#1 RE: Presseartikel von Christine 02.03.2013 19:41

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Aus rechtlichen Gründen bitte immer die Quellenangabe hinzufügen

#2 RE: Presseartikel von populous 01.11.2013 19:43

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Zeljka Ivecic – Villingen-Schwenningen

Nach mehr als drei Jahrzehnten wird ein ungeklärter Mord an einem jungen Mädchen neu aufrollt. Am 4. April 1978 wurde die 13-jährige, bildhübsche Schülerin Zeljlka Ivecic aus Villingen-Schwenningen in der elterlichen Wohnung getötet. Dort hatte das Mädchen öfters Besuch von Männern bekommen, aber die Eltern ahnten davon nichts. Die Mutter fand ihre Tochter tot in der Badewanne auf. Bis heute wartet sie auf die Antwort, warum ihr Kind sterben musste. Die Polizei vermutet einen Sexualmord und appelliert an potentielle Mitwisser, um Zeljkas Mörder zu fassen.

http://rtl2now.rtl2.de/ungeklaerte-morde...productdetail=1

#3 RE: Presseartikel von populous 01.11.2013 19:56

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NACH 33 JAHREN
Kripo sucht Celikas Killer im TV


Sie wurde nur 13 Jahre alt: Celika Ivecic wurde 1978 in Villingen-Schwenningen ermordet


Foto: RTL



03.10.2011 - 13:37 Uhr
STUTTAGRT AKTUELL

Stuttgart – Der Mord geschah vor über drei Jahrzehnten! Am 4. Juli 1978 wurde die 13-jährige Celika Ivecic in Villingen-Schwenningen im Badezimmer der Wohnung der Eltern ermordet.
Die Mutter fand die Leiche ihrer Tochter. Bis heute gibt es keine konkrete Spur vom Täter.
Jetzt, 33 Jahre nach dem Mord, fahndet die Polizei erneut nach dem Täter. Am Montag wird der Fall um 22.15 Uhr in der TV-Sendung „Ungeklärte Morde, dem Täter auf der Spur” auf RTL2 vorgestellt. Die Ermittler erhoffen sich neue Spuren.
Die Polizei geht von einem Sexualdelikt aus. Zur Tatzeit war eine Werberkolonne unterwegs. Mit einem der Hausierer hatte die 13-Jährige nachweislich persönlichen Kontakt. „Wir setzen nun auf neue Hinweise und Impulse aus der Bevölkerung“, sagte ein Polizeisprecher.


http://www.bild.de/regional/stuttgart/st...54616.bild.html

#4 RE: Presseartikel von wetterfrosch 09.04.2018 23:37

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Villingen-Schwenningen

1978: Wer hat 13-Jährige ermordet?

Von Marc Eich 30.05.2015 - 10:53 Uhr

4. Juli 1978 in Villingen- Schwenningen: Die 13-jährige Zeljka Ivecic wird von ihrer Mutter tot in der Badewanne gefunden. Man vermutete ein Sexualdelikt, denn sie ist vollkommen nackt. Bis heute ist der Fall ungeklärt.

Damals konnte lediglich herausgefunden werden, dass das Mädchen kurz vor ihrem Tod Geschlechtsverkehr hatte und sie den Täter vermutlich in die Wohnung gelassen hatte, da es keine Anzeichen für einen Einbruch gab. Befragungen ergaben: kurz vor ihrem Tod verhielt sich das Mädchen auffallend ruhig, das Thema Sexualität war selbst bei ihrer besten Freundin ein Tabu – obwohl oder gerade weil sie desöfteren Männerbesuch hatte. Könnte es also sein, dass das junge Mädchen schon vor der Tat Opfer einer Vergewaltigung geworden ist, vielleicht sogar von ihrem Mörder? Und hat die Werberkolonne etwas damit zu tun, die zur Tatzeit unterwegs war?

Auch die Ausstrahlung des Falles in einer Fernsehserie des Senders RTL2 brachte keine weiteren Erkenntnisse bezüglich des Mörders sowie dem Tathergang. Die letzte Zeugin, die kurz vor der Tat mit ihr gesehen wurde, ist bis heute unauffindbar. Solange diese sich nicht meldet, wird der Mord an Zeljka Ivecic wohl ungeklärt bleiben.

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhal...f3d6cfddec.html
?

#5 RE: Presseartikel von wetterfrosch 09.04.2018 23:39

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29. Zeljka und der eiskalte Killer / Soko Soien und das Mordkomplott

Staffel 2, Folge 3

Zeljka Ivecic – Villingen-Schwenningen Nach mehr als drei Jahrzehnten wird ein ungeklärter Mord an einem jungen Mädchen neu aufrollt. Am 4. April 1978 wurde die 13-jährige, bildhübsche Schülerin Zeljlka Ivecic aus Villingen-Schwenningen in der elterlichen Wohnung getötet. Dort hatte das Mädchen öfters Besuch von Männern bekommen, aber die Eltern ahnten davon nichts. Die Mutter fand ihre Tochter tot in der Badewanne auf. Bis heute wartet sie auf die Antwort, warum ihr Kind sterben musste. Die Polizei vermutet einen Sexualmord und appelliert an potentielle Mitwisser, um Zeljkas Mörder zu fassen. Unbekannte Tote (aufgeklärt) – Garmisch-Partenkirchen Besonders schwer haben es die Ermittler, wenn unbekannte Tote aufgefunden werden. So auch in diesem Fall: Vergeblich fahndete die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen europaweit nach der Identität einer unbekannten Toten. Die Frau wurde am frühen Morgen des 6. November 2001 an einer alten Bundesstraße in der Nähe von Bad Bayersoien aufgefunden. Sie war nackt und bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Die Kommissare waren sicher, dass sie die Identität der Unbekannten direkt zu ihrem Mörder führen würde. Sie sollten Recht behalten. Im Jahr 2004 können sie schließlich die Frau identifizieren und ihren Mörder in Italien überführen. Zu spät für die Tochter der Toten. Denn auch sie ist dem Mörder ihrer Mutter in die Hände gefallen. (Text: RTL II)

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 03.10.2011 RTL II

https://www.fernsehserien.de/ungeklaerte...komplott-373581

#6 RE: Presseartikel von Helios 29.12.2018 10:25

Villingen-Schwenningen
Mord: Nach 40 Jahren keine Gewissheit
Von Marc Eich 29.12.2018 - 05:41 Uhr

Villingen-Schwenningen - Die Polizei sucht noch immer nach dem Mörder von Zeljka Ivekic. Das junge Mädchen wurde vor 40 Jahren im Villinger Falkenring umgebracht.

Ein bislang unbekannter Täter hatte die 13-Jährige am 4. April 1978 in der eigenen Wohnung in Villingen umgebracht. Sie wurde an jenem Nachmittag tot von ihren Eltern und ihrem Bruder in der Badewanne gefunden. Die intensiven Ermittlungen der Polizei führten bis heute nicht zum Erfolg – nach 40 Jahren ist noch immer nicht klar, wer für die Tat verantwortlich ist. Der Erste Kriminalhauptkommissar Bernd Lohmiller von der Kripo in Villingen lässt jedoch nicht locker. Auch, weil sich in den vergangenen Jahren immer wieder verschiedene Ermittlungsansätze ergeben haben.

Der ungelöste Mordfall beschäftigt Angehörige und Polizei bis heute - und die Hoffnung auf Aufklärung besteht weiterhin. In unserer Mediareportage blicken wir auf das Geschehen vor 40 Jahren und die Ermittlungen zurück.

Hier geht's zur Reportage.

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhal...16dff887fb.html

#7 RE: Presseartikel von Helios 29.12.2018 10:27

Auch nach 40 Jahren gibt es keine Gewissheit
Der ungeklärte Mord an der 13-jährigen Zeljka Ivekic in Villingen
Eine Mediareportage von Marc Eich

https://schwarzwlderbote.atavist.com/auc...eine-gewissheit

#8 RE: Presseartikel von wetterfrosch 05.01.2020 00:28

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Auch nach 40 Jahren gibt es keine Gewissheit

Der ungeklärte Mord an der 13-jährigen Zeljka Ivekic in Villingen

Eine Mediareportage von Marc Eich

Ein Neustart in Deutschland

Das Leben der 13-Jährigen in Villingen

Das hübsche Mädchen steht am österreichischen Felbertauerntunnel vor dem VW Variant mit VL-Kennzeichen und lächelt in die Kamera. Es ist eines der wenigen Bilder, die Jelena Ivekic noch von Zeljka hat. Aber ihre Tochter ist ohnehin jeden Tag präsent – zumindest in ihrem Kopf. »Das dürfte 1971 gewesen sein, da war sie gerade sieben Jahre alt«, erzählt die 75-Jährige.

Eine gänzlich unbeschwerte Zeit, so berichtet die Serbin, sei es damals zwar nicht gewesen. Doch kein Vergleich zu dem, was am 4. April 1978 passiert ist. Der Tag, an dem Zeljka mit nur 13 Jahren gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde. Der Tag, der das Leben der Familie für immer verändert hat. Der Tag, der auch heute noch, 40 Jahre später, nachwirkt. »Der Schmerz wird immer bleiben.«

Gefasst erzählt die Mutter zunächst von den schwierigen Anfängen in Deutschland – davon, wie sich hier alles fremd angefühlt hatte. »Die ersten Monate habe ich nur geweint, ich wollte wieder heim.« Es sei die Aussicht auf Arbeit gewesen, die sie und ihren mittlerweile verstorbenen Mann vom wirtschaftlich gebeutelten Serbien in die Region lockte. Mit dabei: Die neunjährige Zeljka. »Sie hat schnell Deutsch gelernt«, erinnert sich die Mutter. Zunächst am Wohnort in Bad Dürrheim in der dortigen Grundschule – anschließend, aufgrund des Umzugs nach Villingen – an der Bickebergschule.

Hier fand sie Freunde, eine Clique – doch schlagartig habe sich darauf das Verhalten der Pubertierenden geändert. »Ich habe nie geschimpft, aber sie wollte trotzdem oft weg von Zuhause.« Die Abenteuerlust habe sie einige Mal gepackt, dann sei Zeljka nicht nach Hause gekommen. Auch die Polizei habe die Familie deswegen schon alarmieren müssen. Passiert sei, so berichtet Jelena Ivekic, zwar nie etwas, wenn sie mit der Clique unterwegs war, wohl habe sich die Mutter aber nicht gefühlt. »Und wenn sie anschließend nach Hause kam, ist sie oft direkt ins Zimmer.« Freundinnen berichten gegenüber der Polizei außerdem, wie Zeljka zudem öfter Bars besuchte, Alkohol trank und sich teilweise auch schon auf ältere Jungs einließ. Ein Treiben, das vor den Eltern wohl größtenteils verborgen blieb.

Von ihrem nächtlichen Treiben erfuhren ihre Eltern nichts

Die letzten Monate vor ihrem Tod zog sich die 13-Jährige immer mehr zurück, die Schule habe sie nur noch selten besucht. Die Mutter versucht, nach den Gründen zu fragen, will wissen, ob sie Probleme hat. »Ich muss dir was erzählen«, habe Zeljka dann gesagt – doch mit der Sprache rückte sie nie raus. »Ich habe vermutet, dass sie von etwas wusste, aber es nicht sagen durfte – und deswegen Angst hatte oder vielleicht erpresst wurde«, äußert die Mutter ihre Gedanken. Ob sie damit Recht hat, erfährt sie allerdings nicht mehr. Denn an jenem Dienstag im April 1978 verstummt die Stimme der 13-Jährigen – und zwar für immer.

4. April 1978

Der Tag, an dem Zeljka starb

Dass irgendetwas nicht stimmte, das hat Jelena Ivekic an jenem Dienstag gleich gemerkt, als sie die Wohnung im Falkenring am Nachmittag gemeinsam mit ihrem damaligen Mann und ihrem Sohn Miroslav betrat. Denn hinter der geschlossenen Eingangstüre fand sie Chaos vor.

»Im Wohnzimmer war alles durchwühlt, es sah aus, als wenn Einbrecher da gewesen wären.« Die Türe zum Schlafzimmer, die immer abgeschlossen wurde, hatte man eingedrückt und dort den Inhalt der Schränke im gesamten Raum verteilt. Doch der Schock folgte im Bad. »Ich habe mein Kind dort in der Badewanne gesehen.« Dann brach die Mutter zusammen. Als sie wieder aufwachte, hatte sich ihr Leben verändert. Denn ihre Tochter Zeljka war tot.

Sie hatte am Tattag Besuch von zwei Männern

Was war an jenem Tag passiert? Die Polizei konnte dank akribischer Arbeit den Tattag rekonstruieren – dennoch bleiben bis heute viele Fragen offen. Sicher ist zunächst, dass die 13-Jährige nicht in der Schule war und am Vormittag Besuch von zwei namentlich bekannten Männern erhielt. Diese hätten dann gemeinsam wieder die Wohnung verlassen. Sie rücken früh, aber nur kurzzeitig in den Fokus der Ermittlungen.

Anhand von weiteren Zeugen kann der Tagesablauf von Zeljka skizziert werden. Lange Zeit als bedeutend galt dabei eine Szene um 11.15 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ein Klassenkamerad das spätere Opfer im Bereich der Unterführung der B 33 an der Zwergsteigstraße – nicht unweit von der Wohnung der Familie. Bei ihr: ein blondes Mädchen. Um wen es sich dabei handelt, war vier Jahrzehnte unklar. Erst nach der Berichterstattung im Schwarzwälder Boten 40 Jahre später meldet sich die bis dato Unbekannte bei der Polizei. Sie kann jedoch bei der Aufklärung nicht helfen.

Eine dreiviertel Stunde später wurde die Schülerin das letzte Mal lebend gesehen. Im Kaufhaus Raff in der Rietstraße – dem heutigen Müller Drogeriemarkt – schaute sie gegen 12 Uhr bei einer Bekannten auf der Arbeit vorbei und holte sich Zigaretten ab. Zeljka trat schließlich zur Mittagszeit den Heimweg an, einen Arzttermin um 14 Uhr nahm sie nicht mehr wahr. Hatte sie den dortigen Besuch geschwänzt? Oder war sie zu diesem Zeitpunkt bereits tot? Das ist für die Ermittler nicht mehr genau rekonstruierbar. Sicher ist nur: Um 16.45 Uhr wird die Leiche von ihren Eltern in der Badewanne entdeckt. Was zwischen ihrem Besuch in der Stadt und dem Todeszeitpunkt geschehen ist, bleibt bislang ein Rätsel – das die Kriminalpolizei weiterhin lösen möchte.

Verdächtige, Spuren, Verbindungen - und viele Sackgassen

Die Ermittlungen der Kripo Villingen

"Das Opfer befindet sich in der Badewanne, der Arm ist nach hinten gedreht, das Gesicht ist unter Wasser. Ihre Kleidungsstücke wurden auf der Waschmaschine abgelegt."

Das ist die nüchterne Beschreibung der Auffindesituation von Zeljka Ivekic, die nun – 40 Jahre später – auch Bernd Lohmiller wiedergibt. Der Erste Kriminalhauptkommissar bei der Kriminalpolizei in Villingen ist derjenige, der sich um diesen sogenannten Cold Case kümmert. Doch bis der Mord an der 13-Jährigen zu einem “ausermittelten” und bislang ungelösten Fall wurde, gingen die Kriminalbeamten damals zahlreichen Spuren nach.

Sie ließ den Mörder selbst in die Wohnung

Sicher scheint, dass Zeljka ihren Mörder wohl selbst in die Wohnung des Mehrfamilienhauses im Falkenring 71 in Villingen gelassen hat. Denn an der Wohnungstüre waren keinerlei Aufbruchsspuren erkennbar. “Das war entweder ein gezieltes Treffen oder eine Zufallsgeschichte”, so Lohmiller. Hinweise auf einen Kampf gab es nicht. Auch andere Verletzungen konnten nicht festgestellt werden. Die Obduktion bringt jedoch zwei Dinge ans Tageslicht. Das Mädchen hatte Schaum in der Lunge. Sie wurde demnach unter Wasser gedrückt und somit erstickt. Und: Sie hatte bis zu acht Stunden vor ihrem gewaltsamen Tod noch Geschlechtsverkehr.

Ein Hausierer rückt in das Visier der Ermittler - er war in der Nähe des Tatorts

Ins Visier waren deshalb nach der Tat die beiden Bekannten gerückt, die sich mit Zeljka am Vormittag getroffen hatten. Sie wurden vorläufig festgenommen – konnten jedoch ein Alibi vorweisen und waren somit als Täter ausgeschlossen. Hinweise aus der Nachbarschaft lenkten die Ermittlungen schließlich auf einen sogenannten Hausierer. Dieser hatte sich nachweislich am Tattag im Bereich der Falkenstraße aufgehalten – und war auch an der Tür der Familie.

Was sich zunächst als weitere heiße Spur darstellte, entpuppte sich wenig später als falsche Fährte: Der Kolonnenführer konnte seinen Mitarbeiter entlasten, denn die darauffolgenden Termine habe der Hausierer wie geplant wahrgenommen. Die Ansätze, die die Ermittler über Monate verfolgten, verliefen nach und nach im Sand. Den Aufbruch der Schlafzimmertüre und das Durchsuchen der Räumlichkeiten sehen die Ermittler derweil nur als “Verdeckungshandlung” – denn für die Polizisten ist unerklärlich, warum nicht alle Zimmer durchsucht wurden.

Eine fremde DNA als Schlüssel zum Erfolg?

An der Kleidung von Zeljka, die auf der Waschmaschine neben der Badewanne abgelegt wurde, konnte man DNA feststellen. Dank Mikrospurenbändern sind diese Spuren noch vorhanden.

Bernd Lohmiller wird ebenfalls mit in den Fall eingebunden – damals noch in seiner Ausbildung. “Wir haben immer wieder neue Ansätze gesucht”, berichtet der Beamte, der nun seit 42 Jahren bei der Polizei ist. Doch welche Möglichkeiten gibt es Jahrzehnte nach der schrecklichen Tat noch, den Mörder der 13-Jährigen zu finden? Die Antwort: DNA.

“Die DNA wurde erst viel später als Ermittlungshilfe eingesetzt”, so Lohmiller. Das Problem jedoch: Viele Beweismittel im Fall von Zeljka wurden nach dieser langen Zeit bereits vernichtet. Damit sind auch zahlreiche Möglichkeiten, die DNA eines potenziellen Täters festzustellen, verloren gegangen. Die Ermittlungsbehörden würden sich bei der Frage, welche gesicherten Spuren wie lange und wo asserviert werden müssen, in einer Zwickmühle befinden. “Es ist unklar, wie die Aufbewahrung für die Zukunft gestaltet wird”, erklärt der Beamte.

Obwohl zahlreiche Beweismittel für die Ermittlungen nicht mehr herangezogen werden konnten, blieb doch noch eine Möglichkeit. Lohmiller: “Die Kleidung von Zeljka wurde damals mit Mikrospurenbändern abgeklebt.” Gab es dort verwertbares Untersuchungsmaterial? Um das herauszufinden, wurden die Klebebänder 2003 – nach einem richterlichen Beschluss – an das Landeskriminalamt geschickt. Und tatsächlich: Es wurden Haare und DNA gefunden. “Es konnte eine weibliche und eine männliche DNA festgestellt werden”, berichtet der erfahrene Beamte von den damaligen Erkenntnissen. Dennoch ergaben sich Probleme: Denn während die DNA des Opfers anhand der Proben ihrer Eltern einwandfrei festgestellt werden konnte, existiert von der männlichen DNA zu wenig Material. “Das heißt: Wir brauchen einen konkreten Verdächtigen, um die DNA abgleichen zu können.”

DNA-Abgleich mit den Verdächtigen

Der Erste Kriminalhauptkommissar startete deshalb einen neuen Anlauf, um die bisher Verdächtigen nochmals zu durchleuchten. In den Blickpunkt geriet deshalb erneut der Hausierer. “Wir konnten ihn in der Nähe von Freudenstadt ausfindig machen”, berichtet Lohmiller – doch die genommene Probe wies keine Gemeinsamkeiten mit der an Zeljkas Kleidung gefundenen DNA auf. Und was ist mit den Verdächtigen aus der Clique? “Die Betroffenen sind teilweise bereits verstorben.”

Viele Bekannte aus ihrer Clique und auch Verdächtige sind bereits früh gestorben

Auch weitere Bekannte aus dem Freundeskreis ereilte das Schicksal eines frühen Todes. Sie können ebenfalls nicht mehr überprüft werden. Allerdings betont der Ermittler, dass es sich bei der DNA nicht zwingend um die des Täters handeln muss, “sie könnte auch von einem wichtigen Zeugen stammen.”

Mithilfe der Fernsehsendung “Ungeklärte Morde – Dem Täter auf der Spur” auf RTL2 erhoffte man sich neue Ermittlungsansätze. Hierfür wurden Mitschüler ausfindig gemacht, zudem habe man zwei auffällige Münzen – die von dem Täter mitgenommen wurden – gezeigt. Doch entscheidende Hinweise, die die Kriminalpolizei weitergebracht hätten, seien nicht eingegangen.

Nach der Berichterstattung im Schwarzwälder Boten - exakt 40 Jahre nach dem Verbrechen - wird von einem Hinweisgeber der Verdacht gegen eine konkrete Person geäußert. »Der Zeuge hatte diesen Hinweis mehrere Jahrzehnte mit sich herumgetragen, und sich erst aufgrund der Veröffentlichung dazu bewogen, uns diese Mitteilung zu machen«, erklärt der zuständige Beamte. Dieser ging daraufhin unverzüglich den neuen Informationen nach und suchte den möglichen Tatverdächtigen auf. »Wir haben diese Person befragt, sie hat auch freiwillig eine DNA-Probe abgegeben«, erklärt Lohmiller. Allerdings haben Untersuchungen beim Landeskriminalamt ergeben, dass die Spuren nicht mit jenen vom Tatort übereinstimmten – der kurzzeitig Tatverdächtige war somit aus dem Schneider.

Verbindungen zum Mord an einer Schwenningerin?

Die Schwenningerin Sabine Jauch wurde an Weihnachten 2011 ermordet. Sie hatte Zeljka bei einer Feier kennengelernt.

Für den erfahrenen Ermittler frustrierend – doch aufgeben kommt für ihn auch nach so langer Zeit nicht in Frage. Lohmiller: “Dieser Fall lässt mich nicht los, er beschäftigt mich immer wieder.” Der 60-Jährige sucht deshalb immer neue Ermittlungsansätze. Und so wurde er auch hellhörig, als es plötzlich eine mögliche Verbindung zu einem anderen Mordopfer gab. Es handelt sich dabei um Sabine Jauch – eine Schwenningerin, die an Weihnachten 2011 in ihrem Blockhaus in einer Feriensiedlung am Rande von Krumbach bei Mosbach von einem 23-Jährigen brutal erschlagen wurde. “Wir hatten Hinweise, dass sich die beiden Opfer kannten”, berichtet der Kommissar. Bringt eine mögliche Verbindung der Opfer die Beamten auf die Spur des Mörders? Ist es womöglich der gleiche Täter? Kennengelernt haben sollen sich die beiden bei Feierlichkeiten einer jugoslawischen Familie im Jahr 1978 in Schwenningen, bei der die Eltern Zeljka aufgrund ihrer Probleme zu Hause zwischenzeitlich wohnen ließen. “Letztendlich hat sich aber herausgestellt, dass die Verbindung der beiden Opfer purer Zufall war.”

Suche nach gleich gelagerten Fällen

Im gleichen Jahr wird Lohmiller zudem auf ein Tötungsdelikt in Bremen aufmerksam, das sich 1971 zugetragen hatte. Damals wurde die 17-jährige Carmen Kampa auf dem Nachhauseweg von der Disco überfallen, vergewaltigt und umgebracht.

Zusammenhänge beim Modus Operandi lassen Ermittler aufhorchen

Erst 40 Jahre später konnte der – mittlerweile verstorbene – Täter anhand einer DNA-Spur überführt werden. Parallelen zu dem Fall von Zeljka brachten den Ermittler deshalb dazu, die DNA anzufordern, um sie mit den Spuren von Zeljkas Kleidung abzugleichen. Doch auch hier Fehlanzeige: Es gab keine Übereinstimmung. Grundsätzlich, so der Kripo-Beamte, werde im Zuge von Ermittlungen älterer Fälle oft nach Zusammenhängen zu anderen Taten gesucht. Lohmiller: “Beispielsweise beim Modus Operandi – also die Art und Weise, wie die Tat begangen wurde.” Dies sei auch bis heute noch eine Möglichkeit, bei dem ungelösten Fall nach neuen Ansätzen zu suchen.

Der Schmerz wird für immer bleiben

Für Jelena Ivekic ist das aber nur ein schwacher Trost. Sie muss seit 40 Jahren mit den schrecklichen Bildern in ihrem Kopf und den vielen quälenden Fragen leben. “Wieso wurde sie umgebracht? War es Hass? War es unbewusst?” Die ersten Wochen nach der Tat seien für sie unerträglich gewesen. “Ich wollte auf dem Friedhof schlafen, wollte einfach bei ihr bleiben”, erzählt sie mit Tränen in den Augen. Mit ihrem Sohn habe sie viel darüber gesprochen, ob sie vielleicht ebenfalls schuld sei – “Habe ich Zeljka vernachlässigt?” Sie hofft, dass sich trotz der langen Zeit mögliche Mitwisser noch melden, möchte an das Gewissen appellieren und endlich Antworten erhalten. “Ich werde nicht sterben, bevor ich nicht weiß, wieso das meiner Tochter passiert ist.”

Die Hoffnung auf Antworten

Aufruf an mögliche Zeugen

Die Kriminalpolizei Villingen bittet auch 40 Jahre nach dem Tod von Zeljka Ivekic, die am 4. April 1978 im Falkenring 71 in Villingen umgebracht wurde, um Hinweise.

Die Polizei hofft, dass sich diejenigen Personen melden, welche bereits damals etwas über das Tötungsdelikt wussten, sich aber nicht gemeldet haben oder nicht befragt wurden. Darüber hinaus bittet die Polizei natürlich um direkte Hinweise zu dem oder den Tätern.

Erreichbar ist die Polizei Villingen
unter der Telefonnummer 07721/6010.
Hinweise sind aber darüber hinaus bei allen anderen Polizeidienststellen möglich.

https://schwarzwlderbote.atavist.com/auc...lq0QswgyNAifcvM

#9 RE: Presseartikel von wetterfrosch 05.01.2020 00:33

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Christine, habe es zu spät gesehen, ist schon gepostet. Bitte löschen, Danke.

#10 RE: Presseartikel von Christine 05.01.2020 10:38

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Zitat von wetterfrosch im Beitrag #9
Christine, habe es zu spät gesehen, ist schon gepostet. Bitte löschen, Danke.



Ich lasse es drin, da du ja den kompletten Text gepostet hast.

#11 RE: Presseartikel von wetterfrosch 31.05.2020 01:29

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20. November 2019, 17:20 Uhr

Nach über 40 Jahren: Erneute Spurensuche im Mordfall Zeljka Ivekic

Das ZDF berichtet am Donnerstag über das ungeklärte Verbrechen an 13-jähriger Schülerin im Jahre 1978 in Villingen. Kommen nun neue Hinweise rein?

Lässt sich nicht kopieren.

https://www.suedkurier.de/region/schwarz...372541,10354191

#12 RE: Presseartikel von Christine 31.05.2020 09:47

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Nein, geht auch nicht. Habe es auch probiert.

#13 RE: Presseartikel von wetterfrosch 11.09.2020 00:09

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