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#101 RE: Presseberichte von Helios 29.01.2020 08:05

Mordfall Maria Bögerl
Razzia zehn Jahre nach dem Mord: Polizei verfolgt neue Spur im Fall Bögerl
Fast zehn Jahre nach dem Mord an der Bankiersfrau Maria Bögerl gibt es eine neue Spur: Ermittler durchsuchten zwei Gebäude im Kreis Schwäbisch Hall.

29. Januar 2020, 08:00 Uhr•Crailsheim
Von Jens Sitarek


Fast zehn Jahre nach dem Mord an der Bankiersfrau Maria Bögerl verfolgt die Polizei nach Informationen unserer Zeitung eine neue Spur. Bei einer Razzia wurden in der vergangenen Woche im südlichen Landkreis Schwäbisch Hall von einem Großaufgebot der Polizei ein Wohnhaus und ein Betriebsgebäude von der Polizei durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen auf Anfrage bestätigte.

Die Heidenheimer Zeitung nannte in einem Bericht sogar den konkreten Ort: Demnach soll die Durchsuchung in Weipertshofen, einem Ortsteil von Stimpfach, stattgefunden haben. Dabei beschlagnahmte die Polizei dem Bericht zufolge Gegenstände, die derzeit ausgewertet würden. Unbestätigten Meldungen zufolge wurde ein Firmeninhaber vernommen, von dem DNA-Proben genommen wurden, um diese mit den DNA-Spuren aus dem Fall Bögerl abzugleichen.

Mordfall Maria Bögerl: DNA-Proben von Mann genommen
Aufgrund richterlicher Anordnung hätten „Durchsuchungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Mordfall Bögerl stattgefunden“, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Laut Informationen unserer Zeitung wurden auch DNA-Proben von einer männlichen Person genommen. Es gab allerdings keine Festnahme.



Maria Bögerl: Einer der spektakulärsten ungeklärten Mordfälle Deutschlands
Maria Bögerl, die Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Heidenheim, war am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus entführt worden. Ein Erpresser forderte Lösegeld, eine Übergabe scheiterte jedoch. Am 3. Juni wurde in einem Waldstück die Leiche von Maria Bögerl gefunden. Der Mordfall ist einer der spektakulärsten ungeklärten Mordfälle Deutschlands. Die Ermittlungen waren begleitet von Pannen, mehrere DNA-Massentests in der Region verliefen ergebnislos.

Fall Bögerl seit Jahren präsent
Entsprechend ist der Fall Maria Bögerl seit Jahren dauerpräsent in den Medien - nicht nur in der Region. Zuletzt war es zwar etwas ruhiger geworden, doch ein Ermittler wollte weiter nach Spuren in dem Fall suchen. Rund um das Verbrechen gab es immer wieder auch Fragen, ob im Zuge der Suche und Ermittlungen Fehler passiert seien. In all seinen offenen Fragen und kontroversen Diskussionen wurde der Plot des Falles auch Gegenstand eines Films.

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/sc...l-43060614.html

#102 RE: Presseberichte von Tumbleweed 29.01.2020 16:39

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29.01.2020

Region
Mordfall Bögerl: Neue Spuren und Razzien führen nicht zum Täter

Ellwangen (dpa/lsw)Fast zehn Jahre nach dem ungeklärten Mord an der Bankiersfrau Maria Bögerl sind mehrere Gebäude in Bayern und Baden-Württemberg durchsucht worden. Eine heiße Spur habe sich allerdings nicht ergeben, sagte ein Sprecher der Staatanwaltschaft Ellwangen am Mittwoch. Es sei niemand verhaftet worden. «Außerdem hat sich der Tatverdacht gegen drei Beschuldigte nicht erhärtet», wie es weiter hieß. Zuerst hatte die «Südwest Presse» über die Durchsuchungen berichtet.

Ziel der Aktion in der vergangenen Woche waren demnach drei Obkjekte im bayerischen Landkreis Donau-Ries und im Kreis Schwäbisch Hall. Es habe «Durchsuchungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Mordfall Bögerl» gegeben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. «Die Erfordernis hierfür hatte sich aus der aktuellen Bewertung der Beweislage ergeben.»

Die Behörden wollen den spektakulären Fall nach früheren Angaben erst zu den Akten legen, wenn ein Täter ermittelt wurde oder es «keine Ermittlungsansätze mehr gibt». Die mit den Ermittlungen beauftragte Sonderkommission «Flagge» war 2016 eigentlich aufgelöst worden.

Maria Bögerl, die Ehefrau des damaligen Heidenheimer Sparkassenchefs, war am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus entführt worden. Anfang Juni 2010 wurde die Leiche der 54-Jährigen gefunden. Bögerls Mann nahm sich später das Leben.

https://www.esslinger-zeitung.de/region/...id,2307978.html

#103 RE: Presseberichte von Tumbleweed 29.01.2020 16:42

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Nach Durchsuchungen im Landkreis Schwäbisch Hall
Keine neue heiße Spur im Heidenheimer Mordfall Bögerl

Zehn Jahre nach der Ermordung von Maria Bögerl aus Heidenheim hat die Polizei vergangene Woche zwei Gebäude im Landkreis Schwäbisch Hall durchsucht. Eine heiße Spur hat sich allerdings nicht ergeben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ellwangen durchsuchte die Polizei am vergangenen Mittwoch zwei Gebäude im Landkreis Schwäbisch Hall und ein weiteres im Landkreis Donau-Ries. Es gab demnach einen richterlichen Beschluss und drei Beschuldigte. Ein Sprecher der Ellwanger Staatsanwaltschaft betonte allerdings am Mittwoch im SWR-Interview, dass niemand in Untersuchungshaft sei und sich der Tatverdacht nicht erhärtet habe.

Wohnhaus und Firmengebäude durchsucht

Wie die "Südwest Presse" berichtete, wurden das Wohnhaus und das Firmengebäude eines Ehepaares im Landkreis Schwäbisch Hall durchsucht. Zeugen hatten einen Firmenwagen des Mannes vor der Tat im Mai 2010 in einem Waldgebiet gesehen, in dem die Leiche der Ehefrau des Heidenheimer Sparkassenchefs später gefunden wurde. Außerdem soll in einem anderen Auto etwas Verdächtiges entdeckt worden sein. Zuvor sollen auch die Telefone des Ehepaars überwacht worden sein.


Ehepaar wehrt sich gegen die Vorwürfe

Gegenüber der Zeitung hatte das verdächtige Ehepaar aus dem Kreis Schwäbisch Hall die Vorwürfe, etwas mit dem Mordfall zu tun zu haben, bereits bestritten.
Maria Bögerl war im Mai 2010 aus dem Haus der Familie in Heidenheim entführt worden. Seitdem waren mehr als 10.000 Hinweise dazu eingegangen. Die zuständige Sonderkommission wurde 2016 aufgelöst.

Maria Bögerl, die Ehefrau des damaligen Heidenheimer Sparkassenchefs, war am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus entführt worden. Anfang Juni 2010 wurde die Leiche der 54-Jährigen gefunden. Bögerls Mann nahm sich später das Leben.

STAND
29.1.2020, 15:03 Uhr


https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuer...oegerl-100.html

#104 RE: Presseberichte von wetterfrosch 11.05.2020 12:42

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Mordfall Maria Bögerl

Ermittler hoffen weiter auf Aufklärung zehn Jahre nach der Tat

Zehn Jahre nach dem Mord an der Bankiersfrau Maria Bögerl in Heidenheim hoffen die Ermittler immer noch auf eine Aufklärung des Falls.

09. Mai 2020, 09:36 Uhr•Heidenheim

Von Steffen Wolff mit dpa

Zehn Jahre nach dem Mord an Maria Bögerl in Heidenheim hoffen die Ermittler immer noch auf eine Aufklärung des Falls. „Solange es erfolgversprechende Ermittlungsansätze gibt, ist weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei bereit, diese Akte zu schließen“, sagte Chefermittler Thomas Friedrich. Die Lösung werde zwar immer schwieriger mit den Jahren. Doch es gebe noch viele Ansätze, betonte Friedrich, der die Ermittlungen in dem Fall Anfang 2014 übernommen hat.

Maria Bögerl 2010 entführt und getötet

Es ist ein Vormittag im Mai 2010, an dem Maria Bögerl in ihrem Haus im württembergischen Heidenheim überwältigt wird. Mit Handschellen wird die Frau des damaligen Sparkassenchefs gefesselt, zu ihrem Auto gebracht und entführt. Kurze Zeit später klingelt das Telefon ihres Ehemanns Thomas Bögerl. Der Entführer fordert 300.000 Euro Lösegeld, schnell. Der Ablageort soll an der A7 sein, markiert mit einer Deutschlandflagge. Doch das gelieferte Geld wird nie abgeholt.

Am Dienstag (12. Mai) ist das genau zehn Jahre her: die Entführung, die Erpressung - und schließlich ein nicht auszuhaltendes Warten. Warten auf einen weiteren Anruf des Entführers, der nie kommt. Warten auf ein Lebenszeichen der Frau, das es nicht gibt.

Verzweifelter Aufruf bei „Aktenzeichen XY...“

In ihrer Verzweiflung wenden sich Ehemann und Kinder der Entführten knapp eine Woche später über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ an die Öffentlichkeit. Sie flehen um die Freilassung der Mutter und Ehefrau. Vergebens. Knapp drei Wochen später findet ein Spaziergänger in einem Waldstück ganz in der Nähe der Geldübergabestelle die Leiche der 54-Jährigen.

Ermittler: Maria Bögerl wäre nicht zu retten gewesen

Heute vermuten die Ermittler, dass Maria Bögerl bereits kurz nach ihrer Entführung erstochen wurde. „Wir gehen anhand unserer Befunde davon aus, dass sie zeitnah am Tattag zu Tode kam - zwischen Erpresseranruf und Geldübergabe“, sagt Thomas Friedrich, der die Ermittlungen in dem Fall seit Anfang 2014 leitet. „Mutmaßlich wäre sie nicht zu retten gewesen.“

„Soko Flagge“ findet keinen Täter

Fast sechs Jahre lang hatte sich die „Soko Flagge“ um die Aufklärung des Falls gekümmert, ein weiteres Jahr eine personell reduzierte Ermittlungsgruppe. Aktuell ist noch der erfahrene Mordermittler Michael Bauer beim Polizeipräsidium Ulm damit beschäftigt.

„Dass so lange in Soko-Besatzung mit 40, 50 Leuten ermittelt wurde, ist in Deutschland einzigartig“, sagt Friedrich. Kontinuierlich werde an dem Fall gearbeitet. Im Januar gab es die letzte größere Aktion: Die Wohnungen von drei Beschuldigten wurden durchsucht. Doch auch diese Spur führte ins Nichts.

Für Christoph und Carina Bögerl ist es furchtbar. Knapp ein Jahr nach dem Tod der Mutter nimmt sich der Vater das Leben. Er war in Verdacht geraten, in den Fall verwickelt zu sein. Die Verleumdungen, die erfolglosen Ermittlungen der Polizei und den Verlust seiner Frau habe er nicht ertragen, hieß es in der Traueranzeige der Familie.

Als Vorstandschef war Bögerl in der Region sehr bekannt. Der spektakuläre Fall bewegte die Menschen. Die Bilder der wochenlangen Suchaktion, die Hoffnung, die Umstände der Entführung - all das bleibe in Erinnerung, sagt Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg. Der CDU-Politiker war schon 2010 im Amt. Es sei sehr bedrückend, dass der Mörder auch nach zehn Jahren nicht gefunden worden sei.

Ermittler sammeln 10.000 Spuren

Doch nach Friedrichs Angaben gibt es noch viele Ermittlungsansätze. Derzeit würden vor allem noch physikalische Daten, beispielsweise aus Funkzellen, ausgewertet. Mehr als 10.000 Spuren seien gesammelt worden. In eine setzen Friedrich und seine Kollegen weiterhin große Hoffnung: eine DNA-Spur. „Die ist zu 100 Prozent tatrelevant“, sagt der Ermittler. Es fehle leider immer noch der passende Treffer. Unter den 8000 Speichelproben, die man bisher von Männern aus der Region genommen habe, sei keine passende dabei gewesen.

Täter stammt vermutlich aus der Region

Vermutet wird, dass der Mörder aus der Region stammt - männlich, im mittleren Alter. Der Profiler und frühere Bremer Mordermittler Axel Petermann kann sich gut vorstellen, dass Bögerl ihren Mörder kannte. Dafür spreche das abrupte Ende der Entführung. Nach der Tat eines Profis sehe das alles nicht aus. „Wenn Opfer ihre Täter kannten und erkannten, sorgt die Angst vor einer Aufdeckung der Tarnung oft für eine Kurzschlussreaktion“, sagt der Experte. Er glaubt an eine Gewalttat aus Geldnot.

Auch Chefermittler Friedrich geht von einem finanziellen Motiv aus. „Doch die Tarnung war dem Täter wohl wichtiger als das Geld“, mutmaßt der Beamte. „Fragen kann ich ihn aber erst, wenn er vor mir sitzt.“ Wie wahrscheinlich das ist, will Friedrich nicht in Prozentzahlen ausdrücken. „Solange es erfolgversprechende Ermittlungsansätze gibt, ist weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei bereit, diese Akte zu schließen.“

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/he...g-46080426.html

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