#1 RE: Presseberichte von 12.09.2015 10:52

Mörder bleibt auf freiem Fuß
Von Florian Schmitz
Im Februar 2007 wurde Claudia Knapp in ihrer Wohnung getötet. Die Ermittlungen der Polizei liefen ins Leere. Aber bis heute wird jedem Hinweis nachgegangen.


Claudia Knapp wurde 2007 in ihrer Wohnung getötet.
Velbert. Mehr als viereinhalb Jahre ist es her, dass die 47-jährige Claudia Knapp von ihrem damals 14-jährigen Sohn in der gemeinsamen Wohnung an der Friedrichstraße tot aufgefunden wurde. Die Ermittlungsbehörden waren schnell überzeugt, dass die Stewardess einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war. Doch bis heute fehlt von einem Täter jede Spur.

Ehemann nahm sich wenige Tage später das Leben

Vier Tage nach der Tat am 1. Februar 2007 war auch der 53-jährige Ehemann, von dem Claudia Knapp getrennt lebte, tot: Er hatte sich in seiner Wohnung in Südhessen erschossen. Hinweise, dass er der Täter gewesen sein könnte, fand die Polizei nicht.

Eine Woche nach dem Tod von Claudia Knapp gab die Polizei das Phantombild eines etwa 35-jährigen, circa 1,75 Meter großen, blonden und schlanken Mannes aus. Eine Zeugin hatte eine solche Person am Morgen vor dem Verbrechen in die Gegensprechanlage des Hauses sprechen gesehen. Aber auch die Suche nach dem großen Unbekannten verlief im Nichts.

Fremde Genspur am Tatort gesichert: Hoffen auf den DNA-Treffer

Erfolgversprechender schien unbekanntes DNA-Material, das in der Wohnung von Claudia Knapp gesichert werden konnte: Da keine Einbruchsspuren gefunden wurden, ging die Polizei davon aus, dass das Opfer den Mörder gekannt und selbst eingelassen hatte. Die Suche konzentrierte sich deshalb auf das berufliche Umfeld und das Fitness-Studio des Opfers. In der bis dahin größten DNA-Reihenuntersuchung im Bereich der Kreispolizei Mettmann wurden 700 Speichelproben gesammelt. Ein Treffer war nicht dabei. Nur falls derjenige, von dem die Spur stammt, nochmals erfasst wird, könnte das die Polizei weiterbringen.

Kriminalhauptkommissarin Tatjana Albert war damals Mitglied der 16-köpfigen Mordkommission „Friedrichstraße“. Noch heute stehen die Akten zum Mordfall Knapp in ihrem Büro im Düsseldorfer Polizeipräsidium – 80 Din-A4-Ordner. Immer, wenn sich die Gelegenheit ergibt, schaut Tatjana Albert hinein. „Wir haben alles dafür getan, den Fall zu lösen, und trotzdem läuft der Mörder immer noch frei herum. Das beschäftigt uns natürlich“, sagt sie. Es gingen nach wie vor auch regelmäßig Anrufe zu dem Fall im Präsidium ein. Meistens erkundigten sich Angehörige oder Bekannte nach dem Ermittlungsstand. Neue Fragen, neue Hinweise, neue Ansätze werden dann durchdacht.

Fahndung
Im Internet hat die Polizei Mettmann unter der Rubrik „besondere Straftaten/ungeklärte Fälle“ Informationen zum Fall Claudia Knapp eingestellt. Hinweise werden unter Telefon 02051/ 946 16 10 entgegengenommen. Die Belohnung von 1500 Euro, die 2007 ausgesetzt wurde, gibt es immer noch.
Mord verjährt nicht. Und aufgrund der sich auch im Kriminalbereich ständig weiterentwickelnden Technik wird die Hoffnung auf die Aufklärung bei den Ermittlern nicht aufgegeben.

http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-...m-fuss-1.798447

#2 RE: Presseberichte von 12.09.2015 11:10

Velbert: Mordfall Knapp - Suche nach dem großen Unbekannten
Von Andrea Schmitz

Kriminalität Die Mordkommission arbeitet in unveränderter Stärke weiter und konzentriert sich jetzt auf das berufliche Umfeld der Stewardess, die am 1. Februar getötet wurde.

Velbert. Warum musste Claudia Knapp sterben? Wer ist der Mann mit dem blonden Zopf, der am 1. Februar vor dem Haus Friedrichstraße 142 gesehen wurde? Lernte die 47-Jährige ihren späteren Mörder bei der Arbeit als Flugbegleiterin kennen? Der Mordfall Claudia Knapp gibt weiterhin Rätsel auf.

Raub- oder Sexualdelikt wird von der Polizei ausgeschlossen

Am Mittag des 1. Februar, einem Donnerstag, wird die Velberterin von ihrem 14-jährigen Sohn tot in der Wohnung an der Friedrichstraße gefunden. Wie die allein erziehende Mutter getötet wurde, dazu macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen bis heute keine Angaben.

Ein Raub- oder Sexualdelikt wird jedoch ausgeschlossen. Eine 16-köpfige Mordkommission nimmt die Ermittlungen auf. Sie ist auch sieben Wochen nach dem Verbrechen mit unverminderter Personalstärke und Intensität tätig, so Polizeisprecher Ulrich Löhe am Dienstag.

Die Beamten gingen einer Vielzahl von Spuren nach, die sich aus Hinweisen aus der Bevölkerung, der eigenen Ermittlungsarbeit oder der kriminaltechnischen Untersuchung des Tatorts ergeben haben.

Ermittler überprüfen mehr als 170 Einzelspuren

Mehr als 170 Einzelspuren sind es inzwischen, die die ständig wachsende Anzahl von Ordnern füllen. "Nach wie vor gehen auch noch Hinweise von Leuten ein, die Anfang Februar nicht in Velbert waren und erst jetzt von dem Fall hören?, sagt Löhe.

Mehr als 50 Fahndungsplakate wurden in Velbert aufgehängt sowie an Streifenwagen der Kreispolizeibehörde angebracht. Sie zeigen neben einem Portraitfoto der Velberterin das Phantombild eines etwa 35 Jahre alten Mannes, der am Tag der Tat in der Fußgängerzone gesehen wurde.

Eine Zeugin beobachtete, wie er an der Gegensprechanlage des Hauses Friedrichstraße 142 telefonierte. Da Claudia Knapp zu diesem Zeitpunkt allein im Haus war, muss der Unbekannte mit ihr gesprochen haben.

"Bis jetzt hat sich aber niemand gemeldet, der den Mann wiedererkannt hat. Das deutet darauf hin, dass er von auswärts kam?, so Ulrich Löhe. "Welche Verbindung dieser Mensch tatsächlich zu dem Opfer hatte, ist schwer zu sagen. Wenn er als Täter ausscheidet, ist er auf jeden Fall ein wichtiger Zeuge.?

Als Flugbegleiterin auf Auslandsflügen unterwegs

Weil keine Einbruchsspuren gefunden wurden, geht die Polizei davon aus, dass die 47-Jährige ihren Mörder gekannt haben muss. Die Ermittler konzentrieren sich jetzt auf das berufliche Umfeld der Getöteten. Claudia Knapp arbeitete als Teilzeit-Stewardess für die Lufthansa in Frankfurt.

"Sie war auf Auslandsflügen eingesetzt, für die jeweils Crews mit wechselnden Leuten zusammengesetzt werden. Wir haben es daher mit einem großen Personenkreis zu tun und können manche Kollegen erst nach und nach erreichen?, erläutert Ulrich Löhe.

Gesucht wird der große Unbekannte ­- "eine konkrete Spur haben wir nicht?, so Löhe. Als Täter ausgeschlossen hat die Polizei den von Claudia Knapp getrennt lebenden Ehemann (53), der sich vier Tage nach der Tat das Leben nahm. Die als vielversprechend eingestufte Gen-Spur, die die Polizei am Tatort sichern konnte, hat die Mordkommission bislang nicht weitergebracht.

Ein Abgleich mit der bundesweiten DNA-Datenbank ergab keinen Treffer. "Von einem Massen-DNA-Test sind wir weit entfernt. Dafür muss es zunächst Anhaltspunkte geben?, sagt der Sprecher der Kreispolizei.

Fahndung

Belohnung: Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 1500 Euro ausgesetzt.

Hinweise: Die Mordkommission "Friedrichstraße? in Velbert, Telefon 02051/946 1610, aber auch jede andere Polizeidienststelle nehmen Hinweise entgegen.

Informationen: Zum Mordfall Claudia Knapp informiert die Polizei auch im Internet: www1.polizei-nrw.de/mettmann

#3 RE: Presseberichte von Christine 12.01.2017 13:53

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#4 RE: Presseberichte von wetterfrosch 31.03.2021 01:26

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Mordfall Claudia Knapp: Spurensuche unter Sportlern

17. April 2007 um 00:00 Uhr

Im Fall Claudia Knapp ruft die Kripo seit Dienstag 560 bis 580 Männer zur Teilnahme an einer DNA-Untersuchung in Velbert auf.

Von Tanja Albrecht

Kreis Mettmann. Beschaulich geht es auf dem Platz hinter dem Velberter Forum zu. Passanten schlendern vorbei, nur ein Streifenwagen parkt vor dem Gebäude und trübt die vorsommerliche Stimmung. Die obere Etage des Theatercafés, die Schlossschmiede, haben sich Mitarbeiter der 16-köpfigen Velberter Mordkommission in Beschlag genommen. Hinter einem langen Tisch sitzen sie und empfangen ihre ausschließlich männlichen Gäste.

Fast sieht es so aus, als ob man dort zur Wahl gehen könnte. Doch die Papiere, die vor den Vertretern der Mordkommission liegen, listen keine Wahlberechtigten auf, sondern Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Sie waren im vergangenen Jahr oder auch im Januar dieses Jahres Mitglied im Velberter Studio Area-One, das dem Forum direkt gegenüberliegt.

Dort hat Claudia Knapp, die 47 Jahre alte Stewardess, die am 1. Februar in ihrer Wohnung in Velbert ermordet worden ist, regelmäßig trainiert. Und weil die Polizei am Tatort eine DNA-Spur gesichert hat, die weder der Toten, noch ihrem Sohn, noch Verwandten oder Freunden zuzuordnen ist, gehen sie und die Wuppertaler Staatsanwaltschaft jetzt neue Wege.

Sie haben die 560 bis 580 in Frage kommende Sportstudio-Mitglieder aufgerufen, eine Speichelprobe abzugeben. Einer von ihnen ist Frank Höschler. Der 38-Jährige ist Mitglied im Area-One und einer der ersten Männer, die sich gestern der freiwilligen Untersuchung unterzogen haben. "Als unbescholtener Bürger gibt es für mich keine Veranlassung, da nicht mitzumachen", sagt er ganz offen.

Dass die Mordkommission während der Untersuchungen schon dem Mörder gegenüber stehen könnte, hält Löhe für unwahrscheinlich. "Das kann natürlich sein", gibt er zu, "aber es geht jetzt darum, das große Ermittlungsfeld ein- und möglichst viele Leute auszugrenzen." Und natürlich wolle die Kripo dem Täter demonstrieren, dass sie weiter am Ball bleibt, den Fall bearbeitet und nicht aus den Augen verliert.

Der Fall Die 47 Jahre alte Stewardess Claudia Knapp wird am 1. Februar von ihrem 14 Jahre alten Sohn tot in ihrer Wohnung im Haus Friedrichstraße 142 aufgefunden.

Die Ermittler Eine 16-köpfige Mordkommission, die sich aus Kripobeamten vom Polizeipräsidium Düsseldorf und der Kreispolizei zusammensetzt, hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Spuren Wie die allein erziehende Mutter getötet wurde, dazu macht die Kripo bis heute keine Angaben. Ein Raub- oder Sexualdelikt wird jedoch ausgeschlossen. Darüber hinaus fand die Kripo am Tatort DNA-fähiges Spurenmaterial.

Untersuchung Weil die DNA-Spur weder Verwandten noch Freunden der Toten zugeordnet werden konnte, hat die Kripo auch im beruflichen Umfeld von Claudia Knapp ermittelt. Seit gestern bittet sie männliche Mitglieder des Velberter Sportstudios Area-One um eine Speichelprobe.

DNA-Reihenuntersuchung 560 bis 580 Männer sind aufgerufen, eine Speichelprobe anzugeben. Dazu besteht noch am Mittwoch (18.4.), 15 bis 20 Uhr, und Donnerstag 15 bis 20 Uhr, auf der ersten Etage des Theatercafés im Velbert Forum, Oststraße, Gelegenheit.

https://www.wz.de/nrw/kreis-mettmann/mor...rn_aid-31612947

#5 RE: Presseberichte von wetterfrosch 31.03.2021 01:29

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Velbert

Mord an Stewardess: Polizei geht in Offensive

24. April 2007 um 10:06 Uhr

Im Mordfall um die getötete Claudia Knapp geht die Polizei jetzt in die Offensive. Da zu der richterlich angeordneten DNA-Untersuchung nur knapp die Hälfte der erwarteten Männer kamen, wird die Polizei mit allen Männern der bekannten Zielgruppe Kontakt aufzunehmen, die bisher nicht freiwillig zur Abgabe einer Speichelprobe erschienen sind.

Claudia Knapp wurde am 1. Februar tot in ihrer Wohnung gefunden. DNA-Spuren, die in der Wohnung gefunden wurden, sollten mit rund 580 männlichen Mitglieder des Velberter Sportstudios AREA ONE im Alter zwischen 20 und 60 Jahren, verglichen werden. Mit insgesamt nur 214 Teilnehmern, die freiwillig ihre Speichelproben abgaben, um die Ermittlungsarbeit der Polizei zu unterstützen und sich selber weitere Überprüfungen durch die Mordkommission zu ersparen, blieb das Ergebnis weit unter der von Polizei und Staatsanwaltschaft erhofften Resonanz.

Inzwischen hat die Mordkommission wie angekündigt begonnen mit allen Männern der bekannten Zielgruppe Kontakt aufzunehmen, die bisher nicht freiwillig zur Abgabe einer Speichelprobe erschienen sind. Den kontaktierten Personen wurde ein erneutes Angebot zur freiwilligen Abgabe von Speichelproben gemacht, damit diese nicht im engeren Fokus der weiteren polizeilichen Ermittlungen im Mordfall der 47-jährigen Stewardess aus Velbert verbleiben.

Diese Verfahrensweise hat schon am ersten Tag zu einer deutlich positiveren Teilnahmetendenz geführt. Insgesamt 118 freiwillige Speichelproben konnte die MK Friedrichstraße allein am Montag in den Räumen der Polizeihauptwache an der Nedderstraße entgegennehmen. Viele weitere Personen haben ihre Teilnahme an den noch zur Verfügung stehenden Terminen bis zum Ende dieser Woche (täglich 08.00 bis 16.00 Uhr, Freitag 08.00 bis 16.00 Uhr) in Aussicht gestellt.

(gms)

https://rp-online.de/nrw/staedte/mettman...ve_aid-11243741

#6 RE: Presseberichte von wetterfrosch 31.03.2021 01:36

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Velbert

Mord: Polizei veröffentlicht Phantombild

8. Februar 2007 um 14:12 Uhr

Im Mordfall Claudia Knapp hat die Polizei das Phamtombild eines Mannes veröffentlicht, der am Tatmorgen vor dem Haus des Opfers gesehen wurde. In Hessen wurde unterdessen der getrennt lebende Ehemann tot gefunden.

Bei der Mordkommission hat sich eine 43-jährige Zeugin gemeldet, die eine verdächtige Person am Tatmorgen auf der Friedrichstraße beobachtet hat. Demnach hielt sich der Mann gegen 7.40 Uhr vor dem Haus des Mordopfers auf und führte ein Gespräch über die Gegensprechanlage. Da sich Claudia Knapp zu diesem Zeitpunkt allein im Haus befand, kann dieses Gespräch nach derzeitigem Stand nur mit ihr geführt worden sein, so die Polizei.

Der Mann, von dem ein Phantombild erstellt wurde, wird wie folgt beschrieben werden:

- etwa 35 Jahre alt
- rund 1,75 Meter groß
- schlanke Statur,
- blonde nach hinten gekämmte, zu einem Zopf zusammengebundene Haare
- trug eine rote Mütze auf dem Kopf.

Montagabend fanden Polizeibeamte den vom Opfer getrennt lebende Ehemann tot in seiner Wohnung. Rettungskräfte mussten sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung des 53-Jährigen verschaffen. Der Mann war seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen worden.

Die Ermittlungen wurden durch die örtliche Kriminalpolizei geführt und mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass er sich selbst erschossen hat. Nach den Ermittlungen der Mordkommission "Friedrichstraße" haben sich auch weiterhin keine Hinweise darauf ergeben, dass der 53-Jährige seine Frau getötet hat. In einem vorgefundenen Abschiedsbrief hatte er keine Gründe für die Selbsttötung angegeben.

Aus ermittlungstaktischen Gründen werden vorläufig keine konkreten Angaben zur Todesursache der getöteten Claudia Knapp gemacht.

(gms)

https://rp-online.de/nrw/staedte/mettman...ld_aid-11359379

#7 RE: Presseberichte von wetterfrosch 31.03.2021 01:42

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Fall Knapp in Velbert: „Mord verjährt nie“

1. Oktober 2008 um 00:00 Uhr

19 Monate nach der Tat vom Täter noch immer keine Spur.

Von Ines Arnold

Velbert. Eine schrecklich Nachricht machte im Februar vergangenen Jahres in Velbert die Runde: Die 47 Jahre alte Stewardess Claudia Knapp wurde mitten in der Innenstadt, an der Friedrichstraße, von ihrem Sohn in der Wohnung tot aufgefunden. Schnell stellte sich heraus, dass die Frau ermordet worden war.

Doch heute, 19 Monate nach der Tat, gibt es noch immer keine Spur vom Täter. Ulrich Löhe, Sprecher der Kreispolizei Mettmann: "Wir haben zurzeit alle Möglichkeiten, den Täter zu finden, ausgeschöpft."

Rückblick: Im Februar wird eine 16-köpfige Mordkommission gebildet, die zunächst in alle Richtungen ermittelt. In Augenschein genommen wird sowohl der Familien- und Bekanntenkreis als auch das berufliche Umfeld der Velberterin.

Die Mordkommision, bestehend aus Vertretern der Kreispolizeibehörde Mettmann und der Düsseldorfer Kriminalpolizei, findet heraus, dass das Mordopfer Claudia Knapp Mitglied im Velberter Fitness-Studio "Area One" war.

Im April 2007, zwei Monate nach der Tat, wird eine DNA-Reihenuntersuchung in Velbert durchgeführt. 560 bis 580 Männer, die ebenfalls im Studio Mitglied waren, werden aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben.

"Bis vor einigen Wochen haben wir immer noch neue Speichelproben entgegen genommen. Aber es gibt keine Übereinstimmung mit der am Tatort gesicherten DNA-Spur", sagt Ulrich Löhe unserer Redaktion. Die Ermittlung habe sich über einen langen Zeitraum hingezogen.

Einige Studio-Mitglieder hätten sich zunächst geweigert, eine Probe abzugeben und hätten überredet werden müssen, zu kooperieren. "Leute, die sich weigern, eine Probe abzugeben, müssen sich dann ein paar mehr Fragen gefallen lassen."

Die Mordkommission wurde seit der erfolglosen DNA-Reihenuntersuchung sukzessive verkleinert. Mittlerweile kümmert sich nur noch ein Sachbearbeiter von der Kripo Düsseldorf um den Fall. Er reagiert auf Hinweise aus der Bevölkerung und steht als Ansprechpartner zur Verfügung.

"Das Verfahren ruht", sagt Löhe. "Das heißt aber nicht, dass der Täter sich in Sicherheit wiegen kann. Wir gehen jedem Hinweis nach. Mord verjährt nie."

https://www.wz.de/nrw/kreis-mettmann/vel...ie_aid-31529461

#8 RE: Presseberichte von wetterfrosch 31.03.2021 01:48

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Mettmann

Polizei sucht Mörder von Claudia Knapp

2. Februar 2007 um 15:40 Uhr

Düsseldorf Die Polizei sucht den Mörder der 47-jährigen Claudia Knapp, die am Donnerstag tot in ihrer Wohnung in der Velberter Innenstadt gefunden wurde.

Von Christoph Zacharias

Wie Kriminalhauptkommissar Holger Asmuth, Leiter der 16-köpfigen Mordkommission, gestern mitteilte, lebte die Stewardess gemeinsam mit ihrem 14-jährigen Sohn in einer Wohnung in der Friedrichstraße 142. Die Mutter des Opfers, die in einer zweiten Wohnung über den beiden lebt, war in dieser Woche nicht zu Hause.

Claudia Knapp hatte ihren 14-jährigen Sohn noch am Donnerstagmorgen verabschiedet, als er gegen 7.30 Uhr die Wohnung verließ und in die Schule ging. Als er gegen 13.30 Uhr nach Hause kam, fand der seine Mutter tot in der Wohnung. Der geschockte Junge verständigte sofort Polizei und Rettungsdienst. Doch die Frau war bereits nicht mehr am Leben. Der Junge wurde in die Obhut der Familie übergeben. Die Spuren am Tatort lassen die Polizei davon ausgehen, dass Claudia Knapp getötet wurde. Zum genauen Tathergang und zur Tatwaffe wollte Asmuth aus Ermittlungsgründen keine Angaben machen. Die Polizei sucht nun im Bekanntenkreis des Opfers nach möglichen Hinweisen. Claudia Knapp lebte von ihren Mann getrennt. Unklar ist, ob das spätere Opfer noch am Donnerstagmorgen das Haus an der Friedrichstraße verlassen hatte. "Wir wissen nicht, ob sie am Morgen einkaufen gewesen ist", sagte der Leiter der Mordkommission. Claudia Knapp trug zuletzt normale Alltags-Kleidung.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei ist aus der Wohnung nichts gestohlen worden. Auch Einbruchsspuren wurden nicht festgestellt. Claudia Knapp arbeitete als Stewardess. "Sie ging ihrer Arbeit nach, Auffälligkeiten sind nicht vorhanden", sagte Holger Asmuth. Für die Polizei sind Aufschlüsse über die Lebensgewohnheiten des Opfers wichtig.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 1500 Euro ausgelobt.

Hinweise an die Polizei Velbert, Tel. 02104-982-0 oder an jede andere Polizeidienststelle.

(RP)

https://rp-online.de/nrw/staedte/mettman...pp_aid-11278723

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