Seite 2 von 2
#26 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von Christine 24.09.2019 13:18

avatar

.......

#27 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von Christine 31.01.2020 09:50

avatar

Revisionsprozess um Foltertod von Frau in Alt Rehse verzögert sich

Noch gibt es kein Ende im Revisionsprozess des mutmaßlichen Folterers von Alt Rehse. Nachdem der 54-Jährige im ersten Prozess als vermindert Schuldfähig eingestuft wurde, sollen nun weitere Beweise gesammelt werden.
dpa
23.01.2020

Neubrandenburg.

Der Revisionsprozess um den Foltertod einer Frau aus Alt Rehse bei Neubrandenburg verzögert sich weiter. Wie ein Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg am Donnerstag sagte, wurden drei zusätzliche Verhandlungstermine im Februar angesetzt. Die Beweisaufnahme sei noch nicht abgeschlossen.

Der nicht öffentliche Prozess gegen den Lebensgefährten des Opfers, dem Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen wird, hatte am 5. Februar 2019 begonnen. Bisher war vom Landgericht der 27. Januar als letzter Verhandlungstermin genannt worden. Grund für die lange Dauer war eine Reihe von Beweisanträgen seitens des 54 Jahre alten Angeklagten, so dass eine Vielzahl an Zeugen aus dem Ort, seinem Umfeld und von Polizei und Behörden gehört werden mussten.

Dem 54-Jährigen wird vorgeworfen, seine 32 Jahre alte Lebensgefährtin aus Rheinland-Pfalz im Frühjahr 2016 im Streit in seinem Haus in Alt Rehse nackt an ein Bett gefesselt und gepeitscht haben soll. Dann bekam die Frau nichts zu Essen und zu Trinken, woran sie vermutlich starb, wie Rechtsmediziner erklärten. Die Leiche war nur durch Zufall von Polizisten Wochen später im Haus gefunden worden. Sie waren wegen Ruhestörung gerufen worden. Das Paar hatte sich im Internet kennengelernt.

In einem ersten Prozess 2017 war der Mann als „vermindert schuldfähig“ eingeschätzt und zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Sein Anwalt legte Revision ein. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Nun sollte geklärt werden, ob der Angeklagte „ganz schuldunfähig“ war. Er war von Mitte 2016 bis Februar 2019 in Untersuchungshaft.

https://www.nordkurier.de/neubrandenburg...2338184401.html

#28 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von Tumbleweed 17.03.2020 12:05

avatar

16.03.2020 15:13 5.504
Folter-Tod der "Schwer verliebt"-Kandidatin Sarah H. (†32): Revisionsprozess vor dem Abschluss

Neubrandenburg - Sie suchte die Liebe und fand den Tod! Das Landgericht Neubrandenburg hat weitere Termine im Revisionsprozess um den Foltertod der einstigen "Schwer verliebt"-Kandidatin Sarah H. aus Alt Rehse angesetzt und rechnet derzeit für Ende April mit einem Abschluss.

Der Angeklagte (M) im Prozess um den Foltertod einer jungen Frau aus Alt Rehse kommt in den Saal des Landgerichts.

Das sagte ein Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg am Montag anlässlich der Fortsetzung der nicht öffentlichen Verhandlung gegen den 54-jährigen Lebensgefährten des Opfers aus dem Dorf bei Neubrandenburg.

Zeugen waren nicht mehr geladen, aber es müssten unter anderem noch mehrere Dokumente verlesen werden. Die Beweisaufnahme sei noch nicht abgeschlossen.

Der Prozess gegen den Mann, dem Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen wird, hatte am 5. Februar 2019 begonnen. Ihm wird vorgeworfen, seine 32 Jahre alte Lebensgefährtin aus Rheinland-Pfalz im Frühjahr 2016 im Streit in seinem Haus in Alt Rehse nackt an ein Bett gefesselt und gepeitscht zu haben.

Die Frau starb nach Einschätzung von Rechtsmedizinern daran, dass sie gefesselt blieb und nichts zu Essen und zu Trinken bekam. Die Leiche hatten Polizisten durch Zufall Wochen später im Haus gefunden. Sie waren wegen Ruhestörung gerufen worden. Das Paar hatte sich im Internet kennengelernt.

In einem ersten Prozess 2017 war der Mann als "vermindert schuldfähig" eingeschätzt und zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Sein Anwalt legte Revision ein. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Nun sollte geklärt werden, ob der Angeklagte "ganz schuldunfähig" war. Er war von Mitte 2016 bis Februar 2019 in Untersuchungshaft. Der Revisionsprozess zog sich auch hin, weil viele Zeugen aus dem Ort, dem Umfeld und den Behörden gehört werden mussten.

Das Urteil soll öffentlich verkündet werden.

https://www.tag24.de/berlin/neubrandenbu...w-sat-1-1461401

#29 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von wetterfrosch 19.06.2020 22:24

avatar

Prozess in Mecklenburg-Vorpommern

Milde Strafe nach Tod einer Hunsrückerin

Bericht und VIDEO:

Im dritten Prozess um den gewaltsamen Tod von Sarah H. aus Fischbach im Hunsrück wurde am Freitag das Urteil gefällt. Der Angeklagte erhielt eine Geldstrafe, weil die genaue Todesursache nicht festgestellt werden konnte.

Der Revisionsprozess um den gewaltsamen Tod von Sarah H. ist mit einer deutlich geringeren Strafe zu Ende gegangen als in erster Instanz. Das Landgericht Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern sprach den 54-jährigen Lebensgefährten der Frau am Freitag der Körperverletzung, versuchten Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte schuldig. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 1.350 Euro.

Genaue Todesursache nicht mehr feststellbar

Der Verurteilte habe die Frau in Alt Rehse damals wohl mit einem peitschenartigen Gegenstand geschlagen, sagte der Richter. Aber die genaue Todesursache sei nicht mehr feststellbar gewesen. Mit dem Urteil blieb die Kammer deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die mehr als vier Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge verlangt hatte.

Verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten

Das Revisionsverfahren fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dabei musste unter anderem festgestellt werden, ob der Mann vermindert schuldfähig ist. Das stellte das Gericht am Freitag fest.

Hunsrückerin schwer misshandelt

Der Verurteilte und die 32-Jährige hatten sich 2015 via Internet kennengelernt, sie war aus Fischbach (Kreis Birkenfeld) zu ihm gezogen. Der Mann hatte Sarah H. im Frühsommer 2016 in seinem Haus in Alt Rehse in Mecklenburg-Vorpommern im Streit nackt an ein Bett gefesselt und ausgepeitscht. Als Gund nannte er der Polizei, sie sei "vom BND auf ihn angesetzt" gewesen. Die Leiche der 32-Jährigen hatten Polizisten erst Wochen später zufällig - auf eine Sackkarre gebunden - in dem Haus entdeckt.

Verurteilung zu fünf Jahren Haft im ersten Prozess

Im ersten Prozess 2017 wurde der Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Freiheitsberaubung mit Todesfolge zu fünf Jahren Haft verurteilt. Obwohl der Verurteilte es damals ablehnte, mit einer psychiatrischen Gutachterin zu reden, hielt ihn die Kammer für vermindert schuldfähig. Dieses Urteil hob der BGH auf. Der psychische Zustand des Angeklagten sei nicht ausreichend berücksichtigt worden, hieß es in der Begründung.

Nach dem zweiten Prozess wurde der Haftbefehl aufgehoben

Im April 2018 startete der zweite Prozess. Dieser platzte jedoch im September des gleichen Jahres, da ein Richter erkrankte und ein weiterer kurz vor der Pensionierung stand. Damit könne das durchgehend nicht öffentlich geführte Verfahren nicht mehr rechtzeitig beendet werden und ein dritter Prozess sei nötig, sagte ein Gerichtssprecher damals. Der Haftbefehl gegen den 53 Jahre alten Angeklagten, der seit mehr als zwei Jahren hinter Gittern saß, wurde daraufhin aufgehoben. Von dem Mann ging zu diesem Zeitpunkt nach Meinung von Experten keine Gefahr mehr aus.

Sarah H. wurde 2011 bundesweit durch die Teilnahme an der Kuppelshow eines Privatsenders bekannt. Sie hatte später öffentlich die Praktiken der Fernsehproduzenten kritisiert. Die Frau hatte den Angeklagten vier Jahre später im Internet kennengelernt und war daraufhin vom Hunsrück nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen.

Stand: 19.6.2020, 12:56 Uhr Autor/in: SWR

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-...mPjrTWdkKd9hJgA

#30 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von Tumbleweed 20.06.2020 08:30

avatar

19.06.2020 17:38 12.790
"Schwer verliebt"-Kandidatin Sarah wurde zu Tode gefoltert: Täter erneut verurteilt!

Neubrandenburg - Wie bestraft man einen Mann, in dessen Haus eine tote Frau unter bizarren Umständen gefunden wird? Damit beschäftigen sich Richter seit Jahren in Neubrandenburg. Aus fünf Jahren Haft in erster Instanz (TAG24 berichtete) wurde nun deutlich weniger.


Er hat seine 32 Jahre alte Lebensgefährtin aus Rheinland-Pfalz, die zuvor an der Sat.1-Kuppelschow "Schwer verliebt" teilnahm, in seinem Haus in Alt Rehse nackt an ein Bett gefesselt und gepeitscht.

Im Frühjahr 2016 starb die Frau in seinem Haus, und der 54-Jährige wurde danach zu fünf Jahren Haft wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt.

Nun kam es zu einem Revisionsprozess - und der endete mit einer deutlich geringeren Strafe. Das Landgericht Neubrandenburg sprach den heute 54-Jährigen am Freitag der Körperverletzung und der versuchten Nötigung für schuldig.
Die Kammer verhängte eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 15 Euro.


Der Verurteilte habe die Frau damals wohl mit "einem peitschenartigen Gegenstand" geschlagen, aber die genaue Todesursache sei nicht mehr feststellbar gewesen, sagte Richter Henning Kolf am Freitag in der Urteilsbegründung.

Der gesamte Revisionsprozess war seit Februar 2019 hinter verschlossenen Türen abgehalten worden.
Täter mit "verminderter Schuldfähigkeit"

Mit dem Urteil blieb die Kammer deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die mehr als vier Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge verlangt hatte.

2017 war der Angeklagte im ersten Prozess zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Nach Auffassung des Gerichts damals hatte der Mann im Juni 2016 nach einem Streit seine 32 Jahre alte Lebensgefährtin nackt ans Bett gefesselt, sie mit einer Peitsche gefoltert und ihr so lange kein Essen und Trinken gegeben, dass sie starb.

Gegen das Urteil damals hatte sein Anwalt Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und ordnete eine Neuverhandlung an, in der unter anderem die Schuldfähigkeit des Verurteilten genauer geprüft werden sollte.

Der Verurteilte und die 32-Jährige hatte sich 2015 über das Internet kennengelernt, und sie war aus Rheinland-Pfalz zu ihm nach Alt Rehse gezogen. "Damals befand sich der Mann bereits in einer Lebenskrise", sagte der Richter.

Er hatte berufliche Probleme, habe sich von der Dorfgemeinschaft abgewandt und diese auch von ihm. Seine Ehefrau hatte ihn verlassen.

Zu mildes Urteil? Es könnte zur erneuten Nachverhandlung kommen

Der Mann sei im Frühsommer 2016 dann gegenüber der neuen Lebensgefährtin immer misstrauischer geworden, sagte Kolf. Schließlich habe er sie einem "Verhör unterzogen", weil sie Gegenstände versteckt haben soll und "vom BND und von der Dorfbevölkerung auf ihn angesetzt war."

Dabei habe er die junge Frau mit einer selbst gefertigten Peitsche geschlagen. Beide sollen auch Drogen konsumiert haben. In der Folge starb die Frau. Der Mann gab zwei Wiederbelebungsversuche an, hatte aber keine medizinische Hilfe geholt.

Die Leiche hatten Polizisten erst Wochen später Anfang August zufällig - in Stoff und Folie gewickelt und auf eine Sackkarre gebunden - in der Ex-Gaststätte gefunden.

Wegen des Verwesungszustandes konnten Rechtsmediziner keine exakte Todesursache mehr feststellen. Im Gewebe der Geschädigten wurden aber leichte Spuren von Drogen gefunden.

Der Verurteilte hatte Details der Vorfälle am Tag nach der Entdeckung gegenüber Polizisten berichtet. Die Beamten waren wegen einer Ruhestörung gerufen worden, da der Mann frühmorgens auf einem Blasinstrument spielte. Später im Revisionsprozess habe er das Ganze erst widerrufen und sich dann im Prozess "häppchenweise doch wieder eingelassen", wie der Richter erläuterte.

Eine psychiatrische Sachverständige habe dem 54-Jährigen eine leichte Persönlichkeitsstörung attestiert. Er neigt zu Übertreibungen, aber es liegt keine Psychose vor, wie Kolf sagte. Damit habe die Kammer auch diesmal wieder eine "verminderte Schuldfähigkeit" angenommen. Für einen Teil der U-Haft von mehr als zwei Jahren soll der Verurteilte eine Entschädigung bekommen.

Das Urteil des Landgerichtes ist noch nicht rechtskräftig. Beobachter erwarten, dass diesmal die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel innerhalb einer Woche einlegen wird.

https://www.tag24.de/nachrichten/schwer-...denburg-1553168

#31 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von Tumbleweed 20.06.2020 08:36

avatar

Nur 1350 EURO Strafe - ER peitschte seine Freundin aus – tot!
Ex-Freund nach jahrelangen Prozessen nur zu Geldstrafe verurteilt ++ Er hat Anspruch auf Haftentschädigung

19.06.2020 - 22:48 Uhr

https://www.bild.de/news/inland/news-inl...72444.bild.html

#32 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von wetterfrosch 22.06.2020 23:56

avatar

REVISION

22.06.2020

18:49 Uhr

lässt sich nicht kopieren...

https://www.nordkurier.de/neubrandenburg...YBZE5B4jCCrkNCg

#33 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von Christine 23.06.2020 13:51

avatar

Text zu Beitrag Nr. 32


REVISION
Todesfall Sarah H. geht erneut zum Bundesgerichtshof
Was sich bereits am Freitag unmittelbar nach dem Urteil im Alt-Rehse-Prozess angedeutet hatte, bestätigt sich offenbar. Der Fall geht in eine erneute Revision.
Andreas Becker Andreas Becker
22.06.2020
18:49 Uhr
Der Ex-Lebensgefährte von Sarah H. kurz vor der Urteilsbegründung am vergangenen Freitag im Landgericht Neubrandenbu
Der Ex-Lebensgefährte von Sarah H. kurz vor der Urteilsbegründung am vergangenen Freitag im Landgericht Neubrandenburg.

.

Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft will das Urteil im Prozess um den Tod der 32-jährigen Sarah H. in Alt Rehse (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) vom Bundesgerichtshof überprüfen lassen. Dies geht aus Medienberichten hervor. Am Freitag hatte das Landgericht Neubrandenburg den Ex-Lebensgefährten der Frau wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung zu einer Geldstrafe von 1.350 Euro verurteilt.


Todesursache von Sarah H. nicht feststellbar

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer viereinhalb Jahre Haft gefordert. Sie geht davon aus, dass der Mann im Sommer 2016 seine damalige Lebensgefährtin geschlagen und gefoltert hat. Die Frau war wenig später gestorben. Allerdings habe sich laut Gericht die genaue Todesursache bis heute nicht klären lassen. Es sei während des Prozesses auch nicht eindeutig festzustellen gewesen, ob der Mann für den Tod der 32-Jährigen verantwortlich zu machen sei, so der Richter in seiner Urteilsbegründung. Die Verteidiger des Verurteilten hatten das Urteil als eine „schallende Ohrfeige für die Staatsanwaltschaft” bezeichnet.


Ex-Lebensgefährte vermindert schuldfähig

Polizeibeamte hatten erst Wochen nach dem Tod der Frau im Haus des Mannes in Alt Rehse die stark verweste Leiche gefunden. In einem ersten Urteil 2017 war der ehemalige Lebensgefährte zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Er war dagegen in Revision gegangen – und Erfolg gehabt. Der Bundesgerichtshof hatte unter anderem mit dem Hinweis auf die nicht geklärte Schuldfähigkeit des Mannes den Fall zurück an das Landgericht Neubrandenburg gegeben. Dies hatte jetzt im aktuellen Urteil von einer verminderten Schuldfähigkeit gesprochen – aber nicht von einer gänzlichen Schuldunfähigkeit.

#34 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von wetterfrosch 26.09.2020 14:30

avatar

26. September 2020, 13:15 Uhr

Brände - Neustrelitz

Toter nach Brand: Ende für langen Rechtsstreit um Frauentod

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Neustrelitz/Neubrandenburg (dpa) - Nach einer Verpuffung und einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) ist der 55 Jahre alte Mieter der Brandwohnung gestorben. Wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte, erlag der Mann in einer Berliner Spezialklinik am Freitag seinen schweren Verletzungen. Mit dem Tod des Mannes endet zugleich ein jahrelanger Rechtsstreit um den Tod einer jungen Frau in Alt Rehse bei Neubrandenburg. Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei dem Mieter um den Mann, in dessen Haus die Frau 2016 tot gefunden worden war.

Er stand deshalb bis Juni 2020 in mehreren Prozessen vor dem Landgericht Neubrandenburg. Zuletzt war der 55-Jährige am 19. Juni in einem Revisionsprozess der Körperverletzung und versuchten Nötigung schuldig gesprochen worden. Das Urteil war aber noch nicht rechtskräftig, Ende Juni legten beide Seiten Rechtsmittel ein.

Polizisten hatten 2016 die Lebensgefährtin des Mannes tot in dessen Haus gefunden. Die 32-Jährige war zuvor aus Rheinland-Pfalz zu ihm nach Alt Rehse gezogen. "Damals befand sich der Mann bereits in einer Lebenskrise", hatte Richter Henning Kolf in der Urteilsbegründung erklärt. Die Ehefrau, mit der er ein Gasthaus betrieb, war gegangen. Es gab berufliche Probleme und Streit mit der Dorfgemeinschaft. Auch gegenüber der "Neuen" sei der Mann misstrauisch geworden.

Er habe sie an ein Bett gefesselt und ausgepeitscht bei einem "Verhör", weil sie Gegenstände versteckt habe und "vom BND und von der Dorfbevölkerung auf ihn angesetzt war". In der Folge starb die Frau, vermutlich weil sie nicht zu Essen und Trinken bekam, wie ein Rechtsmediziner sagte. Die Leiche fanden Polizisten erst Wochen später zufällig, weil sie wegen einer Ruhestörung alarmiert worden waren.

Zunächst wurde der Mann zu fünf Jahren Haft wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Dagegen legte er Revision ein. Im Revisionsprozess wollte die Staatsanwaltschaft erneut eine längere Haftstrafe, das Landgericht verhängte gegen den Mann aber wegen Körperverletzung und versuchter Nötigung nur noch eine Geldstrafe von 1350 Euro (90 Tagessätzen zu je 15 Euro).

Zu einer Überprüfung des Urteils wird es nun trotz der eingelegten Rechtsmittel nicht mehr kommen. Die Polizei will aber die Ursache für die Verpuffung und den Brand in Neustrelitz aufklären. Am Montag soll ein Brandgutachter die verwüstete Brandwohnung und das beschädigte Wohnhaus untersuchen. Beim Ausbruch des Feuers soll der 55-Jährige allein in der Wohnung gewesen sein. Polizisten fanden ihn liegend und zogen ihn aus dem Haus, hieß es. Später erlag er seinen schweren Verletzungen. Der Schaden wird auf mehr als 100 000 Euro geschätzt.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/bra...00925-99-712324

#35 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von wetterfrosch 27.09.2020 01:29

avatar

Sarah starb nach PeitschenFolter

Ex von TV-Star sprengt sich in die Luft

von: BASTIAN SCHLÜTER veröffentlicht am
26.09.2020 - 22:52 Uhr

Eine Explosion erschütterte die Altstadt von Neustrelitz (Meck.-Pom). Flammen schlugen aus der Dachwohnung eines Fachwerkhauses. Feuerwehrleute konnten Mieter Axel G. († 55) noch lebend retten. Er starb aber in einer Klinik. Das letzte, dramatische Kapitel einer Tragödie, die mit der TV-Show „Schwer verliebt“ begann.

https://www.bild.de/news/2020/news/sarah...17540.bild.html

#36 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von Tumbleweed 27.09.2020 12:45

avatar

27.09.2020

Explosion in Wohnung von Axel G.! Todes-Folterer von "Schwer verliebt"-Star Sarah (†32) kommt ums Leben

Neustrelitz - Der Ex-Freund der im Jahr 2016 verstorbenen Sarah H. (†32), Axel G. (†55), ist tot. Der im Zusammenhang mit dem Ableben der durch eine TV-Sendung bekannt gewordenen Frau zunächst wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu fünf Jahren Gefängnis verurteilte Mann, kam infolge einer Explosion in seiner Wohnung ums Leben.


Er war im Jahr 2016 bereits ein großes Thema: Axel G. Aus der Sat.1-Kuppel-Show "Schwer verliebt" gingen Axel und Sarah 2011 als Paar hervor. Sarah selbst war zum eher unfreiwillig gefeierten Star geworden, nachdem sie die Zuschauer mit ihrer Vorliebe für Barbie-Puppen amüsiert hatte.

Der Wunsch nach Geborgenheit und großer Liebe verpuffte allerdings recht schnell - und gipfelte im grausamen Tod im Jahre 2016 (TAG24 berichtete).

Zuvor hatte er sie, nachdem sie ihn bereits 2015 verlassen hatte, mehrfach schikaniert. Axel G. entführte Sarah, zwang sie unter anderem Tabletten zu schlucken. Der sich später auch als Reichsbürger outende Mann musste folglich in eine Psychoklinik.

Die aus Idar-Oberstein stammende Frau wurde von ihm in Alt Rehse (Mecklenburg-Vorpommern) nach einem Streit ans Bett gefesselt und zwei Stunden lang ausgepeitscht. In der Folge starb Sarah und der IT-Fachmann lebte noch mehrere Wochen mit der Toten in einem Haus, nachdem er ihren Leichnam verschnürte und danach im Gebäude aufbewahrte.

Schließlich wurde er zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Doch das Urteil wurde schließlich vom Bundesgerichtshof dann im Juni dieses Jahres final noch einmal revidiert.

Weil man den Tod der Frau nicht zweifelsfrei den Peitschenhieben zuordnen kann, musste der psychisch labile Mann dann nur eine vergleichsweise geringe Geldstrafe zahlen und war frei.

Neue Frau, altes Schema: Axel G. nicht kontrollierbar


Im Sommer 2019 heiratete Axel G. erneut. Seine neue Frau, Laura, hatte sich allerdings nach Bild-Informationen vor etwa zwei Wochen von ihm getrennt. Auch hier soll der offenbar cholerisch und psychisch scheinbar kranke vermehrt die Fassung verloren haben und durchgedreht sein.

Er soll seine Frau sowie Nachbarn bedroht und randaliert haben und sei wohl auch durch den Konsum verschiedener Drogen unkontrollierbar gewesen. Genau wie beim tödlichen Streit mit Sarah verlor er dann offenbar die Fassung, nachdem er glaubte, sie hätte seine Brille mit Absicht versteckt.

Laura zog aus Angst die Notbremse und flüchtete. Axel G. wurde dann immer mehr zur nervlichen Tortur für Nachbarn in seiner angemieteten Altstadtwohnung in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern). Nun ist der 55-Jährige tot.

Nach einer schweren Explosion in seiner Dachgeschoss-Wohnung kam er mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, erlag diesen allerdings wenige Zeit später vor Ort.

Wie es zu der Explosion kam, ist derzeit noch Teil der Ermittlungen.

Quelle

#37 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von MissMill 27.09.2020 13:12

Da fällt mir echt nichts mehr ein. M. E. hätte dieser Mann in die Geschlossene gehört. Ohne Grund ist ja nun ausgerechnet bei ihm kein Feuer entstanden. Was hätte da noch alles passieren können? Da kann man von Glück sagen, dass es nicht mehr Tote gab.

#38 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von MissMill 27.09.2020 13:16

Ein Foto des betroffenen Hauses ist im Artikel zu sehen:

Brandopfer finden in Neustrelitz vorübergehende Bleibe

Nach dem verheerenden Feuer in einem Hinterhaus in der Neustrelitzer Innenstadt standen zehn Frauen und Männer ohne Bleibe da. Inzwischen laufen Hilfsaktionen an.

Die notwendigsten Dinge konnten sie mitnehmen, mehr nicht. Die zehn Frauen und Männer, die am Freitag bei dem Brand in einem Hinterhaus in der Neustrelitzer Innenstadt ihre Wohnungen und auch weitgehend ihr Hab und Gut verloren, haben alle ein vorübergehende Bleibe gefunden.

Drei Mietparteien sind in einer Gästewohnung der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft neuwo untergekommen. Zwei hätten sich andere Bleiben gesucht, sagte neuwo-Geschäftsführer Uwe Engelmann dem Nordkurier am Sonnabend. Die Mieter sind allesamt erwachsen, Kinder sind seinen Angaben zufolge nicht betroffen.

Die fünf Wohnungen in dem Hinterhaus in der Zierker Straße, in dem es gebrannt hat, sind durch das Feuer vollständig verqualmt und sie sind unbewohnbar geworden. Die Mieter hätten sich aber ihre notwendigsten Habseligkeiten noch aus den Räumen holen können. Zwei Hunden und zwei Katzen, die im Haus lebten, konnten vor dem Feuer gerettet werden. Sie seien nach dem Brand tierärztlich betreut worden, so Geschäftsführer Engelmann. Bei einem der Tiere sind weitere Behandlungen notwendig.

Im Vorderhaus sind durch den Löscheinsatz zwei Wohnungen durch zurücklaufendes Wasser beschädigt worden. Einer der Mieter sei bereits in seine Wohnung zurückgekehrt, die andere Mietpartei wolle zunächst in ihrem Bungalow bleiben. Alle würden gern wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, sagte Uwe Engelmann. Wann das aber möglich ist, ist derzeit vollkommen unklar.

Das Hinterhaus hat durch den Brand großen Schaden genommen. Die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, brannte völlig aus. Auch der Dachstuhl wurde beschädigt. Das Gebäude befindet sich in Privateigentum. Die neuwo ist der Verwalter für die Wohnungen, wie Uwe Engelmann dem Nordkurier bestätigte. Das weitere Vorgehen will die Wohnungsgesellschaft am Montag besprechen, kündigte der Geschäftsführer an.

Unterdessen haben sich sofort nach dem Brand Menschen beim Nordkurier gemeldet, die helfen wollen. So eine Neustrelitzerin, die in der Nähe des Brandortes wohnt, Unterstützung an. „Ich hätte für Babys und Kleinkinder in Größe 50/56 bis 86 Anziehsachen, Männerklamotten in L, Besteck und vielleicht auch, was sonst noch gebraucht werden würde”, schreibt sie. Sie habe die Löscharbeiten verfolgt und ihr sei mit jede Minute klarer geworden, dass die betroffenen Mieter alles verlieren würden.

Wie neuwo-Geschäftsführer Uwe Engelmann dem Nordkurier dazu sagte, sieht er die Absichtserklärungen von Hilfewilligen derzeit als ausreichend an. In einigen Tagen wisse man mehr, insbesondere was auch die Hilfsbedürftigen wollten.

Der 55-Jährige, in dessen Wohnung das Feuer ausgebrochen war, ist in der Nacht zum Sonnabend verstorben. Es handelte sich um den Mann, der vor wenigen Jahren wegen eines grausamen Todesfalls in Alt Rehse unter schwerem Verdacht gestanden hatte. 2016 wurde die Leiche von Sarah H. in der Gemeinde westlich von Neubrandenburg gefunden. Der nun verstorbene Mann stand lange unter Verdacht, seine damalige Lebensgefährtin gefoltert und getötet zu haben und saß zwischenzeitlich in Haft. Im Juni wurde er nach jahrelanger Prozess-Serie letztlich zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen umgehend Revision eingelegt.

https://www.nordkurier.de/neustrelitz/br...2640842909.html

#39 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von MissMill 27.09.2020 13:21

Ein kleines Video dazu im Link:


Mann stirbt nach Brand: Rechtsstreit um Frauentod endet

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenbu...,feuer4892.html

#40 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von MissMill 27.09.2020 21:35

27.09.20

Polizei widerspricht Gerüchten um tödlichen Brand

Nach dem Feuer in der Neustrelitzer Innenstadt, das einen Mann das Leben kostete, brodelt die Gerüchteküche. Der Brandursachenermittler muss aber erst ein zweites Mal anrücken.

Die Ursache für den verheerenden Brand am Freitag in einem Hinterhaus der Neustrelitzer Innenstadt, in dessen Folge ein 55-jähriger Bewohner starb, ist weiter unklar. In sozialen Netzwerken kursierende Gerüchte, wonach es in dem Haus eine Explosion durch Sprengstoff gab, wies die Polizei am Sonntag zurück.

Wie der Nordkurier aus dem Polizeipräsidium Neubrandenburg erfuhr, konnte der Brandursachenermittler den Brandort noch gar nicht besichtigen. Er sei zwar am Freitag vor Ort gewesen, musste aber unverrichteter Dinge wieder abziehen. Der durch die Löscharbeiten entstandene Schaumteppich habe zu diesem Zeitpunkt eine Begutachtung unmöglich gemacht, so die Polizei.

Diese beruft sich bei ihrer Darstellung der Ereignisse auf die Aussage eine Zeugin, wonach es in dem Haus eine Verpuffung gegeben hat, nach der der Brand ausgebrochen sei. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Brandursachenermittler am Montag erneut vor Ort sein wird.

https://www.nordkurier.de/neustrelitz/po...2740849309.html

#41 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von wetterfrosch 29.09.2020 17:09

avatar

FEUER IN NEUSTRELITZ

▶ Polizei schließt Fremdeinwirken als Ursache für tödlichen Brand aus

Der 55-Jährige, der am Sonnabend nach einem Brand in einer Neustrelitzer Wohnung verstarb, befand sich laut Polizei allein in den Räumen.

Susanne Böhm Susanne Böhm

28.09.2020 16:14 Uhr

Neustrelitz. Vier Tage nach der explosionsartigen Verpuffung in einem Mehrfamilienhaus in der Zierker Straße in Neustrelitz ist die Ursache des Infernos weitgehend aufgeklärt. In der Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, befanden sich Gasflaschen, die sich nach Auskunft von Polizeisprecherin Nicole Buchfink „umgesetzt” hatten, sprich, zerborsten oder auch in die Luft geflogen waren. Das Gas hatte sich schlagartig entzündet. Der 55-jährige Mann, der in der Wohnung lebte und an den Brandfolgen gestorben ist, habe sich zu dem Zeitpunkt allein in den Räumlichkeiten befunden. Fremdeinwirken könne ausgeschlossen werden. Näheres könne sie erst sagen, wenn der Bericht des Brandursachenermittlers vorliegt. Das könne dauern.

Polizei: Keine Sprengstoff-Explosion

Sie betont ausdrücklich, dass es entgegen anders lautender Gerüchte keine Sprengstoff-Explosion gab. Das habe der Brandursachenermittler zweifelsfrei herausgefunden. Er habe erst am Montag seine Arbeit aufnehmen können, weil die Wohnung nach den Löscharbeiten voller Schaum gewesen und die Brandortuntersuchung vorher „nicht sachgemäß” hätte erfolgen können.

[Video]

Helfer sollen sich noch etwas gedulden

Unterdessen rufen Anwohner und Freunde der nun wohnungslosen Nachbarn des Verstorbenen zu Spendensammlungen auf. Wer helfen möchte, solle sich aber noch etwas gedulden, sagte Uwe Engelmann, Geschäftsführer der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft (Neuwo). Sein Unternehmen verwaltet das Haus mit den fünf Mietwohnungen. Eigentümer ist eine Privatperson. Diese müsse mit den Mietern Kontakt aufnehmen und besprechen, was sie benötigen. Dann könne eine Sammlung beginnen. Er riet davon ab, Gegenstände vor dem Brandhaus abzustellen. Zehn Frauen und Männer hatten bei dem Brand am Freitag ihre Bleibe verloren. Drei der Mietparteien sind in Gästewohnungen der Neuwo untergebracht, zwei haben sich selbst eine Unterkunft gesucht. Das 110 Jahre alte Fachwerkhaus ist durch die Flammen, Rauchgas und durch das Löschwasser inwesentlichen Gebäudeteilen erheblich beschädigt worden. Lediglich eine Mietwohnung ist weiterhin bewohnbar.

https://www.nordkurier.de/neustrelitz/po...2840862209.html

#42 RE: Prozess nach Tod von Sarah H. wird neu aufgerollt von wetterfrosch 29.09.2020 17:10

avatar

Xobor Xobor Community Software
Datenschutz