#1 RE: Presseartikel von Christine 16.10.2013 09:06

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Hier bitte nur Presseartikel posten.

Aus rechtlichen Gründen bitte immer mit Quellenangabe

#2 RE: Presseartikel von Christine 16.10.2013 09:08

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12.05.11
München

Mord an Michaela Eisch (8) wird nach 26 Jahren neu aufgerollt
München - Vor 26 Jahren wurde die damals achtjährige Michaela Eisch missbraucht und erdrosselt. Jetzt verfolgt die Polizei eine neue Spur – und bittet zum größten DNA-Massentest, den es in München jemals gab.



„Wir wollen alle Register ziehen, um diesen Fall zu lösen.“ Markus Kraus, Chef der Münchner Mordkomission, schaut entschlossen der versammelten Presse entgegen. Er kann am Donnerstag einen Fortschritt in einem Fall verkünden, der die Ermittler seit 26 Jahren beschäftigt: Eine neue Spur zum Mörder der kleinen Michaela Eisch, die im Mai 1985 nahe der Braunauer Eisenbahnbrücke missbraucht und erdrosselt worden war.

Bereits in den Jahren 2005 und 2006 untersuchte die Rechtsmedizin alle 85 am Tatort gesammelten Asservate nochmals – mit Erfolg, wie Kraus gestern sagte. „Der Rechtsmedizin ist es gelungen, eine tatrelevante Spur zu sichern.“ Seither arbeiten die Fahnder wieder mit Hochdruck an dem Fall. Sämtliche Personen, die im Laufe der Ermittlungen in Erscheinung getreten sind, wurden nochmals überprüft – 170 Menschen aus Michaelas nahem Umfeld. „Diese Personen konnten wir als Täter ausschließen.“

Der nächste Schritt ist gleichzeitig der letzte, den die Mordermittler gehen können: Eine DNA-Reihenuntersuchung – ein Massentest, bei dem Speichelproben der Männer genommen werden, die damals in Michaelas Umgebung lebten, der Maikäfersiedlung in Berg am Laim. Es ist eine in München bisher nie dagewesene Aktion.

1750 Münchner werden in den nächsten Tagen eine Einladung zu dem Test bekommen, der vom 8. bis 10. Juli in einer Turnhalle der Polizei an der Bad-Schachener-Straße stattfindet. Doch wie wurden die Betroffenen ausgewählt?

Um das zu verstehen, muss man den Fall näher betrachten: Michaela Eisch verschwindet am 17. Mai 1985 auf dem Weg zu ihrer Mutter. Das Mädchen darf an diesem Tag zum ersten Mal allein mit der U-Bahn fahren, um die Mutter von der Arbeit in der Innenstadt abzuholen. Dort kommt Michaela nie an. Zuletzt wird sie gegen 17 Uhr von zwei Frauen in der Nähe des Tatorts gesehen. Die Zeuginnen sagen unabhängig voneinander aus, Michaela sei in Begleitung eines Mannes gewesen. Der Umgang miteinander habe vertraut gewirkt. Vier Wochen später wird die Kinderleiche gefunden.

Staatsanwältin Nicole Selzam erklärt, welche Bedeutung die Aussagen haben: „Michaela hatte sich auf das Treffen mit ihrer Mutter gefreut. Die beiden wollten Schallplatten kaufen, die das Mädchen liebte. Wir glauben nicht, dass sie sich von einem wildfremden Mann davon hätte abbringen lassen.“ Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass Michala ihren Mörder kannte – möglicherweise aus der Nachbarschaft. Die Zeuginnen schätzten das Alter des Täters auf 30 bis 40 Jahre.

Diese Angabe legen die Ermittler nun dem Massentest zugrunde: Eingeladen werden alle Männer, die zum Tatzeitpunkt 25 bis 45 Jahre alt waren, also die Jahrgänge 1940 bis 1960, und in der Maikäfersiedlung lebten. Ursprünglich waren das 3000 Männer. 260 sind mittlerweile gestorben. 1750 sind noch in München gemeldet – sie bekommen nun eine Einladung. Wer weggezogen ist, wird in seiner Stadt ebenfalls zum Test gebeten. Die Teilnahme ist letzlich freiwillig. „Niemand macht sich verdächtig, nur, weil er nicht kommt“, sagte Selzam. „Wir sind aber auf die Bevölkerung angewiesen. Wenn der Täter noch lebt, besteht die Gefahr, dass noch so eine Tat geschieht.“

von Ann-Kathrin Gerke


http://www.merkur-online.de/lokales/muen...mm-1240773.html

#3 RE: Presseartikel von Christine 16.10.2013 09:09

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07.07.11

Massen-Gentest soll Kindermord klären


München - Entlarvt das den Täter? 26 Jahre nach dem Mord an dem Münchner Mädchen Michaela Eisch (8) soll jetzt ein Massen-Gentest stattfinden. Den Ermittlern liegt eine neue Spur vor.


© dpa
Das undatierte Polizeifoto zeigt die kleine Michaela Eisch, die im Mai 1985 in München verschwunden war und deren Leiche einen Monat später gefunden wurde.
Von Freitag, 08.07.2011, bis Sonntag, 10.07.2011, findet die Umsetzung eines richterlichen Beschlusses zur freiwilligen DNA-Reihenuntersuchung im Mordfall Michaela Eisch aus dem Jahre 1985 statt. Für die entsprechenden Tage wurden insgesamt 1.750 Männer vorgeladen, die zum damaligen Zeitpunkt im erweiterten Bereich der sogenannten „Maikäfersiedlung“ - dem Wohngebiet des Mädchens - einwohnerrechtlich gemeldet waren, teilt die Polizei mit.

Die Resonanz auf die versandten Einladungsschreiben sei durchwegs positiv gewesen. Zwischenzeitlich konnte von rund 140 Männern aus diesem Kreis eine sogenannte „Speichelprobe“ entnommen werden, weil diese am kommenden Wochenende verhindert seien.


Die Schülerin Michaela Eisch war am 17. Mai 1985 am Nachmittag verschwunden. Die damals Achtjährige war auf dem Weg zum Hauptbahnhof, um ihre Mutter von der Arbeit abzuholen. Diese hatte Michaela erstmals erlaubt, alleine U-Bahn zu fahren. Das Mädchen wurde an diesen Tag noch einmal kurz von zwei Zeuginnen gesehen. Es soll sich in Begleitung eines etwa 30 Jahre alten Mannes befunden haben. Vier Wochen später wurde die Leiche von Michaela gefunden. Sie war missbraucht und ermordet worden.


http://www.rosenheim24.de/news/bayern/ma...ch-1312876.html

#4 RE: Presseartikel von Christine 16.10.2013 09:40

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Hier sind sehr viele Presseartikel von 1985 bis heute



http://trauerbuchmichaelaeisch.npage.de/galerie123415.html

#5 RE: Presseartikel von Christine 19.10.2013 10:48

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Das ist ein Bericht vom Trauerbuch - ich gehe davon aus, das es den Tatsachen entspricht, was die Uhrzeiten usw. angeht.


Was am 17.5.1985 geschah !!!!!!



Michaelas feiger Mörder ist immer noch frei

Das Leben muss ja weitergehen. Man kann es sich nicht vorstellen, aber es geht weiter.“ Das sind die Worte einer Frau, der das Schlimmste geschah, was einer Mutter geschehen kann.

Die Münchner Kellnerin Helga Eisch war 28 Jahre alt, als ihre kleine Tochter Michaela (8)verschwand. Einen Monat lang lebte die Frau wie in Trance, bevor am 14. Juni 1985 schließlich das Schlimmste Gewissheit wurde. Michaela – ihr liebes, kleines „Mickymäuschen“ – war tot. Ermordet von einem Sexualverbrecher, der dieses arme Kind missbrauchte und wegwarf wie Dreck.



Immer wieder hat die Münchner Mordkommission in den Jahren danach versucht, mit großangelegten Öffentlichkeitsfahndungen neue Hinweise zu bekommen. Rund 1600 Männer – Anwohner, Kleingärtner, Stadtstreicher, Jogger – wurden vernommen. Tatsächlich fügten sich im Laufe der Jahre immer wieder neue Puzzleteile ein. Doch ein komplettes Bild ergab sich nie. Und auch die technischen Möglichkeiten führten bis heute zu keiner Festnahme. Und so kommt der Kindermörder jetzt schon seit 23 Jahren davon ...

Rückblende: Die geschiedene Kellnerin Helga Eisch arbeitete 1985 im Frühstücksservice des „Alpenhotel“ in der Kolpingstraße nahe des Hauptbahnhofs. Jeden Morgen um 5 Uhr verließ sie die Wohnung in der Bad-Schachener-Straße (Ramersdorf), wo sie allein mit ihrer Tochter lebte. Vorher machte sie dem Kind stets das Frühstück: Marmeladen-Brot mit Milch. Weil Michaela so ein liebes und zutrauliches Kind war, schärfte ihr die Mutter wieder und wieder ein: „Du darfst nie mit Fremden gehen!“ Da kicherte Michaela immer und sagte: „Weiß ich doch, Mami!“

Neben den Frühstücks-Teller legte die Mutter morgens stets die rote Lederbörse mit dem Wohnungsschlüssel und etwas Geld.

So war es auch am Morgen des 17. Mai 1985. Michaela stand um 8 Uhr auf. Um 12 Uhr wollte sie ihre Mutter im Hotel abholen. Zum ersten Mal durfte sie an diesem Tag allein mit der U-Bahn vom Innsbrucker Ring zum Hauptbahnhof fahren. Den Vormittag verbrachte die Kleine auf dem Spielplatz und bei der Oma. Um 10.20 Uhr telefoniert sie mit ihrer Mami: „Ich komme bald“, sagte sie zum Abschied. Es war ein Abschied für immer.

Ihre Freundin begleitete sie bis zur U-Bahnstation Innsbrucker Ring. Die Kripo erfuhr später, dass sie tatsächlich im Alpenhotel war. Doch Mutter und Tochter müssen sich knapp verpasst haben.

Bis zum späten Nachmittag wurde Michaela im Viertel um die Josephsburg von einem Lehrer und anderen Kindern mehrfach gesehen. Einer Nachbarin fiel auf, dass sich das kleine Mädchen besonders hübsch angezogen hatte: weißer Faltenrock, ein neues weißes T-Shirt mit Kuschelbär-Aufdruck, schwarze Ballerina-Schuhe und blaue Strickjacke.

Gegen Abend wird ein Mädchen im weißen Faltenrock in Begleitung eines Mannes an einem Kiosk an der Wittelsbacherbrücke gesehen. Noch später sah ein Zeuge, wie dieses Kind mit einem Mann (ca. 30 Jahre alt, 1,85 Meter groß, schlank mit dunkelblondem, dichten Haar) über den Zaun ins dicht bewachsene Gelände unterhalb an der Braunauer Eisenbahnbrücke (Glockenbachviertel) steigt....

29 Tage später – am Mittag des 14. Juni – findet ein Arbeiter des E-Werks die stark verweste Leiche von Michaela in genau diesem, von Unkraut überwucherten Gelände. Die Achtjährige wurde offenbar noch am Abend ihres Verschwindens vergewaltigt und mit ihrem eigenen Baumwollhöschen erdrosselt. „Sie müssen jetzt stark sein, Frau ­Eisch....“, sagte der Kriminalbeamte.

Helga Eisch war und blieb stark. Sie arbeitete, sie kaufte ein, sie traf Freunde. Jeden Tag staubte sie Michaelas Plüschtier-Sammlung ab und saugte den Teppich des Kinderzimmers. Sie brachte sogar ein Lächeln zustande, wenn sie den anderen Kindern am Spielplatz zuwinkte. Nur Trost und innere Ruhe – das fand sie nie mehr. Sieben Jahre nach dem Tod ihres Mickymäuschens starb Helga Eisch im Herbst 1992 an einem Asthma-Anfall. Sie wurde nur 35 Jahre alt.

Wo ist das rote Schlüssel-Etui?

Bevor die Mutter früh morgens das Haus verließ, legte sie stets ein rotes Lederetui mit fünf Mark und dem Haustürschlüssel auf Michaelas Frühstückstisch. Das kleine Mädchen hatte ihn auch am Tag seines Verschwindens bei sich. Doch dieses rote Leder-Etui samt dem Zeiss-Ikon-Schlüssel (Registrierungs-Nummer 352665) ist am Tatort nicht mehr gefunden worden. Die beiden Gegenstände könnten sich also noch heute im Besitz des Mörders befinden.

Hinweise nimmt die Münchner Mordkommission unter Tel. 089/2910-0 entgegen.

Das geschah am 17. Mai 1985

Wenn es nicht gerade der Hochzeitstag war – wer könnte heute noch sagen, wo er in den Tagen um den 17. Mai 1985 war? Einige Anhaltspunkte: An jenem Freitag, an dem Michaela Eisch verschwand, war es in München sonnig und warm. Die Münchner diskutierten nach einem Kircheneinsturz und Beschädigung der Wieskirche über ein Verbot für Tiefflüge. Roy Black wurde an jenem Tag zu 10 000 Mark Strafe wegen einer Alkoholfahrt (2,58 Promille) verdonnert.

In Bonn war am 13. Mai Mildred Scheel gestorben. Die Fernseh-Nation dachte über ein würdiges Ende für Dallas-Darling Bobby Ewing nach. In der ARD lief an diesem Abend die Arzt-Schnulze Dr. Holl und im ZDF klärte Derrick einen „Unheimlichen Abgang“. Im Formel-1-Training in Monaco triumphierten Ayrton Senna und Riccardo Patrese. Dieter Hoeneß verlängerte seinen Vertrag beim FC Bayern.

Quelle: tz


http://trauerbuchmichaelaeisch.npage.de/...85-geschah.html

#6 RE: Presseartikel von populous 20.10.2013 21:52

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27 Jahre nach dem Mord an Michaela Eisch (8) „Gebt die Suche nie auf!“
Nina Job, 17.05.2012 17:19 Uhr

Ein Mahnmal erinnert an der Wittelsbacherstraße an die ermordete Michaela. Quelle: Unbekannt

Ein Mahnmal erinnert an der Wittelsbacherstraße an die ermordete Michaela.Quelle: Unbekannt

Am 17. Mai 1985 wird Michaela Eisch missbraucht und getötet – derzeit überprüft die Polizei 250 Männer, die einen Massengentest ausließen

München - Das Mädchen hat seinen Kopf in die linke Hand gestützt, lächelt in die Kamera. Das Foto von Michaela Eisch ist an einem Holzkreuz befestigt. Es steht nicht auf einem Friedhof, sondern an der Wittelsbacherstraße, unterhalb der Braunauer Eisenbahnbrücke. Vor 27 Jahren wurde die damals achtjährige Schülerin aus der Maikäfersiedlung unweit dieser Stelle brutal missbraucht und mit ihrem eigenen Schlüpfer erdrosselt. 29 Tage später fand ein Arbeiter die Leiche. An Christi Himmelfahrt jährt sich das furchtbare Verbrechen. Bei der Suche nach dem Täter hat die Polizei in den vergangenen Monaten mehr als 2000 Männer, die zur Tatzeit in der Maikäfersiedlung lebten, um eine Speichelprobe gebeten. Die Zahl derer, die nun noch als mögliche Täter in Betracht kommen, ist inzwischen auf 250 geschrumpft.

Viele Münchner beschäftigt die Tat bis heute. Privatleute haben das Mahnmal, das von der Stadt geduldet wird, errichtet und pflegen es liebevoll. Nachdem Michaelas Grab inzwischen nicht mehr existiert, ist es für frühere Schulkameraden und Weggefährten ein wichtiger Ort des Gedenkens geworden. Im Internet gibt es außerdem ein „Trauerbuch Michaela Eisch“ (trauerbuchmichaelaeisch.npage.de). Ein Münchner, selbst Vater, betreibt die Seite. Er will damit die Erinnerung an Michaela wach halten.

Carmen, eine damals 13 Jahre alte Schulfreundin, ging mit Michaela am 17. Mai 1985 zum U-Bahnhof Michaelibad. Von dort wollte „Micha“ zum Hauptbahnhof fahren, um ihre Mutter im Alpenhotel abholen. Die 28-Jährige arbeitete dort als Bedienung. Für Michaela war es das erste Mal, dass sie alleine mit der U-Bahn fahren durfte.

Die Freundin erinnert sich: „Wenn ich voraussehen hätte können, dass Michaela nicht wieder kommt, hätte ich sie begleitet zu ihrer Mutter, aber ich musste in die andere Richtung. Sie hat mir noch zugewunken. Das war das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe. Es war schrecklich! Als ich wieder zu Hause war, hat man die Kleine schon gesucht.“ Inzwischen ist Carmen 40 Jahre alt und hat selbst eine achtjährige Tochter. Die Angst sitzt tief. „Ich begleite meine Tochter überall hin. Es ist sehr schwer für mich, sie selbstständig werden zu lassen.“

Michaela und Helga Eisch verpassten sich im Hotel. Die allein erziehende Mutter sah ihr Kind nie wieder. Am selben Tag begegnete Michaela ihrem Mörder. Zwei Frauen sahen sie in der Nähe des späteren Fundortes mit einem etwa 30 Jahre alten Mann. Die beiden wirkten vertraut.

Der Fall ist der einzige ungeklärte Kindermord in München. Die Akten wurden nie geschlossen. 2011 ordnete ein Münchner Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Massenscreening an: die erste DNA-Reihenuntersuchung in der Geschichte Münchens. Dank neuester Methoden hatten Kriminaltechniker an den alten Beweismitteln DNA-Spuren des Täters finden können. Mit diesem genetischen Täterprofil galt es nun die DNA aller Männer, die 1985 in der Siedlung lebten und vom Alter in Frage kamen, abzugleichen. Die Polizei forderte 1750 Münchner auf, im Juli in einer Sporthalle in der Bad Schachener Straße freiwillig eine Speichelprobe abzugeben. 1173 Männer kamen. Michaelas Mörder war nicht dabei.

Alle, die nicht gekommen waren, mussten erneut angeschrieben werden. Weitere 1000 Männer, die nicht mehr in München leben, wurden und werden von anderen Polizeidienststellen überprüft. Viel Arbeit. Doch mit jedem, der ausgeschlossen werden kann, zieht sich die Schlinge um den Täter zu – hoffen die Ermittler. Erster Kriminalhauptkommissar Reinhold Bergmann zur AZ: „Jetzt sind noch 250 offen.“

In dem Kondolenzbuch im Internet schreibt eine Tanja: „Gebt die Suche niemals auf!“ Und eine Conny hinterlässt den Eintrag: „Es ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Ich bete für Euch, dass der Mörder auch nach so vielen Jahren noch gefunden wird.“ Michaelas Mutter wird nie erfahren, wer ihre Tochter getötet hat. Sie starb nur sieben Jahre nach ihrer Tochter an einem Asthma-Anfall.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inha...2cc7d458b6.html

#7 RE: Presseartikel von 23.04.2014 19:18

28. Dezember 2013
Ungelöste Mordfälle in München
Missbraucht und erdrosselt

An der Isar wurde die kleine Michaela 1985 missbraucht und erdrosselt. Mehr als 20 Jahre später forderte die Polizei 1750 Männer zu einem Speicheltest auf - ohne Erfolg. Doch der Fall der Achtjährigen ist nicht der einzig ungelöste Mord in München.


Es war die erste DNA-Reihenuntersuchung in München. Doch auch sie führte nicht zur Aufklärung eines lange zurückliegenden Mordes an einem Kind: 2011 forderte die Polizei 1750 Männer zu einem Speicheltest auf. Die Kripo wollte 26 Jahre nach dem Mord an der achtjährigen Michaela Eisch endlich den Täter überführen. Das Kind sollte am 17. Mai 1985 seine Mutter von der Arbeit abholen, durfte erstmals alleine U-Bahn fahren, vom Michaelibad zum Hauptbahnhof. Doch das Mädchen kam nie bei der Mutter an. An der Wittelsbacherstraße, unterhalb der Braunauer Eisenbahnbrücke, wurde die Achtjährige missbraucht und erdrosselt, vier Wochen später fand man ihre Leiche. Noch heute erinnert ein Mahnmal an den Mord.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/unge...sselt-1.1851983

#8 RE: Presseartikel von Christine 14.10.2017 13:36

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14.10.17

DIE FÜNF SPEKTAKULÄRSTEN UNGEKLÄRTEN MORDE AUS BAYERN, DIE IN DER ZDF-SENDUNG GEZEIGT WURDEN

Diese Fälle sind bis heute ungelöst


Der Mordfall Michaela Eisch. Anfang Juli 2011 forderte die Münchner Polizei insgesamt 1750 Männer zu einem Speicheltest auf – es war die erste DNA-Reihenuntersuchung überhaupt in der Landeshauptstadt.

Die Ermittler wollten 26 Jahre nach dem Mord an der achtjährigen Michaela Eisch endlich den Täter überführen. Das Kind sollte am 17. Mai 1985 seine Mutter von der Arbeit abholen, durfte erstmals alleine mit der U-Bahn fahren, vom Michaelibad zum Hauptbahnhof. Doch das Mädchen kam nie bei der Mutter an. Die Achtjährige wurde missbraucht und erdrosselt, vier Wochen später fand man ihre Leiche an einem Bahndamm unweit der Braunauer Eisenbahnbrücke. Der Fall wurde mehrmals in der Sendung behandelt, unter anderem in der Ausgabe vom 25. September 2013, in der zwei Phantombilder eines Mannes gezeigt wurden, mit dem Michaela damals von zwei Zeuginnen gesehen worden war. Doch bis heute gibt es keine heiße Spur.

Der Mordfall Peggy Knobloch

Am 7. Mai 2001 verschwand die damals neunjährige Peggy Knobloch aus dem oberfränkischen Lichtenberg im Landkreis Hof. Ihre sterblichen Überreste wurden erst 15 Jahre später, am 2. Juli 2016, in einem Waldstück in Thüringen entdeckt, rund zwölf Kilometer Luftlinie von Lichtenberg entfernt. Vermutlich starb Peggy noch im Jahr 2001. Der geistig behinderte Ulvi K. wurde nach Peggys Verschwinden verhaftet und wegen Mordes angeklagt. Das aufsehenerregende Verfahren endete am 30. April 2004 am Landgericht Hof mit einem Schuldspruch und einer lebenslangen Haftstrafe. Außergewöhnlich daran war, dass die Verurteilung allein aufgrund eines Geständnisses von K. erfolgte, das dieser jedoch widerrufen hatte. Eine Leiche oder sonstige Beweise für den ihm vorgeworfenen Mord gab es damals nicht. Am 9. Dezember 2013 ordnete das Landgericht Bayreuth die Wiederaufnahme des Verfahrens an, am 14. Mai 2014 wurde K. freigesprochen. Nach dem Auffinden der Leiche war der Fall Peggy am 13. Juli 2016 zuletzt Thema in „Aktenzeichen“, ohne Erfolg.

Der Mordfall Luise Zimmermann

Am 7. Juni 2009 brach die 73-jährige Münchnerin Luise Zimmermann zu einer Wanderung nach Aying im Kreis München auf. Zuletzt wurde die Rentnerin an einem Rastplatz im Egmatinger Forst gesehen, danach muss sie ihrem Mörder begegnet sein. Ihre unbekleidete Leiche wurde zwei Wochen später im Wald gefunden, offenbar mit Benzin übergossen und verbrannt. Die Kripo stellte Parallelen zu dem Fall einer 67-jährigen Münchnerin fest. Diese war 2006 zu einer Wanderung aufgebrochen und am Brauneck bei Lenggries (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) überfallen worden. Der Täter missbrauchte die Frau, fesselte sie an einen Baum und ließ sie halbnackt in der Kälte zurück. Ein zufällig vorbeikommender Jäger rettete sie. Beide Fälle blieben bis heute ungeklärt.

Der Mordfall Maria Baumer

Von der 26-jährigen Maria Baumer aus Regensburg fehlte seit dem 26. Mai 2012 jede Spur. In ganz Europa wurde nach ihr gesucht, nachdem zunächst vermutet worden war, die junge Frau, seit wenigen Tagen Landesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), könnte auf dem Jakobsweg unterwegs sein. Am 8. September 2013 fanden Pilzsammler jedoch die skelettierte Leiche Baumers in einem Wald bei Donaustauf. Bereits am 12. September 2013 wurde der damalige Verlobte Marias, Christian F., unter dringendem Tatverdacht festgenommen, am 6. November 2013 jedoch wieder aus der Haft entlassen. Fünf Monate nach Baumers Verschwinden, am 28. Oktober 2012, war der 28-Jährige in einem Einspieler der ZDF-Reihe zu sehen gewesen, in dem er die Hoffnung äußerte, seine Maria bald wieder in die Arme schließen zu können. Ende vergangenen Jahres wurde F. unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs zweier Schüler des „Domspatzen“-Gymnasiums schuldig gesprochen. Bis heute bestreitet er, etwas mit dem Verschwinden und dem Tod Maria Baumers zu tun zu haben.

Der Mordfall Domenico Lorusso

In der Sendung vom 3. August 2016 war der als „Isarmord“ bekannte Fall des Münchners Domenico Lorusso nachgespielt worden. Lorusso (31) holte am Nachmittag des 28. Mai 2013 seine Freundin, ebenfalls aus Italien stammend, in einem Café am Gärtnerplatz ab. Auf dem Heimweg mit dem Fahrrad wurde die Verlobte auf dem Isarradweg zwischen Patentamt und Deutschem Museum plötzlich grundlos von einem Mann angespuckt. Er war etwa 1,80 Meter groß und trug einen dunklen Mantel sowie eine schwarze Umhängetasche. Als Lorusso den Spucker zur Rede stellen wollte, zog dieser ein Messer. Ein Stich traf den jungen Mann mitten ins Herz und verletzte ihn tödlich. Trotz etlicher Zeugen fehlt vom Täter bisher jede Spur. Der Fall Lorusso habe ihn in seiner Zeit als Moderator von „Aktenzeichen“ am meisten bewegt, so Rudi Cerne im Gespräch mit unserer Zeitung: „Jeder Mord ist einer zu viel. Aber dieser war besonders sinnlos. Da wurde von einer Sekunde auf die andere ein Leben ausgelöscht, wegen nichts.“

https://www.ovb-online.de/politik/diese-...st-8773054.html

#9 RE: Presseartikel von wetterfrosch 29.07.2018 18:03

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Aktualisiert: 10.07.11 - 20:47

DNA-Massentest: 436 Männer geben keine Probe ab

München - Im Zuge der Ermittlungen im Mordfall Michaela Eisch (8) folgten 1314 Münchner der Einladung der Polizei zum Speicheltest. Erste Ergebnisse werden in drei bis vier Wochen erwartet.

Die Polizei ist mit der Ausbeute zufrieden. Nach diesem Wochenende haben die Ermittler 1314 der 1750 geforderten Speichelproben im Sack – oder besser gesagt im Röhrchen. 140 Männer hatten bereits im Vorfeld ihre Probe abgegeben, 1174 erschienen zum Massentest. Ob der Mörder von Michaela Eisch dabei war, wird die Polizei in drei bis vier Wochen wissen. So lange dauert es, bis die Proben analysiert sind. Die Ermittler werden unterdessen prüfen, wieso 436 Männer nicht zum Test kamen. Außerdem fehlen in der Rechnung noch die Proben von rund 1000 Männern, die mittlerweile nicht mehr in München wohnen.

Es war der größte DNA-Massentest in der Kriminalgeschichte der Stadt. Nach 26 Jahren soll endlich der Mörder von Michaela Eisch gefunden werden, der die damals Achtjährige im Frühling 1985 missbrauchte und erdrosselte. Eine neue Spur, die mit neuer Technik an den Beweisen vom Tatort gefunden wurde, gab den Ausschlag für die Reihenuntersuchung. Weil die Polizei den Täter in Michaelas Nachbarschaft, der Maikäfersiedlung in Berg am Laim, vermutet, wurden 1750 Münchner zum Test gebeten, die 1985 dort gewohnt haben. Hinzu kommen die Proben von rund 1000 Männern, die inzwischen weggezogen sind. Sie sollen an ihrem neuen Wohnort eine Probe abgeben. Wie viele das bisher getan haben, war gestern noch nicht bekannt.

Zwar war der Test freiwillig – doch die Polizei will den Täterkreis einengen. Das funktioniert nur, wenn auch jeder Unschuldige seine Probe abgibt. Darum wird jeder, der nicht erschienen ist, nochmals kontaktiert. Dies hatte Markus Kraus, Chef der Münchner Mordkommission, am Rande des Massentests angekündigt.

Im Institut für Rechtsmedizin werden die Speichelproben mit der DNA vom Tatort verglichen. Danach, so verspricht die Polizei, wird die Probe sofort vernichtet – es sei denn, sie stammt vom Täter. Dann hätte die Jagd nach 26 Jahren ein Ende. Es gibt jedoch noch eine Möglichkeit, die alle Bemühungen zunichte machen würde: Vielleicht ist der Gejagte längst tot.

akg

https://www.merkur.de/lokales/muenchen/o...mm-1316950.html

#10 RE: Presseartikel von wetterfrosch 29.07.2018 18:13

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Ungeklärter Mordfall von Michaela Eisch jährt sich zum 31.Mal

17. Mai 2016 ?

Am 17. Mai 1985 wurde Michaela Eisch, im Alter von nur 8 Jahren, in München ermordet. Heute jährt sich dieses Verbrechen zum 31.Mal. Zeit, die Geschehnisse des Falls noch einmal darzustellen.

Die Vorgeschichte

Der 17. Mai 1985 begann für Michaela Eisch und ihre Mutter eigentlich wie jeder andere. Um 5 Uhr morgens ging die damals 28-Jährige von zuhause aus an ihren Arbeitsplatz im Hotel Alpenhof. Michaela und ihre geschiedene Mutter lebten zusammen in der Bad-Schachener-Straße in Ramersdorf. Um 8 Uhr stand dann auch Michaela auf und verbrachte den Vormittag auf einem Spielplatz und bei ihrer Oma, ehe sie um 12 Uhr aufbrach, um ihre Mutter von der Arbeit abzuholen. Offenbar hatte es Michaela damals auch in das Hotel geschafft – Mutter und Tochter hatten sich dabei aber scheinbar knapp verpasst. Im Laufe de Tages wurde die damals 8-Jährige noch mehrmals von Zeugen gesehen.

Gegen Abend wurde das Mädchen dann sogar dabei beobachtet, wie es mit einem ca. 30 Jahre alten Mann über einen Zaun in ein dicht bewachsenes Gelände unterhalb der Braunauer Eisenbahnbrücke im Glockenbachviertel gestiegen war. Auffällig war lediglich, dass das Mädchen wohl relativ schick gekleidet war und die beiden sich gut verstanden haben sollen.

Das Verbrechen

Michaela wurde vermutlich noch am selben Tag missbraucht und im Anschluss getötet. Erst 29 Tage später, am 14. Juni, fand ein damaliger Mitarbeiter des E-Werks das Mädchen, das mit ihrem eigenen Slip erdrosselt wurde, an jener Stelle unterhalb an der Braunauer Eisenbahnbrücke. Seit diesem Tag beschäftigte sich die Mordkommission mit dem Fall.

Die Ermittlungen

Im Anschluss an das Verbrechen wurde eine Sonderkommission gebildet. Diese blieb aber über weite Strecken, genau wie die Öffentlichkeitsfahndung der Polizei, erfolglos. Es wurde eine Belohnung von damals 10.000 Mark ausgesetzt.

Die Suche blieb auch die nächsten 20 Jahre aussichtslos. Erst die immer moderner werdenden Fahndungsmaßnahmen brachten neue Erkenntnisse. Ermittlern gelang es, am Tatort DNA-fähiges Material vom Täter zu finden. Daraus resultierend wurde der Fall 2008 neu aufgerollt. 2011 bat die Münchner Polizei über 1700 potentiell in Frage kommende Männer zu einem DNA-Test. Doch auch diese Maßnahme führte zu keinem Erfolg.

Die Nachwirkungen

Der Fall Michaela Eisch bleibt bis heute in den Köpfen der Münchnerinnen und Münchner präsent.
Neben einem Mahnmahl betreiben Privatleute eine eigens erstellte Internetseite auf der sich laufend alle Neuigkeiten sowie eine Historie des Falls finden lassen.

Erwähnenswerte Neuigkeiten gibt es in dem Fall leider immer noch nicht zu vermelden. Doch sowohl Polizei als auch diverse Privatpersonen werden auch weiter alles daran setzen, doch noch den Mörder von Michaela Eisch zu finden.

https://www.muenchen.tv/ungeklaerter-mor...-31-mal-168610/

#11 RE: Presseartikel von wetterfrosch 29.07.2018 18:38

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14.06.13

"Ich werde diesen Einsatz nie vergessen“

Heute vor 28 Jahren fanden zwei Polizisten die Leiche von Michaela Eisch. Einer von ihnen ist Dieter Heumann. Für ihn wurde der Mord an dem kleinen Mädchen zum bewegendsten Fall seiner Karriere. Bis heute jagt die Polizei den Täter – und Dieter Heumann hofft, ihm eines Tages ins Gesicht zu blicken.

Mordfall Michaela Eisch

Heute vor 28 Jahren fanden zwei Polizisten die Leiche von Michaela Eisch. Einer von ihnen ist Dieter Heumann. Für ihn wurde der Mord an dem kleinen Mädchen zum bewegendsten Fall seiner Karriere. Bis heute jagt die Polizei den Täter – und Dieter Heumann hofft, ihm eines Tages ins Gesicht zu blicken.

von ann-kathrin gerke

Der 14. Juni 1985 ist ein warmer Frühlingstag, die Polizisten der Baldewache sind in kurzärmeligen Hemden unterwegs. Dieter Heumann ist 21 Jahre alt, ein junger Beamter, erst seit wenigen Wochen mit der Ausbildung fertig. Gemeinsam mit seinem erfahrenen Kollegen Klaus M. fährt er an diesem Nachmittag Streife durch das Revier in der Isarvorstadt. Gegen 15 Uhr empfangen sie einen Funkspruch in ihrem 5er-BMW. Die Einsatzzentrale schickt sie zur Braunauer Eisenbahnbrücke, mit den Worten: „Dort zeigen Ihnen die Beschäftigten vom E-Werk ein totes Reh im Gebüsch.“ Was zunächst unspektakulär klingt, wird sich zu einem der größten Mordfälle entwickeln, die es in München jemals gab – und Dieter Heumann wird diesen Einsatz nie mehr vergessen. Denn an dem Bahndamm unweit der Isar werden die Polizisten in wenigen Minuten kein Reh finden. Sondern die Leiche der achtjährigen Michaela Eisch.

Noch heute, 28 Jahre später, kennt wohl jeder Polizist in der Stadt den Namen des kleinen Mädchens. Ihr Tod ist der einzige Sexualmord an einem Kind, den die Münchner Mordkommission bisher nicht aufklären konnte. Michaela Eisch verschwand am 17. Mai 1985. Die Beamten haben diesen Tag im Laufe der Jahre rekonstruiert: Die Achtjährige verließ am Vormittag gegen 10.30 Uhr das Haus ihrer Großeltern an der Höhenstadter Straße in der Maikäfersiedlung (Berg am Laim). Sie durfte an diesem Tag zum ersten Mal alleine mit der U-Bahn fahren, um ihre Mutter an ihrem Arbeitsplatz im Hotel Alpenhof in der Innenstadt abzuholen. Die zwei wollten Schallplatten kaufen gehen, Michaela war aufgeregt. Ihr Großvater war bis zuletzt dagegen, das Kind alleine gehen zu lassen – doch als Michaela weinte und quengelte, gab er nach. Es war das letzte Mal, dass er seine Enkelin sah.

Bis heute ist unklar, ob Michaela zur U-Bahnstation Michaelibad oder Innsbrucker Ring ging, Zeugen widersprachen sich. Doch fest steht: Am U-Bahnhof verliert sich ihre Spur erst einmal. Gesehen wird Michaela erst Stunden später wieder – und zwar gegen 17.30 Uhr am östlichen Isarufer. Zwei Zeuginnen sehen sie mit einem Mann zwischen 25 und 35 Jahren, den sie als gutaussehend beschreiben. Er hebt das Kind nahe des Kiosks an der Eisenbahnbrücke über den Zaun. Der Umgang miteinander wirkt vertraut. Vier Wochen später finden Dieter Heumann und sein Kollege nur wenige hundert Meter entfernt die Leiche des Kindes.

Heumann erinnert sich bis heute an den Geruch, der ihm am Nachmittag des 14. Juni an der Braunauer Eisenbahnbrücke in die Nase stieg – und der die Mitarbeiter des E-Werks dazu gebracht hatte, die Polizei zu rufen. Der Gestank nach Verwesung. „Die Beschäftigten erzählten uns, dass dieser Geruch schon länger in der Luft hing. Sie glaubten, es sei ein totes Reh“, sagt Heumann. Er ist mittlerweile 49 Jahre alt und Polizeihauptkommissar auf der Giesinger Inspektion, leitet dort den Kontaktbereich. Die Baldewache gibt es längst nicht mehr, der 14. Juni 1985 ist mehr als ein halbes Berufsleben her – doch was damals passierte, schildert Dieter Heumann so klar, als sei es gestern gewesen. „Ich werde diesen Einsatz nie vergessen.“

Hinter seinem Kollegen kraxelt der junge Beamte den Bahndamm hinauf, die Männer gehen in das Gebüsch. Der Geruch wird stärker. „Plötzlich sagte mein Kollege Klaus: Bleib stehen. Ich glaube, das ist kein Reh. Das ist das Mädchen, nach dem alle suchen.“ Er hat Recht. Dort, im Unterholz, liegt die achtjährige Michaela Eisch. Rechtsmediziner werden später feststellen, dass sie missbraucht und erdrosselt worden ist. „Ich habe den Körper nur schemenhaft gesehen“, sagt Heumann. „Mein Kollege hat sofort an ihren Ballerina-Schuhen erkannt, dass es sich um Michaela handelte.“

Schwarze Ballerinas, eine dunkelblaue Strickjacke, ein weißer Faltenrock und ein T-Shirt mit Kuschelbären-Aufdruck – jeder Polizist in der Stadt wusste in diesen Tagen, was Michaela zuletzt getragen hatte. Nach ihr war mit Spürhunden und Hubschraubern gefahndet worden, es war die größte Suchaktion, die es bis dahin in der Geschichte der Münchner Polizei gegeben hatte. Doch Michaela war vermutlich längst tot – die Polizei geht heute davon aus, dass der unbekannte Mann vom Isarufer sie noch am Tag ihres Verschwindens tötete.

Die Mordkommission jagt diesen Mann bis heute. Über die Jahrzehnte hinweg wurden Spuren aufbewahrt, immer wieder neu ausgewertet, Hinweise geprüft. Vor zwei Jahren gelang es dank verbesserter Technik, eine DNA-Spur am Beweismaterial zu sichern. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter sie hinterlassen hat – und leitete den größten DNA-Massentest ein, den es in München jemals gab. Alle Männer im passenden Alter, die 1985 in der Maikäfersiedlung gewohnt oder gemeinsam mit Michaelas Mutter gearbeitet haben, sollen freiwillig eine Speichelprobe abgeben. Rund 1900 Männer haben das laut Mordkommission bislang getan, etwa 800 Proben fehlen noch – weil die Männer aus München weggezogen sind und nun erst einmal gefunden werden müssen, erklärt Kriminalhauptkommissar Stephan Meyer. „Es wird alles getan und versucht, dieses Tötungsdelikt doch noch aufzuklären“, sagt er. „Der Täter könnte möglicherweise noch einmal zuschlagen.“ Doch bislang gab es keinen Treffer.

Unterhalb der Braunauer Eisenbahnbrücke erinnert heute ein Mahnmal an Michaela Eisch. Ein Münchner Familienvater, der nicht genannt werden möchte, hat es aufgestellt und pflegt das Holzkreuz liebevoll. Außerdem betreut er ein Trauerbuch im Internet, wo alle Informationen zum Fall Eisch gesammelt werden (http://trauerbuchmichaelaeisch.npage.de). Er kannte Michaela nicht, aber er sagt: „Wenn meinen Kindern so etwas passieren würde, würde ich auch wollen, dass sich jemand kümmert.“

Michaelas Mutter kann sich nicht mehr kümmern – sie starb wenige Jahre nach ihrer Tochter. „Aus Kummer“, glaubt Dieter Heumann. Der Fall bewegt ihn bis heute: „Ein unschuldiges Mädchen ist ermordet worden. Ich habe nicht nur als Polizist, sondern auch als Privatperson ein Interesse daran, dass der Täter gefasst wird.“ Dieter Heumann hat selbst drei Kinder, sein ältester Sohn wurde drei Jahre nach dem Tod von Michaela Eisch geboren. „ Mit den Vatergefühlen kamen die Erinnerungen an den Fall wieder hoch“, sagt er. „Da wurde mir die ganze Dramatik erst richtig bewusst.“ Zufällig verbindet ihn der Fall zudem mit einer guten Freundin, auf deren Hochzeit Michaela im November 1984 Blumenmädchen war.

Etliche Male hat Dieter Heumann über die letzten Stunden im Leben von Michaela Eisch nachgedacht. Er kennt die Wohngegend gut, lebt selbst in der Nähe. „Ich sehe es wie einen Film vor meinem inneren Auge. Wie sie die Straße entlang geht, den U-Bahnabgang sieht, mit der Rolltreppe herunter fährt. Aber dann, am Bahnsteig, endet der Film.“ Der Polizist hat bis heute keinen Verdacht, wer der Täter sein könnte. „Nach so langer Zeit ist die Suche schwierig, vielleicht ist der Mörder längst tot.“ Doch Dieter Heumann hofft, dass seine Kollegen von der Mordkommission den Mann finden – und er ihm eines Tages im Gerichtssaal in die Augen schauen kann. „Das wäre eine Genugtuung.“

https://www.ovb-online.de/bayern/ich-wer...en-2955200.html

#12 RE: Presseartikel von Helios 19.09.2018 03:13

18.09.2018, 19:25 Uhr
SPD fordert Spezialeinheit für ungeklärte Morde
189 Mordfälle und Mordversuche warten in Bayern noch auf ihre Aufklärung. Das ist eines der Ergebnisse einer parlamentarischen Anfrage der Landtags-SPD. Fraktionschef Rinderspacher fordert nun spezielle Polizei-Einheiten für diese Cold Cases.

Der Mord an Michaela Eisch geht dem ehemaligen BR-Polizeireporter Oliver Bendixen nicht aus dem Kopf. Am 17. Mai 1985 wurde die 8-jährige in München das letzte Mal lebend gesehen. Mit einem unbekannten Mann. 29 Tage später fand man ihre Leiche. Sie war vergewaltigt und getötet worden. Der Fall geht Bendixen auch deshalb nicht aus dem Kopf, weil er während seiner 40-jährigen Tätigkeit als Polizeireporter der vermutlich einzige nicht geklärte Mord an einem Kind in München gewesen war. Die Aufklärungsquote bei Mord ist relativ hoch – verglichen mit anderen Verbrechen. 2017 lag sie in Bayern bei 97 %.

Insgesamt 189 Mordfälle und Mordversuche warten in Bayern noch auf ihre Aufklärung. Das ist eines der Ergebnisse einer parlamentarischen Anfrage der Landtags-SPD. SPD-Fraktionschef Rinderspacher fordert nun spezielle Polizei-Einheiten für diese Cold Cases.

Auch wenn es bisher keine Spezialeinheit gibt, rollen die Beamten Ermittlungen immer wieder auf: Dank neuer Technik hatte man im Fall Michaela Eisch eine DNA Spur gefunden. 2011 gab es einen Massengentest. Doch der Test blieb ergebnislos.

"Die Polizei sucht noch weiter, der Fall ist noch nicht abgeschlossen, immer noch nicht im Aktenbestand der Münchner Polizei verschwunden." Oliver Bendixen, ehemaliger BR-Polizeireporter
Manche Mordfälle werden erst nach Jahren gelöst
Nach Jahren erfolgreich waren die Beamten allerdings im Mordfall an einer irischen Studentin 1991. Sie war in München vergewaltigt und ermordet worden. Oliver Bendixen erinnert sich, dass 12 Jahre später ein Mann wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte in Bremerhaven festgenommen wurde. Man hatte ihm eine Speichelprobe abgenommen. Er war der Täter! Bayerische Ermittler hätten sogar als erste begonnen, Altfälle immer wieder aufzurollen, sagt Oliver Bendixen. Nur passiert das eben bisher nicht in einer Speziellen Einheit. Sein Meinung dazu:

"Beamte in so eine Sonderheit zu stecken, die sich nur um alte unaufgeklärte Fälle kümmern, das führt meiner Meinung zu riesen Frust bei diesen Ermittlern, die vor einer schier aussichtslosen Aufgabe stehen und unter Umständen jahrelang überhaupt keine Erfolgserlebnisse mehr haben." Oliver Bendixen, ehemaliger BR-Polizeireporter
Der SPD sieht das anders, sie befürchtet, dass sich die Polizei durch die erhebliche Arbeitsbelastung im Alltag kaum um Altfälle kümmern könne. Rinderspacher schlägt vor, bei allen zehn Polizeipräsidien in Bayern Spezialeinheiten für ungelöste Mordfälle zu schaffen und diese mit neuem Personal auszustatten. "Wir dürfen keine Anstrengungen unterlassen, die Strafverfolgung so effektiv wie möglich zu machen“, so Rinderspacher. Dabei verweist er auf andere Bundesländer wie Hamburg oder Nordrhein-Westphalen, die bereits dabei wären, solche Einheiten einzurichten.

AUTOREN

Astrid Halder

https://www.br.de/nachrichten/bayern/spd...e-morde,R41BuXQ

#13 RE: Presseartikel von wetterfrosch 06.09.2020 00:39

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01.07.2020, 11:07 Uhr

Ungelöste Fälle in Bayern: Mord verjährt nicht

Heute beginnt der Prozess im Fall Maria Baumer. Viele weitere spektakuläre Kriminalfälle wie Peggy oder Monika Frischholz werfen auch nach Jahren noch Fragen auf. Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse, nicht zuletzt durch den Einsatz neuer Technik.

Viele aufgeklärte Fälle durch DNA-Analysedatei

Seit 20 Jahren gibt es die DNA-Analyse als kriminalistisches Werkzeug. Seither wurde in Wiesbaden beim Bundeskriminalamt eine DNA-Analysedatei eingerichtet. Mit Hilfe dieser Datei konnten allein in Bayern mehrere Tausend Delikte geklärt werden.

Dennoch gibt es weiterhin unzählige ungelöste Kriminalfälle. Darunter auch der Fall Michaela Eisch, die am 17. Mai 1985 im Alter von nur acht Jahren in München ermordet wurde. Nachträglich habe man hier eine DNA-Spur sichern können, sagt der Münchner Polizeisprecher Werner Kraus:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/ung...-weiter,RKt9wFw

#14 RE: Presseartikel von wetterfrosch 06.09.2020 00:54

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16.11.2018

Tote haben keine Lobby

Fast 200 Morde sind in Bayern ungeklärt. Ermittler fordern Cold-Case-Einheiten – das Innenministerium weigert sich

Missbraucht und mit dem eigenen Slip erdrosselt: Michaela Eisch wurde gerade Mal acht Jahre alt. Noch immer erinnert in München ein Kruzifix an das vor mehr als drei Jahrzehnten getötete Mädchen. Der Mörder wurde bis heute nicht gefasst. Auch den Mörder von Maria Baumer kennt die Polizei bis heute nicht. Ein Pilzesammler fand 2013 die skelettierte Leiche der 26-Jährigen im Landkreis Regensburg.

Beide Fälle sind sogenannte Cold Cases. So nennt man Schwerstverbrechen, die innerhalb eines Jahres nicht aufgeklärt werden konnten. In Bayern gab es nach Angaben des Innenministeriums zwischen 1986 und 2017 insgesamt 4459 Morde und Mordversuche. In 189 Fällen konnte der Täter bislang nicht überführt werden. Vermisste, die Opfer eines Verbrechens sein könnten, werden in der Statistik nicht berücksichtigt.

Da Mord nicht verjährt, ist es die Pflicht der Ermittlungsbehörden, Altfälle immer wieder auf neue Ermittlungsansätze zu prüfen. Nur: Für diesen aufwendigen Job fehlt es in Bayern an Personal. Die Ermittler bearbeiten dort die Fälle im Nebenamt. Anders in Hamburg und Schleswig-Holstein: Dort kümmern sich eigene Spezialeinheiten ausschließlich um Altfälle. Hessen baut gerade eine zentrale Cold-Case-Unit auf, und Nordrhein-Westfalen intensiviert die Bemühungen auf diesem Gebiet.

„Altfälle von Gewaltdelikten lassen die Kollegen ungerne einfach ruhen. Aufgrund der aktuellen Fälle fehlt aber oft die Zeit“, sagt Peter Schall, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Auch der Erdinger Hauptkommissar Robert Krieger betont, dass Cold Cases nicht im Aktenschrank verstauben. „Es sind schließlich keine Hühnerdiebstähle, sondern Morde. Doch die Leute dafür müssen wir uns aus den Rippen schnitzen“, so der Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter.

In Bayern werden Altfälle nur im Nebenjob bearbeitet

Die bayerische Staatsregierung sieht jedoch keinen akuten Handlungsbedarf, 95 Prozent der Morde in besagten Zeitraum seien geklärt und die Bearbeitung ungeklärter Morde habe hohe Priorität. „Alle Präsidien der bayerischen Polizei nehmen eine wiederkehrende Altfallprüfung vor“, heißt es aus dem Innenministerium. Einen festgelegten Turnus gibt es dafür nicht.

Für die SPD ist das nicht hinnehmbar. „Dass ungeklärte Mordfälle immer wieder mal sporadisch durchforstet werden, wird den Nöten der Hinterbliebenen nicht gerecht und ist ein falscher Ansatz“, sagt Markus Rinderspacher, Vizepräsident des Landtags. Er fordert bei allen zehn Polizeipräsidien in Bayern Spezialeinheiten mit extra Personal. Rückenwind bekommt Rinderspacher dafür nicht nur vom Opferhilfeverein Weisser Ring, sondern auch von führenden Ermittlern wie Markus Schlemmer, Chef der Kriminalpolizei in Aschaffenburg. „Wir geben zwar unser Bestes. Aber es reicht nur für die Pflicht, nicht für die Kür“, sagt er. Dabei konnte er mit seinem Team erst kürzlich einen jahrzehntelang zurückliegenden Mordversuch aufklären. Die Verurteilung des Täters Ende Mai sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Der heute 55-Jährige hatte im Januar 1988 stundenlang eine Frau vergewaltigt und danach auf sie eingestochen. Im Glauben, sie sei tot, verscharrte er die damals 22-Jährige im Wald. Doch Ursula S. schleppte sich nackt zu einer Straße und wurde gerettet. Es dauerte fast 30 Jahre, bis ihr Peiniger gefasst wurde. „Wir hatten eine DNA-Spur ans LKA geschickt, und es gab einen Treffer“, sagt Schlemmer. Ein Glücksfall.

Seither versucht er verstärkt einen Fokus auf die Cold Cases zu legen. Zwar würden Datenbanken abgeglichen und immer geschaut, ob Spuren auf Beweismitteln mit modernster Kriminaltechnik doch noch zu einem Täter führen. Aber das reiche nicht aus. Zu viel hänge vom einzelnen Ermittler, seinem Engagement, seiner Sicht auf den Fall, den er zum Teil über Jahrzehnte betreut, ab, so Schlemmer. „Gerade aber im Team können neue Ermittlungsansätze entwickelt werden.“

In der Hamburger Cold-Case-Unit arbeiten vier Mitglieder aus völlig unterschiedlichen Polizeibereichen. Der Vorteil: Sie haben einen neuen, unvoreingenommenen Blick auf den Fall, sagt Frank-Martin Heise, Leiter des Hamburger Landeskriminalamts. So finden sich manchmal Anhaltspunkte, die Generationen von Beamten übersehen haben. Eine Qualitätssicherung, die in Bayern völlig fehlt, genauso wie das Personal, um einen Fall auch ohne konkrete Hinweise nochmal komplett aufzurollen. „Beziehungen verändern sich. Manchmal arbeitet die Zeit für uns. Ein Mitwisser, der damals geschwiegen hat und jahrelang Schuld mit sich rumträgt, sagt sich vielleicht: Wenn mich nochmal einer fragt, rede ich“, erklärt Heise.

Dass der Täter gefasst wird, ist auch für Angehörige wichtig

Dazu kommt: Es wäre auch ein wichtiges Signal an die Angehörigen der Opfer. Psychische Traumatisierungen bei Partnern, Eltern, Kindern: Welche Auswirkungen ein Verbrechen auf eine Familie hat, weiß Wolfgang Sielaff. „Das Leben gerät in Sekundenbruchteilen aus den Fugen“, sagt der ehemalige Chef des Hamburger LKA. Seine Schwester wurde 28 Jahre vermisst. Die Polizei hatte die Ermittlungen 1993 eingestellt. Sielaff gab die Suche selbst im Ruhestand nicht auf. Vor einem Jahr fand er in einer Kfz-Grube die einbetonierten Knochen seiner Schwester und klärte den Mord auf. „In Sekundenschnelle stellten sich zwei Empfindungen ein: der Schock, weil nun zweifelsfrei klar war, dass meine Schwester einem Verbrechen zum Opfer gefallen war und die Erleichterung, sie gefunden zu haben“, erzählt Sielaff.

Als Vorstandsmitglied der Weisser Ring Stiftung setzt sich Sielaff für die bundesweite Einrichtung von Cold-Case-Einheiten und die bessere Einbindung der Angehörigen in die Ermittlungen ein. „Oft wird nur an das unmittelbare Opfer gedacht. Aber die Angehörigen, die Freunde leiden lebenslang unter der Tat, der Ungewissheit, den offenen Fragen.“ Sie bräuchten eine Lobby. Man könne ihnen doch nicht sagen: „Wir kümmern uns – wenn wir freie Kapazitäten haben.“

In Bayern hat jetzt eine Arbeitsgruppe der bayerischen Polizei zumindest die Einrichtung einer Dienststelle zur Beratung von Sonderkommissionen empfohlen. Sie könnte zumindest die Begleitung von Schulungen oder die Fortentwicklung von Methoden zur Fallpriorisierung im Bereich der Cold Cases betreuen. Die Umsetzung wird derzeit geprüft.

Kripo-Chef Schlemmer will so lange nicht warten. Er ist gerade dabei, in Aschaffenburg eine eigene Ermittlergruppe zusammenzustellen. Alle 14 Tage sollen sich dort Kriminalbeamte aus allen Bereichen zusammensetzen und Altfälle mit neuen Ideen angehen. So werde die Last auf alle Schultern verteilt, erklärt Schlemmer. Es sei nur ein Versuch, meint er. „Aber ich sehe keine andere Möglichkeit.“ (Ruth van Doornik)

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