Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ



Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 10. Dezember 2014, 22:23:03 
 
NACH 30 JAHREN: MÖRDER NIE GEFASST

Kommen Brittas (†15) Eltern nie zur Ruhe?

Von IRIS KLINGELHÖFER


BONN/SIEGBURG –

Kein Tag vergeht, an dem die Eltern nicht an ihre Tochter Britta (†15) denken. Jeden Tag, seit mehr als 30 Jahren. „Ich möchte wissen, wer es war…“, sagt Helga Matthäus (71) leise. Sie habe immer noch die Hoffnung, dass „was raus kommt“, erzählt sie. Dass der Mörder gefasst, und der Tod ihres Kindes trotz der langen Zeit noch gesühnt wird.

Besonders in der Weihnachtszeit ist es schlimm. In ihrem gemütlichen Haus in Siegburg-Kaldauen hängt der Adventskranz über einem kleinen Altar. Manfred Matthäus (73) nimmt von dort einen gerahmtes Bild, streicht liebevoll über das Glas. „Das ist das letzte Foto von ihr“, erklärt er.

Es zeigt Britta in ihrem Zimmer. Der hübsche Teenager trägt einen Schlafanzug und lächelt in die Kamera. Was zu dem Zeitpunkt keiner ahnen konnte: Kurz darauf wurde die 15-Jährige brutal getötet – erdrosselt mit ihrem roten Schal, den ihr eine Freundin zum Geburtstag am 4. Februar geschenkt hatte.

Am 23. Februar 1984 lief Britta auf dem Heimweg von der Realschule ihrem Mörder vermutlich direkt in die Arme, als sie eine beliebte Abkürzung durch den Hufwald nahm. Zwei Tage später fanden zwei Jugendliche dort ihre Leiche: in einer Grube, keine 400 Meter von ihrem Elternhaus entfernt. Sie war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

„Unser Leben ist nie wieder normal geworden“, erzählt der Vater mit Tränen in den Augen. Brittas jüngere Schwester habe sich nach der Tat monatelang zum Schlafen in einen Wäscheschrank verkrochen, erinnert sich die Mutter.

Dass der Mörder ihrer Tochter noch immer frei rumläuft – für die Eltern ist der Gedanke kaum zu ertragen. Zumal kurz nach der Tat ein verdächtiger Anstreicher (damals 23) festgenommen und angeklagt worden war.

„Während des Prozesses hatten wir den Eindruck, dass sie ihm immer mehr auf die Spur kommen“, erzählt Helga Matthäus. „Nach einer halben Stunde Pause wurde er dann auf einmal freigesprochen. Wie aus heiterem Himmel.“ Es war ein Freispruch wegen Mangels an Beweisen.

„Mord verjährt nicht“, erklärt Monika Volkhausen von der Bonner Staatsanwaltschaft, „daher werden die Akten in regelmäßigen Abständen überprüft, ob es neue Ermittlungsansätze gibt.“ Oft sind es alte Asservate, an denen es dank neuester Techniken doch gelingt, DNA-fähiges Material zu sichern.

Im Fall Britta Matthäus ist die Chance aber gleich null: Zwar hat die Staatsanwaltschaft noch die Ermittlungsakten, aber die Asservate wurden 1991 vernichtet…

http://www.express.de/bonn/nach-30-jahr ... 82130.html


Nach oben 
  
Mit Zitat antworten  
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 10. Dezember 2014, 22:24:18 
 
Vor 30 Jahren
Mordfall Britta Matthäus bis heute ungeklärt

Von Paul Kieras

SIEGBURG.

Helga und Manfred Matthäus erinnern sich genau an den 23. Februar 1984. Es war der
Vor ihnen liegt ein schlichter gelber Aktenordner, voll mit Erinnerungen an eine unfassbare Tat, die sich vor genau 30 Jahren ganz in der Nähe ihres Eigenheims in Siegburg-Kaldauen zugetragen hat: der Mord an ihrer Tochter Britta, die damals die Siegburger Realschule besuchte. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt.

Die Eheleute haben in dem Ordner alle Zeitungsausschnitte gesammelt, die den Mord schildern, auch den späteren Gerichtsprozess gegen den Angeklagten. Scheinbar emotionslos erzählt das Ehepaar vom Hoffen und Bangen, als an dem jenem Donnerstag im Februar 1984 ihre damals 15-jährige Tochter nicht von der Schule nach Hause kam, von der vergeblichen Suche nach ihr; sie berichten von der Nachricht ihres gewaltsamen Todes, von den Ermittlungen, dem Prozess vor dem Bonner Schwurgericht, dem für sie unbegreiflichen Freispruch des Tatverdächtigen und ihrem Leben danach.


Das alles könne man nicht vergessen, sagt Helga Matthäus. "Das nimmt man mit ins Grab." Ehemann Manfred (72) nickt stumm. Sie sind nicht gefühllos, sondern gefasst, haben begriffen, dass das Leben weitergehen muss. Vor allem ihr Mann sei zeitweise wie gelähmt gewesen, habe das Haus nicht mehr verlassen, berichtet die heute 71-Jährige.

Aber sie haben noch eine weitere Tochter. "An die mussten wir denken." Sie war zwölf Jahre alt, als ihre Schwester ermordet wurde. Das Verbrechen und der Verlust haben auch sie geprägt. Nach dem Schicksalsschlag musste die Familie noch Telefonterror ertragen. Sogar eine Fangschaltung sei eingerichtet worden, beschreibt Helga Matthäus die schlimme Zeit. Da hätten Menschen angerufen, die Britta noch gesehen haben wollten, obwohl sie nachweislich tot war. Manche wollten auch einfach nur ihre Neugierde befriedigen.

Gefunden wurde die Leiche von Britta Matthäus am 25. Februar 1984 im Fichtenwald zwischen dem Friedhof und "Haus zur Mühlen", zwei Tage nach dem spurlosen Verschwinden des Mädchens. Zwei Jungen, die mit ihrem Schäferhund durch den Wald streiften, entdeckten sie in einem Erdloch.

Die Leiche war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, nur ein Stück von einem Bein war unversehrt. Dem damaligen Siegburger Kripo-Chef, Bodo Hans, inzwischen Pensionär, ist dieser Tag noch sehr präsent. Er war damals einer der Ersten am Tatort. "Das war ein Fall, der unter die Haut ging", sagt Hans. "Wir haben sofort die zuständige Bonner Mordkommission, Gerichtsmedizin und Staatsanwaltschaft benachrichtigt."

Fünf Stunden dauerten die Ermittlungen vor Ort, ein 36 Mann starker Zug der Bereitschaftspolizei aus Brühl mit vier Hundeführern durchkämmte das Waldstück nach Spuren. In den Tagen und Wochen danach wurden zahllose Vernehmungen durchgeführt, auch an der Realschule. Groß war die Anteilnahme, als das Mädchen am 8. März 1984 zu Grabe getragen wurde.

Im April schließlich nahm die Polizei einen Tatverdächtigen aus Siegburg fest. Es handelte sich um einen 23-jährigen Anstreicher, der mit 17 Jahren seine damals 13-jährige Freundin getötet und 1978 eine fünfjährige Jugendstrafe erhalten hatte. Im Fall der ermordeten Britta geriet er durch eine Rasterfahndung ins Visier der Ermittler. Er hatte einige Tage vor der Tat und am Tattag an der Hauptstraße in Kaldauen eine Wohnung tapeziert und war laut Zeugen auch in der Nähe des Tatorts einige Male gesehen worden.

Obwohl vieles für ihn als Täter sprach, wies er die Tat immer von sich. Sein Pflichtverteidiger Wolfgang Radermacher ist nach wie vor überzeugt, dass Staatsanwaltschaft und Polizei sich "zu früh ausschließlich auf den Anstreicher als Täter festgelegt" haben. Er erhebt auch heute noch Vorwürfe gegen die Ermittler: "Die Kriminalpolizei hat aus umfangreichen Spurenakten nur diejenigen Spuren und Zeugen herausgefiltert, die für eine mögliche Täterschaft des Angeklagten sprachen."

Einen "Skandal" nennt er in diesem Zusammenhang, dass die Kriminalpolizei nicht die gesamte Spurenakte an die Staatsanwaltschaft und das Gericht weitergeleitet hatte. Daraus habe sich auch eindeutig ergeben, dass Zeugen Britta noch gesehen hatten, als sie schon tot gewesen sein sollte.

Radermacher erinnert sich, dass Staatsanwaltschaft und Gericht "äußerst verärgert" darüber gewesen seien, dass die Polizei nur belastende, aber keine entlastenden Spuren gegen seinen Mandanten vorgelegt habe. Aufgrund unzureichender Beweislage musste der Angeklagte freigesprochen werden. "Die Indizienkette ist immer nur so gut wie ihr schwächstes Glied", sagt Radermacher.

Er fragt sich aber heute noch, warum nicht andere Spuren verfolgt wurden. "Wer hat zum Beispiel die Grube ausgehoben, in der die Leiche gefunden wurde? Haben diese Personen etwas beobachtet?" Den Vorwurf einseitiger Ermittlungen weist der heutige Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender zurück. "Ich sehe keine Anhaltspunkte, die damals ein anderes Vorgehen gerechtfertigt hätten." Die Akten liegen der Staatsanwaltschaft noch vor, jedoch gibt es im Moment keinen Anlass für erneute Ermittlungen.

Für Helga und Manfred Matthäus bleibt unterdessen quälende Ungewissheit. "Da läuft einer immer noch frei herum", klagen sie - und wollen nur eines: Dass der wahre Täter gefasst wird, um endlich abschließen zu können.

Artikel vom 08.03.2014

http://www.general-anzeiger-bonn.de/reg ... x310775426


Nach oben 
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 14. September 2016, 14:31:58 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag, 13. November 2012, 14:49:09
Beiträge: 13906
...............

_________________
Admin und Foren Moderatorin
Hinweise zu den eingestellten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle


Nach oben 
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 12. Mai 2018, 14:10:32 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag, 13. November 2012, 14:49:09
Beiträge: 13906
Polizei ermittelt weiter in "kalten Fällen"

Ungeklärte Mordfälle in Bonn und der Region

BONN. Ein Mord in Lohmar soll dank neuem DNA-Abgleich nach 30 Jahren aufgeklärt worden sein. Welche Fälle sind nach Jahrzehnten noch immer offen und in welchen Fällen konnte nach Jahrzehnten der Täter verurteilt werden? Eine Übersicht.

Von Elena Sebening, 04.12.2017

Mord verjährt nie, dieser Grundsatz gilt auch für Fälle in der Region. Die Polizei behält deshalb stets einen Blick auf die alten, ungeklärten Fälle. Regelmäßig gehen die zuständigen Ermittler die Asservatenhefte der "kalten Fälle" durch. Polizeisprecher Frank Piontek erklärt: "Akten werden selten für immer geschlossen. Sobald sich bei uns neue Untersuchungsmethoden ergeben und diese erfolgversprechend für ältere Fälle sind, werden diese Hinweise verfolgt und erneut untersucht - egal wie alt die Fälle sind."

Zuletzt soll ein Mord in Lohmar dank eines neuen DNA-Abgleichs aufgeklärt worden sein. Polizeihauptkommissar Robert Scholten ergänzt: "Es gibt immer wieder herausragende Fälle, die uns beschäftigen, beispielsweise der Fall Claudia Ruf." Im jeweiligen Fachkommissariat werde jedem Polizisten einer dieser älteren Fälle zugeteilt und somit nicht aus den Augen verloren.

WEITERE LINKS

Prozess zum Mord vor 26 Jahren
Opferfamilie spricht vor Gericht zu Mord in Meßdorf
Neue Ergebnisse der DNA-Spur
Mord in Lohmar soll nach 30 Jahren aufgeklärt sein
Dann werde entschieden, welche Fälle erneut geöffnet werden. "Wir stellen uns immer die Frage: "Was kann ich jetzt besser machen als bei den ersten Ermittlungen?", so Scholten. Dies könne beispielsweise ein erleichterter DNA-Abgleich sein. "Zuvor haben wir es lediglich mit einem Tatverdacht zu tun, nicht mit einem Tatbeleg, und letzteren brauchen wir für eine Verurteilung."

Das Umfeld der Opfer würde weiter in unterschiedliche Beziehungsfelder unterteilt, anhand derer ermittelt wird. Dies kann das Wohnumfeld betreffen, das persönliche und familiäre Umfeld sowie das Arbeitsumfeld. Trotz der ständigen Recherche und Arbeit gibt es allein im Bonner Raum seit den 1970er Jahren noch rund 20 ungeklärte Tötungsdelikte und 22 Vermisstenfälle sind noch ungeklärt.


Darunter befinden sich folgende Fälle:

Fall von 1984: Britta Matthäus aus Siegburg
Am 23. Februar 1984 kam die 15-jährige Britta Matthäus nicht von der Schule nach Hause. Gefunden wurde die Leiche zwei Tage später im Fichtenwald zwischen dem Friedhof und "Haus zur Mühlen". Zwei Jungen entdeckten sie in einem Erdloch, die Leiche war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Der Verdächtige wurde freigesprochen und seitdem der wahre Täter nicht gefasst.



Foto: Paul Kieras
Gedenkstein: Im Kaldauer Wald erinnert heute noch ein Kreuz an Britta Matthäus, die hier 1984 getötet wurde.

Fall von 1994: Ehepaar Hagen aus Beuel
Doris und Winfried Hagen aus Beuel verschwanden am Nachmittag des 13. Juli 1994. Auch nach der Ausstrahlung des Falls bei Aktenzeichen XY im Jahr 2014 und zahlreichen neuen Hinweisen konnte der Fall nicht gelöst werden, die Leichen des Ehepaars wurden nie gefunden.

Fall von 1996: Elfjährige kommt nicht nach Hause
In ihrem Heimatort Hemmerden bei Grevenbroich machte sich Claudia Ruf am 11. Mai 1996 mit dem Nachbarshund zu einem Spaziergang auf. Das Tier kehrt alleine zurück und Spaziergänger entdeckten zwei Tage später den leblosen Körper des Mädchens. Die angekohlte Leiche lag unbekleidet auf einem Feld.

2009 setzten die Bonner Ermittler ihre Hoffnung in einen Massen-Gentest. Eine Übereinstimmung mit der DNA des möglichen Mörders fanden die Polizisten jedoch nicht.

Fall von 2012: Baby-Fund unter einem Lastwagen
Im Juli 2012 fand ein rumänischer LKW-Fahrer am Rastplatz Peppenhoven bei Rheinbach einen toten Säugling unter seinem Lastwagen. Das Baby wurde entbunden und getötet. Auch nach Ausweitungen der Bonner Polizei auf Nachbarländer verliefen die Ermittlungen ohne Erfolg.


Fall von 2012: Die Prostituierte Simone Dewenter
Zuletzt gesehen wurde die damals 30-jährige Simone Dewenter im Dezember 2012. Auf dem Straßenstrich in Endenich stieg die fast gehörlose Prostituierte in einen weißen Transporter. Seither verliert sich ihre Spur. Ihre Leiche wurde in der Nähe von Trier gefunden, nur mit T-Shirt bekleidet lag sie neben einem Parkplatz der Landstraße 141. Auch dieser Fall wurde bei "Aktenzeichen XY" vorgestellt, bisher erfolglos.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 17078.html

_________________
Admin und Foren Moderatorin
Hinweise zu den eingestellten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle


Nach oben 
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 13. Mai 2018, 21:33:53 
Online
***** Top Forenposter *****

Registriert: Dienstag, 19. Mai 2015, 22:37:53
Beiträge: 6365
Mordfall Britta Matthäus

Asservate schon 1991 vernichtet

SIEGBURG/BONN. Der Mordfall Britta Matthäus ist sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch bei der Polizei in Bonn noch präsent. Derzeit gibt es allerdings keine Anhaltspunkte für erneute Ermittlungen, hieß es am Freitag auf Anfrage des GA. Ob der Täter heute noch zur Verantwortung gezogen werden kann, ist ungewiss.

Von Dominik Pieper, 07.03.2014

Wurde nach dem Freispruch des angeklagten Anstreichers 1988 noch weiter ermittelt?

"Wir haben den Fall auch danach noch intensiv geprüft", sagt der heutige Oberstaatsanwalt Robin Faßbender, Leiter der Abteilung für Kapitaldelikte. Der Fall komme noch von Zeit zu Zeit auf den Tisch, da er ungeklärt sei. Die Akten sind noch vorhanden. "Es kann immer sein, dass man bei der Sichtung eine Eingebung hat, die 100 Leute vorher nicht hatten."

Allerdings wurden bei der Staatsanwaltschaft die Asservate vom Tatort bereits 1991, drei Jahre nach Abschluss des Gerichtsverfahrens, vernichtet. Warum die nach der Tat sichergestellten Gegenstände nicht mehr existieren - das lässt sich Faßbender zufolge nicht mehr nachvollziehen.

Das sollte bei einem unaufgeklärten Tötungsdelikt eigentlich nicht passieren", sagt er. Vermutlich sei die Anordnung ein Versehen gewesen. Der Verlust sei erst im Jahr 2000 aufgefallen, als die Ermittler aufgrund der neuen Möglichkeiten bei DNA-Analysen noch einmal alte ungeklärte Fälle aufrollten.

Könnten moderne kriminaltechnische Methoden neue Erkenntnisse bringen?

Kaum - selbst wenn noch Asservate vom Tatort vorhanden wären. "Ob man noch tatrelevantes DNA-Material gefunden hätte, halte ich für unwahrscheinlich", sagt Faßbender. Schließlich sei die im Wald gefundene Leiche völlig verbrannt gewesen. Auch eine erneute Untersuchung der beim Angeklagten gefundenen Fasern nach heutigem Stand der Technik wäre nicht hilfreich - allein schon weil diese bereits als Beweismittel im Prozess vorgelegt worden sind.

Ist der Angeklagte von damals aus dem Schneider?

Ja. Er wurde freigesprochen und kann nicht wegen der selben Sache zwei Mal angeklagt werden. Selbst wenn er - das gilt allgemein für den Täter - des Totschlags schuldig wäre, könnte er heute nicht belangt werden. Totschlag verjährt nach 20 Jahren, anders als Mord. Für diesen müssten aber beispielsweise Heimtücke, die Verdeckung oder Ermöglichung einer Straftat oder niedere Beweggründe nachgewiesen werden.

Wird der Täter je betraft?

"Im Moment sehe ich nichts, was die Annahme rechtfertigen würde, dass dieses Delikt aufgeklärt wird", sagt Faßbender. "Es ist unbefriedigend, wenn so ein Verbrechen ungesühnt bleibt."

http://www.general-anzeiger-bonn.de/reg ... 93922.html


Nach oben 
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 13. Mai 2018, 21:41:42 
Online
***** Top Forenposter *****

Registriert: Dienstag, 19. Mai 2015, 22:37:53
Beiträge: 6365
Britta Matthäus
* 1969 ?, BRD † 23. Februar 1984, BRD, im Alter von 15 Jahren ermordet
Siegburg-Kaldauen

Schülerin

Britta Matthäus war auf dem Heimweg von ihrer Realschule, sie nahm die Abkürzung durch den Hufwald.

Die verbrannten sterblichen Überreste von am 25. Februar 1984 im Wald gefunden

——————
Die Polizei hatte einen 23-jährigen Anstreicher festgenommen, es kam sogar zu einer Anklage und Verhandlung.

Das Gericht hat dann den Angeklagten überraschend wegen Mangel an Beweisen freigesprochen.

http://www.memoria-vestri.org/tag/verbrechen/page/34/


Nach oben 
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:18:38 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag, 13. November 2012, 14:49:09
Beiträge: 13906
11.07.2018

DNA-Tests im Mordfall Claudia Ruf laufen

Grevenbroich/Bonn Die aktuelle DNA-Test-Reihe zu dem Mordfall befindet sich in der abschließenden Phase. Rund 100 Menschen, auch aus dem Rhein-Kreis Neuss, sollen dafür eine Speichelprobe abgeben

Jahren. Die aktuelle DNA-Test-Reihe zu dem Mordfall befindet sich in der abschließenden Phase. Rund 100 Menschen, auch aus dem Rhein-Kreis Neuss, sollen dafür eine Speichelprobe abgeben. Bislang hat sich aber noch keine Übereinstimmung ergeben, die auf einen Tatverdächtigen schließen lasse, heißt es bei der Polizei in Bonn. Im Mai 1996 war das elf Jahre alte Mädchen nach einem Spaziergang mit einem Nachbarshund nicht mehr nach Hause gekommen, später fand ein Spaziergänger das Mädchen tot auf einem Feldweg in Oberwichterich bei Euskirchen. Ein damaliger Gentest, bei dem 350 Männer zur Untersuchung aufgefordert worden waren, blieb ohne Ergebnis. Mittlerweile gelang es, aus Beweismitteln eine DNA-Spur mit neuen Methoden zu extrahieren, eine neue Überprüfung wurde eingeleitet. „Weit über die Hälfte der Personen hat bereits teilgenommen“, berichtet Robert Scholten, Pressesprecher der Polizei in Bonn, der zuständigen Kriminalhauptdienststelle. „Wir kooperieren eng mit der Neusser Polizei“, erklärt Scholten.

Eine Hürde: „Nach so langer Zeit sind einige Menschen verzogen, es ist nicht immer leicht, ihren aktuellen Wohnort festzustellen.“ Wie sich der Personenkreis, der zur Probe aufgefordert wird, zusammensetzt, sagt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Robert Scholten rechnet damit, dass die Testreihe im Sommer abgeschlossen wird. Finde sich dabei keine Spur, „werden wir uns weitere Ermittlungsschritte überlegen.“ Er betont: „Wir werden die Arbeit nicht einstellen, Mordermittlungen hören nicht auf.“ Gerade ein solcher Fall, bei dem ein Kind betroffen sei, „macht uns bei aller Professionalität betroffen“. Auch weitere Hinweise zu dem Mordfall werden angenommen – bei der Polizei Bonn unter der Rufnummer 0228 150.

https://rp-online.de/nrw/staedte/greven ... d-23898643

_________________
Admin und Foren Moderatorin
Hinweise zu den eingestellten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle


Nach oben 
  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 


 
Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie dürfen keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de