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#126 RE: Doppelmord in Babenhausen von Sunny 02.12.2015 17:37

@Eugene

Lärm ist ein subjektives Empfinden, daher mag es angehen, dass Frau D und die Nachbarn die
Situation als nicht so belastend empfunden haben. Der allgemeine Tenor war ja, dass die
Familie T nicht sonderlich beliebte Nachbarn waren, aber sooo schlimm war es doch nicht...

Es war ja nicht nur die abgebrochene Hausssuche, die das Motiv hergab, sondern auch die
Beschwerden bei Kollegen, die Google Recherche und die Bitte um Kündigung.
Ich denke, das wird man in der WA nicht schaffen, das Motiv zu kippen.
Ein Motiv ist kein Beweis für eine Täterschaft, sondern nur dass der TV einen Grund gehabt
hätte und den hatte er, das ist durch seine Handlungen offensichtlich.

Ich denke, dass sich Herr Strate hauptsächlich auf den Schalldämpfer stürzen wird.
Vielleicht werden wir es erfahren, der Antrag ist anscheinend noch nicht eingereicht (Stand 1.11.)




01.11.2015

Tag 2.000 - eine ewig lange Zeit. Von uns kann sich keiner vorstellen, wie es ist Tag für Tag ein Leben ohne Freiheit, Familie, Liebe und Freunde auszuhalten.

Andreas Worte: "Es ist ein Gefühl, der Ohnmacht und des Schmerzes. 2.000 Tage mit vielen Tiefen und Enttäuschungen. Einige wenige Augenblicke der Freude auf das kurze Wiedersehen an den Besuchstagen. Die kleinen Telefonate, um einfach eine gute, beruhigende Stimme zwischen den Besuchstagen zu hören. Menschen, die urteilen ohne die genaue Sachlage und mich als Mensch zu kennen. Menschen, die helfend die Hand reichen und mit Verstand an die Sachlage gehen. Ich freue mich wahnsinnig auf den Tag, an dem wir mit Fakten und entsprechenden Beweisen die Wiederaufnahme mit der Kanzlei Dr. Strate einreichen. Auf den Tag, wenn nach einer langen Zeit die schwere Tür des Gefängnisses aufgeht und ich als freier, freigesprochener Mensch mein Leben wieder leben darf."

http://www.doppelmord-babenhausen.de/Aktuelles.htm

#127 RE: Doppelmord in Babenhausen von eugene1975 02.12.2015 18:30

hello
Sunny - es ist doch nicht bewiesen, dass AD diese Google Suche tätigte?
Zudem war der besagte PC längst entsorgt?
Zudem das mit dem Cola Schalldämpfer die absolute Lachnummer ist.
Funktionieren tut das schon, nur nicht so, wie es in diesem Fall angeblich
gewesen sein soll.

Hier stört mich etwas anderes. Wenn die Tochter Authist mit Inselbegabung war,
warum reagiert sie nicht auf AD?
Warum bringt sie Täter/Mehrzahl ins Spiel?

Das mit - "die ist eh gestört" abzutun ist unlauter.

#128 RE: Doppelmord in Babenhausen von Sunny 02.12.2015 21:17

@Eugene

Nein, es ist nicht bewiesen, dass AD "Schalldämpfer+PET Flasche" gegoogelt hat, nur dass es
unter seinem Account geschah, der aber jedem in der Firma bekannt war.
Es ist auch nicht erwiesen, dass die Suche von seinem PC erfolgte, da der zum Zeitpunkt der
Ermittlungen bereits entsorgt war. Erwiesen ist aber, dass der Ausdruck am Firmendrucker erfolgte,
das ist das belastende Indiz, man bleibt zwangsläufig in der Firma A hängen. Wenn es AD nicht war,
muss es ein anderer Mitarbeiter gewesen sein, AD war aber anscheinend der einzige, der ein Motiv
hatte.

Es wurden Bauschaumpartikel am Tatort gefunden, daraus schließt man (nicht ganz unlogisch), dass
der Schalldämpfer eingesetzt wurde, obwohl es offensichtlich kein einfaches Konstrukt war, denn
den LKA Beamten ist es bei den Schießübungen um die Ohren geflogen, da musste
nachgebessert werden.

Man geht davon aus, dass Astrid in ihrem Bett angeschossen wurde, vielleicht schlafend oder
gerade aufgewacht. Hat sie überhaupt was erkennen können? Hat der Täter Licht gemacht?
Sie hat ohnehin atypisch reagiert, geputzt, Stunden ausgeharrt, bis sie dann mittags nackt
im Garten gefunden wurde. Warum hat sie nicht geöffnet, als der Fahrer der
Behindertenwerkstatt klingelte, den kannte sie doch.
Ich wage zu bezweifeln, ob ihre Aussage was gebracht hätte.
Asperger brauchen einen exakt geregelten Ablauf, kommt irgendwas dazwischen, gerät alles
aus den Fugen, ich denke, das wird bei Astrid T nicht anders sein.
Hätte man ihr geglaubt?

#129 RE: Doppelmord in Babenhausen von eugene1975 02.12.2015 23:06

Sunny
Ich habe hier seit 18 Jahren so einen Asperger Autisten.
Wenn ich den schon sehe bekomme ich die Krise. Nur....
Stelle ich z.B das Schälchen für das Waschpulver auf der
Waschmaschine um 5mm um, merkt er es. Schiebe ich die
Tür der Maschine um 5mm weiter zu, merkt er es. Bei der
Astrid soll es lt. div. Aussagen auch so sein. Somit sollte
der RA diese Chance nicht vergurken. Denn unser Gestörter
hier hat ein Gedächnis für die kleinste Kleinigkeit. Wenn sie
von Tätern spricht hat sie etwas gesehen. Was aber nur
durch fachlich geschultes Personal frei gesetzt werden kann.
Ob da die dortige Kripo zugehörte?

Der Administrator gehörte auch zur Firma. Hat man den auf
Immobilien = Kontakt T wirklich überprüft? Denn wenn der Angst
hatte, hat er jemanden beschissen. Oder mies beraten.

lg e

#130 RE: Doppelmord in Babenhausen von Sunny 03.12.2015 20:22

@Eugene

Ja, ein Versuch wäre es wert gewesen, Astrid zu befragen. Dafür gibt es Fachleute, wird mit
Kindern z.B. in Missbrauchsfällen auch so gemacht, es obliegt dann aber dem Richter, der Zeugin
zu glauben.

Der Admin ist in Verdacht geraten, weil er etliche Aufrufe auf Waffenseiten geschreddert hat, denke,
man wird ihn gründlich durchleuchtet haben. Die Zahl derer, die ADs Account kannten, wussten dass
er zu dem Zeitpunkt in der Firma war, die von der Lärmbelästigung wussten und dass AD zur
Tat allein zuhause war, ist begrenzt. Man muss also unterstellen, dass jemand aus dem Kreis AD
die Tat bewusst angehängt hat. Das ist mir zu weit hergeholt. Vor allen Dingen warum? Man
hätte nur ins Internetcafe müssen und niemand hätte einen Bezug zur Firma A hergestellt.

Wenn es AD nicht war, kann es nur eine andere Lösung geben.
RA Strate sieht eine Möglichkeit und im Hintergrund arbeiten einige Gutachter, irgendwo gibt
es einen Ansatzpunkt, ich sehe ihn nur nicht.

LG Sunny

#131 RE: Doppelmord in Babenhausen von eugene1975 03.12.2015 21:47

Sunny
Mir geht es weniger darum was dann der Richter glaubt.
Wenn die Astrid /z.B auch von Anja D/ befragt würde.

Warum? Beispiel.. ein guter Freund will vor X Jahren zum KOK aufsteigen und
arbeitet die Alt Fälle (u.a eine Bankraubserie) durch.
Wochen später kloppen wir DoKo. "Was könnte mit "Band ab, rotes Band aberissen"
gemeint sein? Das sagt der einzige Zeuge bei der BRSerie zigmal, ausgerechnet der
Dorfdepp." Die Mitspieler sagen sofort, na Schnürband abgerissen. "Haben die Kollegen
auch vermutet, wir haben zwar eine Schuhsohlenspur da er in Hundekot getreten ist,
hat aber nichts gebracht." "Wenn ich mal bei div. Schuhen hinten die Öese zum fest-
halten auch als Band sehe, könnte er das gemeint haben. Es gab so Treter, halbhoch
und die Lasche war immer andersfarbig als der Schuh. Dann passen die Aussagen anderer
Zeugen "zu braune" Schuhe."
Damals gab es kein Google zum schnellen gucken. Aber der vierzehnte Schuster hatte genau
so Treter von einem Kunden zur Reparatur. Wo auch die rote Oese angenäht worden war.
Mein Freund hatte eine vergrößerte Fotokopie vom Sohlenabdruck mit. Verglich die Sohlenmuster.
"Hier ist etwas rundes, etwa 3mm groß, was könnte das sein?" Der Schuster guckte und bekam
dicke Augen. "Hier, dabei zeigte er auf ein winziges Loch, hier steckte ein Blaukopf drin."
Blauköpfe sind kleine Nägel.
3 Monate später war er KOK und wir lagen gefühlte 3 Tage im Koma.

Er hat bei seinem Ausscheiden keinen ungeklärten Fall hinterlassen, da er gerade so Zeugen
akribisch befragt hat. Was dann zwei weitere Male zum Volltreffer wurde.
lg e

#132 RE: Doppelmord in Babenhausen von eugene1975 07.01.2017 01:06

hello
Wurde denn mal im Umfeld des Getöteten T. ermittelt?
Oder nur die 08/15 Fragen? Der Bruder des T. in der Wedemark
der hatte neben seiner Angetrauten eine Neue. Und die Alte verstarb
zufällig durch einen Haushaltsunfall. Hmm ...

#133 RE: Doppelmord in Babenhausen von Sunny 08.01.2017 15:58

@Eugene

Bist du sicher, dass er der Bruder ist?

Welches Motiv sollte da vorliegen, die ganze Familie auslöschen zu wollen?

#134 RE: Doppelmord in Babenhausen von eugene1975 08.01.2017 17:43

hello Sunny

Es gab ja einiges das unklar geblieben ist.

Von 300000,- werden noch 30000,- gefunden.
Wo blieb das andere Geld?

Wer ist jetzt der Nutznießer/Erbe?
Wer der Vormund der Tochter?

Wovor - vor wem hatte Herr T. Angst?
Wo lagen die Ursachen der desolaten Familie?

Wenn AD den Bauschaumschalldämpfer gebastelt hat - wo war der Test und Bauplatz?
Eine Waffe findet man kaum im Sperrmüll. Wo stammt die her?

Was sagten die Einzelverbindungsnachweise der Fam. T?
Wurde da überhaupt geprüft?
Denn Herr T. soll ja nur mit seinem Bruder per Telefon im Kontakt gewesen sein?

Sagt das Urteil überhaupt etwas dazu? Ich habe die unzähligen Seiten nicht mehr komplett im Kopf.

lg eugene

#135 RE: Doppelmord in Babenhausen von wetterfrosch 20.03.2018 11:23

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Rechtsanwalt möchte Antrag auf Wiederaufnahme stellen

Doppelmord-Prozess: Darsow hofft auf Schalldämpfer-Tests

28.09.17 - 03:10

Babenhausen - Achteinhalb Jahre ist es her, dass ein brutaler Doppelmord Babenhausen erschütterte. Vor gut sechs Jahren ist dafür der stets seine Unschuld beteuernde Nachbar Andreas Darsow zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Von Norman Körtge

Sein Verteidiger Gerhard Strate möchte nun einen Wiederaufnahmeantrag stellen. Hauptentlastungsgrund: der angeblich selbst gebaute Schalldämpfer. Es ist nicht einfach, nach einer rechtskräftigen Verurteilung eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen. Die Strafprozessordnung hat dafür sehr strenge Anforderungen gestellt. Eine davon ist, dass neue Beweise vorliegen müssen. Und wie Christoph Kemp vom Verein Monte Christo nun mitteilen kann, ist sich der renommierte Hamburger Strafverteidiger Gerhard Strate sicher, genau diese vorlegen zu können, um den wegen zweifachen Mordes verurteilten Andreas Darsow zu entlasten. Spätestens im kommenden Frühjahr möchte er den Wiederaufnahmeantrag stellen, lässt er mitteilen.

Es wäre ein Etappenerfolg für den in Schwalmstadt inhaftierten Darsow, seine fest an die Unschuld glaubende Ehefrau Anja und den Verein Monte Christo. Der gründete sich nach der Verurteilung Darsows 2011, um ihm, aber auch allgemein alle zu unterstützen, die „unschuldig in die Mühlen der Justiz geraten“ sind. Dass es nach Anja Darsows Kontaktaufnahme zu Strate im Oktober 2012 nun so lange gedauert hat, liege unter anderem daran, dass der Rechtsanwalt pro bono arbeitet, also kein Geld verlangt. Immer wieder hätten andere Verfahren Vorrang gehabt, berichtet Kemp. Aber nun habe Strate viel Zeit investiert und „sich festgebissen“.

Strate ist zu der Überzeugung gekommen, dass sich die Tat nicht so zugetragen haben kann, wie es in der Urteilsbegründung nachzulesen ist. Demnach bezweifelt er, dass es jenen selbst gebauten Schalldämpfer gegeben hat und stützt sich dabei auf zwei Schusswaffensachverständige, die in seinem Auftrag unabhängig voneinander Versuche durchgeführt haben. Die Ergebnisse stimmen nicht mit den am Tatort sichergestellten Spuren überein.

Zur Erinnerung: Darsow soll eine großkalibrige Schusswaffe, eine P38, benutzt haben. Das Tatgeschehen beschreibt das Gericht als „überfallartig“ und „äußerst dynamisch“. Während der gesamten Tatausführung sei auf den Lauf der Pistole ununterbrochen, also bei der Abgabe aller zehn Schüsse, ein selbst gebauter Schalldämpfer aufgeschraubt gewesen, der aus einer mit Montageschaum gefüllten PET-Flasche bestanden habe.

Wie Strate ausführt, stütze sich diese Annahme zum einen auf den im Urteil behaupteten Befund, es seien auf beiden Leichen feine Schaumstoffteilchen gefunden worden. Zum anderen hätten die Ermittlungen ergeben, dass von Darsows Computer bei seinem Arbeitgeber auf eine Internetseite zugegriffen wurde, auf der es eine Anleitung für den Bau eines derartigen Schalldämpfers gab. Allerdings kommt ein von Strate beauftragter IT-Gutachter, der sämtliche von der Polizei gesammelten Daten ausgewertet hat, zu dem Ergebnis, dass für den Zugriff vier Rechner in Frage kommen.

Doch auf diesen Fakt wird es bei der Wiederaufnahme möglicherweise gar nicht ankommen, meint der Strafverteidiger. Er geht nach den Schussversuchen davon aus, dass es jene mit Bauschaum gefüllte PET-Flasche als Schalldämpfer nicht gegeben hat. Er begründet dies unter anderem damit, dass bei den Versuchen „ein massiver Austritt von Schaumstoff aus der Flasche“ festgestellt wurde. Auf den Leichen seien jedoch nur „feine Schaumstoffteilchen“ sowie ein winziges Stück Schaumstoff am Tatort gefunden worden. Außerdem wurde kein Plastik sichergestellt. Bei einer im Juli erneut durchgeführten Versuchsreihe rissen von zehn fest adaptierten Flaschen bereits nach drei oder vier Schüssen vier auseinander. Für Strate ganz entscheidend: Beim Schuss durch die mit Bauschaum gefüllte Flasche wird nicht nur Schaum herausgeschleudert, sondern auch sogartig in den Lauf der Pistole hineingezogen. Das habe zur Folge, dass spätestens beim dritten Schuss der Repetiervorgang unterbrochen wird, da die Patronenhülse verklemmt. Der Täter muss einzeln nachladen, was aber das im Urteil beschriebene schnelle, dynamische Geschehen unmöglich mache, heißt es in Strates Stellungnahme.

Indes ist für Andreas Darsow ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Im Juni wurde ihm sein erster, bewachter Freigang gewährt. Er durfte zum Geburtstag seiner Tochter ein paar Stunden mit der kompletten Familie verbringen.

https://www.op-online.de/region/babenhau...ts-8723477.html
?

#136 RE: Doppelmord in Babenhausen von wetterfrosch 21.03.2018 11:50

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Nach Mollath und Peggy ein weiteres Fehlurteil? - Der Doppelmord in Babenhausen
von Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg, veröffentlicht am 12.04.2014
Rechtsgebiete: StrafverfahrensrechtStrafrecht?406|51544 Aufrufe

Die Strafjustiz ist in jüngster Zeit nicht nur, aber vorallem durch den Fall Mollath und durch das in dieser Woche begonnene Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy stark ins Gerede gekommen. Und schon gerät ein weiterer Fall wegen eines möglicherweise falschen Indizienurteils in den Fokus der Öffentlichkeit .

Für einen eiskalten Doppelmord an seinen auch nachts herumschreienden Nachbarn wurde Andreas D. vom Landgericht Darmstadt im Juli 2011 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Verurteilte leugnet die Tat, seine Frau kämpft gemeinsam mit ihm Aufopferung voll um die Wiederaufnahme.

Zwischenzeitlich greifen die Medien auch diesen Fall auf. Es zeigen sich erhebliche Ungereimtheiten, die hoffentlich bald aufgeklärt werden können.

Das ZDF berichtete in der Serie 37 Grad:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/v...s;stt&flash=off

Zur Homepage der Ehefrau mit dem Urteil zum Download:

http://www.doppelmord-babenhausen.de/Urteil.htm

Medienberichte:

http://www.google.com/search?q=Doppelmord+in+Babenhausen

https://community.beck.de/2014/04/12/nac...-in-babenhausen

#137 RE: Doppelmord in Babenhausen von wetterfrosch 28.03.2018 22:32

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Maischberger | 05.05.2015 |
Tatort Gerichtsaal: Wie unberechenbar ist unsere Justiz? [HD]

Am 06.05.2015 veröffentlicht

Menschen bei Maischberger, Sendung in HD vom 05.5.15 in der ARD: Bis zu 25 Prozent der Strafurteile sind – je nach Delikt – Fehlurteile, schätzt ein ranghoher Richter am Bundesgerichtshof. Das könnte bedeuten: An jedem Tag werden in Deutschland 650 Menschen zu Unrecht wegen einer Straftat verurteilt, errechnete der "Spiegel". Kann das sein? Ist die Schätzung übertrieben? Heißt das umgekehrt: Kommen

VIDEO:

https://youtu.be/5rxehkSiitY

#138 RE: Doppelmord in Babenhausen von wetterfrosch 28.03.2018 22:36

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Urteil

Liebe Freunde und Interessierte,

da wir nichts zu verheimlichen haben, stellen wir das Urteil, in welchem Andreas Darsow zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld, in einem beispiellosen Indizienprozess verurteilt wurde, zur Verfügung.

Es ist zu bemerken, dass eine „normale“ Urteilsbegründung nicht dieses Ausmaß von 288 Seiten hat. Nach Auffassung von Experten, wurde hier besonders viel „Füllmaterial“ untergebracht, was mit dem oder den Täter(n) nichts zu tun hat. Es sollte hier der Anschein erweckt werden, dass besonders gründlich recherchiert wurde….

Sie können das Urteil hier herunterladen. Bitte beachten Sie es dauert ca. ein bis zwei Minuten bis die Datei (110 MB) sich öffnet. Aufgrund der Größe der Datei raten wir Ihnen die Datei zu speichern, da eventuell die Verbindung abbrechen könnte.

https://www.doppelmord-babenhausen.de/Urteil.htm

#139 RE: Doppelmord in Babenhausen von wetterfrosch 28.03.2018 22:38

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Aktuelles

17.03.2018

Ein besonderer Tag - 11. Mai 2018

Liebe Freunde, Interessierte und Kritiker,

am 11. Mai 2010 vor fast 8 Jahren wurde Andreas festgenommen, erst des Mordes verdächtigt und anschließend als Doppelmörder mit besonderer Schwere der Schuld durch das Landgericht Darmstadt verurteilt. Der BGH in Karlsruhe bestätigte das Urteil, da keine Formfehler vorlagen.

Seit dem 11. Mai 2010 sind wir als Familie und Freunde unter Schock. Die Gefühle seit diesem Tag sind Verzweiflung und Hilflosigkeit. Auf einmal läuft das normale Leben in eine ganz andere Richtung. Viele Stunden, viele Tage haben wir zusammen mit Rechtsanwalt Dr. Strate verbracht und alles noch einmal durchleuchtet. Drei Gutachten von Sachverständigen wurden ausgearbeitet und fließen mit in den Wiederaufnahmeantrag.

Am 11. Mai 2018 ist es nach einer sehr guten Vorbereitungs- und Aufarbeitungszeit soweit, Herr Rechtsanwalt Dr. Strate aus Hamburg möchte den Wiederaufnahmeantrag in Darmstadt persönlich einreichen.

Geplant ist an diesem Tag eine Pressekonferenz abzuhalten sowie die Möglichkeit zu geben, Interessierten Fragen zu beantworten. Gleichzeitig wird Herr Dr. Strate den Wiederaufnahmeantrag auf seiner Homepage veröffentlichen.

Die Chance eines weiteren Verfahrens und neuen Untersuchungen können einen anderen Blickwinkel auf diese wirklich grausame Tat geben.

Ich freue mich sehr auf diesen Tag.

Viele Grüße
Anja

https://www.doppelmord-babenhausen.de/Aktuelles.htm

#140 RE: Doppelmord in Babenhausen von wetterfrosch 06.04.2018 11:53

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Die andere Hälfte der Wahrheit

Mitunter spannen verurteilte Straftäter die Medien ein, um ihre vermeintliche Unschuld zu beweisen. Oft werden dabei unangenehme Details aus den Prozessakten verdreht – oder verschwiegen, wie vier Fallbeispiele zeigen

Benedikt Vallendar

München – Die Wohnung glich einem Schlachthaus. Als die Kriminalpolizei am Abend des 16. Mai 2006 die Privaträume der Unternehmerin Charlotte Böhringer betrat, war die gebürtige Ungarin schon mehrere Stunden tot; erschlagen mit einem spitzen Gegenstand, so dass sich Blut über den gesamten Hausflur des Luxusappartements in der Münchner Innenstadt verteilen konnte. Ein klassischer Fall von „Übertötung“, von dem Experten dann sprechen, wenn beim Täter tief sitzende Hassgefühle gegenüber dem Opfer frei werden. Am 12. August 2008 verurteilte das Münchner Landgericht Böhringers Neffen Benedict Toth, genannt Bence, wegen Mordes an seiner Tante zu lebenslanger Haft. Mit dem Zusatz „Besonderer Schwere der Schuld“, was ihn mindestens für 30 Jahre hinter Gittern bringen dürfte. Hauptmotiv war, laut Urteil, die Angst des Neffen vor Enterbung wegen eines abgebrochenen Jurastudiums. Charlotte Böhringer soll sich immer einen „Juristen in der Familie“ gewünscht haben, indes ihr Neffe lieber Vorlesungen in Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte belegte. Am 18. April 2016 bestätigte das Bundesverfassungsgericht das Urteil gegen Toth, so dass der Rechtsweg nunmehr ausgeschöpft ist. Und das Millionenvermögen Böhringers an den Bruder Mate verfiel, der als studierter Betriebswirt das Immobilienimperium verwaltet und standesgemäß mit Frau und Familie am Starnberger See logiert.

Bunter Budenzauber

Damit wäre die Geschichte um Benedict Toth eigentlich zu Ende erzählt, eigentlich. Wäre da nicht das hartnäckige Bemühen seiner Familie, die Unschuld des Mörders zu beweisen. Dafür engagierten Toths eigens den renommierten PR-Berater Terry Swartzberg, der erfolgreich dafür sorgt, dass die vermeintliche Unschuld von Toth junior gebetsmühlenartig durch die deutsche Medienlandschaft geistert. Auch der Fernsehsender Phoenix und das ZDF (in der Reihe „37 Grad“) haben den Mordfall Böhringer aufgegriffen, um das Urteil gegen Benedict Toth in Frage und seine Verurteilung als Justizirrtum an den Pranger zu stellen. Auf Youtube und in der Münchner Kulturszene kursieren zudem Videos von Benefizkonzerten für den „zu Unrecht einsitzenden“ Frauenmörder Benedict Toth. Auch VOX und Sat 1 brachten Sendungen über „Fehlurteile“, in denen sie auf Benedict Toth Bezug nahmen. Das immer gleiche Rezept: „Verschweige, was den Täter belasten könnte und gewinne die Sympathie des Publikums“ ist somit höchst erfolgreich aufgegangen und hat die Jüngerschar der Bence-Anhänger stetig anwachsen lassen. Was die Medien im Fall Böhringer tunlichst verschwiegen haben: Toth war, wie polizeiliche Ermittlungen ergeben hatten, ein notorischer Lügner und Hochstapler, der Schauspieler werden wollte und dazu offenbar auch das nötige Talent besaß, wie Prozessbeobachter später bestätigten.

„Liebevoller Familienmensch“

Ähnlich kühn praktiziert es der rechtskräftig verurteilte Dreifachmörder Andreas Darsow aus Hessen. 2011 wurde er vom Landgericht Darmstadt zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt – und lässt sich seither in Fernsehen und Internet als „unschuldig einsitzenden Familienvater“ zeigen. Auch in seinem Fall ist die Fangemeinde mittlerweile beträchtlich angewachsen. Ein eigens gegründeter Verein von „Opfern gegen Justizirrtümer“ rührt fleißig die Werbetrommel für den früheren Bundeswehrsoldaten. Darsow soll, laut Urteil, seine Nachbarn erschossen haben, mit denen er angeblich „seit Jahren keinen Kontakt“ mehr hatte. Indes die Polizei beweisen konnte, dass Darsows über Jahre versucht hatten, aus der Siedlung wegzuziehen, da sie die Lärmbelästigung durch die späteren Opfer, darunter eine geistig behinderte Frau, nicht mehr ertrugen.

Der Fall Darsow weist Parallelen zum Fall Jens Söring auf, der als verurteilter Doppelmörder in den USA eine lebenslängliche Gefängnisstrafe absitzt. Auch Söring, Sohn eines deutschen Diplomaten, sieht sich als Opfer der Justiz. Durch hartnäckiges Bestreiten der Tat, flankiert mit mehreren Büchern, die der frühere College-Student in Haft verfasst hat, haben die Medien, darunter „ZDF-Reporter“ und die inzwischen eingestellte Johannes B. Kerner Show, Söring zum Opfer der „Gefängnisindustrie in den USA“ werden lassen. Dass Jens Söring 1985 nach der Bluttat Hals über Kopf die USA verließ und nach einer Irrfahrt über den halben Globus in London wegen Scheckbetruges verhaftet wurde, erwähnen die Medienmacher indes nur kurz. Wohl auch, weil man sich mit dem sympathisch wirkenden „Justizopfer“ aus Deutschland nicht die Einschaltquoten verhageln will.

Als „Opfer“ der Justiz fühlt sich auch Werner Mazurek, mutmaßlicher Mörder der 1981 ermordeten Ursula Herrmann aus Bayern. 2010 verurteilte ihn das Landgericht Augsburg zu lebenslanger Haft. Eine Sendung auf 3sat zeigte Mazurek kürzlich als linkisch wirkenden alten Mann, der dem Justizapparat scheinbar hilflos ausgeliefert ist. In Pantoffeln, unrasiert und einer Plastiktüte in der Hand wurde der Fernsehauftritt Mazureks zuschauergerecht in Szene gesetzt. Dass Mazurek, ein notorischer Trinker und Tierquäler, in jungen Jahren seinen Sohn halb tot geprügelt hatte und überschuldet war, würde der Zuschauer indes nur aus den Prozessakten erfahren. Zurzeit klagt der Bruder Ursula Hermanns, von Beruf Realschullehrer für katholische Religion und Musik, gegen Mazurek auf Zahlung von 20.000 Euro Schmerzensgeld.

Bröckelnde Fangemeinde

Das fragwürdige Zusammenwirken von Täter- und Medieninteressen hat einen fahlen Nachgeschmack erzeugt. Auch im Fall der ermordeten Charlotte Böhringer mehren sich die Stimmen derer, die Zweifel an der vermeintlichen Unschuld des Täters hegen, die das Mediengeplänkel mit Skepsis verfolgen und die Justiz ausdrücklich vor Angriffen in Schutz nehmen. Alexander Stevens, promovierter Strafverteidiger und Buchautor, hat vor zehn Jahren bei der Münchner Staatsanwaltschaft gearbeitet und den Mordfall Böhringer aus nächster Nähe verfolgt. Für ihn stand schon damals fest: „Benedict Toth ist schuldig, das Urteil vollumfänglich gerechtfertigt“. Stevens kritisiert vor allem den „Tunnelblick“, den die Toth-Verteidiger von Anfang an auf den Fall hatten. Und nicht nur dort. „Immer wieder versuchen Mörder mit Hilfe der Medien den Kontakt nach draußen zu halten, was in vielen Fällen auch gelingt“, sagt Stevens. Täter und Medien zögen häufig an einem Strang, indem sie gemeinsam unangenehme Details unter den Teppich kehrten. Details, die dem Zuschauer verschwiegen werden und ihn an die Unschuld des verurteilten Täters glauben ließen.

Das schwerwiegendste Indiz, das zur Verurteilung Toths führte, war dessen Verhalten vor und nach der Tat. Die Medien hüllten sich lange darüber in Schweigen und stellten den Fall so dar, als säße da tatsächlich jemand unschuldig hinter Gittern. Indes die polizeilichen Ermittlungen vieles zutage brachten, was bis dahin verschwiegen worden war. Etwa, dass Toth vor dem Mord größere Bargeldbeträge auf sein sonst nur spärlich gedecktes Konto eingezahlt hatte. Das Kuriose: Die Beträge waren fast deckungsgleich mit Fehlbeträgen an Kassenautomaten in der Parkgarage. Als deren damaliger Geschäftsführer einen Fehlbetrag in Höhe von über eintausend Euro bemerkte und Benedict Toth darauf ansprach, behauptete dieser mit Unschuldsmine, dass ein Geldschein im Parkautomaten stecken geblieben sei, weshalb er eine so genannte. „Zwischenentleerung“ gemacht habe. Toth übergab dem Geschäftsführer den Fehlbetrag, wobei die Polizei später feststellte, dass der Neffe zeitgleich einen ähnlich hohen Betrag vom Konto seiner damaligen Lebensgefährtin abgehoben hatte. Bei der Polizei trug Toth dann vor, die Tante hätte ihn angestiftet, das Geld zu entnehmen, um dem Geschäftsführer „wegen Unterschlagung“ kündigen zu können. „Doch die dachte gar nicht daran und stellte kurze Zeit später sogar noch einen weiteren Geschäftsführer ein, den sie anwies, ihren Neffen künftig nicht mehr die Büros der Parkgarage am Isartor betreten zu lassen“, sagt Stevens. Zuvor hatte die kinderlose Millionenerbin ihren Neffen der Wohnung verwiesen und ihm überdies mit Enterbung gedroht.

„Examen“ gefeiert

Schon lange vor dem Mord hatte Toth bewiesen, dass es ihm nicht an Dreistigkeit mangelte. Nach seinem angeblich bestandenen ersten Juraexamen lud er Freunde und Mitarbeiter der Tante zu einem ausgiebigen Frühstück ein, bei dem ein Studienkollege den Chauffeur spielen durfte. In Wirklichkeit hatte Toth das Studium längst abgebrochen und lebte von den Anwärterbezügen seiner damaligen Freundin. Die Beziehung zu der jungen Frau war, anders als es die auf Lovestory gepolten Medien darstellten, in Wirklichkeit höchst fragil und, laut Ermittlungsakte, von mehreren Trennungsabsichten begleitet. Richtig „Schluss“ war dann, als Benedict Toth hinter Schloss und Riegeln saß.

http://www.justament.de/archives/7498

#141 RE: Doppelmord in Babenhausen von eugene1975 06.04.2018 23:32

hello
Der Herr Vallendar sollte erst einmal richtig recherchieren bevor er so abheult.

Zudem frage ich mich - auf wessen Lohnliste steht er?

#142 RE: Doppelmord in Babenhausen von Helios 03.05.2018 22:33

KOMMT EIN VERURTEILTER DOPPELMÖRDER DOCH NOCH FREI?
INITIATIVE WILL PROZESS GEGEN 50-JÄHRIGEN MANN AUS BABENHAUSEN (SÜDHESSEN) NEU AUFROLLEN LASSEN
Babenhausen/Darmstadt - Ein Verein will erreichen, dass ein vor neun Jahren verübter Doppelmord an einem Ehepaar aus Babenhausen juristisch neu aufgerollt wird.


Die Mitglieder halten den deswegen zu lebenslanger Haft verurteilten Nachbarn des Paars für unschuldig - daher soll kommende Woche beim Landgericht Darmstadt ein Wiederaufnahmeantrag für ein neues Verfahren eingereicht werden. Das kündigte der Verein am Donnerstag an.

Der Mann (62) und die Frau (58) waren im April 2009 im südhessischen Babenhausen erschossen worden. Die damals 37 Jahre behinderte Tochter überlebte knapp. Das Landgericht Darmstadt sprach den damals 41 Jahre alten Nachbarn 2011 schuldig, Motiv soll jahrelange Lärmbelästigung gewesen sein.

Der Bundesgerichtshofs bestätigte später das Urteil. Die Ehefrau des Verurteilten setzt sich seit mehreren Jahren dafür ein, dass der Fall neu aufgerollt wird. Die rechtlichen Hürden dafür sind aber hoch.

https://www.tag24.de/nachrichten/doppelm...-prozess-558076

#143 RE: Doppelmord in Babenhausen von Tumbleweed 12.11.2018 19:11

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Eine Entscheidung zum WAV wird wohl Anfang 2019 getroffen:

Mitteilung der Verteidigung vom 12.11.2018 in der Wiederaufnahmesache des Andreas Darsow

Auf Bitten meines Mandanten habe ich bei dem Vorsitzenden der zuständigen Strafkammer
des Landgerichts Kassel nachgefragt, wann perspektivisch mit einer Entscheidung über die
Zulässigkeit des am 11. Mai 2018 eingereichten Wiederaufnahmegesuchs zu rechnen sei.

Er teilt mir nunmehr unter dem 31. Oktober 2018 mit, dass „aufgrund der derzeitigen hohen
Belastung der Kammer mit Haftsachen sowie des Umfangs und der Schwierigkeit des Wie-
deraufnahmegesuchs mit einer Entscheidung voraussichtlich Anfang 2019 gerechnet werden
kann.“

Angesichts des Umstandes, dass der Verfahrensstoff in der Tat umfangreich ist, geht dieser
zeitliche Rahmen für eine Entscheidungsfindung völlig in Ordnung. Mir ist eine sorgfältige
Befassung mit dem Wiederaufnahmevorbringen lieber als die schnelle Abfertigung, die
unlängst einem parallel in Hamburg für einen anderen Mandanten angebrachten Wiederaufnah-
megesuch zuteil wurde.

Gerhard Strate
Hamburg, am 12.11.2018

https://www.strate.net/de/dokumentation/...-2018-11-12.pdf

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