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Foren-Übersicht » Harder Kristin (28 †) München




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 Betreff des Beitrags: Re: Besprechungsraum
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 17. September 2016, 22:36:33 
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Registriert: Mittwoch, 23. April 2014, 19:09:34
Beiträge: 25043
Christine hat geschrieben:
RogerMortimer hat geschrieben:
Er kaufte den gleichen Artikel für sie und hob die Quittung 12 Jahre lang auf...


Warum macht jemand so etwas? Was könnte der Hintergrund sein?

Wenn sie den Lippenstift doch bei ihm im PKW verloren hat, dann hätte er den ja auch finden müssen. Wozu also einen neuen kaufen?


RogerMortimer hat geschrieben:
Ein alter Kommissar und ein Mord, der ihn nicht loslässt.

Er glaubt zu wissen, wer der Täter ist. Aber er kann es nicht beweisen....


Leider ist das bei vielen ungelösten Mordfällen so. Es gibt einen TVe, aber man kann ihm nichts beweisen.

Gibt es doch den perfekten Mord?


Anfang der 90er Jahre steckte die Kriminaltechnik bezüglich von genetischer Spurensicherung,
sehr wahrscheinlich noch in den Kinderschuhen..

Kristin stellte hohe Ansprüche an Männer!!

Er könnte deshalb in jener Nacht, ein erstklassiges Fahrzeug gefahren haben,
um ihr auf diese Weise aufzuzeigen, dass er ebenfalls einen sehr hohen Lebensstandard bevorzugte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Besprechungsraum
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 24. September 2016, 19:46:03 
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Registriert: Mittwoch, 23. April 2014, 19:09:34
Beiträge: 25043
Im Mordfall Harder kam man damals mit der DNA-Auswertung nicht weiter.

Kristin lernte kurz vor Mitternach im Lokal "Frundsberg" den Manager Müller kennen.

Der Türsteher erinnerte sich später an Kristin und sagte, dass sie dann und wann,
meistens ohne Begleitung vorbeikam.

An jenem Abend unterhielt sich Kristin mit Müller, einem schlanken und gutaussehenden Mann.

Nach einer Weile beschlossen die beiden, in das "Nachtcafe" zu fahren.

Kristin trank Wein. Müller bevorzugte Weißbier.

Kristin war ein wenig angeheitert und anhänglich.

Aber keine Frau, die dauernd Männer mit nach Hause nahm.

Müller sagte später der Polizei, dass sie nach dem "Nachtcafe" auseinandergingen,
weil er in einer zufriedenen Beziehung lebte und Kristin noch eine Verabredung
im "Schumann´s hatte.

Allerdings konnte das gesamte Personal in der dortigen Cocktailbar bestätigen,
dass Kristin nicht dort war.

Claudia war die beste Freundin von Kristin.

Die beiden kannten sich aus der gemeinsamen Schulzeit in Malaga.

Claudia hatte Kristin überredet, nach München zu kommen,
um dort eine Übersetzerausbildung zu machen.

Am 17.12.1991, fünf Tage nach dem Verschwinden von Kristin, ging Claudia
in deren kleine Wohnung in der Böcklinstraße 65.

Die Wohnungstür war nur zugezogen, die Balkontür war offen.

Draußen waren minus 20 Grad. Auf dem Balkon stand etwas Suppe,
vermutlich zum Auskühlen.

Auf dem Herd Fleisch und Bohnen.

Eine Rotweinflasche war geöffnet, daneben stand ein noch halb volles Glas.

Dann geschah etwas Ungewöhnliches.

In diesem Moment rief Müller, die Zufallsbekanntschaft von Kristin an.

Müller erzählte von dem gemeinsamen Treffen und Claudia berichtet sorgenvoll
über ihre verschwundene Freundin.

Müller fragte nach, war interessiert und weigerte sich, seinen Namen zu nennen.

Er ließ sich Claudias Rufnummer geben.

Immer wieder rief er sie an. Er wollte wissen, ob Kristin zurückgekehrt ist
und was die Polizei bezüglich Suche unternahm.

Claudia ging immer zur Vermisstenstelle der Polizei, die anfangs überhaupt nichts unternahm.

Erst auf ihr Drängen hin, gab sie eine kleine Meldung an eine Zeitung weiter.

Kristin war Ausländerin, volljährig, sie hatte wohl München verlassen ohne vorher Bescheid
zu sagen....

Kristins Vater, damals bereits sehr krank, verstarb.

Ihre Mutter, eine norwegische Immobilienmaklerin in Malaga, bewahrte die Haltung,
doch insgeheim zerbrach sie langsam an dieser Sache.

Müller meldete sich später bei der Polizei, die seine Aussage aufnahm.

Als hinterher die Leichenteile von Kristin gefunden wurden,
wurde er erneut befragt.
Die Ermittlungen führten zu keinem Ergebniss.

Sie wurden 1992 eingestellt.

Ein Lippenstift, den Kristin angeblich in seinem Auto verloren hatte,
wollte er ihr zurückgeben.

In seiner Wohnung fanden die Ermittler 2003 einen Beleg über einen Lippenstift,
den Müller nur einen Tag nach ihrem Verschwinden kaufte.

Nur so. Den Beleg bewahrte er 12 Jahre lang auf.

Fünf Jahre nach dem Veschwinden von Kristin, zeigte Müller einer ehemaligen Kollegin,
unvermittelt einen Zeitungsausschnitt und sagte ihr, dass diese Frau verschwunden ist.

Die Staatsanwaltschafte beantragte keine Untersuchungshaft für Müller,
erhob keine Anklage gegen ihn. Die Ermittlungen gegen ihn mussten eingestellt werden.

Es gibt keine Beweise, keine DNA und keine Augenzeugen im Fall Harder.

Es gibt jedoch eine ganze Menge von Spuren, die man wohl als starke Indizien bezeichnen würde.

Kräftig genug, um eine Anklage zu erheben.

Anfangs deutete Müller an, dass Kristin sich ihn ihn verliebt hätte.

Das Verhältnis zu seiner damaligen Freundin war nicht glücklich,
sondern zerrüttet.

Der Bruder von Müllers damaliger Freundin lebte unweit des Waldes, in dem ein Leichenteil
gefunden wurde.

Müller kannte Neubiberg. Seine Freundin arbeitete sogar dort.
Er holte sie mehrmals von ihrer Arbeitsstelle ab.

Der Bruder von Müllers Freundin war wie jedes Jahr im Dezember im Skiurlaub.
Nach seiner Rückkehr stellte er fest, dass eine Kettensäge aus seiner Garage fehlte.

Müller, der seinerzeit bei einem Autohändler arbeitete, hatte Zugang zu Kleintransportern.

Er konnte, weil er Abteilungsleiter war, über Fahrzeuge auch ohne Eintragungen
verfügen.

Auch mal über Nacht, wie ein Exkollege bestätigte.

Claudia und Kristins Mutter waren damals über die dilettantischen Ermittlungen
entsetzt gewesen.

Gelesen in der Ausgabe Stern Crime 07 - 2016


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Bei RogerMortimer hat sich 1 Benutzer für diesen Beitrag bedankt: Christine
 Betreff des Beitrags: Re: Besprechungsraum
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 25. September 2016, 23:20:35 
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Registriert: Samstag, 14. Dezember 2013, 17:07:09
Beiträge: 2341
RogerMortimer hat geschrieben:
Der Bruder von Müllers damaliger Freundin lebte unweit des Waldes, in dem ein Leichenteil
gefunden wurde.

Müller kannte Neubiberg. Seine Freundin arbeitete sogar dort.
Er holte sie mehrmals von ihrer Arbeitsstelle ab.
<...>
Gelesen in der Ausgabe Stern Crime 07 - 2016

@RogerMortimer

Zitat aus 'Stern Crime' 07/2016, S. 058:
Zitat:
Auch was den Fundort angeht, hat Müller [Name geändert] seinerzeit gelogen.


Denn - wie im obigen Post zitiert - kannte Müller Neubiberg sehr wohl. Den Ermittlern gegenüber behauptete er jedoch, dort noch nie gewesen zu sein:

Zitat:
[S. 058]: Auf die Frage, ob er Neubiberg kenne, die Gegend um den Leichenfundort, sagt Müller, dass er noch nie dort gewesen sei. Ganz sicher, niemals.



--------------------
Jeder meiner Beiträge gibt lediglich meinen persönlichen Eindruck wieder, ohne Anspruch auf Faktizität.


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 Betreff des Beitrags: Re: Besprechungsraum
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 26. September 2016, 21:38:49 
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Registriert: Mittwoch, 23. April 2014, 19:09:34
Beiträge: 25043
Warum musste Kristin auf diese grausame Art und Weise sterben?

Das wahre Motiv wird letztendlich sicherlich
nur ihr Mörder wissen.

Sehr wahrscheinlich hatte die postmortale Leichenzerstückelung hauptsächlich
nur den logistischen Zweck, ihren toten Körper besser vom Tatort zu entfernen
sowie die Unkenntlichmachung zu erschweren.

Ihre gefrorenen Leichenteile könnten vielleicht auch theoretisch,
monatelang in einem PKW Tiefkühlanhänger aufbewahrt worden sein.

Subjektiv kann ich mir absolut nicht vorstellen,
dass Kristin damals zur Unzeit, noch eine "echte" Verabredung,
im Schumann´s hatte...


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 Betreff des Beitrags: Re: Besprechungsraum
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 28. September 2016, 19:29:27 
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Registriert: Mittwoch, 23. April 2014, 19:09:34
Beiträge: 25043
AZ-Interview zum 75. Geburtstag von Charles Schumann vom 19.09.2016

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... bd666.html

"Ich habe nicht mehr die kleine Bar der Freunde, die ich in der Maximilianstraße hatte."

Daher ist es theoretisch nicht abwegig, dass in jener Nacht, die Mitarbeiter in seiner Cocktailbar
und auch die übrigen Gäste, Kristin mit ihrer "mutmaßlichen Verabredung",
zu keiner Zeit, visuell wahrnehmen konnten..


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Bei RogerMortimer hat sich 1 Benutzer für diesen Beitrag bedankt: Aggie
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