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#1 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 01.06.2015 13:40

Heute morgen hat also um 09:00 Uhr der lang erwartete Indizienprozess gegen den Ehemann von B. Beauvais begonnen. Wer bereits am 1 Hauptverhandlungstag mit belastenden Aussagen gerechnet hat wurde bitter enttäuscht. Der Verhandlungstag war bereits nach 50 Minuten zuenden. Grund Der Angeklagte zieht es ( entgegen der Erwartungen der Kammer die für den ersten Hauptverhandlungstag noch keine Zeugen geladen hatte ) vor sich sowohl zur Sache als auch hinsichtlich der Angaben der Person schweigend zu verteidigen

Zunächst wurde die Anwesenheit festgestellt

Für den Angeklagten ist erschienen dieser in Person und die Verteidiger Prof Dr Heim und Rechtsnawalt Küster ( sowie ein dritter Rechtsanwalt dessen Namen ich leider nicht verstanden habe und der wohl auch erst kurz vor Beginn des Verfahrens beigezogen wurde ) sowie ein Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft und für die Nebenklage die Eltern der Vermissten mit Rechtsanwältin Sauer Kopic einer der widerlichsten Rechtsanwältinen der BRD .

Der Kammer gehört keiner jener Berufsrichter mehr an , die im letzten Jahr die Anklage nicht zur Verhandlung zugelassen haben


Die Sitzung beginnt wie üblich damit , das der Vorsitzende die Personalien des Angeklagten vorliest. Bei der Frage nach dem Familienstand sagt er: So wie es die Anklageschrift zugrunde legt verwitwet? Der Angeklagte Nein. Das ist erstaunlich , da selbst nach eigener Einlassung des Angeklagten seine Ehefrau tot sein müsste.


Daraufhin entbrennt zwischen Verteidigung und Vorsitzendem Richter ein Wortgefecht indem es darum geht dass wohl zumindest der Verteidigung kein Totenschein vorliegt und sie wohl kurz befürchtet dass sie unvollständige Akteneinsicht hat. Der VOrsitzende klärt das aber mit dem Satz " uns auch nicht "

Dann verliest der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft den Anklagesatz . Er wirft dem Angeklgten Toschlag vor.

Danach beschreibt der Vorsitzende den erstaunlichen Werdengang den dieses VErfahren bereits hatte, nämlich das ( und das ist im Schwurgerichtsverfahren mehr als seltsam ) zunächst die Anklage abgewiesen wurde und erst ( nach Beschwerde durch STA und NKL denen die Generalstaatsanwaltschaft entgegengetreten war ) das OLG FFM die Hauptverhandlung eröffnet wurde

Nun wird der Angeklagte belehrt , dass er sich zur Sache nicht einlassen muss, was er nach Auskunft seines Verteidigers auch unterlassen will

Danach wird kurz geklärt wann die Staatsanwaltschaft die Rechtsmedizin Frankfurt um ein Gutachten gebeten hat ( worum es da geht wird nicht erörtert)

Anschließend will die Kammer ( die aus o.g Gründen keine Zeugen geladen hatte ) doch versuchen die ersten Kriminalbeamten zu hören . Dem tritt die Verteidigung entgegen mit der Begründung sie habe einen entsprecheden Antrag vorzubringen

Jetzt folgt eine Flut von Anträgen

Prof Dr Heim beispielsweise widerspricht der Verwertung sämtlicher Aussagen des Angeklagten bei der Kripo gemäß § 136 a. Der Antrag umfasst mehrer Seiten und kann deshalb nur knapp wiedergegeben werden:

1) Der Angeklagte hat innerhalb von 24 Stunden 3 Suizidversuche unternommen ( einmal mit CO2 einmal mit Tabletten und einmal mit Pusladern aufschneiden in der Badewanne) Beim letzten versuch wurde er 12 Stunden später bewusstlos ( ohne Puls und ohne Atmung ) aufgefunden und erst als ihm jemand eine Ohrfeige verpasst habe ( so der Antrag ) habe er wieder angefangen zu atmen. Anschließend kam er in die HSK Klinik wurde von dort aber relativ schnell in die forensische Psychiatrie unterstellt. Nachdem eine Ärztin Frau Dr Speck ihm Vernehmungsfähigkeit attestierte wurde er auf die Polizeiwache verbracht und anschließend festgenommen und vernommen. Darin sieht die Verteidigung ( zurecht sollte es sich herausstellen ) einen Verstoß gegen § 136 a StpO zumal dem Angeklagten zu diesem Zeitpunkt wohl kein Verteidiger angeboten worden sein soll

2) Das 2 Argument des Antrags befasst sich damit dass die Kripo geziehlt versucht habe den Angeklagten dem Ermittlungsrichter vorzuenthalten um so weitere Angaben von ihm zu erhalten

Anschließend stellt Rechtsanwalt Küster noch 2 Beweisanträge

1) Es soll ein Gutachter aussage zu Apple Geräten ( Handys Tablets etc machen ) nämlich in der Form dass ( wenn man den Entsperrungscode nicht kennt ) nicht auf Nachrichten zugegriffen werden kann. Da Britta Beauvais diesen Code nicht gekannt haben soll ( so die Verteidiger ) stünde dies der Auffassung der Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift entgegen , dass es nachdem die Angeklagte durch lesen von WA Nachrichten auf dem Handy des Angeklagten von dessen auserehelichen sexuellen Kontakten erfahren haben soll, zu einem Streit kam in dessen Verlauf der Angeklagte seine Ehefrau tötete

2) Es soll der Nachbesitzer des Wohnhauses des Angeklagten ( er hat es inzwischen Verkauft ) sowie ein Sachverständiger zu Fehlern in der Kammeranlage und dem Alarmsystem gehört werden.
Wer nur den Inhalt der bisherigen Hauptverhandlung kennt dem erschließt sich dieser Sachverhalt ( noch) nicht


Anchließend entseht eine kurze Diskussion wann Krankenunterlagen des ANgeklagten endlich zur Akte gereicht werden

Dann gibt die Kammer bekannt dass sie zunächst die Ärzte des Angeklagten hören will bevor sie zu dem Verwertungsverbot eine Entscheidung treffen wird

Die Staatsanwaltschaft nimmt nur kurz zu dem Verwertungsverbot Stellung in der Form , dass man sich mehr Bedenkzeit erbittet .

Auch die Nebenklage nimmt zu dem Beweisverwertungsverbot inhaltlich noch keine Stellung beantragt aber die beiden Beweisanträge als nicht erforderlich abzulehnen , da sie auf reinen Mutmaßungen beruhen würden


Anschließend wird die Sachverstädnige psychiaterin Frau Dr Müller ( die wohl ihren Bürositz ebenfalls an der forensichen Klinik in die der Angeklagte zeitweilig aufgenommen wurde hat ) inwieweit sie bereits mit dem Angeklagten in Kontakt gekommen ist , Krankenunterlagen ( die der Verteidigung nocht nicht vorliegen ) kennt und gegenüber den , den Angeklagten behandelnden Ärzte weisungsbefugt ist.

Sie schildert daraufhin detailliert die Personalstrukturen in den Vitos Kliniken Einzelheiten dazu möchte ich euch ersparen weil sie nichts mit dem Fall zu tun haben allerdings fasse ich sie kurz zusammen
1) Auch sie kennt nur die offizellen Ermittlungsakten und hat keine weiteren Unterlagen
2) Sie hat mit der Klinik ansich nichts zu tun ( wie genau das zusammenhängt habe ich nicht mitbekommen weil sie sehr leise / nuschelnd sprach ) und ist gegenüber keinem der behalndelnden Ärzte weisungsbefugt

Einzig interessant ist ( und das hat die Verteidigung sichtlich schockiert ) dass die als Zeugin im Antrag auf Beweisverwertungsverbot genannte Zeugin Dr Speck bereits im vergangenen Jahr verstorben ist

Die Hauptverhandlung wurde sodann unterbrochen und wird fortgesetzt am 16.06 um 13:00 Uhr mit der Vernehmung eines Sachverständigen und eines Kriminalbeamten die beide Angaben zu dem Ausbau der Festplatten der Videokammera am Haus der Vermissten und des Angeklagten machen sollen

Es wird darauf hingewiesen, dass sämtliche ( auch zukünftig erfolgenden) Prozessberichte von mir, meinem Urheberrecht entsprechen. Die Verwendung dieser Schriften, ( auch in Teilen ) in anderen Foren , insbesondere Allmystery, bedarf meiner ausdrücklichen mündlichen Genehmigung. Sämtliche Zuwiderhandlungen werden rechtlich Verfolgt.

Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen dass das verwenden von Zitaten ( unter Nennung des Urhebers ) in Diesem Forum keiner Genehmigung bedarf.

#2 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 15.06.2015 21:07

Die Kammer hat nun die Weiteren Verhandlungstermine frei gegeben. Nämlich den
22.06 ( an diesem Tag wird kein vollständiger Prozessbericht folgen da ich um 09:00 Uhr ein Paralkelverfahren beim
Landgericht Koblenz habe )
29.06
02.07
Weitere Termine sind bereits geplant allerdings noch nicht veröffentlich

#3 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 16.06.2015 21:02

Heute fand in selber Besetzung ( außer dem Umstand dass Rechtsanwalt Prof Heim nicht vor Ort war ) der 2 VErhandlungstag gegen Emanuel Beauvais statt

Beginn 13:00
Ende : 18;15


Zunächst einmal wird von der Kammer festgestellt, dass der Verteidigung eine Reihe von Aktenbestandteilen übergeben wurden ( Krankenunterlagen des Angeklagten aus der Vitos und der HSK Klinik , ein Vermerk der Staatsanwaltschaft vom 03.06.2015 zum Thema wann ein Gutachten der Rechtsmedizin in Auftrag gegeben wurde ( vgl Bericht erster Verhandlungstag) und weitere Unterlagen )
Danach teilt das Gericht mit dass sich ein U Häftling aus der JVA beim Vorsitzenden gemeldet habe , der wolmöglich Angaben in dieser Sache machen kann. Der Vorsitzende hat verfügt dass der Zeuge morgen kriminalpolizeilich durch einen KHK S. vernommen werden sollte ( wozu es aber wie nachfolgend beschrieben nicht kommen wird ) da er ( der Vorsitzende ) in dem Telefonat bewusst nicht zum Kern der Aussage vordringen wollte


Die Verteidigung stellt dann weitere Beweisanträge , im Zusammenhang auch mit der Vernehmung der für den heutigen Tage geladenen Sachverständigen

Es wurde in 2 Anträgen ein Ortstermin beantragt um sich die betreffende Kameraanlage selbst anzusehen. Einer der Anträge bestimmte dazu die Nachtzeit um die Lichtverhältnisse im zur Frage stehenden Zeitpunkt ( Sonntag 16.02.2014 20:41) besser nachvollziehen zu können . Sinn dieser Anträge war es zweiffellos festzustellen dass
1) Die Kammeranlage aufgrund unsachgemäßer Installation Aussetzter gehabt haben kann
2) Das Ein und Ausschalten von Lichtern in der Nacht zum 17.02 nicht an einem bestimmten Ort ( wie es die Anklage tut ) festgemacht werden kann

Beweisen sollen die Anträge wohl hauptsächlich dass das mögliche Opfer ( im weiteren nur BB genannt ) das Haus in der Nacht entgegen der Feststellungen der Staatsanwaltschaft ( gestützt auf die Auswertungen der Videokammera ) trotzdem verlassen haben kann

Ein weiterer Beweisantrag auf Ladung von Kriminalbeamten soll die Einseitigkeit der Ermittlungen wohl belegen ( und dazu ist er definitiv sollten sich die behaupteten Tatsachen als wahr herausstellen geeignet) . Er zielt darauf ab dass sich am irgendwann nach dem Verschwinden und dem Beginn der Ermittlungen eine Zeugin ( Nachbarin der BB) gemeldet hat die ausgeasatt hat BB nach dem 17.02.2015 als sie also schon tot gewesen sein soll ( wobei ihr Tot ja noch nit zweifelsfrei erwiesen ist ) noch gesehen zu haben. Diese Zeugin wurde durch K11 ( dem Zuständigen Kommissariat ) nicht etwa zeugenschaftlich vernommen sondern es hat nur ein Telefonat stattgefunden indem die Angaben wiederholt wurden. Darüber gibt es einen wenige Sätze umfassenden Vermerk der Kripo

Rechtsanwalt Küster

Zitat
Wenn die Zeugin gesagt hätte sie hätte gesehen dass BB von unserem Mandanten getötet wurde wäre nur Sekunden später sofort ein Vernehmungsteam zu der Dame gerannt. So aber war das für die Ermittelnden Kriminalbeamten wohl unwichtig




Anschließend wird beantragt die Vernehmung des ehemaligen Kammervorsitzenden Richter am Landgericht Vogel sowie Verlesung des nicht Eröffnungsbeschlusses des Hauptverfahrens

Zu den Gründen wird ausgeführt dass es in den verschiedene Darstellungen unterschiedliche Auffassungen des Geschehensablaufs gegeben hat .
Anschließend verließt Küster den Antrag selbst

Anschließend soll dann ein Antrga mit dem selben Beweisziehl auf Verlesung der Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft sowie dessen Sachbearbeiters gestellt werden

Das unterbindet Richter Bonck jedoch mit dem Hinweis , dass dies alles Überholte Schriftsätze seien und die die Schöffen noch nicht kennen und diese sollten ja unbefangen in das verfahren gehen

Man einigt sich schließlich darauf , den Antrag als solchen zu Protokoll zu diktieren, das Schreiben der Generalstaatsanwaltschaft jedoch nicht während der Antragsstellung schon zu verlesen


Anschließend sind 10 Minuten Pause

Danach meldet sich sofort RA Küster zu Wort ( um die nun folgenden Dispute besser zu veranschaulichen wird jetzt das Gesprochene ausnahmsweise wörtlich wiedergegeben)(

Zitat
Wir haben die Pause auch genutzt um uns wegen der Befragung des Neuen Zeugen Gedanken zu machen. Nun ist ja die Kripo in diesem Verfahren ja nicht durch objektive Ermittlungsarbeit aufgefallen . Wir sehen daher die Gefahr dass der Zeuge im Vorgespräch , dass ja nicht protokolliert wird durchaus durch Kriminalbeamte beeinflusst werden könnte und man nachher nicht weiß was der Zeuge selbst erlebt habe und was ihm von 3 eingeredet wurde . So wie beispielsweise im Fall Dotzheimer Straße [zum Hintergund vgl den gelisteten Mordfall Jolin S. ) ] Warum also sollte man den Zeugen nicht direkt hier in der Hauptverhandlung vernehmen

Zitat


Richter Bonck:

Zitat
Also die Kammer hat da nichts gegen wobei wir das mit K11 ja nur gemacht haben um vorab einen Filter einzubauen . Aber wenn die übrigen Verfahrensbeteiligten dem Zustimmen Allerdings weiß ich nicht ob sie der Kripo hier wirklich schlampuge Ermittlungsarbeit vorwerfen können



Küster ( laut)

Zitat
Da brauche ich ja dann nur zu erwähnen, wie lange es gedauert hat bis die endlich mal auf die Idee gekommen sind Taucher einzusetzen . 3 Monate HERR VORSITZENDER



Richter Bonck

Zitat
Na ja dazu werden wir ja noch das ein oder andere hören und vielleicht hatte es ja einen Guten Grund



Küster

Zitat
Die Ausrede kenn ich schlechtes Wetter 3 Monate lang



Staatsanwalt:

Zitat
Also hier gibt es überhaupt keinen Anhaltspunkt für schlampige Ermittlungen aber nur um das von vorneherein auszuschließen möge man so verfahren



Nebenklage :

Zitat
Also ich schließe mich der Staatsanwaltschaft an . Aber ich muss doch sagen dass es mich schwer geärgert hat dass die Verteidigung hier auf einen Fall eingeht den sie nicht erlebt ICh aber schon . Der Kronzeuge dort war absolut glaubwürdig



Küster: schreit

Zitat
Dass man immer nur das hört was man hören will ist mir klar Frau Kollegin. Ich hab mich lange darüber mit Kollege Seidl unterhalten

#

Nebenklage

Zitat
Der hat sich beim BGH ja auch ganz schön blamiert





Der Vorsitzende unterbricht das dann und kommt zur Vernehmung des ersten Sachverständigen der die Überwachungsanlage begutachtet hat. Es folgen 2 1/2 hochtechnische Stunden die ich ( weil ich technisch ne absolute Niete bin ) nicht widergeben kannn

Zusammenfassend lässt sich sagen

1) Die Aufzeichnungsgeräte wurden am 21.02.2014 um 17.21 so zerstört dass sie keine weiteren Daten aufnehmen konnten
2) Die Bilder davor ließen sich von dem Sachverständigen rekonstruieren
3) Es scheinen in der Serie keine Bilder zu fehlen was nur darauf hindeutet dass nichts gelöscht wurde , nicht aber darauf dass die Kammeras alles aufgezeichnet haben was passiert ist
4) Die Kammeras zeichnen nur das auf was sich 4 Sekunden vor und 20 Sekunden nach einer Bewegung in den zugewiesenen Bereichen bewegt
5) Es ist durchaus möglich dass sich eine Person zwischen den Gesetzten Marken hindurch bewegen kann , also keine Aufzeichnungd der Kammeras auslöst

Wie die einzelne Technik der Videokammera funktioniert dazu kann der Sachvertsändige keine Angaben machen

Anschließend kommt zum selben Themenbereich ein von der Verteidigung beauftragter Gutachter
Seine Aussage lässt sich wie folgt zusammenfassen

Die Kameras reagieren auf die Veränderung unterschiedlicher Grautöne, je nachdem wie sensibel sie eingestellt sind. Es ist bei Versuchen durchaus zu beobachten gewesen dass ein weißer Hund und ein Mann mit hellem Oberteil obwohl sie mitten in den Aufzeichnungsmarkern standen ( und somit eine Aufzeichnung der Videokameras hätten auslösen müssen ) nicht gefilmt wurden.

2) Die unfachmännische Verkabelung der Technik kann zu einer Unkonstanz der Aufzeichnung sprich einem Ausfall der Aufzeichnungstechnik führen. Ob das in den Protokollen der Anlage aufgezeichnet wird kann er nicht beantworten


3) Das herausnehmen der Daträger muss keinen Zerstörungswillen zur Absicht haben. So sei er beim googeln auf die wahnwitzigzten Reperaturanleitungen gestoßen die einen solchen Ausfall ( wenn man sie denn befolgt ) durchaus provoziert haben könnten

Anschließend ist noch ein Kriminalbeamter der Zeuge S. geladen

Er berichtet von den Videoaufzeichnungen und dem Ablauf vor und nach der Tat . Das ganze lässt sich wie folgt zusammenfasse n


1) 16.02.2014 20:41 BB bringt den Müll raus
2) 16.02.2014 22:00 bis 17.02.2014 05:30 während der ganzen Nacht gehen im Haus in verschiedenen Zimmern immer wider Lichter an. [...]

3) Nachmittag des 17.02.2014 : Der Angeklagte verlässt immer wieder mit Müllsäcken das Haus, und schmeist diese in die Mülltonne

4) 18.02.2014 02:39 : Der Angeklagte verlässt das Grundstück und fährt zu einem Geschäftstermin nach Frankreich

5) 20.02.2014 14:00 Der Angeklagte kehrt zurück [...]

6 20.02.2014 16:45 Der Angeklagte betriftt mit Polizeibeamten das Grundstück


Anschließend fragt die Verteidigung nach der Leerung der Mülltonne:

Die Mülltonnen werden anscheinend in Schlangenbad alle am selben Tag abgeholt . So wurde beispielsweise am 21.02.2014 um 13:15 die Biotonne, und um 13:45 die Restmülltonne abgeholt. Das ganze lässt sich so genau feststellen, so der Beamte , weil nach Auskunft des Abfallbetriebs des Kreises die Mülltonnen mit einem Chip versehen sind, der auch zur Abrechnung später genutzt wird

Danach endet der Verhandlungstag

Es bleibt festzustellen

1) Die angeblich zur VErnichtung von Spuren zerstörte Überwachungstechnik wurde erst zerstört als Die Kripo bereits im Haus gewesen war.

2) Sollte sich in den Müllsäcken die Leiche von BB befunden haben wäre es relativ dumm die Vermisstenanzeige vor der Abholung der Tonnen ( die immer zur gleichen zeit stattfindet was der Angeklagte auch wusste ) aufzugeben, den einen Tag hätte er auch warten können

Am Montag soll dann der Pabst der DNA Dr Harald Schneider vom Hessischen Landeskriminalamt zu Spuren am Tatort angaben machen .

#4 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 22.06.2015 17:07

Kurzer Zwischenbericht vom 3 Verhandlungstag
Die Verteidigung hat gerade die Unterbrechung der Verhandlung beantragt um sich mit ihrem Mandanten beraten zu können ob ein unaufschiebbarer Antrag ( auf gut Deutsch Befangenheitsantrag ) gegen den Vorsitzenden Richter am Landgericht Bonck gestellt werden soll. Dieser bezieht sich sehr wahrscheinlich auf eine Befragung des Vorsitzenden an die Mutter der Vermissten BB . Weiteres in den kommenden Stunden oder aber im demnächst veröffentlichten Verhandlungsbericht des heutigen Prozesstages ( allerdings wahrscheinlich erst ab 13 uhr )

#5 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 22.06.2015 17:39

Vorab
Die Verteidigung hat sich entschieden vauf einen Befangenheitsantrag zu verzichten. Weiteres in den kommenden Stunden / Tagen

#6 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 23.06.2015 17:52

Bericht 3 Prozesstag
Beginn vermutlich 09:00 Uhr ( war persönlich erst ab 13:00 Uhr im Gerichtsaal )
Ende: 17:37

Der erste Zeuge bei dessen Aussage ich dabei war war der als Sachverständige geladene Pabst der Kriminalbiologie Dr Harald Schneider vom HLKA ( Hessichen Landeskriminalamt ) in Wiesbaden.

Er schilderte dass in einem der KFZ 2 Blutspuren , die als Abrinnspuren zu werten seien, im Kofferraum gefunden wurden. Zu dem Alter der Blutspuren konnte der Sachverständige keine genauen Angaben machen, erklärte aber dass sie erst nach der der letzten Großreinigung des KFZ Kofferraums ( ob es je eine gegeben hat ist unbekannt ) stattgefunden haben muss, da diese mit Reinigungsmitteln relativ leicht zu beseitigen gewesen wären . Danach gibt es noch eine Unklarheit auf Seiten der VErteidigung die folgendes zur Ursache hatte.

Die DNA Muster werden nur anonymisiert dem LKA zur Verfügung gestellt. Dabei wird lediglich der Anfangsbuchstabe des Vor und des Nachnamens sowie das Geburtsdatum der betreffenden Person geschildert ( Bsp statt Britta Beauvais geb 1976 wird die Abkürzung BB 1976 verwendet)

In der von dem Sachverständigen gezeigten Powerpoint Präsentation waren die Blutspuren allerdings bezeichnet mit EB 1976 was allein von den Abkürzungen her auch auf den Angeklagten Emanuel Beauvais passen könnte. Diese Unstimmigkeit wurde mit einer Verwechslung der Probenbezeichnung erklärt, und es wurde vom Sachverständigen ausgeführt, dass es sich bei der DNA der aufgefundenen Blutspuren eindeutig um weibliche DNA handeln müsse.

Anschließend gibt Dr Schneider noch eine kurzen Einstieg in die Grundlagen der DNA Analytik , und einen Ausblick in die Zukunft insoweit dass es nach seiner Auffassung in 3-4 Jahren gerichtlich möglich sein könnte anhand gefundenen DNA Materials auf Größe Haarfarbe Augenfarbe usw des Spurenverursachers zu schließen und wird entlassen


Weiterhin wurden an den Eheringen von EB und BB nur die DNA Spuren von E B gefunden. Eine Blutverdächtige Antragung am Ring von E.B. stammt von E.B.
Anschließend wird die Mutter der Vermissten gehört. Sie schildert zunächst ihre Tochter als durchaus offene aber wenn die Situation es hergab auch zurückhaltende Persönlichkeit.

Sie habe in ihrer Kindheit oft Angszustände und Panikatacken gehabt , nach einer ambulanten Therapie sei das jedoch bereits nach wenigen Wochen behandelt gewesen. Zum Zeitpunkt der vermeindlichen Heilung war BB etwa 16 bis 17 Jahre alt

SIe ( BB ) sei mit 25 zuhause ausgezogen, und nach Hattersheim ( Nähe Frankfurt ) gezogen , weil sie einen Job am Flughafen hatte. Irgendwann habe sie sich dann entgegen dem Willen ihrer Mutter als Stewewardess beworben und sei auch genommen worden. Am Ende habe sie diesen Beruf aber aufgrund gesundheitlicher Probleme auf Langstreckenflügen nicht mehr wahrnehmen können. Sie ist dann aber bei Lufthansa geblieben . Sie habe vor dem Angeklagten Emanuel Beauvais ) 2 feste Partnerschaften gehabt eine über mehr als ein Jahr die andere nur etwa 2 Monate . An dieser Stelle muss die Verhandlung zum ersten mal aufgrund der Verfassung der Zeugin pausiert werden.


BB hat dann 2004 ( zunächst sagt die Zeugin 2006 wird dann aber vom Vorsitzenden darüber informiert dass die Hochzeit 2006 stattfand und korregiert sich dann auf 2004) E. B. kennen gelernt
und in seiner Firma ( worum es sich genau handelte hab ich aufgrund der schlechten Akkustik nicht verstanden) angefangen. Ihre Aufgabe sei es gewesen neue Auträge zu besorgen, sie sei jedoch einmal gescheitert und habe sich fortan um den Haushalt gekümmert

2010 haben die Beiden dann nach Wiesbaden pompös gebaut, woraufhin sich die gesamten Freunde zurückgezogen hätten . Das habe Britta sehr traurig gemacht, am Ende sei nur noch eine Alte Schulfreundin regelmäßig zu besuch gekommen

Um finanzielle Dinge ihrer Tochter habe sich die Mutter nie gekümmert,


Den Angeklagten beschreibt die Zeugin als höflichen , hilfsbereiten aber auch sehr in sich gekehrten Menschen. Sie habe ihn aber durchaus gemocht


Kurz vor dem Verschwinden ( vermutlich Ende 2013) habe BB die Diagnose Morbus Chron bekommen, das habe sie sehr mitgenommen.



Am Nachmittag des Verschwindens von BB seien die Beiden bei ihr zu Hause gewesen . Sie hätten geschmust wie immer (O Ton Auf Nachfrage des Vorsitzenden Händchen gehalten gelegentliche Küsse etc) Sie hätten ihr beim Dekorieren geholfen und anschließend noch eine Zeitlang im Wohnzimmer gesessen. Die beiden wären dann gegen 19:00 Uhr aufgebrochen, und BB hätte angekündigt am nächsten Tag wieder vorbei zu kommen , wozu es jedoch dann nicht mehr kam

Am nächsten Tag habe E.B angerufen und gefragt ob BB bei Ihnen sei. Das wurde verneint nachher habe der Vater E.B. angerufen und gefragt ob sie mittlerweile aufgetraucht sei. ( Hier muss die 2 Unterbrechung aufgrund der Verfassung der Zeugin gemacht werden )

Donnerstags rief dann erneut EB an, und habe gesagt er würde jetzt eine Vermisstenanzeige aufgeben . Daraufhin sind Mutter und Vater nach Schlangenbad gefahren

Die Zeugin schildert daraufhin die Suchmaßnahmen , und weitere Familiäre treffen. Der ANgeklagte habe sehr oft geweint. Man habe beisammen gesessen und habe sich gedanken gemacht was wohl passiert sein könne

Eines Nachmittag seien sie mit der Kripo nach Wambach gefahren , die Kripobeamten seien hoch ins Bad , und hätten ihnen später mitgeteilt dass der Angeklagte sich die Pulsadern aufgeschnitten hätte. In der Küche fand sich ein Abschiedsbrief:

" Nicht ohne meine Frau , ich liebe sie

Die Zeugin

Zitat
Das hat für uns alles keinen Sinn gemacht Die suchten doch noch nach Britta. Warum will er sich das Leben nehmen




Anschließend wird ein Brief des Angeklagten an die Eltern zum Gegenstand der Hauptverhandlung gemacht. Dieser lässt sich wie folgt zusammenfassen

Der Angeklagte schildert darin , dass er versagt habe . Er habe es nicht geschafft seiner Frau beizustehen und könne verstehen wenn sie ( die Eltern ) ihn nun hassen würden. Er spricht die Gesundheitliche Situation seiner Frau an und sagt ich konnte ihr nicht helfen

Auf die Befragung ihrer Anwältin ( wenn man diese Person überhaupt so nennen kann ) Frau Sauer Kopic kommt es zu einer heftigen Eskalation zwischen Sauer Kopic und der Verteidigung

Sauer Kopic:

Zitat
Haben sie jemals etwas von ihrer Tochter als Erinnerung zurückerhalten



Zitat
Nein. Wir haben Sie ( gemeint ist RA Sauer Kopic ) gebeten ihm auszurichten dass wir wenigestens ihren Ring und unsere Haustürschlüssel zurück haben wollen. Sie haben dann wohl seinen Anwalt angeschrieben und er hat dann mitteilen lassen nachdem was wir ihm angetan hätten sollten wir ihn doch verklagen



Rechtsanwalt Küster

Zitat
Ich beanstande das. Ich habe lediglich schriftlich darum gebeten , dass man den üblichen Prozessualen Weg gehen möge



Sauer Kopic

Zitat
Sie haben mir ein kurzes Schreiben geschickt daraufhin habe ich sie angerufen, ( Anm da sieht man die aufdringlichkeit der Dame ) und sie haben mir das so gesagt



Die Diskussion wird dann vom Vorsitzenden unterbrochen , und die Befragung fortgesetzt


Die Verteidigung fragt u.a. ob BB bei Lufthansa regelmäßig gesundheitschecks habe machen müssen ( Antw: Ja ) und ob sie die alle bestanden habe ( Antw ja). Weiterhin fragt Küster, ob sie unter de rgenannten Situation ( Kontaktabbruch mit fast allen Freundinnen ) sehr gelitten habe ( Antw ja)

Der Vorsitzende fragt dann irgendwas dazwischen was ich aufgrund der schlechten Akkustik nicht verstanden habe.

Rechtsanwalt Hänkel meldet sich darauhin

Zitat
Herr Vorsitzender das beanstande ich. Sie fragen die Zeugin Dinge die ihrer eigenen Mutmaßung entsprungen sind.



Bonck

Zitat
Die aber eine denkbare Möglichkeit wären



Hänkel

Zitat
Eine von Vielen



Vorsitzender

Zitat
Unbestritten



Hänkel

Zitat
Ich glaube die Verteidigung braucht mal 10 Minuten Beratungspause



Nach Beendigung der Pause wird dem erfahrenen Zuschauer sofort klar wo der Hase läut. richter Bonck fragt nämlich ob die Zeugin bevor die Anwälte den ( Anm noch nicht öffentlich ) angekündigten Antrag ohne Rechtsverluste Anm. Ein Befangenheitsantrag wird auch als unaufschiebbarer Antrag bezeichnet weil er unmittelbar zu stellen ist, da sonst Rechtsverluste drohen ) zurückstellen könnten

Die Zeugin wird daraufhin entlassen und Hänkel bittet um 30 Minuten Beratungspause damit entschieden werden kann ob ein unaufschiebbarer Antrag gestellt werden soll

Nach etwa 30 Minuten Unterbrechung verkündet die Verteidigung dass kein unaufschiebbarer Antrag gestellt werden soll.

Anschließens wird noch das Beweisprogramm für den kommenden Verhandlungstag ( Montag 29.09.2014) erörtert. es soll die am letzten Verhandlungstag benannte Zeugin aussagen, die BB am Nachmittag nach ihrem Verschwinden gesehen haben will aussagen

Die Sitzung wird daraufhin untewrbrochen und fortgesetzt am Montag den 29.09.2015 09:00 Uhr
Saal 0.20 des Landgerichts


Von anderen Prozessbeobachtern habe ich zum Vormittagsprogramm bislang folgendes erfahren ;

1) Die Verteidigung hat am Vormittag einen Antrag auf Haftentlassung gestellt


Dieser Prozesstag lässt sich wie folgt zusammenfassen und werten

1) Am Tatort ( insbesondere im ominösen Waschraum im Keller ) fanden sich offensichtlich keinerlei belastende Spuren

2) Die Spuren die gefunden wurden und möglicherweise zu einem Abtransport der BB passen KÖNNTEN , können keinem bestimmten Zeitpunkt zugeordnet werden

3) Die Schwiegermutter berichtet von KEINEN Verdeckungsbemügungen, die der Angeklagte aber laut Darstellung im Wiesbadener Kurier ihr und ihrem Mann gegenüber unternommen haben soll

4) Die Fragen der Verteidigung an die Mutter BBs zielen eindeutig auf eine mögliche Suizidtheorie hin


4) Die gefundenen Spuren sind nicht mit einem der bislang unterstellten Abtransportszenarien kompatibel.

#7 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 23.06.2015 18:02

Kurzer Nachtrag zur Zeugenvernehmung der Mutter :

Sie schilderte noch das BB in letzter Zeit ungewöhnlich viel abgenommen habe, obwohl sie

Zitat
Bei uns immer normal gegessen hat.Am Schluss wog sie keine 50 kg
bei einer Körpergröße von 1,70 m

#8 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 26.06.2015 07:05

Auch vom Prozesstag am Montag wird es ( wenn überhaupt ) nur einen Bericht vom Nachmittag geben

#9 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 29.06.2015 16:53

Wie bereits angekündigt wird es vom heutigen Verhandlungstag keine Liveberichterstattung geben , da ich bis 15 Uhr in anderer Sache am Landgericht Bonn war.

#10 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 02.07.2015 09:43

Der heutige Verhandlungstermin wurde kurzfristig aufgehoben . Sobald mir die Neuen Fortsetzungstermine bekannt sind werde ich sie einstellen

#11 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 03.07.2015 19:44

Das Verfahren wird fortgesetzt am 7.7 09.07 10.07 jeweil 09 Uhr Saal 0.20 des Landgerichts

#12 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 08.07.2015 20:59

Wie ich soeben erfahren habe hat es wohl vergangenen Mittwoch einen Kurztermin gegeben

Dabei wurden die Vorstrafen des Angeklagten ( eine nicht einschlägige Vorstrafe in Frankreich ) und Telekommunikationsdaten des Angeklagten eingeführt

#13 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 08.07.2015 21:00

Ach ja und der Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls wurde , so die Mitteilung eines anderen Zuschauers zurückgewiesen ,

#14 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 09.07.2015 11:56

auch der heutige Verhandlungstermine wurde aufgehoben

#15 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 10.07.2015 10:32

Nachdem die vergangenen Verhandlungstage aufgrund der Erkrankung einer Richterin aufgehoben wurden wird der Prozess heute fortgesetzt.

Allerdings wird es leider da ich ibei einer Urteilsverkündung in Bonn bin keinen Live Bericht geben

#16 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 11.07.2015 00:15

Dank eines befreundeten Zuschauers wird es nun doch einen kurzen Bericht vom heutigen Tage geben
Hauptsächlich ging es um die Verlesung von Erklärungen zu den Einkommensverhältnissen des Herrn B.
1 Mann Firma gemeldet in Frankfurt: Firmengewinn jährlich etwa 30 TSD Euro, allerdings er als Besitzer der Firma hatte sich selbst als Geschäftsführer ein jährliches Gehalt von 150 TSD Euro genehmigt. Alle schmunzelten: so kann man als Firma ganz legal die ansonsten fällige Gewerbesteuer umgehen.
Verlesung von Generalvollmachten der beiden Eheleute, danach wurden die Lichtbildaufnahmen der Armverletzungen an beiden Armen des Angeklagten gezeigt, (harmlose Ritzeleien in demonstrativer, keinesfalls suizidaler Absicht, selbst für Laien offensichtlich)  Wie mir Deine Freundin vorher berichtete, hatte Herr Beauvais bei der Notaufnahme in´s Krankenhaus keinen nachweisbaren Blutverlust. Was de These eines demonstrativen Verhaltens prktisch bewiesen hat. Allenfalls bereits eine Tasse Blut färbt Badewasser ganz schön rot, weil sofort alle Blutkörperchen platzen und den Blutfarbstoff in´s Wasser ergießen.
Weiterhin O-Ton Deiner Ekel-Lady mir gegenüber: Die Staatsanwaltschaft hat noch ganz andere Kaliber in petto, da käme noch Schreckliches auf die Zuhörer zu.
Die heutige Verhandlung endete damit, daß  die Verteidigung die Tagebücher der Frau Beauvais dem Gericht übergab. Schmunzeln: die Tagebüchereinträge endeten allerdings 2008 und sollten offenbar die große Liebe beider zueinander belegen. Und ein zusätzlicher Gutachter solle belegen, daß das Untergewicht der Frau Beauvais auch einen plötzlich möglichen Tod der Frau Beauvais oder gar eine plötzliche Panikattacke und plötzlichen Suizidentschluß nicht unwahrscheinlich erscheinen läßt. Ergo: Verzweiflungsaktionen der Verteidigung

#17 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 11.07.2015 00:20

Zu den Weiteren Terminen

Nächster Termin ist ein Samstag-Kurztermin, 14 Uhr am 25.7.
Dabei sollen nur Urkunden verlesen werden.

nächster regulärer Termin ist dann 14.08.2015, 9 Uhr

am 18.8. ist dann der angesetzte Lokaltermin in Schlangenbad-Wambach.

#18 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 25.07.2015 17:51

Eom hoch Interessanter Samstag im Verfahren Beauvais hat heute stattgefunden

Zunächst einmal wurde der Beweisantrag vom 2 Verhandlungstag auf Ladung des VOrsitzenden Richters am Landgericht Vogel ( vgl Live Bericht) sowie Verlesung des Nichteröffnungsbeschlusses wegen Bedeutungslosigkeit zurückgewiesen

Anschließend wurde ein Vermerk eines Kriminalbeamten gelesen der am 29.06 ( Also ein Jahr nach Anklageerhebung die Kontobewegungen des Angeklagten ausgwertet hatte , und dabei auf ein Einzug von Hornbach vom Montag Vormittag gestoßen ist. Daraufhin wurde bei Hornbach nachgefragt und es wurde mitgeteilt, dass dort 1 Multifunktionswerkzeug und ein trennschleifer sowie Eimer gekauft wurden



Anschließend wurde ein weiterer Vermerk von einer Durchsuchung im ehemaligen Anwesen des Angeklagten vom 30.06.2015 verlesen. Dort wurde Ein Multifunktionswerkzeug gefunden, dieses hatte der Neue Hausbesitzer vom Angeklagten bei Ankauf des Hauses übernommen. Auf dem Gerät fanden sich dunkelrote Flecken. Die Eimer und der Trennschleifer konnten nicht aufgefunden werden

Anschließend verliest Rechtsanwalt Küster 2 Beweisanträge

Zum einen soll eine Weitere Nachbarin von BB gehört werden, die bezeugen könnte dass sie BB am Dienstag ( also 2 Tage nach ofiziellem Verschwinden ) noch an ihrem Haus gesehen habe.

Als 2 wird die Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten in Belgien beantragt da sich dort ( anders als von ermittlungsbehörden behaupetet, die davon ausgehen dass Trennschleifgerät wurde mit der Leiche verräumt ) das Trennschleifgerät befände


Die Staatsanwaltschaft nimmt in der Form Stellung dass sie sagt , sie sich den Anträgen nicht entgegentreten die Nebenklage schließt sich der Staatsanwaltschaft an

Anschließend beantragt die Vertreterin der Nebenklage die Vernehmung des stellvertretenden Leiters des Instituts für Rechtsmedizin der Universität des Saarlands Dr. med. Dr. univ. (H) Frank Ramsthaler und die Erstellung eines Blutspurengutachtens , zum Beweis dass die an dem aufgefundenen Multifunktionswerkzeug gefundenen Blutspuren ( wobei der Zuhörer nun erstmals erfährt dass es Blutspuren sind bislang war nur von rötlichen Antragungen gesprochen worden) mit der DNA der Britta Beauvais ( auch das erfährt der Zuhörer erstmalig ) zwangsläufig darau hindeuten müssen , dass mit diesem Gerät die Leiche der BB zerteilt wurde

Die Staatsanwaltschaft schließt sich dem Antrag an, die Verteidigung möchte keine Stellungnahme abgeben.

Anschließend gibt die Kammer bekannt, dass am Freitag dem 14.08.2015 ( sprich dem Nächsten Verhandlungstag der Sachverständige Dr Schneider erneut vernommen werden soll


Zuguterletzt geht es noch um den Ortstermin in Schlangenbad Wambach Ahornweg 32 ( Also dem ehemaligen Haus des Angeklagten , am 18.08.2015 09:00 Uhr , Der Vorsitzende teilt mit dass die Kammer gedenkt die Öffentlichkeit zu dieser Veranstaltung auszuschließen, und fragt ob irgendwer Einwände dagegen erhebt. Dem ist nicht der Fall und die Sitzung wird bis 14.08.2015 unterbrochen

#19 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 15.08.2015 15:37

Live Bericht vom gestrigen Prozesstag

Beginn 09:00
Ende 16:40
Ein kleines schmankerl fällt bereits vor Prozessbeginn auf. Der Sachverständige Dr Harald Schneider hat sich wie sonst unüblich auf die Seite der Verteidiger gesetzt, obwohl sein Platz eigentlich auf der Seite der Staatsanwaltschaft wäre. Offensichtlich zieht er es vor nicht neben der Vertreterin der Nebenklage zu sitzen ( die bevor sie Anwältin wurde für das LKA Wiesbaden gearbeitet haben soll, und damit Schneiders Kollegin ist ) , was ich aber mehr als nachvollziehen könnte.


Der Vorsitzende stellt zunächst die Anwesenheit fest . Für die Staatsanwaltschaft ist ein 2 Staatsanwalt anwesend , nämlich der Oberstaatsanwalt Titien

Anschließend wird bekannt gegeben, dass die Vehandlung heute zwischen 11:30 und 14:30 unterbrochen werden müsse , da die Verteidigung an einer Beerdigung teilnehmen müsse.



Der Vorsitzende will sodann in das Beweisprogramm einsteigen, allerdings schaltet Hänkel da schon sein Mirko an. Die Verteidigung beantragt die Aussetzung des Verfahrens Zur Begründung führt er aus dass die Staatsanwaltschaft einen ganzen Leiz Ordner ( er hebt einen dicken Leiz Ordner hoch ) wichtigster Unterlagen , aus denen sich eine Fülle von für ihren Mandanten wichtiger Zeugen ergebn würde, erst 1 1/2 Jahre nach ihrer Entstehung zur Akte gereicht hätten . Weiterhin führt er aus dass die Kripo nun wieder eine in diesem Falle bis dahin unglaubliche Ermittlungsakrebie an den Tag lege, was dazu führe, dass

Zitat
Nun beinahe wöchentlich Neue Ermittlungsergebnisse eingingen

, auf die sich die Verteidigung ersteinmal einstellen müsse. Es sei für die Verteidigung derzeit absolut unmöglich eine Verteidigungsstrategie zu erarbeiten, weil man eben in der Hauptverhandlung nicht ( wie sonst üblich ) über einen Ausermittelten Sachverhalt verhandeln würde.

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Das hat mit einem fairen Verfahren nicht mehr viel zu tun

. Diese Unterlagen hätten Unter Umständen auch die Entscheidung eines OLG Senates beeinflussen können

Die Staatsnawaltschaft gibt sodann eine Stellungnahme ab. Titien führt aus, dass er die Unterlagen selbst erst an dem Tag von dem auch der Datumsstempel der Staatsanwaltschaft stamme erhalten habe, Küster erwiedert dass das die ganze Sache ja nicht gerade besser mache. Anschließend beantragt die Staatsanwaltschaft eine Sitzungsunterbrechung für 5 Minuten, da der 2 Staatsanwalt gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen sei , und sich erst ein Bild von den Unterlagen machen müsse

Nach der Sitzungsunterbrechung beantragt die Staatsanwaltschaft den Antrag auf Aussetzung zurückzuweisen. Bei den nachgereichten Unterlagen handele es sich

Zitat
nicht um Unterlagen die das Js ( Anm des Verfassers also das Verfahren wegen eines Tötungsdelikts) Verfahren sondern die Vermisstensache Beauvais beträfen.

Küster erwiedert dass man das in dem Fall ja kaum trennen könne ( Anm: Womit er Zweifelsohne recht hat )

Der Vorsitzende führt dann etwas aus was man aufgrund der schlechten Akkutik nicht verstehen kann, und wird dabeiMehrfach von der Vertreterin der Nebenklage mit ihrem Ich will auch noch Stellung nehmen unterbrochen .
Die Nebenklage nimmt daraufhin in der Form Stellung, dass bei Anklageerhebung die wesentlichen Ermittlungsergebnisse ja noch gar nicht vorgelegen hätten ( Anm des Verfassers Warum erhebe ich dann überhaupt Anklage ? so hätten Beispielsweise das Ergebniss des Rechtshilfeersuchens und die Sachverständigenauswertung der Videokammera ( Anm des Verfassers die den Angeklagten auch hätten entlaten können ) noch gar nicht vorgelegen

Küster erwiedert darauf, das es nicht um irgendwelche Rechtshilfeersuchen sondern um Kontoauszüge gehe , die bereits 18 Monate vorher vorgelegen hätten die aber bis dahin

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keine Sau interessiert hätten .


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Jetzt, wo man im Hinterkopf die Erste Entscheidung des Schwurgerichts hat, wird plötzlich alles unternommen um den Angeklagten doch noch zu hängen



Richter Bonck unterbricht das daraufhin, indem er feststellt, dass ja die Gegenseitigen Positionen nun deutlich geworden wären, man eine Entscheidung nun zurückstellen wolle , und nachfragt, ob nun die Erste Zeugin gehört werden könne

Die Verteidigung kündigt aber noch Stellungnahmen nach § 257 Absatz 2 StPO sowie

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Ein ganzes Konvolut an Beweisanträgen

an

Der Vorsitzende fragt ob man das nicht auch zurückstellen könne, und nach kurzer Beratung im Verteidigerteam meint Hänkel ob wir die Anträge jetzt oder in einer Stunde stellen macht keinen Unterschied

Es wird dann die erste Zeugin eine Polizeibemtin aus Bad Schwalbach vernommen, die telefonisch die erste Vermisstenanzeige aufgenommen hat. Sie gibt an, man habe zunächst keine Vermisstenmeldung aufnehmen wollen , weil sich aus den Angaben des Angeklagten keine Hinweise auf eine Notlage der BB ergeben hätten. Irgendwann habe der Angeklagte sie aber überzeugt

Der Angeklagte habe bei dem Telefonat verstört gewirkt , ob das gespielt gewesen sei könne sie nicht sagen

Die Zeugin wird daraufhin entlassen , und es erscheint der Pabst der DNA Dr Harald Schneider vom hessischen LKA .

Schneider führt eine Power Point Präsentation vor, die mit Lichtbildern beginnt , die den Anlieferungszustand des untersuchten Bosch Multitooll Gerätes sowie das Gerät selbst zeigen : Bei genauer Betrachtung sind bereits jetzt vereinzelt winzig kleine dunkle Flecken auf dem Gerät zu sehen.

Die Verteidigung fragt ob sie die Bilder bereits hätte und Dr Schneider erwiedert dass er es vorgezogen habe die Bilder als PPP zu zeigen, weil sie derart vergrößert seien , dass sie in dieser Qualität auf Papier überhaupt nicht ausgedruckt werden könnten. Er werde allerdings eine CD nachreichen.

Anschließend geht er auf die einzelnen Blutantragungen am Gerät ein. Es handelt sich insgesamt um miminmalste Blutspritzer in der Größe < 1 mm bis 5 mm. Sämtliche Blutspuren sind von der DNA her der BB zuzuordnen. Weiterhin findet sich an dem Gerät eine Gewebespur die eindeutig BB zuzuordnen ist. Eine DNA Mischspur in der Nähe des Einschalters enthält Misch DNA von dem Angeklagten unn der BB.

Anhand der Spurenlage zieht Schneider den Schluss dass dieses Gerät höchstwahrscheinlich zum Zeitpunkt des Blutverlustes der BB lediglich in der Nähe gelegen haben könne, zumal sich Gewebe mit diesem Gerät nicht bis kaum durchtrennen lasse. Das habe er auch mit dem Rechtsmediziner Prof Markus Rothschild aus Köln besprochen, der seine Einschätzung bestätige

Er weißt mehrfach darauf hin, dass er sich nicht in Spekulationen darüber beteiligen will, mit was BB möglicherweise zerteilt hätte worden sein können, ein Messer sei eine von vielen denkbaren Möglichkeiten. Dies wird von der Vertreterin der Nebenklage in die Feststellung verarbeitet , er habe ja gesagt BB sei mit einem Messer zerteilt worden, ob den ein Profiküchenwerkzeug denkbar sei ,was noch bevor die Verteidigung einschreiten und die Frage beanstanden kann , Schneider lautstark dementiert und sagt es gäbe viele Möglichkeiten ein Messer sei anhand der Spurenlage eigentlich auszuschließen , es sei aber möglich, viel wahrscheinlicher jedoch seie ein Beil o.ä er habe nur nicht moit so einem Krassen Beispiel beginnen wollen.

Auf Frage der verteidigung bestätigt Schneider dass es durchaus auch möglich sein könnte , ( Anm Des Verfassers zum Zeitpunkt des Kaufs gibt es von BB schon kein Lebenszeichen mehr ) dass sich BB selbst daran verletzt haben könnte. Das Alter der Blutspuren kann er nicht bestimmen.

Schneider wird entlassen und es erscheint die 30 Jährige Sachverständige Zeugin Dr Müller die den Angeklagten nach dessen
Selbstmordversuch aus der Horst Schmidt Klinik entlassen hat.

Ihr Aussage lässt sich im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen :

Sämtliche vom Angeklagten unternommenen Selbstmordversuche waren zu ihrem vermeindlichen Ziel nicht geeignet. Die Schnittverletzungen waren zu oberflächlich , die Tabletten zu harmlos und in zu geringer Dosis eingenommen , das CO2 von dem angeblichen SM Versuch mit Autogasen im Blut überhaupt nicht nachweisbar.



Die Zeugin wird entlassen und die Verhandlung wie bereits angekündigt zwischen 11:35 und 14:34 unterbrochen
Nach der Fortsetzung der HV bittet die Verteidigung erneut um Unterbrechung. Offensichtlich ist das Notarztprotokoll mit Bleistift geschrieen und daher für die Verteidigung die nur eine Kopie besitzt nicht lesbar. Der VOrsitzende schafft schnell Abhilfe, indem er der Verteidigung seine Originalakten zur Verfügung stellt und bereits nach 2 Minuten kann die Verhandlung fortgesetzt werden

Es erscheint sodann als SV Zeugin die 46 Jährige Notärztin Dr Borrission:

Sie war die behandelnde Notärztin nach dem Selbstmordversuch des Angeklagten.
Bis zum Eintreffen am Hause B. seien alle von einem 0815 Einsatz ausgegangen , das habe sich aber auch für die anderen Rettungskräfte, wie in einer späterern Einsatzbesprechung festgestellt wurde, spätestens nach dem Anblick des Angeklagten in der Badewanne gefüllt mit tierotem Wasser, nicht mehr aufrechterhalten lassen. Alle seien davon ausgegangen nichts mehr tun zu können. Erst als ein Rettunssani den Angeklagten angefasst habe , sei klar gewesen, dass sieser noch lebe. Daraufhin hätten die Rettungskräfte den Angeklagten aus der Wanne geholt. Zu diesem Zeitpunkt hat er nicht mehr geblutet. Er muss länger als 30 Minuten im Wasser gelegen haben

Der Patient war nicht auf Ansprache sondern nur auf Berührung ansprechbar. Er hatte nach ihrer Erinnerung sehr tiefe Schnitte an den Unterarmen in Querrichtung ( Anm des Verfassers die meisten SM Veruscher schneiden sich die Pulsadern in Längsrichtung auf, was allerdings max dazu führt dass sie sehnen und nerven durchtrennen und ihrer Hand dann nicht mehr gebrauchen können ), der Puls war schnell, was bei hohem Blutverlust normal sei, aber genau wie das EKG in Ordnung
Es sei ein stabiler Patient gewesen , trotzdem habe man aufgrund der Gesamsituatuion eine Schockraumanmeldung ( was zur Folge hat dass Fachärzte verschiedenster Fachrichtungen bei der Aufnahme anwesend sind ) in der HSK gemacht. Beim Auffinden lag keine gezielte Abwehr vor.



Dies kann man, so die Notärtin auf Nachfrage , rein theoretisch auch simulieren, dann müsse man aber auf Zehntelsekunden genau wissen wie man wann reagieren muss, und das halte sie persönlich für ausgeschlossen

eine Erklärung für das nicht vorliegen einer gezielten Abwehr kann sowohl die Medikamenteneinnahme als auch der Blutverlust sein, Allerdings spräche der Blutdruck von 140 gegen einen hohen Blutverlust , der Puls von 140 passe zum getrübten Bewusstseinszustand

Lebensgefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, wahrscheinlich wäre der Angeklagte irgendwann einfach wieder aufgewacht. Trotzdem gehe sie von einem gezielten Selbstmordversuch aus

Das Verletzungsbild ansich deute auf anatomische Grundkentnisse hin. Im Laufedes Transportes habe es keine Komplikationen gegeben

Während der Vernehmung wird der Sachverständigen ein Bild ( das mehrer Monate später aufgenommen wurde ) aus der JVA von den UNterarmen des angeklagten gezeigt. Diese BIld steht im krassen Widerspruch zur Erinnerung der Notärztin, da die dort gezeigten ( bereits stark verheilten) Schnittverletzungen sehr wohl in Längsrichtung verlaufen.

Zitat
Wenn dieses Verletzungsbild für uns so ersichtlich gewesen wäre hätt es niemals eine Schockraumanmeldung gegeben.



Der Zeugin wird sodann noch ein Lichtbild der Badewanne gezeigt in der sich tiefrot Verfärbtes Wasser befindet. Die Zeugin :

Zitat
Das kann nicht durch geringe Mengen Blut entstanden sein.



Insgesamt ist sie seit 8 Jahren Notärztin , seit 4-5 Jahren ausschließlich. In dieser Zeit hat sie etwa 500-600 sowohl harte ( Kopfschuss ) und weiche ( Tabletten, Pulsadern ) versuchte Selbstmorde gesehen. Die Anzahl der versuchten Suizide durch Öffnung der Pulsadern ca 100, wobei sie diesen rein subjektiv eher als heftig bezeichnen würde

Für sie läge nur der Schluss nahe dass es ernst gemeint gewesen wäre, allerdings würden Patienten die tödlichkeit manchmal falsch einschätzen.

Zitat
Ich hatte mal eine Patientin die es mit 5 schwachen Beruigungsmitteln probiert hat. Da waren wir uns sicher dass das nicht ernst gewesen sein dürfte . Später hat sich jedoch herausgestellt , dass die Patientin hoch suizidal war



Die SV Zeugin wird vorläufig um 15:25 entlassen soll aber bis zum Abschluss der Vernehung der Rechtsmedizinerin im Saal verbleiben.

Es erscheint sodann die 31 Jährige Assistentin der Rechtsmedizin der Uni Frankfurt Dr Vera Lange:

Sie berichtet zunächst von ihrer Arbeitsgrundlage die aus den Krankenunterlagen des Angeklagten aus der HSk sowie Auszügen der Ermittlungsakte bestehen.

Währen des Aufenthaltes in der HSk habe es keine behandlungsbedürftigen Zwischenfälle gegeben, allerdings wurden keine toxikologischen Untersuchungen veranlasst

Zitat
das ist für mich insgesamt nicht nachvollziehbar, da die Angaben auf Medikamentenintox hindeuteten , auch wenn wahrscheinlich keine lebensbedrohliche Intoxikationsmenge vorgelegen haben dürfte



Im Blut des Angeklagten hätten sich keine CO2 Werte finden lassen was allerdings nicht bedeutet, dass es den versuchten Suizid mit den Autoabgasen nicht gegeben hat.

Zu den Schnittverletzungen führt die Sachverständige aus es handele sich dabei um oberflächliche Verletzungen , die wahrscheinlich niemals zum Erfolg des Suizids hätten führen können, allerdings könne man das so einfach nicht sagen , da es in der Biologie und der Medizin immer zu absolut unvorgergesehenen Problematioken kommen könne

DIe Sachverständige wird sodann um 15:55 entlassen und es erscheint der Letzte Zeuge der 26 jährige Kriminalkommissar H. vom PP Westhessen

Er war als Fahrer mit für den Transport des Angeklagten von der Vitos Klinik ins PP verantwortlich. Die Staatsanwaltschaft habe bereits da die Festnahme angeordnet. ob bereits ein Antrag auf erlass eines Haftbefehls beim Ermittlungsrichter vorgelegen hätte kann der Zeuge nicht beantworten

Man habe den Angeklagten im Auto gefragt wo seine Frau sei, und er habe geantwortet: Im Rhein

Im PP wurde der Angeklagte von H. ins Vernehmungszimmer des K11 gebracht , dort angekommen schildert der Angeklagte er wäre immer für den Unterhalt der Familie zuständig gewesen , und habe seiner Frau irgendwann aus Kostengründen das Dekorieren im Haus verboten ) das einzige was sie zum Familienleben beisteuern konnte, daraufhin sei sie so verletzt gewesen , dass sie in den Rhein gegangen sei.Danach habe er angefangen zu weinen.

Der Beamte war daraufhin an der Vernehmung nur noch zur Absicherung beteiligt , sprich also aufzupassen , dass der Angeklagte nicht abhaut oder agressiv wird was allerdings nicht nötig war, da sich der Angeklagte mustergültig verhalten habe.

H. hat dem Angeklagten dann noch eine Karte vorgelegt wo er die Fahrtwege nach Eltville einzeichnen sollte, und die Stelle wo seine Frau angeblich in den Rhein gegenagen sei.

Weiterhin hat H. noch Ermittlungen zu den persönlichen Verhältnissen des Angeklagten unternommen

Dieser ist Geschäftsführer einer Firma für Lebensberatung mit fiktivem Büro in FFM, und teilhaber einer Firma für die Herstellung von Kosmetika in Frankreich

Weiterhin hat er Fotografien einer Tasche in einer Tiefgarage von Karstadt angefertigt in der eine Jacke von BB und Schuhe des Angeklagten gefunden worden waren

Der Zeuge wird um 16:20 entlassen und der Verteidigung nun die Möglichkeit gegeben die Stellungnahmen und Anträge vom Vormittag zu stellen

Küster gibt daraufhin eine Erklärung nach § 257 Absatz 2 StPO zur Verhandlung am 29-06-15 ab die im wesentlichen wie folgt zusammengefasst werden kann

1) Britta Beauvais hat nach Aussage des Vaters im Jahr vor ihrem Verschwinden unerklärlich an Gewicht verloren
2) BB hat im Zeitraum des Verschwindens aufgrund ihrer sozialen Situation psych Probleme gehabt
3) Die Ehe der Eheleute wird von den vernommen Zeugen als glücklich und harmonisch bezeichnet
4) BB hat sich während ihrer Kindheit in psychiatrischer Behandlung befunden
5) Eine Nachbarin hat BB am 17.02.2014 noch in Wambach gesehen, und beschreibt sie sehr detailliert

Weder Staatsanwaltschaft noch Nebenklage erwiedern darauf

Die weiteren angekündigten Beweisanträge sollen fast allesamt nach der Entscheidung über den aussetzungsantrag gestellt werden , einen stellt Küster aber noch

Es soll die Gartenarchitektin der Beauvais vernommen werden zum Beweis der Tatsache dass:
1) Dass beide gleichberechtigte Partner waren
2) Der Umgang beder miteinander sehr liebevoll und harmoisch gewesen sei

Staatsanwaltschaft und Nebenklage geben Stellunganhemen in der Form ab, dass sich sich den Anträgen nicht entgegenstellen würden.

Der Vorsitzende erläutert dann noch das Programm für den kommenden Verhandlungstag. Vormittags werden einige Zeugen und Sachverständige vernommen, am Nachmittag soll dann der geplante nicht öffentliche Ortstermin in Schlangenbad Wambach stattfinden. Die Kammer überlege derzeit noch ob ein Pressevertreter der keine Fotos machen darf bei dem Ortstermin zugelassen wird, dies beanstandet die Verteidigung auch im Sinne des Nachmieters

Damit ist der heutige Verhandlungstag um 16:40 beendet

Er lässt sich wie folgt interpretieren

1) Dass das Bosch Multitoolgerät szumindest peripheren Kontakt mit BB hatte dürfte feststehen. Dass sie damit zerteilt wurde ist unwahrscheinlich

2) Der Verwertungswiderspruch vom ersten Verhandlungstag dürfte zumindest hinsichtlich des SM Versuchs und der damit verbundenen Unverwertbarkeit nicht erfolgsversprechend sein

3) Die Ermittlungsarbeit des K11 in Wiesbaden hat tatsächlich nicht mehr viel mit den rechtsstaatlichen Garantien eines Angeklagten zu tuen, zu sehen darin dass Leitzordner voll Unterlagen über 18 Monate zurückgehalten werden, oder entscheidende Zeugen nicht vernommen wurden. Die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaft Wiesbaden lässt sich sehr gut mit denen im Kachelmannverfahren vergleichen . In beiden Fällen hat es die Behörde mit der Anklageerhebung derart eilig, dass offensichtlich auf gar keinen Fall entscheidende Ermittlungsergebnisse ( wie die Gutachten entscheidender SV ) abgewartet werden können. Stellen wir uns nurmal vor das Gutachten des Sachverständigen für die Kammeraanlage hätte bewiesen dass Bilder fehlen, dann wäre das entschieden zugunsten des Angeklagten zu werten gewesen.

#20 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 18.08.2015 16:13

Heute hat der techniker der die Kameraanlage eingebaut hat sowie der Nachbesitzer des wohnanwesens sowie ein Sachverständiger für Videotechnik ausgesagt. Es wird nur eine ungewohnt knappe Berichterstattung hier geben da ich das meiste des technischen Krams nicht verstanden . Derzeit läuft in Wambach der nicht öffentliche ortstermin später soll die Verhandlung noch kurz im sitzungssaalf fortgesetzt werden

#21 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 21.08.2015 07:58

Aus gegebenem Anlass sei hier nocheinmal auf das Copyright der Live Berichte hingewiesen. Dies wird nun wie folgt geändert : Jedwede Verwendung in anderen Foren ist ab sofort unzulässig, eine Genehmigung zur Verwendung wird nicht mehr erteilt. Das verwenden von Zitaten , in diesem Forum und unter Nennung des Urhebers ( korrektes zitieren sollte man eig spätestens in der 6 Klasse gelernt haben ) bleibt natürlich weiterhin zulässig. Sollte ich weitere Copyrightverletzungen feststellen müssen, wird es keine weiteren Berichte aus dem Gerichtsaal mehr geben.

#22 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von Christine 21.08.2015 08:25

avatar

Sind deine Berichte schon in anderen Foren aufgetaucht?

#23 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 21.08.2015 14:23

Der Bericht vom Dienstag wird erst verspätet eingereicht, da ich die mitschriften zunächst einem befreundeten IT Sachverständigen vorgelegt habe um sicherzustellen dass ich hier nichts falsches verbreite

#24 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 21.08.2015 14:25

Die Verhandlung findet derzeit nicht öffentlich statt. Grund: es sagt eine zeugin aus berlin aus mit der der Angeklagre via Internet sexuelle Kontakte gehabt haben soll .

#25 RE: LIVE Berichte während dem Prozess von erroriuris 21.08.2015 14:29

@Christine
Ich hab am vergangenen Prozesstag durch Zufall erfahren dass teile meiner Berichterstattung im Internet und Foren aufgetaucht sind ( wo möchte ich ( noch nicht ) sagen um die Geltendmachung von Ansprüchen nicht zu gefährden ) und sinnentstellend widergefeben wurden

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