#1 RE: Presseberichte von 29.09.2014 07:54

Ermittlungen werden eingestellt Polizei gibt im Mordfall Annika B. vorerst auf

Der Mord an der jungen Studentin Annika B. schockierte vor fast genau zwei Jahren Hannover. Jetzt sollen die Ermittlungen in Kürze eingestellt werden – obwohl der Mörder der jungen Frau noch immer nicht gefasst ist

Hannover. „Wir arbeiten noch die letzten Hinweise ab, danach können wir vorerst nichts mehr tun“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Am 27. November 2011 war Annika B. vor ihrer Wohnung in der Kohlrauschstraße niedergestochen worden. Jetzt befürchtet ihre Familie, dass das Verbrechen nie aufgeklärt werden könnte.

Dabei waren die Mordermittler, wie erst jetzt bekannt wurde, im Verlauf ihrer Nachforschungen auf eine heiße Spur gestoßen. Sie führte in die Nähe von Rostock. Monate vor ihrem gewaltsamen Tod fühlte sich Annika B. einer konkreten Bedrohung ausgesetzt. „Da gibt es einen Mann, der will mich umbringen“, soll die junge Frau etwa im März 2011 ihrer Mutter anvertraut haben. Auf ungläubiges Nachfragen soll B. geantwortet haben: „Doch, das stimmt, der hat gesagt, er kommt im November hierher, und dann holt er mich und bringt mich um.“ Den Namen des Mannes, von dem sich die junge Frau bedroht fühlte, wollte sie damals nicht preisgeben. Auch den eindringlichen Rat ihrer Mutter, sich deshalb mit der Polizei in Verbindung zu setzen, schlug sie aus. „Wir sind diesen Hinweisen nachgegangen, haben auch drei bis vier Personen überprüft – die Ergebnisse waren immer negativ“, sagt Polizeisprecher Hilgenberg.

Annika B.s Eltern halten die Rostock-Spur weiterhin für den wichtigsten Hinweis in dem Fall. Sie haben selbst Nachforschungen angestellt und sind dabei auf den Namen des Ortes in der Nähe der Hansestadt gestoßen, in dem der Verdächtige damals gelebt haben soll. „Wir haben diesen neuen Hinweis sofort an die Polizei weitergeleitet“, sagt Rechtsanwalt Matthias Waldraff, der Annikas Eltern vertritt.

Generell kritisiert der Strafverteidiger das Verhalten der Behörde gegenüber den Hinterbliebenen in diesem spektakulären Fall. „Hier müssen die Angehörigen regelmäßig auf dem Laufenden gehalten werden, sonst wächst bei ihnen völlig unnötig Misstrauen“, sagt Waldraff. Er wünscht sich zudem Einblick in die Akten der Ermittler. „Nur so können wir nachvollziehen, was unternommen und was ermittelt worden ist“, erklärt der Jurist. Ein solches Entgegenkommen der Behörden sei in vergleichbaren Fällen durchaus üblich.

Annika B. hatte am Abend des ersten Adventssonntags 2011 ihre Wohnung in der Kohlrauschstraße kurz verlassen, um an einem nahe gelegenen Kiosk eine Schachtel Zigaretten zu holen. Der Täter muss die junge Mutter beobachtet haben. Er lauerte ihr vor ihrer Wohnung auf und griff sie bei ihrer Rückkehr ohne Vorwarnung an. Anschließend gelang ihm die Flucht.

Aufgrund der Zeugenaussagen dreier junger Männer, die den Täter weglaufen sahen, fertigten Spezialisten eine Phantomzeichnung von Annika B.s Mörder an. Das Bild zeigt einen sportlichen jungen Mann. Er ist 25 bis 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und Brillenträger. Er hatte damals blonde, kurze Haare und trug an dem Abend eine dunkle Kapuzenjacke. Die Ermittler stellten danach die Phantomzeichnung auf die Facebook-Seite der Polizei und erhielten in kürzester Zeit eine derartige Flut von Hinweisen, dass sie das Bild wieder aus dem Netz nehmen mussten.
Der Fall Annika B.

27. November 2011: Gegen 19.15 Uhr wird die 20-jährige Studentin Annika B. vor ihrer Wohnung in der Kohlrauschstraße durch mehrere Messerstiche verletzt. Sie stirbt wenig später im Krankenhaus.

2. Dezember 2011: Die Kripo veröffentlicht eine Phantomskizze des mutmaßlichen Täters. Das Bild stellt die Polizei auch auf ihre Facebook-Seite. Die erhoffte Wirkung bleibt aus. Die Ermittler werden mit Hinweisen und Kommentaren regelrecht überflutet, sodass sie die Zeichnung wieder aus dem Netz nehmen müssen.

5. Dezember 2011: Annika B. wird auf dem Stöckener Friedhof beigesetzt.

28. März 2012: Die Polizei bittet rund 1000 Männer zum Speicheltest, um dem Täter per DNA-Abgleich auf die Schliche zu kommen. Trotz der regen Beteiligung ist auch dieser Schritt nicht erfolgreich.

27. November 2012: Ein Jahr nach dem Verbrechen setzt die Polizei eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise auf den Täter aus. Die Summe musste bislang nicht ausbezahlt werden, verwertbare Tipps gingen nicht ein.tm
Die schwere Zeit nach Annika

Ich wünsche mir schon, dass so ein krankes Gehirn geschnappt wird, und gleichzeitig habe ich Angst vor dem, was dann kommt.“ Regina Heinemann, die Mutter der ermordeten Studentin Annika B., sagt diesen Satz mit fester Stimme und klarem Blick. Zwei Jahre nach dem schrecklichen Verbrechen in der Kohlrauschstraße, das ihr die Tocher und ihrem Enkelkind die Mutter nahm, hat sie neue Kraft gefunden und kann über die Tat sprechen. „Ich bin wieder an Deck, aber es hat diese Zeit gebraucht, bis ich soweit war“, sagt sie. Ihre fünfjährige Enkelin lebt bei ihrem Vater, die Großeltern können sie regelmäßig sehen. Immerhin sie ist ihnen geblieben.

Es war ein langer Weg zurück. Zwei schwere Jahre habe sie hinter sich, sagt Heinemann. Sie hat sich sehr verletzt gefühlt, „wie ein Mobile, aus dem ein Teil herausgeschnitten wurde“. Nicht nur der tödliche, bis heute nicht aufgeklärte Messerangriff auf ihre Tochter hat diese Verletzungen hervorgerufen. Auch die vielen negativen Erlebnisse im Verlauf der Ermittlungen hätten Wunden hinterlassen. So erfuhr sie beispielsweise nur durch Zufall von der Attacke auf ihre Tochter – nicht aber durch die Polizei.

Als die damals 20-jährige Studentin niedergestochen wurde, war Regina Heinemann im Ausland. Eine Hausbewohnerin schickte ihr eine Nachricht auf das Handy, sie möge sich bei der Polizei melden, mit Annika sei etwas passiert. Als sie sich telefonisch zur Mordkommission durchgefragt hatte und sich dort nach ihrer Tochter erkundigte, fuhr der Beamte sie an: „Wer hat Ihnen das gesagt?“ Die Ermittler hatten in den ersten Stunden eine Art Nachrichtensperre verhängt, um sich ganz auf ihre Arbeit konzentrieren zu können. Dabei hatten sie die Angehörigen offenbar völlig aus dem Blickfeld verloren.

Auch im weiteren Verlauf der Suche nach dem Mörder fühlte sich die Familie oft alleine gelassen. „Ich wusste wirklich nur das, was in der Zeitung stand, auch wenn mir das kaum jemand geglaubt hat“, sagt Regina Heinemann. Erst im Mai, sechs Monate nach dem Verbrechen, durfte die Mutter die Wohnung ihrer Tochter wieder betreten. Bis dahin hatte die Polizei die Räume versiegelt.

Zudem hat die Familie inzwischen herausbekommen, dass drei Tage nach dem Angriff auf Annika ein Bekannter, der offenbar über Beziehungen zur Rechtsmedizin verfügt, bei der Toten war, um Abschied zu nehmen. „Ich als Mutter durfte sie erst nach einer Woche sehen. Das hat mich schon tief getroffen“, sagt die Mutter der Ermordeten.

Später entdeckte sie, dass jemand im Internet ein Kondolenzbuch für Annika eröffnet und ein virtuelles Grab für die junge Frau angelegt hatte. Mehr als 4000 Menschen haben dort Abschied bislang genommen. Beinahe täglich tragen sich online Menschen in die Gästebücher ein, die Annika B. nicht gekannt haben. „Einige haben sich als Familienangehörige ausgegeben und Nachrichten eingestellt. Das hat mich massiv verletzt“, sagt die Mutter.

Trost und Halt hat Regina Heinemann nach dem Schicksalsschlag bei ihrer Familie gefunden – und in ihrem Glauben. Sie ist zutiefst davon überzeugt, dass es für ihre Tochter ein Leben nach dem Tod gibt. Auch hege sie gegen den unbekannten Täter keinen Groll, sagt sie: „Wir haben ihm verziehen.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt...-B.-vorerst-auf

#2 RE: Presseberichte von 29.09.2014 07:56

STUDENTIN ANNIKA B. AUF DER STRASSE ERSTOCHEN
Polizei fahndet auf Facebook nach Mörder

Hannover – Der Killer stach auf der Straße zu, in der Innenstadt. Am ersten Adventssonntag wurde in Hannover die Studentin Annica B. (20) getötet. Die Polizei fahndet jetzt auf Facebook nach ihrem Killer – das hat es bisher noch nie gegeben!

Annika B. wollte gerade ihre Wohnung betreten, als ein Unbekannter gegen 19.15 Uhr mehrmals auf die junge Frau einstach. Eine Zeugin beobachtete die Attacke und rief Hilfe. Der Täter rannte davon.
Doch Annika B., Mutter einer dreijährigen Tochter, konnte nicht mehr gerettet werden, starb wenig später im Krankenhaus.

Die Studentin galt als sehr fleißig und fromm. Sie stammt aus einer gläubigen Familie, las gern in der Bibel. Sie lebte im Haus der Eltern, die sich viel um das Enkelkind kümmerten. So konnte Annika B. nach der Geburt ihr Abitur nachholen – angeblich mit der Note 1,8. Später begann sie ein Umwelttechnik-Studium.

Am Tag vor ihrem Tod hatte Annika noch Plätzchen für ihre Tochter gebacken. Am Sonntagabend wollte sie nur zum Kiosk an der Ecke, um Zigaretten zu holen. Einer Freundin soll sie noch über Handy gesagt haben, dass sie sich verfolgt fühlt.

Kurz danach der Mord: Annika wurde auf der Straße erstochen, als sie zurück in die Wohnung wollte.
Die Hintergründe der Tat sind völlig unklar. Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden. Es gibt kaum Hinweise auf den Täter und sein Motiv. Die Kripo fahndet nach einem schlanken, sportlichen Mann (unter 30, ca. 1,80m).

FACEBOOK-FAHNDUNG

Die Polizei will Annikas Killer mit Hilfe des sozialen Netzwerks Facebook auf die Spur kommen. In einem Aufruf wird nach Zeugen und Freunden der Studentin gesucht.

Nach eigenen Angaben ist es das erste Mal, dass die Polizeidirektion Hannover „im Zusammenhang mit einem aktuellen Tötungsdelikt auch das Instrument der 'Facebook-Fahndung' einsetzt“. Bei anderen Straftaten oder vermissten Kindern wurde bereits über Facebook gefahndet.

Die Polizei veröffentlichte einen ganzen Fragenkatalog, um Annikas Mörder aufzuspüren: Wem ist im Umfeld des Tatortes etwas Verdächtiges aufgefallen? Wer hat möglicherweise einen flüchtenden Mann gesehen? Wer kann Angaben über eine mögliche Tatwaffe machen?

Andere Fragen richten sich direkt an das persönliche Umfeld des Opfers. Die Ermittler versuchen herauszufinden, mit wem die Studentin in letzter Zeit Kontakt hatte, wen sie an ihrem Todestag gesehen hat und ob sich seit der Tat jemand in Annikas Umfeld verdächtig verhält.
Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen.

http://www.bild.de/news/inland/fahndunge...04678.bild.html

#3 RE: Presseberichte von 29.09.2014 07:57

KRIMINALITÄT

5000 Euro Belohnung im Fall der ermordeten Annika B.

Ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod der 20-jährigen Annika B. hat die Polizei eine Belohnung von 5000 Euro zur Ergreifung des Täters ausgesetzt.

HANNOVER. 1000 Spuren, 530 Hinweise, hunderte DNA-Tests, ein Phantombild des Täters – aber der Mörder von Annika B. (20) ist seit 365 Tagen auf der Flucht. Der Gesuchte hatte die Studentin am 27. November 2011 vor ihrer Haustür in der Kohlrauschstraße (City) niedergestochen. Die Mutter einer vierjährigen Tochter starb wenig später in einem Krankenhaus.

Um die Fahndung neu zu beleben, hat die Polizei jetzt 5000 Euro Belohnung ausgesetzt. Außerdem verteilen heute Mittag Beamte der Mordkommission „Annika“ in den Straßen rund um den Tatort Flugblätter.

In diesem Flyer bittet die Kripo erneut um Hinweise. Von besonderem Interesse für die Fahnder ist: Welche Person hat nach dem 27. November 2011 ihr Aussehen geändert? Wer ist unerwartet weggezogen. Wer hat sich auffällig intensiv mit dem Mordfall beschäftigt? Wer aus dem Wohnumfeld des jungen Opfers ist als verhaltensauffällig bekannt?

Bei dem Mörder der jungen Mutter soll es sich um einen Brillenträger handeln. Drei Zeugen hatten kurz nach der Tat am Adventssonntag gegen 19.15 Uhr einen Richtung Herschelstraße flüchtenden Mann bemerkt. Nach Angaben dieser aufmerksamen Passanten fertigten Polizeizeichner das aktuelle Phantombild an.

„Die Familie steht dem Mord unverändert fassungslos gegenüber“, sagte gestern der Anwalt der Familie, Matthias Waldraff, „der tiefe Schock betraf besonders dramatisch Annikas Tochter.“ Sie lebt laut Waldraff „in der Familie, die noch weiter zusammengerückt ist, um das Trauma der Tochter zu bewältigen“.

Annika B.s Mutter ließ über ihren Anwalt mitteilen: „Annika ist im Himmel, sie lebt jetzt in einer besseren Welt. Sie ist jetzt bei Gott, er kümmert sich um sie. Und das ist auch das, was wir unserem Enkelkind erzählen.“

Waldraff betonte mit Blick auf den tragischen Verlust und die Trauerarbeit der Hinterbliebenen: „Damit kann man nur abschließen, wenn der Täter gefunden wird.“

http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-...rdeten-Annika-B

#4 RE: Presseberichte von 29.09.2014 07:59

420 freiwillige Speichelproben
DNA-Tests im Mordfall Annika B.

Rund vier Monate nach dem Mord an der Studentin in der Kohlrauschstraße (Mitte) haben die Beamten der Mordkommission 420 Speichelproben genommen und 700 Personen überprüft. Trotzdem gibt es noch keinen ernsthaft Tatverdächtigen.

Hannover. Im Fall der auf offener Straße erstochenen Annika B. ist die Polizei beim Bearbeiten der Hinweise ein gutes Stück voran gekommen. Rund vier Monate nachdem die junge Frau vor ihrer Wohnung in der Kohlrauschstraße (Mitte) überfallen wurde, haben die Beamten der Mordkommission 420 Speichelproben genommen und 700 Personen überprüft. Dabei handelt es sich nach Auskunft der Staatsanwaltschaft um Menschen, die entweder der Polizei nach dem Fahndungsaufruf per Facebook einen Hinweise gegeben haben oder aus dem Umfeld der Getöteten stammen. Die Ermittler wollen in den kommenden Wochen rund 300 weitere Personen kontaktieren.

Die Kripo hatte alle Männer unter den bislang überprüften 700 Personen um eine freiwillige Abgabe von genetischem Material (DNA) gebeten. 420 von ihnen willigten ein. „Am Tatort wurde zwar kein genetisches Material des mutmaßlichen Täters sichergestellt, das man mit den Proben vergleichen könnte - es ist aber nicht ausgeschlossen, dass wir noch etwas finden, zum Beispiel an der Kleidung der Getöteten“, sagt Oberstaatsanwältin Irene Silinger.

Dass es sich bei dem Mörder der alleinerziehenden Mutter Annika B. mit großer Wahrscheinlichkeit um einen jungen Mann handelt, stand bereits kurz nach der Bluttat am Abend des ersten Adventssonntages 2011 fest. Drei Zeugen hatten kurz nach der Tat einen etwa 20 bis 30 Jahre alten Mann weglaufen sehen. Er flüchtete von der Kohlrauschstraße über die Celler Straße Richtung Hauptbahnhof. Anhand der Angaben fertigte die Polizei eine ungewöhnlich präzise Phantomskizze des Messerstechers: Der mutmaßliche Täter ist etwa 1,80 Meter groß, schlank und sportlich. Er hat kurze blonde Haare, trägt eine viereckige Brille und wirkt unscheinbar.

Der Täter muss seinem Opfer vor dem Haus regelrecht aufgelauert haben. Die 20-Jährige hatte an dem Abend ihre Wohnung um kurz nach 19 Uhr verlassen. Sie ging zu einem nahegelegenen Kiosk, um sich Zigaretten zu kaufen. Dabei telefonierte sie mit einer guten Freundin. Auf dem Rückweg fiel der Täter von hinten über die junge Mutter her und stieß ihr sein Messer mehrfach in den Oberkörper. Annika B.s Freundin hörte die Hilfeschreie der Studentin am Telefon mit.

Die akribische Arbeit der Mordkommission und das Überprüfen der 700 Personen scheinen trotzdem nur wenige Hinweise auf die Identität des Gesuchten erbracht zu haben. Einen dringend Tatverdächtigen gibt es nicht.

Ebenso ungeklärt ist die Frage nach den Hintergründen der tödlichen Messerattacke. Annika B. galt als fröhliche junge Frau. Sie verfügte über einen großen Freundeskreis und war auch an der Fachhochschule, an der sie gerade ihr Studium begonnen hatte, beliebt. Zudem engagierte sich die junge Mutter in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in der Walderseestraße. Die Hinterbliebenen, besonders die Eltern der jungen Frau, die von Rechtsanwalt Matthias Waldraff vertreten werden, wollen sich bislang nicht öffentlich zu dem Fall äußern. Sie vertrauten auf die gute Arbeit der Polizei und wollten diese nicht behindern, ließen sie mehrfach mitteilen.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadt...rdfall-Annika-B

#5 RE: Presseberichte von 29.09.2014 08:04

Beerdigung

Abschied von Mordopfer Annika B.

Eine Woche, nachdem ein unbekannter Täter die 20-jährige Annika B. in Hannover niedergestochen und getötet hat, haben Angehörige, Freunde und Bekannte am Montag Abschied genommen.

Hannover. „Es ist, als habe Gott Annika vorbereitet auf das, was vor ihr lag“, sagte Pastor Anselm Moser in seiner Predigt. Noch am Sonntag vor ihrem plötzlichen Tod am ersten Advent habe die Studentin einen Gottesdienst der freikirchlichen Gemeinde Hannover besucht. „Wir haben das Thema Ewigkeit behandelt. Es ging um das, was im Leben wirklich wichtig ist, und Annika war so ergriffen“, sagte der Pastor.

Die Mutter der getöteten Studentin hatte sich vor der Trauerfeier an die Öffentlichkeit gewandt: „Es ist so unfassbar, unbegreiflich, schrecklich, unser Leben wird nie wieder so sein, wie es einmal war.“ Die Frage nach dem „Warum?“ sei für die Angehörigen nicht wichtig. „Selbst ein Erkennen der Hintergründe brächte uns unsere Tochter, Schwester und unserem Enkelkind die Mutter nicht zurück.“ Annika B. hinterlässt eine kleine Tochter. Das Mädchen wird in diesen Tagen vier Jahre alt.

Unterdessen geht die Suche nach dem Mörder der jungen Frau weiter. Der unbekannte Mann hatte die Studentin am ersten Advent gegen 19 Uhr in der Kohlrauschstraße angegriffen. Die Polizei vermutet weiterhin, dass der Täter Annika B. kannte. Ende vergangener Woche veröffentlichte die Polizei ein Phantombild, das mit Hilfe von Zeugen angefertigt werden konnte. Der Täter war den drei Passanten auf seiner Flucht begegnet. Bis Sonntag gingen etwa 150 Hinweise ein; im Laufe des Montags meldeten sich weitere 30 Personen bei der Polizei und schilderten ihre Beobachtungen.

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...ved=0CCcQrQMwAQ

#6 RE: Presseberichte von 29.09.2014 08:05

Hannover: Warum musste Annika B. sterben?

Eine Studentin (20) wurde in Hannover-Mitte direkt vor der Haustür erstochen. Nachbarn vermuten eine Beziehungstat, doch die Polizei hat noch keine heiße Spur.

HANNOVER. Der Tag nach der rätselhaften Bluttat an Annika B. (20): Am Tatort an der Kohlrauschstraße (Mitte) legen Bruder und Schwester der erstochenen Studentin schweigend Blumen und Abschiedsbriefe auf dem Gehweg ab und stellen rote Grablichtkerzen auf. Polizisten suchen die Umgebung nach der Tatwaffe ab, finden aber nichts. Ein sichtlich geschockter Nachbar ist den Tränen nahe: „Die Annika war so ein lebensfröhlicher junger Mensch, eine wunderhübsche Frau. Die konnte man einfach nur gernhaben, ich kenne sie von kleinauf.“

Am Sonntagabend habe er beim Fernsehen plötzlich von draußen lautes Gezeter, Geschrei und Hilferufe gehört. Der Nachbar eilte schlagartig auf die Straße: „Da habe ich sie dann direkt vor der Haustür liegen gesehen. Sie hat noch geatmet.“ Die sofort alarmierten Rettungskräfte konnten die blutüberströmte 20-Jährige zwar noch wiederbeleben – sie starb aber kurze Zeit später im Krankenhaus an ihren schweren Stichverletzungen im Oberkörper.

Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar. Eine Anwohnerin hatte gegen 19.15 Uhr beim Einparken einen Streit der Studentin mit einem Mann beobachtet. Dieser habe „merkwürdige Ausholbewegungen“ gemacht. Als die Zeugin ausstieg und laut um Hilfe rief, flüchtete der Täter – vermutlich Richtung Ludwigstraße. Der Mann ist laut Beschreibung der Anwohnerin unter 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und von sportlicher Statur. Er trug zur Tatzeit eine dunkle Steppjacke. Die Kriminalpolizei hat eine Mordkommission eingerichtet: „Wir ermitteln in alle Richtungen, auch im persönlichen Umfeld des Opfers“, so ein Polizeisprecher.

„Ich gehe davon aus, dass da jemand auf sie gewartet haben muss“, ist der Nachbar überzeugt: „Vielleicht wollte sie nur kurz Zigaretten holen gehen.“ Eine Eifersuchtstat? „Ich weiß nur, dass sie seit kurzem einen Freund hat. Der kam später auch hierher, als er das erfahren hat.“ Die zierliche junge Frau mit den langen glatten, dunkel gefärbten Haaren habe zusammen mit ihrem Bruder gewohnt – Tür an Tür mit den Eltern, die gestern nach der Bluttat ihren Rumänienurlaub abbrachen. Annika B. habe eine etwa dreijährige Tochter, die beim Großvater lebt.

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...ved=0CCoQrQMwAg

#7 RE: Presseberichte von Christine 29.09.2014 12:27

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#8 RE: Presseberichte von 29.09.2014 17:50

28.09.2014 21:21 Uhr
FALL ANNIKA B.

Polizei wusste nichts von „Tatort“-Phantombild

Beim „Tatort“ haben hannoversche Zuschauer am Sonntag möglicherweise kurz gestutzt. In der Sendung ist ein echtes Phantombild aufgetaucht, das die Polizeidirektion Hannover im November 2011 im Mordfall Annika B. veröffentlicht hatte. Die Polizei war nicht informiert und zeigt sich irritiert.

Köln. Die Phantomzeichnung des mutmaßlichen Mörders Annika B. in Hannover ist im "Tatort" deutlich zu erkennen. Bei der fiktiven Suche nach dem Mörder der Frau, die eine Internetpartnerschaftsvermittlung namens Lovecast leitet, hatten die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk drei Männer im Verdacht. Der mittlere kam aufmerksamen Zuschauern aus Hannover bekannt vor.

Die Polizei Hannover nahm am Tag nach der Ausstrahlung Stellung zu der Verwendung des Bildes. "Wir sind irritiert über die Verwendung einer originalen Phantomskizze zu einem ganz anderen Sachverhalt", sagt ein Polizeisprecher auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Behörde sei von dem Filmteam nicht über diese Aktion informiert gewesen. Der Mord an der jungen Studentin Annika B. hatte im November 2011 Hannover schockiert. Er gehört zu den ungelösten Mordfällen in der Stadt.

Unklar ist bislang, ob auch die beiden weiteren Phantombilder im "Tatort" echt sind und für die fiktive Geschichte zweckentfremdet worden sind.

"Tatort" zumindest in Zahlen ein Erfolg
Der Kölner "Tatort" ließ die Konkurrenzprogramme am Sonntagabend weit hinter sich. 10,60 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 30,7 Prozent) schalteten um 20.15 Uhr den Kölner Krimi mit dem Titel "Wahre Liebe" und den Ermittlern Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) ein. Vor einer Woche noch hatten Jan Josef Liefers und Axel Prahl mit ihrem Krimi "Mord ist die beste Medizin" aus Münster, den 13,13 Millionen Zuschauer sahen, die beste "Tatort"-Quote seit mehr als 20 Jahren geholt.

http://www.waz-online.de/Nachrichten/Med...ld-aus-Hannover

#9 RE: Presseberichte von wetterfrosch 22.10.2017 13:01

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15.06.2015

Mord auf offener Straße: Der grausame Tod einer jungen Studentin (†20)

Von Edgar Schneider

Die Bitte um Mithilfe.Auch nach über drei Jahren keine heiße Spur.

Mit einem Phantombild fahndet die Kripo Hannover nach dem Mörder von Annika B (†20). Die Studentin und Mutter eines 3-jährigen Kindes war vom Einkaufen auf dem Nachhauseweg, als urplötzlich ein Mann hinter ihr auftauchte, ein Messer zückte und sie mit mehreren Stichen niedermetzelte. Das Motiv für die schreckliche Bluttat liegt bis heute im Dunkeln, auch dreieinhalb Jahre nach dem Mord gibt es vom Täter keine Spur. BrandZeilen.de bittet um Mithilfe bei der Suche nach Annikas Mörder.

Es fehlt das Motiv und auch das Messer, mit dem der Mörder sein wehrloses Opfer auf offener Straße niedermetzelte, wurde nie gefunden. Das Opfer: Annika B, eine 20-jährige Studentin und Mutter einer 3-jährigen Tochter aus Hannover. Der Killer: ein unscheinbarer junger Mann mit Allerweltsgesicht und einer eckigen Brille auf der Nase. Nach ihm fahndet Polizei seit dreieinhalb Jahren fieberhaft.

„Wir sind immer noch fassungslos und können nicht begreifen, was da mit einer Kundin von uns geschehen ist“, sagt der Angestellte des Kiosks an der Celler Straße im Gespräch mit BrandZeilen.de. Hier hatte Annika am Abend des 27.11. 2011 unmittelbar vor der Bluttat noch eingekauft.

Mehr als tausend Freunde bei facebook

Zusammen mit ihren Eltern und ihrem Kind wohnte Annika nur ein paar Hundert Meter entfernt von hier in der Kohlrauschstraße. Die junge Frau galt als sehr fleißig und besonders ehrgeizig, nicht erst seit sie ihr Umwelttechnikstudium begonnen hatte.

Die junge Studentin war im Internet und den Sozialen Netzwerken aktiv, bei facebook hatte sie mehr als tausend Freunde.

Die facebook - Gemeinde hält es daher für möglich, dass Annika ihren Mörder im Netz kennen gelernt hat. Vielleicht hat sie ihm sogar über ihre Pläne an jenem Adventssonntag berichtet. Auch Annika neigte dazu, jeden Ihrer Schritte dort zu posten. So könnte er gewusst haben, dass Annika am Abend noch einmal das Haus verlassen wollte, um im Kiosk an der Ecke einzukaufen.

Unvermittelt stach der Killer zu

Die Studentin hatte nach ihrem Einkauf ihre Wohnung schon fast erreicht, als wie aus dem Nichts ein Mann hinter ihr auftauchte. Er zückte ein Messer und stach ohne jede Vorwarnung auf sein wehrloses Opfer ein. Verzweifelt versuchte die junge Mutter, sich zu wehren und den Stichen auszuweichen, doch sie hatte keine Chance.

Eine Freundin, mit der Annika in diesem Augenblick telefonierte, bekam alles mit. Sie hörte Annikas schreckliche Schreie und ihre verzweifelten Hilferufe. Dann endete das Telefonat abrupt.

Ein Nachbar, der nach draußen gerannt war, um zu helfen, fand die Studentin blutüberströmt auf dem Gehweg. Sofort alarmierte er die Polizei und die Rettungskräfte. Es gelang einem Notarzt zwar noch, die junge Frau zu reanimieren, sie wurde auch sofort in ein Krankenhaus eingeliefert, jedoch starb sie dort eine Stunde später an ihren schweren Stichverletzungen.

Monate zuvor gab es eine Morddrohung

Die Kriminalpolizei hatte zunächst die Hoffnung, den Fall schnell aufklären zu können: Schon ein paar Tage später meldeten sich mehrere Zeugen, die sich zur Tatzeit gegen 19.15 Uhr an der Ecke Celler Straße und Kohlrauschstraße aufgehalten hatten. Sie alle hatten einen Mann beobachtet, der fluchtartig in Richtung Herschelstraße weggerannt war.

Ein Phantombild wurde erstellt, eine großangelegte Öffentlichkeitsfahndung lief an. Zwar gab es mehr als dreihundert Hinweise auf die unterschiedlichsten Personen, doch Annikas Mörder war nicht darunter. Auch ein Speicheltest, zu dem die Kripo rund eintausend Männer gebeten hatte, brachte nicht das erhoffte Ergebnis.

Auch eine weitere, vermeintlich heiße Spur, führte nicht zum Erfolg: Schon Monate vor ihrer Ermordung hatte sich Annika bedroht gefühlt. „Es gibt einen Mann, der mich umbringen will“, hatte Annika im März 2011 ihrer Mutter erzählt. Einen Namen nannte sie nicht, und den eindringlichen Rat ihrer Mutter, sich der Polizei anzuvertrauen, schlug sie aus. Obwohl, wie ihre Mutter später angab, die Morddrohung sehr konkret gewesen sein soll. „Der will im November nach Hannover kommen, um mich umzubringen“, soll Annika gewusst haben.

Bis heute ist das Verbrechen ungeklärt

Eine vermeintlich heiße Spur führte die Ermittler zu einem Mann nach Mecklenburg -Vorpommern. Doch die Überprüfungen dieses Mannes und weiterer Personen in seinem Umfeld verliefen negativ. Die Spur verlief ebenso im Sande wie bislang alle zunächst erfolgversprechenden Fahndungsansätze der Mordkommission.

So ist die Bluttat an Annika B. bis heute ungeklärt, ihr Mörder ist weiterhin auf freiem Fuß. Das Verbrechen, das den Eltern ihr Kind und einem dreijährigen Mädchen die Mutter raubte, ist ungesühnt.

http://www.brandzeilen.de/topstories/122...udentin_20.html

#10 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 00:44

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20:24 Uhr / 02.12.2011

Aus der Stadt / 30 Hinweise nach Facebook-Fahndung

Polizei sucht mit Phantombild nach Annikas Mörder

Sein Gesicht ist schmal, die Nase ebenso, die Lippen sind etwas wulstig. Die kurzen, blonden Haare hat er mit Gel geformt und nach oben aufgestellt. Auf seiner Nase sitzt eine Brille, Typ Kassengestell.

Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach dem mutmaßlichen Mörder. Quelle: Polizei Hannover
Das Bild ist unter Fotos zu finden.

So soll der junge Mann aussehen, der am 1. Advent gegen 19.15 Uhr in der Kohlrauschstraße der 20-jährigen Studentin Annika B. mehrere tödliche Messerstiche versetzt hat. Nach dem unbekannten Täter fahndet die Polizei jetzt mit einer Phantomskizze.

Die Zeichnung basiert auf den Aussagen von drei jungen Männern, die sich am Sonntag zur Tatzeit an der Ecke Celler Straße/Kohlrauschstraße aufhielten. Sie hatten sich am Mittwochabend auf den Zeugenaufruf der Polizei vom gleichen Tag gemeldet, weil sie sich daran erinnerten, dass ihnen am fraglichen Adventsabend ein junger Mann entgegengerannt war – wie sich später herausstellte, war das unmittelbar nach der Attacke auf die alleinerziehende Mutter. Die Mordkommission Annika reagierte schnell auf die neuen Informationen. Sie bestellte die Zeugen am Donnerstag ein. Aus den Beschreibungen der jungen Männer fertigte ein erfahrener Polizeizeichner das Phantombild. Am Freitag beantragte die Staatsanwaltschaft die Veröffentlichung der Skizze. Dem Antrag wurde umgehend stattgegeben. Gegen 16 Uhr stellte die Behörde das Bild inklusive einer Beschreibung des Gesuchten auf ihre Facebook-Seite. Dort wurde es innerhalb von einer Stunde knapp 17?000 Mal „geteilt“, also weiterverbreitet. Bis um etwa 17.30 Uhr gingen bei den Ermittlern bereits 30 ernstzunehmende Hinweise auf die Identität des Gesuchten ein.

Für die Mitglieder der Mordkommission, die um eine Beamtin aufgestockt wurde, bedeutet diese überraschende Informationsflut zahlreiche weitere Überstunden und ein arbeitsreiches Wochenende, denn jedem Hinweis und jedem Kommentar im Internet muss genau nachgegangen werden. „Wir sind sehr erfreut, wie gut die Facebook-Gemeinde uns bei der Aufklärung des Falls unterstützt“, sagt Polizeisprecher Stefan Wittke. Der Mann auf dem Phantombild ist zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, hat eine normale bis sportliche Figur und war mit einer dunklen Kapuzenjacke bekleidet. Von der Kohlrauschstraße soll er nach rechts in die Celler Straße abgebogen und dann in Richtung Herschelstraße gerannt sein.

Die Polizei vermutet, dass Annika B. ihren späteren Mörder gekannt hat – wenn auch möglicherweise noch nicht so lange. Fest steht dagegen, dass der Täter der jungen Frau an jenem Abend vor ihrer Haustür aufgelauert hat. Annika B. hatte ihre Wohnung im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses, das ihrem Stiefvater gehören soll, um kurz nach 19 Uhr verlassen. Sie hatte sich auf den Weg gemacht, um bei ihrem Stammkiosk an der Ecke Celler Straße/Hamburger Allee eine Schachtel Zigaretten zu holen. Wie so oft telefonierte sie dabei per Handy mit einer Freundin. Auf dem Rückweg zu ihrer Wohnung griff der Täter sie unvermittelt an. Die Freundin erklärte später gegenüber der Polizei, die Gespräch mit Annika sei abrupt unterbrochen worden, dann habe sie nur noch die Hilfeschreie der 20-Jährigen vernommen.

Annika B. galt bei ihren Freunden und Verwandten als lebensfroh und hilfsbereit. Ihre zahlreichen Bekanntschaften pflegte die junge Frau über verschiedene soziale Netzwerke im Internet, hauptsächlich aber war sie auf Facebook aktiv. Die 20-Jährige hatte gerade das Abitur nachgeholt, den Abschluss, den sie wegen der Geburt ihrer Tochter vor drei Jahren nicht machen konnte. Seit dem 1. September war sie an der Fachhochschule Hannover für den Studiengang Elektro- und Informationstechnik eingeschrieben. Auch dort forschte die Kripo in den vergangenen Tagen intensiv nach, befragte Kommilitonen und Dozenten der Getöteten. Zwei junge Männer sollen mit Annika B. an der FHH intensiver Kontakt gehabt haben. Doch aus diesen Ermittlungsansätzen heraus hat sich offenbar bislang noch kein Motiv für die Bluttat ergeben. Auch von der Tatwaffe fehlt bislang noch jede Spur.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt...Annikas-Moerder

#11 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 00:51

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Polizeidirektion Hannover

POL-H: Mordfall Annika B.: Flüchtiger Tatverdächtiger wurde gesehen

01.12.2011 – 16:55

Hannover (ots) - Im Mordfall Annika B. hat die Öffentlichkeitsfahndung die Ermittler einen wichtigen Schritt vorangebracht. Es haben sich drei Zeugen gemeldet, die am Sonntagabend den flüchtenden Tatverdächtigen gesehen haben und beschreiben können. Die Mordkommission prüft nun, ob aufgrund der Zeugenangaben mit einer Phantomskizze nach dem unbekannten Täter gefahndet werden kann.

Die Mordkommission ist gestern mit einigen gezielten Fragen an die Öffentlichkeit gegangen. Gefahndet wurde über die Medien, mit Plakaten und über den Facebook-Account "Polizei Hannover". Unter anderem wurde konkret nach einer Gruppe Passanten gesucht, die sich zur Tatzeit an der Einmündung Celler Straße / Kohlrauschstraße aufgehalten hat. Bei diesen Passanten handelt es sich um drei junge Männer. Diese haben sich aufgrund des polizeilichen Aufrufs bei der Mordkommission gemeldet und sich als Zeugen zur Verfügung gestellt. Sie haben den zu Fuß flüchtenden Tatverdächtigen von vorne gesehen - auch sein Gesicht. Die Ermittler prüfen nun, ob sie aufgrund der Beschreibung in den nächsten Tagen mit einer Phantomskizze in die Öffentlichkeitsfahndung gehen können.

Insgesamt sind aufgrund des Zeugenaufrufs von Mittwoch 30 weitere Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. Diese werden nun beurteilt und nach und nach abgearbeitet. Weitere Einzelheiten dazu können aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt werden.

Die Facebook-Fahndung hat eine bisher noch nicht gekannte Anteilnahme unter den Usern ausgelöst. Das entsprechende Posting wurde bis Donnerstag, 16 Uhr, rund 30 000-mal "geteilt" (also weiterverbreitet) und hat damit mehrere hunderttausend Menschen erreicht.

Die 20-jährige Studentin war am vergangenen Sonntag (27. November) gegen 19:15 Uhr auf offener Straße von einem Unbekannten erstochen worden. Der Angreifer flüchtete zu Fuß in Richtung Celler Straße, wo er auf die drei Zeugen traf.

Die Mordkommission bittet weiter um Zeugenhinweise unter 0511 109-5555. sw/ste

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#12 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 00:55

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Polizeidirektion Hannover

POL-H: Mordfall Annika B.: Polizei überprüft Hinweise

04.12.2011 – 13:26

Hannover (ots) - Nach Veröffentlichung einer Phantomskizze des Tatverdächtigen im Fall der getöteten Annika B. sind bei der hannoverschen Mordkommission zahlreiche weitere Hinweise eingegangen.

Seit Freitag fahnden die Ermittler mit einer Phantomskizze nach dem Tatverdächtigen im Fall Annika B. Die Zeichnung wurde auch auf der Facebook-Seite der Polizeidirektion Hannover veröffentlicht und mittlerweile mehr als 144.000mal "geteilt", also weiterverbreitet. Mittlerweile haben die Beamten rund 150 Hinweise erhalten. Davon gingen zahlreiche auch aufgrund der Facebook-Fahndung ein. Die Mordkommission überprüft nun alle Hinweise. Ein Tatverdächtiger wurde bislang nicht ermittelt. Die 20-jährige Studentin Annika B. war am 27. November gegen 19:15 Uhr auf dem Gehweg der Kohlrauschstraße von einem Unbekannten angegriffen und erstochen worden. / ste, krä

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#13 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 00:58

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Polizeidirektion Hannover

POL-H: Mordfall Annika B.: Polizei sucht nach Tatwaffe

07.12.2011 – 15:45

Hannover (ots) - Ermittler der "Moko Annika" haben heute Vormittag zusammen mit Beamten der Bereitschaftspolizei nach der Tatwaffe und anderen Spuren in dem Mordfall gesucht. Die gut einstündige Absuche eines Bahndammes an der Celler Straße, der am Fluchtweg des Täters gelegen haben dürfte, ist allerdings vergeblich geblieben. Die Mordkommission geht inzwischen mehr als 300 Hinweisen nach, die aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung mit einer Phantomskizze eingegangen sind. Ein großer Teil der Hinweise ist von Facebook-Nutzern gekommen - sie werden jetzt sorgfältig abgearbeitet. Die Facebook-Fahndung wird jetzt wieder auf das Umfeld des Mordopfers und auf die Beantwortung wichtiger Fragen konzentriert. Zum Beispiel:

- Möglicherweise hat Annika B. ihren Mörder gekannt, vielleicht auch erst seit kurzem. Wer weiß also, mit wem Annika B. zuletzt Kontakt hatte? - Wer weiß, wo sich die junge Frau am 1. Advent, in den Stunden vor der Tat, aufgehalten hat und mit wem sie zusammen war? - Gibt es im Umfeld von Annika B., möglicherweise auch im erweiterten Umfeld, seit dem 27. November auffällige Veränderungen? Sagt zum Beispiel ein Bekannter der Getöteten Verabredungen ab? Verhält sich jemand besonders nervös oder wirkt verunsichert?

Zur Erinnerung: Die 20-jährige Studentin Annika B. ist am 27. November gegen 19.15 Uhr von einem Unbekannten in der Kohlrauschstraße in Hannovers Innenstadt erstochen worden. Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen. / sw, ste

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#14 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 01:09

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Zeugenaufruf als Druckdatei (PDF):

http://www.pd-h.polizei-nds.de/download/..._Druckdatei.pdf

#15 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 01:12

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Fall Annika B.

Polizei Hannover setzt Belohnung aus

1. Advent - 27. November 2011: Vor einem Jahr wurde Annika B. vor ihrer Haustür an der Kohlrauschstraße (Mitte) erstochen. Der Mörder konnte bislang nicht gefasst werden. Für Hinweise, die zur Ergreifung führen, hat die Polizei Hannover jetzt eine Belohnung von 5 000 Euro ausgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft Hannover und die Ermittler der „Mordkommission Annika" überprüften im vergangenen Jahr über 1 000 Spuren und gingen bis heute 530 Hinweisen aus der Bevölkerung nach, die sich auf eine Ähnlichkeit mit dem veröffentlichten Phantombild bezogen hatten. Bislang ohne Erfolg!

Dabei hatten die Ermittlungen zunächst verheißungsvoll begonnen. Nur wenige Tage nach der Fahndung zu dem unbekannten Täter über die Medien, mit Plakaten und über den Facebook Account „Polizei Hannover" meldeten sich drei Zeugen. Sie erklärten, sich an jenem Sonntagabend, gegen 19:15 Uhr - also zur Tatzeit - an der Einmündung Celler Straße /Kohlrauschstraße aufgehalten und den zu Fuß in Richtung Herschelstraße flüchtenden, mutmaßlichen Täter gesehen zu haben und auch beschreiben zu können. Es folgten die Fahndung mithilfe eines Phantombildes und die Absuche des Bahndamms an der Celler Straße - den möglichen Fluchtweg des Täters - nach der Tatwaffe sowie potenziellen Spuren.

Ein Jahr nach dem Mord an der 20-Jährigen fehlt den Beamten der „Mordkommission Annika" und der Staatsanwaltschaft Hannover nach wie vor die „heiße Spur". Anlässlich dieses Tages wollen die Ermittler nicht nur an das noch ungeklärte Verbrechen erinnern, sondern erneut die Bevölkerung wachrütteln.

Die Mordkommission stellt folgende Fragen:

•Welche Person hat nach dem 27.11.11 ihr Aussehen oder ihre Verhaltensweisen geändert?
•Wer ist unerwartet weggezogen?
•Wer hat sich auffällig intensiv mit dem Mordfall beschäftigt oder darüber gesprochen?
•Wer ist aus dem Wohnumfeld als verhaltensauffällig bekannt?

Zeugen wenden sich bitte an die Kriminalpolizei Hannover unter 0511 109-5555.

https://www.pd-h.polizei-nds.de/fahndung...a-b-109033.html

#16 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 01:25

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21:11 Uhr / 28.11.2011

Kannte die 20-Jährige ihren Mörder?

Sie wollte nur schnell Zigaretten holen und lief dabei ihrem Mörder in die Arme. Doch von dem Mann, der die 20-jährige Annika B. am Abend des 1. Advent vor ihrer Wohnung in der Kohlrauschstraße durch mehrere Messerstiche getötet hat, fehlt bislang jede Spur.

Angehörige legten am Montag Blumen und Kerzen an der Stelle nieder, an der die 20-jährige Annika B. erstochen worden war.

Auch die Beschreibung des Unbekannten ist mehr als vage. Er soll nicht älter als 30 Jahre sein, etwa eine Größe von 1,80 Meter haben und von sportlicher Statur sein. Nach Angaben von Zeugen trug er eine dunkle Steppjacke. Offiziell ermittelt die Kriminalpolizei in alle Richtungen. Tatsächlich aber mutmaßen die Beamten der vielköpfigen Mordkommission „Annika“ inzwischen, dass die Studentin den Täter gekannt hat. Aus diesem Grund konzentrieren sich die Ermittler derzeit vornehmlich auf das persönliche Umfeld des Opfers.

Annika B., die eine drei Jahre alte Tochter hinterlässt, lebte seit rund vier Jahren in dem Altbau im Stadtteil Mitte. Das Gebäude soll ihrem Stiefvater gehören, der als Pastor einer evangelischen Freikirche unter anderem in Rumänien tätig ist und der mit der Mutter der Getöteten ebenfalls in dem Haus lebt. Die 20-Jährige teilte sich ihre Wohnung mit ihrem Bruder, der zurzeit bei der Bundeswehr ist und lediglich an Wochenenden nach Hannover kommt. Die Ermordete hat noch eine Schwester, die am Dienstagvormittag in Begleitung ihres Mannes und ihres Bruders vor dem Haus erschien. Gemeinsam stellten die Angehörigen am Tatort Kerzen auf und banden weiße Rosen und Nelken um einen Laternenpfahl. Zudem platzierten sie am Fuß des Lichtmasten eine Tüte gefüllt mit selbst gebackenen Plätzchen. „Zur Erinnerung an unser letztes, gemeinsames Erlebnis vorgestern“, hatte die Schwester der Getöteten dazu geschrieben.

Annika B. galt als lebensfroh und freundlich, schwärmte für die Musik von Michael Jackson und Whitney Houston. Gerade hatte die 20-Jährige ihr Abitur nachgeholt – den Abschluss, den sie wegen der Geburt ihrer Tochter zunächst nicht machen konnte. Eine Bekannte berichtete, dass Annika B. vor Kurzem ihr Fachhochschulstudium im Bereich Umwelt- und Verfahrenstechnik aufgenommen hatte. „Sie hatte keinen Streit, weder mit ihrem Freund noch mit dem Vater ihrer Tochter, sie verstand sich mit allen gut“, sagt die Bekannte. Am Sonntagabend soll Annika B. Besuch von einer Freundin gehabt haben. Um kurz nach 19 Uhr verließ sie ihre Wohnung, um am Kiosk an der Hamburger Allee eine Schachtel „Marlboro light“ zu kaufen. Auf dem Heimweg wurde sie von ihrem Mörder attackiert. „Ich habe laute Hilfeschreie vor meinem Fenster gehört, bin sofort rausgelaufen und habe sie blutüberströmt gefunden“, erzählt ein Nachbar, der im Parterre wohnt. Der Täter soll in Richtung Celler Straße entkommen sein. Erste Vermutungen, er habe die Tatwaffe in einem Müllcontainer versteckt, bestätigten sich nicht.

Tobias Morchner

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt...e-ihren-Moerder

#17 RE: Presseberichte von wetterfrosch 03.06.2018 01:33

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22:51 Uhr / 06.12.2011

Schwierige Tätersuche im Mordfall Annika B.

Die Flut von Hinweisen zum Mord an der Studentin Annika B. stellt die Ermittler vor besondere Herausforderungen. Die 16 Kripo-Beamten, die mit der Aufklärung des Falls befasst sind, müssen jeder der insgesamt 180 Spuren akribisch nachgehen, die nach dem Zeugenaufruf auf der Facebook-Seite der Polizei bei der Behörde eingegangen sind.

Von Tobias Morchner

Die Flut von Hinweisen zum Mord an der Studentin Annika B. stellt die Ermittler vor besondere Herausforderungen. Quelle: Christian Elsner

„Die Ergebnisse unserer Ermittlungen müssen schließlich in einem späteren Verfahren jeglicher Prüfung vor Gericht standhalten“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg.

Zu den 180 Hinweisen, die sich ausschließlich auf die Phantomskizze beziehen, kommen noch zahlreiche weitere Fundstücke vom Tatort, aus dem Internet sowie dem Computer und dem Handy der 20-jährigen Studentin. Zudem müssen die Mordermittler stets die Kommentare, die zu dem Zeugenaufruf online abgegeben werden, im Auge behalten. Einerseits müssen sie verhindern, dass Benutzer sich in irgendeiner Weise abfällig zu dem Fall äußern. Andererseits könnten sich zwischen den mehr als 20.000 Kommentaren bei Facebook auch weitere wichtige Hinweise verbergen. Es wird also noch eine ganze Weile dauern, bis alle Angaben der Zeugen von der Polizei bearbeitet und ausgewertet sind.

Annika B. war am 1. Advent gegen 19.15 Uhr vor ihrer Wohnung in der Kohlrauschstraße durch mehrere Messerstiche getötet worden. Der Angreifer hatte der jungen Frau offenbar aufgelauert und ohne Vorwarnung auf sie eingestochen. Zeugen hatten einen etwa 25 bis 30 Jahre alten Mann vom Tatort flüchten sehen. Er soll etwa 1,80 Meter groß und Brillenträger sein. Er hat blonde, kurze Haare und trug an dem Abend eine dunkle Kapuzenjacke. Die Polizei vermutet, dass die 20-Jährige ihren Mörder gekannt hat. Die Hintergründe der Bluttat sind aber weiterhin unklar. Bislang gibt es in dem Fall weder einen Tatverdächtigen noch eine heiße Spur.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt...rdfall-Annika-B

#18 RE: Presseberichte von wetterfrosch 25.10.2018 22:38

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Die Fotos klagen an

Fangt unsere Mörder!

Studentin Annika Brill wurde 2011 vor ihrer Haustür in der Kohlrauschstraße erstochen. Eines von 83 ungeklärten Tötungsdelikten in Hannover. Landesweit sind es 311 Fälle

von: Stefan Sievering veröffentlicht am
27.09.2018 - 06:59 Uhr

https://www.bild.de/regional/hannover/ha...87436.bild.html

#19 RE: Presseberichte von wetterfrosch 01.11.2020 00:40

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07:48 Uhr / 09.07.2020

Mit 21 Stichen getötet: Warum musste Annika Brill sterben?

Sie wollte nur kurz Zigaretten holen – doch auf der Straße vor ihrer Wohnung lauerte der Killer. Der Täter stach 21-mal auf Annika Brill (20) ein – eine Freundin musste die Tat am Telefon mithören. Der Mann entkam – doch der Anwalt der Familie gibt nicht auf. Und untersucht diese weiteren Spuren.

https://www.neuepresse.de/Hannover/Meine...cht-neue-Spuren

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