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Foren-Übersicht » Ist Tierquälerei die Vorstufe zum Vergewaltiger und Mörder?




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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 21. Juli 2016, 14:24:51 
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MENSCHEN, DIE TIERE QUÄLEN, BELASSEN ES SELTEN DABEI ...

„Jeder, der sich daran gewöhnt hat, das Leben von Lebewesen allgemein als wertlos zu betrachten, läuft Gefahr, daraus zu schließen, dass auch menschliches Leben wertlos ist”, schrieb der Humanist Dr. Albert Schweitzer. „Mörder ... fangen oft damit an, als Kinder Tiere umzubringen und zu quälen”, so Robert K. Ressler, der für die US-amerikanische Bundespolizei FBI-Profile von Serienmördern erstellte. Studien haben mittlerweile Soziologen, Gesetzesgeber und Gerichte davon überzeugt, dass Gewalttaten an Tieren unsere Aufmerksamkeit verlangen. Sie können erstes Zeichen für eine gewalttätige Pathologie sein, die menschliche Opfer miteinschließt.


http://www.peta.de/staatsanwalt

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 21. Juli 2016, 14:28:19 
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Jan O.
Jan O., der Mörder von Nina und Tobias aus Bodenfelde (Niedersachsen), quälte Tiere. Er verbrannte Igel, schoss auf Katzen und tötete Tiere in dem er sie in die Mikrowelle legte.




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Ronny Rieken
Ronny Rieken, der Möder von Christiane Nytsch und Ulrike Everts, räumte ein, schon früh Tiere gequält zu haben.




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David Berkowitz
David Berkowitz (auch bekannt als „Son of Sam”), der zugab, 13 Morde begangen und weitere versucht zu haben, erschoss den Labrador-Retriever eines Nachbarn.




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Jeffrey Dahmer
Der Serienmörder und Kannibale Jeffrey Dahmer spießte Köpfe von Hunden und Katzen auf Stöcken auf.




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Ted Bundy
Als Kind war der Serienmörder und Vergewaltiger Ted Bundy - der schließlich wegen zweifachen Mordes verurteilt, jedoch des Mordes an mehr als 40 Frauen verdächtigt wurde – Zeuge der Grausamkeit seines Vaters gegenüber Tieren gewesen, und auch er selbst quälte später Tiere.



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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 22. Juli 2016, 18:13:05 
 
Prof. Dr. med. Volker Faust
Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Gesundheit

TIERQUÄLEREI
Was sind das bei jungen Tätern für Menschen?

http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... rquaelerei).pdf


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 23. September 2016, 18:15:09 
 
Zoos in NRW
"Manche kommen nur, um Tiere zu quälen"
Zoos in NRW: "Manche kommen nur, um Tiere zu quälen"

Düsseldorf. Immer häufiger werden Tiere in nordrhein-westfälischen Zoos von Besuchern geschlagen oder mit Gegenständen beworfen. Meistens sind es Jugendliche, die die Tiere attackieren. Von Christian Schwerdtfeger

Nur weil ein Elefant seinen Rüssel Richtung Gitterstäbe gestreckt hat, ist das Tier von einem Besucher des Duisburger Zoos am vergangenen Wochenende mehrfach mit einem Regenschirm geschlagen worden. Ob der Mann aus Angst oder reiner Boshaftigkeit gehandelt hat, lässt sich nicht mehr klären. Anzunehmen ist aber wohl Letzteres. Denn als ihn ein Augenzeuge zur Rede stellen wollte, um ihn auf sein Fehlverhalten hinzuweisen, kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden. Anschließend flüchtete der unbekannte Tierschläger.

Immer häufiger kommt es in den Zoos in Nordrhein-Westfalen zu Übergriffen auf Tiere durch die Besucher. "Das ist mittlerweile leider traurige Realität", sagt der Direktor des Duisburger Zoos, Achim Winkler. "Manche kommen nur, um die Tiere zu quälen", betont er. So werden selbst Tiger mit kleinen Steinen beworfen, wenn sie schlafen oder sich nicht bewegen. "Manche denken sich einfach nichts dabei, wenn sie so etwas machen. Sie wissen nicht, was sie da tun. Traurig, aber wahr", sagt Winkler. Diese Menschen seien völlig naturfremd. Ihnen fehle jegliches Gespür für die Tierwelt.

Kürbisse als Wurfgeschosse

Auch im Kölner Zoo kennt man das Problem. "Im Winter, wenn es schneit, ist es besonders schlimm. Dann werden die Tiere mit Schneebällen beworfen", sagt Thorsten Hoenen, Leiter der Abteilung Besuchergruppen im Kölner Zoo. Kürbisse, die im Herbst zu Dekorationszwecken im Park aufgestellt werden, dienen ebenfalls als Wurfgeschosse. Auch Zigarettenkippen werden in die Gehege geschnipst. Hoenen hat beobachtet, dass es vor allem Jugendliche und Schülergruppen sind, die solche Taten begehen. "Sobald wir jemanden dabei erwischen, greifen wir durch. Unser Sicherheitsdienst wirft solche Leute dann aus dem Park", sagt er.

Im Allwetterzoo in Münster hat man derzeit vor allem Probleme mit Besuchern, die die Tiere verbotenerweise füttern und ihnen damit schwere gesundheitliche Schäden zufügen können. "Wir haben deshalb jetzt sogar Ordner eingestellt, die nur dafür da sind, das zu unterbinden", sagt Sprecherin Stefanie Heeke. Die vielen Verbotsschilder, die man aufgestellt habe, würden allein nichts bringen. "Da kann noch so groß draufstehen, dass es den Tieren schadet, wenn man ihnen Chips und Schokolade zu fressen gibt", sagt sie. Todesfälle habe es deswegen aber nicht gegeben.

Wenn die Tiere sich wehren

Die Zoos machen vor allem die zunehmende Verrohung der Gesellschaft für die Attacken auf die Tiere verantwortlich. Der deutsche Tierschutzbund sieht aber auch die Verantwortlichen der Tierparks gefragt. "Ein Zoo darf nicht nur danach fragen, wie er Besucher anzieht, sondern ist natürlich auch in der Pflicht, die Tiere besser vor solchen Übergriffen zu schützen", sagt Lea Schmitz, Sprecherin des deutschen Tierschutzbundes.

Aber auch die Tiere wissen sich manchmal zu wehren. So habe, berichtet Hoenen, eine Orang-Utan-Dame auf eine Gruppe von Schülern uriniert, weil diese sie mit Gegenständen beworfen haben.

Quelle: RP

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/ma ... -1.6279677


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 23. September 2017, 19:28:04 
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Auch im Berliner Zoo habe ich erlebt, dass ein etwa 10jähriger Junge mit Gegenständen nach den sehr vertrauensvollen Elefanten geworfen hat. Die begleitenden Eltern hat das nicht gekümmert. Als ich den Jungen freundlich bat, dies zu unterlassen, kam es zu einem heftigen Streit mit dem Vater des Jungen. Das ginge mich gar nichts an usw. bis es beinah zu Handgreiflichkeiten kam. Es kam aber rechtzeitig ein Tierpfleger hinzu, der die ganze Familie aus dem Zoo verwiesen und ein Hausverbot erteilt hat.

Nach dem Vorfall habe ich mich gefragt, was aus dem Jungen werden soll. Wenn Eltern ein solches Fehlverhalten dulden und sogar noch verteidigen, empfinde ich das als asozial. Natürlich habe ich mich auch gefragt, was die Eltern sonst noch alles dulden und wie sich das auf den Jungen auswirkt.

Zu diesem Zeitpunkt war meine Tochter noch klein und als ich das erste Mal mit Ihr im Streichelzoo war, da war mein Töchterchen etwa vier, habe ich sie genau beobachtet. Sie hat die Tiere nur gestreichelt und war enttäuscht, wenn ein Schaf oder eine Ziege nicht so recht begeistert davon war und weggelaufen ist. Daraufhin haben wir Futter aus einem bereitstehenden Automaten geholt und natürlich sind die Tiere dann stehen geblieben, wenn Fräulein Tochter sie mit Ihren kleinen Händchen gefüttert hat. Ich hätte das auch tun sollen, wahrscheinlich hätte mir eine Ziege dann nicht in den Ärmel meiner Jacke gebissen. Wie auch immer, wir sind dann durch den Zoo gelaufen und ich habe ihr erklärt, dass man vor jedem Tier Respekt haben soll. 10 Jahre später hatte Sie dann die Idee, Tierpflegerin zu werden. Was sie aber nicht wurde und später etwas völlig anderes studiert hat.

Ich denke, dass die meisten Eltern ihre Kinder so oder ähnlich erziehen und glaube, dass unabhängig vom Charakter eines Kindes, die Erziehung den größten Anteil daran hat, was später aus einem Menschen wird. Obwohl ich nicht ableugnen will, dass auch ein gut erzogenes Kind zum Vergewaltiger oder Mörder werden kann.

Vor einigen Jahren habe ich jemanden kennengelernt, der mir nach einigen Tagen gestand, dass er einen Mann umgebracht hat. Wohl mehr im Affekt, jedenfalls hatte er seine Strafe abgesessen. Später hat er mir mehr von sich erzählt, er hatte eine liebevolle Kindheit und ein abgeschlossenes Studium. Mit Sicherheit war er kein Psychopath, er hat aber gemordet.

Es leben sicher eine Vielzahl Psychopathen unter uns, es werden aber nur wenige gewalttätig. Der oben genannten Meinung, dass etliche Top-Manager dazugehören, kann ich nur zustimmen. Zum Glück ist mein Schwager, der in dieser Berufsgruppe ganz nach oben gekommen ist, ein extrem liebevoller Vater und Ehemann.

Ich merke gerade, dass ich viel zu viel schreibe. Es geht auch kürzer. Ich glaube weniger, dass Tierquälerei in der Kindheit und Jugend später zwangsläufig dazu führt, dass diese Menschen später vergewaltigen und morden - bis auf die hier angeführten Ausnahmen. Eher denke ich, dass eine schlechte Kindheit und Erziehung und nicht zuletzt sexueller Missbrauch in der Kindheit Menschen so werden lässt, dass sie die eigentlich angeborene Empathie verlieren.

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Komme gleich wieder. Godot.


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Bei KlausJRL hat sich 1 Benutzer für diesen Beitrag bedankt: Christine
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 24. September 2017, 10:23:03 
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Hallo Klaus,

schreib ruhig ausführlich. So weiß man auch, wie du schlussendlich zum Fazit gekommen bist ;)

Ich stimme dir vollkommen zu.

Was ich bloss immer nicht verstehen kann, ist, das jemand der als Kind missbraucht wurde, das später mit anderen auch tut.

Warum ist das so?

Gerade diese Menschen müssten doch die seelischen- und körperlichen Qualen nachvollziehen können.

Es ist aber wirklich oft so, das Vergewaltiger als Kind selbst missbraucht wurden. Das kann und darf aber keine Entschuldigung sein.

Denn so viel muss eigentlich der gesunde Menschenverstand einem schon sagen, das so etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist.

Und auch, wie du schon schreibst. Die Täter stammen meist aus Familien, wo es nicht wirklich rund läuft.

Wahrscheinlich waren sie sich als Kind zu viel selbst überlassen. Aber auch deshalb muss niemand zum Vergewaltiger und Mörder werden.

Irgendwann muss es ja auch einen Auslöser gegeben haben, es wird ja niemand als Vergewaltiger und Mörder geboren.

Aber wann ist dieser Auslöser? Und wird er von anderen bemerkt? Verändert sich die Person oder geschieht das alles ganz im "verborgenen"?


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 24. September 2017, 18:43:22 
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Registriert: Samstag, 23. September 2017, 14:31:53
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Liebe Christine,

danke für Deine Antwort.

Mir fiel gestern Abend noch ein, auch in Erinnerung an einen Beitrag auf ZDF info, dass auch die Vorstellung bestimmter sexueller Praktiken zur Vergewaltigung führen kann. Nicht jeder Mann gibt sich auf Dauer mit Blümchensex zufrieden (ich schon) und geht zu Prostituierten. So richtet er keinen Schaden an, sofern die Prostituierte ihren Beruf freiwillig ausübt und nicht zu den armen Mädchen gehört, die besonders aus dem Ostblock kommen und zur Prostitution gezwungen werden. Solche Mädchen und Frauen werden aus meiner Sicht mehrmals am Tag vergewaltigt, ohne sich wehren zu können. Ich will aber nicht vom Thema abkommen.

Manche Männer sind jedenfalls so pervers veranlagt, dass Ihnen auch Prostituierte keine sexuelle Befriedigung geben können. Ich bin nicht kompetent zu sagen, woher solche Perversionen kommen bzw. wie sie entstehen, mit Erziehung und Kindheit hat das aber wohl nichts zu tun.

Eine, wenn auch gewagte These, Werbung, die ich immer wieder sehe, weckt das Verlangen nach einer Ware. Werbeprofis können uns sehr geschickt manipulieren. Vielleicht kann ebenso Pornographie, die ja massenhaft verfügbar ist, einen werbeähnlichen Effekt auf perverse Männer haben.

Ebenso auf ZDF info (mein Lieblingssender) habe ich von Pornos gehört, die Vergewaltigungen mit anschließender Tötung des Opfers darstellen. Ich kann mich in perverse Menschen nicht hineinversetzen, aber können im Extremfall diese Gruppe Männer nicht zur Nachahmung angeregt werden?

Wie gesagt, es ist eine These und ich will hier weder die Pornos noch die perversen Männer an den Pranger stellen. Solange niemand geschädigt wird, ist mir völlig wurscht, wo perverse Menschen Ihre Befriedigung finden. Und es sind ja auch nicht nur Männer, auch Frauen haben oft perverse Tendenzen. Das habe ich selbst schon einige Male erlebt und wenn es mir zu heftig war, bin ich halt ausgestiegen.

Ich bin auch überzeugt, dass jeder Jugendliche oder Erwachsene schon mehr oder weniger Perversionen oder Fetische im Kopf hat oder hatte. Irgendwie gehört das zu uns allen, sonst würde der Sex wohl auch langweilig. Das sind aber meist kleine Dinge, die man auch mit der Partnerin / dem Partner ausleben kann.

Noch kurz zu dem ganz am Anfang angesprochenen Fernsehbeitrag. Da hatte ein 17jähriger ein Mädchen von gerade mal sieben Jahren gefesselt, vergewaltigt, erwürgt und in einen Umzugskarton regelrecht verpackt. Wäre so etwas mit meiner Tochter geschehen, ich hätte mir den Kerl nach seiner Entlassung geschnappt und höchstwahrscheinlich umgebracht. Wer aber schon mit 17 zu einer solchen Tat fähig ist, gehört meiner Meinung nach für immer in Sicherheitsverwahrung.

Viel zu oft haben wir schon erleben müssen, dass Psychiater Vergewaltiger zur Freiheit verholfen haben, und diese sich gleich die nächsten Opfer gesucht haben. Wenn schon Entlassung, dann doch bitte mit elektronischer Fußfessel.

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Komme gleich wieder. Godot.


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 25. September 2017, 14:04:12 
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Registriert: Dienstag, 13. November 2012, 14:49:09
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Das mit den sexuellen Praktiken ist ein großer Aspekt im Bereich der Vergewaltiger und Mörder.

Sie wollen ja auch Macht demonstrieren. Es geht nicht nur um abartige Praktiken. In ihrer Vorstellung malen sie sich so eine Tat ja immer und immer wieder aus.

Kommt es dann zu der Tat, sind sie enttäuscht, das es doch nicht "so" toll war, wie sie sich das vorgestellt haben. Also machen sie weiter und verfeinern immer weiter ihre Vorgehensweise.

Aber wirkliche Befriedigung erlangen sie wohl nie damit.

Und das dürfte auch das fatale sein, denn sie machen immer weiter. Immer in der Hoffnung, doch noch diese "eine große" Befriedigung zu erlangen.

Da das aber selten geschieht, wird die Vorgehensweise auch immer grausamer.

Ich denke, das solche Täter mit der Quälerei von Tieren anfangen. Dort fangen sie an ihre Macht zu demonstrieren und dann irgendwann sind sie so weit, das sie das auf Menschen ausweiten.

Meist sind es dann auch Kinder, die das Opfer solcher Täter werden.

Vor dem Hintergrund, das solche Täter wahrscheinlich nie mehr aufhören werden mit Vergewaltigen und Morden, sollte man sie wirklich bis an ihr Lebensende in Sicherungsverwahrung lassen.

Da hilft nämlich leider auch keine Fußfessel. Das gibt auch keine Sicherheit, auch wenn uns Psychiater das immer wieder gerne vorgaukeln.

Viele Taten hätten verhindert werden können, wenn einige Psychiater ihren Job richtig gemacht hätten.


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 27. September 2017, 21:13:51 
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@ Christine, Du hast Post.

Es ist ja fast alles richtig, was ich hier lese. Was nicht so richtig klar ist, wo fängt Tierquälerei eigentlich an? Bei den Spinnen, die wir tot treten (wie ich, aber das ist eine Phobie und geschieht nur extrem selten in meiner Wohnung), bei allen Insekten die wir platt machen, wenn Sie uns stechen wollen? Ich glaube nicht. Aber auch das sind Lebewesen und somit schützenswert. Es werden aber so viele Insektizide versprüht, um Mückenplagen und den Befall unserer Felder und Bäume zu verhindern. Wer also wirklich gläubig ist, müsste dagegen vorgehen. Wobei ich damit weder Christen, Moslems usw. auf die Füße treten will!!! Aber ich schweife, wie üblich, mal wieder vom Thema ab.

Als Kind von 4 oder 5 saß ich mit gleichaltrigen Freunden um ein Lagerfeuer. Einige hatten Spaß daran, Schnecken in das Feuer zu werfen. Ich nahm auch eine auf und sah, wie schnell sie in Ihrem Gehäuse verschwand. Also habe ich sie wieder ins Gras gesetzt. Meine Mutter kam dazu, sie hat eigentlich nach dem Feuer sehen wollen, und wir haben pauschal einen heftigen Anschiss bekommen. Mit Recht, denn da fängt für mich Tierquälerei an.

Zu meiner Geburt hat mir mein Opa einen Deutschen Schäferhund gekauft, der mich durch meine ganze Kindheit begleitet hat. Niemand durfte mir zu nahe kommen, bis ich es erlaubt habe. Das hat in mir wohl eine Tierliebe erweckt, die bis heute anhält und ich kann es bis heute nicht kommentarlos hinnehmen, wenn jemand seinen Hund "zur Erziehung" schlägt. Auch das ist Tierquälerei und sollte geahndet werden.

Natürlich wird nicht jeder Hundehalter, der sein Tier schlägt, zum Verbrecher. Diese Leute sind einfach zu blöd, einen Hund zu erziehen. Aber, auch wenn mir viele widersprechen werden, es ist Tierquälerei. Wer mit seinem Hund nicht alleine klarkommt, es gibt Fachleute für Hundeerziehung. Die paar Euro sollte jeder Hundehalter mit Erziehungsproblemen aufbringen können, sonst hat er wohl auch nicht an die Besuche beim Tierarzt gedacht.

Wir reden in diesem Forum natürlich nicht über Hunde und andere Haustiere. Obwohl ich mal von einem mir bekannten Jugendlichen gehört habe, der seinem Hund, als er auf dem Rücken lag und Streicheleinheiten erwartet hat, den Bauch aufgeschlitzt hat. Er wollte mal sehen, "wie es da drinnen" aussieht. Ein Bekannter war dabei und konnte nichts tun, daher weiß ich von dieser Angelegenheit. Auch ich kannte flüchtig diesen Scheißkerl, was noch eine harmlose Bezeichnung ist, und er verlor auch alle seine Freunde. Später wurde er zu einem brutalen Säufer und Schläger, der es besonders auf Ausländer abgesehen hatte. Mich hat er allerdings in Ruhe gelassen, nicht nur weil ich Deutscher bin. Vor mir hatte er Schiss und war scheißfreundlich. Auch ich hatte einen gewissen Ruf, der allerdings falsch war. Ich war nur einen Kopf größer als die meisten und hatte eine athletische Figur. Ein Schläger war ich nie, eher ein Schlichter bei Streitereien, der auch mal leicht zugelangt hat. Wenn es wirklich nötig war.

Der bewusste Mistkerl wurde, nachdem er jemandem mit einem zerschlagenen Bierglas das Gesicht schwer verletzt hatte, verhaftet. Ich sah ihn nie wieder und was aus ihm, wahrscheinlich nach einer Haftstrafe, wurde, kann ich daher nicht sagen. Entweder, wenn er das Saufen gelassen hat, wurde ein normaler Erwachsener aus ihm oder sein Leben ging so weiter.

Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass aus ihm ein Vergewaltiger wurde. Zu Mädchen war er jedenfalls immer, sogar betrunken, sehr nett und wie ich einmal sehen konnte, ausgesprochen liebevoll. Er sah auch gut aus und hatte offenbar keine Probleme, Mädchen kennenzulernen. Leider habe ich seinen Nachnamen vergessen, sonst hätte ich mal bei Google nachschlagen können. Aber ich hoffe für ihn, dass er nicht weiter kriminell wurde.

Der Knast kann einen Menschen so oder so formen. Mir hat, ich war 17, ein Wochenendarrest wegen groben Unfugs gereicht. Die Strafe war überzogen, doch der Richter wollte wohl eine Erziehungsmaßnahme erreichen. Er hatte den gewünschten Erfolg erzielt, außer dass mich mal eine Zivilstreife wegen zu schnellem Fahrens auf der Berliner Avus angehalten hat, bin ich sauber geblieben.

Viele Worte für eine Frage, wo beginnt Tierquälerei?

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Komme gleich wieder. Godot.


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 29. September 2017, 13:49:30 
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KlausJRL hat geschrieben:
Was nicht so richtig klar ist, wo fängt Tierquälerei eigentlich an?


Klar, das könnte man jetzt auch auf die Beispiele ausweiten, die du angeführt hast.

Aber wie du schon angemerkt hast, beziehen wir uns hier nur auf die Fälle von Tierquälerei, wo später wirklich herausgefunden wurde, das dieser Mensch ein Vergewaltiger oder Mörder geworden ist.

Ich will hier jetzt auch keine Beispiele diese Quälereien anführen, denn leider gibt es zu viele Nachahmer.

Ich für mich persönlich setze bei Vergewaltigern und Mördern ein gewisses Maß an Empathie voraus. Auch das Wort Reue ist für viele ein Fremdwort.

Wobei ich jedoch sagen muss, das nicht jeder Vergewaltiger auch automatisch ein Mörder ist oder wird.

Da kommen wohl viele Komponenten zusammen, bis es so weit kommt.

An Tieren wird ja auch meist geübt, wie es ist, zu töten. Anschliessend werden verschiedene Techniken ausprobiert usw.

Ich denke, wir sind uns alle einig darüber, das mit solchen Menschen etwas nicht stimmen kann.

Und ich würde jedem raten, der so ein Verhalten bei jemand bemerkt...... beobachtet die Person gut und wenn es nicht anders geht, dann holt euch Hilfe. Denn so ein Verhalten hört von alleine ganz sicher nicht mehr auf. Im Gegenteil!

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Hinweise zu den eingestellten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 29. September 2017, 15:22:33 
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KlausJRL hat geschrieben:
Was nicht so richtig klar ist, wo fängt Tierquälerei eigentlich an? Bei den Spinnen, die wir tot treten (wie ich, aber das ist eine Phobie und geschieht nur extrem selten in meiner Wohnung), bei allen Insekten die wir platt machen, wenn Sie uns stechen wollen? (...)
Viele Worte für eine Frage, wo beginnt Tierquälerei?


Quälerei ergibt sich ja per Defintion. Eine Spinne im Garten ist mir egal. Im Haus erschlage ich sie. Das hat nichts mit Quälerei zu tun. Getreidemotten mag ich auch nicht so gerne. Kleidermotten auch nicht. Einen parasitären Eindringling in seinem Haus kurz und schmerzlos zu entsorgen, würde niemand als Tierquälerei bezeichnen wollen und können.

In diesem Thread geht es für meine Begriffe darum, was in jemanden vorgeht, der den Kick braucht, ein vertrauensvolles Tier zu quälen, und ob er sich dann steigert, mutiger wird in seinen Gedanken, denn ein Tier zu quälen oder zu töten, ist juristisch gesehen nur eine Sachbeschädigung.

Diese Reizarmut, die bei Schwerverbrechern und extrem Perversen vorhanden ist, hängt nach der Einschätzung von amerikanischen Hirnforschern mit fehlenden Neurotransmittern im Gehirn zusammen. Diese Menschen haben kein Mitgefühl, weil die Botenstoffe zwischen Klein- und Großhirn nicht ausreichend vorhanden sind. Das sind ziemlich interessante Studien, die in den USA erstellt wurden und werden. In Deutschland ist man weit weg von diesen Forschungen. Da geht es immer nur um die schwere Kindheit.


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 10. April 2018, 15:08:35 
 
[quote="Christine M."]MENSCHEN, DIE TIERE QUÄLEN, BELASSEN ES SELTEN DABEI ...[/quote]

Man sollte auf solch reißerischen Überschriften nichts geben. Die Überschrift kann man nicht aus dem nachfolgenden Text ableiten. Aus dem Text geht nur hervor, das Mörder etc. häufig mit Tierquälerei angefangen haben.

Der Umkehrschluss, dass Tierquäler es angeblich selten dabei belassen, kann man daraus nicht ableiten. Die Studien, welche hier zitiert werden, sind Studien bzgl. Straftäter. Um den Umkehrschluss zu belegen, ist das nicht ausreichend.


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 11. April 2018, 10:50:12 
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@Gast

Du kannst mir gerne eine andere Überschrift vorschlagen.

Und falls du noch andere Literatur zum Thema hast, kannst du diese gerne hier listen.

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