#1 Berlin: Abou-Chaker | Prozess von Tumbleweed 15.01.2019 13:26

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15.01.2019


Berlin Crime
15.01.2019 12:40 1.134
Clan-Boss Abou-Chaker festgenommen: Er wollte Bushidos Familie entführen lassen

Berlin - Im Berliner Amtsgericht spielte sich laut "Bild"-Zeitung am Dienstag eine kleine Sensation ab: Clan-Boss und Feind von Rapper Bushido (40), Arafat Abou-Chaker, wurde verurteilt und festgenommen - nach 33 eingestellten Verfahren.

Er erschien und bekam wegen Körperverletzung und Bedrohung 10 Monate auf Bewährung. Er soll einem 49-jährigen Hausmeister mit einem Kopfstoß die Nase gebrochen haben und ihm mit dem Tod bedroht haben. Eigentlich wäre er nach dem Prozess ein freier Mann, dennoch klickten kurz darauf die Handschellen. Laut Staatsanwaltschaft so soll Abou-Chaker bereits Rachepläne gegen den 40-Jährigen geschmiedet haben.

Konkret soll es sich dabei um die Entführung von Bushidos Kindern und seiner Frau, Anna-Maria Ferchichi (36, Schwester von Sängerin Sarah Connor), handeln. Offenbar hat laut "Bild"-Information die Ehefrau von Arafats Bruder den Ermittlern einen entscheidenden Hinweis gegeben. Sie soll mitbekommen haben, wie Leute eine entsprechende Aktion

Über Jahre waren Bushido und Arafat Abou-Chaker enge Freunde und Geschäftspartner. Anfang 2018 muss jedoch etwas vorgefallen sein, worüber beide Seite schweigen (TAG24 berichtete).Dennoch hat sich die daraus ergebene Trennung zu einer lebensgefährlichen Fehde aufgebauscht.
Es stand bereits ein Mordanschlag im Raum

Arafat Abou-Chaker im Amtsgericht Berlin-Tiergarten.

Eskaliert ist der Streit zwischen den einstigen "Brüdern" im Juli vergangen Jahres.
Arafat schrieb damals in seiner Instagram-Story. "Menschen, die ein lügenhaftes Leben haben, hassen Ehrlichkeit, weil das ihre Position gefährdet...Möge Allah solche Menschen zur Wahrheit leiten oder sie und ihre Familie vernichten." Dazu ergänzte der 42-Jährige seinen Beitrag mit einem eigenen Zitat "Das passt zu dir… bald". Auch wenn hier keiner direkt angesprochen wurde, fühlte sich Anna-Maria Ferchichi angesprochen und bedroht, wie TAG24 berichtete.

"Sie und ihre Familie vernichten? Bist du noch ganz sauber Arafat Abou-Chaker !!! Soll ich das als Drohung gegen meine Familie sehen? Wir holen uns unser Recht und damit kommst du nicht klar! Abartiger Mensch bist du", konterte die fünffache Mutter daraufhin - Bushidos neues Familienidyll war seitdem in Gefahr.

Diese Auseinandersetzung fand schließlich Anfang September in den sozialen Netzwerken seinen Höhepunkt. Der Clan-Chef hatte nie aufgehört gegen Bushido vorzugehen, versuchte sogar bis zum Schluss, die Album-Veröffentlichung von "Mythos" zu verhindern - koste es was es wolle. Es stand sogar ein Mordanschlag im Raum.

Nun wurde der Clan-Chef sofort vom Gerichtssaal in die JVA Moabit gebracht. Weitere Einzelheiten zur Festnahme werden erwartet. TAG24 bleibt dran
https://www.tag24.de/nachrichten/abou-ch...e-berlin-934831

#2 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 23.01.2019 10:34

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23.01.2019


Polizei
23.01.2019 08:42 1.877
Entführung von Bushidos Kindern geplant? Bruder von Clan-Boss Abou-Chaker geschnappt

Berliner Ermittler nehmen Yasser Abou-Chaker in Dänemark fest

Berlin/Dänemark - Nach tagelanger Flucht: Der Bruder des berüchtigten Berliner Clan-Chefs Arafat Abou-Chaker (42) soll Medienberichten zufolge in Dänemark festgenommen worden sein.

Wie "Focus Online" und "B.Z." berichten, soll Yasser Abou-Chaker (40) von Berliner Ermittlern in Dänemark aufgespürt und festgenommen worden sein.

Ihm wird vorgeworfen, an der Planung und Vorbereitung der Entführung der Kinder von Rapper Bushido (40) beteiligt gewesen zu sein.

Zudem soll sich Arafat in einen Streit seines Bruders Yasser eingemischt haben und damit gedroht haben, seine Kinder und Frau zu entführen. Die Eltern sind getrennt, die Kinder leben bei der Mutter.

Am Dienstag vor einer Woche wurde Arafat Abou-Chaker erstmals verurteilt. Im Berliner Amtsgericht klickten dann kurz darauf die Handschellen. Die Staatsanwaltschaft nutzte den Termin, um den 42-Jährigen festzunehmen (TAG24 berichtete). Seitdem sitzt der Clan-Boss in der JVA Moabit.

https://www.tag24.de/nachrichten/bruder-...fuehrung-946148

#3 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 24.06.2019 12:17

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Berlin Crime
24.06.2019 11:27 434
Schon wieder! Polizeieinsatz bei Clan-Chef Arafat Abou-Chaker
Polizeieinsatz bei Clan-Chef Arafat Abou-Chaker in Kleinmachnow

Berlin - Erneut musste die Polizei zum Grundstück von Clan-Chef Arafat Abou-Chaker in Kleinmachnow (Brandenburg) ausrücken.


Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" gab es am Montagmorgen erneut einen Einsatz auf dem Grundstück von Clan-Chef Arafat Abou-Chaker.

Unter Bezugnahme auf eine Pressesprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark gehe es dabei um "baurechtliche Aspekte", hieß es. Dazu sei die zuständige Bauaufsicht auf dem Grundstück im brandenburgischen Kleinmachnow. Zur Hilfeleistung waren Beamten der Polizei mit zwei Gruppenwagen vor Ort.

Worum es konkret ging, war zunächst nicht bekannt. In den sozialen Medien habe der Clan-Chef ein Video von dem Einsatz in einem Live-Stream gezeigt, dieses aber offenbar wieder gelöscht.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Arafat Abou-Chaker im Netz für Aufsehen sorgt. Zuletzt pöbelte der Clan-Chef am 12. Juni auf Instagram gegen Polizisten, als diese zu einem Grundstück in Kleinmachnow im Besitz des Rappers Bushido gerufen wurden.

Bushidos Ehefrau Anna-Maria Ferchichi wollte die Schlösser auf ihrem Grundstück austauschen und bekam dafür Polizeischutz, als die Situation eskalierte (TAG24 berichtete).

Sei Monaten liegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker und Rapper Bushido im Clinch. Sie waren früher eng befreundet, gingen aber im Streit auseinander. Zuletzt wurde Abou-Chaker vorgeworfen, Komplizen gesucht zu haben, um die Frau und Kinder seines ehemaligen Geschäftspartners zu entführen. Die Taten sollen geplant worden sein, zur Ausführung sei es aber nicht gekommen. Auch von einem Säureanschlag auf Bushidos Ehefrau war die Rede (TAG24 berichtete).

Video im Link
https://www.tag24.de/nachrichten/polizei...polizei-1111971

#4 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 04.10.2019 18:24

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Berlin Crime
04.10.2019 14:31 3.275
Anklage gegen Arafat: Wurde Bushido geschlagen und eingesperrt?
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Arafat Abou-Chaker


Berlin - Der Streit zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker spitzt sich weiter zu. Erst am Dienstag ist bekannt geworden, dass die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Clan-Chef und einiger seiner Brüder erhoben hat.

Arafat Abou-Chaker und Bushido waren jahrelang Geschäftspartner. (Bildmontage)

Wie der Spiegel berichtet, werfen Ermittler den Abou-Chakers, Arafat, Yasser, Nasser und Rommel, eine Reihe an Straftaten vor, die in Verbindung mit dem Rapper stehen.

Nun sind neue Details bekannt geworden. Im Mittelpunkt: Arafat und sein ehemaliger Geschäftspartner Bushido!

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Clan-Boss den Musiker nach der Trennung nicht so einfach ziehen lassen wollte. Bushido sollte weiterhin zahlen!

Demnach soll sich die Anklage auf einen gewaltsamen Zwischenfall aus dem Winter vergangenes Jahres beziehen. Am 18. Januar 2018 sei Bushido in das gemeinsame Büro gebeten worden. Dort soll der 41-Jährige von Arafat und mehreren seiner Brüder geschlagen und bedroht worden sein.

Der Tenor war klar: So einfach kommt der 41-Jährige nicht heraus. Arafat habe ihm klargemacht, dass er ihn nicht gehen lassen werde. Zudem soll er behauptet haben, dass er lebenslang an ihm verdienen werde. Wie die Bild weiter berichtet, soll das Treffen mehrere Stunden gedauert haben. Zudem sei die Tür von innen verriegelt gewesen - um ungestört zu sein.

Die Anklage gegen die Abou-Chakers ist der nächste Höhepunkt. Zur Erinnerung: Bushido stand aufgrund der Trennung und der daraus resultierenden Schlammschlacht mit Arafat zwischenzeitlich unter Polizeischutz. Der Clan-Boss landete sogar kurzzeitig in Untersuchungshaft.

Er soll Komplizen gesucht haben, um Frau und Kinder seines ehemaligen Geschäftspartners zu entführen. Die Taten sollen geplant worden sein, zur Ausführung sei es aber nicht gekommen. Auch von einem Säureanschlag auf Bushidos Ehefrau Anna-Maria Ferchichi war die Rede.

https://www.tag24.de/nachrichten/anklage...en-sein-1238579

#5 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 04.10.2019 18:25

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Arafat Abou-Chaker und Bushido waren jahrelang Geschäftspartner. (Bildmontage)

#6 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 05.06.2020 11:28

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Ermittlungsverfahren eingeleitet
Razzia bei Familie Abou-Chaker – „Danke an Bushido für seine nächste 31er Aktion“

ktualisiert 05.06.2020 07:37
Bereich:

Berlin

Themen:

Abou-ChakerAktuellBerlin AktuellBerlin NewsBushidoRazziaSEK

Das SEK hat am Donnerstag gegen 6 Uhr die Wohnungen von Mitgliedern der Familie Abou-Chaker gestürmt. Das schrieb Clan-Chef Arafat (43) gestern auf seinem Instagram-Kanal.

„Heute wurden zwei Wohnungen meiner Brüder vom SEK durchsucht, komplett verwüstet und ein Bruder dabei schwer verletzt“. Im Posting wird gesagt, wem die Familie die Durchsuchungen angeblich zu verdanken habe – dem Rapper Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi.

Auslöser der SEK-Razzia ist ein Beschluss des Amtsgerichts Tiergarten vom 26. Februar 2020 gegen seinen Bruder Mohamed Abou-Chaker. In dem Beschluss, den Arafat ebenfalls postete, heißt es: „Nach den Angaben des Anis Ferchichi wurden dem Beschuldigten am 3. Juni 2017 in München bei einem Festival Totschläger übergeben. Seitdem hat keine Durchsuchung bei dem Beschuldigten stattgefunden.“

► Verfahren gegen Arafat Abou-Chaker wird nicht eingestellt

► SEK fasst Bushido-Kumpel Veysal K.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte der B.Z. jetzt die Durchsuchungen. „Es ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Für eine Wohnungsdurchsuchung reicht der Anfangsverdacht.“ Ihr sei allerdings nur ein Beschuldigter und eine durchsuchte Wohnung bekannt.
„Mit deinen Lügen (…) kommst du nicht weit“

In welchem Stadtteil die Razzia stattgefunden habe, zum Alter und möglichen Verletzungen oder Widerstandshandlungen des Tatverdächtigen machte die Sprecherin keine Angaben.

Arafat Abou-Chaker warf Bushido weiter vor: „Mit deinen Lügen über drei Jahre alte Geschichten kommst du nicht weit. Bisher habe ich meinen Mund gehalten, aber bald rede ich mal. Nur nicht mit deinen Polizei-Freunden, die dich schützen, obwohl du Leute in deinen neuen Tracks als Hurensöhne bezeichnest.“
Streit zwischen Arafat und Bushido

Bushido und Arafat, einst beste Freunde, arbeiteten 15 Jahre zusammen. Aber 2018 wollte sich der Rapper von dem Clan-Chef trennen, Abou-Chaker soll das nicht akzeptiert haben. Die Polizei befürchtet, dass er Vergeltungsschläge veranlassen könnte. Darum stehen Bushido und seine Familie bis heute unter Polizeischutz.

https://www.bz-berlin.de/berlin/sek-razz...ste-31er-aktion

#7 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 12.06.2020 16:36

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Wegen Körperverletzung und Bedrohung Arafat Abou-Chaker verurteilt – aber nicht vorbestraft


Artikel von: Karin Hendrich veröffentlicht am
12.06.2020 - 15:28 Uhr

Urteil im Berufungsprozess gegen Bushidos Ex-Manager Arafat Abou-Chaker (43)!

Berlin – Das Landgericht sprach den Clan-Boss am Freitag schuldig, trotzdem ist Abou-Chaker damit nicht vorbestraft! Das Urteil erscheint also nicht im Führungszeugnis.

Das Landgericht hatte zuvor in der Berufung das Amtsgerichtsurteil gegen ihn abgeändert. Abou-Chaker wurde nun wegen Körperverletzung und Bedrohung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen á 165 Euro (insgesamt 14 850 Euro) verdonnert. Die Tagessatzhöhe richtet sich nach dem von Abou-Chaker angegebenen Netto-Monatsverdienst von 5000 Euro.

Im Januar 2019 hatte ihm das Amtsgericht in derselben Sache noch zehn Monaten Haft aufgedrückt. Ist das jetzige Urteil also ein Erfolg für ihn? Freude war weder ihm noch seinen Verteidigern ins Gesicht geschrieben, kämpften sie doch bis zuletzt um eine Einstellung des Verfahrens. Und plädierten nach der Weigerung der Staatsanwaltschaft wenigstens auf eine Verwarnung mit Strafvorbehalt. Oder mit anderen Worten: Auf eine Geldstrafe auf Bewährung.

Der Fall

Der Fall liegt mehr als zwei Jahre zurück: Im März 2018 soll Arafat Abou Chaker in der Praxis am Spandauer Damm (Westend) mit Hausmeister Wladislav D. (51) in Streit geraten sein, weil der ihn angeblich nicht gegrüßt hatte. Es folgte eine körperliche Auseinandersetzung, bei der Abou Chaker dem Mann mit einem Kopfstoß die Nase brach. Ihm außerdem zwei Finger in die Augen piekte. So jedenfalls der Anklagevorwurf.

Im Januar 2019 wurde Arafat Abou-Chaker wegen Körperverletzung an einem Hausmeister verurteilt und ging in Berufung.

Der Angeklagte habe sich „sehr aggressiv verhalten“, so der Richter. Er sprach von einem „Aggressionsausbruch“. „Der Grund dafür blieb im Dunkeln. Weil der Geschädigte ihn nicht gegrüßt hatte? Eine heftige Reaktion für etwas, was man im Gespräch hätte klären können.“ Und: „So ein Stechen in die Augen kann hochgefährlich sein.“

Eine Nasenbeinfraktur sei allerdings nicht festgestellt. Nur leichte Schwellungen der Nase“. Der Richter bezog sich dabei auf einen Gutachter, der zwar eine Fraktur diagnostiziert hatte, die sich der Geschädigte aber sehr viel früher zugezogen haben muss. Der Hausmeister selbst erinnerte sich da „an seine Jugendzeit.“

Zu Gunsten des Angeklagten sprach: Das leere Strafregister. Die Tat liegt zwei Jahre zurück. Der Geschädigte erlitt keine erheblichen Verletzungen. Auch er selbst wurde verletzt. Der Handschlag beider noch in der Praxis. Und seine nochmalige Entschuldigung beim Hausmeister im Prozess.

Berliner Prozess: Clan-Boss Arafat Abou-Chaker verurteilt – aber nicht vorbestraft


Der Richter: „Die 90 Tagessätze sind schuldangemessen.“ Das Gericht habe sich damit am Antrag der Staatsanwaltschaft in erster Instanz orientiert. Über den das Amtsgericht damals jedoch mit der Bewährungsverurteilung weit hinaus ging.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seiten können binnen einer Woche Revision vor dem Kammergericht einlegen. Während die Staatsanwaltschaft darüber beraten will, deutete einer der Verteidiger diesen Schritt bereits an.

Beim nächsten Prozess geht es um Bushido

Doch der nächste Gerichtsauftritt ist für Arafat Abou Chaker schon in Sichtweite: Ab dem 17. August geht es für ihn um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil von Rapper Bushido (41, „Zeiten ändern dich“). Im Dezember 2017 soll er versucht haben, von Bushido eine Abfindung für die Trennung ihrer Geschäftsbeziehung zu erpressen. Drei Brüdern von Arafat wird Beihilfe zur Last gelegt.

https://www.bild.de/regional/berlin/berl...25264.bild.html

#8 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 17.08.2020 09:11

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Heute Prozessauftakt
Bushido drangsaliert? Berliner Clanchef Abou-Chaker und Brüder vor Gericht

17. August 2020 06:50
Bereich:

Berlin

Themen:

Arafat Abou-ChakerBerlin AktuellBerlin NewsBushidoClans in BerlinMenschen vor Gericht

Einst waren sie wie Brüder und Geschäftspartner im Musikgeschäft. Doch dann trennten sich die Wege von Rapper Bushido und Arafat Abou-Chaker. Der Clanchef soll sich damit nicht zufrieden gegeben haben. Nun kommt er vor Gericht.

Unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen beginnt am Montag (10.30 Uhr) ein mit Spannung erwarteter Prozess am Berliner Landgericht gegen den Chef eines arabischstämmigen Clans und drei seiner Brüder. Arafat Abou-Chaker (44) werden Straftaten wie versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue zur Last gelegt. Die drei Brüder im Alter von 39, 42 und 49 Jahren sollen Mittäter oder Gehilfen gewesen sein.

Bushido ist in dem Verfahren als Nebenkläger zugelassen. Ob der 41-Jährige zum Prozessauftakt kommt, war noch nicht bekannt. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin ist der Musiker für den zweiten Prozesstag am Mittwoch als Zeuge geladen.

Der Hauptangeklagte und der Rapper waren einst Partner im Musikgeschäft. Zu den angeklagten Taten soll es gekommen sein, nachdem Bushido die Geschäftsbeziehungen 2017 auflöste. Arafat Abou-Chaker habe dies laut Gericht nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt die Zahlung von angeblichen Schulden beziehungsweise die Beteiligung an dessen Musikgeschäften gefordert.

Im Dezember 2017 und Januar 2018 soll Arafat Abou-Chaker den Rapper in sein Büro bestellt, die Räume von innen verschlossen und den Musiker ehrverletzend beschimpft und drangsaliert haben, hieß es. Einer der Brüder sei bei beiden Treffen dabei gewesen, ein weiterer an einem. Es ging laut Gericht um Details einer Trennungsvereinbarung.

Bei dem zweiten Treffen habe der heute 44-Jährige dem Rapper eine halb volle Wasserflasche aus Hartplastik an den Kopf geworfen, Bushido sei leicht verletzt worden. Später habe der Angeklagte mit einem Stuhl nach seinem Ex-Geschäftspartner geschlagen. Die Brüder hätten auf den Musiker stundenlang eingeredet, um unberechtigte Forderungen durchzusetzen. Bushido habe sich akut bedroht gefühlt und auch um die Sicherheit seiner Familie gefürchtet. Dem mitangeklagten 42-Jährigen wird vorgeworfen, im März 2018 in Absprache mit dem Hauptangeklagten – aber ohne Wissen von Bushido – 180.000 Euro vom gemeinsamen Firmenkonto abgehoben zu haben.

Die Anklageschrift umfasst 100 Seiten. 80 Zeugen wurden benannt, darunter mehrere bekannte Rapper. Zunächst sind bis Ende November mehr als 20 Verhandlungstage geplant.

Quelle

#9 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 17.08.2020 09:12

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#10 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 17.08.2020 12:31

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Clan-Boss und Rapper vor Gericht
Hier schlendert Abou-Chaker lässig zum Prozess mit Bushido

17. August 2020 11:02 Aktualisiert 12:06

Nach vielen Jahren enger Freundschaft und Geschäftsbeziehungen kam 2017 der Bruch. Dann die Eskalation.

Am Montag treffen sich Clan-Boss Arafat Abou-Chaker (44) und Rapper Bushido (41) vor Gericht. Der frühere Manager und Freund des Rappers sowie drei seiner Brüder stehen vor Gericht.


Das Aufeinandertreffen hat Seltenheitswert. Seit Jahren tobt zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker eine heftige Auseinandersetzung. In deren Verlauf erhielt der Berliner Clan-Boss 2019 bereits eine Gefährderansprache der Polizei. Er sowie bestimmte Leute aus seinem Umfeld dürften sich dem Musiker nicht mehr nähern.

Bushido selbst steht unter Polizeischutz.


Auch im Saal des Berliner Gerichts herrschen höchste Sicherheitsvorkehrungen. Handys werden vorher eingesammelt. Ab 10.30 Uhr sitzen sich dann die beiden Erzrivalen gegenüber.

Kurz vor 10 Uhr traf schon Arafat Abou-Chakers Rechtsanwalt Hansgeorg Birkhoff am Gericht ein, wenige Minuten später auch sein Klient, Arafat Abou-Chaker – lässig in Jeans und schwarzem T-Shirt. Schon in vorherigen Prozessen wählte der Clan-Boss den öffentlichen Weg ins Gericht, schlenderte auch am Montag von der Straßenseite gegenüber ins Gericht.

Nebenkläger Bushido soll da schon im Gebäude gewesen sein.

Darum geht’s vor Gericht

Arafat Abou-Chaker und seine schillernden Brüder Nasser (49), Rommel (42) und Yasser (39) stehen vor dem Landgericht Berlin. Es geht um versuchte räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue.

Den Brüdern des Clans wird teilweise Mittäterschaft oder Beihilfe einzelner Anklagepunkte vorgeworfen.

Als Nebenkläger tritt der Ex-Geschäftspartner von Arafat Abou-Chaker, Anis Ferchichi, alias Bushido, auf. Der Musiker und das beschlagnahmte Mobiltelefon, auf dem Arafat Abou-Chaker über 60 Gesprächsmitschnitte gespeichert haben soll, könnten pikante Einblicke in das Rapper-Geschäft in Deutschland geben.

Nach Gerichtsangaben wird am Mittwoch die Zeugenaussage des Musikers erwartet.
Die Anklage

Zwischen Dezember 2017 und Januar 2018 soll die Trennung zwischen Arafat und Bushido eskaliert sein. Der Clan-Boss wollte „die Trennung der Geschäftsbeziehungen nicht akzeptieren“ und verlangte die Rückzahlung von angeblichen Schulden, so eine Gerichtssprecherin. Auch um den Verkauf verschiedener Immobilien in Berlin und KIeinmachnow habe man gestritten.

► In den Geschäftsräumen des gemeinsamen Labels „Ersguterjunge“, wo Arafat-Abou-Chaker Bushido hinbestellt haben soll, soll es dann im Beisein von Bruder Nasser zu Beschimpfungen gekommen sein. Die Türen habe der Clan-Boss dazu von innen verschlossen, geht aus der Anklage hervor. Bushido sagte bei einer Zeugenvernehmung gegenüber der Staatsanwaltschaft aus: „Arafat schimpfte: ‚Hüte deine Zunge du Stück Scheiße, bevor ich sie dir abschneide.‘“

► Bei einem zweiten Treffen, an dem auch Nasser und Yasser teilgenommen haben sollen, soll sich Arafat gegen das Einschalten von Rechtsanwälten ausgesprochen haben. Bei dem Treffen im Januar 2018 soll der Clan-Chef eine halbvolle Wasserflasche aus Hartplastik gegen den Kopf von Anis Ferchichi geworfen haben. Dadurch wurde er den Angaben zufolge leicht verletzt.

Anschließend soll Bushido mit einem Stuhl beworfen worden sein. Die drei angeklagten Brüder sollen dabei permanent auf Bushido eingeredet haben, um die angeblichen unberechtigten Geldforderungen durchzusetzen.

► Rommel Abou-Chaker ist angeklagt, ohne das Wissen von Bushidos 180 000 Euro vom Firmenkonto abgehoben und es seinem Bruder Arafat übergeben zu haben.

Bruder Yasser sitzt derzeit übrigens in U-Haft. Grund: Verstoß gegen Anordnungen seiner Haftverschonung.

► Pikant: Arafat wird noch vorgeworfen, heimlich Mitschnitte von Gesprächen aufgenommen zu haben. Von den „Größen“ der deutschen Rapper-Szene…. Ob einzelne Rapper oder alle als Zeugen gehört werden sollen, steht noch nicht fest. Unter den Mitschnitten sollen sich Gespräche von Bushido, Fler, Capital Bra und Kollegah befinden.

Insgesamt sind 26 Verhandlungstage angesetzt. In dem aufwendigen Prozess werden 80 Zeugen erwartet, darunter einige Vertreter der deutschen Rapper-Szene.

Das Urteil ist für den 30. November geplant.

Quelle

#11 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 17.08.2020 12:33

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Clan-Boss Arafat Abou-Chaker kommt in Moabit vorm Landgericht an (Foto: B.Z.)



Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt als Rapper Bushido, zu Beginn des Prozesses im Gerichtssaal des Landgerichts in Moabit (Foto: AFP)

#12 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 17.08.2020 12:38

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Mitte Liveticker
17. August 2020 12:19 - Aktualisiert 12:36

17.08.2020, Berlin: Polizisten stehen in einem Gang des des Landgerichts. Arafat A.-Ch., einem ehemaligen Geschäftspartner von Rapper Bushido, werden mehrere Straftaten zum Nachteil von Bushido zur Last gelegt. Mitangeklagt sind drei Brüder von Arafat A.-Ch.. Bushido ist in dem Verfahren am Landgericht in Berlin Nebenkläger.

Abou-Chaker schweigt vor Gericht

Bushido wurde von Personenschützern in schusssicheren Westen und mit Sturmhauben in den Gerichtssaal gebracht. Der 41-Jährige ist Nebenkläger in dem Verfahren gegen Clan-Boss Arafat Abou-Chaker (44).

Die für Mittwoch geplante Anhörung des Musikers als Zeuge wurde verschoben. Nach knapp einer Stunde war der erste Prozesstag bereits zu Ende.

Quelle

#13 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 21.08.2020 18:49

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Arafat Abou-Chaker vor Gericht - Bushido-Aussage im Clan-Prozess geplatzt

21.08.2020 - 18:08 Uhr

Schon zweimal war die Aussage von Rapper und Nebenkläger Bushido im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder angekündigt, zweimal platzte die Aussage.

Berlin – Eine Woche nach dem Prozessbeginn am vergangenen Montag teilte eine Sprecherin des Landgerichts am Freitag mit, dass der nächste Verhandlungstag am Montag ausfallen muss.

An dem Tag sollte Bushido (41) aussagen! Der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, ist in dem Verfahren auch Nebenkläger. Als Grund für den Ausfall nannte das Gericht einen Krankheitsfall, jedoch keine Einzelheiten.

Eigentlich war die Aussage von Bushido schon für den zweiten Prozesstag, am vergangenen Mittwoch geplant, doch auch da wurde sie verschoben. Der Grund: Ein Verteidiger von Abou-Chaker forderte von der Staatsanwaltschaft alle Vernehmungsprotokolle aus einem Geldwäscheverfahren gegen Bushido, um die Glaubwürdigkeit des Nebenklägers zu prüfen.

Ein Verfahren, von dem dessen Verteidiger später vor dem Saal sagte: „Es gab mal eines. Ist eingestellt.“

Am zweiten Prozesstag wurde Ghadir Abou-Chaker (32) als erste und einzige Zeugin des Tages in den Zeugenstand gerufen. Doch als Ehefrau von Yasser Abou-Chaker machte sie von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Ein kurzer Prozesstag für alle Beteiligten.

Wenn Bushido dann tatsächlich irgendwann mal aussagt, wird das sicher länger dauern. Wann genau das sein wird, war zunächst nicht klar. Insgesamt stehen etwa 80 Zeugen auf der Liste. 26 Verhandlungstage soll es geben, bis am 30. November das Urteil fallen soll.

Das sind die Vorwürfe

Clanchef Arafat Abou-Chaker (44) werden versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue vorgeworfen. Seine Brüder Nasser (49), Yasser (39) und Rommel (42) sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt.

Bushido und das Clan-Oberhaupt waren über Jahre enge Freunde und Partner im Musikgeschäft. Laut Anklage soll es zu Straftaten gekommen sein, nachdem „Sprachgesangskünstler“ Bushido 2017 die geschäftlichen Beziehungen aufgelöst habe.

Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Fotos + Bilder

#14 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 22.08.2020 20:21

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Prozess gegen Berliner Clanchef Abou-Chakers Schwägerin schweigt – Bushido-Aussage am Montag

Ein Berliner Clanchef und drei seiner Brüder stehen vor Gericht. Es geht um Straftaten gegen den Rapper Bushido. Der erschien mit Personenschutz.

Im Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido hat die erste Zeugin die Aussage verweigert.

Die Ehefrau eines 39-jährigen Bruders des Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker berief sich am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht auf ihr Schweigerecht als Angehörige. Nächster Zeuge soll Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, sein. Das Gericht hat ihn für den kommenden Montag (24. August) geladen.

Auch am zweiten Prozesstag wurde der Musiker umringt von Personenschützern mit Sturmhauben in den Saal gebracht. Der 41-Jährige ist Nebenkläger in dem Verfahren um versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue.

Bushido und der 44-jährige Arafat Abou-Chaker, Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, waren über Jahre hinweg Partner im Musikgeschäft. Laut Anklage soll es zu Straftaten gekommen sein, nachdem Bushido 2017 die geschäftlichen Beziehungen aufgelöst habe.
Clanchef Abou-Chaker soll Bushido eingesperrt und attackiert haben

Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

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Der Rapper sei im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft eingesperrt und verletzt worden. In seinem verschlossenen Büro habe der 44-Jährige mit Stuhl und Wasserflasche nach dem Musiker geworfen, heißt es in der Anklage.

Eine von Bushido gebotene Abfindung von mehr als zwei Millionen Euro habe der Clanchef abgelehnt - er habe mehr gefordert. Die Brüder im Alter von 39, 42 und 49 Jahren sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Nur der 39-Jährige sitzt in U-Haft.

Bushido hatte den Angaben zufolge bei der Polizei umfangreich ausgesagt. Daraus hätten sich auch weitere Verfahren ergeben. Ein gegen den Rapper geführtes Verfahren sei Anfang 2020 eingestellt worden. Dabei habe es sich um Verdacht auf Geldwäsche gehandelt, hieß es am Rande. (dpa)

Quelle

#15 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 27.08.2020 15:10

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27.08.2020 06:36 1.691
Rapper Bushido vs. Clan-Chef Arafat Abou-Chaker: "Ich wollte unbedingt dazugehören"

Berlin - Rapper Bushido kann gar nicht aufhören zu reden, mehr als eine Stunde berichtet er im Hochsicherheitssaal 500 des Berliner Landgerichts über die Anfänge seiner Musikkarriere, seinen "Geschäftssinn", den Aufstieg nach abgebrochener Schule und einer Maler- und Lackiererausbildung.


Er habe immer den Überblick gehabt, sei sehr umtriebig gewesen und habe die Geschäfte selbst in die Hand genommen, trägt der 41-Jährige am Mittwoch vor.

Arafat Abou-Chaker, dieses Mal im rosa Shirt mit Micky Maus, fixiert von der Anklagebank aus seinen Ex-Geschäftspartner.

Bushido, im schwarzen Shirt, muskulös und tätowiert, ist in dem Prozess gegen den 44-jährigen Abou-Chaker und drei von dessen Brüdern Nebenkläger. Es geht um Straftaten zum Nachteil des Rappers - versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Untreue.

Die ersten Kassetten habe er in seinem Berliner Kinderzimmer in den 90er Jahren aufgenommen, ein Mikrofon habe er mit Wischmopp und Joghurtbecher improvisiert, schildert Bushido.

Seine Mutter habe dann für die technische Ausstattung einen Kredit aufgenommen, lässt der 41-Jährige wissen. Der interessierte Vorsitzende Richter unterbricht nur selten für Nachfragen.

So erinnert sich Bushido weiter. Als er dann später in einem Monat bis zu 1000 Kassetten verkauft habe, habe er sich "unfassbar reich" gefühlt. "Ich wollte unbedingt dazugehören."

Dies sei sein Traum gewesen. Steuerlich sei er aber nicht so bewandert gewesen. Einen großen Teil des Geldes habe er damals seiner Mutter gegeben. Bushido sieht sich als "absoluten Nerd in Sachen Hip-Hop, Breakdance und Graffiti".

Männer mit Sturmhauben und schusssicheren Westen bringen Bushido in den Gerichtssaal.


Der "Sprechgesangskünstler" - so bezeichnet ihn die Staatsanwaltschaft - ist ständig von Personenschützern umgeben. Männer mit Sturmhauben und schusssicheren Westen bringen Bushido auch am dritten Prozesstag in den Gerichtssaal. Er und seine Frau hatten bei der Polizei gegen den Clan ausgesagt.

Laut Anklage soll es zu Straftaten gekommen sein, nachdem Bushido 2017 die geschäftlichen Beziehungen zu Arafat Abou-Chaker aufgelöst habe. Dieser habe das nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt eine Millionenzahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Der Rapper sei im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden. Die Brüder im Alter von 39, 42 und 49 sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Nur der 39-Jährige sitzt in U-Haft. Die Männer schweigen zu den Vorwürfen.

Bushido sagt, als er seinen ersten Vertrag bei dem neugegründeten Label Aggro um die Jahrtausendwende unterschrieb, habe er das als "Riesenehre" empfunden. Sie seien so "unfassbar erfolgreich, so authentisch" gewesen. Doch dann sei es zum Streit um die Rechte gekommen. Er habe aus dem Vertrag aussteigen wollen, als Gegenleistung seien Forderungen von mehreren Hunderttausend Euro gekommen.

"Und dann ging es damit weiter, worüber Sie heute nicht sprechen wollen", sagt Bushido zum Vorsitzenden Richter und schließt seinen Exkurs. Gemeint sind offensichtlich die früheren Beziehungen zum Angeklagten Arafat Abou-Chaker, die vorerst kein Thema im Gerichtssaal waren.

Am Montag geht es weiter mit der Befragung von Bushido.


Quelle

#16 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 27.08.2020 15:11

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Anis Mohamed Youssef Ferchichi (41), bekannt als Rapper Bushido, steht beim Prozess gegen den Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie neben seinem Anwalt. © ---/dpa Pool/dpa


Arafat Abou-Chaker (r) steht in einem Saal des Landgerichts. © ---/dpa Pool/dpa

#17 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 07.09.2020 16:53

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Berlin
Abou-Chaker-Prozess: Rapper Bushido wagt steilen Vergleich und spricht von Zwangsheirat

07.09.2020 14:46 973
Abou-Chaker-Prozess: Rapper Bushido wagt steilen Vergleich und spricht von Zwangsheirat

Berlin - Rapper Bushido hat als Zeuge vor Gericht seine Beziehung zu einem Clanchef mit einer Zwangsheirat verglichen.


Er habe versucht, sich trotz der aus seiner Sicht unberechtigten Forderungen seines ehemaligen Partners im Musikgeschäft, Arafat Abou-Chaker, und "unfreiwilligen" Zahlungen über Jahre hinweg "die Situation lebenswert zu machen", erklärte der Musiker am Montag als Zeuge vor dem Landgericht Berlin im Prozess gegen den Clanchef.

So sei es auch zu mehreren gemeinsamen Immobiliengeschäften gekommen. Inzwischen laufe neben dem Strafverfahren auch eines vor einem Zivilgericht, sagte Bushido.

Der 41-jährige Rapper und der 44-jährige Arafat Abou-Chaker, Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, galten über Jahre hinweg als Partner im Musikgeschäft.

Laut Anklage soll es zu Straftaten gekommen sein, nachdem Bushido die Geschäftsbeziehungen 2017 aufgelöst hatte.

Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Der Rapper sei im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden, so die Anklage.

Die Brüder des Clanchefs im Alter von 39, 42 und 49 sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Die Männer haben zu den Vorwürfen geschwiegen.

Gerichtsprozess Bushido vs. Abou-Chaker unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen


Nur der 39-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.

Die Anklage lautet auf versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue. Es wird unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen verhandelt.

Bushido erklärte am inzwischen sechsten Verhandlungstag weiter, im Zivilverfahren sei unter anderem eine angebliche Vereinbarung aufgetaucht, die sein Ex-Geschäftspartner "mit sich selber" abgeschlossen habe, um "lebenslang an meinen Sachen zu verdienen".

Der Rapper gab an, von dieser "komischen Vereinbarung" erst im Oktober 2019 erfahren zu haben.

Bushido befindet sich bereits seit vier Verhandlungstagen im Zeugenstand.

Quelle

#18 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 14.09.2020 12:12

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Berlin
Abou-Chaker-Prozess: Rapper Bushido wagt steilen Vergleich und spricht von Zwangsheirat

07.09.2020 14:46 973
Abou-Chaker-Prozess: Rapper Bushido wagt steilen Vergleich und spricht von Zwangsheirat

Berlin - Rapper Bushido hat als Zeuge vor Gericht seine Beziehung zu einem Clanchef mit einer Zwangsheirat verglichen.


Er habe versucht, sich trotz der aus seiner Sicht unberechtigten Forderungen seines ehemaligen Partners im Musikgeschäft, Arafat Abou-Chaker, und "unfreiwilligen" Zahlungen über Jahre hinweg "die Situation lebenswert zu machen", erklärte der Musiker am Montag als Zeuge vor dem Landgericht Berlin im Prozess gegen den Clanchef.

So sei es auch zu mehreren gemeinsamen Immobiliengeschäften gekommen. Inzwischen laufe neben dem Strafverfahren auch eines vor einem Zivilgericht, sagte Bushido.

Der 41-jährige Rapper und der 44-jährige Arafat Abou-Chaker, Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, galten über Jahre hinweg als Partner im Musikgeschäft.

Laut Anklage soll es zu Straftaten gekommen sein, nachdem Bushido die Geschäftsbeziehungen 2017 aufgelöst hatte.

Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Der Rapper sei im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden, so die Anklage.

Die Brüder des Clanchefs im Alter von 39, 42 und 49 sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Die Männer haben zu den Vorwürfen geschwiegen.

Gerichtsprozess Bushido vs. Abou-Chaker unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen


Nur der 39-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.

Die Anklage lautet auf versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue. Es wird unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen verhandelt.

Bushido erklärte am inzwischen sechsten Verhandlungstag weiter, im Zivilverfahren sei unter anderem eine angebliche Vereinbarung aufgetaucht, die sein Ex-Geschäftspartner "mit sich selber" abgeschlossen habe, um "lebenslang an meinen Sachen zu verdienen".

Der Rapper gab an, von dieser "komischen Vereinbarung" erst im Oktober 2019 erfahren zu haben.

Bushido befindet sich bereits seit vier Verhandlungstagen im Zeugenstand.

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#19 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 14.09.2020 12:14

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Mit Corona im Krankenhaus

Bushido-Prozess unterbrochen, weil es Clan-Mutter „sehr schlecht“ geht


14. September 2020 11:09 Aktualisiert 12:01
Bereich:

Menschen vor Gericht

Themen:

AktuellBerlin AktuellBerlin NewsBushidoClans in Berlin

Bushido-Prozess unterbrochen: Der 8. Verhandlungstag gegen Arafat Abou Chaker (44) und seine drei Brüder dauert nur sechs Minuten.

Der Richter unterbricht die Hauptverhandlung auf Antrag der Verteidiger von Clan-Chef Arafat mit den Worten:

„Es gibt sich überschlagende Ereignisse, die es untunlich machen, die Hauptverhandlung fortzusetzen.“ Der Mutter der vier Angeklagten gehe es „sehr schlecht“, so Justiz-Sprecherin Lisa Jani am Rande des Prozesses. Sie soll nach B.Z.-Informationen mit Corona-Diagnose seit mehreren Wochen im Krankenhaus liegen.

Seit 17. August 2020 läuft der Prozess.


Fünf Tage lang sagte Rapper Anis Ferchichi (41) alias Bushido gegen Ex-Manager Arafat Abou Chaker (44) aus. Laut Anklage forderte Arafat 2017 Millionen Euro für die Trennung von Bushido. Mit kriminellen Mitteln: Versuchte schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung sind angeklagt.

Bushido sei eingesperrt, mit Flasche und Stuhl beworfen worden, heißt es. Allein in den letzten zehn Jahren habe Arafat neun Millionen Euro an ihm verdient, so Bushido als Zeuge im Prozess.

Bislang schilderte der Rap-Millionär seine eng mit dem Familienclan verwobene Musiker-Karriere. Zu den Anklage-Vorwürfen sagte er noch nicht aus. Vergeblich versuchten die Verteidiger bislang, ihm nachzuweisen, dass er lügt.

Jetzt haben sie ihn bei einer Unwahrheit erwischt. Bushido hatte am 7. Verhandlungstag – als Zeuge zur Wahrheit verpflichtet – gesagt, er sei „hier im Saal wahrscheinlich der Einzige, der mein Buch nicht gelesen hat.“

Gemeint ist die später von Bernd Eichinger unter dem Titel „Zeiten ändern dich“ verfilmte Autobiografie Bushidos. Die Clan-Verteidiger beantragten, ein am 15. Mai 2009 erschienenes Hörbuch zu dem Buch beizuziehen als Beweis dafür, dass das so nicht stimme. Das Hörbuch trägt den Titel: „Bushido liest Bushido“ und umfasst vier CDs (Riva-Verlag).

Der Prozess wird am 30. September fortgesetzt. Das Urteil soll im Januar 2021 fallen.

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#20 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 15.09.2020 16:09

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15.09.2020 14:03 1.471
Nach Unterbrechung im Bushido-Prozess: Arafat Abou-Chakers Mutter gestorben!

Berlin - Ein Schicksalsschlag erschüttert den Berliner Abou-Chaker-Clan: Die Mutter von Oberhaupt Arafat Abou-Chaker ist gestorben.


Bereits am Montag wurde bekannt, dass der Prozess gegen Rapper Bushido, in welchem der 44-Jährige derzeit auf der Anklagebank sitzt, bis zum 30. September unterbrochen werden muss. Grund dafür soll ein Corona-bedingter Krankenhausaufenthalt seiner Mutter sein.

In der Nacht zu Dienstag teilte Arafat zunächst einen besorgniserregenden Instagram-Post. Gegenüber Bild wurde nun bestätigt, dass seine Mutter den Kampf um ihr Leben verloren hat.

Der Prozess soll nach aktuellem Stand dennoch Ende September fortgesetzt werden. Das Urteil wird Anfang nächsten Jahres erwartet.


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#21 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 17.09.2020 10:08

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17.09.2020 09:52 67
GROSSEINSATZ FÜR POLIZEI: ARAFAT ABOU-CHAKERS MUTTER WIRD BEERDIGT
Berlin - Die Berliner Polizei wird die Beerdigung der Mutter von Clan-Oberhaupt Arafat Abou-Chaker am Freitag begleiten.

Arafat Abou-Chakers (44) Mutter wird am Freitag beerdigt.

"Wir werden präsent sein", sagte ein Sprecher am Donnerstag über die Bestattung auf einem Friedhof im Stadtteil Schöneberg. Wie viele Familienmitglieder und weitere Trauergäste am Freitagvormittag erwartet werden, war noch nicht bekannt.

Bereits am Mittwochabend war die Polizei bei einer Trauerfeier für die Frau in Berlin-Neukölln dabei und achtete auch auf die Einhaltung der Corona-Hygieneregeln. Von etwa 100 Trauergästen war die Rede. Erlaubt waren bis zu 250 Besucher.


Vier Söhne der gestorbenen Frau, der 44-jährige Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder, stehen derzeit vor dem Berliner Landgericht.

Sie sind angeklagt, weil sie den Rapper Bushido bedroht, beschimpft, eingesperrt und angegriffen haben sollen.

Die Anklage lautet auf versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue. Am Montag war die Verhandlung unterbrochen worden, weil es der Mutter der Angeklagten sehr schlecht ging. Der Prozess soll am 30. September fortgesetzt werden.

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#22 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 18.09.2020 13:11

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Rund 300 Menschen trauern mit Abou-Chaker- 200 Polizisten bewachen Clan-Mutter-Beerdigung

18.09.2020 - 12:56 Uhr

Berlin – Das ist keine normale Beisetzung. Die Polizei steht einsatzbereit an einem Berliner Friedhof. Beerdigung einer Clan-Boss-Mama! 200 Beamte sind vor Ort. Ihre Aufgaben: Überwachung der Einhaltung der Corona-Regeln und die Verkehrssicherheit.(...)

Video im Link
Quelle

#23 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 18.09.2020 19:58

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Rund 700 Menschen trauern mit Abou-Chaker - 200 Polizisten bewachen Clan-Mutter-Beerdigung

18.09.2020 - 19:31 Uhr

Das war keine normale Beisetzung!

Berlin – Zur Beerdigung der Mama des berüchtigten Abou-Chaker-Clans auf dem Neuen-Zwölf-Apostel-Friedhof in Berlin-Schöneberg kamen am Freitagvormittag nach BILD-Informationen etwa 700 Gäste. Zudem sicherten gut 200 Polizisten den Friedhof.

Ihre Aufgaben: Überwachung der Einhaltung der Corona-Regeln und die Verkehrssicherheit.

Am Vormittag sei zunächst alles organisiert und störungsfrei verlaufen, sagte die Sprecherin. Es wurden Reden gehalten und Gebetssprüche aufgesagt. Arafat hört zu, sah erschöpft aus und nahm mit roten Augen voller Tränen Abschied von seiner Mutter.

Gegen 12 Uhr verließen die ersten Männer die Beerdigung. Im Anschluss sollte noch eine zweite Gruppe, Frauen, zur Beerdigung kommen. Bei islamischen Begräbnissen läuft das getrennt voneinander ab. (...)

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#24 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 24.09.2020 14:11

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24.09.2020 10:28 2.969
War Clan-Chef Arafat Abou-Chaker auf die Razzia vorbereitet?

Berlin - Am Dienstag führten Polizei und Steuerfahndung eine groß angelegte Razzia im Zusammenhang mit mehreren Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Betruges gegen den Abou-Chaker-Clan durch. Nun ist der Verdacht aufgekommen, dass Clan-Oberhaupt Arafat Abou-Chaker (44) längst auf die Durchsuchung vorbereitet gewesen sein soll.



Wie die B.Z. berichtet, hegen Ermittler mittlerweile die Befürchtung, dass der Clan-Chef sich auf die Razzia vorbereiten konnte, was sie besonders an seinem sehr kooperativen Verhalten während der gesamten Aktion festmachen.

Er soll den Ermittlern sogar höchstpersönlich die Tür in seinem Anwesen in Kleinmachnow geöffnet haben.

Spätestens seit der Aussage von Rapper Bushido im laufenden Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder lag der Verdacht der Steuerhinterziehung nahe. Als die Staatsanwaltschaft daraufhin eine Akteneinsicht aufgrund laufender Verfahren ablehnte, schien der Fall wohl klar gewesen zu sein.

"Spätestens ab diesem Zeitpunkt wusste Arafat, dass gegen ihn etwas läuft. Er musste Razzien und eine Verhaftung befürchten. Wir haben Zeit verschenkt. Arafat wusste nicht wann, aber er wusste nach den letzten Wochen, dass wir kommen", so ein Ermittler.

Nach Bild-Informationen soll Abou-Chaker im Vorfeld der Razzia Vermögenswerte auf andere Personen umgeschrieben oder anderweitig belastet haben. Dennoch soll am Dienstag vorerst auch ein Teil seines Vermögens beschlagnahmt worden sein.

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#25 RE: Berlin: Abou-Chaker Haft- Entführung v. Bushido-Fam. geplant von Tumbleweed 30.09.2020 11:42

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Clan-Verteidiger: „Verfahren sofort per Urteil einstellen“Paukenschlag im Prozess gegen Abou-Chaker

Von: Anne Losensky
30.09.2020 - 11:18 Uhr

Berlin – „Verfahren sofort per Urteil einstellen, hilfsweise aussetzen“: Mit einer Paukenschlag-Forderung der Clan-Verteidiger begann der 9. Prozesstag gegen Arafat Abou-Chaker (44) und seine Brüder.

Zuletzt war am 14. September verhandelt worden. Seither ist viel passiert: Beerdigung der Mutter der Abou-Chaker-Brüder. Großrazzia der Steuerfahndung auf dem Grundstück des Ex-Bushido-Managers am 22. September. Der 42. Geburtstag von Anis „Bushido“ Ferchichi am Montag.

Seit dem 17. August 2020 läuft der Prozess. Fünf Tage lang sagte der Millionen-Rapper bereits gegen seinen Ex-Manager aus. Laut Anklage forderte Arafat Abou-Chaker 2017 Millionen Euro für die Trennung von Bushido.

Mit kriminellen Mitteln: Versuchte schwere räuberische Erpressung, Gefährliche Körperverletzung, Freitheitsberaubung sind angeklagt. Bushido sei eingesperrt, mit Flasche und Stuhl beworfen worden, heißt es. Allein in den letzten zehn Jahren habe Arafat neun Millionen Euro an ihm verdient, so Bushido als Zeuge im Prozess.

Die Verteidiger von Arafat Abou-Chaker verlangen das Ende des Prozesses, weil bei der Durchsuchung am 22. September in der Arafat-Villa in Kleinmachnow bei Berlin auch Verteidigungsunterlagen beschlagnahmt worden sein sollen. Die Durchsuchung sei „eine Inszenierung unter den Augen von Funk und Fernsehen“ gewesen: „Die Situation ist nicht reparabel.“


Staatsanwaltschaft und Nebenkläger Bushido wollen zu dem Verteidiger-Antrag Stellung nehmen. Danach müssen die Richter entscheiden, wie es im Prozess weiter geht.

Quelle

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