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#401 RE: Presseartikel von wetterfrosch 27.03.2019 17:41

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Hof

Bürgerin klagt über Peggy-Doku

Warum die Stadt Lichtenberg zugelassen hat, dass wieder Filmaufnahmen zum Fall Peggy gemacht werden dürfen, das hat Ingrid Lenz in der Bürgerfragestunde während der jüngsten Stadtratssitzung wissen wollen.

"Lichtenberg ist ein wunderschöner Ort, doch dieser wird immer wieder nur auf den noch nicht aufgeklärten Fall Peggy reduziert." Ingrid Lenz kann nicht verstehen, dass man überhaupt zulässt, dass über diesen Fall wieder in Lichtenberg gedreht wird. "Außerdem habe ich gehört, dass sogar Drohnen fliegen, und ich möchte nicht, dass meine Person gefilmt wird." Sie fragte, warum man der Anfrage des ZDF keine Absage erteilt habe. "Ich finde es ein Unding, dass die Bürger überhaupt nicht dazu gefragt werden, dass Parkverbotsschilder aufgestellt und wir sozusagen zum Teil entmündigt werden."

Bürgermeister Holger Knüppel verwies auf die "Gott sei Dank vorhandene Pressefreiheit" und darauf, dass eine Stadt die Anfrage nach einer Dokumentation nicht verwehren könne. Außerdem geht Knüppel davon aus, dass die Dokumentation auch die Fehler der Ermittlungsbehörden in dieser Sache beleuchten wird. "Sie wollen nichts negativ rüberbringen, nicht einseitig und negativ berichten."

https://www.frankenpost.de/region/hof/Bu...rt83415,6640017

#402 RE: Presseartikel von wetterfrosch 02.04.2019 21:53

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'Geheimakte Peggy': Ein Mädchen. Ein Mord. Eine Frage - Wer hat das getan?

Die kleine Peggy verschwindet 2001 spurlos - seitdem laufen die Ermittlungen. Bis heute. ANTENNE BAYERN-Reporter Christoph Lemmer war von Anfang an dabei. Er erzählt in diesem True Crime Podcast von Deutschlands rätselhaftestem Kriminalfall

https://www.antenne.de/programm/podcasts..._lLrzGKvrKg_VRs

#403 RE: Presseartikel von DoroBe 08.04.2019 15:44

Zitat
Fall Peggy: Amtsgericht hält Verwendung von Tonaufnahmen für rechtens
Das Bayreuther Amtsgericht hält es für rechtens, dass im Ermittlungsverfahren gegen Manuel S., eine Gesprächsaufzeichenung zwischen Ulvi K. und dessen Vater Zeugen sowie Maunuel S. vorgespielt wurde.


Das teilt die Pressestelle des Bayreuther Landgerichts in einer Meldung mit. Zudem sei es rechtens gewesen, die Aufzeichnung auch bei Ermittlungen gegenüber Dritten, insbesondere Zeugen, vorzuspielen. Auch den Antrag von Ulvi K., die Gesprächsaufzeichnung herauszugeben, hat das Gericht zurückgewiesen.

Dieses Vorgehen der Ermittler war demnach nicht rechtswidrig. Genau das hatte aber Gudrun Rödel, die Betreuerin von Ulvi K., der Staatsanwaltschaft Bayreuth und den Ermittlern der Soko Peggy vorgeworfen.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Gerichts: "Das Amtsgericht Bayreuth weist darauf hin, dass Herrin des Ermittlungsverfahrens die Staatsanwaltschaft ist. Ihr obliegt es - vorbehaltlich etwaiger Richtervorbehalte - darüber zu entscheiden, welche Ermittlungsmaßnahmen sie zur Aufklärung des strafrechtlich relevanten Sachverhalts ergreift. Der Ermittlungsrichter hat lediglich die Zulässigkeit der entsprechenden Ermittlungsmaßnahme zu prüfen, nicht deren Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit."

Nach Auffassung des Amtsgerichts Bayreuth habe das Vorspielen des Tonbandes gegenüber Zeugen aus dem sozialen Umfeld des Ulvi K. ausschließlich dem Zweck gedient, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob die aufgezeichneten Äußerungen von Ulvi K. bei dem Gespräch mit dessen Vater in Bezug auf eine Tatbeteiligung des Beschuldigten Manuel S. bestätigt werden können.

"In Anbetracht des Umstandes, dass es um die Aufklärung eines Tötungsdelikts geht, und somit alle erdenklichen Ermittlungsmaßnahmen zu ergreifen sind, ist das Vorspielen der Tonbandaufnahme gegenüber Personen aus dem näheren Bekanntenkreis des Ulvi K. nicht zu beanstanden", heißt es weiter.

Bei dem Vorspielen der Tonbandaufnahme habe es sich nicht um eine Ermittlungsmaßnahme gehandelt, die im Rahmen einer Abwägung zwischen den Persönlichkeitsrechten des Ulvi K. einerseits und der Schwere der aufzuklärenden Straftat andererseits als rechtswidrig oder gar als verbotene Vernehmungsmethode einzustufen wäre.

In der Meldung heißt es weiter: "In Anbetracht der vorliegenden richterlichen Genehmigung für die Aufzeichnung des Gesprächs liegt kein Beweiserhebungsverbot vor, das eventuell eine Fernwirkung auch in Bezug auf die Verwendbarkeit im Ermittlungsverfahren gegen Manuel S. haben könnte. Wegen des unmittelbaren Bezugs zu konkreten strafbaren Handlungen gehört das Gespräch nach Auffassung des Amtsgerichts Bayreuth auch nicht dem unantastbaren Bereich privater Lebensgestaltung an.

Zum Antrag, der Staatsanwaltschaft zu untersagen, das aufgezeichnete Gespräch im Rahmen von Ermittlungen gegenüber Dritten, insbesondere Zeugen, durch Abspielen zugänglich zu machen, fehlt es nach Ansicht des Amtsgerichts Bayreuth mangels Wiederholungsgefahr bereits am Rechtsschutzbedürfnis. Selbst die hypothetische Absicht eines weiteren Vorspielens der Aufzeichnung durch die Staatsanwaltschaft würde dem Antrag nicht zum Erfolg verhelfen.

Anhaltspunkte dafür, dass der Gesprächsmitschnitt willkürlich völlig Unbeteiligten unter bewusster Missachtung des Persönlichkeitsrechts des Ulvi K. vorgespielt werden soll, sind nicht ersichtlich.
Hinsichtlich des Antrags auf Herausgabe einer Kopie des aufgezeichneten Gesprächs fehlt es gemäß Beschluss des Amtsgerichts Bayreuth an einer Rechtsgrundlage. Bei der Aufzeichnung des Gesprächs handelt es sich um ein amtlich verwahrtes Beweisstück. Die Strafprozessordnung enthält für solche Beweisstücke ein Mitgabeverbot dergestalt, dass diese Gegenstände niemals aus dem amtlichen Gewahrsam entlassen werden dürfen. Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass der Mitschnitt des Gesprächs ein wichtiges Beweismittel in einem noch nicht abgeschlossenen Ermittlungsverfahren darstellt und somit ein schützenswertes Interesse der Ermittlungsbehörden vorliegt, dass Informationen aus dem Gespräch nicht ihrem Herrschaftsbereich entzogen werden."

Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft Würzburg aber weiter gegen die Soko Peggy. Die Behörde prüft unter anderem Die Würzburger Behörde prüft unter anderem, ob die Kripo Dienstgeheimnisse verletzt hat. Hintergrund: das heimlich mitgeschnittene Gespräch aus dem Jahr 2002.


https://www.frankenpost.de/region/oberfr...OztJfgpk4zkDmR8

#404 RE: Presseartikel von DoroBe 08.04.2019 16:57

Zitat
Fall Peggy K. - Amtsgericht Bayreuth weist Anträge des Ulvi K. zurück

Mit Beschluss vom 03.04.2019 hat das Amtsgericht Bayreuth die Anträge des UIvi K.

auf Feststellung, dass das Vorspielen einer heimlich angefertigten Aufzeichnung eines zwischen ihm und dessen Vater geführten Gesprächs gegenüber Zeugen und gegenüber dem Beschuldigten Manuel S. in dem Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten Manuel S. rechtswidrig gewesen sei,

den Ermittlungsbehörden zu untersagen, diese Aufzeichnung im Rahmen von Ermittlungen gegenüber Dritten, insbesondere Zeugen, durch Abspielen oder in anderer Weise zugänglich zu machen, und

auf Herausgabe der Aufzeichnung dieses Gesprächs

als unbegründet zurückgewiesen.



Das Amtsgericht Bayreuth weist darauf hin, dass Herrin des Ermittlungsverfahrens die Staatsanwaltschaft ist. Ihr obliegt es - vorbehaltlich etwaiger Richtervorbehalte - darüber zu entscheiden, welche Ermittlungsmaßnahmen sie zur Aufklärung des strafrechtlich relevanten Sachverhalts ergreift. Der Ermittlungsrichter hat lediglich die Zulässigkeit der entsprechenden Ermittlungsmaßnahme zu prüfen, nicht deren Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit.

Nach Auffassung des Amtsgerichts Bayreuth diente das Vorspielen des Tonbandes gegenüber Zeugen aus dem sozialen Umfeld des Ulvi K. ausschließlich dem Zweck, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob die aufgezeichneten Äußerungen von Ulvi K. bei dem Gespräch mit dessen Vater in Bezug auf eine Tatbeteiligung des Beschuldigten Manuel S. verifiziert werden können. In Anbetracht des Umstandes, dass es um die Aufklärung eines Tötungsdelikts geht, und somit alle erdenklichen Ermittlungsmaßnahmen zu ergreifen sind, ist das Vorspielen der Tonbandaufnahme gegenüber Personen aus dem näheren Bekanntenkreis des Ulvi K. nicht zu beanstanden. Bei dem Vorspielen der Tonbandaufnahme hat es sich nicht um eine Ermittlungsmaßnahme gehandelt, die im Rahmen einer Abwägung zwischen den Persönlichkeitsrechten des Ulvi K. einerseits und der Schwere der aufzuklärenden Straftat andererseits als rechtswidrig oder gar als verbotene Vernehmungsmethode im Sinne von § 136a StPO einzustufen wäre. In Anbetracht der vorliegenden richterlichen Genehmigung für die Aufzeichnung des Gesprächs liegt kein Beweiserhebungsverbot vor, das eventuell eine Fernwirkung auch in Bezug auf die Verwendbarkeit im Ermittlungsverfahren gegen Manuel S. haben könnte. Wegen des unmittelbaren Bezugs zu konkreten strafbaren Handlungen gehört das Gespräch nach Auffassung des Amtsgerichts Bayreuth auch nicht dem unantastbaren Bereich privater Lebensgestaltung an.

Zum Antrag, der Staatsanwaltschaft zu untersagen, das aufgezeichnete Gespräch im Rahmen von Ermittlungen gegenüber Dritten, insbesondere Zeugen, durch Abspielen zugänglich zu machen, fehlt es nach Ansicht des Amtsgerichts Bayreuth mangels Wiederholungsgefahr bereits am Rechtsschutzbedürfnis. Selbst die hypothetische Absicht eines weiteren Vorspielens der Aufzeichnung durch die Staatsanwaltschaft würde dem Antrag nicht zum Erfolg verhelfen. Anhaltspunkte dafür, dass der Gesprächsmitschnitt willkürlich völlig Unbeteiligten unter bewusster Missachtung des Persönlichkeitsrechts des Ulvi K. vorgespielt werden soll, sind nicht ersichtlich.

Hinsichtlich des Antrags auf Herausgabe einer Kopie des aufgezeichneten Gesprächs fehlt es gemäß Beschluss des Amtsgerichts Bayreuth an einer Rechtsgrundlage. Bei der Aufzeichnung des Gesprächs handelt es sich um ein amtlich verwahrtes Beweisstück. Die Strafprozessordnung enthält für solche Beweisstücke ein Mitgabeverbot dergestalt, dass diese Gegenstände niemals aus dem amtlichen Gewahrsam entlassen werden dürfen. Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass der Mitschnitt des Gesprächs ein wichtiges Beweismittel in einem noch nicht abgeschlossenen Ermittlungsverfahren darstellt und somit ein schützenswertes Interesse der Ermittlungsbehörden vorliegt, dass Informationen aus dem Gespräch nicht ihrem Herrschaftsbereich entzogen werden.



Für weitergehende Auskünfte im anhängigen Ermittlungsverfahren ist die Staatsanwaltschaft Bayreuth zuständig.


https://www.justiz.bayern.de/gerichte-un...esse/2019/3.php

#405 RE: Presseartikel von wetterfrosch 09.04.2019 13:43

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08.04.2019, 18:43 Uhr

Fall Peggy: Gesprächsmittschnitt als Beweis zulässig

Zur Aufklärung des Mordes an der neunjährigen Peggy aus Lichtenberg vor knapp 18 Jahren dürfen umstrittene Tonbandaufnahmen als Beweismittel eingesetzt werden. Das hat das Amtsgericht Bayreuth entschieden.

Das Amtsgericht Bayreuth hat entschieden, dass heimlich aufgenommen Tonaufnahmen im Fall Peggy als Beweis zulässig waren und auch weiterhin verwendet werden dürfen.

Konkret geht es um die Tonbandaufnahme eines Gesprächs zwischen dem geistig zurückgebliebenen Ulvi K. und dessen Vater aus dem Jahr 2002. Sie war offenbar heimlich aufgenommen worden. Die Anwältin von Ulvi K. – der 2004 wegen Mordes an der neunjährigen Peggy verurteilt und in einem Wiederaufnahmeverfahren wieder freigesprochen wurde – hatte einen Strafantrag wegen "Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes" gestellt.

Brisante Aufnahme

Die Anwältin wirft den Ermittlern der Soko Peggy vor, mit dem Vorspielen der Tonaufnahme das Dienstgeheimnis verletzt zu haben. Denn: Das Gespräch wurde offenbar Bewohnern von Lichtenberg vorgespielt. Dies sei aber rechtens gewesen, so nun die Entscheidung des Amtsgerichts.

"In Anbetracht des Umstandes, dass es um die Aufklärung eines Tötungsdeliktes geht, und somit alle erdenklichen Ermittlungsmaßnahmen zu ergreifen sind, ist das Vorspielen der Tonbandaufnahmen gegenüber Personen aus dem näheren Bekanntenkreis des Ulvi K. nicht zu beanstanden", heißt es wörtlich. Auf dem Band soll Ulvi K. gesagt haben, dass er und Manuel S. dabei waren, als Peggy im Mai 2001 ums Leben gekommen sei.

Aufzeichnungen dürfen verwendet werden

Manuel S. war im Dezember 2018 verhaftet worden. Der Haftbefehl wurde aber inzwischen aufgehoben, weil kein dringender Tatverdacht wegen Mordes besteht. Ebenfalls abgewiesen hat das Amtsgericht den Antrag der Anwältin, die Aufzeichnungen nicht weiter im Rahmen der Ermittlungen zu verwenden. Ebenso wurde die Herausgabe der Aufzeichnung abgewiesen. Die Begründung: Es handle sich um ein amtlich verwahrtes Beweisstück, das nicht aus dem amtlichen Gewahrsam entlassen werden dürfe, so die Mitteilung des Gerichts. Zudem handle es sich im Fall Peggy um ein noch nicht abgeschlossenes Ermittlungsverfahren.

Auf dem Heimweg verschwunden

Peggy war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Im Juli 2016 wurden Teile ihres Skeletts in einem Wald in Thüringen gefunden, knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg in Oberfranken entfernt.

Regionalnachrichten Franken vom 08.04.2019 - 16:30 Uhr

https://www.br.de/nachrichten/bayern/fal...laessig,RN498o9

#406 RE: Presseartikel von wetterfrosch 15.04.2019 19:10

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Fall Peggy Knobloch: Jetzt streiten die Anwälte um den Wahrheitsgehalt von Aussagen

?15. April 2019

Wer hat Anfang Mai vor 18 Jahren die damals neunjährige Peggy Knobloch aus Lichtenberg getötet? Der Fall ist noch immer ungeklärt. Die Soko Peggy hat einen Hauptverdächtigen, Bestatter Manuel S. aus dem Landkreis Wunsiedel, der seinerzeit ein Nachbar von Peggy war. Für Wirbel sorgt aktuell ein alter Gesprächsmitschnitt, in dem der frühere Verdächtige, Ulvi K., eben jenen Manuel S. schwer belastet. Diese Aufnahme darf verwendet werden, wie das Amtsgericht Bayreuth nach einer Beschwerde entschieden hat.

Im Nordbayerischen Kurier meldet sich der Anwalt von Manuel S. heute zu Wort. Diese Aufnahme sei komplett wertlos, da Ulvi K. seine Aussagen unmittelbar danach wieder geändert habe, wie so oft. Was die Ermittler gegen Manuel S. in der Hand haben, reicht jedenfalls bisher nicht für einen Haftbefehl aus.

Seit 18 Jahren ist der Fall Peggy Knobloch ungeklärt. Zehn Jahre saß Ulvi K. zu Unrecht im Gefängnis und wurde letztlich freigesprochen. Manuel S. hatte ein Teilgeständnis abgelegt, dieses aber widerrufen.

https://www.radio-plassenburg.de/fall-pe...Dc2FI7x1pQGr0pY

#407 RE: Presseartikel von DoroBe 06.05.2019 16:33

Zitat
Vor 18 Jahren verschwand Peggy Knobloch
Ehefrau des Hauptverdächtigen spricht: So lebt die Familie mit den Mordvorwürfen

Manuel S. gilt als Hauptverdächtiger in dem Fall
Am 7. Mail 2001 verschwand Peggy Knobloch auf dem Weg von der Schule nach Hause. Jahrelang war das Mädchen spurlos verschwunden, bis ein Pilzsammler im Juni 2015 die Leiche der Neunjährigen in einem Wald entdeckte. Bis heute ist unklar, wer Peggy getötet hat. Manuel S. gilt als einer der Hauptverdächtigen. Wie die Familie mit den Mordvorwürfen lebt, erzählt die Ehefrau von Manuel S. im Video oben.

Simone S. glaubt fest an die Unschuld ihres Mannes

Er wurde 2018 festgenommen, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Seine Ehefrau ist fest davon überzeugt, dass der 41-Jährige unschuldig ist. Im RTL-Interview erzählt sie, wie sie ihren Mann kennenlernte und schon damals von dem Verdacht der Polizei erfuhr. Und wie sie und ihre beiden kleinen Kinder mit der schwierigen Situation umgehen.

Denn seit dem 12. September 2018 ist für die Familie nichts mehr, wie es vorher war. An dem Tag nahm die Polizei ihrem Mann plötzlich mit zum Verhör und die Ermittler durchsuchten das Haus, in dem die Familie wohnte. Im Dezember kam Manuel S. für mehrere Wochen in Untersuchungshaft.

Er hatte gestanden, Peggys Leiche mit seinem Auto in den Wald gebracht und dort verscharrt zu haben. Er bestritt aber, das Kind getötet zu haben. Dieses Geständnis widerrief der Verdächtige später wieder. Daraufhin musste die Polizei ihn wieder laufen lassen.

„Mama, wann kommt denn der Papa wieder?”
Bis der Fall aufgeklärt ist, gibt es keine Ruhe für Simone S. "Wir leben in permanenter Anspannung", erzählt die 34-Jährige. Sie habe Angst, morgens die Zeitung aufzuschlagen, weil dort jederzeit neue Verdächtigungen drin stehen könnten. Auch anonyme Briefe habe das Paar schon erhalten.

Für ihre Söhne ist die Situation besonders belastend. "Mama, wann kommt denn der Papa wieder?", fragten die Kinder. "Warum ist die ganze Polizei bei uns?" Auch mit vielen Familienmitgliedern wurde es nach dem Vorfall schwierig. Fast ihre komplette Verwandtschaft habe sich von ihr und ihrem Mann abgewandt. "Meine Eltern mussten sich auch anhören, dass mein Mann ein Verbrecher sei und aus dem Haus gehört", sagte Simone S.

„Die aktuelle Situation ist absolut bedrückend und zermürbend“

Im Kindergarten ihres Sohnes wurde Manuel S. Hausverbot erteilt und der CSU-Ortsverband, in dem der Familienvater sich engagierte, legte ihm nahe, auszutreten. "Wir gehen wirklich nur noch dahin, wo wir unbedingt hin müssen", erzählt Simone S. "Die Verwandtschaft meines Mannes steht uns nach wie vor zur Seite", so die 34-Jährige. "Sie kennen ja den Fall von Anfang an, sind alles überwiegend Lichtenberger und die wissen ja was da schon alles gelaufen ist."

Inzwischen ist es 18 Jahre her, dass Peggy Knobloch verschwand. Wer auch immer für den Tod der Grundschülerin verantwortlich ist – er läuft noch immer frei herum.



https://www.rtl.de/cms/ehefrau-des-haupt...en-4334075.html

Hinweis: Das vollständige Interview wird erst morgen ab 6.00 Uhr bei RTL ausgestrahlt.

#408 RE: Presseartikel von wetterfrosch 07.05.2019 16:52

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06. 05. 2019 20:10 Uhr

Fall Peggy: Anwalt rückt Holger E. ins Blickfeld

Im Fall Peggy fordert der Verteidiger des Verdächtigen Manuel S. die Staatsanwaltschaft auf, gegen einen anderen alten Bekannten zu ermitteln. Der Grund: Pollenspuren.

Hof/Bayreuth - Im "Fall Peggy" hat Jörg Meringer, der Verteidiger des unter Mordverdacht stehenden Manuel S., die Staatsanwaltschaft aufgefordert, mit neuen Spuren die Ermittlungen gegen einen alten Bekannten wieder aufzunehmen. Es handelt sich dabei um Holger E., einen zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Mordes minderjährigen Jugendlichen aus Halle.

Der heute 33-Jährige hat im Laufe der Ermittlungen viel getan, um sich in das Blickfeld der Ermittler und der Öffentlichkeit zu bringen. So trug er nicht nur ein Peggy-Amulett um den Hals, sondern hatte in seinem Zimmer sogar einen richtiggehenden Peggy-Schrein aufgebaut. Holger E. war in der Zeit vor Peggys Verschwinden im Mai 2001 mehrfach in dem Lichtenberger Haus, in dem Peggy mit ihrer Mutter und deren Lebensgefährten wohnte. Grund: Im Haus wohnte eine weitere Familie aus Halle, mit der er verwandt ist.

Zudem ist Holger E. erwiesenermaßen pädophil. Er saß sechs Jahre und sieben Monate in Haft, weil er nicht nur die eigene, sondern auch die Tochter jener Familie am Lichtenberger Marktplatz sexuell missbraucht hat. In der Haft soll er sich nicht nur mit dem Austausch von "Zärtlichkeiten" mit Peggy Knobloch gebrüstet haben. Man werde Peggy "nie finden", kündigte er an, zumindest das war ein Irrtum.

Die Ermittlungen gegen Holger E. waren eingestellt worden, weil es nicht erklärbar schien, wie ein damals 17-Jähriger ohne Führerschein in einem relativ engen Zeitfenster von Halle nach Lichtenberg und zurückgekommen sein sollte. Für Rechtsanwalt Meringer ist dies kein stichhaltiges Argument. In seiner Laufbahn als Verteidiger habe er schon mehrere Minderjährige erlebt, die mühelos "mehrere Hundert Kilometer ohne aufzufallen, durch die Republik gefahren sind". Zudem hatte Holger E. damals bekannterweise Zugang zu einem alten Opel. Sein Alibi durch die Mitglieder eines Jugendclubs bei Halle ist recht brüchig.

Meringer bewegen aber vor allem die neuen Spuren, die 2016 unweit von Lichtenberg an den Leichenresten von Peggy Knobloch gesichert wurden. Darunter waren auch vier "Pollen-Marker". In dieser Zusammensetzung seien diese weder in Lichtenberg noch bei seinem Mandanten Manuel S. später wiedergefunden worden, wendet der Anwalt ein. Deshalb müssten Kripo und Staatsanwaltschaft auch ermitteln, ob die Marker sich vollständig auf dem heruntergekommenen Bauernhof finden, auf dem Holger E. damals mit seinen Großeltern lebte. Gleiches gelte auch für den Jugendclub, der sein gewöhnlicher Aufenthalt gewesen sei. Der Bauernhof sei vielleicht auch der Bezugspunkt zu einem Fetzen Silage-Folie, der ebenfalls an Peggys Leiche gesichert wurde. Die Spuren von Renovierungsarbeiten könnten ebenfalls von dort stammen.

All dies, so Meringer, rechtfertige, dass neue Ermittlungen gegen den ehemals Beschuldigten Holger E. eingeleitet werden. Das sei man seinem Mandanten Manuel S. auch schuldig. Dieser sei durch das Vorgehen der Ermittlungsbehörden inzwischen so sehr stigmatisiert, dass er nur durch das Ermitteln des wahren Täters wirksam entlastet werden könne. Damit meint Meringer neben der aus seiner Sicht "ungerechtfertigten Inhaftierung" vor allem eine Pressekonferenz im September 2018, bei der die Identität seines Mandanten preisgegeben worden war.

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth bestätigte am Montag den Eingang des Anwalt-Schreibens. "Wir werden selbstverständlich alle Hinweise prüfen", sagte Staatsanwalt Daniel Götz auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Behörde hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, dass Manuel S. der einzige Tatverdächtige sei, gegen den sie aktuell ermittle.

https://www.frankenpost.de/region/oberfr...art2388,6702272

#409 RE: Presseartikel von Tumbleweed 07.05.2019 19:57

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Fall Peggy: Anwalt von Manuel S. bringt weitere Person ins Spiel


Vor 18 Jahren verschwand Peggy Knobloch aus Lichtenberg
07.05.2019
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AktuellesBeiträgeStadt & Landkreis BayreuthStadt & Landkreis Hof

Am heutigen Tag (07. Mai) vor 18 Jahren verschwand Peggy Knobloch aus Lichtenberg (Landkreis Hof). Auch 2019 ist dies ein noch immer ungeklärter Kriminalfall, der weiterhin viele Fragen aufwirft. So fordert Jörg Meringer, der Anwalt von Manuel S. aus Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) die Ermittler auf, einer weiteren Spur nachzugehen. Holger E. sollte seiner Meinung nach noch einmal genauer unter die Lupe genommen und beleuchtet werden. Der damals 17-jährige, nachweislich pädophile Mann, soll ebenfalls Kontakt zu Peggy gehabt haben. Spuren, die am Fundort der sterblichen Überreste des Mädchens gefunden wurden, könnten demnach auch mit ihm im Zusammenhang stehen. Zu dem Thema begrüßt Björn Karnstädt den Anwalt Jörg Meringer im TVO-Studio in Hof.



https://www.tvo.de/mediathek/video/fall-...-78y-sLf0YlYmAg

#410 RE: Presseartikel von Christine 08.05.2019 13:50

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Mordfall Peggy
Jetzt spricht die Ehefrau des Tatverdächtigen!

von Talea de Freese
07. Mai 2019 um 09:47 Uhr



Das Schicksal der kleinen Peggy, die zunächst vermisst und Jahre später tot aufgefunden wurde, bewegt auch heute noch ganz Deutschland. Nun gab erstmals die Frau des Tatverdächtigen ein Interview. Sie glaubt an die Unschuld ihres Mannes.

Fünfzehn lange Jahre galt die kleine Peggy Knobloch als vermisst. Bei ihrem Verschwinden auf dem Heimweg von der Schule im oberfränkischen Lichtenberg am 7. Mai 2001 war sie gerade einmal neun Jahre alt. Es begann eine intensive und lange Suche, ganz Deutschland nahm am Schicksal des kleinen Mädchens und ihrer Familie teil. Im Juli 2016 dann die schreckliche Gewissheit: Ein Pilzsammler fand die sterblichen Überreste des Mädchens in einem Waldstück in Thüringen.

Manuel S. gilt als tatverdächtig – doch seine Frau glaubt an seine Unschuld

Als tatverdächtig gilt der 41-jährige Manuel S. aus Marktleuthen, gegen den mehrere Indizien sprechen sollen. Schon 2001 war er unter Verdacht geraten, man hatte ihm aber nicht nachweisen können, für das Verschwinden Peggys verantwortlich gewesen zu sein.

Nun gab seine Frau Simone, die zwei Kinder mit ihm hat, erstmals ein Interview. Mit dem Sender RTL spricht sie über den Tatverdacht gegen ihren Mann, die Ermittlungsmethoden der Polizei und die private Situation der Familie. Simone glaube an die Unschuld ihres Mannes, obwohl er im September 2018 im Verhör ein Teilgeständnis abgelegt hatte. Dieses hat er mittlerweile widerrufen. Laut „rtl.de“ erklärt seine Frau das so: „Es gibt keine Widersprüche in den Aussagen meines Mannes. Mein Mann hat der Polizei nur diese Geschichte erzählt, die sie hören wollten, weil er sich unter Druck gesetzt gefühlt hat.“

Vertrauen in die Polizei habe die Arzthelferin keines mehr: „Die Polizei ist vom ersten Moment an ganz gezielt vorgegangen. Diese ganze Aktion gegen meinen Mann, die war vom ersten Moment absolut öffentlichkeitswirksam angelegt und die Öffentlichkeit wurde ja regelrecht instrumentalisiert, um wirklich maximalen Druck auf meinen Mann auszuüben“, sagt sie im Interview mit dem Sender. Sogar den Selbstmordversuch ihres Mannes habe die Polizei billigend in Kauf genommen: „Aber mit so einer Brutalität, wie das in die Öffentlichkeit getragen wurde, das verstehe ich überhaupt nicht. Deswegen bin ich davon überzeugt und stehe zu meiner Theorie, dass sie meinen Mann eigentlich nur in den Selbstmord treiben wollen.“

Gegen ihren Mann sprechen einige Indizien. Nach dem Fund der sterblichen Überreste des kleinen Mädchens 2016 und etlichen Untersuchungen dieser sowie weiterer Ermittlungen, hatte die Polizei 2018 mehrere Gebäude in Marktleuthen und Lichtenberg untersucht. Pollenanhaftungen an der Leiche und Farbreste am Fundort der Knochen sollen dabei Manuel S. zugeordnet worden sein, dieser wurde vernommen.

Dennoch glaubt Simone S.: „Er kann diesem immensen Druck in diesem Verfahren nur standhalten, weil er weiß, dass er in seinem Leben nichts verbrochen hat. Sonst wäre er schon längst zusammengebrochen.“ Und weiter: „Die aktuelle Situation, in der wir uns befinden, ist absolut bedrückend und zermürbend. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und ich kämpfe für meinen Mann und für meine Familie.“

Auch Ramona Hoyer, Anwältin der Mutter von Peggy, Susanne Knobloch, kommt bei RTL zu Wort. Sie glaubt an die Arbeit der Polizei: „Also wir haben das Vertrauen in die Polizei noch nicht verloren. Warum sollten wir auch? Im Moment tut die Polizei alles Mögliche inklusive Staatsanwaltschaft, um herauszufinden, was damals passiert ist. Wenn man sich überlegt, dass das Verfahren jetzt mehr als 18 Jahre läuft, sind wir für jeden Schritt dankbar, der unternommen wird, um herauszufinden, was damals passiert ist.“

Dass das endlich abschließend geklärt wird, dürfte wohl im Interesse aller Beteiligten sein, besonders aber der Familie des toten Kindes, damit diese endlich ein wenig Frieden findet.

Das gesamte Interview sowie weitere Hintergrundinformationen zu dem Fall gibt es am Dienstag (7. Mai) ab 6:00 Uhr in den RTL-Magazinformaten und anschließend über TVNOW zu sehen.

https://www.bunte.de/family/bewegende-ge...daechtigen.html

#411 RE: Presseartikel von wetterfrosch 16.05.2019 01:21

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15. 05. 2019 20:06 Uhr

Länderspiegel

Holger E. sieht neue Vorwürfe im Fall Peggy gelassen

Der damals 17-Jährige verweist auf sein Alibi und die Vernehmungen. Er habe mit dem Verschwinden des jungen Mädchens nicht zu tun. Für den Staatsanwalt ist die Spur E. erledigt.

Lichtenberg/Halle - Erst Verdächtig, dann verurteilt wegen Kindesmissbrauchs und jetzt wieder als möglicher Verdächtiger ins Spiel gebracht: Erstmals äußert sich Holger E. (33) öffentlich zum Fall Peggy. Und zu den Forderungen des Hofer Anwalts Jörg Meringer, bei E. solle die Polizei weiter ermitteln.

Holger E., verurteilt wegen Kindesmissbrauchs, verfolgt den Fall, bei dem auch er in Verdacht geriet. E. war am 7. Mai 2001, dem Tag als Peggy in Lichtenberg verschwand und wohl getötet wurde, nach eigenen Angaben in Halle. Sein Alibi galt als nicht sicher, da er bei den ersten Vernehmungen gelogen hatte, wie er heute auch zugibt. "Aus Angst", weil er die Schule geschwänzt hatte. Weil er ab und zu den alten, abgemeldeten Opel seines Stiefbruders ohne Führerschein über die Schotterstraßen seines Dorfes fuhr, sahen die Ermittler in ihm einen möglichen Täter. Immerhin hätte er mit dem Auto nach Lichtenberg fahren können. "Aber es besteht ein Alibi, welches den Ermittlern bekannt ist und jederzeit erneut überprüft werden kann", sagt E.

Die Ermittlungen gegen Holger E. waren eingestellt worden, weil es kaum wahrscheinlich war, wie der 17-Jährige ohne Führerschein in kurzer Zeit von Halle nach Lichtenberg und zurückfahren konnte. Für Rechtsanwalt Jörg Meringer ist dies kein stichhaltiges Argument. In seiner Laufbahn als Verteidiger habe er schon mehrere Minderjährige erlebt, die mühelos "mehrere Hundert Kilometer ohne aufzufallen, durch die Republik gefahren sind", sagte er vor Kurzem unserer Zeitung. Meringer ist der Anwalt von Manuel S. (41), der zugegeben hat, die Leiche von Peggy in einen Wald nach Thüringen gebracht zu haben. E. sagt dazu: "Mir stand kein Auto zur Verfügung, denn der Opel wurde von meinem Adoptivvater, nachdem er mich beim Schwarzfahren im Ort erwischt hatte, fahruntüchtig gemacht." Er hätte noch nicht mal damit auf dem Hof fahren können, "da das entscheidende Bauteil fehlte".

Meringer forderte vor allem wegen der neuen Spuren, die 2016 bei den sterblichen Überresten von Peggy gesichert wurden, neue Ermittlungen gegen E. Etwa die Pollen oder ein Stückchen Folie, wie sie Landwirte verwenden. Eine Fläche von 250 Quadratkilometern hatten die Beamten rund um Lichtenberg abgesucht und die Zusammensetzung der Pollen nicht gefunden. Auch nicht bei Manuel S., sagt Meringer. Deshalb müssten Kripo und Staatsanwaltschaft auch ermitteln, ob die Pollen und die Folie von dem Bauernhof der Adoptiveltern E.s stammen könnten.

Der reagiert gelassen: "Der Anregung des Anwalts auf dem Hof meiner Adoptiveltern nach der erwähnten Folie und den Pollen zu suchen, stehe ich sehr wohlwollend gegenüber." Es gab in der Vergangenheit mehrfache Durchsuchungen des gesamten Anwesens. "Wie der Anwalt sich den Hof vorstellt, weiß ich nicht", sagt E., "aber es handelt sich nicht um ein bewirtschaftetes Anwesen". E. könne sich nicht erinnern, dass dort jemals Silagefolie verwendet wurde. "Was das Verschwinden und die Tötung Peggys betrifft, habe ich ein absolut reines Gewissen. Eine weitere Durchsuchung wird den jetzigen Tatverdächtigen eher noch verdächtiger als unverdächtig machen", sagt E. Der war auch in Verdacht geraten, weil er ein Amulett mit Peggys Foto um den Hals trug. "Ich wollte sie einfach nur bei mir haben, wie man eine kleine Schwester, die man vermisst, bei sich haben möchte." Er betonte, niemals einen "Schrein" mit Fotos von ihr besessen zu haben. Das sei "völliger Blödsinn". Meringer schrieb am Dienstag in einem sozialen Netzwerk, die Staatsanwaltschaft nehme seine Forderungen nicht ernst. Herbert Potzel, Leitender Oberstaatsanwalt in Bayreuth, sagt dazu, das Schreiben Meringers werde "geprüft". Die Spur Holger E. gilt seit Jahren jedoch als erledigt.

https://www.frankenpost.de/region/oberfr...art2388,6718180

#412 RE: Presseartikel von Tumbleweed 20.05.2019 18:05

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Kampf gegen Behörden Neue Details zum Fall Peggy: Betreuerin auf Angriffskurs
Helmut Reister, 01.04.2019 - 06:12 Uhr

Gudrun Rödel ist die Betreuerin von Ulvi K., der einst für den Mord verurteilt worden ist. Sie verteidigt ihn und kämpft gegen Behörden.


Bayreuth - Für ihre Unterstützer ist Gudrun Rödel (70) ein Star. Sie habe dafür gesorgt, dass der geistig behinderte Ulvi K. (41) nicht mehr mit dem Makel leben muss, ein verurteilter Mörder zu sein.
Strafanzeigen gegen "Soko Peggy"-Ermittler erstattet

Rechtsanwältin Hanna Henning hat im Auftrag von Rödel gerade eine ganze Serie von Strafanzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden erstattet. Sie richten sich gegen die Ermittler der "Soko Peggy", Kriminalbeamte und Staatsanwälte, und deren Dienstvorgesetzte. Den Gutachter, der Ulvi K. als Mörder ansah und entscheidend dazu beitrug, dass er zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, hat sie außerdem auf 350.000 Euro Schadensersatz verklagt.

Unfähigkeit und Korruption von der Ermittlungsebene bei Polizei und Staatsanwaltschaft bis ganz nach oben, bewusste und systematische Rechtsverletzung, Manipulationen, Lug und Betrug: Das sind die Parameter, die nach Ansicht von Rödel dafür sorgen, dass der Mordfall wunschgemäß ungelöst bleibt. Eine Verschwörung im Staatsapparat? Die Betreuerin lässt daran keinen Zweifel, wie unzähligen Facebook-Kommentaren und Posts von ihr zu entnehmen ist.

Peggy: Fuhr ein Unbekannter zu ihren Eltern?

Zum Verschwörungsszenario gehört zum Beispiel ein unbekannter Mann, der am Tattag mit dem Taxi zur Wohnung von Peggys Familie gefahren sein soll. Wird er tatsächlich von den Behörden gedeckt, wie Rödel behauptet? Norbert Rank, Stadtrat in Lichtenberg, Unterstützer von Rödel und Sprecher der Ulvi-Initiative, hat erst vor wenigen Wochen auf einer Pressekonferenz auf die vermeintliche Schlüsselrolle des mysteriösen Taxi-Kunden hingewiesen und die Ermittlungsbehörden wegen ihrer vermeintlichen Untätigkeit scharf kritisiert.

"Der Mann spielt in dem Fall keinerlei Rolle", sagte dagegen Herbert Potzel, Chef der Bayreuther Staatsanwaltschaft, der AZ. Seinen Angaben zufolge gehörte der "Mann im Taxi" einer Wandergruppe an und hatte sich wegen seines defekten Fahrrads mit dem Taxi nach Lichtenberg bringen lassen, dem Ausgangspunkt einer ganztätigen Wanderung.

Am frontalen Crashkurs von Gudrun Rödel ändern solche Erklärungen nichts. Sie fordert Potzels Ablösung, die von Kollegen und von Soko-Mitarbeitern, garniert mit Strafanzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden, ebenso wie den Rücktritt von Innenminister Joachim Herrmann.
Wer ist Peggys Mörder?

In ihrer Haltung bestätigt fühlt sich Gudrun Rödel durch die neuen Ermittlungen der "Soko Peggy". Sie richten sich gegen Manuel S. (41), einem früheren Nachbarn des Mädchens, der schon einmal unter Verdacht stand. Seine jetzigen Aussagen bringen Ulvi K. wieder ins Spiel – und Rödel in Rage.

Mikroskopisch kleine Pollen- und Lackspuren sind es, die Manuel S. in Bedrängnis bringen. Sie wurden im Sommer 2016 am Fundort von Peggys Leiche im Wald an der bayerisch-thüringischen Landesgrenze gefunden – und gut 15 Jahre vorher auf dem Grundstück der Familie von Manuel S. Für die Staatsanwaltschaft ist dies ein ausreichender Grund, um gegen Manuel S. wegen Mordverdachts zu ermitteln. Wegen der vergleichsweise dünnen Beweislage befindet er sich aber auf freiem Fuß.

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inh...D54In1m5B_y5CQI

#413 RE: Presseartikel von wetterfrosch 01.07.2019 12:52

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01. 07. 2019 00:00 Uhr

Fall Peggy: "Freispruch" für die Ermittler

Die Würzburger Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Soko ein. Es sei kein strafbares Verhalten zu erkennen.

Lichtenberg/Würzburg - Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Soko Peggy sowie der Staatsanwaltschaft Bayreuth eingestellt. Das berichtete am Sonntagabend die "Mainpost". Nach Angaben der Zeitung bestätigte der Würzburger Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen einen entsprechenden Schritt der Behörde. Sie hatte geprüft, ob die Ermittler in Bayreuth Tonbandaufnahmen aus ihren Akten an Vertreter der Medien durchgereicht hatten, um den Druck auf zwei Verdächtige zu erhöhen.

Die Anwältin des Mannes, der im Jahr 2004 wegen Mordes an Peggy verurteilt und später in einem Wiederaufnahmeprozess freigesprochen worden war, hatte im Frühjahr diesen Jahres Strafantrag wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes gestellt. Sie warf den Ermittlern auch vor, mehreren Lichtenbergern widerrechtlich die Tonband-Aufnahme eines früheren, vertraulichen Gesprächs ihres Mandanten mit seinem Vater vorgespielt zu haben. Die Aufnahme, so ihr Argument, sei heimlich entstanden. Ein weiterer Vorwurf richtete sich wegen vermeintlichen Geheimnisverrats an einen Journalisten. Dieser hatte - ebenso wie diese Zeitung - aus dem Gespräch zitiert.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat nun alle drei Verfahren eingestellt. Ein strafbares Verhalten sei "nicht ersichtlich", sagte Justizsprecher Raufeisen. In der Begründung betont die Behörde die Pressefreiheit und verweist laut "Mainpost" auf "die Bedeutung des Falles, das Interesse der Öffentlichkeit" sowie den Umstand, dass "nur auszugsweise aus der Datei zitiert wurde". Die Tonbandaufnahme sei zudem bereits 2004 vor Gericht öffentlich erörtert worden. Deshalb sei "ein Geheimnis nicht mehr gegeben". red

https://www.frankenpost.de/region/oberfr...art2388,6788943

#414 RE: Presseartikel von Helios 31.08.2019 10:07

Ungeklärter Mordfall Peggy

Kann diese eine Spur die Wende bringen?

Von Dietmar Seher

25.08.2019, 13:43 Uhr

https://www.t-online.de/nachrichten/pano...e-bringen-.html

#415 RE: Presseartikel von wetterfrosch 21.11.2019 23:04

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Fall Peggy: Staatsanwaltschaft hörte Ulvi K.s Betreuerin ab

Gudrun Rödel findet die Überwachung "ungeheuerlich" - 18.11.2019 14:16 Uhr

LICHTENBERG - Im mysteriösen Mordfall der neunjährigen Peggy im oberfränkischen Lichtenberg hat die Staatsanwaltschaft in Bayreuth das Telefon der Betreuerin des geistig behinderten Gastwirtssohn Ulvi K. abgehört. K. war in einem spektakulären Wiederaufnahmeverfahren im Jahr 2014 vom Mordvorwurf an der Schülerin freigesprochen worden.

Oberstaatsanwältin Sandra Staade teilte Gudrun Rödel jetzt per Brief mit, dass "aufgrund richterlicher Anordnung Telekommunikation, an der Sie beteiligt waren, aufgezeichnet wurde."

Weiter heißt es: "Dieses Schreiben dient rein zu Ihrer Information. Die Aufzeichnungen werden den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend vernichtet bzw. gelöscht. Es wird gebeten, von Anfragen abzusehen."

Gudrun Rödel findet einerseits die Überwachung "ungeheuerlich", wundert sich andererseits über das Vorgehen nicht: "Dass sie gegen mich eine Überwachung geschaltet haben, ist sonnenklar!". Schließlich kämpft sie seit über einem Jahrzehnt darum, dass ihr Schützling Ulvi K. (41) rehabilitiert wird. Im April 2004 war K. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes an Peggy verurteilt worden, doch die Umstände, die zum Schuldspruch führten, waren von Anfang an merkwürdig gewesen.

In akribischer Kleinarbeit hatte Rödel (70), eine gelernte Rechtsanwaltsgehilfin, Fakten, Aussagen, Widersprüche und wichtige Details zusammengetragen, die belegen sollten, dass ihr Schützling die Tat gar nicht begangen haben konnte. Sie brachte ans Licht, dass ein Hauptbelastungszeuge gelogen und dies später auch vor einem Richter eingestanden hatte. Vor allem aber prangerte sie schlampige polizeiliche Ermittlungen an. Sie hatte zudem öffentlich gemacht, dass sich die Ermittler frühzeitig auf einen Tathergang festgelegt hatten, den sie Ulvi bei seinen Vernehmungen - oft ohne seinen Anwalt - suggerierten. Schließlich legte der geistig behinderte Mann ein Geständnis ab, das genau dieser "Tathergangshypothese" entsprach.

Genau diese Methode gab schließlich den Anlass für ein Wiederaufnahmeverfahren, das mit dem Freispruch endete. Jüngst war Ulvi K. aber erneut in den Fokus geraten, mit der Tötung des Mädchens im Mai 2001 doch etwas zu tun gehabt zu haben, da ihn ein Verdächtiger vor einem Jahr belastet hatte. Gudrun Rödel hat indes den Kampf um Gerechtigkeit noch nicht aufgegeben.

Was sie jetzt aber fassungslos macht, ist die Tatsache, dass auch Freunde, Nachbarn und Geschäftsfreunde ihres Mannes abgehört wurden, mit denen sie "nie über den Fall Peggy auch nur ein Wort gesprochen" habe. Sie wisse von mehr als 20 Betroffenen, die ebenfalls das Schreiben von Oberstaatsanwältin Staade erhalten hatten. Die Frau eines verstorbenen Freundes lebe nun in Angst und Schrecken ob dieser Abhör-Methode, klagt Rödel.

Ob auch ihre Gespräche mit Journalistinnen und Journalisten dokumentiert worden sind, vermag sie (noch) nicht zu sagen. Ihr Anwalt will jetzt erst einmal Akteneinsicht beantragen. Denn auch der zeitliche Rahmen und die Dauer der telefonischen Überwachung ist derzeit unklar. "Wir sind doch keine Staatsfeinde", empört sich Rödel.

Auf Anfrage von nordbayern.de sagte Martin Dippold, der neue Leitende Oberstaatsanwalt in Bayreuth, man habe Gudrun Rödel ab dem Fund der Leichenteile der kleinen Peggy im Jahr 2016 telefonisch überwacht. Dazu habe es einen richterlichen Beschluss gegeben. Wie lange die Maßnahme dauerte, wollte er nicht sagen. Da das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei, könne er keine weiteren Angaben machen. Jedoch seien alle Betroffenen, die in dieser Zeit in die Abhörung geraten seien, inzwischen benachrichtigt worden. Die Mitschnitte würden in Kürze vernichtet. Ob die Ermittler mit Hilfe des Lauschangriffs nun weitergekommen sind, ließ er offen.

https://www.nordbayern.de/region/fall-pe...%2Fnurnberg-pop-

#416 RE: Presseartikel von Tumbleweed 01.12.2019 09:58

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Der Fall Peggy Knobloch Polizei hörte Peggys kleine Schwester ab

on: JÖRG VÖLKERLING veröffentlicht am
01.12.2019 - 08:59 Uhr
Bams

Er bleibt einer der rätselhaftesten Kriminalfälle der Jahrtausendwende.

https://www.bild.de/news/inland/news-inl...SIQb_Lnw7u1dDW0

#417 RE: Presseartikel von wetterfrosch 27.04.2020 23:05

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Mordfall Peggy Knobloch (†9)

Profiler Axel Petermann: "Der Täter schien in Eile zu handeln"

Stephanie Heckl 03. April 2020 um 10:32 Uhr

2001 verschwand die damals neunjährige Peggy Knobloch, 2016 wurde ihre Leiche gefunden. Den Täter sucht die Polizei noch immer. Wir sprachen mit Profiler Axel Petermann über den Fall.

Am 7. Mai 2001 sahen ihre Liebsten die neun Jahre alte Peggy Knobloch zum allerletzten Mal. Das kleine Mädchen aus dem oberfränkischen Lichtenberg verschwand spurlos. Es sollte ganze 15 Jahre dauern, bis zum 2. Juli 2016, ehe ihre sterblichen Überreste gefunden wurde.

Bis dahin wurden mehrere Verdächtige ausfindig gemacht und wieder freigelassen – ein Täter fehlt bis heute. Wir sprachen mit Axel Petermann, Deutschlands bekanntestem Profiler, über den Mordfall Peggy Knobloch. Im BUNTE.de-Interview unterhielten wir uns mit dem Buchautor über offenbar eingeschlafene Polizeiermittlungen, die Chance, den Fall nach fast 20 Jahren noch zu lösen, und Fehler bei den Ermittlungen.

https://www.bunte.de/family/bewegende-ge...59vPblv2Jpr17oc

#418 RE: Presseartikel von wetterfrosch 10.06.2020 01:44

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Aktualisiert: 09.06.20 - 22:58

Peggy verschwand in Oberfranken

Vermisste Maddie: Entführte Christian B. auch Peggy (9)? Ermittler prüfen mögliche Zusammenhänge

Im Fall Maddie McCann gibt es einen Verdächtigen: einen 43-jährigen Deutschen. Hat er auch mit dem Verschwinden von Peggy Knobloch aus Lichtenberg zu tun?

◦Ein Deutscher wird verdächtigt, Maddie McCann 2007 entführt und getötet zu haben.
◦Hat er auch etwas mit dem Verschwinden von Peggy aus Oberfranken zu tun?
◦Die Polizei ermittelt.

Lichtenberg - Hat der Verdächtige im Fall Maddie McCann auch etwas mit dem Verschwinden von Peggy aus Oberfranken zu tun? Dazu gab es bereits erste Ermittlungen.

„Wir haben keinerlei Erkenntnisse, dass hier ein Zusammenhang besteht“, sagte Martin Dippold von der Staatsanwaltschaft Bayreuth am Dienstag. Es seien beides junge, blonde Mädchen, die verschwunden seien. Doch darüber hinaus gebe es bislang „weder einen zeitlichen, örtlichen, noch persönlichen Bezug“. Medien hatten zuvor über einen möglichen Zusammenhang der beiden Vermisstenfälle spekuliert.

Maddie McCann: Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln auch im Mordfall Peggy

Der Tatverdächtige im Fall Maddie, der in Bayern aufgewachsen ist, werde zwar auch im Hinblick auf Peggy überprüft, bestätigten Staatsanwaltschaft und Polizei auf Nachfrage. Doch dabei handle es sich um „rein routinemäßige Ermittlungen“, die bei solchen Straftaten im Falle eines neuen Verdächtigen üblich seien.

Die dreijährige Britin Maddie McCann war am 3. Mai 2007 im Portugalurlaub aus einer Apartmentanlage verschwunden. Die Ermittler vermuten mittlerweile,dass ein 43-jähriger Deutscher das Kind entführt und umgebracht hat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mann wegen Mordverdachts. Er sitzt aktuell hinter Gittern.

Peggy verschwindet auf Heimweg: Mann widerruft Geständnis

Auch im Fall von Peggy (9) laufen die Ermittlungen. Das damals neunjährige Mädchen war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Im Sommer 2016 wurden dann Teile ihres Skeletts in einem Wald in der Nähe ihres Heimatortes Lichtenberg gefunden.

Ein Mann aus dem Landkreis Wunsiedel gab zu, das tote Mädchen mit seinem Auto in den Wald gebracht zu haben, er widerrief sein Geständnis später. In zwei bis drei Monaten soll laut Staatsanwaltschaft entschieden werden, ob gegen ihn Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt wird. Für Peggys Mutter, Susanne Knobloch, dauert der Albtraum bis heute - und der Fall Maddie weckt auch bei ihr Erinnerungen.

Maddie McCann: Fall weckt auch bei Peggys Mutter Erinnerungen

„Der Fall Maddie versetzt mich zurück in diese Zeit, al­les kommt wieder hoch“, sag­te Susanne Knobloch im Interview mit der Bild. „Ich muss seit 19 Jahren damit le­ben, keine Klarheit darüber zu haben, was mit meinem Kind ge­schehen ist.“

Stattdessen musste sie sich immer wieder selbst verdächtigen lassen, etwas mit dem Verschwinden von Peggy zu tun zu haben. „Hand aufs Herz, es wäre doch end­lich an der Zeit zu sagen, was Sie mit ihr gemacht haben“, konfrontierte sie ein Kommis­sar 2001 laut der Bild mit seinem Ver­dacht.

Nach Verschwinden von Peggy: Susanne Knobloch als Rabenmutter bezeichnet

In Lichtenberg wurde Susanne Knobloch sogar beschuldigt eine Rabenmutter zu sein, die sich nicht genug um Peggy gekümmert habe. Außerdem habe sie nicht so um Peggy getrauert, wie man das in der Öffentlichkeit erwarte. 2007 montierte ein Blogger sogar Peggys Ge­sicht und das ihrer Mutter in ein Kinderporno-Foto. „Ich blieb für alle die Ossi-Hexe, die den Ruf des Ortes be­schmutzt habe“, erinnert sich die 47-Jährige in der Bild.

Sie kann deshalb gut nachvollziehen, wie sich die ebenfalls offenbar zu Unrecht verdächtigten Eltern von Maddie fühlen: „Als Eltern hat man wie­der übermäßig Hoffnung, endlich Antwort auf alle Fra­gen zu bekommen. Und am wichtigsten: Sein Kind wie­derzubekommen.“ Dass es nun einen Verdächtigen gebe, sei ebenfalls erleichternd: „Das entlastet sie nicht nur vom Verdacht, son­dern auch seelisch.“

Maddie McCann: Hat Verdächtiger auch mit dem Verschwinden von Inga aus Sachsen-Anhalt zu tun?

Deutschlandweit fragt die Staatsanwaltschaft Braunschweig aktuell Polizeidienststellen nach vermissten Kindern und möglichen Parallelen im Fall Maddie ab, wie die Bild weiter berichtet. Der Fokus der Ermittler geriet so auch auf das Verschwinden von der siebenjährigen Inga, die seit 2015 vermisst wird. Das Grundstück des Verdächtigen befindet sich nur rund 90 Kilometer von dem Wald in Sachsen-Anhalt entfernt. Dort verschwand das Mädchen am 2. Mai.

https://www.merkur.de/bayern/maddie-mcca...n-13792773.html

#419 RE: Presseartikel von wetterfrosch 19.09.2020 00:15

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Folge 4

Staffel 1

Es ist einer der emotionalsten Fälle der letzten 20 Jahre: Der Mord an Peggy Knobloch. Alexandra Rietz und Lydia Benecke befassen sich noch einmal mit dem furchtbaren Verbrechen. Außerdem geht es um den Mord an Bernd M., dessen Überreste 2015 in mehreren Plastiksäcken im Mittellandkanal entdeckt wurden. (Text: Sat.1 Gold)

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 05.10.2020 Sat.1 Gold

https://www.fernsehserien.de/ungeloest-u...folge-4-1414581

#420 RE: Presseartikel von wetterfrosch 21.09.2020 00:13

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20. September 2020, 18:38 Uhr

Mordfall Peggy

Ist Manuel S. Täter oder Mittäter im Lichtenberger Mordfall Peggy? Die Staatsanwaltschaft will 19 Jahre nach der Tat einen neuen Sachstand bekanntgeben. Antworten auf ein paar wichtige Fragen.

Von Olaf Przybilla, Bayreuth/Lichtenberg

In den kommenden Tagen, höchstenfalls Wochen will die Staatsanwaltschaft Bayreuth einen neuen Sachstand in der Causa Peggy bekanntgeben. Dieser könnte bahnbrechend sein - ebenso gut aber bedeuten, dass die Ermittlungen 19 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der Neunjährigen aus dem oberfränkischen Lichtenberg kaum einen Schritt vorwärts gekommen sind. Die Ermittler wollen dieser Tage entscheiden, ob sie Anklage gegen Manuel S. aus dem oberfränkischen Marktleuthen erheben; oder die Ermittlungen gegen den 43-Jährigen einstellen. S. war 2018 unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft legte ihm zu Last, als "Täter oder Mittäter" an der Tötung Peggys beteiligt gewesen zu sein. An Heiligabend 2018 hatte das Amtsgericht Bayreuth entschieden, dass S. freizulassen ist: kein dringender Tatverdacht. Die Ermittlungen gegen ihn dauern bis heute an. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Fall.

Wer ist Manuel S.?

Manuel S. war 24 Jahre alt und als Fabrikarbeiter in einer Seilerei in Lichtenberg tätig, als Peggy verschwand. S. stand bereits in dieser Zeit im Fokus der Ermittler, in den Akten firmiert er als Spur 1305. Zunächst als Zeuge vernommen, wurde er bald zum Beschuldigten. Der Vorwurf lautete auf Totschlag. S. geriet in Verdacht, die Neunjährige - deren Leichnam erst 2016 bei Rodacherbrunn in Thüringen aufgefunden wurde - an einem Fluss unter einer Brücke abgelegt, sie geknebelt und mit Steinen beschwert zu haben. Das sollte er, so der Verdacht, auf einem Vatertagsausflug angeblich selbst geschildert haben. Ein Jahr nach Peggys Verschwinden wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. Die Ermittler waren zum Schluss gekommen, dass die Männer, die am Ausflug teilgenommen hatten, unter Alkoholeinfluss standen und die Angaben nicht den Tatsachen entsprachen.

Warum wurde Manuel S. im Jahr 2018 zwischenzeitlich festgenommen?

Im September 2018 durchkämmten Ermittler das Wohnhaus von S. im Kreis Wunsiedel und sein Elternhaus in Lichtenberg. Anschließend wurde er mehrere Stunden lang vernommen und legte dabei ein Teilgeständnis ab. Einen Mord oder eine Beteiligung daran hat S. jedoch nicht eingeräumt, sondern strafrechtlich lediglich eine Strafvereitelung. Manuel S., der heute als Bauer und Bestatter arbeitet, gab an, die bereits leblose Peggy von einem anderen Mann in einem Bushäuschen übernommen zu haben. Auch erklärte S. den Ermittlern, er habe noch versucht, das Mädchen zu beatmen. Als dies nicht gelungen sei, habe er Peggy in eine rote Decke gewickelt, in den Kofferraum seines Audi gelegt und in ein Waldstück in Thüringen gebracht. Dorthin, wo Teile des Skeletts 15 Jahre nach dem Mord an dem Mädchen von einem Pilzsammler entdeckt worden waren.

Was hatte die Ermittler auf die Spur von Manuel S. geführt?

Am Skelett Peggys waren bei forensischen Untersuchungen mikroskopisch kleine Pollen gefunden worden, offenbar Bestandteile von Torf. Manuel S. soll am Tattag im Mai 2001 im Garten gearbeitet haben, das wussten die Ermittler noch aus den Verfahrensakten. Auch wurden am Fundort von Peggy Mikropartikel sichergestellt, wohl Farbreste, "wie sie in Renovierungsmüll vorkommen", wie die Ermittler im September 2018 bekanntgaben. Dass S. renoviert hatte zu Hause, ist ebenfalls aus den Akten zu entnehmen. Und auch Videoaufzeichnungen aus einer damaligen Sparkassenfiliale in Lichtenberg sollen ein Alibi von S. erschüttert haben. Tatsächlich wäre S. demnach entgegen früheren Angaben an jenem Nachmittag, an dem Peggy wohl verschwunden ist, mit seinem goldfarbenen Audi in Lichtenberg unterwegs gewesen.

Warum kam Manuel S. frei?

Das Amtsgericht Bayreuth hat im Dezember 2018 entschieden, dass Manuel S. freikommen muss. Einen dringenden Verdacht auf eine Täter- oder Mittäterschaft an einem Mord gebe es nicht. Das Spurenbild am Fundort der Leiche lasse zwar darauf schließen, dass S. die Leiche dort abgelegt haben könnte - nicht aber auf ein mögliches vorausgegangenes Tötungsdelikt. Auch weitere Ermittlungsergebnisse, wie etwa die Aussagen anderer Personen, würden keinen dringenden Tatverdacht für eine Sexualstraftat oder ein Tötungsdelikt begründen.

Überdies hatte S. sein Teilgeständnis kurz nach seiner Vernehmung widerrufen. Dieses freilich war von vielen Verfahrensbeteiligten ohnehin als äußerst unglaubwürdig eingestuft worden: Warum sollte einer spontan an einem Bushäuschen halten und am helllichten Tag eine Leiche in seinen Kofferraum legen, im Wald verscharren und anschließend 17 Jahre lang darüber schweigen? Zumal Manuel S. und jener Mann, von dem er angeblich die Leiche übernommen haben will, nach übereinstimmenden Zeugenberichten zumindest zu jenem Zeitpunkt alles andere als befreundet gewesen sein sollen.

Wie reagierte die Staatsanwaltschaft auf die Freilassung von Manuel S.?

Mit einer Beschwerde. Das Landgericht Bayreuth bestätigte allerdings das Amtsgericht, S. blieb also auf freiem Fuß. Einen wichtigen Teilerfolg errang die Staatsanwaltschaft trotzdem. Der Anwalt von S. hatte erreichen wollen, dass die etwa zehnstündige Vernehmung von S. ohne einen Anwalt juristisch nicht mehr verwertet werden darf. Das Landgericht verwarf dies. Es sei kein "unzulässiger Druck" ausgeübt worden, S. sei es auch nie verwehrt worden, einen Anwalt hinzuzuziehen. Einen dringenden Mordverdacht sah das Gericht zwar nicht.

Einen dringenden Tatverdacht indessen schon. Das Gericht war der Meinung, es bestehe eine "hohe Wahrscheinlichkeit", dass S. daran beteiligt war, Peggys Leiche wegzuschaffen. Was wiederum nicht heißt, dass sich die angebliche "Übergabe" der Leiche an einem Bushäuschen so zugetragen hat, wie von S. zunächst behauptet. Hinreichende Gründe für einen Haftbefehl sah das Gericht dadurch nicht, denn als Tatvorwurf bliebe Strafvereitelung oder unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge. Beides wäre aufgrund von Verjährungsfristen kaum noch anzuklagen. Die Staatsanwaltschaft - sollte sie S. anklagen - müsste also wohl weiterhin davon ausgehen, dass S. als Täter oder Mittäter an der Tötung von Peggy beteiligt war.

Gibt es noch Ermittlungen gegen weitere Verdächtige?

Nein. Nach Angaben von Verfahrensbeteiligten hat Manuel S. in seinem Teilgeständnis einen geistig schwer beeinträchtigten Mann als jene Person benannt, die ihm die leblose Peggy übergeben haben soll. Jener Mann war 2004 zunächst wegen Mordes schuldig gesprochen, zehn Jahre später in einem spektakulären Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen worden. Er wird lediglich als Zeuge in dem Verfahren geführt, ein womöglicher weiterer Prozess gegen ihn gilt als juristisch nahezu unmöglich. Besagter Mann, der heute in einem Heim für betreutes Wohnen lebt, kannte S. von Kindesbeinen an. In den Verfahrensakten finden sich höchst widersprüchliche Aussagen von ihm, inwiefern S. am Fall Peggy beteiligt gewesen sein soll. Verwertbar dürften sie allesamt nicht sein.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/mordf...orten-1.5037836

#421 RE: Presseartikel von wetterfrosch 22.09.2020 21:21

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Fall Peggy: Kommt es zur Anklage gegen Manuel S.?

Staatsanwaltschaft will sich in den kommenden Wochen äußern

21.09.2020

In den Mordfall Peggy kommt erneut Bewegung. Wie die Staatsanwaltschaft in Bayreuth auf Anfrage von TVO mitteilte, will die Behörde in den kommenden Wochen bekanntgeben, ob sie gegen zuletzt in den Fokus geratenen Manuel S. aus Marktleuthen (WUN) eine Anklage erheben wird oder nicht.

Die TVO-Berichterstattung zum FALL PEGGY

Peggy 2001 gewaltsam getötet

Über 19 Jahre nach dem Verschwinden und dem gewaltsamen Tod der damals Neunjährigen aus Lichtenberg (HO) ist der Täter immer noch nicht gefunden. Der damals verdächtigte und verurteilte Ulvi K. wurde 2014 in einem spektakulären Wiederaufnahmeprozess am Landgericht Bayreuth freigesprochen. Zuvor wurde er im April 2004 wegen Mordes an dem Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Sterblichen Überreste 2016 gefunden

Rund zwei Jahre nach seinem Freispruch wurden in Thüringen, unweit der Grenze zu Oberfranken, die sterblichen Überreste des Mädchens von einem Pilzsammler gefunden. Bei der Untersuchung des Fundortes und der Überreste erhofften sich die Ermittler neue Details zu dem möglichen Täter. Einen wirklichen Durchbruch in diesem Fall gab es aber auch danach nicht.

Manuel S. gerät 2018 in den Fokus der Ermittler

Wiederum rund zwei Jahre gab es die nächsten brisanten Bekanntmachungen der Ermittler. 2018 geriet schließlich Manuel S. in den Fokus. S. wurde verhaftet, nachdem die Staatsanwaltschaft Bayreuth ihn unter einen dringenden Tatverdacht als Täter oder Mittäter in dem Fall stellte. TVO berichtete umfassend. Weihnachten 2018 kam die erneute Wende: An Heiligabend wurde S. entlassen. Doch kein dringender Tatverdacht – so die Aussagen der Strafermittlungsbehörden in Bayreuth. Dennoch: Gegen den 43-Jährigen liefen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Bis heute!

Kommt es zur Anklage gegen S.?

Bleibt derzeit somit die Frage: Kommt es nun zu einer Anklage gegen S. – der derzeit als einziger Verdächtiger im Fall Peggy gilt – oder stellen die Ankläger die Ermittlungen gegen S. ein? Bleibt abzuwarten, wann genau die Staatsanwaltschaft sich jetzt äußern will.

https://www.tvo.de/fall-peggy-kommt-es-z...nuel-s-461653/#

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