#1 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 09:36

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Jürgen Bartsch

1946 – 1976 / Biografie


Als elf Monate altes Kind wird der am 6. November 1946 in Essen unehelich geborene Karl-Heinz Sadrozinski nach dem Tod seiner Mutter Anna von dem Metzgerehepaar Gerhard und Gertrude Bartsch in Velbert-Langenberg aufgenommen und erhält bei der Adoption 1954 den Namen Jürgen Bartsch.

Gerhard Bartsch will, dass sein Adoptivsohn das Fleischerhandwerk erlernt. Jürgen Bartsch macht es zwar nichts aus, im Laden zu helfen, aber vor dem Schlachten graut ihm.

Er lockt jüngere Knaben in die Ruine eines Luftschutzbunkers in Oberbonsfeld und misshandelt sie dort. Seine homosexuellen und sadistischen Neigungen hält er selbst für pervers und leidet darunter. Der Vater eines seiner Opfer zeigt ihn im Juni 1961 an, aber das Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wird eingestellt. Ein verhängnisvoller Fehler der Justiz!

1962 quält und tötet Jürgen Bartsch den achtjährigen Klaus Jung, den dreizehnjährigen Rudolf Fuchs und den zwölfjährigen Ulrich Kahlweiß; im Mai 1966 fällt ihm der elfjährige Manfred Graßmann zum Opfer. Die Leichen werden von dem Metzgergesellen Jürgen Bartsch zerstückelt. Dem elfjährigen Peter Freese gelingt es am 18. Juni 1966, aus dem Bunker zu entkommen. Als Jürgen Bartsch festgenommen wird, gesteht er die Bluttaten und wird am 15. Dezember 1967 vom Schwurgericht Wuppertal zu fünfmal lebenslänglich verurteilt.

Der Münchner Starverteidiger Rolf Bossi legt Revision beim Bundesgerichtshof ein. Der hebt das Urteil gegen Jürgen Bartsch am 18. November 1969 auf und ordnet eine Neuverhandlung an. Daraufhin verurteilt das Landgerichts Düsseldorf Jürgen Bartsch am 6. April 1971 zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren und legt fest, dass er anschließend in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wird.

In der Heilanstalt Eickelborn heiratet Jürgen Bartsch 1974 die Schwesternhelferin Gisela Deike. In der Hoffnung, sich damit von seinen quälenden Fantasien befreien, zu können, stimmt er zwei Jahre später einer Kastration zu. Die Operation endet aufgrund einer falschen Dosierung des Narkosemittels tödlich.

http://www.dieterwunderlich.de/Juergen_Bartsch.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Bartsch

#2 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 09:43

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Jürgen Bartsch suchte sich nun Jungen, die seinem Selbst-Ideal entsprachen und bekämpfte in ihrer physischen Zerstörung mit all seiner Wut, die sich angestaut hatte, die eigene Vernichtungsangst, die er gleichzeitig selbst durchmachte, indem er sich mit seinen Opfern identifizierte; er verzweifelte dabei buchstäblich an seiner eigenen Erbarmungslosigkeit.
Sexualität war bei diesem Kaputtmachen keineswegs die Triebfeder, sondern lediglich ein pars pro totum; die Geschlechtsteile vertraten auf magische Weise die Gesamtpersönlichkeit des Opfers; sie zu besitzen war gleichbedeutend mit einer totalen Verfügung über den anderen.

http://www.bodokirchhoff.de/bartsch.html


Anmerkung:

Das könnte zb. auch der Fall gewesen sein bei Tristan und Tobias.

#3 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 09:48

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Zusammenfassung Jürgen Bartsch


1946 unehelich geboren

Adoption mit 11 Monaten von Metzgerehepaar (da leibliche Mutter gestorben)

soll Metzger lernen, will aber nicht schlachten

erkennt die eigene Perversion (ist homosexuell und sadistisch veranlagt)

lockt Jungen in einen Bunker und misshandelt sie

tötet von 1962 bis 1966 = 4 Jungen

zerstückelt die Leichen

keine sex. Motivation, er wollte erniedrigen und besitzen

#4 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 09:52

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Der Menschenfresser von Duisburg

Der Menschenfresser von Duisburg

Heutzutage ist der widerwärtigste Serienmörder der deutschen Kriminalgeschichte ist so gut wie vergessen. Der Duisburger Waschkauenwärter Joachim Kroll tötete mindestens acht Menschen im Ruhrgebiet. Und er aß von ihren Leichen. Eine Kriminalgeschichte.


Kein schöner Sommer war das damals anno '76. Wer kann sich schon erinnern? Zwar freuten sich die Menschen über wochenlange Bullenhitze in ganz Deutschland und fieberten mit den Ihrigen während der olymischen Sommerspiele in Montreal. Doch seit Anfang Juli dieses Jahres begann Grauen, das Revier zu lähmen. Zu dieser Zeit, am zweiten Juli, vermissten die Duisburger Eheleute Kettner ihre vierjährige Tochter Marion. Mit ihren Freundinnen war die Kleine am Nachmittag nur eben mal zum Spielen raus. Auf diesem Spielplatz nahe ihrem Elternhaus auf der Friesenstraße in Duisburg-Laar hat man sie auch noch beobachten können.
Doch wenig später suchten Eltern und Bekannte stundenlang vergeblich nach dem kleinen Kind. Auch die mit Hunden und Hubschraubern fahndende Polizei vermochte das blonde Mädchen nicht zu finden. In der Folge ergaben die polizeilichen Ermittlungen in Sachen des vermissten Kindes eine kleine Unregelmäßigkeit im Nachbarhaus der Kettners. Auf der Friesenstraße 3 war seit Tagen eines der Etagenklos versopft. Den beiden Polizeibeamten, die zuvor vergeblich auf der Suche nach Marion Tür um Tür abklapperten, erzählte ein Hausbewohner, sein Nachbar namens Joachim Kroll habe ihn darum gebeten, das Klo vorerst nicht mehr zu benutzen: "Ich hab' geschlachtet, ein Kaninchen", sagte Kroll dem Nachbarn, "versehentlich hab' ich wohl mit den Innereien das Klo verstopft". Der Klempner, den die Beamten riefen, fand heraus, daß letzteres wohl die Wahrheit war.

Im Abort waren Eingeweide. Die Eingeweide eines kleinen Menschen höchstvermutlich. Darauf angesprochen lud Kroll die Polizei zur Begehung seiner Wohnung ein. "Sehen se doch mal in der Tiefkühltruhe nach", schlug er in seiner Dachgeschoß-Wohnung vor. Tatsächlich liegen in der Truhe Stücke von gefrorenem Menschenfleisch, abgepackt in Plastiktüten. Und in einem Kochtopf, der auf dem einem Ofen steht, befindet sich eine Brühe von Möhren und Kartoffeln sowie eine kleine Menschenhand. Unverzüglich nimmt der Kommisar vom Dienst Kroll wegen Mordverdachtes fest. Am 4. Juli 1976, schildert der 43jährige Joachim Kroll, der auf der Hamborner August- Thyssen-Hütte von Berufs wegen eine Waschkaue in Schuß hält, zwei Vernehmungsbeamten wie Marion Kettner zu Tode kam.

Während der unauffällige Mann ruhig und leise das Unfassbare berichtet, versammelt sich vor seinem Wohnhaus eine Menschenmenge. Alle stehen sie unter Schock. Entsetzen bei den Frauen. Die Männer lassen Lynchjustizabsichten erkennen. Dieweil gesteht der Täter in den Räumen des Polizeipräsidiums, wie er Marion in seine Mansarde lockte. Wie er versuchte, sich an ihr zu vergehen. Wie sie schrie und sich wehrte. Weswegen er sie schließlich erwürgte. Und wie Kroll anschließend, so waren seine Worte, "wissen wollte, wie ein Mensch von innen aussieht und wie er schmeckt". Auf einmal wird der zuvor polizeilich nicht in Erscheinung getretene Hilfsarbeiter für Polizei und Staatsanwaltschaft "zu einem Fall von Kannibalismus, wie er in der deutschen Kriminalgeschichte nur wenige Beispiele hat". Zumal Joachim Kroll zwar stockend, aber richtig plaudert...

Marion Kettner wird wenige Tage nach der Aufdeckung der Tat beigesetzt. Hunderte von Trauernden nehmen Anteil an ihrem letzten Weg. Die Pfarrer Dietrich Kohr aus Laar spricht ihr die letzten Worte. Den Mord an der Vierjährigen bezeichnet er als "die Tat eines vom Teufel bessessenen Menschen". Zu dieser Zeit läßt das Bundeskriminalamt offiziell verlauten, daß gemäß seiner Schätzung "jede Stunde zwölf Kinder von Sittlichkeitsverbrechern mißbraucht werden". Und der Vorsitzende Richter des Landgerichtes Mannheim, Rolf Wimmer, schrieb vor ein paar Wochen in einer Fachzeitschrift über Triebverbrecher: "Es gibt unter ihnen unverbesserliche Kriminelle. Man muß sie für immer hinter Schloß und Riegel bringen, damit andere harmlose Menschen friedlich überleben können".

Zunächst zwei Wochen sitzt Joachim Georg Kroll täglich bis zu neun Stunden täglich auf einem Holzstuhl im Verhörraum. "Aber der kriegt seine Pausen, wann er will", sagt Staatsanwalt Sehmisch. Bald schon bedienen sich die Vernehmungsführer der Vertraulichkeit des Du, auf Krolls Wunsch spielen die Schließer in dessen Zelle mit ihm Skat. Die ganze Ermittlungsmannschaft will ihren Joachim gewogen stimmen, "das ist kein Typ, der uns einen Bären aufbindet", sagt der Kripochef Kalitschke. Also wird der Verdächtige sogar mit seiner Leibspeise verpflegt. Zur Zubereitung von Reibekuchen und Rübenkraut spannt die Kripo die Frau eines Beamten ein. In der Untersuchungshaft ist Kroll guten Mutes, daß man ihn "bald wieder nach Hause läßt". Nachdem man bei ihm "eine Operation durchgeführt hat, die ihn in Zukunft für Frauen harmlos macht".

Allmählich kommt ans Licht, was Kroll so trieb und wer er ist. Vor ein paar Jahren lebte er in einem Ledigenwohnheim in Duisburg-Huckingen. Dort haben sie ihm fristlos gekündigt, weil er sein Zimmer verkommen ließ. Sein damaliger Nachbar Erich erinnert sich, daß er Gummipuppen sammelte. "Manchmal hat er lebensgroße Puppen als Mädchen bekleidet und tanzte mit ihnen auf dem Flur 'rum". Kroll selbst gibt in diesem Zusammenhang an, daß er oft mit der einen Hand eine Puppe strangulieren habe, während er sich mit der anderen Hand befriedigte. Dem Wohnheimverwalter fiel auf, "daß er auf seiner Bude vier Fernseher, drei Tonbänder und drei Radios hatte". Meist liefen mehrere Geräte gleichzeitig. Im Wohnheim galt Kroll als einer, "der nie Bier trank und nicht viel auf der Latte gehabt hat". Nur das Kroll innerhalb von knapp zwei Wochen sieben Morde gesteht.

16. Juli 1976, Freitagnachmittag. Die Rheinwiesen in Rheinhausen, 200 Meter rechts der Rheinbrücke von Rheinhausen aus gesehen. Ein cremfarbener Ford Granada fährt an den Rand der Wiese. Hinten sitzt der Menschenfresser von Duisburg, er hat ein gelbes Hemd an. Zwei junge bärtige Kripobeamte begleiten ihn vom Auto hinaus auf die Wiese. Kniehohes Gras. Sybille, eine Kriminalkommissarin zur Anstellung, hält sich zur Tatrekonstruktion bereit. Bislang hatte sie in der 'Sonderkommission Kroll' den Job, die Akten chronologisch zu ordnen. Die KK'in z.A. ist langhaarig, hellblond, hübsch und 22. Sie trägt einen kurzen Jeansrock und ein T-Shirt. An der Beamtin wird Kroll demonstrieren, wie er am 16. Juli 1959 die 24jährige, ebenfalls blonde Frieda Tesmer überfiel. Die Haushaltshilfe begleitete er nach einem Kneipenbummel in der Duisburger Altstadt über den Rhein In den Rheinwiesen schlug er sie mit der Faust nieder, nachdem sie sich einem Annäherungsversuch widersetzt hatte. Im Verlauf des Kampfes wird Frieda Tesmer erwürgt.

Was Kroll so rekonstruiert: Er greift sich die Kommissarin, rechte Hand an rechter Schulter, die Linke am linken Oberarm. Die Beamtin fällt ins umstehende Gras. Kollegen trennen Kroll von ihr. Anschließend sagt sie öffentlich, daß sie sich ganz sicher fühlte. Während des gesamten Vorgangs lagen, etwas abseits, etwa 30 Reporter auf der Lauer. In den Bäumen, hinter Büschen. Denn das Ganze ist vor allem eine Inszenierung für die Presse.

Kroll erinnerte sich letzlich an vierzehn Morde mit unterschiedlicher Genauigkeit. Er habe irgendwann aufgehört zu zählen. Bisweilen habe er, nachdem er sich an den Leichen seiner Opfer verging, diese auch tranchiert. Sexualmorde allesamt, bis auf den Fall Hermann Schmitz. Im August 1965 beobachtete er diesen und dessen Freundin Rita beim Liebesspiel in einem VW-Käfer auf einer Wiese in Großenbaum. Kroll hat es auf Rita abgesehen, wie er sagt. Zunächst durchsticht er mit seinem Messer einen Reifen des Autos. Daraufhin verläßt Hermann Schmitz das Auto, wird von Kroll mit dem Messer schwer verletzt, kann sich aber noch ins Auto retten. Seine Freundin fährt davon und gibt mit Hupe und Lichthupe Alarm. Während der Täter flüchtet, verblutet Hermann Schmitz in den Armen seiner Freundin.

Joachim Georg Kroll ist ein Flüchtlingskind. Im Frühling 1933 in Nordschlesien geboren. Zeit seines Lebens bleibt er quasi Analphabet, in seiner Heimat ging er nur fünf Jahre zur Schule, anschließend mußte er sich als Knecht auf den Höfen verdingen. Kroll gab zu Protokoll, die ersten sexuellen Regungen gespürt zu haben, als er bei einem Schlachter lernte, wie man Kühe und Schweine tötet. Er verging sich auch an den Tieren in den Stallungen der Bauern. Sein nach der Verhaftung gutachterlich festgestellter Intelligenzquotient von 76 liegt an der Grenze zur Schwachsinnigkeit. Auch die damals 11jährige Gabriele Püttmann überlebte eine Attacke Krolls. 1967, in der letzten Juniwoche, versuchte Kroll die damals 11jährige zu ermorden. Im Wohnzimmer von Gabis Eltern, nahe der Zeche Prosper IV, erinnert sich das Opfer noch Jahrzehnte später an Details. "Ich wollte zu meiner Freundin", sagt die jetzige Kindergärtnerin, "bin den kleinen Bach entlanggegangen, in der Nähe des Schachtes, wo wir immer gespielt haben".

Rund 100 Meter von ihrem Elternhaus entfernt sprach Kroll sie an, zeigte ihr ein Pornoheft. Später gibt Kroll in der Vernehmung an, daß er das Kind damit hat genauso erregen wollen, wie es ihn erregte. "Er sprach so leise, und ich hab' dann gesagt, laß' mich in Ruhe, dann geben dir meine Eltern ganz viel Geld", erinnert sich Gabriele Püttmann weiter. Aber Kroll versuchte, sie zu erwürgen., "der hatte so schmutzige Hände, die waren so grob". Weil sich aufgrund des Schichtwechsels der nahegelegenen Zeche ein paar Kumpels näherten. ließ Kroll von seinem bewußtlosen Opfer ab. Auch Gabis Mutter, Magarete Püttmann, erinnert sich noch wie heute: "Ihr Hals wies lauter Würgemale auf, das Gesicht war ganz grün, sie war völlig verstört".

Freitag, 5. Oktober 1979. Neun Uhr. Die Justizwachmeister führen Joachim Kroll in den Saal 201 des Duisburger Landgerichts. Er hat die Jacke seines beigefarbenen Sakkos ins Gesicht gezogen. Nur die Mitte seiner hohen Stirn lugt zwischen den Revers hervor. Sieben Minuten lang muß der regungslos auf der Anklagebank sitzende Angeklage ein Blitzlichtgewitter über sich ergehen lassen. Erst dann wird die vorläufig auf fünf Monate angesetzte Verhandlung eröffnet. Ein versuchter und acht vollendete Morde werden Kroll zur Last gelegt. Nach 142 Verhandlungstagen wird dann zweieinhalb Jahre später das Urteil gesprochen. Neunmal lebenslänglich lautet es. Joachim Kroll starb am ersten Juli 1991 an einem Herzinfarkt in der JVA Rheinbach.

Die 'Encyclopedia of Modern Murder' (Wilson & Seaman: London 1983) vermerkt resümierend, daß "gerade eine Kombination aus Blödheit und tierischer Verschlagenheit es erlaubte, daß einer der schlimmsten Serienkiller Deutschlands ungehindert mehr als zwanzig Jahre tätig sein konnte".

http://www.thomas-meiser.de/tcrime/kroll.htm

Ein Video zu dem Fall:

http://www.youtube.com/watch?v=LCP9EPwxEmI

#5 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 09:53

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Zusammenfassung - Der Menschenfresser von Duisburg

1 versuchter und 8 vollendete Morde mit sexuellem Motiv

Kroll
-Geboren 1933
- Flüchtlingskind
- IQ von 76, grenzt an Schwachsinn
- Analphabet (5 Jahre Schulbesuch)
- Arbeitete als Knecht
- Sexuelle Erregung beim Schlachten von Tieren
- verging sich an Tieren
-Kannibale
- Sexueller Hintergrund (- tanzt mit Puppen, würgt sie mit einer Hand, befriedigt sich selbst)
-Verging sich an allen Leichen seiner Opfer , tranchierte sie

#6 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 09:56

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Serienkiller Karl Denke

Serienkiller - Karl Denke
geboren: 12.08.1870
gestorben: 22.12.1924
Tatort: Deutschland
Tatort: Schlesien
Tatort: Münsterberg
Dauer: 1903 bis 1924
Auch bekannt als: Papa Denke
Bewiesene Morde: 31
Vermutete Morde: keine

Die Tat

Karl Denke wurde am 12. August 1870 in Oberkunzendorf bei Münsterberg in Schlesien geboren. 1880 zog er in die Stadt Münsterberg, wo er in einer kleinen Wohnung lebte. Karl war nicht sehr intelligent und wurde deswegen von seinen Mitschülern, aber auch den Lehrern verspottet und gedemütigt. Verständlicherweise ging er deswegen nicht gerne zur Schule und zog sich immer mehr zurück. Wegen seines geringen IQs konnte er auch keine Berufsausbildung machen und arbeitete als Bälgetreter und Kreuzträger in der evangelischen Kirche. Später hielt er sich mit Körbeflechten über Wasser. Denke galt bei seinen Mitmenschen als etwas schrullig, aber hilfsbereit und freundlich und hatte immer eine Mahlzeit für Obdachlose und Wandergesellen.

Am 21. Dezember 1924 streifte ein arbeits- und wohnungsloser Steinhauer auf der Suche nach Arbeit und/oder Essen durch Münsterberg. Er bettelte Passanten um Geld an, und wurde von einer solchen Passantin auf den hilfsbereiten Karl Denke aufmerksam gemacht. Der Steinhauer nahm diesen Hinweis dankbar an und ging zur Wohnung von Denke, der ihn auch mit einem freundlichen Lächeln in seine Unterkunft bat und ihm reichlich Fleisch zu essen gab.

Nach dem Mahl bat Denke seinen Gast um einen Gefallen. Er sollte einen Brief für ihn schreiben, da er wegen seines Gelenkrheumas nicht mehr so gut schreiben könnte. Der Steinhauer hatte kein Problem mit dem Wunsch Denkes und setzte sich mit Papier und Bleistift an den Tisch und wartete auf die Anweisungen von Denke, der hinter ihm auf und ab ging, anscheinend auf der Suche nach den passenden Worten. Schliesslich begann Denke zu diktieren: - Adolf, du dicker Wanst.... -, der Steinhauer musste Lachen, weil er einen Scherz vermutete und drehte sich zu Denke um. Dieser hatte mittlerweile eine Spitzhacke in der Hand und schlug auf seinen Gast ein, der im letzten Moment seinen Kopf zur Seite reissen konnte, aber trotzdem noch gestreift wurde.

Mit einer blutenden Wunde am Kopf und unter lautem Geschrei lief er aus der Wohnung, wo er auf Nachbarn von Denke traf. Er erzählte ihnen seine Geschichte, doch sie glaubten ihm nicht und fragten bei Denke selber nach, um seine Variante des Vorfalls zu hören. Dieser sagte, er habe dem Bettler zu essen gegeben, und der wollte ihn zum Dank dafür bestehlen. So war er gezwungen sich mit seiner Spitzhacke zu verteidigen. Seine Nachbarn glaubten dem alten Mann und brachten den Steinhauer zur Polizei.

Auf dem Revier wiederholte der Wanderarbeiter seine Geschichte und die Polizei sah sich gezwungen Denke aufzusuchen, obwohl auch sie kein Wort des Fremden glaubten. In Denkes Wohnung fanden die Beamten jedoch Unmengen von Fleisch, von denen einige Teile noch eindeutig als menschlich erkannt wurden und Karl Denke wurde verhaftet. Bei der anschliessenden gründlichen Durchsuchung kam die ganze schreckliche Wahrheit ans Licht. Man fand mehrere Fässer mit gepökeltem Fleisch und in Kübeln war noch rohes Fleisch. Des weiteren entdeckte man ein Beil, eine Säge, mehrere Fleischermesser, eine Waage, Kleidung in verschiedenen Grössen, einige Ausweise von Wanderarbeitern und Bettlern und ein Notizbuch, in dem alle seine Opfer peinlich genau aufgelistet waren. Der erste Eintrag war vom 21. Februar 1903, der letzte vom 17. November 1924.

Noch während seine Wohnung durchsucht wurde, erhängte sich Denke in seiner Zelle mit seinen Hosenträgern. So konnte er nie verhört werden und seine Taten bleiben ein Geheimnis. Allerdings konnten Mediziner das gefundene Fleisch eindeutig als ausnahmslos menschlich bestimmen und aus seinem Notizbuch geht hervor, dass er mindestens 30 Menschen getötet, verarbeitet, gekocht, gegessen und teilweise auf dem Markt verkauft hat. Warum Denke zum Mörder und Kannibalen wurde ist völlig unklar. Psychologen vermuten allerdings, dass er von sexueller Perversion getrieben wurde, da man in seiner Wohnung auch konservierte Brustwarzen und Genitalien fand.


http://www.dunkletage.de/serienkiller/i%20...%208jhcsg3926

Zusammenfassung

Serienkiller - Karl Denke
geboren: 12.08.1870
gestorben: 22.12.1924
Tatort: Deutschland
Tatort: Schlesien
Tatort: Münsterberg
Dauer: 1903 bis 1924
Auch bekannt als: Papa Denke
Bewiesene Morde: 31
Vermutete Morde: keine

geringer IQ
ohne Ausbildung
Bälgeträger, Kreuzträger, Korbflechter

Große Mengen Menschenfleisch, gepökelt, gekocht, sonstig verarbeitet
Kannibale
sexueller Hintergrund, konservierte Brustwarzen und Genitalien

Erhängte sich in seiner Zelle

#7 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 09:59

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Der Kannibale von Rothenburg

Zur Person:

Geboren: 1961
Gestorben: zur Zeit inhaftiert
Todesursache: -

Zu den Taten:

als Serienkiler aktiv: 2001
aktiv in: Deutschland
Motiv: Lust
Anzahl Opfer: 1
Geschlecht der Opfer: männlich
Bevorzugte Opfergruppe: keine besondere Zielgruppe
bevorzugte Tötungsart: zerstückelung

Armin Meiwes oder bekannt als der Kannibale von Rothenburg ist kein Serientäter im eigentlichen Sinn. Er tötete nur 1 mal und wurde dann gefasst. Warum er trotzdem auf dieser Seite aufgenommen worden ist lesen sie selbst : Armins Vater verließ die Familie da war er 8 Jahre. Zur gleichen Zeit ging sein älterer Bruder zum studieren in eine andere Stadt.

Armin blieb mit der Mutter alleine zurück. Die Mutter mit einem extremen Hass auf Männer kümmerte sich nicht mehr um den Jungen. Sich alleine überlassen entwickelte Armin sehr seltsame Phantasien. Mit 12 Jahren hatte er, nach eigenen Aussagen, seine ersten Mordphantasien in dem er die Leichen zerstückelte. Er hatte nie feste Beziehungen zu Frauen. Nach dem Tod seiner Mutter, 1999, begann er intensiv nach einem möglichen Opfer zu suchen.

Was jetzt kommt ist noch nicht genau geklärt, Armin erklärte das sich 2001 ein Mann bei ihm übers Internet gemeldet hätte der gerne "zerstückelt" werden wollte. Sie trafen sich angeblich in seiner Dachkammer, dann trennten sie das Geschlechtsteil des Opfers ab und verspeisten es zusammen. Dann tötete Armin sein Opfer, wie er noch heute immer wieder betont auf deren ausdrücklichen Wunsch hin, mit einem großen Küchenmesser. Sexuell hätte noch nichts ihn derart befriedigen können, wie das zerstückeln und zerkleinern seines Opfers.

Diesen Vorgang hielt er auf einem Videoband fest. Er zerkleinerte die Leiche so weit das er sie in einzelne Portionen einfrieren konnte. Die Reste vergrub er im Garten. Nach 2 Tagen begann er das Fleisch zu braten und mit einer Pfeffersoße zu sich zu nehmen. In den weitern Monaten suchte er nach weitern Opfern, diesmal wollte er aber einen schlankeren Mann, da wäre das Fleisch zarter. Durch seine offene Suche im Internet kam wurde er schließlich gefasst. Zur Zeit ist er inhaftiert und der Prozess läuft.

Am 30.01.2004 wurde Meiwes von einem Kasseler Gericht zu 8,5 Jahre wegen Totschlages verurteilt. Die Staatsanwaltschaft, die auf Lustmord plädierte kündigte bereits an gegen das Urteil Revision einzulegen.


http://www.moerder-in-serie.de/armin-meiwes.php

Zusammenfassung


Anzahl Opfer: 1

i. Alter von 8 Jahren wuchs er alleine bei der Mutter auf
Bruder ging in eine andere Stadt z. Studieren

war sich alleine überlassen

mit 12 Jahren die ersten Mordfantasien, in denen er die Opfer zerstückelte
Mutter starb 1999

tötet sein Opfer mit einem Küchenmesser und zerstückelt es

Motiv: sexuelle Befriedigung beim zerstückeln der Leiche

#8 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 10:05

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Mordfall Tobias Dreher (11†)

Dieser Mord geschah 1,5 Jahr nach dem Mord an Tristan Brübach


Stuttgarter Zeitung 24.11.2005
Der Mord an dem elfjährigen Tobias aus Weil im Schönbuch Ein Video enthüllt
die Panne der Ermittler Seit fünf Jahren versuchen Polizei und
Staatsanwaltschaft, den Mord an dem elfjährigen Tobias aus Weil im
Schönbuch zu klären. Doch die Ermittlungen sind in eine Sackgasse geraten -
auch deshalb, weil es Pannen gegeben hat, die bis heute unter der Decke
gehalten worden sind.
Von Michael Ohnewald
Dies ist die Geschichte über Tobias, der keine Chance hatte, erwachsen zu
werden. Dies ist auch die Geschichte von Dennis (Name von der Redaktion
geändert), der heute erwachsen ist und seit fünf Jahren mit dem Ruch eines
schweren Verdachts lebt. Und dies ist vor allem die Geschichte von
Kriminalbeamten, die Übermenschliches vollbringen mussten und sich dabei
Schnitzer geleistet haben, die bis heute nicht bekannt geworden sind.
Angefangen hat alles mit einem Ausflug. Tobias, 141 Zentimeter groß und elf
Jahre alt, fährt am 30. Oktober 2000 gegen 14.30 Uhr mit seinem Rad zum
Angeln. Als er am Abend nicht wie vereinbart nach Hause kommt, meldet die
Mutter ihn als vermisst. Der Vater macht sich gemeinsam mit Polizeibeamten
auf die Suche und findet seinen Sohn um 22.08 Uhr hinter der Hütte am
Dörschachsee. Tobias lebt nicht mehr. Sein Körper ist gezeichnet von
perfiden Messerattacken, die den Schluss nahe legen, dass der Mörder einen
krankhaften Sexualtrieb hat. Die Böblinger Kriminalpolizei bildet eine
Sonderkommission. Geleitet wird sie von Peter Kegreiß, 43 Jahre alt und
Kriminalhauptkommissar.
Schon am Tag nach der Tat, die bundesweit für Schlagzeilen sorgt, erleben
die Beamten eine Überraschung, als sie den Fernseher anschalten. Der
Privatsender RTL strahlt am 31. November 2000 einen Beitrag aus, gedreht in
Weil im Schönbuch. Vor der Kamera steht der 16-jährige Dennis. Er
bezeichnet sich als besten Freund des am Weiher ermordeten Hauptschülers.
Die Ermittler nehmen sich den Jungen und sein Umfeld vor. Sie sehen sich
mit einem verwahrlost wirkenden Heranwachsenden konfrontiert, der nicht mit
gängigen Maßstäben zu beurteilen ist. Er stammt aus einer Familie, in der
es rau zugeht und auch reichlich Alkohol getrunken wird. Bei den
Vernehmungen wirkt der in sich gekehrte Sonderschüler unkonzentriert. Das
Gespräch ist schwierig, vieles von dem, was er erzählt, erscheint wirr.
Dennis hat einen Intelligenzquotienten von unter 60.
Mit jedem neuen Termin wächst der Verdacht gegen den Jungen. Am 9. November
2000 kommt es zu einer Vernehmung, professionell geführt und von Kameras
der Polizei aufgezeichnet. Der Mitschnitt taugte für einen Lehrfilm über
Polizeiarbeit. Er könnte ein Dokument dafür sein, wie man es besser nicht
macht. Denn draußen vor der Türe bahnt sich ein Desaster an.
Wie auf dem Videoband zu sehen ist, wartet Dennis drinnen zunächst mit
einem überraschenden Geständnis auf. Der Junge räumt nicht nur den Mord
ein, sondern beschreibt auch ausführlich, wie Tobias am Boden lag, wie er
ausgesehen und wie er Laub in seiner Hand zusammengepresst hat, auch dass
seine Augen offen standen, und wo die selbst gebastelte Holzangel des
Opfers lag. In solchen Fällen reden die Kriminologen von Täterwissen.
Kegreiß und seine Kollegen wähnen sich bereits nach weniger als zwei Wochen
am Ziel. Dennis scheint als Täter überführt, der Rest polizeiliche Routine.
Das Gespräch vom 9. November ist bereits weit gediehen, die vernehmenden
Beamten sind bei der Frage nach der Tatwaffe angelangt. Dennis spricht von
einem Messer, das bei ihm zu Hause liege. Er beschreibt es genau. Die
Kripobeamten unterbrechen daraufhin die Sitzung und lassen die Wohnung der
Familie durchsuchen. Wenig später kehren Fahnder mit dem Messer zurück. Es
ist sauber und weist keine Blutantragungen auf.
Die Vernehmung in der Polizeidirektion wird fortgesetzt. Dennis soll jetzt
mit seinem Messer konfrontiert werden, doch ausgerechnet in diesem
Augenblick wird sein dominanter Vater draußen vorbeigeführt. Der Mann
verfügt über eine markante Stimme und ist drinnen zu hören, wie das
Videoband belegt. Der verängstigte Dennis reagiert sofort. Er nimmt alles
zurück und sagt plötzlich, dass er an jenem Abend zu Hause gewesen sei und
nichts gemacht habe.
Am nächsten Tag ergeht ein Haftbefehl gegen Dennis. Er bleibt sechs Wochen
als Tatverdächtiger hinter Gittern. Dann gelingt es dem Stuttgarter Anwalt
Achim Bächle, seinen jungen Mandanten freizubekommen. Am 12. Dezember 2000
wird der Haftbefehl des Böblinger Amtsgerichts vom 10. November 2000
aufgehoben. Bächle hat gute Argumente. An den Kleidern von Tobias hatten
Spezialisten des Landeskriminalamts und der Gerichtsmedizin Tübingen
zwischenzeitlich winzige Blutpartikel entdeckt, aus denen sich
unverwechselbare Muster der menschlichen Erbsubstanz herauslösen lassen.
Sie stammen zweifelsfrei nicht von Dennis. Auch das sichergestellte Messer
belastet ihn nicht. Gleich zwei Gutachter haben das Fundstück untersucht -
mit höchst unterschiedlichem Resultat. Der eine schließt es als Tatwaffe
aus, der andere hält es für möglich, dass Tobias mit ihm getötet worden
ist.
Achim Bächle muss sich angesichts solcher Befunde nicht besonders
anstrengen. Der 54-jährige Anwalt kennt sich aus mit schwierigen Fällen.
Bächle hat schon der RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt als
Pflichtverteidiger beigestanden und unlängst im Aufsehen erregenden
Reiterhofmordprozess einen Justizvollzugsbeamten verteidigt, der wegen
eines zwanzig Jahre zurückliegenden Mordes an der zwölfjährigen Bianca aus
Großbottwar zu lebenslanger Haft verurteilt worden ist.
Dabei war eine DNASpur des Stammheimer Vollzugsbeamten der entscheidende Beweis für dessen
Schuld.
Bei Dennis, für den Bächle spricht, sei dies umgekehrt. Hier entlaste der
genetische Fingerabdruck den Tatverdächtigen. "Ohne diese DNA-Spur wäre er
möglicherweise längst verurteilt", sagt der Anwalt. Bächle hat auch das
Vernehmungsvideo gesehen und räumt ein, dass er sich die Details vom
Tatort, die Dennis geliefert hat, nicht erklären kann. Nur so viel ist für
ihn klar: "Bei der Brutalität dieser Tat müssten Spuren meines Mandanten am
Opfer vorhanden sein." Spuren von Dennis, dessen Geständnis nach der
unvorhergesehenen Begegnung mit seinem Vater endete, gibt es jedoch nicht
an den Kleidern von Tobias. Das ist für Bächle die normative Kraft des
Faktischen.
Einige in der Sonderkommission können sich mit dieser normativen Kraft nur
schwer abfinden. Sie haben zwar nach allen Seiten ermittelt, sind sich aber
bei Dennis sicher gewesen. Man kann sich das vorstellen wie in einem
Kinosaal, in dem alles in eine Richtung schaut. Es gibt deshalb auch Ärger
in der Sonderkommission. Ein Beamter, der erst später zu den Ermittlern
gestoßen ist und für neue Impulse sorgen soll, erweist sich als Unruheherd.
Er ermittelt auf eigene Faust, vernimmt Dennis ein weiteres Mal, ohne dass
seine Kollegen davon wissen. Der Anwalt des Jungen beschwert sich.
Später geht dieser Beamte noch einen Schritt weiter. Er nimmt das Videoband
vom 9. November an sich und lässt andere daran teilhaben. Es dauert nicht
lange, bis sich der Reporter eines Fernsehmagazins bei den Eltern von
Tobias meldet. Er weist sie auf das Band hin und rät, jene Szene genau zu
betrachten, in der Dennis umkippt, weil draußen sein Vater von Polizisten
vorbeigeführt wird. Die Kripo in Böblingen erfährt davon und ist alarmiert.
Ausgerechnet bei diesem heiklen Fall ermitteln daraufhin andere, nämlich
Staatsanwälte, gegen einen Kripomann. Es geht um den Vorwurf des
Geheimnisverrats. Der beschuldigte Beamte wird vernommen. Auch Journalisten
sehen sich mit Fragen der Fahnder konfrontiert. Mittlerweile hat die
Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt. Der gesundheitlich
angeschlagene Beamte ist nicht mehr im Dienst.
Für die Sonderkommission sind die internen Reibereien weniger belastend als
der Umstand, dass sie schon am Ende ihrer Ermittlungen schien und jetzt
wieder am Anfang steht, nachdem ihr der Hauptverdächtige weggebrochen ist.
Der Druck von außen wird immer größer, was auch daran liegt, dass die
hochtourig laufende Maschinerie in Böblingen viel Geld benötigt. Die Kosten
belaufen sich auf mehr als 500 000 Euro. In ihrer Not handeln
Verwaltungsleute der Polizeidirektion Böblingen mit Labors Rabatte für DNATests aus und
ersuchen auch die Kollegen in den umliegenden Revieren um
finanzielle Hilfe. 18 000 Personen werden überprüft, 13 000 Männer zum
weltweit zweitgrößten Speicheltest gebeten. Darüber hinaus verfolgen die
bis zur Erschöpfung arbeitenden Kriminalbeamten mehr als 2000 Hinweise und
Spuren. Sie alle führen letztlich nicht zu dem großen Unbekannten, dessen
Spuren an der Leiche waren.
Peter Kegreiß leidet unter alledem mehr, als die meisten ahnen. Als seine
Fahndungsgruppe aufgelöst wird, übergibt der Kriminalhauptkommissar den
Fall im Frühjahr 2002 an drei Kollegen aus dem Fachdezernat. Sie führen die
Ermittlungen weiter. Kegreiß lässt sich zur Bereitschaftspolizei versetzen.
Zwei Jahre später nimmt sich der Familienvater das Leben. Mitarbeiter, die
ihn kennen und mit ihm vertraut waren, blicken in die Abgründe des
Nichtverstehens. Sie sagen, dass Peter Kegreiß in der Zeit als Soko-Leiter
und auch danach trotz seines Abstandes manchmal nahe am Verzweifeln gewesen
sei, weil er diesen Fall nicht klären konnte, bei dem so vieles auf diesen
Jungen hingedeutet habe.
Dennis ist heute 21 Jahre alt. Auch die Staatsanwaltschaft tut sich schwer
mit ihm. Denn gegen Dennis, der sich mit Worten nur schwer wehren kann, ist
bis heute nicht nur das Mordverfahren anhängig, sondern auch noch ein
weiteres Ermittlungsverfahren, bei dem es um den Vorwurf des sexuellen
Missbrauchs von Kindern geht. Es stammt aus der Zeit, in der Kegreiß noch
Soko-Leiter war. Über diese Ermittlungen ist der Mantel des Schweigens
gebreitet worden. Tatsache ist, dass seit 2001 bei der Staatsanwaltschaft
mehrere Anzeigen der Böblinger Kriminalpolizei gegen Dennis liegen. Er soll
in den Sommerferien des Jahres 2000, also wenige Monate bevor Tobias starb,
eine Reihe von Kindern auf Baumgrundstücken und auch draußen am Weiher
sexuell belästigt und missbraucht haben. Entsprechende
Vernehmungsprotokolle sind von der Kripo vorgelegt worden. Unter diesen
Kindern war nach Informationen der Stuttgarter Zeitung auch der elfjährige
Tobias. Dies haben drei betroffene Kinder zu Protokoll gegeben.
Nicht zuletzt deshalb besteht für die Fahnder aus Böblingen laut ihrem
vorläufigen Abschlussbericht "nach wie vor der Verdacht, dass Dennis als Beobachter oder
Mittäter an der Tat beteiligt war". Anders lassen sich für
sie auch die Details bei der Vernehmung am 9. 11. 2000 nicht erklären.
Die Böblinger Kriminalbeamten setzen nun auf die Staatsanwaltschaft, aber
die schiebt den Fall vor sich her. "Das Verfahren ist noch offen", heißt es
auf Anfrage. Dabei haben die Ankläger längst erkannt, welche Brisanz in der
juristischen Aufarbeitung der angezeigten Sexualdelikte stecken würde. Die
Geschichte von Dennis lässt sich schließlich nur schwer völlig loslösen vom
Fall Tobias, und der wiederum ist eng verknüpft mit der Böblinger
Sonderkommission.
Achim Bächle sieht das alles entspannt. "Wenn die Staatsanwaltschaft die
Sache verfolgen will, dann muss sie dieses Verfahren abtrennen", sagt der
Anwalt von Dennis. "Aber da wird nicht viel passieren, denn das ist lange
her." Der Jurist hat Dennis unlängst davon abgeraten, dem Wunsch der
Böblinger Kriminalpolizei nach einer weiteren Untersuchung bei einem
Jugendpsychiater nachzukommen. "Ich muss da auch an meinen Mandanten
denken", sagt Bächle.
Die Staatsanwaltschaft, so scheint es, möchte den Fall wie Bächle am
liebsten geräuschlos hinter sich bringen. Bei einer Anklage könnten vor
Gericht nicht nur Ermittlungspannen publik werden, sondern auch
unappetitliche Details - und bei alledem bliebe am Ende trotzdem diese
unerklärliche DNA-Spur. Vielleicht hat der zuständige Staatsanwalt deshalb
neulich in einem internen Vermerk seine Präferenzen festgehalten. Was den
Mordverdacht im Fall Tobias betrifft, so heißt es dort, stehe das Verfahren
gegen Dennis kurz vor der Einstellung. Was den Verdacht des sexuellen
Missbrauchs von Kindern angehe, sei mittlerweile viel Zeit verstrichen "so
dass voraussichtlich von einer Anklage abgesehen wird".

http://www.berti-online.de/html/mordfall_tobias.html


Zusammenfassung

Mutmaßlicher Täter

Familie alkoholabhänig

rauher Umgangston innerhalb der Familie

Vater sehr dominant

Mutm. Täter verwahrlost

IQ unter 60, was an Schwachsinn grenzt

Krankhafter sex. Trieb

Over-Kill

Vorwurf des sex. Missbrauchs von Kindern


Vorhandene DNA am Opfer ist nicht vom mutmaßlichen Täter (wie bei Tristan auch)



http://azxy.communityhost.de/t487356050f...s-Dreher-1.html

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/in...9fd21607d0.html


Hier ein paar weitere Infos zu diesem Mordfall.

Landgericht Stuttgart – Urteil vom 16. Mai 2012, 1 Ks 114 Js 74190/11
http://www.vdsrv.de/index.php?option=com...recht&Itemid=13


http://dejure.org/dienste/vernetzung/rec...20Js%2074190/11

Beschluss vom 24. Oktober 2012 - 1 StR 483/12 (1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs)
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bi...os=648&anz=3528


http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bi...nked=pm&Blank=1

#9 RE: Mordfälle mit Entnahme von Leichenteilen von Christine 28.11.2012 10:09

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Mord an 2 Teenagern in Bodenfelde

Zwei grausame Morde

Am Mittwoch beginnt der Prozess gegen einen 26-Jährigen, der in Bodenfelde zwei Teenager tötete. Der Angeklagte soll der Getöteten in die Wunde im Hals gebissen und von ihrem Fleisch gegessen haben.


Der 13-jährige Tobias wurde wie die 14-jährige Nina im niedersächsischen Bodenfelde brutal ermordet.

An einem Sonntag Ende November 2010 macht eine Mutter aus Bodenfelde (Kreis Northeim) eine grausige Entdeckung: Seit dem Vorabend vermisst sie ihren Sohn Tobias. Er hatte einen Freund zum Bahnhof gebracht und war nicht wieder zurückgekehrt. Die besorgten Eltern melden ihn noch in der Nacht als vermisst, gemeinsam mit Freunden suchen sie nach dem 13-Jährigen. Am Sonntagmittag findet die Mutter am Rande einer Fichtenschonung in der Nähe des Friedhofes die grausam zugerichtete Leiche ihres Sohnes.

Als wenig später die Polizei eintrifft, stoßen die Ermittler auf eine weitere Leiche. Nur wenige Meter entfernt liegt der Leichnam der 14-jährigen Nina, die bereits seit mehreren Tagen als vermisst galt. Der grausige Doppelmord löst bundesweit Erschütterung und Entsetzen aus.

Die Details lösten Entsetzen aus

Vom heutigen Mittwoch an wird der Fall vor dem Göttinger Landgericht verhandelt. Dort muss sich der 26-jährige Jan O. wegen Mordes in zwei Fällen verantworten. Die Polizei hatte ihn einen Tag nach dem Leichenfund festgenommen. Bereits bei seiner Vernehmung vor dem Ermittlungsrichter räumte er die Taten ein. Vor einigen Wochen hat er dann im Gefängnis ein weiteres schriftliches Geständnis abgelegt, das sich in mehreren Punkten von seinen ursprünglichen Angaben unterscheidet. In der vergangenen Woche wurden Details seiner neuen Schilderungen aus der Anklageschrift bekannt – und lösten neues Entsetzen aus. So wies eine Tat offenbar kannibalistische Züge auf. Der Angeklagte soll der getöteten Nina in die Wunde im Hals gebissen und von ihrem Fleisch gegessen haben.

Die 14-Jährige war sein erstes Opfer. Sie war am 15. November nach einem Streit mit den Eltern von zu Hause ausgerissen. Am gleichen Abend traf sie auf den mehrfach vorbestraften und alkohol- und drogensüchtigen Jan O., der wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen kurz vor der Einweisung in eine Entziehungsanstalt stand. Laut Anklage wollte er die 14-Jährige vergewaltigen. Als sie sich wehrte, habe er sie getötet. Als Tatwaffe soll er eine abgeschlagene Bierflasche benutzt haben. Das Mädchen starb an Schnittverletzungen am Hals.

Fünf Tage später traf er in der Nähe des Tatortes auf den 13-jährigen Tobias, den er offenbar zunächst für ein Mädchen hielt. Diesen lockte er ebenfalls in die Fichtenschonung und tötete ihn mit einem Messer mit einer Vielzahl von Stichen in die Halsregion. Die Staatsanwaltschaft geht in beiden Fällen davon aus, dass er sich durch die Tötung sexuelle Befriedigung verschaffen wollte. Sie sieht zudem ein weiteres Mordmerkmal als erfüllt an: In beiden Fällen sei der Täter besonders grausam vorgegangen.

Hätten die Morde verhindert werden können?

Eine Frage treibt die Menschen in dem 2000-Einwohner-Ort um: Hätten Polizei und Justiz die Morde verhindern können? Und obwohl im Laufe der Ermittlungen einiges bekanntwurde, was die Annahme stützt, wird diese Frage in der Verhandlung wohl nur eine untergeordnete Rolle spielen.

So hatte der Bürgermeister von Bodenfelde, Hartmut Koch, wenige Tage nach dem Fund der Leichen berichtet, die Polizei habe eine Woche vor der Ermordung von Nina den vorbestraften und alkoholabhängigen Jan O. verdächtigt, einen Schuppen angezündet zu haben. Die Beamten hätten erfolglos versucht, die Staatsanwaltschaft zu veranlassen, einen Sicherungshaftbefehl zu beantragen: „Ich habe Kenntnis davon, dass die Polizei fast auf Knien bittend versucht hat, den Mann festzusetzen“, sagte Koch damals.

Damit nicht genug: Nach dem Verschwinden von Nina erstattete ihre Mutter Vermisstenanzeige, die Polizei aber löste weder eine öffentliche Fahndung aus noch eine groß angelegte Suchaktion. Die Beamten vermuteten, das Mädchen sei ausgerissen. Gefunden wurde die Leiche nur 100 Meter vom Elternhaus entfernt.

Jan O. sprach seine Opfer auf der Straße an

Inzwischen wurde zudem bekannt, dass in der Woche zwischen den beiden Tötungsdelikten ein neunjähriges Mädchen seiner Mutter erzählte, es habe im nahe gelegenen Wald eine Leiche gesehen. Die Frau glaubte dem Mädchen nicht – und da es keine Fahndungsaufrufe gab, meldete sie dies auch nicht der Polizei.

Auf die Spur des Täters, der im Nachbarort Uslar wohnte, kam die Polizei dann unmittelbar nach der Entdeckung der Leichen. Es meldete sich ein Mädchen, dass Jan O. wenige Stunden vor dem Tod von Tobias ebenfalls in Bodenfelde angesprochen hatte. Sie ging nicht mit ihm, er aber gab ihr seine Handynummer.

Der Verteidiger des Angeklagten, Markus Fischer, kündigte an, sein Mandant werde die Taten rückhaltlos einräumen. Ein vorläufiges Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen kommt zu dem Schluss, dass der 26-Jährige vermutlich nur eingeschränkt steuerungsfähig ist.

Zum Auftakt des Prozesses erwartet das Landgericht auch Medienvertreter aus dem Ausland. Der Northeimer Verein für Opferschutz und Strafgerechtigkeit will vor dem Landgericht eine Mahnwache abhalten und der getöteten Kinder gedenken. ( mit afp)

http://www.abendblatt.de/vermischtes/ar%20...%20ndung.html

Die Einzelheiten extremster Grausamkeit und Perversion bringen die Anwesenden im Gerichtssaal an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Das Geschehen beinhaltet kannibalistische Handlungen, Teile seines Tuns hält der mutmaßliche Täter mit einer Handy-Kamera fest. „Habe gestern ein Mädchen geschlachtet, jeden Tag eine. Bis sie mich erwischen“, schreibt der Täter auf seine Facebook-Seite.


Zusammenfassung

Jan O
ungewolltes Kind
Gewalt durch Vater
aggressives Kind -musste bereits aus Kiga genommen werden
Sonderschule
Zeitweise Unterbringung im Heim und bei den Großeltern
26 Jahre
alkohol- und drogenabhängig
schwere Persönlichkeitsstörung
Gelegenheitsarbeiter
Kleinkrimineller
Vorbestraft
Mord aus sexuellem Hintergrund

kannibalistische und vampiristische Handlungen an den Opfern
verging sich an der Leiche des Mädchens

http://www.welt.de/vermischtes/weltgesc%20...%20Jan-O.html

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