#1 RE: Presseberichte von Christine 27.02.2014 15:09

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Großröhrsdorf - Polizei rollt 20 Jahre alten Fall neu auf

25.02.2014 von LN
Vor beinahe genau zwanzig Jahren wurde in Großröhrsdorf die damals 20-jährige Anke Hübschmann Opfer eines Tötungsverbrechens. Der Täter konnte bis heute unerkannt bleiben und lebt möglicherweise unter uns. Die Polizei setzt unverändert alles daran, auch nach so langer Zeit den Fall aufzuklären.

Anke Hübschmann hatte in der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1994 eine Tanzveranstaltung in Bretnig besucht. Kurz nach Mitternacht machte sie sich offenbar allein auf den Weg nach Großröhrsdorf. Ihr Ziel war eine Spielothek. Dort kam sie jedoch nie an. Im Rahmen einer groß angelegten polizeilichen Suche wurde die Leiche von Anke Hübschmann am 23. März 1994 im Waldgebiet Massenei, unweit der Stadt Großröhrsdorf, gefunden. Untersuchungen ergaben, dass sie Opfer einer Straftat wurde.

Vielleicht erinnern sich mögliche Zeugen an Dinge, die sie bisher für unbedeutend gehalten haben, jetzt aber in einen Zusammenhang bringen können. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Mörder im Nachhinein über seine Tat mit jemandem gesprochen hat.

Die Polizei bittet diese Zeugen, ihr Wissen nicht für sich zu behalten. Wenden Sie sich an die Polizei, möglicherweise ist jedes noch so kleine Detail ein wichtiger Tipp. Ihre Hinweise nimmt das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz auch telefonisch unter 03581 468-224 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.


http://www.lausitznews.de/pressebericht_11554.html

#2 RE: Presseberichte von Christine 27.02.2014 16:06

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VOR 20 JAHREN WURDE DIE LEICHE VON ANKE HÜBSCHMANN (†20) IM WALDGEBIET MASSENEI ENTDECKT
Kripo rollt Disko-Mord neu auf!


24.02.2014 - 18:17 Uhr
Von BERNHARD SCHILZ

Großröhrsdorf (Sachsen) – Seit 20 Jahren ist der brutale Mord an Anke Hübschmann (†?20) ungeklärt. Sie verschwand nach einer Diskonacht am 25. Februar 1994. Einen Monat später fand man ihre Leiche im Wald. Jetzt rollt die Kripo den ungeklärten Fall wieder auf.
„Im Landeskriminalamt wird jetzt die Kleidung des Opfers mit neuesten wissenschaftlichen Methoden untersucht", so Chef-Ermittlerin Anja Rohloff (38). „Wir hoffen DNA-Spuren oder Fasern von der Kleidung des Täters zu finden, deren Analyse 1994 noch nicht möglich war."

Rückblick: In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1994 läuft Anke von der Großröhrsdorfer Gaststätte „Zur Sonne" zur drei Kilometer entfernten Spielothek „Top 1000". Auf diesem Weg muss sie ihrem Mörder begegnet sein.
Am 23. März findet die Polizei im Waldgebiet „Massenei" südlich von Großröhrsdorf und unweit einer ehemaligen NVA-Wachhütte die Tote unter einem Reisighaufen. Laut Obduktion wurde sie erwürgt und erdrosselt, aber nicht vergewaltigt.


http://www.bild.de/regional/dresden/mord...21536.bild.html

#3 RE: Presseberichte von Christine 05.09.2014 16:43

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Der Fall Hübschmann: Nach 20 Jahren auf Mördersuche
Mit einem Wattestäbchen entnimmt ein Mitarbeiter für eine DNA-Untersuchung eine Speichelprobe.
Vor 20 Jahren wurde in der Massenei, einem Waldgebiet bei Dresden, die Leiche einer jungen Frau gefunden. Es handelte sich um die 20-jährige Anke Hübschmann, die nach einem Discobesuch verschwunden war. Ihr Mörder konnte damals nicht geschnappt werden. Es wurde zwar ein Verdächtiger verhaftet, aber die Tat konnte ihm nicht nachgewiesen werden.

DNA-Analysen sollen neue Erkenntnisse bringen

Jetzt, 20 Jahre später, hat die Kriminalpolizei neue Ermittlungen aufgenommen. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, sollen in Pulsnitz – dem Arbeitsort des Opfers – von mehren Männern aus ihrem sozialen Umfeld Speichelproben genommen worden sein. Mit den Proben sollen DNA-Tests durchgeführt werden, die damals noch nicht möglich waren. Auch die Kleidung, die die junge Frau in der Mordnacht getragen hat, wird auf DNA-Spuren untersucht. Die Ermittler erhoffen, so neue Erkenntnisse im Fall Hübschmann gewinnen zu können.

Weitere Spur

Die Kripo verfolge noch eine weitere Spur: Das 20-jährige Opfer soll damals in ein Auto gezerrt worden sein. Es soll sich um einen roten Ford Escort handeln. Die Polizeidirektion Görlitz will diese Informationen allerdings nicht bestätigen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Zuletzt aktualisiert: 07. August 2014, 12:04 Uhr


http://www.mdr.de/sachsen/neue-ermittlun...s-9f2fcd56.html

#4 RE: Presseberichte von 10.02.2015 09:26

1994 WURDE LEICHE VON ANKE HÜBSCHMANN (†20) IM WALDGEBIET MASSENEI ENTDECKT
Nach 21 Jahren!
Heiße Spur im Disko-Mord

10.02.2015 - 08:55 Uhr

Bautzen – Der brutale Mord an Anke Hübschmann (†?20) von 1994 ist immer noch ungeklärt.

JETZT GIBT ES EINE GANZE HEISSE SPUR – 21 JAHRE SPÄTER!

Anke Hübschmann verschwand nach einer Diskonacht am 25. Februar 1994. Einen Monat später fand man ihre Leiche im Massenei-Wald bei Großröhrsdorf.

Seit etwa einem Jahr ermittelt die Kriminalpolizei wieder intensiv. Die Mordkommission erhielt dadurch neue Zeugenaussagen und ließ mehrere DNA-Proben untersuchen.

UND DIE SCHEINEN ZUM TÄTER ZU FÜHREN!

„Der Mörder wird im örtlichen Umfeld der Frau vermutet.“ so Erster Kriminalhauptkommissar Uwe Neubert (55), Leiter der Mordkommission.

Das Landeskriminalamt untersuchte die Kleidung des Opfers mit neuesten wissenschaftlichen Methoden. So konnten offensichtlich DNA-Spuren oder Fasern des Täters gefunden werden, deren Analyse 1994 noch nicht möglich war.

Rückblick: In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1994 läuft Anke von der Großröhrsdorfer Gaststätte „Zur Sonne" zur drei Kilometer entfernten Spielothek „Top 1000". Auf diesem Weg muss sie ihrem Mörder begegnet sein.

Am 23. März findet die Polizei im Waldgebiet „Massenei" südlich von Großröhrsdorf und unweit einer ehemaligen NVA-Wachhütte die Tote unter einem Reisighaufen. Laut Obduktion wurde sie erwürgt und erdrosselt, aber nicht vergewaltigt.

http://www.bild.de/regional/dresden/mord...04942.bild.html

#5 RE: Presseberichte von 10.02.2015 11:19

Nach 20 Jahren
Kommt Bewegung in den Mordfall Hübschmann?


Mit DNA-Spuren soll der Mordfall Hübschmann nach gut 20 Jahren noch gelöst werden.

Die Kriminalpolizei in Görlitz hat knapp 21 Jahre nach dem Mord an einer jungen Frau einen neuen Verdacht. Der Leiter der Mordkommission, Uwe Neubert, sagte: "Der Mörder wird im örtlichen Umfeld der Frau vermutet." Zeugenaussagen und DNA-Untersuchungen deuteten darauf hin. In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1994 war die damals 20 Jahre alte Anke Hübschmann nach dem Besuch einer Diskothek in Bretnig verschwunden. Vermutlich machte sie sich allein auf den Weg ins nahe gelegene Großröhrsdorf. Ihre Leiche wurde am 23. März 1994 im Waldgebiet Massenei unweit von Großröhrsdorf gefunden. Den Ermittlungen zufolge wurde sie Opfer eines Gewaltverbrechens.

Speichelproben werden analysiert

Es wurde seinerzeit zwar ein Verdächtiger verhaftet, aber die Tat konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Im Sommer 2014 hatte die "Sächsische Zeitung " berichtet, dass die Kriminalpolizei neue Ermittlungen in dem Fall aufgenommen hat. Demnach sollen in Pulsnitz – dem Arbeitsort des Opfers – von mehreren Männern aus dem sozialen Umfeld des Opfers Speichelproben für DNA-Tests genommen worden sein. Auch die Kleidung, die die junge Frau in der Mordnacht getragen hat, wurde auf DNA-Spuren untersucht.

Die Kripo verfolge noch eine weitere Spur, hieß es in dem Zeitungsbericht: Das 20-jährige Opfer soll damals in ein Auto gezerrt worden sein. Es soll sich um einen roten Ford Escort gehandelt haben. Die Polizeidirektion Görlitz wollte diese Informationen allerdings nicht bestätigen.

Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2015, 10:59 Uhr

http://www.mdr.de/sachsen/neue-spur100_z...s-9f2fcd56.html

#6 RE: Presseberichte von 10.02.2015 19:47

NACH 20 JAHREN! NEUE SPUR IM MORDFALL ANKE

Vor gut zwanzig Jahren wurde in Großröhrsdorf die 20-jährige Anke Hübschmann Opfer eines Tötungsverbrechen.

Von Matthias Kernstock

Bautzen - Vor über 20 Jahren wurde Anke Hübschmann (†?20) brutal ermordet - bis heute ist der Fall ungeklärt. Das Opfer verschwand am 25. Februar 1994 nach einer Diskonacht. Einen Monat später wurde ihre Leiche im Wald bei Großröhrsdorf gefunden. Jetzt hat die Kripo neue Hinweise auf den Täter. War es ein Nachbar?

Der grausame Mord ließ die Angehörigen nie los: In der Nacht vom 26. Februar 1994 ist die 20-jährige in der Großröhrsdorfer Gaststätte „Zur Sonne". Als sie zur nahegelegenen Spielothek „Top 1000" läuft, muss sie ihrem Mörder begegnet sein.

Von da an ist Anke Hübschmann verschwunden.

Einen knappen Monat später dann die Gewissheit: Am 23. März macht die Polizei im Waldgebiet Massenei bei Großröhrsdorf (ca. 7000 Einwohner) einen grausigen Fund: in der Nähe einer ehemaligen NVA-Wachhütte finden die Beamten die Tote unter einem Reisighaufen. Das Ergebnis der Obduktion: Anke wurde erwürgt und erdrosselt, aber nicht vergewaltigt. Doch der Täter wird nie ermittelt.


Anke Hübschmann verschwand in der Nacht vom 26. Februar 1994 nach einem Besuch der Gaststätte "Zur Sonne".
Seit etwa einem Jahr hat die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Görlitz die Ermittlungen im Fall Anke Hübschmann wieder intensiviert. Dadurch erhielt die Mordkommission neue Zeugenaussagen, ließ mehrere DNA-Proben untersuchen.

Die Polizei wertete die eingegangenen Hinweise intensiv aus. Erneute Untersuchung von Spuren ergaben nun neue, zuvor nicht bekannte Ermittlungsrichtungen.

Der schreckliche Verdacht: Der Mörder könnte ein Bekannter von Anke gewesen sein.

Erster Kriminalhauptkommissar Uwe Neubert (55), Leiter der Mordkommission: „Der Mörder wird im örtlichen Umfeld der Frau vermutet.“

Die Kripo ermittelt auf Hochtouren.

https://mopo24.de/nachrichten/mordfall-a...eisse-spur-4497

#7 RE: Presseberichte von 09.04.2015 14:26

Nach 21 Jahren
Tatverdächtiger im Mordfall Hübschmann

21 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau bei Großröhrsdorf hat die Staatsanwaltschaft Görlitz einen Tatverdächtigen. Wie Sprecher Till Neumann MDR 1 RADIO SACHSEN bestätigte, wird gegen einen 44-jährigen Mann ermittelt. Allerdings gebe es noch keinen dringenden Tatverdacht, um einen Haftbefehl zu erlassen.

Spuren aus der Asservatenkammer


Weitere Einzelheiten wolle man aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht öffentlich machen. Erst im Februar wurde bekannt, dass es aufgrund einer DNA-Analyse an der Kleidung des Opfers neue Spuren in dem ungelösten Mordfall gebe. Die Kriminalpolizei hatte in Pulsnitz – dem Arbeitsort der ermordeten Anke Hübschmann – von mehreren Männern aus dem sozialen Umfeld des Opfers Speichelproben für DNA-Tests genommen.

Im Frühjahr 1994 wurde die 20-jährige Anke Hübschmann in der Massenei in einem Waldgebiet bei Großröhrsdorf tot aufgefunden. Die Beamten hatten Hübschmann erwürgt unter Zweigen verborgen vorgefunden. Die Kripo vermutete den Mörder im örtlichen Umfeld der Frau, fanden ihn aber nicht. In der Mordnacht soll Anke Hübschmann auf dem Weg von einer Disko in Bretnig zu einer drei Kilometer entfernten Spielothek in Großröhrsdorf gewesen sein.

http://www.mdr.de/sachsen/massenei-mord1...s-9f2fcd56.html

#8 RE: Presseberichte von 12.05.2015 10:51

Kamera filmt Unbekannten20 Jahre nach Disko-Mord: Kripo sucht diesen Mützenmann vom Leichen-Fundort
Dienstag, 05.05.2015, 12:19


Über 20 Jahre nach dem Mord an Anke Hübschmann gibt es eine neue Spur. Beim versteckten Filmen des Fundorts der Leiche beobachtete die Polizei einen Unbekannten, der an der Stelle eine Weile inne hielt. Diesen Mann sucht die Kripo jetzt.

Polizei filmte mit versteckter Kamera den Fundort
Aufnahmen zeigen unbekannten Mann
Polizei sucht ihn als Zeugen

Seit nunmehr über 20 Jahren sucht die Polizei den Mörder von Anke Hübschmann. Die damals erst 20 Jahre alte Frau wurde nach einem Diskobesuch in einem Waldgebiet im sächsischen Großröhrsdorf tot aufgefunden. Die Ermittler sind sich sicher, dass die junge Frau ermordet wurde, auch wenn ein Täter nie gefunden wurde. Nun gibt es offenbar eine neue Spur zum Mordfall aus dem Jahr 1994, wie die MDR-Sendung "Kripo live" berichtet.

Bereits letztes Jahr habe die Polizei eine Zeit lang den Fundort der Leiche gefilmt. Nun gab die Staatsanwaltschaft Görlitz erstmals die Bilder für die Öffentlichkeit frei, da sie sich so neue Hinweise aus der Bevölkerung erhofft.

Unbekannter hielt am Tatort inne
Am 20. Todestag von Anke Hübschmann ist auf den Aufnahmen ein älterer Mann mit Schirmmütze zu sehen. Er bleibt stehen und hält scheinbar kurz inne. Er schaut auf eine Stelle im Unterholz. Dann geht er weiter. Die Kripo sucht nun diesen Unbekannten.

"Er war der Einzige, der an der Stelle verharrt hat, alle anderen sind weitergefahren ohne die Stelle zu beachten", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz, Till Neumann, zum "Stern". "Wir suchen den Mann als Zeugen, nicht als Täter", betonte er jedoch.

Anke Hübschmann wurde Opfer einer Straftat
Anke Hübschmann hatte in der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1994 eine Disko in Bretnig besucht. Kurz nach Mitternacht machte sie sich offenbar alleine auf den Weg nach Großröhrsdorf. Ihr Ziel soll eine Spielothek gewesen sein, wo sie jedoch nie ankam.

Gut einen Monat später, am 23. März, fand die Polizei bei einer groß angelegten Suche die Leiche der jungen Frau in einem Waldgebiet. Die Untersuchungen ergaben eindeutig, dass sie Opfer einer Straftat wurde.

Kripo hat die Ermittlungen wieder intensiviert
Wie die Polizei mitteilte, hat sie die Ermittlungen wieder intensiviert. Die Mordkommission habe bereits neue Zeugenaussagen erhalten und mehrere DNA-Proben untersuchen lassen. "Der Mörder wird im örtlichen Umfeld der Frau vermutet.“ so der Leiter der Mordkommission, Uwe Neubert.
Die Polizei bittet nach wie vor Zeugen, sich an die Kripo zu wenden, da möglicherweise jedes noch so kleine Detail wichtig sein kann.


Hinweise nimmt das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz auch telefonisch unter 03581 468-224 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

http://www.focus.de/panorama/polizei-fil...id_4659035.html

#9 RE: Presseberichte von 26.02.2016 07:41

Bleibt Disco-Mord ungesühnt?
Vor 22 Jahren wurde eine Frau tot in der Massenei gefunden. Die Polizei fand neue Spuren. Einige führten ins Leere.

Von Reiner Hanke


Großröhrsdorf. Wie ein Leichentuch hatte sich am Donnerstag frischer Schnee über das Grab von Anke Hübschmann neben der Großröhrsdorfer Kirche gelegt. Dort ist auch ihr Vater begraben.

Am Freitag jährt sich der Mord an der jungen Frau zum 22. Mal, dem Disco-Mord. Vergessen ist die immer noch ungesühnte Tat nicht. Weder bei Freunden, bei Angehörigen und Bekannten noch bei den Kriminalisten. Vor zwei Jahren rollten sie den Fall wieder auf. Um Licht in das Dunkel der verhängnisvollen Winternacht zu bringen. Doch der Mordfall ist auch nach zwei Jahren noch immer ungelöst. Von berechtigten Hoffnungen war vor zwei Jahren die Rede, den Täter doch noch zu finden.

Neue kriminaltechnische Möglichkeiten wie die DNA-Analyse nährten diese Hoffnung. Sind sie nach zwei Jahren zerstoben? Es gibt neue Erkenntnisse, lässt Staatsanwältin Irene Schott von der Staatsanwaltschaft Görlitz wissen. Neue Fakten, die so vor zwei Jahren noch nicht bekannt waren. Es seien Erkenntnisse zu Personen aus dem Umfeld von Anke Hübschmann.

Außerdem seien mehrere Zeugen vernommen worden. So ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft auch gegen einen Mann aus Pulsnitz. Irene Schott: „Er wurde als Beschuldigter in diesem Verfahren geführt. Grund dafür waren in erster Linie Aussagen eines Zeugen.“ Die Tat habe ihm aber nicht nachgewiesen werden können. Deshalb wurde das Verfahren gegen diesen Mann eingestellt. Derzeit läuft das Verfahren wieder gegen „Unbekannt“. Aber es läuft.

Die Wirtin erinnert sich gut

Wirtin Ute Müller vom Rödereck und Freizeitcenter Top 2000 in Großröhrsdorf erinnert sich trotz der vielen Jahre, die nun seit dem Mord vergangen sind, noch gut an die Mordnacht und an Anke Hübschmann. In ihrem Freizeitcenter – damals Top 1000 – war damals ein beliebter Treff für junge Leute: „Sie haben Darts und Billard gespielt“, erinnert sich die Wirtin.

Auch die damals 20-jährige Anke. Sie war Stammgast und kam oftmals auch nach der Arbeit in der Pulsnitzer Lebkuchenfabrik vorbei. In Großröhrsdorf wohnte sie bei ihrem Opa und kümmerte sich auch um ihn, weiß die Wirtin. Ein unscheinbares, freundliches Mädchen sei Anke gewesen und habe ihr auch manchmal in der Wirtschaft geholfen und auch nie viel Alkohol getrunken.

Von einem Freund weiß die Wirtin nichts. Aber auch nichts von irgendwelchen Feinden. Vom Treff im Top 1 000 seien die jungen Leute nach Bretnig-Hauswalde zur Disco in die „Sonne“ weitergezogen. Bis später habe Anke wohl gesagt, wollte auf dem Rückweg noch einmal bei der Wirtin vorbeischauen. Sie sah das Mädchen nie wieder. Allein hatte sie sich wohl nach Mitternacht auf den Rückweg von der Disco zum Top 1000 gemacht. Auf diesem Weg verliert sich die Spur. Ihr Leichnam wurde erst knapp einen Monat später in der Massenei gefunden, unter Zweigen versteckt. Die junge Frau wurde erwürgt.

Eine neue Spur?

Dem Aufbruch der jungen Frau in der Disko soll wohl ein Streit vorangegangen sein. Bei Kripo live machte sich eine Freundin tief berührt auch nach über 20 Jahren noch Vorwürfe, Anke an dem Abend allein gelassen zu haben. Immer wieder ist von einem Auto die Rede, in dass die junge Frau möglicherweise gezerrt wurde. Bei Wirtin Ute Müller kam sie in der Nacht jedenfalls nicht an. Sie kann sich auf keinen Fall vorstellen, dass das Opfer freiwillig in ein fremdes Auto gestiegen sein könnte. Das hätte nicht zu ihr gepasst.

Sicher ist sich die Polizei, dass der Mörder im örtlichen Umfeld des Opfers zu suchen sei. Das heißt, dass „der Tatverdächtige scheinbar einen örtlichen Bezug zum Bereich Großröhrsdorf und/oder dem Waldgebiet Massenei hat bzw. hatte“, sagt die Staatsanwältin.

Darauf deutete wohl auch ein Video hin, mit dem die Staatsanwaltschaft im Vorjahr an die Öffentlichkeit ging. Es zeigte einen Mann mit Kappe in der Massenei im Bereich jener Stelle, an der die Leiche der jungen Frau gefunden wurde. Dort hatte die Polizei nach der Wiederaufnahme des Falles eine Überwachungskamera installiert. Der Mann sei laut Staatsanwaltschaft auch identifiziert und als Zeuge vernommen worden. Ergibt sich daraus eine neue Spur?

Ermittler haben noch nicht aufgegeben

Derzeit macht die Staatsanwaltschaft zu den Ergebnissen keine näheren Angaben. Ob aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes oder um die Ermittlungen nicht zu gefährden oder anderen Gründen, bleibt offen. Im Verlauf der Ermittlungen wurden auch über 20 Speichelproben auf freiwilliger Basis entnommen und untersucht. Irene Schott erklärt den Hintergrund. So waren „bei der Untersuchung der Bekleidung des Opfers DNA-Spuren festgestellt worden“. Die stammten nicht vom Opfer selbst. Die Ermittler mussten aber feststellen, dass bislang keine der untersuchten Speichelproben eine Übereinstimmung mit den Spuren ergeben hat.

Auf jeden Fall haben die Ermittler noch nicht aufgegeben und die Akte wieder zugeklappt, lässt sich den Worten der Staatsanwaltschaft entnehmen. Es laufen weitere Ermittlungen. So unter anderem Untersuchungen an der Bekleidung - nach den neuesten Methoden, heißt es aus Görlitz. Es bleibt also die Hoffnung, dass das Verbrechen noch gesühnt wird.

http://www.sz-online.de/nachrichten/blei...nt-3333316.html

#10 RE: Presseberichte von Helios 07.01.2020 12:44

Leipzig Crime
07.01.2020 12:41 1
ANKE (†20), MARIYA (†29), KARLHEINZ (†38): WARUM DIE ERMITTLER NICHT VORANKOMMEN
ÜBERARBEITETE GESETZGEBUNG VERHINDERT BIOGRAPHISCHE HERKUNFTSANALYSE
Von Nico Zeißler

Leipzig - Anke Hübschmann (†20) in Großröhrsdorf bei Dresden, Mariya Nakovska (†29) in Halle (Saale), Karlheinz Gross (†38) in Magdeburg: Drei Todesfälle, die teilweise fast 26 Jahre zurückliegen und nie aufgeklärt werden konnten. Mittlerweile ist die Technik so weit fortgeschritten, dass die gefundenen DNA-Spuren den Täterkreis einkreisen könnten. Doch das verhindert der Gesetzgeber.

Theoretisch können Ermittler anhand der am Tatort gesammelten DNA die Herkunft einer Person bestimmen. Die deutsche Gesetzgebung verbietet dies aber.
Theoretisch können Ermittler anhand der am Tatort gesammelten DNA die Herkunft einer Person bestimmen. Die deutsche Gesetzgebung verbietet dies aber.
Die Technik und die Wissenschaft schreiten in allen Bereichen jährlich voran und auch Ermittlern gelingt es so oftmals auch noch viele Jahre nach einem Verbrechen, den Tätern auf die Spur zu kommen.

Das überarbeitete und auf die aktuellen Möglichkeiten angepasste Strafgesetz erlaubt es den Experten, mittels sogenannter phänotypischer DNA-Analyse den Bereich der Verdächtigen deutlich einzugrenzen. Das war vor einigen Jahren noch verboten, ist seit Dezember aber erlaubt.

Durch diese Analyse können die Ermittler Hinweise auf körperspezifische Merkmale Augen-, Haar- und Hautfarbe bestimmen. Weiterhin verboten ist in Deutschland aber die biographische Herkunftsanalyse. Dieser kann entnommen werden, woher eine Person stammt, beziehungsweise wo sie sich den Großteil ihres Lebens aufgehalten hat.

In den Niederlanden ist genau das erlaubt, was zur Aufklärung bisheriger Cold Cases, also ungelöster Altfälle, führte.

Bald noch mehr äußerliche Merkmale aus der DNA ablesbar?
Karlheinz Gross war Manager der Volksmusikband "Kastelruther Spatzen". Am 6. März 1998 wurde er schwerverletzt in Magdeburg gefunden. Er starb im Krankenhaus.
Karlheinz Gross war Manager der Volksmusikband "Kastelruther Spatzen". Am 6. März 1998 wurde er schwerverletzt in Magdeburg gefunden. Er starb im Krankenhaus.
"Ich bin der Meinung, dass gerade die Herkunft ermittlungstechnisch ein ganz entscheidendes Kriterium ist", sagte Dr. Jeanett Edelmann dem MDR. "Wir bedauern, dass die Herkunftsanalyse nicht mit aufgenommen wurde", so die forensische Molekularbiologin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Leipzig.

Für Prof Dr. Manfred Kayser, Forscher am Erasmus MC University Medical Center in Rotterdam, ist die unzureichende Gesetzesänderung in Deutschland eine vertane Chance.

"Ein Beispiel: Menschen, die braune Augen, schwarze Haare und mittelhelle Haut haben. Die gibt es in Europa, die gibt es in Asien, die gibt es unter den amerikanischen Ureinwohnern. Ich kann diese Menschen also anhand dieser Merkmale, die ich mit der phänotypischen Analyse bestimmt habe, nicht unterscheiden, obwohl sie von verschiedenen Kontinenten kommen. Wenn ich eine biogeografische Herkunftsanalyse mache, dann kann ich das", sagte er dem MDR.

Er will aus der DNA-Analyse sogar auch weitere äußerliche Körpermerkmale entnehmen können. Dazu könnten Haarausfall, die Haarstruktur, eine besondere Körpergröße zählen. "Allerdings stehen wir da erst am Anfang", sagte er dem MDR.

Das Bundesjustizministerium gab an, dass "sinnvolle Anpassungen an den wissenschaftlichen Fortschritt selbstverständlich laufend geprüft" werden.

Die drei Todesfälle im Überblick
Bereits im Februar 1994 verschwand Anke Hübschmann (l.). Knapp vier Wochen später wurde die Getötete nahe Dresden gefunden. Studentin Mariya Nakovska (r.) wurde 2014 beim Joggen überfallen, vergewaltigt und in einen Wassergraben geworfen.
Bereits im Februar 1994 verschwand Anke Hübschmann (l.). Knapp vier Wochen später wurde die Getötete nahe Dresden gefunden. Studentin Mariya Nakovska (r.) wurde 2014 beim Joggen überfallen, vergewaltigt und in einen Wassergraben geworfen.
Anke Hübschmann (†20)

Anke Hübschmann ist seit fast 26 Jahren tot. Ihr Mörder ist noch immer auf freiem Fuß.

Die damals 20-Jährige von der Großröhrsdorfer Gaststätte "Zur Sonne" in die nahegelegene Spielothek "Top 1000" läuft, begegnet sie ihrem Mörder. Etwa einen Monat später findet die Polizei im Waldgebiet Massenei den leblosen Körper unter einem Reisighaufen.

Sie wurde erwürgt und erdrosselt, jedoch nicht vergewaltigt. Der Täter konnte nie gefasst werden. Erster Kriminalhauptkommissar Uwe Neubert (59): "Der Mörder wird im örtlichen Umfeld der Frau vermutet."

Karlheinz Gross (†38)

Vier Jahre später, am Abend des 6. März 1998, wird ein schwerverletzter Mann im abgelegenen Magdeburger Industriegebiet auf der Steinkopfinsel gefunden. Es ist Karlheinz Gross, Manager der "Kastelruther Spatzen". Trotz einer Not-OP stirbt Gross im Krankenhaus (TAG24 berichtete).

Am Vortag hatte die Volksmusikgruppe einen Auftritt in Magdeburg. Während der Rest nach Essen weiterreiste, blieb der Manager da und kümmerte sich um einen defekten Tourbus. Eineinhalb Stunden, nachdem er die Werkstatt verlässt, findet ihn ein Lastwagenfahrer auf dem Boden.

Laut Obduktion wurden die Verletzungen am Rumpf wohl durch das Überrollen mit einem Fahrzeug hervorgerufen. Mehrere Risse auf dem Kopf sprechen jedoch für später zugefügte Verletzungen durch stumpfe Gewalt. Ein Unfall, der vertuscht werden sollte? Ein gezieltes Überfahren? Die Ermittler sicherten Haare an Gross' Jacke. Mit ihnen könnte die Herkunft des Verdächtigen herausgefunden werden. Doch der Gesetzgeber verbietet dies.

Mariya Nakovska (†29)

Am 6. Februar 2014 begibt sich Studentin Mariya Nakovska auf eine Joggingrunde auf der Peißnitzinsel in Halle (Saale). Die Bulgarin wird am nächsten Tag tot gefunden. Sie wurde vergewaltigt, erwürgt und in einen Nebenarm der Saale geworfen (TAG24 berichtete).

1400 Männer konnten aufgrund der Funkzellen-Auswertung der Polizei ermittelt worden, alle Speichelproben verliefen aber erfolglos.

https://www.tag24.de/nachrichten/anke-ma...problem-1342551

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