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#1 RE: Besprechungsraum von Christine M. 14.11.2012 19:45

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Hier können wir gemeinsam die Recherchen besprechen oder Fragen beantworten.

#2 RE: Besprechungsraum von 16.11.2012 02:40

Hallo, ich hab mir alle Links angesehen. Das ist so in der Anonymität eines Bahnhofsbereichs passiert, dass hier die Chancen schlecht stehen.
Ich schätze der Typ hat die Kinder erst beobachtet und sich dann vorbereitet, lange warten müssen und als dann die Gelegenheit kam, ist er ausgeflippt.
Was ich weiß ist, dass es frei zugängliche Internetseiten gibt wo solche Szenen genüßlich kommentiert werden.
Und dass es Zeichnungen gibt, wo die "Fiktion" von realen Fotos "nachgezeichnet" wurde. Ich werde sowas aber nicht verlinken.
Findet man den Möder nicht, sollte man zumindest jene Pschofritzokraten einsperren, die verrückte Perversionen unter den Schutz der "Meinungsfreiheit" stellen und verharlosen.

#3 RE: Besprechungsraum von Christine M. 16.11.2012 10:05

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Zitat
Ich schätze der Typ hat die Kinder erst beobachtet und sich dann vorbereitet, lange warten müssen und als dann die Gelegenheit kam, ist er ausgeflippt.



Von welchen Kindern sprichst du?

Ein Mörder der lange Zeit beobachtet und dann zuschlägt, würde diesen Overkill wohl nicht begehen.
Ferner wäre dann auch zu erwarten gewesen, das es mind. noch einmal zu einer solch grausamen Tat gekommen wäre.

#4 RE: Besprechungsraum von 16.11.2012 14:12

Zitat von Christine M.

Von welchen Kindern sprichst du?

Ein Mörder der lange Zeit beobachtet und dann zuschlägt, würde diesen Overkill wohl nicht begehen.
Ferner wäre dann auch zu erwarten gewesen, das es mind. noch einmal zu einer solch grausamen Tat gekommen wäre.



Im von Dir verlinkten Video war die Rede, dass dort auch andere Kinder eine Abkürzung nahmen.
Versuch mal mit einem Hund zu spielen und den Knochen den Du ihm werfen willst 3 Sekunden vor seiner Nase zu schwenken und beim nächsten mal 30 Sekunden. Wann wird er mehr bellen und hochspringen etc. ?
Für mich ist offensichtlich, dass ein angespanntes Warten die Phantasien steigert und im Moment der Entladung mehr Energie freisetzt.
Dass es zu keiner vergleichbaren Tat kam, kann damit zusammenhängen, dass der Täter wie die Polizei vermutet aus dem Ausland zugereist sein könnte und das alles im Bahnhofsbereich stattfand.
Es kann auch ein Tourist gewesen sein oder alles Mögliche.
Der Fall läßt für mich keine Ansätze erkennen, wo ich konkret etwas helfen kann.
So ein Irrer kann sich auch schon längst selbst das Leben genommen haben. Der Kannibalismus-Aspekt durch das mitgenommene Fleisch erinnert an einen Irren der im Drogenrausch einem anderen Mann das halbe Gesicht wegfraß. Bahnhof, Drogen, eine verlassene Unterführung wo man gut Drogen konsumieren kann....
Man kann hier reden um den Fall zu verstehen, aber zu lösen gibt es wohl nichts, sorry.

Man kann aber wenn es einen sehr interessiert schauen ob es doch ähnliche Taten gab in Europa, alles dokumentieren vergleichen etc. so dass andere Leute die ähnliche Fragen haben eine Hilfe haben.

Aber einen Ansatz um an dem Fall etwas durch logisches Denken zu lösen sehe ich nicht.
Ganz im Gegensatz zum Fall Frauke Liebs.
Dort hatte ich ganz heisse Zusammenhänge herausgefunden, aber der zuständige Kommissar reagiert bisher so anständig, dass ich gar nicht zu meinen üblichen Artikeln komme, weil ich auf seine anständigen Reaktionen hin ihm Spielraum einräume.
Der Fall Frauke Liebs auf den Du mich hingewiesen hast ist für meine Einschätzung im Moment brandheiss. Ich muss aber noch alles ordnen um zu sehen wie ich unter Berücksichtigung aller Verpflichtungen etwas darüber sagen kann.

#5 RE: Besprechungsraum von Christine M. 16.11.2012 16:10

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Zitat
Man kann aber wenn es einen sehr interessiert schauen ob es doch ähnliche Taten gab in Europa, alles dokumentieren vergleichen etc. so dass andere Leute die ähnliche Fragen haben eine Hilfe haben.



Vor einiger Zeit habe ich ein Profiling erstellt. Ich werde es in Kürze hier ins Forum setzen.

Frauke Liebs wird der nächste Fall sein, wo ich alle Daten und Fakten liste.

#6 RE: Besprechungsraum von Christine 16.11.2012 18:10

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Zitat von KlausF


Dass es zu keiner vergleichbaren Tat kam, kann damit zusammenhängen, dass der Täter wie die Polizei vermutet aus dem Ausland zugereist sein könnte und das alles im Bahnhofsbereich stattfand.
Es kann auch ein Tourist gewesen sein oder alles Mögliche.
Der Fall läßt für mich keine Ansätze erkennen, wo ich konkret etwas helfen kann.
So ein Irrer kann sich auch schon längst selbst das Leben genommen haben. Der Kannibalismus-Aspekt durch das mitgenommene Fleisch erinnert an einen Irren der im Drogenrausch einem anderen Mann das halbe Gesicht wegfraß. Bahnhof, Drogen, eine verlassene Unterführung wo man gut Drogen konsumieren kann....
Man kann hier reden um den Fall zu verstehen, aber zu lösen gibt es wohl nichts, sorry.



Das sehe ich vollkommen anders!
Würde die Polizei so denken, dann würde in keinem Fall mehr ermittelt, weil es ja sein könnte, das der Täter aus dem Ausland war, Suizid verübt hat usw.

Die Lösung eines Mordfalles ist nie hoffnungslos!!!!!!
Manchmal ist es auch der Kommissar Zufall der zum Erfolg führt. Aber einfach sagen: nein, da ist nichts mehr zu machen. Das ist der falsche Weg.

#7 RE: Besprechungsraum von 16.11.2012 19:31

KlausF

Von dem Fall Tristan hast Du sicher noch nichts gehört? Das entnehme ich jedenfalls Deinem Beitrag.

#8 RE: Besprechungsraum von 16.11.2012 19:49

@ Christine
Ich sage ja nicht dass die Polizei aufhören soll zu suchen oder dass es falsch ist den Fall zu dokumentieren.
Ich sage nur, dass ich mit den bekannten Infos keinen logischen Ansatz sehe.
Manchmal springt einem ein Denkfehler der Profiler sofort ins Gesicht und man kann dort ansetzen, hier jedoch fehlt mir bisher der Ansatz.
Nehmen wir den Fall an, der Täter war Tourist und reiste am gleichen Tag ab und stieg irgendwo 500-1000 km weiter wieder aus, setzte sich auf seine Veranda und öffnete eine Flasche Bier woran er Fingerabdrücke und DNA hinterliess. Und was machen jetzt wir Forenermittler?
Ich persönlich, liebe Christine, komme hier nicht weiter.

@ LeneH
Hallo erstmal, wie Du lesen kannst, hab ich mir die Links angeschaut, die Christine eingestellt hatte zu dem Zeitpunkt als ich geschrieben habe.
Das waren meine ersten Infos zu dem Fall. Wenn Ihr mehr Infos habt, gebt einfach Bescheid.
Die Medienartikel auf die man Bezug nimmt sollen ruhig auch hier erwähnt werden, im anderen Thread werden sie eben übersichtlich gesammelt.

#9 RE: Besprechungsraum von 16.11.2012 19:57

Hallo KlausF,

das meinte ich damit. Du bestätigst ja gerade das Du dich erst eingelesen hast.

Man (Ermittler) gingen damals davon aus, das der Täter im näheren Umfeld des Bahnhofes wohnt/e.
Aber warten wir doch bis Christine die entsprechenden Links eingestellt hat.

#10 RE: Besprechungsraum von 18.11.2012 15:09

VitoScaletta hat geschrieben:Ich werde jetzt nur kurz was dazu schreiben, da mir das ganze zu dieser späten Stunde doch ein wenig zu viel ist. Aber, die Polizei geht davon aus, dass der Täter aus Höchst oder Umkreis kam und sich unbemerkt vom Tatort entfernte. Hätte der Täter ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt, hätte die Polizei ihn heute, da seine Kleidung nass (auf Fotos vom Tatort kann man den Wasserstand des Liederbaches zum Tatzeitpunkt erkennen) und vermutlich blutbefleckt (wenn auch nur leicht, da er Tristan hat ausbluten lassen) gewesen sein muss. Hätte er ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt, wäre eine solche Person sofort aufgefallen, selbst wenn er als Anhalter mitgenommen wurden ist.


Stimme VitoScalettavoll und ganz zu. Hatte ebenfalls bereits darauf hingewiesen, das man den Täter im Umkreis Höchst/Unterliederbach vermutete. An eine "Anhaltertheorie" glaube ich ebenfalls nicht (aus oben bereits genannten Gründen).
Der Höchster Bahnhof bietet eine Menge an Schlupfwinkel. Der Täter selbst kann ohne weiteres mit einem Fahrzeug unterwegs gewesen sein. Die Autobahn ist nicht weit vom Bahnhof entfernt und in nur wenigen Minuten zu erreichen.

#11 RE: Besprechungsraum von 18.11.2012 16:07

LeneH hat geschrieben:Stimme VitoScalettavoll und ganz zu. Hatte ebenfalls bereits darauf hingewiesen, das man den Täter im Umkreis Höchst/Unterliederbach vermutete. An eine "Anhaltertheorie" glaube ich ebenfalls nicht (aus oben bereits genannten Gründen).
Der Höchster Bahnhof bietet eine Menge an Schlupfwinkel. Der Täter selbst kann ohne weiteres mit einem Fahrzeug unterwegs gewesen sein. Die Autobahn ist nicht weit vom Bahnhof entfernt und in nur wenigen Minuten zu erreichen.


KlausF hat geschrieben:
Hallo Lene, es geht darum die Fakten bestmöglich zu erklären.
Der Täter hat Mircos Sachen mitgenommen und die wurden in Niedernhausen an der Stelle gefunden wie auf dem Polizeifoto und von mir dargestellt.
Das muss der Ausgangspunkt sein, oder? Eure Theorien hängen in der Luft hier.
Schau mal, Du hast zwei Punkte, den Höchster Bahnhof und Niedernbach. Ich kann nicht verstehen wie man hier die Verbindung dieser beiden Punkte durch die S-Bahn, für die es meiner Meinung nach eine Wahrscheinlichkeit von 99,99 % gibt ignorieren kann und eine These aufstellen, für die es eine Wahrscheinlichkeit von 0,001 % gibt.

Denn schau mal, für ein Auto als Verkehrsmittel ist der Fundort der Sachen VÖLLIG abwegig, das ist an keiner Strasse, das ist ein für die Ablage mit dem Auto völlig ungeeigneter Ort.

Theses ohne Logik aufzustellen führt hier nicht weiter, das kann man tun bei der Frage ob Prinz Charles Damenunterwäsche trägt und Camilla sich Brusthaare implantieren liess...


Antwort:
Das der Täter Tristans Rucksack mitgenommen hat, sagt nicht zwingend aus, das er aus diesem Grunde die S-Bahn - die übrigens nur alle 30 Minuten von Höchst nach Niedernhausen fährt, genommen haben muss!!
Es fahren aber alle paar Minuten Bahnen in andere Richtigungen.

Ich schließe die S-Bahn aus den genannten Gründen aus.

Der Fundort des Rucksacks sagt nicht zwingend aus, das der ´"Täter" ihn dort abgelegt hat. Zwischen der Tat und dem Fund des Rucksackes liegt eine gewisse Zeit. Ausserdem war der Rucksack sicher nicht "so schwer" das man ein Transportmittel benötigte.


In der Nähe des Rucksackes wurden einige Dinge gefundenm, die definitiv nicht von Tristan stammten.

Aber es wäre jetzt echt müßig, hier den gesamten Fall nochmal zu schildern.


Hier geht es um Wissen um den Fall . Nicht kurz mal kurz überlesen und Thesen aufstellen.

Zur Info: Der Bach am Bahnhof heißt "Liederbach", der angrenzende Stadtteil "Unterliederbach". Einen Niedernbach o.ä. gibt es dort nicht.

#12 RE: Besprechungsraum von 18.11.2012 16:20

Zitat
Christine hat geschrieben:@KlausF

Du befindest dich hier in einem Forum wo diskutieren erwünscht ist. Folglich wirst du auch einmal andere Meinungen gelten lassen müssen, bzw. Kompromisse schließen.

Ich werde es nicht zulassen, das du hier jede Diskussion im Keim erstickst. Man kann auch seine Meinung anders begründen, anstatt sofort in einen bösen Unterton zu verfallen, oder zu behaupten, das hier ausser dir niemand sonst Ahnung hat.

Versuche also bitte, mit anderen Meinungen gemäßigter umzugehen. Danke



Was heißt hier "gelten lassen", habe ich etwa den Meldeknopf gedrückt dass etwas gelöscht wird?
Meine Antwort läßt man nicht gelten, so herum ist es.
Kriminalistik ist Wahrheitssuche, da ist der Grundgedanke eines "Kompromiß" völlig abwegig.
"Bösen" Unterton? Ich denke doch LeneH ist eine erwachse eigenständige Person und nicht ein Kind das ein Bild gemalt hat und jetzt nicht dafür gelobt wird? Was ich geschrieben habe ist als Kritik völlig im Rahmen, soll das hier "übermoderiert" werden?




@KlausF

Im Gegensatz zu Dir (wie man hier im Forum verfolgen kann) hattest Du bisher keine Infos zum Mordfall Tristan. Andere haben sie, das sie den Fall schon jahrelang verfolgen, manche über Ortskenntnisse und vieles mehr verfügen. Damit stehe ich nicht alleine.

Du bestehst natürlich auf Deiner These - obwohl Du keine Kenntnisse über den Fall hast.

Falls Du es nicht bemerkt haben solltest: Ich antworte nicht in Deinem Thread sondern im "Öffentlichen Besprechungsraum", denn ich bin durchaus daran interessiert mich mit anderen Forumsteilnehmern auszutauschen.

Deine Antwort an Christine finde ich absolut unsachlich.

#13 RE: Besprechungsraum von 18.11.2012 16:42

Zitat


Re: Thesen und Doku der Publikationen v. Klaus F. z. Tristan

Beitragvon KlausF » Sonntag, 18. November 2012, 16:09:06

Christine hat geschrieben:@KlausF

Du befindest dich hier in einem Forum wo diskutieren erwünscht ist. Folglich wirst du auch einmal andere Meinungen gelten lassen müssen, bzw. Kompromisse schließen.

Ich werde es nicht zulassen, das du hier jede Diskussion im Keim erstickst. Man kann auch seine Meinung anders begründen, anstatt sofort in einen bösen Unterton zu verfallen, oder zu behaupten, das hier ausser dir niemand sonst Ahnung hat.

Versuche also bitte, mit anderen Meinungen gemäßigter umzugehen. Danke



Was heißt hier "gelten lassen", habe ich etwa den Meldeknopf gedrückt dass etwas gelöscht wird?
Meine Antwort läßt man nicht gelten, so herum ist es.
Kriminalistik ist Wahrheitssuche, da ist der Grundgedanke eines "Kompromiß" völlig abwegig.
"Bösen" Unterton? Ich denke doch LeneH ist eine erwachse eigenständige Person und nicht ein Kind das ein Bild gemalt hat und jetzt nicht dafür gelobt wird? Was ich geschrieben habe ist als Kritik völlig im Rahmen, soll das hier "übermoderiert" werden?


Wenn es aber so wäre, dass LeneH nicht mit mir reden will und sich daran stört dass ich sie hier zitiert habe und auch später hier nicht mit mir reden will, kann man natürlich das auch löschen, damit sie nicht damit leben muss, dass ich "hier" meine Meinung auf ihre Meinung "dort" gesagt habe. Dann würde aber nicht ich nicht disskutieren wollen sondern es wäre andersherum.

Und dann nochmal zum Thema "Kompromiss".
Ich wollte klarmachen: Es ist nicht alles beliebig! Geht doch mal in den Musikverein und spielt die Musikstücke "einfach irgendwie" und dann erklärt den anderen, warum ihre Gänsehaut "bösartig" sei.
Kriminalistik ist kein Gebiet, wo "alles egal" und "alles gleich schön" ist, wie z.B. beim Bilder malen im ....
Es gibt in der Kriminalistik Thesen, die auf einen Sachverhalt bezogen "abwegig" sind, so wie es Töne gibt in der Musik, die falsch sind.

Soviel muss man sagen können, man muss das Abwegige jetzt nicht"schwachsinnig" nennen und man muss jemand nach einem falschen Ton nicht "durch und durch unmusikalisch" nennen, aber ein Kränzchen nach dem Motto "Wir haben uns alle lieb und malen/backen uns einen Täter", das kanns ja auch nicht sein, oder?

KlausF




@KlausF

- Du brauchst nicht "über" mich zu reden/schreiben, Du kannst mit mir direkt Kontakt aufnehmen
- Kritik? Du kannst mich nicht kritisieren! Wir befinden uns in einem Forum - nicht auf Deiner pers. Homepage.
- Dies ist ein öffentlicher Besprechungsraum
- Ich werde weiterhin meine Meinung sagen

Wie Du schon "über" mich schriebst bin ich eine erwachsene Person, mit einer eigenen Meinung!!

#14 RE: Besprechungsraum von VitoScaletta 18.11.2012 21:40

Da ich mit dem Fall auch schon etwas länger beschäftige habe ich dazu natürlich auch einige Theorien entwickelt, wer hinter dem Täter stecken könnte und warum es so gelaufen ist. Dazu zitiere ich mich auch aus einem anderen Forum.


1. Das Kriegstrauma:

"Was ist, wenn der Täter im Jugoslawienkrieg war und in dieser Anstalt(?) war, die dort in der Nähe lag. Vielleicht bestand das Kriegstrauma darin, den Feind erstmal auszuschalten, das würde die Schläge, sowie den Kehlendurchschnitt erklären. Die Entnahme der Hoden und der Fleischstücke könnte auf Kannibalismus im Krieg hinweisen, sowie der Glaube Kraft dadurch zu erlangen. Das wäre doch in diesem Zusammenhang ebenfalls denkbar, anstatt dabei nur von einem bloßen Ritual auszugehen. Ich wüsste zu gerne, ob es im Jugoslawienkrieg nötig war, auf Kannibalismus zurückzugreifen, um zu überleben. Wenn man bedenkt, dass sowas in Kriegen schon oft genug vorgefallen ist, halte ich das garnicht mal für abwegig."

Warum ich denke, dass diese Theorie stimmen könnte?

In der Nähe des Tatortes gab es eine Art Anstalt oder Unterkunft für ausländische Leute(?), wo auch ehemalige Soldaten aus dem Jugoslawienkrieg untergekommen sein könnte.

Die Ausführung der Tat war sehr professionell und der Täter könnte Kenntnisse über das Töten gehabt haben.

Und als dritten Grund ein weiteres Zitat aus einem anderen Forum:

"Es gab ja auch mal einen Fall in den USA, wo ein Vietnam-Veteran eine alte Frau umbrachte und ihren Körper für einen Abtransport mit dem Hubschrauber zurechtlegte. Ich habe leider den Namen des Mannes vergessen, sonst würde ich etwas dazu verlinken. "



2. Die zwei Jungs von der Bank:

Etwa 10 Minuten bevor die Tat stattfand, wurde Tristan mit zwei ausländisch aussehenden Jungs auf einer Parkbank gesehen. Diese beiden Jungs schienen Tristan zwischen sich auf der Bank quasi eingekesselt zu haben, was den Schluss zulässt, dass sie Tristan kannten. Im Tunnel kam es dann möglicherweise zum Streit wegen irgendwas, woraufhin sie oder einer von ihnen Tristan brutal zusammenschlugen und ihm danach den Rest zufügten. Kenntnisse über die Hodenentnahme könnten beide oder einer möglicherweise durch einen kulturellen HIntergrund gehabt haben, da es in einigen Kulturkreisen ja die Schächtung gibt.

Warum ich diese beiden Jungs als Haupttatverdächtige sehe?

Sie waren die letzen Personen, mit denen Tristan lebend gesehen wurde.

Beide meldeten sich danach nie bei der Polizei, was selbst dann komisch wäre, wenn sie sich wegen anderer Verbrechen nicht getraut hätten zur Polizei zu gehen.

Bei der Tat wurden, soweit ich weiß, zwei Messer benutzt.

Auf der BKA Seite zum Fall steht: "Auch ist keine abschließende Aussage zu der Frage möglich, ob der oder die Täter im Bereich des Tunnels auf ihr Opfer warteten"

Somit werden zwei Täter selbst von der Polizei nicht ausgeschlossen.

Auf dem ersten Phantombild, was die liebe Christine hier im Forum auch gepostet hat, sieht man eine eher jugendlich wirkende Person. Das könnte einer der beiden gewesen sein, möglicherweise ist auch einer der beiden direkt nach dem Kehlenschnitt geflohen, was zu dem ersten Phantombild führte.

Jetzt könnte man natürlich fragen, warum einer der beiden kein schlechtes Gewissen bekommen und ausgepackt hat. Meine Antwort darauf wäre: Familie. Es könnten Brüder gewesen sein, die wegen der engen familiären Situation nicht ausgepackt haben.

Was könnte das Motiv gewesen sein?

Tristan hatte vor dem Tunnel sein Zigarettenversteck und er habe, laut Polizei, Kontakte zum kleinkriminellen Milieu gehabt, da er sich oft an dem Tunnel aufhielt bzw in Höchst. Es könnte ein Streit um Zigaretten oder kleinere Drogen ausgebrochen sein, der eskaliert ist. Da es normalerweise selbst in diesen Kreisen unüblich ist, dass man so brutal mordet, könnten beide auch unter starken Drogeneinfluss gestanden haben, weshalb es zu diesem Verletzungsbild kam.

3. Eifersucht:

Diese Theorie halte ich für die schwächste, aber es könnte etwas dran sein. Was ist, wenn Tristan eine gute Beziehung zu einem Mädchen hatte, egal ob da wirklich etwas lief oder sie sich einfach nur gut verstanden. Da könnte gut ein eifersüchtiger Lover, der Tristan am Ende mit der Entnahme der Hoden bestrafen wollte, reinpassen oder aber ein Bruder des Mädchens, der strikt gegen eine Beziehung war.

Warum ich denke, dass diese Theorie passen könnte?

Die Entnahme der Hoden könnt in diesem Zusammenhang als Bestrafung gesehen werden.

Wie oben bereits erwähnt zeigt das erste Phantombild eine recht jugendlich aussehende Person.


So viel jetzt erstmal von meiner Seite aus.

#15 RE: Besprechungsraum von Christine 18.11.2012 23:34

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@ VitoScaletta

Danke, den Beitrag hast du gut ausgearbeitet und auch erklärt.

Zu dem Kriegstrauma kann ich leider gar nichts sagen, da habe ich keine Ahnung von.

Nach einigem hin- und herüberlegen, komme ich auch zu dem Schluss, das es 2 Täter gewesen sein müssen. Wie sonst wäre ein Kehlenschnitt, der fast bis zur Wirbelsäule reichte, überhaupt möglich?
Wenn ich mich in die Rolle der Täter versetzen würde, wäre ich nicht zu zweit aus dem Tunnel, sondern jeder nimmt einen anderen Ausgang.
Und so wären wir eigentlich bei den zwei Jungs, die bei Tristan auf der Bank gesessen haben.

Möglich wäre aber auch, das es Leute aus dieser Anstalt waren. Da müsste man mal herausfinden, ob das eine geschlossene Anstalt war, oder ob sie auch draussen durch die Gegend laufen konnten.

Was die Messer angeht, habe ich noch im Kopf, das Tristan wohl auch immer ein Messer mit sich führte. Was wohl für Jungs in seinem Alter nicht ungewöhnlich war.
Vermutlich hat er sich damit gewehrt, oder wollte damit drohen und es wurde ihm vom Täter/den Tätern abgenommen.
Da das Messer von Tristan nicht am Tatort gefunden wurde, hat der Täter es wohl mitgenommen (ich schreibe mal nur von Täter, ist einfacher). Bei dem Rucksack wurde ja auch ein Messer gefunden, das war jedoch nicht das Messer von Tristan.

An das Motiv mit der Eifersucht glaube ich auch nicht so wirklich. Dann hätte der Bruder von dem Mädchen ihm wohl nur ordentlich verprügelt und das wäre es gewesen.

Als ich hier die Beiträge in das Forum kopiert habe, fiel mir eine Passage auf, die ich bisher gar nicht so wahrgenommen habe:

Tristan wurde vor dem Tunnel umgebracht und erst dann in den Tunnel hineingezogen.
Würde das jemand tun, der bei klarem Verstand ist? Die Gefahr dort beobachtet zu werden, war doch viel zu groß???

#16 RE: Besprechungsraum von 19.11.2012 19:11

Zitat

Wo ist Tristans Mörder? Der grausame Tod des Schülers ist ohne Beispiel in der Kriminalgeschichte – eine Spurensuche

18.11.2002 00:00 Uhr
Von Jürgen Schreiber

Kriminalisten arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten. Demnach bewegte sich der Täter von Süd nach Nord durch die Unterführung. Es war Tristans Nachhauseweg. Der Schlächter ging in Richtung von zwei Kindern, die zur fraglichen Zeit zum Tunnel kamen. Im Zwielicht nahmen die beiden eine ihnen unheimliche Gestalt wahr, rannten in Panik vor dem Schattenriss zurück, um Hilfe zu holen. Das dauerte. Zwischenzeitlich stob der Täter Richtung Westen in die Liederbacher Straße, makaber genug Tristans Adresse. Sein Vater kam zu eben dieser Zeit von der Arbeit heim. Niemandem fiel der Flüchtende auf, der nasse Hosenbeine und Schuhe gehabt haben muss wie der Tote.



Die Ermittler schlossen schon damals aus das der Täter sich mit per S-Bahn absetzte. er flüchtete laut Bericht in die Liederbacher Str. von der natürlich auch kleine Seitenstraßen und Wege abgehen (z.B. Richtigung Johannis-Allee - oder Richtung Heimchenweg, wobei wir dann schon im Stadtteil Unterliederbach sind) In Unterliederbach wohnte auch Tristan.

Die später durchgeführte "Fingerabdruckmaßnahme" fand ebenfalls in Ffm-Unterliederbach, Hans-Böckler-Str., statt.

#17 RE: Besprechungsraum von Christine 19.11.2012 19:53

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@ Lene

Also ging man damals davon aus, das der Täter aus der Wohnnachbarschaft von Tristan kommt?

#18 RE: Besprechungsraum von Christine 28.11.2012 19:19

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@Vito

Zitat
Nach diesem Gutachten, so hieß es gestern, dürfte es sich um einen nichtdeutschen Täter im Alter zwischen 17 und 27 Jahren handeln, der sein Opfer vermutlich gekannt hat, aber nicht notwendigerweise eine enge Beziehung zu ihm unterhielt. Das Motiv für den Mord sei weiter ungeklärt, Hinweise auf ein Sexualverbrechen gebe es nicht, sagte Öhm. Das Bild eines wahllos vorgehenden psychotischen Täters sei weniger plausibel, weshalb "auch die Gefahr einer Wiederholungstat geringer erscheint".



Danke für den Artikel. Nun würde es mich aber einmal brennend interessieren, warum man später eher auf einen deutschen Täter kam, der mit einem Anfangsalter von 15 Jahren angegeben wurde?

Der Fall wird immer kurioser. Kann es sein, das nicht richtig ermittelt wurde?

#19 RE: Besprechungsraum von VitoScaletta 28.11.2012 21:55

Zitat von Christine

Danke für den Artikel. Nun würde es mich aber einmal brennend interessieren, warum man später eher auf einen deutschen Täter kam, der mit einem Anfangsalter von 15 Jahren angegeben wurde?

Der Fall wird immer kurioser. Kann es sein, das nicht richtig ermittelt wurde?



Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwo eine Ermittlungspanne gab oder zumindest bürokratischer Irsinn den Fall irgendwo ins Stocken geraten ließ. Es ist aber interessant, dass man so schnell davon ausging, dass der Täter nicht noch einmal zuschlagen wird.

#20 RE: Besprechungsraum von Christine 28.11.2012 22:27

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Zitat von VitoScaletta
Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwo eine Ermittlungspanne gab oder zumindest bürokratischer Irsinn den Fall irgendwo ins Stocken geraten ließ. Es ist aber interessant, dass man so schnell davon ausging, dass der Täter nicht noch einmal zuschlagen wird.



Das war aber dann eine sehr gravierende Ermittlungspanne. Die dann wohl letztendlich zu Erfolg oder Mißerfolg geführt hat.

Jeder weiß, das gerade die erste Zeit nach der Tat sehr entscheidend für die weiteren Ermittlungen ist.
So langsam wird mir klar, warum es erst dieses s/w Foto gab, was wahrscheinlich einen Jugendlichen darstellte und erst sehr viel später das Phantomfoto, das jemand mit einem Zopf darstellt.

Kann es nicht gewesen sein, das der Mann mit dem Zopf durch den Tunnel gehen wollte, sieht die Leiche von Tristan und läuft Hals über Kopf weg? Läuft durch das Gebüsch wo ihn dann die junge Frau gesehen hat?
Ich kann mich irren, aber er macht mir auf dem P-Foto den Eindruck, als hätte er ein massives Drogenproblem. Vor dem Hintergrund hatte er wohl Angst die Tat der Polizei zu melden.

Als ihm aber dann wohl bewusst wurde, das er in einen falschen Verdacht kommen könnte, ging er zu diesem Rechtsanwaltsbüro. Das P-Foto wurde wahrscheinlich aufgrund der Beschreibungen der dortigen Angestellten erstellt.

Und dann wären wir wieder bei den beiden Jungs, die sich neben Tristan auf die Bank gesetzt haben, die südländisch ausgehen haben und die wahrscheinlich die letzten waren, die Tristan lebend gesehen haben.

Da darf ich jetzt gar nicht drüber nachdenken. Denn als Schlussfolgerung wäre logisch, das von Anfang an in die ganz falsche Richtung ermittelt wurde.

PS....... du hast das super gemacht mit den Fotos, wo man den Tunnel, den Park usw. sehen kann. Danke

#21 RE: Besprechungsraum von VitoScaletta 28.11.2012 22:54

Den Verdacht, dass der Zopfmann nicht der Täter ist und die einzige "Scheiße", die er gebaut hat, darin besteht, dass er Tristan fand und es nicht der Polizei gemeldet hat, wurde schon von vielen Leuten eingebracht und könnte möglich sein. Es könnte aber auch sein, dass der Zopfmann einer von zwei Tätern war und nur Schmiere stand. Deswegen fände ich es sehr wichtig zu erfahren, wie Zeugin die beiden von der Parkbank beschrieben hat. Und damit meine ich eine genaue Beschreibung. Warum gibt es dazu nichts? Hat die Polizei keine? Hält sie es aus ermittlungstaktischen Gründen zurück, was ich schwachsinnig fände.

#22 RE: Besprechungsraum von Christine 28.11.2012 23:03

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Ich denke eher, es gibt keine genaue Beschreibung.

Sie ging ja von der Bank weg, weiter durch den Park, drehte sich noch einmal zu Tristan um und sah ja dann die beiden Jungs neben ihn. Ich nehme an, es reichte gerade aus, um zu erkennen, das es sich um südländisch aussehende Jungs handelte.
Man denkt in so einem Moment ja auch nicht daran, das gerade diese Beobachtung mal sehr wichtig werden könnte.

#23 RE: Besprechungsraum von VitoScaletta 28.11.2012 23:14

Könnte auch sein. Mich würden aber dennoch Bilder vor Ort mal interessieren. Quasi eine Dokumentation des Weges von der Parkbank bis zum Tunneleingang inklusive zeitlicher Angaben. Und auch wäre interessant, ob auf diesem Weg viele Passanten unterwegs sind. Der Weg scheint ja ziemlich lang zu sein und da müsste doch noch jemand anderes Tristan oder zumindest die zwei Jungs von Parkbank gesehen haben. Ich seh mir jetzt erstmal noch ein paar Videos an und versuche mir das ganze Mal zeitlich irgendwie aufzuschreiben, wie, wann, wo, was geschah.

#24 RE: Besprechungsraum von Christine 28.11.2012 23:32

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Vielleicht haben wir ja Glück und es kommt jemand aus Frankfurt in das Forum.

Wäre ja dann toll, wenn wir so an Fotos kommen würden mit genauen Weg- und Zeitangaben.
Das würde mich persönlich auch sehr interessieren.

#25 RE: Besprechungsraum von VitoScaletta 29.11.2012 21:27

Ist hier im Forum jemand, der vielleicht beim FAZ Archiv registriert ist und somit Zugang zu alten Artikeln hat, die nicht mehr frei zugänglich sind?

http://www.seiten.faz-archiv.de/rmo/1999...lertri-100.html

Ich habe zu diesem Fall mehrere Links von Aritkeln gefunden, die kurz nach der Tat veröffentlicht wurden und die vielleicht noch ein paar Details enthalten könnten, die in neueren Artikeln nicht mehr enthalten sind und vielleicht wichtig sein könnten. Wenn einer Zugang hat, kann er ja gerne ein wenig daraus zitieren, denn wer nicht Mitglied ist, kann nur den Einleitungstext lesen.

In einem Artikel ist auch die Rede davon, dass zwei Mädchen Tristan fanden, was mir auch völlig neu war.

"Am Ende der sogenannten Operativen Fallanalyse, die das Kriminalistische Institut des Bundeskriminalamtes zu dem vor knapp vier Jahren im Frankfurter Stadtteil Höchst begangenen Mord an dem 13 Jahre alten Schüler Tristan Brübach vorgelegt hat, steht der Satz: "Der vorliegende Fall ist absolut ungewöhnlich." An dieser Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert. Tristans Leiche war am 26. März 1998 gegen 15.45 Uhr von zwei Mädchen entdeckt worden. Sie fanden den Körper des Jungen in einem 130 Meter..."

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