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Foren-Übersicht » Doppelmorde - Göhrde (Niedersachsen)




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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 11. April 2018, 21:42:15 
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11.04.2018 14:19 Uhr

"Göhrde-Morde": Spürhunde finden neue Hinweise

Artikel und VIDEO:

Im Fall der "Göhrde-Morde" haben die Ermittler zusammen mit speziell ausgebildeten Spürhunden aus Kroatien auf dem Grundstück des verstorbenen Tatverdächtigen Kurt-Werner Wichmann am Lüneburger Stadtrand neue Spuren entdeckt. "Es gibt tatsächlich verschiedene interessante Funde", sagte Polizeisprecher Mathias Fossenberger gegenüber NDR.de. Es müsse aber noch geprüft werden, inwieweit diese die Ermittlungen weiterbringen. Die Auswertung der Spuren wird laut Fossenberger vom Landeskriminalamt (LKA) in Hannover vorgenommen. Um was für Funde es sich handelt, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Suche geht weiter

Auch heute sind die vier Spürhunde, die auf das Aufspüren von verwesten Knochen und sterblichen Überresten abgerichtet sind, weiter im Einsatz. Unterstützt werden sie von einem Bodensuchteam der niederländischen Polizei. Außerdem ist ein großer Bagger vor der Ort, der Teile des rund 1.300 Quadratmeter großen Grundstücks umgräbt.

Spuren zu weiteren Taten?

Der Friedhofsgärtner Wichmann wird verdächtigt, 1989 in der Göhrde zwei Doppelmorde begangen zu haben. Außerdem soll er die 41-jährige Birgit M. getötet haben, deren sterblichen Überreste im vergangenen September auf dem Grundstück entdeckt worden waren. Wichmann, der sich 1993 in Untersuchungshaft erhängt hatte, könnte nach Einschätzung der Beamten zudem für bis zu 24 weitere ungeklärte Morde verantwortlich sein. Die Polizei geht davon aus, dass der Friedhofsgärtner einen Komplizen hatte - auch in diese Richtung gehen die Ermittlungen weiter.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... de256.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 11. April 2018, 21:44:33 
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11.04.2018 17:42 Uhr

Suche nach Hinweisen könnte länger dauern

Lüneburg. Die Suchmaßnahmen auf dem ehemaligen Grundstück des mutmaßlichen Göhrde-Mörders Wichmann könnten sich bis in die kommende Woche ziehen. Dies sei nicht auszuschließen, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion. Ursprünglich war die Suche nach weiteren Hinweisen bis Ende dieser Woche angesetzt. Es gebe mittlerweile zahlreiche Verdachtspunkte, die die Ermittler nun genau überprüfen müssten, so Fossenberger. Im Haus und auf dem Gelände am Rande Lüneburgs seien verschiedene Gegenstände gefunden worden, deren Relevanz nun geprüft werde. Menschliche Knochen befänden sich bislang nicht darunter. | 11.04.2018 17:42

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ng908.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 12. April 2018, 22:33:56 
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Polizeidirektion Lüneburg

POL-LG: Aktueller Sachstand der Suchmaßnahmen

12.04.2018 – 15:13

Lüneburg (ots) - Die Ermittlungsgruppe Göhrde der Polizeidirektion Lüneburg sucht aktuell auf dem ehemaligen Grundstück und im dazugehörigen Haus des Kurt-Werner Wichmann nach weiteren Spuren und Gegenständen. Wichmann gilt als Verantwortlicher für den Mord an Birgit Meier und den zwei Doppelmorden in der Göhrde. Auch in der Garage (Bild 1) sowie in den sog. Geheimzimmern (Bild 2) wird intensiv durch die Tatortgruppe des BKA sowie Kriminaltechnikern aus Buchholz i.d.N. und Soltau nach Spuren gesucht. Das gleiche gilt für den nun abgetragenen Hang, in dem seinerzeit ein Ford Probe gefunden wurde (Bild 3). Die Arbeiten auf dem Grundstück und am Haus dauern weiter an und werden anders als ursprünglich geplant nicht bis zum 13. April abgeschlossen sein. Im Rahmen der Suchmaßnahmen konnten bereits einige Gegenstände aufgefunden werden. Diese werden bewertet und anschließend dem Landeskriminalamt in Hannover zugesandt.

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Lüneburg
Pressestelle
Mathias Fossenberger
Auf der Hude 2
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Telefon: 04131 / 8306-1051
E-Mail: pressestelle@pd-lg.polizei.niedersachsen.de
http://www.polizei.niedersachsen.de/dst ... lueneburg/

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https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56836/3915029


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 18. April 2018, 20:37:29 
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Beiträge: 912
.............................


Was passiert als Erstes? Die Polizisten haben begonnen, das Haus leer zu räumen. Alles was die Mieterin des Hauses nicht mehr braucht, kommt in Bauschutt-Container (10 Kubikmeter). Alles andere wird in zwei Containern mit einer Kapazität von 28 und 22 Tonnen gelagert.

................................



https://www.bild.de/regional/hamburg/le ... .bild.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 20. April 2018, 21:27:27 
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Stand: 20.04.2018 19:50 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.
"Göhrde-Morde": 400 Fundstücke sichergestellt
Wie viele Morde gehen auf das Konto von Kurt-Werner Wichmann? Die Polizei hält ihn für den "Göhrde-Mörder", der 1989 zwei Paare tötete. Im selben Jahr soll er die 41-jährige Birgit M. umgebracht haben. Verbindungen zu zahlreichen weiteren ungeklärten Morden werden geprüft. War der Mann, der sich 1993 das Leben nahm, ein Serientäter gigantischen Ausmaßes? Auf der Suche nach Antworten hat die Polizei mehr als zwei Wochen lang Wichmanns ehemaliges Haus und Grundstück in Lüneburg nahe Adendorf durchkämmt. Jetzt ist die Suche abgeschlossen - die aufwendige Auswertung beginnt.


400 Gegenstände sichergestellt
Die Ermittler haben regelrecht jeden Stein umgedreht, einen ganzen Hang abgetragen. Einer der Räume im Haus wurde entkernt und auf Blutspuren untersucht. "Wir sind einigermaßen sicher: Wenn hier noch beweiserhebliche Gegenstände zu finden waren, haben wir sie gefunden", sagte Lüneburgs Polizeipräsident Robert Kruse am Freitag.

Wichmann könnte Dutzende Morde begangen haben
400 Gegenstände stellten die Ermittler sicher. Diese werden jetzt im Landeskriminalamt untersucht. Die Hoffnung der Beamten ist es, einen Hinweis zu finden, der Wichmann mit weiteren Morden in Verbindung bringt - mehr als zwei Dutzend kommen infrage. Ein "intensiver Bewertungsprozess" stehe bevor, sagte Kruse. Unter den sichergestellten Dingen könne sich etwas befinden, das mit einer vor 30 oder 40 Jahren begangenen Tat im Zusammenhang stehe, momentan aber noch nicht zugeordnet werden könne. Erste Ergebnisse könnten in ein bis zwei Wochen vorliegen, schätzt der Polizeipräsident.

VIDEOS
Spurensuche mit einem kroatischen Spürhund zu den so genannten Göhrde-Morden auf einem Grundstück. © NDR Fotograf: Jessica von Kageneck
01:45
Weitere Spurensuche zu "Göhrde-Morden"
09.04.2018 18:00 Uhr
Niedersachsen 18.00
Auf dem früheren Grundstück von Kurt-Werner Wichmann, des verstorbenen Tatverdächtigen im Fall der "Göhrde-Morde", hat die Polizei nach weiteren Spuren gesucht. Video (01:45 min)

"Angehörige sind auch Opfer"
An der Suchaktion waren mehr als 30 Beamte beteiligt. Zudem wurden spezielle Suchhunde aus Kroatien eingesetzt, die Verwesungsgeruch wahrnehmen können. Experten aus den Niederlanden suchten den Garten mit Metalldetektoren ab. Die Kosten der Aktion schätzt Kruse auf mehrere Hunderttausend Euro. Ein Aufwand, der sich lohne, sagte Jürgen Schubbert, Leiter der Ermittlungsgruppe "Göhrde": "Bei ungeklärten Tötungsdelikten und Vermisstenfällen sind viele Angehörige betroffen. Diese sind auch Opfer." Deshalb seien Maßnahmen wie die in Lüneburg auch dann noch wichtig, wenn der mutmaßliche Täter längst tot

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... de276.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 20. April 2018, 23:49:56 
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Polizeidirektion Lüneburg

POL-LG: Beendigung der Suchmaßnahmen

20.04.2018 – 10:51

Lüneburg (ots) - Die Ermittlungsgruppe Göhrde der Polizeidirektion Lüneburg hat in den letzten drei Wochen auf dem ehemaligen Grundstück und im dazugehörigen Haus des Kurt-Werner Wichmann nach Spuren und Gegenständen im Zusammenhang mit möglichen weiteren Taten und eines möglichen Mittäters gesucht. Wichmann gilt als Verantwortlicher für den Mord an Birgit Meier und den zwei Doppelmorden in der Göhrde. Die Suchmaßnahmen werden heute beendet. Für ein Zwischenfazit und die Besprechung der weiteren Vorgehensweise stehen heute ab 14.00 Uhr der Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg, Herr Kruse, und der Leiter der Ermittlungsgruppe Göhrde, Herr Schubbert, am ehemaligen Grundstück des seinerzeit Tatverdächtigen zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Lüneburg
Pressestelle
Mathias Fossenberger
Auf der Hude 2
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http://www.polizei.niedersachsen.de/dst ... lueneburg/

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https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56836/3921953


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 22. April 2018, 00:25:52 
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20.04.2018 19:50 Uhr

"Göhrde-Morde": 400 Fundstücke sichergestellt

Bericht und VIDEO:

Wie viele Morde gehen auf das Konto von Kurt-Werner Wichmann? Die Polizei hält ihn für den "Göhrde-Mörder", der 1989 zwei Paare tötete. Im selben Jahr soll er die 41-jährige Birgit M. umgebracht haben. Verbindungen zu zahlreichen weiteren ungeklärten Morden werden geprüft. War der Mann, der sich 1993 das Leben nahm, ein Serientäter gigantischen Ausmaßes? Auf der Suche nach Antworten hat die Polizei mehr als zwei Wochen lang Wichmanns ehemaliges Haus und Grundstück in Adendorf nahe Lüneburg durchkämmt. Jetzt ist die Suche abgeschlossen - die aufwendige Auswertung beginnt.

400 Gegenstände sichergestellt

Die Ermittler haben regelrecht jeden Stein umgedreht, einen ganzen Hang abgetragen. Einer der Räume im Haus wurde entkernt und auf Blutspuren untersucht. "Wir sind einigermaßen sicher: Wenn hier noch beweiserhebliche Gegenstände zu finden waren, haben wir sie gefunden", sagte Lüneburgs Polizeipräsident Robert Kruse am Freitag.

Wichmann könnte Dutzende Morde begangen haben

400 Gegenstände stellten die Ermittler sicher. Diese werden jetzt im Landeskriminalamt untersucht. Die Hoffnung der Beamten ist es, einen Hinweis zu finden, der Wichmann mit weiteren Morden in Verbindung bringt - mehr als zwei Dutzend kommen infrage. Ein "intensiver Bewertungsprozess" stehe bevor, sagte Kruse. Unter den sichergestellten Dingen könne sich etwas befinden, das mit einer vor 30 oder 40 Jahren begangenen Tat im Zusammenhang stehe, momentan aber noch nicht zugeordnet werden könne. Erste Ergebnisse könnten in ein bis zwei Wochen vorliegen, schätzt der Polizeipräsident.

"Angehörige sind auch Opfer"

An der Suchaktion waren mehr als 30 Beamte beteiligt. Zudem wurden spezielle Suchhunde aus Kroatien eingesetzt, die Verwesungsgeruch wahrnehmen können. Experten aus den Niederlanden suchten den Garten mit Metalldetektoren ab. Die Kosten der Aktion schätzt Kruse auf mehrere Hunderttausend Euro. Ein Aufwand, der sich lohne, sagte Jürgen Schubbert, Leiter der Ermittlungsgruppe "Göhrde": "Bei ungeklärten Tötungsdelikten und Vermisstenfällen sind viele Angehörige betroffen. Diese sind auch Opfer." Deshalb seien Maßnahmen wie die in Lüneburg auch dann noch wichtig, wenn der mutmaßliche Täter längst tot sei.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... de276.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 11. Juni 2018, 22:37:47 
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11.06.2018 19:08 Uhr

"Göhrde-Morde": Polizei überprüft neue Spuren

Eine heiße Spur im Fall der "Göhrde-Morde"? Die Polizei hat nach eigenen Angaben Gegenstände sichergestellt, die aus dem Besitz der Opfer der Tötungen stammen könnten. Sie wurden im ehemaligen Haus eines mutmaßlichen Serienmörders gefunden. Derzeit werde vom Landeskriminalamt (LKA) in Hannover geprüft, ob die beiden Gegenstände tatsächlich aus dem Besitz der beiden 1989 getöteten Paare stammen, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg. Bereits seit 1989 wurde nach dem Fernglas und der Kamera gesucht. Darüber hatte zuerst das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet.

400 Spuren auf dem Grundstück

Konkret geht es um ein Fernglas der Marke Steiner sowie eine Polaroid-Kamera. Die Polizei hatte bei einer Durchsuchung des Grundstücks im April insgesamt etwa 400 Spuren und Asservate gesichert. Im vergangenen September war dort unter einer Garage die vergrabene Leiche der jahrzehntelang verschwundenen Birgit Meier gefunden worden. Der frühere Hausbesitzer tötete sich 1993 in Haft selbst. Er steht im Verdacht, die Frau getötet sowie die zwei Doppelmorde in der Göhrde im Jahr 1989 begangen zu haben. Zwei DNA-Treffer weisen auf den Friedhofsgärtner als Verantwortlichen für die "Göhrde-Morde" hin.

Verantwortlich für weitere Morde?

In dem Waldgebiet im Osten von Lüneburg wurden 1989 die zwei Paare ermordet. Nach Einschätzung der Polizei könnte der Mann außerdem für etwa zwei Dutzend weitere Morde oder gar mehr verantwortlich sein. Deshalb wurde eine sogenannte Clearingstelle eingerichtet, die ein Bewegungsbild des mutmaßlichen Täters erstellt hat. Er lebte für einige Zeit auch in Karlsruhe (Baden-Württemberg).

11.06.2018

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... de278.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 11. Juni 2018, 22:39:11 
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Polizeidirektion Lüneburg

POL-LG: Fund untersuchungsrelevanter Spuren

11.06.2018 – 15:44

Lüneburg (ots) - Im April dieses Jahres suchte die Ermittlungsgruppe Göhrde der Polizeidirektion Lüneburg auf dem ehemaligen Grundstück und im Haus des Kurt-Werner Wichmann nach Spuren und Gegenständen im Zusammenhang mit möglichen weiteren Taten und einem möglichen Mittäter. Hierbei konnten mehr als 400 Gegenstände und Spuren sichergestellt werden. Ungefähr 200 Spuren wurden nach erster Prüfung als untersuchungsrelevant eingestuft und werden nun dem Landeskriminalamt in Hannover zur Untersuchung zugesandt.

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https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56836/3967761


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 11. Juni 2018, 22:41:30 
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11.06.2018 15:25

Frische Funde in Haus von Serien-Mörder: Neue Spur zu 30 Jahre alten Morden?

Lüneburg - Die Polizei hat möglicherweise Gegenstände aus dem Besitz der Opfer der Göhrdemorde aus dem ehemaligen Haus eines mutmaßlichen Serienmörders in Lüneburg sichergestellt.

Derzeit werde vom Landeskriminalamt in Hannover geprüft, ob die beiden Gegenstände tatsächlich aus dem Besitz der beiden 1989 getöteten Paare stammen, sagte dazu ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Lüneburg. Dabei geht es um ein Fernglas und eine Sofortbildkamera, wie der "Spiegel" zuvor berichtete.

Die Polizei hatte zuletzt bei einer erneuten Durchsuchung des Grundstücks im April rund 400 Spuren und Asservate gesichert. Im vergangenen September wurde dort unter einer Garage die vergrabene Leiche der jahrzehntelang verschwundenen Birgit Meier gefunden. Der frühere Hausbesitzer beging 1993 in Haft Selbstmord, er gilt als Verantwortlicher für den Mord an der Frau und den zwei Doppelmorden in der Göhrde von 1989.

Zwei DNA-Treffer weisen auf den Friedhofsgärtner als Verantwortlichen für die Göhrdemorde hin. In dem Waldgebiet östlich von Lüneburg wurden 1989 zwei Paare ermordet. Seit 1989 wird auch nach dem Fernglas und der Kamera gesucht.

Nach Einschätzung der Polizei könnte der Mann für rund zwei Dutzend weitere Morde oder gar mehr verantwortlich sein. In Lüneburg wurde eine Clearingstelle eingerichtet, die ein Bewegungsbild des Mannes erstellt, der sich zwischenzeitlich auch in Karlsruhe aufhielt.

https://www.tag24.de/nachrichten/gegens ... den-634872


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 15. Juni 2018, 16:35:06 
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Stand: 15.06.2018 13:32 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.
Wo gibt es Parallelen zu den "Göhrde-Morden"?
Fünf Morde kann die Polizei Lüneburg dem mutmaßlichen Täter bei den sogenannten Göhrde-Morden, Kurt-Werner Wichmann, derzeit zuordnen - die Indizien sprechen dafür. Zudem besteht der "dringende Verdacht, dass Kurt-Werner Wichmann für eine Vielzahl weiterer Taten verantwortlich sein kann", wie eine Analyse des Landeskriminalamts ergeben hat. Unklar ist allerdings, wer die Toten sind und wo sie ermordet wurden. Um diese Fragen zu klären, bittet die Polizeidirektion Lüneburg sämtliche Polizeidienststellen im In- und Ausland um Mithilfe. Dazu haben die Lüneburger Beamten ein Skript erstellt, in dem sie ihre Ermittlungsergebnisse zusammenfassen und den Kollegen zur Verfügung stellen. Die sollen anhand des Skripts alte Straftaten in ihrem Zuständigkeitsbereich auf mögliche Zusammenhänge zu den Taten in der Göhrde überprüfen.

VIDEOS
Spurensuche mit einem kroatischen Spürhund zu den so genannten Göhrde-Morden auf einem Grundstück. © NDR Fotograf: Jessica von Kageneck
01:45
Weitere Spurensuche zu "Göhrde-Morden"
09.04.2018 18:00 Uhr
Niedersachsen 18.00
Auf dem früheren Grundstück von Kurt-Werner Wichmann, des verstorbenen Tatverdächtigen im Fall der "Göhrde-Morde", hat die Polizei nach weiteren Spuren gesucht. Video (01:45 min)

Liste von bekannten Aufenthaltsorten Wichmanns
Auf dem Grundstück von Wichmann war im vergangenen Jahr die Leiche der 1989 verschwundenen Birgit M. entdeckt worden. Der ehemalige Friedhofsgärtner soll zudem für den Tod zweier Paare im Staatsforst Göhrde ebenfalls im Jahr 1989 verantwortlich sein. Das legen zwei sichergestellte DNA-Spuren in einem Auto der Opfer nahe. Die Fakten zu den Taten hat die Polizei Lüneburg in ihrem Skript zusammengefasst. Darin werden außerdem die bekannten Aufenthaltsorte des mutmaßlichen Täters aufgelistet, der sich 1993 in der Haft selbst tötete. Genannt werden auch die Aufenthaltsorte eines mutmaßlichen Mittäters.

Parallelen sollen gemeinsam überprüft werden
Betreffende Polizeidienststellen, die Parallelen zu eigenen Fällen erkennen, sollen die Ermittlungsgruppe Göhrde der Polizeidirektion Lüneburg kontaktieren. Gemeinsam sollen dann potenzielle Fälle überprüft werden.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... de280.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 17. Juni 2018, 20:57:21 
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POL-LG: Clearing-Stelle der Ermittlungsgruppe Göhrde gibt Skript in die polizeiliche Öffentlichkeit

15.06.2018 – 10:42

Lüneburg (ots) - Im September 2017 entdeckten Angehörige die sterblichen Überreste der 1989 verschwundenen Birgit Meier auf dem ehemaligen Grundstück des Kurt-Werner Wichmann. Aufgrund intensiver polizeilicher Ermittlungen sind bisher außerdem zwei DNA-Spuren des Tatverdächtigen Wichmann in einem Auto der Opfer der sogenannten Göhrdemorde nachzuweisen. Damit liegen Indizien dafür vor, dass der zwischenzeitlich verstorbene Kurt-Werner Wichmann mit diesen Taten in Verbindung stehen könnte. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass er für weitere früher begangene Straftaten als Täter in Frage kommt, ist Anfang des Jahres eine Clearing-Stelle bei der Polizeidirektion Lüneburg eingerichtet worden. Über diese sind die aus den hiesigen Ermittlungen bekannten Informationen in Form eines "Skripts" zusammengefasst und nun national und international auf Polizeiebene veröffentlicht worden. So werden alle Dienststellen in die Lage versetzt, Straftaten, die in deren Zuständigkeitsbereich liegen, auf etwaige Zusammenhänge mit den hiesigen Taten zu überprüfen. Dadurch soll erreicht werden, dass es zu einem Informationsaustausch zwischen den jeweiligen Dienststellen und der Polizeidirektion Lüneburg kommen kann. Nach heutigem Ermittlungsstand und einer Analyse der Operativen Fallanalyse des Landeskriminalamtes in Hannover besteht der dringende Verdacht, dass Kurt-Werner Wichmann für eine Vielzahl weiterer Taten verantwortlich sein kann und zumindest bei einigen Taten von einer hier als Beschuldigter geführten Person Unterstützung erhielt. In dem nun polizeiintern verbreiteten Skript werden Fakten zu den Taten in der Göhrde und dem Fund von Birgit Meier dargestellt. Es dient der Erzeugung von Aufmerksamkeit bei den anderen Polizeidienststellen. Dortige Fälle sollen unter Berücksichtigung der Personalie Kurt-Werner Wichmann und des möglichen weiteren Mittäters betrachtet werden. Außerdem finden die bekannten Aufenthaltsorte von Kurt-Werner Wichmann und des Beschuldigten Erwähnung. Entscheidend ist, dass die Ermittlungsgruppe Göhrde der Polizeidirektion Lüneburg eine niedrigschwellige Kontaktaufnahme wünscht. Ziel ist es die Überprüfung potentieller Fälle für die betreffende Polizeidienststelle zu begleiten. Eingehende Anfragen werden zur weiteren und detailangereicherten Abklärung über die Clearing-Stelle beantwortet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 09. September 2018, 09:36:32 
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Serienmörder aus Lüneburg
Fast 30 Todesfälle könnten zusammenhängen
Der mutmaßliche Mörder der jahrzehntelang vermissten Birgit Meier bringt sich vor 25 Jahren in Haft um. Beweise überführen den Friedhofsgärtner noch in vier weiteren Fällen. Doch auch in anderen Todesfällen kommt er als Täter infrage.

Fünf Morde soll er begangen haben: Der Fall des mutmaßlichen Serienmörders von Lüneburg könnte die Polizei noch jahrelang beschäftigen. Derzeit würden etwa 200 Spuren und Asservate vom Landeskriminalamt Niedersachsen ausgewertet, sagte ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Lüneburg. Sie waren im April bei einer Durchsuchung im früheren Haus des Verdächtigen sichergestellt worden.

Unter der Garage war im vergangenen September die vergrabene Leiche der jahrzehntelang verschwundenen Birgit Meier gefunden worden. Verdächtig ist der frühere Hausbesitzer. Er nahm sich 1993 in Haft das Leben.

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DNA-Treffer nach 28 Jahren
Friedhofsgärtner als Serienmörder überführt
Der Friedhofsgärtner gilt auch als Verantwortlicher für zwei Doppelmorde in der Göhrde von 1989. In dem östlich von Lüneburg gelegenen Waldgebiet waren zwei Paare getötet worden. Der Mann komme möglicherweise für 24 weitere Todesfälle oder gar noch mehr als Täter infrage, sagte der Polizeisprecher.

Seit Anfang des Jahres untersucht die Polizei in Lüneburg alle denkbaren Verbindungen zu nicht aufgeklärten Morden im In- und Ausland. "Wir haben schon zahlreiche Rückmeldungen von anderen Dienststellen über mögliche Verbindungen - nüchtern betrachtet wird uns das noch eine lange Zeit beschäftigen", sagte der Sprecher. Die Polizei hat ein Bewegungsbild des Mannes erstellt, der zeitweise auch in Karlsruhe lebte.

Quelle: n-tv.de , agr/dpa

https://www.n-tv.de/panorama/Fast-30-To ... 14339.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 16:17:26 
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Stand: 18.10.2018 13:42 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.
"Göhrde-Morde": Neue Beweise aufgetaucht?
Im Fall der "Göhrde-Morde" sind offenbar neue Beweisstücke aufgetaucht. Wie die Polizeidirektion Lüneburg am Donnerstag gegenüber NDR 1 Niedersachsen bestätigte, handelt es sich dabei um zwei Schusswaffen, Munition und einen Führerschein, der am 5. Februar 1976 in Karlsruhe auf den mutmaßlichen Mörder Kurt-Werner Wichmann ausgestellt worden ist. Die "Lüneburger Landeszeitung" hatte am Donnerstag berichtet, dass ein Lüneburger Gebrauchtwagenhändler die Gegenstände in einem Koffer Anfang der Woche der Redaktion präsentiert habe. Der Mann habe angegeben, den Koffer für einen Bekannten Wichmanns über Jahre in einem Gebäude in einem Industriegebiet verwahrt zu haben.

VIDEOS
Alte Fotoaufnahme von Kurt-Werner Wichmann
02:30
Hat der "Göhrde-Mörder" weitere Taten verübt?
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Hallo Niedersachsen
Bisher wurden dem sogenannten Göhrde-Mörder Kurt-Werner Wichmann fünf Morde zugeschrieben. Doch nun prüft die Polizei mögliche Täterschaften in 100 weiteren Fällen. Video (02:30 min)

LKA prüft mögliche Beweismittel
Bei dem Bekannten handele es sich um den Anfang 2017 verstorbenen Hans Rudloff, der nach dem Tod von Wichmann im Jahr 1993 mit dessen Frau liiert war und in Wichmanns Haus lebte. Es sei noch unklar, ob die Fundstücke mit den Morden in Zusammenhang gebracht werden können, die Wichmann zur Last gelegt werden. "Wir prüfen, ob ein Bezug zu möglichen Verdächtigen besteht beziehungsweise ob es sich um tatrelevante Gegenstände handelt", sagte am Donnerstag ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg. "Die Waffen werden vom Landeskriminalamt weiter untersucht, etwa ob damit scharf geschossen werden kann."

Mehr als 100 weitere Morde?
Die Göhrde-Morde sind einer der spektakulärsten Kriminalfälle in Niedersachsen. Der inzwischen verstorbene Friedhofsgärtner Kurt-Werner Wichmann soll 1989 zwei Liebespaare in dem Waldgebiet getötet haben. Außerdem steht Wichmann im Verdacht, ebenfalls 1989 die damals 41-Jährige Birgit M. getötet zu haben. Die Polizei prüft überdies, ob Wichmann bundesweit für rund 100 weitere Morde verantwortlich gewesen sein könnte.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... de286.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 20. Oktober 2018, 09:25:07 
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Göhrde-Morde: Serienmörder hat Koffer mit Waffen hinterlassen
Lüneburg (dpa) – Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders von Lüneburg ist ein Koffer mit Schusswaffen und Munition gefunden worden. Der frühere Friedhofsgärtner soll mindestens fünf Menschen getötet haben. Es könnten nach Einschätzung der Polizei aber auch weit mehr sein. «Wir prüfen, ob ein Bezug zu möglichen Verdächtigen besteht beziehungsweise ob es sich um tatrelevante Gegenstände handelt», sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg gestern. «Die Waffen werden vom Landeskriminalamt weiter untersucht, etwa ob damit scharf geschossen werden kann.»

In dem Fall untersucht die Polizei mögliche Verbindungen zu rund hundert ungeklärten Taten. Unter der Garage auf einem früheren Grundstück des Mannes war im September vergangenen Jahres am Stadtrand die Leiche einer seit 1989 vermissten Frau gefunden worden. Der Gärtner gilt auch als Verantwortlicher für die zwei Doppelmorde in der Göhrde von 1989. In dem Waldgebiet östlich von Lüneburg waren damals zwei Paare getötet worden. Der Gärtner beging 1993 in Haft Selbstmord.

In dem jetzt gefundenen Koffer lag auch ein in Karlsruhe ausgestellter Führerschein, wie die Lüneburger «Landeszeitung» berichtet. Danach hatte ein späterer Bewohner des Hauses den Koffer einem Bekannten zur Aufbewahrung übergeben. Dieser wandte sich jetzt an die Zeitung.

19.10.18 wel

https://www.e110.de/goehrde-morde-serie ... terlassen/

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Hinweise zu den eingestellten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseberichte
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 08. November 2018, 11:12:39 
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Göhrde-Morde – Der schlimmste Serientäter der deutschen Nachkriegszeit?
Play30.07.1989: Polizeibeamte einer Hundertschaft durchsuchen den Wald in der Göhrde nach Spuren des Täters, der ein Hamburger Ehepaar getötet hatte.
Göhrde-Morde – Der schlimmste Serientäter der deutschen Nachkriegszeit? | Video verfügbar bis 17.12.2018 | Bild: dpa
Es geht um einen Serienmörder, der möglicherweise für Morde in ganz Deutschland verantwortlich ist und dessen Taten die Polizei in Lüneburg jetzt vollständig aufklären will. Inzwischen werden mehr als 100 Mordfälle überprüft.

In Mai 1989 wird ein Ehepaar in der Göhrde, einem Waldgebiet nahe Lüneburg, getötet. Nur wenige hundert Meter vom ersten Tatort entfernt werden im Juli die beiden Leichen eines weiteren Paares entdeckt. Die Opfer: erschlagen oder erschossen. Die Menschen in der Region leben in Angst.

Aufgrund seiner Vorstrafen gerät der Friedhofsgärtner Kurt-Werner Wichmann aus Adendorf in den Fokus der Polizei – unter anderem wegen einer Vergewaltigung aus dem Jahr 1970. Er wird zu den Göhrde-Morden vernommen, aber nicht verhaftet – auch weil er dem Phantombild des Täters überhaupt nicht ähnlich sieht.


Frau verschwindet kurz nach Göhrde-Morden
Kurz nach den Göhrde-Morden verschwindet im August 1989 Birgit M. spurlos. Sie wohnte nur wenige Kilometer von Wichmanns Haus in Adendorf entfernt, die beiden kannten sich. Wieder gerät er in den Fokus der Ermittler. Doch er bekommt ein Alibi von seiner damaligen Frau.

Vier Jahre später hat die Polizei neue Anhaltspunkte und will das Haus von Wichmann durchsuchen. Er flieht. Bei der Hausdurchsuchung finden die Ermittler ein schallisoliertes Geheimzimmer, darin unter anderem Elektroschocker, ein Kleinkalibergewehr, Beruhigungs- und Schlaftabletten sowie Handschellen.

GöhrdeDas ehemalige Wohnhaus von Wichmann | Bild: SWR
Im Garten des Grundstücks findet die Polizei ein vergrabenes Auto: Wichmanns neues Sportcoupé. Auf dem Rücksitz klebt Blut. Ein Leichenspürhund schlägt bei der Durchsuchung des Wagens an. Aber sie finden keine Leiche von Birgit M.

Kurz nach der Durchsuchung wird der flüchtige Wichmann verhaftet. Die Taten gesteht er nicht. Im April 1993 begeht er im Gefängnis Selbstmord. Damit hat die Polizei keinen Verdächtigen mehr. Die Ermittlungen stecken in einer Sackgasse.

DNA-Tests überführen ihn
Doch 10 Jahre später werden Handschellen aus dem Besitz Wichmanns auf DNA-Spuren untersucht. Tatsächlich wird DNA von Birgit M. daran nachgewiesen. Im Herbst 2017 wird Wichmanns Garage durchsucht, ein Betonboden aufgebrochen. Und dort werden die sterblichen Überreste von Birgit M. gefunden.


Für die Polizei steht fest: Wichmann muss Birgit M. getötet haben. Durch eine neue DNA-Untersuchung kann die Polizei kurz darauf beweisen, dass Wichmann auch für die Göhrde-Morde verantwortlich ist.

Kommt als Täter in dutzenden Mordfällen in Frage
Bei einer erneuten Hausdurchsuchung im ehemaligen Wohnhaus von Wichmann wird auch Frauenbekleidung und Schmuck gefunden. Das ist der Anlass, alte ungeklärte Fälle neu zu betrachten. Es stellt sich heraus, dass Wichmann in dutzenden weiteren Mordfällen im ganzen Bundesgebiet als Täter in Frage kommen könnte.

So könnte Wichmann auch Ilse G. ermordet haben, die im Lüneburger Waldgebiet Tiergarten 1968 mit vier Schüssen in den Rücken getötet wurde. Die Täterbeschreibung von damals passt auf den jungen Kurt Werner Wichmann. Und auch Ulrike B. könnte ein Opfer von Wichmann sein. Ihre Leiche wurde 1969 nur 30 Kilometer entfernt von Wichmanns Wohnort gefunden. Auch eine Mordserie an Tramperinnen im Raum Heidelberg könnte auf sein Konto gehen. Dort hatte Wichmann nach der Verbüßung einer Gefängnisstrafe wegen Vergewaltigung gelebt.

Ermittler gehen von einem Mittäter aus
Und es gibt weitere, neue Spuren im Fall Wichmann: Ein Koffer mit Waffen und Führerschein, der Wichmann gehört hat, wurde im Oktober 2018 von einem Autohändler aus Lüneburg bei der Polizei abgegeben. Er soll aus Wichmanns Haus stammen. Ist das der Schlüssel zur Klärung weiterer Morde?

Hatte der Mörder einen Mittäter, der noch lebt und noch immer frei herumläuft? Die Ermittler gehen davon aus, dass Wichmann einen Mittäter hatte, und sind aus ermittlungstaktischen Gründen mit weiteren Informationen sehr zurückhaltend.

Stand: 06.11.2018 13:26 Uhr

https://www.daserste.de/information/rat ... e-102.html


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