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Foren-Übersicht » Baumer Maria (26 †) Regensburg / Teil 2




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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 12. April 2018, 03:31:00 
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Diesen Artikel (unten) habe ich gar nicht im Gedächtnis.

Darin zu lesen:
Wenn Christian F. der Killer ist, hat er bei XY eine widerwärtige Glanzleistung geboten. Moderator Rudi Cerne zur tz: „Sein Auftritt im Film und auch live in der Sendung war sehr überzeugend.“
Kann ein Mensch derart abgebrüht sein?
Nach der Sendung soll ein Hinweis auf ihn als Killer im Studio eingegangen sein. Ein Gast berichtet dem Donaukurier vom Wortlaut, der verlesen wurde: „Kurz und knapp: Es war der Verlobte.“ Christian F. habe kühl mit einem „so ein Schmarrn!“ gekontert.

Frage:
Antwortet man auf solch einen Vorwurf tatsächlich mit "so ein Schmarrn", in dieser Situation?
Maria wurde zu diesem Zeitpunkt "nur" vermisst.

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https://www.tz.de/bayern/unglaubliche-t ... 11162.html
Der TV-Auftritt eines mutmaßlichen Killers

Regensburg - Der Fernsehauftritt von Christian F., dem Verlobten Maria Baumers, wirkt nun wie ein böses Schmierentheater, wenn man die neuesten Ermittlungsergebnisse in Betracht zieht.

Es ist eine herzzereißende Szene: Ein junger Mann – Medizinstudent aus Regensburg – zündet in der Kirche, in der er heiraten will, eine Kerze für seine vermisste Verlobte Maria Baumer an. Direkt neben ihm steht die Einladung zur Hochzeit. Dann spricht er mit dunkler Stimme einen kurzen Satz: „Ich versuche, ihr durch Wünsche und Gebete Kraft zu schicken.“

Dieser Fernsehauftritt – er wirkt nun wie ein böses Schmierentheater, wenn man die neuesten Ermittlungsergebnisse in Betracht zieht: Denn der, der da so traurig, aber doch gefasst in der Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst Ende Oktober 2012 spricht, soll zu diesem Zeitpunkt schon längst gewusst haben, dass Maria nie mehr nach Hause zurückkehren wird. Christian F. (28), der Verlobte, sitzt wegen Verdachts des Totschlags an der jungen Frau in U-Haft. Nun schweigt er zur Tat.

Wie er sich bislang den Ermittlungen entziehen konnte, verwundert. Laut Polizeisprecher Stefan Hartl wurde der Tatverdächtige nach dem Verschwinden auch überprüft. Ergeben habe sich damals nichts. Immerhin ist er aber der einzige echte Zeuge des mysteriösen Verschwindens, nur von ihm kommen die Aussagen zu zwei Telefongesprächen von dem schicksalhaften Tag am 26. Mai 2012, dem Tag des Verschwindens: Er sei gegen 7.30 Uhr in Regensburg zum Joggen gegangen, während Maria noch im Bett geschlafen habe. Gegen 10 Uhr sei er zurückgekommen, „da war sie weg“. Dann die zwei Anrufe: Einmal habe seine Verlobte gesagt, sie sei in Nürnberg. Zweieinhalb Stunden später meldete sie sich angeblich aus einem Zug nach Hamburg bei ihm. So heißt es jedenfalls in der XY-Sendung. Nun meint die Polizei: „Ob die Gespräche tatsächlich stattgefunden haben, ist aufgrund des langen Zeitraums nicht mehr feststellbar.“ Mittlerweile bereitet die Kripo aber einen Fragenkatalog vor, mit dem man sich bald an die Öffentlichkeit wenden will.

Nach der XY-Sendung gab es Hinweise aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis (Nordrhein-Westfalen), wo die Oberpfälzerin gesehen worden war, Zeugen waren sich sicher. Es hieß, sie wandere auf dem Jakobsweg. Nun ließ die Ermittlungsgruppe nichts unversucht, um die tief gläubige Frau zu finden. Suchhunde wurden im Ennepetal eingesetzt – und sie schlugen an. Plakate wurden entlang des Jakobswegs bis nach Santiago de Compostela aufgehängt. Dabei lag doch die Lösung des Falles näher, als alle dachten.

Wenn Christian F. der Killer ist, hat er bei XY eine widerwärtige Glanzleistung geboten. Moderator Rudi Cerne zur tz: „Sein Auftritt im Film und auch live in der Sendung war sehr überzeugend.“

Kann ein Mensch derart abgebrüht sein? Nach der Sendung soll ein Hinweis auf ihn als Killer im Studio eingegangen sein. Ein Gast berichtet dem Donaukurier vom Wortlaut, der verlesen wurde: „Kurz und knapp: Es war der Verlobte.“ Christian F. habe kühl mit einem „so ein Schmarrn!“ gekontert. Die Hochzeit des Paares hätte übrigens am 8. September 2012 stattgefunden – genau ein Jahr später wurde nun Marias Skelett entdeckt.

Markus Christandl und Armin Geier

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 12. April 2018, 13:39:57 
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Limone hat geschrieben:
Nach der Sendung soll ein Hinweis auf ihn als Killer im Studio eingegangen sein. Ein Gast berichtet dem Donaukurier vom Wortlaut, der verlesen wurde: „Kurz und knapp: Es war der Verlobte.“ Christian F. habe kühl mit einem „so ein Schmarrn!“ gekontert.


Ich kenne den Artikel. Der ist auch hier bei den Presseartikeln gelistet.

Ja, das war kurz und knapp. Aber eigentlich hätte jeder so reagiert, oder?

Was will man auf solche Verdächtigungen sonst großartig sagen. Die Sendezeit von XY ist ja auch begrenzt.

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 13. April 2018, 05:21:01 
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Wenn mir jemand unterstellt hätte, dass ich meinen Verlobten getötet haben soll, hätte ich auf jeden Fall anders reagiert. "So ein Schmarrn" benützt man in Bayern für harmlose Unterstellungen, zu denen eine Beschuldigung, man hätte jemanden getötet, eindeutig nicht zählt.
Noch dazu war Maria zu der Zeit "nur" vermisst.

Ob er auf so eine Verdächtigung innerlich vorbereitet war?


@christine
Es könnte natürlich sein, dass er, wie du sagst, absichtlich so kurz geantwortet hat.
Eventuell, um sich nicht in eigenen Aussagen zu verstricken.

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 13. April 2018, 14:41:01 
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Limone hat geschrieben:
Ob er auf so eine Verdächtigung innerlich vorbereitet war?



Wahrscheinlich schon. Er kannte ja auch die Beiträge in etlichen Internetforen. Also war ihm bewusst, das man ihn für einen möglichen Täter hält.

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 15. April 2018, 12:44:17 
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Zitat:
Kann ein Mensch derart abgebrüht sein? Nach der Sendung [XY-Sendung am 28.11.2012] soll ein Hinweis auf ihn [den TV] als Killer im Studio eingegangen sein. Ein Gast berichtet dem Donaukurier vom Wortlaut, der verlesen wurde: „Kurz und knapp: Es war der Verlobte.“ Christian F. habe kühl mit einem „so ein Schmarrn!“ gekontert.

https://www.tz.de/bayern/unglaubliche-t ... 11162.html

Limone hat geschrieben:
Wenn mir jemand unterstellt hätte, dass ich meinen Verlobten getötet haben soll, hätte ich auf jeden Fall anders reagiert. "So ein Schmarrn" benützt man in Bayern für harmlose Unterstellungen, zu denen eine Beschuldigung, man hätte jemanden getötet, eindeutig nicht zählt.
Noch dazu war Maria zu der Zeit "nur" vermisst.

Ob er auf so eine Verdächtigung innerlich vorbereitet war?

@Limone

Für mich sah es nach einem misslungenen Versuch seitens des Verlobten aus, die Brisanz der Behauptung des Zuschauers durch Bagatellisierung ("So ein Schmarrn!") zu 'entschärfen'.


Als ich damals den 'tz'-Artikel las, dachte ich mir: "Ist echt krass, dass die XY-Macher diese brisante Vermutung des Zuschauers in Gegenwart des Verlobten laut verlesen ließen!"

Aber da der Verlobte zu jenem Zeitpunkt bereits im Visier der Ermittler war, ist anzunehmen, dass das Verlesen dieses Zuschauer-Kommentars in Absprache mit dem anwesenden Kriminalhauptkommissar aus Regensburg geschah, weil er an der Reaktion des Verlobten interessiert war.


Es dürfte auch kein Zufall gewesen sein, dass im XY-Film die von CF auf Marias Nachttisch abgestellte Tasse mit dem 'Frühstücksgetränk' für seine noch schlafende Verlobte so deutlich im Bild gezeigt wurde ... denn dass Marias Gedächntnislücken möglicherweise durch 'Fremdeinwirkung' verursacht waren, dürfte die Ermittler als Hypothese erwogen haben.

Auch der im Filmbeitrag geäußerte Satz: "Was war denn los mit Deinem Pferd? Das war ja total aufgedreht!" könnte eine Anspielung gewesen sein, dass möglicherweise an Maria ohne ihr Wissen verabreichte Pharmaka ihre Koordinationsfähigkeit beim Reiten beeinträchtigten, das Pferd dies spürte und dementsprechend unruhig wurde.


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Bei Aggie haben sich 2 Benutzer für diesen Beitrag bedankt: Christine, Limone
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 15. April 2018, 13:27:36 
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Aggie hat geschrieben:
Aus Eugenes Post vom 5.3.2014:
eugene1975 hat geschrieben:
[Post vom 5.3.2014]
Zur Straße war das Gebüsch so dicht das der Vergraber dort nicht durchgekommen sein kann. Also nichts mit 20 Meter ein 94Km Gewicht tragen.

@Eugene

Auf welche Weise wurde Marias Leiche dann dorthin verbracht? Gab es evtl. doch Stellen mit weniger dichtem Gebüsch, die den Zugang zur Grube 'einfacher' machten?

eugene1975 hat geschrieben:
Zur Straße war das Gebüsch so dicht

Meinst Du mit "Straße" die Gemeindemeindeverbindungsstraße Bernhanrdswald-Donaustauf, oder die Nebenstraße, die gleich hinter Bernhardswald in Richtung des Skelettfundortes abzweigt?


Vor ca. 2 Jahren hatte ich die Gelegenheit, mir die besagte Straße durch den Kreuther Forst selbst anzusehen. Beim Durchfahren der Strecke fiel es mir wie Schuppen von den Augen: mir wurde schlagartig klar, warum der Vergraber MBs Leiche so nahe am Bernhardswalder Eingang zum Kreuther Forst verscharrt hatte: denn je tiefer man in den Wald hineinfährt, umso katastophaler wird der Zustand dieser Straße (die eher einem holprigen Fostweg ähnelt):
Total uneben mit vielen Schlaglöchern und tiefen Quermulden, so dass man dass man mit dem Auto fast nur im Schritttempo vorankommt. Da muss selbst ein Mountanbiker aufpassen, dass er nicht einen unfreiwiligen Salto macht!
Auch ist die Straße an etlichen Stellen viel enger, als sie auf den Fotos wirkt - zwei Autos kommen da kaum aneienander vorbei.

Wenn diese Straße in 2012 bereits in ebenso schlechtem Zustand war, dann bestand für den Vergraber das Risiko, dass er entweder - wenn er 'Pech' hatte - mit dem Auto auf der holprigen Strecke liegenblieb, oder sich zumindest mit dem Auto bei Bedarf nicht schnell genug davonmachen hätte können.

Der Vergraber muss demnach die Strecke durch den Kreuther Forst bestens gekannt haben.
Der Bernhardswalder Eingang zum Kreuther Forst ist übrigens nur etwas mehr als 3 km vom CFs Elternhaus entfernt ...


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Bei Aggie haben sich 3 Benutzer für diesen Beitrag bedankt: Christine, Kalliope, Limone
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 10. Mai 2018, 01:27:03 
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Gilt CF weiterhin als "tatverdächtig", auch wenn bis jetzt keine Anklage erhoben wurde oder darf man das nicht mehr so benennen?

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 10. Mai 2018, 08:13:57 
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Limone hat geschrieben:
Gilt CF weiterhin als "tatverdächtig", auch wenn bis jetzt keine Anklage erhoben wurde oder darf man das nicht mehr so benennen?



Ich denke, das er immer noch "Tatverdächtiger" ist.

Es gab zwar keinen Prozess, aber das bedeutet ja nicht, das jemand automatisch auch unschuldig ist.

Ich weiß aber nicht, wie die Rechtslage diesbezüglich ist.

Nennen wir ihn einfach Ex-Verlobten. Dann kann uns eigentlich niemand was.

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Bei Christine hat sich 1 Benutzer für diesen Beitrag bedankt: Limone
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 10. Mai 2018, 17:11:18 
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Es ist schon sehr bitter, dass das Verbrechen an Maria Baumer nach wie vor ungesühnt ist.

Zumal es sich hier ja keineswegs um einen dieser rätselhaften Fälle (wie z. B. Frauke Liebs) handelt, bei denen die Ermittler noch heute im Dunkeln tappen.

In zahlreichen Sendungen über wahre Verbrechen wird immer wieder deutlich, wie wichtig es für die Familie von Verbrechensopfern ist, 'abschließen' zu können, nachdem die Täter rechtskräftig verurteilt worden sind.
Mit dem Wort 'abschließen' ist hier, denke ich, ein wichtiger Meilenstein in der Verarbeitung des Geschehens gemeint.
"Erst jetzt kann ich anfangen zu trauern", sagte ein Opferangehöriger in einer dieser Sendungen.

Auch Marias Familie wird nie abschließen können, solange der Täter nicht überführt und rechtskräftig verurteilt ist.

Aber wer weiß - angesichts der immensen Fortschritte in den kriminaltechnischen Analysemethoden findet sich vielleicht doch noch eines Tages ein entscheidendes Stück forensisches Beweismaterial an den sichergestellten Asservaten ...


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