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#201 RE: Besprechungsraum von Christine 23.04.2017 13:27

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Wohin würdet ihr denn gehen, wenn ihr zb. einen Joint rauchen wolltet?

Auf solchen Festen weiß zwar fast jeder von jedem, das er solche Drogen wahrscheinlich konsumiert. Aber derart offen werden sie dann doch nicht geraucht.

Dafür geht man in eine "ruhige Ecke". Und dafür war der Felsen sehr geeignet.


Das ist eine von mehreren Thesen, warum sie dort war.

#202 RE: Besprechungsraum von 29.04.2017 19:03

Nach meiner Einschätzung ist er im Ruhestand prima aufgehoben, nach seinem Auftritt bei der PK2, wo er aus meiner Sicht die Hauptaufgabe hatte, die Versäumnisse der Ermittler und der StA seit der Nacht des Verschwindens von Tanja Gräff zu entkräften - offensichtlich der einzige Anlass zur PK2.
Dabei hat er seine Kompetenzen zu 70% überschritten und pure Spekulationen als wissenschaftliche Erkenntnisse verkauft.

Eine Erklärung, warum 10m Brombeerbusch mitten im sinnvollen Suchgebiet (steile Felswand, die in Laufweite zum Festgelände ist) so undurchdringlich sein sollen, dass die Leiche trotz Hubschrauber, Suchhunden, Drohnen erst nach 8 Jahren per reinem Zufall gefunden werden konnte, hat er aber auch nicht liefern können.

Wäre es meine Tochter gewesen, hätten da mehrere Herren inzwischen ein echtes Riesenproblem.
Es tut mir sehr leid um Frau Gräff, dass auch Ihr Herr Böhm offensichtlich nicht den nötigen Drive an den Tag legen konnte, um die betreffenden Herren mal so richtig an die Medienwand zu nageln - seit vielen Jahren.
Hoffentlich erlebt sie noch, was Ihrer geliebten Tochter an diesem Morgen wirllch passiert ist. Ihrem Mann, der seine Tochter ganz offensichtlich abgöttisch liebte, war es leider nicht mehr vergönnt.

#203 RE: Besprechungsraum von eugene1975 29.04.2017 20:11

Seine Verdienste hat er schon, der Herr U. Hier
war er aber der nicht neutrale Sachverständige.

Eine Erklärung hatte er schon, der Dreifingerbaum.
Nur war das alles andere als überzeugend.

Denn selbst ein Polizeihubschrauber hätte diesen, vielleicht noch 6-8 Zentner (eher weniger)
wiegenden Baum, der dritte Ast war ja abgebrochen, zwecks Untersuchung locker zur Erde gebracht.

Fakt ist und bleibt, es kann ein Unfall gewesen sein.
Oder eine Körperverletzung mit Todesfolgen. Genau
so gut ein Mord.

lg eugene

#204 RE: Besprechungsraum von Christine 26.06.2017 18:34

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Ich bin gespannt, ob die Pressekonferenz neue Erkenntnisse bringt.

#205 RE: Besprechungsraum von 28.06.2017 11:07

Ich habe da keine großen Erwartungen. Der Fall wurde schon in den ersten Tagen granatenmäßig versenkt. Bei einem Leichenfund innerhalb der ersten Tage (und bitte jetzt nicht mit dem Eichenmärchen kommen) hätte man den Fall wohl klären können, in welche Richtung auch immer. 8 Jahre und x öffentlichkeits- aber ansonsten nicht wirksame Suchaufführungen später war da natürlich nichts mehr zu machen.

Wenn es überhaupt noch eine Chance gibt, dann muss da eine vollkommen unabhängige und neue Ermittlereinheit dran. Seit 8 Jahren sind immer die Gleichen involviert - das Ergebnis ist bekannt und spricht nicht für diese Herren.

#206 RE: Besprechungsraum von 01.07.2017 22:35

Unfall oder tödlicher Vorsatz?

Wir kennen die persönlichen Verhaltensweisen von Tanja Gräff nicht.

Ihre damaligen Bekannten und Freunde, können deshalb sehr wahrscheinlich,
mögliche Theorien besser einschätzen.

War Tanja aber eine so unerschrockene Frau, die ohne jegliche Höhenangst,
einfach an jener Stelle über diesen Zaun an den roten Felsen lässig
hinüber stieg?

Könnte Alkoholkonsum diesbezüglich ein Mittel gewesen sein,
um ein solches Angstgefühl jedoch später herabzumindern?

Es ist ja grundsätzlich nicht ausgeschlossen, dass sie die Minis von Berentzen,
vielleicht zunächst im weiteren Verlauf vor der Umzäunung konsumiert hat....

#207 RE: Besprechungsraum von 02.07.2017 11:14

Die Psychologin kannte Tanja Gräff auch nicht, und hat trotzdem zufällig das von den sich im Dauerverteidigungsmodus befindlichen "Ermittlern" gewünschte Ergebnis geliefert.

Es kam im Thread auf, wenn es um die Persönlichkeitsstruktur von Tanja ging, dass sie bereits einmal, als sie aus irgendeinem Grund sauer war, sich dann zurückgezogen hat und einen weiten, mehr als einstündigen, Weg (nach Hause?) gelaufen war. So eine Reaktion hätte ich auch vor Ihrem Todessturz erwartet, anstatt (mit oder ohne Begleitung, ich tippe auf mit) sich auf den Weg zum roten Felsen zu machen, um dort was auch immer zu tun.

Der Anruf um 3:59 Uhr auf dem Handy eines ermittelten, aber laut Ermitteln unbeteiligten jungen Mannes (leider wissen wir nicht, was er angab, wieso er mitten in der Nacht von Tanja angerufen wurde und ob überhaupt ein Gespräch zustande kam - ich hoffe wirklich sehr, dass der junge Mann sehr genau unter die Lupe genommen wurde, und damit meine ich nicht in der Art wie beim Brombeergestrüpp!) spricht jedenfalls in meinen Augen nicht für eine Verzweiflung, einen bevorstehenden Absturz oder eine Suizidabsicht. Im ersten Fall hätte sie sicher die 110 oder 112 gewählt, wenn sie noch in der Lage war, so eine lange Mobilnummer zu wählen. Mein Tipp ist, dass der junge Mann oder jemand, der sein Handy hatte, mit TG Nummern getauscht hat um 3:59 und man sich zum Test gleich angerufen hatte. Sollten die Ermittler das ausschließen können, z.B. weil das angerufene Handy sich in einer anderen Funkzelle befunden hat, muss man den jungen Mann tatsächlich ausschließen. Dann bleibt aber die Frage im Raum, warum TG gerade diese Nummer angerufen hat bzw. wen sie eigentlich anrufen wollte, und warum.
Dazu ist mir aus der PK 3 nichts bekannt. Habe ich da etwas überhört? Wäre kein Wunder, bei dem miesen Ton...

Die ganze Ausgestaltung der PK3, die die vom StA übrigens in PK2 versprochenen Infos zu Handy etc. nicht lieferte, war ja von Haus aus so ausgerichtet, dass sie möglichst wenig Wellen in der Öffentlichkeit schlägt. Nicht mal der Volksfreund wagte es vorher, online und in seiner Printausgabe auf seine Liveübertragung auf FB hinzuweisen. Entgegen PK1 und PK2 war auch auf den Newskanälen Totenstille. Das kann doch kein Zufall gewesen sein. Nach den Erfahrungen der megapeinlichen PK1 und der weit über seine Zuständigkeiten hinaus spekulierenden Urbanshow PK2 schloss sich mit dieser PK3 der Kreis. Überzeugend und fundiert ist anders, ganz anders. Man musste sich ja auf Unfall einigen, sonst hätte man ein Totalversagen auf ganzer Linie eingestehen müssen, das scheint in Trier bei der Polizei so auf gar keinen Fall möglich zu sein.

Die Showeffekte (schaut, wir suchen mit Hubschraubern, in Gewässern, mit Hunden, die wir an der späteren Absturzstelle abseilen, aber nicht ganz nach unten, sonst hätten wir womöglich die Leiche gefunden, dann werfen wir Dummies ab, die so weich sind, dass sie sich nicht wie ein lebender, aber auch nicht wie ein toter Mensch verhalten können, und schreien öffentlichkeitswirksam in der Gegend rum - Erkenntnisgewinn äußerst fragwürdig! - Gott sei Dank blieb wenigstens einer! der vielen abgeworfenen Dummies im Baum hängen, sonst hätten wir ein Problem mehr gehabt, usw.) gingen ja schon vor den PKs und dem Leichenfund los. Warum? Weil es auch da schon viel zu spät war und man sich schon genötigt sah, sich zu rechtfertigen. Offenbar gibt man der Öffentlichkeit Recht, dass man nicht gut gearbeitet hat, sonst müsste man ja nicht so verzweifelt-defensiv auftreten, oder?

Auffällig: Obwohl nach der vehement in der Öffentlichkeit vertretenen Ansicht der Ermittler
- Tanja auf dem Weg in die Stadt war
- Tanja das Festgelände in einem Peugeot verlassen hat
- Tanja nach Homburg verschleppt wurde etc.
hat man fleißig um den roten Felsen herum Schaulaufen veranstaltet. Warum eigentlich?

Bezüglich der Alkoholisierung gibt es einige Zeugenaussagen, dass Tanja lediglich angeheitert gewesen sei. Wie man von zahlreichen Partyfotos weiß, hatte Tanja fast immer ein Bier, ein Glas oder dergleichen in der Hand, und der Berentzengürtel ist auch einige Male vertreten und hängt auch bei Ihr im Zimmer an der Wand auf Fotos. Ich gehe davon aus, dass sie zumindest der Altersgruppe entsprechend bei solchen Anlässen regelmäßig Alkohol getrunken hat und daher nicht gleich beim ersten Bier umgefallen sein wird.

Berücksichtig man dann, dass diese Zuckerpampfläschchen nur sehr wenig Alkohol enthalten (zumeist 16%, so viel wie ein schwerer Rotwein z.B. Amarone) sowie nur 0,02l in so einem Fläschchen sind, dann könnte sie sogar alle ganz alleine getrunken haben, und wäre danach auf keinen Fall so betrunken gewesen, dass sie nicht mehr gewusst hätte, was sie tut.

Das Thema Alkoholisierung schließe ich für mich als todesbegleitenden Umstand in diesem Fall aus, sogar wenn man bedenkt, dass sie über die vielen Stunden noch das ein oder andere Bier getrunken haben sollte, was sich aber offensichtlich nicht mehr nachvollziehen lässt.

Alles in allem glaube ich nach wie vor nicht an einen Unfall oder Suizid. Fasst man das Verhalten der Ermittler, die arg spekulativen Interpretationen des Gerichtsmediziners weit über seine Kompetenzen hinaus (offensichtlich initiiert von den Ermittlern, die ihrer eigenen Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft wohl nicht mehr vertrauten) und jetzt zum krönenden Abschluss dieses "Gutachten" der Psychologin - das in meinen Augen eine Farce ist, und nachträglich sogar die Tote in ein falsches Licht rückt - zusammen, dann glauben auch die Ermittler nicht an Unfall oder Suizid. Die Erklärungsversuche erscheinen mehr als dürftig und verzweifelt, und sogar eine Psychologin mit Glaskugel wird bemüht.

Aber sich hinzustellen und zu sagen, wir haben bei der Suche kläglich versagt, haben uns viel zu früh auf ein Szenario festgelegt/festlegen lassen und jahrelang Phantomspuren nachgejagt, auf die wir uns zu früh und zu wenig ergebnisoffen festgelegt, sie kommuniziert und auch in der Öffentlichkeit nicht korrigiert haben, sogar als wir wussten, dass es so nicht gewesen sein kann (sie war auf dem Weg in die Stadt usw.), das traut sich in diesem komisch-verkorksten Trierer Polizeiumfeld offenbar niemand.

Das schwache Bild bleibt bei mir, und ich würde mir wünschen, dass die 200 Ordner den Weg zu einer neuen, unbelasteten Ermittlergruppe in einem anderen Bundesland oder noch viel besser, fähigen Privatermittlern finden, von mir aus finanziert durch Crowdfunding, ich würde auch investieren, und nochmal ganz von vorne angefangen wird. Bei staatlichen Organisationen wird es leider wieder so sein, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Leidtragende dieser von Anfang an überfordert wirkenden Arbeit - inkl. der Einbeziehung viel zu vieler "Freunde" von Anfang an - und nicht vorhandenen Fehlerkultur sind in diesem Fall der darüber verstorbene Vater Gräff und Tanjas Mutter - die mir beide unendlich leid tun, es muss die Hölle sein, wenn man zuschauen muss, wie beim Rätsel um den überraschenden Tod der einzigen, geliebten Tochter Fehler über Fehler gemacht wird - und man nichts tun kann, weil einige etwas schmalbrüstige Egos um ihren Ruf fürchten, und das zu Recht.

Echt schlimm.

#208 RE: Besprechungsraum von 08.07.2017 20:06

7. Juni 2007, 4.13 Uhr

Tanja telefonierte erneut mit ihrem neuen Freund und erfuhr,
dass die Clique auf dem Heimweg nach Tarforst war.

Mit dabei war offenbar auch die Ex-Freundin des jungen Mannes.

Nach diesem Telefongespräch verstärkte sich vermutlich ihre persönliche Frustration.

Frustrierte Menschen ziehen sich häufig zurück oder reagieren mit Hilflosigkeit.

Frustration kann sowohl zu Aggression als auch zu nicht aggressiven Reaktionen führen.

Oder man sucht in einer solchen "Ärgersitution" die Aussprache oder soziale Unterstützung
von anderen Personen.

Möglicherweise ging Tanja nach diesem fruchtlosen Telefonat solo
oder in Begleitung zum Roten Felsen.

Nur diese beiden Optionen passen in jener Nacht realistisch optimal zusammen.

Ohne neue Augenzeugen und Spuren, wird sehr wahrscheinlich der Tod von Tanja Gräff,
auch weiterhin nicht aufzuhellen sein.

#209 RE: Besprechungsraum von Christine 21.07.2017 08:28

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Zitat aus dem neuesten Presseartikel - siehe gesonderten Thread

Zitat
Verrat von Dienstgeheimnissen?

Auslöser der Ermittlungen ist ein Artikel, der im Mai 2015 im Bonner Generalanzeiger erschienen ist. Darin wird der Fall "Tanja Gräff" noch einmal akribisch aufgerollt. Es werden Uhrzeiten genannt, Personen, mit denen Tanja in der Nacht ihres spurlosen Verschwindens unterwegs gewesen sein soll. Darunter ist auch ein Mann, der unter den Ermittlern offenbar "Spitzbart" genannt wird. Später wird daraus die so genannte "Spitzbartspur". Im dem Artikel taucht auch ein seit 2012 pensionierter Kommissar des Trierer Polizeipräsidiums auf, der im Fall "Tanja Gräff" ermittelt hatte. Dieser Ex-Kommissar ist der Meinung, dass bei den Ermittlungen einiges schief gelaufen ist und nicht allen Spuren nachgegangen wurde. Unter anderem, dass die "Spitzbartspur" nicht weiter verfolgt wurde. Es habe ein Phantombild des Mannes gegeben, das aber nie veröffentlicht worden sei.




Warum hat man eigentlich das Foto nie veröffentlicht? Es wäre doch hilfreich gewesen, diesen jungen Mann zu finden.

Evtl. hätte er etwas dazu sagen können, was in der Nacht passiert ist, oder wann er Tanja zuletzt gesehen hat.

Aber einfach so im Sande verlaufen lassen, war nicht ok. Das könnte ja ein wichtiger Zeuge sein.

#210 RE: Besprechungsraum von Catherine 24.06.2018 23:59

Hallo
Ich komme ursprünglich aus Luxemburg, und ich wundere mich dass nie in die Richtung ermittelt wurde.
Kurz bevor Tanja ermordet wurde verschwand in Luxemburg ein Mädchen, deren Leiche später gefunden wurde. Ihr Mörder war Eugene Mousel, der schon mal vorher wegen eines brutalen Mordes eingesessen hat.
Das Luxemburgische Auto das an dem Abend gesehen wurde, die Grenznähe( in kurzer Zeit ist man im Grossherzogtum aber auch in Frankreich), könnten ein Hinweis sein, dass der Täter gar nicht aus D kommt und evtl. beide Morde sogar zusammenhängen.
Luxemburg ist ein kleines Land, und ein luxemburgischer Täter würde bestimmt eher jenseits der Landesgrenzen morden als im Ländchen, um so die. hancen zu erhöhen nicht gefasst zu werden.

LG Catherine

#211 RE: Besprechungsraum von Christine 25.06.2018 14:47

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Hallo Catherine,

danke, das du uns deine Meinung zu dem Fall mitteilst.

Ich halte das durchaus für möglich, das dieser Täter auch mit Tanja in Berührung gekommen ist.

Man ist von Trier aus ja wirklich sehr schnell in Luxemburg.

Er könnte dort am Felsen herumgelungert und sie angesprochen haben.

Zitat von Catherine
Kurz bevor T. ermordet wurde verschwand in Luxemburg ein Mädchen, deren Leiche später gefunden wurde. Ihr Mörder war Eugene Mousel, der schon mal vorher wegen eines brutalen Mordes eingesessen hat.



Hast du davon noch Presseartikel, die du hier einmal listen könntest?

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