#1 RE: Presseartikel von Christine 22.10.2013 11:08

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Aus rechtlichen Gründen bitte immer mit Angabe der Quelle

#2 RE: Presseartikel von populous 22.10.2013 12:23

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Ungeklärte Mordfälle: Mord an Simone Dewenter
Familienname: Dewenter
Vorname: Simone
Spitzname: Simi
Staatsangehörigkeit: deutsch


Sachverhalt:
Am Sonntag, den 29.12.2002, wurde die Prostituierte Simone Dewenter (genannt "Simi"), letztmalig auf dem Straßenstrich in dem Bonner Stadtteil Endenich lebend gesehen, wie sie gegen 21:20 Uhr in ein Kraftfahrzeug stieg.
Danach verliert sich ihre Spur bis zum Neujahrstag des Jahres 2003.
Am 01.01.03 wird sie 150 km entfernt in der Nähe von Schweich / Trier in Rheinland-Pfalz tot aufgefunden.
Das Opfer lag nur noch mit Unterwäsche bekleidet im Gebüsch neben einem kleinen Parkplatz an der Landstraße 141.

Beschreibung des Opfers
Simone Dewenter war 30 Jahre alt, wirkte aber deutlich jünger. Sie war gehörlos und verständigte sich normalerweise durch Lippenlesen, mit Gebärden und Zetteln.
Sie konnte aber auch in typischer Gehörlosenart sprechen.
Das Opfer war mit ihren sehr langen mittelbraunen Haaren, in das blonde Strähnen eingefärbt waren, eine auffallende Erscheinung. Sie hatte grau-grün-braune Augen und trug am linken Ohr drei goldfarbene Ohrstecker mit verschiedenen Steinen.
Am Fußgelenk hatte sie ein einfarbiges Tattoo.
Die 174 cm große und 90 kg schwere Frau war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens mit einem türkisfarbenen Rollkragenpullover, dunkelgrauen Hosen, weißen Sportschuhen und einem beigefarbenen Kapuzenmantel mit Pelzbesatz bekleidet. Sie hatte einen großen, weißen Regenschirm und eine schwarze Handtasche mit Kettenbügel bei sich.
Diese Gegenstände sind seit der Tat verschwunden.
Als Simone am 01.01.03 auf dem genannten Parkplatz in der Nähe von Schweich / Trier tot aufgefunden wurde, war sie lediglich mit ihrer Unterwäsche, einem T-Shirt und Socken bekleidet. Bilder dieser Kleidungsstücke befinden sich anliegend.
Simone Dewenter wohnte in Köln-Kalk in der Albermannstraße. Bis wenige Wochen vor ihrem Tod war sie außer in Bonn auch in Köln als Prostituierte tätig.

Ort des Verschwindens
Der Bonner Straßenstrich liegt im Ortsteil Endenich, westlich des Stadtzentrums.
Dazu gehören die Straßen "Am Probsthof", "Am Dickobskreuz", und die "Gerhard-Domagk-Straße". Überregionale Besucher erreichen die Straßen über die BAB 565, Abfahrt Bonn-Tannbusch.
Bonner Straßenstrich, Standort des OpfersBonner Straßenstrich, Standort des Opfers
In den Abendstunden des 29.12.02 stand Simone Dewenter mit ihrem Pkw in einer Parkbucht vor dem Telekom-Gebäude in der Straße "Am Probsthof". Dort bestieg sie gegen 21:20 Uhr ein Kraftfahrzeug.
Fragen:
Gibt es eventuell Zeugen, die diesen Vorgang beobachtet haben und vielleicht auch Angaben darüber machen können, wohin das Kraftfahrzeug fuhr?

Auffindeort des Opfers
Die nachfolgenden Bilder zeigen den Auffindeort des Opfers.
Es handelt sich um einen kleinen Parkplatz neben der Landstraße 141 nahe der Ortschaft Schweich / Trier in Rheinland-Pfalz. Für überregionalen Verkehr ist dieser Parkplatz am besten über die BAB 1 zu erreichen (Abfahrten "Schweich" oder "Hetzerath").
Tatort / Auffindeort des OpfersTatort / Auffindeort des Opfers
Luftaufnahme zum Tatort
Tatort / Auffindeort des Opfers, Parkplatz mit Blickrichtung SchweichTatort / Auffindeort des Opfers, Parkplatz mit Blickrichtung Schweich
Parkplatz mit Blickrichtung Schweich
Fragen:
Wer hat an oder um diesen Parkplatz verdächtige Beobachtungen gemacht, die in Zusammenhang mit der Ermordung von Simone Dewenter stehen könnten?
Wer hat in der Zeit vom 29.12.02 bis 01.01.03 auf oder in der Nähe des Parkplatzes ein Kraftfahrzeug stehen sehen?
Die Polizei in Trier geht davon aus, daß ein Kraftfahrzeug längere Zeit auf oder in der Nähe des Parkplatzes gestanden hat.

Aktuelles und Fragen der Polizei
Die Polizei hat folgende Fragen:
Wer hat Informationen zum Verschwinden des Opfers vom Bonner Straßenstrich?
Wer kann Angaben über den Aufenthalt von Simone Dewenter in der Zeit vom 29.12.02 bis 01.01.03 machen?
Wer hat verdächtige Beobachtungen auf dem Parkplatz in der Nähe von Trier gemacht?
Wer hat Kenntnis über den Verbleib der persönlichen Gegenstände des Opfers?
Bei der Mordkommission in Trier steht Ihnen unter der Telefonnummer 0651 - 44622 ein Anrufbeantworter zur Hinweisaufnahme zur Verfügung, auf dem auch anonyme Hinweise abgegeben werden können. Sie haben auch die Möglichkeit eine SMS an folgende Mobilfunknummer zu senden: 0175 - 183 6040
Sie können auch die Email-Funktion unter folgender Adresse kdtrier.k11@polizei.rlp.de nutzen, um Hinweise abzugeben, die zur Aufklärung des Mordes an Simone Dewenter führen könnten.

Ausstrahlung in "XY-ungelöst"
Am Donnerstag, den 08.01.2004, wurde in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY-ungelöst" ein Beitrag über den Mord an Simone Dewenter ausgestrahlt. Die Beamten der Mordkommission in Trier erhoffen sich aufgrund der zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung, die nach der Sendung eingegangen sind, entscheidende Hinweise auf den Täter.
Ein Beitrag dazu findet sich in der Zeitung "Trierischer Volksfreund", Rubrik "Presse".

Persönliche Gegenstände des Opfers
Am 01.01.03 wurde Simone Dewenter tot im Gebüsch neben einem kleinen Parkplatz an der Landstraße 141 in der Nähe von Schweich / Trier aufgefunden.
Sie war nur mit ihrer Unterwäsche bekleidet.
Von ihrer Kleidung und den von ihr bei ihrem Verschwinden mitgeführten Gegenständen gibt es bis heute keine Spur.
Es handelt sich dabei um folgende Gegenstände, von denen teilweise ein Vergleichstück abgebildet ist:
beigefarbener Kapuzenmantel mit Pelzbesatz
türkisfarbener Rollkragenpullover
dunkelgraue Hose
ältere weiße Sportschuhe
großer weißer Stockschirm mit geradem Griff
schwarze Handtasche mit Kettenbügel
Schutzspray
Kondome
Schlüssel für einen Pkw der Marke Ford
ein schwarzes Haargummi
Bargeld in Höhe von ca. 80,- Euro
Fragen:
Wer kann Angaben zum Verbleib der Gegenstände machen?
Wo sind seit dem 29.12.02 Teile der vermißten Gegenstände aufgetaucht?

Auslobung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens dienen, wurde eine Belohnung in Höhe von insgesamt 5.000 Euro ausgesetzt.
Hinweise bitte an die sachbearbeitende Dienststelle:
Polizeipräsidium Trier
KD
Südallee 3
54290 Trier
ZKI - Kommissariat 11
Telefon: +49 (0)651 2019-115
E-Mail: kdtrier.k11@polizei.rlp.de
oder an das:
Bundeskriminalamt Wiesbaden
Kriminaldauerdienst
Kontakt
Telefon: +49 (0)611 55-13101
Fax: +49 (0)611 55-12141
oder an jede andere Polizeidienststelle

http://www.bka.de/nn_198454/DE/Fahndunge...nterSimone.html

#3 RE: Presseartikel von populous 22.10.2013 15:33

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Wird Mordrätsel nach neun Jahren gelöst?
Von IRIS KLINGELHÖFER
Simone Dewenter (30)
Simone Dewenter (30)
BONN/TRIER –
Wird das Mordrätsel um Simone Dewenter (30) endlich gelöst? Die Leiche der Bonner Prostituierten wurde am 1. Januar 2003 halb nackt an einem Landstraßen-Parkplatz bei Trier gefunden. Jetzt setzen die Ermittler wie im Fall Lolita Brieger (18) auf die TV-Fahndung.
Am Montag ist der gewaltsame Tod der gehörlosen Simone Dewenter Thema bei „Ungeklärte Morde - Dem Täter auf der Spur“ (RTL 2). Nachdem die Fahndung ergebnislos bei „Aktenzeichen XY“ lief, hoffen Polizei und Angehörige jetzt erneut auf eine heiße Spur. Simones Tod soll endlich gesühnt werden!
Am 29. Dezember 2002 wurde „Simi“, wie die 30-Jährige genannt wurde, zuletzt lebend gesehen. Im beigefarbenen Kapuzenmantel mit Fellbesatz stieg sie am Bonner Straßenstrich gegen 21.20 Uhr in einen weißen Transporter. War ihr letzter Freier ihr Mörder?
Drei Tage später, an Neujahr, fand ein Autofahrer bei einer Pinkelpause die Leiche der Prostituierten – 150 Kilometer von Bonn entfernt! Simone Dewenter lag nur mit Slip, T-Shirt und Socken bekleidet an einem einsamen Parkplatz an der L 141 nahe Schweich (bei Trier) - ihr Mörder hatte sie dort einfach ins Gebüsch geworfen.
Es regnete, und die zuständige Mordkommission Trier fand keine weiteren Spuren. Ein mysteriöser Fall, in den 2004 auch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ kein Licht brachte. Damals gingen fünf Hinweise ein, darunter einer aus dem Bonner Rotlichtmilieu.
Doch Mord verjährt nicht. Und so setzen die Ermittler alles dran, Simones Tod aufzuklären und gehen mit dem Fall erneut ins Fernsehen, hoffen so auf neue Hinweise.
Erst vor einigen Tagen sorgte die mutmaßliche Aufklärung des Lolita-Falls nach einem Bericht in „Aktenzeichen XY“ für Schlagzeilen. Derzeit sucht die Polizei die Leiche der 18-Jährigen auf einer Müllkippe in Frauenkron (Eifel).
November 1982 soll der damalige Freund Lolita dort verscharrt haben. Der heute 50-Jährige sitzt seit fünf Wochen in U-Haft.

http://www.express.de/bonn/tote-hure-wir...0,11018142.html

#4 RE: Presseartikel von populous 22.10.2013 15:37

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Der letzte Freier war "Simis" Mörder

Vor achteinhalb Jahren entdeckt ein Autofahrer unweit von Trier die Leiche einer jungen Frau. Wie sich später herausstellt, fiel die 30-jährige Kölnerin einem Sexualverbrechen zum Opfer. Der Prostituierten-Mörder wurde bislang nicht geschnappt.

Die Leiche von Simone Dewenter wurde auf diesem Parkplatz bei Schweich entdeckt (Originalbild der Polizei aus dem Jahr 2003) – von ihrem Mörder fehlt bis heute jede Spur. Fotos (2): Archiv
Trier. An Neujahr 2003 macht ein Autofahrer an der Landesstraße L 141 zwischen Schweich und Hetzerath eine grausige Entdeckung: Neben einem Parkplatz findet er die fast unbekleidete Leiche einer ermordeten Frau. Es dauert mehrere Tage, bis die Ermittler der Trierer Kripo - dank eines bei der Toten gefundenen seltenen Hörimplantats - die Identität klären können. Es ist die 30-jährige Kölnerin Simone Dewenter. Sie wurde vermutlich vor Ort umgebracht und missbraucht.
Was viele in Simone Dewenters Verwandten- und Bekanntenkreis nicht wussten: Die von Geburt an fast gehörlose Frau jobbte nebenbei als Prostituierte. Gemeinsam mit einer Freundin ging "Simi" abends regelmäßig auf den Straßenstrich - zunächst in Köln, später in Bonn-Endenich. Auch am Tag ihres Verschwindens, dem 29. Dezember 2002, fuhren die beiden jungen Frauen gegen Nachmittag "zur Arbeit". Beide planten, wie sonst auch, am späten Abend wieder zurückzufahren. Gegen 21.20 Uhr beobachtete die Freundin, wie Simone in einen weißen Lieferwagen stieg - danach sah sie "Simi" nie wieder. Möglicherweise war der Fahrer Simones letzter Freier - und auch ihr Mörder. Als Simone Dewenter in jener Nacht auch um 1.30 Uhr noch nicht wieder zurückgekehrt war, informierte die Freundin die Polizei: "Ich hatte direkt so ein komisches Gefühl, sie war immer pünktlich."
Die Leiche Simone Dewenters wird erst zweieinhalb Tage später gefunden - 150 Kilometer von ihrem "Arbeitsplatz" entfernt auf dem nahe der Autobahn Trier-Koblenz gelegenen Parkplatz "Azert" bei Schweich. Den Namen des Parkplatzes bekommt auch die bei der Trierer Kripo eingerichtete 20-köpfige Sonderkommission. Deren Ermittlungserfolge halten sich allerdings in Grenzen. Ein kurz nach dem Mord festgenommener Tatverdächtiger muss wieder auf freien Fuß gesetzt werden, weil sein genetischer Fingerabdruck nicht mit der am Tatort gefundenen DNA übereinstimmt. Von den über 200 seinerzeit gesicherten Spuren führte bislang keine zum Täter.
Der zuständige Staatsanwalt Jörn Patzak ist dennoch optimistisch, dass der Mörder von Simone Dewenter eines Tages gefasst wird. "Wir greifen alle ungeklärten Kapitalverbrechen regelmäßig noch einmal auf", sagt Patzak. Aktuell zeige gerade der Fall der seit knapp 30 Jahren vermissten Eifelerin Lolita Brieger, "dass manchmal nach vielen Jahren noch Bewegung in eine Sache kommen kann".

http://www.volksfreund.de/nachrichten/we...;art742,2933045

#5 RE: Presseartikel von 31.01.2017 19:44

Der letzte Freier war Simis Mörder

(Trier) Vor 14 Jahren wird die Kölner Prostituierte Simone Dewenter ermordet. Ihre Leiche wird bei Schweich gefunden. Gibt es noch eine Chance, den Täter zu überführen?
Keine heiße Spur von Frauenmörder

31.01.2017
Rolf Seydewitz

Es ist Sonntagabend kurz vor halb zehn, als Simone Dewenter das letzte Mal lebend gesehen wird. Eine Freundin beobachtet, wie die 30-Jährige im Bonner Stadtteil Endenich in einen weißen Lieferwagen steigt. Ist der Fahrer des Lieferwagens auch Simis Mörder?


Die Freundin wartet an diesem Dezemberabend vergeblich auf Simones Rückkehr. Nach Mitternacht geht sie zur Polizei und meldet Simi als vermisst. "Ich hatte direkt so ein komisches Gefühl", sagt sie später, "sie war immer pünktlich."

Die beiden Freundinnen sind am Nachmittag des 29. Dezember 2002 gemeinsam auf den Straßenstrich in Bonn-Endenich gefahren, wo sie "anschaffen" gehen. Die gelernte Hauswirtschafterin Simone Dewenter lebt allein in einer Zwei-Zimmer-Wohnung im Kölner Stadtteil Kalk. Viele in ihrem Bekanntenkreis wissen nicht, dass die von Geburt an fast gehörlose Frau nebenbei als Prostituierte jobbt. Weil Simone keinen Führerschein hat, nimmt die Freundin sie regelmäßig mit zur "Arbeit" auf den Bonner Straßenstrich; auch am Abend ihres Verschwindens.

Simone Dewenters Leiche wird zweieinhalb Tage später gefunden - 150 Kilometer entfernt. Auf einem Parkplatz an der Landesstraße L.141 zwischen Schweich und Hetzerath macht ein Autofahrer, der mal kurz austreten möchte, die grausige Entdeckung. Der fast unbekleidete Leichnam liegt ein paar Meter abseits des Parkplatzes Azert hinter Büschen an einem Bachlauf. Es ist der 1. Januar 2003 um kurz nach 14 Uhr.
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Wann Simone Dewenter getötet wurde und wie lange ihr Leichnam dort schon gelegen hat, bevor er entdeckt wurde, ist wegen der Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt nur schwer zu ermitteln. "Der Todeszeitpunkt ist ungewiss, und es ist auch noch unklar, wo Simone getötet worden ist", sagt Dirk Finkler. Der 49-jährige Trierer Kriminalhauptkommissar ist für den Fall zuständig. Das Verbrechen an Simone Dewenter ist einer von knapp einem Dutzend ungelöster Mordfälle im Zuständigkeitsbereich des Trierer Polizeipräsidiums aus den vergangenen Jahrzehnten. "Jeder Kollege hat ein, zwei Altfälle, um die er sich regelmäßig kümmert", sagt Kommissariatsleiter Christian Soulier.

Immer wieder werden dabei Verbrechen erst nach vielen Jahren geklärt, wie der Fall Lolita Brieger zeigt. Drei Jahrzehnte nach dem Verschwinden der 18-jährigen Eifelerin wurde 2011 ihre Leiche entdeckt und der Ex-Freund als Täter überführt. Nur weil die Tat als Totschlag gewertet wurde, der nach 20 Jahren verjährt, konnte der Mann nicht verurteilt werden.

Das Sexualverbrechen an Simone Dewenter liegt nicht einmal halb so lange zurück. Die Trierer Mordermittler gehen davon aus, dass die 30-jährige Prostituierte womöglich erst auf dem zwischen Schweich und Hetzerath gelegenen Parkplatz getötet worden ist. Wie sie ums Leben kam, will der Chef der Mordkommission nicht verraten. "Das ist Täterwissen", sagt Christian Soulier.

Über 250 Spuren werden nach der brutalen Tat gesichert, darunter ist auch der genetische Fingerabdruck des mutmaßlichen Mörders. Ein kurz nach dem Verbrechen festgenommener Tatverdächtiger wird wieder auf freien Fuß gesetzt, weil seine DNA nicht mit der am Tatort gefundenen übereinstimmt.

Die Aktenordner über den Fall Simone Dewenter füllen in den Räumen der Trierer Mordkommission einen ganzen Schrank. "Der Fall ist bei uns präsent", sagt Christian Soulier, "die Akten verstauben nicht im Keller."

Der Kommissariatsleiter und sein Vize Dirk Finkler hoffen weiter, dass sie das brutale Verbrechen an der fast gehörlosen Kölner Prostituierten eines Tages aufklären können. Sie vermuten, dass der Täter einen Bezug in den Raum Trier/Köln hatte oder immer noch hat. "Wer war an dem Montag vor Silvester womöglich beruflich unterwegs, obwohl der Tag sich als Brückentag angeboten hätte?", fragen sich die Mordermittler.

Ob der Fahrer des weißen Lieferwagens, in den Simi an jenem Dezemberabend stieg, auch ihr Mörder war, ist für die Trierer Kommissare dabei keineswegs ausgemacht. "Vielleicht hatte sie danach ja auch noch einen anderen Freier."
5000 EURO BELOHNUNG FÜR HINWEISE
Die Kriminalpolizei hat für die Fahndung nach dem Mörder von Simone Dewenter ein Hinweistelefon (0651/9779-2480) geschaltet. Hinweise können auch per E-Mail unter kdtrier.hinweisaufnahme@polizei.rlp.de gegeben werden. Führen sie zur Aufklärung des Verbrechens, gibt es eine Belohnung von 5000 Euro. Die Ermittler interessieren sich besonders für die Frage, wer zwischen dem 29. Dezember 2002 und dem 1. Januar 2003 - womöglich mit einem weißen Lieferwagen - beruflich im Raum Trier-Köln unterwegs war.


Der Mord an der Kölner Prostituierten Simone Dewenter ist der erste Fall in der neuen Volksfreund-Serie über ungeklärte Verbrechen in der Region Trier. Im nächsten Teil geht es um einen noch länger zurückliegenden Mord. Zu jeder Folge sind im Internet unter volksfreund.de/morde weitere Informationen abrufbar. Dort gibt es zum Gewaltverbrechen an Simone Dewenter auch ein längeres Video-Interview mit dem Vizechef der Trierer Mordkommission, Dirk Finkler.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...;art806,4589426

#6 RE: Presseartikel von 09.02.2017 11:11

Ungelöste Kriminalfälle in der Region: Zwei neue Hinweise im Mordfall Dewenter

(Trier) Wer hat die auf einem Parkplatz zwischen Schweich und Hetzerath ermordet aufgefundene Kölner Prostituierte Simone Dewenter getötet? Auch 14 Jahre nach dem brutalen Verbrechen an der 30-jährigen Frau suchen die Trierer Mordermittler weiter Simis Mörder. Vor einer Woche hatte unsere Zeitung zum Auftakt der neuen Serie über ungelöste Kriminalfälle über die Gewalttat berichtet.

09.02.2017
Rolf Seydewitz

Die von Geburt an schwer hörbehinderte Simone Dewenter war am Abend des 29. Dezember 2002 auf dem Bonner Straßenstrich zuletzt lebend gesehen worden, als sie zu einem Freier in den Wagen stieg. Erst zweieinhalb Tage später wurde ihre Leiche 150 Kilometer weit entfernt auf dem Parkplatz an der Landesstraße L 141 entdeckt.

Nach dem jüngsten Volksfreund-Bericht gingen bei der Trierer Mordkommission zwei neue Hinweise ein, "die uns aber in der Sache nicht viel weitergeholfen haben", sagte Kommissariatsleiter Christian Soulier am Mittwoch unserer Zeitung. Dennoch geben die Ermittler die Hoffnung nicht auf, den Mörder von Simone Dewenter noch zu erwischen.

Der Täter müsse ja nicht zwingend einen Bezug in die Region Trier haben. So ist laut Soulier durchaus vorstellbar, dass der Unbekannte damals nur von der Autobahn A 1 abgefahren sei, um die Frau zu töten oder den Leichnam abzulegen. Immerhin: Eine DNA-Spur konnten die Ermittler seinerzeit sicherstellen.

Die Kriminalpolizei hat für die Fahndung nach dem Mörder von Simone Dewenter ein Hinweistelefon (0651/9779-2480) geschaltet. Hinweise können auch per E-Mail unter kdtrier.hinweisaufnahme@polizei.rlp.de gegeben werden. Führen sie zur Aufklärung des Verbrechens, gibt es eine Belohnung von 5000 Euro.

Der zweite Teil der Serie über ungeklärte Morde in der Region erscheint Anfang März. Dabei geht es erneut um ein länger zurückliegendes Gewaltverbrechen.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...;art806,4593531

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