kam nicht auf diesem Wege zu den Ermittlern, wie Oberstaatsanwalt Gandner betont. Was letztlich zur Festnahme führte, darüber gibt er keine Auskunft.

Hinweise hat der Einsatz der Mantrailer-Hunde gebracht: Diese hatten Spuren in Richtung Norden und weiter in Richtung Oberhausen verfolgt - über die A 3, die A 2 und die A 31. Beleg für eine Fahrt zwischen Haren und Koblenz? "Das ist Ihre Schlussfolgerung", antwortet Thomas Lauxen der RZ.

Im Moment geht man davon aus, dass die 45-Jährige als Einzeltäterin gehandelt hat. Gegen weitere Verdächtige ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht, auch nicht gegen ihren Ehemann, den Sohn der Opfer. Gandner: "Es gibt bisher keine Anhaltspunkte gegen ihn."

Verwandte sind fassungslos

Dass die Schwiegertochter das Ehepaar ermordet haben soll, kann ein enger Verwandter, der ungenannt bleiben will, kaum glauben: "Wir haben immer zur Kripo gesagt: ,Ihr braucht gar nicht in der Familie zu ermitteln, von uns war es garantiert keiner‘", sagt er fassungslos im Gespräch mit der Rhein-Zeitung. Zwar habe er selbst keinen ganz engen Kontakt zu der Familie im Emsland gehabt. Doch der Sohn, die Schwiegertochter, die 17-jährige Tochter und die 15 Jahre alten Zwillinge hätten die Großeltern schon regelmäßig in Horchheim besucht. Auch zwischendurch sei der Sohn immer mal wieder da gewesen, möglicherweise wenn er beruflich in der Koblenzer Gegend zu tun hatte.

Ihre letzte Ruhe haben Waltraud und Heinrich Schemmer übrigens nicht auf dem Koblenzer Hauptfriedhof oder in Horchheim gefunden, sondern unter einem Baum auf dem Waldfriedhof in Dachsenhausen (Rhein-Lahn-Kreis). "Der Sohn hat darauf bestanden, obwohl alle anderen aus der Familie und alle Freunde dagegen waren", sagt der enge Verwandte.

Von unseren Redakteuren Ingo Schneider und Doris Schneider

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_a...html#articletop

#10 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:12

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01.06.2012 11:48
Koblenz, Getötetes Rentnerehepaar in Koblenz Horchheim im Juli 2011 – Polizei erhofft sich weitere Hinweise bei „Aktenzeichen XY…ungelöst“

Was war passiert?
Die Eheleute Schemmer, 75 und 68 Jahre alt, wurden am Samstag, dem 09.07.2011 von ihrem Sohn und deren Schwiegertochter tot in der Wohnung aufgefunden.
Bei der durchgeführten Obduktion stellte sich heraus, dass beide an den Folgen von Schnitt- und Stichverletzungen verstarben.
Die „Soko Schlüssel“ der Kripo Koblenz arbeitet immer noch mit Hochdruck an der Aufklärung der Tat, der sie bereits durch entsprechende Ermittlungen entscheidend näher gekommen ist.
Zwischenzeitlich wurde die Schwiegertochter der Getöteten aufgrund des dringenden Tatverdachts festgenommen und der Untersuchungshaft zugeführt.
Mit diesem Kenntnisstand wenden sich die Ermittler erneut an die Zuschauer der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“, um weitere Hinweise zur Person der Tatverdächtigen und zu dem von ihr benutzten PKW zu erlangen.
In der Sendung am kommenden Mittwoch, 06. Juni 2012, 20.15 Uhr, wird der Fall erneut im ZDF ausgestrahlt: Neben den Telefonleitungen, die zur Hinweisaufnahme im Fernsehstudio geschaltet sind, sind auch die Sachbearbeiter der Kriminalpolizei Koblenz an diesem Abend erreichbar:
Telefon 0261/ 103 2345

e110

#11 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:13

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07.06.2012, 13:15 Uhr

Keine Hinweise zu Koblenzer Doppelmord nach ZDF-Sendung

Koblenz (dpa/lrs) - Ein erneuter Aufruf in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» hat keine weiteren Hinweise zum Koblenzer Doppelmordfall gebracht. Das teilte die Polizei am Donnerstag nach der Ausstrahlung vom Vorabend mit. Die Ermittler hatten gehofft, den Verdacht gegen die mutmaßliche Täterin erhärten zu können. Die 45-Jährige soll im Juli 2011 ihre Schwiegereltern aus Habgier ermordet haben.

Die Frau aus dem niedersächsischen Kreis Emsland sitzt weiter in Untersuchungshaft und bestreitet die Vorwürfe. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll sie die 68-Jährige und ihren 75-jährigen Ehemann in deren Haus im Koblenzer Stadtteil Horchheim im Schlaf erstochen haben. Auch ein erster Zeugen-Aufruf in der Fernsehsendung war weitgehend erfolglos geblieben.

Rhein Zeitung

#12 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:13

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05.09.2012, 10:25 - Polizeipräsidium Koblenz

Koblenz, Tötungsdelikt zum Nachteil des Ehepaares Schemmer
„Soko Schlüssel“ führt Anwohnerbefragung in Lahnstein durch




Zur Erinnerung:
Am 09. Juli 2011 war im Niederfelder Weg in Koblenz-Horchheim das Ehepaar Schemmer ermordet in seinem Anwesen aufgefunden worden.
Umfangreiche Ermittlungen der „Soko Schlüssel“ führten schließlich zur Festnahme der tatverdächtigen Schwiegertochter.

Seitdem die Beschuldigte in Untersuchungshaft sitzt (siehe Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Koblenz vom 24.05.2012), hat sich die Verdachtslage weiter gegen sie erhärtet.
Es liegen inzwischen konkrete Erkenntnisse vor, dass die Beschuldigte in der Tatnacht, Donnerstag, 07.07.2011 auf Freitag, 08.07.2011 bis morgens 06.00 Uhr, nicht zu Hause gewesen ist.

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass die Beschuldigte sich in der Tatnacht und auch einige Wochen zuvor in Lahnstein, insbesondere im Bereich der Becherhöllstraße, aufgehalten haben könnte.
Aus diesem Grund sucht die Polizei nach Zeugen, die Beobachtungen in diesem Bereich gemacht haben und führt daher am morgigen

Donnerstag, 06. September 2012, ab 10.00 Uhr eine Anwohnerbefragung in
56112 Lahnstein, Becherhöllstraße mit Verteilung von Flugblättern durch.

Polizeipräsidium Koblenz
Moselring 10/12
56068 Koblenz
Telefon: 0261/103-1

#13 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 17:14

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Staatsanwaltschaft Koblenz
Tötungsdelikt an Ehepaar Schemmer im Juli 2011 -Anklage wegen Mordes erhoben-

1. Folgemitteilung nach Erstmitteilung v. 24.05.2012 -2010 Js 49274/11

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen die 46-jährige Schwiegertochter des Rentnerehepaars Schemmer, die sich seit dem 22.05.2012 in Untersuchungshaft befindet, wegen zweifachen Mordes Anklage zum Landgericht - Schwurgericht - Koblenz erhoben. Auf der Grundlage der von der Sonderkommission „Schlüssel“ des Polizeipräsidiums Koblenz, die auch jetzt noch weitere Hinweise aus der Bevölkerung entgegen nimmt, äußerst umfangreich geführten Ermittlungen wird der Angeschuldigten zur Last gelegt, in der Nacht vom 07. zum 08.07.2011 ihre Schwiegereltern in deren Wohnhaus in Koblenz-Horchheim heimtückisch sowie aus Habgier und niedrigen Beweggründen mit einem Messer getötet zu haben. Hierzu soll sie abends von ihrem Wohnort im Emsland nach Koblenz-Horchheim gefahren sein und mit einem in ihrem Besitz befindlichen Wohnungsschlüssel das Haus der Schwiegereltern betreten haben. Die Angeschuldigte bestreitet die Tat.
Die Auswertung sämtlicher Spuren und Erkenntnisse begründet die Annahme einer Alleintäterschaft der Angeschuldigten.
Zu Details der Tatausführung oder der Beweiswürdigung kann ich aus Verfahrensgründen keine weiteren Angaben machen.
Die Strafkammer wird nunmehr im Zwischenverfahren über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Anfragen zum weiteren Verfahren bitte ich zu gegebener Zeit an die zuständige Pressestelle des Landgerichts Koblenz (0261/102-1521, 1509) zu richten.

gez. Kruse, Leitender Oberstaatsanwalt

#14 RE: Presseartikel von eugene1975 25.11.2012 18:19

Aken Kann Hund alten Mordfall lösen?

VON THOMAS STEINBERG, 06.04.12, 18:59h, aktualisiert 07.04.12, 09:17h

Was kann ein Mantrailer?

Was kann ein Mantrailer? Diese Frage muss das Landgericht Dessau beantworten. (Foto: ARCHIV)

DESSAU-ROSSLAU/MZ. Die Ermittler waren sich sicher: Nur Wolfgang R. konnte als Täter infrage kommen. Alle Umstände sprachen gegen ihn: das gespannte Verhältnis zu seiner Mutter, mit der er in einem Haus lebte, der Streit mit ihr am Abend vor der Tat, das wie zufällig in den Elbauen platzierte Fahrrad seiner Mutter, die zu gebrechlich gewesen war, solche unwegsamen Strecken noch zu radeln, sein merkwürdiges Verhalten am nächsten Tag. Nur eines fehlte: ein schlüssiger Beweis oder wenigstens ein starkes Indiz, den Mann aus Aken der Tötung seiner Mutter zu überführen. So orderten die Ermittler zwei Personenspürhunde: Zwei Wochen nach der Tat sollten sie R.s Wege verfolgen. Das gelang den Hunden auch. Davon ist jedenfalls die Dessauer Staatsanwaltschaft überzeugt.
Taucher im Akener Hornhafen
Im Juni vorigen Jahres suchten Taucher im Akener Hornhafen noch nach dem Fahrrad der toten Frau. Der Fall wird derzeit in Dessau verhandelt. Die Indiziensuche dauert an. (FOTO: ARCHIV/REBSCH)


In höchster Not reagieren Polizisten und Staatsanwälte so wie andere Menschen - sie greifen nach dem letzten Strohhalm. Nicht nur im gerade am Dessauer Landgericht verhandelten Fall, sondern in hunderten Ermittlungsverfahren der vergangenen Jahre verbanden die Behörden ihre Hoffnungen oftmals mit einem Namen: Andrea von Buddenbrock.

Die Ärztin aus dem nordrhein-westfälischen Ratingen sowie ihre ehemalige Schülerin und jetzige Kollegin Susan Miller verfügen nämlich über Hunde, denen schier unglaubliche Fähigkeiten nachgesagt werden: Sie sollen nach Wochen, Monaten und sogar Jahren die Spur eines Menschen verfolgen können, sei es die eines Täters oder einer vermissten Person. "Diese Hunde", lacht Gerold Günther hämisch, "können alles - außer fliegen." Nur - liefern sie auch brauchbare Indizien und Beweise, sind die Angaben der privaten Hundeführerinnen glaubhaft?

Zweifel an den Fähigkeiten

Gerold Günther, Fachbereichsleiter Diensthundewesen bei der Polizei Hessen, ist nicht der Einzige, den Zweifel plagen ob "der Fähigkeiten, die da verkauft werden". Er fürchtet, dass dadurch dem seriösem Mantrailing ernsthaft geschadet wird. Günther ist zugleich Chef des Arbeitskreises der Diensthunde haltenden Verwaltungen des Bundes und der Länder. Dieser Arbeitskreis hat sich festgelegt: Personenspürhunde, gern auch Mantrailer genannt, sind überaus nützlich wenn es um die Suche nach Tätern oder Vermissten geht - wenn ihr Einsatz innerhalb von zwei Tagen nach der Tat oder nach dem Verschwinden erfolgt.

In den USA hat Mantrailing eine lange, wenn es um die Verfolgung entlaufender Sklaven geht, auch unrühmliche Tradition. Gegenwärtig erkennen die Gerichte in 37 Bundesstaaten und die Bundesgerichte von Mantrailern verfolgte Spuren als Indiz an, sofern die Hunde und ihre Halter gewisse Bedingungen erfüllen, etwa regelmäßig an Tests teilnehmen, und die Spuren nicht zu alt sind. Colin Miller, Professor an einer Chicagoer Juristenhochschule und Spezialist für US-amerikanisches Beweisrecht, legt sich gegenüber der MZ fest: "48 Stunden ist die längste Zeitspanne, die ich ein Gericht habe akzeptieren sehen."

Von Buddenbrock aber will in Hameln eine sieben Jahre alte Spur verfolgt haben. Unmöglich, urteilt Tony M. Keith, pensionierter Polizist und Vorsitzender der Law Enforcement Bloodhound Association, einer der beiden großen US-amerikanischen Polizei-Mantrailer-Organisationen. Nicht anders äußern sich Ted Hamm, ein privater Hundeführer mit 2 300 Einsätzen, oder Jack Schuller, Urgestein der Szene mit 35 Jahren Erfahrung. Fünf von der MZ befragte US-Man-trailer-Führer halten den Einsatz im Bereich von 24 bis 48 für zuverlässig, darüber hinaus unter Umständen für möglich. Ted Hamm geht am weitesten von allen und will zwei Mal vier Wochen alte Trails gelaufen sein. Trotz solcher skeptischer Stimmen oder von Buddenbrocks Behauptung, "der Hund macht keine Fehler" - von Buddenbrock und ihrer Kollegin Susan Miller wird von einigen Ermittlern grenzenloses Vertrauen entgegen gebracht. Pro Jahr verzeichnen sie 100 und mehr Einsätze.

Sicher ist: Anders als Fährtenhunde, die über einen kurzen Zeitraum Bodenverletzungen riechen, aber nicht den Individualgeruch eines Menschen aufnehmen können, verstehen sich Personenspürhunde genau darauf. Nur: Was riechen die Hunde eigentlich? Von Buddenbrock, die auf dreimalige Anrufe der MZ und einen per Mail zugesandten Fragenkatalog nicht reagiert hat, äußerte sich dazu in einem geschlossenen Webforum: "Was wir uns vorstellen können, was möglich ist, ist vollkommen irrelevant und wissenschaftlich uninteressant."

Hans Hatt ist Professor an der Ruhr-Uni Bochum und auf Gerüche und Geruchssinne spezialisiert. Er widerspricht einer in der Mantrailer-Szene populären Theorie: Die Hunde nähmen den Geruch wahr, der bei der Zersetzung menschlicher Hautzellen entstehe. Hatt: "Hautschuppen bestehen aus Horn, und Horn verwest ganz schwer." Eine wissenschaftlich solide Arbeit zum Mantrailing habe er, schon als Gutachter zu Prozessen gerufen, nicht gefunden. So bleiben auch ihm bloße Mutmaßungen: Personensuchhunde nehmen die den Hautzellen anhaftenden Gerüche auf, Gerüche, die sich teils sehr schnell verflüchtigen, teils recht stabil sind.

Von Buddenbrocks Anhänger stören sich nicht daran, dass es Widersprüche gibt zwischen ihren Angaben und den Ergebnissen der Einsätze. Die Hunde, behauptet von Buddenbrock zum Beispiel, folgten immer den frischesten Spuren. Wie sich dann aber komplette Bewegungsprofile sowohl des Täters als des Opfers im Leipziger Mordfall Michelle - die Achtjährige wurde 2008 auf grausamste Weise umgebracht - erstellen lassen, erschließt sich ebenso wenig wie der Erkenntnisgewinn der Aussage, Michelle weise den für ein Mädchen ihres Alters typischen Aktionsradius auf. In der Verbandszeitschrift des Bundes deutscher Kriminalbeamter schildert von Buddenbrock ihren und Millers Einsatz in Leipzig, unterschlägt dabei einen falschen Alarm der Hunde im Keller eine Gymnasiums und erweckt den Anschein, als hätten die Mantrailer zu den Ermittlungen beigetragen. Der Verteidiger des Täters: "Wer das behauptet, schwindelt."

Bestätigten Ahnungen?

Kaum anders sieht es beim Fall der seit 2006 und bis heute vermissten Berlinerin Georgine Krüger aus. Von Buddenbrock verfolgte 30 Monate später den letzen bekannten von Georgine in einem Bus zurückgelegten Weg - der heute noch anhand alter Internet-Nachrichten, mit Google-Maps und dem Berliner Fahrplan in 30 Minuten zu rekonstruieren ist. Ein Polizist, der von Buddenbrocks Arbeit seit Jahren beobachtet: "Sie sagt den Polizisten, was die schon ahnen oder wissen." Wie viele Verfahren sich auf Aussagen der privaten und für ihre Arbeit bezahlten Hundehalterinnen stützen, ist ebenso wenig herauszufinden wie die Zahl der Verurteilungen oder von Richtern angeordneter U-Haft-Aufenthalte, in denen Wochen oder gar Monate und Jahre alte Geruchsspuren als Indiz gewertet wurden.

Nicht alle Gerichte halten Buddenbrock und Miller für überzeugend. Der Bundesgerichtshof bestätigte den Freispruch eines in Verden des Mordes angeklagten Mannes unter anderem, weil die Schweizer Gutachterin Marlene Zähner massive Zweifel am Einsatz der Hunde geltend machte. So seien entgegen der üblichen Praxis die Hundeführerin neben statt hinter den Tieren gelaufen und hätten die Tiere zwischendurch mit Leckerli belohnt. Beeinflussungen der Hunde, ob bewusst oder unbewusst, sind dadurch nicht ausgeschlossen. Welch feines Sensorium Hunde hinsichtlich Frauchen oder Herrchen beweisen, zeigte ein Experiment in de USA auf: Sprengstoff- und Drogenspürhunde schlugen besonders oft an einer markierten Stelle an, von der den Hundeführern zuvor fälschlicherweise erklärt wurde, da seien Drogen bzw. Sprengstoffe versteckt.

Auch in den Innenministerien und bei den Polizeien einzelner Bundesländer schlägt sich eine wachsende Skepsis in neuen Vorschriften nieder. Mecklenburg-Vorpommern etwa duldet keine privaten Hundeführer in Ermittlungsverfahren und begrenzt die Einsatzzeit von Mantrailern auf 48 Stunden. In Thüringen, wo die Polizei seit 2006 über eigene Personenspürhunde verfügt, hält man aber einen Einsatz auch nach 21 bis 28 Tagen für sinnvoll.

Osten und Westen

Ob der von Erfolg gekrönt ist, steht auf einem anderen Blatt. Als im Juli 2011 in Krefeld die 87-jährige Emmy B. aus einem Altersheim verschwand, wurde elf Tage später das Team Buddenbrock / Miller angefordert. Von gehörigem Presserummel begleitet, machten sie sich auf den Weg: Miller in nordwestliche Richtung, von Buddenbrock stracks in östliche. Zwei Tage später wurde die Leiche der Frau entdeckt - zweieinhalb Kilometer in westlicher Richtung vom Altersheim entfernt.

Dieser Einsatz dürfte für von Buddenbrock und Miller einer der letzten in ihrem angestammten Bundesland NRW gewesen sein: Am 4. Dezember 2011 schränkte das Düsseldorfer Innenministerium per Erlass den Einsatz privat gehaltenen Mantrailern stark ein und untersagte ihn grundsätzlich in Ermittlungsverfahren. In Sachsen-Anhalt existiert laut Innenministerium "kein gesondertes Regelwerk." Im Falle des Akener Angeklagten könnte sich das als schwerer Fehler erweisen.

Der Fall: Abrücken vom Mord-Vorwurf

Hello @ all
Da bleibt nur zu hoffen, daß das Gericht in Koblenz im Mordfall Schemmer auch nicht so blauäugig ist wie der Staatsanwalt. Denn auch dort hatte ja Frau AvB diese dubiose Spur ermittelt.
Eugene

#15 RE: Presseartikel von Christine 25.11.2012 19:01

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@ eugene1975

Bitte zu Presseartikeln aus rechtlichen Gründen immer die Quelle und/oder den Link posten. Danke


Ein sehr interessanter Artikel. Besonders, da ich mich schon öfter über Mantrailer informiert habe.

Diese Hunde leisten mitunter eine Superarbeit. ABER: dem sind Grenzen gesetzt. Zeitliche Grenzen und auch witterungsbedingte.

Ich halte auch eine Zeitspanne von 48 Stunden für realistisch. Hat es aber in diesem Zeitraum stark geregnet oder geschneit, dann passen auch diese 48 Stunden nicht mehr.

Ein Staatsanwalt sollte sich also im Vorfeld sehr gut über die Gegebenheiten am Tag der Tat informieren.

#16 RE: Presseartikel von 06.12.2012 18:12

Getötetes Rentnerehepaar in Koblenz – 45-jährige Henrike Schemmer aus Haren in Untersuchungshaft – Polizei erhofft sich Hinweise bei “Aktenzeichen XY…ungelöst”
vom 06.06.2012 um: 09:32 Uhr | Quelle: Redaktion meinestadt.de

Koblenz/ Haren (Ems) - Was war passiert? Die Eheleute Schemmer, 75 und 68 Jahre alt, wurden am Samstag, dem 09.07.2011 von ihrem Sohn und deren Schwiegertochter tot in der Wohnung in Koblenz/Rheinland-Pfalz aufgefunden. Bei der durchgeführten Obduktion stellte sich heraus, dass beide an den Folgen von Schnitt- und Stichverletzungen verstarben.

Die “Soko Schlüssel” der Kripo Koblenz arbeitet immer noch mit Hochdruck an der Aufklärung der Tat, der sie bereits durch entsprechende Ermittlungen entscheidend näher gekommen ist. Zwischenzeitlich wurde die Schwiegertochter der Getöteten aufgrund des dringenden Tatverdachts festgenommen und der Untersuchungshaft zugeführt.

Die 45jährige Beschuldigte heißt Henrike Schemmer und wohnte zur Tatzeit in Haren (Ems). Sie fuhr vermutlich am Abend des Donnerstag, 07.07.2011, nach 21:00 Uhr, zum Tatort nach Koblenz-Horchheim, Niederfelder Weg 22.

Hierbei benutzte sie entweder einen BMW 3er Kompakt, dunkle Farbe, amtliches Kennzeichen: EL-RS 566, oder ein anderes Fahrzeug – ggfls. einen Leihwagen. Zurück fuhr sie in der Nacht zum Freitag, 08.07.2011. Bis spätestens 06:30 Uhr dürfte sie wieder zu Hause angekommen sein. Folgende Straßen könnte sie hierbei benutzt haben:

- BAB 31 zwischen der AS Haren und dem Autobahndreieck Bottrop
- BAB 2 zwischen dem Autobahndreieck Bottrop und dem Autobahnkreuz
Oberhausen
- BAB 3 zwischen dem Autobahnkreuz Oberhausen und dem
Autobahndreieck Dernbach oder der Anschlussstelle Montabaur
- BAB 48 zwischen dem Autobahndreieck Dernbach und der
Anschlussstelle Koblenz-Nord
- B 42 zwischen Bendorf und Koblenz-Horchheim
- B 49 zwischen Montabaur und Koblenz-Horchheim
- B 9 zwischen der BAB 48-Anschlussstelle Koblenz-Nord und der
B9-Abfahrt Koblenz-Horchheim

Ergänzend zu den bereits erfolgten Zeugenaufrufen hat die Polizei weitere nachfolgend aufgeführte Fragen: Wer hat die Beschuldigte oder ihren Pkw, BMW, amtliches Kennzeichen: EL-RS 566, in der Zeit vom 07.07.2011, 21:00 Uhr, bis zum 08.07.2011, 06:30 Uhr, am oder in der Nähe des Tatortes, an ihrem Wohnort (auch in der Nähe der Ems) oder auf dem Weg zwischen den beiden Orten gesehen?

Es könnte sein, dass die Beschuldigte u.a. Tank- oder Rastanlagen aufgesucht hat. Wer hat gesehen, dass die Beschuldigte nach der Tat, also am 08.07.2012 (auch nach 06:30 Uhr), Kleidungsstücke und/oder die Tatwaffe, entsorgt hat. Die Kleidung könnte sie unter Umständen verbrannt haben. Hierbei könnte sie auch mit einem anderen Fahrzeug, einen Dacia Logan Kombi, amtliches Kennzeichen: EL-AN 672, dunkle Farbe, unterwegs gewesen sein.

Wer hat der Beschuldigten für die Tatnacht ein Fahrzeug geliehen? Das Fahrzeug könnte privat, über eine Werkstatt oder über eine Autovermietung angemietet worden sein. Wen hat die Beschuldigte gebeten, einen Pkw für sie anzumieten?

Die Tatverdächtige ist für eine Frau auffallend groß und könnte, insbesondere in der Dunkelheit, auch für einen Mann gehalten werden. Sie kann wie folgt beschrieben werden: ca. 190 cm groß schlank zur Tatzeit kurze, rötlich gefärbte Haare zeitweise Brillenträgerin spricht Hochdeutsch die Beschuldigte könnte zeitweise, insbesondere im Bereich des Tatortes, eine Reisetasche mitgeführt haben.


Mit diesem Kenntnisstand wenden sich die Ermittler erneut an die Zuschauer der Fernsehsendung “Aktenzeichen XY … ungelöst“, um weitere Hinweise zur Person der Tatverdächtigen und zu dem von ihr vermutlich bei der Tat benutzten PKW zu erlangen.

In der Sendung am Mittwoch, 06. Juni 2012, 20.15 Uhr, wird der Fall erneut im ZDF ausgestrahlt: Neben den Telefonleitungen, die zur Hinweisaufnahme im Fernsehstudio geschaltet sind, sind auch die Sachbearbeiter der Kriminalpolizei Koblenz an diesem Abend erreichbar: Telefon 0261/ 103 2345. Im Anschluss an diese Sendung werden die Hinweise unter der Telefonnummer: 0261-1031 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen.

Wichtiger Hinweis: Der Sonderkommission der Polizei Koblenz liegt ein gerichtlicher Beschluss vor, nachdem sowohl die Bilder der tatverdächtigen Henrike Schemmer, als auch die Bilder des BMW mit Kennzeichen im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung veröffentlicht werden dürfen.


http://aktuell.meinestadt.de/koblenz/201...n-xy-ungeloest/

..................

Dieser Artikel ist ähnlich in anderen Medien erschienen. Die Wenn, ABER u. Vielleicht bleiben aber!!!

#17 RE: Presseartikel von Christine 13.12.2012 13:36

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Horchheimer Doppelmord: Prozess gegen Schwiegertochter der getöteten Schemmers beginnt am 18. Dezember
Koblenz - Es war eine Tat, die die Koblenzer geschockt hat: In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 2011 wurde das Ehepaar Waltraud und Heinrich Schemmer in seinem Haus in Horchheim brutal getötet. Im Dezember beginnt jetzt der Prozess gegen die Schwiegertochter, Henrike Schemmer.


POLIZEI KOBLENZ
Henrike Schemmer gilt als dringend tatverdächtig und sitzt seit dem 22. Mai 2012 in Untersuchungshaft. Der erste Prozesstag am Koblenzer Landgericht ist für Dienstag, 18. Dezember, ab 9 Uhr in Sitzungssaal 128 angesetzt, vor der 3. Strafkammer. Bereits terminiert sind im Anschluss neun weitere Verhandlungstage, der letzte am 27. Februar 2013. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, die Opfer heimtückisch, aus Habgier und aus niedrigen Beweggründen ermordet zu haben.

Das getötete Ehepaar Schemmer: Die Schwiegertochter steht demnächst vor Gericht.
POLIZEI KOBLENZ
Die Frau bestreitet alle Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft sieht aber ausreichend Anhaltspunkte für ihre These: Die aus dem Emsland kommende Schwiegertochter des Horchheimer Ehepaars Schemmer soll die Eltern ihres Mannes umgebracht haben, um an deren Geld zu kommen. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen die 46-Jährige wegen zweifachen Mordes Anklage erhoben. Hierzu soll sie abends von ihrem Wohnort im Emsland nach Koblenz-Horchheim gefahren sein und mit einem in ihrem Besitz befindlichen Wohnungsschlüssel das Haus der Schwiegereltern betreten haben. is

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_a...rid,510779.html

#18 RE: Presseartikel von 17.12.2012 13:18

17.12.2012, 08:52 Uhr


Ehepaar Schemmer ermordet? Schwiegertochter ab Dienstag vor Gericht

Koblenz. Auftakt im Mordprozess um die Bluttat in Koblenz-Horchheim: Sie ist Familienmutter, sie hat drei Töchter (17,15,15) – und sie soll ihre Schwiegereltern heimtückisch erstochen haben. Jetzt muss sich Henrike „Rike“ Schemmer (46) wegen Doppelmord vor dem Landgericht Koblenz verantworten.
Schemmer-Gräber im Ruhewald bei Braubach: Die Schwiegertochter soll das Ehepaar ermordet haben.
Hartmut Wagner

Schemmer bestreitet die Tat, ihr droht eine lebenslange Haftstrafe. Der Prozess beginnt am Dienstag um 9 Uhr. Bis Ende Februar sind insgesamt 14 Verhandlungstage anberaumt.

So soll es gewesen sein

So verübte die 46-Jährige laut Anklage den Doppelmord: Sie fährt am Abend des 7. Juli 2011 von ihrem Wohnort Haren (Niedersachsen) 350 Kilometer nach Koblenz zu ihren Schwiegereltern Waltraud (68) und Heinrich (75) Schemmer. Sie verschafft sich mit ihrem Schlüssel heimlich Zutritt zum Haus und ersticht die Eheleute. Den Mann wahrscheinlich im Bad, die Frau im Schlafzimmer. Dann fährt die Täterin zurück nach Haren – so die Anklage.
Die Angeklagte: Henrike Schemmer
Polizei Koblenz

Am 9. Juli kommt der Sohn des getöteten Paares mit seiner Frau Henrike und seinen Töchtern zu einem Überraschungsbesuch nach Koblenz – und findet seine Eltern.

Beschaulicher Lebensabend mit Gartenhobby und Reisen

Die Eheleute Schemmer führten einst in der Koblenzer Altstadt ein Lebensmittelgeschäft. Im Ruhestand pflegten sie ihren Garten, besuchten die Buga und verreisten gern. Wenige Tage vor der Tat kamen sie von einem Frankreichurlaub zurück.
Hier gehts zur Bilderstrecke

Ihre Urnen wurden im Ruhewald bei Braubach am Fuße eines mächtigen Baumes beigesetzt. Das schlichte Grab lag kürzlich unter einer Schneedecke.

Langwierige und breite Ermittlungsarbeit der Polizei

Die Ermittler der Koblenzer Polizei fahndeten mit allen Mitteln nach dem Täter. Sie riefen die Bevölkerung in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ zweimal zur Mithilfe auf, sie durchkämmten Wiesen und Wälder, befragten Nachbarn, klebten Fahndungsplakate, verteilten Flugblätter. Und: Sie ließen Spürhunde mögliche Täterspuren verfolgen – Monate nach der Tat, mehr als 100 Kilometer weit.
Das getötete Ehepaar Schemmer: Die Schwiegertochter steht demnächst vor Gericht.
Polizei Koblenz

Am 22. Mai – gut zehn Monate nach der Tat – nahmen die Ermittler Henrike Schemmer fest. Sie veröffentlichten mit Genehmigung eines Richters den Namen und ein Foto der 46-Jährigen, außerdem Bilder von deren BMW. Sie hofften, weitere Hinweise zur Tat zu erhalten.

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_a...rid,528894.html

#19 RE: Presseartikel von Christine 17.12.2012 14:33

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Bitte hier keine Diskussionen - NUR Presseartikel listen

Danke!

#20 RE: Presseartikel von Christine 18.12.2012 10:52

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Koblenz
Großer Andrang bei Mordprozess


Doppelmordprozess "Schemmer" hat begonnen
Unter großem Andrang hat am Vormittag vor dem Landgericht Koblenz der Prozess um den Doppelmord an dem Rentnerehepaar Schemmer begonnen. Angeklagt ist die Schwiegertochter des Paares, das in Koblenz- Horchheim lebte. Sie soll die Eltern ihres Mannes aus Habgier erstochen haben. Die 46Jährige und ihre Familie machten vor Gericht bislang keine Angaben und beriefen sich auf ihr Aussageverweigerungsrecht. Zur Stunde wird in der Verhandlung eine Videoaufnahme von einem Verhör der Frau bei der Polizei gezeigt.

http://www.swr.de/swr1/rp/nachrichten/rh...5m3j/index.html

#21 RE: Presseartikel von Christine 18.12.2012 13:47

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18.12.2012, 12:15 Uhr

Koblenz: Doppelmordprozess im Fall Schemmer startet - Schwiegertochter schweigt
Koblenz - Auftakt mit großem Medien- und Zuschauerandrang: Seit Dienstag steht Henrike Schemmer in Koblenz wegen Doppelmordes an ihren Schwiegereltern vor Gericht.

Sie soll im Juli 2011 von ihrem Wohnort aus an den Rhein gefahren sein, um ihren 75-jährigen Schwiegervater und seine 68-jährige Frau in deren Haus zu erstechen. Das warf ihr die Staatsanwaltschaft zu Prozessbeginn vor dem Landgericht vor.
Die Frau bestreitet bislang die Tat und will nach eigener Aussage zunächst vor Gericht zu den Vorwürfen schweigen. Auch ihr Mann, die drei Töchter und ihre Mutter verweigerten eine Aussage als Zeugen.
Die Anklage geht davon aus, dass die 46-Jährige die Tat aus Habgier und alleine begangen hat.
Zunächst wurde in der Verhandlung eine Videoaufnahme vom Verhör der Frau bei der Polizei gezeigt. Unter Tränen bestreitet darin die Angeklagte aus Niedersachsen, dass sie irgendetwas mit dem Tod der Schwiegereltern zu tun habe. Sie habe ein gutes Verhältnis zu den alten Schemmers gehabt. Auch das Thema Schulden wurde angesprochen: Die Angeklagte bestreitet, hier großen Druck gehabt zu haben: Ihre Familie sei in den letzten Jahren finanziell gut ausgekommen. Der Schwiegervater habe sie auch unterstützt.

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_a...rid,529415.html

#22 RE: Presseartikel von 18.12.2012 15:17

Doppelmord: Angeklagte schweigt vor Gericht

Eine Frau aus dem Emsland soll ihre Schwiegereltern umgebracht haben - ihr wird Doppelmord vorgeworfen. Die 46-Jährige schwieg zum Prozessaufakt in Koblenz.

(Symbolbild)(Symbolbild) Koblenz. Wegen Mordes an ihren Schwiegereltern muss sich seit Dienstag eine Frau aus Niedersachsen vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Die 46-Jährige aus Haren im Emsland bestreitet die Tat, äußerte sich aber zu Prozessbeginn nicht: «Ich möchte zunächst schweigen». Laut Anklage soll sie im Juli vergangenen Jahres nach Koblenz gefahren sein, um ihren 75-jährigen Schwiegervater und dessen 68 Jahre alte Frau in deren Haus zu erstechen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau die Tat aus Habgier und alleine begangen hat.

Auch der Mann der Angeklagten, ihre Mutter und die drei Töchter verweigerten zu Prozessbeginn eine Aussage. Die 46-Jährige blieb am ersten Verhandlungstag im Gericht nahezu regungslos und unbewegt. Lediglich ein Video aus der polizeilichen Vernehmung im Mai wurde in der Verhandlung gezeigt. Dort erklärte die Angeklagte, sie sei am fraglichen Tag nicht an den Rhein gefahren und habe auch ein weitgehend gutes Verhältnis zu ihren Schwiegereltern gehabt. Gegen den Vorwurf und das Motiv der Habgier wehrte sie sich vehement. Der Prozess wird an diesem Mittwoch fortgesetzt.

Artikel vom 18. Dezember 2012, 10.55 Uhr (letzte Änderung 18. Dezember 2012, 14.37 Uhr)

http://www.fnp.de/fnp/region/hessen/dopp...0387574.de.html

#23 RE: Presseartikel von Christel 19.12.2012 11:30

Prozess Horchheimer Doppelmord: Hat sie ihre Schwiegereltern getötet? Nach Festnahme sprach Schemmer auf Video

Koblenz - Am ersten Prozesstag sagte die Angeklagte einen einzigen Satz: „Ich werde schweigen.“ Ganz anders war dies nach der Festnahme von Henrike Schemmer. Da sagte sie bei der Polizei detailliert aus und bestritt die Morde. Die Polizei nahm die rund siebenstündige Vernehmung auf Video auf. Das Gericht zeigte bisher vier Stunden der eindringlichen Aufnahme.

Sie soll den Doppelmord genau geplant haben. Sie soll spät nachts 350 Kilometer vom Emsland nach Koblenz gefahren sein – und ihre Schwiegereltern mit jeweils einem Messerstich in den Hals getötet haben. Jetzt muss sich Henrike „Rike“ Schemmer (46) wegen der mutmaßlichen Bluttat vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Am ersten Prozesstag erklärte sie, dass sie sich zu den Mordvorwürfen nicht äußern will. Sie sagte einen einzigen Satz: „Ich werde schweigen.“

Ganz anders war dies nach ihrer Festnahme. Da sagte sie bei der Polizei detailliert aus und bestritt die Morde. Die Polizei nahm die rund siebenstündige Vernehmung auf Video auf. Das Gericht zeigte bisher vier Stunden der eindringlichen Aufnahme.

Ehemann sagt nicht aus - als Beistand neben seiner Frau auf Anklagebank

Es wird wohl ein langer Prozess. Denn der Ehemann der Angeklagten hat angekündigt, dass er vor Gericht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht. Er beantragte sogar, im Prozess der Beistand seiner Frau sein zu dürfen. Das Gericht genehmigte dies. Das heißt: Der Mann, dessen Eltern die Angeklagte ermordet haben soll, wird voraussichtlich an späteren Prozesstagen direkt neben der 46-Jährigen sitzen.

Auch Töchter schweigen

Auch die drei Töchter (17, 15, 15) der Angeklagten haben bereits schriftlich angekündigt, dass sie im Prozess nicht aussagen werden.

Großer Andrang vor Prozess

Die Bluttat in Koblenz-Horchheim hat die Menschen am Mittelrhein schockiert. Als am Dienstag der Prozess gegen die mutmaßliche Doppelmörderin beginnt, wollen viele dabei sein. Die ersten Zuschauer warten bereits um 7.30 Uhr vor dem Gerichtssaal. Um 9 Uhr beginnt der Prozess, gut 80 Personen ergattern einen Platz im Saal. Weitere 40 Personen stehen vor Tür und müssen draußen bleiben. Manche warten stundenlang, ob doch noch ein Platz frei wird.

Gezielter Stich in den Hals

Henrike Schemmer wirkt angespannt, als sie Saal 128 betritt. Die kräftige, 1,90 Meter große Frau setzt sich neben Promi-Anwalt Johann Schwenn aus Hamburg, der zuletzt als Verteidiger im Vergewaltigungsprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann bundesweit Bekanntheit erlangte. Als zweite Anwältin wählte die Angeklagte Julia von Dreden aus Köln.

Dann verliest Staatsanwältin Andrea Maier die Anklage: Demnach hat die Angeklagte ihre Schwiegereltern Waltraud (68) und Heinrich (75) Schemmer heimtückisch, aus Habgier und niedrigen Beweggründen ermordet. Sie fuhr in ihrem BMW am 7. Juli 2011 von ihrem Wohnort Haren (Niedersachsen) 350 Kilometer nach Koblenz zu ihren Schwiegereltern und verschaffte sich mit ihrem Schlüssel heimlich Zutritt zum Haus. Sie ging davon aus, dass das Ehepaar bereits schläft – aber sie täuschte sich. Als sie die Schlafzimmertür öffnete, traf sie auf ihren Schwiegervater, der im angrenzenden Badezimmer stand. Sie zog ein Messer und stach ihm gezielt und wuchtig in den Hals. Dann ging sie zum Ehebett und tötete ihre Schwiegermutter, ebenfalls mit einem gezielten Halsstich. Schließlich fuhr sie die 350 Kilometer zurück ins Emsland – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Prozess Horchheimer Doppelmord: Hat sie ihre Schwiegereltern getötet? Nach Festnahme sprach Schemmer auf Video

Staatsanwalt: Sie hasste vor allem ihre Schwiegermutter

Laut Anklage fasste die 46-Jährige den Entschluss zur Tat bereits lange vor jener Julinacht. Ihr mutmaßliches Motiv: Sie wollte, dass ihr Mann der Alleinerbe des umfangreichen Vermögens der Getöteten wird und sie als dessen Ehefrau davon profitiert. Bei der Bluttat verspürte sie laut Anklage „persönliche Genugtuung“, da sie vor allem ihre Schwiegermutter hasste.

Henrike Schemmer wurde am 22. Mai – gut zehn Monate nach der Tat – festgenommen. Um 18.23 Uhr beginnt auf dem Polizeirevier in Meppen (Niedersachsen) ihre Vernehmung. Der Koblenzer Kriminalhauptkommissar Thomas Lauxen sitzt links, seine Kollegin Simone Roeder rechts, die mutmaßliche Doppelmörderin in der Mitte. Sie trinkt Kaffee, beteuert ihre Unschuld und erklärt, sie wolle sich selbst entlasten.

Aussage: Ein Tag wie jeder andere

Dann schildert sie, wie sie Tage vor und nach der Tat erlebt haben will: Am 7. Juli war sie von 17 bis 21.30 Uhr bei ihrer Nachbarin beim Kaffeetrinken. Dann fuhr sie ihren BMW zu einer Werkstatt, da er am nächsten Morgen repariert werden sollte. Um 21.45 Uhr ging sie wohl zu Bett. Jedenfalls habe eine ihrer Töchter sie gegen 23.45 Uhr zufällig gesehen, als sie schlief. Am Morgen sei sie um 6.30 Uhr wach gewesen, habe ihre Hunde ausgeführt und an der Mülltone vor ihrem Haus die Nachbarin getroffen. Von den Morden habe sie erst am 9. Juli erfahren, als sie mit ihrer Familie zum Überraschungsbesuch zu ihren Schwiegereltern fuhr. Sie und ihr Mann hätten sich gewundert, weil die beiden Rentner nicht erreichbar waren. Sie öffneten dann die Haustür und entdeckten beide Leichen.

Wenig Erinnerung an den Tatort

Die Angeklagte kann sich nach eigenen Angaben an den Tatort fast nicht erinnern: „Das ist alles ein heilloses Durcheinander in meinem Kopf.“ Sie sagte in ihrer Videovernehmung sogar: „Ich will da gar nicht mehr dran denken.“ Aber sie erinnerte sich, dass sie ihren toten Schwiegervater an den Händen anfasste. Sie sei hysterisch gewesen und wollte wissen, was er vielleicht in den Händen hält. Warum? Das wisse sie nicht. Sie habe auch erfolglos versucht ihre Schwiegermutter unter der Bettdecke hervorzuholen. „Ich war hysterisch. Bei Waltraud sogar mehr als bei ihm.“

Panikattacken und Schlaflosigkeit

Nachdem sie von der Bluttat erfahren hatte, habe sie Schlaf- und Beruhigungstabletten genommen. Außerdem bekam sie angeblich völlig grundlos Panikattacken. Sie hätte auch Angst gehabt, weil der Mörder ja frei herumlaufe. Sie befürchtete sogar, dass er zu ihrer Familie nach Haren kommt.

Prozess Horchheimer Doppelmord: Hat sie ihre Schwiegereltern getötet? Nach Festnahme sprach Schemmer auf Video

Angeklagte: In letzter Zeit wurde Verhältnis zu Schwiegereltern besser

Das Verhältnis zu ihren Schwiegereltern sei zuletzt immer besser geworden. Ihr Schwiegervater sei ihr sogar wichtiger gewesen als ihr eigener Vater. Mit ihrer Schwiegermutter habe sie zwar öfter Streit gehabt, es ging aber nur um Kleinigkeiten. „Wegen solcher Probleme bringt man keinen um!“

Rückenschmerzen bei langen Autofahrten

Die Angeklagte behauptete, sie fahre im Jahr zwar 15 000 Kilometer mit dem Auto. Aber nur sehr ungern, vor allem lange Strecken möge sie nicht. Von Haren nach Koblenz fahre man ja drei bis vier Stunden. Sie aber fände bereits Fahrten zwischen einer und zwei Stunden furchtbar, weil sie dabei Rückenschmerzen bekomme. Der Prozess geht heute weiter.

19.12.2012, 09:07 Uhr

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_a...rid,529597.html

#24 RE: Presseartikel von Christine 22.12.2012 18:42

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21.12.2012 - 10:33 Uhr
Prozess Horchheimer Doppelmord: Hat sie ihre Schwiegereltern getötet? Nach Festnahme sprach Schemmer auf Video
Koblenz - Am ersten Prozesstag sagte die Angeklagte einen einzigen Satz: „Ich werde schweigen.“ Ganz anders war dies nach der Festnahme von Henrike Schemmer. Da sagte sie bei der Polizei detailliert aus und bestritt die Morde. Die Polizei nahm die rund siebenstündige Vernehmung auf Video auf. Das Gericht zeigte bisher vier Stunden der eindringlichen Aufnahme.


Sie soll den Doppelmord genau geplant haben. Sie soll spät nachts 350 Kilometer vom Emsland nach Koblenz gefahren sein – und ihre Schwiegereltern mit jeweils einem Messerstich in den Hals getötet haben. Jetzt muss sich Henrike „Rike“ Schemmer (46) wegen der mutmaßlichen Bluttat vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Am ersten Prozesstag erklärte sie, dass sie sich zu den Mordvorwürfen nicht äußern will. Sie sagte einen einzigen Satz: „Ich werde schweigen.“
Ganz anders war dies nach ihrer Festnahme. Da sagte sie bei der Polizei detailliert aus und bestritt die Morde. Die Polizei nahm die rund siebenstündige Vernehmung auf Video auf. Das Gericht zeigte bisher vier Stunden der eindringlichen Aufnahme.

Ehemann sagt nicht aus - als Beistand neben seiner Frau auf Anklagebank
Es wird wohl ein langer Prozess. Denn der Ehemann der Angeklagten hat angekündigt, dass er vor Gericht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht. Er beantragte sogar, im Prozess der Beistand seiner Frau sein zu dürfen. Das Gericht genehmigte dies. Das heißt: Der Mann, dessen Eltern die Angeklagte ermordet haben soll, wird voraussichtlich an späteren Prozesstagen direkt neben der 46-Jährigen sitzen.

Auch Töchter schweigen
Auch die drei Töchter (17, 15, 15) der Angeklagten haben bereits schriftlich angekündigt, dass sie im Prozess nicht aussagen werden.

Großer Andrang vor Prozess
Die Bluttat in Koblenz-Horchheim hat die Menschen am Mittelrhein schockiert. Als am Dienstag der Prozess gegen die mutmaßliche Doppelmörderin beginnt, wollen viele dabei sein. Die ersten Zuschauer warten bereits um 7.30 Uhr vor dem Gerichtssaal. Um 9 Uhr beginnt der Prozess, gut 80 Personen ergattern einen Platz im Saal. Weitere 40 Personen stehen vor Tür und müssen draußen bleiben. Manche warten stundenlang, ob doch noch ein Platz frei wird.

Gezielter Stich in den Hals
Henrike Schemmer wirkt angespannt, als sie Saal 128 betritt. Die kräftige, 1,90 Meter große Frau setzt sich neben Promi-Anwalt Johann Schwenn aus Hamburg, der zuletzt als Verteidiger im Vergewaltigungsprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann bundesweit Bekanntheit erlangte. Als zweite Anwältin wählte die Angeklagte Julia von Dreden aus Köln.
Dann verliest Staatsanwältin Andrea Maier die Anklage: Demnach hat die Angeklagte ihre Schwiegereltern Waltraud (68) und Heinrich (75) Schemmer heimtückisch, aus Habgier und niedrigen Beweggründen ermordet. Sie fuhr in ihrem BMW am 7. Juli 2011 von ihrem Wohnort Haren (Niedersachsen) 350 Kilometer nach Koblenz zu ihren Schwiegereltern und verschaffte sich mit ihrem Schlüssel heimlich Zutritt zum Haus. Sie ging davon aus, dass das Ehepaar bereits schläft – aber sie täuschte sich. Als sie die Schlafzimmertür öffnete, traf sie auf ihren Schwiegervater, der im angrenzenden Badezimmer stand. Sie zog ein Messer und stach ihm gezielt und wuchtig in den Hals. Dann ging sie zum Ehebett und tötete ihre Schwiegermutter, ebenfalls mit einem gezielten Halsstich. Schließlich fuhr sie die 350 Kilometer zurück ins Emsland – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Staatsanwalt: Sie hasste vor allem ihre Schwiegermutter
Laut Anklage fasste die 46-Jährige den Entschluss zur Tat bereits lange vor jener Julinacht. Ihr mutmaßliches Motiv: Sie wollte, dass ihr Mann der Alleinerbe des umfangreichen Vermögens der Getöteten wird und sie als dessen Ehefrau davon profitiert. Bei der Bluttat verspürte sie laut Anklage „persönliche Genugtuung“, da sie vor allem ihre Schwiegermutter hasste.

Henrike Schemmer wurde am 22. Mai – gut zehn Monate nach der Tat – festgenommen. Um 18.23 Uhr beginnt auf dem Polizeirevier in Meppen (Niedersachsen) ihre Vernehmung. Der Koblenzer Kriminalhauptkommissar Thomas Lauxen sitzt links, seine Kollegin Simone Roeder rechts, die mutmaßliche Doppelmörderin in der Mitte. Sie trinkt Kaffee, beteuert ihre Unschuld und erklärt, sie wolle sich selbst entlasten.

Aussage: Ein Tag wie jeder andere
Dann schildert sie, wie sie Tage vor und nach der Tat erlebt haben will: Am 7. Juli war sie von 17 bis 21.30 Uhr bei ihrer Nachbarin beim Kaffeetrinken. Dann fuhr sie ihren BMW zu einer Werkstatt, da er am nächsten Morgen repariert werden sollte. Um 21.45 Uhr ging sie wohl zu Bett. Jedenfalls habe eine ihrer Töchter sie gegen 23.45 Uhr zufällig gesehen, als sie schlief. Am Morgen sei sie um 6.30 Uhr wach gewesen, habe ihre Hunde ausgeführt und an der Mülltone vor ihrem Haus die Nachbarin getroffen. Von den Morden habe sie erst am 9. Juli erfahren, als sie mit ihrer Familie zum Überraschungsbesuch zu ihren Schwiegereltern fuhr. Sie und ihr Mann hätten sich gewundert, weil die beiden Rentner nicht erreichbar waren. Sie öffneten dann die Haustür und entdeckten beide Leichen.

Wenig Erinnerung an den Tatort
Die Angeklagte kann sich nach eigenen Angaben an den Tatort fast nicht erinnern: „Das ist alles ein heilloses Durcheinander in meinem Kopf.“ Sie sagte in ihrer Videovernehmung sogar: „Ich will da gar nicht mehr dran denken.“ Aber sie erinnerte sich, dass sie ihren toten Schwiegervater an den Händen anfasste. Sie sei hysterisch gewesen und wollte wissen, was er vielleicht in den Händen hält. Warum? Das wisse sie nicht. Sie habe auch erfolglos versucht ihre Schwiegermutter unter der Bettdecke hervorzuholen. „Ich war hysterisch. Bei Waltraud sogar mehr als bei ihm.“

Panikattacken und Schlaflosigkeit
Nachdem sie von der Bluttat erfahren hatte, habe sie Schlaf- und Beruhigungstabletten genommen. Außerdem bekam sie angeblich völlig grundlos Panikattacken. Sie hätte auch Angst gehabt, weil der Mörder ja frei herumlaufe. Sie befürchtete sogar, dass er zu ihrer Familie nach Haren kommt.

Angeklagte: In letzter Zeit wurde Verhältnis zu Schwiegereltern besser
Das Verhältnis zu ihren Schwiegereltern sei zuletzt immer besser geworden. Ihr Schwiegervater sei ihr sogar wichtiger gewesen als ihr eigener Vater. Mit ihrer Schwiegermutter habe sie zwar öfter Streit gehabt, es ging aber nur um Kleinigkeiten. „Wegen solcher Probleme bringt man keinen um!“

Rückenschmerzen bei langen Autofahrten
Die Angeklagte behauptete, sie fahre im Jahr zwar 15 000 Kilometer mit dem Auto. Aber nur sehr ungern, vor allem lange Strecken möge sie nicht. Von Haren nach Koblenz fahre man ja drei bis vier Stunden. Sie aber fände bereits Fahrten zwischen einer und zwei Stunden furchtbar, weil sie dabei Rückenschmerzen bekomme. Der Prozess geht heute weiter.
Von unserem Redakteur Hartmut Wagner

http://www.mainzer-rhein-zeitung.de/main...rid,529597.html

#25 RE: Presseartikel von Christine 25.12.2012 00:05

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@ Sago

Sei so nett und schreibe wenigstens die Quelle dazu, wenn du schon hier bei mir die Beiträge kopierst


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