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#26 RE: Presseberichte von wetterfrosch 17.10.2019 17:23

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Radfahrer in München erstochen

Wichtigster Zeuge im Isar-Mord ist unauffindbar

FOCUS-Online-Autorin Lisa Kohn

Mittwoch, 07.08.2013, 20:56

Im Mai wurde in München ein Radfahrer erstochen, die Polizei sucht noch immer nach dem Täter. Sie geht rund 350 Hinweisen nach, überprüft Handydaten und bittet Hunderte Bürger um Speichelproben. Doch einen der wichtigsten Zeugen finden die Beamten nicht.

Am 28. Mai radelte Domenico L. mit seiner Verlobten durch die Erhardtstraße in der Münchner Isarvorstadt. Als ein Passant die Frau anspuckte, stellte der Italiener den Fremden zur Rede. Doch der Unbekannte stach ihn mit einem Messer nieder, ein Stich traf das Herz, Domenico L. starb. Mehr als zwei Monate später hat die Münchner Polizei zwar viele Hinweise – aber keine „heiße Spur“, wie Polizeisprecher Wolfgang Behr gegenüber FOCUS Online zugibt.

Zumindest die DNA des Täters habe die Polizei. Damit versuche sie nun, den Kreis der Tatverdächtigen einzuschränken. Das Problem: Der Tatort befindet sich in der Münchner Innenstadt – viele Wohnungen, viele Gaststätten, viele Spaziergänger. Hunderte Menschen dürften sich zur Tatzeit in der Umgebung aufgehalten haben. Sie würden nun von der Polizei überprüft. Wer als Täter nicht auszuschließen sei, werde angeschrieben und um eine Speichelprobe gebeten.

Handydaten verraten, wer in der Nähe war

Das trifft momentan Hunderte Bürger. Dabei haben die Beamten Behr zufolge noch nicht einmal alle Hinweise ausgewertet. Unter anderem verwenden sie Verbindungsdaten von Handys. Erfasst wurden die Nummern von Mobiltelefonen, die sich in einem Zeitraum rund um den Tatzeitpunkt in der Nähe der Erhardtstraße befunden haben. Die Daten seien kurz nach der Tat angefordert worden – inklusive der Namen der Handybesitzer. Die würden nun überprüft und gegebenenfalls um Speichelproben gebeten.

Rund 30 Beamte beschäftigen sich derzeit mit dem Mord in der Nähe der Corneliusbrücke. Die Soko „Cornelius“ hat bislang 350 DNA-Proben gesammelt – keine stimmt mit der des Verdächtigen überein. Die Daten werden dem Sprecher zufolge ausschließlich mit denen vom Tatort verglichen und dann sofort vernichtet. Die Abgabe ist freiwillig. Jeder kann sich weigern, einen Abstrich machen zu lassen. Doch im Einzelfall und mit guter Begründung könne die Polizei das per richterlichem Beschluss erzwingen. Bis jetzt aber nutzten der Polizei die Proben nur dazu, Personen als tatverdächtig auszuschließen.

Einer der wichtigsten Zeugen: ein Unbekannter

Nach dem Mord seien bei den Beamten 428 Hinweise eingegangen – aus fast 350 davon hätten sich Spuren ergeben, die überprüft würden, sagt Behr. Doch nach einem der wichtigsten Zeugen suchen die Polizisten noch.

Die Ermittler haben einen Hinweis auf einen Taxifahrer, der den Tatverdächtigen möglicherweise gefahren hat. Der Mann sei ihm aufgefallen, weil er offenbar eine Verletzung oder Kampfspuren verdecken wollte. Das weiß die Polizei aber nur von einem Kollegen. Den Fahrer selbst konnten die Beamten bislang nicht finden. Problem ist laut Behr, dass viele Taxifahrer freiberuflich unterwegs seien. Die Beamten könnten sie nicht über Taxiunternehmen erreichen, sondern müssten darauf hoffen, dass sie über die Medien oder Kollegen von dem Fahndungsaufruf hören.

Niemand hat den Angreifer gestoppt

Die Polizei hat mittlerweile eine Belohnung von 10 000 Euro ausgesetzt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. In der Tatnacht hielt ihn niemand auf – was laut Behr auch daran liegen könnte, dass der Ort der Tat schwer einsehbar und dunkel gewesen sei. So weichen auch die Täterbeschreibungen ab: Dass es sich um einen Mann handelt, steht fest. Aber ob er, wie ursprünglich angenommen, rund 35 Jahre alt ist, darauf wollen sich die Ermittler nicht mehr verlassen.

https://www.focus.de/panorama/welt/radfa...id_1065103.html

#27 RE: Presseberichte von wetterfrosch 17.10.2019 17:30

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Würge-Attacke sorgt für neue Spur

Isar-Mord vor der Aufklärung?

Aktualisiert: 17.08.13 - 16:34

München - Mit einer völlig unmotivierten und höchst brutalen Attacke auf ein ihm unbekanntes Pärchen am Nymphenburger Schlosskanal ist ein 33-Jähriger augenblicklich in den Fokus der Soko Cornelius geraten.

Der unter Betreuung stehende und wegen schwerer Körperverletzung vorbestrafte Münchner Marko T. (Name geändert) wollte am vergangenen Sonntag einen jungen Mann am Schlosskanal aus völlig unerfindlichen Gründen mit einem Fahrradschloss erdrosseln. Die Beamten der Soko Cornelius sehen in diesem ungewöhnlichen Angriff deutliche Parallelen zu dem ungeklärten Mord an dem italienischen Luft- und Raumfahrtingenieur Domenico L. († 31), der am Abend des 28. Mai in der Erhardtstraße an der Isar vor den Augen seiner Freundin ebenfalls von einem hochaggressiven Unbekannten erstochen wurde. Das bestätigte am Freitag Polizeisprecher Werner Kraus auf tz-Anfrage.

Hier hatte der Täter vorher Domenicos Freundin grundlos angespuckt. Von dem Isar-Mörder existiert lediglich eine DNA-Spur, die nun mit der DNA des Schlosskanal-Würgers verglichen werden soll. Der 33-Jährige sitzt seit dem Angriff in Nymphenburg wegen gefährlicher Körperverletzung in U-Haft, weigert sich aber, eine Speichelprobe abzugeben.

Marko T. wohnte früher in Gern und hat dort auch noch Bezugspunkte. Am Sonntag verfolgte er auf Höhe der Stievestraße mit dem Fahrrad einen 35-jährigen irakischen Angestellten, der am Kanal mit seiner Freundin (23), einer Arzthelferin aus Bosnien-Herzegowina, spazieren ging. Der 33-Jährige radelte permanent neben den beiden her, stieß den jungen Mann dabei mehrfach an und wurde richtig lästig.

Der 35-Jährige rief den unverschämten Verfolger schließlich – genau wie damals Domenico L. – scharf zur Ordnung. Dann setzte er sich mit seiner Freundin auf eine Bank. Da bremste Marko T. in voller Fahrt sein Fahrrad ab, schleuderte es auf den Boden und versuchte, den völlig überraschten Iraker mit dem Kettenschloss zu erdrosseln. Dabei fügte er ihm eine Platzwunde am Auge zu. Passanten kamen zu Hilfe und hielten Marko T. fest, bis die Polizei kam.

Weil Marko T. keinen festen Wohnsitz und zudem eine offene Bewährungsstrafe hat, wurde er direkt in die U-Haft nach Stadelheim gebracht. Die Soko Cornelius erwirkte einen richterlichen Beschluss für die Entnahme einer Speichelprobe, die notfalls auch unter Zwang genommen wird.

Dorita Plange, Sebastian Arbinger

https://www.tz.de/muenchen/stadt/isar-mo...tz-3061604.html

#28 RE: Presseberichte von wetterfrosch 18.10.2019 00:18

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14. Juni 2013, 17:13 Uhr

Tödliche Attacke an der Isar

Nächtliche Befragung

Über eine Woche postierten sich die Ermittler der Polizei am Tatort des Isar-Mordes - und hielten 1000 Passanten an. Nach Informationen der SZ brachte aber auch diese ungewöhnliche Aktion noch keine heiße Spur, die zum Täter führen könnte.

Von Susi Wimmer

Über eine Woche postierten sich die Ermittler der Polizei auf der Isarpromenade an der Erhardtstraße. Tag für Tag, immer von 21.30 bis 22.30 Uhr. Die Beamten hielten über 1000 Passanten an, befragten sie und baten sie, sich zu erinnern - an den Abend des 28. Mai, als an der Isar auf Höhe des Europäischen Patentamtes gegen 22 Uhr ein 31-jähriger Münchner von einem Unbekannten mit einem Messerstich ins Herz getötet worden war. Nach Informationen der SZ brachte aber auch diese ungewöhnliche Aktion noch keine heiße Spur, die zum Täter führen könnte. Mittlerweile sind bei der Soko "Cornelius" 228 Hinweise in der Sache eingegangen. Darunter werden auch etliche Fälle geschildert, in denen Personen unvermittelt von einem Unbekannten angespuckt worden sind. Derartige Hinweise interessieren die 27 Ermittler der Soko. Denn der spätere Mörder hatte die Freundin des 31-Jährigen an jenem Abend grundlos angespuckt, als das Paar an ihm vorbeiradelte. Der 31-Jährige radelte zurück, es kam zum Streit, plötzlich zog der Fremde ein Messer und stach damit mehrfach zu. Dann ging er über die Corneliusbrücke davon. Das Landeskriminalamt hat für Hinweise 10 000 Euro Belohnung ausgelobt.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/nac...agung-1.1697125

#29 RE: Presseberichte von wetterfrosch 18.10.2019 00:25

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21. Juni 2013, 16:42 Uhr

Tödliche Attacke auf einen Radfahrer

Isar-Mörder stieß wohl nicht erstmals zu

Der Unbekannte, der vor drei Wochen einen Radfahrer an der Isar erstochen hat, ist es wohl gewöhnt, mit einem Messer zu hantieren. Die Sonderkommission "Cornelius" geht von einem "außergewöhnlichen Täter" aus.

Der Mörder von der Isar scheint es "gewöhnt zu sein, mit einem Messer umzugehen". Zu dem Schluss sind die Ermittler der 27-köpfigen Sonderkommission "Cornelius" laut Polizeidirektor Frank Hellwig gekommen.

Der Täter habe sehr zielsicher zugestochen. Es könnte der Verdacht aufkommen, dass er nicht zum erstem Mal mit einem Messer auf einen Menschen losgegangen war. Da Täter und Opfer "null-Komma-null Bezug" zu einander gehabt hätten, sei für die Fahnder die Tatdynamik ein Ansatzpunkt.

Die Entschlossenheit des Mannes und sein "überfallartiges Töten" lassen auf einen "außergewöhnlichen Täter" schließen. Aus diesem Grund ermitteln die Beamten auch in psychiatrischen Einrichtungen. Der Täter hatte vor drei Wochen an der Erhardtstraße einen Radfahrer erstochen.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/toe...ls-zu-1.1702859

#30 RE: Presseberichte von wetterfrosch 18.10.2019 00:31

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25. Juni 2013, 18:03 Uhr

Mord an der Isar

Polizei warnt vor möglichen weiteren Taten

Es besteht "erhebliche Gefahr für Leib und Leben anderer Personen und der Allgemeinheit": Fast vier Wochen nach dem Mord an der Isar stuft die Polizei den unbekannten Täter als hochgefährlich ein. In einem Ärzteblatt bitten die Ermittler um weitere Hinweise.

Von Susi Wimmer

Der Mörder von der Isar, der am Abend des 28. Mai an der Erhardtstraße einen 31-jährigen Münchner erstochen hat, ist offenbar weitaus gefährlicher als die Münchner Polizei bislang eingeräumt hat: "Es besteht angesichts der Gesamtumstände und der Vorgehensweise eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben anderer Personen und der Allgemeinheit", schreiben Polizei und Staatsanwaltschaft in einem Inserat in einem Ärzteblatt. Das heißt, Ermittler und Profiler kommen zu dem Schluss, dass der Messerstecher, der immer noch frei herumläuft, "weitere massive Straftaten" verüben könnte.

Bei der Suche nach dem Täter ist die Mordkommission bislang schon ungewöhnliche Wege gegangen. So wurden psychiatrische Einrichtungen angefragt, ob man Patienten zum Speicheltest bitten könnte. Die Profiler stufen den Täter wohl als psychisch krank und hochgefährlich ein. Der Mann hatte am 28. Mai eine vorbeifahrende Radlerin an der Isar unvermittelt angespuckt. Als ihr Freund ihn zur Rede stellen wollte, hatte er ein Messer gezückt und mehrfach zugestochen.

Am Tatort fand die Spurensicherung auch das Blut des Täters. Er hatte sich bei dem Messerangriff selbst verletzt. Deshalb inseriert nun die Polizei im Ärzteblatt und bittet um Mithilfe, ob Mediziner nach dem 28. Mai einen Patienten "mit Schnitt- und/oder Stichverletzungen im Bereich der obereren Extremitäten" behandelt haben.

Die Polizei bittet um Mithilfe und weist gleichzeitig darauf hin, dass Ärzte "bei besonders schwerwiegenden Delikten" laut Gesetz nicht an ihre Schweigepflicht gebunden seien. Auch anonyme Hinweise an Staatsanwaltschaft oder Kripo seien möglich.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mor...taten-1.1705806

#31 RE: Presseberichte von wetterfrosch 18.10.2019 00:37

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26. Juli 2013, 15:06 Uhr

Mord an der Isar

Polizei sucht Taxifahrer

Neue Hoffnung nach tödlicher Attacke an der Isar: Knapp zwei Monate nach dem Mord an einem Radfahrer hoffen die Ermittler, dass sie ein Taxifahrer auf die Spur des Täters führen könnte. Ein unbekannter Kollege hat ihm von einem auffälligen Fahrgast am Morgen nach der Tat berichtet.

Von Wolfgang Krause

Knapp zwei Monate nach dem Mord an einem 31-Jährigen in der Münchner Erhardtstraße hoffen die Ermittler, dass sie ein Taxifahrer auf die Spur des Täters führen könnte. Nach Angaben eines Polizeisprechers meldete sich ein anderer Taxler und berichtete, dass ihm ein unbekannter Kollege am Morgen nach der Tat von einem auffälligen Fahrgast erzählt habe.

Der Fahrgast habe sich am 29. Mai in den frühen Morgenstunden vom Sendlinger Tor in die Nähe des Gärtnerplatzes und der Corneliusstraße fahren lassen und offenbar versucht, mögliche Verletzungs- oder Kampfspuren zu verdecken. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich bei dem Fahrgast um den Mann handeln könnte, der am 28. Mai gegen 22 Uhr ganz in der Nähe an der Isarparallele den 31 Jahre alten Radfahrer erstochen hat.

Der Täter hatte zunächst ohne Grund der Freundin seines späteren Opfers ins Gesicht gespuckt. Als der 31-Jährige ihn daraufhin zur Rede stellte, rammte er ihm ein Messer ins Herz. Dabei verletzte er sich vermutlich selbst und hinterließ DNA-Material, mit dessen Hilfe ihn die Polizei überführen könnte. Um der Spur nachzugehen, müssen die Ermittler der Soko "Cornelius" allerdings erst einmal den Chauffeur finden.

Taxifahrer, die in den frühen Morgenstunden des 29. Mai einen Mann zum Gärtnerplatz oder in die Corneliusstraße gefahren haben, werden gebeten, sich unter Telefon 089 / 29 10-0 zu melden.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mor...ahrer-1.1731666

#32 RE: Presseberichte von wetterfrosch 18.10.2019 00:51

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Das erste Tatort-Foto

Isarmord: Hier schlich sich der Killer davon

Aktualisiert: 17.10.13 - 17:42

München - Im Mordfall Domenico L. ist das erste Foto vom Tatort veröffentlicht worden. Es bewegt zutiefst. Doch die Suche nach dem Täter gestaltet sich weiterhin schwierig.

Zwei Fahrräder. Eine Blutspur. Am Tatort unter den alten Bäumen liegen noch die blauen Handschuhe, die das Notarztteam zurückließ. Es ist ein dramatisches Foto, das die Menschen berührt. Es entstand am Abend des 28. Mai auf der Erhardtstraße gegenüber des Deutschen Patentamts. Aufgenommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Ärzte noch um das Leben von Domenico L. († 31) kämpften. Und sein Mörder wahrscheinlich noch irgendwo in der Gegend war. In Deutschland. Österreich und der Schweiz wurde dieses Foto den Zuschauern der ZDF-Fernsehfahndungssendung Aktenzeichen XY ...ungelöst am Mittwoch gezeigt. So hofft die Münchner Mordkommission, noch Zeugen zu finden, die vielleicht den weggehenden Täter sahen, ohne zunächst die Tragweite ihrer Beobachtung zu erkennen. Zehn Hinweise gingen nach der Sendung ein, denen die Soko Cornelius nun nachgeht. Eine heiße Spur jedoch ist zur Zeit nicht erkennbar.

Domenico Lorusso und seine Freundin radelten an jenem Abend gegen 22 Uhr von der Corneliusbrücke Richtung Innenstadt. Sie wollten heim nach Haidhausen. An dem Abend war in der Gegend eine Menge los. In der Muffathalle spielte die Punkband „Dead by April“, auch am Kulturstrand an der Corneliusbrücke feierten Hunderte. Kurz vor der Ludwigsbrücke wurde Domenicos Freundin grundlos von einem Mann (etwa 1,75 Meter groß, mittlere Statur, Alter unklar, trug einen knie- eventuell auch knöchellangen Mantel) angespuckt. Domenico Lorusso fuhr zurück, stellte ihn zur Rede. Es kam zu einem Gerangel. Dann sank der junge Ingenieur plötzlich zu Boden – tödlich getroffen von Messerstichen. Er starb noch am gleichen Abend im Krankenhaus. Der Täter entkam. Er hat sich selbst geschnitten. Von ihm existiert darum immerhin DNA. Gesucht wird auch immer noch ein Taxifahrer, der am Tatabend einen Mann mit einer Handverletzung vom Hauptbahnhof zum Gärtnerplatz fuhr.

Dorita Plange

https://www.tz.de/muenchen/stadt/zdf-org...tz-3170669.html

#33 RE: Presseberichte von wetterfrosch 18.10.2019 00:58

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3. Dezember 2013, 15:03 Uhr

Isarmord

Polizei löst "Soko Cornelius" auf

Seit sechs Monaten sucht die Polizei nach dem Isarmörder - ohne Erfolg. Nun löst sie die "Soko Cornelius" auf. Die Beamten haben allerdings auch so noch genug zu tun.

Die Ermittler haben mehr als 600 Hinweise abgearbeitet und 500 Spuren verfolgt, sie haben den Fall in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ...ungelöst" thematisiert und Speichelproben bei 3200 Männern nehmen lassen - ohne Erfolg. Der sogenannte Isarmord ist noch immer nicht aufgeklärt. Nun hat die Polizei die "Soko Cornelius" zum 30. November aufgelöst.

Fortan arbeiten nicht mehr 30 Beamte am Isarmord, sondern nur noch acht. Die Sonderkommission ist damit zu einer Ermittlungsgruppe geschrumpft. "Das ist ein ganz natürlicher Arbeitsablauf, wenn das Hinweisaufkommen nachlässt", sagte der zuständige Dezernatsleiter Frank Hellwig am Dienstag. "Die acht Beamten haben in den nächsten Monaten mit der Abarbeitung der vorhandenen Spuren aber noch genug zu tun."

Für Sonderkommissionen werden Spezialisten aus unterschiedlichen Dienststellen zusammengezogen. Das ist allerdings nur für eine begrenzte Zeit möglich.

Am Abend des 28. Mai war ein Radler an der Erhardtstraße in München von einem Unbekannten erstochen worden. Er hatte den Täter zuvor zur Rede gestellt, weil dieser die Verlobte des 31-Jährigen angespuckt hatte.

Seitdem sucht die Polizei nach dem Mörder, sie hat sogar eine Belohnung von 10.000 Euro versprochen. Es habe "immer wieder mal heiße Spuren" gegeben, sagte Hellwig. "Doch mittels DNS-Abgleichs konnten wir alle bisherigen Tatverdächtigen ausschließen."

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/isa...s-auf-1.1834355

#34 RE: Presseberichte von wetterfrosch 18.10.2019 01:01

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Kritik an Polizei

Isarmord: Italiener fordern Jagd auf Killer

Aktualisiert: 10.12.13 - 14:56

München - Ein halbes Jahr nach dem grausamen Isarmord läuft der Täter noch frei herum. Nun übt die Heimatstadt des Opfers in Italien massive Kritik an der Münchner Polizei und fordert eine Jagd auf den Killer.

Mehr als ein halbes Jahr ist der grausame Isarmord jetzt her – doch die Trauer will nicht vergehen und die Erinnerung bleibt. Der aus Italien stammende Ingenieur Domenico Lorusso (31) wurde am 28. Mai an der Corneliusbrücke totgestochen. Der Täter läuft frei herum. Für Empörung in Domenicos süditalienischer Heimatstadt Potenza hat darum die Ankündigung des Polizeipräsidiums gesorgt, die „Soko Cornelius“ aufzulösen und die Ermittlergruppe von 30 auf acht Mann zu verringern. Der dortige Stadtrat hat am Freitag sogar spontan eine Resolution beschlossen, in der die Politiker einstimmig eine neue Jagd auf den Killer verlangen!

„Der Stadtrat von Potenza fordert eine Intensivierung der Ermittlungen, um den Mörder vor Gericht zu bringen, der bis heute auf freiem Fuß ist und so sein schwerwiegendes und absurdes Verbrechen wiederholen kann“, heißt es in dem Brandbrief, der über Präsident Giorgio Napolitano, Außen- und Innenministerium an die deutschen Amtskollegen, Botschafter und Behörden weitergeleitet werden soll. „Dieser Vorfall hat aufgrund seiner Abscheulichkeit nicht nur seine Familie verletzt, sondern die ganze Stadtgesellschaft.“ Lorussos Familie wollte sich nicht äußern, verfolgt die Entwicklung aber genau.

OB Christian Ude (SPD), der den Protestbrief auch erhalten soll, aber nicht zuständig ist, nimmt die Polizei in Schutz: „Ich verstehe die Enttäuschung der Heimatgemeinde. Aber der Polizei kann man nach den extrem gründlichen Ermittlungen keinen Vorwurf machen.“ Die Ermittler haben über 600 Hinweise und 3000 Speichelproben fast vollständig ausgewertet – bislang ohne Erfolg.

https://www.tz.de/muenchen/stadt/ludwigs...er-3263439.html

#35 RE: Presseberichte von Helios 14.12.2019 22:07

Aktualisiert: 14.12.19 11:49

HEISSE SPUR FEHLT BISLAN

An der Isar erstochen: Seit 2013 sucht die Polizei Domenicos Mörder - keimt nun endlich Hoffnung auf?
Stefanie WegelevonStefanie Wegele

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Seit Jahren sucht die Münchner Polizei nach dem Mörder von Domenico L.. Es fehlt eine heiße Spur im Isar-Mord. Nun setzen die Ermittler ein neues DNA-Verfahren.

Domenico L. wurde am 28. Mai 2013 in München brutal erstochen.
Noch fehlt eine heiße Spur im sogenannten Isar-Mord.
Spezialisten setzen nun ein neues DNA-Verfahren ein, das Hinweise zum mutmaßlichen Mörder geben soll.
München - Bringt eine neue, ganz spezielle DNA-Analyse den Durchbruch im Fall des vor sechseinhalb Jahren an der Isarmord: 15.000 Überprüfte, 6.500 Speichelproben, kein Täter? Wie die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt, analysieren derzeit Experten im Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität in Innsbruck die DNA-Spur des mutmaßlichen Isarmörders, der bis heute nicht gefasst worden ist.

Ziel der Analyse ist es nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, auch Erkenntnisse zur Herkunft und zu wahrscheinlichen äußeren Merkmalen des Täters treffen zu können. Das heißt, die Spezialisten wollen aus dem Erbgut herauslesen, aus welcher Region der Täter beziehungsweise seine Vorfahren kommen und welche Haut-, Haar- und Augenfarbe er haben könnte.

Mordfall Domenico L.: DNA-Material des mutmaßlichen Täters liegt vor
DNA-Material des mutmaßlichen Täters liegt vor, da der Mann sich selbst verletzte, als er am 28. Mai 2013 unweit der Corneliusbrücke den Luft- und Raumfahrttechniker Domenico L. erstach. Zudem haben die Ermittler den Speichel des mutmaßlichen Mörders gesichert, da dieser Domenicos Freundin vor dem Angriff ins Gesicht gespuckt hatte. Wie berichtet, kam es zu der tödlichen Messerattacke, als der Italiener den Angreifer daraufhin zur Rede stellte.

DNA-Analyse bislang verboten; kann sie Isar-Mord in München aufklären?

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Der Mordfall Domenico L ist seit 2013 ungelöst. Am Tatort unweit der Corneliusbrücke legten Angehörige und Trauernde immer wieder Blumen und Kerzen ab. © Klaus Haag
In Deutschland ist die sogenannte DNA-Phänotypisierung laut FAZbislang noch verboten. Der Bundesrat hat das Gesetz zur „Modernisierung des Strafverfahrens“, das der Polizei diese Methode der forensischen Genetik künftig erlauben soll, gerade erst gebilligt. Es ist jedoch noch nicht in Kraft. Das bayerische Polizeiaufgabengesetz (PAG) erlaubt jedoch, anhand von DNA-Spuren auch Erkenntnisse zum Aussehen eines mutmaßlichen Täters zu gewinnen. Die Bundesregierung hat in ihrem Gesetzentwurf zur erweiterten DNA-Analyse bewusst darauf verzichtet, um Minderheiten nicht zu diskriminieren. Ermittler widersprechen dem und sagen, dass sie viel gezielter suchen könnten, je mehr Merkmale sie hätten. So könnte man im Fall des getöteten Italieners beispielsweise den Kreis jener Männer eingrenzen, die man zu einer Speichelprobe lädt. Bislang hat die Mordkommission wie berichtet mehr als 5700 Speichelproben genommen, über 780 Hinweise abgearbeitet und rund 16.000 Menschen überprüft.

München: Mordfall Domenico L. - Ermittler geben nicht auf
„Ergebnisse der Analyse aus Innsbruck liegen noch nicht vor“, sagt Polizeisprecher Werner Kraus. Haben die Experten ihre Arbeit abgeschlossen, müssen die Ermittler in München die Ergebnisse interpretieren. Die Mordkommission gibt nicht auf, Domenicos Mörder zu jagen. Denn sie fürchtet, dass der Täter wieder zuschlagen könnte. Die Ermittler schätzen den Isarmörder als gefährlich ein. Sie wollen auf jeden Fall verhindern, dass er wieder aus dem Nichts zuschlägt.

In der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ...ungelöst wurde der Mordfall Domenico L. 2013 dargestellt, wie tz.de* berichtet. Für Hinweise von Zeugen ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 ausgesetzt.  

weg

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

https://www.merkur.de/lokales/muenchen/l...i-13324926.html

#36 RE: Presseberichte von Helios 05.03.2020 14:49

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Aktualisiert: 05.03.20 12:33

FALL VON 2013

„Isar-Mord“ ungeklärt: DNA-Gutachten bringt neue Hinweise - Polizei mit eindringlicher Warnung
Katarina AmtmannvonKatarina Amtmann

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2013 wurde ein Radfahrer von einem Unbekannten in München erstochen - der sogenannte „Isar-Mord“. Ein DNA-Gutachten bringt jetzt neue Hinweise.

In München kam es 2013 zum sogenannten „Isar-Mord“.
Der Fall ist bis heute ungeklärt.
Jetzt bringt eine DNA-Analyse neue Hinweise.
München - Am Abend des 28. Mai 2013 spielte sich in München eine Tragödie ab. Domenico L. (31) wurde erstochen. Er war gemeinsam mit seiner Verlobten per Rad unterwegs, als ein Unbekannter die Frau anspuckte. Domenico L. stellte den Mann zur Rede, dieser stach ihm ein Messer ins Herz. (tz.de*)

Tödliche Messerattacke in München: Fall von 2013 ungeklärt
Im Laufe der Jahre wurden 16.000 Menschen überprüft, 5700 Speichelproben genommen und fast 800 Hinweise abgearbeitet, wie tz.de berichtete. Doch der Fall blieb ungeklärt. „Obwohl die Tat nun mehrere Jahre zurückliegt, gehen immer wieder Hinweise bei der Münchner Polizei ein, die vom Kommissariat 11 akribisch geprüft werden“, wie die Beamten nun mitteilten.

Die Polizei ermittelt weiter und warnt: „Es ist nach wie vor nicht auszuschließen, dass der Täter anlasslos ähnliche Taten verüben könnte“, heißt es. Um das zu vermeiden, wurde mit einer am Tatort gesicherten DNA des Unbekannten eine erweiterte DNA-Untersuchung nach dem Bayerischen Polizeiaufgabengesetz in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dazu liegen nun vor.

Mann stirbt nach Messerattacke in München: DNA-Gutachten bringt neue Hinweise
Nach dem Gutachten des Instituts stammt die DNA von einem Mann, der mit hoher Wahrscheinlichkeit braune Augen hatte und dessen natürliche Haarfarbe hellbraun bis braun ist. Der Täter weist mit hoher Wahrscheinlichkeit einen mittleren Hauttyp auf. Bei der biogeografischen Herkunftsbestimmung konnte festgestellt werden, dass der Unbekannte sowie dessen Mutter aus dem europäischen Raum stammen und beim Vater „ein genetisches Dichtheitszentrum im osteuropäischen Raum (Nordukraine, Weißrussland, Russland) liegen soll.“ Eine Altersbestimmung war aufgrund einer zu geringen Menge an sichergestellter DNA nicht möglich.

Zeugenaufruf der Polizei im Wortlaut
„Wer sachdienliche Angaben zur Tat machen kann, wem nach dem 28.05.2013 eine Person mit Verletzungen aufgefallen ist, oder wer eine Person kennt, die sich nach diesem Tag besonders auffällig verhalten hat, wird gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Jedem Hinweis wird gewissenhaft nachgegangen.
Für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtswegs erfolgt.“

https://www.merkur.de/lokales/muenchen/m...radfahrer-ersto

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