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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 16. Dezember 2012, 18:45:33 
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Die Leiche fehlt – und damit der Beweis für Mord



Gelsenkirchen, 12.11.2010, Oliver Schmeer
Der ausgebrannte Mercedes Viano von Annette. L. wurde Ende Juni gefunden. Foto: Heinrich Jung WAZFotoPool

Der ausgebrannte Mercedes Viano von Annette. L. wurde Ende Juni gefunden. Foto: Heinrich Jung WAZFotoPool

Gelsenkirchen. Annette L. ist verschwunden, und das schon fast ein halbes Jahr lang. Die Polizei ermittelt und ist sich sicher: Ihr Ehemann hat sie umgebracht. Doch die Leiche fehlt – und damit der letzte Beweis für seine Schuld.

Fast ein halbes Jahr schon ist Annette L. verschwunden. Die Polizei geht von einem Kapitalverbrechen aus, davon dass die 44-Jährige tot ist. Und sie ist sich sicher: Der Ehemann war der Täter.



Selten hat sie sich so weit aus dem Fenster gelegt, vielleicht auch weil der einzige Hauptverdächtige, Dirk L., selbst Polizist ist. Seit über zwei Monaten liegen die Akten bei der Staatsanwaltschaft in Essen. Doch Anklage wurde bislang nicht erhoben. „Wir sind jetzt in der entscheidenden Phase“, so Staatsanwalt Marcus Schütz.

Selten hat ein Fall die Öffentlichkeit in Gelsenkirchen so bewegt: Anfang Juni kam die erste Meldung, dass die vierfache Mutter verschwunden ist. Schon bald rückte der Ehemann ins Zentrum der Ermittlungen, der erst einige Tage nach dem Verschwinden Vermisstenanzeige erstattet hatte. Drei Wochen später wurde ihr Wagen ausgebrannt in der Haard gefunden. Nach Zeugenhinweisen auch die verbrannten Matratzen aus dem Ehebett.
Lange Indizienkette

Die Indizienkette gegen den Ehemann, der eine schwangere Freundin hatte, ebenfalls Polizistin, wurde dichter und dichter. Er soll sich in Widersprüche verwickelt haben, auch falsche Aussagen gemacht haben. Er ist weiter vom Dienst suspendiert, aber ansonsten ein freier Mann. Trotz des Einsatzes von Hundertschaften, Tauchern und Hundestaffeln wurde die Leiche von Annette L. aber nicht gefunden.

Polizei sucht in der Haard nach der vermissten Annette Lindemann


Suchaktion zur vermissten Angelika Lindemann (44) aus Gelsenkirchen am Donnerstag, 05.08.2010 in Erkenschwick. Eine Hundertschaft der Polizei Essen durchsuchte ein 40 Hektar großes Waldstück in der Haard. Sowohl Hundeführer, als auch eine Reiterstaffel aus Dortmund waren im Einsatz, um die seit dem 25.6. vermisste Gelsenkirchenerin zu finden.

Suchaktion zur vermissten Angelika Lindemann (44) aus Gelsenkirchen am Donnerstag, 05.08.2010 in Erkenschwick. Eine Hundertschaft der Polizei Essen durchsuchte ein 40 Hektar großes Waldstück in der Haard. Sowohl Hundeführer, als auch eine Reiterstaffel aus Dortmund waren im Einsatz, um die seit dem 25.6. vermisste Gelsenkirchenerin zu finden.
Suchaktion zur vermissten Angelika Lindemann (44) aus Gelsenkirchen am Donnerstag, 05.08.2010 in Erkenschwick. Eine Hundertschaft der Polizei Essen durchsuchte ein 40 Hektar großes Waldstück in der Haard. Sowohl Hundeführer, als auch eine Reiterstaffel aus Dortmund waren im Einsatz, um die seit dem 25.6. vermisste Gelsenkirchenerin zu finden. Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ Fotopool
* Foto: WAZ Fotopool

Suchaktion zur vermissten Angelika Lindemann (44) aus Gelsenkirchen am Donnerstag, 05.08.2010 in Erkenschwick. Eine Hundertschaft der Polizei Essen durchsuchte ein 40 Hektar großes Waldstück in der Haard. Sowohl Hundeführer, als auch eine Reiterstaffel aus Dortmund waren im Einsatz, um die seit dem 25.6. vermisste Gelsenkirchenerin zu finden. Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ Fotopool

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Und das ist Hauptproblem für den Staatsanwalt: Eine Anklage ohne Leiche ist ein juristischer Drahtseilakt. Eine Tat, Mord oder Totschlag, muss allein mit Indizien ohne ein Geständnis – der Verdächtige schweigt – nachgewiesen werden und die Beweiskette muss vor einem Richter stand halten. Und grotesk mutet geradezu an: Die Staatsanwaltschaft müsste nachweisen, dass das mutmaßliche Opfer auch tot ist. „Das ist das Entscheidende“, weiß auch der Staatsanwalt. Auch dass das Auto ausbrannte, die Matratzen versengt auf einer Müllhalde gefunden wurden, mag die Öffentlichkeit im Urteil bestärken, ist aber auch nicht mehr als ein Indiz. Juristisch bliebe vielleicht bei den Matratzen nicht mehr als die illegale Müll-Entsorgung.

Seit gut zwei Monaten arbeitet sich Schütz durch die 200 Aktenordner. Er hat auch andere Fälle zu bearbeiten, aber dieser nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Eine mögliche Anklage ohne Opfer ist keine Seltenheit und füllt die Fachliteratur. Doch kein Fall ist wie der andere. „Das ist eine komplizierte Beweisführung“, gesteht Schütz. Auf jedes Detail, auf jede Nuance muss er achten, die Ermittlungsakten weiter durcharbeiten. Schütz ist vorsichtig in seinen Äußerungen. Wen wundert’s. Doch er sagt auch, dass es noch in diesem Jahr zu einer Anklage kommen wird.
Mord verjährt nicht

Nur zu welcher Anklage, das sagt er verständlicher Weise nicht. Es gibt auch andere Delikte, die dem Tatverdächtigen offenbar zur Last gelegt werden können. Wegen des ausgebrannten Pkw vielleicht, wegen Finanzdelikten oder Betrugsfällen? Es gibt Andeutungen zu Geldproblemen. Näheres ist dazu aber nicht zu erfahren. Gewiss wird nur hieb- und stichfest und nicht voreilig auch wegen eines Kapitalverbrechens angeklagt. Denn Mord verjährt nicht. Und die Polizei ist sich sicher: Irgendwann wird die Leiche gefunden und damit der vielleicht letzte Beweis.

derwesten

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 16. Dezember 2012, 18:46:00 
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Von F. SCHNEIDER, M. Engelberg und A. WEGENER
Gelsenkirchen – Er ist Polizist, hat viele Kriminalfälle aufgeklärt. Jetzt steht Oberkommissar Dirk L. (43) wegen schwerer Brandstiftung in Gelsenkirchen selbst vor Gericht. Doch die Kripo ist sicher, dass Dirk L. ein noch viel schlimmeres Verbrechen begangen hat ...

Anklage gegen Ehemann erhoben

Der bizarre Fall:
• Seit Jahren hat Dirk L. eine Affäre mit einer Kollegin (33). Die Neue wird schwanger, drängt auf ein Treffen mit Annette. Ein Ermittler: „Sein Doppelleben ist Dirk L. über den Kopf gewachsen.“
• Damit es nicht zum Treffen kommt, soll der Polizist einen Hausflur mit Benzin geflutet und Feuer gelegt haben.
• Am 7. Juni 2010 meldet Dirk seine Frau vermisst. Seinen Kollegen sagt er, seine Frau sei häufiger weggelaufen. Ihre Freundinnen behaupten, Annette hätte ihre vier Kinder (5–12) nie im Stich gelassen.
• 18 Tage nach der Vermisstenanzeige wird Annettes ausgebrannter Mercedes Viano im Wald gefunden. Verdächtig: Spürhunde führen die Ermittler vom Feuerauto zu Dirks Elternhaus.
• Auf einer alten Halde finden die Beamten eine verbrannte Matratze. DNA-Tests belegen: Sie stammt aus dem Ehebett von Annette und Dirk. Mysteriös: Der Oberkommissar hatte schon vor der Vermisstenmeldung eine neue Matratze bestellt.
Gestern Abend wurde Dirk L. wegen schwerer Brandstiftung zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt – ohne Bewährung! Ein hartes Urteil, die Staatsanwaltschaft hatte weniger gefordert.
Der Staatsanwalt: „Aber die Ermittlungen wegen des Tötungsdeliktes laufen weiter.“


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 16. Dezember 2012, 18:46:26 
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Essen – Der Prozesstag begann mit einer Überraschung. Oberkommissar Dirk L. (44) hat bisher immer geschwiegen. Im Polizeiverhör, vorm Amtsgericht Gelsenkirchen. Doch gestern lies der angeklagte Polizist eine Erklärung verlesen.

Eine Lebensbeichte kam aber nicht: „Ich bin unschuldig, ein Opfer der Justiz und der Ermittler, ich lebe seit den Anschuldigungen in Isolation, bin psychisch krank.

Und am meisten leide ich, dass meine Ehefrau Annette spurlos verschwunden ist...“

Dirk L. steht wegen versuchter schwerer Brandstiftung vorm Landgericht. Doch er ist auch verdächtig, seine Frau umgebracht zu haben – seit 2 Jahren ist Annette L. (44) verschwunden (BILD berichtete).

Auf den ersten Blick hat der gescheiterte Brandanschlag nichts mit dem Mordverdacht zu tun. Auf den zweiten schon. Die Ermittler vermuten: Das Feuer bei der Freundin seiner Ehefrau sollte verhindern, dass sein Doppelleben auffliegt.

Ein Unbekannter hatte im April 2010 im Treppenhaus von Annettes Freundin Benzin vergossen und angezündet. Aus purem Glück erlosch das Feuer, oben im Haus schlief der Sohn (12) der Freundin. Heute sind die Ermittler sicher: Dirk L. legte das Feuer, um eine neue Ausrede zu haben, damit es kein Treffen zwischen Ehefrau und Geliebter gibt.

Als er nach Annettes Verschwinden unter Mordverdacht geriet, durchsuchten Ermittler seine heimliche Zweitwohnung. Dort fanden sie Stoffreste, wie sie beim Brandanschlag verwendet wurden.

Zudem wusste er zu früh Details von der Tat. Staatsanwalt Marcus Schütz (34): „Er hat behauptet, das hätten ihm Kollegen erzählt, das konnte aber widerlegt werden.“ Die neueste Version: Eine unbekannte Frau habe angerufen und vom Brandanschlag erzählt.

Gestern wurde nicht geklärt, was mit Annette L. geschah. Doch noch ist dem Oberkommissar das perfekte Verbrechen nicht gelungen. Schütz: „Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes gehen weiter.“ Neues Indiz gestern im Prozess: Die Geliebte zog kurz nach Annettes Verschwinden in sein Haus. Also muss er damals gewusst haben, dass sie nie mehr zurückkommen würde...

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 16. Dezember 2012, 18:46:56 
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Gelsenkirchen. Im Frühsommer 2010 verschwand die ehemalige Polizistin Annette Lindemann. Von ihrer Leiche fehlt jede Spur. Ihr Mann gilt als tatverdächtig, doch beweisen kann ihm die Polizei nichts.

Irgendwo draußen wird sie liegen. Vermutlich vergraben. An einem Ort fernab öffentlicher Wege. An einem Ort, an dem niemand Abschied nehmen kann von der 44-Jährigen. Fast acht Monate ist es jetzt her, dass die Gelsenkirchener Polizistenfrau Annette Lindemann, Mutter von vier Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren, verschwand. Und noch immer fehlt jede Spur von ihr.

Für Polizei und Staatsanwaltschaft ist weiterhin Ehemann Dirk der mutmaßliche Täter. Sie glauben, dem Polizeibeamten von der Gelsenkirchener Wache Nord in Buer nachzuweisen, dass er seine Ehefrau in der Nacht zum 30. Mai 2010 im Schlafzimmer der Ehewohnung getötet und die Leiche an einen unbekannten Ort gebracht hat. Aber Anklage gegen ihn erhebt die Staatsanwaltschaft nicht. „Uns fehlt die Leiche“, sagt Staatsanwalt Marcus Schütz.

Rolf Lichtenberg fehlt die Schwester. „Ich bin traurig, wütend, enttäuscht“, sagt der 57 Jahre alte Beamte. Damit meint er nicht die Ermittlungsarbeit: „Die Mordkommission hat sehr engagiert ermittelt.“ Er beschreibt mit diesen Worten seine Gefühle, nachdem ihm und seiner Frau klar wurde, dass er seine Schwester nicht mehr lebend wiedersehen wird. Schwer zu schaffen macht ihm auch, dass er keinen Kontakt mehr zu seinen vier Neffen hat. Denn den könnte er nur über den Mann bekommen, den er für den Mörder seiner Schwester hält.

Kein Abschied am Grab
„Ich habe ihm klipp und klar gesagt, er soll für Annette einen würdigen Abschluss ermöglichen, er soll dabei an die Kinder denken.“ Dass die Kinder keinen Abschied von ihrer Mutter nehmen durften, dass es kein Grab gibt, keine Beerdigung – es macht ihn traurig und wütend. In Essen-Kupferdreh sind seine Schwester und er aufgewachsen. Er, der Ältere, hat gesehen, wie sie zur Polizei ging, ihren Mann kennenlernte und nach einem Unfall berufsunfähig wurde. Dann kamen die Kinder, es sah alles harmonisch aus.

Am 7. Juni 2010 hatte Dirk Lindemann seine Ehefrau als vermisst gemeldet. Seit dem 2. Juni sei sie verschwunden. Rolf Lichtenberg glaubt dem Schwager kein Wort: „Ich halte ihn für den Schuldigen.“ Dass seine Schwester aus der Wohnung läuft und ihre Kinder im Stich lässt, weil ihr Mann fremdgeht? Nie. „Sie würde ihn rausschmeißen“, ist sich Lichtenberg sicher. Er räumt aber ein, dass er auch den Schwager anders beurteilt hatte, bevor dieser in Verdacht geriet: „Ich hatte immer einen guten Eindruck von ihm.“

Auf rund 3000 Seiten hat die „MK Buer“ niedergeschrieben, was sie bislang in diesem Fall ermittelt hat. Als der erste Verdacht auf den Polizisten Dirk Lindemann fiel, hat die Gelsenkirchener Polizei das Verfahren an die Essener Mordkommission abgegeben, um gar nicht erst den Verdacht der Kumpanei aufkommen zu lassen. Auszuschließen glaubt die Kripo, dass Annette Lindemann Selbstmord beging oder ihre Familie verließ. Denn dazu passt nicht, dass vermutlich am 3. Juni an einer Halde in Gelsenkirchen-Scholven die Matratzen aus dem Ehebett der Lindemanns verbrannt wurden.

Im Brandschutt findet sich auch noch ein Esprit-Jeansknopf mit DNA-Spuren, die zu Annette Lindemann passen könnten. Ehemann Dirk ordnen die Ermittler zudem den Kauf zweier Matratzen am 31. Mai im Dänischen Bettenlager zu.

Am 25. Juni entdecken Spaziergänger im Waldgebiet „Haard“ bei Marl den Mercedes „Viano“ (GE-AL 2701), den Annette Lindemann fuhr. Er ist vollständig ausgebrannt, Spuren gibt es nicht. Für die Kripo ist klar: Bei den Matratzen und beim Auto musste ein Täter Spuren vernichten, die auf den gewaltsamen Tod der Vermissten hinwiesen.

Spürhunde suchten
Eine Fährte gibt es: Spürhunde, denen eine Geruchsprobe von Dirk Lindemann vorgehalten wird, laufen vom Autowrack im Wald schnurstracks zum acht Kilometer entfernten Haus seines Vaters in Marl, in dem Dirk Lindemann sich oft aufhielt. Der Verdacht: Mit dem Fahrrad radelte er vom Brandort zum Haus des Vaters, wo er seinen eigenen Pkw abgestellt hatte.

Schon in den Tagen vor dem Fund des Autos hatte die „MK Buer“ ein Lügengeflecht des Dirk Lindemann ans Tageslicht gebracht. Trotz einer völligen Überschuldung lebte er auf 180 Quadratmetern in einer wohlhabenderen Wohngegend von Buer. Zusätzlich hatte er seit Anfang des Jahres gegenüber der Polizeiwache Nord ein Appartement angemietet. Und er hatte seit über einem Jahr ein Verhältnis mit einer 33 Jahre alten Kollegin, die seit dem Frühjahr schwanger von ihm war. Sexuelle Kontakte hatte er zeitgleich auch noch zu zwei anderen Frauen. „Der ging nicht fremd, der führte ein Doppelleben“, ordnet Wolfgang Küpper-Fahrenberg, Nebenklageanwalt von Rolf Lichtenberg ein. „Dirk, der stille Frauenheld“, nannte den Verdächtigen ein männlicher Kollege. Eine Freundin seiner Frau bezeichnete ihn als „Traumehemann“

Nur ehrlich war der 43-Jährige nicht. Seine Geliebte gab freimütig Auskunft. Wenn er einen gemeinsamen Urlaub versprochen hatte oder sie seine Ehefrau zur Aussprache treffen wollte, sei immer etwas dazwischen gekommen. Kurzfristig habe Dirk Lindemann wegen schlimmer Schicksalsschläge abgesagt: Tod seines Vaters, seiner Schwester, seines Schwagers, Brustkrebs der Ehefrau. Nichts davon stimmte. Und seiner Geliebten, die immer mehr auf ein Treffen mit seiner Frau drängte, soll er sogar schon am 12. Mai erzählt haben, Annette Lindemann sei verschwunden.

Verdachtsmomente sind es, Indizien
Wieder eine Lüge. Sie selbst sah die Nebenbuhlerin später in Buer. Und versuchte Ende Mai mehrfach, Annette Lindemann zu treffen. Eine Katas­trophe für ihren Ehemann. Denn die Trennung von seiner Frau hätte für ihn den finanziellen Ruin bedeutet, sind sich die Fahnder sicher.

Aber auch die Geliebte gerät in Verdacht, irgendetwas mit dem Verschwinden der Frau zu tun zu haben. Auch sie verwickelt sich in Widersprüche, hat Erinnerungslücken. Und zur mutmaßlichen Tatzeit sind in ihrem Handy entgegen sonstiger Gewohnheit alle SMS von Dirk Lindemann gelöscht. Nur für diesen Zeitraum, rund 70 Nachrichten waren es.

Verdachtsmomente sind es, Indizien. Mehr nicht. Aber keine durchschlagenden Beweise gegen den immer noch unbekannten Menschen, der weiß, wo da draußen der Leichnam der Annette Lindemann liegt.

Stefan Wette
Quelle: Der Westen.de

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 16. Dezember 2012, 18:47:37 
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02. September 2010

Kripo legt den Fall Lindemann zu den Akten. Lindemann bleibt weiter vermisst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 17. Dezember 2012, 23:52:20 
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KRIMINALITÄT
Mann von vermisster Annette L. wird wegen Brandstiftung und Kinderpornos angeklagt
26.07.2011 | 13:11 Uhr

Gelsenkirchen. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage gegen den Polizisten Dirk L. erhoben. Die Ermittler werfen dem 44-Jährigen versuchte Brandstiftung, Diebstahl und Besitz von Kinderpornographie vor. Der Mann ist zudem verdächtigt, seine Frau Annette L. getötet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Essen hat am Amtsgericht in Buer jetzt Anklage gegen den Gelsenkirchener Polizisten Dirk L. erhoben. Das teilte die Behörde am Dienstag mit. Die Ermittler werfen dem Beamten versuchte schwere Brandstiftung, Diebstahl und den Besitz von Kinderpornographie vor. Der 44 Jahre alte Polizist, der vom Dienst suspendiert ist, wird zudem weiterhin verdächtigt, seine Ehefrau Annette L. getötet zu haben. Nur fehlt bis heute der endgültige Beweis für den Mord - nämlich die Leiche der vierfachen Mutter. Seit Anfang Juni vergangenen Jahres ist die 44-Jährige, eine ehemalige Polizistin, spurlos verschwunden. Schnell geriet damals ihr Ehemann ins Visier der Ermittler, nachdem er sich bei Befragungen in Widersprüche verstrickt hatte. Im Zuge dieser Ermittlungen sind nun die Straftaten, die jetzt zur Anklage führten, ans Tageslicht gekommen.

Zu den Vorwürfen äußerte Dirk L. sich bisher nicht

Mit einer Hundertschaft hatte die Polizei im August vergangenen Jahres die 44 Jahre alte Annette L. auch in der Haard gesucht. Ohne Erfolg. Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ Fotopool
So hatten die Ermittler etwa den privaten Computer des Polizisten beschlagnahmt und auf der Festplatte Bilder mit Kinderpornographie gefunden. Anfang 2008 soll der Angeklagte sich auf einschlägigen Internetseiten mehrfach kinderpornographische Inhalte angesehen haben. Zwei Jahre später, im Februar 2010, soll Dirk L. seinem Vater, der in Marl lebt, zwei EC-Karten und eine Kreditkarte gestohlen haben. Andeutungen, dass der Polizist Geldprobleme hatte, gab es schon früh.

Außerdem wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann versuchte schwere Brandstiftung vor. Im April 2010 soll er an einem Abend auf der Treppe eines Mehrfamilienhauses an der Horst-Gladbecker-Straße in Gelsenkirchen gezündelt haben. Dort wohnt eine Freundin seiner vermissten Ehefrau. Der Versuch, das Benzin mit einem getränkten Stofflappen zu entzünden, misslang allerdings, so Oberstaatsanwalt Willi Kassenböhmer von der Essener Staatsanwaltschaft.

POLIZEI SUCHT IN DER HAARD NACH DER...

Für diese Straftaten, die nun zur Anklage führten, haben die Ermittler auch Beweise, nämlich Aufnahmen von Überwachungskameras, Kontoauswertungen und Gegenstände, die bei Dirk L. sichergestellt wurden. Zu den Vorwürfen äußerte der 44-Jährige sich bisher nicht. (mawo/we)

DerWesten

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/mann-von-vermisster-annette-l-wird-wegen-brandstiftung-und-kinderpornos-angeklagt-id4908107.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 27. November 2014, 15:42:16 
 
Mord ohne Leiche - Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt
27.11.2014 | 09:34 Uhr


Gelsenkirchen. Der Fall der vor viereinhalb Jahren spurlos verschwundenen Annette L. aus Gelsenkirchen wird wohl nie geklärt werden. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen vorerst eingestellt. Die Ermittler verdächtigen den Polizisten und Ehemann von Annette L. des Mordes an seiner Frau.

Seit viereinhalb Jahren sucht die Essener Mordkommission vergebens die Leiche einer 44-jährigen Frau. Im Frühsommer 2010 verschwindet die ehemalige Polizistin aus Gelsenkirchen spurlos von einem auf den anderen Tag . Obwohl es keine eindeutigen Beweise gibt, sind sich die Ermittler sicher: Annette L. ist tot, wurde umgebracht in ihrem Schlafzimmer, von ihrem Ehemann, dem Polizeibeamten Dirk L.. Angeklagt wegen Mordes wurde er bis heute dennoch nicht. Ohne die Leiche gibt es keinen Mordprozess.



Jetzt wurden die Ermittlungen gegen Dirk L. eingestellt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage dieser Redaktion am Donnerstagmorgen.

Annette L. – der Fall der verschwundenen Polizistin aus Gelsenkirchen

In der Nacht zum 30. Mai 2010 soll Dirk L. seine Frau im Schlafzimmer der Ehewohnung getötet und die Leiche an einen unbekannten Ort gebracht haben. In jenem Haus, in dem das Ehepaar zusammen mit ihren vier Söhnen lebt. Eine Woche später, am 7. Juni 2010 meldet Dirk L. seine Ehefrau als vermisst. Seit dem 2. Juni sei sie verschwunden.

Als der erste Verdacht auf den Polizisten Dirk L. fällt, gibt die Gelsenkirchener Polizei das Verfahren an die Essener Mordkommission ab, um gar nicht erst den Verdacht der Kumpanei aufkommen zu lassen. An einen Selbstmord glaubt die Kripo nicht, auch nicht daran, dass Annette L. ihre Familie verlassen haben könnte. Denn dazu passt nicht, dass vermutlich am 3. Juni an einer Halde in Gelsenkirchen-Scholven die Matratzen aus dem gemeinsamen Ehebett verbrannt wurden.

Im Brandschutt findet sich auch noch ein Esprit-Jeansknopf mit DNA-Spuren, die zu Annette L. passen könnten. Ehemann Dirk ordnen die Ermittler zudem den Kauf zweier Matratzen am 31. Mai im Dänischen Bettenlager zu.

Am 25. Juni entdecken Spaziergänger im Waldgebiet „Haard“ bei Marl den Mercedes Viano (GE-AL 2701), den Annette L. fuhr. Er ist vollständig ausgebrannt, Spuren gibt es nicht . Für die Kripo ist klar: Bei den Matratzen und beim Auto musste ein Täter Spuren vernichten, die auf den gewaltsamen Tod der Vermissten hinwiesen.

Eine Fährte gibt es: Spürhunde, denen eine Geruchsprobe von Dirk L. vorgehalten wird, laufen vom Autowrack im Wald schnurstracks zum acht Kilometer entfernten Haus seines Vaters in Marl, in dem Dirk L. sich oft aufhielt. Der Verdacht: Mit dem Fahrrad radelte er vom Brandort zum Haus des Vaters, wo er seinen eigenen Pkw abgestellt hatte.

Das Lügengeflecht des Dirk L.

Schon in den Tagen vor dem Fund des Autos hatte die „MK Buer“ ein Lügengeflecht des Dirk L. ans Tageslicht gebracht. Trotz einer völligen Überschuldung lebte er auf 180 Quadratmetern in einer wohlhabenderen Wohngegend von Buer. Zusätzlich hatte er seit Anfang des Jahres gegenüber der Polizeiwache Nord ein Appartement angemietet. Und er hatte seit über einem Jahr ein Verhältnis mit einer 33 Jahre alten Kollegin, die seit dem Frühjahr schwanger von ihm war. Sexuelle Kontakte hatte er zeitgleich auch noch zu zwei anderen Frauen. Seine Geliebte gab freimütig Auskunft. Wenn er einen gemeinsamen Urlaub versprochen hatte oder sie seine Ehefrau zur Aussprache treffen wollte, sei immer etwas dazwischen gekommen. Kurzfristig habe Dirk L. wegen schlimmer Schicksalsschläge abgesagt: Tod seines Vaters, seiner Schwester, seines Schwagers, Brustkrebs der Ehefrau. Nichts davon stimmte. Und seiner Geliebten, die immer mehr auf ein Treffen mit seiner Frau drängte, soll er sogar schon am 12. Mai erzählt haben, Annette L. sei verschwunden.

Wieder eine Lüge. Sie selbst sah die Nebenbuhlerin später in Buer. Und versuchte Ende Mai mehrfach, Annette L. zu treffen. Eine Katas­trophe für ihren Ehemann. Denn die Trennung von seiner Frau hätte für ihn den finanziellen Ruin bedeutet, sind sich die Fahnder sicher.

Anklage wegen Brandstiftung und Besitz von Kinderpornografie

2011 erhebt die Staatsanwaltschaft Essen Anklage am Amtsgericht Buer wegen Brandstiftung und Besitz von Kinderpornos gegen Dirk L.. Material, das während der Mordermittlungen sichergestellt wurde. Die Richter sprechen eine zweijährige Haftstraße aus. Antreten muss der vom Dienst suspendierte Gelsenkirchener Polizist diese aber nicht. 2012, im Berufungsverfahren am Essener Landgericht wird das Kinderpornografie-Verfahren eingestellt. Dirk L. bekommt eine Bewährungsstrafe wegen schwerer Brandstiftung. Ein Gutachter entlastet ihn: Es sei möglich, dass er nur zufällig auf den entsprechenden Seiten im Internet unterwegs war.

PROZESS

Polizist wegen Einbruch und Kinderpornos angeklagt
Dirk L., Polizist aus Gelsenkirchen, wird verdächtigt, seine Frau getötet zu haben. Von ihr fehlt seit 29. Mai jede Spur. Jetzt steht der 44-Jährige vor Gericht. Angeklagt sind aber andere Delikte: Brandstiftung, Einbruch und Besitz kinderpornografischer Schriften.
Es ist der vorerst letzte Tag an dem sich Dirk L. in der Öffentlichkeit äußert. Über seinen Verteidiger lässt er eine Erklärung verlesen, in der er Polizei und Justiz eine Verschwörung und einseitige Ermittlungen vorwirft . Die Polizei hätte ihn unter Druck gesetzt, Hilfestellungen seinerseits seien abgelehnt worden. Auch die Brandstiftung streitet er ab.

Seither ist es ruhig geworden im Fall Annette L.. Noch immer fehlt jede Spur von ihr. Es gibt kein Lebenszeichen und auch keine Leiche. Auch viereinhalb Jahre später gibt es keine Gewissheit für Familie und Freunde, keinen Ort, an dem sie Abschied nehmen können. Eines der dunkelsten Kapitel in der Gelsenkirchener Kriminalitätsgeschichte bleibt ungeklärt.

Stefan Wette und Sinan Sat

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 71065.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 18. Januar 2015, 16:47:38 
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Ermittlungen im Fall Annette Lindemann eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im Fall der vermissten Annette Lindemann aus Buer eingestellt.


Wie Radio-Emscher-Lippe heute berichtet, hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen im Fall der vermissten Annette Lindemann aus Buer eingestellt.
Annette Lindemann verschwand im Juni 2010 unter mysteriösen Umständen. Wenig später wurde ihr völlig ausgebranntes Auto in einem Waldstück bei Marl gefunden. Unter Verdacht, für das Verschwinden von Annette Lindemann verantwortlich zu sein, stand unmittelbar nach der Tat ihr Ehemann D. Lindemann.

Die Polizei ging davon aus, dass dieser seine Frau umgebracht haben könnte. Eine Anklage gehen ihn gab es aber nie, da bis heute keine Leiche von Annette Lindemann gefunden werden konnte. Der Fall schlug in Gelsenkirchen und Umgebung große Wellen der Anteilnahme los. Auch die Fernsehsendung Aktenzeichen XY ungelöst berichtete über das Verschwinden von Annette Lindemann. Bisher leider ergebnislos. Mit dem Einstellen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, scheint dem Täter ein perfektes Verbrechen gelungen zu sein. Solange jedenfalls, wie es sein Gewissen zulässt.

http://www.gelsenclan.de/index.php/ermi ... ngestellt/


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 21. Juli 2015, 10:57:20 
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POL-E: Essen- Gelsenkirchen- Haltern- Marl- Recklinghausen: Polizei sucht weiter nach der vermissten Annette Lindemann- Vierfache Mutter wurde im Mai 2010 zuletzt lebend gesehen

21.07.2015 – 09:39
POL-E: Essen- Gelsenkirchen- Haltern- Marl- Recklinghausen:
Polizei sucht weiter nach der vermissten Annette Lindemann-
Vierfache Mutter wurde im Mai 2010 zuletzt lebend gesehen

Essen (ots) - 45117 E-GE-RE: Seit fünf Jahren -Samstagabend, 29. Mai 2010-, wird die damals 44-jährige Annette Lindemann vermisst. Polizeiliche Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass die in Gelsenkirchen wohnhafte vierfache Mutter und frühere Polizistin einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. International wurde nach der Vermissten und dem ebenfalls verschwundenen Familien-Van, einem schwarzen Mercedes Viano, Kennzeichen GE- AL 2701 gesucht. Während Annette Lindemann bis heute verschollen ist, tauchte ihr schwarzer Van knapp vier Wochen später (Freitag, 25. Mai 2010) brennend, in einem dichten Wald der "Haard", wieder auf. Intensive Ermittlungen und öffentliche Fahndungsaufrufe konnten bis heute nicht klären, wo das Fahrzeug in den Wochen versteckt war. Obwohl das vermutete Gewaltverbrechen bereits über fünf Jahre zurückliegt, erreichen die Mordkommission in Essen unter der Leitung des Ersten Polizeihauptkommissars Michael Weskamp und die Oberstaatsanwältin Elke Hinterberg immer noch Hinweise. Aktuell nimmt die Polizei die aktive Suche wieder auf.

Zeugen wollen den schwarzen Daimler-Viano Tage nach dem spurlosen Verschwinden der Frau im Bereich GE-Resse und -Bismarck beobachtet haben. In einem räumlich begrenzten Bereich der Münsterstraße (B 227), der Johannes-Rau-Allee und der Willy-Brand-Allee (B 226) soll der Van in den Nachtstunden gesehen worden sein. Mit Beamten der Einsatzhundertschaft, der Hundestaffel, mit Polizeitauchern und der Unterstützung des THW werden (Dienstag, 21. Juli, 9 Uhr) noch unentdeckte Beweise gesucht.

Wer hat den schwarzen Mercedes-Van Ende Mai/ Juni 2010 im Bereich Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen oder an einem anderen Ort gesehen? Wer hat in diesem Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht? Jeder Hinweis kann der Polizei auch heute noch helfen, den bisher ungeklärten Fall zu lösen. Hinweise werden erbeten an die Polizei in Essen, Telefon 0201- 8290. /Peke

Rückfragen bitte an:
Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 22. Juli 2015, 08:10:14 
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21. Juli 2015 | 17.09 Uhr
Polizistin seit fünf Jahren vermisst
Neue Beweise zu Annette L.: Polizei startet große Suchaktion


Gelsenkirchen. Seit 2010 wird Annette Lindemann aus Gelsenkirchen vermisst. Die Polizei vermutet ein Gewaltverbrechen. Nachdem nun neue Beweise auftauchten, startete die Polizei am Dienstag eine neue Suchaktion mit mit einer Hundschaft, Tauchern und Hunden.
Seit fünf Jahren wird die damals 44-jährige Annette Lindemann vermisst. Polizeiliche Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass die in Gelsenkirchen wohnhafte vierfache Mutter und frühere Polizistin einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. International wurde nach der Vermissten und dem ebenfalls verschwundenen Familien-Van, einem schwarzen Mercedes Viano, Kennzeichen GE- AL 2701 gesucht.

Während Annette Lindemann bis heute verschollen ist, tauchte ihr schwarzer Van knapp vier Wochen später brennend, in einem dichten Wald der "Haard", wieder auf. Intensive Ermittlungen und öffentliche Fahndungsaufrufe konnten bis heute nicht klären, wo das Fahrzeug in den Wochen versteckt war.

Obwohl das vermutete Gewaltverbrechen bereits über fünf Jahre zurückliegt, erreichen die Mordkommission in Essen und die Oberstaatsanwältin Elke Hinterberg immer noch Hinweise. Aktuell nimmt die Polizei die aktive Suche wieder auf. Zeugen wollen den schwarzen Daimler-Viano Tage nach dem spurlosen Verschwinden der Frau im Bereich GE-Resse und -Bismarck beobachtet haben. Mit Beamten der Einsatzhundertschaft, der Hundestaffel, mit Polizeitauchern und der Unterstützung des THW wurden am Dienstag noch unentdeckte Beweise gesucht.

Die Polizei fragt weiterhin: Wer hat den schwarzen Mercedes-Van Ende Mai/ Juni 2010 im Bereich Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen oder an einem anderen Ort gesehen? Wer hat in diesem Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht? Jeder Hinweis kann der Polizei auch heute noch helfen, den bisher ungeklärten Fall zu lösen. Hinweise werden erbeten an die Polizei in Essen, Telefon 0201- 8290.


http://www.rp-online.de/nrw/panorama/an ... -1.5253641

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 22. Juli 2015, 16:47:50 
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Vermisstenfall Annette L.: Polizei sucht wieder nach ehemaliger Kollegin

Von Sebastian Wehner und Olaf Biernat

Es ist ein mysteriöser Fall, der die Polizei schon seit fünf Jahren beschäftigt. Im Mai 2010 verschwand die ehemalige Polizistin Annette L. Ein Gewaltverbrechen galt schnell als möglich. Ihr Mann als tatverdächtig. Nun gibt es neue Hinweise. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Mann wieder aufgenommen.



Die Polizei Essen will nicht aufgeben, den Vermisstenfall Annette L. aus Gelsenkirchen aufzuklären. Die vierfache Mutter wurde am 29. Mai 2010 das letzte Mal lebend gesehen. Wenige Tage später wurde sie als vermisst gemeldet. Schnell gerät ihr eigener Ehemann, ein Polizist aus Gelsenkirchen, als Tatverdächtiger ins Visier der Fahnder. In den folgenden Monaten und Jahren werden aber keine Beweise dafür gefunden, dass er etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun hat. Die Ermittlungen der Polizei kamen lediglich zu dem Ergebnis, dass die 44-Jährige einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Doch mit den neuen Hinweisen hat die Staatsanwaltschaft Essen die Ermittlungen gegen den Ehemann wieder aufgenommen.


Ausgebranntes Auto - Verbrannte Matratzen

Es gab in der Zeit nach dem Verschwinden der ehemaligen Polizistin verschiedene Hinweise von Zeugen. Eine zentrale Rolle spielte dabei das Auto von Annette L. Den schwarzen Daimler-Viano wollen Zeugen rund um Gelsenkirchen-Bismarck und Gelsenkirchen-Resse gesehen haben. Die Hinweise konzentrieren sich auf die B227 und die B226. "Wir müssen sehen, ob jemand Spuren hinterlassen hat, die uns in dem Fall weiterbringen. Es ist auch nicht auszuschließen, dass wir Annette L. finden", sagt Polizeisprecher Peter Elke. Aus diesem Grund durchkämmt die Polizei mit einem Großaufgebot und mehreren Hundertschaften die Gegend. Mit Metallstäben durchpflügen die Beamten jeden Zentimeter Waldboden. Außerdem wird der Rhein-Herne-Kanal für mehrere Stunden gesperrt. Polizei-Taucher suchen auf einer Länge von rund einem Kilometer den Grund des Kanals ab. Plötzlich wird es hektisch, als die Taucher auf dem Grund Plastiksäcke finden, die mit Steinen beschwert sind. Bei der näheren Untersuchung finden die Beamten nur Handys und Ausweispapiere, die nichts mit dem Fall zu tun haben. Auch ein Tresor wird gefunden, der aber leer ist.


Komplette Halde wird abgetragen

Mehr als 200 Polizeibeamte sind an der großangelegten Suchaktion beteiligt. Unterstüzt werden sie von Kräften des Technischen Hilfswerks. Welche Dimension der Einsatz hat, zeigt sich am Ort einer Abraumhalde direkt hinter dem Rhein-Herne-Kanal. Auf der Suche nach Spuren oder möglicherweise auch Leichenteilen tragen Beamte mehrere Meter Boden ab. Aufwändig wird die Erde durchsiebt, in der Hoffnung irgendetwas zu finden, das auf den Fall hindeutet. Die Arbeiten werden vermutlich noch mehrere Tage dauern.


Polizisten klingeln bei Nachbarn

Warum sich nach fünf Jahren jetzt wieder Zeugen an Einzelheiten erinnern, erklärt Polizeisprecher Peter Elke so: "Der Fall lässt viele nicht zur Ruhe kommen. Gerade der schwarze Van war sehr auffällig und plötzlich haben die Zeugen eine Verbindung zu dem Fahrzeug hergestellt." Deshalb gehen Beamte auch mit Handzetteln durch die nahegelegene Wohnsiedlung, schellen bei Anwohnern und fragen nach möglichen Hinweisen. Gefunden wurde der schwarze Mercedes-Van damals, vier Wochen, nachdem die Frau das letzte Mal gesehen wurde. Der Wagen stand ausgebrannt in einem Waldstück bei Marl. Ein weiteres Indiz für die Polizei ist ein Fund, ebenfalls kurz nach dem Verschwinden. Auf einer Halde in Gelsenkirchen wurden verkohlte Überreste von Matratzen entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass sie aus dem gemeinsamen Ehebett der Vermissten und ihrem Ehemann stammen. Nachweisen konnten die Ermittler dem Mann aber auch in den folgenden Jahren nichts.


Hoffen auf neue Hinweise

Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen offiziell im vergangenen November eingestellt. Aber die neuen Hinweise haben die Polizei wieder in Alarmbereitschaft versetzt. "Auch wenn es offiziell ein Vermisstenfall ist, haben wir schon vor fünf Jahren gesagt, dass ein Kapitaldelikt in diesem Fall zu vermuten ist, dass Frau L. umgebracht wurde. Deshalb wird der Fall noch akribisch verfolgt", sagt Peter Elke von der Essener Polizei, die die Ermittlungen leitet.

http://www1.wdr.de/studio/essen/themade ... n-100.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 22. Juli 2015, 17:01:08 
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Essen
Polizei suchte gestern in Gelsenkirchen nach der vermissten Annette Lindemann- Fotos-Suche in Gelsen
22.07.2015, 16:42 Uhr | presseportal.de, presseportal.de




Essen (ots) - 45117 E-GE-RE: Seit fünf Jahren -Samstagabend, 29. Mai 2010- wird die damals 44-jährige Annette Lindemann vermisst -wir berichteten gestern, am 21. Juli-. Als Datum des Auffindens des verbrannten Vans nannten wir gestern irrtümlich den 25. Mai 2010. Richtig ist allerdings, dass das Fahrzeug am Freitag, 25. Juni 2010 brennend in der "Haard" entdeckt wurde. Bei den gestrigen Durchsuchungen in einem Waldgebiet an der B 226 (Willy-Brand-Allee, der B227 (Münsterstraße) und im Rhein-Herne-Kanal -unterhalb der B 227- fanden die Polizisten auch einen kleinen Tresor, eine Schusswaffe, persönliche Ausweispapiere, eine Geldbörse, Kleidungsgegenstände und Werkzeuge. Ob diese Fundsachen mit Straftaten in Verbindung stehen, müssen nun die kriminalpolizeilichen Ermittlungen in den umliegenden Städten ergeben. Spezialisten untersuchen nun die Gegenstände. Die Erdarbeiten auf der Halde setzen sich unterdessen fort. Schaufelbagger tragen auch heute Teile des Erdreichs ab. Dier Arbeiten werden voraussichtlich noch einige Tage andauern. Schon bei den ersten Suchmaßnahmen meldeten sich Anwohner, die der Polizei verdächtige Beobachtungen aus dem Jahr 2010 schilderten. Die Hinweise wurden an die Essener Mordkommission weitergeleitet und werden dort ausgewertet. /Peke

http://www.t-online.de/regionales/id_74 ... elsen.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 23. Juli 2015, 09:40:07 
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POL-E: Essen- Gelsenkirchen- Haltern- Marl- Recklinghausen: Polizei suchte gestern in Gelsenkirchen nach der vermissten Annette Lindemann- Fotos-Suche in Gelsenkirchen wird fortgesetzt - Fotos -

22.07.2015 – 16:32


Essen (ots) - 45117 E-GE-RE: Seit fünf Jahren -Samstagabend, 29. Mai 2010- wird die damals 44-jährige Annette Lindemann vermisst -wir berichteten gestern, am 21. Juli-. Als Datum des Auffindens des verbrannten Vans nannten wir gestern irrtümlich den 25. Mai 2010. Richtig ist allerdings, dass das Fahrzeug am Freitag, 25. Juni 2010 brennend in der "Haard" entdeckt wurde. Bei den gestrigen Durchsuchungen in einem Waldgebiet an der B 226 (Willy-Brand-Allee, der B227 (Münsterstraße) und im Rhein-Herne-Kanal -unterhalb der B 227- fanden die Polizisten auch einen kleinen Tresor, eine Schusswaffe, persönliche Ausweispapiere, eine Geldbörse, Kleidungsgegenstände und Werkzeuge. Ob diese Fundsachen mit Straftaten in Verbindung stehen, müssen nun die kriminalpolizeilichen Ermittlungen in den umliegenden Städten ergeben. Spezialisten untersuchen nun die Gegenstände. Die Erdarbeiten auf der Halde setzen sich unterdessen fort. Schaufelbagger tragen auch heute Teile des Erdreichs ab. Dier Arbeiten werden voraussichtlich noch einige Tage andauern. Schon bei den ersten Suchmaßnahmen meldeten sich Anwohner, die der Polizei verdächtige Beobachtungen aus dem Jahr 2010 schilderten. Die Hinweise wurden an die Essener Mordkommission weitergeleitet und werden dort ausgewertet. /Peke

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 26. Juli 2015, 11:49:10 
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25.07.2015

War es doch der Ehemann?

Seit fünf Jahren vermisst: Polizei verfolgt neue Spur im Fall Annette L.

2010 verschwand Annette L. aus Gelsenkirchen spurlos. Staatsanwaltschaft und Kripo gingen damals davon aus, dass die Mutter von vier Kindern einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Einziger Verdächtiger schon damals: ihr Ehemann.
Von Anette Lache

Bis zu ihrem Verschwinden am 29. Mai 2010 galten sie als Traumpaar: Annette L. und ihr Mann Frank (Name geändert), sie 44 und Hausfrau, er ein Jahr jünger und Polizeioberkommissar. Gemeinsam mit ihren vier Söhnen lebten sie in einer großen Wohnung in einem der besseren Stadtteile von Gelsenkirchen, wo auch Chefärzte und Richter ihr Zuhause haben. Erst nach dem Verschwinden von Annette L. bröckelte die Bilderbuchfassade. Bei ihren Ermittlungen stieß die Mordkommission Essen auf ein ausgeklügeltes Doppelleben des Familienvaters. Schnell geriet Frank L. unter Verdacht, seine Frau getötet zu haben. Doch Annette L.s Leiche wurde nie gefunden. Für eine Anklage wegen Mordes oder Totschlags reichten die Indizien nicht aus, die Ermittlungen wurden schließlich im vergangenen Jahr eingestellt.

Doch nun wird wieder nach Annette L. gesucht: Neue Hinweise gingen ein, über 100 Polizisten, Experten der Spurensicherung und Polizeitaucher sind derzeit in einem Gebiet in der Nähe des Gelsenkirchener Zoos "Zoom Erlebniswelt" im Einsatz. Im Mittelpunkt stehen dabei ein Waldgebiet und eine Geröllhalde am Rhein-Herne-Kanal. Unterstützt werden die Beamten von Baggerfahrern, Förstern und dem THW. Die Halde, die an einigen Stellen knapp 15 Meter hoch ist, wird zur Zeit abgetragen.

"Ziemlich erdrückende Beweislage"

"Wie auch schon 2010 steht der Ehemann von Annette L. im Verdacht, seine Frau getötet zu haben", sagt Staatsanwältin Elke Hinterberg von der Staatsanwaltschaft in Essen. Woher genau die neuen Hinweise kommen und was sie genau besagen, will sie im Moment noch nicht mitteilen. Nur soviel: "Die Beweislage ist schon ziemlich erdrückend."

Mai 2010: Ein Freund, der einen der Söhne des Ehepaars nach einem Kindergeburtstag nach Hause gebracht hatte, war der Letzte, der Annette L. lebend gesehen hat. Das war am Abend des 29. Mai 2010. Erst neun Tage später meldete Frank L. seine Frau als vermisst, sie habe sich schon früher Auszeiten genommen, erklärte er seinen Kollegen, auch ohne Ankündigung.

Freunde stellen die Vermisste anders dar

Freunde und Verwandte, mit denen der stern nach dem spurlosen Verschwinden der 44-Jährigen gesprochen hatte, erzählten etwas anderes: Annette L. würde niemals ohne Ankündigung verreisen und schon gar nicht ihre Kinder im Stich lassen, sagten sie. Alle schilderten sie als liebevolle Mutter für ihre Söhne, die damals noch klein waren. Eine Glucke sei sie gewesen.

Hunderte von Polizisten waren seinerzeit im Einsatz, Reiterstaffeln, Hubschrauber. Spürhunde, die auf menschliches Blut und Leichengeruch abgerichtet sind, schlugen an den blauen Abdeckplanen im Gartenhaus der Familie an. Und auch im Elternschlafzimmer. Später wurde der schwarze Van, den Annette L. immer fuhr, im Wald gefunden, abgefackelt. Und Reste von Matratzen auf einem Brachgelände. Die Spurensicherung wies nach, dass sie aus dem Ehebett von Annette und Frank L. stammten.

Liebesnest mit der Affäre

Die Ermittlungen brachten zutage, dass Frank L. während seiner Ehe nicht nur immer wieder Verhältnisse mit anderen Frauen gehabt hat, sondern auch eine Zweitwohnung angemietet hatte - keine 700 Meter von seinem eigentlichen Zuhause entfernt. Ein Liebesnest für sich und eine Kollegin. Ihr hatte er erzählt, er sei von seiner Frau getrennt, was er in Wirklichkeit aber nicht war. Bei seiner Frau verschaffte er sich Auszeiten mit ein- und zweiwöchigen Fortbildungen im Rheinland und Diensten, die er angeblich von Kollegen übernehmen musste. Und der Geliebten tischte er ebenfalls Lügengeschichten auf, unter anderem eine Kur. "Wahr ist nur, dass er mit Annette L. verheiratet war und vier Kinder hat", sagte der Sprecher der Essener Polizei, Peter Elke, damals dem stern.

Im April 2010 teilte ihm die Geliebte mit, sie sei schwanger. Niemand weiß, was dann in der Nacht von 29. auf 30. Mai 2010 im Haus der Eheleute passiert ist. Aber Ermittler und Staatsanwaltschaft gingen schon damals davon aus, dass etwas passiert sein muss. Frank L. bestritt stets, etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun zu haben.

War Annette L. dem Doppelleben ihres Mannes auf die Schliche gekommen?

Frank L. ist inzwischen nicht mehr im Polizeidienst, da er 2012 wegen versuchter schwerer Brandstiftung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Er hatte sie bestritten. Doch das Gericht ging davon aus, dass er es war, der das Feuer in dem Haus, in dem eine Freundin seiner Frau wohnte, gelegt hat.

Polizei lässt Schutthalde abtragen

Die aktuelle Suchaktion wird noch einige Zeit dauern. Tonnen von Erde und Steinen werden derzeit von der Halde an der Münsterstraße im Stadtteil Bismarck abgetragen. "Aktuell passiert das noch mit grobem Gerät", sagt Polizeisprecher Elke. "Später, wenn wir Steine und Erde soweit entfernt haben, dass die Halde etwa die Höhe von 2010 hat, werden wir mit feinerem Gerät und Spürhunden weitermachen." Die Hoffnung der Polizei: Endlich die Leiche von Annette L. zu finden, endlich den Fall aufzuklären. Peter Elke: "Wir geben nicht auf."

http://www.stern.de/panorama/stern-crim ... e=standard


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 30. Juli 2015, 13:44:10 
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POL-E: Bochum - Essen- Gelsenkirchen- Haltern- Marl- Recklinghausen: Polizei sucht in Gelsenkirchen nach der vermissten Annette Lindemann-wir berichteten -Fotos- Halde wird wieder aufgebaut

30.07.2015 – 13:13

Seit fünf Jahren -Samstagabend, 29. Mai 2010-, wird die damals 44-jährige Annette Lindemann vermisst -wir berichteten zuletzt am 22. Juli-. Nachdem die öffentlichen Suchmaßnahmen im Rhein-Herne-Kanal, im Waldgebiet Gelsenkirchen- Resse und im Bochumer Stadtteil Wanne-Eickel weitestgehend beendet sind, suchen die Beamten in Gelsenkirchen- Bismarck weiter nach Spuren. Die dortige Sicht- und Lärmschutzhalde an der Münsterstraße (B 227) wurde im Bereich des dortigen Kanals in den letzten Tagen genauestens untersucht. Beamte der Mordkommission kontrollierten die Bagger- und Abräumarbeiten und prüften die freigelegten Bereiche auf Spuren. Heute beginnen die Bagger, den zuvor freigelegten Bereich wieder aufzufüllen. In den nächsten Tagen werden die Arbeitsmaschinen beginnen, einen anderen Teil der Halde abzutragen, so dass die Kriminalisten ihre Untersuchungen am Einsatzort fortsetzen können. Zeitgleich setzt die Essener Staatsanwaltschaft und die ermittelnde Mordkommission die Auswertung der bisherigen Spuren und Beweise auf mögliche unentdeckte Hinweise fort. Die Polizei fordert erneut mögliche Hinweisgeber auf, die Hinweise zu dem Gesamtsachverhalt geben können, sich mit der Mordkommission der Essener Polizei in Verbindung zu setzen. Telefon: 0201- 8290. /Peke

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 14. August 2015, 08:57:17 
 
Immer noch keine Spur von vermisster Ex-Polizistin Annette L.
13.08.2015 | 13:40 Uhr



Gelsenkirchen. Die Suche nach der seit fünf Jahren vermissten Annette L. läuft weiter. Hundertschaften der Polizei graben sich durch einen Erdwall in Gelsenkirchen.

Die Suche nach Hinweisen auf den Verbleib von Annette L. geht weiter. Noch immer graben sich Ermittler durch den mächtigen, aufgeschütteten Erdwall an der Ecke Münsterstraße/Johannes-Rau-Allee am neuen Stadtquartier Graf Bismarck. Bislang offenbar ohne entscheidende Spuren entdeckt zu haben.


Die vierfache Mutter und Ex-Polizistin verschwand im Frühsommer vor fünf Jahren. Obwohl es keine eindeutigen Beweise gibt, waren sich die Ermittler sicher: Annette L. ist tot, wurde umgebracht in ihrem Schlafzimmer, von ihrem Ehemann Dirk L.. Angeklagt wegen Mordes wurde der damalige Polizeibeamte nicht. Ohne die Leiche gibt es keinen Mordprozess .

Neue Hinweise nach fast fünf Jahren
Die zähe Suche nach Spuren wurde im November 2014 beendet, die Staatsanwaltschaft Essen stellte die Ermittlungen vorerst ein. Doch dann gab, so die Essener Polizei, „neue, ernst zu nehmende Hinweise“, denen die Beamten nun seit dreieinhalb Wochen akribisch nachgehen.

Mit Einsatzhundertschaften wurde das Gebiet rund um die Zoom-Erlebniswelt durchkämmt , von Tauchern wurde der Grund des Rhein-Herne-Kanals abgesucht, aktuell wird noch der Erdwall am Gelände Graf Bismarck untersucht. „Diese Woche und Anfang nächster Woche machen wir auf jeden Fall noch weiter. Wir sind jetzt in dem Bereich, der 2010 relevant war“, sagt der Essener Polizeisprecher Peter Elke. „Stück für Stück wird akribisch überprüft, zudem werden Suchhunde über die Fläche geschickt.“ Zu den öffentlich sichtbaren Arbeiten läuft die Maschinerie im Hintergrund. Elke: „Viele alte Spuren und Aussagen werden noch einmal hinterfragt und abgeglichen. Das läuft alles parallel und ist ein Riesenvorgang.“


http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... x666686549


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 03. Oktober 2015, 10:37:44 
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Gelsenkirchen

Keine heiße Spur im Fall der vermissten Annette L.
02.10.2015 | 08:09 Uhr
2015-10-02T08:09:40+02:00

Die jüngste Suche der Polizei nach der seit fünf Jahren vermissten Annette L. im Stadtquartier Graf Bismarck (Ecke Münsterstraße/Johannes-Rau-Allee) ist weitgehend abgeschlossen. „Eine heiße Spur“ gibt es nach Angaben von Peter Elke, Sprecher der Polizei Essen, nicht.Einen hohen Aufwand hat die Polizei betrieben. Der Erdwall dort wurde stückweise abgetragen und der Boden nach Überresten untersucht, die in Verbindung mit dem immer ungeklärten Verschwinden der seinerzeit vierfachen Mutter und Ex-Polizistin stehen könnten. Laut Elke können das „ein Knopf, ein Portemonnaie oder auch ein Kugelschreiber“ sein. Gefunden worden seien auch diverse Dinge, welche aber, ließ der Polizeisprecher offen. Ebenso offen sind die Ergebnisse der neuerlichen Befragungen von Anwohnern in dem Umfeld. Es reicht bis Herne. Einsatzhundertschaften hatten das Gebiet rund um die Zoom-Erlebniswelt durchkämmt, auch den nahen Wald, von Tauchern wurde der Grund des Rhein-Herne-Kanals abgesucht. Diensthunde waren im Einsatz und auch Forensiker. Eine Leiche oder menschliche Überreste sind demnach aber nicht gefunden worden. Nichtsdestotrotz gehen die Ermittler von einem Verbrechen aus.„In Spitzenzeiten waren 200 Kräfte im Einsatz“, sagte Peter Elke. Kosten in sechsstelliger Höhe seien dadurch angefallen. „Der Erdwall steht nun kurz vor seiner Wiederherstellung, die Grundstücke dahinter können jetzt erschlossen werden“, so der Sprecher.Den Ausschlag für die neuerliche Groß-Suche hatten Hinweise gegeben, wonach der schwarze Mercedes-Van, Typ Viano (GE-AL 2701), von Annette L. dort im Bereich Rhein-Herne-Kanals gesehen worden ist.

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 48733.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 28. Oktober 2015, 09:25:31 
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27.10.2015 14:30
Weiter keine Spur im Gelsenkirchener Vermisstenfall Lindemann


Die neue Suche nach der seit Jahren vermissten Annette Lindemann aus Gelsenkirchen-Buer hat nicht den erhofften Erfolg gebracht. Drei Monate lang hat die Polizei eine Halde in Gelsenkirchen-Bismarck umgegraben - eine heiße Spur hat sich dabei nicht ergeben. Kristina Scholler fasst den Stand der Dinge zusammen.


Stück für Stück haben die Ermittler in den vergangenen Monaten die Erdschichten der Halde abgetragen, um den Zustand von 2010 wieder herzustellen - in dem Jahr war Annette Lindemann aus Buer verschwunden. Im Sommer hatte die Polizei neue Hinweise von Zeugen bekommen, die den Verdacht auf die Halde lenkten. Auch ein angrenzendes Waldstück und der Kanal in Bismarck wurden durchsucht - alles ohne Erfolg. Ein paar Spuren werden jetzt zwar noch ausgewertet insgesamt tappt die Polizei aber weiter im Dunklen. Sie verdächtigt den Ehemann der Vermissten, seine Frau vor fünf Jahren getötet zu haben - eine Leiche wurde aber nie gefunden.

Kristina Scholler für Radio Emscher Lippe



http://www.radioemscherlippe.de/emscher ... 0c354.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 11. April 2016, 13:14:13 
 
Fall: Annette Lindemann vermisst

Ort: Gelsenkirchen

Letztes Lebenszeichen: 2010

Das ist passiert: 44 Jahre alt war die Polizistin Annette Lindemann aus Gelsenkirchen-Buer, als sie verschwand. Der schwarze Van der vierfachen Mutter tauchte vier Wochen später wieder auf. Brennend in einem dichten Wald in Marl. Die Polizei geht davon aus, dass Annette Lindemann umgebracht wurde. Tatverdächtig ist bis heute ihr Ehemann Dirk L., der ebenfalls als Polizeibeamter arbeitete und das Opfer mit einer Geliebten betrogen haben soll.

Aktueller Stand: Beweisen kann die Polizei den Verdacht bis heute nicht. 2015 wurde nach neuen Hinweisen eine Halde mit Baggern abgetragen, darunter wurde Annette Lindemanns Leiche vermutet. Gefunden wurde sie nicht.

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/nr ... -1.5886206


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 25. November 2017, 12:50:48 
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04.02.2017 11:30

Polizei sucht weiter nach vermisster Gelsenkirchenerin Annette Lindemann

Im Fall der vermissten Gelsenkirchenerin Annette Lindemann hält die Polizei die Akte weiter offen. Es kämen immer noch hin und wieder Hinweise von möglichen Zeugen, hat uns ein Sprecher der zuständigen Polizei in Essen gesagt. Größere Suchaktionen sind im Moment aber nicht geplant. Zuletzt hatte die Polizei vor rund anderthalb Jahren mit einem Großaufgebot nach der vierfachen Mutter gesucht. Damals hatten die Beamten monatelang eine Halde in Gelsenkirchen-Bismarck umgegraben. Eine heiße Spur hatte sich aber nicht ergeben. Die Polizei verdächtigt den Ehemann der Vermissten, seine Frau getötet zu haben. Eine Leiche wurde aber nie gefunden.

http://www.radioemscherlippe.de/emscher ... 720c0.html


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