#1 RE: Presseberichte von 10.01.2015 11:47

Mordfall Brigitta Jacobi In einem Sindelfinger Gewerbegebiet wird am 14. Juli 1994 die 35-jährige Brigitta Jacobi von einem Unbekannten erstochen.

Das Paradoxe an dem Vorfall: mindestens vier Menschen beobachten das Verbrechen sogar, greifen aber nicht ein. Sie glauben nämlich, einen Beziehungsstreit oder einen Unfall zu sehen - aber eben keinen Mord. Bis heute gibt es keinen konkreten Verdacht.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt...23e9f98603.html

#2 RE: Presseberichte von wetterfrosch 30.03.2016 22:29

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Lokales vom 23.09.2011

Kreis?Böblingen: Die Mörder von Angelika Steudle, Maria Klumpp, Siegfried Binder und Brigitta Jacobi wurden nie erwischt

Vier Morde geben Rätsel auf

Vor Millionenpublikum hat Moderator Rudi Cerne in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ am Mittwoch vom Geständnis des Mannes berichtet, der vor elf Jahren den elfjährigen Tobias in Weil im Schönbuch brutal ermordet haben soll (die SZ/BZ berichtete). „Mörder haben eigentlich keine Chance, ungestraft davonzukommen“, sagt Böblingens Pressesprecher Eckhard Salo. Und doch gibt es im Kreis Böblingen vier Mordfälle, die der Kripo auch nach Jahren immer noch Rätsel aufgeben.

Die Akten liegen längst bei der Staatsanwaltschaft. „Abgeschlossen sind die Ermittlungen deshalb aber nicht. Jeder Fall hat bei uns einen Paten, der sämtliche Kopien zwar nicht oben auf seinem Schreibtisch, aber trotzdem immer griffbereit hat“, sagt Eckhard Salo.

Rätselhafter Stein

Manchmal werden diese Akten von einem Moment auf den anderen wieder brandaktuell – zum Beispiel im Mordfall Angelika Steudle (Bild: Polizei) in Magstadt. Am 15. April 1986 macht ein Spaziergänger gegen 16 Uhr einen grausigen Fund im Hölzertal. Er entdeckt die Leiche der 17-Jährigen im Wald, einzelne Kleidungsstücke liegen neben ihr.

Die Jugendliche wurde missbraucht und zwischen 23.30 Uhr und 3 Uhr morgens mit drei Messerstichen umgebracht. Eckhard Salo ist als Ermittler vor Ort. Er erinnert sich: „Wir fanden die Visitenkarte eines Mannes und waren deshalb einigermaßen hoffnungsfroh, den Fall lösen zu können.“ Die Beamten finden außerdem eine unbekannte DNA-Spur. „Leider keine gute“, sagt Eckhard Salo. Sofort geht die Soko „Steudle“ ans Werk und zeichnet den Weg des Mädchens nach.

Sie ist als Tramperin von Aalen nach Calw unterwegs, will zu ihrem Freund, der dort eine Ausbildung macht und der sie kurz zuvor verlassen hat. Sie wird von verschiedenen Autofahrern über Essingen, Schwäbisch Gmünd, Schorndorf, Fellbach und Bad Cannstatt nach Ludwigsburg mitgenommen. Dort wird sie zum letzten Mal gesehen, als sie in einen Mercedes einsteigt. Die Ludwigsburger Polizei lässt 2000 Halter dieses Typs vorfahren.

Auch die Visitenkarte bringt die Polizei nicht weiter. Sie gehört dem Mann, der Angelika Steudle von Aalen nach Essingen mitgenommen hatte. Eckhard Salo: „Er sagte, dass das Mädchen einen extrem niedergeschlagenen Eindruck gemacht hatte und bot ihr seine Hilfe an.“ Ansonsten gibt es keine brauchbaren Spuren. Die Tatwaffe bleibt verschwunden. Im Magstadter Wald gibt es nicht einmal brauchbare Reifenspuren.

Ein Jahr lang ermittelt die Soko, dann geht der Fall ans Dezernat Tötungsdelikte, bis die Polizei merkt, dass sie in der Sackgasse steckt. 23 Jahre später wird der Fall wieder aufgerollt. 2009 wird wenige Tage nach dem Todestag ein Granitstein am Fundort der Leiche mit seltsamen Schriftzeichen entdeckt. Doch auch diese Hoffnung zerschlägt sich: „Eine Frau hatte ihn zufällig dort abgelegt. Der Stein hat absolut nichts mit der Tat zu tun“, sagt heute der Kripo-Pate des Mordfalls.

Geldbörse fehlt

Jede Menge potenzielle Zeugen gibt es zum Mordfall Maria Klumpp. Am 18. Dezember 1988 wird die 83-Jährige um 18.30 Uhr mit dem eigenen Halstuch erdrosselt in ihrer Wohnung in der Neuköllner Straße in Leonberg gefunden. Sie lebte so gut wie ohne Kontakt zu ihren Nachbarn in der 13. Etage des 20-stöckigen Hauses gegenüber des Leocenters. Am Vortag wurde sie zuletzt um 20.30 Uhr lebend gesehen.

Die rote Geldbörse der Rentnerin fehlt. Ansonsten: „Keine Spuren, keine Fingerabdrücke, null Anhaltspunkte“, erinnert sich Eckhard Salo. Es dauert Tage, bis alle Bewohner des Hochhauses befragt sind. Heute liegt die Akte in der Schublade. Eckhard Salo: „So wie bei allen Mordfällen wird sie immer mal wieder rausgeholt. Außerdem kommt täglich das Bundeskriminalblatt des BKA, in dem es deutschlandweit Informationen zu schweren Taten gibt.“ Sollten einem Beamten Parallelen oder andere Verbindungen auffallen, wird der Fall wieder aufgerollt.

Nackt auf dem Handtuch

Rätselhaft ist auch der Mordfall Siegfried Binder. Am 25. August 1991 finden Spaziergänger den Toten um 13 Uhr auf einem Waldweg bei den Hinterlinger Seen in Sindelfingen nahe der alten B14. Er liegt dort schon zwei Tage lang nackt auf seinem Handtuch, von einem stumpfen Gegenstand erschlagen. Kein Geldbeutel, kein Ausweis. Eckhard Salo: „Es war schwierig, ihn erst einmal zu identifizieren.“ Neben Siegfried Binder liegt sein Fahrrad mit dem Aufkleber des Händlers. Über dessen Verkaufsliste finden sie die Adresse des Sindelfingers.

18 Beamte ermitteln monatelang in der Sonderkommission, erkundigen sich im Bekanntenkreis und bei seiner Arbeitsstelle beim Sindelfinger Friedhofsamt, auch im Verein, wo der 35-Jährige sehr aktiv war. Ohne Erfolg. Es gibt keine Augenzeugen, und die Mordwaffe bleibt verschwunden.

Augenzeugen

Dafür gibt es für den Mord an Brigitta Jacobi gleich vier Augenzeugen. Am Freitag, den 14. Juli 1995 wird die 35-Jährige in Sindelfingen erstochen. Um 23.28 Uhr stempelt sie an ihrer Arbeitsstelle bei einem Hersteller für Damenmode aus, macht sich auf den Heimweg ?nach ?Stuttgart, ?läuft ?Richtung S-Bahn und wird in der Tilsiter Straße überfallen. Der Täter sticht über 20-mal zu.

Zwei US-Amerikaner, die zu Besuch in Deutschland sind, beobachten, wie die Frau attackiert wird. Sie vermuten, dass es nur um einen Streit geht, fahren vorbei, wenden dann aber und kommen zurück. Jetzt begreifen die Männer, dass vor ihren Augen ein Verbrechen geschieht. Sie sehen den Täter, der in einen hellen, zweitürigen Kombi ohne Fenster im hinteren Bereich einsteigt. Einer der Männer holt Hilfe.

Weitere Zeugen tauchen mit einem roten BMW auf und schätzen die Situation falsch ein, vermuten einen Verkehrsunfall und fahren zu einer Telefonzelle, um einen Krankenwagen zu rufen. Auch sie machen eine Beobachtung, die für die Polizei bedeutend ist. Als sie an der vermeintlichen Unfallstelle vorbeikommen, sehen sie am Straßenrand einen schwarzen Honda CRX. Als sie zurückkommen, ist dieser weg. Dieser könnte einem weiteren Zeugen gehören.

Die Landespolizeidirektion Stuttgart bildet die Soko „Tilsit“, die nach drei Monaten in Ermittlungsgruppen aufgeteilt wird, sucht nach Spuren und befragt vor allem die Teilnehmer einer Vertretertagung der Firma Herbalife, die am nächsten Tag in der Nähe stattfindet. Auch hier bleibt die Tatwaffe verschwunden. „Bis heute gab es keinen konkreten Tatverdacht“, sagt der Stuttgarter Polizeisprecher Frank Buth.

Seit 1986 gab es im Landkreis Böblingen 26 vollendete Mordfälle.

Polizisten bei der Spurensuche nach dem Mord an Brigitta Jacobi am 14. Juli 1995 in der Tilsiter Straße in Sindelfingen. Bild: Stampe/A

Von unserem Redakteur Jürgen Wegner

http://www.szbz.de/nachrichten/artikel/d...-auf-23-9-2011/

#3 RE: Presseberichte von Christine 06.11.2016 14:24

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#4 RE: Presseberichte von wetterfrosch 13.02.2020 16:22

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13.02.2020 – 14:43

Polizeipräsidium Ludwigsburg

POL-LB: Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg: "Cold Case" aufgeklärt: Kriminalpolizei ermittelt Tatverdächtigen zu einem am 14. Juli 1995 in Sindelfingen verübten Mord

Ludwigsburg (ots)

Akribische Ermittlungsarbeit, der sprichwörtliche lange Atem und nicht zuletzt die stetig fortschreitende Weiterentwicklung im Bereich der DNA-Analyse hat die Kriminalpolizeidirektion Böblingen in einem fast 25 Jahre alten, bislang ungeklärten Mordfall in Sindelfingen zu einem heute 69-jährigen Tatverdächtigen geführt, der am Mittwoch in Hamburg festgenommen wurde.

Am Freitag, den 14. Juli 1995, gegen 23:40 Uhr, wurde eine damals 35-jährige Frau auf dem Nachhauseweg von ihrer Arbeitsstelle in der Tilsiter Straße in Sindelfingen von einem unbekannten Täter überfallen und mit zahlreichen Messerstichen getötet.

Die damalige Landespolizeidirektion Stuttgart I richtete in der Folge die Sonderkommission "Tilsit" ein, deren monatelange Ermittlungen aber nicht zu einem konkreten Tatverdacht führten. Der heute 69-Jährige, der zur Tatzeit im Kreis Böblingen wohnte, war damals durch die Ermittlungen und kriminaltechnischen Untersuchungen mit ihren damaligen Möglichkeiten nicht in den Fokus der Ermittler geraten.

Mord verjährt nicht und diese Tötungsdelikte unterliegen daher auch nach einem vorläufigen Abschluss der Ermittlungen regelmäßigen Wiederholungsüberprüfungen. Im Rahmen einer solchen Überprüfung wurde eine damals am Körper des Opfers gesicherte DNA-Mischspur im Kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalsamts Baden-Württemberg erneut untersucht. Das Untersuchungsergebnis erhärtete nunmehr den Tatverdacht gegen den 69-Jährigen.

Die folgenden Ermittlungen führten die Kriminalpolizei nach Hamburg, wo der Tatverdächtige zwischenzeitlich wegen eines weiteren Tötungsdelikts und einer Erpressung eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt hatte. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei Hamburg wurde der 69-jährige Deutsche schließlich in einer dortigen Schrebergartensiedlung ausfindig gemacht und von Hamburger Spezialkräften mit Unterstützung von Zielfahndern des Stuttgarter Landeskriminalamts in einem von ihm bewohnten Gartenhaus widerstandlos festgenommen.

Er wurde am Donnerstag einem Haftrichter in Hamburg vorgeführt, der den auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen ihn erlassenen Haftbefehl wegen Mordes in Vollzug setzte und ihn in eine Justizvollzugsanstalt einwies.

Kriminaldirektor Mathias Bölle, der Leiter der Kriminalpolizeidirektion Böblingen freut sich über diesen Ermittlungserfolg: "Dieser Fall zeigt uns einmal mehr, zu welch herausragenden Ergebnissen die hartnäckige und intensive Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen im Zusammenspiel mit modernen kriminaltechnischen Methoden führen kann." Bölle würdigte dabei auch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Polizei Hamburg, deren Unterstützung maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen habe.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ludwigsburg
Telefon: 07141 18-9
E-Mail: ludwigsburg.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Polizeipräsidium Ludwigsburg, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm...ps4vTvrCC4hhDtI

#5 RE: Presseberichte von Helios 06.04.2020 12:27

Cold Cases
„Kein Fall wird vergessen“
In Baden-Württemberg könnte die Bearbeitung von ungelösten Tötungsdelikten bald zentralisiert werden. Vorbilder dafür gibt es.

06.04.2020
Von DOMINIQUE LEIBBRAND

„Kein Fall wird vergessen“
So mancher Tatort gibt der Polizei ein Rätsel auf. Doch immer wieder gelingt auch nach Jahren eine Aufklärung. Foto: dpa

Stuttgart. Es ist der 14. Juli 1995. Brigitta J. hat lange gearbeitet, gegen halb zwölf Uhr abends macht sie Feierabend. Die Stuttgarterin arbeitet als Aushilfe in einem Sindelfinger Modeunternehmen. Jetzt will sie mit der S-Bahn nach Hause fahren. Doch so weit kommt es nicht. Unterwegs wird sie von einem Mann angegriffen und mit mehreren Messerstichen ermordet. Die Suche nach dem Täter bleibt ergebnislos.

Bis jetzt. Im Februar dieses Jahres wird der 69-jährige Hartmut M. in einer Hamburger Kleingartensiedlung festgenommen. Eine alte DNA-Spur, die dank kriminaltechnischer Weiterentwicklungen besser ausgewertet werden konnte, hatte die Fahnder zu ihm geführt.

Hartmut M. soll 2001 auch eine Ladenbesitzerin aus der Nähe von Schwäbisch Hall getötet haben. Obendrein soll er vom Shell-Konzern unter dem Decknamen „Garibaldi“ mit angedrohten Anschlägen auf Autofahrer Millionen gefordert haben. Bis 2017 saß er deswegen in Haft. Die Polizei glaubt, dass er der Täter von Sindelfingen ist.

Empfehlung aus NSU-Ausschuss

Der Mord an Brigitta J. firmierte bei der Polizei jahrelang als Cold Case. Der Begriff beschreibt Fälle, die eingestellt wurden, weil es keinen neuen Ermittlungsansatz gab. „Das bedeutet aber nicht, dass sich niemand mehr damit beschäftigt, die Fälle werden nicht vergessen“, sagt Sabine Rieger, Kriminalhauptkommissarin beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Wie genau solche Fälle aber weiter bearbeitet werden, dafür gibt es keine einheitliche Vorgehensweise im Land. „Aktuell ist es so, dass die Präsidien für Cold Cases in ihrem Zuständigkeitsbereich verantwortlich sind, sie regeln die Bearbeitung unterschiedlich.“

Das könnte sich ändern: Als Reaktion auf den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags haben mehrere Bundesländer die Bearbeitung von Cold Cases bei ihren Landeskriminalämtern gebündelt – entweder in einer eigenständigen Einheit als Cold Case Investigation Unit oder über konzentrierte Abläufe, darunter Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Nun wird auch im Südwesten darüber nachgedacht, wie man den Empfehlungen des NSU-Ausschusses gerecht werden kann. Bei der damaligen Mordserie folgerten weder Polizei noch Geheimdienst, dass eine rechte Terrorzelle hinter den Taten stecken könnte.

Seit 2019 hat sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Sabine Rieger mit der Thematik beschäftigt. Dabei sei es um mögliche neue Organisationsstrukturen und um Fragen gegangen wie: „Was verstehen wir unter einem Cold Case? Und wo ziehen wir zeitlich die Grenze? Die Ergebnisse sollen demnächst präsentiert werden.

Eine Zentralisierung könne die Vernetzung fördern und eine fundierte Dokumentation ermöglichen, fasst Rieger die Erfahrungen aus anderen Bundesländern zusammen. Sie nennt auch das Präsidium Stuttgart als gutes Beispiel, wo die Bearbeitung bei einem Kollegen angesiedelt ist. Joachim Beerweiler ist bei der Kripo Stuttgart für ungelöste Tötungsdelikte zuständig. Mit seinem Kollegen Pit Schühlen hat er alle Fälle aufbereitet, die Akten lägen griffbreit, wie Beerweiler sagt. Ein wichtiger Vorteil, wenn ein Hinweis reinkomme. Rund 40 ungelöste Fälle in Stuttgart hat er auf der Liste.

Wie viele Cold Cases es in Baden-Württemberg gibt, ist unklar. Das Datenmaterial sei nicht valide und die Erhebung noch nicht abgeschlossen, sagt Rieger. NRW beispielsweise geht von 1100 ungeklärten Verbrechen seit 1970 aus (siehe Infobox). In der Gesamtstatistik bilden Cold Cases indes nur einen kleinen Teil der Tötungsdelikte ab, die meisten Morde werden aufgeklärt – im Südwesten liegt die Aufklärungsquote bei rund 95 Prozent.

Technik wird immer besser

Die Chancen, Cold Cases zu lösen, steigen stetig, denn die kriminaltechnischen Möglichkeiten werden immer besser: „Vor 30 Jahren war es etwa nicht möglich, aus einer Hautschuppe DNA zu generieren“, sagt Andreas Krombacher, Sprecher des Landeskriminalamts. Gleichzeitig könne man DNA-Spuren immer genauer zuordnen: „Bis 2011 wurden Täterdaten mit acht Merkmalen gespeichert, heute sind es 16.“

Obendrein gehen bei der Polizei immer wieder Hinweise ein. „Die kommen oft von Angehörigen, die uns bitten, einer Sache nochmal nachzugehen“, sagt Rieger. Für die Kommissarin liegt darin die Motivation: „Wir haben Opfern und Angehörigen gegenüber einen Auftrag.“

Auch Brigitta J.s Tod könnte jetzt doch noch gesühnt werden. Hartmut M. sitzt in U-Haft, in den nächsten Monaten könnte Anklage erhoben werden. 25 Jahre nach der Tat. Möglich ist das, weil Mord nicht verjährt.

zuletzt aktualisiert: 6. April 2020, 06:00 Uhr

https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Kein...sen-453522.html

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