#1 RE: Presseberichte von Christine 22.01.2013 10:30

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Bitte hier nur Presseberichte posten - mit Angabe der Quelle!

#2 RE: Presseberichte von Christine 22.01.2013 10:36

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08.04.2009 | 09:00 Uhr
LKA-HE: 10 Jahre nach dem Verschwinden Gewissheit im Vermisstenfall Melanie Frank - Sterbliche Überreste in der Gemarkung Kisselbach im Rhein-Hunsrück-Kreis aufgefunden

Wiesbaden (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden und des Hessischen Landeskriminalamtes

Der Verbleib der seit dem 16. Juni 1999 vermissten -damals 13-Jährigen- Melanie Frank ist geklärt. Am 20. August 2008 fanden Waldarbeiter des Forstamtes Simmern einen vollständig skelettierten menschlichen Schädel in einem Waldgelände an der Landstraße 214 bei Kisselbach (Rhein-Hunsrück-Kreis) und verständigten daraufhin die Polizei. Bei dem Waldgelände handelt es sich um eine sogenannte "Anflugbepflanzung", in der im August 2008 Forstarbeiten durchgeführt wurden. Bei einer späteren Absuche konnte noch ein Oberschenkelknochen aufgefunden werden. Aufwendige und zeitintensive rechtsmedizinische Untersuchungen an beiden Skelettteilen ergaben eine übereinstimmende DNA. Recherchen in der DNA-Analyse-Datei ergaben dann Ende März Übereinstimmungen mit der DNA der Vermissten. Melanie Frank verschwand am 16. Juni 1999. Zeugen hatten das Mädchen an diesem Tag, gegen 21.00 Uhr, vor dem Wohnhaus Graf-von-Galen-Str. 58, in Wiesbaden-Klarenthal stehen sehen. Ein weiterer Zeuge sah das Kind, als es bereits dunkel war (nach 21.45 Uhr), vor dem Zigarettenautomaten in der Hermann-Brill-Straße, in Höhe einer Bushaltestelle. Seit diesem Zeitpunkt fehlte jede Spur von dem Mädchen. Bereits 1999 fanden umfangreiche Suchmaßnahmen im Bereich Wiesbaden-Klarenthal statt. Das Hessische Landeskriminalamt hatte 2003 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden die Ermittlungen übernommen, um den Verbleib des Mädchens aufzuklären. Seit dieser Zeit wurden schwerpunktmäßig ca. 370 Personen aus dem persönlichen und schulischen Bereich, sowie dem Wohnumfeld der Melanie Frank vernommen. Des Weiteren wurden verschiedene Grundstücke vergeblich abgesucht. Über die Umstände, wie die sterblichen Überreste von Melanie Frank zum jetzigen Fundort gelangten, gibt es bisher keine Erkenntnisse. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden und das Hessische Landeskriminalamt wenden sich, trotz des langen Zeitraumes seit dem Verschwinden des Kindes, mit folgenden Fragen an die Bevölkerung:

- Sind Spaziergängern oder anderen Personen in diesem Waldgebiet bei Kisselbach im Juni 1999 Fahrzeuge oder Personen in verdächtiger Weise aufgefallen?

- Gibt es Personen, die in diesem Bereich Kleidungsstücke oder sonstige Gegenstände aufgefunden, festgestellt oder gegebenenfalls sogar mitgenommen haben?

- Nach Beobachtungen von Zeugen aus dem Bereich Wiesbaden-Klarenthal könnte ein dunkler BMW mit lauten Fahrgeräuschen (3er oder 5er Serie) mit dem Verschwinden des Mädchens im Zusammenhang stehen. Ist ein solches Fahrzeug am 16.6.1999 oder danach im Bereich Laudert/Kisselbach in irgendeiner Weise aufgefallen?

- Melanie Frank wurde einige Zeit vor Ihrem Verschwinden zusammen mit einem schlanken Mann, der eine blaugraue Arbeitshose und eine gleichfarbige Jacke trug, in der Nähe ihrer Wohnung in Wiesbaden- Klarenthal gesehen. In diesem Zusammenhang wäre es wichtig zu wissen, welche Firmen/Personen im Sommer 1999 Arbeiten in diesem Wiesbadener Stadtteil durchgeführt haben. Dies gilt insbe-sondere für Firmen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis.

- Gibt es Hinweise auf bisher noch nicht zur Anzeige gebrachte Sexualstraftaten gegen Kinder, die damals im Alter von 10 - 15 Jahren waren und im Bereich des Auffindeortes bzw. Wiesbaden-Klarenthal wohnen oder wohnten und die gegebenenfalls in Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an Melanie Frank gebracht werden können?

Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden können, erbittet das Hessische Landeskriminalamt unter den Rufnummern 0611-83 2020. - Hinweise sind auch über das Internet - http://www.polizei.hessen.de - möglich -


http://www.polizei.hessen.de/icc/interne...2700266cb59.htm

#3 RE: Presseberichte von Christine 22.01.2013 10:37

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09.04.2009 | 15:46 Uhr
LKA-HE: Polizei durchsuchte Waldgelände in der Gemarkung Kisselbach, Rhein-Hunsrück-Kreis, im mutmaßlichen Tötungsdelikt Melanie Frank

Wiesbaden (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden und des Hessischen Landeskriminalamtes

Nachdem durch Forstarbeiter in dem Waldgelände zwischen Kisselbach und Laudert, an der L 214, sterbliche Überreste der seit dem 16. Juni 1999 vermissten Melanie Frank aufgefunden wurden und somit nun der Verbleib der damals 13-Jährigen geklärt ist, suchten Polizeibeamtinnen und Beamte am 8. und 9 April das Waldgelände nach weiteren Hinweisen ab. Dabei wurde ein Areal von ca. 40.000 m², das zum Teil mit Windbruch und dichtem Bewuchs versehen ist, durchkämmt. Unterstützt wurden sie dabei durch Forstbeamte, die mit schwerem Gerät den Waldboden von Baumstämmen und abgebrochenen Baumkronen räumten und einem Hundeführer mit seinen beiden Leichenspürhunden. Während der Durchsuchungsaktion konnten in diesem Bereich noch mehrere Knochenteile bzw. Fragmente gefunden werden, bei denen jedoch noch nicht feststeht, ob es sich um menschliche oder tierische Knochen handelt. Klarheit wird hier erst die Untersuchung der Knochen durch die Gerichtsmedizin in den nächsten Tagen ergeben. Forstarbeiter gaben aber an, dass in dem betreffenden Gebiet vor Jahren Tierkadaver, zur Fuchsjagd, ausgelegt wurden.


Hessisches Landeskriminalamt Pressestelle Siegfried Wilhelm Telefon: (0611) 83-1020 oder -1021 Fax: (0611) 83-1025 oder -1026 E-Mail:

Sachverhalt:

Melanie Frank wurde am 16.06.99, gegen 20.30 Uhr, von ihrer Mutter zum Zigarettenholen geschickt.

Das damals 13-jährige Mädchen verließ daraufhin die Wohnung in Wiesbaden, Graf-von-Galen-Str. 78 und kehrte nicht mehr dorthin zurück.

Nach Aussage der Mutter holte Melanie üblicherweise Zigaretten aus einem Automaten, der sich nur wenige Gehminuten von der Wohnung entfernt, in der Hermann-Brill-Straße, vor dem Haus Nr. 22, befindet.

Ob Melanie tatsächlich einen dieser Zigarettenautomaten aufgesucht hat, konnte nicht mit Sicherheit nachvollzogen werden.

Weiterhin gibt es Aussagen von Personen, die gegen 21.00 Uhr ein Mädchen gesehen haben, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Melanie gehandelt haben dürfte. Dieses Mädchen stand vor dem Hauseingang Graf-von Galen-Str. 58, sah in Richtung der Straßenzufahrt und erweckte den Eindruck, als würde es auf jemanden warten. Danach verliert sich jede Spur. Umfangreiche Suchmaßnahmen verliefen ergebnislos.

Zu Melanies Lebensgewohnheiten gehörte es, nahezu täglich in einem Kiosk in Wiesbaden-Klarenthal, Einkaufszentrum Nord, für sich und ihre Mutter einzukaufen. Es ist denkbar, dass sie dort Kontakte knüpfte, von denen weder ihrer Familie noch Freundinnen etwas mitbekamen. Zudem steht fest, dass sie häufiger mit erheblicher Verspätung von der Schule nach Hause kam. Sie besuchte die August –Hermann-Franke-Schule in Wiesbaden.

Im Zusammenhang mit der vermissten Melanie Frank hat das Hessische Landeskriminalamt folgende Fragen:

*
Wer hat Melanie Frank am Mittwoch, 16.06.99, nach 21.00 Uhr, alleine oder in Begleitung gesehen?

*
Wer hat am Abend des 16.06.99 im Bereich Wiesbaden-Klarenthal merkwürdige, auffällige Wahrnehmungen gemacht?

*
Auf wen könnte Melanie am 16.06.99, gg. 21.00 Uhr, gewartet haben?

*
Wer kann Angaben zur Vermissten (Lebensgewohnheiten/Freunde/Aufenthaltsorte etc.) machen und wurde bisher von der Polizei noch nicht vernommen?

*
Zu welchen Personen, die sich regelmäßig im Bereich des Kiosks – Einkaufszentrum Wiesbaden-Klarentahl Nord – aufhielten, hatte Melanie näheren Kontakt?

*
Welche ehemaligen Schüler der August- Hermann-Franke-Schule können Angaben dazu machen, wo sich Melanie nach Verlassen des Schulgeländes aufgehalten hat?

Sachbearbeitende Dienststelle:

Hessisches Landeskriminalamt
HSG 31- SG 312
AG Melanie

Tel.: 0611/83 3120
Fax: 0611/83 3105
E-Mail: hsg31.hlka@polizei.hessen.de

Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, bitte an das

Hessisches Landeskriminalamt
Führungs- und Lagedienst
Tel.: 0611/83 2020
E-Mail: hlka@polizei.hessen.de

http://www.polizei.hessen.de/icc/interne...2700266cb59.htm

#4 RE: Presseberichte von Christine 22.01.2013 10:38

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Kisselbach, Mi, 08.04.09 10:26


Kisselbach. Traurige Gewissheit über den Verbleib ihrer Tochter haben nun die Eltern von Melanie Frank. Die Identifizierung von im letzten August gefundenen sterblichen Überreste hat nun bestätigt, dass es sich um das seit 10 Jahren vermißte Kind handelt.

Das damals 13-jähriger Mädchen verschwand am 16. Juni 1999. Zeugen hatten das Mädchen an diesem Tag, gegen 21.00 Uhr, vor einem Wohnhaus in der Graf-von-Galen-Str in Wiesbaden-Klarenthal stehen sehen. Ein weiterer Zeuge sah das Kind später, als es bereits dunkel war, vor einem Zigarettenautomaten in der Hermann-Brill-Straße in Höhe der Bushaltestelle stehen. Danach fehlte jede Spur von dem Mädchen.

Eine Unfangreiche Suche damals blieb ohne Ergebnis. Auch die Befragung von über 350 Personen aus dem privaten und schulischen Umfeld brachte keinen Erfolg. Am 20. August 2008 fanden Waldarbeiter dann einen skelettierten menschlichen Schädel in einem Wald an der L214 bei Kisselbach. Später wurde auch noch ein Oberschenkelknochen gefunden. Eine DNA Analyse brachte nun die Gewissheit. Es handelt sich um die vermißte Melanie Frank.

Wie die sterblichen Überreste des Mädchens in den Wald geraten konnten ist noch völlig unklar. Trotz des langen Zeitraums erhofft sich die Polizei Hinweise aus der Bevölkerung auf folgende Fragen:

Sind Spaziergängern oder anderen Personen in diesem Waldgebiet bei Kisselbach im Juni 1999 Fahrzeuge oder Personen in verdächtiger Weise aufgefallen?

Gibt es Personen, die in diesem Bereich Kleidungsstücke oder sonstige Gegenstände aufgefunden, festgestellt oder gegebenenfalls sogar mitgenommen haben?

Nach Beobachtungen von Zeugen aus dem Bereich Wiesbaden-Klarenthal könnte ein dunkler BMW mit lauten Fahrgeräuschen (3er oder 5er Serie) mit dem Verschwinden des Mädchens im Zusammenhang stehen. Ist ein solches Fahrzeug am 16.6.1999 oder danach im Bereich Laudert/Kisselbach in irgendeiner Weise aufgefallen?

Melanie Frank wurde einige Zeit vor Ihrem Verschwinden zusammen mit einem schlanken Mann, der eine blaugraue Arbeitshose und eine gleichfarbige Jacke trug, in der Nähe ihrer Wohnung in Wiesbaden- Klarenthal gesehen. In diesem Zusammenhang wäre es wichtig zu wissen, welche Firmen/Personen im Sommer 1999 Arbeiten in diesem Wiesbadener Stadtteil durchgeführt haben. Dies gilt insbesondere für Firmen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis.

Gibt es Hinweise auf bisher noch nicht zur Anzeige gebrachte Sexualstraftaten gegen Kinder, die damals im Alter von 10 - 15 Jahren waren und im Bereich des Auffindeortes bzw. Wiesbaden-Klarenthal wohnen oder wohnten und die gegebenenfalls in Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an Melanie Frank gebracht werden können?

Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden können, erbittet das Hessische Landeskriminalamt unter den Rufnummern 0611-83 2020. Hinweise sind auch über das Internet unter der Adresse http://www.polizei.hessen.de möglich.

http://www.polizei.hessen.de/icc/interne...2700266cb59.htm

#5 RE: Presseberichte von Christine 22.01.2013 10:45

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09. April 2009 09:32 Uhr
DAS SCHICKSAL DER MELANIE FRANK
Zehn Jahre vermisst - Mädchen ist tot
Melanie Frank holte für ihre Mutter Zigaretten. Die 13-Jährige kehrte nicht zurück. Das war vor zehn Jahren. Ein skelettierter Schädel gibt nun Aufschluss. Von ddp-Korrespondentin Kathrin


Ein Überblick über schlimme Verbrechen an Kindern: September 1981: Die elfjährige Ursula Herrmann aus Eching am Ammersee wird entführt. Im Oktober finden Polizisten ihre Leiche in einem Waldstück...
Von ddp-Korrespondentin Kathrin Hedtke

Wiesbaden/Kisselbach. Nach zehn Jahren haben ihre Mutter und ihre Oma traurige Gewissheit: Melanie Frank ist tot

Die 13-Jährige hatte im Juni 1999 in Wiesbaden abends das Haus verlassen, um für ihre Mutter Zigaretten zu holen. Seither fehlte von dem blonden Mädchen jede Spur - bis jetzt. Knapp 70 Kilometer vom Wohnhaus entfernt hatten Forstarbeiter in einem Wald bei Kisselbach im Rhein-Hunsrück-Kreis einen menschlichen Schädel gefunden, dessen DNA nach Angaben des hessischen Landeskriminalamtes jetzt der vermissten Melanie zugeordnet werden konnte. «Aus einem Vermisstenfall ist ein Tötungsdelikt geworden», sagt ein Polizeisprecher am Mittwoch. Auf den Täter gibt es bislang keine Hinweise.

Mit Hunden und Metalldetektoren durchkämmen am Mittwoch 30 Polizisten auf der Suche nach weiteren Skelettteilen das Waldstück. Mit einem Traktor heben sie Baumteile zur Seite, mit Schaufeln graben sie im Erdboden. Sämtliche Fundstücke werden vorsichtig eingesammelt. Seit dem Verschwinden des Mädchens hatten die Ermittler ihre Suche auf die Umgebung des Heimatsorts im Wiesbadener Stadtteil Klarenthal konzentriert. Ein Zeuge hatte das Kind zuletzt in der Nähe ihres Hauses vor einem Zigarettenautomaten gesehen. «Wir hatten keinen Anhaltspunkt, wo wir sonst hätten suchen sollen», sagt der Polizeisprecher.

Insgesamt wurden seither 370 Personen aus Melanies Umfeld vernommen und etliche Grundstücke durchforstet, ein dicht bewachsenes Gelände in der Nähe ihres Elternhauses wurde extra abgeholzt. Doch ohne Erfolg.

Der Zufall kam den Ermittlern zu Hilfe: Mitte August 2008 entdeckten Waldarbeiter im Hunsrück einen vollständig skelettierten Schädel und alarmierten die Polizei. Beamte fanden daraufhin in dem Waldstück noch einen Oberschenkelknochen. Es folgten zeitintensive rechtsmedizinische Untersuchungen und ein Abgleich mit der DNA-Datei. Ende März 2009 war klar: Bei den Skelettteilen handelt es sich um die sterblichen Überreste von Melanie.

Bislang gibt es keine Angaben darüber, wie das Mädchen zu Tode kam. Auch ist unklar, wie die Leiche in das Waldstück gelangte. Doch der Fund bietet den Ermittlern einen neuen Ansatz für ihre Suche nach dem Täter. «Die neuen Erkenntnisse haben die Ermittlungen vorangetrieben», betont der Polizeisprecher. Die Beamten werden die Gegend nun genauer unter die Lupe nehmen und nach möglichen Zeugen suchen. Sie hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Doch vielleicht erinnere sich ein Spaziergänger an etwas Verdächtiges, sagt der Sprecher. Das könnte ein dunkles Auto sein oder ein weggeworfenes Kleidungsstück. Zudem wurde Melanie kurz vor ihrem Verschwinden zusammen mit einem schlanken Mann in blauer Arbeitskleidung gesehen. Die Polizei überprüft nun, welche Firmen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis damals Arbeiten im Wiesbadener Stadtteil durchführten.


http://www.augsburger-allgemeine.de/pano...-id5361236.html

#6 RE: Presseberichte von 22.09.2014 16:31

VERSCHLEPPT, VERSCHWUNDEN, ERMORDET
3 Rätsel um 3 kleine Mädchen

VON MARCO SCHWARZ
Wiesbaden – Drei verschwundene Mädchen, drei bis heute unlösbare Rätsel! Melanie und Johanna wurden später ermordet aufgefunden, doch Annika ist auch nach 18 Jahren immer noch vermisst. In keinem Fall konnte ein Täter ermittelt werden. Dennoch gibt die Polizei nicht auf.

Annika Seidel
In Kelkheim ist Annika Seidel (11) am 10. September 1996 mit ihrer Mutter unterwegs. Sie trennen sich um 17.50 Uhr. Annika will ins Zoogeschäft in der Feldbergstraße. Sie hat 30 Mark für Hunde-Flohpulver dabei.

Doch im Geschäft kommt sie nie an. Zeugen wollen sie an verschiedenen Stellen gesehen haben: Nahe einer Pferdekoppel und an einem Auto mit osteuropäischem Kennzeichen stehend.
Irrtum, oder tatsächliche Sichtung? Bis heute ungeklärt. Annika ist spurlos verschwunden.

Kriminalhauptkommissar Andreas Nickel (48) leitet das zuständige Kommissariat der Kripo Hofheim. Der Fall Annika beschäftigt ihn bis heute: „Wir öffnen die Akte immer mal wieder. Doch bis heute haben sich keine wirklich neuen Spuren ergeben. Alles ist abgearbeitet, es bleibt ein Rätsel. Wir müssen leider wohl davon ausgehen, dass Annika tot ist. Unsere Hoffnung ist, dass sich nach all den Jahren jemand offenbart, der etwas weiß.“

Melanie Frank
Melanie Frank ist 13 Jahre, als sie am Abend des 16. Juni 1999 die Wohnung in der Wiesbadener Graf-von-Galen-Str. 78 verlässt. Für ihre Mutter will sie aus dem nahen Automaten Zigaretten holen.
Passanten sehen sie später noch an der Hausnummer 58. Sie scheint auf jemanden zu warten. Ab da verliert sich ihre Spur.
Am 20. August 2008 finden Waldarbeiter ihre skelettierte Leiche bei Kisselbach (Rhein-Hunsrück-Kreis).
Das LKA hofft immer noch auf den entscheidenden Zeugenhinweis: 0611-834524


Johanna Bohnacker
Johanna Bohnacker (8) will am 2. September 1999 vom Spielen zurück nach Bobenhausen radeln. Sie kommt nie an. Später wird ihr Fahrrad an einer Bank beim Sportplatz gefunden.
Erst am 1. April 2000 findet ein Spaziergänger ihre Leiche bei Alsfeld. Heißeste Spuren: Ein Handballenabdruck am Klebeband, das an der Leiche gefunden wurde und ein dunkler VW Jetta mit HG-Kennzeichen, der am Sportplatz gesehen wurde.
Beides führte bis heute nicht zum Täter. „Aktenzeichen XY“ greift den Fall Mittwoch (20.15 Uhr, ZDF) erneut auf.

http://www.bild.de/regional/frankfurt/ve...54476.bild.html

#7 RE: Presseberichte von Christine 04.03.2015 12:57

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03.03.2015
Die 13-Jährige Melanie Frank wurde von ihrer Mutter zum Zigarettenholen geschickt und kam nie mehr zurück. Zehn Jahre später wurde die Leiche gefunden.

Wiesbaden. Melanie Frank wurde am 16.06.99, gegen 20.30 Uhr, von ihrer Mutter zum Zigarettenholen geschickt. Das damals 13-jährige Mädchen verließ daraufhin die Wohnung in Wiesbaden und kehrte nicht mehr dorthin zurück.

Von dem Mädchen fehlte zehn Jahre jede Spur. Walsarbeiter fanden 2009 dann einen menschlichen Schädel. Die Polizei entdeckte in dieser Gegend noch einen Oberschenkelknochen. Bei der Untersuchung der Gerichtsmedizin konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass es sind bei den Knochen um Melanie Frank handelt. Eine Todesursache konnte aber nicht ermittelt werden.



http://www.fnp.de/rhein-main/Die-ungekla...;art801,1290988

#8 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 21:10

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03.06.2018

Der Fall Melanie: Prozess in Gießen wirft Fragen zu verschwundener Schülerin aus Wiesbaden auf

Von Wolfgang Degen

WIESBADEN/GIESSEN - „Es gibt gewisse Parallelen, was das Opferprofil der Mädchen angeht und die Umstände des Ablageorts der Leichen“, sagt Thomas Hauburger, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Gießen. „Aber im Fall Melanie Frank aus Wiesbaden besteht kein dringender Tatverdacht gegen Rick J.“. Seit dem 20. April muss sich der 42-jährige Mann aus Friedrichsdorf im Hochtaunuskreis vor der Schwurgerichtskammer des Gießener Landgerichts verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im September 1999 die damals achtjährige Johanna Bohnacker in ihrem Heimatdorf Ranstadt-Bobenhausen in der Wetterau entführt, anschließend sexuell missbraucht und ermordet zu haben. Johannas Leiche wurde erst am 1. April 2000 in einem Waldstück bei Alsfeld gefunden. Fast 18 Jahre lang stand die Polizei vor einem Rätsel, wer das Kind entführt und getötet hatte. Durch einen anderen Missbrauchsfall kam die Polizei Rick J. schließlich auf die Spur.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurde ein Zettel gefunden, der ein anderes Verbrechen wieder in den Blickpunkt rückt: Auf dem Zettel stand ein Name – „Melly Franke“. Könnte der Friedrichsdorfer als Täter für weitere Verbrechen in Frage kommen? Steht dieses „Melly“ für Melanie? Und könnte statt „Franke“ auch Frank als Familienname gemeint sein? Melanie Frank, ein damals 13-jähriges Mädchen, das am Abend des 16. Juni 1999 in Wiesbaden-Klarenthal spurlos verschwunden war. „Melly“ – wie auch immer geschrieben, war jedenfalls der Spitzname der Schülerin.

Skelett im Wald

An jenem 16. Juni 1999, einem Mittwoch, hatte die Mutter das Kind gegen 20.30 Uhr mit dem Müll rausgeschickt, aber auch Kleingeld mitgegeben, damit das Kind der Mutter Zigaretten an einem Automaten in der Hermann-Brill-Straße besorgen könne. Melanie, ein verträumtes, stilles, eher in sich gekehrtes, aber auch sehr vertrauensseliges Kind, wurde zuletzt vor dem Haus Graf-von-Galen-Straße 58 gesehen. „Melanie hielt eine Packung Zigaretten in der Hand und sah mehrfach auf ihre Armbanduhr, als ob sie auf jemanden warten würde.“

So fasste das Landeskriminalamt den letzten Sichtkontakt von Zeugen mit der Schülerin zusammen. Im November 2003 hatte das Landeskriminalamt den Vermisstenfall von der Wiesbadener Polizei übernommen und neu aufgerollt. Eine Arbeitsgruppe „Melanie“ versuchte, Licht in das Dunkel des Verschwindens zu bringen. Im August 2008 fanden Waldarbeiter des Forstamts Simmern (Rhein-Hunsrück-Kreis) im Wald bei Kisselbach Teile eines Skelettes. Ende März 2009 stand nach aufwendigen Untersuchungen dann fest – es handelt sich um die sterblichen Überreste der Schülerin.

Deutet Klebeband auf einen Zusammenhang?

Der in Gießen angeklagte Rick J. bestreitet, mit dem Verschwinden und dem Tod der 13-Jährigen zu tun zu haben. „Melly Franke“, der Name auf dem sichergestellten Zettel, sei wohl eine Freundin von irgendeiner Party gewesen, soll er erklärt haben.

In Medienberichten wird ein möglicher Zusammenhang auch noch über einen Fetzen Klebeband hergestellt, das in dem Waldstück bei Kisselbach gefunden wurde: Klebeband hatte Rick J. bei Johanna Bohnacker benutzt, und Klebeband war auch im Spiel, als er beim Missbrauch einer 14-Jährigen erwischt wurde. Ob das im Wald bei Kisselbach gefundene Stückchen Klebeband im Fall Melanie Frank überhaupt „tatrelevant ist“, sei völlig unklar, sagt Hauburger.

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales...uf_18812381.htm

#9 RE: Presseberichte von wetterfrosch 06.09.2020 23:10

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veröffentlicht am 18.08.2019 19:00

VOR 20 JAHREN VERSCHWUNDEN

Was passierte mit Melanie Frank aus Klarenthal?

Vor rund 20 Jahren verschwand die damals 13-jährige Melanie Frank in Klarenthal. Jahrelang galt sie als vermisst, bis 2008 Knochen in einem Wald bei Kisselberg auftauchten. Gelöst wurde der Fall allerdings bis heute nicht.

Es ist der 16. Juni 1999, als Melanie Franks Mutter ihre Tochter gegen 20:30 Uhr nochmal nach Draußen schickt. Von der Wohnung in der Klarenthaler Graf-von-Galen-Straße soll die 13-Jährige zum Zigarettenautomaten in der Hermann-Brill-Straße laufen. Nur wenige Minuten zu Fuß liegen zwischen beiden Orten, und trotzdem: Melanie kommt an diesem Abend nicht mehr nach Hause. Eine Zeugin wird später aussagen, dass sie Melanie gegen 21 Uhr vor einem Haus in der Graf-von-Galen-Straße gesehen hat — rund 150 Meter von der Wohnung entfernt. Was danach passiert ist, ist bis heute nicht bekannt.

Nur eines ist mittlerweile klar: Melanie ist tot. Am 20. August 2008 entdeckten Waldarbeiter einen skelettierten menschlichen Schädel in einem Wald an der L214 bei Kisselbach im Rhein-Hunsrück-Kreis, rund 55 Kilometer von Melanies Zuhause entfernt. Kurz darauf fand die Polizei dort außerdem einen Oberschenkelknochen. Monatelang wurden die Funde rechtsmedizinisch untersucht, bis im Frühjahr 2009 feststand, dass es sich dabei um Melanies Knochen handelt. Für die Polizei ist damit klar: Das Mädchen wurde Opfer eines Verbrechens.

Doch vom Täter fehlt bis heute jede Spur. Und auch der Abend ihres Verschwindens gibt noch immer Rätsel auf. Denn niemand weiß, ob Melanie tatsächlich am Zigarettenautomat war. Laut der Zeugin, die sie nur 150 Meter von ihrem Wohnhaus entfernt gesehen haben will, wirkte das Mädchen, als würde es auf etwas oder jemanden warten, schaute immer wieder auf die Uhr. Auch nach dem Fahrer eines dunklen BMW, der mit dem Verschwinden zu tun haben könnte, sucht die Polizei bis heute.

Bekanntschaften am Kiosk?

Einen weiteren Punkt aus Melanies Alltag, der bis heute Fragen aufwirft, stellte das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) 2005 in der ZDF-Serie „Aktenzeichen XY…ungelöst“ vor. Zu diesem Zeitpunkt galt Melanie noch als vermisst, von einem Verbrechen gingen die Beamten jedoch schon damals aus. Melanie ging regelmäßig bei Kiosken in der Umgebung einkaufen, machte Besorgungen für ihre Mutter oder kaufte sich Süßigkeiten.

„Wir haben die Vermutung, ihr war nicht bewusst, in welche Gefahr sie sich dadurch zeitweise begeben hat.“ - Monika Schmirl, Hessisches Landeskriminalamt

Vor allem der Kiosk am Einkaufszentrum in Klarenthal Nord war beinah täglich Ziel des Mädchens. Ein Ort, an dem sich laut HLKA auch oft trinkende Männer aufhielten. „Wir wissen, dass Melanie trotz ihres reifen Äußeren kein sonderlich großes Interesse an gleichaltrigen Jungs oder sogar Männern hatte“, sagte Monika Schmirl vom HLKA damals in der Sendung. „Sie war sehr vertrauensselig und wir haben die Vermutung, ihr war nicht bewusst, in welche Gefahr sie sich dadurch zeitweise begeben hat.“ Immer wieder habe sich das hilfsbereite Mädchen auch von Fremden ansprechen lassen.

Fragen, die noch heute auf Antworten warten

Hat sie so möglicherweise jemanden kennengelernt, der ihr Vertrauen später ausgenutzt hat? In der „Aktenzeichen“-Sendung von 2005 teilten die Ermittler mit, dass sie den Fall damals, rund fünf Jahre nach Melanies Verschwinden, neu aufgerollt und bewertet hätten. Das Ergebnis: Statt auf einen Zufallstäter gebe es nun vage Hinweise darauf, dass jemand Melanies Vertrauen gewonnen haben könnte. Damals fragten die Ermittler deshalb gezielt nach dem Umfeld der Schülerin, nach Personen, die mehr über Kontakte Melanies wissen oder die erklären können, warum Melanie so oft mit deutlicher Verspätung von der Schule — sie besuchte die August-Hermann-Franke-Schule — nach Hause kam. Fragen, die auch heute noch auf Antworten warten.

So sucht das HLKA in der noch immer öffentlichen Fahndung unter anderem nach Personen, die etwas über das Kind wissen und bisher nicht vernommen wurden, Spaziergängern, die verdächtige Personen oder Autos bei Kisselbach gesehen oder Kleidungsstücke des Mädchens entdeckt haben sowie nach einem dunklen 3er oder 5er BMW mit lauten Fahrgeräuschen, der nach Zeugenaussagen mit dem Verschwinden des Mädchens im Zusammenhang stehen könnte. Auch Hinweise auf bisher noch nicht angezeigte Sexualstraftaten gegen Kinder in Wiesbaden oder Kisselberg aus der damaligen Zeit könnten weiterhelfen.

Staatsanwaltschaft prüfte Zusammenhang mit anderem Fall

Im vergangenen Jahr kam — zumindest kurzzeitig — Bewegung in den Fall. Im Fall der achtjährigen Johanna Bohnacker, die knapp drei Monate nach Melanie in der Wetterau verschwand und 2000 tot aufgefunden wurde, startete der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter Rick J. im April 2018. Der Mann war im Oktober zuvor festgenommen worden — rund 18 Jahre nach der Tat.

„Ein Tatnachweis konnte jedoch nicht geführt werden.“ - Oliver Kuhn, Staatsanwaltschaft Wiesbaden

In dem Zusammenhang wurden auch zwei weitere Fälle verschwundener oder getöteter Mädchen aus der Umgebung wieder aufgegriffen — unter anderem Melanie Frank. Doch die Hoffnung auf den Durchbruch hielt nur kurz an. „Derzeit liegen keine neuen Erkenntnisse im Fall Melanie Frank vor“, so Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn von der Staatsanwaltschaft in Wiesbaden gegenüber Merkurist. Eine etwaige Täterschaft von Rick J. sei zwar geprüft worden. „Ein Tatnachweis konnte jedoch nicht geführt werden.“

Dennoch: Gerade der Fall Johanna Bohnacker zeigt, dass Verbrechen auch nach vielen Jahren aufgeklärt werden können. Angewiesen sind die Ermittler aber in vielen Fällen darauf, dass sich Zeugen oder sogar Mitwisser Jahre später doch noch äußern. Weil ihnen etwas von damals einfällt — oder weil sie einfach nicht mehr schweigen wollen.

Die vollständige Fahndung im ungeklärten Fall Melanie Frank findet Ihr hier. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt in Wiesbaden entweder telefonisch unter der Rufnummer (0611)/838300, per Mail an hlka@polizei.hessen.de oder über das Hinweisformular auf der Fahndungsseite an.

https://merkurist.de/wiesbaden/vor-20-ja...-klarenthal_Be2

#10 RE: Presseberichte von wetterfrosch 06.09.2020 23:15

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Aktualisiert: 27.01.19 - 03:19

Wiesbadener Vermisstenfall

Melanie ist tot

von Jutta Rippegather

Arbeiter haben im Hunsrück zufällig Knochen des 13-jährigen Mädchens gefunden, das vor zehn Jahren in Wiesbaden verschwand. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Von Jutta Rippegather

Zehn Jahre mussten Mutter und Großmutter in Ungewissheit leben. Jetzt wissen sie, dass Melanie nicht mehr lebt. Waldarbeiter haben im Hunsrück Knochenteile der 13-Jährigen gefunden, die im Juni 1999 in Wiesbaden-Klarenthal verschwunden war. Wie das hessische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch mitteilte, wurden Teile des Schädels und Oberschenkelhalsknochens auf einem Waldstück an der Landstraße 214 bei Kisselbach entdeckt.

Rund 100 hessische Bereitschaftspolizisten begannen gestern damit, das weitläufige Gelände im Rhein-Hunsrück-Kreis zu durchkämmen. Knochen oder Kleidungsreste könnten weit verstreut liegen, sagte LKA-Sprecherin Gaby Goebel-Andreas der Frankfurter Rundschau. "Eventuell wurde die Leiche vergraben und durch Tiere ausgebuddelt."

Verschwunden beim Zigarettenholen für die Mutter

Seit dem 16. Juni 1999 ist Melanie Frank als vermisst gemeldet. Die 13-Jährige wollte am frühen Abend Zigaretten für ihre Mutter holen und kehrte nicht mehr zurück. Zeugen hatten das Mädchen zuletzt gegen 21.45 Uhr am Zigarettenautomaten in Klarenthal gesehen. Seitdem fehlte jede Spur.

Direkt danach startete die Polizei eine umfangreiche Suche. Die blieb ebenso erfolglos wie drei Jahre später die Veröffentlichung eines Fahndungsfotos im Fernsehen. Im Jahr 2003 übernahm das LKA die Ermittlungen. Goebel: "Wir sind nochmal alle Akten komplett durchgegangen." Im April 2006 folgte eine aufwändige Suche mit Leichenspürhunden auf einem Brachgelände in Wiesbaden-Klarenthal. Die Beamten befragten 360 Personen, gingen 104 Hinweisen nach. Auch dies brachte keine neuen Anhaltspunkte.

Das tat der Motivation keinen Abbruch: "In einem solchen Fall geben wir keine Ruhe - besonders nicht, wenn es um Kinder geht", sagt die Sprecherin des Landeskriminalamts.

Ein DNA-Vergleich brachte den Beweis

Nach dem Verschwinden Melanies hatte die Polizei DNA-Material sichergestellt, das am leichtesten an Haarbürsten oder Zahnbürsten zu finden ist. Die Informationen wurden in die bundesweite DNA-Datei eingespeist. So konnten die Experten in Rheinland-Pfalz die Skelettteile der 13-Jährigen aus Hessen zuordnen. Gefunden hatten die Waldarbeiter die Knochen bereits im vergangenen August. Doch die rechtsmedizinische Untersuchung war nach Angaben der LKA-Sprecherin aufwändig. "Wir hatten recht wenig DNA-Substanz."

Die Polizei gehe von einem Kapitalverbrechen aus. "Von allein kommt ein Kind nicht 70 Kilometer weit entfernt von Wiesbaden in einen Wald", sagt die Sprecherin. Vermutlich sei Melanie kurz nach ihrem Verschwinden gestorben.

Trotz des langen Zeitraums hoffen die Beamten auf Hinweise aus der Bevölkerung. Hat jemand in dem Waldstück Kleidung oder Gegenstände gefunden, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten? Ist jemandem ein dunkler BMW mit lauten Fahrgeräuschen im Bereich Laudert /Kisselbach aufgefallen?

Speziell an Firmen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis richtet sich die Frage, ob sie im Sommer 1999 in Wiesbaden-Klarenthal gearbeitet haben. Das hat seinen Grund: Melanie Frank wurde einige Zeit vor ihrem Verschwinden mit einem schlanken Mann gesehen. Der trug eine blaugraue Arbeitshose und eine gleichfarbige Jacke.

https://www.fr.de/rhein-main/wiesbaden/b...e-11529119.html

#11 RE: Presseberichte von wetterfrosch 14.09.2020 23:21

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Montag, 14.09.2020 - 04:30

Melanie Frank: Spurlos verschwunden, nie vergessen

Ein Mädchen ist jahrelang verschwunden. Nach zehn Jahren dann traurige Gewissheit: Melanie Frank aus Wiesbaden ist tot. Dieser Fall unserer True-Crime-Serie hat eine Stadt bewegt.

Von Nadine Peter und Frederik Voss

WIESBADEN - Melanie Frank war 13 Jahre alt, als sie zuletzt lebend gesehen wurde. An einem Abend im Juni 1999 schickte ihre Mutter sie zum Zigaretten holen. Das Mädchen kam nie mehr nach Hause. Was mit Melanie passiert ist, weiß man bis heute nicht genau. Was man inzwischen aber mit Gewissheit sagen kann: Melanie ist tot und sehr wahrscheinlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Zehn Jahre lang galt sie als vermisst. Die Ermittler stellten im einstigen Wohnort von Melanie, Wiesbaden-Klarenthal, alles auf den Kopf. Es wurde fast ein Jahrzehnt lang nichts unversucht gelassen, das Mädchen zu finden. Ein Zufallsfund im März 2009 brachte dann die traurige Gewissheit: Die im Hunsrück gefundenen Knochen sind von Melanie, sie ist tot.

Trotzdem ist bis heute nicht klar, wie und wann das Mädchen starb. Ein Cold Case, der wohl nie gelöst werden wird.

https://www.mittelhessen.de/panorama/aus...UAldlrYlLv23WMs

#12 RE: Presseberichte von wetterfrosch 24.09.2020 20:36

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Mittwoch, 16.09.2020 - 04:30

Nach 21 Jahren: Wieder Ermittlungen im Fall Melanie Frank

Wer tötete die 13-jährige Melanie aus Wiesbaden? Jochen Adler kümmert sich in Hessens LKA um Cold Cases: lange ungelöste Mordfälle. Im Fall Melanie gibt es nun einen neuen Hinweis.

Von Nadine Peter und Frederik Voss

https://www.echo-online.de/panorama/aus-...-frank_22237616

#13 RE: Presseberichte von wetterfrosch 24.09.2020 20:45

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„Cold Cases“

Keiner wird vergessen

Von Katharina Iskandar

-Aktualisiert am 02.07.2020-10:01

Moderne Ermittlungsmethoden ermöglichen es, neue Spuren in vermeintlich unlösbaren Kriminalfällen zu entdecken. In Hessen werden „Cold Cases“ jetzt systematisch aufgerollt.

Andrea Lange kennt diesen Geruch nach altem Papier. Auf dem die Schrift vergilbt ist, fast bis zur Unkenntlichkeit verblasst. Hunderte Seiten. Sie alle erzählen eine Geschichte. Es ist die Geschichte vom Tod. Und sie kennt diesen besonderen Moment, wenn man als Ermittler in die Asservatenkammern kommt, auf der Suche nach einem alten Fall. Viele Jahre ist er manchmal nicht mehr angerührt worden, obwohl die Akte nie geschlossen war. „Und dann sieht man plötzlich die Kleidung, die das Opfer damals getragen hat. Man findet alte Aufzeichnungen, Skizzen, Vernehmungsprotokolle von Zeugen und manchmal sogar von Verdächtigen. Man blickt in die Vergangenheit, auf ein Verbrechen, das niemals aufgeklärt worden ist. Dann überkommt einen die Hoffnung, dass es diesmal vielleicht gelingt.“

https://www.faz.net/2.1844/cold-cases-in...t-16842095.html

#14 RE: Presseberichte von Helios 30.10.2020 07:48

Aktenzeichen XY-Spezial: Cold Cases vom 4. November 2020

Tödliche Zigaretten
Eine Mutter schickt ihre Tochter zum Zigarettenholen – seitdem ist sie verschwunden. Neun Jahre bleibt ihr Schicksal ungewiss - bis ein menschlicher Schädel im Wald gefunden wird.

https://www.zdf.de/gesellschaft/aktenzei...r-2020-100.html

#15 RE: Presseberichte von Helios 05.11.2020 07:47

Tödliche Zigaretten
Kind beim Einkaufen verschwunden
(XY-Spezial vom 4. November 2020)
Am Abend schickt eine Mutter ihre 13-jährige Tochter Melanie zum Zigarettenholen. Nur widerwillig gehorcht das Kind und verlässt die Wohnung. Doch dann kehrt das Mädchen nicht zurück. Erst neun Jahre später werden sämtliche Befürchtungen zur traurigen Gewissheit: Melanie Frank wurde getötet.


XY-Szenenfoto

Am Abend des 16. Juni 1999 hält sich die 13-jährige Melanie Frank aus Wiesbaden-Klarenthal in ihrem Zimmer auf, als sie um kurz nach 20 Uhr von ihrer Mutter gerufen wird. Melanie hat versäumt, einen Korb mit alten Haushaltsartikeln zu den Müllcontainern vor dem Haus zu bringen. Das soll sie nun nachholen. Bei der Gelegenheit soll sie der Mutter noch Zigaretten mitbringen.


Melanie Frank †

Abschied für immer
Nur widerwillig erklärt sich die 13-Jährige bereit, die Wohnung zu verlassen. Als sie nach über einer halben Stunde nicht nach Hause kommt, macht sich ihre Mutter Sorgen. Zusammen mit Melanies Oma sucht sie in der Nachbarschaft nach ihrer Tochter – ohne Erfolg. Kurz darauf erstattet die Mutter Vermisstenanzeige. Die darauffolgenden Suchmaßnahmen verlaufen erfolglos – Melanie Frank bleibt verschwunden.

Nach Presseveröffentlichungen in den örtlichen Medien melden sich Zeugen bei der Polizei, die Melanie an diesem Abend ganz in der Nähe ihrer elterlichen Wohnung in Wiesbaden-Klarenthal noch gesehen haben wollen. Sie stand an einem Fußweg entlang einer Häuserreihe, schaute auf die Uhr und zupfte an einem Strauch. Wartete Melanie auf jemanden? Oder wollte sie ihre Heimkehr hinauszögern? Es war nicht untypisch, dass Melanie nicht sofort nach Hause zurückkehrte. Sie galt als Träumerin und brauchte manchmal für wenige hundert Meter Fußweg über eine halbe Stunde.


Melanie Frank lebte in Wiesbaden-Klarenthal.

Ohrenzeugen?
Außerdem findet die Polizei gleich drei Zeugen, die ebenfalls in der Nähe wohnen und Hilfeschreie aus einem angrenzenden Park gehört haben wollen. War es tatsächlich Melanie, die an diesem Abend geschrien hat – oder waren es wie so oft Jugendliche, die sich an diesem Abend im Park aufgehalten und Lärm gemacht haben? Eine Absuche des Parks ergab keine weiteren Ermittlungsansätze.

Neun Jahre lang bleibt Melanie Frank wie vom Erdboden verschluckt. Doch dann, am 20. August 2008, machen Arbeiter in einem Waldstück etwa 55 Kilometer entfernt einen grausigen Fund. Sie entdecken einen menschlichen Schädel. Untersuchungen ergeben: Es sind die sterblichen Überreste von Melanie Frank. Wie kam die 13-Jährige in den Wald an der L 214 bei Kisselbach?

Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens 1999):
13 Jahre alt, 1,60 m groß, schlank, blonde, schulterlange Haare, grau-grüne Augen, auffälliges grünes T-Shirt mit aufgedrucktem Baseballspieler, schwarze Jeans, weiße Socken, schwarz-weiße Turnschuhe, orangefarbene Armbanduhr.

Fragen nach Zeugen:

Wer hat Melanie Frank am Mittwoch, dem 16. Juni 1999, nach 21 Uhr alleine oder in Begleitung gesehen?
Wer hat am Abend des 16. Juni 1999 im Bereich Wiesbaden-Klarenthal auffällige Wahrnehmungen gemacht?
Wer kann weitere Angaben zur Vermissten – zum Beispiel zu Gewohnheiten, Freunden, oder beliebten Aufenthaltsorten – machen und wurde bisher noch nicht von der Polizei befragt?
Wer hat im Waldgebiet bei Kisselbach im Juni 1999 verdächtige Beobachtungen gemacht?
Wer hat in diesem Bereich Kleidungsstücke oder sonstige Gegenstände gefunden, festgestellt oder vielleicht sogar mitgenommen?
Gibt es Hinweise auf bisher noch nicht zur Anzeige gebrachte Sexualstraftaten gegen Kinder, die im Bereich Kisselbach oder Wiesbaden-Klarenthal wohnen oder wohnten und die gegebenenfalls in Zusammenhang mit dem Verbrechen an Melanie Frank gebracht werden können?
Zuständig: LKA Hessen, Telefon: 0611 / 83 83 83 (ab 5. November: 0611 / 83 0)

https://www.e110.de/toedliche-zigaretten/

#16 RE: Presseberichte von Christine 05.11.2020 14:29

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Beitrag von @Rosenrot hierher kopiert



Sonntag, 03.06.2018 - 18:15 3 min
Der Fall Melanie: Prozess in Gießen wirft Fragen zu verschwundener Schülerin aus Wiesbaden auf

Wird der Fall Melanie vielleicht doch noch aufgeklärt? Das Mädchen verschwand 1999 in Wiesbaden-Klarenthal. Ein Verfahren am Schwurgericht Gießen hat eine mögliche Verbindung zwischen einem Angeklagten und der toten Schülerin erbracht.

Wolfgang Degen: Mitarbeiter Lokalredaktion Wiesbaden

WIESBADEN/GIESSEN - „Es gibt gewisse Parallelen, was das Opferprofil der Mädchen angeht und die Umstände des Ablageorts der Leichen“, sagt Thomas Hauburger, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Gießen. „Aber im Fall Melanie Frank aus Wiesbaden besteht kein dringender Tatverdacht gegen Rick J.“. Seit dem 20. April muss sich der 42-jährige Mann aus Friedrichsdorf im Hochtaunuskreis vor der Schwurgerichtskammer des Gießener Landgerichts verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im September 1999 die damals achtjährige Johanna Bohnacker in ihrem Heimatdorf Ranstadt-Bobenhausen in der Wetterau entführt, anschließend sexuell missbraucht und ermordet zu haben. Johannas Leiche wurde erst am 1. April 2000 in einem Waldstück bei Alsfeld gefunden. Fast 18 Jahre lang stand die Polizei vor einem Rätsel, wer das Kind entführt und getötet hatte. Durch einen anderen Missbrauchsfall kam die Polizei Rick J. schließlich auf die Spur.
Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurde ein Zettel gefunden, der ein anderes Verbrechen wieder in den Blickpunkt rückt: Auf dem Zettel stand ein Name – „Melly Franke“. Könnte der Friedrichsdorfer als Täter für weitere Verbrechen in Frage kommen? Steht dieses „Melly“ für Melanie? Und könnte statt „Franke“ auch Frank als Familienname gemeint sein? Melanie Frank, ein damals 13-jähriges Mädchen, das am Abend des 16. Juni 1999 in Wiesbaden-Klarenthal spurlos verschwunden war. „Melly“ – wie auch immer geschrieben, war jedenfalls der Spitzname der Schülerin.

Skelett im Wald
An jenem 16. Juni 1999, einem Mittwoch, hatte die Mutter das Kind gegen 20.30 Uhr mit dem Müll rausgeschickt, aber auch Kleingeld mitgegeben, damit das Kind der Mutter Zigaretten an einem Automaten in der Hermann-Brill-Straße besorgen könne. Melanie, ein verträumtes, stilles, eher in sich gekehrtes, aber auch sehr vertrauensseliges Kind, wurde zuletzt vor dem Haus Graf-von-Galen-Straße 58 gesehen. „Melanie hielt eine Packung Zigaretten in der Hand und sah mehrfach auf ihre Armbanduhr, als ob sie auf jemanden warten würde.“
So fasste das Landeskriminalamt den letzten Sichtkontakt von Zeugen mit der Schülerin zusammen. Im November 2003 hatte das Landeskriminalamt den Vermisstenfall von der Wiesbadener Polizei übernommen und neu aufgerollt. Eine Arbeitsgruppe „Melanie“ versuchte, Licht in das Dunkel des Verschwindens zu bringen. Im August 2008 fanden Waldarbeiter des Forstamts Simmern (Rhein-Hunsrück-Kreis) im Wald bei Kisselbach Teile eines Skelettes. Ende März 2009 stand nach aufwendigen Untersuchungen dann fest – es handelt sich um die sterblichen Überreste der Schülerin.
Deutet Klebeband auf einen Zusammenhang?
Der in Gießen angeklagte Rick J. bestreitet, mit dem Verschwinden und dem Tod der 13-Jährigen zu tun zu haben. „Melly Franke“, der Name auf dem sichergestellten Zettel, sei wohl eine Freundin von irgendeiner Party gewesen, soll er erklärt haben.

In Medienberichten wird ein möglicher Zusammenhang auch noch über einen Fetzen Klebeband hergestellt, das in dem Waldstück bei Kisselbach gefunden wurde: Klebeband hatte Rick J. bei Johanna Bohnacker benutzt, und Klebeband war auch im Spiel, als er beim Missbrauch einer 14-Jährigen erwischt wurde. Ob das im Wald bei Kisselbach gefundene Stückchen Klebeband im Fall Melanie Frank überhaupt „tatrelevant ist“, sei völlig unklar, sagt Hauburger.

https://www.wiesbadener-kurier.de/lokale...en-auf_18812381

#17 RE: Presseberichte von Tumbleweed 05.11.2020 17:58

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05.11.2020 17:33 374
Wurde Melanie (†13) ermordet, während sie für ihre Mutter Zigaretten holte?

Wiesbaden - Nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" zu Jahrzehnte zurückliegenden Morden haben bei der Polizei in Hessen zahlreiche Zuschauer angerufen.


Zu einem Doppelmord an einem Ehepaar in Rödermark (Landkreis Offenbach) gingen rund 60 bis 70 Hinweise ein - darunter "viele hilfreiche", wie ein Sprecher der Polizei in Offenbach am Donnerstag sagte.

Auch zum Mord an einem Mädchen in Wiesbaden brachte die Sendung den Ermittlern weitere Spuren.

Nach Angaben eines Sprechers des Hessischen Landeskriminalamtes (LKA) werden diese nun "intensiv ausgewertet und bearbeitet".

Zu den Inhalten, der Qualität und der Anzahl der Anrufe machte das LKA aus "ermittlungstaktischen Gründen" keine Angaben.

Die Ermittler hatten am Mittwoch in der Sondersendung über lange zurückliegende Verbrechen (sogenannte "Cold Cases") berichtet.

Die 13 Jahre alte Melanie aus Wiesbaden wollte am 16. Juni 1999 abends für ihre Mutter Zigaretten holen, kam jedoch nicht wieder zurück.

Eine Zeugin will das Mädchen noch in der Nähe der Wohnung gesehen haben und hatte den Eindruck, als ob es auf jemanden wartete. Große Suchaktionen blieben ohne Ergebnis. Erst neun Jahre später fanden Waldarbeiter im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz Teile des Skeletts des Mädchens.

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Mord an Ehepaar in Rödermark beschäftigt Ermittler weiterhin

Im gleichen Jahr wie Melanie wurde auch das Ehepaar in Rödermark ermordet. Die Ermittler gehen davon aus, dass zunächst der Mann am 25. März 1999 abends in dem Einfamilienhaus überfallen und getötet wurde. Als rund zwei Stunden später seine Ehefrau nach Hause kam, wurde auch sie umgebracht.

Aus dem Haus wurden Gegenstände gestohlen, die bis heute verschwunden sind.

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