#1 RE: Presseberichte von 03.02.2015 11:20

Mordfall Pursche: Fernsehen hilft fahnden
Freiburg/Bad Krozingen -

Freiburg/Bad Krozingen (kaz) In die Aufklärung des Mordes an der 57-jährigen Heidrun Pursche (Bild) aus Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe haben die Ermittler jetzt das Fernsehen eingeschaltet. Selbst kommt die Polizei offenbar nur schleppend voran.

"Es gibt nichts Neues", berichtete Oberstaatsanwalt Peter Häberle bei einer Pressekonferenz in Freiburg, es gebe derzeit keine heiße Spur. In die Aufklärungsarbeit sei jetzt die Fernsehsendung "Aktenzeichen XYungelöst" eingeschaltet worden, berichtete Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid.

In dem Bemühen, Licht in den Fall Heidrun Pursche zu bringen, setzen die Ermittler der Kriminalpolizei Freiburg auf Fahndungserfolge in der bekannten Fernsehsendung am kommenden Freitag, 25. April, ab 20.15 Uhr. Es werde ein Filmbeitrag zum Mordfall ausgestrahlt werden, der neue Impulse auslösen solle, hieß es in der Polizeidirektion. In der Falldarstellung wird auf die Hintergründe der Tat, den aktuellen Sachstand und auf die Spurenlage eingegangen werden.


Die Leiche der vor rund drei Monaten in Bad Krozingen von einem unbekannten Mann in ihrem eigenen Dienstwagen (Polo) entführte Frau war erst vor wenigen Wochen im Ehrenstetter Wald, am Ambringer Grundweg, nahe des bekannten Wanderweges "Bettlerpfad", aufgefundenen worden.

Als Todesursache gab die Sonderkommission "Tod durch Erstechen" bekannt. Weitere Einzelheiten veröffentlichten die Ermittlungsbehörden bisher nicht. "Wir wollen aus ermittlungstaktischen Gründen kein Täterwissen veröffentlichen", sagte Häberle. Es sei wichtiger, den Mord aufzuklären als die Öffentlichkeit zu informieren.

Der Oberstaatsanwalt bestätigte, dass die im März von rund 700 Männern in Ehrenkirchen und Kirchhofen erhobenen DNA-Tests von der Rechtsmedizin bisher noch nicht endgültig ausgewertet worden seien. Die Analyse vollziehe sich jedoch schneller als erwartet.

Heidrun Pursche arbeitete zuletzt als Objektleiterin einer Stuttgarter Reinigungsfirma in einer Klinik in Bad Krozingen, wo sie unter der Woche auch wohnte.

Am 17. Januar wurde die 57-jährige Nordbadenerin morgens um kurz vor sieben Uhr verschleppt. Unmittelbar nach ihrer Entführung hatte wahrscheinlich der Täter an einem Geldautomaten der Volksbank in Bad Krozingen mehrere hundert Euro vom Konto seines Opfers abgehoben. Obwohl der Mann von einer automatischen Kamera fotografiert worden war, konnte der vermummte, dickliche, etwa 1,70 Meter große Mann mit auffallend bunter Umhängetasche bisher nicht ermittelt werden.

http://www.suedkurier.de/region/schwarzw...rt372512,391013

#2 RE: Presseberichte von Christine 12.01.2017 13:56

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........................

#3 RE: Presseberichte von wetterfrosch 20.09.2018 20:52

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Freiburg / Eggenstein-Leopoldshafen

13.01.2004 08:00

von Tom

Mordfall Pursche

Seit einem Jahr tappt die Polizei auf der Suche nach dem Mörder von Heidrun Pursche im Dunkeln. Die 57 Jahre alte Reinigungsfrau aus Eggenstein-Leopoldshafen war am 17. Januar 2003 in Bad Krozingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) von einem Unbekannten entführt und im März in einem Waldstück bei Ehrenkirchen ermordet aufgefunden worden.

Seit Januar vergangenen Jahres ist die Polizei mehr als 440 Hinweisen nachgegangen und es wurde ein Massen-Gentest an mehr als 900 Männern durchgeführt. Laut Chefermittler Hans-Jörg Renkert gibt es jedoch noch immer keine heiße Spur zum Täter. Da der Mörder einen "genetischen Fingerabdruck" am Tatort hinterlassen hat, sieht die Polizei jedoch auch weiterhin noch gute Chancen, dem Täter auf die Schliche zu kommen.

https://mobil.ka-news.de/region/karlsruh...e;art6066,29759

#4 RE: Presseberichte von wetterfrosch 20.09.2018 20:54

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Polizeipräsidium Freiburg

POL-FR: Freiburg: Einladung zu einer gemeinsamen Pressekonferenz im Mordfall Heidrun PURSCHE aus dem Jahr 2003

20.09.2018 – 15:00

Freiburg (ots) - Sehr geehrte Damen und Herren Medienschaffende,

zum Mordfall Heidrun PURSCHE haben sich für die Ermittler der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Freiburg neue Ansätze ergeben.

Daher laden die Staatsanwaltschaft Freiburg und das Polizeipräsidium Freiburg gemeinsam

- am 21.09.2018, um 11:00 Uhr - in den Schwarzwaldsaal des Regierungspräsidiums Freiburg in der Bissierstraße 7, 79114 Freiburg

zu einer gemeinsamen Pressekonferenz ein.

lr

Medienrückfragen bitte an:
Laura Riske
Polizeipräsidium Freiburg
Pressestelle
Telefon: 0761 882-1011
E-Mail: freiburg.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Polizeipräsidium Freiburg, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110970/4067182

#5 RE: Presseberichte von wetterfrosch 20.09.2018 21:00

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Bad Krozingen / Ehrenstetten

Mordfall Heidrun Pursche offenbar geklärt – nach 15 Jahren

Joachim Röderer, Simone Höhl, Frank Schoch

Do, 20. September 2018 um 15:39 Uhr

Freiburg

Die Polizei hat nach BZ-Informationen offenbar den Mord an Heidrun Pursche geklärt. Die Frau war vor 15 Jahren in Bad Krozingen verschleppt und erstochen worden.

Wie die Polizei mitteilt, haben ihre Ermittler neue Ansätze in dem bislang ungeklärten Mordfall. Details wollten sie auf Anfrage nicht verraten. Allerdings haben das Freiburger Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft für den morgigen Freitag zu einer gemeinsamen Pressekonferenz geladen – in den Schwarzwaldsaal des Regierungspräsidiums. Dort hatten die Ermittler ihren großen Erfolg im Fall Hussein K. verkündet, der die Studentin Maria Ladenburger 2016 getötet hat.

Heidrun Pursche war am 17. Januar 2003 in der Bad Krozinger Herbert-Hellmann-Allee in einen weißen Polo gezerrt und entführt worden. Trotz des Einsatzes eines Polizeihubschraubers und von Suchhunden konnte die 57-jährige Putzfrau, die häufig in Bad Krozinger Kliniken arbeitete, nicht gefunden werden.

15 Jahre lang war der Fall Heidrun Pursche ungeklärt. In dem Bad Krozinger Fall wurde einer der ersten großen Massen-Gentests der deutschen Kriminalgeschichte durchgeführt.

Spaziergänger fanden die Leiche

Immer wieder taten sich Spuren auf, auch durch Hinweise aus der Bevölkerung. Ein Mann hob am Tag der Entführung einen hohen Geldbetrag mit Pursches Bankkarte ab. Später durchforstete die Polizei den Rheinwald bei Hartheim. Die Polizei bildete damals die 30-köpfige Sonderkommission "Polo", richtete eine Internetseite ein, um Fahndungsdaten zusammenzutragen und nahm fast 800 Speichelproben von 30- bis 50-jährigen Männern, nachdem die DNA eines Verdächtigen festgestellt worden war.

Spaziergängerinnen fanden Heidrun Pursche am 23. März 2003 im Wald bei Ehrenstetten erstochen auf. Die Polizei stellte den Fall auch in der Fernsehsendung Aktenzeichen XY vor, aber all das brachte sie damals nicht weiter: Es gab keine heiße Spur.

Nachdem ein Elsässer vor zwölf Jahren gestand, er habe 30 Frauen umgebracht, überprüfte die Polizei auch ungeklärte Frauenmorde in Südbaden, darunter auch den Fall Heidrun Pursche – ohne Ergebnis.

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/...-156865144.html

#6 RE: Presseberichte von wetterfrosch 20.09.2018 21:04

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Die ganze Geschichte: BZ-Archiv zum Fall Heidrun Pursche

http://www.badische-zeitung.de/fall-heidrun-pursche

#7 RE: Presseberichte von Christine 21.09.2018 14:07

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Mordfall Heidrun PurschePolizei verhaftet Verdächtigen – Fall ist 15 Jahre alt


Freitag, 21.09.2018, 13:32
Im Jahr 2003 wurde bei Bad Krozingen in Baden-Württemberg die 57-jährige Heidrun Pursche entführt und getötet. 15 Jahre später erklärte die Polizei nun, dass ein dringend Tatverdächtiger festgenommen wurde. Es handle sich um einen nicht vorbestraften Deutschen aus dem Raum Freiburg.

"Seit Mitte dieser Woche befindet sich ein dringend Tatverdächtiger in diesem Fall in Untersuchungshaft", zitierte die "Badische Zeitung" den Leiter der Staatsanwaltschaft, Dieter Inhofer, bei der Pressekonferenz. Demnach habe die Polizei im Juli neue Hinweise erhalten und stellte mit neuer Technik DNA-Spuren sicher. "Wir haben den Tatverdächtigen am Dienstag mit unserern Ermittlungen und dem Tatvorwurf konfrontiert", erklärte Andreas Nußbaumer, Leiter der Ermittlungsgruppe Polo. "Er hat die Tat eingeräumt und eine DNA-Probe zur weiteren Untersuchung abgegeben."

Der Deutsche aus dem Raum Freiburg habe die Entführung zugegeben, ein Sexualdelikt liege nicht vor. Der Tatverdächtige habe aber mit der EC-Karte des Opfers Geld abgehoben. Er hatte offenbar über eine dritte Person eine Verbindung zu Heidrun Pursche. Hinweise über andere beteiligte Personen gebe es aber nicht. Der Haftbefehl lautet demnach auf erpresserischen Menschenraub mit Todesfolge sowie auf Mord zur Verdeckung einer Straftat.

Die 57 Jahre alte Frau, die aus Karlsruhe stammte, war am 17. Januar 2003 in Bad Krozingen entführt worden. Im März 2003 war sie einige Kilometer entfernt in einem Waldstück bei Ehrenkirchen erstochen gefunden worden.

https://www.focus.de/panorama/welt/15-ja...id_9633468.html

#8 RE: Presseberichte von 21.09.2018 14:47

Täter ist Deutscher, nicht verheiratet, nicht vorbestraft, aber Kinder:

https://www.freiburg-nachrichten.de/2018...hren-verhaftet/

#9 RE: Presseberichte von wetterfrosch 21.09.2018 23:02

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Polizeipräsidium Freiburg

POL-FR: Freiburg: Wesentliche Inhalte der Pressekonferenz zum Mordfall Pursche

21.09.2018 – 13:00

Ein Dokument
?2018-09-21PMWesentlicheInhaltePK.pdf
PDF - 88 kB

Freiburg (ots) - Die wesentlichen Inhalte werden in der beigefügten Anlage zusammegefasst.

lr

Medienrückfragen bitte an:
Laura Riske
Polizeipräsidium Freiburg
Pressestelle
Telefon: 0761 882-1011
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https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110970/4068126

#10 RE: Presseberichte von wetterfrosch 21.09.2018 23:09

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STABSSTELLE
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Stand: 21.09.2018/Riske
Gemeinsame Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Freiburg und
des Polizeipräsidiums Freiburg
am 21.09.2018, 11:00 Uhr

Die wesentlichen Inhalte der Pressekonferenz werden im Folgenden
zusammengefasst:

1. Begrüßung durch Leitenden Oberstaatsanwalt Dieter Inhofer, Leiter der
Staatsanwaltschaft Freiburg

Ø Begrüßung der Medienschaffenden
Ø Festnahme eines dringend Tatverdächtigen:

Im Mordfall PURSCHE, der sich am 17. Januar 2003 ereignete, konnte am
18.09.2018 ein dringend Tatverdächtiger inhaftiert werden.

2. Oberstaatsanwalt Tomas Orschitt
Ø Sachverhaltsdarstellung:

Am Morgen des 17.01.2003 wurde die 57jährige Heidrun Pursche aus Bad
Krozingen vermisst gemeldet. Im Bereich der dortigen Kurkliniken wurden am
gleichen Tag gegen 06:45 Uhr Hilferufe einer Frau gehört. Kurz darauf fuhr ein
heller Kleinwagen, vermutlich der Geschäftswagen von Frau Pursche, in
Richtung Schlatt davon.

Das Fahrzeug wurde noch am selben Tag auf dem Autobahnparkplatz
Neuenburg-West verlassen aufgefunden. In ihm befanden sich diverse
Kleidungsstücke der Vermissten.

Mit deren Bankkarte wurde am gleichen Tag bei einer Bankfiliale in Bad
Krozingen von einem unbekannten Mann Geld abgehoben.

Am Sonntag, den 23.3.2003, entdeckte der Hund einer Spaziergängerin gegen
16:00 Uhr in einem Waldstück nahe Ehrenkirchen eine unbekleidete
Frauenleiche, die als Frau Pursche identifiziert werden konnte.

3. Leitender Kriminaldirektor Peter Egetemaier, Kriminalpolizeidirektion
Ø Maßnahmen Soko Polo

Noch am Abend des 17.01.2003 wurde die „Sonderkommission Polo“ mit
einer Stärke von 45 Ermittlerinnen und Ermittlern eingerichtet. Es wurde von
einem Kapitalverbrechen ausgegangen.

Es folgte zunächst eine intensive Suche nach der Vermissten:

Hundertschaften suchten mehrere Tage weiträumig ab, Hubschrauber,
Polizeihunde und Polizeitaucher kamen zum Einsatz.

Insbesondere, nachdem im März 2003 die Leiche von Frau Pursche
aufgefunden worden war, wurde die Öffentlichkeit nochmals nachdrücklich
um Mithilfe bei der Aufklärung des Verbrechens gebeten. Es wurden Bilder
des Fahrzeugs und des maskierten Täters aus der Bank veröffentlicht,
welche durch zahlreiche Medien abgedruckt wurden. Fernsehsendungen -
wie beispielweise Aktenzeichen xy - unterstützten die Ermittler, um Hinweise
auf einen möglichen Tatverdächtigen zu erhalten.

Die kriminaltechnische Untersuchung des Instituts für Rechtsmedizin Freiburg
erbrachte das Auffinden von tatrelevanter DNA auf dem Fahrersitz im Auto
des Opfers.

Im März 2003 wurde in Ehrenkirchen eine sogenannte Reihen-DNAUntersuchung
durchgeführt, an welcher 740 Proben von dort wohnhaften
Männern erhoben wurden. Im März 2005 folgte eine weitere DNAReihenuntersuchung
im Umkreis von fünf Kilometern um Bad Krozingen, an
welcher weitere 534 Proben erhoben wurden.

Die am Tatort gesicherten DNA-Spuren wurden in die sogenannte DNAAnalyse-
Datei eingepflegt. Es ergab sich allerdings kein Tatverdacht gegen
die von der damaligen Sonderkommission Polo überprüften Personen.
Die Soko wurde am 03.04.2003 aufgelöst. Die weiteren Ermittlungen führte
die Kriminalpolizei Freiburg.

4. Kriminalhauptkommissar Andreas Nussbaumer, Leiter der Ermittlungsgruppe
Polo
Ø Ermittlungsgruppe Polo

Im Juli dieses Jahres erhielt die Kriminalpolizei einen neuen Hinweis auf einen
möglichen Tatverdächtigen. Beim Hinweisgeber handelt es sich um eine Person
aus dem Umfeld des jetzigen Beschuldigten. Die Ermittler der Kriminalpolizei des
Polizeipräsidiums Freiburg nahmen erneut die Ermittlungen zum Fall Pursche
aus dem Jahr 2003 auf. Die Person teilte mit, dass sie in Erinnerung habe, dass
sich der im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung veröffentlichte Rucksack im
Besitz des Beschuldigten befand.

Im August wurde die Ermittlungsgruppe Polo mit insgesamt 35 Ermittlerinnen
und Ermittlern eingerichtet, als deren Leiter ich eingesetzt wurde. Es folgten eine
intensive Akteneinarbeitung, die Prüfung der Plausibilität des Hinweises sowie
daraufhin erste Ermittlungen zum Tatverdächtigen, welche in enger Absprache
mit der Staatsanwaltschaft Freiburg erfolgten.

Das kriminaltechnische Spurenmaterial aus dem Jahr 2003 wurde erneut mit
neuesten Methoden durch das Kriminaltechnische Institut des LKA Baden
Württemberg und die Rechtsmedizin Freiburg aufbereitet und untersucht.
Hierdurch konnten qualitativ hochwertigere DNA-Spuren gewonnen werden.
Es konnte eine Spurenübereinstimmung der DNA-Spuren aus 2003 sowie der
neu generierten DNA-Spuren mit dem dringend Tatverdächtigen festgestellt
werden.

Der Beschuldigte hat die Tat auf Vorhalt am Dienstag, 18.09.2018, eingeräumt.

5. Leitender Oberstaatsanwalt Dieter Inhofer, Leiter der Staatsanwaltschaft
Ø Tatverdächtiger

Bei dem Tatverdächtigen handelt sich um:

§ einen jetzt 54jährigen Deutschen aus der Umgebung von Freiburg.
§ Er ist bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten.
§ Nach seiner Festnahme hat der Beschuldigte die Tötung von Frau
Pursche eingeräumt.

§ Er hat auch eingeräumt, sich ihrer zuvor in Bad Krozingen
bemächtigt zu haben und später mit ihrer EC-Karte Geld
abgehoben zu haben.

§ Der Tatverdächtige hat sich auch zu seinen Beweggründen
geäußert. Diese Angaben müssen jedoch noch weiter überprüft
werden. Ich bitte deswegen um Verständnis darum, dass wir hierzu
derzeit keine weiteren Angaben machen können.

§ Was ich Ihnen aber sagen kann: Frau Pursche war kein
Zufallsopfer. Der Tatverdächtige gehörte allerdings auch nicht zu
ihrem engeren persönlichen Umfeld. Eine Verbindung ergab sich
lediglich über eine dritte Person, die zu beiden Kontakt hatte.

Ø Inhaftierung
Die Staatsanwaltschaft hat am 19.09.2018 beim Amtsgericht Freiburg einen
Haftbefehl erwirkt. Der Vorwurf lautet auf erpresserischen Menschenraub mit
Todesfolge sowie Mord zur Verdeckung einer Straftat.
Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.

Ø Dank
Ich möchte mich an dieser Stelle – auch im Namen des Kollegen Orschitt – bei
der Freiburger Polizei bedanken, die erneut mit sehr großem Einsatz und bester
kriminalistischer Arbeit die Aufklärung dieser Tat ermöglicht hat.

6. Leitender Kriminaldirektor Peter Egetemaier, Kriminalpolizeidirektion
Ø Dank an die eingesetzten Kräfte

Ich möchte mich im Namen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Freiburg
zum einen für die hervorragende Arbeit der Ermittler der EG Polo bedanken, die
in den wenigen Wochen seit Erhalt des Hinweises 40 Spuren akribisch
nachgegangen sind und diese ausermittelten.

Zum anderen möchte ich der Staatsanwaltschaft Freiburg, der Rechtsmedizin
Freiburg sowie dem Kriminaltechnischen Institut für die bewährt gute
Zusammenarbeit mit der Polizei danken.

Ø Abschließende Einschätzung
Abschließend ist es mir ein Anliegen Ihnen als Medienschaffenden und damit
auch der Öffentlichkeit für Ihre Unterstützung im Rahmen der polizeilichen
Öffentlichkeitsarbeit zu danken.

Der dargestellte Fall ist ein exemplarischer Beleg dafür, dass scheinbar
ungeklärte Fälle durch neue Impulse, Hinweise oder auch technische
Innovationen auch Jahre später noch geklärt und die Täter der Sanktionierung
durch Staatsanwaltschaft und Gerichte zugeführt werden können.

#11 RE: Presseberichte von Helios 29.11.2018 12:47

Mord von Bad Krozingen: Polizei schließt Ermittlungen nach 16 Jahren erfolgreich ab

https://www.suedkurier.de/ueberregional/...t417930,9974118

#12 RE: Presseberichte von Helios 04.01.2019 15:47

Mord an Putzfrau
Anklage nach 16 Jahren
Von kew 04. Januar 2019 - 13:25 Uhr

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal...c3628353ee.html

#13 RE: Presseberichte von Helios 05.02.2019 10:32

PROZESS IN FREIBURG
Nach 16 Jahren: Mord an Eggensteinerin vor der Aufklärung
4. Februar 2019
Im Fall einer vor 16 Jahren entführten und ermordeten Reinigungsfrau in Bad Krozingen bei Freiburg muss sich der mutmaßliche Täter vor Gericht verantworten.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem Festnahme im vergangenen Jahr erklärten, soll der heute 55-jährige Deutsche die aus Eggenstein im Kreis Karlsruhe stammende Heidrun Pursche am 17. Januar 2003 getötet haben. Der Verdächtige, der geständig ist, konnte erst knapp 16 Jahre später im September des vergangenen Jahrs durch einen Hinweis aus seinem Bekanntenkreis an die Polizei festgenommen werden. Der Prozess soll am 19. Februar vor dem Landgericht Freiburg beginnen. Angesetzt sind sechs Verhandlungstage, ein Urteil könnte am 11. März gesprochen werden.

Entführt und erstochen
Der Mann soll die ihm bekannte und damals 57-jährige Eggensteinerin vor einer Kurklinik in ihr Auto gezerrt und entführt haben. Gegen 6.45 Uhr sollen Hilferufe zu hören gewesen sein, kurz darauf soll ein heller Kleinwagen davongefahren sein, bei dem es sich vermutlich um das Geschäftsauto Pursches handelte. Zwei Monate später fand eine Spaziergängerin die unbekleidete Leiche der Frau einige Kilometer weiter in einem Wald bei Ehrenkirchen. Die Reinigungsfrau war erstochen worden.

Soko „Polo“ eingerichtet
Am selben Tag soll der Täter mit der EC-Karte der Getöteten bei einer Bankfiliale in Bad Krozingen 500 Euro abgehoben haben. Noch am selben Abend hatte die Polizei die Soko „Polo“ mit 45 Ermittlern eingerichtet, da sie von einem Gewaltverbrechen ausging.

Fall bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“
Die Suche nach dem Täter erfuhr mediale Aufmerksamkeit, etwa in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Mehr als 1000 Personen mussten sich einer DNA-Untersuchung unterziehen, nachdem Spuren auf dem Fahrersitz im Auto des Opfers gefunden worden waren – ohne Ergebnis.

Hinweis nach fast 16 Jahren
Erst ein Hinweis aus dem Bekanntenkreis des mutmaßlichen Täters bringt 16 Jahre später vermutlich Klarheit: Der Hinweisgeber konnte sich an einen Rucksack im Besitz seines Bekannten erinnern, nach dem die Polizei damals öffentlich gesucht hatte.

Anklage lautet auf Mord
Laut Polizei handelte es sich bei der Frau um kein Zufallsopfer, Täter und Opfer sollen sich über einen gemeinsamen Bekannten gekannt haben. Der Verdächtige befindet sich seit dem 19. September des vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Ihm wird erpresserischer Menschenraum mit Todesfolge sowie Mord zur Verdeckung einer Straftat vorgeworfen.

(bnn/ dpa/ lsw)

https://bnn.de/lokales/karlsruhe/nach-16...der-aufklaerung

#14 RE: Presseberichte von Helios 18.02.2019 16:42

Mord an Heidrun Pursche aus Eggenstein-Leopoldshafen – Prozess beginnt
Freiburg/Karlsruhe (dpa/cmk) Im Fall der vor mehr als 16 Jahren entführten und ermordeten

Reinigungsfrau Heidrun Pursche aus Eggenstein-Leopoldshafen in Bad Krozingen bei Freiburg muss sich der mutmaßliche Täter ab Dienstag vor Gericht verantworten. In dem Prozess vor dem Landgericht Freiburg werden dem 55 Jahre alten Deutschen Mord und erpresserischer Menschenraub mit Todesfolge zur Last gelegt, sagte ein Gerichtssprecher. Der Mann war nach einem Hinweis aus seinem Bekanntenkreis im vergangenen September und damit mehr als eineinhalb Jahrzehnte nach der Tat festgenommen worden. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung droht ihm den Angaben zufolge eine lebenslange Gefängnisstrafe.

Prozess startet nach 16 Jahren
Die 57 Jahre alte Frau, die aus Karlsruhe stammte, war im Januar 2003 in Bad Krozingen nach Dienstende auf der Straße vor einer Klinik in ihr Auto gezerrt und entführt worden. Sie hatte in dortigen Kliniken für eine Reinigungsfirma gearbeitet. Rund neun Wochen später, im März 2003, war sie einige Kilometer entfernt in einem Wald bei Ehrenkirchen von einer Spaziergängerin nackt und erstochen gefunden worden. Die Tat blieb fast 16 Jahre lang unaufgeklärt.

DNA-Spuren stimmen überein
Der Anklage zufolge hat der Mann die Frau mit mehreren Messerstichen getötet und die Leiche im Wald hinter einem Baumstamm versteckt. Nach der Tat 2003 gefundene Körperspuren stimmten mit der DNA des Mannes überein. Laut Staatsanwaltschaft kannten sich der mutmaßliche Täter und das Opfer. Zum möglichen Tatmotiv machten die Ermittler keine Angaben. Nach der Tat hatte der Mann mit der Geldkarte der Frau an einem Bankautomaten 500 Euro abgehoben.

Für den Prozess sind Gerichtsangaben zufolge zunächst sechs Verhandlungstage geplant. Ein Urteil könnte es demnach am 11. März geben.

https://www.die-neue-welle.de/karlsruhe/...prozess-beginnt

#15 RE: Presseberichte von Helios 11.03.2019 10:14

Urteil im Mordfall "Pursche" soll verkündet werden
Im Prozess um den Mord an der Karlsruherin Heidrun Pursche vor mehr als 16 Jahren wird am Montagvormittag das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft forderte lebenslängliche Haft.

Angeklagt ist ein 55-jähriger Mann, der die Tat vor Gericht eingeräumt hat. Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. Der Angeklagte habe die Frau in Bad Krozingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) entführt und dann mit zahlreichen Messerstichen umgebracht, so der Vorwurf.

Verteidigung plädierte auf Totschlag
Der Mann habe sich an Pursche für die berufliche Demütigung seiner Lebensgefährtin rächen wollen, so der Vertreter der Anklage. Aus Sicht der Verteidigung handelt es sich um Totschlag, da die Tat nicht geplant gewesen sei.

Rucksack und Zeuge führte zur Festnahme
Der Angeklagte war im Spätsommer 2018 festgenommen worden, mehr als 15 Jahre nach dem Verbrechen. Zum Verhängnis wurde ihm ein Rucksack, den der mutmaßliche Täter damals dabei gehabt hatte. Der Tipp eines Zeugen führte schließlich zur Festnahme des Angeklagten.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuer...dung-27160.html

#16 RE: Presseberichte von Helios 11.03.2019 18:12

Freiburg
Mörder nach mehr als 16 Jahren verurteilt
Von red/dpa 11. März 2019 - 16:08 Uhr

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal...fea8afe4d8.html

#17 RE: Presseberichte von wetterfrosch 06.05.2019 22:30

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12.03.2019

Landgericht Freiburg

Urteil im Mordfall "Pursche" lautet: Lebenslänglich

Bericht und VIDEO

Das Landgericht Freiburg hat im Mordfall Heidrun Pursche den Angeklagten zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Damit kann er frühestens nach 15 Jahren Antrag auf Haftentlassung stellen.

Die Strafkammer stellte im Urteil fest, dass der 55-Jährige die Karlsruherin Heidrun Pursche im Januar 2003 aus niedrigen Beweggründen umgebracht hat. Demnach hat er sie vor einer Klinik in Bad Krozingen entführt und in einem Waldstück unweit des Entführungsortes nach einem Streit getötet. Grund war damals die berufliche Degradierung der Lebensgefährtin des Verurteilten.

Urteilspruch erst nach Unterbrechung erfolgt

Wochen nach der Tat entdeckte eine Spaziergängerin die sterblichen Überreste des Opfers. Erst 15 Jahre nach der Tat konnte der Mann 2018 nach einem Hinweis aus seinem familiären Umfeld festgenommen werden. Dem Urteil ging am Montagvormittag eine Diskussion wegen des Mordmerkmals "?niedriger Beweggrund"? zwischen Gericht und Verteidigung voraus.

Erneute Beweisaufnahme von Gericht zurückgewiesen

Den Antrag des Verteidigers wegen der vermeintlich verminderten Steuerungsfähigkeit seines Mandanten erneut in die Beweisaufnahme einzutreten, wies das Landgericht Freiburg zurück.

Angeklagter 55-Jähriger hat Tat gestanden

Der Angeklagte 55-jähriger Mann hatte die Tat vor Gericht eingeräumt. Er hat gesagt, er schäme sich für die Tat, es tue ihm leid. Die Staatsanwaltschaft forderte bereits in ihrem Plädoyer eine lebenslängliche Haftstrafe wegen Mordes. Der Angeklagte habe die Frau in Bad Krozingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) entführt und dann mit zahlreichen Messerstichen umgebracht, lautete der Vorwurf.

Verteidigung plädiert auf Totschlag: Revision angekündigt

Der Mann habe sich an Pursche für die berufliche Demütigung seiner Lebensgefährtin rächen wollen, so der Vertreter der Anklage. Aus Sicht der Verteidigung habe es sich um Totschlag gehandelt, da die Tat nicht geplant gewesen sei. Nach dem Urteilspruch am Montag hat die Verteidigung Revision angekündigt.

Rucksack und Zeuge führte zur Festnahme

Der Angeklagte war im Spätsommer 2018 festgenommen worden, mehr als 15 Jahre nach dem Verbrechen. Zum Verhängnis wurde ihm ein Rucksack, den der mutmaßliche Täter damals dabeigehabt hatte. Der Tipp eines Zeugen führte schließlich zur Festnahme des Angeklagten.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuer...schaft-100.html

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