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#51 RE: Presseartikel von Christine 21.05.2013 13:26

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Grabungsaktion in Lichtenberg: Knochen stammen nicht von Peggy Knobloch


Aufgebaggerter Hinterhof in Lichtenberg: Keine Spuren von Peggy
Die Wende im Mordfall Peggy Knobloch bleibt vorerst aus: Knochenfragmente, die Ermittler bei Grabungen in einem bayerischen Hinterhof entdeckt hatten, stammen Untersuchungen zufolge nicht von dem verschwundenen Mädchen.

Lichtenberg - Rückschlag für die Ermittler im Fall Peggy: Die Knochenteile, die bei einer Suchaktion im bayerischen Lichtenberg entdeckt wurden, stammen nicht von dem vor Jahren verschwundenen Mädchen. "Ein Zwischenergebnis der Untersuchungen liegt vor. Es gibt keine Spuren von Peggy", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bayreuth.

Peggy war vor zwölf Jahren in Lichtenberg spurlos verschwunden. Als ihr Mörder wurde der geistig behinderte Ulvi K. verurteilt, doch an seiner Schuld hegen viele Beobachter Zweifel.
2012 starteten Staatsanwaltschaft und Kripo Bayreuth neue Ermittlungen. Bei einer Suchaktion im April fand die Polizei auf einem Anwesen dann in einer Sickergrube Knochenteile. Die Behörden konnten aber zunächst nicht sagen, um was für Knochen es sich genau handelte. Es könnten sogar tierische Überreste sein, hieß es. Auch jetzt erläuterten die Behörden, man habe weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben: "Wir wollen definitiv Klarheit, welche Knochen das sind."


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fa...n-a-900924.html

#52 RE: Presseartikel von 21.05.2013 18:45

21. Mai 2013 11:12
Ermittlungen in Lichtenberg Knochenteile stammen nicht von Peggy

Peggy Knobloch war neun, als sie verschwand. Bis heute gibt es viele Gerüchte. Manche wollen sie in der Türkei gesehen haben, andere in einem tschechischen Bordell.
(Foto: dpa)

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Neue Ungewissheit im Fall Peggy: Die Knochenteile, die Ermittler im oberfränkischen Lichtenberg entdeckt haben, stammen nicht von dem vor zwölf Jahren verschwundenen Mädchen. Einige Untersuchungen stehen aber noch aus - und die Spekulationen gehen weiter.

Die Knochenteile, die bei einer Suchaktion im oberfränkischen Lichtenberg entdeckt wurden, stammen nicht von der vor zwölf Jahren verschwundenen Peggy. "Ein Zwischenergebnis der Untersuchungen liegt vor. Es gibt keine Spuren von Peggy", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bayreuth am Dienstag. Man habe aber weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben: "Wir wollen definitiv Klarheit, welche Knochen das sind."

Die damals neunjährige Peggy war Anfang Mai 2001 in Lichtenberg spurlos verschwunden. Als ihr Mörder ist der geistig behinderte Ulvi K. rechtskräftig verurteilt, doch an seiner Schuld hegen viele Menschen Zweifel. 2012 starteten Staatsanwaltschaft und Kripo Bayreuth neue Ermittlungen in dem Fall.

Im April durchsuchte die Polizei ein Anwesen in Lichtenberg, das nur wenige Meter von Peggys früherer Wohnung entfernt liegt. Die Ermittler erklärten, sie hätten Hinweise, dass man hier die Leiche finden könnte. Sie entdeckten zwar Knochenteile in einer Sickergrube, doch diese stammen nicht von Peggy, wie die Analyse nun zeigte. Bereits kurz nach dem Fund hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, die Knochenfragmente könnten auch von Tieren stammen oder zu einem alten Friedhof gehören.
Wochenlange Spekulationen


Seit der Durchsuchungsaktion hatte es wochenlange Spekulationen gegeben. In welcher Form die Ermittlungen nun weitergehen, wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen. "Ernsthaften Hinweisen werden wir weiter nachgehen", betonte er.

Anfang April hatte der Anwalt von Ulvi K. am Landgericht Bayreuth bereits einen Antrag auf Wiederaufnahme gestellt. Der Jurist Michael Euler will erreichen, dass der Fall vor Gericht neu aufgerollt wird, und Ulvi K.s Unschuld beweisen. Eine Prüfung des Antrags durch die Staatsanwaltschaft kann nach Angaben der Anklagebehörde Monate dauern.

K. sitzt derzeit wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in der Psychiatrie. Die Strafe wegen Mordes hat er noch nicht angetreten. Bei dem Verfahren im Jahr 2004 urteilte die Justiz, der Gastwirtssohn aus Lichtenberg habe Peggy ermordet, um den sexuellen Missbrauch an ihr zu vertuschen.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/ermitt...peggy-1.1676919

#53 RE: Presseartikel von 21.05.2013 18:49

21. Mai 2013, 18:46 Uhr
Frankenpost Hof

Vater Kulac hofft auf die entscheidende Spur

Leise wie ein Mäuschen hatte sich Erdal Kulac, der Vater von Ulvi Kulac, von hinten an die Journalisten-Menge mit ihren Kameras und Mikrofonen herangeschlichen.
Von Iris Reichstein


Lichtenberg - Gerade gibt Polizeisprecher Jürgen Stadter vor dem rot-weißen Absperrband eine Erklärung ab zum Status der Suche nach der Leiche von Peggy Knobloch, dem neunjährigen Mädchen, das Kulacs Sohn im Mai 2001 ermordet haben soll.

Einer der Reporter registriert Erdal Kulac und reagiert blitzschnell: "Herr Kulac, was sagen Sie eigentlich dazu?" Nichts sagen will er, wehrt mit der Hand die Kameras ab, dreht sich weg, flüchtet auf die andere Seite der Straße hinauf zum Schlossberg, von wo aus er den Medienandrang weiter beobachtet.

Zögerlich spricht er dann doch, den Blick starr auf das rosafarbene Haus am Marktplatz gerichtet. "Ich wünsche mir, dass die hier etwas finden. Dann geb' ich Freibier aus."

Doch Erdal Kulac denkt dabei eher an Spuren als an eine Leiche, denn er glaubt - "zu achtzig Prozent" -, dass Peggy noch lebt, "im Ausland, in Tschechien oder in der Türkei." Auch sei Peggys Mutter öfters mal nach Holland gefahren, weiß er. Am Leben im Ort hätte sich die Familie Knobloch dagegen nicht wirklich beteiligt. Obwohl Peggys Stiefvater auch aus der Türkei stamme, habe er mit ihm nichts zu tun gehabt, sagt Erdal Kulac.

Warum ausgerechnet jetzt im Anwesen am Marktplatz gegraben wird, warum das Auto des Hausbesitzers erst jetzt untersucht wird, versteht Kulac nicht: "Warum ist das nicht schon vor zwölf Jahren passiert?" Es sei schon das dritte Auto des Mannes seit 2001, dem Jahr, als Peggy verschwand. Das rote, das die Polizei jetzt zu Untersuchungen abtransportiert habe, sei erst ein Dreivierteljahr alt. "Was wollen die denn da finden?"

Dass der Hausbewohner bei einer Befragung angegeben habe, Peggy nicht gekannt zu haben, hält Erdal Kulac für eine Lüge. Auch eine 35-jährige Lichtenbergerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, erinnert sich: "Dass er Peggy nicht gekannt haben soll, stimmt nicht. Sie war doch manchmal bei ihm zum Mittagessen, man hat sie an seiner Hand gesehen."

Die neuen Hinweise, denen Polizei und Staatsanwaltschaft nun nachgehen, könnten von der Exfrau des Hausbesitzers stammen, vermutet die Lichtenbergerin. "Sie hat sich von ihm getrennt, als er in Haft war", dann sei die Frau aus Lichtenberg weggezogen, wohne aber noch in der Umgebung.

Der ehemalige Stuckateur wurde - wie berichtet - 2008 wegen sexuellen Missbrauchs einer Sieben- und einer Zehnjährigen zu drei Jahren Haft verurteilt. Seit 2010 ist er wieder auf freiem Fuß.

Die Ermittler konzentrierten sich bei der Suche nach Peggys Leiche nicht nur auf das Haus in Lichtenberg: Im thüringischen Hirschberg durchsuchten sie am Dienstag eine Scheune, die der Mann als Lager für Baumaterial benutzt hatte. In Mittelfranken hatten die Ermittler ein Haus durchsucht, das laut Presseberichten einer Verwandten des Mannes gehören soll.

Es kamen auch an den anderen beiden Orten Leichenspürhunde zum Einsatz - gefunden wurde jedoch nichts.

http://www.frankenpost.de/regional/oberf...art2388,2522032

#54 RE: Presseartikel von Christine 22.05.2013 13:25

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Der Pressebericht ist aus 2007, enthält aber einen interessanten Aspekt:

01.02.07MORD OHNE LEICHE: ANGEBLICH GETÖTETES MÄDCHEN AUF PORNOFOTOS ERKANNT Peggy - Neue Spur im Internet
Sitzt ihr verurteilter Mörder unschuldig im Gefängnis? Oder sind die Bilder gefälscht? Vater sicher: "Das ist meine Tochter!"
Von Helmut Reister

Lichtenberg. Es ist ein Foto, das einem den Atem raubt. Ein hübsches, aber ansonsten unauffälliges Mädchen ist darauf zu sehen, etwa zwölf oder 13 Jahre alt. Angeblich soll es die seit fast sechs Jahren verschwundene Peggy aus Lichtenberg (Bayern) zeigen. Bisher gingen die Behörden davon aus, dass sie schon lange tot ist - ermordet im Alter von neun Jahren.

Der geistig zurückgebliebene Gastwirtssohn Ulvi K. (28) soll das Mädchen getötet haben. Eine Leiche wurde aber nie gefunden. Das Landgericht in Hof verurteilte den Mann, der sich auf dem Entwicklungsstand eines etwa Zehnjährigen befindet, im April 2004 wegen Mordes zu lebenslanger Haft, obwohl die Indizien nicht viel hergaben und direkte Beweise fehlten. Lediglich ein von ihm widerrufenes Geständnis diente als Grundlage für die umstrittene Entscheidung. Der "Spiegel" schrieb danach: "Der Prozess war von Anfang bis Ende ein einziger Skandal. Fest steht: Selbst Mario S. (38), Peggys leiblicher Vater, der die Familie schon geraume Zeit vor dem Verschwinden seiner Tochter verließ, ist von der Unschuld des Gastwirtssohns überzeugt.

Mario S. hat einen privaten Ermittler eingeschaltet. Zu viele Merkwürdigkeiten, zu viele Ungereimtheiten waren seiner Einschätzung zufolge bei den amtlichen Nachforschungen zutage getreten. Vor allem die Rolle seiner Ex-Frau, Peggys Mutter Susanne Knobloch (34), verursacht nicht nur bei ihm einen faden Beigeschmack.

Pornografische Aufnahmen auf einer einschlägigen Internet-Seite haben seine Befürchtungen bestärkt. Der von ihm beauftragte Detektiv entdeckte ein gutes Dutzend Schmuddel-Aufnahmen, die ein Mädchen zeigen, das eine frappierende Ähnlichkeit mit der verschwundenen Peggy aufweist. Auch eine erwachsene Frau ist mit dem Kind zu sehen. Sie ist nach Einschätzung der Familie Susanne Knobloch. Inzwischen ermittelt auch wieder die Staatsanwaltschaft Hof.

Noch brisanter ist allerdings ein Foto, das der im Auftrag von Peggys Vater tätige Detektiv erst vor Kurzem aufgetrieben hat: Mario S. ist sich jetzt ganz sicher, dass es sich bei dem etwa 13 Jahre alten Mädchen um seine Tochter handelt. Das wäre der Beweis, dass Peggy lebt. Noch ist die Echtheit aber nicht zweifelsfrei geklärt - zumindest teilweise könnte es sich auch um plumpe Fotomontagen handeln.

Der Ermittler, der davon ausgeht, dass sie schon im Kindesalter Opfer sexuellen Missbrauchs geworden ist, sagte der Münchner "Abendzeitung": "Die Spur führt nach Weimar. Wir haben konkrete Anhaltspunkte, dass Peggy dort unter falschem Namen lebt." Den Ermittlungsakten ist zu entnehmen, dass Susanne Knobloch erst fünf Tage vor Peggys Verschwinden bei der Gemeinde in Lichtenberg die Verlängerung des Kinderausweises beantragt hat, obwohl der noch rund ein Jahr Gültigkeit besaß. Und noch undurchsichtiger: Die Frau holte ihn zwei Monate später auch dort ab. Inzwischen wohnt sie selbst nicht mehr in Lichtenberg. Der Ermittler: "Da darf man schon einmal fragen, was sie mit dem Ausweis einer ,Toten' wollte."


http://www.abendblatt.de/vermischtes/art...m-Internet.html

Nach Peggys Verschwinden meldeten sich etliche Zeugen, die das Mädchen gesehen haben wollen, unter anderem in der Türkei. Dort soll Peggy in dem Ort leben, aus dem der damalige Lebensgefährte ihrer Mutter, Erhan Ü. (30), stammt.

#55 RE: Presseartikel von Christine 08.08.2013 13:19

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Fall Peggy wirft Fragen auf: Geistig behinderter Ulvi K. beteuert seine Unschuld
08.08.13
In Oberfranken verschwand 2001 die neunjährige Peggy spurlos. Eine Leiche wurde nie gefunden.
Foto: dpa bildfunk
Ulvi K. wurde teilweise ohne Anwalt verhört

Für die Justiz ist er der überführte Mörder der kleinen Peggy Knobloch, für seine Unterstützer ein Unschuldiger - 2004 zu Unrecht verurteilt und weggesperrt. Der geistig behinderte Ulvi Kulac sitzt nun seit fast 12 Jahren in derselben Psychiatrie in Bayreuth ein, in der auch Gustl Mollath sieben Jahre seines Lebens verbringen musste. Der Fall Kulac ist höchst umstritten und wirft einige Fragen auf. RTL-Reporterin Stefanie Albrecht hatte Gelegenheit, sich mit ihm zu unterhalten.

Die Neunjährige Peggy aus Lichtenberg in Oberfranken verschwand 2001 spurlos. Jedoch wurde eine Leiche nie gefunden. Kulac geriet damals ins Visier der Ermittler, weil er sich vor Kindern entblößt hatte. Seit einer Hirnhautentzündung ist er geistig behindert.

Nach über 40 Verhörtagen, teils ohne Anwalt, hat Kulac den Mord an Peggy dann gestanden. Allerdings gibt es bis heute keine Beweise, dass sein Geständnis der Wahrheit entspricht. Kulac widerruft seitdem seine Aussage. Zudem gibt ein früherer Zeuge nun an, damals bei seiner Aussage gelogen zu haben. Wird das Verfahren neu aufgerollt?

Lies mehr über Fall Peggy wirft Fragen auf: Geistig behinderter Ulvi K. beteuert seine Unschuld - RTL.de bei http://www.rtl.de


Hier ist auch ein Video zu sehen:


http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/f...25-1589595.html

#56 RE: Presseartikel von Christine 17.08.2013 10:53

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16. August 2013 17:41 Uhr
PEGGY KNOBLOCH
Fall Peggy: Wichtiger Zeuge ist gestorben
Seit 2001 fehlt von der damals neunjährigen Peggy jede Spur. Im April nahm die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wieder auf. Ein wichtiger Zeuge ist inzwischen verstorben.


Die damals neunjährige Peggy verschwand vor zwölf Jahren spurlos. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wieder in dem Fall.

Zwölf Jahre ist es bereits her, dass die damals neunjährige Peggy Knobloch spurlos verschwand. Drei Jahre später wurde der geistig zurückgebliebene Ulvi K. wegen Mordes an dem Kind zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch blieben immer Zweifel an seiner Schuld. Auch, weil keine Leiche gefunden wurde. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth nahm im April erneut die Ermittlungen auf.

Ihre allein erziehende Mutter gibt noch am Abend eine Vermisstenanzeige auf.


"Intensive Ermittlungen"

Einen "durchschlagenden Erfolg" habe es dabei bisher aber noch nicht gegeben, erklärte Oberstaatsanwalt Herbert Potzel am Freitag. Man ermittle intensiv, bislang habe es 120 Vernehmungen gegeben. Im Oktober will die Staatsanwaltschaft ihre Stellungnahme zu einer möglichen Wiederaufnahme im Fall Peggy abgeben.

Michael Euler, Anwalt von Ulvi K., will mit einem Wiederaufnahmeantrag die Unschuld seines Mandanten beweisen.

Wichtiger Zeuge ist gestorben

Unterdessen wurde bekannt, dass ein Zeuge, der in Eulers Wiederaufnahmeantrag eine wichtige Rolle spielt, verstorben ist. Euler bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Da der Zeuge seine Angaben aber vor einem Ermittlungsrichter gemacht hatte, seien sie weiterhin verwendbar. Der verstorbene Zeuge hatte ursprünglich behauptet, Ulvi habe ihm den Mord gestanden, diese Aussage aber später widerrufen. lby/AZ


http://www.augsburger-allgemeine.de/baye...id26657731.html

#57 RE: Presseartikel von marc225 03.09.2013 13:01

Es tut sich was....Eugene1975 hatte schon lange den richtigen Riecher.

Nun ist der Hallenser offiziell unter Verdacht.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inha...1ff2f43995.html

Gruß Marc

#58 RE: Presseartikel von 03.09.2013 13:53

Region // Bayreuth
Fall Peggy: Ermittlungen gegen Mann aus Halle

Der Fall der vor 12 Jahre verschwundenen Peggy aus Lichtenberg steht offenbar vor einer Wende. Die Staatsanwaltschaft in Bayreuth hat nach Informationen von Antenne Bayern ein Ermittlungsverfahren gegen einen 29-jährigen Mann in Halle eingeleitet. Er steht unter Verdacht, Peggy ermordet zu haben.
Der "Fall Peggy": Staatsanwaltschaft hat nach Informationen von Antenne Bayern ein
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um Holger E.. Er gehörte zum engsten Freundeskreis von Peggys Familie. Er war in den Monaten vor Peggys Verschwinden im Mai 2001 mehrmals zu Besuch in Lichtenberg. Die Polizei hatte ihn schon damals unter Verdacht. Nach den Informationen von Antenne Bayern hatte er die Ermittler damals über sein Alibi belogen. In Vernehmungen hatte er behauptet, Peggy sei für ihn "wie eine Schwester" gewesen.

Für die Justiz gilt bisher der geistig minderbemittelte Ulvi K. als Mörder von Peggy. Er war 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sein Anwalt hat im Frühjahr die Wiederaufnahme beantragt. Ulvi K. hatte die Tat in einem umstrittenen Polizeiverhör gestanden, dann aber widerrufen. Er beteuert seitdem seine Unschuld. Die Staatsanwaltschaft hat angekündigt, im Oktober zu dem Wiederaufnahmeantrag Stellung zu nehmen.

Verdächtiger bereits Missbrauchsfall verurteilt
Holger E. wurde in einem anderen Verfahren in Halle im Februar 2013 zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sprach ihn schuldig, seine eigene, zur Tatzeit 2 Jahre alte Tochter missbraucht zu haben. Zusätzlich ermitteln die Staatsanwaltschaften Bayreuth und Halle wegen zweier weiterer Missbrauchsfälle gegen ihn. Eine dieser Taten hat er nach den Informationen vor drei Wochen gestanden.

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde insbesondere durch das Buch "Der Fall Peggy" auf den Verdacht gegen Holger E. aufmerksam.


http://www.infranken.de/regional/bayreut...e;art213,514101

#59 RE: Presseartikel von 03.09.2013 17:48

Ermittlungen im Fall Peggy Knobloch: Die Spur führt nach Halle

Von Conny Neumann
Mordfall Peggy: Staatsanwalt ermittelt gegen Mann aus Halle Fotos
DPA

Im Fall der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch gibt es einen neuen Verdächtigen: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen verurteilten Kinderschänder aus Halle. In den Fokus gerückt haben den Mann allerdings nicht die Fahnder, sondern zwei Journalisten.

Lichtenberg - Im April rollten Bagger und schweres Gerät auf den Marktplatz im oberfränkischen Lichtenberg. Polizisten sperrten den Vorgarten eines älteren Hauses im Ortszentrum, Bauarbeiter rissen Pflaster auf und gruben metertief unter einem Brunnen. Die Staatsanwaltschaft hatte von Zeugen "ernstzunehmende Hinweise" bekommen, dass dort die Leiche von Peggy Knobloch vergraben sei.

Das Anwesen gehört einem Lichtenberger, der bereits wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern eine Haftstrafe abgesessen hatte. Doch die Suche blieb ergebnislos. Nur Tierknochen fanden die Kriminalisten; außerdem Reste von einem Mädchenhemd, das man Peggy nicht zuordnen konnte. Vor kurzem wurden die Ermittlungen gegen den Mann eingestellt.

Doch jetzt bahnt sich in dem Fall möglicherweise eine Wende an. Ins Visier der Staatsanwaltschaft ist ein verurteilter Kinderschänder aus Halle geraten, der vor dem Verschwinden Peggys regelmäßigen Kontakt zu ihrer Familie gehabt haben soll. Ins Rollen gebracht haben die Ermittlungen allerdings nicht die Fahnder selbst, sondern zwei Journalisten, die für ein Buch über Peggy recherchierten.

Geständnis nach tagelanger Befragung

Verschwunden war das damals neunjährige Mädchen im Mai 2001 nach der Schule. Seine Leiche fand man nie, auch keine Spur von einer Entführung. Trotzdem verurteilte das Landgericht Hof im Jahr 2004 den geistig behinderten Ulvi K. wegen Mordes. Er soll Peggy auf dem Heimweg von der Schule erwürgt haben, um einen sexuellen Missbrauch zu vertuschen. Wo die Leiche geblieben sein soll, konnte niemand klären.

Ulvi K. hatte nach tagelanger Befragung durch Polizeibeamte, oft ohne Anwalt, ein Geständnis abgelegt und später widerrufen. Das Geständnis gibt es nicht auf Band. Ausgerechnet in diesem Augenblick, sagten Beamte der Soko Peggy, sei das Tonband ausgefallen.

Für das Gericht reichten die Aufzeichnungen der Vernehmung trotzdem. Seit neun Jahren sitzt Ulvi K. nun in der Psychiatrie Bayreuth. Doch die Zweifel an seiner Schuld wachsen, denn K. hat für die Tatzeit ein Alibi. Auch gibt es viele Zeugen aus Lichtenberg, die Peggy noch Stunden nach Schulschluss im Ort gesehen haben wollen. Beides hielt die Soko für nicht relevant.

Anwalt will Wiederaufnahme des Verfahrens

Seit Peggys Verschwinden bemühen sich eine Bürgerintiative und die Medien herauszufinden, was im Mai 2001 wirklich geschehen ist. Der Frankfurter Rechtsanwalt Michael Euler reichte inzwischen in Bayreuth einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens ein, über den noch nicht entschieden ist.

Doch schon zuvor begann die Staatsanwaltschaft Bayreuth wieder mit den Ermittlungen. Parallel dazu recherchierten die Journalisten Ina Jung und Christoph Lemmer für ihr Buch "Der Fall Peggy", das im Mai erschien. Dabei stießen die Autoren auf eine spannende neue Spur: Aus den Ermittlungsakten ging hervor, dass sich Peggy schon Monate vor ihrem Verschwinden stark verändert hatte.



In der Schule kam sie nicht mehr mit, sie kapselte sich ab. Die Mutter ging mit Peggy zum Arzt in Lichtenberg, der ihr zuerst leichte, später sehr starke Beruhigungsmittel verschrieben haben soll. Der Stiefvater des Kindes habe später ausgesagt, Peggy habe eine Woche vor ihrem Verschwinden das Haus nicht mehr verlassen wollen. Gleichzeitig soll sie angefangen haben, sich aufreizend anzuziehen, schreiben Jung und Lemmer.

Verdächtiger war "verschossen in Peggy"

In diesen Wochen soll die Familie sehr häufig Besuch von einem engen Freund aus Halle gehabt haben. Nachbarn sagen, dieser Mann sei im Hause Knobloch ein- und ausgegangen und "in Peggy verschossen gewesen". In seiner Familie war damals bekannt, dass er Kinderpornos auf dem Computer hatte. Inzwischen sitzt er in Haft, wegen sexuellen Missbrauchs. Weil er sich an seiner eigenen Tochter vergangen hatte, verurteilte ihn ein Gericht zu sechs Jahren Gefängnis. Hinzu kommt, dass der Mann nach Recherchen der Autoren eine verblüffende Ähnlichkeit mit Ulvi K. haben soll.

In einem ZDF-Bericht über das Buch von Jung und Lemmer bestätigte der Bayreuther Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel, dass gegen einen Mann aus Halle ermittelt werde: Es ist der Verdächtige, den die Autoren in ihrem Buch unter geändertem Namen beschreiben.

Für die Soko Peggy ist der heute 29-Jährige allerdings kein gänzlich Unbekannter. Wie "Antenne Bayern" meldet, wurde der Mann, damals 17 Jahre alt, nach Peggys Verschwinden von der Polizei befragt. Damals habe er ein Alibi gehabt, das sich nun allerdings als falsch herausgestellt habe.

Peggys Mutter wiederum hatte den Bekannten offensichtlich nicht in Verdacht. Dass sich der Zustand ihrer Tochter wenige Tage vor deren Verschwinden so stark verschlechtert hatte, dass sie Angst hatte, aus dem Haus zu gehen - all das sei ihr nicht aufgefallen, sagte die Frau später aus. Sie habe in dieser Zeit Spätdienst im Altenheim gehabt und Peggy nachmittags nicht gesehen.


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mo...e-a-920144.html

#60 RE: Presseartikel von 03.09.2013 18:17

Blaulicht | 4. Februar 2013 16:45
Eigene Tochter missbraucht: 6 Jahre Haft für Kinderschänder

Das Landgericht in Halle (Saale) hat am Dienstag einen Kinderschänder zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Obendrauf muss er 5.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Der 28-jährigen Mann aus Kabelsketal im Saalekreis hat nach Ansicht der Richter seine zur Tatzeit dreijährige Tochter vergangen missbraucht. Die Scheußlichkeiten zeichnete er zudem mit einer Kamera auf.

Die Richter verurteilten den Mann neben sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener auch wegen des Beischlafs zwischen Verwandten. Zudem waren bei den Mann kinderpornografische Schriften und Dateien entdeckt worden, darunter 824 Video- und 52 Bilddateien mit Vergewaltigungen ein- und zweijähriger Kinder.

Während des Prozesses zeigte der Angeklagte keine wirkliche Reue

http://hallespektrum.de/meldungen/polize...chaender/30346/

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Neue Ermittlungen s. folgenden Artikel

#61 RE: Presseartikel von 03.09.2013 18:17

Ermittlungen im Fall Peggy Knobloch: Die Spur führt nach Halle

Von Conny Neumann
Mordfall Peggy: Staatsanwalt ermittelt gegen Mann aus Halle Fotos
DPA

Im Fall der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch gibt es einen neuen Verdächtigen: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen verurteilten Kinderschänder aus Halle. In den Fokus gerückt haben den Mann allerdings nicht die Fahnder, sondern zwei Journalisten.

Lichtenberg - Im April rollten Bagger und schweres Gerät auf den Marktplatz im oberfränkischen Lichtenberg. Polizisten sperrten den Vorgarten eines älteren Hauses im Ortszentrum, Bauarbeiter rissen Pflaster auf und gruben metertief unter einem Brunnen. Die Staatsanwaltschaft hatte von Zeugen "ernstzunehmende Hinweise" bekommen, dass dort die Leiche von Peggy Knobloch vergraben sei.

Das Anwesen gehört einem Lichtenberger, der bereits wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern eine Haftstrafe abgesessen hatte. Doch die Suche blieb ergebnislos. Nur Tierknochen fanden die Kriminalisten; außerdem Reste von einem Mädchenhemd, das man Peggy nicht zuordnen konnte. Vor kurzem wurden die Ermittlungen gegen den Mann eingestellt.

Doch jetzt bahnt sich in dem Fall möglicherweise eine Wende an. Ins Visier der Staatsanwaltschaft ist ein verurteilter Kinderschänder aus Halle geraten, der vor dem Verschwinden Peggys regelmäßigen Kontakt zu ihrer Familie gehabt haben soll. Ins Rollen gebracht haben die Ermittlungen allerdings nicht die Fahnder selbst, sondern zwei Journalisten, die für ein Buch über Peggy recherchierten.

Geständnis nach tagelanger Befragung

Verschwunden war das damals neunjährige Mädchen im Mai 2001 nach der Schule. Seine Leiche fand man nie, auch keine Spur von einer Entführung. Trotzdem verurteilte das Landgericht Hof im Jahr 2004 den geistig behinderten Ulvi K. wegen Mordes. Er soll Peggy auf dem Heimweg von der Schule erwürgt haben, um einen sexuellen Missbrauch zu vertuschen. Wo die Leiche geblieben sein soll, konnte niemand klären.

Ulvi K. hatte nach tagelanger Befragung durch Polizeibeamte, oft ohne Anwalt, ein Geständnis abgelegt und später widerrufen. Das Geständnis gibt es nicht auf Band. Ausgerechnet in diesem Augenblick, sagten Beamte der Soko Peggy, sei das Tonband ausgefallen.

Für das Gericht reichten die Aufzeichnungen der Vernehmung trotzdem. Seit neun Jahren sitzt Ulvi K. nun in der Psychiatrie Bayreuth. Doch die Zweifel an seiner Schuld wachsen, denn K. hat für die Tatzeit ein Alibi. Auch gibt es viele Zeugen aus Lichtenberg, die Peggy noch Stunden nach Schulschluss im Ort gesehen haben wollen. Beides hielt die Soko für nicht relevant.

Anwalt will Wiederaufnahme des Verfahrens

Seit Peggys Verschwinden bemühen sich eine Bürgerintiative und die Medien herauszufinden, was im Mai 2001 wirklich geschehen ist. Der Frankfurter Rechtsanwalt Michael Euler reichte inzwischen in Bayreuth einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens ein, über den noch nicht entschieden ist.

Doch schon zuvor begann die Staatsanwaltschaft Bayreuth wieder mit den Ermittlungen. Parallel dazu recherchierten die Journalisten Ina Jung und Christoph Lemmer für ihr Buch "Der Fall Peggy", das im Mai erschien. Dabei stießen die Autoren auf eine spannende neue Spur: Aus den Ermittlungsakten ging hervor, dass sich Peggy schon Monate vor ihrem Verschwinden stark verändert hatte.

In der Schule kam sie nicht mehr mit, sie kapselte sich ab. Die Mutter ging mit Peggy zum Arzt in Lichtenberg, der ihr zuerst leichte, später sehr starke Beruhigungsmittel verschrieben haben soll. Der Stiefvater des Kindes habe später ausgesagt, Peggy habe eine Woche vor ihrem Verschwinden das Haus nicht mehr verlassen wollen. Gleichzeitig soll sie angefangen haben, sich aufreizend anzuziehen, schreiben Jung und Lemmer.

Verdächtiger war "verschossen in Peggy"

In diesen Wochen soll die Familie sehr häufig Besuch von einem engen Freund aus Halle gehabt haben. Nachbarn sagen, dieser Mann sei im Hause Knobloch ein- und ausgegangen und "in Peggy verschossen gewesen". In seiner Familie war damals bekannt, dass er Kinderpornos auf dem Computer hatte. Inzwischen sitzt er in Haft, wegen sexuellen Missbrauchs. Weil er sich an seiner eigenen Tochter vergangen hatte, verurteilte ihn ein Gericht zu sechs Jahren Gefängnis. Hinzu kommt, dass der Mann nach Recherchen der Autoren eine verblüffende Ähnlichkeit mit Ulvi K. haben soll.

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In einem ZDF-Bericht über das Buch von Jung und Lemmer bestätigte der Bayreuther Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel, dass gegen einen Mann aus Halle ermittelt werde: Es ist der Verdächtige, den die Autoren in ihrem Buch unter geändertem Namen beschreiben.

Für die Soko Peggy ist der heute 29-Jährige allerdings kein gänzlich Unbekannter. Wie "Antenne Bayern" meldet, wurde der Mann, damals 17 Jahre alt, nach Peggys Verschwinden von der Polizei befragt. Damals habe er ein Alibi gehabt, das sich nun allerdings als falsch herausgestellt habe.

Peggys Mutter wiederum hatte den Bekannten offensichtlich nicht in Verdacht. Dass sich der Zustand ihrer Tochter wenige Tage vor deren Verschwinden so stark verschlechtert hatte, dass sie Angst hatte, aus dem Haus zu gehen - all das sei ihr nicht aufgefallen, sagte die Frau später aus. Sie habe in dieser Zeit Spätdienst im Altenheim gehabt und Peggy nachmittags nicht gesehen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mo...e-a-920144.html

#62 RE: Presseartikel von 03.09.2013 19:08

Mädchen seit 2001 verschwunden. Polizei ermittelt gegen neuen Verdächtigen
Verurteilter Kinderschänder trug Amulett mit Peggys Bild

Die Leiche der kleinen Peggy (9) wurde nie gefunden, dennoch sitzt ein Mann seit acht Jahren wegen Mordes in Haft


03.09.2013 - 14:52 Uhr

Von JÖRG VÖLKERLING

Am 7. Mai 2001 verschwand die kleine Peggy (damals 9) auf dem Schulweg. Seither fehlt jede Spur von dem Mädchen, eine Leiche wurde nie gefunden. Und obwohl 2004 der geistig behinderte Ulvi K. wegen Mordes verurteilt wurde, bestehen bis heute Zweifel.

Lichtenberg/Halle – Jetzt gibt es einen neuen Verdächtigen: Holger E. (29) aus Halle (Sachsen-Anhalt), ein vorbestrafter Kinderschänder und enger Bekannter Peggys Familie.

Weil er seine eigene Tochter (3) missbrauchte, sitzt E. seit Februar eine sechsjährige Haftstrafe ab. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft auch wegen Mordes an Peggy gegen ihn.

Erstmals war E. bereits 2001 ins Visier der Ermittler geraten, weil er ein Amulett mit dem Bild von Peggy und eine Kette mit einem großen P trug. In einem roten Schulheft hatte er außerdem ihre Adresse und Telefonnummer notiert.


Der damals 17-Jährige war in den Monaten vor Peggys Verschwinden mehrfach zu Besuch bei ihrer Familie in Lichtenberg (Bayern) gewesen, sein Halbbruder wohnte nebenan.

Bei der Vernehmung erklärte E. damals, Peggy sei für ihn „wie eine Schwester“ gewesen. Den Fahndern präsentierte er ein falsches Alibi – und kam damit durch!

Im Juni 2003 geriet er dann erneut in Verdacht. Die Kripo Halle hatte bei ihm eine CD mit Kinderpornos sichergestellt. Auf dem Datenträger waren nach Ansicht der Ermittler auch Bilder von Peggy. Aber ihre Mutter erkannte sie nicht auf den Aufnahmen.

Die Ermittler ließen die Spur fallen, als ein anderer Verdächtiger gestand: Nach 40 Befragungen (ohne Anwalt!) behauptete der geistig behinderte Ulvi K., Peggy getötet zu haben. Später widerrief er das Geständnis zwar, wurde aber dennoch verurteilt!

Der Fall Peggy: Chronologie der Ereignisse

7. Mai 2001: Die neunjährige Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg wird letztmalig auf dem Heimweg von der Schule gesehen. Ihre alleinerziehende Mutter gibt noch am Abend eine Vermisstenanzeige auf.

Mai 2001: Wochenlange Suchaktionen der Polizei, unter anderem kommen Tornados der Bundeswehr zum Einsatz, bleiben ohne Erfolg.

August 2001: Der geistig behinderte Gastwirtssohn Ulvi K. (damals 23) wird festgenommen. Er gesteht, sich an Peggy und drei weiteren Kindern sexuell vergangen zu haben. Für den mutmaßlichen Zeitpunkt des Mordes an Peggy hat der junge Mann aber ein Alibi.



Wird jetzt endlich Peggys Leiche gefunden?

Staatsanwaltschaft und Polizei Bayreuth begannen 2012 den Fall neu aufzurollen. Im April grub die Polizei ein Grundstück in Lichtenberg um, auf dem die Fahnder die Leiche des Kindes vermuteten – allerdings ohne Erfolg. Die Verdächtigungen gegen den Hausbewohner erhärteten sich nicht.

Peggys Mutter Susanne Knobloch glaubt nicht, dass ihre Tochter noch lebend gefunden wird, sie richtete 2005 ein leeres Grab für Peggy ein. Die Unwissenheit sei für sie eine große seelische Belastung: „Ich hoffe, dass nach zwölf Jahren endlich Ende ist. Dass ich endlich Gewissheit habe, was mit meiner Tochter geschehen ist“, sagte sie im April zu BILD.de.

http://www.bild.de/news/inland/kindesmor...35894.bild.html

#63 RE: Presseartikel von populous 03.09.2013 20:27

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Familienfreund im Fokus der Ermittler
Die Ermittlungen im Fall Peggy konzentrieren sich auf einen engen Familienfreund. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Herbert Potzel am Dienstag (03.09.13). Der Verdacht gegen den 29-Jährigen besteht offenbar schon länger.
Der 29 Jahre alte Mann lebt in Halle (Sachsen-Anhalt) und zählte bereits zum Tatzeitpunkt zum engsten Freundeskreis von Peggys Familie. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Herbert Potzel dem Bayerischen Rundfunk. Aktuell führe man Ermittlungen mit Vernehmungen, mehr könne man dazu aber nicht sagen. Der Familienfreund war schon vor zehn Jahren im Visier der Ermittler. Im Februar 2013 wurde der Mann zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil er sich an seiner zwei Jahre alten Tochter vergangen hatte. Der Verdacht gegen zwei weitere Männer hat sich dagegen laut Potzel nicht erhärtet.

120 Vernehmungen, kein Erfolg
Indes läuft Wiederaufnahmeantrag im Fall Peggy vom Frankfurter Rechtsanwalt Michael Euler weiter. Er vertritt Ulvi Kulac, den ehemaligen Nachbarn von Peggy aus ihrer Heimatstadt Lichtenberg (Lkr. Hof). Kulac wurde 2004 wegen Mordes an dem spurlos verschwundenen Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Verteidiger ist von der Unschuld des geistig behinderten Mannes überzeugt und hat einen 2.000 Seiten starken Wiederaufnahmeantrag beim Landgericht Bayreuth eingereicht. Mitte August hatte Oberstaatsanwalt Potzel bekanntgegeben, dass es 120 Vernehmungen gegeben habe, allerdings ohne "durchschlagenden Erfolg".

Wichtiger Zeuge gestorben
Unterdessen wurde auch bekannt, dass ein Zeuge, der in Eulers Wiederaufnahmeantrag eine wichtige Rolle spielt, gestorben ist. Da der Zeuge seine Angaben aber vor einem Ermittlungsrichter gemacht hatte, seien sie weiterhin verwendbar, so Euler. Der verstorbene Zeuge hatte ursprünglich behauptet, Kulac habe ihm den Mord gestanden, diese Aussage aber später widerrufen. 2010 hatte der Zeuge erklärt, er sei von der Polizei erpresst worden. Ulvi Kulac und er waren zeitweise gemeinsam im Bezirkskrankenhaus Bayreuth untergebracht. Der Oberstaatsanwalt betonte, dass die damaligen Aussagen des Zeugen bei der Urteilsfindung des Landgerichts Hof 2004 keine Rolle gespielt hätten. Das Gericht habe sich auf andere Beweise gestützt.

Wiederaufnahmeverfahren

Anfang April hatte Euler in Lichtenberg eine öffentliche Erklärung abgegeben. Er gab an, sich durch 38 Aktenordner gearbeitet zu haben. Dabei sei er zu der Erkenntnis gekommen, dass Ulvi Kulac Peggy nicht getötet haben kann. Der Anwalt stützt sich beim Wiederaufnahmeantrag auf Tatsachen oder Beweismittel, die erst nach der Urteilsverkündung herausgefunden wurden, aber zu einem maßgeblich anderen Urteil führen können. Außerdem erläuterte Euler weiter, dass Zeugen bei Vernehmungen vorsätzliche Falschaussagen gemacht haben.

Genannte Gründe für Wiederaufnahme
Kulac sei im April 2004 aufgrund eines völlig widersprüchlichen Geständnisses verurteilt worden.
Peggys Leiche sei nie gefunden worden.
Es stehe nicht einmal fest, ob die damals neunjährige Schülerin aus Lichtenberg tatsächlich tot sei.
Aus der Gerichtsakte sei zu entnehmen, dass der geistig behinderte Ulivi Kulac bei polizeilichen Vernehmungen erheblich unter Druck gesetzt worden sei. Da er "seine Ruhe haben wollte" habe er die Tötung gestanden, anschließend aber sofort wieder darauf hingewiesen, dass er es nicht gewesen sei.
Ein Zeuge, der Ulvi Kulac schwer belastet hatte, habe inzwischen zugegeben, dass es sich dabei um Falschaussagen gehandelt habe. Dieser Zeuge ist inzwischen verstorben, seine Angaben seien aber noch verwendbar, da er sie vor einem Ermittlugnsrichter gemacht hätte.
Zudem sei der Zeuge von den damaligen Ermittlungsbeamten dazu angestiftet worden.
Mehr als zehn Zeugen hätten angegeben, Peggy noch am späten Nachmittag des 7. Mai 2001 in Lichtenberg gesehen zu haben. Zwei Schüler wollen Peggy gesehen haben, wie sie in einen roten Mercedes mit tschechischem Kennzeichen gestiegen sei. Kulac hatte gestanden, Peggy vor 14.00 Uhr getötet zu haben.

"Wegsperren nicht gerechtfertigt"
Viele Bürger in Lichtenberg haben Zweifel daran, dass der geistig behinderte Ulvi Kulac tatsächlich der Täter war und gründeten eine Bürgerinitiative, die sich für seine Freilassung einsetzt. Der Leitende Oberstaatsanwalt Ernst Schmalz hatte in einer Pressemitteilung betont, dass eine Freilassung von Ulvi Kulac derzeit nicht in Betracht komme: Momentan werde nicht die lebenslange Haftstrafe wegen Mordes vollstreckt. Stattdessen sei Kulac wegen des mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht, hieß es in dem Schreiben. Diese Taten seien unbestritten. Die Bürgerinitiative bezweifelt aber, dass die dauerhafte Unterbringung von Ulvi Kulac in einer Psychiatrie rechtmäßig ist, da dem heute 35-Jährigen lediglich exhibitionistische Handlungen und "gegenseitiges Betatschen" vorgeworfen wurden. Dies rechtfertige aber möglicherweise nicht das lebenlängliche Wegsperren eines geistig behinderten Menschen, so Gudrun Rödel von der Bürgerinitiative.

Wer tötete das Mädchen?

Mordprozess ohne Leiche
Ulvi Kulac vor dem Landgericht Hof (Archivfoto) | Bild: picture-alliance/dpa
Ulvi Kulac vor dem Landgericht Hof (Archivfoto)
Die neunjährige Schülerin Peggy Knobloch aus dem oberfränkischen Lichtenberg war am 7. Mai 2001 spurlos verschwunden. Rasch geriet Ulvi Kulac unter Verdacht, das Mädchen ermordet zu haben, um einen vorangegangenen sexuellen Missbrauch zu vertuschen. 2004 verurteilte ihn das Landgericht Hof unter anderem wegen Mordes an Peggy zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Ein Jahr später bestätigte der Bundesgerichtshof das Urteil. Ulvi Kulac ist derzeit im Bezirkskrankenhaus Bayreuth untergebracht. Der heute 35-Jährige hat einen Intelligenzquotienten von 67 und ist damit laut Gutachten auf dem geistigen Stand eines zehnjährigen Kindes. Peggys Leiche wurde nie gefunden.

http://www.br.de/nachrichten/oberfranken...fnahme-100.html

#64 RE: Presseartikel von Christine 05.09.2013 08:17

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MORDFALL PEGGY (†?9)
Kinderschänder hängte sich ihr Foto in die Zelle


Holger E. (27) soll Peggy ermordet haben. Er sitzt zur Zeit wegen Kindsmissbrauchs im Gefängnis
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05.09.2013 - 00:40 Uhr
Von T. SCHOLTYSECK und J. VÖLKERLING
Halle/Bayreuth – Seit zwölf Jahren wird Peggy Knobloch (†?9) vermisst. Jetzt sind die Ermittlern überzeugt, endlich den richtigen Verdächtigen im Visier zu haben. Holger E. (27) aus Halle soll Peggy ermordet haben. Der Mann sitzt im Gefängnis.
EIN FOTO DER VERMISSTEN, DAS IN DER ZELLE DES PÄDOPHILEN HING, BRACHTE DIE KRIPO AUF DIE RICHTIGE SPUR.

Holger E. gehörte vor 12 Jahren zum Freundeskreis der Familie, besuchte Peggy mehrfach in Bayern. Er erzählte allen: „Sie ist wie eine Schwester für mich..."
Als sich 2004 ein geistig zurückgebliebener Nachbar fälschlich selbst als Mörder von Peggy bezichtigt, wurden die Ermittlungen gegen den Hallenser eingestellt. Ein Fehler.
Im Sommer 2012 kam Holger E. in U-Haft, weil er seine Tochter Angelina (3) missbrauchte. In seine Zelle hängte er sich ein großes Foto von Peggy.


Die Mutter des Mordverdächtigen Dorothea E. (66) zu BILD: „Im Roten Ochsen durfte er das Bild hängen lassen, niemand hat sich beschwert." Doch als Holger E. in die JVA Raßnitz verlegt wird, schlagen die Justizbeamten Alarm, ziehen das verdächtige Foto ein.

Im folgenden Missbrauchsprozess wurde Holger E. vorm Landgericht auch zu Peggy befragt. Auf die Frage, wo sie sei, antwortete er: „Das wüssten Sie wohl gerne?“

Dorothea E.: „Vor drei Wochen kamen deswegen Beamte und haben unser Haus durchsucht, weil Holger noch bei uns lebte, als Peggy verschwand."


http://www.bild.de/regional/leipzig/mord...55244.bild.html

#65 RE: Presseartikel von 05.09.2013 18:27

Dienstag, 03. September 2013
Neuer Ansatz im Fall PeggyErmittlungen gegen Freund der Familie

Mehr als 100 Vernehmungen und mehrere Verdächtige: Seit vergangenem Jahr wird im Fall Peggy wieder intensiv ermittelt. Ein 29 Jahre alter Freund der Familie steht nun besonders im Fokus. Eine Überraschung ist das nicht.
Video
Mord an Peggy: Polizei ermittelt gegen 29-jährigen Familienfreund 03.09.13 – 01:21 min Mediathek

Die Ermittler im Fall der vor zwölf Jahren in Oberfranken verschwundenen Peggy konzentrieren sich auf einen Mann aus Halle in Sachsen-Anhalt. Der 29-Jährige wird verdächtigt, das Mädchen aus Lichtenberg ermordet zu haben, wie Oberstaatsanwalt Herbert Potzel in Bayreuth sagte. Er bestätigte damit einen Bericht von "Antenne Bayern".

Der Verdächtige gehöre zum engsten Freundeskreis von Peggys Familie. Gegen den Mann wird bereits seit einiger Zeit ermittelt. Er wurde laut Potzel bereits wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in Halle verurteilt. Dem Radiosender zufolge hatte er sich an seiner zwei Jahre alten Tochter vergangen und erhielt dafür sechs Jahre Haft.

Laut "Antenne Bayern" war der damals 17-Jährige vor Peggys Verschwinden mehrmals zu Besuch in Lichtenberg. Die Polizei habe ihn schon damals im Verdacht gehabt. Er soll die Ermittler jedoch bei seinem Alibi belogen haben. In Vernehmungen habe er gesagt, Peggy sei für ihn "wie eine Schwester" gewesen. Das damals neun Jahre alte Mädchen war 2001 spurlos verschwunden.
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Schließlich geriet der geistig behinderte Gastwirtssohn Ulvi K. ins Visier der Ermittler. Er wurde als Peggys Mörder rechtskräftig verurteilt. Doch die Zweifel an seiner Schuld sind nie verstummt. Ulvi K.s Anwalt Michael Euler hat einen Wiederaufnahmeantrag gestellt, um die Unschuld seines Mandanten zu beweisen. Im Oktober will die Staatsanwaltschaft ihre Stellungnahme dazu abgeben.

Staatsanwaltschaft und Polizei Bayreuth hatten 2012 erneut mit Ermittlungen begonnen. Bis Mitte August gab es mehr als 120 Vernehmungen. Im April war ein Haus in Lichtenberg neben Peggy früherer Wohnung durchsucht worden, ohne die Leiche zu finden.

Quelle: n-tv.de , dpa

http://www.n-tv.de/panorama/Ermittlungen...le11293806.html

#66 RE: Presseartikel von 05.09.2013 18:36

Neue Presse Franken & Bayern


Neue Zweifel an altem Verdächtigen

Details der Ermittlungsakten im Fall Peggy belasten einen damals 17-Jährigen. Er könnte Lichtenberg näher gewesen sein als bislang angenommen.
Von Joachim Dankbar

Lichtenberg - In den Ermittlungen gegen einen 29-jährigen Verdächtigen im Fall Peggy werden immer mehr Details öffentlich.

Wie berichtet, geht die Polizei neuen Hinweisen gegen den Mann nach, der nach Sexualstraftaten gegenwärtig eine sechsjährige Haftstrafe verbüßt.

Von ihm war bislang bekannt, dass er zum engeren Bekanntenkreis der am 7. Mai 2001 verschwundenen Peggy Knobloch gezählt hatte.

Die Kripo hatte seinerzeit gegen ihn vor allem auch deshalb nicht weiterermittelt, weil es unerklärlich erschien, wie der damals 17-Jährige von seinem Wohnort Halle nach Lichtenberg und zurück hätte gelangen können.

Nach dem, was nun stückweise aus den Ermittlungsakten bekannt wird, könnte dem Jugendlichen zumindest die Möglichkeit zur Tat offen gestanden haben.

So hatte der damals 17-Jährige kurz vor der Tat eine Ausbildung in Hof aufgenommen, was ihn ziemlich nahe an den mutmaßlichen Tatort brächte.

Dies bestätigte gestern Michael Euler, Rechtsanwalt des für die Tat verurteilten Ulvi Kulac, im Gespräch mit der Neuen Presse. Den Ermittlungsakten sei außerdem zu entnehmen, dass auf dem Grundstück der Familie des Verdächtigen in einem Dorf bei Halle ein alter Opel stand. Bekannte des Jugendlichen hätten der Polizei damals berichtet, dass der heute 29-jährige, den Wagen immer wieder mit anderen, entwendeten Kennzeichen ausstattete und damit herumfuhr.

Den Ermittlern hatte er damals erzählt, dass er am 7. Mai 2001, dem Tattag, in der Berufsschule gewesen sei. Dies stimmte ebenso wenig wie später angebotene Erklärungsversuche.

Herbert Potzel, Leitender Oberstaatsanwalt in Bayreuth, lehnte es gestern erneut ab, Fragen zum damaligen Alibi des heute 29-Jährigen und Details zu beantworten. Potzel begründete dies damit, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien.

Rechtsanwalt Euler, der die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen seinen Mandanten Ulvi Kulac beantragt hat, kritisierte indessen, dass die Polizei seinerzeit kein schlüssiges Motiv bei dem Jugendlichen erkennen wollte.

"Das ist völlig absurd, denn sein ganzes Zimmer war damals voll von Peggy-Devotionalien", sagte Euler. Bei der Durchsuchung des Zimmers waren Datenträger mit Kinderporno-Bildern gefunden worden, die der Jugendliche aus dem Internet heruntergeladen hatte. Darunter soll sich auch eine Aufnahme befunden haben, die die - bekleidete - Peggy Knobloch zeigte. Eine Kopie dieses Fotos trug er später auch in einem Medaillon an einer Halskette zusammen mit einem großen P - für Peggy - mit sich.

Kenntnisse des möglichen Tatorts hatte er durch einige Besuche bei seinem Onkel, dem leiblichen Sohn der Großeltern, bei denen der 29-Jährige aufwuchs. Der Onkel bewohnte 2001 in Lichtenberg die Wohnung unter der Familie Knobloch.

Fest steht, dass der heute 29-Jährige, der dem verurteilten Ulvi Kulac im Aussehen frappierend ähnelt, seinen verhängnisvollen Neigungen später treu geblieben ist. Wegen Missbrauchs der eigenen Tochter sitzt er gegenwärtig in Strafhaft.


erschienen: 05.09.2013 00:00 Uhr zuletzt bearbeitet: 04.09.2013 21:01 Uhr

http://www.np-coburg.de/regional/franken...rt83462,2804236

#67 RE: Presseartikel von 05.09.2013 18:39

http://www.bild.de/regional/leipzig/mord...55244.bild.html

Hier ist ein Bild zu sehen von H. E.. Eine Ähnlichkeit mit U. K. ist vorhanden!

#68 RE: Presseartikel von 07.09.2013 18:25

Kinderschänder soll ihre Tochter ermordet haben Jetzt spricht Peggys Mutter


Am 7. Mai 2001 verschwand Peggy Knobloch (damals 9) auf dem Heimweg von der Schule... Peggys Mutter Susanne Knobloch (40) will als Nebenklägerin am neuen Verfahren teilnehmen



06.09.2013 - 23:55 Uhr

Von JÖRG VÖLKERLING

Halle/Nürnberg – Seit Ulvi K. (32) für den Mord an ihrer vermissten Tochter verurteilt wurde, wohnt Peggys Mama Susanne Knobloch (40) wieder in ihrer Heimatstadt Halle. Doch zur Ruhe ist sie nach dem Verschwinden ihrer Tochter am 7. Mai 2001 nie wieder gekommen. In BILD sagt sie: „Das Urteil war das Einzige, woran ich mich all die Jahre halten konnte.“

Doch Anfang der Woche ist diese Gewissheit dahin. Denn ein neuer Hauptverdächtiger trat ins Visier der Ermittler: Holger E. (29), ein Verwandter von Susanne Knoblochs Nachbarn im fränkischen Lichtenberg. Für die Mutter eine emotionale Achterbahnfahrt: „Ich begrüße die neuen Ermittlungen. Aber ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll!“

Der Fall Peggy

Die Leiche der kleinen Peggy (9) wurde nie gefunden, dennoch sitzt ein Mann seit acht Jahren wegen Mordes in Haft


Wende im Mordfall Peggy Kinderschänder hängte sich ihr Foto in die Zelle

Im Mordfall Peggy (†9) brachte ihr Foto die Ermittler auf die Spur des Kinderschänders Holger E.. Es hing in seiner Zelle.


Mordfall Peggy († 9) Polizei ermittelt gegen Mann (29) aus Halle
Seit 12 Jahren vermisst Die Polizei gräbt weiter nach Peggys Leiche
Mordfall Peggy Ulvi K. beteuert seit Jahren seine Unschuld

Immer wieder fragt sich die Altenpflegerin: „Was, wenn sich die Zeugen im Prozess gegen Ulvi K. geirrt haben?“ Die Ähnlichkeit zwischen dem Verurteilten und Holger E. sei frappierend.

Von den Indizien gegen den Pädophilen Holger E. erfuhr die Mutter aus den Medien: „Ich bin fassungslos, wenn ich lese, dass er in seiner Zelle ein Foto von Peggy hängen hatte.“

Einer aufmerksamen Justizbeamtin in der JVA Halle I („Roter Ochse“) war das Bild aufgefallen. Sie meldete den Vorfall, die Gefängnisleitung schaltete das LKA München ein.

Peggys Mutter will sich als Nebenklägerin an dem Verfahren gegen Holger E. beteiligen. Und sie hat nur einen Wunsch: „Dass es nicht wieder ein Fehlschlag wie im April wird, wo vergeblich im Hof eines Lichtenbergers gegraben wurde.“

http://www.bild.de/regional/leipzig/mord...86540.bild.html

#69 RE: Presseartikel von 10.09.2013 08:39

Fall Peggy: Anwalt im Zwielicht
Zweifelhafter Rat verhinderte Wiederaufnahme des Falles - 09.09.2013 11:41 Uhr

BAYREUTH - Hat ein bedenkenloser Anwalt verhindert, dass die Ermittlungen im Fall der seit 2001 spurlos verschwundenen Peggy aus Lichtenberg (Oberfranken) nicht schon Jahre früher wieder in Gang kamen? Das Protokoll einer gerichtlichen Anhörung vor dem Bayreuther Amtsgericht lässt diesen Rückschluss zu.


Hat ein Anwalt das Verfahren verlangsamt?

2005 wurde der behinderte Gastwirtssohn Ulvi K. in einem umstrittenen Indizienprozess wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Wegen seiner geistigen Defizite landete er jedoch in der Psychiatrie. Aber die Anzeichen, dass er womöglich unschuldig ist, verdichteten sich im Lauf der Jahre immer mehr.

Jetzt präsentierte die Staatsanwaltschaft mit Holger E. (29) aus einem Dorf bei Halle/Sachsen-Anhalt sogar einen neuen Tatverdächtigen.

Peter H. (52) entfachte im Herbst 2010 neue Ermittlungen in dem Fall, der für die Justiz bereits erledigt schien. Weil er sein Gewissen erleichtern wollte, meldete er sich mit einem Brief bei den Eltern von Ulvi K. zu Wort.

Im Prozess hatte er den Behinderten, mit dem er eine Zeitlang in der Psychiatrie saß, schwer belastet.

„Ulvi hat mir den Mord an Peggy gestanden“, erklärte er damals. Im Brief an die Eltern schrieb er, dass diese belastende Aussage falsch war.

Er sei von der Polizei mit dem Versprechen, aus der Klinik entlassen zu werden, dazu gedrängt worden.


Anwalt riet zum Warten

Diese Aussage, die weitere massive Zweifel an Ulvis Täterschaft nährte und erneute Ermittlungen anschob, wiederholte Peter H. auch in einer eidesstattlichen Versicherung und bei einer gerichtlichen Anhörung vor dem Amtsgericht Bayreuth.

Aus dem Protokoll geht hervor, dass er gegenüber Ulvi sein Gewissen schon Jahre vorher erleichtern wollte.

Sein damaliger Anwalt, ließ er zu Protokoll nehmen, habe ihm jedoch geraten, damit bist zum Eintritt der Verjährung zu warten, um sich nicht selbst einer strafbaren Handlung zu bezichtigen. Peter H. hielt sich jahrelang an den Rat, bis er nicht mehr konnte und sich offenbarte.


Suche nach Peggys Leiche in Lichtenberg abgebrochen
Peggy K. aus Lichtenberg wird seit 2001 vermisst. Es gab eine überraschende Wende in diesem Fall. Die Polizei durchsuchte ab dem 22. April ein Anwesen am Lichtenberger Marktplatz. Inzwischen wurden die Arbeiten am Grundstück erfolglos abgebrochen.



Ulvis Unterstützerkreis, der von seiner Unschuld ausgeht und hinter der geplanten Wiederaufnahme des Verfahrens steckt, diskutiert nun heftig darüber, wie weit ein Anwalt gehen darf. Gudrun Rödel, Sprecherin der Unterstützer-Initiative, kommentiert die Verzögerungsstrategie von Peter H.’s juristischem Ratgeber mit beißender Ironie: „Das ist schon ein toller Anwalt. Lieber einen Unschuldigen lebenslang hinter Gittern schmoren lassen, als eine geringfügige Strafe für seinen Mandanten zu riskieren. Das ist ganz hohe Moral.“

Der Frankfurter Anwalt Michael Euler, der von Ulvi K.s Unschuld felsenfest überzeugt ist, geht davon aus, dass die Justiz um eine zeitnahe Wiederaufnahme des Verfahrens nicht herumkommen wird. „Das, was Peter H. im Prozess gesagt hat, war eine vorsätzliche Falschaussage. Allein das ist ein Grund, um das Verfahren wieder aufzunehmen.“

Peter H., der für so viel Wirbel sorgte, wird den Ausgang des Justizkrimis nicht mehr erleben. Er starb vor wenigen Wochen an den Folgen eines Gehirntumors.
Helmut Reister

http://www.nordbayern.de/nuernberger-zei...licht-1.3145601

#70 RE: Presseartikel von 20.09.2013 18:11

Aktuell > Bayern

Zeuge Peter H. Kronzeuge im Fall Peggy tot - Gehirntumor!
Helmut Reister, 15.08.2013 12:21 Uhr
Der wichtigste Zeuge im Wiederaufnahmeverfahren des Falls Peggy ist tot. Peter H. (54) starb vor zwei Wochen an den Folgen eines Gehirntumors.

BAYREUTH - Der Mann, der mit seiner Aussage dazu beitrug, dass der geistig behinderte Gastwirtssohn Ulvi K. als Mörder der kleinen Peggy aus Lichtenberg (Oberfranken) verurteilt wurde, Jahre später seine Aussage widerrief und dem Wiederaufnahmeverfahren einen entscheidenden Impuls gab, ist tot. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb Peter H. (54) vor zwei Wochen an den Folgen eines Gehirntumors.

Im Herbst 2010 hatte Peter H. für erhebliches Aufsehen gesorgt. Seine Aussage vor Gericht, dass Ulvi K. ihm den Mord an Peggy gestanden hätte, sei falsch und von der Polizei erpresst worden, erklärte er. Zuvor hatte er sich bei den Eltern des in der Psychiatrie untergebrachten Gastwirtssohns in einem Brief schriftlich für sein zurückliegendes Verhalten entschuldigt.


Ein Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) führt am 24.04.2013 einen Druckluftschlauch in ein Kellerloch des Hauses in Lichtenberg ein, in dem nach der Leiche von Peggy gesucht wird. Foto: dpa
Für die Suche wurden auch Leichenspürhunde eingesetzt. Foto: dpa

In der Öffentlichkeit und kurz danach vor einem Ermittlungsrichter begründete er seinen Sinneswandel damit, dass er angesichts seiner unheilbaren Erkrankung und des zu erwartenden Todes nicht weiter mit dieser Schuld leben wolle. „Ich habe nicht geahnt, dass meine Aussage derart schwerwiegende Folgen für Ulvi nach sich ziehen würde“, sagte er.

Peter H., war eine Zeitlang Patient im Bayreuther Bezirkskrankenhaus, wo auch Ulvi K. seit seiner Festnahme im Jahr 2002 untergebracht ist. Der Behinderte, so sagte Peter H. später im Prozess aus, habe ihm Vertrauen geschenkt und viele Gespräche mit ihm geführt. Bei einer dieser Gelegenheiten, Monate vor dem Prozess in Hof, hätte ihm Ulvi K. schließlich den Mord an dem bis heute verschwundenen Mädchen gestanden.

„Mir wurde von Polizeibeamten versprochen, dass ich das Bezirkskrankenhaus verlassen dürfte, wenn ich Ulvi zu einem Geständnis bringen könnte“, begründete er später seine damalige Aussage.

Völlig an den Haaren herbeigezogen, wie die Polizei den Vorgang darstellte, muss es allerdings nicht gewesen sein. Peter H., der mehrfach vorbestraft ist, arbeitete etliche Jahre als V-Mann für die Hofer Kriminalpolizei.

Rechtsanwalt Michael Euler, der von der Unschuld des Gastwirtssohns überzeugt ist und ein Wiederaufnahmeverfahren betreibt, geht davon aus, dass der Tod von Peter H. keine rechtlichen Auswirkungen hat.

„Der Widerruf seines Geständnisses wurde vor einem Ermittlungsrichter gemacht und ist protokolliert. Damit kann seine Aussage ohne weitere Abstriche verwendet werden. Darüber hinaus gibt es eine Fülle von weiteren Beweisen, die belegen, dass mein Mandant zu Unrecht wegen Mordes verurteilt wurde“, erklärte Euler.

Das Bayreuther Landgericht hat allerdings noch nicht darüber entschieden, ob es tatsächlich zu einem Wiederaufnahmeverfahren kommt.

Ungeachtet des rechtskräftigen Urteils haben die zuständigen Behörden die Ermittlungen in Zusammenhang mit dem Fall stark intensiviert.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Herbert Potzel von den Bayreuther Justizbehörden seinen in diesem Jahr bereits mehr als 100 Zeugen befragt worden. Erst im Frühsommer war ein Bewohner von Lichtenberg ins Visier der Ermittler geraten und sein Grundstück bei der Suche nach der Leiche des verschwundenen Mädchens umgegraben worden. „Dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt“, erklärte der Chef der Staatsanwaltschaft.

Einem Schriftwechsel mit der Staatsanwaltschaft Bayreuth ist zu entnehmen, dass unter dem Aktenzeichen 111 Js 6699/13 gegen einen weitere Person Ermittlungen wegen Verdacht des Mordes laufen. Es soll sich dabei um einen Mann aus der Gegend von Halle/Saale handeln. Oberstaatsanwalt Potzel wollte dazu aber keine Details nennen, erklärte aber: „Natürlich gehen wir jedem Hinweis nach.“


http://www.abendzeitung-muenchen.de/inha...620fb0ca4d.html

#71 RE: Presseartikel von Christine 25.09.2013 18:42

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Mittwoch, 25. September 2013 05:25
Auftritt im Fernsehen:
Mutter von Peggy Knobloch zu Gast bei "SternTV"
Während die neuen Ermittlungen der Bayreuther Polizei weiter laufen, will sich die Mutter der vermissten Peggy Knobloch aus Lichtenberg heute Abend erneut öffentlich zu dem Fall um ihre Tochter äußern.
Sie ist zusammen mit dem Autor des Buchs "Der Fall Peggy", Christoph Lemmer, zu Gast bei „Stern TV“. Peggy Knobloch ist 2001 spurlos verschwunden, ein Verdächtiger wurde verurteilt, seit vergangenem Jahr gibt’s neue Ermittlungen und schon den zweiten neuen Verdächtigen. Bis heute fehlt von Peggy jede Spur.


http://www.radio-plassenburg.de/default....howNews=1327793


Anmerkung: SternTV kommt auf RTL um 22 uhr 15

#72 RE: Presseartikel von Christine 26.09.2013 17:57

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V-Interview zum Fall Knobloch: Weg vom Höllental

Von Julia Jüttner


DPA/ Polizei
Wo ist ihr Kind, wer ist verantwortlich für sein Verschwinden? Seit zwölf Jahren fehlt von Peggy Knobloch jede Spur. Ihre Mutter sprach nun in einer Fernsehsendung über ihre grenzenlose Wut auf die Ermittler - und die Vorwürfe, die sie sich selbst macht.

Nach dem Verschwinden ihrer Tochter Peggy kehrt Susanne Knobloch dem oberfränkischen Lichtenberg den Rücken. Sie zieht weg aus dem Tausend-Einwohner-Ort, hoch über dem Höllental, mit seinen verwinkelten Häusern und verschlungenen Trampelpfaden. Verzweifelt versucht sie, ein neues Leben zu beginnen - trotz der Trauer und Ungewissheit, was ihrer neunjährigen Tochter auf dem Heimweg von der Schule wohl zugestoßen sein mag.


Es gelingt ihr nicht. Sie erklärt den 7. Mai 2001, als Peggy zuletzt lebend gesehen wurde, zum Todestag ihres Kindes. Obwohl bis heute keine Leiche gefunden wurde. Auf dem Friedhof in Nordhalben lässt sie einen Grabstein errichten mit einem Foto des Mädchens. "Wer nicht an Engel glaubt, der ist dir nie begegnet", ist eingraviert.
Susanne Knobloch hofft, mit diesem Schritt den ersehnten Schlussstrich ziehen zu können. Auch das gelingt ihr nicht. Stattdessen wird sie seit mehr als zwölf Jahren mit immer neuen Spuren, möglichen Hinweisen und aufgewärmten Fährten konfrontiert: dem Wiederaufnahmeantrag im Fall Ulvi K., einem geistig Behinderten, der wegen Mordes an Peggy verurteilt wurde; dem Verdacht gegen Robert E., einem verurteilten Sexualstraftäter und den Grabungen keine hundert Meter weit entfernt von Peggys Zuhause.

Die 41-Jährige sitzt am Mittwochabend in Köln im Studio von "Stern TV" und spricht erstmals über den neuen Tatverdächtigen, gegen den die Staatsanwaltschaft Bayreuth derzeit ermittelt: Holger E. aus Halle an der Saale.

"Warum ist man diesem Verdacht nie nachgegangen?"

Er ist kein Unbekannter für Susanne Knobloch, er ist der Bruder ihres früheren Nachbarn. Der damals 17-Jährige war in jenem Mai zu Besuch in Lichtenberg - und geriet auch in Verdacht. Ein Zettel mit seiner Adresse und Telefonnummer steckte in Peggys rotem Schulheft. Zudem trug er ein Amulett um den Hals mit einem Porträtbild der Neunjährigen. Es existiert auch ein Bild, das Holger E. in inniger Umarmung mit Peggy zeigt. Susanne Knobloch schaut konsterniert. "Das Foto sehe ich eben zum ersten Mal."

"Ich koche", sagt sie mit fester Stimme. "Warum ist man diesem Verdacht nie nachgegangen?" Warum haben sich die Ermittler vielleicht mit oberflächlichen Erklärungen vertrösten lassen? Dass man die Ermittlungen gegen Holger E. damals eingestellt habe, obwohl er anfangs ein falsches Alibi angegeben hatte, macht sie wütend.

Verdrängte Ängste keimen auf. "Hätte ich was merken sollen?", fragt Susanne Knobloch. Im Nachhinein seien ihr viele Ungereimtheiten aufgefallen: Dass sie vom Spätdienst im Altenheim nach Hause kam und Peggy im Wohnzimmer im Dunkeln saß. Wirkte sie gar verängstigt? Dass sie sich weigerte, zu duschen oder zu baden, einmal gar eine Unterhose wegwarf. Waren das versteckte Botschaften, die sie als Mutter falsch interpretierte, gar verkannte?

Verdrängte Vorwürfe überkommen sie. "Ich hätte das eher mitkriegen müssen, dass was nicht passt." Hingen Peggys schulische Misserfolge mit traumatisierenden Erlebnissen zusammen? Mit intensiv blauen Augen, die sie ihrer Tochter vermacht hat, starrt Susanne Knobloch ins Leere.

Neben ihr im Studio-Stuhlkreis sitzt Christoph Lemmer. Der Journalist hat mit seiner Kollegin Ina Jung im Mai das Buch "Der Fall Peggy" veröffentlicht - und nach akribischer Aktendurchsicht und fundierter Recherche bereits zu diesem Zeitpunkt Holger E. als Tatverdächtigen präsentiert.

"Er war verschossen in Peggy", sagt Lemmer. Gegenüber der Polizei habe Holger E. im Sommer 2001 behauptet, er und Peggy seien wie Bruder und Schwester gewesen, sie hätten ein außergewöhnliches Verhältnis zueinander gehabt. Den Beamten sei aufgefallen, dass Holger E. regelrecht in das Mädchen "vernarrt" gewesen sei. In seinem Zimmer habe er Fotos der Neunjährigen aufgestellt und ihr Konterfei auf eine CD-Hülle montiert. Auf dieser Diskette hätten die Ermittler kinderpornografisches Material sichergestellt. Die Neigung des Jugendlichen sei auch dessen Familie bekannt gewesen.

"Die Polizisten haben mich unter Druck gesetzt"

Susanne Knobloch sitzt fassungslos daneben. "Ich habe mir nicht wirklich was dabei gedacht, wenn Peggy bei den Nachbarn war", sagt sie und stellt klar: "Holger E. gehörte definitiv nicht zum engsten Familienkreis." Er sei lediglich der Verwandte der Nachbarn gewesen, sie habe ihn vielleicht einmal gesehen. Im Februar dieses Jahres wurde Holger E. zu sechs Jahren Haft verurteilt - er soll seine dreijährige Tochter sexuell missbraucht und sich auch an der Tochter seines Bruders vergangen haben.

Lemmer erwähnt noch, wie groß die äußerliche Ähnlichkeit zwischen Holger E. und dem verurteilten Ulvi K. sei: Statur, Größe, Physiognomie seien verblüffend. "Holger E. schaut Ulvi K. wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich", so Lemmer. Ulvi K. ist seit neun Jahren in einer geschlossenen Abteilung im Bezirkskrankenhaus in Bayreuth untergebracht. Der 36-Jährige ist ein tapsiger Typ mit kindlichem Gemüt und einem IQ von 67.
"Ich hab immer und immer wieder gesagt, dass ich sie nicht entführt und umgebracht hab. Aber die Polizisten haben mich unter Druck gesetzt. Sie haben zu mir gesagt, ich soll sagen, ich hab sie missbraucht, entführt und umgebracht", sagt Ulvi K. im Interview mit "Stern TV". Was er sich am meisten wünscht? "Dass man sie lebend findet", sagt er, hält kurz inne. "Und, dass ich rauskomme."

Nach der Verurteilung Ulvi K.s hatte Susanne Knobloch - geleitet von der Sehnsucht nach einem Abschluss - noch getönt: "Das ist gerecht!" Im Fernsehstudio rudert sie nun zurück. "Wenn ich das jetzt sehe, muss da schlampig ermittelt worden sein." Sie hoffe innig, dass "dieser Alptraum endlich ein Ende hat". Doch in ihrem Gesicht macht sich keine Erleichterung breit, als sie das sagt. Weil es seit zwölf Jahren immer wieder neue Spuren gebe. "Die kochen schnell hoch, aber genauso schnell verlaufen sie sich auch."


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/pe...v-a-924564.html

#73 RE: Presseartikel von Christine 28.09.2013 09:12

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Neuer Verdacht im Fall Peggy Knobloch

Peggys Mutter: „Ich mache mir selbst große Vorwürfe“

Freitag, 27.09.2013, 15:51 · von FOCUS-Online-Autor Paul-Nikolas Hinz

Im Fall Peggy ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Mann aus Halle
Ihre Tochter Peggy wird seit zwölf Jahren vermisst, die Leiche der damals Neunjährigen wurde nie gefunden. Jetzt übt Susanne Knobloch harte Kritik an den Ermittlern: Sie hätten „schlampig ermittelt“. Und auch sich selbst macht sie schwere Vorwürfe.

Vor zwölf Jahren verschwand die damals neunjährige Peggy Knobloch – vermutlich wurde sie entführt, missbraucht und ermordet. Doch ihre Leiche wurde bis heute nicht gefunden. Der vermeintliche Täter schon. Ein Jahr nach Peggys Verschwinden gestand der geistig behinderte Ulvi K. die Tat. Auch wenn er sein Geständnis später widerrief, er sitzt seit seiner Verurteilung in einer Bayreuther Psychiatrie. Doch nun kommen Zweifel daran auf, dass Ulvi K. der wahre Täter ist.

Denn Recherchen der Buchautoren Christoph Lemmer und Ina Jung haben die Staatsanwaltschaft Bayreuth dazu veranlasst, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Im Visier: Holger E., ein damals 17-jähriger Freund der Familie. Die Indizien sprechen gegen Holger E.: Er hatte des Öfteren Kontakt zu dem Mädchen, besaß ein Medaillon mit Peggys Foto. In ihrem Schulheft fanden die Ermittler seine Adresse, bei ihm stellten sie eine CD mit Kinderpornografie sicher, darauf fand sich auch ein Porträtfoto von Peggy. Dazu dachte er sich ein Alibi aus, das schon kurze Zeit später widerlegt werden konnte.

Das Verblüffende: All diese Indizien sind nicht neu. Sie stammen aus den Akten aus den Jahren 2001 und 2002. Doch die Ermittlungen gegen den heute 29-jährigen Holger E. wurden damals gestoppt als Ulvi K. sein Geständnis ablegte – wie dieser heute sagt, nur unter massivem Druck. Erst jetzt werden sie wieder aufgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth kürzlich bestätigte.

Mutter: „Es wurde schlampig und einseitig ermittelt“
Peggys Mutter Susanne Knobloch macht den Behörden deshalb schwere Vorwürfe: Es sei damals „schlampig und einseitig ermittelt“ worden, sagt sie. „Ich kann nicht verstehen, warum diesen Indizien nicht richtig nachgegangen wurde. Ich koche innerlich!“, so Knobloch am Mittwochabend in der RTL-Sendung „Stern TV“.

Aber sie greift nicht nur die Behörden an, auch sich selbst macht Peggys Mutter, die sich selbst einmal als „Meisterin des Verdrängens“ beschrieb, schwere Vorwürfe: „Ich frage mich immer wieder, warum ich damals nichts gemerkt habe.“ Es gab durchaus Anzeichen, dass mit Peggy schon vor ihrem Verschwinden etwas nicht stimmte. Im Sommer 2000, etwa ein Jahr vor der Tat, bekam Peggy plötzlich schlechtere Noten in der Schule, begann sich einzunässen. „Wenn ich von der Arbeit kam, saß sie oft im Dunkeln im Wohnzimmer. Sie wollte nicht baden und schmiss ihre Unterhose weg“, sagte Susanne Knobloch.

Holger E. sagte, sie seien „wie Bruder und Schwester“
Die Autoren Lemmer und Jung ziehen in ihrem Buch eine Parallele zum Auftauchen von Holger E. in eben jenem Sommer 2000: „Er kam damals zu Besuch zu seinem Bruder, der in der Nachbarswohnung wohnte“, erzählt Lemmer aus seinen Recherchen. Er sei bald schon in Peggy „verschossen“ gewesen, habe immer wieder den Kontakt zu dem kleinen Mädchen gesucht. Er sagte im Verhör, sie seien „wie Bruder und Schwester“ gewesen.

Susanne Knobloch will sich an diesen Mann kaum erinnern, schon gar nicht an Kontakte zu seiner Tochter. Doch sie räumt auch ein: „Ich habe mir nichts dabei gedacht, wenn Peggy bei den Nachbarn war. Oft war ich auch auf der Arbeit und habe es gar nicht mitbekommen.“

Es gibt dieses Bild von Peggy und Holger E. Der große Mann lehnt sich dabei mit seinem massigen Körper über Peggy, sie schaut zur Seite weg. Das Foto wurde bereits 2005 in einer Nürnberger Zeitung veröffentlicht, Susanne Knobloch aber sah es am Mittwochabend bei „Stern TV“ zum ersten Mal.

Buchautor Christoph Lemmer schrieb nach der Sendung in seinem Blog: Als das Foto von Holger E. im Einspieler auftauchte, sei Peggys Mutter im Studio erstarrt. „Sie war spürbar aufgewühlt.“ Das Foto könnte ein weiteres Indiz gegen Holger E. sein.

Holger E. sitzt bereits wegen Missbrauchs im Gefängnis
Lemmer bekräftigte bei „Stern TV“ die Vorwürfe gegen die Polizei: „Holger E. sagte damals beispielsweise im Verhör, dass er doch gar nicht nach Lichtenberg hätte kommen können – er habe doch gar keinen Führerschein. Und das wurde ihm offenbar einfach geglaubt.“ Im Ermittlungsbericht sei festgehalten: „Aus genannten Gründen ist weder eine Tatmöglichkeit noch ein Motiv erkennbar.“ Erst jetzt, mehr als zehn Jahre später, wird diese Feststellung überprüft.

Holger E. sitzt inzwischen in der Justizvollzugsanstalt Berg. Er wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil er seine eigene zweijährige Tochter missbraucht hat. Ein weiteres Verfahren gegen ihn soll bald eröffnet werden. Er hat bereits gestanden, auch die Tochter seines Bruders Jens B. – des Nachbarn der Knoblochs – sexuell missbraucht zu haben.

„Es gibt Anzeichen für neue Spuren“
Susanne Knobloch sagte bei „Stern TV“: „Ich will endlich Klarheit. Ich habe so viele Fragen, die noch offen sind. Hoffentlich verläuft es nicht wieder im Sand und alles ist bald endlich vorbei.“ Buchautor Lemmer schätzt die Chancen hoch ein, dass die Staatsanwaltschaft Bayreuth den neuen Verdacht gegen Holger E. mit Nachdruck verfolgt. „Ich habe den Eindruck, dass sehr intensiv ermittelt wird. Die Behörden führen Verhöre im Umfeld der Familien und es gibt Anzeichen, dass sie da neue Spuren aufgetan haben“, so Lemmer bei „Stern TV“.

Michael Euler, der Anwalt des Verurteilten Ulvi K., hat einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth äußert sich derzeit nicht zu diesem Antrag, etwa Mitte Oktober will sie eine Stellungnahme abgeben. „Da könnte dann auch etwas zu Holger E. gesagt werden“, meint Lemmer.

Was verspricht sich K. von dem Wiederaufnahmeverfahren? „Ich habe immer gesagt, dass ich sie nicht entführt und getötet habe“, sagte er gegenüber „Stern TV“ bereits vor einem Jahr. „Ich hoffe, dass ich rauskomme. Aber vor allem hoffe ich, dass man sie irgendwann lebend findet.“


http://www.focus.de/panorama/welt/tid-33...id_1113952.html

#74 RE: Presseartikel von Christine 05.10.2013 19:30

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peggy knobloch
Samstag 05 Okt. 2013 01.52 · von Ruth Cambio


Ich habe das Buch gelesen, ein zweitesmal jetzt erneut, man muss in Ruhe und Konzentration sich auf dieses unglaubliche Drama einlassen, um nicht zu überbewerten, an die Decke zu gehen, und, um nicht zu sagen....abzukotzen! Wenn mein Kind, sich krass verändert, wieder einnässt, im dunkeln hockt, wie von der Mutter beschrieben: Ja mein Gott, Arbeit hin oder her, dann tut man was! Was ist das für eine Mutter die keine Ahnung vom Leben der Tochter hat! Dieser Holger sowieso hat dick Dreck am Stecken, uiii nach 12 Jahren nach bewiesenen Missbräuchen wird dem nachgegangen!! Ich hoffe für Peggy und Familie wie auch für Ulvi, das man den wahren Täter findet! In so einem Kaff, soviele Missbräuche und kranke Bürger, das ist einfach widerlich! Und darum arg schlimm: weil überall vorkommbar!


http://www.focus.de/panorama/welt/tid-33...ar_5368913.html

#75 RE: Presseartikel von Christine 14.10.2013 17:56

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Fall Peggy: Facebook-User verdächtigt Mutter Susanne Knobloch


14.10.2013 16:33
Aufgrund von neuen Hinweisen und einem Phantombild beherrscht mit dem Fall der in Portugal verschwundenen Maddie McCann derzeit wieder ein Entführungsfall die Berichterstattung der Medien weltweit. Doch auch im oberfränkischen Entführungsfall der in Lichtenberg im Landkreis Hof verschwundenen Peggy Knobloch könnte es eine neue Spur geben. Ein Facebook-User beschuldigt in einem Beitrag Peggys Mutter Susanne Knobloch – Näheres berichtet Hendrik Ertel.


http://www.tvo.de/mediathek/video/fall-p...h/#.UlwTckSim2E

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