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#301 RE: Besprechungsraum von Christine 05.03.2015 09:33

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Hm, ich habe mich auch in die Irre leiten lassen.

Es gab nur diesen einen, blauen Rucksack.

#302 RE: Besprechungsraum von leonie 05.03.2015 17:40

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Einmal ganz etwas anderes.
Im Mordfall Tristan ist der zuständige Ermittler laut neuestem Pressebericht immer noch Herr Fey?
Ich dachte, Alexander Horn sei auch an diesem Fall dran?

#303 RE: Besprechungsraum von Christine 05.03.2015 17:54

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Zitat von leonie
Einmal ganz etwas anderes.
Im Mordfall Tristan ist der zuständige Ermittler laut neuestem Pressebericht immer noch Herr Fey?
Ich dachte, Alexander Horn sei auch an diesem Fall dran?




Alexander Horn ist Profiler.

#304 RE: Besprechungsraum von leonie 05.03.2015 17:57

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Achsooo..

er hat also mitgewirkt .

Ob sie untereinander noch in Kontakt stehen?

#305 RE: Besprechungsraum von Christine 05.03.2015 18:05

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Je nachdem, welche Hinweise kommen, werden die beiden sicher miteinander reden.

Sag ich jetzt mal so.

#306 RE: Besprechungsraum von leonie 05.03.2015 18:10

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Ja..
Es wird einiges verdeckt gehalten..so mein Gefühl.
Die Erwähnung des Kontaktabbruches zum Vater sehe ich mit gemischten Gefühlen.

#307 RE: Besprechungsraum von zumsel 05.03.2015 20:00

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Danke für die netten Worte leonie

Ich bin mir zwar nicht ganz sicher wie eng Profiler mit den Ermittlern zusammen arbeiten .. irgendwie bestimmt schon, wenn Hinweise eingehen wird das bestimmt besprochen.

Vom Täterprofil ist nicht viel bekannt, oder?
Das mit dem Kontaktabbruch mit dem Vater hör ich zum erstenmal .. da muss ich mich schlau machen.

#308 RE: Besprechungsraum von leonie 05.03.2015 21:01

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@ zumusel

Hier ist vom 24.11.2013 von Alexander Horn das mit dem hessischen LKA zusammen erstellte Täterprofil:
http://www.derwesten.de/panorama/ermittl...-id8698210.html

Frankfurt/Main.
In dem Frankfurter Mordfall Tristan suchen die Ermittler mittlerweile nach einem Sexualtäter. "Wir können davon ausgehen, dass der Täter die Fantasie hatte, einen pubertären Jungen umzubringen", sagte der Leiter der Operativen Fallanalyse München, Alexander Horn, in einem Interview.
Mehr als 15 Jahre nach dem Frankfurter Mordfall Tristan geht die Polizei inzwischen sicher von einem Sexualmord aus. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass das Kernmotiv der Tat "die Ermöglichung von sexuell abweichenden Phantasien" war, sagte der Leiter der Operativen Fallanalyse München, Alexander Horn, in einem Interview mit "Spiegel Online". Der 13-jährige Tristan Brübach war am 26. März 1998 in einem unterirdischen Bachlauf ermordet worden. Der Täter hatte dem Jungen Teile des Muskelfleischs und die Hoden entfernt.

Gemeinsam mit dem Hessischen Landeskriminalamt (LKA) hat Horn ein neues Täterprofil erstellt hat. Nach diesen Erkenntnissen ist der Täter extrem kontrolliert vorgegangen. Im Alltagsleben fielen diese Menschen meist nicht auf, sie zeigten ein sehr angepasstes Verhalten, so Horn. Die erste Straftat des Gesuchten sei der Mord aber wohl nicht gewesen. "Es könnte durchaus sein, dass er schon auf Friedhöfen unterwegs war oder sich zu Leichenhallen Zutritt verschafft hat." Die Ermittler suchen bereits seit rund viereinhalb Jahren mit dem Phantombild eines Zopfträgers nach dem Täter. (dpa)

Ermittler suchen im Mordfall Tristan nach Sexualtäter -

vom 22.11.2013,also zuvor ist dieser Artikel wo Alexander horn nicht namentlich genannt wird

http://www.kreisblatt.de/lokales/main-ta...l;art676,689928

Hofheim.
Auch mehr als 15 Jahre nach dem Mord an Tristan Brübach haben Polizei und Staatsanwaltschaft auf der Suche nach dem Täter nicht aufgegeben. Im Zentrum der Ermittlungen steht nach wie vor der Mann mit Pferdeschwanz und Kappe, den eine 14-jährige an jenem 26. März 1998 aus einem Gebüsch am Höchster Bahnhof herauskommen sah. In der Unterführung des Liederbachs wurde die Leiche des 13 Jahre alten Schülers gefunden. Der Täter hatte ihn erwürgt und ihm den Hals aufgeschnitten. Fleischteile und die Hoden waren aus der Leiche herausgetrennt worden; der Täter muss sie mitgenommen haben.



Polizei sucht noch immer Tristans Mörder

Vor 15 Jahren, am 26. März 1998, starb der 13-jährige Tristan Brübach. Er wurde ermordet.

In dieser Betonröhre geschah die schreckliche Tat.

Die fieberhafte Suche nach dem Täter beginnt. Das Plakat im Mai 2002 ruft zur Fingerabdruck-Sammelaktion auf ...

Gestern präsentierten Kriminalhauptkommisar Uwe Fey und Staatsanwältin Sandra Dittmann nun ein neues Täterprofil, das aus den bisherigen Erkenntnissen über den Mörder erstellt wurde. Wenngleich alle Ermittlungen bislang auch im Sande verlaufen waren, stehe zwischenzeitlich fest, dass der Tod von Tristan weder einen Drogenhintergrund habe noch im Strichermilieu angesiedelt sei, sagte Dittmann. Es sei vielmehr „ein Tötungsdelikt mit eindeutig sexueller Komponente“, dem eine „Störung der sexuellen Präferenz“ beim Täter zugrunde liege. Dafür sprächen die Schnitte an der Leiche und die Entnahme der Hoden, ein Vorgehen, für das es zuvor in ganz Deutschland keine vergleichbare Tat gegeben habe. Nur ein Jahr später wurde im Schwäbischen ein Junge auf die gleiche Weise getötet - dafür sei aber ein Bäckerlehrling verantwortlich gewesen, der mit Tristans Tod nachweislich nichts zu tun hatte, so Fey.

Einschlägig aufgefallen?

Möglich sei auch, dass Tristans Mörder bereits zuvor als Leichenschänder oder mit Tier- und Sadomaso-Pornografie aufgefallen sei. Jedenfalls sei er bei der Tat „zielgerichtet und strukturiert“ vorgegangen, so Dittmann: „Der Mann war zum Tatzeitpunkt zwischen 25 und 35 Jahre alt und führte wohl einen sozial zurückgezogenen Lebensstil. Er hatte aber einen eindeutigen Ortsbezug zum Stadtteil Höchst und zur Umgebung des Bahnhofs“, sagte die Staatsanwältin. Dort hielt sich auch Tristan häufig auf.

Die Ermittlungen beschränken sich mittlerweile aber nicht mehr nur auf Höchst, Unterliederbach und die westlichen Stadtteile, sondern seien auf Hofheim erweitert. Dort war bereits vor Tristans Tod ein 12-Jähriger in der Nähe des Vinzenzheimes mehrfach von einem Mann mit Pferdeschwanz angesprochen und auch nach Höchst mitgenommen worden, wo er von dem Unbekannten am Bahnhof Süßigkeiten erhielt. „Vielleicht sind in jener Zeit auch noch andere Jungen von dem Mann angesprochen worden, die sich erinnern können“, hofft Fey.

Erfahrungen aus anderen Kriminalfällen zufolge gebe es auch immer wieder Zeugen, die Beobachtungen über Jahre zurückhalten, weil sie dann möglicherweise einen Bekannten oder Verwandten belasten würden. „Niemand wird sich längere Zeit unberechtigt diesem Verdacht auszusetzen haben“, so Fey. Anhand eines Fingerabdrucks könne eine Täterschaft in kürzester Zeit ausgeschlossen werden.

100.000 Euro Belohnung

Vielleicht ist aber auch die deutliche Erhöhung der Belohnung ein Anreiz: Von zunächst 15 000 Euro wurde sie durch eine Privatzusage auf zunächst 20 000 Euro angehoben. Mittlerweile sind für die Ergreifung des Täters sogar 100 000 Euro ausgesetzt: Ein weiterer Privatmann aus Süddeutschland hat die Summe entsprechend aufgestockt.

Der „Fall Tristan“ ist auch mit zwei ungewöhnlichen Vorfällen verbunden. Bereits kurz nach der Beerdigung hatte sich ein Mann telefonisch bei der Polizei gemeldet und behauptet, er habe Tristan umgebracht und stehe nun am Höchster Bahnhof. Als die Polizei dort eintraf, war der angeblich 1,80 Meter große und langhaarige Mann verschwunden. Im Oktober 1999 schließlich schlich sich ein Unbekannter an das Grab des Jungen auf dem Höchster Friedhof und trug Teile der Erde fein säuberlich ab. „Der Mann wollte zum Sarg vordringen, wurde aber wahrscheinlich gestört“, so Dittmann. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen und dem Täter gibt, ist nicht bekannt.
Am Sonntag, 24. November, beschäftigt sich auch die Sendung „Spiegel-TV“ bei RTL mit dem Fall. In dem Filmbeitrag (22.50 Uhr) sollen Zeugen und Analytiker der Polizei zu Wort kommen. Die Mordkommission ist unter Telefon (0 69) 75 55 11 08 erreichbar.

#309 RE: Besprechungsraum von zumsel 06.03.2015 13:01

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Ahja, danke leonie, jetzt dämmerts wieder.

Ich halte zwar sehr viel von Herrn Horn, kann aber manches aus dem Täterprofil so gar nicht nachvollziehen.


Zitat
Gemeinsam mit dem Hessischen Landeskriminalamt (LKA) hat Horn ein neues Täterprofil erstellt hat. Nach diesen Erkenntnissen ist der Täter extrem kontrolliert vorgegangen. Im Alltagsleben fielen diese Menschen meist nicht auf, sie zeigten ein sehr angepasstes Verhalten, so Horn. Die erste Straftat des Gesuchten sei der Mord aber wohl nicht gewesen. "Es könnte durchaus sein, dass er schon auf Friedhöfen unterwegs war oder sich zu Leichenhallen Zutritt verschafft hat."



Bei der Tat muss der Täter wirklich extrem kontrolliert vorgegangen sein, wenn man die knappe Zeit bedenkt die er sich für die Tat genommen hat und die Leiche auch noch regelrecht aufgebahrt hat ... ich glaub man geht von 15 oder 20 Min. aus, oder?

Das ausbluten lassen im Wasser und die gezielte Fleischentnahme .. das kann doch nur jemand gewesen sein der auch genau wusste wie er vorzugehen hat und der sich über seine eigene Tat und die Ausmaße was er angerichtet hat auch nicht selbst erschrocken hat und fluchtartig den Tatort verließ.

Doch der Tatort passt nicht sehr gut zu kontrolliertem Vorgehen, da dort doch jeder Zeit die Gefahr bestand entdeckt zu werden - was ja wahrscheinlich auch so war, wenn er der Mann ist den die Kinder im Tunnel gesehen haben.

Was mich allerdings von einer geplanten Tat, so wie sie ausgeführt wurde, abbringt, ist dass er zwar ein Messer dabei gehabt hat, aber nichts um seine "Trophäen" unterzubringen und dafür ja vermutlich den Rucksack von Tristan benutzt hat.

#310 RE: Besprechungsraum von populous 07.03.2015 01:04

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Was mich wundert, ist, dass es keine weiteren ähnlich gelagerte Fälle gibt.
Auf der einen Seite sagt man der Täter ist kontrolliert vorgegangen. M.E. setzt das aber voraus, dass das nicht seine erste Tat war. Es ist denke ich schon ein Unterschied ob man so einen Mord begeht oder in einer Leichenhalle eine Leiche schändet. Der Täter, so es ein sexuelles Motv war, wird ja seinem Drang nachgeben müssen. Seit damals sind aber keine Fälle bekannt, die in Einklang mit dem hier zu bringen sind. Ich nehme ja doch an, dass auch Fälle im Ausland auf etwaige Parallelen hin untersucht werden. Im Gefängnis kann der Täter ja nicht sein, sonst hätte man ihn schon anhand der Fingerabdücke.

Zur Graböffnung
Warum setzt sich jemand der Gefahr aus entdeckt zu werden. Waren es Schuldgefühle des Täters? Wollte er seine erbeuteten Trophäen beerdigen und die damit verbundene Entwürdigung ungeschehen machen?

LG Populous

#311 RE: Besprechungsraum von leonie 07.03.2015 09:04

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@ zumusel
Wenn die Zeugenaussage stimmt war das Zeitfenster sehr knapp.
Wahren es mehrere Täter, so wäre das einerseits "extrem kontrollierte" und andererseits
das "introvertierte und sich von nichts abhaltende" Verhalten erklärbar.

Ob die Tat geplant war oder nicht bleibt abzuwarten. Daß der Täter aber erst nach und nach in eine Art "Blutrausch" kam, daran denke ich nicht.

Wenn es einen "überlegten" Täter gab, wird er die begünstigenden Faktoren für einen zielführenden
Mord benutzt haben und leider auch damit sein Motiv der Mordlust befriedigt haben.

@populous
Ich würde eher dahin gehen zu sagen, er sorgte für ein derartiges Motiv um im Falle der Ergreifung überhaupt etwas für seine Verteidigung zu haben/nutzen.

#312 RE: Besprechungsraum von Christine 07.03.2015 09:13

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@Populous

Ja, damals wurde auch im Ausland alles abgeglichen, aber ohne Erfolg.


@All

Ich glaube nicht wirklich an eine kontrollierte Tat. Eher denke ich, das eine Tat im Affekt war.

Der Täter könnte:

- unter Drogen gestanden haben

- extrem wütend gewesen sein

- psychisch krank sein

- mittlerweile schon verstorben sein


Es gab ja einen Fingerabdruck. Bis zur Tat war er aber noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten und so wie es aussieht, nach der Tat auch nicht.

Ein kontrollierter Täter hätte doch eigentlich so eine Tat in der Art immer und immer wieder wiederholen wollen. Oder?

#313 RE: Besprechungsraum von leonie 07.03.2015 09:30

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@ Christine

Das erwähnte vermutliche "Nahkampfwissen" passt wie ich finde.
Und daß der Täter nicht im Stricher-oder Drogenmileu zu finden sei halte ich schon für aussagekräftig.

Ob sein Mord an dem Kind der einzige war hier in Deutschland und er sodann andere als Opfer nahm halte ich für denkbar.

Auch daß einer der Täter wütend war finde ich einleuchtend.

#314 RE: Besprechungsraum von zumsel 07.03.2015 10:57

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Eben weil es keine ähnliche Tat gibt und diese dazu noch so "professionell" ausgeführt wurde habe ich Zweifel an einer sexuell motivierten Tat, denn dieser Drang hätte sich nach der Tat bestimmt nicht in Luft aufgelöst.

Ähnliche Arten von Leichenschändungen sind auch nicht bekannt und vom Leichenschänder zum Mörder ist mMn ein sehr grosser Sprung.

Die Phantasien dürften auch entsprechend weit auseinander triften, so fern sie nicht nur auf die Fleischentnahme beschränkt sind.
Ist es das was ihn kickt, dann wundert es mich, dass er nie auffällig wurde.
Er müsste ja dann praktisch die Möglichkeit gehabt haben sich unentdeckt an Leichen zu vergehen bzw. zu experimentieren wie er da wo schneiden muss etc. Dann käme doch nur jemand in Frage der beruflich damit zu tun hat.
Aber warum dann auf einmal morden und danach nie wieder?

Ich komme hier wieder auf das von Klaus F. erwähnte Motiv, nämlich dass die Fleischentnahme einem ganz anderen Zweck gedient hat. Das würde auch den strukturierten Tatablauf erklären.

#315 RE: Besprechungsraum von Christine 07.03.2015 13:15

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Zitat von leonie
Ob sein Mord an dem Kind der einzige war hier in Deutschland und er sodann andere als Opfer nahm halte ich für denkbar.




Hätte er häufiger auf die Art und Weise gemordet, dann hätte man ihn sicher finden können.

Falls er DNA hinterlassen hätte.



Zitat von zumsel
Ich komme hier wieder auf das von Klaus F. erwähnte Motiv, nämlich dass die Fleischentnahme einem ganz anderen Zweck gedient hat. Das würde auch den strukturierten Tatablauf erklären.




Während ich deinen Beitrag gelesen habe, kamen mir auch schon die Beiträge von Klaus in den Sinn.

Das muss nicht unbedingt ein Handy gewesen sein, weshalb die Tat geschah.

Ich könnte mir auch vorstellen, das er aus irgendwelchen Gründen auch immer Drogen verschluckt hat. Vielleicht sollte er Drogen zu jemand bringen. Dann hatte die Person oder die Personen evtl. kein Geld dabei und dachten: och, dem Jungen nehmen wir das einfach mal weg. Warum denn bezahlen.

Nachdem nun ein Gerangel stattfand schluckte er die Drogern einfach runter.

Aber kann nicht wirklich sein. Dann hätte man an anderer Stelle aufgeschnitten.

Oder dachte man, die Drogen wären noch im oberen Bereich und man hat ihm deshalb die Kehle von einem Ohr zum anderen durchtrennt?

#316 RE: Besprechungsraum von eugene1975 07.04.2015 19:45

Hello

So einzigartig ist der Fall sicher nicht.

Wenn man die phatologischen Kentnisse erklärt. Um 1975 gab es mindestens 6 Leichen in Hannover. Die von einem hoch phatologischen Täter zeugen. (KHK Harbort in einem seiner Serienmörderbücher)

Ist der mutmaßliche Mediziner nun Rentner, dazu nach FFM verzogen, was spricht dagegen?
Der Bezopfte war aufgeregt, hektisch. Passt das zu der Tatausführung? Nein. Der Zopfträger war m.E nur ein Zeuge der evtl. etwas vom Tatort weg gefunden hat. Daher seine Angst und die Aufsuche des RA.
lg eugene

#317 RE: Besprechungsraum von Beagle 21.08.2015 20:00

Hallo liebe Gemeinschaft,

da mich dieser Fall unter Anderen, seit vielen Jahren immer wieder beschäftigt möchte ich nun auch einen Beitrag leisten. Warum mich dieses Verbrechen beschäftigt liegt einfach daran, dass auch ich im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen bin. Zwar nicht in Frankfurt, aber zumindest recht nah dran, in einer Vorstadt von Offenbach am Main. In Höchst selbst war ich meiner Erinnerung nach auch nie gewesen, aber in Frankfurt allgemein war ich manchmal. Außerdem war ich gerade einmal 1 Jahr jünger als das Opfer der Tat und mein Aussehen entsprach dem selben Schema.

Im grunde treiben mich Gedanken und Fragen wie:

Hätte ich zu dieser Zeit in Frankfurt-Höchst gewohnt und mich am Liederbach aufgehalten, hätte auch ich möglicherweise zum Opfer werden können?
Warum machen Menschen so etwas?
Wie kann man überhaupt dazu fähig sein einem anderen Menschen in irgendeiner Art und Weise zu schaden oder gar sein Leben auszulöschen?
Sind Menschen einfach so gefühllos und ohne Empathie?
Könnte so etwas noch einmal geschehen, weil der Täter möglicherweise noch lebt oder andere Menschen durch seine Grausamkeit geprägt hat, wie etwa einen möglicherweise existierenden eigenen Sohn?
Warum ist dieses Verbrechen bis Heute nicht geklärt?
Kann ich etwas tun, um bei der Aufklärung zu helfen, selbst wenn es nur ein Denkanstoß ist, den noch keiner in Betracht gezogen hat?

Ob meine Gedanken helfen weiß ich nicht. Wenn ich es aber nicht in der öffentlichkeit Diskutiere erfahre ich es wohl auch nie.

Ganz allgemein weis ich selbst nicht, ob die vielen Fragen die ich stelle, das was ich so zusammengetragen und an Thesen aufgestellt habe überhaupt einen Sinn macht oder vielmehr Früchte der Hilflosigkeit sind die ein solches Verbrechen in mir auslöst.

Bitte haltet mich wegen meiner Gedanken und Thesen nicht für grausam, verrückt, böse oder bestialisch – denn ich bin wohl eher das völlige Gegenteil. Was ich sage, schreibe, frage oder theoretisiere ist in der Regel lediglich meinem Unverständniss im Bezug auf einzelne Dinge, Begebenheiten, Menschen oder die Menschheit allgemein geschuldet. Wobei sich das nicht nur auf dieses Verbrechen bezieht, sondern sich in beinahe allen Bereichen meines lebens wiederspiegelt.

Ich versuche das alles mit möglichst viel Abstand zu betrachten (auch wenn es oft sehr schwer fällt, mir Tränen in die Augen schießen, sich Leere breit macht oder Gänsehaut), daher Formuliere ich mich eventuell teilweise oder auch in großen teilen sehr kühl, sachlich und distanziert, was von mir allerdings auch subjektiv empfunden sein kann. Das bedeutet auch, dass ich nicht hinter jede grausame Begebenheit, Vermutung, Frage oder These schreibe wie schrecklich ich das Finde, weil ich ohne hin beinahe die gesamte Welt schrecklich finde (immerhin schaffen wir es seit Beginn der Menschheit fortlaufend uns gegenseitig grausame Dinge anzutun und es wird nicht besser). Ich hoffe meine Beiträge enthalten nicht zu wenige Details, aber auch keine unnötig ausgeführten Details.

Ich bin offen für jede Kritik, den Hinweis auf Denkfehler und ähnliches, solange mein Gegenüber dabei freundlich bleibt, so wie auch ich freundlich bleibe.

Ich bitte zu verzeihen, dass viele Thesen und Fragen, teilweise auch mehrfach relativiert sind, also etwa die Worte "möglicherweise", "vielleicht", "beispielsweise", "etwa", "wobei" und ähnliche recht häufig enthalten sind, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich weder den Betreiber, beziehungsweise die Betreiberin des Forums, noch mich selbst in unnötige Schwierigkeiten bringen möchte.

Ebenso hoffe ich, dass der Besprechungsraum der Richtige Ort für meine Beiträge ist und meine Beiträge nicht zu umfangreich oder unstrukturiert sind. Sollte etwas davon zutreffen bitte ich um entsprechenden Hinweis, wie auch dann wenn ich Fragen in den Raum werfen sollte die bereits eindeutig geklärt sind. Leider verliere ich bei der Fülle an Dokumenten und Informationen manchmal den Überblick.

Wenn aber auch nur ein Ansatz dazwischen ist der bei der Aufklärung helfen kann, so ist es das doch Wert etwas auch mehrfach zu hinterfragen, weil man es möglicherweise nur aus der falschen Perspektive hinterfragt hat?

#318 RE: Besprechungsraum von Beagle 21.08.2015 21:12

Hier ein Ansatz der mir so bislang noch nicht untergekommen ist:

GRUNDSÄTZLICHE HYPOTHESE

Es gab zwei voneinander unabhängig agierende Tätergruppen die an der Tatausführung beteiligt waren.

FRAGEN

Wodurch gilt es als gesichert, dass die Leiche des Opfers von den selben Tätern in den Tunnel verbracht und im weiteren Tatverlauf verstümmelt wurde, die ihn durch den Schnitt in die Kehle töteten?

Ist es nicht möglich, dass dieses komplexe Verletzungsbild dadurch entstanden ist, weil möglicherweise gar zwei, drei oder mehr Täter an der Tat beteiligt waren, die allerdings in zwei Tätergruppen zu unterteilen sind und unabhängig voneinander agierten?

Könnte das erklären warum Elemente von organisierten und unorganisierten Tätern vorhanden waren?

HYPOTHESE 1

Tristan wurde durch die beiden Personen die Ihn auf der Parkbank einkesselten (Tätergruppe 1) mit dem Schnitt durch die Kehle getötet. Danach verbrachten die Täter den leblosen Körper in den Tunnel, damit dieser nicht sofort entdeckt werden konnte.

Danach entdeckte ein weiterer Täter (Tätergruppe 2) die Leiche, der seine morbiden Phantasien in die Tat umsetzte.

Möglicherweise sah er das zufällige Auffinden der Leiche als Zeichen, beziehungsweise eine Art Bestätigung, um seinen Phantasien, die möglicherweise schon lange in ihm schlummerten freien lauf zu lassen.

HYPOTHESE 2

Die beiden Personen mit denen Tristan auf der Parkbank gesehen wurde (Tätergruppe 1) haben Tristan mit besagtem Schnitt durch die Kehle getötet, ließen den leblosen Körper am Rande des Bachbettes liegen und flüchteten.

Danach entdeckte ein weiterer Täter (Tätergruppe 2) die Leiche, sah eine Gelegenheit um Phantasien auszuleben und verbrachte den leblosen Körper in das Innere des Tunnels, um seine Phantasien möglichst ungestört auszuleben.

HYPOTHESE 3

Tristan verließ die beiden Personen an der Parkbank und ging in Richtung Tunnel. Am oder im Tunnel wurde Tristan aufgehalten, rief möglicherweise nach Hilfe oder Schrie den Angreifer an. Daraufhin wurde Tristan mit einem Schnitt durch die Kehle getötet (Tätergruppe 2).

Die beiden Personen mit denen Tristan auf der Parkbank gesehen wurde (Tätergruppe 1) hörten Tristan und wollten ihm, möglicherweise auch aus eigeninteresse wegen einer offenen Rechnung oder Gefälligkeit helfen.

Sie fanden Tristan leblos am oder im Tunnel auf oder verjagten den Täter der Gruppe 2 sogar. Als sie merkten, dass Tristan bereits tod war sahen sie eine Gelegenheit, um morbide Phantasien auszuleben, sich Nahrung zu organisieren oder Wissen weiter zu geben, etwa wie Meister und Lehrling.

MÖGLICHE FORTSETZUNG 1 ZU HYPOTHESE 1 BIS 2

Nach dem Schnitt in die Kehle nahm Tätergruppe 1 den Rucksack und das Messer mit. Möglicherweise befand sich im Rucksack etwas das sie in ihren Besitz bringen wollten.

Der Täter der Gruppe 2 hatte später einen oder mehrere Momente der Klarheit, in denen er verschiedene Handlungen der Reue vornahm, wie etwa den Anruf bei der Polizei vom Bahnhof in Höchst.

Tätergruppe 1 bekommt, vor allem wegen des Medieninteresses, aber auch wegen der Polizeipräsenz Angst davor entdeckt zu werden und legt den Rucksack am Strommast nahe des Waldes ab oder lässt diesen dort ablegen. Möglicherweise ist der in Blut gelegte Fingerabdruck auch eine falsche Fährte, ob absichtlich gelegt oder versehentlich von jemanden gelegt.

MÖGLICHE FORTSETZUNG 2 ZU HYPOTHESE 1 BIS 2

Der Täter der Gruppe 2 nahm Rucksack und Messer mit. Er nutzte den Rucksack als Transportmittel, um die morbiden Trophäen und möglicherweise teile seine Kleidung (beispielsweise Jack oder Mantel) zu transportieren. Später ließ er den Rucksack unachtsam zurück, als er diesen nicht mehr benötigte.

Später hatte der Täter der Gruppe 2 einen oder mehrere Momente der Klarheit, in denen er verschiedene Handlungen der Reue vornahm, wie etwa den Anruf bei der Polizei vom Bahnhof in Höchst.

MÖGLICHE FORTSETZUNG 1 ZU HYPOTHESE 3

Nach Tatvollendung nahm Tätergruppe 1 Tristans Rucksack, wie auch sein Messer mit und transportierte möglicherweise auch blutverschmierte Kleidung im Rucksack (eventuell nur Jacke oder Mantel), wobei auch die Deutschlandkarte (auf Tschechisch) in den Rucksack gepackt wurde.

Später hatte der Täter der Gruppe 2 einen oder mehrere Momente der Klarheit, in denen er verschiedene Handlungen der Reue vornahm, wie etwa den Anruf bei der Polizei vom Bahnhof in Höchst.

#319 RE: Besprechungsraum von Christine 21.08.2015 21:19

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@Beagle

Herzlich Willkommen bei uns und danke für deinen Beitrag.

Ich bin Abends immer nur mit dem Tablet hier, daher fasse ich mich dann immer kurz. Morgen werde ich noch ein paar Sätze dazu schreiben.

Nur schon einmal soviel: Es ist vollkommen in Ordnung wenn du Fragen zu Thesen stellst, die wir einige Male durch hatten.

Manchmal kommt einem gerade dadurch die richtige Idee. Also keine Sorge diesbezüglich.

#320 RE: Besprechungsraum von Christine 22.08.2015 08:41

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Zitat von Beagle
Tristan wurde durch die beiden Personen die Ihn auf der Parkbank einkesselten (Tätergruppe 1) mit dem Schnitt durch die Kehle getötet. Danach verbrachten die Täter den leblosen Körper in den Tunnel, damit dieser nicht sofort entdeckt werden konnte.



Das passt nicht ganz, denn dann hätte man große Mengen Blut vor dem Tunnel finden müssen, das tat man aber nicht.

Es ist immer die Rede davon, das der Täter ihn im Bach "ausbluten" ließ.


Zitat von Beagle
Danach entdeckte ein weiterer Täter (Tätergruppe 2) die Leiche, sah eine Gelegenheit um Phantasien auszuleben und verbrachte den leblosen Körper in das Innere des Tunnels, um seine Phantasien möglichst ungestört auszuleben.




Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, das dieser Täter ihn dann auch noch so "aufgebahrt" haben soll. Ein Täter, der ihm die Fleischstücke entnimmt, wird ihn nicht noch auf dem Vorsprung ordentlich hinlegen.

Und an 2 Tätergruppen und noch jemand, der Tristan dann aufgebahrt hat, kann ich nicht so ganz glauben.


Zitat von Beagle
Nach dem Schnitt in die Kehle nahm Tätergruppe 1 den Rucksack und das Messer mit. Möglicherweise befand sich im Rucksack etwas das sie in ihren Besitz bringen wollten.



Irgendwie war mal die Rede von 2 Messern, bin mir aber nicht sicher. Das ist immer das Problem, wenn man länger in einem Fall nichts schreibt. Man vergisst leider vieles auch wieder.


Zitat von Beagle
Später hatte der Täter der Gruppe 2 einen oder mehrere Momente der Klarheit, in denen er verschiedene Handlungen der Reue vornahm, wie etwa den Anruf bei der Polizei vom Bahnhof in Höchst.




Es kann sich um jemand handeln, der während der Tat in einer Art Ausnahmezustand war durch Alkohol und/oder Drogen.

Bisher gab es nie wieder einen solchen Fall. Es gab lediglich mal einen ähnlichen. Aber um das jetzt zu finden, müsste ich alles durchlesen.

Ich nehme an, du bist eh von vorne alles am durchlesen, dann wirst du automatisch drüber stolpern


Was ich oben geschrieben habe, gibt lediglich meine persönliche Meinung wieder. Ich hoffe, das sich noch andere Forenmitglieder mt in die Diskussion einklinken.

#321 RE: Besprechungsraum von Beagle 22.08.2015 14:17

Moin,

joar das waren dann wohl doch zu wenige Details von mir, so dass nicht verstanden werden kann wie ich es meine. Ich bitte um Verzeihung.

Zitat von Christine

Das passt nicht ganz, denn dann hätte man große Mengen Blut vor dem Tunnel finden müssen, das tat man aber nicht.

Es ist immer die Rede davon, das der Täter ihn im Bach "ausbluten" ließ.



Ich meinte das im Rahmen der bekannten Umstände. Also im Bachlauf. Sie verfolgten ihn möglicherweise in kurzem Abstand dort hinunter oder gingen gar gemeinsam mit ihm dort hinunter.

Allerdings ist auch das Ausbluten lassen ein Thema für sich. Hier ein Fragenkomplex von mir dazu:

Könnte der Auffindeort der Leiche lediglich ein Ablageort gewesen sein? Denn hätte nicht jemand sonst zumindest zeitweise einen merkwürdigen rötlichen bis tief roten Strom bemerken können, auch wenn der Strom des Liederbachs von Nord nach Süd verläuft, also erst mal in nicht gut einsehbares Gelände führt? Wie lange währe eine solche Verfärbung überhaupt sichtbar und währe sie quasi vom Liederbachtunnel bis zum Main weitergewandert und sichtbar geblieben oder hätte sich gar in Anlagen und Filtern der Stadtwerke wiedergefunden? Währen solche Spuren nicht hilfreich gewesen, um sicherzustellen, ob es sich um den Tatort handelte? Hätte man eine solche Verfärbung eventuell einfach für das Abwasser eines Industrieunternehmens gehalten?

Zitat von Christine

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, das dieser Täter ihn dann auch noch so "aufgebahrt" haben soll. Ein Täter, der ihm die Fleischstücke entnimmt, wird ihn nicht noch auf dem Vorsprung ordentlich hinlegen.

Und an 2 Tätergruppen und noch jemand, der Tristan dann aufgebahrt hat, kann ich nicht so ganz glauben.



Kennt man Frankfurt am Main ein wenig, diese Atmospähre der Anonymität und des grundsätzlichen Unwohlseins – das düstere, die merkwürdigen Individuuen denen man dort über den Weg läuft und Menschen aus verschiedenen Ecken von Frankfurt, so kann man sich das möglicherweise eher vorstellen. Allein wenn ich an die im Untergrund liegende Bahnhaltestelle "Taunusanlage" denke, überkommt mich ein beklemmendes Gefühl. Dieses geflieste, vergilbte, unübersichtliche und düstere ist bezeichnend für Frankfurt am Main. Auch sah man in Frankfurt teilweise Personen mit Blut am Kopf oder an der Kleidung (oder auch verschmutzte, hilflos oder verwirrt wirkende Personen), für die sich niemand zu interessieren schien (vielleicht auch wegen verschiedenen Ängsten) oder scheinbar oft auch gar nicht wahrgenommen wurden. Nicht umsonst sprach bereits, der Frankfurter Rapper AZAD von "Krankfurt", was wie ich Frankfurt in Erinnerung habe sehr passend ist.

Für mich ist es durchaus im Rahmen des Denkbaren. Eine Tätergruppe die ihn im Bachlauf tötete (ob nun die Personen von der Parkbank oder völlig andere Individuuen) und schnell flüchtet weil ihr Ziel ansich erreicht war oder sie von etwas wie Geräuschen, vielleicht auch jemanden verscheucht wurden, möglicherweise auch von einer 2. Tätergruppe, wodurch die These entstand: "Der Täter ließen ihn im Bachlauf ausbluten, um dann in folge weitere Handlungen vorzunehmen". Möglicherweise verbrachten die ersten Täter das Opfer auch zumindest noch in den Tunnel, ganz ohne das Aufbahren.

Kurz darauf begann die nächste Tätergruppe damit, die besagten morbiden Handlungen vorzunehmen. Das Aufbahren diente möglicherweise einfach nur der Bequemlichkeit des Täters oder dazu den leblosen Körper aus dem nicht sehr sauberen Wasser herauszubekommen.

Das Tatgeschehen wirkt auf mich teilweise einfach als wären dabei ein gezielter Mord und die Handlungen eines oder mehrerer geisteskranker Individuuen aufeinander getroffen.

Zitat von Christine

Irgendwie war mal die Rede von 2 Messern, bin mir aber nicht sicher. Das ist immer das Problem, wenn man länger in einem Fall nichts schreibt. Man vergisst leider vieles auch wieder.



Ja da hast du natürlich auch Recht. Ist mein Fehler, dass ich so eine These raus hau und das mit zu wenigen Details.

Hier meinte ich das Messer des Opfers. Die Tatwaffe nahm der Täter logischerweise auch mit.

Wobei mir auch hier noch ein weiteres Detail untergekommen ist, was mir trotz dass ich mich schon öfter mit dem Fall beschäftigt habe noch nicht bekannt war.

Hier das Detail und die einzige Quelle die ich bislang dazu gefunden habe:

Artikel von Brandzeilen - Der bestialische Mord an einem 13-jährigen Jungen

Das in diesem Artikel erwähnte Messer, das angeblich in der Nähe oder beim Rucksack gefunden wurde, fand meines wissens nach in keinem anderen Artikel und Video Erwähnung. Es war immer lediglich von Filzstiften und Ähnlichem die Rede die sich am Rucksack befanden. Außerdem befindet sich auch kein Foto auf der Internetseite des BKA. Warum? Zu dem Messer selbst wird folgende Beschreibung wiedergegeben: dolchartig, Gesamtlänge 22,5 cm, in die Klinge ist "Taylor Cutlery" eingestanzt und es handle sich nicht um die Tatwaffe. Betrachtet man das Bild selbst, so fällt am hinteren Ende des Griffs eine Öse, beziehungsweise ein Loch auf. Die Form des Griffes ist insgesamt leicht oval geschwungen. Die Klinge scheint auf beiden Seiten geschliffen, so dass in der Mitte der Klinge eine Narbenartige erhebung vorhanden scheint. Auf der Schwarzen Tafel der Polizei sind in Weiß das Datum "27 03 99" und "Tafel" sowie eine "1" zu sehen.

Link zum Artikel: http://www.brandzeilen.de/rubrik/12/Unge...gen_Jungen.html

Somit sind es bereits mindestens 3 Messer die mit der Tat in Zusammenhang stehen oder stehen könnten. Wobei Messer, diese Tatgegend betreffend ohne hin ein interessanter Ansatz sein könnten.

Zitat von Christine

Es kann sich um jemand handeln, der während der Tat in einer Art Ausnahmezustand war durch Alkohol und/oder Drogen.



Die Vermutung habe auch ich. Einige Elemente der Tat lassen auch meiner Meinung nach einen unter Drogen stehenden Täter vermuten, etwa jemanden der Roypnol (oder andere Benzodiazepine), Kokain oder ähnliche Drogen mit Aggressionspotential konsumiert hat. Beides Drogen die im Rhein-Main-Gebiet nicht unüblich waren und sicherlich auch Heute noch sind.

Zitat von Christine

Ich nehme an, du bist eh von vorne alles am durchlesen, dann wirst du automatisch drüber stolpern.



Ja, ich habe die letzten Wochen sicherlich Hunderte, wenn nicht gar Tausend HTML-Seiten dazu gelesen, wie auch viele Videos angesehen und einige Thesen mehr aufgestellt, wie auch viele Fragen, beziehungsweise Fragenkomplexe zusammengetragen.

Über eine angeregte Diskussion würde ich mich auch sehr freuen, damit möglichst viele Sichtweisen und Meinungen abgedeckt werden.

Gundsätzlich sollte ich vielleicht auch noch diesen Fragenkomplex von mir anhängen der mich zu dieser These gebracht hat:

Warum ist das Verletzungsbild so unbegreiflich? Haben möglicherweise mehrere Tätergruppen mit der Tat zu tun und haben verschiedene Täter, sehr wahrscheinlich nicht auch unterschiedliche Handlungsweisen ansich, beziehungsweise verschiedene Präferenzen oder auch Phantasien?

Warum wurde bislang kein ähnlich gelagerter Fall bekannt? Möglicherweise weil die These zweier unabhängig agierender Täter, beziehungsweise Tätergruppen nie in Betracht gezogen wurde und somit die Verletzungsmuster anderer Taten nicht richtig gedeutet wurden (also Taten die lediglich einen Schnitt in die Kehle aufwiesen, nur zahlreiche Stichwunden oder ausschließlich Verstümmelungen die gleichartig sind)?

#322 RE: Besprechungsraum von Christine 22.08.2015 15:19

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Ich stolpere immer nur über das "Aufbahren"

Das war kein einfaches aus-dem-Wasser ziehen.

Tristan wurde ja ordentlich auf den Vorsprung gelegt und seine Turnschuhe standen ordentlich nebeneinander auf seinen Waden.

Ich gehe absichtlich jetzt auf andere Dinge mal nicht ein, da wir uns sonst sicher verzetteln wenn wir versuchen gleichzeitig 7 Dinge zu klären - aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren

#323 RE: Besprechungsraum von Beagle 22.08.2015 16:15

Zitat von Christine

Ich stolpere immer nur über das "Aufbahren"

Das war kein einfaches aus-dem-Wasser ziehen.



Möglicherweise verbrachte die erste Tätergruppe den Leichnahm in den Tunnel und nahm auch gleich den Schuh mit damit es von Außen erst mal keine Anhaltspunkte für die Tat gab (wobei ein Schuh im Bach, in einer Stadt wie Frankfurt auch nichts wirklich besonderes gewesen sein wird - ob der Täter dies aber in dem Moment so sah, wage ich zu bezweifeln). Die zweite Tätergruppe bahrte das Opfer, ob nun aus Bequemlichkeit, wegen des dreckigen Wassers oder einem inneren Zwang, auf. Dann folgten die morbiden Handlungen und mit dem ordentlichen Zurechtlegen (Aufbahren, dem Hochziehen der Hose, dem Jacke über den Kopfziehen und dem Abstellen der Schuhe) wurde eine Zwangshandlung vollzogen, die nicht kontrollierbar war, etwa wegen einer Geisteskrankheit oder einem Drogenrausch, vielleicht gar einem LSD-Rausch oder Magic Mushrooms.

Möglicherweise kannte er das Opfer aber auch zumindest flüchtige. Sah das Opfer also im Vorfeld mehr als einmal, wenn auch nur flüchtig im Vorbeigehen und vollzog tatsächlich eine Form des "undoing", weil er diese Tat in seinem eigenen Umfeld begangen hatte oder er gar daran dachte was man über ihn denken würde wenn er erwischt wird und den Tatort unordentlich hinterlassen hätte.

Wie gesagt Frankfurt am Main ist der Lebensraum vieler merkwürdiger Individuen (wobei das sehr freundlich formuliert ist), ob dort sesshaft, als Verkehrsknoten oder Arbeitsumfeld.

#324 RE: Besprechungsraum von Christine 23.08.2015 08:48

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Was hat deiner Meinung nach der Mann mit dem Zopf für eine Rolle gespielt?

Der zudem dem Vater auch noch sehr ähnlich sah.

Was hatte er damit zu tun? War er der gleiche, der sich auch telefonisch bei der Polizei gemeldet hat?

#325 RE: Besprechungsraum von Beagle 23.08.2015 14:19

Bei dem Mann mit dem Zopf könnte es sich einerseits tatsächlich um einen Täter gehandelt haben, was durchaus passen könnte, da man diese Person ja angeblich auch am Tatort sah. Auch wenn das verhalten erst mal nicht wirklich zu einem Täter zu passen scheint, also die Nervosität und ähnliches.

Vielleicht handelte es sich bei dem Täter der die Manipulationen am leblosen Körper vornahm ja auch um einen verzweifelten, hungrigen, möglicherweise auch geisteskanken oder Drogensüchtigen Obdachlosen oder Einsiedler der eine Gelegenheit sah und nach der Tat grundsätzlich Reue verspürte, eventuell auch weil er Tristan hin und wieder, wenn auch nur flüchtig sah. Was wie ich finde durchaus zu dem Zopfträger passen könnte.

Immerhin bekommen Obdachlose in Deutschland in der Regel nur an 3 Tagen in Folge am selben Ort Tagessätze ausbezahlt. Ich weiß nicht ob es das 1998 auch schon gab und vor allem auch nicht wie hoch der Satz damals gewesen sein könnte. Außerdem weiß ich auch nicht, ob in einer großen Stadt wie Frankfurt bereits der wechsel zu einer Ausgabestelle in einem Anderen Stadtteil ausreichend gewesen sein könnte und ist. Aber die Sätze orientierten sich so weit ich weis immer schon an den Regelsätzen der Sozialhilfe, was wir Heute als ALG 2 kennen und waren daher auch nie sehr üppig. Wenn dann noch eine wie auch immer geartete Abhängigkeit dazu kam wofür das Geld drauf ging, so liegt es für mich zumindest im Rahmen des möglichen, denn auch die Tafeln gab es glaube ich damals noch nicht und selbst wenn wahrscheinlich nicht in diesem Umfang wie Heute.


Andererseits könnte dieser Verdächtige auch darin begründet sein, dass es sich (meines Wissens nach) hauptsächlich um die Zeugenaussage von Kindern und den Rechtsanwaltsgehilfinen handelte, die diesen Verdächtigen und letzlich das Phantombild ins Spiel brachten. Wobei der Zusammenhang mit dem Auftauchen der besagten Person in der Anwaltskanzlei auf mich doch sehr schwammig wirkt, nicht zuletzt weil das Phantombild erst so spät veröffentlicht wurde.

In den 1990ern waren lange Haare bei Männern meiner Erinnerung nach auch nichts sehr ungewöhnliches. Mir fällt dazu Bon Jovi ein (1983 gegründet und auch noch in den 1990ern erfolgreich). Nicht zuletzt wegen diesem Künstler wollte meine Mutter mich ständig dazu überreden mir doch mal zumindest versuchsweise lange Haare wachsen zu lassen. Auch mein Onkel hatte zeitweise lange Haare.

Die Frage die man sich glaube ich stellen muss, ist auch wie dieses Bild ganz allgemein zustande gekommen ist. Ist es quasi ein Querschnitt verschiedener Aussagen oder haben alle Zeugen bis ins detail den selben Mann beschrieben? Haben sich einige der Zeugen, möglicherweise auch unbewusst abgesprochen, so wie Kinder wenn sie gemeinsam unterwegs sind sich eben unterhalten oder auch Erwachsene, gerade wenn sie etwas ungewöhnliches gesehen haben? Wurden hier Zeugen möglicherweise unbewusst oder ungewollt auch Details anderer Zeugen suggeriert (in keiner Weise unterstelle ich hier Böswilligkeit oder Vorsatz)? Etwa wie: "Könnte es sein dass der Mann eine Narbe unter der Nase hatte?" oder "Ist ihnen unter der Nase etwas ungewöhnliches Aufgefallen?". Immerhin stand die Polizei ja auch unter großen Druck und hatte wahrscheinlich mit solch komplexen Verbrechen noch nicht zu tun gehabt. Was mir beim Phantombild aber auffällt ist auch, dass die langen Haare doch eher unterschwellig angedeutet und nicht besonders betont sind.

Auch könnte es sich um einen unbeteiligten gehandelt haben der die Leiche aufgefunden hat, aber aus irgendeinem Grund den Kontakt mit der Polizei mied.

Die ähnlichkeit mit dem Vater sehe ich persönlich nicht. Der Vater hatte sehr dunkle Haare, einen Schnautzer, ein insgesamt rundliches Gesicht, ein markantes rundliches Kinn, rundliche Wangen und einen stämmigen Körperbau. Auf mich wirkte die Trauer des Vater auch sehr ehrlich, was aber natürlich kein Ausschluskriterium sein kann.

Der gesamte Tagesablauf des Opfers am Tattag spiegelt für mich isgesamt nicht zwangsläufig einen ungewöhnlichen Tag wieder. Es ist der Tagesablauf eines Kindes das gerne mal (oder auch öfter) die Schule geschwänzt hat und lieber auf der Straße (manchmal vielleicht auch Zuhause) abhing als in der Schule zu gehen. Das vermeitlicht Abhalten von dem Arztbesuch, durch den Vater könnte einfach nur dem Schuleschwänzen geschuldet sein, weil Tristan vielleicht auch nicht mehr völlig glaubwürdig war wenn er zu oft Schule schwänzte.

Auch ich hatte nach der Scheidung meiner Eltern ähnliche Situationen mit meiner Mutter, vor allem weil ich die Schule geschwänzt habe. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Verhalten des Vaters einfach nur daran lag.

Nun zum Bekenneranruf.

Der Anrufer vom Bahnhof könnte tatsächlich ein reumütiger Täter gewesen sein, der vielleicht auch gar nicht vom Bahnhof Höchst aus anrief, sondern von Zuhause, einer Obdachlosenunterkunft, einem Bekannten oder Freund bei dem er untergekommen war (was ich erwähne weil die Echtheit ja von manchen angzweifelt wird, teilweise auch von mir – je nach Perspektive, aber bleiben wir erst mal bei dieser These). Möglicherweise befand sich der Anrufer, beziehungsweise der mögliche Täter auch hier in einem Geisteszustand, der ihm selbst glauben machte er befände sich am Bahnhof Höchst. Vielleicht hörte er Stimmen in seinem Kopf die ihn dazu zwangen diesen Anruf zu tätigen.

Es könnte aber auch jemand gewesen sein der lediglich glaubte die Tat begangen zu haben, weil er sich an den Tag nicht mehr erinnerte oder nur an Bruchstücke, ob nun wegen Krankheit oder Rausch. Wenn eine solche Person dann auch noch irgendwo an sich Blut fand, was von eigenem Nasenbluten her kam (vielleicht zuviel geschnupft) oder durch eine Keilerei mit jemanden, was aber alles nichts mit der Tat zu tun hatte, so ist dieses Szenario für mich auch vorstellbar.

Ich glaube auch hierfür gibt es eine große Anzahl möglicher Erklärungen.

Ich stellte mir auch schon diese Frage:

Die Stimme des Anrufers vom Bahnhof in Frankfurt-Höchst hat subjektiv durchaus gewisse Ähnlichkeiten mit der Stimme von Tristans Vater, wenn auch leicht berauscht wirkend. Wurden die Stimmen je analysiert und verglichen?

Aber da die Forensische Phonetik in Deutschland bereits lange Tradition hat und bereits seit den 1970er Jahren beim Bundeskriminalamt verwendet wird, gehe ich stark davon aus dass ein Stimmvergleich erfolgt ist. Was einem gebürtigen Hessen aber auf jeden Fall auffallen sollte ist, dass dieser Anrufer Hessisch gebabbelt hat.

Und zum ersten Phantombild das eine kindliche Person zeigte sei noch erwähnt, dass es sich, so meine Schlussfolgerung, lediglich um eines der Kinder handelte die, die Leiche auffanden. Was ich vor allem auch damit begründe, dass es so schnell wieder verschwand, möglicherweise weil die Ähnlichkeit mit einem der Kinder bestätigt werden konnte.

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