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#26 Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 - Opfer von Sexualstraftat von Tumbleweed 21.12.2019 18:10

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(...) - Im Januar 2019 konfrontierte „Hellseher“ Michael S. aus Siegburg die Mutter von Marvin mit dessen Todesnachricht. Marvins Leiche sei in einem Wald an der A1 zu finden. Polizisten gingen dem nach, überprüften die vermeintliche Fundstelle mit einem Spürhund. Fehlanzeige!(...)

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/...55950.bild.html

#27 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 21.12.2019 18:14

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Der Seher

https://www.derwesten.de/staedte/duisbur...d216311579.html

#28 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Christine 22.12.2019 10:46

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Aktualisiert: 22.12.19 10:16

„Ich bin so fertig​"
Gefundener Marvin (15): Mutter traf ihn erstmals nach zwei Jahren - und nennt dramatische Details

Jennifer LanzingervonJennifer Lanzinger
Naima WolfspergerNaima Wolfsperger

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Zweieinhalb Jahre fehlte vom vermissten Marvin aus Duisburg jede Spur, nun wurde er gefunden. Seine Mutter suchte mit „Aktenzeichen XY“ nach ihm.

Der heute 15-jährige Marvin galt mehr als zwei Jahre als vermisst.
Nun entdeckten Ermittler den Jungen durch Zufall in einer Wohnung.
Die Mutter des Teenagers suchte im Sommer mit der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ nach ihren Sohn.

Update 22. Dezember 2019: Die Entdeckung des seit 2017 vermissten Marvin gibt der Polizei massive Rätsel auf. Aber auch Psychologen und die Mutter können noch nicht rekonstruieren, was mit dem Jungen in den vergangenen zwei Jahren geschehen ist. Am Freitag durfte Marvins Mutter, Manuela B., ihren Sohn endlich wieder in die Arme schließen.

„Der Typ, bei dem er gefunden wurde, muss Marvin immer manipuliert haben“, sagte die 53-Jährige der Bild am Sonntag (BaS). Der Junge habe sich an ihr festgeklammert und sie nicht mehr loslassen wollen. „Er sagte, er kam da nicht raus. Und trotzdem ist er mit denen irgendeine Bindung eingegangen. Das alles ist total hart für mich.“

Für zehn Minuten durfte die Mutter in das Zimmer ihres Sohnes. Zwei Jahre lang galt er als vermisst. Viele hatten bereits die Hoffnung verloren, Marvin lebend wieder zu finden. Schließlich durchsucht die Polizei am Freitagmorgen, 20. Dezember, in Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen, die Wohnung von Lars H. Der 44-Jährige soll Kinderpornos verbreitet haben. In einem Schrank in H.s Wohnung finden die Beamten dann Marvin.
Duisburg: Vermisster Marvin in Schrank gefunden - Hintergründe noch unklar

Für Manuela B. ist die Situation offenbar Wunder und Albtraum zugleich. „Ich bin so fertig. Ich durfte zehn Minuten zu Marvin ins Zimmer. Auch er ist echt fertig. Er sagte: ,Mama, ich war zweieinhalb Jahre weggesperrt, habe keine Draußenluft bekommen.‘“ Ihr Kind sei vollkommen verwahrlost gewesen, habe sich an ihr festgeklammert und gesagt: „,Mama, nimm mich mit nach Hause.‘“


Vor seinem Verschwinden 2017 lebte Marvin in einer Jugendhilfeeinrichtung im Kreis Recklinghausen. Er hatte den Tod seines Vaters nicht verkraftet und war deshalb in Betreuung. Am 11. Juni 2017 verabschiedete er sich gegen 10 Uhr von den Betreuern der Einrichtung. Dann fehlte von ihm jede Spur. Zuvor war noch aufgefallen, dass Marvin plötzlich Geld hatte.
Marvin (15): Hatte seine Mutter bereits bei „Aktenzeichen XY“ den richtigen Verdacht?

Update 21. Dezember 2019: Noch stellt die Entdeckung des vermissten Marvin in Recklinghausen die Ermittler vor einige Rätsel. „Hinweise, dass der Junge gegen seinen Willen in der Wohnung festgehalten wurde, liegen zurzeit nicht vor“, betonte ein Polizeisprecher laut der Deutschen Presse-Agentur. „Es spricht einiges dafür, dass er sich schon längere Zeit freiwillig dort aufgehalten hat.“ Nähere Einzelheiten zu dem Jugendlichen machte die Polizei aus Opferschutzgründen nicht.

Laut der Bild-Zeitung Marvin ist zur Untersuchung in eine Klinik gekommen. „Er war zwei Jahre lang nicht in der Obhut von Erziehungsberechtigten“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Der psychische Zustand des Jungen werde nun fachärztlich untersucht.
Marvin (15): Hatte seine Mutter bereits bei „Aktenzeichen XY“ den richtigen Verdacht?

Duisburg/Recklinghausen - Mehr als zweieinhalb Jahre fehlte von dem damals 13-jährigen Marvin jede Spur, nun endete der mysteriöse Kriminalfall in einer spektakulären Wende. Ermittler durchsuchten die Wohnung eines 44-Jährigen, wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie, dabei entdecken Beamte den mittlerweile 15-Jährigen in einem Schrank. Dort wurde der Teenager vor den Ermittlern versteckt.
Duisburg: Vermisster Marvin in Schrank gefunden - Hintergründe noch unklar

Die Entdeckung sorgte prompt für eine Verhaftung der beiden in der Wohnung gemeldeten Männer. Während der 44-Jährige am heutigen Samstag laut Bild einem Haftrichter vorgeführt werden soll, wurde der 77-jährige Vater des Verhafteten noch am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 15-jährige Marvin wurde laut Bild für eine Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Bislang ist noch unklar, weshalb sich der 15-Jährige in der Wohnung aufgehalten hat. Und ob der 44-Jährige den Teenager gegen seinen Willen dort festgehalten hat. Auch am Samstag durchsuchen Ermittler erneut die Wohnung des Festgenommenen, was genau dem 44-Jährigen vorgeworfen wird, ist noch nicht bekannt.
Marvin galt zwei Jahre als vermisst - Beamte durchsuchen Wohnung

Klar ist jedoch: Die Wohnung des Verdächtigen liegt nur rund acht Kilometer von der Jugendeinrichtung entfernt, in der Marvin am 11. Juni 2017 zuletzt gesehen wurde. Warum der damals 13-Jährige aus der Einrichtung verschwand, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Die Mutter des vermissten Kindes suchte in der Zeit nach seinem Verschwinden fieberhaft nach ihrem Kind.

https://www.merkur.de/welt/marvin-duisbu...r-13362331.html

#29 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 23.12.2019 12:21

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Marvin (15) war zweieinhalb Jahre verschwunden Lars H. (44) ist wegen Kinderpornos vorbestraft

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/...92238.bild.html

#30 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 23.12.2019 16:59

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Gleich bei "Hallo Deutschland" (ZDF) um 17.10 Uhr ein Bericht.

#31 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 23.12.2019 17:06

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Fall Marvin K.: Verdächtiger bereits 2018 wegen Kinderpornografie verurteilt

Epoch Times23. Dezember 2019 Aktualisiert: 23. Dezember 2019 14:34

Schon mindestens zwei Jahre soll der 15-Jährige bei dem Mann gelebt haben, bei dem er am Freitag aus Zufall im Schrank gefunden wurde. Der 44-Jährige ist polizeibekannt. Vor gut anderthalb Jahren wurde er wegen des Besitzes von Kinderpornografie auf Bewährung verurteilt.

Recklinghausen (dpa/lnw) – Der zufällig in einem Schrank entdeckte Jugendliche Marvin K. (15) soll sich mindestens die letzten zwei Jahre in der Wohnung des Kinderpornografie-Verdächtigen in Recklinghausen aufgehalten haben. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Bochum mit.

Der zuvor seit gut zweieinhalb Jahren vermisste Jugendliche war am Freitag bei einer polizeilichen Durchsuchung zufällig in der Wohnung des 44-Jährigen entdeckt worden. Der 15-Jährige war in einem Schrank versteckt. Ob der Jugendliche sich auch schon in den ersten Monaten nach seinem Verschwinden im Juni 2017 bei dem Mann aufgehalten hatte, „müssen wir jetzt in Ruhe nachgucken“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert am Montag.

Fest steht allerdings, dass der Junge bereits bei dem Mann war, als der wegen des Besitzes von Kinderpornografie im März 2018 zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde.

Jugendlicher zufällig bei Durchsuchung gefunden

Ermittler des Fachkommissariats für Sexualdelikte hatten die Wohnung des 44-Jährigen jetzt erneut auf der Suche nach Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs ins Visier genommen. Noch am Freitag erging gegen ihn ein Haftbefehl „wegen einer schwerwiegenden Sexualstraftat“.

Die Behörden machten bislang keine Angaben dazu, ob der 15-Jährige Opfer dieser Straftat geworden ist. Laut Polizei befand er sich offenbar freiwillig in der Wohnung.

Der Jugendliche ist unterdessen weiter in einer jugendpsychiatrischen Klinik. Es sei unklar, wann er wieder zurück zu seiner Mutter könne, sagte ein Behördensprecher in Recklinghausen: „Die Entscheidung, was mit dem Jungen passiert, wird eine ärztliche sein und keine polizeiliche.“
Mutter bedankt sich in FB-Beitrag

Am Sonntagabend bedankte sich die Mutter des 15-Jährigen in einem Beitrag auf Facebook für die Unterstützung. In einem Gebet schrieb sie, dass ihr Sohn die Chance bekommen solle, „ins Leben zurück zu finden. Mit der Liebe und Kraft der Familie“. Zuvor hatte sie in einem anderen Beitrag ihr Wiedersehen mit ihrem Sohn nach über zweieinhalb Jahren geschildert. „Er umarmte mich und hielt mich und ließ nicht mehr los.“

Der Junge war im Juni 2017 im Alter von 13 Jahren aus einer Wohngruppe in Oer-Erkenschwick verschwunden. Nach ihm wurde bundesweit gefahndet. Über den Fall war noch im Juli in einer Spezialausgabe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ berichtet worden.

Polizisten hatten am Wochenende die Wohnung des Festgenommenen nach Beweismitteln wie Datenträgern durchsucht. Die vollständige Auswertung werde noch einige Zeit dauern. „Aus ermittlungstaktischen Gründen werden wir in den kommenden Tagen keine weiteren Einzelheiten dazu nennen, was sich auf den Datenträgern befindet und ob der Junge auch missbraucht wurde“, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

https://www.epochtimes.de/blaulicht/fall...t-a3107077.html

#32 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 23.12.2019 20:26

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Recklinghausen: 44-Jähriger vorbestraft
Als Lars H. wegen Kinderporno-Besitzes verurteilt wurde, war Marvin schon bei ihm. Wie kann das sein?

23. Dezember 2019 - 17:22 Uhr
Staatsanwalt sicher: Marvin war mindestens zwei Jahre in der Wohnung von Lars H.

Neue Schocknachricht im Fall Marvin! Der Junge (heute 15) ist mindestens zwei Jahre lang in der Wohnung von Lars H. gewesen - möglicherweise auch die gesamte Zeit seit seinem Verschwinden im Juni 2017!

Wie ist Marvin an Lars H. geraten?


"Den Rest müssen wir jetzt in Ruhe nachgucken", sagte Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert am Montag. Bislang unklar ist, wie Marvin überhaupt an Lars H. geraten ist und was genau in dessen Wohnung in Recklinghausen geschehen ist.

Der 44-Jährige Lars H. war 2018 wegen des Besitzes von Kinderpornographie verurteilt worden. Für Polizei und Justiz war Lars H. also kein Unbekannter.

Die Frage ist: Wenn Marvin wirklich seit zwei Jahren in der Wohnung von Lars H. war - warum hat das niemand mitbekommen? Durfte Marvin niemals raus? Oder hatte der Junge Kontakt zur Außenwelt? Ein Nachbar hatte im RTL-Interview berichtet, dass der 44-Jährige häufiger Jungen zu Besuch gehabt haben soll.

Das Urteil gegen Lars H. wegen des Besitzes von Kinderpornographie ist 2018 gefallen. Der heute 44-Jährige Lars H. habe damals eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung erhalten, sagte Bochums Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert am Montag. Marvins Stiefvater Michael B. hatte RTL am Wochenende eindrücklich geschildert, wie schlimm der 15-Jährige nach einer Befreiung aussah.

Marvin wurde durch Zufall im Schrank der Wohnung in Recklinghausen gefunden

Der 15-Jährige Marvin war am vergangenen Freitag bei einer Durchsuchung zufällig in Recklinghausen in der Wohnung des 44-Jährigen in einem Schrank gefunden worden. Die Polizei hatte erneut nach Kinderpornos gesucht. Gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl wegen einer schwerwiegenden Sexualstraftat erlassen. Ob der Junge sich zum Zeitpunkt der Verhandlung und des Urteils gegen den Mann schon in seiner Wohnung befand, sind wichtige Fragen. Antworten gab es darauf zunächst aber nicht.

Marvin bleibt in ärztlicher Betreuung


Marvin war noch am Freitag in eine Klinik gebracht worden. Es ist unklar, wann der 15-Jährige wieder zurück zu seiner Mutter kann. "Die Entscheidung, was mit dem Jungen passiert, wird eine ärztliche sein und keine polizeiliche", sagte ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen.

Lars H. erhielt 2018 eine Bewährungsstrafe

https://www.rtl.de/cms/lars-h-wegen-kind...obox=1577100862

#33 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von aNNA 24.12.2019 06:47

im SCHRANK gefunden!

"Junge aus dem Schrank ist der gesuchte Marvin (15)
+++ Wohnungsdurchsuchung bei Mann (44) +++ Junge war schon Thema bei Aktenzeichen XY"

#34 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Christine 24.12.2019 07:05

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Zitat von Gast im Beitrag #33
im SCHRANK gefunden!

"Junge aus dem Schrank ist der gesuchte Marvin (15)
+++ Wohnungsdurchsuchung bei Mann (44) +++ Junge war schon Thema bei Aktenzeichen XY"



Das ist bereits alles in den Beiträgen vorher zu lesen

#35 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 24.12.2019 13:29

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Hätte Marvin früher gefunden werden können? Polizei hatte offenbar schon im Sommer Hinweise
Information kam im Zusammenhang mit „Aktenzeichen XY“

24.12.2019

(...)Und weiter: „Im Rahmen dieser Sendung hat es offensichtlich einen Hinweis auf den Tatverdächtigen (Lars H., Anm. d. Red.) gegeben. Jetzt ist die Frage, wie dies abgearbeitet wurde.“ (...)

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/...13626.bild.html

#36 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 24.12.2019 13:57

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Polizeimeldungen
24.12.2019 12:43 686
Tipp schon im Juli! Hätte Junge (15) im Schrank Monate früher gerettet werden können?
Bittere Nachricht: Der 15-Jährige, der in einem Schrank gefunden wurde, hätte womöglich schon im Juli gerettet werden können

Recklinghausen - Bei der Suche nach einem verschwundenen Jungen im Ruhrgebiet, der vergangene Woche gefunden worden war, hat es möglicherweise eine gravierende Ermittlungspanne gegeben.




Nachdem Ende Juli 2019 in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" nach dem 15-Jährigen gesucht worden war, habe es bereits einen Hinweis gegeben, dass er sich in der Wohnung eines 44-Jährigen in Recklinghausen aufhalte, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Derzeit werde polizeiintern geprüft, ob das Polizeipräsidium Duisburg diesem Hinweis mit der gebotenen Konsequenz nachgegangen sei. Dabei sei auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, sagte ein Polizeisprecher in Recklinghausen.

Der gut zweieinhalb Jahre vermisste Jugendliche war am vergangenen Freitag zufällig bei einer polizeilichen Durchsuchung in der Wohnung des 44-jährigen Mannes entdeckt worden.

Der heute 15-Jährige war in einem Schrank versteckt. Der 44-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Der Junge war im Juni 2017 im Alter von 13 Jahren aus einer Wohngruppe in Oer-Erkenschwick verschwunden.

https://www.tag24.de/nachrichten/recklin...koennen-1331765

#37 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Dunkelseher 30.12.2019 00:53

So ein Schmarn,

das Einzige was er gesehen hat, ist seine stinkende ......... Rest vom Admin gelöscht da unangebrachte Wortwahl

#38 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Christine 02.01.2020 10:42

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Wurde das Kind betäubt?
Vermisster Marvin (15): Nachbar berichtet von seltsamer Begegnung

02.01.20 06:18


Update vom 30. Dezember 2019, 11.34 Uhr: Noch immer herrscht Unklarheit über das Schicksal des 15-jährigen Marvin. Obwohl sich die Polizei bislang mit Informationen bedeckt hält, äußerte die Mutter des Teenagers bereits vor Tagen einen schlimmen Verdacht.

Im Gespräch mit RTL berichtete nun ein Nachbar des Festgenommenen weitere schreckliche Details. Wie Murat C. erklärt, seien in der Vergangenheit oft Jugendliche bei dem 44-Jährigen gewesen. "Der hatte so junge Freunde gehabt", erklärt der Nachbar. Zuvor sei der 44-Jährige bereits aus seinem Job als Fußballtrainer rausgeflogen.

Murat C. bestätigt weiter, dass es aus der Wohnung des Festgenommenen oft bestialisch gestunken habe, der 44-Jährige oft betrunken gewesen sei und dann anschließend die Nachbarn aggressiv angepöbelt habe. Kurz bevor das Kind dann von Ermittlern durch Zufall in der Wohnung entdeckt wurde, sei Murat C., der Bruder des Hausbesitzers, gemeinsam mit einem Sachverständigen wegen eines Wasserschadens in der Wohnung gewesen. Dabei sei ihm der verwahrloste Zustand der Wohnung aufgefallen, ein 15-Jähriger jedoch nicht.

"Ich habe drei Kinder. Man fühlt sich schon scheiße", zeigt sich der Nachbar nach seinem Besuch in der Wohnung schockiert.
Vermisster Marvin (15) in Schrank entdeckt: Mutter mit Verdacht - Zustand schockiert

Ursprungsmeldung vom 28. Dezember 2019: Duisburg - Was ist Marvin nur zugestoßen? Diese Frage stellen sich nicht nur Ermittler nach dem tragischen Fund in einer Wohnung in Recklinghausen. Auch die Mutter des heute 15-Jährigen versucht eine Erklärung auf das Verschwinden ihres Sohnes zu finden. Im Gespräch mit der Berliner Morgenpost berichtet Manuela B. nun über das erste Treffen mit ihrem Kind. Dabei äußert die Mutter einen kaum auszuhaltenden Verdacht.
Vermisster Marvin in Schrank entdeckt - Mutter berichtet Details von erstem Treffen

Mit diesem Fund hatten die Beamten bei einer Wohnungsdurchsuchung am 20. Dezember nicht gerechnet. Während Ermittler die Wohnung wegen Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie durchsuchen, wurde der 15-jährige Marvin in einem Schrank versteckt gefunden. Kurz darauf ist klar, dass es sich bei dem Teenager um den seit Sommer 2017 vermissten Jungen handelt.

Noch während der heute 15-Jährige in ein Krankenhaus eingeliefert wird, wird auch Marvins Mutter über den Fund informiert. Als Manuela B. ihren Sohn kurz darauf zum ersten Mal sehen darf, fällt ihr der Teenager in die Arme. Wie die Mutter des Vermissten gegenüber der Berliner Morgenpost erklärt, sei Marvin in derselben Kleidung entdeckt worden, in der der damals 13-Jährige verschwunden war.
Vermisster Marvin: Mutter äußert schrecklichen Verdacht

„Ich habe mir zweieinhalb Jahre dieses Gefühl vorgestellt, wie es sein wird, wenn ich Marvin jemals wiedersehe. Aber was ich gesehen habe, erinnerte mich an den Spruch, dass jemand ein gebrochener Mann ist“, erklärt Manuela B. Demnach sei Marvin zwar mittlerweile fast zwei Köpfe größer als seine Mutter, doch der 15-Jährige sei in einem „schlechten Zustand“. So sei Marvin ungepflegt gewesen, habe beispielsweise lange Fingernägel gehabt. Außerdem sei der Kopf des Teenagers stark geschwollen.

Ein Umstand, der Manuela B. Schreckliches vermuten lässt. Wie Marvins Mutter gegenüber dem Blatt erklärt, habe sie mittlerweile den Verdacht, dass dem 15-Jährigen in der Wohnung Substanzen verabreicht worden sein könnten. Ergebnisse einer im Krankenhaus durchgeführten Untersuchung sind noch nicht bekannt. Manuela B. vermute ebenfalls, dass Marvin aufgrund des sogenannten „Stockholm-Syndroms“ in der Wohnung geblieben sein könnte. Dabei fühle sich das Opfer dem Täter verbunden.
Vermisster Marvin: Polizei veröffentlicht erschreckende Information

Für die Polizei hat Manuela B. nur lobende Worte übrig. Vor allem die Sachbearbeiterin habe über die gesamte Zeit Kontakt gehalten und „mich wirklich gut aufgebaut“. Trotzdem prüft die Polizei nun, ob Marvin bereits viel eher aus der Wohnung befreit hätte werden können. Wie Ermittler nur wenige Tage nach der Entdeckung nämlich zugeben, lag ein Hinweis auf die betreffende Wohnung offenbar bereits im Sommer vor.

https://www.hna.de/welt/marvin-vermisst-...r-13372709.html

#39 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 16.01.2020 19:13

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Schrank-Junge (15) hätte wohl früher gefunden werden können
Hinweis verschlampt! Ermittlung gegen die Polizei
Ermittler legten wichtigen Tipp einfach zu den Akten +++ Lars H. jetzt auch unter Vergewaltigungs-Verdacht

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/...63620.bild.html

#40 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von wetterfrosch 03.03.2020 12:48

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03.03.20 - 12:05

Gericht bestätigt

Hundertfacher Missbrauch im Fall Marvin: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Lars H.

von Jörn Tüffers
Alexander Spieß

Zweieinhalb Monate nach seiner Festnahme hat die Staatsanwaltschaft Bochum Anklage gegen Lars H. erhoben.

Update, 3. März: Zwei Jahre lang lebte der heute 15-jährige Marvin in Lars H.s Wohnung an der Hochstraße in Recklinghausen-Grullbad. Die Staatsanwaltschaft legt dem 44-Jährigen zur Last, den vermissten Jugendlichen 475-mal missbraucht zu haben, 171-mal davon schwer. Das bestätigte das Landgericht Bochum auf Anfrage von 24Vest.

Im Dezember hatte die Polizei den vermissten Jugendlichen zufällig bei der Durchsuchung von Lars H.s Wohnung in einem Schrank entdeckt. Die Ermittler waren wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornos angerückt.

Fehler bei den Ermittlungen

Update, 22. Januar: Es seien „haarsträubende Fehler“ passiert, sagte der Remscheider im Gespräch mit unserer Redaktion. Unerklärlich sei ihm vor allem das Vorgehen der Polizei in Duisburg. Die Behördenleitung habe nicht ausreichend Personal abgestellt, um gewissenhaft den 53 Hinweisen auf den Aufenthaltsort von Marvin K. nachzugehen, die im Juli vergangenen Jahres nach der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ eingegangen waren. „Warum hat man das bei einer einzigen Sachbearbeiterin abgeladen?“, fragt Wolf. Es sei erwartbar gewesen, dass nach einem solchen Aufruf eine Vielzahl an Anrufen bearbeitet werden müsse.

Die Behördenleitung hätte personelle Kapazitäten schaffen müssen, um „jeder noch so absurden Spur nachzugehen“. Wegen dieser Versäumnisse ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Polizeibehörde.

Recklinghausen: Hinweis bereits im Juli 2019

Bereits Ende Juli 2019 lag der Polizei ein Hinweis auf den Aufenthaltsort des vermissten Marvin K. vor. Gefunden wurde er dort aber erst fünf Monate später.

Wenn man sich den achtseitigen nicht-öffentlichen Bericht des NRW-Justizministeriums anschaut, der 24vest.de vorliegt, wird deutlich, wie viel Zeit verstrichen ist, ehe das Ermittlungsverfahren der Polizei zum Fundort des vermissten Marvin K. führte.

Bereits nach Ausstrahlung der Sendung „Aktenzeichen XY“ behauptete eine Anruferin, dass sich Marvin K. schon vor seinem Verschwinden im Juni 2016 bei dem 44-Jährigen, einem Pädophilen, aufgehalten habe. Schon dieser entscheidende Hinweis hätte die Ermittler zum Aufenthaltsort des Vermissten führen können. Doch die Beamten gingen ihm nicht nach.

Ende Dezember hat die Duisburger Polizei "disziplinarrechtliche Vorermittlungen" gegen ihr eigenes Personal eingeleitet.

Recklinghausen: Weiterer Hinweis ging am 23. Oktober ein

Einen weiteren Hinweis hatten die Ermittler nach Auswertung eines Handys am 23. Oktober bekommen. Demnach hatte der Handy-Besitzer mit dem 44-jährigen Recklinghäuser Bilder und Videos mit Kinder- und Jugendpornografie getauscht.

Doch auch bis hier im Anschluss ein Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern eingeleitet wurde, das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Bochum übergeben und dort übernommen wurde, dauerte es seine Zeit. Erst am 20. Dezember durchsuchte die Polizei die Wohnung des 44-Jährigen an der Hochstraße in Grullbad - nach fünf Monaten.

Recklinghausen: Marvin K. wurde vermutlich im April 2019 vergewaltigt

Dabei stieß sie auf umfangreiches Datenmaterial, das Lars H. belastet, und auf den 16-jährigen Marvin K., der zweieinhalb Jahre als vermisst galt. Die Aufnahmen auf dem Handy, das die Polizei Duisburg sichergestellt hatte, zeigten, wie sich der 44-Jährige an einem „augenscheinlich schlafenden älteren Kind oder Jugendlichen“ sexuell vergehe. Das sichergestellte Datenmaterial lässt darauf schließen, dass er Marvin K. im April 2019 vergewaltigt hat.

Einen Tag später hat das Amtsgericht Recklinghausen Haftbefehl gegen Lars H. verhängt. Der Vorwurf: Vergewaltigung, sexueller Missbrauch Jugendlicher sowie Herstellen und Besitzes jugendpornografischer Schriften.

https://www.24vest.de/recklinghausen/rec...4j70bfh_nOVCN9s

#41 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 03.03.2020 13:05

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Zitat
Bereits nach Ausstrahlung der Sendung „Aktenzeichen XY“ behauptete eine Anruferin, dass sich Marvin K. schon vor seinem Verschwinden im Juni 2016 bei dem 44-Jährigen, einem Pädophilen, aufgehalten habe. Schon dieser entscheidende Hinweis hätte die Ermittler zum Aufenthaltsort des Vermissten führen können. Doch die Beamten gingen ihm nicht nach.



Man darf nicht darüber nachdenken....Es gehen Hinweise ein und keiner geht dem nach, ohne Worte.

#42 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Helios 18.03.2020 09:44

Junge im Schrank:
Ermittlungen gegen Polizistin begonnen

DÜSSELDORF Im Fall des vermissten Jugendlichen, der in einem Schrank in einer Wohnung in Recklinghausen gefunden wurde, wird inzwischen gegen eine Polizistin ermittelt. Sie könnte sich der fahrlässigen Körperverletzung im Amt strafbar gemacht haben, wie es in einem vertraulichen Bericht an den Landtag heißt.


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Hintergrund ist der Hinweis einer Zeugin nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“. Sie hatte bereits Ende Juli 2019 den Namen des polizeibekannten Wohnungsbesitzers genannt. Die Polizistin war dem Hinweis aber nicht nachgegangen. Der 15-Jährige war erst im Dezember durch Zufall entdeckt worden. Gegen den Verdächtigen (44) wurde inzwischen Anklage unter anderem wegen Vergewaltigung erhoben.

Die Ermittler prüfen laut dem vertraulichen Bericht, ob der Jugendliche noch nach dem Hinweis der Zeugin missbraucht und dabei verletzt wurde – und ob ein Zusammenhang zur „objektiven Pflichtverletzung“ der Polizistin besteht.

In einem weiteren Bericht stellt das Innenministerium fest, dass eine „ordnungsgemäße kriminalfachliche Bearbeitung des Hinweises“ bereits im Juli 2019 zum Auffinden des Vermissten hätte führen können. Der von der Zeugin genannte Mann war wegen des Besitzes von Kinderpornografie bereits im März 2018 zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dennoch wurde der Hinweis zu den Akten gelegt.

Als Ermittler die Wohnung des 44-Jährigen später auf der Suche nach Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs ins Visier nahmen, fanden sie den 15-Jährigen im Schrank. Dem Wohnungsbesitzer wird in der Anklage Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch und 472 Fälle von sexuellem Missbrauch des Jugendlichen vorgeworfen.

(dpa)

https://www.aachener-nachrichten.de/nrw-...en_aid-49616283

#43 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von wetterfrosch 23.04.2020 11:40

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Aktualisiert am: 22.04.20 - 17:19

Hundertfacher Missbrauch

Fall Marvin K.: Termin für Prozessbeginn steht fest, weitere Anklage gegen Lars H. erhoben

Im Fall des Marvin K., der in einem Schrank in einer Wohnung in Recklinghausen gefunden wurde, hat das Gericht nun den Termin für den Prozessauftakt bekannt gegeben.

◦Bei Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs fand die Polizei in Recklinghausen einen 15-Jährigen in einem Schrank
◦Die Polizei hat gegen eine Polizistin wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt
◦Im Juni geht der Missbrauchs-Fall vor Gericht

Update, 22. April: Im Fall Marvin K. beginnt in rund sechs Wochen, am 5. Juni, der Missbrauchs-Prozess gegen den 45-jährigen Lars H. aus Recklinghausen am Bochumer Landgericht. Das bestätigte Gerichtssprecher Michael Rehaag am Mittwoch auf Anfrage. Damit beginnt der Prozess fast ein halbes Jahr nachdem der 15-Jährige bei einer polizeilichen Durchsuchung am 20. Dezember zufällig in einem Schrank entdeckt worden war.

In der Zwischenzeit ist noch eine weitere Anklage gegen den mutmaßlichen Serien-Sextäter erhoben worden. Der Vorwurf lautet auf Besitz und Verbreitung kinderpornografischen Materials in tausenden Fällen.

475 Missbrauchs-Fälle gehen auf Konto des Angeklagten aus Recklinghausen

Die Hauptanklage im Fall Marvin K. lautet auf sexuellen Missbrauch. Sämtliche 475 Fälle sind als sexueller Missbrauch (von Jugendlichen) gegen Entgelt oder unter Ausnutzung einer Zwangslage angeklagt worden. 171 Fälle davon sind mit Blick auf das zuerst noch kindliche Alter Marvins als schwerer sexueller Kindesmissbrauch bewertet worden.

Marvin K. galt seit Mitte 2017 als vermisst. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er bei dem Angeklagten an der Hochstraße zweieinhalb Jahre lang untergetaucht war. Dort und auch bei vorherigen Treffen soll es gegen Geld oder Zigaretten immer wieder zu sexuellen Handlungen mit dem Angeklagten gekommen sein. Für den Prozess vor der 8. Jugendschutzkammer sind neun Termine bis zum 19. Juni anberaumt.

Von Werner von Braunschweig

https://www.24vest.de/recklinghausen/rec...OWWA5rwv4xFyceg

#44 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von wetterfrosch 30.04.2020 12:34

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Verbreitung von kinder- und jugendpornografischen Schriften

Neue Vorwürfe gegen Marvins (15) Peiniger

von: ANDREAS WEGENER veröffentlicht am
29.04.2020 - 10:45 Uhr

Bochum – Neue Vorwürfe gegen den Peiniger von Marvin (15): Die Staatsanwaltschaft hat Lars H. (44) jetzt auch wegen Besitzes und Verbreitung von kinder- und jugendpornografischen Schriften angeklagt. Das bestätigte Katja Nagel (33), Sprecherin des Landgerichts Bochum.

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/...anXUhpaIHKh-rs8

#45 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Helios 04.06.2020 11:28

4. JUNI 2020 UM 10:42 UHR 2 Minuten
Missbrauchsprozess beginnt:
Vermisster Junge im Schrank gefunden

BOCHUM Dieser Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Bei einem Polizeieinsatz im Dezember 2019 wurde ein seit zweieinhalb Jahren vermisster Junge aus Duisburg zufällig in der Wohnung eines Mannes aus Recklinghausen gefunden. Der 15-Jährige hatte sich in einem Schrank versteckt. Am Freitag beginnt am Bochumer Landgericht der Prozess.

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Die Anklage hat es in sich: Dem 45-Jährigen wird 475-facher sexueller Missbrauch vorgeworfen.

Der heute 15-Jährige war im Juni 2017 spurlos verschwunden. Damals war er noch 13 und hatte in einer Jugendwohngruppe in Oer-Erkenschwick am Rand des Ruhrgebiets gelebt. Laut Anklage war es beim Treffen in einem Waldstück bereits zuvor zu sexuellen Handlungen zwischen dem Angeklagten und dem Kind gekommen. Dabei soll der Junge bis zu 50 Euro Bargeld oder Zigaretten erhalten haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Teenager anschließend in der Wohnung des Angeklagten untergetaucht und dort durchweg gelebt hat. Dabei soll er immer wieder sexuell missbraucht worden sein - als angebliche Gegenleistung für Kost und Logis. An Flucht dachte der heute 15-Jährige offenbar nicht. Er hatte angeblich Angst, bestraft zu werden, wenn er zur Wohngruppe zurückkehren würde.

Seine Entdeckung war schließlich Zufall. Die Polizei hatte die Wohnung des heute 45-Jährigen eigentlich durchsucht, weil er unter Verdacht stand, kinderpornografisches Material zu verbreiten. Dabei war auch der Schrank geöffnet worden, in dem sich der Junge versteckt hielt.

Der Vermisstenfall war bereits im Juli 2019 Thema der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ gewesen. Obwohl es bereits direkt nach der Ausstrahlung Hinweise auf den Angeklagten gegeben haben soll, war es erst fünf Monate später zu der Durchsuchung der Wohnung gekommen. Ein Fernsehzuschauer soll die Ermittler darauf hingewiesen haben, dass der Teenager schon vor dessen Verschwinden Kontakt mit dem Angeklagten gehabt habe. Zum Zeitpunkt des Anrufs war bereits bekannt, dass der Angeklagte wegen Besitzes von kinderpornografischem Material zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt worden war. Dieses Urteil war im März 2018 ergangen.

Im aktuellen Prozess sind sämtliche 475 Fälle von der Bochumer Staatsanwaltschaft als sexueller Missbrauch gegen Entgelt oder unter Ausnutzung einer Zwangslage angeklagt. Wie das Bochumer Landgericht bestätigte, ist der 15-Jährige als Nebenkläger zugelassen worden - vertreten durch dessen Mutter. Für den Prozess hat die zuständige 8. Strafkammer vorerst zehn Verhandlungstage bis zum 25. Juni 2020 angesetzt.

Zusätzlich ist noch eine weitere Anklage erhoben worden - wegen Besitzes und Verbreitung kinder- und jugendpornografischen Materials. Diese Anklage wird mitverhandelt.

(dpa)

https://www.aachener-nachrichten.de/nrw-...ag_aid-51477413

#46 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von Tumbleweed 09.06.2020 09:23

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Junge (15) war jahrelang in Wohnung gefangen
Sein Peiniger ließ Marvin nur dreimal nachts raus


von: ANDREAS WEGENER veröffentlicht am
08.06.2020 - 22:55 Uhr

Bochum – Mit 13 Jahren verschwand Marvin, war danach zweieinhalb Jahre in der Wohnung eines mutmaßlichen Kinderschänders gefangen. Nur dreimal durfte er in dieser Zeit kurz raus.

Das berichtete eine Kriminalkommissarin am Montag im Prozess gegen Lars H. (45). „Er sagte, das sei nachts für etwa zehn Minuten gewesen, zum Luft schnappen. Der Angeklagte hatte ihn jedes Mal begleitet“, berichtete die Polizistin. Sie hatte den vermissten Jungen nach seiner Befreiung mehrfach befragt.

Wenn etwa Handwerker kamen, habe sich Marvin stets versteckt. Meist sei er nur mit einer kurzen Hose bekleidet gewesen.

Die Beamtin weiter: „Ich hatte das Gefühl, dass er auch emotional verwahrlost war.“ Nach seiner Entdeckung sei Marvin enttäuscht gewesen, dass er wieder in eine Jugendhilfe-Einrichtung müsse.

Davon erzählte auch seine Mutter Manuela B. (54), die ebenfalls als Zeugin aussagte. „Marvin fragte mich, warum er weggesperrt werde, schließlich sei er doch nicht der Täter.“ Es sei aber wichtig gewesen, dass ihr Sohn zunächst professionelle Hilfe bekommen habe.

Inzwischen lebt Marvin wieder in seiner familiären Umgebung. „Aber er traut sich kaum auf die Straße. Als er einmal mit seiner Schwester unterwegs war, ist er von anderen Jungs aufs Übelste beleidigt worden“, so Manuela B.Marvin wurde von Lars H. laut Anklage regelmäßig missbraucht. Sein Peiniger musste am Montag im Bochumer Gerichtssaal die Schutzmaske abnehmen. Seinen Mund verbarg er meist hinter seiner Hand. Als Marvins Mutter aussagte, lächelte er mehrfach.

Der Prozess wird fortgesetzt.

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/...46386.bild.html

#47 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von wetterfrosch 09.06.2020 22:44

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Drei Mal durfte er nachts raus, jeden zweiten Tag wurde er missbraucht! 2 Jahre lebte er in einem Schrank!

9. Juni 2020

Ein seit zweieinhalb Jahren vermisster Junge wird im Schrank eines Mannes aus Recklinghausen entdeckt. Laut Anklage wurde er fast jeden zweiten Tag missbraucht. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.

Den Blick gesenkt, das Gesicht hinter einer Corona-Maske: Der Prozess hatte kaum begonnen, da lehnte sich der Angeklagte auf seinem Stuhl zurück, ließ die über einstündige Anklageverlesung scheinbar ruhig über sich ergehen. Rund sechs Monate ist es her, dass in seiner Wohnung in Recklinghausen ein seit zweieinhalb Jahren vermisster Junge aus Duisburg gefunden wurde. Zufällig – bei einer Polizei-Razzia wegen Kinderpornografie. Der inzwischen 16-Jährige Marvin kauerte in einem Schrank. „Ich habe erst nur die Füße gesehen und mich richtig erschrocken“, sagte eine Polizistinden Bochumer Richtern am Freitag.

Der Junge habe nur ein T-Shirt und eine kurze Hose angehabt. Am Handgelenk trug er zwei silberne Armbänder, die er sich verschämt abgestreift habe. An einem war ein Anhänger mit der Aufschrift „Ich liebe Dich“. Ein Geschenk des Angeklagten, soll der 16-Jährige dazu gesagt haben.

Fast jeden zweiten Tag sexuell missbraucht

„Er war abweisend, fast schon bockig“, so die Polizistin im Prozess am Bochumer Landgericht. „Im ersten Moment hatte ich das Gefühl, dass er überhaupt nicht begeistert war, dass wir ihn gefunden haben.“ Später, im Streifenwagen, sei Marvin dann entspannter gewesen.

Laut Staatsanwaltschaft wurde der Teenager zwischen Juni 2018 und Dezember 2019 fast jeden zweiten Tag sexuell missbraucht. Zum Prozessauftakt wollte sich der Angeklagte dazu allerdings nicht äußern. „Wir werden die Beweisaufnahme abwarten“, so Verteidiger Markus Kluck am Rande des Prozesses. „Vielleicht kommt es später noch dazu, dass Angaben gemacht werden.“ Bei einer ersten Vernehmung soll der Angeklagte von „Freiwilligkeit“ gesprochen haben – zumindest in Bezug auf kinderpornografische Bilder, auf denen auch er zu sehen sein soll.

Zurück in der Familie

Die Vernehmung des 16-Jährigen soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Wie es ihm heute geht? „Er hat einen ganz langen und schwierigen Weg vor sich“, sagte seine Anwältin Marie Lingnau vor Prozessbeginn. Wie die „Bild“ berichtet, lebe der Teenager nun wieder bei seiner Familie, hat aber mit dem Alltag zu kämpfen. Er traue sich kaum auf die Straße, heißt es in dem Artikel. „Als er einmal mit seiner Schwester unterwegs war, ist er von anderen Jungs aufs Übelste beleidigt worden“, so seine Mutter. Und auf die Frage, warum er nicht aus der Wohnungdes Angeklagten geflohen sei: „Man darf nicht vergessen, dass er erst 13 war, als er in die Fänge eines Mannes geriet, der sehr manipulativ ist.“

Marvin war im Juni 2018 aus einer Wohngruppe im nordrhein-westfälischen Oer-Erkenschwick verschwunden und nicht wieder aufgetaucht. „Dem Rat des Angeschuldigten entsprechend entfernte er die SIM-Karte aus seinem Mobiltelefon, um nicht geortet werden zu können“, heißt es in der Anklage.

Drei Mal war er draußen

Wie die Bild am Montag berichtete, habe der Junge generell nur drei Mal nachts während seiner Gefangenschaft die Möglichkeit gehabt draußen Zeit zu verbringen. Wenn beispielsweise Handwerker anwesend waren, dann habe er sich versteckt, heißt es in dem Bericht.

Der 45-jährige Mann aus Recklinghausen ist bereits im März 2018 wegen Verbreitung von Kinderpornografie zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Im aktuellen Prozess drohen ihm im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Mit einem Urteil ist voraussichtlich im Juli zu rechnen.

http://deutschlandnews.info/index.php/20...AokrRfsHpTAWls4

#48 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von wetterfrosch 17.06.2020 16:48

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17.06.20 - 13:25

Prozess um den Fall Marvin K.

Neuropathologe: Angeklagter muss schwere Unfälle gehabt haben, weiteres Opfer möglich

von Jörn Hartwich

Am Landgericht Bochum hat kürzlich der Prozess um hundertfachen Kindesmissbrauch begonnen. Auf der Anklagebank: der 45-jährige Lars H. aus Grullbad.

◦Marvin K. ist im vergangenen Jahr in einem Schrank in Recklinghausen entdeckt worden
◦Teenager war 2017 aus Wohngruppe in Oer-Erkenschwick verschwunden
◦Prozess vor dem Landgericht Bochum hat begonnen

Update, 17. Juni, 13.21 Uhr: Der Angeklagte, der im Fall Marvin K. vor Gericht steht, muss in seinem Leben bereits schwere Unfälle gehabt haben. Das hat ein Neuropathologe am Mittwoch im Prozess am Bochumer Landgericht berichtet.

Bei einer Untersuchung sind Narben am Gehirn, eine Metallplatte an der rechten Augenhöhle und Schäden am Gehirn festgestellt worden. Der 45-jährige Recklinghäuser hatte von Epilepsie und einem schweren Unfall in der Kindheit gesprochen. Er sei - so seine Angaben - unter einen Bus geraten und habe am Kopf operiert werden müssen.

Fall Marvin K.: Hirnschäden des Angeklagten müssen genauer untersucht werden

Festgestellte Schäden am sogenannten Stirnlappen am Gehirn könnten möglicherweise Folge eines schweren Schädelhirntraumas sein, ausgelöst durch einen Unfall. Hier könnten die früheren Angaben des Angeklagten also stimmen. Die Platte über der Augenhöhle müsse dagegen von einer späteren Verletzung stammen.

Die Verletzungen am Gehirn bedeuten nach seinen Angaben allerdings nicht, dass auch psychologische Probleme vorliegen müssen. Entsprechende Untersuchungen müssten von Psychiatern oder Psychologen durchgeführt werden. Einen ausführlicheren Bericht gibt es am Donnerstag, 18. Juni, in unserem E-Paper.

Update, 17. Juni, 13 Uhr: Ein Nachbar des Angeklagten, der über ihm an der Hochstraße wohnt, sagte am Dienstag vor Gericht aus. Der Bruder des Nachbarn war der Vermieter. Der Nachbar selbst, kümmerte sich vor Ort. Aus diesem Grund war er auch ein paarmal in der Wohnung des Angeklagten.

Demnach habe der Angeklagte öfters gefeiert. „Bei seinen Partys waren fast nur männliche Gäste – auch Knaben.“ Diese Sätze soll der Nachbar bei der Polizei zu Protokoll gegeben haben. Auch Marvin habe er in der Wohnung gesehen. Er sei allerdings davon ausgegangen, dass es sich bei ihm um den Sohn des Angeklagten handelte. Das habe ihm der Angeklagte zumindest erzählt.

Weiterer Junge soll geladen werden

Der Nachbar erinnere sich an einen weiteren Jungen, der immer bei den Partys dabei gewesen sei. Die Richter versuchten, den Jungen als Zeugen zu laden, bislang allerdings erfolglos. Auf die Bitte um Rückruf auf seiner Mailbox habe es keine Reaktion gegeben.

Vor zwei oder drei Jahren sei es dann aber plötzlich ruhig geworden, so der Nachbar. Keine Partys, kaum noch Besuche. Der Angeklagte habe sich offenbar zurückgezogen. Zu dieser Zeit soll der anfangs 13-jährige Marvin schon in der Wohnung gelebt haben.

Update, 16. Juni, 14.40 Uhr: Das Bochumer Landgericht hat im Prozess um den Fall Marvin K. am Dienstag, 16. Juni, einen Nachbarn des Angeklagten, der mit ihm im Haus wohnt, befragt.

Update, 15. Juni, 18.30 Uhr: Im Prozess um den Fall Marvin ist am Montag bekannt geworden, dass der Angeklagte den anfangs 13-Jährigen möglicherweise regelrecht bezahlt hat. Das geht aus einem Foto hervor, das Marvin einem Bekannten des 45-jährigen Recklinghäusers geschickt haben soll.

Darauf ist der Wohnzimmertisch des Angeklagten zu sehen, darauf zwei Kinderhände, 80 Euro und zehn Schachteln Zigaretten. Darunter soll gestanden haben: „Das ist mein Stundenlohn. Das ist, warum der Lars an mich dran darf.“

Stundenlohn für sexuelle Handlungen

Der Empfänger brauchte nicht viel Fantasie, um zu verstehen, dass es um sexuelle Handlungen ging. „Ich nehme an, dass das so war“, sagte der 53-Jährige als Zeuge vor dem Bochumer Landgericht. „Der Marvin – der war sein Heiligtum“, hatte der Bekannte des Angeklagten schon bei der Polizei zu Protokoll gegeben. „Er hat ihn getroffen, sich verliebt und mitgenommen.“ Das mache er immer so.

Marvin war möglicherweise nicht erstes Opfer

Dass Marvin möglicherweise nicht der erste Junge war, zu dem der Angeklagte Kontakt geknüpft hat, geht aus angeblichen Prahlereien des 45-Jährigen hervor. So soll er zwei eigene Söhne - „Leon“ und „Finn“ – erfunden haben, die aber angeblich bei der Mutter lebten. Nach Angaben des Zeugen sollen die beiden Jungs zehn oder zwölf Jahre alt gewesen sein. Einen ausführlicheren Bericht gibt es am Dienstag, 16. Juni, in unserem E-Paper.

Update, 15. Juni, 9.15 Uhr: Im Fall Marvin K. ist am heutigen Montag, 15. Juni, ein weiterer Prozesstag am Bochumer Landgericht angesetzt. Geplant ist, dass ein Bekannter des Angeklagten aus Pädophilenkreisen vor Gericht aussagt.

Update, 9. Juni: Im Prozess um den Fall Marvin hat der Betreuer des Angeklagten am Dienstag von völlig desolaten Wohnverhältnissen berichtet. Er selbst habe sich zuletzt nur noch auf der Straße mit dem 45-Jährigen getroffen. „Es war eine Zumutung, sich länger als fünf Minuten dort aufzuhalten. Es war dreckig, es war schmierig – und unaufgeräumt sowieso“, sagte er als Zeuge am Bochumer Landgericht.

Die Betreuung war 2009 vom Amtsgericht Recklinghausen verfügt worden, nachdem bekannt geworden war, dass der Angeklagte nicht mehr krankenversichert war und sich auch nicht mehr um seine finanziellen Dinge kümmerte. Der 45-Jährige leidet seit einem Unfall in der Kindheit unter epileptischen Anfällen, muss regelmäßig Medikamente einnehmen.....

https://www.24vest.de/recklinghausen/rec...#idAnchComments

#49 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von wetterfrosch 25.06.2020 17:11

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25.06.20 - 16:28

Bochumer Landgericht

Prozess um Marvin K: Neuer Zeuge will umfassend auspacken

von Jörn Hartwich

Am Landgericht Bochum hat kürzlich der Prozess um hundertfachen Kindesmissbrauch begonnen. Auf der Anklagebank: der 45-jährige Lars H. aus Grullbad.

◦Marvin K. ist im vergangenen Jahr in einem Schrank in Recklinghausen entdeckt worden
◦Teenager war 2017 aus Wohngruppe in Oer-Erkenschwick verschwunden
◦Prozess vor dem Landgericht Bochum hat begonnen

Update, 25. Juni:Ein neuer Zeuge will im Prozess um den Fall Marvin umfassend auspacken, allerdings erst nach Abschluss seines eigenen Strafverfahrens Ende Juli. Auch in seinem Fall soll es um Kinderpornografie gehen. Der Zeuge habe signalisiert, Angaben zum Angeklagten als auch zu Marvin machen zu wollen.

Richter, Anwälte, Gutachter und Staatsanwalt haben sich am Donnerstag bereits Fotos und Videos angesehen, die auf dem Handy des Mannes entdeckt worden sind. Am Rande des Prozesses wurde bekannt, dass es sich bei den Szenen um schlimmsten Kindesmissbrauch gehandelt hat. Wie der Mann aus Duisburg in den Besitz der Dateien gekommen ist, ist unklar.

Angeklagter verhindert frühere Entdeckung möglicherweise durch Drohungen

Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Angeklagte eine frühere Entdeckung Marvins durch Morddrohungen verhindert haben soll. So will eine Bewohnerin eines Recklinghäuser Altenheims nach Ausstrahlung der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ sofort gewusst haben, wo sich der heute 16-jährige Junge befindet.

Sie sei mit dem Angeklagten ins Gespräch gekommen, der zeitweise als Hausmeister in dem Altenheim gearbeitet hat. Bei einem Gespräch soll der Angeklagte der alten Dame ein Handyfoto von einem Jungen gezeigt haben, den er als seinen Sohn vorstellte. Genau diesen blonden Jungen will die Seniorin später im Fernsehen als den vermissten Marvin wiedererkannt haben.

Angeklagter drohte, Sohn umzubringen

Als die Dame sagte, dass sie zur Polizei geht, habe der Angeklagte sofort gedroht, dass er den Sohn der Seniorin umbringen werde. „Sie hat dann große Angst gehabt und dann auch mit niemanden darüber gesprochen", sagt eine Beamtin den Richtern.

Durch den neuen Zeugen aus Duisburg wird der Prozess nun deutlich länger dauern als geplant. Die Richter haben bereits Termine bis Anfang Oktober eingeplant. Einen ausführlicheren Bericht gibt es am Freitag, 26. Juni, in unserem E-Paper.

Update, 18. Juni: Möglicherweise hat es im Umfeld einer Jugendwohngruppe in Oer-Erkenschwick noch einen weiteren pädophilen Erwachsenen gegeben. Dieser Verdacht ist am Donnerstag im Prozess um Marvin aufgekommen.

Als Zeuge war ein 16-Jähriger geladen, der mit Marvin befreundet war. „Marvin war nett, freundlich, hat Sachen geteilt – so wie ich auch“, sagte der Teenager den Richtern am Bochumer Landgericht. Doch das war offenbar nicht die einzige Gemeinsamkeit.

Pizzabäcker ist möglicherweise weiterer Täter

Beide Jungen hatten Kontakte zu erwachsenen Männern. Einer soll der Angeklagte aus Recklinghausen gewesen sein. Ein anderer ein Pizzabäcker, der angeblich ebenfalls ein Auge auf die damals 13-Jährigen geworfen hat. „Der wollte mir zehn Euro geben und mich anfassen“, so der Teenager. „Ich solle mich nicht so anstellen. Ich habe ihn aber dann weggeschubst und bin abgehauen.“

Den Mann hätten sie am Busbahnhof kennengelernt. Bei dem anderen Erwachsenen, mit dem er sich getroffen habe, könnte es sich um den Angeklagten handeln. „Der sah damals jünger aus“, so der 16-Jährige. „Deshalb bin ich mir nicht ganz sicher.“ Marvin selbst ist noch nicht als Zeuge vernommen worden. Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie am Freitag, 19. Juni, in unserem E-Paper.

Update, 17. Juni, 13.21 Uhr: Der Angeklagte, der im Fall Marvin K. vor Gericht steht, muss in seinem Leben bereits schwere Unfälle gehabt haben. Das hat ein Neuropathologe am Mittwoch im Prozess am Bochumer Landgericht berichtet.

Bei einer Untersuchung sind Narben am Gehirn, eine Metallplatte an der rechten Augenhöhle und Schäden am Gehirn festgestellt worden. Der 45-jährige Recklinghäuser hatte von Epilepsie und einem schweren Unfall in der Kindheit gesprochen. Er sei - so seine Angaben - unter einen Bus geraten und habe am Kopf operiert werden müssen.

Fall Marvin K.: Hirnschäden des Angeklagten müssen genauer untersucht werden

Festgestellte Schäden am sogenannten Stirnlappen am Gehirn könnten möglicherweise Folge eines schweren Schädelhirntraumas sein, ausgelöst durch einen Unfall. Hier könnten die früheren Angaben des Angeklagten also stimmen. Die Platte über der Augenhöhle müsse dagegen von einer späteren Verletzung stammen.

Die Verletzungen am Gehirn bedeuten nach seinen Angaben allerdings nicht, dass auch psychologische Probleme vorliegen müssen. Entsprechende Untersuchungen müssten von Psychiatern oder Psychologen durchgeführt werden. Einen ausführlicheren Bericht gibt es am Donnerstag, 18. Juni, in unserem E-Paper.

Update, 17. Juni, 13 Uhr: Ein Nachbar des Angeklagten, der über ihm an der Hochstraße wohnt, sagte am Dienstag vor Gericht aus. Der Bruder des Nachbarn war der Vermieter. Der Nachbar selbst, kümmerte sich vor Ort. Aus diesem Grund war er auch ein paarmal in der Wohnung des Angeklagten.

Demnach habe der Angeklagte öfters gefeiert. „Bei seinen Partys waren fast nur männliche Gäste – auch Knaben.“ Diese Sätze soll der Nachbar bei der Polizei zu Protokoll gegeben haben. Auch Marvin habe er in der Wohnung gesehen. Er sei allerdings davon ausgegangen, dass es sich bei ihm um den Sohn des Angeklagten handelte. Das habe ihm der Angeklagte zumindest erzählt.

Weiterer Junge soll geladen werden

Der Nachbar erinnere sich an einen weiteren Jungen, der immer bei den Partys dabei gewesen sei. Die Richter versuchten, den Jungen als Zeugen zu laden, bislang allerdings erfolglos. Auf die Bitte um Rückruf auf seiner Mailbox habe es keine Reaktion gegeben.

Vor zwei oder drei Jahren sei es dann aber plötzlich ruhig geworden, so der Nachbar. Keine Partys, kaum noch Besuche. Der Angeklagte habe sich offenbar zurückgezogen. Zu dieser Zeit soll der anfangs 13-jährige Marvin schon in der Wohnung gelebt haben.

Update, 16. Juni, 14.40 Uhr: Das Bochumer Landgericht hat im Prozess um den Fall Marvin K. am Dienstag, 16. Juni, einen Nachbarn des Angeklagten, der mit ihm im Haus wohnt, befragt.

https://www.24vest.de/recklinghausen/rec...jPxiWrydJM-bCzk

#50 RE: Oer-Erkenschwick: Marvin Konsog (14) vermisst s. 11.06.2017 von wetterfrosch 07.07.2020 17:19

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06.07.20 - 17:12

Missbrauchsprozess: Marvin K. wird erstmalig vor Gericht befragt

von Jörn Hartwich

Am Landgericht Bochum hat kürzlich der Prozess um hundertfachen Kindesmissbrauch begonnen. Auf der Anklagebank: der 45-jährige Lars H. aus Grullbad.

◦Marvin K. ist im vergangenen Jahr in einem Schrank in Recklinghausen entdeckt worden
◦Teenager war 2017 aus Wohngruppe in Oer-Erkenschwick verschwunden
◦Prozess vor dem Landgericht Bochum hat begonnen

Update, 6. Juni: Ziemlich genau 200 Tage nach seiner zufälligen Entdeckung im Schrank des Angeklagten Lars H. aus Grullbad war der heute 16 Jahre alte Marvin am Montag erstmals wieder im gleichen Raum wie sein mutmaßlicher Peiniger.

Zu einer direkten Begegnung kam es aber vorerst nicht. Nebenklage-Anwältin Marie Lingnau möchte jedwede Gefahr für das Wohl von Marvin unbedingt vermeiden und hat deshalb beantragt, dass der 45-Jährige für die Dauer der Zeugenvernehmung Marvins den Sitzungssaal verlassen muss. Allerdings erfolglos. Der Antrag wurde abgelehnt. Marie Lingnau wiederum hat dagegen sofort Beschwerde eingelegt.

Richter: Marvin soll vorerst nicht vernommen werden

Bochumer Richter haben Marvin am Montag für rund 20 Minuten befragt. Allerdings nicht öffentlich und ohne den Angeklagten im Saal. Im Anschluss an die Befragung verkündete Richter Stefan Culemann: „Mit Blick auf die Beschwerde soll der Nebenkläger (Marvin) vorerst nicht vernommen werden.“ Ein konkreter Ausweich-Vernehmungstermin wurde nicht festgelegt.

Marvin K. fürchtet Zusammentreffen mit Angeklagtem

Marvin habe unter anderem „Aufgeregtheit“, „Nervosität“ und „Angst vor dem Angeklagten“ geäußert, hieß es, außerdem die Befürchtung, dass er sich in dessen Beisein nicht mehr an alles erinnern könne. Marie Lingnau hofft nun, dass Marvin erst dann wieder als Zeuge vorgeladen wird, „wenn über die Beschwerde abschließend entschieden ist“. Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie am Dienstag, 7. Juli, in unserem E-Paper.

Update, 25. Juni:Ein neuer Zeuge will im Prozess um den Fall Marvin umfassend auspacken, allerdings erst nach Abschluss seines eigenen Strafverfahrens Ende Juli. Auch in seinem Fall soll es um Kinderpornografie gehen. Der Zeuge habe signalisiert, Angaben zum Angeklagten als auch zu Marvin machen zu wollen.

Richter, Anwälte, Gutachter und Staatsanwalt haben sich am Donnerstag bereits Fotos und Videos angesehen, die auf dem Handy des Mannes entdeckt worden sind. Am Rande des Prozesses wurde bekannt, dass es sich bei den Szenen um schlimmsten Kindesmissbrauch gehandelt hat. Wie der Mann aus Duisburg in den Besitz der Dateien gekommen ist, ist unklar.

Angeklagter verhindert frühere Entdeckung möglicherweise durch Drohungen

Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Angeklagte eine frühere Entdeckung Marvins durch Morddrohungen verhindert haben soll. So will eine Bewohnerin eines Recklinghäuser Altenheims nach Ausstrahlung der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ sofort gewusst haben, wo sich der heute 16-jährige Junge befindet.

Sie sei mit dem Angeklagten ins Gespräch gekommen, der zeitweise als Hausmeister in dem Altenheim gearbeitet hat. Bei einem Gespräch soll der Angeklagte der alten Dame ein Handyfoto von einem Jungen gezeigt haben, den er als seinen Sohn vorstellte. Genau diesen blonden Jungen will die Seniorin später im Fernsehen als den vermissten Marvin wiedererkannt haben.

Angeklagter drohte, Sohn umzubringen

Als die Dame sagte, dass sie zur Polizei geht, habe der Angeklagte sofort gedroht, dass er den Sohn der Seniorin umbringen werde. „Sie hat dann große Angst gehabt und dann auch mit niemanden darüber gesprochen", sagt eine Beamtin den Richtern.

Durch den neuen Zeugen aus Duisburg wird der Prozess nun deutlich länger dauern als geplant. Die Richter haben bereits Termine bis Anfang Oktober eingeplant. Einen ausführlicheren Bericht gibt es am Freitag, 26. Juni, in unserem E-Paper.

https://www.24vest.de/recklinghausen/rec...XJMnjIWP03VIx3o

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