#1 RE: Presseberichte von Christine 17.12.2012 23:13

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#2 RE: Presseberichte von eugene1975 18.12.2012 19:55

Mordfall Bianca Burbach: Wer am Tatabend telefoniert hat, wird überprüft
30.11.2007 | 18:31 Uhr
Mordfall Bianca Burbach: Wer am Tatabend telefoniert hat, wird überprüft

Siegen. Auf der Suche nach dem Mörder der Siegenerin Bianca Burbach hat die Mordkommission eine nachträgliche Ortung von Mobiltelefonen erwirkt.
Die 32-jährige alleinerziehnde Mutter wurde am 26. April 2007 tot in Siegen gefunden.

Siegen. Auf der Suche nach dem Mörder der Siegenerin Bianca Burbach hat die Mordkommission eine nachträgliche Ortung von Mobiltelefonen erwirkt. Die 32 Jahre alte alleinerziehende Mutter war am 26. April dieses Jahres tot in Siegen aufgefunden worden. Die Polizei geht von einem Sexualdelikt aus. Ins Visier der Fahnder ist jetzt geraten, wer sein Mobiltelefon am 25. April, dem Tatabend, in der Siegener Innenstadt zwischen 22.30 Uhr und Mitternacht entweder selbst betätigte oder angerufen wurde. Diese (männlichen) Personen sollen eine freiwillige Speichelprobe abgeben. Für die Ortung der Handys war eine richterliche Anordnung notwendig. „Wir halten das Vorgehen für verhältnismäßig”, so der leitende Beamte der Mordkommission. Bislang wurden fast 1900 Speichelproben veranlasst, hinzu kommen jetzt die 1100 männlichen Personen, die an dem Tatabend in Siegen telefoniert haben. Die Polizei hatte kurz nach dem Verbrechen DNA-Proben von Männern aus der Nachbarschaft des Opfers mit Gen-Spuren am Tatort verglichen. Zuvor waren DNA-Proben von einschlägig vorbestraften Straftätern abgeglichen worden. Wer die Abgabe der freiwilligen Speichelprobe verweigert, wird anderweitig überprüft. „Für uns ist dann die Spur nicht erloschen”, heißt es aus dem Mordkommissariat. Technisch ist die Handyortung kein Problem. Der Standort eines eingeschalteten Mobiltelefons wird ständig registriert, die Daten werden für sechs Wochen vom Mobilfunkbetreiber aufbewahrt. Anhand dieser Daten lässt sich auch nachträglich ermitteln, wer sich wann und wo aufgehalten hat. In Kernbereichen von Städten, wo die Dichte der Mobilfunkmasten dicht ist, sogar sehr genau. Ab Januar 2008 werden Verbindungsdaten ein halbes Jahr lang gespeichert. Die Überwachung der Telekommunikation ist auf schwere Straftaten beschränkt und nur in Ausnahmefällen zulässig.

Boris SCHOPPER

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=bi...-freudenberg%2F

#3 RE: Presseberichte von Christine 18.12.2012 22:04

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Mord auf dem Heimweg vom ElternstammtischAuch nach einem Jahr ist der gewaltsame Tod einer Siegener Studentin ungeklärt

Siegen (ddp-nrw). Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte Bianca Burbach am Abend des 25. April 2007 an einem Elternstammtisch in der Gaststätte »Lyz« in der Siegener Innenstadt teilgenommen. Gegen 22.45 Uhr wurde sie auf dem Heimweg zu ihrer Wohnung an der Tiergartenstraße von einem bislang unbekannten Täter angegriffen. Er vergewaltigte die junge Frau im Bereich eines nahe gelegenen Trampelpfades und erwürgte sein Opfer anschließend.

Opfer wurde Geldbörse gestohlen
Dann stahl er offenbar die Geldbörse der Frau, entnahm das Geld und warf das Portemonnaie von einer nahen Brücke auf eine Eisenbahntrasse. Die Börse wurde später auf einer Lokomotive gefunden, die in Tatnacht unter der Brücke stand.

Am folgenden Mittag entdeckte eine Spaziergängerin die nackte Leiche von Bianca Burbach. An der Toten konnte DNA-Material des Täters sichergestellt werden. Ein Abgleich mit der landesweiten DNA-Datenbank bleibt aber erfolglos.

Mysteriöser Vorfall vor Verschwinden
Bis heute sucht die Polizei Zeugen, die der jungen Frau mit dem Piercing am rechten Nasenflügel in der Tatnacht begegnet sind. Ungeklärt ist auch die Bedeutung eines Vorfalls, der sich ungefähr eine halbe Stunde vor dem Mord auf einer Fußgängerbrücke nahe dem Tatort ereignet hatte. Eine Zeugin begegnete dort einem etwa 25 bis 40 Jahre alten Mann. Dieser Mann ist plötzlich auf die Frau zugegangen und hat sie unvermittelt am Oberarm festgehalten. Dann ließ der Mann die Frau plötzlich wieder los. «Auch hier sind wir bei den Ermittlungen nicht wirklich vorangekommen«, bedauerte der Polizeisprecher.

Große Hoffnungen hatte die Polizei Ende Juni auf einen freiwilligen Massen-Gentest gesetzt. Dabei wurden die Männer ab 16 Jahren überprüft, die im Bereich des Heimwegs und Wohnorts des Opfers sowie des Tatorts wohnten. Darüber hinaus wurden auch Männer um eine DNA-Probe gebeten, die zuvor wegen Sexualdelikten aufgefallen waren. Ebenfalls im Visier der Fahnder waren Männer, die in der Tatnacht in Tatortnähe ihr Mobiltelefon benutzt haben.

Spurensuche auch bei »Aktenzeichen XY«
Doch diese aufwendige Aktion führte ebenso wenig zu einer Lösung des Falls wie ein Studiogespräch in der ZDF-Sendung »Aktenzeichen XY« im vergangenen August. »Inzwischen haben die Ermittler mehrere Tausend Spuren abgearbeitet und Personen überprüft, ohne dass es zu einem entscheidenden Durchbruch gekommen ist», sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur ddp.

Das Verbrechen hat in dem eher beschaulichen Siegen für Angst bei der Bevölkerung gesorgt. Deshalb verstärkte die Polizei in den Wochen nach der Tat ihre Streifen in der Innenstadt. Auch die von der Staatsanwaltschaft ausgesetzte Belohnung in Höhe von 5000 Euro hat bislang aber nicht zur Aufklärung des Verbrechens geführt.

Dennoch will der Leiter der Mordkommission, Norbert Rautenberg, nicht aufgeben. Möglicherweise sei die Tat an dem Mörder »nicht ganz spurlos« vorbeigegangen, sagte er. »Immerhin muss der Täter nun damit leben, dass er eine junge Frau und Mutter ermordet hat." Dieser seelische Druck könne Bekannten des Täters auffallen oder den Mann selbst zu einem Geständnis bewegen.

24.05.2008 SR


http://www.e110.de/index.cfm?event=page....kcid=1&id=37884

#4 RE: Presseberichte von Christine 18.12.2012 22:11

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SEXUALMORD AN BIANCA BURBACH JÄHRT SICH
Keine heiße Spur
21.04.2008 | 20:36 Uhr
Siegen. Der Sexualmord an Bianca Burbach jährt sich. Und immer noch keine heiße Spur in Sicht.

Siegen. (wp) Fast auf den Tag ein Jahr ist es her, dass eine Spaziergängerin an der Tiergartenstraße einen grausigen Fund machte. Im Gebüsch lag eine unbekleidete tote Frau: die 32-jährige Siegener Studentin und allein erziehende Mutter Bianca Burbach. Bianca Burbach war am 25. April 2007 gegen 23 Uhr auf ihrem Heimweg von der Gaststätte Lyz in der Sankt-Johann-Straße zur Freudenberger Straße ihrem Mörder begegnet, der sie schließlich im Bereich eines Trampelpfades an der Fußgängerbrücke Tiergartenstraße vergewaltigte und durch Gewalt gegen den Hals umbrachte. Die Ermittlungen liefen bislang ins Leere, obwohl Polizei und Staatsanwaltschaft sämtliche Register der modernen Kriminologie nutzten. Rund 2300 Personen wurden bis heute aufgefordert, eine DNS-Probe anzugeben. Darunter befanden sich Personen, die in den zurückliegenden Jahren der Siegener Polizei wegen Sexualstraftaten aufgefallen waren. Darüber hinaus wurden weitere Personen überprüft, die im Siegener Innenstadtbereich in sonstiger Weise polizeilich auffällig geworden waren. Eine Speichelprobe haben auch mehrere hundert männliche Anwohner ab 16 Jahren eng um den Heimweg des Opfers und die Anwohner im Bereich Wellersberg eng um den Tatort und Wohnort des Opfers abgeben. Ein halbes Jahr später wurden 1100 Männer überprüft, die in der Tatnacht mit ihrem Handy in der Innenstadt telefoniert hatten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine richterliche Anordnung zur nachträgliche Ortung von Mobiltelefonen erwirkt. Insgesamt wurden 4500 Personen befragt oder vernommen oder überprüft. Auch die Fahndung in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY blieb trotz vieler Hinweise von Zuschauern erfolglos. Die Hoffnung, den Mörder von Bianca Burbach zu finden, haben die Ermittler nicht aufgegeben. Staatsanwältin Alexandra Löw: „Wir haben den Fall Bianca Burbach noch lange nicht ad acta gelegt”. Dabei ist das Täter-Opfer-Verhältnis für die Polizei noch ungeklärt. Sowohl ein flüchtigen Sich-Kennen von Opfer und Täter als auch der umgekehrte Aspekt eines fremden und ortsfremden Täters und damit eines Zufallsopfers finden im Rahmen der Ermittlungen der Mordkommission Tiergartenstraße Berücksichtigung.

„Wir haben den Fall Bianca Burbach noch lange nicht ad acta gelegt.”Staatsanwältin Alexandra Löw Die Ermittlungsarbeit konzentriert sich jetzt auf das universitäre Umfeld des Opfers Bianca Burbach, die Studentin im Bereich Sozialpädagogik war. Auch hier setzt die Polizei auf DNA-Massen-Überprüfungen der männlichen Studenten im Umfeld des Opfers. Das Hinweisaufkommen aus der Bevölkerung hat ein Jahr nach der Tat abgenommen. Nur vereinzelt gehen noch Hinweise bei der Polizei ein. Die Mordkommission hat nach wie vor die selben Fragen: „Wer hat am Tatabend verdächtige Beobachtungen gemacht und diese bislang nicht der Polizei gemeldet?“, „Wer hat nach dem 25. April 2007 eine Person beobachtet, die ihr normales Umfeld plötzlich ohne erkennbaren oder nachvollziehbaren Grund verlassen hat?“ und „Wer kennt eine Person, die sich nach dem 25. April 2007 plötzlich ohne erkennbaren Grund psychisch verändert hat?“. Die Staatsanwaltschaft Siegen hat eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt hat, die zur Aufklärung der Tat führen.

Hinweise nimmt die Mordkommission unter 0271/7099-3333 entgegen.

Boris SCHOPPER

http://www.derwesten.de/staedte/nachrich...-id1869881.html

#5 RE: Presseberichte von Christine 18.12.2012 22:13

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MORDFALL BIANCA
Hoffen auf Treffer in Datenbank
25.04.2012 | 21:40 Uhr


Rund 300 Menschen bildeten eine Lichterkette - vom Tatort an der Tiergartenstraße bis zur Hammerhütte. Sie erinnerten an den Mord von Bianca Burbach.
Siegen. Das Netz zieht sich immer weiter zu um den Mörder von Bianca Burbach: Eines Tages, so hofft der zuständige Kapitaldezernent der Siegener Staatsanwaltschaft, Patrick Baron von Grotthuss, wird es in der DNA-Datenbank des Landeskriminalamtes einen Treffer geben.

Denn wenn der Täter in Folge eines anderen Verbrechens eine Speichelprobe abgeben wird und der routinemäßige Abgleich bei der Behörde in Düsseldorf erfolgt, wird der vor genau fünf Jahren geschehene Mord endlich aufgeklärt sein.

Am Abend des 25. April 2007 wurde die 30-jährige Bianca Burbach gegen 23 Uhr mitten in der Stadt Siegen von einem Unbekannten vergewaltigt und – so die offizielle Verlautbarung der Ermittlungsbehörden – „durch Gewalt gegen den Hals“ umgebracht.

Auf dem Heimwegvon Täter überfallen
Bianca Burbach war zuvor im Restaurant des Lyz in der St. Johann-Straße gewesen und befand sich auf dem Heimweg in Richtung Freudenberger Straße. Auf dem Fußweg wischen der Hufeisenbrücke und der Tiergartenstraße muss sie ihrem Mörder begegnet sein. Eine Frau, die am Mittag des 26. April ihre Hunde dort ausführte, fand ihre Leiche an einem Trampelpfad, der von dem Fußweg wegführt.

Beim Polizeipräsidium in Hagen wurde unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Norbert Rautenberg eine Mordkommission eingerichtet, die in den nächsten Wochen 500 Spuren-Komplexe verfolgte, wie es in der Sprache der Ermittler heißt. 4500 Personen wurden befragt, vernommen, überprüft. 2300 Männer wurden zu einer Speichelprobe gebeten.

Alle Verwandten, Bekannten, Nachbarn und Arbeitskollegen der jungen Frau, die Mutter eines Kindes war, Sozialpädagogik studierte und zuletzt in einer Einrichtung der Stadt Kreuztal tätig war, wurden befragt oder überprüft. Die Mordkommission ging dabei von verschiedenen Annahmen aus: Es kann sich sowohl um eine flüchtige Bekanntschaft zwischen Opfer und Täter als auch um einen gänzlich fremden Täter handeln, für den Bianca Burbach ein Zufallsopfer gewesen ist.

Staatsanwalt Baron von Grotthuss geht inzwischen aber davon aus, dass der Mord an Bianca Burbach keine so genannte „Beziehungstat“ gewesen ist. „Bei einem solchen Vorgehen und einer solchen Brutalität liegt ein erhebliches Maß an krimineller Energie vor“, die nur einem ausgewiesenen Gewalttäter zuzuschreiben ist.

DNA-Proben nachjedem Gewaltdelikt
Auch wenn der Unbekannte fünf Jahre unauffällig geblieben ist: Sobald er ein weiteres Gewalt- oder Sexualdelikt oder einen Einbruch begangen hat, wird eine DNA-Probe fällig. In einem anderen Mordfall führte dies zum Täter: Bei der 1993 in Ferndorf ebenfalls von einem Unbekannten erstochenen Peggy Becker, deren Mörder acht Jahre später auf Grund der Spuren, der er an einer Zigarettenkippe hinterlassen hatte, überführt und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

Immer noch aktuell sind die Fragen, die die Mordkommission nach mehrmonatigen Ermittlungen stellte: Dabei geht es vor allem um Personen, die nach dem 25. April 2007 ihr normales Umfeld ohne erkennbaren Grund verlassen oder sich nach diesem Zeitpunkt psychisch verändert haben. Zur Ergreifung des Täters ist nach wie vor eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

http://www.derwesten.de/staedte/nachrich...-id6593390.html

#6 RE: Presseberichte von Christine 18.12.2012 22:14

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32-jährige Siegenerin Opfer eines Sexualdeliktes

Mordkommission Hagen, Staatsanwaltschaft Siegen und die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein ermitteln nach Tötungsdelikt an einer 32-jährigen Siegenerin

Am Donnerstag, den 26.04.2007, gegen 12.50 Uhr wurde die unbekleidete Leiche einer 32-jährigen Siegenerin von einer Spaziergängerin im Bereich der Tiergartenstraße gefunden.

Aufgrund der Fundumstände musste sofort angenommen werden, dass die Frau einem möglichen Gewaltdelikt zum Opfer gefallen war.

Daraufhin nahmen das Kriminalkommissariat 11 in Siegen und die Staatsanwaltschaft Siegen unverzüglich die Ermittlungen auf. Die Mordkommission in Hagen wurde alarmiert, machte sich sofort auf den Weg nach Siegen und übernahm dort die polizeilichen Ermittlungen.

Die Identität der Verstorbenen konnte schnell geklärt werden: Es handelt sich um eine 32-jährige Frau aus Siegen, die im Bereich des Bahnhofs /Tiergartenstraße wohnhaft war. Die 32-jährige Studentin war allein erziehende Mutter eines schulpflichtigen Kindes.

Die Verstorbene hatte am 25.04.2007 (Mittwochabend) gegen 22.45 Uhr eine Diskussionsveranstaltung in einer Gaststätte in der Sankt-Johann-Straße verlassen und sich anschließend alleine und zu Fuß auf den Nachhauseweg begeben.

Ihr Nachhauseweg dürfte sie über die Berliner Straße in Richtung Bahnhof/Tiergartenstraße oder aber durch die Bahnhofstraße in Richtung Tiergartenstraße geführt haben.
Am Morgen des 26.04.2007 wurde die 32-Jährige von Familienangehörigen als vermisst bei der Polizei gemeldet.


Die Obduktion der 32-Jährigen ergab, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war.
Todesursächlich war eine Gewalteinwirkung gegen den Hals der Frau.

Das Landeskriminalamt in Düsseldorf konnte im Rahmen seiner aufwändigen kriminaltechnischen Untersuchungen Spurenmaterial identifizieren, das eindeutig dem Täter zuzuordnen ist. Vor diesem Hintergrund gehen die Ermittlungsbehörden auch sicher davon aus, dass die 32-Jährige Opfer eines Sexualdeliktes wurde.

Mordkommission und die Staatsanwaltschaft legen großen Wert darauf, die Öffentlichkeit in aktuelle Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen einzubeziehen, um auf diesem Weg wichtige Hinweise zu erlangen.


Richten Sie Ihre sachdienlichen Hinweise bitte an:

Mordkommission "Tiergarten"
Weidenauer Straße 231, 57076 Siegen
Telefon 0271/7099-3333
Fax 0271/7099-4166
email: MK-Tiergarten.Siegen@polizei.nrw.de

#7 RE: Presseberichte von populous 01.11.2013 14:59

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Mord mitten in Siegen geschah vor sechs Jahren - Täter bis heute unbekannt
25.04.2013 - 10:00 Uhr

Ein Mord mitten in Siegen: Zum sechsten Mal jährt sich das brutale Verbrechen an der damals 32-jährigen Bianca Burbach. Die Sozialarbeiterin und alleinerziehende Mutter wurde am Mittwoch, 25. April 2007, gegen 23 Uhr am Ende der Fußgängerbrücke zur Tiergartenstraße von einem bislang unbekannten Täter getötet – durch „Gewalteinwirkung gegen den Hals“.
Bianca Burbach befand sich auf dem Heimweg von einem Elterntreffen in der Gaststätte im „Lyz“ an der St.-Johann-Straße zu ihrer Wohnung am Wellersberg. Der Mörder hatte in einem uneinsehbaren Gebüsch auf sie gelauert.

Geldbörse auf einer Lok

Die Mordkommission geht von einer sexuell begründeten Tat aus. Auch das Portemonnaie von Bianca Burbach nahm der Täter an sich, entwendete das Geld und warf die Geldbörse von der Hufeisenbrücke. Sie wurde einige Tage später gefunden: auf einer Lokomotive, die in der Tatnacht unter der Brücke gestanden hatte.

Das Mordopfer wurde dort getötet, wo es regelmäßig entlangzugehen pflegte: auf dem Heimweg von der Uni oder vom Arbeitsplatz in Kreuztal. Der Weg führte aus der Innenstadt über Hufeisenbrücke und Fußgängerbrücke durch die Arndtstraße und den anliegenden Wellersbergpark.

Denkbar war, dass jemand sie dabei beobachtete, mutmaßt Kriminalhauptkommissar Norbert Rautenberg vom Polizeipräsidium Hagen. Er war der Leiter der Ermittlungen im April 2007 und ist immer noch mit dem Fall beschäftigt, seither aber nicht weitergekommen. „Unser Problem war, dass man sich alles vorstellen kann und muss“, sagt Rautenberg.

Der Abend des 25. April 2007 war ähnlich wie dieses Jahr ein warmer Frühlingsabend. Die Biergärten waren schon offen. Im Fernsehen lief das Halbfinalspiel der Champions League zwischen Chelsea London und dem FC Liverpool. Die Siegener Innenstadt war voller Menschen, die sich mitten in dieser Arbeitswoche allmählich auf den Heimweg machten.

https://www.wp.de/staedte/siegerland/mor...-id7877558.html




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Mord mitten in Siegen geschah vor sechs Jahren - Täter bis heute unbekannt
25.04.2013 | 10:00 Uhr


Ein schlichtes Holzkreuz an der Tiergartenstraße erinnert an die ermordete Bianca Burbach.Foto: skms
Siegen. Ein Mord mitten in Siegen: Zum sechsten Mal jährt sich das brutale Verbrechen an der damals 32-jährigen Bianca Burbach. Die Sozialarbeiterin und alleinerziehende Mutter wurde am Mittwoch, 25. April 2007, gegen 23 Uhr am Ende der Fußgängerbrücke zur Tiergartenstraße von einem bislang unbekannten Täter getötet – durch „Gewalteinwirkung gegen den Hals“.

Bianca Burbach befand sich auf dem Heimweg von einem Elterntreffen in der Gaststätte im „Lyz“ an der St.-Johann-Straße zu ihrer Wohnung am Wellersberg. Der Mörder hatte in einem uneinsehbaren Gebüsch auf sie gelauert.


Geldbörse auf einer Lok
Die Mordkommission geht von einer sexuell begründeten Tat aus. Auch das Portemonnaie von Bianca Burbach nahm der Täter an sich, entwendete das Geld und warf die Geldbörse von der Hufeisenbrücke. Sie wurde einige Tage später gefunden: auf einer Lokomotive, die in der Tatnacht unter der Brücke gestanden hatte.

Das Mordopfer wurde dort getötet, wo es regelmäßig entlangzugehen pflegte: auf dem Heimweg von der Uni oder vom Arbeitsplatz in Kreuztal. Der Weg führte aus der Innenstadt über Hufeisenbrücke und Fußgängerbrücke durch die Arndtstraße und den anliegenden Wellersbergpark.



Polizei tappt nach Mord in Siegen weiter im Dunkeln
Fast eineinhalb Jahre sind seit dem Mord an Bianca Burbach in einem Gebüsch an der Tiergartenstraße vergangen. Mordkommission Hagen, Staatsanwaltschaft Siegen und die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein suchen noch immer nach dem Mörder.

Denkbar war, dass jemand sie dabei beobachtete, mutmaßt Kriminalhauptkommissar Norbert Rautenberg vom Polizeipräsidium Hagen. Er war der Leiter der Ermittlungen im April 2007 und ist immer noch mit dem Fall beschäftigt, seither aber nicht weitergekommen. „Unser Problem war, dass man sich alles vorstellen kann und muss“, sagt Rautenberg.

Der Abend des 25. April 2007 war ähnlich wie dieses Jahr ein warmer Frühlingsabend. Die Biergärten waren schon offen. Im Fernsehen lief das Halbfinalspiel der Champions League zwischen Chelsea London und dem FC Liverpool. Die Siegener Innenstadt war voller Menschen, die sich mitten in dieser Arbeitswoche allmählich auf den Heimweg machten.

http://www.derwesten.de/staedte/nachrich...-id7877558.html

#8 RE: Presseberichte von Christine 06.09.2016 13:11

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02.09.2016 08:45

Suche nach Mörder läuft weiter
Bianca Burbach: Kreuz zerstört
Siegen. Die Akte der Mordkommission „Tiergarten“ ist noch immer nicht geschlossen. Am Gedenkort für das Mordopfer ließen Unbekannte ihrer Zerstörungswut freien Lauf.
kalle?-?Das inoffizielle „Denkmal“ für die ermordete Siegenerin Bianca Burbach ist zerstört worden. Das kleine Kreuz, lindgrün angemalt und mit Farbtupfern versehen, ist in der Mitte zerbrochen, liegt in der von Brennnesseln umgebenen Ecke an der Tiergartenstraße und ist jetzt kaum noch zu sehen. Ein junger Mann bleibt stehen, schaut sich die Situation an. „Das ist doch das Denkmal für die Frau, die hier zu Tode gekommen ist. Was ist das asozial, wer macht so etwas?“, fragt der Mann den SZ-Reporter. Der muss die Antwort schuldig bleiben. Die Frage des „Warum?“ bleibt unbeantwortet. War es purer Vandalismus? War es jemand, dem das Kreuz als christliches Symbol nicht passte? Oder war es der Täter selbst? Fragen, die laut nach Antworten schreien. Die Polizei ist informiert.

Mordkommission bearbeitet den Fall weiter
Es war der Morgen des 26. April 2007, als die damals 32 Jahre alte Bianca Burbach auf dem Fußweg zwischen Bahnbrücke und Tiergartenstraße auf ihren Mörder traf. Sie wurde erwürgt, im Gebüsch liegengelassen. Das Gewaltverbrechen erschütterte die Menschen. Bianca Burbach hinterließ eine damals elf Jahre alte Tochter. Die Mordkommission „Tiergarten“ begann mit der Arbeit. 500 komplexe Spuren arbeiteten die Beamten der Mordkommission unter Führung von Hauptkommissar Norbert Rautenberg ab. Da man DNA-Spuren des Täters sichern konnte, wurden von 2300 Männern, viele davon aus der Innenstadt, Speichelproben genommen. Die Hoffnung, den Täter zu fassen, schwand jedoch von Woche zu Woche. Doch die Akten liegen nicht zum Verstauben im Tiefkeller des Hagener Polizeipräsidiums. Die Belohnung der Staatsanwaltschaft in Höhe von 5000 Euro steht noch im Raum. Die Hoffnung stirbt zuletzt, den Mörder zur Verantwortung ziehen zu können.


http://www.siegener-zeitung.de/siegener-...c0bdd6706706-ds

#9 RE: Presseberichte von Christine 06.09.2016 13:12

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Das kleine Denkmal für die ermordete Bianca Burbach ist zerstört worden. Das Kreuz der Erinnerung liegt in den Brennnesseln. Foto: kalle

#10 RE: Presseberichte von 28.10.2016 15:17

KREISPOLIZEIBEHÖRDE SIEGEN-WITTGENSTEIN

POL-SI: Sonderpresseerklärung der Staatsanwaltschaft Siegen, der Mordkommission Hagen und der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein vom 28.10.2016
28.10.2016 – 12:01
Siegen-Wittgenstein (ots) - Ermittlungen im Mordfall Bianca Burbach werden wieder intensiviert - Weitere DNA-Reihenuntersuchung geplant

Im nächsten Jahr jährt sich der Mord an Bianca Burbach zum zehnten Mal: Die 32-jährige Studentin war am 25.04.2007 gegen 23.00 Uhr auf ihrem Heimweg von der Gaststätte "Lyz" in der Sankt-Johann-Straße zur Freudenberger Straße ihrem Mörder begegnet, der sie schließlich im Bereich eines Trampelpfades an der Fußgängerbrücke Tiergartenstraße vergewaltigte und tötete.

Hier wurde Bianca Burbach am Mittag des 26.04.2007 von einer Spaziergängerin aufgefunden. Der damalige und heutige Leiter der Mordkommission, Norbert Rautenberg, zu den bisherigen Ermittlungen: "Am Leichnam konnte das DNA-Profil des Täters gesichert werden, welcher bis heute trotz circa 2900 Speichelproben von männlichen Personen nicht identifiziert werden konnte".

Analytiker aus dem Bereich der Operativen Fallanalyse des LKA haben in Abstimmung mit den Ermittlern der Mordkommission die Kriterien zur bisherigen DNA-Reihenuntersuchung noch einmal unter die Lupe genommen und priorisiert.

Ausgeschlossen wurden natürlich alle Personen, die in diesem Verfahren bereits eine Speichelprobe abgegeben haben. Anhand dieser Neubewertung wird ein Personenkreis bestimmt, der in den nächsten Wochen von den Ermittlern mit dem Ziel aufgesucht wird, eine freiwillige Speichelprobe zu erhalten.

Wie in den vergangenen Jahren bauen die Ermittler auch bei dieser Reihenuntersuchung auf das Verständnis der Bevölkerung und insbesondere der betroffenen Personen. Zusätzlich erhoffen sich die Staatanwaltschaft, die Polizei und die Familie von Bianca Burbach neue Hinweise aus der Bevölkerung: Der Täter hat das Opfer gezielt mit einem "Kehlkopfgriff" angegriffen.

"Wer hat bereits einmal beobachtet, dass eine Person einen solchen Kehlkopfgriff eingesetzt hat oder wer ist möglicherweise selbst auf diese Weise angegriffen worden?"

"Wer hat am Tatabend verdächtige Beobachtungen gemacht und diese bislang nicht der Polizei gemeldet?"

"Wer hat nach dem 25.04.2007 eine Person beobachtet, die ihr normales Umfeld plötzlich ohne erkennbaren oder nachvollziehbaren Grund verlassen hat?"

Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Hotline 0271/7099-7099 entgegen. Zusätzlich können sich Zeugen auch per E-Mail an die Polizei wenden:

--- Poststelle.Siegen-Wittgenstein@polizei.nrw.de ---
Abschließend wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Staatsanwaltschaft Siegen eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise ausgesetzt hat, die zur Aufklärung der Tat und zur Ergreifung des Täters führen.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein
Pressestelle
PHK Detmer
Telefon: 0271 7099 1114
E-Mail: pressestelle.siegen-wittgenstein@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/siegen-wittgenstein

#11 RE: Presseberichte von Christine 30.12.2016 10:50

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MORD
Kreuztaler Küster Josef Schulz vor 12 Jahren niedergestochen
29.12.2016 - 20:00 Uhr


KREUZTAL. Mitten im Zentrum von Kreuztal schlug der Täter zu, verletzte noch einen Mann, der Angreifer wurde nie gefasst. Ermittlern bleibt vager Verdacht.
Josef Sczyrba hat es zum Ende seiner Amtszeit als katholischer Pfarrer der Kreuztaler St. Johannes-Gemeinde nicht mehr geschafft. Eigentlich sollte noch 2016 eine kleine Gedenktafel für den am 30. Dezember 2004 ermordeten Küster Josef Schulz im Umfeld der Pfarrkirche angebracht werden. Doch dazu ist es nicht mehr gekommen.

Pfarrer Sczyrba ist inzwischen im Ruhestand und ins nördliche Westfalen gezogen, wird aber am Sonntag, 5. Februar, in einem Gottesdienst offiziell verabschiedet. Das soll auch möglichst die Gelegenheit sein, die Erinnerung an den im Alter von 53 Jahren so grausam ums Leben gekommenen Diener der Gemeinde dauerhaft zu installieren – ein Wunsch des ehemaligen Seelsorgers, der das Grab von Josef Schulz in dessen niederrheinischer Heimat Goch besuchte, wo Schulz im Familiengrab beigesetzt ist.

Neben der zweieinhalb Jahre später ebenfalls ermordeten Bianca Burbach ist der Fall Schulz einer von zwei unaufgeklärten Fällen im Siegerland, die die zuständigen Kriminalbehörden auch ein Jahrzehnt danach und länger noch beschäftigen. Während es unlängst im Fall Burbach auf Grund neuerer Fahndungsmethoden eine weitere Reihenuntersuchung zur Feststellung des DNA-Profils von Männern durch das Landeskriminalamt gab , fehlen im Fall Schulz jegliche Spuren, die DNA-fähiges Material hergeben.

Vergebliche Suche nach dem Täter
Das ist eines der Rätsel dieses Mordes mitten im Kreuztaler Stadtzentrum am Tag vor Silvester vor zwölf Jahren. In der Straße „Im Plan“, zwischen Rathaus und Feuerwehrhaus in einer bewohnten Gegend, schlug der Täter zu und stach den Küster nieder. Er verblutete noch an Ort und Stelle. Schulz befand sich abends gegen 22 Uhr auf dem Heimweg von einem Sportlerheim zu seiner Wohnung auf dem Dörnberg.

Zeitlich „im Zusammenhang“ war ein 42-jähriger Mann aus Bulgarien, der mutmaßlich demselben Täter in Nähe des Bahnübergangs Moltke­straße begegnete, ebenfalls mit Messerstichen verletzt worden. Doch im Gegensatz zu Josef Schulz kam der Osteuropäer mit dem Leben davon.

„Nichts Neues“ weiß der Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Hagen, versichert aber, dass die Kollegen und Kolleginnen der zuständigen Mordkommission den Fall Schulz nicht aus den Augen verlieren. Aber hunderte von Spuren, die seinerzeit in Kreuztal sichergestellt wurden, gaben und geben nichts her, was auf den Täter schließen ließe. So bleibt es bei der Annahme, dass ein unbekannter junger Mann, der an dem verhängnisvollen Abend in einem Lokal im Kreuztaler Zentrum gesehen wurde, Verdächtiger Nummer eins ist. Ein Phantombild, das vor zwölf Jahren erstellt wurde, führte aber zu keiner konkreten Person.

Keine DNA-Spuren
Auch der später, am 1. Februar 2005, an der Bahnlinie der Rothaarbahn in Kredenbach bei Reinigungsarbeiten aufgefundene Personalausweis von Josef Schulz hatten keine DNA-fähigen Anhaftungen. Der Ausweis lag neben einem Mülleimer bei einer Sitzbank an einer Wegegabelung der Straße Zur Buchtal. 1500 Euro Belohnung waren 2004 für Hinweise ausgelobt, die zum Täter führen würden. Zwölf Jahre später kann immer noch nicht davon die Rede sein. So hoffen die Ermittler auf den unverhofften Treffer, den Zufall, der hilft, den Mord an Josef Schulz aufzuklären.

>>HINTERGRUND: Der Fall Bianca Burbach
Der andere ungeklärte Mordfallim Kreis liegt neun Jahre zurück: Am 25. April 2007 wurde die damals 32-jährige Bianca Burbach in der Siegener Tiergartenstraße beraubt, vergewaltigt und erwürgt. Seit Ende Oktober ermittelt eine neue Mordkommission. Derzeit werden neu gewonnene DNA-Proben ausgewertet.


http://www.wp.de/staedte/siegerland/kreu...d209117795.html

#12 RE: Presseberichte von Christine 20.01.2017 09:45

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19.01.2017 08:38


27 Männer verweigern die Speichelprobe
Neue DNA-Tests im Mordfall Bianca
Siegen. Rund 700 Männer sind jetzt von der Polizei zu einem Speicheltest aufgefordert worden. Im Mordfall Bianca Burbach laufen rund 1000 Überprüfungen.
kalle -?Nichts Neues im Mordfall Bianca Burbach. Obwohl die Mordkommission Hagen bereits im Oktober 2016 einen neuen Anlauf bei den Ermittlungen unternommen hat, bleibt der Tod der Siegenerin weiter ungeklärt. Entscheidende Spuren, so die Informationen der Siegener Zeitung, hat der neue Anlauf nicht gebracht. „Ja, es gibt leider keine heiße Spur“, bestätigte Polizeipressesprecher Georg Baum. Insgesamt, so Baum weiter, sind zwischen 900 und 1000 Überprüfungen vorgesehen. Der Ergebnisse müssten zum Teil noch abgearbeitet werden.

Neues Raster für die Ermittlungen
Mit dem Versuch, anhand neuer Ermittlungen den Fall Bianca Burbach nicht im Archivschrank verschwinden zu lassen, wurde von der Mordkommission Hagen jetzt ein neues Raster erstellt. Georg Baum: „Zu den neuen Kriterien will die Mordkommission aus kriminaltaktischen Überlegungen keine Angaben machen“.

Probe ist keine Pflicht
Auffällig ist, so die Informationen der SZ, dass bei der neuen Ermittlungsrunde relativ viele Männer, die in das neue Raster passen, die Speichelprobe verweigerten. Insgesamt lehnen 27 Männer die Probe mit dem Wattenstäbchen ab. Sofern die Betroffenen nicht freiwillig einem DNA-Test zustimmen, muss eine Blutprobe durch einen Richter angeordnet werden. Der Pressesprecher des Landgerichts Siegen, Dirk Kienitz, dazu: „Wenn kein konkreter Tatverdacht besteht, ist der Bürger nicht verpflichtet eine Speichelprobe abzugeben!“

Der Fall Bianca Burbach
Die 32-jährige Bianca Burbach war am 26. April 2007 im Bereich der Fußgängerbrücke an der Tiergartenstraße tot aufgefunden worden. Die Obduktion ergab damals, dass sie vergewaltigt und anschließend getötet worden war. Die ganze Stadt war damals geschockt.

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#13 RE: Presseberichte von Christine 04.11.2017 08:47

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Mordfall Bianca Burbach: Die Ermittler geben nicht auf

Hendrik Schulz


Es gibt eindeutige Täter-DNA - aber der Mörder Bianca Burbachs läuft frei herum. „Das macht einen verrückt“, sagt der leitende Hauptkommissar.
„Das lässt einen einfach nicht los“, sagt Norbert Rautenberg. Als Polizist, als Kriminalist, als Mensch. „Mord ist die schlimmste Straftat, die es gibt“, sagt der Kriminalhauptkommissar. Auch wenn sie alle Profis sind – eine ermordete junge Frau ist kein Vorgang, den sie abarbeiten. „Was, wenn der das wieder macht?“ Seit zehn Jahren arbeitet der Hagener Ermittler am Fall Bianca Burbach – bis sie den Täter haben. Durch Ermittlungen. Durch Zufall. „Hoffentlich nicht durch eine neue Tat.“

Die Ermittlungen

Tatort: Die Leitstelle schickt sofort einen Streifenwagen zum Fundort, als am 26. April 2007 die Meldung kommt, Tatort absperren, damit keine Spuren verunreinigt werden. Die Siegener Beamten bereiten Räume für Zeugenbefragungen vor. „Je später die Zeugen befragt werden, desto wässriger wird ihre Aussage“, sagt Rautenberg.

Der Kommissar und seine Leute treffen vor Ort ein, schauen sich den Tatort an, sprechen mit Zeugen, den Kollegen, die als erste vor Ort waren, tauschen sich mit dem Staatsanwalt aus. Der Rechtsmediziner untersucht die Leiche, Beamte gehen die Gegend ab. Was fällt auf? Gibt es Kameraüberwachung? Irgendwas verdächtig?

Zeugenbefragung: Die Ermittler machen sich ein Bild des Opfers, von ihrem Tagesablauf, hören sich in ihrem Umfeld um, finden heraus, wer im Gebiet des Tatorts unterwegs ist. Stück für Stück erweitern sie den Kreis, die Kollegen aus Siegen liefern Hinweise, wen sich die inzwischen Mordkommission (MK) „Tiergarten“ genauer anschauen könnte. „Über den DNA-Vergleich konnten wir das gut abarbeiten“, sagt Rautenberg. Denn nicht alle haben ein Alibi.

Reihenuntersuchung: 500 Leute hat die MK Tiergarten überprüft, als der Entschluss für eine DNA-Reihenuntersuchung gefasst wird. Der entscheidende Treffer ist nicht dabei. Manche verweigern die Speichelprobe, wenn einer ablehnt, versuchen die Ermittler, ihn zu überreden. Wenn nicht: Ist ein Gerichtsbeschluss möglich? Das muss gut begründet sein. 3800 Leute haben sie inzwischen „gespeichelt“, wie es im Polizeijargon heißt. Kein Treffer. „Die erste Ernüchterung“, sagt Rautenberg.

Die Suche geht weiter.

Funkzellenüberprüfung: Die Ermittler hoffen auf Hinweise auf potenzielle Zeugen, die sich zur Tatzeit im Gebiet aufgehalten haben und werten Handydaten aus.

Der Neuansatz

Zwei Jahre hat die MK Tiergarten mit fast 30 Leuten intensiv gearbeitet, plus andere Behörden, LKA, Justiz. Alle Spuren haben sie ausgewertet, alle Verdächtigen geprüft – nichts. „Ich will niemals aufgeben“, sagt Rautenberg. Aber irgendwann war die Mordkommission mit ihrem Latein am Ende. Im Sommer 2008 geht es für Rautenberg zurück an den Schreibtisch in Hagen.

Sein Büro füllen Tiergarten-Akten, eine halbe Schrankwand voll. Immer wieder greift sich der 54-Jährige die Dokumente auf der Suche nach irgendwas, das sie übersehen haben können. Bis heute. „Es gibt immer mal Freiräume, um weiterzuarbeiten“, sagt er. „Wir könnten noch so viel tun, das wir im normalen Alltag nicht hinbekommen.“

Also: Der Blick von außen. Die Szenekenner der Kreispolizei, die noch nicht in die Ermittlungen involviert waren, die operative Fallanalyse des Landeskriminalamts. 2016 konzentrieren sich Polizisten erneut auf den Fall. 16 Leute, acht Wochen, von den Herbstferien bis Weihnachten. Wieder nichts. Im Frühjahr bekommt Rautenberg wieder vier Wochen Zeit. Sein Nachbarbüro ist frei, dort stellt er weitere Tiergarten-Akten auf.

Die Ermittler

Was haben wir übersehen? Eine Frage die alle umtreibt, die in der MK Tiergarten und darüber hinaus am Fall mitgearbeitet haben. Sie haben die DNA, eigentlich doch eine Riesenchance, den Täter zu überführen. „Das kann doch eigentlich alles nicht wahr sein“, sagt Rautenberg.

Tötungsdelikte sind immer schlimm, aber immerhin kann fast jeder Fall geklärt werden. Bis auf diesen. „Das macht einen verrückt“, sagt der Hagener. Sie wollen nicht aufgeben. Können sie gar nicht. Heute arbeitet Rautenberg nicht mehr in der Mordkommission. „Aber diesen Fall behalte ich. Immer.“

Finderin der Leiche bringt bis heute Blumen zum Fundort

Heidi Mattick fand die Leiche Bianca Burbachs am 26. April 2007. Bis heute bringt sie immer wieder Blumen zum Fundort.

Wie jeden Morgen ging Heidi Mattick mit dem Hund spazieren. Aus dem Haus an der Tiergartenstraße die paar Schritte den Hang hinauf zur HTS-Fußgängerüberführung, von dort den schmalen Pfad die Absperrung entlang. In einem Gebüsch ein nackter Körper: „Ich dachte erst, da schläft ein Betrunkener seinen Rausch aus“, sagt sie. Der Hund zerrte in die Richtung, Heidi Mattick zog ihn weg und ging schnell weiter.

Sie rief die Polizei. Nach kurzer Zeit traf eine Beamtin ein, „zeigen Sie mal“, sagte die Frau. Mattick führte sie hin, die Polizistin ging den Weg hoch – und stockte.

„Ich habe gar nicht gesehen, was los ist“, sagt Mattick, die sich noch genau an diesen Vormittag erinnert. „Gehen sie nicht weiter mit“, sagte die Beamtin. Am Geländer der Fußgängerbrücke hingen Burbachs Kleidungsstücke.

Lange Befragung, Fellproben der Hunde

Vier Stunden lang befragten die Ermittler Heidi Mattick. Weil am Tatort Hundehaare gefunden wurden, gab sie Fellproben ihrer Tiere ab.

Bianca Burbach war bekannt in der Nachbarschaft. Die junge Frau hatte damals aushilfsweise in der „Käseglocke“ gearbeitet, Lebensmittel verkauft. Ab und zu hielten die Frauen ein Schwätzchen, wie man das so macht. Zusammen mit einer Freundin Bianca Burbachs legt Heidi Mattick im Sommer Blumen unweit des Fundorts ab, im Winter stellen sie Windlichter auf. Heidi Matticks Mann baute ein Holzkreuz. „Als Erinnerung an Bianca“, sagt Mattick. „Sonst interessierte sich ja keiner dafür.“ Einmal trafen sich die Anwohner aus der Nachbarschaft für einen Gedenkmarsch.


„Ich hatte lange ein ungutes Gefühl, wenn in an der Stelle vorbeiging“, sagt Heidi Mattick. Zum Fundort selbst ist sie nie wieder gegangen. Heute ist die Stelle überwuchert, das Gehölz ist dicht und hoch gewachsen, von dem Pfad so gut wie nichts mehr zu sehen.

Die kleine Gedenkstätte wird immer wieder zerstört. Die Pflanzen auseinandergerissen, das Kreuz geklaut oder weggeworfen. Heidi Mattick stellt die Windlichter wieder auf, der Herbstwind ist kalt, sie zieht den Anorakt fester um die Schultern. Einige Anwohner laufen vorbei. „Die haben das Kreuz schon wieder geklaut“, sagt ein Mann. „Ja“, antwortet Mattick. „Dass die das immer kaputtmachen müssen.“

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