#1 RE: Presseberichte von 17.11.2014 18:51

Louise Kerton: Spurlos verschwunden am Aachener Hauptbahnhof

Von: dapd

Letzte Aktualisierung: 28. Juli 2011, 14:31 Uhr

AACHEN. Die Spur von Louise Kerton verliert sich am Aachener Hauptbahnhof. Am 30. Juli 2001 wollte die junge Frau von hier aus zurück in ihre Heimat, die englische Grafschaft Kent fahren. Doch dort kam sie nie an.

Ihr Vater, Philip Kerton, geht seit Jahren davon aus, dass seine Tochter tot ist. Bis heute wirft er den deutschen Behörden zu zögerliche Ermittlungen vor. Was mit der angehenden Krankenschwester geschah, ist auch nach zehn Jahren immer noch ungeklärt.

Deutschlandurlaub endet im Nichts

Damals hatte die 24-Jährige einen sechswöchigen Urlaub bei ihrem Verlobten in der Ortschaft Swisttal-Straßfeld (Rhein-Sieg-Kreis) verbracht. Von dort wurde sie von ihrer angehenden Schwiegermutter zum Aachener Hauptbahnhof gebracht.

Kerton wollte um 12.04 Uhr den Schnellzug Nummer 420 auf Bahnsteig 8 nehmen. Ihre Schwiegermutter konnte sie nach eigenen Angaben nicht zum Bahnsteig begleiten, deshalb steht nicht fest, ob Kerton tatsächlich wie geplant den Zug nach Oostende bestiegen hat.

Der Aachener Staatsanwalt Jost Schützeberg sagte auf dapd-Anfrage, dass für seine Behörde der Fall Luise Kerton vorläufig abgeschlossen ist. „Wir können die Akte aber jederzeit wieder öffnen, sollten sich neue Ansätze ergeben”, betont Schützeberg. Die bislang vorliegenden Spuren seien aber alle ausgewertet, neue Ansätze gebe es nicht. Aussagen, die Kertons Vater mit Verbitterung erfüllen.

Zehn Jahre nach dem Verschwinden seiner Tochter schilderte er vor Wochen in britischen Medien sein Unverständnis über die Arbeit der deutschen Ermittler. Viel zu lange sei die deutsche Polizei von einem gewöhnlichen Vermisstenfall ausgegangen, während die ebenfalls eingeschalteten Polizeibeamten an Kertons englischem Wohnort frühzeitig ein Verbrechen befürchteten.

Vermisste hatte persönliche Schwierigkeiten

Tatsächlich gab es für die deutsche Polizei durchaus Anhaltspunkte dafür, dass die junge Frau freiwillig aus ihrem gewohnten Leben ausgebrochen ist und einen Neuanfang wagen wollte.

Die angehende Krankenschwester war bei einem Teil ihrer Abschlussprüfungen durchgefallen. Nach der Rückkehr nach England wollte sie deshalb mit ihren Ausbildern über den weiteren Berufsweg sprechen. Ihr Vater räumte damals ein, dass Louise wegen ihrem Scheitern bei den Prüfungen deprimiert war. Auch machte ihr der Tod einer Schulfreundin zu schaffen, die kurz zuvor in Japan ermordet worden war.


Doch nachdem über Monate jedes Lebenszeichen der Vermissten ausblieb, verdichteten sich auch für deutschen Ermittler die Anhaltspunkte für ein Verbrechen. Heute wird Louise Kerton beim Bundeskriminalamt (BKA) unter ungelöste Mordfälle geführt.

Ein Jahr nach dem Verschwinden von Louise veranlasste die Staatsanwaltschaft eine groß angelegte, aber ergebnislose Suche mit fast 200 Polizeibeamten in Kiesgruben rund um Swisttal-Straßfeld. Zu spät, wie der Vater der Vermissten findet: „Zu diesem Zeitpunkt waren doch schon alle Spuren kalt.” Die Familie habe sich damals nicht vorstellen können, dass es zehn Jahre keine greifbaren Ermittlungsergebnisse geben würde. Auch forderten Kerton immer wieder, dass die Familie von Louises damaligen Verlobten intensiver befragt und ihre Wohnung in Swisttal untersucht wird.

Denn außer der Aussage der zukünftigen Schwiegermutter gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass Louise Swisttal jemals lebend verlassen hat. Die Polizei konnte keine Zeugen finden, die die beiden Frauen und ihr Auto mit dem auffälligen britischen Kennzeichen am 30. Juli 2001 am Aachener Hauptbahnhof gesehen haben.

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/r...2#plx1063724456

#2 RE: Presseberichte von 17.11.2014 18:51

Louise Kerton: 125 Hinweise, aber keine heiße Spur

Von: os
Letzte Aktualisierung: 8. Dezember 2002, 20:30 Uhr

AACHEN. Die Aachener Polizei spricht von einer „erfreulich großen Resonanz”: 125 Hinweise aus der Bevölkerung gingen bis Sonntag ein, nachdem der Fall der vor eineinhalb Jahren in Aachen verschwundenen Britin Louise Kerton am Freitagabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY” über die Bildschirme flimmerte.

Eine heiße Spur, die direkt auf den Verbleib der 25-Jährigen Frau aus Sheffield hindeutet, war jedoch laut Polizei nicht darunter. Jedoch seien am Wochenende auch noch nicht alle Hinweise überprüft worden.

Die weitaus meisten Anrufer bezogen sich auf die bislang unbekannten möglichen Zeugen, von denen in der Sendung Fotos gezeigt worden waren. Die Bilder waren in einer Kamera der Vermissten entdeckt worden.

Dank der vielen konkreten Hinweise habe man die Personen mittlerweile allesamt identifizieren können, erklärte die Aachener Polizei auf Anfrage. Erste Gespräche seien mit den Zeugen bereits geführt worden, konkrete neue Erkenntnisse habe man daraus aber noch nicht erhalten können.

Louise Kerton wird seit dem 30. Juli 2001 vermisst. Damals hatte ihre angehende Schwiegermutter sie zum Aachener Hauptbahnhof gefahren, von wo aus sie mit dem Zug nach Ostende und mit der Fähre weiter nach Dover reisen wollte. Dort kam sie jedoch nach den bisherigen Ermittlungen nie an.

Unklar ist auch, ob Louise Kerton den Schnellzug nach Ostende überhaupt bestiegen hat. Fakt ist: Seit diesem Tag hat sich die Britin weder bei ihren Verwandten noch bei der Familie ihres Verlobten in Swisstal-Straßfeld gemeldet.

In diesem Ort zwischen Bonn und Euskirchen hatte die Aachener Staatsanwaltschaft, die wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt, vor einigen Monaten ein Gelände und einen Baggersee absuchen lassen - ohne Erfolg.

Bis heute erbrachten alle polizeilichen Ermittlungen keinen konkreten Hinweis auf das Schicksal oder auf einen möglichen Aufenthaltsort der verschwundenen Britin.


http://www.aachener-nachrichten.de/lokal...0#plx1525201068

#3 RE: Presseberichte von 17.11.2014 18:53

28. Juli 2011 | 07.49 Uhr
Seit zehn Jahren ungeklärt

Britin verschwindet spurlos in Aachen
Seit zehn Jahren ungeklärt: Britin verschwindet spurlos in Aachen

Aachen (RPO). Die Spur von Louise Kerton verliert sich am Aachener Hauptbahnhof. Am 30. Juli 2001 wollte die junge Britin von hier aus zurück in ihre Heimat, die Grafschaft Kent fahren. Doch dort kam sie nie an.


Ihr Vater, Philip Kerton, geht seit Jahren davon aus, dass seine Tochter tot ist. Bis heute wirft er den deutschen Behörden zu zögerliche Ermittlungen vor. Was mit der angehenden Krankenschwester geschah, ist auch nach zehn Jahren immer noch ungeklärt.

Deutschlandurlaub endet im Nichts

Damals hatte die damals 24-Jährige einen sechswöchigen Urlaub bei ihrem Verlobten in der Ortschaft Swisttal-Straßfeld (Rhein-Sieg-Kreis) verbracht. Von dort wurde sie von ihrer angehenden Schwiegermutter zum Aachener Hauptbahnhof gebracht.

Kerton wollte um 12.04 Uhr den Schnellzug Nummer 420 auf Bahnsteig 8 nehmen. Ihre Schwiegermutter konnte sie nach eigenen Angaben nicht zum Bahnsteig begleiten, deshalb steht nicht fest, ob Kerton tatsächlich wie geplant den Zug nach Oostende bestiegen hat.

Der Aachener Staatsanwalt Jost Schützeberg sagte auf dapd-Anfrage, dass für seine Behörde der Fall Luise Kerton vorläufig abgeschlossen ist. "Wir können die Akte aber jederzeit wieder öffnen, sollten sich neue Ansätze ergeben", betont Schützeberg. Die bislang vorliegenden Spuren seien aber alle ausgewertet, neue Ansätze gebe es nicht.

Aussagen, die Kertons Vater mit Verbitterung erfüllen. Zehn Jahre nach dem Verschwinden seiner Tochter schilderte er vor Wochen in britischen Medien sein Unverständnis über die Arbeit der deutschen Ermittler. Viel zu lange sei die deutsche Polizei von einem gewöhnlichen Vermisstenfall ausgegangen, während die ebenfalls eingeschalteten Polizeibeamten an Kertons englischem Wohnort frühzeitig ein Verbrechen befürchteten.

Vermisste hatte persönliche Schwierigkeiten

Tatsächlich gab es für die deutsche Polizei Ermittler durchaus Anhaltspunkte dafür, dass die junge Frau freiwillig aus ihrem gewohnten Leben ausgebrochen ist und einen Neuanfang wagen wollte.

Die angehende Krankenschwester war bei einem Teil ihrer Abschlussprüfungen durchgefallen. Nach der Rückkehr nach England wollte sie deshalb mit ihren Ausbildern über den weiteren Berufsweg sprechen. Ihr Vater räumte damals ein, dass Louise wegen ihrem Scheitern bei den Prüfungen deprimiert war. Auch machte ihr der Tod einer Schulfreundin zu schaffen, die kurz zuvor in Japan ermordet worden war.

Doch nachdem über Monate jedes Lebenszeichen der Vermissten ausblieb, verdichteten sich auch für deutschen Ermittler die Anhaltspunkte für ein Verbrechen. Heute wird Louise Kerton beim Bundeskriminalamt (BKA) unter ungelöste Mordfälle geführt.

"Spuren schon alle kalt"

Ein Jahr nach dem Verschwinden von Louise veranlasste die Staatsanwaltschaft eine groß angelegte, aber ergebnislose Suche mit fast 200 Polizeibeamten in Kiesgruben rund um Swisttal-Straßfeld.

Zu spät, wie der Vater der Vermissten findet: "Zu diesem Zeitpunkt waren doch schon alle Spuren kalt." Die Familie habe sich damals nicht vorstellen können, dass es zehn Jahre keine greifbaren Ermittlungsergebnisse geben würde. Auch forderten Kerton immer wieder, dass die Familie von Louises damaligen Verlobten intensiver befragt und ihre Wohnung in Swisttal untersucht wird.

Denn außer der Aussage der zukünftigen Schwiegermutter gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass Louise Swisttal jemals lebend verlassen hat. Die Polizei konnte keine Zeugen finden, die die beiden Frauen und ihr Auto mit dem auffälligen britischen Kennzeichen am 30. Juli 2001 am Aachener Hauptbahnhof gesehen haben.

http://www.rp-online.de/panorama/deutsch...n-aid-1.1343616

#4 RE: Presseberichte von 17.11.2014 18:54

VERMISST IN SWISTTAL
Spurlos verschwunden, Akte geschlossen

Erstellt 19.07.2011

Seit zehn Jahren wird die junge Britin Louise Kerton nach einem Besuch bei ihrem Verlobten in Swisttal vermisst. Nun ist die Akte geschlossen - gelöst ist der Fall jedoch noch immer nicht. Der Vater der Frau glaubt längst an den Tod seiner Tochter.

Von Markus Bierlein und Bernd Zimmermann


SWISTTAL/EUSKIRCHEN. Die Akte ist geschlossen. "Vorläufig", wie Staatsanwaltschaft Jost Schützeberg aus Aachen betont. Zehn Jahre nach dem Verschwinden der Krankenschwester Louise Kerton auf der Heimreise von Swisttal-Straßfeld in die englische Grafschaft Kent fehlen neue Ermittlungsansätze. "Den vorhandenen Spuren sind wir allen nachgegangen", sagt Schützeberg der Rundschau.

Vor wenigen Tagen hat der Vater, Philip Kerton, in einem BBC-Interview die Hoffnung geäußert, dass die Ermittler eines Tages neue forensische Methoden finden, mit denen sie Indizien neu bewerten können, die sie gesammelt haben. Kerton, der nach dem Verschwinden seiner Tochter mehrmals in Deutschland war und die Behörden zu intensiveren Nachforschungen aufforderte, sagte, seine Familie habe entschieden, dass ihre Tochter tot sein müsse. Louise Kerton verbrachte im Juli 2001 einen sechswöchigen Urlaub in Straßfeld bei der Familie ihres Verlobten und wollte nach England zurückkehren - doch dann verschwand die damals 24-jährige Krankenschwester aus New Ash Green in der Grafschaft Kent auf der Fahrt von Aachen nach Ostende. Seit dem 30. Juli 2001 fehlt von der zierlichen Frau mit den dunklen Haaren jede Spur.


An jenem Tag, so die Erkenntnisse der deutschen Polizei, habe die Mutter ihres Verlobten Louise Kerton in einem Peugeot nach Aachen zum Zug gebracht. Von dort sollte Louise mit dem Schnellzug 420 um 12.04 Uhr in Richtung Küste abfahren, um dann mit der Fähre von Ostende auf die britische Insel zu gelangen. Doch Louise kam nie an. Niemand weiß, ob die Verschwundene tatsächlich den Aachener Bahnhof betreten hat, ob sie tatsächlich den Schnellzug erreicht hat, ob sie Opfer eines Verbrechens wurde oder ob sie einfach nur untergetaucht ist.

Der "Fall Louise Kerton" wurde von der Aachener Polizei als Vermisstenfall registriert, während in Kent die Familie der jungen Krankenschwester schon bald an ein Verbrechen glaubte. Unter dem zunehmenden Druck der Medien wandelte sich die Haltung der Ermittlungsbehörden. Gut ein Jahr nach dem Verschwinden initiierte die Aachener Staatsanwaltschaft eine groß angelegte Suchaktion in Kiesgruben rund um Straßfeld. Ergebnislos.

Die ZDF-Sendereihe "Aktenzeichen XY" veröffentlichte einen Beitrag über den Vermisstenfall. Doch damals wurden Bilder aus einem Fotoapparat, den man gefunden hatte, irrtümlich dem Fall zugeordnet. Die "verheißungsvollen Hinweise" verpufften.

Bis heute kreisen die Gedanken von Philip Kerton darum, was passiert sein könnte - und er wird zornig. Teilweise sei es einfacher, sich seine Tochter tot vorzustellen, als am Leben, aber in einer qualvollen Lage. "Es gibt immer noch Hoffnung, und eines Tages werden wir erfahren, was passiert ist", sagt er. Die Spuren verlieren sich in Straßfeld, dem damaligen Urlaubsort von Louise Kerton. Die Familie ihres Ex-Verlobten ist inzwischen von dort weggezogen.

http://www.rundschau-online.de/home/verm...2,15299520.html

#5 RE: Presseberichte von 31.05.2016 11:32

Louise Kerton spurlos verschwunden


Der Fall Louise Kerton beschäftigt seit 2001 die Behörden.

Am 30. Juli 2001 wurde die junge Frau, die davor mehrere Wochen in Swisttal-Straßfeld zu Besuch war, am Aachener Bahnhof zuletzt gesehen.

Danach verliert sich die Spur der damals 24-Jährigen.

Ihr Vater Phil Kerton ist überzeugt davon, dass seine Tochter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

Monate nach dem Verschwinden suchten Einsatzhundertschaften Kiesgruben bei Straßfeld ab.

Vergeblich.

http://www.ksta.de/region/euskirchen-eif...24140534-seite2

#6 RE: Presseberichte von 22.06.2017 19:01

Das wurde aus Bonns "Aktenzeichen XY"-Fällen


Fall Louise Kerton: Suizid, Opfer einer Sekte oder Gewaltverbrechen?

Ein Mordfall im Vorfeld, ein ungewöhnlicher Brief, ein im Labor verwechselter Fotofilm - die Umstände des Verschwindens von Louise Kerton sind mysteriös.

125 Hinweise gehen in den Tagen nach Ausstrahlung in der "Aktenzeichen XY"-Sendung vom 6. Dezember 2002 eingegangen, doch das Schicksal der vermissten Britin, die sich kurz vor ihrem Verschwinden in Swisttal-Straßfeld aufgehalten hat, bleibt ungeklärt.

Eine Panne im Foto-Labor macht die Spuren, auf die die Ermittler ihre Hoffnung gesetzt hatten, zunichte. Während der Sendung zeigen sie Fotos, die angeblich aus Kertons Kamera stammen. XY-Moderator Rudi Cerne fragt: "Wer kann etwas zu den Personen auf den Fotos sagen?"

Wie sich anschließend herausstellt, gehören die Aufnahmen aber gar nicht Kerton. Sie waren im Fotolabor vertauscht worden. Am 30. Juli 2001 wird die 24-jährige angehende Krankenschwester am Aachener Hauptbahnhof zum letzten Mal gesehen. 180 Polizisten drehen auf der Suche nach der Leiche von Kerton jeden Stein um. Nach zehn Jahren hat die Aachener Staatsanwaltschaft 2011 die Suche nach der vermissten Engländerin beendet. Die Akte ist geschlossen.

Aktueller Stand: ungelöst

http://www.general-anzeiger-bonn.de/news...100.html?page=8

#7 RE: Presseberichte von Christine 27.07.2017 13:52

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Wurde Louise Kerton Opfer eines Gewaltverbrechens?
Von F.A. HEINEN 03.05.02, 00:00 Uhr

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Kripo aus Kent / England und Aachen will - neun Monate nach dem spurlosen Verschwinden von Louise Kerton, die bei Euskirchen Urlaub machte - endlich intensiv ermitteln, was mit der jungen Frau geschehen ist.
Kreis Euskirchen - Britische Ermittler, darunter der ehemalige Sicherheitschef der Königin Elisabeth II., David Seaborn Davies, glauben an ein Gewaltverbrechen. Dafür hat die federführende Kripo Aachen jedoch keine handfesten Beweise. Deshalb lehnte es die Staatsanwaltschaft bisher standhaft ab, ein Strafverfahren einzuleiten.
Die junge Frau hatte vor Jahren den damals ebenfalls in Kent lebenden Johannes (Name geändert) kennen und lieben gelernt. Als die Mutter mit einem Bruder von Johannes im vergangenen Jahr in den Raum Euskirchen umzog, kamen Louise Kerton und ihr Verlobter Johannes zu Besuch in die Voreifel.
Da der junge Mann allerdings eine Pension in Kent betrieb, reiste er eine Woche vor seiner Lebensgefährtin wieder zurück nach Großbritannien. Die 25-Jährige sollte am 30. Juli folgen. Wie deren zukünftige Schwiegermutter später bei der Polizei zu Protokoll gab, habe sie Louise am Abreisetag mit ihrem Auto bis zum Aachener Bahnhof gebracht, wo mittags um 12.04 Uhr am Gleis 8 der Schnellzug 420 über Verviers und Brüssel nach Ostende abfuhr.
Johannes wartete eine Woche lang an der Fähranlegestelle in Dover vergebens auf seine Verlobte. Wenig später erstatteten Louises Eltern Vermisstenanzeige bei der Polizei in Aachen, wo sie angeblich verschwunden sein soll. Die Beamten in Aachen suchten vergeblich nach der jungen Frau. Zwar gab es mehrfach Hinweise, dass sie im Obdachlosen-Milieu der Kaiserstadt abgetaucht sein soll, aber kein Beamter hat seither die junge Frau lebend gesehen.
Die verzweifelten Eltern Kath und Phil Kerton mobilisierten die Presse entlang der Reiseroute von Euskirchen bis Dover, sie verteilten an allen Bahnhöfen Plakate mit einem Bild ihrer Tochter. Aber alles vergebens.
Die Kripo Aachen beteuerte, dass sie nichts unversucht gelassen habe, um den mysteriösen Fall aufzuklären. Unter anderem sei das Umfeld ihres letzten Aufenthaltsortes bei Euskirchen mit Leichenspürhunden ergebnislos abgesucht worden. Die mehrstündige Durchsuchung von Wohnhaus, Grundstück und Wagen der Familie wurde bereits am 20. August mit dem ausdrücklichen Einverständnis der Familie durchgeführt.
Die britische Polizei scheint allerdings hinsichtlich der Frage, ob nicht doch ein Gewaltverbrechen vorliegen könnte, anderer Ansicht zu sein als ihre Aachener Kollegen. Jedenfalls kam es am vergangenen Donnerstag auf Wunsch der Polizeibehörden in Kent zu einem Gespräch mit der Kripo und der Staatsanwaltschaft Aachen. Die Unterredung fand laut Pressemitteilung des Polizeipräsidiums ?in angenehmer und kooperativer Atmosphäre? statt und wurde ?mit großem Respekt vor den unterschiedlichen Rechtssystemen geführt?. Unter anderem erfuhren die Aachener Beamten, dass es in Großbritannien Erkenntnisse gibt, die den deutschen Behörden bislang unbekannt waren.
Beispielsweise übergaben die Briten jetzt eine Vielzahl von Vernehmungsprotokollen an die deutschen Beamten. Deutsche und britische Beamte vereinbarten, eine gemeinsame Ermittlungsgruppe zu installieren, die in enger Zusammenarbeit Louises Schicksal aufklären soll. Die Ermittlungsgruppe besteht aus drei Aachener Polizisten und drei Beamten aus Kent. Abhängig von den Ergebnissen der Arbeitsgruppe wird der Fall Louise Kerton neu bewertet und anschließend der Staatsanwaltschaft zur Entscheidung vorgelegt.

– Quelle: http://www.ksta.de/14015572 ©2017

#8 RE: Presseberichte von 02.08.2017 19:48

Hier ein Artikel vom 30.07.11

Ermittler schließen die Akte Louise Kerton

Nach zehn Jahren hat die Aachener Staatsanwaltschaft jetzt die Suche nach der vermissten Engländerin beendet. Am 30. Juli 2001 wurde die junge Frau, die davor mehrere Wochen in Swisttal-Straßfeld zu Besuch war, am Aachener Bahnhof zuletzt gesehen.

Die Akte Louise Kerton ist geschlossen. Nach zehn Jahren hat die Aachener Staatsanwaltschaft jetzt die Suche nach der vermissten Engländerin beendet. Am 30. Juli 2001 wurde die junge Frau, die davor mehrere Wochen in Swisttal-Straßfeld zu Besuch war, am Aachener Bahnhof zuletzt gesehen.

Die Mutter ihres Verlobten hatte sie dort abgesetzt. Kerton wollte in Aachen in den Zug nach Oostende steigen, doch da verliert sich die Spur der 24-Jährigen. Zwar könnten die Ermittlungen erneut aufgenommen werden, falls sich neue Anhaltspunkte ergeben, die Staatsanwaltschaft habe aber keinerlei Hinweis auf ihr Schicksal.

Ihr Vater Phil Kerton geht davon aus, dass seine Tochter einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Die ebenfalls britische Familie ihres damaligen Verlobten ist inzwischen aus Straßfeld weggezogen.

Vor neun Jahren drehten 180 Polizisten auf der Suche nach der Leiche von Louise Kerton jeden Stein um. Die Bereitschaftsbeamten aus Aachen und Köln suchten mit Eisenstangen und Hunden Feldränder und Kiesgruben ab. Auch Taucher wurden an den Tümpeln eingesetzt.

Zu diesem Zeitpunkt wurde Louise Kerton aus Kent in England bereits mehr als ein Jahr lang vermisst. Laut Aussage ihrer Schwiegermutter in spe hatte diese ihren Gast am 30. Juli zum Aachener Hauptbahnhof gebracht. Dort wollte die junge Frau um 12.04 Uhr den Zug Richtung Oostende in Belgien nehmen.

Noch am selben Tag hatte sie die Fähre nach Dover nehmen wollen, wo ihr Verlobter auf sie wartete. Doch sie kam nie an. Ihr Freund wartete nach eigenen Angaben noch fünf Tage auf Louise. Wie Verwandte und Freunde berichteten, war die 24-Jährige zum Zeitpunkt ihres Verschwindens möglicherweise in einem labilen seelischen Zustand: Wenige Wochen zuvor war ihre Freundin Lucie Blackman, mit der sie auf die Walthamstow Hall School in der Rheinbacher Partnerstadt Sevenoaks zur Schule gegangen war, ermordet worden.

Außerdem war Kerton gerade durch das Abschlussexamen als Krankenschwester gefallen.

Straßfelder Nachbarn ihrer angehenden Schwiegereltern sagten aus, die 24-Jährige habe depressiv gewirkt. Auch ihr Verlobter und dessen Mutter bestätigten den Ermittlern, sie sei sehr krank gewesen und habe sich zeitweise schlecht bewegen können. Zudem habe Louise stark an Gewicht verloren.

Nach dem 30. Juli 2001 gab es kein Lebenszeichen mehr von Louise, die sich gewöhnlich per Telefon oder Brief regelmäßig bei Verwandten und Freunden meldete. Von ihrem Konto wurde nichts abgebucht, die Kreditkarte nicht benutzt.

Allerdings hatte sie kurz vor ihrer Abfahrt einen Brief an Bekannte geschickt. Eine Untersuchung ergab, dass der Brief zwar von Louise Kerton verfasst wurde, Art und Inhalt aber eher untypisch für sie sind. Möglicherweise habe sie ihn unter Zwang geschrieben. Die Eltern fürchteten zunächst, sie könnte wegen ihrer labilen Gemütsverfassung von einer Sekte verführt worden sein. Später gingen sie davon aus, dass ihre Tochter tot sei.

Nachdem sich die deutschen Ermittlungsbehörden beim Bekanntwerden des Vermisstenfalles zunächst wegen fehlender Indizien zurück hielten, ist später ein Informationsaustausch zwischen der Aachener Polizei und den Kollegen in Kent geregelt worden. Abstimmungsschwierigkeiten sollten so ausgeräumt werden. Der Fall hatte erhebliche Aufmerksamkeit in den englischen Medien erregt. Am Jahrestag des Verschwindens von Louise Kerton hatten Angehörige vor der deutschen Botschaft in London demonstriert und Botschafter Thomas Matussek aufgefordert, die Suche in Deutschland forcieren zu lassen.

Daraufhin waren die Ermittlungen wieder aufgenommen worden. Auch in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde der Fall Ende 2002 gezeigt. Dabei gab es eine Panne. Rudi Cerne zeigte Fotos, die angeblich aus der Kamera Louise Kertons stammten. Die war aber im Labor verwechselt worden. So blieben die Ermittlungen bis heute ohne Erfolg.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/regi...icle280009.html

#9 RE: Presseberichte von wetterfrosch 09.02.2018 19:23

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Vermisst! Die verzweifelte Suche nach diesen Bonnern

201406010_MW_ jjs 05
Stefan Schultz

p09.02.18, 12:03 Uhr

Bonn - „Bitte melde dich“ – ein verzweifelter Aufruf von Angehörigen. Das ständige Warten, die Hilflosigkeit und schlaflose Nächte, wenn sie über das Schicksal eines geliebten Menschens nachdenken. Das KK12 ist hier oft die letzte Hoffnung der Angehörigen bei der verzweifelten Suche nach Vermissten.

Gut 1800 Vermisste im Jahresschnitt

Schöne Engländerin 16 Jahre vermisst

Am 30. Juli 2001 verliert sich die Spur der Engländerin Louise Kerton aus Kent. Der Besuch bei der Familie ihres Verlobten in Swisttal ist vorbei – ihre zukünftige Schwiegermutter fährt sie zum Bahnhof nach Aachen. Mit dem Zug plant sie die Reise zunächst nach Ostende, um von dort die Fähre nach Dover zu nehmen. Zum Zeitpunkt ihrer Abreise trug die hübsche Engländerin einen langen schwarzen Rock und eine langarmige weiße Bluse. Für die Fahrt hatte sie eine Reisetasche auf Rollen und einen schwarzen Rucksack gepackt.

Ob Kerton überhaupt in den Zug stieg, ist völlig unklar. Sicher ist nur: Louise kam nie an ihrem Ziel an.

Da im Jahr 2002 ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde damals ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Aber auch nach mehr als 16 Jahren fehlt von Kerton jede Spur.

https://www.express.de/bonn/vermisst--di...onnern-29645844

#10 RE: Presseberichte von wetterfrosch 05.11.2019 18:30

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Trauernde Vater zeigt Herzschmerz über Student Tochter seit 18 Jahren vermisst

Ein verzweifelter Vater hat 18 Jahre nach ihrem Verschwinden im Urlaub in Deutschland herzzerreißende Bilder von seiner Tochter enthüllt.

11.05.2019


Der Fall der studentischen Krankenschwester Louise Kerton gehört zu den verwirrendsten Ermittlungen gegen Vermisste in Großbritannien und hat sowohl die Polizei als auch die Privatdetektive frustriert.

Jetzt hat Papa Phil Bilder von ihrem Aufwachsen und Genießen veröffentlicht, bevor sie im Juli 2001 auf dem Heimweg aus Deutschland verschwand.

Die Schnappschüsse zeigen Louise im Familienurlaub, wie sie Eis isst und am Strand spielt.

Sie hatte eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert, ihr letztes Jahr jedoch nicht bestanden und war zu ihrem Verlobten Peter Simon und seiner Mutter Ramana nach Strassfeld in der Nähe von Bonn gezogen.

Die 24-Jährige sollte auf dem Rückweg in die Wohnung, die sie und Peter in Broadstairs, Kent, teilten, am 30. Juli am Aachener Bahnhof in einen Zug einsteigen.

Aber sie ist entweder nie in den Zug eingestiegen oder unterwegs verschwunden.

Einige vermuteten, dass sie einen Unfall hatte, während andere sagten, sie hätte dem Serienmörder Michel Fourniret zum Opfer fallen können, der den Spitznamen Ogre of Ardennes trägt.

Er wurde wegen Vergewaltigung und Ermordung von neun Mädchen zwischen 1987 und 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt und steht unter dem Verdacht, weitere zu töten.

immer noch. Das verblasst nie. Es betrifft jeden anders. Die Art und Weise, wie eine Person damit umgeht, ist für eine andere Person nicht unbedingt hilfreich.

"Wir sind uns alle einig, dass wir wissen wollen, was passiert ist."

Peter war zwei Tage vor seiner Verlobten nach Großbritannien zurückgekehrt und hatte den Ermittlern mitgeteilt, er müsse frühzeitig zurückkommen, um eine Lieferung entgegenzunehmen, da er und Louise ihre Wohnung renovierten.

Aber als er sie von Dover abholen wollte, war sie nicht auf dem Boot.

Der Privatdetektiv Bob Moffat, ein ehemaliger Detektiv der Met, wurde von Herrn Kerton eingezogen, um den Fall zu untersuchen, und besuchte Deutschland.

Bob wirft jetzt seine Akten auf in der Hoffnung, dass zusätzliche Informationen zur Lösung des Falls beitragen.

Er sagte: „Ich bin sicher, dass Louise tot ist.

"Es wäre jedoch ein großer Durchbruch, herauszufinden, wie genau dies geschehen ist."

Herr Kerton sagte: „Es besteht immer die Hoffnung, dass wir eines Tages herausfinden, wo sie ist.

"Wir leben in der Hoffnung, dass dieser Tag kommen wird."

https://translate.google.com/translate?h...394&prev=search

#11 RE: Presseberichte von MissMill 04.06.2020 17:26

26.03.20

Die Suche nach der verschwundenen Louise Kerton

Seit Juli 2001 gilt die 24-jährige Louise Kerton als vermisst. Zuvor war die junge Frau aus dem englischen Kent mehrere Wochen zu Besuch in Swisttal-Straßfeld und wurde zuletzt am Aachener Bahnhof gesehen. In unserer aktuellen Podcast-Folge sprechen wir über den Fall - und erläutern verschiedene Theorien zum Verbleib der Frau.

Seit dem 30. Juli 2001 wird die damals 24-jährige Louise Kerton aus Kent in England vermisst. Sie war nach bisherigen Erkenntnissen zuvor fünf Wochen zu Besuch bei den Eltern ihres Verlobten in Straßfeld. Laut Aussage ihrer Schwiegermutter in spe hatte diese ihren Gast am 30. Juli zum Aachener Hauptbahnhof gebracht. Dort wollte die junge Frau den Zug um 12.04 Uhr Richtung Oostende in Belgien nehmen. Noch an diesem Tage hatte sie die Fähre nach Dover in England nehmen wollen, wo ihr Verlobter auf sie wartete. Doch sie kam nie an. Ihr Freund wartete nach eigenen Angaben noch fünf Tage auf Louise.

Vor allem ihren Vater Phil Kerton trifft der Verlust seiner Schwester schwer und ist die treibende Kraft, wenn es um den Kontakt mit Presse und Behörden aus England wie Deutschland geht. Selbst 2019, 18 Jahre nach Louises Verschwinden, blieb er zuversichtlich: “Es besteht immer die Hoffnung, dass wir eines Tages herausfinden werden, wo sie sich befindet. Wir leben in der Hoffnung, dass dieser Tag kommen wird.”

Taucht man tiefer in Louises Geschichte ein, offenbart sich ein wirres Netz aus Verstrickungen mit anderen Verbrechen, behördlichem Versagen und einer mühevollen Spurensuche inmitten zweier Familien, die in der Not fester hätten zusammenhalten können. Es bleiben viele “Wenns” und “Danns”, was mit der 24-jährigen Kunststudentin passiert sein könnte, ob sie wirklich in diesen Zug stieg oder ob sie in ihrer Beziehung wirklich glücklich war. Wir sprechen mit dem Chef des Regional-Ressorts beim GA Jörg Manhold, der schon damals über den Fall berichtete und zumindest für sich zu einem eindeutigen Schluss gekommen ist.

„Akte Rheinland“ erscheint alle zwei Wochen immer donnerstags. Der Podcast ist unter anderem über Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Stitcher, Deezer und weitere Podcatcher abrufbar und kann kostenlos abonniert werden. Unser Blog akte-rheinland.de begleitet jede Episode zum jeweiligen Erscheinungstermin mit crossmedialen Inhalten.

https://www.general-anzeiger-bonn.de/reg...on_aid-49768623

#12 RE: Presseberichte von MissMill 04.06.2020 18:09

Aus dem General Anzeiger weiter oben:

Zitat
Auch ihr Verlobter und dessen Mutter bestätigten den Ermittlern, sie sei sehr krank gewesen und habe sich zeitweise schlecht bewegen können. Zudem habe Louise stark an Gewicht verloren.



Wenn dem so war, warum ist man mit ihr eigentlich nicht zum Arzt? Und warum fährt der Verlobte allein nach England zurück und Louise soll nur 2 Tage später nachfolgen?

***********
Entgegen einem oberen Artikel haben ihre Eltern (nicht Bekannte) am 20. Juli 2001 einen Brief von Louise erhalten:

"Mir geht es gut. Ich habe eine schöne Zeit in Deutschland. Es ist sehr grün hier, das Wetter ist schön. Macht Euch keine Sorgen um mich."

Dies entspräche nicht Louises Schreibstil meinen die Eltern und ihr Bruder. Louise sei Legasthenikerin, würde in langen Sätzen schreiben und Rechtschreibfehler machen, die nachträglich korrigiert würden. Auch schickte sie Briefe normalerweise an ihre Eltern und die jüngere Schwester Marie, die noch zu Hause wohnte.
Dieser Brief richtete sich jedoch nur an die Eltern. Sie hätte nie ihre Schwester vergessen, meint ihr Bruder.


Quelle:
Echte Verbrechen
Focus Sonderheft Nr. 01
S. 82, 83, 84

#13 RE: Presseberichte von MissMill 05.06.2020 14:28

Mein obiger Beitrag kann gerne in den Besprechungsraum verschoben werden, Christine. Ich habe gestern nicht daran gedacht.

#14 RE: Presseberichte von MissMill 05.06.2020 14:43

Autom. Übersetzung, Fotos und Video im Link

26.04.17

New Ash Green:
Die Familie von Louise Kerton bereitet sich auf den 16. Jahrestag ihres Verschwindens vor


Als der 16. Jahrestag des Verschwindens seiner Tochter näher rückt, hat Vater Phil Kerton immer noch keine Ahnung, ob die angehende Krankenschwester tot oder lebendig ist.

Aber er hat fast zwei Jahrzehnte lang dieselbe Handynummer behalten, nur für den Fall, dass sie anruft.

Louise Kerton reiste im Juli 2001 aus Deutschland nach Hause, nachdem sie bei der Familie des Verlobten Peter Simon gewohnt hatte, als sie verschwand.

Die letzte Person, die Louise Berichten zufolge lebend gesehen hat, war ihre zukünftige Schwiegermutter Ramana Simon, die behauptete, sie habe die 24-Jährige am Aachener Bahnhof abgesetzt, damit sie einen Zug nach Ostende, Belgien, nehmen und eine Fähre nach Hause nehmen könne.

Frau Simon beobachtete Louise nicht beim Einsteigen in den Zug und trotz Ermittlungen der Polizei in England, Deutschland und Belgien wurde keine Spur von ihr gefunden.

Herr Kerton ist jetzt 72 Jahre alt und lebt immer noch im Haus von New Ash Green, in dem Louise einen Großteil ihrer Kindheit verbracht hat. Er hat über die Auswirkungen gesprochen, die das anhaltende Rätsel um das Verschwinden seiner Tochter auf seine Familie hat.

Er sagte: „Es betrifft verschiedene Familienmitglieder sehr stark, ein- und ausgeschaltet. Es ist in vielerlei Hinsicht wie Trauer.

„Du machst all diese Phasen der Trauer durch, kommst aber nie ans Ende.

„Ich sitze nicht unglücklich hier und denke jeden Tag den ganzen Tag an Louise, aber ich denke jeden Tag an sie.

"Ich denke, warum hast du nicht mit uns über deine Probleme gesprochen, anstatt wegzulaufen?"

"Oder ich beschuldige mich selbst - ich hätte mehr tun sollen, ich hätte erkennen sollen, was passiert ist."

Als der 16. Jahrestag des Verschwindens seiner Tochter näher rückt, hat Vater Phil Kerton immer noch keine Ahnung, ob die angehende Krankenschwester tot oder lebendig ist.

Aber er hat fast zwei Jahrzehnte lang dieselbe Handynummer behalten, nur für den Fall, dass sie anruft.

Louise Kerton reiste im Juli 2001 aus Deutschland nach Hause, nachdem sie bei der Familie des Verlobten Peter Simon gewohnt hatte, als sie verschwand.

Die letzte Person, die Louise Berichten zufolge lebend gesehen hat, war ihre zukünftige Schwiegermutter Ramana Simon, die behauptete, sie habe die 24-Jährige am Aachener Bahnhof abgesetzt, damit sie einen Zug nach Ostende, Belgien, nehmen und eine Fähre nach Hause nehmen könne.

Frau Simon beobachtete Louise nicht beim Einsteigen in den Zug und trotz Ermittlungen der Polizei in England, Deutschland und Belgien wurde keine Spur von ihr gefunden.

Herr Kerton ist jetzt 72 Jahre alt und lebt immer noch im Haus von New Ash Green, in dem Louise einen Großteil ihrer Kindheit verbracht hat. Er hat über die Auswirkungen gesprochen, die das anhaltende Rätsel um das Verschwinden seiner Tochter auf seine Familie hat.

Er sagte: „Es betrifft verschiedene Familienmitglieder sehr stark, ein- und ausgeschaltet. Es ist in vielerlei Hinsicht wie Trauer.

„Du machst all diese Phasen der Trauer durch, kommst aber nie ans Ende.

„Ich sitze nicht unglücklich hier und denke jeden Tag den ganzen Tag an Louise, aber ich denke jeden Tag an sie.

"Oder ich beschuldige mich selbst - ich hätte mehr tun sollen, ich hätte erkennen sollen, was passiert ist."

Familie und Freunde gingen „unzählige Male“ nach Deutschland und Belgien, um mit Ermittlern und Journalisten zu sprechen und das Verschwinden von Louise bekannt zu machen.

Die Familie traf auch Minister und stellte Privatdetektive ein.

Aber sie stoppten die Reisen kurz vor dem zweijährigen Jahrestag von Louises Verschwinden wegen der psychologischen Auswirkungen, die es auf einige ihrer Familienmitglieder hatte

Um ihren Herzschmerz zu verstärken, starb Louises Mutter, Kertons Frau Kath, 2010 an Magenkrebs.

Herr Kerton sagte: „Es war sehr unerwartet. Wir wussten, dass es ernst war, aber wir hatten kein Konzept, dass der Krebs tödlich war.

"Es ist sehr ärgerlich, dass Kath gestorben ist, ohne zu wissen, was mit Louise passiert ist."

Auf die Frage, ob er sich im Laufe der Jahre eine Meinung darüber gebildet habe, was mit seiner Tochter geschehen sei, die jetzt 40 Jahre alt sein würde, antwortete Herr Kerton: „Sie hätte vom Haus der Simons weglaufen und in eine der Kiesgruben in der Umgebung fallen können Bereich.

„Sie hätte entführt werden können, da es in der Gegend, in der Louise zuletzt gesehen wurde, zahlreiche Fälle gab, in denen junge Frauen von einem Förster entführt, gefoltert und getötet wurden.

„Oder sie hätte in den Zug steigen und sich mit jemandem unterhalten können, der sie überredet hat, mit ihnen irgendwohin zu fahren, und sie konnte aus irgendeinem Grund nicht nach Großbritannien zurückkehren.

„Sie war sehr vertrauensvoll und ein bisschen naiv. Die Möglichkeiten sind alle offen. Ich habe die gleiche Handynummer behalten, falls sie mich anruft. “

Der Förster, auf den sich Herr Kerton bezieht, war der Serienmörder Michel Fourniret mit dem Spitznamen Ogre of Ardennes, der zwischen 1987 und 2001 wegen Vergewaltigung und Ermordung von neun Mädchen lebenslang inhaftiert war und verdächtigt wird, weitere getötet zu haben.

Er wurde untersucht, aber nie im Zusammenhang mit Louises Verschwinden angeklagt.

Selbst nach 16 Jahren ohne Antwort weigert sich Herr Kerton zu glauben, dass seine Tochter absichtlich verschwunden wäre, weil sie gesehen hatte, wie sich der Verlust eines Kindes auf die Eltern auswirkt.

Sie ging mit Lucie Blackman zur Schule, die im Jahr 2000 als Barhostess in Tokio entführt und ermordet wurde.

Herr Kerton sagte, seine Tochter, die zur Beerdigung ihrer ehemaligen Klassenkameradin ging, „wusste, was eine vermisste Tochter den Menschen angetan hat“.

Er sagte: "Deshalb kann ich nie glauben, dass sie freiwillig vermisst wird, und ihre Schulfreunde empfanden dasselbe für sie."

Er sprach direkt mit Louise oder jemandem, der etwas über ihr Verschwinden weiß, und fügte hinzu: „Bitte, setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung und lassen Sie uns wissen, dass Sie gesund und munter sind.

"Wenn jemand, der dies liest, etwas über ihr Verschwinden gehört oder sie gesehen hat, setzen Sie sich bitte mit uns oder der Polizei von Kent in Verbindung."

Louise wurde zwei Monate früher geboren und verbrachte sechs Wochen in der Frühgeborenenabteilung des Northern General Hospital in Sheffield, in der Nähe des damaligen Wohnortes der Familie.

Sie wurde von Medizinern überwacht, bis sie vier oder fünf Jahre alt war, schien aber keine dauerhaften Auswirkungen zu haben.

In gewisser Weise war sie ganz anders als ihre drei Schwestern Angela, Francesca und Marie und ihr Bruder Simon, der jetzt in Dartford lebt.

"Louise war ziemlich Legastheniker", sagte Herr Kerton.

„Im Gegensatz zu ihren Geschwistern, die alle an naturwissenschaftlichen Fächern interessiert waren, war sie künstlerisch.

„Sie besuchte die St. Hilary's School in Sevenoaks, die in den letzten ein oder zwei Jahren zur Walthamstow Hall wurde.

"Sie hat sich dort sehr gut verstanden, aber nachdem sie ihre GCSEs erhalten hatte, beschloss sie, das Dartford Gymnasium für Mädchen zu besuchen, an dem ihre älteren Schwestern teilgenommen hatten.

„Sie war sehr an Keramik interessiert und der für Kunst zuständige Mann ließ sie alle möglichen Medien ausprobieren.

"Sie hatte wirklich große Stücke gemacht, aber die Öfen dort waren klein, also musste sie viele kleinere Stücke machen und sie zusammensetzen."

Louise war Ende Teenager, als sie den 14 Jahre älteren Peter Simon im Cascades Leisure Centre in der Nähe von Gravesend traf.

Zuerst dachten die Kertons, der Freund ihrer Tochter sei "ein stetiger Einfluss", aber "aus heiterem Himmel überredete er sie, ein Zimmer bei seiner Mutter in Broadstairs zu mieten und Kunst an einem College in Thanet zu studieren", sagte ihr Vater.

Louise brach die Schule ab, arbeitete aber nicht weiter am College, sondern arbeitete unter anderem als Kellnerin, bevor sie sich schließlich für eine Ausbildung zur Krankenschwester entschied, worüber sich ihr Vater freute, da sie „eine sehr fürsorgliche Person“ war.

Sie studierte wie damals am Christ Church University College und absolvierte Praktika am Queen Elizabeth, dem Queen Mother Hospital (QEQM) in Margate.

Nach einer Nachtschicht, während sie darauf wartete, dass der Bus sie zurück nach Broadstairs brachte, rief Louise ihren Vater immer an, um sich zu unterhalten.

Er sagte: „Gerade als ich ins Bett ging, klingelte das Telefon.

"Sie würde sagen: 'Es ist Louise, ich warte auf den Bus.' Ich müsste die nächsten 45 Minuten mit ihr sprechen, da sie nichts zu tun hatte. “

Der Kurs lief gut, bis sie ein Praktikum begann, bei dem sie „keine gute Beziehung“ zu der Person hatte, die sie beaufsichtigte, und ihr mitgeteilt wurde, dass sie den Kurs nicht bestehen würde.

Als Louise die Aussicht hatte, ein Jahr ihres Pflegekurses wiederholen zu müssen, gab die Mutter ihres Verlobten, Ramana Simon, bekannt, dass die Familie ein Haus „mitten im Nirgendwo“ in der deutschen Region Strassfeld bei Aachen kaufte, und lud sie ein, „zu holen weg von allem “, sagte Herr Kerton.

Fünf Wochen, nachdem Louise nach Deutschland aufgebrochen war, waren Herr und Frau Kerton und ihr jüngstes Kind Marie im Urlaub, als die älteste Geschwisterin Francesca, die bei ihren Eltern wohnte, einen verzweifelten Anruf von Peter erhielt.

Er war im Hafen von Dover und wartete auf seine Verlobte, aber sie stieg nie aus dem Boot.

Er klang in einem "schrecklichen Zustand", sagte die Familie Kerton, war aber fest davon überzeugt, dass sie die Polizei nicht informieren sollten.

Peter war zwei Tage vor seiner Verlobten nach Großbritannien zurückgekehrt, um angeblich auf eine Lieferung im Broadstairs-Haus seiner Mutter zu warten.

Frau Simons hatte angerufen und ihm gesagt, wann er Louise treffen sollte, weil niemand außer ihr ihr Haustelefon benutzen durfte, sagte Herr Kerton.

"Wenn Louise trotzdem zurückkam, zwei Tage später, warum kam sie nicht mit ihm?" ihr Vater wundert sich immer noch.

Er fügte hinzu: „Sie sagten später der Polizei, sie habe Louise überredet, die Idee einer Karriere in der Krankenpflege aufzugeben und in Deutschland zu bleiben.

"Dann hat Louise ihre Meinung geändert und eine Szene gemacht, also hat sie sie zum Bahnhof gebracht."

Frau Simon zögerte auch, Louises Verschwinden der Polizei zu melden und fragte Berichten zufolge die Kertons: „Warum machen Sie so viel Aufhebens? "Du wirst sie abschrecken."

Die deutsche Polizei schloss die Ermittlungen 10 Jahre nach dem Verschwinden von Louise ab und kam zu dem Schluss, dass ihr Verschwinden nicht verdächtig war.

Diese Woche sagte die Polizei von Kent: „Im Jahr 2001 war Louise Kerton in Aachen geblieben und konnte nicht zu ihrer Familie zurückkehren, wenn sie zu Hause erwartet wurde.

„Die deutschen Behörden haben die Polizei von Kent gebeten, eine Reihe von Ermittlungen einzuleiten. Nach deren Abschluss gab es jedoch keine Anzeichen dafür, dass Louise nach England zurückgekehrt war.

„Die deutsche Polizei behandelte das Verschwinden von Louise zunächst als Untersuchung einer vermissten Person. Die Ermittlungen der Polizei von Kent ergaben jedoch Bedenken, die ausreichten, um eine strafrechtliche Untersuchung zu beantragen.

„Die Polizei von Kent wurde von den deutschen Behörden nicht über Entwicklungen bei den Ermittlungen informiert.

„Die Angelegenheit ist nicht Gegenstand einer laufenden Untersuchung durch die Polizei von Kent. Jeder, der neue Informationen hat oder bei dieser Untersuchung helfen kann, kann sich unter der Nummer 101 an die Polizei von Kent wenden oder Crimestoppers unter der Nummer 0800 555 111 anonym anrufen. Die Informationen werden an die Polizei weitergegeben Deutsche Behörden. “

https://www.kentonline.co.uk/gravesend/n...daugher-124597/

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