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#51 RE: Presseberichte von 02.06.2015 17:54

Soko-Leiter hofft auf schnelle Klärung im Fall Tanja Gräff

(Trier) Der Tod von Tanja Gräff soll kein Rätsel bleiben. Die Ermittler sind zuversichtlich, auch acht Jahre später noch Licht ins Dunkel des Falls zu bringen.
Sterbliche Überreste von Tanja Gräff entdeckt

Acht Jahre nach dem Tod von Tanja Gräff hofft Soko-Leiter Christian Soulier noch klären zu können, wie die Trierer Studentin ums Leben kam. „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Richtung reinbekommen“, sagte Soulier zu der Kernfrage, ob die damals 21-Jährige an einer steilen Felswand verunglückte oder dort einem Verbrechen zum Opfer fiel. „Aber ob wir ein hundertprozentiges Ergebnis bekommen, muss man abwarten.“ Erkenntnisse könnte eine rechtsmedizinische Untersuchung der Knochen von Gräff bringen. Das Gutachten dazu werde in dieser Woche, spätestens Anfang nächster Woche erwartet.


Die sterblichen Überreste von Tanja Gräff aus Korlingen (Kreis Trier-Saarburg) waren am 11. Mai zufällig bei Rodungsarbeiten in Trier-Pallien gefunden worden. Sie war seit einem Sommerfest an der Hochschule Trier im Juni 2007 vermisst worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass Gräff die rund 50 Meter hohe Felswand hinabstürzte. Ob es ein Unglück oder ein Verbrechen war — genau das ist noch offen.

Nach dem Fund des nahezu kompletten Skeletts von Gräff und persönlicher Gegenstände setzt die 20-köpfige Sonderkommission an verschiedenen Stellen an.

KNOCHEN: Die Rechtsmedizin der Uni Mainz untersucht die Knochen unter anderem nach möglichen „Verletzungsmustern“, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten könnten. Bei einem Messerstich könnte ein „Knochen touchiert“ worden sein, sagte Soulier. Dies würde man ebenso sehen wie eine Schussverletzung. Wenn Gräff erwürgt worden wäre, könnte man das nicht mehr unbedingt an den Knochen ablesen.

KLEIDUNG: Bekleidungsreste, die bei den sterblichen Überresten gefunden worden waren, werden vom Landeskriminalamt in Mainz unter die Lupe genommen. Was nicht aus Baumwolle gewesen sei, sei weitgehend noch erhalten, sagte der Leiter der Soko. Die Experten suchen nach möglichen Spuren eines „scharfkantigen Gegenstandes“ oder anderen Auffälligkeiten am Gewebe.

HANDY: Hier erhoffen sich die Ermittler nicht mehr allzu viel. „Es ist schwierig, weil das Handy lange im Erdreich gelegen hat und in keinem guten Zustand ist“, sagt Soko-Vize Dirk Finkler. Mit technischen Tricks werde aber versucht, noch an Daten von Speichern zu kommen, die man noch nicht kenne. „Das ist eine technische Herausforderung.“

Die Soko habe Experten „eine Fülle“ von Arbeitsaufträgen gegeben - und warte nun auf die Ergebnisse. „Neben dieser technisch-wissenschaftlichen Arbeit stehen unsere aktuellen Ermittlungen“, sagte Soulier. Sprich: Den alten rund 900 Spuren der vergangenen acht Jahre wird neu nachgegangen. „Vor dem Hintergrund der Fundsituation können wir eine Fülle von Spuren neu beleuchten“, sagte Polizeisprecher Uwe Konz.

Vordringlich seien Zeugen erneut gehört worden, die Gräff in ihren wohl letzten Lebensminuten nach dem Sommerfest mit rund 14 000 Leuten gesehen haben. Manche meinen, die Studentin in Begleitung eines noch unbekannten Mannes gesichtet zu haben. Wie Gräff zu dem Felsenhöhenweg kam, der rund einen Kilometer von der Hochschul-Party entfernt lag, ist noch offen. Ebenso warum sie hinter einem 1,20 Meter hohen Metallzaun in die zugewachsene Tiefe stürzte.

Die Polizei konnte Gräffs Leiche trotz zahlreicher Suchaktionen an jener völlig überwucherten Stelle jahrelang nicht finden. Hunde seien etwa 20 Meter an die Fundstelle herangekommen, hätten aber nicht angeschlagen, sagte Soulier. Hätte es einen Hinweis auf Gräff dort gegeben, hätte man das Gebiet natürlich gerodet.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...t158726,4228858

#52 RE: Presseberichte von Christine 03.06.2015 17:14

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Polizeipräsidium Trier
03.06.2015, 16:06 - Polizeipräsidium Trier

Trier, Weitere Ermittlungen der Soko FH neu


In einer der kommenden Nächte werden die Staatsanwaltschaft Trier und die Soko FH der Kriminaldirektion Trier weitreichende Ermittlungen zur sogenannten Spur „Schrei an der Kabinenbahn“ im Ermittlungskomplex Tanja Gräff vornehmen.

Ein Zeuge hatte seinerzeit angegeben, in der Nacht des Verschwindens von Tanja Gräff einen weiblichen Schrei wahrgenommen zu haben, der seiner Auffassung nach aus Richtung der „Kabinenbahn“ am Moselufer gekommen sei. Aufgrund dieses Hinweises, den der Zeuge der Kriminalpolizei erst Wochen nach dem Ereignis mitgeteilt hatte, waren bereits seinerzeit Ermittlungen durchgeführt worden, die jedoch ergebnislos verliefen.
Vor dem Hintergrund des Auffindeortes der sterblichen Überreste von Tanja Gräff haben die Staatsanwaltschaft Trier und die Soko nun eine wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung ist es, nachzuvollziehen, ob die Wahrnehmungen des Zeugen mit Geschehnissen am roten Felsen in Einklang gebracht werden könnten.

Hierzu wird das beauftragte Unternehmen in den frühen Morgenstunden in einer der kommenden Nächte unter staatsanwaltschaftlicher und polizeilicher Begleitung mehrere Schall- und Rufexperimente durchführen. Diese dürften von Anwohnern der ufernahen Straßen gehört werden. Möglicherweise werden sie auch aus dem Schlaf gerissen und beunruhigt.
Aus wissenschaftlichen Gründen muss der Zeitpunkt allerdings so gewählt sein, dass möglichst viele äußere Bedingungen mit dem Zeitpunkt des Verschwindens von Tanja Gräff übereinstimmen.
Daher können die Wissenschaftler noch nicht mit Bestimmtheit angeben, wann die Untersuchung tatsächlich durchgeführt werden kann.
Die Beteiligen sind vorbereitet und werden die Untersuchungsreihe sehr kurzfristig anberaumen und durchführen müssen.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei die Bevölkerung um Verständnis für eventuelle Störungen der Nachtruhe. Gleichzeitig bittet sie dennoch darum, nächtliche Schreie, Hilferufe oder ähnliche Besonderheiten über den Notruf 110 zu melden. Nur dann kann die Polizei abklären, ob es sich um einen tatsächlichen Notfall oder um Inhalte der Untersuchung handelt.



Polizeipräsidium Trier

#53 RE: Presseberichte von 03.06.2015 19:30

Fall Tanja Gräff: Polizei plant Schrei-Experiment am roten Felsen

(Trier) Kann es Tanja Gräff gewesen sein, die ein Student in der Nacht ihres Verschwindens schreien hörte? Mit einem nächtlichen Schrei-Experiment am Trierer Buntsandsteinfelsen will die Polizei herausfinden, ob der Schall von dort bis zum anderen Moselufer trägt.
Suchaktion nach Knochenfund

Wie starb Tanja Gräff? Um der Antwort auf diese Frage ein Stück näher zu kommen, wird die neu gegründete Sonderkommission FH in den kommenden Tagen der alten "Kabinenbahnspur" mithilfe eines Schall-Experiments nachgehen.

Ein Theologiestudent hatte in der Nacht von Tanjas Verschwinden gegen halb fünf Uhr durch sein geöffnetes Dachzimmer in der Zurmaiener Straße panische Frauenschreie gehört. Er glaubte, dass sie vom Moselufer an der ehemaligen Kabinenbahn kämen. Eine Frau, so der Zeuge, habe mehrfach etwas wie: "Lass mich in Ruhe …" geschrien.


Nachdem Tanjas sterbliche Überreste am Fuße des roten Felsens gefunden wurden, stellt sich die Frage, ob der Mann nicht Zeuge einer Auseinandersetzung kurz vor Tanjas Tod geworden sein könnte.

Eine wissenschaftliche Untersuchung, die Staatsanwaltschaft Trier und die Soko in Auftrag gegeben haben, soll klären, "ob die Wahrnehmungen des Zeugen mit Geschehnissen am roten Felsen in Einklang gebracht werden könnten".

Hierzu wird das beauftragte Unternehmen in den frühen Morgenstunden in einer der kommenden Nächte unter staatsanwaltschaftlicher und polizeilicher Begleitung mehrere Schall- und Rufexperimente durchführen. Diese dürften von Anwohnern der ufernahen Straßen gehört werden. Möglicherweise werden sie auch aus dem Schlaf gerissen und beunruhigt.

Aus wissenschaftlichen Gründen muss der Zeitpunkt allerdings so gewählt sein, dass möglichst viele äußere Bedingungen mit dem Zeitpunkt des Verschwindens von Tanja Gräff übereinstimmen.

Daher können die Wissenschaftler noch nicht mit Bestimmtheit angeben, wann die Untersuchung tatsächlich durchgeführt werden kann.

Die Beteiligten sind vorbereitet und werden die Untersuchungsreihe sehr kurzfristig anberaumen und durchführen müssen.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei die Bevölkerung um Verständnis für eventuelle Störungen der Nachtruhe. Gleichzeitig bittet sie dennoch darum, nächtliche Schreie, Hilferufe oder ähnliche Besonderheiten über den Notruf 110 zu melden. Nur dann kann die Polizei abklären, ob es sich um einen tatsächlichen Notfall oder um Inhalte der Untersuchung handelt.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...;art754,4230314

#54 RE: Presseberichte von Christine 05.06.2015 14:57

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Tanja Gräff: Soko wird von Spezialisten des BKA unterstützt

DW | 05.06.2015

Ein Team aus einer Spezialeinheit des Bundeskriminalamts (BKA) hat am heutigen Freitagvormittag, 5. Juni, die Ermittlungen der Soko FH neu an den Roten Felsen unterstützt.

Mit Laserscannern haben die Spezialisten die Felswand im Bereich der Absturzstelle von Tanja Gräff abgescannt. Durch diese Aufnahmen kann die Felswand in ihrer Dimensionalität dargestellt werden. Die Scans sollen die Gutachten zum Sturz und dem Tod der Studentin unterstützen.





http://www.wochenspiegellive.de/trier/st...a-unterstuetzt/

#55 RE: Presseberichte von 05.06.2015 15:09

Ermittler bereiten Schrei-Experimente im Fall Gräff vor

(Trier (dpa/lrs)) Die Ermittler im Fall Tanja Gräff bereiten sich weiterhin auf spezielle Schrei-Experimente zum Tod der Studentin vor. Die wissenschaftliche Untersuchung habe noch nicht stattgefunden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Unter anderem müssten die Windbedingungen vergleichbar sein zu jenen am Tag des Verschwindens von Tanja Gräff.


Polizei und Staatsanwaltschaft hatten Mitte der Woche angekündigt, in einer der kommenden Nächte mit den Experimenten einer alten Spur nachgehen zu wollen. Ein Zeuge hatte einst ausgesagt, in der Nacht des Verschwindens der Studentin vor acht Jahren einen weiblichen Schrei aus Richtung der Kabinenbahn am Moselufer gehört zu haben. Nach Angaben der Polizei blieben die Ermittlungen in diese Richtung damals ohne Ergebnis. Am 11. Mai dieses Jahres war Gräffs nahezu komplettes Skelett zufällig bei Rodungsarbeiten an einer Felswand gefunden worden.

Wissenschaftler wollen mit mehreren Schall- und Rufexperimenten herausfinden, inwiefern die Schilderung des Zeugen zu den Geschehnissen an der Felswand passen. Da die Wetterbedingungen vergleichbar sein müssen, wird der genaue Termin laut Ermittler kurzfristig angesetzt. Anwohner wurden bereits um Verständnis gebeten, sollten sie von den nächtlichen Rufen geweckt werden.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...t158726,4231887

#56 RE: Presseberichte von 08.06.2015 10:42

Kabinenbahn-Spur: Ermittler im Fall Tanja Gräff rekonstruieren Schrei an der Mosel

(Trier)
Im Fall der jahrelang vermissten Tanja Gräff aus Trier haben die Ermittler am frühen Montagmorgen einen weiblichen Schrei rekonstruiert. Ein Zeuge hatte damals angegeben, den Schrei in der Nacht des Verschwindens der Studentin aus Richtung der Kabinenbahn am Trierer Moselufer gehört zu haben.


Die Ermittler der Staatsanwaltschaft Trier und der "Soko FH neu" nennen es die Kabinenbahn-Spur: Ein Zeuge hatte angegeben, in der Nacht des Verschwindens von Tanja Gräff am 7. Juni 2007 einen weiblichen Schrei wahrgenommen zu haben, der seiner Auffassung nach aus Richtung der „Kabinenbahn“ am Moselufer gekommen sei.

Der Hinweis, den der Zeuge der Kriminalpolizei erst Wochen nach dem Ereignis mitgeteilt hatte, führte bereits seinerzeit zu Ermittlungen, die jedoch ergebnislos verliefen.

Aufgrund des Auffindeortes der sterblichen Überreste von Tanja Gräff hatten die Ermittler eine wissenschaftliche Untersuchung bei einem phonetischen Institut in Auftrag gegeben.

Ziel der Untersuchung ist es, nachzuvollziehen,ob die Wahrnehmungen des Zeugen mit Geschehnissen am roten Felsen in Einklang gebracht werden könnten.
Hierzu hat das Institut kurzfristig am Montagmorgen zwischen 4 und 5 Uhr unter staatsanwaltschaftlicher und polizeilicher Begleitung mehrere Schall- und Rufexperimente durchgeführt.

Das Institut habe sich aus wissenschaftlichen Gründen kurzfristig für den Versuch entschieden, so die Polizei. Es seien eine Vielzahl von Voraussetzungen an die äußeren Bedingungen erfüllt, die möglichst weit mit denen zum Zeitpunkt des Verschwindens von Tanja Gräff übereinstimmen sollten.

Von insgesamt vier verschiedenen Punkten am linken Moselufer wurden mehrere Huptöne mittels einer Gasdruck-Fanfare als Referenzgeräusche abgegeben. Hiernach erfolgten laute weibliche Schreie - ähnlich der seinerzeit von dem Zeugen vernommenen - aus den Bereichen der Absturzstelle und der Kabinenbahn. Die Geräusche wurden jeweils mittels Schallpegelmessgeräten in der Wohnung des Zeugen, der in die Untersuchung eingebunden wurde, aufgezeichnet. Die Auswertungen und Ergebnisse der Untersuchungen werden erst in einigen Tagen oder Wochen erwartet.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...;art754,4233781

#57 RE: Presseberichte von Christine 08.06.2015 13:13

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08.06.2015, 09:33 - Kriminaldirektion Trier

Trier, Staatsanwaltschaft Trier und Soko FH neu rekonstruierten in der vergangenen Nacht den Schrei in der „Kabinenbahn-Spur“


Schrei Kabinenbahn
In den frühen Morgenstunden des heutigen 8. Juni 2015 haben Ermittler der StA Trier und der „Soko FH neu“ der
Kriminaldirektion Trier sowie Wissenschaftler eines phonetischen Institutes den „Schrei“ in der sogenannten Spur
„Schrei an der Kabinenbahn“ aus dem Ermittlungskomplex Tanja Gräff rekonstruiert.

Ein Zeuge hatte seinerzeit angegeben, in der Nacht des Verschwindens von Tanja Gräff einen weiblichen Schrei
wahrgenommen zu haben, der seiner Auffassung nach aus Richtung der „Kabinenbahn“ am Moselufer gekommen sei. Der Hinweis, den der Zeuge der Kriminalpolizei erst Wochen nach dem Ereignis mitgeteilt hatte, führte bereits
seinerzeit zu Ermittlungen, die jedoch ergebnislos verliefen.

Aufgrund des Auffindeortes der sterblichen Überreste von Tanja Gräff hatten die Ermittler eine wissenschaftliche
Untersuchung bei einem phonetischen Institut in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung ist es, nachzuvollziehen,
ob die Wahrnehmungen des Zeugen mit Geschehnissen am roten Felsen in Einklang gebracht werden könnten.

Hierzu hat das Institut am heutigen frühen Morgen ab 4 Uhr unter staatsanwaltschaftlicher und polizeilicher
Begleitung mehrere Schall- und Rufexperimente durchgeführt. Diese hatte die Polizei bereits am 3. Juni
angekündigt, ohne den genauen Termin nennen zu können.
Aus wissenschaftlichen Gründen entschieden sich die Verantwortlichen des beauftragten Institutes nun kurzfristig
für die vergangene Nacht. Hier waren eine Vielzahl von Voraussetzungen an die äußeren Bedingungen erfüllt,
die möglichst weit mit denen zum Zeitpunkt des Verschwindens von Tanja Gräff übereinstimmen sollten.

Von insgesamt vier verschiedenen Punkten am linken Moselufer wurden mehrere Huptöne mittels einer
Gasdruck-Fanfare als Referenzgeräusche abgegeben. Hiernach erfolgten laute weibliche Schreie, ähnlich
der seinerzeit von dem Zeugen vernommenen, aus den Bereichen der Absturzstelle und der Kabinenbahn.
Die Geräusche wurden jeweils mittels Schallpegelmessgeräten in der Wohnung des Zeugen, der in die
Untersuchung eingebunden wurde, aufgezeichnet.

Die Auswertungen und Ergebnisse der Untersuchungen werden erst in einigen Tagen/Wochen erwartet.

Während der gesamten Dauer der Maßnahme, die sich bis 5 Uhr erstreckte, meldeten sich drei Bewohner
von ufernahen Straßen, die sich über Lärmbelästigung durch Hupen bei der Polizei beschwerten.

(Das beigefügte Bild zeigt eines der Teams während der Rekonstruktion des Schreies)





Kriminaldirektion Trier
Kürenzer Straße 3
54290 Trier
Telefon: 0651/9779-0

#58 RE: Presseberichte von 09.06.2015 08:17

Frauenschreie an den roten Felsen – Wie der Fall Tanja Gräff mit einem Schallexperiment in Trier weiter untersucht wird

(Trier)
War es Tanja, die ein Zeuge in der Nacht ihres Verschwindens schreien hörte? Um das herauszufinden, haben die Ermittler in der Nacht zum Montag am roten Felsen mit Schall experimentiert.

Eingesetzte Hilfsmittel: Schallpegel-Messgerät, Funkgerät und Gasdruck-Fanfare Foto: Polizei Trier
Die Ermittler gehen im Fall Tanja Gräff derzeit der Frage nach, ob die Schreie, die ein Zeuge in der Nacht von Tanjas Verschwinden hörte, von den roten Felsen gekommen sein könnten. Denn unterhalb dieser Felsen wurde das Skelett der jungen Frau gefunden. Es wird vermutet, dass sie dort in den frühen Morgenstunden des 7. Juni 2007 in den Tod stürzte.

Genau acht Jahre und einen Tag später starteten Mitarbeiter eines phonetischen Instituts um vier Uhr in der Nacht zum Montag ein Schallexperiment: Von vier Punkten am linken Moselufer ließen sie mit einer Gasdruckfanfare zunächst laute Huptöne. Anschließend ließ die Polizei Frauen dort schreien. Spezialgeräte erfassten am gegenüberliegenden Ufer in der Wohnung des Zeugen, der vor Ort war, den Schallpegel.


Ob die Schreie in der Wohnung in der Zurmaiener Straße zu hören waren, gab die Polizei nicht bekannt. Die Huptöne, die als Referenzgeräusch dienten, waren laut genug: Drei Trierer beschwerten sich wegen des Lärms. Die Nacht zum Montag wurde laut Polizei gewählt, da die Bedingungen jenen in der Nacht von Tanjas Verschwinden ähnelten. Der Zeuge, damals Theologiestudent, hatte gegen halb fünf Uhr durchs Dachfenster Schreie gehört.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...;art806,4234230

#59 RE: Presseberichte von Bulli 10.06.2015 11:09

10.06.2015, 09:04 - Polizeipräsidium Trier


Trier, Staatsanwaltschaft Trier und Soko untersuchen Sturz von Tanja Gräff



Im Laufe des heutigen Vormittags untersuchen die Staatsanwaltschaft und die „Soko FH neu“ weiter den Sturz von Tanja Gräff an den Roten Felsen in Trier.
Mit Unterstützung verschiedener Fachdienststellen des Bundeskriminalamtes, der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz und der Polizeihubschrauberstaffel
sowie unter Einbindung des Instituts für Rechtsmedizin in Mainz werden die Ermittler versuchen, den Sturz der Studentin zu rekonstruieren.

Zum Schutz vor eventuellem Steinschlag und zur Sicherung der Untersuchungsarbeiten müssen die Bereiche um die Fund- und potenzielle Absturzstelle
weiträumig abgesperrt werden.

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Trier wird vor Ort eine Anlaufstelle für die Presse einrichten.

Die Medienvertreter sind eingeladen, sich um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz am Restaurant Weisshaus zu den Hintergründen zu informieren.

Neben Informationen zu den Untersuchungen werden wir Gelegenheit geben, den Versuchsaufbau vor Ort einzusehen und zu dokumentieren.


Polizeipräsidium Trier
Salvianstraße 9
54290 Trier
Telefon: 0651/9779-0

#60 RE: Presseberichte von Bulli 10.06.2015 15:51

Ermittler stellen an Trierer Steilhang Absturz von Tanja Gräff nach - Aufwendige Rekonstruktion mit Dummies an roten Felsen - Auch Rechtsmediziner vor Ort

(Trier) Ermittler von Polizei und Bundeskriminalamt haben den acht Jahre zurückliegenden Absturz der Trierer Studentin Tanja Gräff nachgestellt. Sie wollten die Stelle auf den roten Felsen lokalisieren, von der aus die 21-Jährige in die Tiefe gestürzt ist.

Der erste Dummy fällt um genau 9.50 Uhr in die Tiefe. Experten des Bundeskriminalamts haben der in Größe und Gewicht der verstorbenen Studentin ähnelnde Puppe zuvor am oberen Felsenrand einen Schubs gegeben. Ungefähr an dieser Stelle, 50 Meter tiefer, hatten vor einem Monat Waldarbeiter bei Rodungsarbeiten das Skelett von Tanja Gräff entdeckt. Der Fundort befindet sich in der Nähe eines Appartementhauses in unzugänglichem Gelände.

Von wo genau auf dem Felsenpfad ist Tanja Gräff in der Nacht ihres Verschwindens im Juni 2007 in die Tiefe gestürzt? Wurde die 21-Jährige hinuntergestoßen, oder war es vielleicht ein Unglücksfall? War Tanja Gräff schon tot, als sie fiel, oder starb die junge Frau durch den Sturz?

Das sind alles Fragen, auf die die Ermittler der Trierer Sonderkommission noch Antworten suchen.

Deshalb gab es in den vergangenen Tagen gleich mehrere, teils spektakuläre Polizeiaktionen. Etwa als in der Nacht zum Montag ein weiblicher Schrei simuliert wurde, wie ihn ein Zeuge am anderen Moselufer in der Nacht von Tanjas Verschwinden gehört haben will. Das Ergebnis dieses Experiments steht noch aus.

Auch bei der Aktion mit den Puppen war der Aufwand groß. 50 Beamte von Trierer Polizei, Bundeskriminalamt, der Bereitschaftspolizei und der Hubschrauberstaffel waren im Einsatz. Auch der Chef der Mainzer Rechtsmedizin, Reinhard Urban, war vor Ort. An seinem Institut werden die sterblichen Überreste Tanja Gräffs untersucht. Ob Urbans Untersuchungsergebnisse zu den Erkenntnissen der Sturzrekonstruktion passen, soll ebenfalls geklärt werden. Darüber will die Staatsanwaltschaft in einigen Tagen informieren.

Der erste Dummy, der am Mittwoch den Felsen hinuntergeworfen wurde, blieb übrigens in einem Baum hängen.

Quelle: volksfreund.de; 10.6.2015, 09:03:00 Uhr
Link: http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...;art754,4235650

#61 RE: Presseberichte von Christine 10.06.2015 19:50

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10.06.2015 16:40
Trier,  Sturzrekonstruktion am Roten Felsen


Im Laufe des heutigen Vormittags haben die Staatsanwaltschaft und die „Soko FH neu“ weiter den Sturz von Tanja Gräff an den Roten Felsen in Trier untersucht.
 
Mit Unterstützung der Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes (BKA), eines Höheninterventionsteams und der
Medienzentrale der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz, der Polizeihubschrauberstaffel sowie unter Einbindung des Instituts für Rechtsmedizin in Mainz haben die Ermittler versucht, den Sturz der Studentin zu rekonstruiert.
 
Ziel der Untersuchung war, die Absturzstelle an der Abrisskante der Felsen, von der Tanja Gräff in die Tiefe gestürzt ist, möglichst genau zu lokalisieren.
 
Hierzu hatte die Tatortgruppe des BKA vier sogenannte „Dummies“ vorbereitet, die in Größe und Gewicht etwa dem Körper der seinerzeit vermissten Tanja Gräff entsprechen. Diese wurden, nach erforderlichen Sicherungsmaßnahmen vor Ort, im Bereich der Roten Felsen, oberhalb der Fundstelle der sterblichen Überreste der Studentin, von verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Positionen zum Absturz gebracht. Dazu hatte das BKA verschiedene Szenarien vorbereitet.
 
Die insgesamt acht Sturzsituationen wurden durch Beamte des BKA und der Medienzentrale der Bereitschaftspolizei mit mehreren Kameras videographiert. Um Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven zu ermöglichen, wurden die Beamten und deren Technik von Spezialkräften der Höhenintervention der Bereitschaftspolizei gesichert. Weitere Foto- und Videoaufnahmen wurden aus dem Polizeihubschrauber heraus gefertigt.
 
Aus den heutigen Ergebnissen und den in der vergangenen Woche bereits gefertigten 3-D-Laserscans der Felswand, die ebenfalls von Spezialisten des BKA gefertigt wurden, erhoffen sich die Ermittler Aufschlüsse über die genaue Absturzstelle und den Sturzverlauf.
 
Beratende Unterstützung erhielten die Ermittler durch Prof. Dr. Urban, den Leiter des Institutes für Rechtsmedizin
der Universität Mainz. Die Beobachtungen und Erkenntnisse der Sturzrekonstruktion werden in dessen
rechtsmedizinisches Gutachten mit einfließen. Nach Einschätzung des Sachverständigen wird aufgrund dessen die abschließende Erstellung des Gutachtens voraussichtlich  noch zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen.
 
Nach Eingang des Gutachtens werden die Staatsanwaltschaft Trier gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Trier zu einer Pressekonferenz einladen, in der die Ergebnisse der Untersuchungen dargestellt werden.  
 
Das Polizeipräsidiums Trier hatte in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft eine mobile Pressestelle eingerichtet
und die Presse vor Ort eingeladen. Die angereisten Medienvertreter wurden zum Ziel und den Hintergründen der
Untersuchung informiert und erhielten die Gelegenheit, sich den Versuchsaufbau vor Ort anzusehen und zu
dokumentieren.
 
Aus Rücksichtnahme auf die Verstorbene Tanja Gräff und deren Hinterbliebene hatte die Polizei ausdrücklich
darum gebeten, keine Aufnahmen von den Stürzen der „Dummies“ zu fertigen.
 
Zum Schutz vor eventuellem Steinschlag und zur Sicherung der Untersuchungsarbeiten musste der Einsatzbereich weiträumig  abgesperrt werden. Zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam es jedoch nicht.
 


Herausgebende Stelle: Kriminaldirektion Trier

#62 RE: Presseberichte von 11.06.2015 08:27

Von hier oben fiel Tanja Gräff in die Tiefe
(Trier)
Acht Jahre nach dem Tod von Tanja Gräff haben die Ermittler gestern am roten Felsen im Trierer Stadtteil Pallien den Sturz der 21-jährigen Studentin nachgestellt. Jetzt warten alle auf die Untersuchungsergebnisse von Rechtsmedizin, Landeskriminalamt und den übrigen Gutachtern.
Fall Gräff: Polizei rekonstruiert Sturz von Felsen

Spezialisten des Bundeskriminalamts bereiten am Felsenpfad die Sturzrekonstruktion vor, während die Dummys noch auf ihren Einsatz warten. TV-Fotos (6): Friedemann Vetter
Trier. Es wird wohl keinen Wanderführer über die Region rund um Trier geben, in dem der Felsenpfad nicht erwähnt wird. Besonders in Höhe des Ortsausgangs von Trier-Pallien lockt der am Rand der roten Sandsteinfelsen entlanglaufende Wanderweg mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und das Moseltal. Gestern allerdings hinderte rotes Absperrband der Polizei auf einem Teilstück Wanderer am Weitergehen. Und in dem Waldstück ringsherum kontrollierten uniformierte Beamte, dass das Verbot auch eingehalten wurde.
Gutachten erwartet

Auf einem freigeschlagenen Platz, von wo aus die Sicht auf die Stadt besonders gut ist, sind Spezialisten vom Bundeskriminalamt und eines Höheninterventionsteams derweil dabei, den nächsten Sturz eines Dummys vorzubereiten. Vier Testpuppen haben die Ermittler im Gepäck, Größe und Gewicht sollen in etwa den Maßen von Tanja Gräff entsprechen. Von irgendwo hier oben muss die 21-jährige Trierer Studentin in den frühen Morgenstunden des 7. Juni 2007 in die Tiefe gestürzt sein. Die Stelle möglichst genau zu lokalisieren ist Ziel der Polizeiaktion am Mittwoch.

Alles zum Fall Tanja Gräff auf volksfreund.de/tanja

Die Ermittler der Sonderkommission Fachhochschule (FH) neu haben mehrere Szenarien für die Rekonstruktion vorbereitet, um möglichst alles, was in der Nacht von Tanjas Verschwinden passiert sein kann, abdecken zu können. Das Technische Hilfswerk Trier hat das Gelände abgesichert; ein Filmteam der Wittlicher Bereitschaftspolizei nimmt sämtliche Dummy-Stürze auf,vom Dach des am Fuß der roten Felsen liegenden Appartementhauses beobachten Ermittler, Staatsanwälte und Rechtsmediziner das Geschehen. Der Aufwand ist immens und erinnert unweigerlich an die Polizeiaktionen unmittelbar nach dem mysteriösen Verschwinden der jungen Frau aus Korlingen (Kreis Trier-Saarburg). Hängt es damit zusammen, dass die Beamten reichlich Kritik einstecken mussten, nachdem das Skelett der jungen Frau trotz des immensen Ermittlungsaufwands erst vor einem Monat durch Kommissar Zufall in Person zweier Waldarbeiter entdeckt wurde? Spüren die Ermittler den Druck, der jetzt auf ihnen lastet?

"Wir stehen als Polizisten eigentlich immer unter dem Druck, möglichst schnell Erkenntnisse zu liefern", weicht Sprecher Uwe Konz aus, dabei weiß er natürlich zu genau, dass der Fall Tanja Gräff in der Öffentlichkeit und in den Medien ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit genießt. Auch an diesem Vormittag sind wieder zahlreiche Journalisten und Kamerateams zur kurzfristig angesetzten Pressekonferenz in den Trierer Weißhauswald gekommen.

Es scheint, als hätten Staatsanwaltschaft und Polizei inzwischen registriert, dass man in einem solchen Fall nicht einfach mal knapp zwei Wochen schweigen kann, wie dies im vergangenen Monat der Fall war. Zuletzt verging kaum ein Tag ohne neue Nachrichten zum Fall Tanja Gräff. Da war mal die Rede von einer Spezialeinheit des Bundeskriminalamts, die die roten Felsen mit Lasern abgescannt habe. Dann wurde der Schrei nachgestellt, den ein Theologiestudent in der Nacht von Tanjas Verschwinden von seiner Mansardenwohnung auf der anderen Moselseite gehört haben will. Und gestern nun wird nahezu den kompletten Tag lang der mögliche Sturz von Tanja an den roten Felsen rekonstruiert. "Das waren die drei großen Dinge, die wir aktuell vorhatten", sagt Sprecher Uwe Konz und deutet damit an, dass mit größeren Polizeiaktionen wohl in nächster Zeit nicht zu rechnen ist.

Dabei steht zumindest ein interessanter Termin noch aus. Mit Spannung wird das Gutachten des Mainzer Rechtsmediziners Professor Reinhard Urban erwartet. Sein Institut hat die sterblichen Überreste Tanja Gräffs untersucht. Erste Ergebnisse dürften den Trierer Ermittlern längst vorliegen. Doch außer einer wohl mit der Staatsanwaltschaft nicht abgesprochenen Äußerung Urbans über die Untersuchung von Tanjas Schädel ist nichts nach außen gedrungen.

Der Mainzer Rechtsmediziner stand am Mittwoch mit auf dem Dach des Appartementhauses in Trier-Pallien. Urban hat geschaut, inwiefern seine Obduktionsergebnisse mit einem der rekonstruierten Stürze in Einklang zu bringen sind.
Extra

Am Fuß der roten Sandsteinfelsen liegt der Trierer Stadtteil Pallien. Richtung Biewer, am Ortsausgang, liegt das mehrstöckige Appartementhaus, hinter dessen Gärtchen die sterblichen Überreste von Tanja Gräff entdeckt wurden. An der Stelle ist die rote Felswand etwa 50 Meter hoch. Oben trennt ein 1,20 Meter hoher Metallzaun den Felsenpfad vom Abhang. Allerdings fällt das Gelände an dieser Stelle zunächst schräg ab, bevor es in die Tiefe geht.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...;art754,4236337

#63 RE: Presseberichte von Christine 23.06.2015 13:48

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23.06.2015 11:51

Trier, Soko FH neu ermittelt weiter in alten und neuen Spuren


Nach den Untersuchungen am Roten Felsen und der Rekonstruktion der Spur „Schrei an der Kabinenbahn“ warten Polizei und Staatsanwaltschaft noch auf die Ergebnisse der Gutachten des Rechtsmedizinischen Institutes der Universität Mainz und des Phonetischen Institutes der Universität Trier.
Zwischenzeitlich prüfen die Ermittler der Soko weiterhin die mehr als 800 alten und einigen neue Spuren und Hinweise. Im Zentrum der Ermittlungen stehen die erneuten Vernehmungen von Zeugen. Deren damalige Aussagen und Erinnerungen werden nun im Lichte des Absturzortes von Tanja Gräff neu betrachtet, die Zeugen wiederholt befragt.
Ein erster Untersuchungsbefund zu der Uhr der Studentin liegt zwischenzeitlich vor. Die Uhr wurde mit den sterblichen Überresten am Roten Felsen gefunden und einem Uhren-Gutachter zur Untersuchung eingereicht. Die Fahnder wollten wissen, ob die Uhr möglicherweise durch den Sturz beschädigt wurde und zum Sturzzeitpunkt stehen blieb.
Der Gutachter kommt jedoch zu dem Ergebnis,, dass die Uhr zwar beschädigt wurde, das Uhrwerk an sich jedoch funktionsfähig blieb. Aufgrund von Beschädigungen ist die Mechanik jedoch so beeinträchtigt, dass ein Rückschluss auf den Zustand der Uhr unmittelbar nach dem Absturz und somit dessen genauen Zeitpunkt aufgrund der Zeigerstellung unzulässig sei.
Die Untersuchungen zum Handy gestalten sich hingegen weitaus schwieriger. Hiermit ist das Landeskriminalamt beauftragt. Mit einem diesbezüglichen Ergebnis ist erst in einigen Wochen zu rechnen.


Herausgebende Stelle: Polizeipräsidium Trier
Salvianstraße 9
54290 Trier
Telefon: 0651/9779-0

#64 RE: Presseberichte von Bulli 23.06.2015 17:33

Kriminalität
Gräff-Uhr liefert keinen Hinweis auf Todeszeitpunkt
23.06.2015, 15:08 Uhr | dpa


In den Ermittlungen zum rätselhaften Tod der Trierer Studentin Tanja Gräff hat die Untersuchung ihrer Armbanduhr keinen genauen Hinweis auf den Todeszeitpunkt gebracht. Die Uhr wurde bei Gräffs Sturz von einem Felsen zwar beschädigt, blieb aber funktionstüchtig, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Wie lange die batteriegetriebene Quarzuhr noch weiterlief, ließ sich nicht mehr feststellen. Die Zeigerstellung lasse deshalb keinen Rückschluss auf die Zeit des Absturzes zu, sagte ein Polizeisprecher.

Die Uhr war am 11. Mai 2015 zusammen mit den sterblichen Überresten von Gräff unterhalb eines 50 Meter hohen Felsens entdeckt worden. Die damals 21 Jahre alte Studentin war 2007 nach einem Hochschulfest verschwunden. Nach wie vor ist unklar, ob es sich um einen Unglücksfall oder ein Verbrechen handelt.

Auch das Handy der Studentin wird derzeit noch untersucht. Mit ersten Ergebnissen rechnet die Polizei erst in einigen Wochen. Im Fall Gräff gehen die Ermittler eigenen Angaben zufolge insgesamt rund 800 alten Spuren sowie einigen neuen Spuren und Hinweisen nach. Unter anderem werden erneut Zeugen befragt, die bereits unmittelbar nach dem Verschwinden der Studentin ausgesagt hatten.

http://www.t-online.de/regionales/id_744...szeitpunkt.html

#65 RE: Presseberichte von Bulli 03.07.2015 11:21

Wie trug sich der Sturz vom Felsen zu?
Neue Erkenntnisse im Fall Tanja Gräff: Pressekonferenz für nächste Woche geplant
Freitag, 03.07.2015, 10:30


Seit im Mai die sterblichen Überreste der 2007 verschwundenen Studentin Tanja Gräff gefunden wurden, hat die Polizei mit Hochdruck ermittelt. Jetzt scheint es neue Erkenntnisse zu geben. In der kommenden Woche soll es eine Pressekonferenz in Trier geben.


Im Fall Tanja Gräff scheint es neue Erkenntnisse zu geben. Die damals 21-jährige Studentin war im Jahr 2007 in Trier verschwunden. Am 11. Mai wurden ihre sterblichen Überreste unterhalb eines Felsens gefunden. Seitdem laufen die Ermittlungen wieder auf Hochtouren.

„Es wird nächste Woche eine Pressekonferenz geben“, sagte Karl-Peter Jochem, Sprecher der Polizei Trier, zu FOCUS Online. Bedeutet das, dass es neue Ermittlungsergebnisse gibt? Dazu will sich die Polizei vor der Pressekonferenz nicht äußern. „Wir werden alles, was wir bis jetzt ermittelt haben, dort gesammelt vorstellen“, so Jochem. Wann genau die Pressekonferenz stattfinden wird, stehe noch nicht fest: "Vermutlich in der zweiten Hälfte der kommenden Woche", sagte der Polizeisprecher.

Erkenntnisse aus Gutachten

Die Staatsanwaltschaft Trier bestätigte gegenüber FOCUS Online, dass eine Pressekonferenz geplant ist, machte jedoch keine Angaben zum Inhalt. Wie Polizei-Sprecher Jochem sagte, sollen dabei unter anderem die Erkenntnisse aus den Gutachten präsentiert werden.

Beispielsweise aus der Rekonstruktion des Absturzes am Tatort. Mit lebensgroßen Puppen hatten die Ermittler am 10. Juni den Absturz an einer steilen Felswand in vier verschiedenen Szenarien nachgestellt.

Was verrät ihr Handy?

Ende Juni hatte die Polizei mitgeteilt, dass die Untersuchung von Gräffs Armbanduhr keinen genauen Hinweis auf den Todeszeitpunkt gebracht hatte. Die Uhr wurde bei Gräffs Sturz von einem Felsen zwar beschädigt, blieb aber funktionstüchtig.

Wie lange die batteriegetriebene Quarzuhr noch weiterlief, ließ sich nicht mehr feststellen – deshalb lässt die Zeigerstellung laut Polizei keinen Rückschluss auf die Zeit des Absturzes zu. Auch das Handy des Opfers wurde untersucht, über die Ergebnisse wurde bislang jedoch nicht nichts bekannt.

http://www.focus.de/panorama/welt/wie-tr...id_4793032.html

#66 RE: Presseberichte von 07.07.2015 11:29

Pressekonferenz am Donnerstag, den 09.07.2015

The public will this week learn the cause of death of German student Tanja Gräff, whose body was found in Trier in May, almost eight years after she was reported missing.

German police are to hold a press conference on Thursday morning, along with the Trier prosecution service.



Police said in a press release that the two services have determined the cause and circumstances of the death of the young student, following scientific studies.

They are expected to disclose information from a report carried out by the University of Mainz's Forensic Medicine Institute.

Tanja Gräff was last seen at a party in Trier on June 6, 2007.

The 21-year-old's remains were discovered on a remote ledge by forestry workers during clearance work on May 11, 2015.

They found the student's ID and wallet as well as clothes that were identified as belonging to Tanja. Subsequent dental record checks enabled police to confirm the remains were those of the missing student.

In the past two months, police have interviewed 50 people and 40 calls from the public have been passed to police.

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http://www.wort.lu/en/luxembourg/tanja-g...c88b46a8ce5c562

#67 RE: Presseberichte von Bulli 07.07.2015 14:23

Fall Tanja Gräff: Gutachten wird vorgestellt


Fast zwei Monate nach dem Fund der sterblichen Überreste der Trierer Studentin Tanja Gräff haben Rechtsmediziner ihre Untersuchungen abgeschlossen.

Das gerichtsmedizinische Gutachten der Universität Mainz werde am Donnerstag (11.00 Uhr) in Trier vorgestellt, teilte die Polizei Trier am Dienstag mit. Das nahezu vollständige Skelett der 21-Jährigen war am 11. Mai zufällig bei Rodungsarbeiten in Trier-Pallien unterhalb einer rund 50 Meter hohen Felswand entdeckt worden. Gräff war seit Juni 2007 vermisst. Nach wie vor unklar ist, ob die junge Frau an den roten Felsen verunglückte oder einem Verbrechen zum Opfer fiel. Um die Umstände ihres Todes aufzuklären, hatten Ermittler im Juni an der Steilwand auch Sturzexperimente mit lebensgroßen Puppen gemacht. Zudem hatten Experten des Bundeskriminalamtes die Wand abgescannt, um ein dreidimensionales Bild zu bekommen. Schließlich gingen Phonetiker mit Schreiexperimenten an der Felswand einer alten Spur eines Zeugen nach, der in der Nacht von Gräffs Verschwinden einen weiblichen Schrei gehört haben will. Auch die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen am Donnerstag erläutert werden.

http://www.focus.de/regional/trier/krimi...id_4800737.html

#68 RE: Presseberichte von Bulli 07.07.2015 14:34

07.07.2015, 14:15 - Polizeipräsidium Trier

Trier, Einladung zur Pressekonferenz in der "Ermittlungssache Tanja Gräff"

In der Folge des Auffindens von sterblichen Überresten der bis zum 12. Mai 2015 vermissten Trierer Studentin Tanja Gräff hatten Staatsanwaltschaft Trier und Polizei Trier mehrere wissenschaftliche Untersuchungen zur Ermittlung der Todesursache und weiterer Umstände in Auftrag gegeben. Nachdem nunmehr die Gutachten des Institutes für Rechtsmedizin der Universität Mainz und des Fachbereiches Phonetik der Universität Trier vorliegen, laden die Staatsanwaltschaft Trier und das Polizeipräsidium Trier zur

Pressekonferenz ein am Donnerstag, 9. Juli 2015,
11 Uhr Stadtverwaltung Trier, Am Augustinerhof, 54290 Trier
Raum "Steipe", Erdgeschoss.

Zentraler Inhalt wird die Vorstellung der Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung durch den Leiter des Mainzer Institutes, Herrn Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, sein. Zu weiteren wissenschaftlich-technischen Untersuchungen und deren Ergebnissen werden die Ermittler der Staatsanwaltschaft und der ?SoKo FH neu? berichten.

Während dessen dauert die Überprüfung der in mehr als 800 Spurenakten zusammengetragenen Ermittlungsergebnisse, die vor dem Auffinden der sterblichen Überreste der Studentin zusammengetragen wurden, weiter an. Um die laufenden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, werden in der Pressekonferenz hierzu noch keine Auskünfte erteilt werden können.

Zu der Pressekonferenz laden wir die Vertreterinnen und Vertreter der Medien ein. Sollten Sie einen geeigneten Stellplatz für ein größeres Übertragungsfahrzeug benötigen, bitten wir um Mitteilung.

Quelle: http://www.polizei.rlp.de/internet/nav/1...&press=true.htm

Polizeipräsidium Trier
Salvianstraße 9
54290 Trier
Telefon: 0651/9779-0

#69 RE: Presseberichte von 08.07.2015 18:43

Gräff-Gutachten: Keine Anzeichen für Verbrechen

(Trier) Im Fall der vor acht Jahren ums Leben gekommenen Studentin Tanja Gräff gibt es bislang offenbar keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Nähere Informationen wollen die Ermittler am Donnerstag veröffentlichen.

Nach acht Jahren wurde die Leiche am Fuße der Steilfelsen entdeckt. Foto: Harald Tittel/Archiv
Wie und wodurch starb die 21-jährige Studentin Tanja Gräff? Wahrscheinlich nicht an den Folgen eines Gewaltverbrechens. Das geht nach Informationen unserer Zeitung aus dem Gutachten des Mainzer Rechtsmediziners Professor Reinhard Urban hervor. Detaillierte Ergebnisse stellt der Institutsleiter am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Trier vor.

Auch über das von der Uni Trier gemachte Schall-Experiment soll informiert werden. Bei dem Experiment wurde überprüft, ob ein von einem Zeugen in der Nacht von Tanjas Verschwinden am Moselufer gehörter Schrei von den roten Felsen gekommen sein könnte. Am Fuß der roten Felsen im Trierer Stadtteil Pallien war Anfang Mai das Skelett Tanja Gräffs entdeckt worden.


volksfreund.de wird mit einem Liveticker und einem Videostream ab 11 Uhr von der Pressekonferenz berichten. Mehr Informationen unter http://www.volksfreund.de/tanja.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...;art806,4261176

#70 RE: Presseberichte von 09.07.2015 14:59

Polizei-PK im Trierer Rathaus
Ist Tanja Gräff nur gestürzt?

Am Skelett von Tanja Gräff sind nur Sturzverletzungen festgestellt worden. Zeichen äußerer Gewalt gebe es nicht, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Ein Unfall sei wahrscheinlich.
Reinhard Urban Der Mainzer Rechtsmediziner Reinhard Urban während der Pressekonferenz im Trierer Rathaus

An den Knochen festzustellen, ob eine Gewalteinwirkung von außen stattgefunden habe, sei wegen des Zustands des Skeletts schwierig gewesen - man habe aber nichts dergleichen feststellen können, sagte der Rechtsmediziner Reinhard Urban, der die Untersuchung des gefundenen Skeletts durchführte. "Die wesentlichen Verletzungen haben wir im Bereich der Wirbelsäule festgestellt - am Schädel waren keine Knöchernen Verletzungen nachweisbar", sagte Urban am Donnerstag im Trierer Rathaus. Auch die Verletzungen an Knien und Handgelenk deuteten auf eine Sturzursache hin.

Gräff habe seinen Untersuchungen zufolge eine durch den Sturz verursachte Arterienverletzung im Halswirbelbereich erlitten. Man müsse davon ausgehen, dass es sich dabei um die Todesursache handele, so Urban. Auch im Falle einer schnellen medizinischen Versorgung würde eine solche Verletzung in 20 bis 30 Prozent der Fälle zum Tod führen. Gräff sei in jedem Falle lebend gestürzt.

Fremdeinwirkung unwahrscheinlich
Fremdeinwirkung, also ein Stoß durch eine weitere Person, sei nach den Untersuchungen eher unwahrscheinlich. An der Absturzstelle, an der die Ermittler auch Sturztests mit lebensgroßen Puppen durchführten, habe sich keine zweite Person aufhalten können: "Es ist sehr schwer vorstellbar, dass eine weitere Person, ohne auch selbst abzustürzen, Manipulationen hätte durchführen können", sagte Urban.

"Wenn ich jemanden stoße, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man nicht mit den Beinen voran nach unten fällt", so Urban. Dann seien die Verletzungen ganz andere. Dennoch sei ein Stoß natürlich nicht völlig auszuschließen. "Aber selbst, wenn ich die Leiche unmittelbar nach dem Sturz untersucht hätte, hätte ich die Differenzierung nicht unbedingt machen können." Zusätzlich habe aber auch der völlig unversehrt aufgefundene Pullover keinerlei Hinweise ergeben.
Weiter Ermittlungen in alle Richtungen

Auch Hose, Unterwäsche und Schuhe hätten sich jeweils "in der Reihe", also an ihrer ursprünglichen Position befunden, fügte Staatsanwalt Eric Samel hinzu. Weiter sagte er, dass die Schallexperimente der Polizei ergeben hätten, dass Schreie aus dem Bereich der roten Felsen an der von einem Zeugen angegebenen Stelle nicht zu hören gewesen sein könnten. Der Zeuge hatte sich einige Wochen nach Gräffs Verschwinden gemeldet und berichtet, in der besagten Nacht Schreie gehört zu haben.

Man ermittele dennoch weiter in beide Richtungen, also auch wegen eines Tötungsdelikts, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Er wies darauf hin, dass es sich bei den vorgestellten Ermittlungsergebnissen schließlich nur um Teilergebnisse handele - die Ermittlungen seien noch in vollem Gange. "Es ist eine reine Darstellung der Fakten, für kriminalistische Schlussfolgerungen ist es noch zu früh", so Fritzen. Zudem sagte der Jurist, dass es unüblich sei, trotz laufender Ermittlungen an die Presse zu treten. Dies sei dem großen Medieninteresse geschuldet.

Weitere Fragen wie die, wie Gräff an die abgelegene Stelle gelangte und warum sie über das Geländer kletterte, müssten zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet werden. Beispielsweise laufe auch die Auswertung des gefundenen Mobiltelefons noch, sagte Fritzen.
Jahrelange Ungewissheit

Wohl kaum ein Vermissten-Fall hatte die Menschen in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren so sehr beschäftigt, wie der Fall Gräff. Die junge Frau war vor acht Jahren im Alter von 21 Jahren nach einem Sommerfest an der Hochschule Trier verschwunden. Im Mai 2015 wurde die Leiche der Studentin nun zufällig bei Rodungsarbeiten an einem Felsenhang gefunden - etwa 500 Meter von dem Ort entfernt, wo sie zuletzt gesehen worden war.

Stand: 9.7.2015, 12.45 Uhr

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp...td22/index.html

#71 RE: Presseberichte von Bulli 14.07.2015 12:05

Stadt Trier, Kreis Trier-Saarburg, Kreis Bernkastel-Wittlich, Kreis Bitburg / Prüm

Tanja Gräff: Rätsel um ihren Tod immer noch nicht gelöst

SP | 14.07.2015

Was genau ist mit Tanja Gräff geschehen? Diese Frage kann nach wie vor nicht einwandfrei beantwortet werden und wird es vielleicht auch niemals. Auf einer Pressekonferenz stellten Polizei und Staatsanwaltschaft vergangene Woche das Gutachten der Mainzer Rechtsmedizin vor. Nichts deutet auf ein Verbrechen hin– ein Tötungsdelikt kann die Polizei aber dennoch nicht ausschließen.


Tanja Gräff: Ein Fall, der Trier schockt

Die sterblichen Überreste und die Kleidung der Trierer Studentin sind in den vergangenen Wochen intensiv von der Mainzer Rechtsmedizin untersucht worden. An den Knochen seien keine Anhaltspunkte für Gewalteinwirkung von dritter Hand gefunden worden, wie Dr. Reinhard Urban, Leiter der Mainzer Rechtsmedizin erklärte. Das Skelett der Studentin wies starke Verletzungen an der Wirbelsäule auf, die letztlich auch zum Tod geführt haben. "Alle diese Verletzungen lassen sich in Folge eines Sturzes interpretieren", so Urban. So sei die Studentin aus großer Höhe gefallen und an mehreren Stellen gegen Felsenvorsprünge geprallt. Das bestätigte auch ein Experiment, das die Ermittler vor ein paar Wochen am Roten Felsen vornahmen. Hierbei warfen sie lebensgroße Dummys an unterschiedlichen Stellen den Hang hinunter, um den Sturz von Tanja Gräff zu rekonstruieren (wir berichteten).

25 Meter in die Tiefe gestürzt

Laut Gutachten fiel die Studentin 25 Meter in die Tiefe und blieb dort in einem Ast hängen, der aus dem Felsvorsprung wuchs. Als die Leiche zu verwesen begann, stürzte sie die restlichen 14 Meter zu Boden. Der Bereich, in dem Forstarbeiter das Skelett von Tanja Gräff fanden, wurde nach ihrem Verschwinden auch mit einem Hubschrauber abgesucht. Man hätte die Studentin allerdings in dem Ast nicht sehen können, wie Christian Soulier, Leiter der Sonderkomission, erklärte. Zum Beweis legten die Ermittler Bilder aus dem Sturz-Experiment vor. Selbst der weiß gekleidete Dummy war in dem dichten Geäst nicht erkennbar. Das Gelände war zur Zeit des Verschwindens von Tanja Gräff noch stärker bewachsen.

Unfall oder Verbrechen?

Ob Tanja Gräff ausrutschte und abstürzte oder gestoßen wurde, kann nicht einwandfrei geklärt werden. Darauf geben die Knochen keinen Aufschluss. Die vermutete Absturzstelle befindet sich in einem sehr steilen Bereich, zwei bis drei Meter entfernt von einem Metallzaun. Sprich: Eine weitere Person hätte sich ebenfalls in große Gefahr begeben müssen, um zu der Stelle zu gelangen. Dies sei allerdings eine rein technische Geschichte, so Urban. Laut dem Rechtsmediziner hätte natürlich auch jemand dort rumlaufen können, ohne runterzufallen. Ein weiterer Grund, der laut Urban gegen die Stoßvariante spricht, ist, dass Tanja Gräff mit den Beinen zuerst den Felsen hinabgestürzt ist. "Wenn ich jemanden richtig stoße, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er nicht mit den Beinen voran nach unten fällt und sich – aus meiner Sicht - eher Kopfverletzungen oder mehr Verletzungen an den oberen Extremitäten zuzieht. Solche Verletzungen waren nicht da", so Urban.

Stoß kann nicht ausgeschlossen werden

Der Rechtsmediziner machte aber auch deutlich, dass trotz dieser Umstände ein Stoß nicht ausgeschlossen werden kann, da dieser nicht nachweisbar wäre. Darüber ob Tanja Gräff nach ihrem Sturz noch gelebt hat oder direkt Tod war, konnte der Rechtsmediziner keine Auskunft geben. Verletzungen an ihrer Hand und ihrem Arm geben laut dem Gutachten aber Aufschluss darüber, dass sie bei ihrem Sturz bei vollem Bewusstsein war. So wies das Skelett Verletzungen auf, die darauf hinweisen, dass die Studentin versucht hat, den Sturz nach hinten abzufangen.

Forstarbeiter fanden die sterblichen Überreste von Tanja Gräff in diesem Steilhang am Roten Felsen. Foto: Neumann
Tanja Gräff verschwand am 7. Juni 2007 nach einer Party an der Hochschule Trier. Foto: FF«


Forstarbeiter fanden die sterblichen Überreste von Tanja Gräff in diesem Steilhang am Roten Felsen. Foto: NeumannTanja Gräff verschwand am 7. Juni 2007 nach einer Party an der Hochschule Trier. Foto: FF
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Forstarbeiter fanden die sterblichen Überreste von Tanja Gräff in diesem Steilhang am Roten Felsen. Foto: Neumann


Fall noch lange nicht abgeschlossen

Was genau in der Nacht vom 7. Juni 2007 geschah, ist allerdings immer noch unklar. Wann ist Tanja Gräff abgestürzt? Warum war sie an der Stelle? War sie betrunken? Bei ihrer Leiche wurden immerhin mehrere kleine, ausgetrunkene Schnapsflächen gefunden. Mit diesen Fragen werden sich die Ermittler auch in Zukunft beschäftigen. Bis dahin wolle man auch nicht beurteilen, ob es ein Unfall war oder eine dritte Person am Tod der Studentin beteiligt war, erklärte der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. "Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist beides nicht ausgeschlossen." Der Fall Tanja Gräff ist also noch lange nicht abgeschlossen. Derzeit wird das Handy der damals 21-Jährigen ausgewertet. Auch einige Spuren werden nach wie vor überprüft.

"Schreiexperiment"

Bei der Pressekonferenz wurden auch das Ergebnis des "Schreiexperiments" vorgestellt. Bei diesem hatten die Ermittler vor ein paar Wochen den Schrei an der Kabinenbahn nachgestellt, den ein Zeuge in der Nacht von Gräffs Verschwinden gehört haben will (wir berichteten). Das Gutachten kam zu dem Ergnis, dass der Schrei nicht von Tanja Gräff stammen kann.

http://www.wochenspiegellive.de/trier/st...-nicht-geloest/

#72 RE: Presseberichte von Bulli 18.07.2015 20:05



http://volksfreund.trauer.de/Traueranzeige/Tanja-Graeff

#73 RE: Presseberichte von 23.07.2015 17:35

Donnerstag, 23. Juli 2015
Studentin acht Jahre vermisst
Tanja Gräff beigesetzt

Die Trierer Studentin Tanja Gräff ist beigesetzt worden. Rund 150 Menschen aus dem Familien- und Freundeskreis nahmen am Donnerstag Abschied von der jungen Frau, die vor acht Jahren ums Leben gekommen war. Jahrelang war die 21-Jährige vermisst, erst vor zwei Monaten waren ihre sterblichen Überreste unterhalb einer steilen Felswand in Trier-Pallien entdeckt worden. Sie hatte im Juni 2007 bei dem Sturz aus 50 Metern Höhe tödliche Verletzungen erlitten. Die Umstände ihres Todes sind noch unbekannt.

Die rechtsmedizinische Untersuchung von Gräffs Knochen hat keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen ergeben. Eine 20-köpfige Sonderkommission der Trierer Polizei ermittelt weiter wegen eines möglichen Tötungsdeliktes. Kernfrage bleibt, ob Gräff verunglückte, oder ob sie möglicherweise in den Tod gestoßen wurde. "Tanjas Mutter hofft sehr, dass noch aufgeklärt wird, wie ihre Tochter zu Tode kam", sagte der Anwalt der Mutter, Detlef Böhm. Sie könne sich nicht vorstellen, dass ihre Tochter an dem Felshang alleine unterwegs gewesen sei. Der steile Abhang liegt hinter einem rund 1,20 Meter hohen Metallzaun. Gräffs Skelett war zufällig bei Rodungsarbeiten unterhalb der roten Felsen gefunden worden. Die Fundstelle war zuvor derart zugewachsen, dass es von keiner anderen Seite einen Zugang gegeben hatte.

Quelle: n-tv.de , dpa

http://www.n-tv.de/ticker/Tanja-Graeff-b...le15582386.html

#74 RE: Presseberichte von Christine 29.07.2015 19:50

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Trier | 29. Juli 2015 | Autor: Bernd Wientjes
Geheimnisverrat im Fall Tanja Gräff? - Staatsanwaltschaft ermittelt nach Volksfreund-Bericht


Die Berichterstattung über Tanja Gräff beschäftigt die Justiz. Die Trierer Staatsanwaltschaft ermittelt nach einem Bericht des Trierischen Volksfreunds wegen Verdachts des Geheimnisverrats. In Bonn wurde ein Journalist wegen Verleumdung angezeigt.

Es war ein Satz, der die Aufmerksamkeit der Trierer Staatsanwaltschaft erregt hat: „Das geht nach Informationen unserer Zeitung aus dem Gutachten des Mainzer Rechtsmediziners Professor Reinhard Urban hervor.“ Das vermeldete der Trierische Volksfreund am 9. Juli über die an dem Tag stattfindende Pressekonferenz, bei der eben dieses rechtsmedizinische Gutachten zum Tod der Trierer Studentin Tanja Gräff vorgestellt wurde. Das Skelett der jungen Frau wurde Anfang Mai am roten Felsen in Trier gefunden.

Doch offenbar irritierte die Staatsanwaltschaft, dass der TV bereits vor der Pressekonferenz wusste, dass es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt. Von Amts wegen, also ohne dass jemand Strafanzeige erstattete, leitete die Behörde Ermittlungen ein. Es habe den Anfangsverdacht „der Verletzung des Dienstgeheimnisses“ gegeben, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Von dem Gutachten hätten mehrere Personen, „unter anderem auch Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden“, gewusst. Es sollte herausgefunden werden, wer dem TV die Informationen gegeben hat. Es sei nicht unüblich, dass wegen Medienberichten Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, wenn der Verdacht eines strafbaren Verhaltens besteht, sagt Fritzen.

Der Bonner Staatsanwaltschaft liegt eine Strafanzeige wegen Verleumdung vor. Sie richtet sich gegen den Autor eines Berichts über Tanja Gräff in der Tageszeitung Bonner Generalanzeiger. Darin ging es auch um einen Mann (Spitzbart), der angeblich etwas mit dem Verschwinden von Tanja Gräff nach einem Sommerfest an der Trierer Fachhochschule vor acht Jahren zu tun haben sollte.

Während die Bonner Behörde noch prüft, ob in der Sache ermittelt wird, hat die Trierer Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen Verdachts des Geheimnisverrats bereits eingestellt. Es lasse sich nicht herausfinden, wer dem Volksfreund die Informationen über die Ergebnisse des Gutachtens gegeben habe, sagt Fritzen.



http://mobil.volksfreund.de/nachrichten/....%20Juli%202015

#75 RE: Presseberichte von Bulli 05.08.2015 00:00

Am Rande des Falls Tanja Gräff

Täter lügen, Knochen nicht

Mit welchen Methoden Gerichtsmediziner selbst skelettierten Leichen ihre Geheimnissse entlocken


Von Steve Remesch


Dr. Ulrich Preiß ist einer von zwei Fachärzten für Rechtsmedizin im „Laboratoire National de Santé“ in Düdelingen. „Bekannt aus Film und Fernsehen“, könnte der Beruf des Gerichtsmediziners bezeichnet werden, denn tatsächlich sind die Forensiker vor allem durch TV-Krimis der breiten Masse ein Begriff. Ein nicht unwesentlicher Teil ihrer Aufgaben macht die Obduktion von Leichen aus.


Werden, wie im Fall Tanja Gräff, menschliche Knochen gefunden, gilt es zunächst, das Geschlecht, das Alter und die Körpergröße zu bestimmen. Um festzulegen, ob es sich bei dem Toten um einen Mann oder eine Frau handelt, wird zunächst der Beckenknochen untersucht.

Entscheidende Hinweise kann aber auch der Schädel liefern. „Dabei wird auf morphologische Details, wie die Kopfgröße, die Kinnform oder die Augenbrauenwulste geachtet“, erklärt Ulrich Preiß. „Vergleichswerte zu Geschlecht und Körpergröße ergeben sich aber auch aus der Länge der Oberarm- und Oberschenkelknochen.“



Dr. Ulrich Preiß: Vitalitätszeichen können Aufschluss über die Todesumstände geben.



Dr. Ulrich Preiß: Vitalitätszeichen können Aufschluss über die Todesumstände geben.


Bei der Altersbestimmung spielt u.a. der Zahnstatus eine wichtige Rolle. Rechtsmediziner begutachten dabei insbesondere den mit dem Alter zunehmenden Zahnabrieb.

DNS aus dem Knochenmark


Die visuelle Identifikation einer Leiche, beispielsweise durch Angehörige, wie man sie aus älteren Filmen kennt, ist zwar möglich, aber nicht unbedingt das zuverlässigste Verfahren. Deshalb verlassen sich Gerichtsmediziner heute eher auf DNS-Analysen. Bei menschlichen Überresten in Knochenform werden diese Geninformationen zumeist aus dem Knochenmark extrahiert. „Generell gelten DNS, Zahnstatus und Fingerabdruck als die drei sicheren Methoden zur Identifizierung einer Person“, unterstreicht Dr. Preiß. „Wenn man einmal weiß, wer das ist, schließt sich der ganze Ermittlungsapparat zu den Fragen nach dem Täter, dem Tatort und der Tatzeit an.“ Aber erst wenn alle Untersuchungsergebnisse zur Leiche vorliegen, können in der Rechtsmedizin verwertbare Schlussfolgerungen gezogen werden.


Ein Skelett kann über vieles Auskunft geben. Kleinere Riefen in den Knochen können etwa Tierfraßdefekte sein und so Schlüsse über den Aufbewahrungsort der Gebeine zulassen. Bei Ratten etwa sind die Abstände zwischen den Riefen durch die entstehenden Zähne gering. Bei Füchsen oder Hunden sind die Abstände größer. Auch Krabben hinterlassen beispielsweise ganz eigene Spuren. Spuren bleiben auch bei scharfer, halbscharfer und stumpfer Gewalt.


Messer oder Zahn?

„Bei einem Messer kann es beispielsweise zu Beschädigungen am Knochen kommen“, erklärt Ulrich Preiß. „Wenn Sie mit einem Messer über einen Knochen fahren, entsteht eine scharfrandige Verletzung. Ein Zahn hat eine gewisse Breite und die Riefe sieht dann anders aus.“

Entscheidend ist eine Frage: Welche Knochendefekte wurden postmortal zugefügt und welche noch zu Lebzeiten des Opfers? Brüche sind klar erkennbar. Es ist feststellbar, welcher Bruch frisch ist, welcher mehrere Tage alt und welcher längere Zeit überlebt wurde. Reste von Weichgewebe am Knochen liefern dabei sehr wichtige Erkenntnisse.


Das Handwerksgeschirr der Gerichtsmediziner: Messer, Scheren, Skalpelle, Spalter, Zangen, Pinzetten, Sägen und Hämmer.



Das Handwerksgeschirr der Gerichtsmediziner: Messer, Scheren, Skalpelle, Spalter, Zangen, Pinzetten, Sägen und Hämmer.
Foto: Tania Feller

?
Bei Knochenbrüchen kommt es nämlich zu Einblutungen. Wenn der Defekt zu Lebzeiten entstanden ist, bleiben also Blutspuren. Beim Tod wird der Blutkreislauf unterbrochen. „Das sind Vitalitätszeichen, die man als Rechtsmediziner sucht“, erläutert Dr. Preiß.

Dies dürfte auch bei der Obduktion von Tanja Gräff eine Rolle gespielt haben. In einer Pressekonferenz wurden umfangreiche Angaben zu ihren Rückenverletzungen gemacht. Dies ist insofern von Bedeutung, dass entlang der Wirbelsäule bedeutende Blutgefäße verlaufen. An den Halswirbeln sind es die Karotiden, die sogenannten Kopfschlagadern. Die Vertebralarterie verläuft gar durch die Wirbelknochen.


„Je nachdem wie ein Bruch verschoben ist, oder ein Knochensplitter oder ein Knochenstück in den Spaltraum des Rückenmarks hineinreicht, kann man sagen, dass Gefäße oder Rückenmark verletzt wurden“, beschreibt der Rechtsmediziner aus Düdelingen. Dies kann Rückschlüsse über die Todesursache erlauben. ?

Bekleidet auf den Seziertisch


Ganz allgemein werden bei der Obduktion eines Toten stets auch die Umstände des Leichenfunds beachtet. Ein Leichnam wird im Prinzip bekleidet zur Rechtsmedizin gebracht. „Es macht Sinn, zu wissen, wo und wie ein Toter aufgefunden wurde“, so Dr Preiß. „Wie das nähere Umfeld ausgesehen hat, welche Gegenstände dort lagen oder etwa, ob die Kleider beschädigt waren“. Die Beschreibung der Bekleidung gehört daher immer zum Protokoll dazu.


Der Arbeitsplatz der Rechtsmediziner: Die zwei Seziertische sind mit modernsten Licht- und Lüftungsanlagen ausgestattet. ITV am Laboratoire National de Santé, Dudelange.



Der Arbeitsplatz der Rechtsmediziner: Die zwei Seziertische sind mit modernsten Licht- und Lüftungsanlagen ausgestattet. ITV am Laboratoire National de Santé, Dudelange.


Ein Hinweis könnte beispielsweise ein nackter Oberkörper sein. Selbstmörder entblößen nämlich oft ihren Bauch, wenn sie sich dort mit einem Messer selbst Verletzungen zufügen. Bei einem Tötungsdelikt erfolgt der Stich zumeist durch die Kleidung durch.


„Wenn ein teilskelettierter Leichnam gefunden wird, hängen die Erkenntnisse natürlich davon ab, wie er gelagert wurde“, führt Ulrich Preiß aus. „Der Mensch besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Bei trockenem und warmem Luftzug kann viel Flüssigkeit über einen kurzen Zeitraum verdunsten. Dann wird der Körper in gewisser Art konserviert.“ In dem Fall spricht man von Mumifikation. Die Zersetzung der Leiche wird durch die Trocknung einfach gestoppt. Das kann aber auch beispielsweise in einem Moor passieren. Hier trocknet die Leiche zwar nicht, aber im Moor fehlt einfach der für die Verwesung notwendige Sauerstoff.


Gifte, Alkohol und Drogen


Ein nicht unwesentlicher Teil der Rechtsmedizin befasst sich mit der Toxikologie. Gewebe kann auf Gifte hin untersucht werden. Eine Haaranalyse zum Beispiel kann in dieser Hinsicht sehr aufschlussreich sein. „Dabei kriegen Sie natürlich keinen Promillewert heraus“, verdeutlicht Dr. Preiß. „Aber man kann schon sagen, ob jemand Alkohol in der letzten Zeit getrunken hat.“


Auch Drogen setzen sich in den Haaren ab. Pro Monat wächst menschliches Haar durchschnittlich um einen Zentimeter. Deshalb wird das Haar bei der Untersuchung von der Wurzel bis zur Spitze in Ein-Zentimeter-Stücke geschnitten. Viel hängt davon ab, wie weit die Skelettierung fortgeschritten ist, demnach wie viel vom Körper noch vorhanden ist. In Hirn-, Leber- Muskel- und Fettgewebe lässt sich beispielsweise Medikamentengebrauch sehr deutlich nachweisen.



Für die Alkoholbestimmung wird bei einer Autopsie standardmäßig Oberschenkelvenenblut verwendet, da dieses Blutgefäß noch keine Absonderungen aus dem Magen enthält. Ebenfalls aufschlussreich sind Urin sowie Muskel- oder Nierengewebe. „Bei fäulnisveränderten Leichen sind die Messungen ein bisschen differenzierter zu betrachten“, betont Rechtsmediziner Preiß. „Denn postmortal können Fäulnisalkohole entstehen. Aber das sind andere Alkohole als etwa Trinkalkohol.“


Die Toxikologie kann demnach auch Klarheit darüber geben, ob ein Opfer zum Todeszeitpunkt noch bei Bewusstsein war oder etwa handlungsunfähig. Alles läuft schlussendlich auf eine primäre Frage hinaus: Hat es eine Gewalteinwirkung Dritter gegeben? Im Fall Tanja Gräff gibt es hierfür laut Staatsanwaltschaft keine Hinweise. Doch ab diesem Punkt stößt auch die Rechtsmedizin an ihre Grenzen. Denn die Frage, ob nicht doch ein Unbekannter an dem ?Todessturz der 21-Jährigen beteiligt war, bleibt unbeantwortet.
http://www.wort.lu/de/lokales/am-rande-d...c88b46a8ce5d9c7

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