#1 RE: Presseberichte von Christine 04.02.2013 19:05

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Bitte hier nur Presseberichte posten - mit Angabe der Quelle (Link)

#2 RE: Presseberichte von Christine 04.02.2013 19:11

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Familienname:
Pismak
Vorname:
Adelina
Geburtsdatum:
09.10.1990
Geburtsort:
Nowoorsk/Sowjetunion
Personenbeschreibung:
zum Zeitpunkt des Verschwindens:
Größe: 140 cm
Äußere Erscheinung:
schlank
dunkelblondes bis braunes, offenes Haar
graublaue Augen
Brillenträgerin
Sprachen:
deutsch (fließend)
russisch (Muttersprache)
englisch (gering)
Bekleidung:
weißes, bündchenlanges Trägershirt (Gr. 134-140)
dunkelblauer (fast schwarzer), glockenförmiger, ausgestellter Minirock aus Wolle mit ca. 5 cm langem Schlitz im Bereich des rechten Beines vorne (Gr. 128)
weiße Unterhose
blaue Jeanssandaletten mit breitem Jeansriemen im Bereich des Spannes, welcher mit bunten Kunststoffperlen besetzt ist; der Zehenbereich ist frei (Gr. 33-34)
mitgeführte Gegenstände:
weiße Jutetasche
halbes Graubrot in einer Papiertüte
zwei halbe Stücke Geflügelwurt (eingeschweißt)
zwei Tüten Chips "PomBär"
Schlüsselbund mit vier Schlüsseln an einem ovalen Metallamulett (Vorderseite: Eiffelturm mit Schriftzug 'Paris', Rückseite: Seitenansicht von Napoleon)
Teleskopregenschirm mit schwarzem Knauf, dunkler Stoff mit Karomuster
Bilder der mitgeführten Gegenstände
Besondere Kennzeichen:
besondere Kennzeichen: kleine (braune) Pigmentflecken am ganzen Körper
schwarzer, stecknadelkopfgroßer Pigmentfleck in Höhe des Bauchnabels
Sachverhalt:
Die 10-jährige Adelina Pismak aus Bremen-Kattenturm wurde zuletzt am Donnerstag, 28.06.2001, gegen 17:30 Uhr gesehen, als sie auf dem Rückweg von ihrem Großvater in die elterliche Wohnung war. Am 07.10.2001 wurde der Leichnam von Adelina in einem blauen Plastiksack verpackt von einer Pilzsammlerin gefunden.

Fundort ist das sogenannte 'Pastorenwäldchen' in der Leester Marsch in der Gemeinde Weyhe-Leeste bei Bremen.

Es handelt sich dabei um ein ca. 180 x 46 m großes Waldstück in einem überwiegend landwirtschaftlich genutzten Gebiet südlich von Bremen.

Bei der von einem oder mehreren unbekannten Tätern verübten Tat handelt es sich um ein Sexualdelikt.

In unmittelbarer Nähe des Ablageortes wurden sechs im Waldboden verscharrte Damenbadeanzüge sowie eine Umstandsmiederhose, ein Top und drei Strumpfhosen gefunden.

Neben verschiedenen Tätertypen aus dem Deliktsbereich der Sexualstraftäter wird aufgrund des Fundes der Badeanzüge nicht ausgeschlossen, dass insbesondere Personen als Täter in Frage kommen könnten, die als transvestitisch veranlagte Fetischisten einzustufen sind.

Beim transvestitischen Fetischismus wird die Kleidung des anderen Geschlechts hauptsächlich zur Erreichung sexueller Erregung getragen. Das Tragen der Fetischgegenstände oder Kleidung soll den Anschein erwecken, dass es sich um eine Person des anderen Geschlechts handelt. In diesem Zusammenhang ist auffällig, dass der zuletzt von Adelina getragene kurze blaue Wollrock beim Leichenfund fehlte!

Die Polizei fragt:
Wer kann Angaben zum Verbleib der o.g. Gegenstände, insbesondere zu dem kurzen blauen Wollrock machen?
Wer kann Angaben über Auffälligkeiten in dem sogenannten "Pastorenwäldchen" machen?
Auslobung:
10.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgelobt
Hinweise bitte an die sachbearbeitende Dienststelle:
Polizei Bremen
Polizeidirektion
Kriminalpolizei
In der Vahr 76
28329 Bremen
Telefon: +49 (0)421 362-3888
oder an das:
Bundeskriminalamt Wiesbaden
Kriminaldauerdienst
Kontakt
Telefon: +49 (0)611 55-13101
Fax: 21+49 (0)611 55-12141
oder an jede andere Polizeidienststelle


http://www.bka.de/nn_198454/DE/Fahndunge...makAdelina.html

#3 RE: Presseberichte von Christine 04.02.2013 19:14

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10.10.01
Polizei: Adelina wurde missbraucht und ermordet
Gen-Analyse lässt keine Zweifel mehr am Schicksal des Mädchens aufkommen, das am Dienstag elf Jahre alt geworden wäre Von AP

Mehr als ein Vierteljahr nach dem spurlosen Verschwinden von Adelina Pismak aus Bremen steht fest: Das Mädchen wurde sexuell missbraucht und ermordet. Die DNA-Analyse von Körperzellen beseitigte nach Polizeiangaben am Dienstag alle Zweifel an der Identität der am Sonntag nahe Bremen gefundenen Kinderleiche. Die genaue Todesursache teilte die Polizei noch nicht mit, die Spuren am Körper lassen aber auf ein Sexualverbrechen schließen. Am Dienstag wäre Adelina elf Jahre alt geworden.

Die stark verweste Leiche war am Sonntag in einem Wäldchen in der niedersächsischen Gemeinde Weyhe entdeckt worden. Eine Pilzsammlerin hatte den Körper in einem blauen Plastiksack entdeckt. Der lag drei Kilometer vom Bremer Stadtteil Kattenturm entfernt, aus dem Adelina verschwunden war.

Das aus einer deutsch-russischen Familie stammende Mädchen war von einem kurzen Besuch bei seinem Urgroßvater nicht nach Hause zurückgekehrt. Der Verdacht, dass Adelina von ihrem in Sibirien lebenden Vater entführt worden sein könnte, bestätigte sich nicht. Den vorübergehend festgenommenen Stiefvater des Kindes setzte die Polizei schnell wieder auf freien Fuß, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärtete.

Die Sonderkommission erhielt mehr als 500 Hinweise und überprüft seit Monaten bereits Sexualstraftäter und mögliche Verbindungen zu Sexualdelikten in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Soltau-Fallingbostel.

Ein Zusammenhang zum Fall "Dennis" wird nach Polizeiangaben geprüft, gilt aber als wenig wahrscheinlich. Der Neunjährige war in der Nacht zum 5.September aus einem Schullandheim bei Bremen verschwunden. Er wurde vor zweieinhalb Wochen 40 Kilometer entfernt erstickt aufgefunden.

Der Tod der zehnjährigen Adelina ist ein weiterer trauriger Höhepunkt in der Geschichte der Verbrechen an Kindern auch in Norddeutschland. Nachstehend einige spektakuläre Fälle:

1996: In Wardenburg bei Oldenburg verschwindet die 13-jährige Ulrike, die mit ihrer Ponykutsche unterwegs ist. Der in einem anderen Fall verhaftete Ronny Rieken gesteht später, das Mädchen umgebracht zu haben.

1997: Die zehnjährige Kim aus Varel in Niedersachsen wird unweit der Autobahn bei Amsterdam tot aufgefunden. Ihr Mörder, der 34-jährige Rolf Diesterweg, hatte schon einmal ein Mädchen erwürgt und muss lebenslang ins Gefängnis.

1998: In einem Kiesteich bei Peine wird die zerstückelte Leiche des 13-jährigen Markus entdeckt. Ende April 2001 wird ein inzwischen 19-Jähriger nach einem Indizienprozess wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechs Jahren Jugendstrafe verurteilt. Jäger im Emsland finden im März die Leiche der elfjährigen Christina, die sexuell misshandelt wurde. Der Täter verrät sich beim größten Massen-Gentest der deutschen Kriminalgeschichte. Der 30-jährige Familienvater Ronny Rieken, der auch den Mord an Ulrike aus dem Raum Oldenburg gesteht, wird später zu lebenslanger Haft verurteilt.

http://www.welt.de/print-welt/article480...d-ermordet.html

#4 RE: Presseberichte von Christine 04.02.2013 19:18

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15.06.02
Keine Spur von Adelinas Mörder
Soko löst sich auf Von ddp

Fast ein Jahr nach dem Mord an der zehnjährigen Adelina aus Bremen fehlt der Polizei noch immer eine heiße Spur vom Täter. Bislang seien 1716 Spuren verfolgt worden, von denen 113 noch in Bearbeitung seien, sagte der Leiter der Sonderkommission, Werner Meyer, am Freitag in Bremen.

346 der Polizei bekannten Sexualtäter seien überprüft worden. Da es noch immer keinen konkreten Hinweis auf den Täter gebe, werde die Soko Adelina zum Endes des Monats aufgelöst. Die Ermittlungen gingen jedoch weiter. Die Bearbeitung des Falles übernehme eine für Gewalttaten zuständige Abteilung. In der Soko Adelina arbeiteten zeitweise 41 Ermittler, seit Anfang Juni waren es nur noch acht. Meyer betonte, der Täter könne sich auch nach Auflösung der Soko "nicht in Sicherheit wiegen". Der Leiter der Kriminalpolizei Peter Wetzke sagte, jeder Hinweis werde auch weiterhin verfolgt. "Wir haben draußen einen potenziellen Mörder herumlaufen. Den wollen wir haben."

Rückblende - 28. Juni 2001: Die zehnjährige Adelina Pismak aus Bremen-Kattenturm verschwindet auf dem Heimweg von ihrem Urgroßvater zur nahe gelegenen Wohnung ihrer Mutter. Die Familie der Vermissten stammt aus der ehemaligen Sowjetunion und siedelte vor drei Jahren nach Bremen um. Der im gleichen Stadtteil lebende Stiefvater hat ein Besuchsrecht, der leibliche Vater Adelinas lebt in Russland. Trotz intensiver Suche in Bremen und Umland bleibt Adelina zunächst verschwunden. Bei der Suche werden Taucher, Polizeihunde und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt.

7. Oktober 2001: Eine Pilzsammlerin findet in einem Waldstück bei Leeste nahe Bremen eine Kinderleiche, die in einem Plastiksack liegt.

9. Oktober 2001: Eine DNA-Analyse ergibt, dass es sich bei der Leiche um Adelina handelt. Das Kind wurde vor seinem Tod sexuell missbraucht.


http://www.welt.de/print-welt/article394...as-Moerder.html

#5 RE: Presseberichte von Christine 04.02.2013 19:19

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10.10.01
Adelina wurde vor der Mordtat sexuell missbraucht
DNA-Analyse beseitigte letzte Zweifel an Identität der Leiche - Zusammenhang mit Mordfall Dennis wenig wahrscheinlich Von Frank Schümann

Eine gemeinsame Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft brachte am Dienstag die traurige Gewissheit: Bei der am Sonntag bei Bremen gefundenen Kinderleiche handelt es sich um die zehnjährige Adelina Pismak, die am 28. Juni auf dem Heimweg von ihrem Urgroßvater zu ihren Eltern spurlos verschwunden war. Eine in Auftrag gegebene DNA-Analyse von Körperzellen beseitigte nach Polizeiangaben alle Zweifel. Auch ist davon auszugehen, dass das Mädchen sexuell missbraucht worden sei, hieß es weiter. Der Leiter der Sonderkommission (Soko) "Adelina", Werner Meyer, sagte, es habe Anhaltspunkte dafür sowohl am Fundort als auch während der Obduktion ergeben. Auf welche Weise die zehnjährige getötet wurde, konnte die Polizei noch nicht sagen. Ebenfalls unklar ist, wann genau die Mordtat verübt wurde - "wir gehen aber davon aus, dass der Todeszeitpunkt relativ nah am Zeitpunkt des Verschwindens liegt", so Meyer.

Die stark verweste Leiche war am Sonntag in dem so genannten Pastorenwäldchen in der niedersächsischen Gemeinde Weyhe entdeckt worden - rund drei Kilometer vom Bremer Stadtteil Kattenturm entfernt, in dem Adelina beheimatet war. Eine Pilzsammlerin hatte den Körper in einem blauen Plastiksack entdeckt. Dieser Sack, der mit gelben Schnüren zusammengezogen wird, ist jetzt eine der wichtigsten Spuren der Soko, die für die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter wieder auf 20 Personen aufgestockt wird. Die Polizei sucht dabei dringend nach Zeugen.

Bei der Suche nach dem Täter gebe es durchaus einige Spuren, bestätigte Staatsanwalt Uwe Piccard, der sich dazu allerdings nicht detaillierter äußern wollte. "Wir haben am Tatort einige Dinge gefunden, auf die wir allerdings nicht näher eingehen wollen", hieß es. Aus der Bevölkerung, die von Anfang an rege Anteilnahme genommen hatte, waren bis zum Dienstag 843 Hinweise eingegangen. Bei einer groß angelegten Suchaktion kurz nach dem Verschwinden von Adelina hatten zwei Tornados der Bundeswehr ein 200 Quadratkilometer großes Areal mit Wärmebildkameras abgesucht - erfolglos. Zwar seien Wärmepunkte gefunden worden, sagte Meyer; zum Auffinden der Leiche habe dies aber nicht gereicht. Dass das Wäldchen, in dem die Leiche entdeckt wurde, nicht durchkämmt worden war, erklärte die Polizei damit, dass irgendwo eine Grenze gezogen werden musste - und das Pastorenwäldchen lag hinter dieser Grenze.

Als wenig wahrscheinlich werten Polizei und Staatsanwaltschaft einen Zusammenhang mit dem Mord am gleichaltrigen Dennis, der in der Nacht zum 5. September aus einem Schullandheim bei Bremen verschwunden und vor zweieinhalb Wochen tot aufgefunden worden war. Eventuelle Zusammenhänge würden zwar geprüft, aber grundsätzlich gelte die Annahme, dass sich mögliche Serientäter entweder Jungen oder Mädchen auswählen, selten aber beide Geschlechter.


http://www.welt.de/print-welt/article480...issbraucht.html

#6 RE: Presseberichte von Christine 04.02.2013 19:22

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02.05.03
Mordfall Adelina - Bremer Polizei hat neue Spur
22-Jähriger brachte kleines Mädchen in seine Gewalt, ließ es aber nach zwei Stunden frei - Kripo sucht nach Zeugen Von Florian Hanauer

Stunden der Angst für ein neunjähriges Mädchen in Bremen: Die Kleine spielte auf der Straße Bremer Stadtteil Kattenturm, als ein weißer Renault hielt, ein Mann ausstieg und sie zwang, in sein Auto einzusteigen. Was der Auftakt einer weiteren erschütternden Kindesentführung wie im Fall Adelina hätte sein können, ging glücklicherweise rasch zu Ende: Der Mann ließ das Mädchen nach zwei Stunden wieder laufen. Die Bremer Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten jetzt Parallelen zum Fall Adelina heraus, denn die neue Entführung geschah nicht weit von der Stelle, wo im Juni 2001 die kleine Adelina Pismak verschwand, die später tot aufgefunden wurde. Die jüngste Entführung fand bereits am 10. April statt, sie wurde aus "ermittlungstaktischen Gründen" aber erst jetzt bekannt gegeben. Denn schon einen Tag später, am 11. April, konnte der Entführer gefasst werden.

Der 22-jährige Mann, der die neue Entführung begangen hatte, könnte in den Fall Adelina verstrickt sein, sagte ein Sprecher der Bremer Polizei. Auch die Staatsanwaltschaft arbeitet an dieser Spur. Zu Details will die Sprecherin der Staatsanwaltschaft aber keine Angaben machen.

Weitere Hinweise erhoffen die Ermittler sich von einem Appell an die Bevölkerung: Die Polizei sucht Zeugen, die den 22-jährigen Mann am 10. April im Bremer Süden gesehen haben - entweder im Stadtteil Arsten oder im Kleingartengebiet Krimpelweg. Der Mann ist 1,93 Meter groß, blond, schlank, hat leicht rötliche, kurze Haare, trägt eine Brille und einen Ohrring. Besonders wichtig ist die Frage, ob ihn jemand beim Ansprechen von Kindern beobachtet hat.

Als Adelina Prisnak 2001 verschwand, fuhr der neue Entführer einen grauen Volvo. Deshalb wird auch nach Hinweisen zu dem Auto gefahndet.

Bei der Entführung am 10. April verwickelte der Mann das kleine Mädchen, das auf seinen Inline-Skates einige Runden drehte, erst in ein Gespräch. Dann packte er sie und zwang sie in den Kofferraum, wo er sie fesselte. Er brachte das Kind in ein Kleingartengebiet. Als er sie auf einem Parkplatz herausließ, fuhr ein rotes Auto vorbei. Der Mann bekam offensichtlich Angst, beobachtet worden zu sein und zwang das Kind auf den Beifahrersitz. Dann sprang er selbst ins Auto und fuhr weiter. Er fuhr sie zur Wohnung der Familie, wo er sie frei ließ. Das Mädchen konnte später der Polizei eine sehr detaillierte Beschreibung des Täters geben, sagte ein Polizeisprecher. Nach einer intensiven Fahndung wurde der Mann gleich am nächsten Tag festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.


http://www.welt.de/print-welt/article691...-neue-Spur.html

#7 RE: Presseberichte von Christine 04.02.2013 19:29

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Mordfall Adelina: Fetisch-Transvestit im Verdacht - 18.01.2002

Im Mordfall Adelina hat die Bremer Polizei eine heiße Spur. Die Kriminalisten vermuten nun einen transvestitischen Fetischisten hinter der Tat.


Bremen - In der Nähe des Leichenfundortes seien vergrabene Kleidungsstücke gefunden worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Darunter seien mehrere Schwimmanzüge, einige Damenstrumpfhosen sowie ein Body und eine Umstandshose. Manche Gegenstände seien schon stark verrottet gewesen. Sie könnten bis zu zehn Jahre dort gelegen haben.

Über die Kleidungsstücke hoffe man nun Hinweise zum Täter zu bekommen, bei dem es sich nach Vermutungen von Fallanalytikern der Polizei um einen Fetischisten mit Vorliebe für Frauenkleidung handele. Der Leiter der Sonderkommission, Werner Meyer, sprach von der "heißesten Spur, die wir bislang hatten". Schon Anfang Dezember hatten die Fahnder in dem Wäldchen nahe dem niedersächsischen Leeste die Kleidung entdeckt, gaben den Fund aus ermittlungstaktischen Gründen aber erst jetzt bekannt.
Die Polizei geht davon aus, dass ein Fetischist am Werk gewesen sein muss, der sich durch das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts sexuell erregt. Die Beamten vermuten weiter, dass die Leiche des Mädchens nicht zufällig an dieser Stelle abgelegt wurde.

Adelina war am 28. Juni vergangenen Jahres in Bremen spurlos verschwunden. Eine Pilzsammlerin fand die Leiche Anfang Oktober in einem Waldstück nahe der Wohnung des Mädchens. Bisher wurden 286 Sexualstraftäter im Rahmen der Ermittlungen überprüft. Die Polizei verfolgte nach eigenen Angaben 1253 Hinweise.

Am Freitagabend greift das ZDF den Fall in der Sendung "Aktenzeichen XY - ungelöst" auf.


http://www.spiegel.de/panorama/mordfall-...t-a-177958.html

#8 RE: Presseberichte von Christine 04.02.2013 19:33

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Mordfall Adelina: Bremer Polizei ermittelt bereits seit zehn Jahren
28.06.2011

Adelina wurde im Juni 2001 getötet.
BREMEN Der Mord an Adelina aus Bremen gibt den Ermittlern auch nach zehn Jahren immer noch Rätsel auf. Das damals zehn Jahre alte Mädchen wurde im Juni 2001 in unmittelbarer Nähe zu ihrer Wohnung entführt und drei Monate später tot in einem Wald bei Bremen gefunden.

Der damalige Leiter der Vermisstenstelle, Dirk Siemering, erinnert sich noch genau an den Tag, an dem Adelina verschwand. Mit einem unheimlich großen Kräfteeinsatz habe man jeden Stein umgedreht und unter jeden Busch geschaut, Anhaltspunkte oder Zeugen gab es nicht, sagte er am Dienstag. Eine Sonderkommission war im Einsatz. „Wir haben gesucht und gesucht, aber es war, als hätte Adelina sich in Luft aufgelöst.“ Bis sie 100 Tage später tot in einem Wald bei Bremen gefunden wurde. „Erschütternd“ empfand Siemering die Situation, als er in dem kleinen Wäldchen stand. „Wir sind alle 100 Tage lang mit dem Gedanken an Adelina aufgestanden und eingeschlafen.“

Der Fall sei weder bei der Polizei noch bei der Staatsanwaltschaft abgeschlossen, man arbeite weiter daran, sagte Polizeisprecher Dirk Siemering am Dienstag. Bei Sittlichkeitsdelikten werde immer ermittelt, ob ein Zusammenhang zum Mordfall Adelina besteht.

Man hoffe, dass der Fall eines Tages aufgeklärt wird, die Untersuchungsmethoden würden immer weiter verfeinert. „Der Täter sollte sich nie sicher sein, dass wir ihm nicht doch noch auf die Spur kommen“, sagte Siemering. „Wir lassen nicht nach.“

http://www.nwzonline.de/bremen/mordfall-...,607340220.html

#9 RE: Presseberichte von wetterfrosch 11.03.2018 14:05

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Vor 15 Jahren: Pilzsammlerin findet tote Adelina

Kein Opfer ist jemals vergessen

08.10.16

Weyhe - Von Sigi Schritt. Sonntagnachmittag vor 15 Jahren. Eine Weyherin macht beim Pilzesammeln in der Leester Marsch einen grausigen Fund: In einem Müllsack aus Plastik steckt eine Kinderleiche. Wie sich später herausstellt, handelt es sich um das drei Monate zuvor in Bremen-Kattenturm entführte Mädchen Adelina.

Werner Schritt und Michael Wessels vom örtlichen Kommissariat eilen sofort zum Fundort. Wessels, heute bei der Polizeiinspektion Diepholz für Kriminalprävention zuständig, kann sich noch genau an den Fall erinnern, der mehr als ein Jahrzehnt später noch immer nicht abgeschlossen ist.

Laut Auskunft des Bremer Staatsanwalts Frank Passade handelt es sich um einen sogenannten „Cold Case“, also um einen ungelösten Mordfall, bei dem die Ermittler nicht mehr weiterkommen. „Der verschwindet nicht im Archiv. Wenn es neue Spuren oder Erkenntnisse gibt, lebt die Sonderkommission wieder auf“, kündigt er an. Wie der Bremer Jurist hofft auch der Diepholzer Kriminaloberkommissar Wessels, dass die Wahrheit eines Tages ans Licht kommt.

Mit dem Wissen, dass sich in der Nähe öfter Exhibitionisten zeigten, seien er und sein Kollege damals zur Fundstelle gefahren. Die Beamten sicherten das Areal rund um das Leester Pastorenwäldchen, riefen einen Hubschrauber herbei und alarmierten die Bremer Sonderkommission Adelina. Eine Antwort darauf, weshalb die Bremer Polizei ihre Suche nicht von Anfang an auch auf das niedersächsische Gebiet erstreckt hatte, hat der Diepholzer Beamte aber nicht. Die Sonderkommission hatte erst im Oktober mit ihren Spezialisten den Fundort und die weitere Umgebung untersucht. „Wir blieben nur für den Fall vor Ort, falls es sich nicht um die Zehnjährige aus Kattenturm gehandelt hätte.“ Aus der Tatsache, dass Leichenspürhunde der Bremer Polizei zuvor in der Nähe auf einem Übungsplatz trainiert und die Tote nicht gewittert hatten, ließe sich schließen, dass Adelina nicht sofort nach ihrer Tötung im Pastorenwäldchen abgelegt worden sei. Ein Tornado der Bundeswehr mit einer speziellen Wärmebildkamera flog schließlich über die Wesergmeinde, um mögliche Anomalien zu suchen und die Bodenbeschaffenheit zu dokumentieren, erinnert sich Wessels. Die Ermittler gingen unter anderem von der Tat eines pädophilen Sexualverbrechers aus.

Nach zahlreichen Medienberichten und einem Aufruf der ZDF-TV-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ sowie Aufrufen im Internet war der Fall in Deutschland präsent.

Die Soko erhielt zwar viele Hinweise, konnte aber den Täter nicht überführen. Da sich die Kriminaltechnik laut Wessels verbessert, wird es neue Untersuchungsmethoden geben, die zum Ziel führen.

https://www.kreiszeitung.de/lokales/diep...en-6821015.html

#10 RE: Presseberichte von wetterfrosch 09.10.2018 11:33

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09.10.2018 07:20

Verbrechen auf der Spur: Die Fahndungsliste des BKA

Bundeskriminalamt Wiesbaden setzt bei 50 Fällen auf Fahndung im Netz

Wiesbaden - Die offizielle Fahndungsliste des Bundeskriminalamts (BKA) im Internet umfasst derzeit rund 50 Fälle.

Der älteste in dieser Reihe ist der Sexualmord an der zehnjährigen Adelina aus Bremen im Jahr 2001. Das BKA erhofft sich bereits seit 2006 auf diesem Weg Hinweise auf den Täter.

Mit der öffentlichen Fahndungsliste suchen die Fahnder nach Straftätern und Vermissten - oder auch nach Zeugen von Verbrechen und nach Menschen, die etwas über die Identität von Leichen wissen.

Welcher Fall auf die Liste kommt, entscheiden Gerichte, wie das BKA in Wiesbaden erklärt. Dabei geben die Richter auch vor, ob ein Gesuchter mit vollem Namen genannt werden darf.

Dies ist beispielsweise beim jüngsten Fall auf der Liste so: Nach der tödlichen Messerattacke diesen August in Chemnitz sucht die Polizei - auch via Internet - einen weiteren Verdächtigen.

Eine Rangordnung à la "Most Wanted" wie bei der US-Bundespolizei FBI nimmt das BKA nicht vor. Allerdings locken teils hohe Belohnungen.

https://www.tag24.de/nachrichten/wiesbad...otschlag-812956

#11 RE: Presseberichte von 10.10.2018 22:41

Artikel vom 06.10.2011

„Wir lassen nicht locker“

Weyhe - Von Philipp KösterLEESTE/BREMEN · „Cold Case – kein Opfer ist je vergessen“ heißt eine amerikanische Krimiserie, in der es um die Lösung unaufgeklärter Kriminalfälle geht. Ein solcher „kalter Fall“ könnte auch der Mord an Adelina aus Bremen im Sommer 2001 werden.

Morgen ist es genau zehn Jahre her, dass Adelina im „Pastorenwäldchen“ in der Leester Marsch von einer Pilzsammlerin tot aufgefunden wurde. Adelina war Ende Juni 2001 in der Nähe ihrer Wohnung in Kattenturm entführt und ermordet worden. Das Sexualverbrechen an dem damals zehnjährigen Mädchen ist bis heute nicht aufgeklärt.

Das zuständige Fachkommissariat wird die Akte wohl in Kürze schließen, sagt Polizeisprecher Dirk Siemering, damals Leiter der Ermittlungsgruppe. Dann ist es an der Staatsanwaltschaft zu entscheiden, ob ein anderes Team den Fall noch einmal von Grund auf anpackt, eben als „Cold Case“. „So weit sind wir aber noch nicht“, sagt Oberstaatsanwalt Uwe Picard. „Die Akte ist noch nicht im Archiv. Es gibt keinen Stillstand der Ermittlungen, sondern noch Spuren, denen wir nachgehen.“

Doch in jedem Fall haben die Polizei und Staatsanwaltschaft eine Botschaft für den Mörder: „Wir lassen nicht locker. Wir bleiben am Ball. Der Täter darf sich nicht zu sicher sein“, betont Siemering. Er schließt nicht aus, dass die Polizei über die Medien aktiv wird, zum Beispiel via Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“. Der Kriminalist baut aber auch auf „Kommissar Zufall“: Vielleicht änderten sich die Lebensumstände des Täters und die ehemalige Lebensgefährtin offenbare sich der Polizei, weil ihr „Ex“ beim Thema Adelina stets in Schweiß ausgebrochen sei, entwirft Siemering ein gänzlich fiktives Beispiel.

Fieberhaft suchte in der Folgezeit des Verbrechens eine zeitweilig 40 Polizisten starke Sonderkommission nach dem Täter und verfolgte Spuren. So fahndete sie zunächst nach einem sogenannten Fetisch-Transvestiten, der im Leester Wäldchen Frauenkleidung vergraben hatte.

Im Jahr 2005 geriet auch der Mörder von Levke und Felix, der Bremerhavener Marc Hoffmann, ins Visier der Ermittler, doch konnte ihm das Verbrechen nicht nachgewiesen werden. Auch einen jungen Mann, der 2003 in Kattenturm, ebenfalls an der Theodor-Billroth-Straße, eine Neunjährige in sein Auto gezerrt, es aber nach zwei Stunden wieder freigelassen hatte, mussten die Beamten aus Mangel an Beweisen wieder freilassen.

Rätsel geben der Polizei auch mysteriöse Funde von Tierknochen in den Bäumen des Pastorenwäldchens auf. Außerdem hat jemand über Jahre Äste zu tor- und tipi-ähnlichen Gebilden aufgestellt. Und vor einem solchen Ast-Gerüst hatte der Mörder mutmaßlich auch einen Sack mit dem Körper des toten Mädchens abgelegt.

Von Zeit zu Zeit sucht die Bremer Polizei auch heute noch das Wäldchen auf. Ob sie sich zudem frühere Verdächtige erneut vorknöpft – dazu wollte sich Uwe Picard nicht öffentlich äußern. Der unlängst verhaftete Jungenmörder und ehemalige Bremer Martin N. scheidet laut Polizeisprecher Dirk Siemering aber als Täter aus.

https://www.kreiszeitung.de/lokales/diep...er-1434072.html

#12 RE: Presseberichte von Tumbleweed 17.06.2019 15:10

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Fall Adelina Pismak
Der ungelöste Kindermord von Bremen

Von Dietmar Seher
16.06.2019, 15:49 Uhr

Die 10-jährige Adelina wird 2001 entführt, missbraucht und umgebracht. Der Täter ist bis heute nicht überführt, doch es gibt einen Verdacht. Adelinas Schicksal beschäftigt selbst den Chef des BKA bis heute.

Holger Münch ist der ranghöchste deutsche Polizist. Er ist Präsident der 6.400 Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes. Reporter der Wochenzeitung "Die Zeit" haben ihm im vergangenen April eine sehr persönliche Frage gestellt: "Wenn Sie ein Verbrechen lösen könnten, das nie aufgeklärt wurde – welches würden Sie wählen?" Münch stammt aus Bremen. Er war dort Polizeipräsident und Chef des Landeskriminalamtes. Er sagte: "In meiner Zeit in Bremen ist ein Mädchen auf dem Weg nach Hause entführt worden, seine Leiche wurde später in der Nähe in einem Waldgebiet gefunden. Adelina hieß es."

Adelina: Jeder Fahnder in der Hansestadt kennt ihren Namen. Ihre Geschichte reicht an den Anfang der Nullerjahre zurück. 1,3 Millionen Russlanddeutsche sind in dem Jahrzehnt nach der großen weltpolitischen Wende von 1990 nach Deutschland gekommen. Ältere Zuwanderer tun sich in der neuen Heimat bisweilen schwer. Anders ist das bei ihren Kindern und Enkeln. Sie lernen fix die fremde Sprache, sind Spitze in Mathematik und Naturwissenschaften. Adelina Pismak ist eines dieser Kinder.

Suchaktion ohne Erfolg

Noch geboren nahe Orenburg, 1.200 Kilometer südöstlich von Moskau an der russisch-kasachischen Grenze, spricht das Mädchen neben seiner russischen Muttersprache fließend Deutsch. Sie lernt auch Englisch. Sie ist zehn Jahre alt und wohnt im Bremer Stadtteil Kattenturm. Hier, wo Wohnblock an Wohnblock steht, ist auch der Opa Christian Seidel in einem elfgeschossigen Bau zu Hause. Sie besucht ihn am 28. Juni 2001. Am späten Nachmittag des Tages fragt Seidel sie, ob sie noch ihr Eis aufessen wolle. "Ich muss zu Mama. Die ist doch krank", gibt sie dem Opa zu bedenken – und macht sich auf den nur 200 Meter langen Heimweg. Es ist 17.30 Uhr. Was dann passiert, bleibt bis heute nicht nur für den BKA-Chef ein Rätsel. Adelina kommt zu Hause nicht an.

Die vermisste Russlanddeutsche löst eine der bis dahin größten Suchaktionen der Bremer Polizei aus. Doch die Arbeit der 40-köpfigen Sonderkommission bringt genauso wenig ein Ergebnis wie der Einsatz von Flugblättern und Tauchern, von Hunden und "Tornado"-Jets der Luftwaffe, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Viele Möglichkeiten werden durchdekliniert. Hat der leibliche Vater des Kindes, ein Russe, der immer noch nahe der chinesischen Grenze wohnt, mit dem Verschwinden zu tun? Hat er Adelina entführt? Es ist eine erste, durchaus naheliegende Mutmaßung.

Sie wird wie anderes als falsch verworfen.

Drei Monate vergehen. Es ist der 7. Oktober 2001. Eine Frau sucht Pilze im Pastorenwäldchen der Leester Marsch südlich von Bremen. Das Wäldchen ist ein kleines Stück Grün, gerade mal 180 mal 46 Meter groß. Da stößt die Pilzsucherin auf einen blauen Plastiksack. Der Fund bringt Klarheit über das Schicksal der 10-Jährigen. Im Sack eingeschnürt sind Adelinas teils schon verwesten sterblichen Überreste. Die Rechtsmedizin, die den Inhalt untersucht, kommt zu dem Schluss: "Bei der von einem oder mehreren Tätern verübten Tat handelt es sich um ein Sexualdelikt." Adelina ist vergewaltigt und dann getötet worden. Wie, ist nicht mehr nachzuvollziehen.

Mehr als 1.000 Hinweise

Die Ermittler durchsuchen die Umgebung. Sie finden weitere Auffälligkeiten. "In unmittelbarer Umgebung", so stellen sie fest, sind sechs Damenbadeanzüge verscharrt, eine Umstandsmiederhose, ein Top und drei Strumpfhosen. Sie folgern: "Es könnten Sexualstraftäter infrage kommen, die als transvestitisch veranlagte Fetischisten einzustufen sind" – Täter, die bestimmte Kleidungsstücke des anderen Geschlechts erregend finden. Auffallend auch: Der von Adelina am Tatabend getragene kurze blaue Wollrock fehlt beim Leichenfund.

Drei Jahre später: 1.235 Hinweisen wurde in dieser Zeit nachgegangen, 286 Sexualstraftäter wurden überprüft, 1.700 Spuren abgearbeitet. Der Fall Adelina umfasst 300 Akten. Man hat neue Ansätze ermittelt. Könnte der Stiefvater Adelinas, der von der Mutter längst getrennt lebt, etwas mit der Tötung zu tun haben? Die Spur führte genauso in die Sackgasse wie die eines 22-Jährigen, der 2003 – auch in Kattenturm – ein 9-jähriges Mädchen zwei Stunden in seinem Auto gefesselt gefangen hielt.

Da kommt der Zufall zur Hilfe.

Im Sommer 2004 werden in der Region innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten zwei Kinder entführt, missbraucht und ermordet: Die 8-jährige Levke und der gleichaltrige Felix. Am 8. Dezember wird Marc H. verhaftet. Der 30 Jahre alte Beschäftigte einer Sicherheitsfirma, der schon früh mit Sexualstraftaten aufgefallen war, ist 1995 aus seiner Heimat, dem Sauerland, ins Bundesland Bremen gezogen. Noch am Tag der Verhaftung gesteht er den Mord an Levke, im Januar darauf den an Felix.

"Unvorstellbares Leid"

Am 29. Juni 2005 verurteilt das Landgericht Stade H. zu einer lebenslangen Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Er habe anderen "unvorstellbares Leid" zugefügt, sagt der Vorsitzende Richter. Ist das Leid, das Täter H. gebracht hat, noch größer? Nicht nur, dass in der Wohnung des Verurteilten kleine Perlen sichergestellt wurden – wie auch am Fundort der Leiche von Adelina Pismak. 2005 berichten Fernsehsender mehrfach über "Adelina aus Bremen". Mit dem verurteilten H. in einer Zelle sitzt damals Michael E., ihr TV-Gerät ist eingeschaltet. H. verfolgt gebannt einen entsprechenden Bericht zu dem ermordeten Mädchen und sagt: "Tja, bei Adelina bin ich noch mal schwach geworden." Wie meinst du das?, fragt der überraschte E., wie er später in einem TV-Beitrag schildert.

Es ist der Augenblick, in dem der zweifache Kindermörder dichtmacht. Kein Wort mehr. Auch nicht, als die Kripo kurz nach einer einschlägigen Aussage von E. mit H. ins Pastorenwäldchen fährt – an den Ort, an dem die Pilzsammlerin die 10-Jährige aus Orenburg gefunden hatte. Dort haben die Beamten eine Puppe hingelegt, so gekleidet wie Adelina am Tag ihres Verschwindens. Eine gezielte Provokation, die manchmal wirkt. Jetzt wirkt sie nicht.

Ist Marc H. der Mörder von Adelina? Die Staatsanwaltschaft hat das schon früh für möglich gehalten. Sie ist sich – ohne weitere Beweise – aber nie sicher gewesen, wie viel Fantasie bei seinen Geständnissen mitspielt. Wahr ist nämlich: Der Sauerländer hat im Gefängnis gerne von vermeintlichen Taten erzählt und die Erzählungen dann wieder kassiert. Vom Mord an einer alten Frau aus seinem Heimatort und an zwei weiteren älteren Damen. An zwei Anhalterinnen. An zwei Kindern aus dem Osten Deutschlands. Aber den Mord an Adelina gesteht er nicht. Nichts konnte nachgewiesen werden.

Fall weiter auf einer BKA-Liste

Staatsanwalt Frank Passade ist der Sprecher der Bremer Anklagebehörde. Er hat gegenüber t-online.de bestätigt: Die Ermittlungen, ob H. der Mörder des Mädchens war, seien eingestellt. Um dann noch den Satz hinzuzufügen: "Ich will nicht ausschließen, dass es doch noch mal untersucht wird."

Beim Bundeskriminalamt steht der Fall Adelina als ältester auf einer Liste von 50 Fahndungen. BKA-Chef Holger Münch würde eine Wiederaufnahme sicher freuen: "Der Fall bewegt mich noch heute."

Verwendete Quellen:

Artikel: "Der Fall Adelina", "Weser-Kurier", 2014
Artikel: "Spuren führen zu Marc H.", "Spiegel Online", 2005

https://www.t-online.de/nachrichten/pano...von-bremen.html

#13 RE: Presseberichte von Tumbleweed 17.06.2019 15:12

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2001 wurde Adelina Pismak ermordet: Am Fundort ihrer Leiche legten Menschen Blumen nieder. (Quelle: Ingo Wagner/Polizei Bremen/dpa)


Pressekonferenz 2001: Ermittlungsbeamte zeigten ein Muster des Plastiksacks, in dem die sterblichen Überreste der ermordeten Adelina gefunden worden. (Quelle: Ingo Wagner/dpa)

#14 RE: Presseberichte von Helios 24.06.2019 07:32

Ungelöster Fall aus Bremen

Brutaler Mord! Mädchen (10) vergewaltigt und getötet - ist er der Täter?
23.06.19

In Bremen geschah ein brutaler Mord: Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und dann umgebracht. War es dieser Serien-Täter?
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In Bremen geschah ein grausamer Mord: Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und schließlich umgebracht. Ein Fall, der bis heute ungelöst ist.© picture-alliance/ dpa/dpaweb (Fotomontage)
Ein Mord beschäftigt die Menschen in Bremen noch heute: Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und dann umgebracht. War es dieser Serien-Täter?

In Bremen geschah ein brutaler Mord
Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und schließlich umgebracht
War es dieser Serien-Täter?

Bremen - In Bremen geschah 2001 ein brutaler Kinder-Mord, bei dem die 10-jährige Adelina entführt vergewaltigt und umgebracht wurde. Der Fall Adelina beschäftigt die Polizei Bremen noch heute. Denn der Vermisstenfall der 10-Jährigen aus Bremen sorgte für eine der größten Suchaktionen der Bremer Polizei - und es kam noch tragischer. Denn der Vermisstenfall entpuppte sich als brutaler Mord. Über den bisher ungeklärten Mordfall, der auch heute noch den Präsidenten des BKA beschäftigt, berichtet nordbuzz.de*.

Bremen: BrutalerKinder-Mord von 2001 beschäftigt Polizei noch heute
"Wenn Sie ein Verbrechen lösen könnten, das nie aufgeklärt wurde – welches würden Sie wählen?", fragte die Zeit den Präsidenten des Bundeskriminalamtes Holger Münch. Der ranghöchste deutsche Polizist, dem 6.400 Mitarbeiter unterstehen, stammt ursprünglich aus Bremen und war dort Polizeipräsident und Chef des Landeskriminalamtes. "In meiner Zeit in Bremen ist ein Mädchen auf dem Weg nach Hause entführt worden, seine Leiche wurde später in der Nähe in einem Waldgebiet gefunden. Adelina hieß es", antwortet der heute 58-Jährige.

Brutaler Mord in Bremen: Mädchen auf Heimweg entführt, vergewaltigt und umgebracht
Der brutale Mord von Adelina Pismak (10) geschah um die Jahrtausendwende in Bremen. Geboren wurde das Mädchen 1991 in Orenburg, Russland und kam mit ihrer Familie nach Deutschland. Im Jahr ihres Verschwindens 2001 ist sie zehn Jahre alt und wohnt im Bremer Stadtteil Kattenturm. Auch ihr Opa Christian Seidel ist mit nach Deutschland gekommen und wohnt in einem der zahlreichen Wohnblöcke im selben Stadtviertel in Bremen.

Am 18. Juni 2001 besuchte die kleine Adelina ihren Opa - die beiden haben zusammen Eis gegessen. Als dieser seine Enkelin fragte, ob sie nicht aufessen wolle, erwidert Adelina: "Ich muss zu Mama. Die ist doch krank." Also machte sich die 10-Jährigeauf den Heimweg - es ist 17.30 Uhr. Nur 200 Meter lagen zwischen den beiden Häusern in Kattenturm in Bremen - doch Adelina sollte niemals zu Hause ankommen.

Adelina in Bremen vermisst: Polizei Bremen ruft bislang größte Suchaktion aus
Das kleine Mädchen löste eine der bis dahin größten Suchaktionen der Bremer Polizei aus. Eine Sonderkommission aus 40 Mann wurde in Bremen zusammengestellt. Dazu kommen der Einsatz von Tauchern, von Hunden und "Tornado"-Jets der Luftwaffe, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Auch traditionelle Flugblätter kamen zum Einsatz, um aus der Bevölkerung nützliche Informationen zu gewinnen. Doch es half alles nichts - die Bremer Polizei fand Adelina nicht.

Auch die verschiedensten Theorien, ob Adelinas Vater etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben könnte, wurden allesamt verworfen. Ihr Vater, ein Russe, der nach wie vor in Russland an der chinesischen Grenze wohnt, war einer der naheliegendsten Verdächtigen. Doch am Ende sollten drei Monate vergehen, bis sich in den Ermittlungen um das Verschwinden der 10-Jährigen neue Hinweise auftaten.

Brutaler Mord an Adelina aus Bremen: Tat als Sexualdelikt eingestuft
Am 7. Oktober 2001 machte eine Frau beim Pilzsuchen im Pastorenwäldchen der Leester Marsch südlich von Bremen eine schreckliche Entdeckung. Die Bremerin fand in der Erde einen blauen Plastiksack - darin befanden sich die bereits teilweise verwesten Überreste der 10-jährigen Adelina. Ihr Schicksal ist besiegelt, ihre Familie und die Polizei Bremen hat Gewissheit: sie suchen nach einem Mörder.

In Bremen geschah ein brutaler Mord: Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und dann umgebracht. War es dieser Serien-Täter?
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Die Suche nach Adelina in Bremen endet in einem traurigen Leichenfund.© picture alliance / dpa
Zudem stellte die Rechtsmedizin fest, dass es sich "bei der von einem oder mehreren Tätern verübten Tat um ein Sexualdelikt handelt". Adelina wurde also entführt, vergewaltigt und danach umgebracht. Genaueres ist nicht mehr festzustellen. Doch bei der Ermittlung am Tatort finden die Bremer Beamten weitere gruselige Indizien: Nahe des Fundorts von Adelinas Leiche graben sie Unterwäsche, ein Top und drei Strumpfhosen aus. Außerdem findet die Polizei Bremen sechs vergrabene Damenbadeanzüge.

Kinder-Mörder in Bremen verurteilt: War es dieser Serien-Täter?
Die Schlussfolgerung der Ermittler: "Es könnten Sexualstraftäter infrage kommen, die als transvestitisch veranlagte Fetischisten einzustufen sind." Also Sexualstraftäter, die Kleidungsstücke des anderen Geschlechts erregend finden. Dennoch: der Durchbruch in der Mordermittlung um Adelina bleibt ein Durchbruch aus. Denn der blaue Wollrock, den die 10-Jährige am Tatabend getragen hatte, wurde nicht gefunden.

Im Sommer 2004 werden in dem Teil von Bremen zwei Kinder entführt, vergewaltigt und ermordet. Die kleine Levke (8) und der gleichaltrige Felix. Am 8. Dezember wird der 30-jährige Marc H. verhaftet. Marc H. arbeitet für eine Sicherheitsfirma und war bereits in der Vergangenheit mit Sexualstraftaten auffällig geworden. Die Polizei Bremen verhaftet den damals 30-Jährigen - noch am selben Tag gesteht er den Mord an Levke. Monate später, im Januar 2005 gesteht er auch den Mord an Felix.

Brutaler Mord an Adelina aus Bremen ungelöst: Starke Indizien, aber keine Beweise
Kinder-Mörder und Serien-Täter Marc H. habe den Familien "unvorstellbares Leid" gebracht, erklärt der Richter aus Bremen, als er Marc H. am 29. Juni 2005 im Landgericht Stade zu einer lebenslangen Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Aber was ist mit Adelina geschehen? Hat Marc H. das Mädchen tatsächlich entführt, vergewaltigt und umgebracht? Auf die Frage gibt es nach wie vor keine Antwort. Zwar wurden in der Wohnung von Marc H. kleine Perlen gefunden, wie sie auch am Fundort von Adelinas Leiche sichergestellt wurden, die Polizei Bremen kann Marc H. den Mord an Adelina im Sommer 2001 dennoch nicht nachweisen.


Doch auch wenn seitdem vier Jahre vergangen waren, drehte sich die Berichterstattung der Medien 2005 nach den Kinder-Morden an Levke und Felix stark um den ungeklärten Mordfall an "Adelina aus Bremen". Auch in der Gefängniszelle von Marc H. flackert die Nachrichtensendungen über den Bildschirm. Bei einem Bericht zu dem ermordeten 10-Jährigen Mädchen sitzt Serien-Täter Marc H. mit seinem Zellengenossen Michael E. vor dem Fernseher. Was dann geschah, kommt einem Thriller gleich.

Bremen: Hat Kinder-Mörder Marc H. Adelina entführt, vergewaltigt und umgebracht?
Denn ohne Vorwarnung sagte Kinder-Mörder Marc H. plötzlich: "Tja, bei Adelina bin ich noch mal schwach geworden." Michael E. traute seinen Ohren nicht und fragte: "Wie meinst du das?", wie E. später in einem TV-Beitrag erzählte. Danach macht Marc H. dicht. Auch als die Polizei Bremen den verurteilten Kinder-Mörder in den Wald an den Fundort von Adelinas Leiche führte, brach Marc H. sein Schweigen nicht. Die Staatsanwaltschaft hielt Marc H. zwar schon früh für den möglichen Mörder von Adelina, konnte ihm aber nie etwas nachweisen.

Außerdem fragwürdig erschien es dem Ermittler-Team, dass Serien-Täter Marc H. während seiner Zeit im Gefängnis mit zahlreichen Morden prahlte: Mit dem an einer alten Frau aus seinem Heimatdorf im Sauerland, an zwei anderen Damen, an zwei Anhalterinnen und zwei Kindern aus Ost-Deutschland. Nichts davon konnte ihm nachgewiesen werden - von dem Mord an Adelina aus Bremen sprach er nie wieder.

Mord an Adelina in Bremen: "Will nicht ausschließen, dass es doch noch mal untersucht wird"
Der Staatsanwalt Frank Passade ist der Sprecher der Bremer Anklagebehörde uns bestätigte t-online.de, dass die Ermittlungen, ob Marc H. Adelina ermordet hat, eingestellt seien. Allerdings fügt er an: "Ich will nicht ausschließen, dass es doch noch mal untersucht wird."

In Bremen geschah ein grausamer Mord: Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und dann umgebracht. Ein ungelöster Fall, der die Polizei beschäftigt.
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Bremen: Großangelegte Suche nach Adelina im Jahr 2001. © picture-alliance / dpa/dpaweb

Vermisst wurde auch das Opfer zu einer mysteriösen Blutlache. Die Polizei suchte nach dem Opfer einer Party-Eskalation in Hamburg, wie nordbuzz.de*. Zu einem Kleinkind-Schock kam es auch, als ein Dreijähriger nur mit Badelatschen und Windeln an alleine durch Braunschweig irrte, wie nordbuzz.de* berichtet.

Nachdem ein Straftäter aus dem Gefängnis entlassen wurde, plant er direkt seine nächste Tat. Der Mann aus Osnabrück will sich in die Luft sprengen - und den Märtyrer-Tod sterben, wie nordbuzz.de* berichtet.

spz

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

https://www.nordbuzz.de/bremen/brutaler-...r-12520048.html

#15 RE: Presseberichte von Christine 22.09.2019 17:50

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#16 RE: Presseberichte von wetterfrosch 02.10.2019 13:34

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28. September 2019

An diese 5 Vermisstenfälle in Bremen und umzu erinnern sich viele

Tagtäglich gehen bundesweit und in der Region Vermisstenfälle bei der Polizei ein. Manche dieser Fälle sind auch noch Jahre später im Gedächtnis

Der Fall Adelina Pismak aus Bremen

Ende Juni 2001. Die damals zehn Jahre alte Adelina Pismak ist auf dem Weg von ihrem Opa nach Hause. Gegen 17:30 Uhr wird sie in Bremen-Kattenburg das letzte Mal gesehen. Was dann genau passiert ist, beschäftigt die Polizei bis heute.

Das Verschwinden löste eine der bis dahin größten Suchaktionen der Bremer Polizei aus – erfolglos. Bis eine Pilzsammlerin drei Monate später die Leiche des Mädchens in der Leester Marsch findet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Kind vergewaltigt und dann getötet worden ist.

2004 geriet Marc H. ins Visier der Ermittler. H. saß wegen seiner Morde an den Kindern Levke und Felix im Gefängnis und soll seinem Mithäftling verraten haben, auch für den Mord an Adelina verantwortlich gewesen zu sein. Allerdings fehlen bis heute die Beweise dafür und die Ermittlungen ruhen.

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten...fXm4uEEFUeKQkRo

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