#1 RE: Presseberichte von Christine 16.11.2013 09:25

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Zeugen gesucht
Tötungsverbrechen - Hinweise erbeten
Tatzeit 3. Februar 2009; Tatort General-Barby-Straße in Reinickendorf



Zu einem Tötungsverbrechen an Christa MÜLLER in Reinickendorf bittet die Polizei um Hinweise.

Nachbarn der 70-jährigen Frau hatten die Tote am 3. Februar 2009 gegen 16 Uhr 45 in ihrer Garage in der General-Barby-Straße gefunden und die Feuerwehr alarmiert. Da eine genaue Todesursache nicht festgestellt werden konnte, wurde eine Obduktion der Toten angeordnet, in deren Ergebnis ein Tötungsverbrechen festgestellt wurde. Die Frau wies eine Verletzung am Hals auf.

Die Polizei fragt:

Wer kennt die Frau und kann Angaben zu ihrem Umfeld und zu ihrem Bekanntenkreis machen?
Wann wurde Christa MÜLLER zuletzt gesehen?


Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden können, nehmen die 1. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911 101 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.


http://www.berlin.de/polizei/presse-fahn...9939/index.html

#2 RE: Presseberichte von 12.09.2015 11:08

Warum musste Christa Müller sterben?
Von Edgar Schneider


Nichts deutete auf ein Verbrechen hin, als man Christa Müller(70) leblos in der Garage ihres Hauses entdeckte. Was auf den ersten Blick wie ein Unfall aussah, entpuppte sich bei der angeordneten Obduktion als brutales Verbrechen. Die wohlhabende Witwe wurde ermordet. Das Motiv und die Hintergründe des Verbrechens liegen bis heute im Dunkeln. BrandZeilen.de bittet um Mithilfe bei der Fahndung.

Christa Müller war eine liebenswerte Frau. Höflich, zuvorkommend, immer mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen. Ihre Nachbarn in der Berliner General-Baby-Straße schätzten vor allem die Hilfsbereitschaft der 70-jährigen Witwe. Fuhr jemand in Urlaub, kümmerte sie sich ums Haus oder goss die Blumen. „Aber meine Mutter war leider auch sehr gutgläubig, vielleicht hat diese Gutgläubigkeit sie das Leben gekostet“, sagt ihr Sohn Achim, der mittlerweile wieder in dem Haus lebt, in dem seine Mutter ermordet wurde. Für den 48-jährigen war der gewaltsame Tod seiner Mutter ein traumatisches Erlebnis. „Bis heute belastet mich das sehr, ich träume manchmal noch davon, wie die beiden Polizeibeamte vor meiner Wohnungstüre standen und mir die Todesnachricht überbrachten.“

Das Verbrechen, das Entsetzen und Bestürzung bei Verwandten, Freunden und Nachbarn auslöste, geschah am Abend des 2. Februar 2009. Ein Ehepaar, das sich regelmäßig mit Christa Müller traf, hatte sich Sorgen gemacht, da die Nachbarin schon den ganzen Tag über telefonisch nicht zu erreichen gewesen war. Als sie am nächsten Tag mit einem Zweitschlüssel das Haus öffneten, machten sie eine schreckliche Entdeckung: Christa Müller lag tot in der Garage.

Für die Feuerwehr und den alarmierten Notarzt deutete zunächst nichts auf ein Kapitalverbrechen hin. Es gab keinerlei Einbruchsspuren, die Bekleidung der Frau war geordnet, das Haus wirkte nicht durchwühlt. Da der Arzt jedoch die genaue Todesursache nicht feststellen konnte, wurde eine Obduktion angeordnet. Die ergab dann zweifelsfrei, dass Frau Müller Opfer eines Kapitalverbrechens geworden war. Gewalteinwirkung gegen den Hals war todesursächlich, der Todeszeitpunkt liegt zwischen 18.00 und 19.00 Uhr.

Doch warum musste Christa Müller in ihrem eigenen Haus sterben, und warum wurde sie in ihrer Garage umgebracht? Weit und breit war kein Motiv für den Mord an der 70-Jährigen zu erkennen. Zwar fehlte eine Rolex – Uhr, doch das Verbrechen zeigte nicht unbedingt die Handschrift eines Raubmörders, zumal im Haus keine weiteren Wertgegenstände fehlten. Da keinerlei Einbruchsspuren zu finden waren, dürfte Christa Müller ihren Mörder, den sie vielleicht sogar kannte, arglos ins Haus gelassen haben.

Aufgrund der Spurenlage und sichergestellter genetischer Fingerabdrücke, die jedoch bis heute nicht zugeordnet werden konnten, geht die Kripo von zwei männlichen Tätern aus. Einer der Täter, so eine Hypothese der Ermittler, könnte die Hilfsbereitschaft seines späteren Opfers ausgenutzt und sich unter einem Vorwand Zutritt zum Haus verschafft haben. Ein Komplize könnte unbemerkt gefolgt sein und sich in der Garage, die über den Hausflur zu erreichen ist, versteckt haben und von der Hausbesitzerin dort überrascht worden sein. Als die Situation eskalierte, wurde Christa Müller mit Gewalt zum Schweigen gebracht. Für diese Theorie spricht die Aussage einer Zeugin, die zur Tatzeit verdächtige Geräusche in der Garage wahrgenommen hatte.

In der Folgezeit nahm die Kripo das gesamte private Umfeld des Mordopfers unter die Lupe. Doch ein konkreter Verdacht gegen irgendjemanden ergab sich bis heute nicht. Trotz intensiver Ermittlungen konnten Christa Müllers Mörder bis heute nicht überführt werden.

edgar.schneider@brandzeilen.de

http://www.brandzeilen.de/rubrik/12/Unge...er_sterben.html

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