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Foren-Übersicht » Schulze Sylvia (43) und Miriam (12) Drage/Winsen




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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 05. Februar 2017, 16:40:36 
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3. Februar 2017, 19:30 Uhr

Kriminalfall Schulze
Tot oder lebendig?

Im "Tatort" werden die Leichen gefunden, die Täter geschnappt. Im niedersächsischen Drage aber ist eine ganze Familie verschwunden. Nur der Vater taucht wieder auf. Keiner weiß, ob er ein Mörder ist.

Von Peter Burghardt

http://www.sueddeutsche.de/panorama/kri ... duced=true


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 19. Mai 2017, 17:44:00 
 
Neue Spur im Fall Schulze aus Drage?
19. Mai 2017

Drage. Fast zwei Jahre nach dem Verschwinden der Familie Schulze aus Drage verfolgt die Polizei eine Spur: Mitglieder eines „Privatermittler- Teams“ haben in der Feldmark, unweit des Hauses der Schulzes, eine Jeanshose und einen gebastelten Stern aus Plastikperlen gefunden. Eine Zeugin, so heißt es auf der Internetseite des Teams, meint, die Dinge könnten Tochter Miriam Schulze gehören. Die zuständige Polizei in Buchholz bestätigt, dass sie die Funde auf DNA-Spuren im Landeskriminalamt untersuchen lässt. Sprecher Jan Krüger: „Mit einem Ergebnis ist in den nächsten Wochen zu rechnen.“

Familie bleibt verschwunden

Wie berichtet, gilt die Familie seit dem 22. Juli 2015 als vermisst. Vater Marco wurde später tot aufgefunden, Suizid wahrscheinlich, Ehefrau Sylvia und Tochter Miriam blieben bis heute verschwunden. Es war damals der letzte Schultag vor den Sommerferien, an dem die Schulzes in ihrer Siedlung gesehen werden. Einen Tag später soll der Vater noch in einem der Autos der Familie unterwegs gewesen sein. Am 31. Juli bergen Taucher den Leichnam Marco Schulzes bei Lauenburg aus der Elbe. Auch ein Damenrad wird gefunden. Die Ermittler vermuten, dass er aus Drage zur Brücke geradelt ist und sich dort mit einem Stein beschwert in den Strom stürzte.

Die Polizei verfolgte zahlreiche Hinweise, suchte im August auch am Mühlenteich in Holm-Seppensen. Denn Zeugen wollen die Familie dort im Juli beobachtet haben, es gibt verwandtschaftliche Beziehungen der Schulzes in diesen Bereich. Spürhunde schlugen an, die Ermittler um Hauptkommissar Michael Düker gehen davon aus, dass die Schulzes dort gewesen sind, Mutter und Tochter möglicherweise dort starben – doch Leichen finden die Beamten nicht.

Viele Spekulationen in diesem Fall

Die These der Polizei: Es könnte sich um einen erweiterten Suizid handeln. Aufgrund einer Krise tötete Marco (41) seine Frau Sylvia (43) und Tochter Miriam (12) und nahm sich dann selbst das Leben. Warum – das liegt im Dunkeln. Chefermittler Düker sagte damals: „Es gibt eine denkbare Erklärung.“ Welche, wollte er nicht verraten.

Noch ist die Polizei skeptisch, ob die bereits im Dezember gefundene Hose tatsächlich von Miriam stammt. „Wir warten auf die Auswertung von möglichen DNA-Spuren“, sagt Polizeisprecher Krüger. Man habe den Bereich um das Haus der Schulzes damals weiträumig abgesucht, auch mit Hunden. Entweder sei die Kleidung übersehen oder erst später dort abgelegt worden. Wenn die Hose tatsächlich Miriam gehören sollte, werde man die Ermittlungen noch einmal aufnehmen.

Doch selbst wenn es eine Verbindung zu den Schulzes gebe, könnte man auch simple Erklärungen für den Fund finden, heißt es aus Polizeikreisen: Denkbar sei, dass jemand die Kleidung aus irgendeinem Grund bei sich hatte, etwa weil die Kinder zusammen gespielt hatten, und die Hose dann weggeworfen hat, weil er Angst hatte, unter Verdacht zu geraten.

Spekulation, wie so vieles in diesem Fall. Vielleicht klärt sich alles auf, wenn irgendwann die Leichen von Sylvia und Miriam Schulze gefunden werden. Denn dass Mutter und Tochter tot sind, daran hatten Ermittler Düker und seine Kollegen keinen Zweifel – allen Gerüchten zum Trotz, nach denen Sylvia und Miriam angeblich in einem warmen Land ein neues Leben begonnen hätten. Auch dafür gibt es keine Belege.

Von Carlo Eggeling

Private Ermittler wollen Verbrechen aufklären
Das Privatermittler-Team besteht im Wesentlichen aus dem Privatdetektiv Thomas Höntsch und seinem Kollegen Iven Lewerentz. Lewerentz sagt: „Wir arbeiten hier unentgeltlich, rein aus Interesse.“ Ihre These: Marco Schulze hat Frau und Tochter im gemeinsamen Haus getötet und dann in der Nähe verscharrt. „Deshalb suchen wir seit eineinhalb Jahren rund um den Wohnort.“

Ausgestattet mit Bodensonden erforschen sie die Umgebung: „Bestimmte Bereiche schließen wir aus, zum Beispiel wenn der Boden zu hart ist, weil Baumwurzeln darin sind.“ So sei eine Handvoll Plätze übriggeblieben, die man auch der Polizei genannt habe: „Möglicherweise suchen die Beamten dort mit Leichenspürhunden.“ Hose und Stern habe eine Mitstreiterin gefunden.

Die kurze Jeans habe verschmutzt in der Feldmark gelegen, im Hosenbund seien Schnürsenkel gewesen. Die beiden Hobby-Ermittler hoffen auf einen Erfolg und damit auf Aufträge von Privatleuten. Kontakt: (040) 8304813.

https://www.landeszeitung.de/blog/lokal ... ulze-drage


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 10. Juli 2017, 14:48:14 
 
POLIZEIINSPEKTION HARBURG

POL-WL: Vermisstenfall Familie Schulze aus Drage - Bekleidung gehört nicht der Vermissten
10.07.2017 – 14:16
Buchholz/ Drage (ots) - Im Dezember 2016 wurden durch eine Spaziergängerin unweit des Wohnhauses der Familie Schulze mehrere Bekleidungsgegenstände aufgefunden. Die aufwendige Untersuchung der Bekleidung ist jetzt abgeschlossen und das Untersuchungsergebnis liegt vor. Die Spezialisten des Landeskriminalamtes in Hannover konnten keine Spuren an der Bekleidung sichern, die auf die Vermissten hindeuten.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Harburg
Torsten Adam
Telefon: 0 41 81 / 285 - 104
Mobil: 0 160 / 972 710 15 od. -19
Fax: 0 41 81 / 285 -150
E-Mail: pressestelle (@) pi-harburg.polizei.niedersachsen.de
www.pi-wl.polizei-nds.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 21. Juli 2017, 19:21:35 
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21.07.2017 13:18 Uhr

Fall Schulze: Seit zwei Jahren fehlt jede Spur

Zwei Jahre ist es nun her, dass Familie Schulze aus Drage (Landkreis Harburg) verschwand. Von Mutter Sylvia und Tochter Miriam fehlt bis heute jede Spur, die Polizei hat die Ermittlungen zu ihrem Verbleib inzwischen eingestellt. Der 41-jährige Vater, Marco Schulze, war kurz nach seinem Verschwinden bei Lauenburg tot in der Elbe gefunden worden. Die Ermittler gehen von einem erweiterten Suizid aus. Einige Bekannte der Schulzes bezweifeln allerdings, dass Marco Schulze seine Frau und sein Kind umgebracht haben könnte. Die Tochter sei der Augenstern ihres Vaters gewesen, sagen viele.

Fall Schulze: Ermittlungen eingestellt

21.07.2017 11:00 Uhr

Die Polizei hat ihre Ermittlungen in dem Fall Schulze nach mehr als 200 eingegangenen Hinweisen vorerst eingestellt. Das Haus der vermissten Familie aus Drage wird nun zum Verkauf angeboten.

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersac ... ge434.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 22. Juli 2017, 10:02:26 
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Stand: 21.07.2017 13:18 Uhr

Fall Schulze: Seit zwei Jahren fehlt jede Spur

Zwei Jahre ist es nun her, dass Familie Schulze aus Drage (Landkreis Harburg) verschwand. Von Mutter Sylvia und Tochter Miriam fehlt bis heute jede Spur, die Polizei hat die Ermittlungen zu ihrem Verbleib inzwischen eingestellt. Der 41-jährige Vater, Marco Schulze, war kurz nach seinem Verschwinden bei Lauenburg tot in der Elbe gefunden worden. Die Ermittler gehen von einem erweiterten Suizid aus. Einige Bekannte der Schulzes bezweifeln allerdings, dass Marco Schulze seine Frau und sein Kind umgebracht haben könnte. Die Tochter sei der Augenstern ihres Vaters gewesen, sagen viele.

Haus zum Verkauf freigegeben

Vor anderthalb Wochen hatte die Polizei bekanntgegeben, dass die DNA-Untersuchung von Kleidungsstücken keine neuen Hinweise geliefert hat. Spaziergänger hatten die Sachen im Dezember in der Nähe des Hauses der Familie gefunden. Auch eine erneute Durchsuchung des Hauses brachte keine neuen Erkenntnisse. Nun hat die Staatsanwaltschaft das Haus der Schulzes zum Verkauf freigegeben. Um mögliche Beweise nicht zu zerstören, war es nach dem Verschwinden der Familie beschlagnahmt und versiegelt worden.

Erbfolge ist ungeklärt

Der Vorschlag, das Haus der Familie zu verkaufen, kam von den Anwälten der Schulzes. Bisher musste regelmäßig ein Hauspfleger vorbeikommen, um das Gebäude in Schuss zu halten. Das kostet auf Dauer viel Geld. Nachdem das Haus vergangene Woche von Staatsanwaltschaft und Polizei freigegeben wurde, hat nun ein Nachlassverwalter die Aufgabe, es zu verkaufen. Der Verkaufserlös soll anschließend auf einem Konto eingefroren werden, bis die Erbfolge geklärt ist. Ein Teil des Geldes steht irgendwann Sylvia Schulzes Tochter aus erster Ehe zu. Doch es wird dauern, bis es soweit ist, weil noch kein Erbschein ausgestellt werden kann. Sylvia Schulze gilt erst dann als tot, wenn sie mindestens seit zehn Jahren vermisst wird oder ihr Leichnam gefunden wird.

Beweise gibt es nicht

Der Theorie der Ermittler zufolge stürzte sich der Vater in der Nacht zum 23. Juli im 35 Kilometer entfernten Lauenburg in die Elbe und ertrank. Mit gelben Gurten war an seinem Körper ein schwerer Betonklotz befestigt, weshalb die Leiche erst Tage später auftrieb. Die Polizei glaubt, dass der Vater vor seinem Suizid seine Frau und seine Tochter tötete und ihre Leichen versteckte. Und zwar so gut, dass sie bis heute nicht entdeckt wurden. Beweise dafür gibt es aber nicht. Rund 200 Hinweise aus dem In- und Ausland hat die Polizei in den vergangenen zwei Jahren bearbeitet, ohne den Verbleib von Mutter und Tochter klären zu können

21.07.2017 14:15 Uhr
In einer früheren Version hatten wir irrtümlicherweise geschrieben, dass Marco Schulze eine Tochter aus erster Ehe hat. Tatsächlich hat aber Sylvia Schulze eine Tochter aus erster Ehe. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersac ... ge434.html

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Hinweise zu den eingestellten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 23. Juli 2017, 11:35:22 
 
Vermisste Familie aus Drage
Familienhaus in Niedersachen steht vor dem Verkauf

Drage, Niedersachsen, Familie, Polizei
dpa/P. KörnerDas Wohnhaus der verschwundenen Familie aus Drage soll bald verkauft werden.
Samstag, 22.07.2017, 22:20

Das Haus der im Sommer vor zwei Jahren verschwundenen Familie Schulze aus dem niedersächsischen Ort Drage könnte demnächst verkauft werden. Das teilte die Polizei am Freitag mit.
„Wir haben in der vergangenen Woche die polizeilichen Siegel von der Haustür entfernt, weil wir das Gebäude nach Abschluss der Ermittlungen nicht mehr brauchten“, sagte ein Polizeisprecher. Das Gebäude sei bereits geräumt worden, hatte die „Bild“-Zeitung zuvor berichtet.

Anschließend solle die Immobilie zum Verkauf freigegeben werden, meldete auch die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.

Der Anwalt und Nachlasspfleger für den verstorbenen Marco Schulze, Karsten Grosinski, erklärte der „Bild“-Zeitung: „Mit dem Abwesenheitspfleger der Frau und Tochter habe ich abgewogen, dass es aus wirtschaftlicher Sicht mehr Sinn macht, das Haus zu verkaufen als es weiter instand zu halten“. Das Geld werde auf einem Konto eingefroren, bis die Erbfolge geklärt ist.

Polizei geht von erweitertem Suizid aus
Die Familie war im Sommer 2015 verschwunden. Der 41 Jahre alte Vater war am 22. Juli zuletzt lebend gesehen und wenige Tage später tot aus der Elbe geborgen, mit einem Betonklotz am Körper. Er war ertrunken. Seine damals zwölf Jahre alte Tochter und die 43-jährige Mutter blieben verschwunden. „Wir gehen weiter von einem erweiterten Suizid, also einem Familiendrama aus“, sagte der Polizeisprecher.

http://www.focus.de/panorama/welt/vermi ... 86878.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 23. November 2017, 09:42:42 
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TV-Kolumne „Stern TV“
Jahre nach mysteriösem Verschwinden: Tochter schreibt noch immer an Sylvia

Vor über zwei Jahren verschwand Familie Schulze von heute auf morgen spurlos. Während die Leiche von Vater Marco aus der Elbe geborgen wurde, ist bis heute völlig unklar, was mit Ehefrau Sylvia und der gemeinsamen Tochter Miriam geschah. Ihre Spur verliert sich an einem Mühlenteich.
Ermittler gehen davon aus, dass der Familienvater Suizid beging und schließen auch nicht aus, dass er Frau und Tochter vorher das Leben nahm.

Bei „Stern TV“ sprach am Mittwochabend Sylvia Schulzes 26-jährige Tochter, Sabine Zunker, über das Familiendrama. Noch immer schreibe sie ihrer Mutter Nachrichten im Facebook-Messenger, gesteht die junge Frau: „Es gibt manchmal Dinge, die möchte man der Mama gerne sagen“, so ihre Erklärung.
Für das plötzliche Verschwinden der Familie hat auch sie trotz langem Überlegen keine logische Erklärung. Marco Schulz, der der Partner ihrer Mutter war, seitdem Zunker elf Jahre alt war, hat sie als guten Vater in Erinnerung, zu dem sie ein freundschaftliches Verhältnis pflegte.

Ihre Halb-Schwester Miri sei ein „volles Papa-Kind“ gewesen. Der Vater habe ihr einfach keinen Wunsch abschlagen können. So habe Schulze beispielsweise am Wochenende im Stall mitgearbeitet, damit sie dort umsonst Reitunterricht bekam.
Auch an das letzte Mal, dass sie ihre Mutter und ihren Stiefvater sah, erinnerte sich Zunker bei „Stern TV“. „Ich hab gemerkt, dass zwischen den beiden was nicht stimmt“, so die 26-Jährige. Sie habe jedoch nicht geglaubt, dass es sich um etwas „Großartiges“ gehandelt habe, auf das sie die Familie hätte ansprechen sollen.

Dass psychische Probleme ihren Stiefvater Marco Schulze möglicherweise in einen erweiterten Suizid trieben, hält Zunker für sehr unwahrscheinlich. Dafür habe er das Leben viel zu sehr geliebt, sagt sie.
Obwohl manches dafür spricht, dass der 41-Jährige für das Verschwinden von Sylvia und Miriam Schulze verantwortlich ist, empfindet Zunker keinen Groll gegen ihn.

weiter hier
http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focu ... 84334.html
23.11.17


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 23. November 2017, 11:15:33 
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Rest des Presseartikels von dem o. g. Artikel


Dieser Fall ist „total schwierig“
„Ich werde niemals sowas wie Hass oder schlechte Gefühle gegen ihn hegen können“, so die 26-Jährige. Sie habe Schulze als einen Mann gekannt, der seine Familie liebte. „Wenn Menschen verzweifelt sind, machen sie auch Dinge, die nicht zu ihnen passen“, so Zunker weiter.
Auch der ehemalige Leiter der Sonderkommission im Fall Schulze, Michael Düker, war am Mittwochabend bei Steffen Hallaschka im Studio. Aufgrund der Tatsache, dass Marco Schulzes Leiche mit einem Betonklotz an den Füßen aus der Elbe geborgen wurde, glaubt er, dass der Familienvater nach einem mutmaßlichen Suizid vermutlich nie gefunden werden wollte.

Mittlerweile hat die Soko die Ermittlungen vorerst eingestellt: Weil es einfach keine weiteren Spuren mehr gibt. Dieser Fall ist „total schwierig“, so Düker. Für die Angehörigen bleibt zu hoffen, dass er trotzdem irgendwann aufgeklärt wird.

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focu ... 84334.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 24. November 2017, 00:38:22 
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23. November 2017 10:35 Uhr

Tochter der verschwundenen Familie bei stern TV

Was geschah mit Sylvia und Miriam Schulze?

Mutter Sylvia, Vater Marco und die 12-jährige Miriam Schulze verschwanden vor mehr als zwei Jahren aus unerfindlichen Gründen aus Drage. Kurz darauf wurde Marco Schulze tot in der Elbe gefunden, von Mutter und Tochter fehlt bis heute jede Spur. Bei stern TV sprach die zweite Tochter der Familie über die Tragödie und Spekulationen.

Sabine Zunker kann noch immer nicht glauben, was passiert sein soll: Ihre Mutter Sylvia (43), ihr Stiefvater Marco (41) und ihre 12-jährige Schwester Miriam Schulze waren von mehr als zwei Jahren aus ihrem Haus in Drage (bei Hamburg) verschwunden, ohne Vorzeichen, ersichtlichen Grund. Und ohne Abschied. Eine Woche später fand man Marco Schulze tot in der Elbe. Von Mutter und Tochter fehlt bis heute jede Spur. Für Sabine Zunker ist das schwer zu ertragen, noch immer muss sie weinen, wenn sie von ihrer Schwester spricht: "Ich habe sie geliebt. Sie war lebhaft, lustig, quirlig!" Die 26-Jährige hat seit mehr als zwei Jahren keine Familie mehr – und weiß noch immer nicht, was passiert ist. Sie wünsche sich so sehr irgendeine Gewissheit. "Ich hoffe, dass sie bald mal gefunden werden, damit ich sie nach Hause holen kann. An einen Ort, an dem ich trauern kann, an dem ich überhaupt anfangen kann zu trauern."

War es ein erweiterter Suizid?

Was ist an jenem 22. Juli 2015 passiert? Eine Theorie der Polizei: Marco Schulze könnte seiner Tochter Miriam und seiner Frau Sylvia das Leben genommen haben, bevor er selbst Suizid beging. Doch es gibt auch Zweifel: "Die Familie wurde uns als sehr harmonisch dargestellt", sagt Chefermittler Michael Düker, der die "Soko Schulze" damals leitete. "Es ist der Eindruck entstanden, dass es sich um einen liebevollen Familienvater handelte." Sabine Zunker hat das genauso empfunden, sagt sie. Die heute 26-Jährige ist die Tochter von Sylvia Schulze aus einer früheren Beziehung. Ihre Mutter war jahrelang alleinerziehend, bevor sie Marco Schulze traf. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter sei nicht immer einfach gewesen. Doch selbst die damals Elfjährige habe bemerkt, dass die neue Beziehung ihrer Mutter, die sich zuvor habe alleine durchkämpfen müssen, guttat. "Da kam jemand in ihr Leben, der ganz viel Verständnis reingebracht hat", erzählt Sabine Zunker. Auch für sie selbst als Stieftochter: Marco Schulze sei auf eine sehr freundschaftliche Art auf sie zugekommen und habe schnell das Vertrauen von Sabine gewonnen. Als ein Jahr später die kleine Miriam zur Welt kam, sei ihr Stiefvater in seiner neuen Vaterrolle völlig aufgegangen. Das Familienglück schien perfekt. Zwischen Marco und seiner Tochter Miriam entstand eine besonders enge Bindung. Miriam wuchs zu einem fröhlichen Mädchen heran, ihre große Leidenschaft waren die Pferde. Ihr Vater half an den Wochenenden sogar auf dem Pferdehof aus, damit seine Tochter dort umsonst reiten konnte. Ihre Eltern meldeten Miriam zu einer Reiterferienwoche an, das Paar buchte Urlaub – nichts deutete darauf hin, dass sich bald alles ändern würde.

Was geschah am 22. Juli 2015 in Drage?

Am letzten Schultag vor den Sommerferien blieb Miriam zu Hause, weil sie starke Bauchschmerzen hatte. Marco Schulze hatte sich frei genommen und kümmerte sich um seine Tochter. Seine Frau Sylvia fuhr zu ihrer Arbeit in der Bäckerei eines Supermarkts. Am Nachmittag bekam sie dort eine Nachricht von ihrem Mann, dass es Miriam schlechter gehe und sie nach Hause kommen solle. Sylvia Schulze verließ ihre Arbeitsstelle am 22. Juli gegen 16:20 Uhr. Danach verliert sich ihre Spur.

Zwei Tage später galt die Familie als vermisst. Polizisten durchsuchten das Haus der Schulzes, Hundertschaften mit Spürhunden durchkämmten die Umgebung. Ohne Erfolg. Der Verbleib der Familie blieb völlig unklar – bis eine Spaziergängerin eine Woche später einen leblosen männlichen Körper in Lauenburg in der Elbe entdeckte, 20 Kilometer von Drage entfernt. Es war die Leiche von Marco Schulze. Die Polizei konnte auch ermitteln, dass sich der 41-Jährige an einem 25 Kilogramm schweren Betonklotz befestigt hatte, den er von einer nahe gelegenen Baustelle nahm. Fremdeinwirkungen ausgeschlossen. Der ehemalige Soko-Leiter Michael Düker vermutet, dass Marco Schulze nicht damit gerechnet hatte, dass seine Leiche vom Elbgrund aufsteigen würde: " Wir glauben, dass er vermutet hat, dass er unten bleiben würde und nie gefunden worden wäre." Die Polizei ging schnell von einem geplanten, erweiterten Suizid aus, dass Marco Schulze seine Frau und Tochter mit in den Tod genommen hatte. Für Sabine Zunker ist das kaum vorstellbar, da dies in keiner Weise zu ihren eigenen Erinnerungen an ihren Stiefvater passe: "Ich habe versucht, mich in ihn hineinzuversetzen, seine Gedanken zu fassen. Ich habe mir überlegt: Was müsste mir passieren, damit ich so etwas überhaupt denke? Mir ist nichts eingefallen, gar nichts", so die 26-Jährige.

Leichen noch immer nicht gefunden

Drei Wochen nach dem Fund von Marco Schulze meldete sich eine Zeugin, die die Familie am Tag ihres Verschwindens am Seppenser Mühlenteich bei Buchholz gesehen haben will – nicht weit von Sabine Zunkers Wohnort entfernt. Kurz darauf fanden Spürhunde der Polizei tatsächlich Spuren der Drei am Ufer des Teichs, nur Marco Schulzes Spur führte von dort auch wieder weg. Taucher der Polizei suchten den morastigen Mühlenteich zwei Tage lang ab, fanden jedoch nichts. Laut Michael Düker erschwerte der Morast am Ufer die Suche, da dort alles versinken würde. Und: Das rekonstruierte, enge Zeitfenster spräche gegen die Theorie, dass sich die Leichen von Miriam und Sylvia Schulze in dem Teich befinden. Denn Marco Schulze hatte an jenem Tag um 17:25 und um 19:33 Uhr vom Festnetz zu Hause zwei Telefonate geführt. Für die Tat blieben ihm somit knapp zwei Stunden. Allein die Fahrtzeit von Drage zum Seppenser Mühlenteich und zurück beträgt etwa anderthalb Stunden. "Abzüglich der Fahrzeiten hätte Marco Schulze nur 30 Minuten gehabt, um die Tat zu vollenden, also um zwei Menschen zu töten, sie entsprechend zu verpacken, zu beschweren und ins Wasser zu bringen. Er selbst wäre zudem auch in diesem Morast eingesunken. Es gab keinerlei Spuren in seinem Fahrzeug, die auf eine Verschmutzung oder Ähnliches hindeuten", so Ermittler Michael Düker.

Der Fall gibt den Ermittlern bis heute große Rätsel auf. Warum sollte Marco Schulze die Leichen so sorgfältig verstecken, wenn er sich danach ohnehin das Leben nehmen will? Und was ist sein mögliches Motiv? Für Sabine Zunker sind das quälende Fragen, die sie sich jeden Tag aufs Neue stellt. Dennoch könne sie keinen Hass auf ihren Stiefvater empfinden, sagt sie: "Ich werde niemals Hass oder schlechte Gefühle für ihn hegen können. Das geht gar nicht", so die 26-Jährige. Ihre einzige Erklärung: "Eventuell war er so belastet und verzweifelt, dass das Päckchen auf seinen Schultern nicht länger tragbar war. Und wenn Menschen verzweifelt sind, machen sie auch Dinge, nicht zu ihnen passen. Vorstellen kann ich es mir nicht – aber es scheint trotzdem so zu sein."

https://www.stern.de/tv/verschwundene-f ... 05444.html


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