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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 28. Mai 2015, 11:33:43 
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Domenico (31) vor zwei Jahren erstochen

Jagd nach dem Isarmörder: Kripochef gibt nicht auf
Aktualisiert: 28.05.15 - 06:16

Wer hat Domenico L. (31) ermordet – und wa­rum? Vor zwei Jahren wurde der Ingenieur erstochen, als er mit seiner Verlobten an der Isar radelte.

München - Zwei Jahre ist nun her, dass Domenico L. grundlos am Isarufer erstochen wurde. Vom Mörder fehlt weiterhin jede Spur. Was die Familie bewegt, wie die Polizei noch heute ermittelt, lesen Sie im großen tz-Report:

Jeder Tag ohne ihn ist ein trauriger Tag für all jene, die ihn liebten: Vor zwei Jahren – am Abend des 28. Mai 2013 – wurde der Ingenieur Domenico L. (31) auf dem Gehweg der Erhardtstraße an der Isar erstochen. Der in München lebende Italiener wurde ein Zufallsopfer – ermordet von einem bis heute unbekannten Fremden, der grundlos Domenicos Verlobte auf dem Fahrrad angespuckt hatte.

Die Familie hat keine Hoffnung mehr

Wieder ist ein Jahr vergangen. Noch ein Jahr der Trauer, des Schmerzes, der Wut und der Liebe, die kein Ziel hat. Weil Domenico L. tot ist – erstochen, 31-jährig, heute vor mittlerweile zwei Jahren, an einem dieser lauen Abende an der Isar. Für seine Familie in der süditalienischen Heimatstadt Potenza ist es der furchtbarste Tag des Jahres.


In der italienischen Sprache bedeutet das Wort „scomparso“ sowohl „verstorben“ als auch „verschwunden“. Das macht es für die Familie so unerträglich: Mimmo, wie ihn seine Freunde nannten, ist weg. Er betreute die Kids im Jugendzentrum, war als Helfer in Madagaskar, schaffte es aus dem Armenhaus am Südzipfel Europas ins Ausland und als Luft- und Raumfahrtingenieur gewissermaßen bis zu den Sternen.

„Es ist eine tägliche Qual“, sagt Domenicos zwei Jahre älterer Bruder Paolo L. der tz. „Sie wird für uns ein Leben lang dauern.“ Wer hat ihn ermordet? Warum? Keine Antworten auf so viele Fragen. Diese Ungewissheit foltert die Familie. Ein Unbekannter hatte Domenicos Verlobte Giulia (Name geändert) auf dem Radl angespuckt und dann Domenico, der den Täter zur Rede gestellt hat, erstochen. Der Mörder ist bis heute nicht gefasst. Er hat auch die Zukunft dieser jungen Liebe zerstört.

Domenicos Bruder Paolo hatte noch Monate nach der Tat der Polizei Vorwürfe gemacht: Statt den Täter sofort mit allen Mitteln zu suchen, hätten die Ermittler stundenlang die Verlobte vernommen, weil sie offenbar eine Verbindung des Täters zu dem Pärchen vermuteten. Später sagte Paolo L., sein Bruder sei behandelt worden wie ein „Opfer zweiter Klasse“. Womöglich sei der Täter ein Neonazi.

Für solche Kritik fehlt Paolo L. mittlerweile die Kraft. „Ich glaube nicht mehr, dass der Täter gefasst wird.“ Fast ein Jahr habe er nicht mehr bei der Münchner Polizei zum Stand der Ermittlungen nachgefragt. Es gebe ja nichts Neues. „Das zu hören, würde noch mehr weh tun. Die Polizei wird sich schon melden, wenn sie einen Täter findet.“ Aber dass dieser Irre immer noch frei herumläuft, das werde die Familie niemals akzeptieren können.

Aber der Kripo-Chef gibt nicht auf

In den vergangenen beiden Jahren hat die Münchner Mordkommission 15.000 Personen überprüft, ist 700 Hinweisen nachgegangen und hat 5500 Speichelproben mit der Täter-DNA vergleichen lassen. Die ehemalige Soko Cornelius (30 Beamte) ist mittlerweile auf eine Ermittlungsgruppe von sechs Beamte geschrumpft. Doch ein Altfall ist dieser Mord noch lange nicht, die Ermittlungen gehen weiter: „Jeder Polizist in München hat diesen ungelösten Fall im Hinterkopf und ist sensibilisiert. Und wenn irgendwo jemand durch Spuckattacken, Messerangriffe oder unmotivierte Angriffe auffällt, wird eine Speichelprobe veranlasst, ebenso bei bestimmten Todesfällen“, bestätigt Markus Kraus, Chef der Münchner Mordkommission.

Von Anfang an waren auch die Beamten der Operativen Fallanalyse – kurz Profiler genannt – in den Fall eingebunden. Für eine tiefergehende psychologische Beurteilung und Einschätzung des Täters jedoch gab es kaum Fakten: „Die Tat an sich auf dem dunklen Gehweg unter den hohen Bäumen wurde nur von der Verlobten aus einiger Entfernung beobachtet. Es gab keine Vorgeschichte und keine Beobachtungen danach. Da wird es dann auch für die Profiler schwierig. Aus diesem Grund gab es auch kein Phantombild.“

Immer wieder gab es Momente, in denen die Mordkommission hoffte, auf eine heiße Spur gestoßen zu sein. Doch jedesmal machte der DNA-Abgleich alle Hoffnungen zunichte. In der DNA jedoch – der Täter hatte sich selbst geschnitten und noch am Tatort Blut verloren – liegt auch die große Hoffnung: „Die Erfahrung zeigt, dass es jederzeit Treffer geben kann. Auch noch Jahre und Jahrzehnte danach. Der Fall ist lösbar und wir werden die Hoffnung niemals aufgeben.“

Noch heute pflegt die Mordkommission Kontakt zur Anwältin der Familie in Süditalien. Auch Domenicos Verlobte Giulia – das junge Paar hatte in einer gemeinsamen Wohnung in Haidhausen gelebt und war am Abend des Mordes auf dem Heimweg gewesen – hat München inzwischen verlassen.

Der Fall

28. Mai 2013: Gegen 22 Uhr spuckt ein Fremder Domenicos Freundin an, als die beiden an dem Fußgänger vorbeiradeln. Domenico kehrt um, stellt den Fremden – und wird erstochen.

2. Juni 2013: In seiner italienischen Heimatstadt Potenza wird das Opfer unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beerdigt.

5. Juni 2013: Die Soko Cornelius lobt 10.000 Euro Belohnung aus.

27. Juni 2013: Die Mordkommission bittet Klinik-Ärzte und psychiatrische Einrichtungen um Hinweise.

5. Oktober 2013: Die ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ greift den Isarmord auf. Es gibt danach zehn Hinweise – doch alle versanden, wie so viele andere auch. Bisher.

David Costanzo / Dorita Plange

http://www.tz.de/muenchen/stadt/isarmor ... cmp=defrss


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 28. Mai 2015, 11:34:35 
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„ISARMORD“ JÄHRT SICH ZUM ZWEITEN MAL

Mordfall Domenico: Hoffen auf den entscheidenden Hinweis


München - 15.000 Menschen hat die Polizei überprüft, 5500 Speichelproben ausgewertet und über 700 Hinweise abgearbeitet. Wenn sich der Mord an Domenico L. heute zum zweiten Mal jährt, gibt es trotzdem noch immer keine heiße Spur zum Täter.

Frische Blumen und Kerzen stehen am Mittwoch rund um den Baum an der Isar. Neben einem schwarzen Trauerflor hängt ein Bild von Domenico L., der hier sein Leben verlor. Spaziergänger gehen vorbei, kaum einer bleibt stehen. Einige Touristen erkundigen sich, was da passiert sei. Genau vor zwei Jahren ist hier an der Isar eine noch immer kaum begreifliche Tragödie geschehen. Ein Mord, der München schockierte. Und zu einem der aufwändigsten Fälle der Münchner Polizei-Geschichte wurde.


Unweit der Corneliusbrücke hat vor zwei Jahren ein immer noch Unbekannter das Glück eines jungen Paares aus der süditalienischen Stadt Potenza zerstört. Am Abend des 28. Mai 2013 hatte Domenico L. – den seine Freunde immer Mimmo nannten – mit seiner Verlobten am Gärtnerplatz etwas getrunken. Am nächsten Tag wollten die beiden nach Italien reisen und ihren Familien erzählen, dass sie heiraten werden. Der Ingenieur bei Airbus radelte mit seiner Freundin an der Isar entlang nach Hause zu ihrer Wohnung am Wiener Platz in Haidhausen. Gegenüber dem Europäischen Patentamt spuckte plötzlich ein dunkel gekleideter Mann die Verlobte des 31-Jährigen an. L. stellte den Unbekannten zur Rede. Kurz darauf sackte er zusammen. „Er hat sich zu mir umgedreht, seine Hand war voller Blut“, zitierte die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ die Verlobte des Opfers, die die Tat mitansehen musste. Sie sagte der Zeitung, es habe alles nur wenige Sekunden gedauert. Der Unbekannte hatte mehrmals mit einem Messer auf L. eingestochen, dann rannte er davon.

Markus Kraus, Leiter der Münchner Mordkommission, lässt der Fall keine Ruhe. „Nachdem es einer von den ganz wenigen ungeklärten Mordfällen ist und eine Ermittlungsgruppe auch aktuell an dem Fall arbeitet, ist er ständig präsent“, sagte er unserer Zeitung. Die direkt nach der Tat eingerichtete 30-köpfige Sonderkommission „Cornelius“ wurde im Dezember 2013 auf eine Ermittlungsgruppe zurückgefahren.

Sechs Beamte arbeiten im Moment daran, den Mord an Domenico L. aufzuklären. Immer wieder habe es Momente gegeben, in denen die Ermittler glaubten, eine heiße Spur zu haben, sagt ein Polizeisprecher. Aufgrund der DNA-Spur, die der Unbekannte am Tatort hinterlassen hat, ist ein schneller Abgleich möglich. Das genetische Material haben die Ermittler, da der Täter sich bei seinen wuchtigen Messerstichen wohl selbst verletzte.

„Ich kann nicht ertragen, dass sein Mörder frei herumläuft“, sagte Paolo, Domenicos Bruder, einige Monate nach dem Mord. Er kritisierte damals in Medienberichten, dass die Polizei die Tat anfangs unterschätzt habe.

Fast 15 000 Menschen haben die Beamten mittlerweile überprüft, mehr als 5500 Speichelproben genommen und mit der Täter-DNA abgeglichen. Zudem haben sie über 700 Hinweise abgearbeitet. Einen Treffer gab es nicht.

„Wir gehen weiterhin jedem Hinweis nach“, erklärt Kraus. Dabei würden vor allem Fälle von unmotivierten Angriffen oder Spuckattacken abgeglichen. „Der Fall ist auch bei allen anderen Dienststellen – egal ob Schutz- oder Kriminalpolizei – präsent, so dass wir auch von dort ständig Hinweise bekommen“, so der Chef der Mordkommission. Kraus hat die Hoffnung nicht aufgegeben, den Isarmörder noch zu fassen. Auch in der Vergangenheit habe es immer wieder Fälle gegeben, die gezeigt hätten, dass Verbrechen nach 20 und mehr Jahren geklärt werden könnten. „Letztlich kann auch jederzeit der entscheidende Hinweis eingehen, der zum Täter führt.

Stefanie Wegele

http://www.merkur.de/lokales/muenchen/s ... cmp=defrss


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 11. September 2015, 18:54:41 
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11. September 2015, 17:52 Uhr
Mord an der Isar
Unbekannte werfen Kerzen und Blumen für das Opfer weg


Noch immer sucht die Polizei den Täter, der vor zwei Jahren Domenico L. an der Isar erstochen hat. Nun ist plötzlich die Gedenkstätte verschwunden.

Von Susi Wimmer
Mit Blumen, Kerzen und Bildern gedachten Angehörige und Freunde an einem Kastanienbaum in der Erhardtstraße ihres Freundes Domenico L. , der vor zweieinhalb Jahren an dieser Stelle von einem Unbekannten erstochen worden war.

Plötzlich war die Gedenkstätte verschwunden. Nach einem SZ-Bericht meldete sich nun ein Ehepaar aus Planegg. Es habe am 22. August ein paar junge Männer beobachtet, die die Erinnerungsstücke einfach in die Isar geworfen haben.

Die Familie radelte am 22. August zum Sommerfest im Deutschen Museum, vorbei an der Stelle, an der Domenico L. im Mai 2013 einen Mann zur Rede stellen wollte, der seine Freundin angespuckt hatte. Der Fremde hatte ein Messer gezogen und den jungen Italiener niedergestochen.


Seit jenem Tag kommen Domenicos Freunde und seine Verlobte, die Augenzeugin der Tat war, zu der Stelle und bringen frische Blumen und Kerzen. "Aus dem Augenwinkel hab' ich gesehen, dass die Männer den Platz freigeräumt haben, wohl, um sich dort niederzulassen", erzählt die Zeugin aus Planegg.


Sie fuhr mit ihrer Familie über den kleinen Steg zum Museum und sah, wie gegenüber Blumen und Kerzen in die Isar flogen. "Die jungen Männer sahen so aus, dass man sich besser nicht mit ihnen anlegt." Sie habe auch nicht realisiert, dass es sich um die Gedenkstätte von Domenico L. handelt.

Die Freunde von Domenico L. kämpfen seit Jahren dafür, dass an dem Baum ein Gedenkfoto angebracht wird. Doch die Stadt hat das Ansinnen bereits zweimal abgelehnt. Zuletzt schrieb Oberbürgermeister Dieter Reiter im November 2014, dass man nicht an alle schrecklichen Morde in einer Großstadt mit einer Gedenktafel erinnern könne.

Die Hinterbliebenen können das nicht nachvollziehen. Der Mörder von Domenico L. ist noch nicht gefasst. "Die Ermittlungsgruppe besteht nach wie vor", sagt Markus Kraus, Chef des Mordkommissariats. Es würden immer wieder Hinweise einlaufen. Der entscheidende Tipp aber fehlt.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/mor ... -1.2643714


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 06. November 2015, 18:58:33 
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Er ist Wiederholungstäter
"Heil Hitler"-Spucker hat wieder zugeschlagen!
az/rah, 06.11.2015 12:45 Uhr

Im Münchner Westen läuft ein Mann umher, spuckt Passanten an und beschimpft sie mit Nazi-Parolen. Zuletzt wurde er im Park von Schloss Blutenburg und in der Hermann-Köhl-Straße gesichtet.

Obermenzing – Er streift umher und sucht sich scheinbar wahllos seine Opfer. Wer ihm zu nahe kommt, wird angespuckt und mit rechten Parolen und anderen derben Beleidigungen beschimpft.


Erstmals ist der Polizei das aggressive Verhalten des unbekannten Mannes, der derzeit sein Unwesen im Westen von München treibt, vor etwa einer Woche bekannt geworden. Vergangenen Samstag hat der Mann zwei 23-jährige Frauen in Pasing völlig unvermittelt angespuckt und als "Nutten" und "Schlampen" beschimpft, als diese auf einem Gehweg in der Hermann-Köhl-Straße an ihm vorbeispaziert waren. Nachdem er eine von ihnen sogar zu schlagen versucht hatte, lief er mit den Worten "Heil Hitler" davon.

Dass dieses abstoßende Verhalten des Unbekannten kein Einzelfall war, haben jetzt mehrere Zeugen der Polizei bestätigt. Demnach wurde er am gleichen Tag in der Parkanlage von Schloss Blutenburg gesichtet, als er einem laut Aussage "sehr großen älteren Mann" ins Gesicht spuckte und auch hier mit Nazi-Parolen wie "Sieg Heil" und "Heil Hitler" beschimpfte. Nach dem Angriff auf den Herren soll er seinen Streifzug fortgesetzt und weiter wahllos Passanten angespuckt haben.

Die Ermittler fahnden mit Hochdruck nach dem Täter. Als er dort gesehen wurde, trug er eine auffällig giftgrüne Jacke und einen schwarzen Rucksack mit weißer Aufschrift. Auch das Spuck-Opfer aus dem Schlosspark wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Die Polizei überprüft derzeit auch, ob der Mann auch im sogenannten Isarmord als Täter in Frage kommt. Im Mai 2013 war ein Ingenieur von einem Mann erstochen worden, der zuvor grundlos seeine Verlobte bespuckt hatte. Der Mörder ist bis heute nicht gefasst. Die Polizei hat allerdings die DNA des Täters sichergestellt.


Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 24ef0.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 27. April 2016, 17:38:55 
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Vorfall aus dem Jahr 2013

Übergriff in der U-Bahn: Polizei fahndet nach diesem Mann
Aktualisiert: 27.04.16 17:13


München - Die Polizei fahndet nach einem jungen Mann, der im Jahr 2013 in der U4 einen U-Bahnfahrer angegriffen und Fahrgäste beleidigt hat.

Warum sich jetzt die Soko Cornelius für ihn interessiert und die Öffentlichkeit eingeschaltet wird.

Es ist unter anderem die Umhängetasche, die das Interesse der Soko Cornelius geweckt hat. Solch eine lang herunterhängende Tasche soll auch Domenicos Mörder getragen haben.

Auch Alter und Statur des Mannes könnten passen. Und vor allem aber die hinterhältige Art und Weise dieses hochaggressiven Angriffs, der am Abend des 9. Mai 2013 den heute 27-jährigen Münchner U-Bahn-Fahrer Nedim A. völlig überraschend traf. Darum veröffentlichte die Polizei gestern die Bilder eines mutmaßlichen U-Bahn-Schlägers. Die Tat liegt fast drei Jahre zurückliegt, die Staatsanwaltschaft hatte den Fall längst schon als ungeklärt ad acta gelegt.


Laut Informationen der tz, wird dieser Fall auch im Zuge der Ermittlungen zum immer noch ungeklärten Mordfall Domenico L. aus dem Jahr 2013 überprüft und deshalb an die Öffentlichkeit gegeben. Dies ist ein routinemäßiges Vorgehen.


Rückblende: An jenem 9. Mai war U-Bahn-Fahrer Nedim A. nach einem langen Tag auf dem Heimweg gewesen. In der U4 zwischen Hauptbahnhof und Odeonsplatz wurde er Zeuge eines Streites zwischen einem Fahrgast und einem frechen Flegel, der unflätige Beleidigungen herumschrie und die Füße auf die Polster legte.

Nedim A.: „Er wollte sich nicht beruhigen. Da habe ich den Notruf gedrückt und den Kollegen vorne gebeten, die U-Bahnwache zu rufen.“ Der Unbekannte stieg am Odeonsplatz aus. Damit war für Nedim A. der Fall erledigt. Am Max-Weber-Platz stieg er in die U5 Richtung Neuperlach-Süd um. Urplötzlich stand der Täter wieder hinter ihm! „Ich habe nicht gemerkt, dass er mir gefolgt war.“ Drei mächtige Faustschläge trafen den völlig überraschten Nedim A. ins Gesicht. Noch bevor sich die Türen schlossen, sprang der Täter aus dem Zug und verschwand. „Ich stand total benommen da. Meine Oberlippe war geplatzt, ich habe stark geblutet.“

Zwei Frauen kümmerten sich um ihn und warteten mit ihm am Bahnsteig auf die Polizei und den Rettungsdienst. In der Klinik wurde die Lippe genäht. Nedim A. wurde eine Woche lang krankgeschrieben. Ein paar Wochen später teilte ihm die Staatsanwaltschaft mit, dass das Verfahren bis auf weiteres eingestellt sei – falls es keine neuen Erkenntnisse geben sollte.

Genau das ist jetzt der Fall: „Ein komisches Gefühl“, sagt Nedim A. „Ich habe den Mann auf dem Foto sofort wiedererkannt. Irgendwie kommt gerade alles wieder hoch.“ Er liebt die U-Bahn und könnte sich keinen schöneren Arbeitsplatz vorstellen: „Ich bin schließlich ein Münchner Kindl und mit der U-Bahn aufgewachsen.“

Nun hofft die Polizei (Kommissariat 26; Telefon 089/2910-0) den Täter identifizieren zu können. Er war damals 20 bis 30 Jahre alt, wirkte ungepflegt und könnte ein Osteuropäer sein. Wer kennt ihn?

Der Isarmord:

Es ist ein Fall, der nie in Vergessenheit geraten wird: Am Abend des 28. Mai 2013 wurde der Ingenieur Domenico Lorusso († 31) auf der Erhardtstraße an der Isar mit einem einzigen Stich ins Herz erstochen. Der Täter hatte Domenicos Verlobte bespuckt, als sie auf dem Fahrrad an ihm vorbeifuhr. Domenico kehrte um, stellte den Fremden zur Rede und wurde völlig überraschend angegriffen. Der Täter entkam. Aber er hinterließ seine DNA. Seitdem wird in München jeder Täter zum Speicheltest gebeten, der andere grundlos bespuckt oder angreift
Dorita Plange

http://www.tz.de/muenchen/stadt/altstad ... 50588.html

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 28. April 2016, 18:23:06 
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Öffentlichkeitsfahndung der Polizei

Fahndung nach U-Bahn-Schläger: Täter sitzt schon im Knast
Aktualisiert: 28.04.16 16:21


München - Mit Fotos einer Überwachungskamera hat die Polizei am gestrigen Mittwoch nach einem Mann gefahndet, der im Jahr 2013 in der U4 gewalttätig wurde. Am Tag danach kommt die Nachricht - der Mann sitzt bereits im Knast.

Wie bereits am Mittwoch berichtet, hatte der Mann am 9. Mai 2013 in der U4 eine verbale Auseinandersetzung, die dann zum Körperverletzungsdelikt führte. Jetzt drei Jahre später suchte die Polizei per Öffentlichkeitsfahndung nach ihm. Diese enorme zeitliche Verzögerung hatte einen Grund. Wegen der hochaggressiven Vorgehensweise fiel der Mann ins Raster der Soko Cornelius, die den bisher noch immer ungeklärten Mord an Domenico L, den sogenannten Isar-Mord, im Mai 2013 untersucht.


Aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung meldete sich ein Zeuge, der den gesuchten Täter identifizieren konnte. Es handelt sich um einen 32-jährigen Rumänen, der zur Zeit wegen eines Vermögensdeliktes in Haft ist.

Als Verdächtiger für den Isar-Mord konnte der Mann durch eine DNA-Probe bereits ausgeschlossen werden.

http://www.tz.de/muenchen/stadt/altstad ... 54602.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 26. Mai 2016, 15:21:24 
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Bluttat an Domenico L. jährt sich zum dritten Mal

Isarmord: 15.000 Überprüfte, 6.500 Speichelproben, kein Täter
Aktualisiert: 26.05.16 13:36


München - Es ist beinahe schon traurige Routine: Am dritten Jahrestag des Isarmords erinnert die Polizei an den erstochenen Domenico L. Immer noch hoffen die Beamten, den Täter ermitteln zu können.

Daran arbeitet die Ermittlungsgruppe "Cornelius", die von der gleichnamigen Soko die Puzzlearbeit übernahm, weiter mit Hochdruck. Mehr als 15.000 Personen wurden bisher überprüft, mehr als 6.500 Männer gaben zwischenzeitlich eine Speichelprobe ab.


Unweit der Corneliusbrücke hatte vor drei Jahren ein immer noch unbekannter Täter das Glück eines jungen Paares aus Italien zerstört. Am Abend des 28. Mai 2013 hatte Domenico L. mit seiner Verlobten am Gärtnerplatz etwas getrunken. Das Paar radelte dann an der Isar entlang nach Hause zu ihrer Wohnung am Wiener Platz in Haidhausen.

Gegenüber dem Europäischen Patentamt spuckte plötzlich ein dunkel gekleideter Mann die Verlobte von Domenico L. an. Dieser stellte den Unbekannten zur Rede. Kurz darauf sackte er zusammen. Der Täter hatte mehrmals mit einem Messer auf L. eingestochen und rannte anschließend davon.

Polizei arbeitet fast 800 Hinweise ab

Seither hat die Polizei fast 800 Hinweise aufgenommen und eine Vielzahl von Spuren bearbeitet. Mehrere Fahndungsaufrufe in Deutschland und in Italien erbrachten einige Hinweise, die allerdings nicht zum Täter führten. Ebenso blieb eine Darstellung des Falles in der Fernsehsendung ''XY ungelöst" ohne durchschlagenden Erfolg.


Mittlerweile geht die Polizei davon aus, dass es offenbar keinerlei Beziehung zwischen Täter und Opfer gab und der Täter nicht unbedingt einen räumlichen Bezug nach München haben muss. Für Hinweise, die zur zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Hinweise können weiterhin an die Ermittlungsgruppe Cornelius unter 089/ 2910 - 0 oder an jede andere Polizeidienststelle gegeben werden.

http://www.tz.de/muenchen/stadt/isarmor ... cmp=defrss


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 27. Mai 2016, 11:38:18 
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Isarmord

Vize der Mordkommission will Fall Domenico L. noch vor Rente lösen
Aktualisiert: 27.05.16 10:12


München - Am Samstag jährt sich der Mord an Domenico L. an der Isar zum dritten Mal. Den Fall um den toten jungen Italiener möchte der Vizechef der Münchner Mordkommission unbedingt noch vor seinem Ruhestand abschließen.

Schon 15.000 Menschen hat die Polizei überprüft, 5659 Speichelproben genommen, tausende Telefonverbindungsdaten überprüft und 778 Hinweise abgearbeitet: Am Samstag jährt sich zum dritten Mal der Mord an dem italienischen Ingenieur Domenico L. (31).


Am Abend des 28. Mai wurde er vor den Augen seiner Verlobten mit einem einzigen tiefen Messerstich ins Herz auf der Erhardtstraße vor dem Europäischen Patentamt erstochen. Von einem bis heute unbekannten Mörder, der Domenicos Freundin angespuckt hatte, als sie an ihm vorbeiradelte. Doch die bei der Mordkommission angesiedelte Ermittlungsgruppe Cornelius wird diesen Fall niemals aufgeben. Herbert Linder (58) ist der Vizechef der Münchner Mordkommission, Leiter der Ermittlungsgruppe und seit 40 Jahren Polizist, die Hälfte davon als Mordermittler: „In zwei Jahren gehe ich in den Ruhestand. Diesen Fall möchte ich gern noch abschließen, bevor ich mich verabschiede.“

Eine Chance dafür gibt es. Denn der Täter hat sich bei dem Mord selbst an der Klinge verletzt und Blut am Tatort hinterlassen. Daraus gewannen Rechtsmediziner die Täter-DNA, die seit drei Jahren permanent in den Datenbanken mit den DNA-Spuren bekannter und unbekannter Täter bzw. Tatortspuren verglichen wird. Linder: „Es ist gut möglich, dass dieser Mann wieder in Erscheinung
tritt.

http://www.tz.de/muenchen/stadt/ludwigs ... 34688.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 20. Juni 2016, 17:54:21 
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Hass auf Radfahrer könnte ebenfalls ein Motiv für diese Tat sein....

INFO
Stoppt die Radl-Rambos im Englischen Garten!
Peter Klotzsch, 20.06.2016 13:55 Uhr, aktualisiert 20.06.2016 14:44 Uhr

AZ-Leser Peter Klotzsch schildert seine Erfahrungen mit Radfahrern im Englischen Garten. Sein Wutbrief an die Redaktion.

München - Der Tod des alten Herrn ist eine Tragödie. Sie wäre vermeidbar gewesen. Ich gehe oft mit meinem Hund spazieren in den Englischen Garten, dem mir kostbarsten Teil unserer schönen Stadt.

Die Zunahme der Radfahrer in München allerdings, die das Fahrrad nicht als einfaches, umweltfreundliches und gesundes Fortbewegungsmittel nutzen, für dessen Förderung von der öffentlichen Hand außerordentliche Beträge und Anpassungen des Straßennetzes bereitgehalten werden, hat in der Stadt wie im Englischen Garten negative Nebeneffekte:

Das Fahrrad wird inzwischen von immer mehr Männern (!) als reines Sportgerät benutzt, mit dem sie überall fahren oder rasen was die Wadeln und ihr testosteronbedampfte Aggressionstrieb hergeben, meist ohne Rücksicht auf Fußgänger (Spaziergänger) oder auch Autofahrer zu nehmen.

Für ihr Muskeltraining ist rücksichtsvolles Radfahren offenbar unzumutbar. Nicht alle Radfahrer sind so, aber eine immer größere Zahl. Die Sicherheit anderer gilt ihnen wenig, die Stvo. gilt ihnen nichts.

Bei schönem Wetter z. B. ist es fast lebensgefährlich, das Wehr zu überqueren. Fußgänger, mit und ohne Kinder, mit und ohne Hunde, Alte und Familien, die ihre Kinder (oder Hunde) nicht angeleint halten und eng neben sich führen, sind regelmäßig bedroht.

Gängige Diagnose: "Idiot!"

Die sogenannten Radl-Rambos rasen rücksichtslos mit 25 bis 30 km/h durch Gruppen von Erholungsuchenden oder an einzelnen Personen vorbei, manchmal nur um ein Haar Zusammenstöße und üble Verletzungen vermeidend. Kinder (und Hunde) mit spontanen Bewegungen sind besonders gefährdet.

Oft fegt einer gefährlich nahe an mir und meinem Hund vorüber und antwortet, kurz rückwärts brüllend, auf mein empörtes „He, muß das sein?“ mit der gängigen Diagnose: „Idiot!“ - wenn er einen guten Tag hat.

Andernfalls begrenzt er das Gespräch mit dem heute üblichen „Arschloch!“ als reduziertem Kommentar, daß ein Fußgänger auf einem Fußgängerweg nichts zu suchen hat. Ich beurteile die Diagnose meiner Person nicht. Aber ich mache mir Gedanken über die seit Jahren zunehmende Verdummung und Verrohung unserer Gesellschaft. Woran liegt das? Am Individualisierungswahn?

Verzicht auf angebotene Schlägerei

Die Gelegenheiten, bei denen mir wegen meiner Reklamation Prügel angedroht wurden, sind zahlreich. Ich verzichte mit meinen 76 Jahren aber regelmäßig auf die „angebotene“ Schlägerei, denn ich wäre nicht der erste, der sich danach im Krematorium davon ausruhen müßte, ohne die Welt verbessert zu haben. Das schafft nicht einmal unsere reduzierte Polizei, die unterbezahlt und überfordert den Schutz der Bürger und die Beachtung gesellschaftlicher Regeln nicht mehr gewährleisten kann.

An jedem der vier Zugänge zum Wehr weist die Parkverwaltung mit klaren aus dem Straßenverkehr bekannten Schildern daraufhin, daß Fahrradfahrer die wenigen Meter über die Isar abzusteigen haben. Für Leute, die des Lesens unkundig oder der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sogar mit unmißverständlichen Piktogrammen.

Freilich ohne Effekt; denn die Übertretungen werden nie kontrolliert, geschweige denn geahndet. Dabei wäre für alle, die ihren Körper trainieren wollen die asphaltierte Straße die bessere Wahl.

Ich habe übrigens auch noch nie radfahrende Eltern auf dem Wehr gesehen, die ihren Kindern die Schilder gezeigt und erklärt und selbst beispielhaft befolgt hätten. Das gleiche gilt für als solche ausgeschilderte Fußgängerwege.

Leserbeiträge geben die Meinung des Lesers wieder, nicht der Redaktion.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... ad65a.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 03. August 2016, 11:19:45 
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Registriert: Mittwoch, 23. April 2014, 19:09:34
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10.000 Euro für Hinweise
Isarmord an Domenico L. wieder bei "Aktenzeichen XY... ungelöst"
Nina Job, 03.08.2016 09:03 Uhr


Drei Jahre nach dem Mord an Domenico L. hofft die Kripo noch auf den entscheidenden Hinweis – und lobt 10 000 Euro aus. Neuen Schwung in die Ermittlungen soll erneut "Aktenzeichen XY... ungelöst" bringen.

Wenn heute Abend ab 20.15 Uhr im ZDF die Live-Sendung „Aktenzeichen XY“ über die Fernsehbildschirme läuft, werden bei der Münchner Polizei die sogenannten Personenfahnder vom Kommissariat 101 bereitstehen. Zeitgleich wird der Sachbearbeiter, der bei der Mordkommission den Fall Domenico Lorusso († 31) mit derzeit fünf Kollegen bearbeitet, im Studio in Unterföhring Frage und Antwort stehen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Vielleicht meldet sich durch die erneute Schilderung des bis heute ungelösten, grausamen Verbrechens an dem Airbus-Ingenieur doch noch ein Zeuge, der den entscheidenden Hinweis geben kann. Der Fall wird bei der Sendung bereits zum zweiten Mal thematisiert. Für die aktuelle Sendung wurde der Mord vom 28. Mai 2013 nachgespielt.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder zur Klärung des Verbrechens führen, sind nach wie vor 10 000 Euro Belohnung ausgelobt.

Domenico L. wollte seine Verlobte schützen - da wurde er niedergestochen

Domenico Lorusso radelte am Abend des 28. Mai 2013, einem Dienstag, mit seiner Verlobten an der Isar entlang. Die beiden wollten nach Hause zu ihrer Wohnung in Haidhausen. Am Tag darauf wollten sie in ihre Heimatstadt Potenza in Süditalien reisen, um ihren Familien zu erzählen, dass sie heiraten wollen.

An der Erhardtstraße zwischen dem Deutschem Museum und dem Patentamt wurde die Verlobte plötzlich von einem Fußgänger angespuckt. Zeugen sagten später, der Mann habe einen längeren, dunklen Mantel getragen. Als Domenico ihn kurz darauf wegen der Spuck-Attacke zur Rede stellen wollte, stach ihn der Unbekannte nieder und flüchtete. Der 31-Jährige starb nur wenig später im Krankenwagen.


Mehr als 15.000 Personenüberprüfungen und 5700 Speichelproben

Trotz des enormem Ermittlungsaufwands ist es der Mordkommission bis heute nicht gelungen, den Täter zu ermitteln, geschweige denn zu fassen. Das Problem: Offenbar gab es zwischen Täter und Opfer keine Beziehung – wie sonst in 98 Prozent aller Mordfälle.


Die Kripo überprüfte mehr als 15 000 Personen und glich fast 5700 Speichelproben mit der DNA des Isarmörders ab – darunter auch Drogentote oder Menschen, die Suizid begangen haben. Die Polizei bat Ärzte um Hinweise, da sich der Mörder bei der Tat selbst verletzt hatte.

Insgesamt gingen die Ermittler mehr als 780 Hinweisen nach. Bis heute werden scheinbar grundlose Messerattacken oder Spuckangriffe mit dem Fall abgeglichen.

„Wir lassen nichts unversucht“, sagt Markus Kraus, Chef der Mordkommission, der AZ. Er hofft, dass sich aufgrund der erneuten bundesweiten Ausstrahlung vielleicht doch noch der entscheidende Zeuge meldet. Und der Fall doch noch gelöst wird.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... b1316.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 04. August 2016, 20:18:46 
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Nach "Aktenzeichen XY"
Isarmord – „ich erkenne ihn wieder“
job, 04.08.2016 11:44 Uhr, aktualisiert 04.08.2016 19:45 Uhr


Ein Anrufer meldet sich bei „Aktenzeichen XY“ und behauptet, er habe einen auffälligen Mann am Tatort gesehen.

München - In und nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ haben sich rund 70 Personen im Studio und bei der Polizei gemeldet, um Hinweise zum „Isarmord“ zu geben. Darunter ein Mann, der sagte, er habe zur Tatzeit in Tatortnähe einen auffälligen Mann gesehen, auf den die Beschreibung des Mörders passt. Der Anrufer sagte: „Ich würde diesen Mann jederzeit wiedererkennen.“ Zwei andere Anrufer gaben konkrete Hinweise auf Personen. Die Mordkommission will nun alle Hinweise überprüfen und bewerten.

In der Sendung war das Münchner Leben von dem jungen Ingenieur (†31) sowie der grausame Mord am 28. Mai 2013 nachgespielt worden.

Domenico Lorusso hatte an jenem lauen Dienstagabend seine Freundin in einem Café am Gärtnerplatz abgeholt. Am nächsten Tag wollten beide in ihre süditalienische Heimat fliegen, um ihren Familien zu erzählen, dass sie heiraten wollen. Auf dem Heimweg mit dem Fahrrad wurde die Verlobte auf dem Isarradweg zwischen Patentamt und Deutschem Museum plötzlich grundlos von einem Mann angespuckt. Er war etwa 1,80 Meter groß und trug einen dunklen Mantel sowie eine schwarze Umhängetasche.

Als Domenico Lorusso den Spucker zur Rede stellen wollte, stach ihn der bis heute nicht identifizierte Mann nieder. Ein Stich traf mitten ins Herz. job

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... ba7de.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 19. September 2016, 18:27:27 
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Verbrechen erinnert an Fall Domenico L.
Aschaffenburger Messerstecher: Verbindung nach München?
Verena Lehner, 19.09.2016 17:30 Uhr


Der 19-Jährige ist schon einmal in Jugendarrest gewesen. Es gibt keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat

Aschaffenburg - Der junge Radlfahrer, der am Freitag in Aschaffenburg einen Fußgänger im Vorbeifahren mit einem Messer niedergestochen hat, ist bereits seit Längerem in psychologischer Behandlung. Seine psychische Erkrankung war offenbar der Grund für den Messerangriff. Es gebe keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund oder eine Beziehungstat, sagte Aschaffenburgs Leitender Oberstaatsanwalt, Burkhard Pöpperl. Opfer und Täter haben sich nicht gekannt.

Der 19-Jährige hatte am Freitagmorgen in der Innenstadt einem 33 Jahre alten Fußgänger im Vorbeifahren ein Messer in den Rücken gerammt (AZ berichtete). Der Mann wurde gestern noch einem Haftrichter vorgeführt, sagte Pöpperl weiter. Neben Untersuchungshaft komme auch eine vorläufige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht.

Verbindung zu Münchner Mordfall?

Der Fall ruft Erinnerungen an einen Mord vor drei Jahren in München wach. Am 28. Mai 2013 wurde in der Isarvorstadt der 31-jährige Dominico L. von einem Unbekannten erstochen. Der 31-Jährige radelte gerade mit seiner Verlobten die Isar entlang, als plötzlich ein Fremder auftauchte und die Frau anspuckte. Als Domenico L. den Unbekannten zur Rede stellt, zieht der Mann plötzlich ein Messer und sticht zu. Der Täter trifft den 31-Jährigen ins Herz, er stirbt noch am Unfallort.

Der Fall beschäftigt die Münchner Polizei bis heute, denn von dem Täter fehlt noch immer jede Spur. Die Münchner Mordkommission hatte damals einen enormen Aufwand betrieben, um den Täter zu fassen. In der Nachbarschaft wurden Anwohner befragt – auch die, die im Viertel arbeiten. Funkzellen und Handydaten wurden ausgewertet – 7400 Geräte. Fast 15 000 Personen wurden erfasst, überprüft und als Tatverdächtige aussortiert. Ohne Erfolg.

Ob der aktuelle Fall in Aschaffenburg in irgendeiner Form etwas mit dem Mord in München zu tun hat, das kann laut Oberstaatsanwalt Burkhard Pöpperl bis dato noch nicht gesagt werden. Auf AZ-Anfrage sagte er, dass die Polizei mit Sicherheit bundesweit ähnlich gelagerte Fälle überprüfen wird. Mehr Erkenntnisse gebe es dazu bislang noch nicht.

Dass der Messerstecher von Aschaffenburg allerdings der Mörder von Domenico L. ist, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Der Täter damals wurde als um die 30 Jahre alt beschrieben, der Täter von Aschaffenburg wäre damals allerdings gerade einmal 16 Jahre alt gewesen.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 4472e.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 19. Oktober 2016, 11:43:27 
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19. Oktober 2016, 08:26 Uhr
Mordfall
Polizei twittert live zum "Tatort" über den Isarmord

Der kommende "Tatort" an diesem Sonntag thematisiert den immer noch ungeklärten Isarmord vor dreieinhalb Jahren an der Erhardtstraße.

Ein Team der Münchner Polizei wird während der Sendung gleichzeitig im Live-Chat auf Twitter Informationen zur Tat liefern.

Zuschauer können unter dem Hashtag #Tatort den Ermittlern auch Fragen stellen.
Von Susi Wimmer

Die Szene spiegelt den ganzen Frust und die Verzweiflung ob des unaufgeklärten Mordes: Fernseh-"Tatort"-Kommissar Ivo Batic steht im Waschraum und drischt blind vor Wut mit der Faust auf den Handtuchspender ein. "Dieser Scheißkerl läuft immer noch da draußen rum."

Ob der Erste Kriminalhauptkommissar Herbert Linder von der Münchner Mordkommission sich auch im Waschraum verausgabt, das könnte eine Frage sein, die "Tatort"-Fans am kommenden Sonntag an den stellvertretenden Leiter der Mordkommission richten könnten. Denn Linder sowie andere Kollegen verfolgen um 20.15 Uhr den "Tatort" aus München und stehen gleichzeitig im Live-Chat auf Twitter (twitter.com/polizeimuenchen) unter dem Hashtag #Tatort den Fans für Fragen zur Verfügung. Das Spannende daran ist, dass die "Tatort"-Folge "Die Wahrheit" in verfremdeter Form den immer noch ungeklärten sogenannten Isarmord in München thematisiert.


Ivo und Franz geht die Verbrecherjagd im TV ordentlich an die Substanz. Das Opfer wird zufällig ausgewählt und scheinbar grundlos mit einem Messer niedergestochen: "Eine Tat aus dem Nichts." So wie vor dreieinhalb Jahren an der Erhardtstraße: Der aus Italien stammende Domenico L. wird vor den Augen seiner Freundin von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen und getötet. Die Ermittler lassen nichts unversucht, um den Mörder zu finden. Es folgen Handyauswertung und Massengentest. Ohne Erfolg. Es gibt eine DNS-Spur des Unbekannten, doch die ist bislang in keiner Polizei-Datei zu finden. Die Sonderkommission wird aufgelöst. Doch der Fall ist nicht zu den Akten gelegt worden.

Der "Tatort"-Film verläuft ähnlich. Es geht um die verzweifelte Suche nach der Wahrheit und die Feststellung, dass mehrere Augenzeugen unterschiedliche Wahrheiten haben können. Ein Phänomen, das auch der echte Kommissar Linder kennen dürfte. Er antwortet auf Fragen im Live-Chat, ebenso der Profiler und Psychologe Markus Hoga sowie ein Polizist von der Straße, Außendienstleiter Harald Bayer. Das Social Media Team der Münchner Polizei ist ebenfalls an den Tasten.

"Wir alle werden gemeinsam ,Tatort' schauen, und natürlich nicht mit erhobenem Zeigefinger die Arbeit der Fernseh-Kommissare beäugen", sagt Marcus da Gloria Martins. Der Polizeisprecher erhofft sich, dass man dem Publikum auf diese Weise echte Fakten und Botschaften in punkto Polizeiarbeit mit auf den Weg geben kann. Im Gegensatz zur Realität jedenfalls werden die Zuschauer am Sonntagabend erfahren, ob das Duo Batic und Leitmayr den Mörder zur Strecke bringt.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/isa ... -1.3211466


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 23. Oktober 2016, 16:40:32 
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"Tatort"-Check
Der "Isarmord" bewegte München - heute wird er zum "Tatort"-Fall

Der Mörder ist irgendwo da draußen: Im aktuellen Münchner "Tatort" geraten die Kommissare an ihre Grenzen. Der Fall beruht auf einer wahren Begebenheit und zeigt, wie frustrierend und ermüdend Ermittlungen sein können.

Worum geht's in diesem "Tatort"?
Es ist ein Mord auf offener Straße, mitten in München: Der Familienvater Ben Schröder will einem Unbekannten vom Boden aufhelfen - und wird von diesem plötzlich niedergestochen. Seine Frau Ayumi (Luka Omoto) und sein kleiner Sohn Taro (Leo Schöne) müssen alles mit ansehen, stehen unter Schock. Den Kommissaren Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) geht der brutale Fall an die Nieren. Besonders Batic, der sowieso überarbeitet ist, kommt an seine Grenzen. Auf der Suche nach dem Täter verfolgt die Polizei vor allem eine vielversprechende DNA-Spur.
Warum lohnt sich der "Tatort?
Dunkle Bilder, emotionale Dialoge, toller Schnitt - aber den wirklichen Schrecken bekommt dieser "Tatort" erst, wenn man weiß, dass alles auf einem wahren Fall beruht. Ganz ähnlich wurde in München 2013 ein Italiener ermordet, der Täter ist bis heute nicht gefasst. Der sogenannte "Isarmord" beschäftigt seither Polizei und Anwohner. In "Die Wahrheit" wird vor allem der Frust und die Anstrengung der Kommissare spürbar gemacht. Wie zuverlässig sind Zeugenaussagen, wenn jeder seine eigene Wahrheit zu kennen glaubt? Was bedeutet es konkret, von mehreren tausend Männern einen DNA-Abstrich zu nehmen? Und wie findet man die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen - oder in diesem Fall: das Messer im Müllhaufen?

KULT-KRIMI
Zehn Fakten zum Tatort, die Sie noch nicht kannten
Video (1:27 Min.)
Play Video

Was stört?
Polizeiarbeit ist zäh. Sehr zäh. Das wird überdeutlich gemacht und wirkt sich dadurch leider auch auf die Spannung aus. "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht" heißt es passenderweise in einem Sprüche-Kalender auf dem Polizeirevier. Die Geduld der Zuschauer wird lange strapaziert, bis es zum Ende hin noch einmal spannend wird.

Die Kommissare?
"Ivo, was ist los mit dir?", fragt Leitmayr zu Beginn immer wieder, genau wie der Zuschauer. Denn Batic steht kurz vor dem Burn-Out und kämpft mit mehreren Panikattacken - und das von der ersten Minute an. Die Münchner Kommissare hadern in dieser Folge mit der Sinnhaftigkeit ihres Jobs, kommen an ihre Grenzen. Glamourös und cool wie etwa beim Kollegen Tschiller in Hamburg ist die Polizeiarbeit in München nicht.

Ein- oder Ausschalten?
Einschalten - aber nur, wenn Sie nebenbei noch auf Twitter gucken können. Dort begleitet die Münchner Mordkommission um Kriminalhauptkommissar Herbert Linder den ARD-Krimi. Sie suchen seit Jahren nach dem echten "Isarmörder" und stellen sich auf Twitter den Fragen der Zuschauer. Das könnte über die langwierigen Sequenzen hinweg helfen.

http://www.stern.de/kultur/tv/tatort/ta ... e=standard


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 Betreff des Beitrags: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 06. November 2016, 15:27:50 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 02. April 2017, 09:54:54 
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Große Serie: Polizeiinspektionen in München

PI 14: Vom Bahnhofs-Basar bis zur Isar
Aktualisiert: 02.04.17 08:21


Der Münchner Merkur und die tz starten ihre große Serie über die Münchner Polizei. Brennpunkte, Schwerpunkte und kuriose Fälle: Wir haben das für jedes Viertel zusammengefasst. Heute: die PI 14 für die Ludwigs- und Isarvorstadt und das Westend.

München - Es ist ein riesiger Basar mit ganz eigenen Regeln, ein Sammelbecken der Kulturen, gewachsen in Jahrzehnten: das südliche Bahnhofsviertel. Schwer durchschaubar, meistens friedlich – und ganz plötzlich doch auch ein Pulverfass mit sehr kurzer Lunte. Wenn sich Ärger anbahnt, sind die Beamten der Beethovenwache zur Stelle. Die Zuständigkeit der PI 14 reicht bis weit in die Isarvorstadt.

An manchen Tagen streifen Polizeihauptkommissar Oliver Böhm (50) und Polizeiobermeisterin Stefanie Schmidhuber (30) bewusst in Zivil durch die Straßen des südlichen Bahnhofsviertels – seit Monaten der Dauer-Brennpunkt in der Stadt. Denn: „In der Uniform sind wir hier oftmals nur Zweiter.“ Der Beweis ist schnell geführt: Angesichts der beiden Uniformierten verstummen Gespräche, Blicke werden wachsam. „Wir haben es hier oft mit Menschen zu tun, die in ihren Herkunftsländern schlechte Erfahrung mit der Polizei gemacht haben“, erzählt Böhm.

Einige Männer wechseln tatsächlich die Straßenseite, andere verschwinden im nächsten Laden. Wieder andere grüßen betont lässig. Ja, man kennt sich. Aber man hält Abstand. Der Bettler, gerade noch sehr aktiv, bedeckt rasch seine Verstümmelung und erstarrt. „Sobald wir weg sind, singt er wieder und klappert mit der Geldbüchse,“ vermutet Oliver Böhm. Meistens bleibt es bei einer Ermahnung. Auch mit einem Lächeln. Empathie ist Teil des ungeschriebenen Leitbildes der Beethovenwache, die Polizeidirektor Hans Reisbeck (57) sogar konkret fordert von seinen 40 weiblichen und 130 männlichen Beamten. Einige von ihnen sprechen türkisch, serbisch, italienisch und die pakistanische Amtssprache Urdu – sehr willkommen in einem Inspektionsbereich, in dem 32 Prozent der Bewohner Ausländer sind.

Die Bettler sind nicht das Problem

Die Bettler sind nicht das große Problem. Auch nicht der Hauptbahnhof selbst, der seine eigene Inspektion hat. Das Problem sind die Trinker, die im Umfeld des Bahnhofs pöbeln und schlägern. Auch die Dealer und ihre Kunden sowie junge, unbegleitete männliche Flüchtlinge, die auch mal ethnische Konflikte auf der Straße austragen. Und dann ist da noch die Partyszene aus der Innenstadt, die nachts ins Bahnhofsviertel kommt.

Die PI 14 bearbeitete 2015 insgesamt 2852 Delikte der Straßenkriminalität, darunter 65 Wohnungseinbrüche, 232 Kfz-Delikte, 60 Trickbetrügereien und 43 Fälle illegaler Prostitution. Zudem ereigneten sich 96 Raubüberfälle, 398 gefährliche und schwere Körperverletzungen, 55 Sexualdelikte sowie fünf vollendete und versuchte Tötungsdelikte. Zudem wurden 1334 Drogendelikte verfolgt – ein Kontrolldelikt, das ständig steigt, weil gerade rings um den Hauptbahnhof immer mehr kontrolliert wird.

Strenges Vorgehen gegen Drogenkonsum

Wo Gewalt und Drogen im Spiel sind, endet augenblicklich jede Empathie. Das gilt auch für die Szene im Nußbaumpark. Böhm: „Wir dulden keinen Drogenkonsum und schon gar keine Spritzen am Spielplatz.“ Zum PI-Bereich gehören 800 Gaststätten und 150 Hotels – 60 Prozent der gesamten Übernachtungskapazität in München.


Menschenmassen im Bahnhofsviertel

Eine große Herausforderung für die Beethoven-Wache ist die Sicherheit der enormen Menschenströme im Bahnhofsviertel. Im Herbst die sieben Millionen Wiesnbesucher, die in allen nur denkbaren Gemütszuständen Tag und Nacht durchs Viertel toben. Dazu täglich 450.000 Reisende am Hauptbahnhof und ständige Touristenströme. Und das alles in einem babylonischen Sprachgewirr. Dazu begleiteten die Beamten im vergangenen Jahr noch 600 Veranstaltungen und 200 Versammlungen.


Nicht immer geht alles gut: Während der Oktoberfeste 2014 und 2015 verunglückten zwei Wiesngäste aus Dänemark und Australien auf der Bayer- und Landsberger Straße tödlich. Auch die Lindwurm-, Kapuziner- und Fraunhoferstraße gehören zu den stark befahrenen Innenstadt-Achsen. Immer hat die Beethoven-Wache sieben, oft bis zu zehn Streifenwagen auf der Straße. 3900 Unfälle geschahen 2015. Meist blieb es bei Blechschäden und Parkremplern, aber es gab auch 464 Verletzte und einen Toten. 90.000 Knöllchen (246 täglich) haben die Damen der Parküberwachung verteilt. Parken in zweiter Reihe führt ständig zu Beschwerden.

Problem-Schwerpunkt Klinikviertel

Der Übergang vom Bahnhofs- ins Klinikviertel an der Schillerstraße ist abrupt. Das von Pförtnern und Schranken bewachte Klinikviertel ist kein Kriminalitäts-Schwerpunkt, dennoch arbeitsreich: „Wir begleiten täglich Transporte von psychisch Kranken, Drogensüchtigen oder aggressiven Betrunkenen“, erzählt Böhm. Rund 400 solche Einsätze gab es allein im Jahr 2015.

Jung und lebendig zeigt sich der Mittelpunkt der Isarvorstadt, das Trendviertel Gärtnerplatz. Viele Gaststätten, eine große Open-Air-Szene speziell auf dem Gärtnerplatz – das führt öfter zu Ärger mit den Anwohnern. Die Situation hat sich zwar zuletzt etwas beruhigt. Allerdings sind Ruhestörungen im gesamten Revierbereich mit rund 1500 Beschwerden jährlich ein Dauerthema.

Die Reviergrenze läuft entlang dem Isarufer

Die Reviergrenze verläuft an der Isar und am Europäischen Patentamt. Letzteres ist exterritoriales Gebiet, das die Polizei nur in Absprache betreten darf.

Auf dem Gehsteig der Erhardtstraße wurde im Mai 2013 der Ingenieur Domenico Lorusso (31) im Streit von einem Unbekannten erstochen. Ein ungeklärter Mord, bis heute Thema im Viertel.

Hinauf geht die Fahrt zur Schwanthalerhöhe, ins neue Messegelände und tief ins Westend. Das war früher als Glasscherbenviertel verrufen. Doch das alte Arbeiterviertel hinter der Augustiner-Brauerei mit seiner Schwemmen- und Stüberl-Kultur und den verwinkelten Hinterhöfen hat sich herausgeputzt. Finstere Ecken sind heute begrünt, jeder Hinterhof hier hat viele Augen. Böhm: „Praktisch für uns. Einer hat immer was gesehen.“ Früher lebten hier viele Ausländer. Doch ihr Anteil sinkt, wie auch der Anteil der älteren Menschen. Dennoch funktioniert das soziale Miteinander. Genauso wie im Schlachthofviertel, einem traditionelle Wohn- und Handwerkerviertel. Viele alte Münchner leben hier, und unter ihnen so manches liebenswerte Original. Zum Beispiel Maßschneider Georg Dimakopoulos, der in seiner Werkstatt an der Zenettistraße 47 ost Polizei-Besuch bekommt. Der 81-Jährige repariert mit seiner 54 Jahre alten Pfaff-Nähmaschine fachkundig alte Lederjacken.


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Ein Original: Lederschneider Georg Dimakopoulos repariert alte Polizeijacken.© Klaus Haag
Bleibt noch als Herzstück die 42 Hektar große Theresienwiese, wo bald das Frühlingsfest und dann der Flohmarkt kommt, wo ab Juli die Wiesn und bald danach das Winter-Tollwood aufgebaut wird. Hier bekommt die PI stets Verstärkung, jedoch arbeiten auch viele Beethoven-Polizisten in der Wiesnwache. Böhms Blick fällt auf das Mahnmal des Wiesn-Attentats vom 26. September 1980 mit 13 Toten. „Es gab 211 Verletzte damals. Die werden oft vergessen.“

Wer so viel sieht, kehrt am Ende seiner Schicht dankbar zurück in das eigene, geordnete Leben. Die Not vieler Menschen hat auch Stefanie Schmidhuber verändert: „Seit ich hier arbeite“, sagt sie nachdenklich, „habe ich einen anderen Blick aufs Leben.“

Der Fall aus dem Viertel: Tödlicher Stich aus verschmähter Liebe


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Natallia G. wurde 2013 ermordet.© Sigi Jantz
Sie war einen Schönheit und ihr grauenhafter Tod schockte im März 2013 das Bahnhofsviertel: Aus verschmähter Liebe erstach der Ex-Soldat Jurij S. (47) am 5. März 2013 die Bardame Natallia G. (35) in der Tabledancebar „Kapitol“ an der Arnulfstraße. Es war sein erster Abend in Freiheit, nachdem er wegen versuchten Mordes eine lange Haftstrafe abgesessen hatte. Natallia habe ihn angeblich „kleiner Pinguin“ genannt und eine Beziehung mit ihm abgelehnt. Da drehte S. durch: Er stieß der jungen Frau ein Messer in den Bauch. S. wird den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.
Die PI 14 in Zahlen: „Die Beethovenwache“

Die ganze Welt tummelt sich im dicht besiedelten Bereich der PI 14 in der Beethovenstraße 5 im Westend. Die meisten Münchner kennen sie als „Beethovenwache“. Im Inspektionsbereich leben fast 83 000 Menschen auf 6,1 Quadratkilometern. Die Reviergrenzen formen auf der Landkarte ein Riesen-Herz mit Delle. In der Herzensmitte die Theresienwiese umfasst das Gebiet das ganze südliche Bahnhofsviertel bis zum Altstadtring, das Gärtnerplatzviertel und das neue Wohnviertel an der alten Messe, das Schlachthofviertel, die Schwanthalerhöhe und eben das ehemals wilde Westend, das so wild gar nicht mehr ist, sondern ziemlich „angesagt“ und damit zunehmend chic und teuer. In der PI 14 arbeiten 170 Beamte. Das entspricht einem Polizisten auf 426 Einwohner. In den Jahren 2015 und 2016 fuhren die Beamten jeweils rund 27.000 Notrufeinsätze. Ebenfalls jährlich müssen 10.000 Straftaten bearbeitet werden. Zum Revier gehören u.a. Justizpalast, Circus Krone, der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), mehrere Auslandsvertretungen, der Bayerische Rundfunk sowie 30 Schulen.

Große Serie: Polizeiinspektionen in München

PI 14: Vom Bahnhofs-Basar bis zur Isar
Aktualisiert: 02.04.17 08:21


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München international: Oliver Böhm und Stefanie Schmidhuber auf der Landwehrstraße. © Klaus Haag
Der Münchner Merkur und die tz starten ihre große Serie über die Münchner Polizei. Brennpunkte, Schwerpunkte und kuriose Fälle: Wir haben das für jedes Viertel zusammengefasst. Heute: die PI 14 für die Ludwigs- und Isarvorstadt und das Westend.

München - Es ist ein riesiger Basar mit ganz eigenen Regeln, ein Sammelbecken der Kulturen, gewachsen in Jahrzehnten: das südliche Bahnhofsviertel. Schwer durchschaubar, meistens friedlich – und ganz plötzlich doch auch ein Pulverfass mit sehr kurzer Lunte. Wenn sich Ärger anbahnt, sind die Beamten der Beethovenwache zur Stelle. Die Zuständigkeit der PI 14 reicht bis weit in die Isarvorstadt.

An manchen Tagen streifen Polizeihauptkommissar Oliver Böhm (50) und Polizeiobermeisterin Stefanie Schmidhuber (30) bewusst in Zivil durch die Straßen des südlichen Bahnhofsviertels – seit Monaten der Dauer-Brennpunkt in der Stadt. Denn: „In der Uniform sind wir hier oftmals nur Zweiter.“ Der Beweis ist schnell geführt: Angesichts der beiden Uniformierten verstummen Gespräche, Blicke werden wachsam. „Wir haben es hier oft mit Menschen zu tun, die in ihren Herkunftsländern schlechte Erfahrung mit der Polizei gemacht haben“, erzählt Böhm. Einige Männer wechseln tatsächlich die Straßenseite, andere verschwinden im nächsten Laden. Wieder andere grüßen betont lässig. Ja, man kennt sich. Aber man hält Abstand. Der Bettler, gerade noch sehr aktiv, bedeckt rasch seine Verstümmelung und erstarrt. „Sobald wir weg sind, singt er wieder und klappert mit der Geldbüchse,“ vermutet Oliver Böhm. Meistens bleibt es bei einer Ermahnung. Auch mit einem Lächeln. Empathie ist Teil des ungeschriebenen Leitbildes der Beethovenwache, die Polizeidirektor Hans Reisbeck (57) sogar konkret fordert von seinen 40 weiblichen und 130 männlichen Beamten. Einige von ihnen sprechen türkisch, serbisch, italienisch und die pakistanische Amtssprache Urdu – sehr willkommen in einem Inspektionsbereich, in dem 32 Prozent der Bewohner Ausländer sind.


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© Klaus Haag
Die Bettler sind nicht das Problem

Die Bettler sind nicht das große Problem. Auch nicht der Hauptbahnhof selbst, der seine eigene Inspektion hat. Das Problem sind die Trinker, die im Umfeld des Bahnhofs pöbeln und schlägern. Auch die Dealer und ihre Kunden sowie junge, unbegleitete männliche Flüchtlinge, die auch mal ethnische Konflikte auf der Straße austragen. Und dann ist da noch die Partyszene aus der Innenstadt, die nachts ins Bahnhofsviertel kommt.

Die PI 14 bearbeitete 2015 insgesamt 2852 Delikte der Straßenkriminalität, darunter 65 Wohnungseinbrüche, 232 Kfz-Delikte, 60 Trickbetrügereien und 43 Fälle illegaler Prostitution. Zudem ereigneten sich 96 Raubüberfälle, 398 gefährliche und schwere Körperverletzungen, 55 Sexualdelikte sowie fünf vollendete und versuchte Tötungsdelikte. Zudem wurden 1334 Drogendelikte verfolgt – ein Kontrolldelikt, das ständig steigt, weil gerade rings um den Hauptbahnhof immer mehr kontrolliert wird.

Strenges Vorgehen gegen Drogenkonsum

Wo Gewalt und Drogen im Spiel sind, endet augenblicklich jede Empathie. Das gilt auch für die Szene im Nußbaumpark. Böhm: „Wir dulden keinen Drogenkonsum und schon gar keine Spritzen am Spielplatz.“ Zum PI-Bereich gehören 800 Gaststätten und 150 Hotels – 60 Prozent der gesamten Übernachtungskapazität in München.


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Nußbaumpark: Treffpunkt für Trinker und Süchtige. © Klaus Haag
Menschenmassen im Bahnhofsviertel

Eine große Herausforderung für die Beethoven-Wache ist die Sicherheit der enormen Menschenströme im Bahnhofsviertel. Im Herbst die sieben Millionen Wiesnbesucher, die in allen nur denkbaren Gemütszuständen Tag und Nacht durchs Viertel toben. Dazu täglich 450.000 Reisende am Hauptbahnhof und ständige Touristenströme. Und das alles in einem babylonischen Sprachgewirr. Dazu begleiteten die Beamten im vergangenen Jahr noch 600 Veranstaltungen und 200 Versammlungen.

Bilder: Auf Streife mit der PI 14 vom Westend bis zur Isar

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Nicht immer geht alles gut: Während der Oktoberfeste 2014 und 2015 verunglückten zwei Wiesngäste aus Dänemark und Australien auf der Bayer- und Landsberger Straße tödlich. Auch die Lindwurm-, Kapuziner- und Fraunhoferstraße gehören zu den stark befahrenen Innenstadt-Achsen. Immer hat die Beethoven-Wache sieben, oft bis zu zehn Streifenwagen auf der Straße. 3900 Unfälle geschahen 2015. Meist blieb es bei Blechschäden und Parkremplern, aber es gab auch 464 Verletzte und einen Toten. 90.000 Knöllchen (246 täglich) haben die Damen der Parküberwachung verteilt. Parken in zweiter Reihe führt ständig zu Beschwerden.

Problem-Schwerpunkt Klinikviertel

Der Übergang vom Bahnhofs- ins Klinikviertel an der Schillerstraße ist abrupt. Das von Pförtnern und Schranken bewachte Klinikviertel ist kein Kriminalitäts-Schwerpunkt, dennoch arbeitsreich: „Wir begleiten täglich Transporte von psychisch Kranken, Drogensüchtigen oder aggressiven Betrunkenen“, erzählt Böhm. Rund 400 solche Einsätze gab es allein im Jahr 2015.

Jung und lebendig zeigt sich der Mittelpunkt der Isarvorstadt, das Trendviertel Gärtnerplatz. Viele Gaststätten, eine große Open-Air-Szene speziell auf dem Gärtnerplatz – das führt öfter zu Ärger mit den Anwohnern. Die Situation hat sich zwar zuletzt etwas beruhigt. Allerdings sind Ruhestörungen im gesamten Revierbereich mit rund 1500 Beschwerden jährlich ein Dauerthema.

Die Reviergrenze läuft entlang dem Isarufer

Die Reviergrenze verläuft an der Isar und am Europäischen Patentamt. Letzteres ist exterritoriales Gebiet, das die Polizei nur in Absprache betreten darf. Auf dem Gehsteig der Erhardtstraße wurde im Mai 2013 der Ingenieur Domenico Lorusso (31) im Streit von einem Unbekannten erstochen. Ein ungeklärter Mord, bis heute Thema im Viertel.

Hinauf geht die Fahrt zur Schwanthalerhöhe, ins neue Messegelände und tief ins Westend. Das war früher als Glasscherbenviertel verrufen. Doch das alte Arbeiterviertel hinter der Augustiner-Brauerei mit seiner Schwemmen- und Stüberl-Kultur und den verwinkelten Hinterhöfen hat sich herausgeputzt. Finstere Ecken sind heute begrünt, jeder Hinterhof hier hat viele Augen. Böhm: „Praktisch für uns. Einer hat immer was gesehen.“ Früher lebten hier viele Ausländer. Doch ihr Anteil sinkt, wie auch der Anteil der älteren Menschen. Dennoch funktioniert das soziale Miteinander. Genauso wie im Schlachthofviertel, einem traditionelle Wohn- und Handwerkerviertel. Viele alte Münchner leben hier, und unter ihnen so manches liebenswerte Original. Zum Beispiel Maßschneider Georg Dimakopoulos, der in seiner Werkstatt an der Zenettistraße 47 ost Polizei-Besuch bekommt. Der 81-Jährige repariert mit seiner 54 Jahre alten Pfaff-Nähmaschine fachkundig alte Lederjacken.


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Ein Original: Lederschneider Georg Dimakopoulos repariert alte Polizeijacken.© Klaus Haag
Bleibt noch als Herzstück die 42 Hektar große Theresienwiese, wo bald das Frühlingsfest und dann der Flohmarkt kommt, wo ab Juli die Wiesn und bald danach das Winter-Tollwood aufgebaut wird. Hier bekommt die PI stets Verstärkung, jedoch arbeiten auch viele Beethoven-Polizisten in der Wiesnwache. Böhms Blick fällt auf das Mahnmal des Wiesn-Attentats vom 26. September 1980 mit 13 Toten. „Es gab 211 Verletzte damals. Die werden oft vergessen.“

Wer so viel sieht, kehrt am Ende seiner Schicht dankbar zurück in das eigene, geordnete Leben. Die Not vieler Menschen hat auch Stefanie Schmidhuber verändert: „Seit ich hier arbeite“, sagt sie nachdenklich, „habe ich einen anderen Blick aufs Leben.“

Der Fall aus dem Viertel: Tödlicher Stich aus verschmähter Liebe


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Natallia G. wurde 2013 ermordet.© Sigi Jantz
Sie war einen Schönheit und ihr grauenhafter Tod schockte im März 2013 das Bahnhofsviertel: Aus verschmähter Liebe erstach der Ex-Soldat Jurij S. (47) am 5. März 2013 die Bardame Natallia G. (35) in der Tabledancebar „Kapitol“ an der Arnulfstraße. Es war sein erster Abend in Freiheit, nachdem er wegen versuchten Mordes eine lange Haftstrafe abgesessen hatte. Natallia habe ihn angeblich „kleiner Pinguin“ genannt und eine Beziehung mit ihm abgelehnt. Da drehte S. durch: Er stieß der jungen Frau ein Messer in den Bauch. S. wird den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.
Die PI 14 in Zahlen: „Die Beethovenwache“

Die ganze Welt tummelt sich im dicht besiedelten Bereich der PI 14 in der Beethovenstraße 5 im Westend. Die meisten Münchner kennen sie als „Beethovenwache“. Im Inspektionsbereich leben fast 83 000 Menschen auf 6,1 Quadratkilometern. Die Reviergrenzen formen auf der Landkarte ein Riesen-Herz mit Delle. In der Herzensmitte die Theresienwiese umfasst das Gebiet das ganze südliche Bahnhofsviertel bis zum Altstadtring, das Gärtnerplatzviertel und das neue Wohnviertel an der alten Messe, das Schlachthofviertel, die Schwanthalerhöhe und eben das ehemals wilde Westend, das so wild gar nicht mehr ist, sondern ziemlich „angesagt“ und damit zunehmend chic und teuer. In der PI 14 arbeiten 170 Beamte. Das entspricht einem Polizisten auf 426 Einwohner. In den Jahren 2015 und 2016 fuhren die Beamten jeweils rund 27.000 Notrufeinsätze. Ebenfalls jährlich müssen 10.000 Straftaten bearbeitet werden. Zum Revier gehören u.a. Justizpalast, Circus Krone, der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), mehrere Auslandsvertretungen, der Bayerische Rundfunk sowie 30 Schulen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 27. Mai 2017, 16:13:22 
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Wer ist der Mörder von Domenico L.?

Noch immer nicht aufgeklärt: Isar-Mord jährt sich
Aktualisiert: 27.05.17 12:09

Vor vier Jahren wurde Domenico L. von einem Unbekannten niedergestochen. Noch heute ist der so genannte Isar-Mord nicht aufgeklärt - für die Hinterbliebenen kaum auszuhalten.

München - Welch trauriger Tag für alle, die ihn liebten. Und es sind viele Menschen, die an diesem Sonntag an ihn denken und vielleicht eine Kerze für ihn anzünden werden: Am 28. Mai jährt sich bereits zum vierten Mal der unbegreifliche und bis heute ungeklärte Mord an dem jungen Luft- und Raumfahrtingenieur Domenico L. (†31).


Auf der Heimfahrt mit dem Radl wurde Domenicos Freundin an jenem Frühlings-Abend 2013 um 22 Uhr auf der Erhardtstraße gegenüber des Europäischen Patentamtes völlig grundlos von einem Fremden angespuckt. Domenico hielt an, kehrte um, stellte den Flegel zur Rede. Der zückte ein Messer, stach ein einziges Mal zu. Der junge Italiener sank sterbend zu Boden und verblutete. Der Täter floh in der allgemeinen Verwirrung.

Isarmord als „Tatort“: Münchner Polizei twittert

Bei dem tödlichen Stich hatte er sich selbst geschnitten und Blut verloren. Darum hat die Mordkommission seine DNA. Doch Abgleiche in allen verfügbaren Datenbanken im In- und Ausland führten bis heute zu keinem Treffer. Der rätselhafte Fall zählt zu den aufwändigsten Ermittlungen der Münchner Kriminalgeschichte. 5800 Männer mussten Speichelproben abgeben, 16.000 Männer wurden überprüft, 686 Ermittlungsspuren angelegt. Und bis heute hofft die Ermittlungsgruppe Cornelius (Tel. 089/2910-0) auf mögliche Zeugen oder Mitwisser, die sich bislang noch nicht gemeldet haben.

https://www.tz.de/muenchen/stadt/ludwig ... 54559.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 12. Juli 2017, 09:29:58 
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Messer-Attacke
Läuft hier der Isar-Mörder?

http://www.bild.de/regional/muenchen/is ... .bild.html


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