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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 04. Oktober 2015, 13:22:58 
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Vorschau auf die nächste XY-Sendung am 14. Oktober 2015

Tod eines Schülers
Ein achtjähriger Junge verschwindet spurlos vom Spielplatz. Aus Angst wird schreckliche Gewissheit: Das Kind ist tot - erwürgt und am Ufer eines Baches abgelegt. Wer ist der Mörder?

http://www.e110.de/index.cfm?event=page ... 0&id=88835


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 09. Oktober 2015, 09:30:16 
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Aktenzeichen XY“
Polizei hofft auf Hinweise im Fall Armani
Von red/dpa 08. Oktober 2015 - 18:28 Uhr

In der Sendung am 14. Oktober erhofft sich die Polizei in Freiburg neue Hinweise auf den Täter, der den achtjährigen Armani im Sommer 2014 erwürgt hat.


Freiburg/Mainz - Im Fall des erwürgten acht Jahre alten Armani in Freiburg hofft die Polizei erneut auf Hinweise von Zuschauern der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Die Suche nach dem Täter werde in der 500. Sendung am 14. Oktober (ab 20.15 Uhr) thematisiert, teilte die Sprecherin der Sendung am Donnerstag mit. Ein erster Aufruf bei „Aktenzeichen XY“ im August 2014 war erfolglos geblieben.

Armanis Leiche war am 21. Juli 2014 in einem Bach gefunden worden, am Abend zuvor war der Junge zuletzt lebend gesehen worden. Anzeichen auf einen Serienstraftäter oder auf ein Sexualverbrechen gibt es nach früheren Angaben der Ermittler nicht. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind 20 000 Euro ausgesetzt.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 5aa89.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 15. Oktober 2015, 09:45:41 
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MORD

Fall Armani: 20 Hinweise nach "Aktenzeichen XY...ungelöst"

Der Mord an dem kleinen Armani aus Freiburg ist erneut in der Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" thematisiert worden. 20 Hinweise gingen danach ein – ob eine heiße Spur darunter ist, ist noch unklar.


Am Mittwochabend feierte die Sendung ein besonderes Jubiläum: 500 Folgen "Aktenzeichen XY...ungelöst". Die Täterfahndung via Fernsehen hat laut ZDF-Statistik eine Aufklärungsquote von 40,8 Prozent, besonders hoch ist sie bei Tötungsdelikten. Führt sie 15 Monate nach dem Tod des kleinen Armani auch zu dessen Mörder?

Der Freiburger Fall wird gleich zu Beginn der Jubiläumssendung thematisiert. Der Achtjährige verschwand am 20. Juli 2014 spurlos. Am Tag drauf wurde seine Leiche entdeckt. Der Junge wurde erwürgt. Gut 2100 Spuren ist die Polizei seitdem nachgegangen, 5000 Menschen wurden befragt. Bis heute fehlt von dem Täter jede Spur.

Die letzten Stunden des Jungen

Jetzt die Tätersuche über "Aktenzeichen XY...ungelöst" – und das zum zweiten Mal. Zweieinhalb Wochen nach dem Tod des Jungen hatten die TV-Fahnder um Rudi Cerne schon einmal medienwirksam um Hinweise gebeten. Seinerzeit gingen bei der Redaktion und der Sonderkommission Hinweise im unteren zweistelligen Bereich ein. Eine heiße Spur war nicht dabei.


Jetzt also ein zweiter Versuch. In einem mehrminütigen Einspieler, der Details zeigt, die so bisher nicht bekannt waren, werden die letzten Stunden des Jungen geschildert: Wie ihn seine Großmutter am Tag seines Verschwindens gegen 16 Uhr nach Hause bringt; wie der Junge mit seinem Fußball auf den Spielplatz im Stadtteil Brühl geht; wie er mit einem Freund ein bisschen kickt und auf der Bank neben dessen Mutter Panini-Bilder tauscht. Kurz nach 18 Uhr verlassen die drei den Spielplatz, weil es zu regnen begonnen hat. An der Haustür verabschiedet die Mutter Armani, der Junge hat es nicht mehr weit bis nach Hause. Eine Viertelstunde später wird das Kind im Bereich der Eichstetter Straße das letzte Mal lebend gesehen – nur 50 Meter von dem Spielplatz entfernt.

In dem Beitrag folgt die aufkeimende Verzweiflung der Eltern, die Suche des Vaters im strömenden Regen, Telefonanrufe bei Verwandten und Freunden. Um 21 Uhr wird die Polizei alarmiert. Am nächsten Morgen um 6.40 Uhr entdeckt ein Spaziergänger die Leiche des Kindes an einem vier Kilometer entfernten Bach im Stadtteil Betzenhausen.

Wurde Armani in einer Wohnung getötet? In einem Auto?

"Der Fall hat die Menschen bundesweit bewegt", sagt Thomas Schönefeld, der Leiter der Ermittlungsgruppe Bach. Im Gegensatz zur Sendung von vor einem Jahr ist diesmal ein Mitglied der Freiburger Polizei im Studio – weil sie nach wie vor keine heiße Spur hat, und weil sie sich nicht dem Vorwurf aussetzen will, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben.

Eines der größten Probleme Schönefeld zufolge: "Wir wissen zu wenig darüber, wo Armani nach seinem Aufenthalt auf dem Spielplatz gewesen ist." Wegen des Zeltmusikfestivals seien zudem viele fremde Menschen in der Stadt gewesen. Dass der andauernde Regen an jenem Tag viele mögliche Spuren weggespült und vernichtet hat, wird nicht thematisiert.

"Wir können ausschließen, dass der Fundort auch der Tatort war", stellt Schönefeld klar. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Junge in einer Wohnung oder in einem Auto erwürgt wurde. Armanis Kleidung wird eingeblendet, sein Sweatshirt, seine Turnschuhe. Wiederholt sei den Ermittlern versichert worden, dass der Achtjährige nie und nimmer mit Fremden mitgegangen wäre. "Doch Täter lassen sich unterschiedlichste Verlockungen einfallen, vielleicht hat auch der Regen eine Rolle gespielt", so der Freiburger Ermittler.

Was wurde aus Armanis Ball?

Nach wie vor sucht die Polizei den Fahrer oder die Fahrerin eines hellen Kleinwagens, der im Zeitraum von Armanis Verschwinden in der Eichstetterstraße gesehen wurde. Dessen Kennzeichen beginnt mit einem M und hat vor der TÜV-Plakette noch zwei weitere Buchstaben. "Bei dem Fahrer könnte sich um einen wichtige Zeugen handeln", so Schönefeld. Die Polizei rufe auch Leute, denen der Wagen bekannt ist, auf, sich bei der Polizei zu melden. Auch wer Hinweise auf den Verbleib des O2-Fußballs des Jungen hat, bittet Schönefeld, sich an die Ermittler zu wenden.

Noch im Lauf der Sendung gehen erste Anrufe bei der Kripo Freiburg ein. "Wir haben ein paar Hinweise Richtung Ball", so Schönefeld zu Moderator Rudi Cerne. "Denen muss jetzt erst einmal nachgegangen werden." Gegen Ende wird bekannt, dass sich eine Anruferin an einen ähnlichen Fall vor acht bis zehn Jahren im Raum Frankfurt erinnert; interessanter könnte aber ein anderer Hinweis sein: Demnach hat eine Anruferin zum Zeitpunkt der Tat eine "bemerkenswerte Beobachtung in den sozialen Medien gemacht", die noch während der Sendung dazu geführt hat, "dass die Kripo Freiburg erste polizeiliche Maßnahmen eingeleitet hat", wie es heißt.

Etwa 20 Hinweise gehen ein

"Im Nachgang zur Ausstrahlung des Falles gingen bei der Redaktion des ZDF sowie der Ermittlungsgruppe Bach rund 20 Hinweise ein", vermeldet Polizeisprecherin Laura Riske am Tag danach. Wie sich zeigt, geht das Puzzlespiel weiter, die Ermittler sind vorsichtig. Klar ist, dass es sich bei dem in der Sendung als "interessant" hervorgehobenen Hinweis um einen bislang nicht bekannten handelt. "Der ist tatsächlich neu, aber wir müssen jetzt erst einmal klären, ob tatsächlich ein Bezug zu dem Fall besteht", sagt Riske. Es gebe auch einige wenige Hinweise zum Ball des Junges, die nun überprüft würden. Ansonsten befänden sich nach erster Einschätzung keine der Ermittlungsgruppe noch nicht bekannten Ansätze.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, haben Polizei und Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Zum ersten Jahrestag des Verbrechens stellte Armanis Familie weitere 10.000 Euro bereit. Die Belohnung gilt, bis der Fall aufgeklärt ist.



Interaktive Zeitleiste: Der Fall Armani
Zeugenaufruf

Die Polizei hat folgende Fragen:

Wer hat den Jungen am Sonntag (20. Juli) gesehen?

Wer hat im Bereich des Bolzplatzes bei der Turnhalle der Anne-Frank-Schule oder dem Kleingartengelände beim Vogelnest Verdächtiges gesehen?

Wer kann Hinweise darauf geben, wie der Junge in diesen Bereich gelangte?

Wer kann Hinweise zu einem hellen Kleinwagen geben, der am 20. Juli 2014 zwischen 18 und 19 Uhr im Bereich der Eichstetterstraße gewendet haben soll? Das Nummernschild soll mit "M" beginnen. Der Zulassungsbezirk soll aus drei Buchstaben bestehen.

Wer kennt einen Fahrer/Halter eines solchen Autos?

Wer hat am 20. Juli 2014 zwischen 18 und 19 Uhr im Bereich des Stadtteils Beurbarung-Brühl im Zusammenhang mit solch einem Fahrzeug relevante Feststellungen/Beobachtungen getroffen?

Wem ist an diesem Tag, davor oder danach ein solcher Wagen aufgefallen?

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist mittlerweile eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt. Die Polizei nimmt Hinweise unter 0761/882-2480 entgegen.

Flugblatt der Polizei: Wer hat den 8-jährigen Jungen gesehen?

http://www.badische-zeitung.de/freiburg ... 84727.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 15. Oktober 2015, 09:47:02 
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Vom Spielplatz verschwunden - Armani (8) lag erwürgt am Bachufer

(Sendung vom 14. Oktober 2015)

Der achtjährige Armani verschwindet vom Spielplatz. Stundenlang suchen Eltern, Verwandte und Polizei nach ihm - vergeblich. Am nächsten Morgen macht ein Spaziergänger vier Kilometer vom Spielplatz entfernt eine schreckliche Entdeckung: Armani liegt in einer Grünanlage am Ufer eines Bachs - ermordet.

Sonntag, 20. Juli 2014. Armani hat von seiner Oma einen Fußball geschenkt bekommen. Damit geht er gegen 18 Uhr noch einmal raus auf den Spielplatz. Er liegt ganz in der Nähe seiner Wohnung im Freiburger Stadtteil Brühl. Dort findet er einen Kameraden, mit dem er Fußball spielt. Als es anfängt zu regnen, verlassen die beiden Jungs den Spielplatz. Armani begleitet seinen Freund und dessen Mutter noch etwa 50 Meter bis zu deren Wohnung. Dort wird Armani etwa um 18.15 Uhr noch einmal gesehen, als er an der Hauswand mit dem Fußball spielt. Danach ist er wie vom Erdboden verschluckt.

Gesucht: heller Kleinwagen
Etwa zu dieser Zeit wird dort auch ein heller Kleinwagen beobachtet, der in den Fußweg zum Spielplatz einbiegt und vermutlich dreht. Die Zeugen können das Kennzeichen nicht vollständig ablesen, sind sich aber sicher, dass die Ortskennung aus drei Buchstaben bestand. Der erste soll ein "M" gewesen sein. Hat der Wagen etwas mit Armanis Verschwinden zu tun? Die Kripo jedenfalls sucht den Fahrer oder die Fahrerin als wichtigen Zeugen beziehungsweise Zeugin.

Als es in Strömen regnet und Armani nicht nach Hause kommt, macht sich seine Familie Sorgen. Sein Vater sucht ihn bei Freunden in der Nähe und auf dem Spielplatz - ohne Erfolg. Die Eltern führen zahllose Telefonate, aber niemand hat den Jungen gesehen. Schließlich wird die Polizei eingeschaltet, die sofort eine Suchaktion startet. Auch etliche Mitglieder der Großfamilie treffen sich bei Armanis Eltern, um ebenfalls nach ihm zu suchen. Doch der Junge bleibt verschwunden.

Schreckliche Gewissheit
Am nächsten Morgen in einer etwa vier Kilometer entfernten Grünanlage im Stadtteil Betzenhausen. Ein Spaziergänger führt dort seinen Hund Gassi. Als er den Mühlenbach überquert, sieht er unten am Ufer ein Kind liegen: Es ist Armani, er ist tot. Sofort läuft der Mann zum Polizeipräsidium in der Nähe und verständigt die Polizei. Die Obduktion ergibt: Der Junge wurde erwürgt, allerdings an einem anderen Ort. Erst danach wurde er am Bachufer abgelegt.

Beschreibung des Opfers (zum Zeitpunkt seines Verschwindens):
8 Jahre alt, etwa 1,40 m groß, schlank, braune Augen, kurzes dunkles Haar; Kleidung: graues Kapuzenshirt mit Grafik im Brustbereich und Aufdruck "base up"; auffällig: neongrünes Innenfutter, außerdem schwarze Jeans und Turnschuhe "Fila", schwarz mit neon-orangefarbenen Streifen.

Verschwundener Gegenstand:
Fußball: Werbegeschenk des Mobilfunk-Providers "O2", weiß mit schwarz-rot-goldenem Streifen, Emblem von "O2" und des Handy-Herstellers "Samsung".

Fragen an Zeugen:
- Wer hat Armani am Sonntag, dem 20. Juli 2014, nach 18.15 Uhr noch gesehen?
- Wer kennt einen hellen Kleinwagen mit Kenn­zeichen nach dem Muster "M?? - ? …" (Ortskennung aus 3 Buchstaben, 1. Buchstabe: M), der gegen 18.15 Uhr in der Nähe des Spielplatzes in Freiburg-Brühl wendete?
- Wer hat in der Nacht zum 21. Juli 2014 in der Park­anlage im Stadtteil Betzenhausen (Fundort) verdäch­tige Beobachtungen gemacht?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, sind mehrere Belohnungen von insgesamt 20.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Freiburg, Telefon 0761 / 882 24 80

http://e110.de/index.cfm?event=page.det ... 6&id=89152


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 15. Oktober 2015, 11:16:47 
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Mordfall Armani in Aktenzeichen XY
Keine entscheidenden Hinweise nach Fernsehsendung
Von red/lsw 15. Oktober 2015 - 10:34 Uhr

Seit 15 Monaten sucht die Freiburger Polizei den Mörder des achtjährigen Armani. Auch 20 000 Euro Belohnung und die TV-Sendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“ sollen dabei helfen.


Freiburg - Auf der Suche nach dem Mörder des achtjährigen Armani hat die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“ zunächst nicht die entscheidende Spur gebracht. Die Polizei habe aber rund 20 neue Hinweise erhalten, teilte sie am Donnerstag mit. Diesen werde nun nachgegangen. Es habe zum Fall von Fernsehzuschauern mehrere Anrufe gegeben, der rasche Ermittlungserfolg blieb aber aus. Die Frage nach dem oder den Tätern und dem Motiv sei weiter offen. Die ZDF-Sendung hatte den ungeklärten Mordfall am Mittwochabend ausführlich vorgestellt. Armanis Leiche war am 21. Juli 2014 in einem Bach gefunden worden. Der Junge wurde von einem Unbekannten erwürgt.


Hinweise gab es den Angaben zufolge zum Fußball des Jungen, der verschwunden ist und von der Polizei gesucht wird. Zudem seien die Ermittler auf Äußerungen in einem sozialen Netzwerk hingewiesen worden, die möglicherweise mit dem Fall zu tun haben. Die weiteren Hinweise seien der Polizei bereits bekanntgewesen, sagte Chefermittler Thomas Schönefeld. Die aus zwölf Beamten bestehende Ermittlungsgruppe „Bach“ sei auf weitere Zeugen angewiesen. Gesucht werde unter anderem ein unbekannter weißer Kleinwagen.

Auch ein erster Aufruf war erfolglos geblieben

Bereits ein erster Aufruf in der ZDF-Sendung im August vergangenen Jahres war erfolglos geblieben. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind 20 000 Euro Belohnung ausgesetzt. Diese Belohnung gelte so lange, bis der Fall aufgeklärt ist.

Am Abend vor dem Fund seiner Leiche war Armani zuletzt lebend gesehen worden, rund vier Kilometer entfernt auf einem Spielplatz in der Nähe seiner Wohnung. Die Polizei geht davon aus, dass der Achtjährige in einer Wohnung oder einem Fahrzeug getötet wurde und die Leiche dann zu dem Bach gefahren wurde. Anzeichen für einen Serienstraftäter oder ein Sexualverbrechen gibt es den Angaben zufolge nicht. Die Polizei schließt dies aber auch nicht aus.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 74d69.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 29. November 2015, 13:36:32 
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Registriert: Dienstag, 22. Januar 2013, 20:10:44
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Armani und Silvio S.: Polizei prüft Zusammenhang

Der 32-jährige Silvio S. aus Potsdam hat gestanden, zwei Jungen entführt und getötet zu haben. Der in Freiburg ermordete Armani fällt ins gleiche Opferschema. Ist dies die heiße Spur?

Die Morde an den beiden Jungen Mohamed (4) und Elias (6) haben nicht nur im Raum Berlin für Fassungslosigkeit gesorgt. Der 32-jährige Silvio S. aus Potsdam gestand am 30. Oktober, die beiden Jungen entführt und getötet zu haben. In beiden Fällen soll es sich um Sexualmorde handeln.

Elias

Der sechsjährige Elias verschwand am 8. Juli in Potsdam von einem Spielplatz vor dem Wohnhaus seiner Eltern. Die Fahnder der Sonderkommission "Schlaatz" suchten den Erstklässler mit Großaufgebot, vergebens. Fast vier Monate später fanden sie die Leiche von Elias – verbuddelt in einem Kleingarten, 50 Kilometer südlich von Berlin. Silvio S. führte die Ermittler mit einer detaillierten Skizze an diese Stelle, nachdem er den Mord zugegeben hatte. Der Wachmann hatte dort seit einem Jahr ein Grundstück gepachtet.

Mohamed

Der vierjährige Mohamed verschwand am 1. Oktober vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin. Mohameds Eltern sind Flüchtlinge, die vor dem Amt in einer Schlange warteten. Silvio S. lockte den Jungen offenbar mit einem Plüschtier aus dem Gedränge. Er nahm ihn mit in seine Wohnung, missbrauchte ihn und filmte dies mit seinem Handy. Danach erwürgte er das Kind mit einem Gürtel. Die Eltern von Silvio S. erkannten ihren Sohn auf den Fahndungsfotos, die Mutter zeigte ihn an. Die Polizei fand Mohameds Leiche im Auto von Silvio S. – teilweise bedeckt von Katzenstreu, in einer Wanne im Kofferraum.

Gegen Silvio S. wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. In Potsdam kommt er vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Brandenburg ermittelt auch zu der Frage, ob Silvio S. noch weitere Kinder getötet haben könnte. Zum Beispiel die fünfjährige Inga, die am 2. Mai in Sachsen-Anhalt verschwand. Mit anderen Kindern ging sie am Waldrand bei Stendal Feuerholz sammeln. Sie wurde seitdem nicht mehr gesehen.

Die Ermittler können überdies noch nicht ausschließen, dass Silvio S. auch für den Mord an Armani aus Freiburg verantwortlich sein könnte.

Bezug zum Fall Armani

Am 20. Juli 2014 wurde in Freiburg der achtjährige Armani von einer unbekannten Person erwürgt. Zeugen hatten ihn zuletzt auf einem Spielplatz im Stadtteil Brühl gesehen. Seine Leiche fand ein Spaziergänger am 21. Juli im Mühlbach im Stadtteil Betzenhausen. Bis heute ist ungeklärt, wer Armani umgebracht hat.

Silvio S. hat bislang keine weiteren Taten zugegeben. Immerhin fällt auf, dass Armani dem Opferschema von Silvio S. entspricht. Dies weiß natürlich auch die Freiburger Polizei. "Wir haben den Fall Silvio S. im Blick, unsere Ermittler stehen im Austausch mit den Kollegen in Brandenburg", sagt Laura Riske, Pressesprecherin der Freiburger Polizei. "Allerdings gibt es momentan noch keinen konkreten Hinweis darauf, dass Silvio S. etwas mit dem Tod von Armani zu tun haben könnte."

Dies bestätigt auf BZ-Nachfrage auch Nils Delius von der Staatsanwaltschaft Potsdam. Er ermittelt in diesem Fall und sagt: "Wir haben von Silvio S. viele Spuren gesichert. Natürlich gleichen wir diese mit ähnlich gelagerten Fällen ab. Bis jetzt gab es da keine Übereinstimmungen. Aber die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen." Der Staatsanwalt lässt durchblicken, dass er die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhangs von Silvio S. mit dem Fall Armani als gering einstuft.

http://www.badische-zeitung.de/freiburg ... 48179.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 09. Dezember 2015, 10:00:32 
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Fall Armani
Kein Durchbruch – Ermittlungsgruppe aufgelöst
red/dpa, 08.12.2015 12:31 Uhr

Freiburg - Fast anderthalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani in Freiburg hat die Polizei ihre Ermittlungsgruppe in dem Fall aufgelöst. Es sei knapp 2300 Spuren nachgegangen worden, ohne dass sich ein Tatverdacht ergeben habe, teilten die Beamten und die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Armanis Leiche war am 21. Juli 2014 in einem Bach gefunden worden. Der Junge wurde von einem Unbekannten erwürgt.


Der Leiter der bisherigen Ermittlungsgruppe und vier Sachbearbeiter würden auch nach der Auflösung weitere 150 Spuren auswerten. Falls sich künftig neue Erkenntnisse oder Hinweise ergeben würden, bestehe zudem jederzeit die Möglichkeit, die Ermittlungen wieder aufzunehmen, hieß es bei den Beamten. Zuletzt hatten noch 12 Beamte an dem Fall gearbeitet

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhal ... 7dc33.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 19. März 2016, 23:27:54 
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FALL ARMANI

"Ermitteln, bis der Mörder gefunden ist"
Eine Leserin schreibt zu den Ermittlungen zu dem Mord an dem achtjährigen Armani ("Keine Spur im Fall Armani / Ermittlungsgruppe aufgelöst", BZ vom 9. Dezember).

Wie kann nach einem noch nicht aufgeklärten Mord an einem achtjährigen Kind nach nur 18 Monaten an die Auflösung der Ermittlungsgruppe gedacht werden? Kann mir ein Mensch sagen, wann und wo ein solches Vorgehen schon einmal praktiziert wurde. Ich glaube nicht. Mit den Akten im Schrank klärt sich der Mord nicht. Selbst nach 30 Jahren wird sonst noch ermittelt. Dieses Verbrechen darf nicht ruhen, bis der Mörder gefunden ist. Eleonore Hoedt, Staufen

http://www.badische-zeitung.de/leserbri ... 71167.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 13. Juli 2016, 08:21:54 
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Mord an Armani: Polizei stellt Suche ein

FREIBURG.

Knapp zwei Jahre nach dem Mord am acht Jahre alten Armani in Freiburg hat die Polizei ihre Spurensuche beendet. Keine der insgesamt 2150 Spuren und mehr als 6000 Zeugenvernehmungen hatte zum Erfolg geführt.

Täter und Motiv seien weiter unbekannt, sagte der Leiter der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier, der Deutschen Presse-Agentur.

Ihre Akten habe die Polizei inzwischen der Staatsanwaltschaft übergeben. Diese prüfe nun eine Einstellung des Verfahrens. Bei neuen Hinweisen oder einem Verdacht würden die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Erwürgt im Bach gefunden

Armanis Leiche wurde am 21. Juli 2014 in einem Bach gefunden, am Abend zuvor war der Junge zuletzt lebend gesehen worden. Er wurde laut Polizei erwürgt. Anzeichen auf einen Serienstraftäter oder auf ein Sexualverbrechen gibt es den Angaben zufolge nicht. Die Polizei schließt dies aber auch nicht aus.

Belohnung ausgesetzt

„Wir werden die polizeilichen Akten nun sichten und prüfen, ob es noch einmal einen Ansatz für weitere Ermittlungen gibt“, sagte der Freiburger Oberstaatsanwalt Michael Mächtel der dpa. Dies werde längere Zeit in Anspruch nehmen. Unabhängig davon werde der Fall in Zukunft in regelmäßigen Abständen auf mögliche neue Ermittlungsansätze überprüft. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, sind 20.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0761/8822480 rund um die Uhr entgegen.

dpa

http://www.nordbayerischer-kurier.de/na ... ein_493916


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 13. Juli 2016, 08:22:41 
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Freiburg
Mord an Armani bleibt ein Rätsel
Von red/dpa 13. Juli 2016 - 07:32 Uhr

In Freiburg wird ein achtjähriger Junge von einem Unbekannten erwürgt. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter. Nach zwei Jahren sind alle Spuren abgearbeitet - und die Ermittler ratlos.


Freiburg - Der Fall umfasst 270 Aktenordner mit insgesamt mehr als 20 000 Dokumenten und 150 000 beschrifteten Seiten Papier. Die Ermittler sind 2150 Spuren nachgegangen und haben mehr als 6000 Zeugen vernommen. Doch keiner der Hinweise führt zum Erfolg. Zwei Jahre nach dem Mord am acht Jahre alten Armani in Freiburg tappt die Polizei weiter im Dunkeln. Zu Täter und Motiv gibt es keine Erkenntnisse. Die Spurensuche ist nun beendet, die Akten der Polizei sind geschlossen. Doch die Ermittler hoffen weiter.

Es ist der zweite Jahrestag eines ungewöhnlichen Verbrechens: Vor zwei Jahren, am 21. Juli 2014, findet ein Spaziergänger in einem Bach in Freiburg, direkt neben der Kleingartenanlage Vogelnest und nur 400 Meter vom Polizeipräsidium entfernt, ein totes Kind. Es ist die Leiche des achtjährigen Armani. Der Junge wird am Abend zuvor zuletzt lebend gesehen, auf einem Spielplatz in der Nähe seiner Wohnung, vier Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt. Er spielt mit seinem Fußball. Bald steht fest: Armani wurde erwürgt. Der Mord an dem Jungen löst in und um Freiburg große Betroffenheit aus.

Nur wenige Spuren

Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter. „Wir haben alles unternommen, was möglich ist“, bilanziert der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier: „Und am Ende stehen wir vor dem Nichts.“ Für die Beamten sei das eine bittere Enttäuschung und Belastung. „Es gibt Narben, die wir davongetragen haben“, sagt der Kripo-Chef der Deutschen Presse-Agentur: „Es schmerzt, wenn ein unschuldiges Kind ermordet wird und die Tat bleibt ungesühnt.“ Das begleite die Beamten, auch nachdem die Ermittlungen zu Ende sind.

Mehr als 70 Polizisten arbeiten anfangs in einer Sonderkommission. Doch die Umstände sind gegen sie. Brauchbare Spuren finden sich nur wenige. Und es gibt keine Zeugen, die etwas gesehen haben.

Wann genau und wo der Junge getötet wird, weiß die Polizei ebenfalls bis heute nicht. Ebensowenig ist klar, was das Motiv der schrecklichen Tat sein könnte. Der Fundort der Leiche, das wissen die Ermittler inzwischen, ist nicht der Tatort. Anzeichen auf einen Serienstraftäter oder ein Sexualverbrechen gibt es nicht, berichtet Chefermittler Thomas Schönefeld. Die Polizei könne es aber auch nicht ausschließen.

Wesentliche Fragen bleiben unbeantwortet

Die Ermittler verhören monatelang in einer Massenbefragung Anwohner, befragten Experten, verteilen Flugblätter, durchsuchen Wohnungen und nehmen Verdächtige fest. Sie finden DNA-Spuren und holen den Rat ein von Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA), sogenannten Profilern und von Psychologen. Und sie lassen 1600 Zigarettenstummel und andere mögliche Spurenträger untersuchen, die am Spielplatz und rund um den Fundort der Leiche sichergestellt werden.

Zudem suchen sie zwei Mal in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“ nach Hinweisen - jedoch ohne Erfolg. Wesentliche Fragen sind bis heute unbeantwortet. „Wir wissen, wo Armani zuletzt lebend gesehen und wo seine Leiche gefunden wurde. Was dazwischen passiert ist, wissen wir nicht“, sagt Egetemaier. Untersucht werden auch mögliche Parallelen zu anderen Fällen - zum Beispiel zur lange verschwundenen Peggy aus Franken oder zum Mord am zehnjährigen Mirco in Nordrhein-Westfalen. Doch auch hier: Fehlanzeige.

Mord verjährt nicht

Mit dem polizeilichen Schlussbericht werden die Akten in 25 prall gefüllten Umzugskartons dem zuständigen Staatsanwalt übergeben. Die Polizei muss für den Transport extra einen Lastwagen organisieren - so umfangreich sind die Akten.

„Wir werden die polizeilichen Akten nun sichten und prüfen, ob es noch einmal einen Ansatz für weitere Ermittlungen gibt“, sagt Oberstaatsanwalt Michael Mächtel. Sollte dies nicht der Fall sein, werde das Verfahren eingestellt. „Das heißt aber nicht, dass wir dann nicht mehr aktiv werden.“ Sobald es neue Hinweise oder einen Verdacht gebe, werde sofort wieder ermittelt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind 20 000 Euro Belohnung ausgesetzt. Diese Belohnung bleibt ohne zeitliches Limit bestehen.

Ans Aufgeben denken die Ermittler nicht, sagt Mächtel: „Es gibt Fälle, in denen sich ein Täter nach Jahrzehnten durch unbedachte Äußerungen oder Handlungen selbst verrät - oder ganz bewusst sein Schweigen bricht, weil er sein Gewissen erleichtern will.“ Mord verjähre nicht. Der Hauptsachbearbeiter der Kripo habe nun weiter ein Auge auf den Fall. „Unser Wille, diesen Fall zu klären, ist ungebrochen“, betont Kripo-Chef Egetemaier.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 3ca59.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 17. Juli 2016, 18:13:46 
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Sonntag, 17. Juli 2016
Alle Spuren abgearbeitet
Mord am achtjährigen Armani bleibt ein Rätsel

In Freiburg wird ein Junge von einem Unbekannten erwürgt. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter. Nach zwei Jahren sind 270 Akten abgearbeitet - und die Ermittler ratlos.

Der Fall umfasst mehr als 20.000 Dokumente und 150.000 beschriftete Seiten Papier. Die Ermittler sind 2150 Spuren nachgegangen und haben mehr als 6000 Zeugen vernommen. Doch keiner der Hinweise führte zum Erfolg. Zwei Jahre nach dem Mord am acht Jahre alten Armani in Freiburg ist der Fall noch immer ein Rätsel. Zu Täter und Motiv gibt es keine Erkenntnisse. Die Spurensuche ist nun beendet, die Akten der Polizei sind geschlossen. Doch die Ermittler hoffen weiter.

Vor zwei Jahren, am 21. Juli 2014, findet ein Spaziergänger in einem Bach in Freiburg, direkt neben einer Kleingartenanlage und nur 400 Meter vom Polizeipräsidium entfernt, ein totes Kind. Es ist die Leiche des achtjährigen Armani. Der Junge wird am Abend zuvor zuletzt lebend gesehen, auf einem Spielplatz in der Nähe seiner Wohnung, vier Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt. Er spielt mit seinem Fußball. Bald steht fest: Armani wurde erwürgt.

Der Mord an dem Jungen löst in und um Freiburg große Betroffenheit aus. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter. "Wir haben alles unternommen, was möglich ist", bilanziert der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier: "Und am Ende stehen wir vor dem Nichts." Für die Beamten sei das eine bittere Enttäuschung und Belastung. "Es gibt Narben, die wir davongetragen haben", sagt der Kripo-Chef. "Es schmerzt, wenn ein unschuldiges Kind ermordet wird und die Tat bleibt ungesühnt." Das begleite die Beamten, auch nachdem die Ermittlungen zu Ende sind.

1600 Zigarettenstummel untersucht

Mehr als 70 Polizisten arbeiten anfangs in einer Sonderkommission. Doch die Umstände sind gegen sie. Brauchbare Spuren finden sich nur wenige. Und es gibt keine Zeugen, die etwas gesehen haben. Wann genau und wo der Junge getötet wird, weiß die Polizei ebenfalls bis heute nicht. Ebenso wenig ist klar, was das Motiv der schrecklichen Tat sein könnte. Der Fundort der Leiche, das wissen die Ermittler inzwischen, ist nicht der Tatort. Anzeichen auf einen Serienstraftäter oder ein Sexualverbrechen gibt es nicht, berichtet Chefermittler Thomas Schönefeld. Die Polizei könne es aber auch nicht ausschließen.

Die Ermittler verhören monatelang in einer Massenbefragung Anwohner, befragten Experten, verteilen Flugblätter, durchsuchen Wohnungen und nehmen Verdächtige fest. Sie finden DNA-Spuren und holen den Rat ein von Spezialisten des Landeskriminalamtes, sogenannten Profilern und von Psychologen. Und sie lassen 1600 Zigarettenstummel und andere mögliche Spurenträger untersuchen, die am Spielplatz und rund um den Fundort der Leiche sichergestellt werden. Zudem suchen sie zweimal in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY - ungelöst" nach Hinweisen - jedoch ohne Erfolg. Wesentliche Fragen sind bis heute unbeantwortet.

20.000 Euro Belohnung ausgesetzt

"Wir wissen, wo Armani zuletzt lebend gesehen und wo seine Leiche gefunden wurde. Was dazwischen passiert ist, wissen wir nicht", sagt Egetemaier. Untersucht werden auch mögliche Parallelen zu anderen Fällen - zum Beispiel zur lange verschwundenen Peggy aus Franken oder zum Mord am zehnjährigen Mirco in Nordrhein-Westfalen. Doch auch hier: Fehlanzeige. Mit dem polizeilichen Schlussbericht werden die Akten in 25 prall gefüllten Umzugskartons dem zuständigen Staatsanwalt übergeben. "Wir werden die polizeilichen Akten nun sichten und prüfen, ob es noch einmal einen Ansatz für weitere Ermittlungen gibt", sagt Oberstaatsanwalt Michael Mächtel.

Sollte dies nicht der Fall sein, werde das Verfahren eingestellt. "Das heißt aber nicht, dass wir dann nicht mehr aktiv werden." Sobald es neue Hinweise oder einen Verdacht gebe, werde sofort wieder ermittelt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind 20.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Diese Belohnung bleibt ohne zeitliches Limit bestehen. Ans Aufgeben denken die Ermittler nicht, sagt Mächtel: "Es gibt Fälle, in denen sich ein Täter nach Jahrzehnten durch unbedachte Äußerungen oder Handlungen selbst verrät - oder ganz bewusst sein Schweigen bricht, weil er sein Gewissen erleichtern will." Mord verjähre nicht. "Unser Wille, diesen Fall zu klären, ist ungebrochen", betont Kripo-Chef Egetemaier.

http://www.n-tv.de/panorama/Mord-am-ach ... 11386.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 22. Juli 2016, 11:23:04 
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Ungeklärte Morde in Baden-Württemberg
Fall Armani und die Suche nach dem Mörder
Von Nils Mayer 21. Juli 2016 - 16:49 Uhr


Die Aufklärungsquote bei Mord ist extrem hoch. Und doch gibt es immer wieder Fälle, in denen die Ermittler ratlos zurückbleiben – wie beim Tod des achtjährigen Armani R. aus Freiburg.

Freiburg/Stuttgart - Leise plätschert der Mühlbach in Richtung Dreisam. Über ihm, nur unweit der Kleingartenanlage Vogelnest im Westen Freiburgs, bilden elf Holzlatten einen Übergang. Nach und nach passieren Spaziergänger, Läufer und Radfahrer die Stelle. Ob sie um die düstere Vergangenheit dieses Orts wissen? Am frühen Morgen des 21. Juli 2014 lag hier, unterhalb der kleinen Brücke, die Leiche des achtjährigen Armani R. – halb im Bach, halb am Ufer. Ein Spaziergänger mit Hund fand den Jungen um 6.20 Uhr. Er war erwürgt worden. Nur: Von wem?


Seit zwei Jahren versucht die Polizei in Freiburg nun, den Täter zu finden. Sie arbeitete 2150 Spuren ab, befragte unzählige Anwohner, startete einen Aufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ und kam im Zuge der Ermittlungen auf mehr als 6000 Zeugenvernehmungen – ohne Erfolg. Das Motiv ist bis heute unklar. 270 Aktenordner liegen nun bei der Staatsanwaltschaft. Sie prüft eine Einstellung des Verfahrens. Für Chefermittler Thomas Schönefeld ist dies eine unbefriedigende Situation. „Wenn man fast zwei Jahre an einem Fall ermittelt, geht das nicht spurlos an einem vorbei“, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar. „ Zumal das Opfer ein Kind war.“

Gegen 18.15 Uhr verliert sich Armanis Spur

Armani R. war ein lebhafter Junge. Am späten Nachmittag des 20. Juli 2014 wollte er unbedingt noch mal auf einen Spielplatz im Freiburger Stadtteil Brühl, nahe seinem Elternhaus, um dort mit Kumpels zu kicken. Gegen 18 Uhr begann es aber zu regnen. Die Kinder machten sich auf den Heimweg. Zeugen sahen Armani um 18.15 Uhr, wie er unweit des Spielplatzes mit seinem Ball gegen eine Hauswand kickte. Danach verlor sich seine Spur. „Wir haben keine Zeugen, die sagen können, was Armani anschließend ­gemacht hat“, sagt Schönefeld.

Zunächst suchte der Vater noch selbst nach dem Jungen, um 20.50 Uhr meldete er ihn dann bei der Polizei vermisst. Bis tief in die Nacht durchkämmten Familienmitglieder und Einsatzkräfte mithilfe einer Hundestaffel das Viertel, um den Jungen zu finden. Der starke Niederschlag in jener Nacht – zeitweise regnete es in Freiburg neun Liter pro Quadratmeter und Stunde – erschwerte die Suche erheblich, die Spürnasen der Polizeihunde versagten. Und nicht nur das: „Aufgrund der schlechten Witterung haben wir auch nahezu keine verwertbaren Spuren am Opfer gefunden“, sagt Schönefeld.

Fundort ist nicht Tatort

Nur eines ist klar: Der Fundort im Stadtteil Betzenhausen, rund vier Kilometer entfernt vom Spielplatz, ist nicht der Tatort. Weil Armani teilweise im Wasser lag und die Temperatur des Leichnams deshalb schneller abkühlte, als er es an Land getan hätte, konnten die Rechtsmediziner auch den Todeszeitpunkt nicht exakt eingrenzen. Trotz der widrigen Umstände denken die Ermittler nicht ans Aufgeben.

Vorerst steht Armanis Tod aber in der Reihe der ungeklärten Morde im Land. Wie viele Fälle dieser Art noch ungelöst sind, konnte das Innenministerium auf Anfrage nicht in Erfahrung bringen. Auf den entscheidenden Hinweis warten die Ermittler unter anderem bei den Verbrechen an der Bankiersgattin Maria Bögerl aus Heidenheim im Mai 2010 und an der zweifachen Mutter Nadine Ertugrul aus Ludwigsburg im Oktober des vergangenen Jahres.

Die meisten Tötungsdelikte sind Beziehungstaten

Diese Fälle sind Ausnahmen, wie die Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) des Bundeskriminalamts (BKA) zeigen. Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten ist demnach seit Jahren hoch. 2015 klärten die Kriminalisten bundesweit 615 versuchte und vollendete Morde bei 649 neuen Fällen (94,8 Prozent). In Baden-Württemberg lösten die Beamten laut Landeskriminalamt (LKA) sogar 66 Fälle, bei 69 neuen Morden (95,6 Prozent). Einer der Gründe für die hohe Quote sei, dass die meisten Tötungsdelikte Beziehungstaten seien, sagt LKA-Sprecher Horst Haug. Diese könnten in aller Regel geklärt werden.

Zeugenerinnerungen verblassen im Lauf der Zeit

Deutlich aufwendiger gestalten sich sogenannte Fahndungsmorde. Bei ihnen gilt: „Je schneller man nach der Tatentdeckung den Personalapparat anwerfen kann, je besser die Spurenlage ist, desto höher ist die Chance, dass man die Tat in den ersten 76 Stunden aufklären kann“, sagt Michael Kühner, früher Leiter der Mordkommission und Vizepräsident der Polizei in Stuttgart, seit 2008 im Ruhestand. Klappe dies nicht, schwinde die Wahrscheinlichkeit einer Aufklärung. Denn mit zunehmender zeitlicher Distanz zur Tat werde die Arbeit für die Ermittler immer kniffliger. Eines der Probleme: Zeugenerinnerungen ­verblassen.

Kühner betont, wie wichtig es ist, dass das Team aus Vernehmungsbeamten, Kriminaltechnikern und Datenbankspezialisten funktioniere. „Es ist nicht so wie im Fernsehen, dass es einen Chef gibt, der alles kann und alles weiß“, sagt Kühner, „die Qualität des gesamten Teams ist letztendlich entscheidend für die Bearbeitung und Aufklärung eines Falls.“

Entwicklung der Kriminaltechnik hilft enorm

Aber auch wenn die Polizei noch so gründlich ermittelt, gibt es immer wieder Momente, in denen sie an Grenzen stößt. „Wenn man nicht beweisen kann, dass der Verdächtige die Tat begangen hat, und er nicht gesteht, muss man ihn gehen lassen“, sagt Kühner. Eine wichtige Rolle spielt daher die Entwicklung der Kriminaltechnik. Vor allem das vom britischen Humangenetiker Alec John Jeffreys erfundene Laborverfahren, das es möglich macht, den genetischen Fingerabdruck eines Menschen zu ermitteln, war ein gewaltiger Fortschritt für die Polizei. In den vergangenen 30 Jahren ist die DNA-Analyse-Methode immer weiter verfeinert worden. So benötigen Spezialisten heute nur noch kleinste menschliche Körperzellen aus einem Haar, einer Schuppe oder Hautabriebspuren, um Spuren an einem Tatort abgleichen und nicht selten auch einem Tatverdächtigen zuordnen zu können.

Doch nicht immer gibt es DNA-Treffer. Manches Mal fehlt auch ein anderer belastbarer Beweis. Und so bleiben Morde, bei denen allein die Hoffnung bleibt, den Täter noch überführen zu können. „Es gibt Fälle, die bleiben ein Leben lang ungeklärt“, sagt Kühner, „damit muss man als Polizist zurechtkommen.“

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... e6eca.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 25. November 2016, 12:21:06 
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Mordfall Armani

Freiburg
Mord an Armani bleibt ein Rätsel

Von red/dpa 13. Juli 2016 - 07:32 Uhr

In Freiburg wird ein achtjähriger Junge von einem Unbekannten erwürgt. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter. Nach zwei Jahren sind alle Spuren abgearbeitet - und die Ermittler ratlos.

Freiburg - Der Fall umfasst 270 Aktenordner mit insgesamt mehr als 20 000 Dokumenten und 150 000 beschrifteten Seiten Papier. Die Ermittler sind 2150 Spuren nachgegangen und haben mehr als 6000 Zeugen vernommen. Doch keiner der Hinweise führt zum Erfolg. Zwei Jahre nach dem Mord am acht Jahre alten Armani in Freiburg tappt die Polizei weiter im Dunkeln. Zu Täter und Motiv gibt es keine Erkenntnisse. Die Spurensuche ist nun beendet, die Akten der Polizei sind geschlossen. Doch die Ermittler hoffen weiter.

Es ist der zweite Jahrestag eines ungewöhnlichen Verbrechens: Vor zwei Jahren, am 21. Juli 2014, findet ein Spaziergänger in einem Bach in Freiburg, direkt neben der Kleingartenanlage Vogelnest und nur 400 Meter vom Polizeipräsidium entfernt, ein totes Kind. Es ist die Leiche des achtjährigen Armani. Der Junge wird am Abend zuvor zuletzt lebend gesehen, auf einem Spielplatz in der Nähe seiner Wohnung, vier Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt. Er spielt mit seinem Fußball. Bald steht fest: Armani wurde erwürgt. Der Mord an dem Jungen löst in und um Freiburg große Betroffenheit aus.
Nur wenige Spuren

Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter. „Wir haben alles unternommen, was möglich ist“, bilanziert der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier: „Und am Ende stehen wir vor dem Nichts.“ Für die Beamten sei das eine bittere Enttäuschung und Belastung. „Es gibt Narben, die wir davongetragen haben“, sagt der Kripo-Chef der Deutschen Presse-Agentur: „Es schmerzt, wenn ein unschuldiges Kind ermordet wird und die Tat bleibt ungesühnt.“ Das begleite die Beamten, auch nachdem die Ermittlungen zu Ende sind.

Mehr als 70 Polizisten arbeiten anfangs in einer Sonderkommission. Doch die Umstände sind gegen sie. Brauchbare Spuren finden sich nur wenige. Und es gibt keine Zeugen, die etwas gesehen haben.

Wann genau und wo der Junge getötet wird, weiß die Polizei ebenfalls bis heute nicht. Ebensowenig ist klar, was das Motiv der schrecklichen Tat sein könnte. Der Fundort der Leiche, das wissen die Ermittler inzwischen, ist nicht der Tatort. Anzeichen auf einen Serienstraftäter oder ein Sexualverbrechen gibt es nicht, berichtet Chefermittler Thomas Schönefeld. Die Polizei könne es aber auch nicht ausschließen.

Wesentliche Fragen bleiben unbeantwortet

Die Ermittler verhören monatelang in einer Massenbefragung Anwohner, befragten Experten, verteilen Flugblätter, durchsuchen Wohnungen und nehmen Verdächtige fest. Sie finden DNA-Spuren und holen den Rat ein von Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA), sogenannten Profilern und von Psychologen. Und sie lassen 1600 Zigarettenstummel und andere mögliche Spurenträger untersuchen, die am Spielplatz und rund um den Fundort der Leiche sichergestellt werden.

Zudem suchen sie zwei Mal in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“ nach Hinweisen - jedoch ohne Erfolg. Wesentliche Fragen sind bis heute unbeantwortet. „Wir wissen, wo Armani zuletzt lebend gesehen und wo seine Leiche gefunden wurde. Was dazwischen passiert ist, wissen wir nicht“, sagt Egetemaier. Untersucht werden auch mögliche Parallelen zu anderen Fällen - zum Beispiel zur lange verschwundenen Peggy aus Franken oder zum Mord am zehnjährigen Mirco in Nordrhein-Westfalen. Doch auch hier: Fehlanzeige.

Mord verjährt nicht

Mit dem polizeilichen Schlussbericht werden die Akten in 25 prall gefüllten Umzugskartons dem zuständigen Staatsanwalt übergeben. Die Polizei muss für den Transport extra einen Lastwagen organisieren - so umfangreich sind die Akten.

„Wir werden die polizeilichen Akten nun sichten und prüfen, ob es noch einmal einen Ansatz für weitere Ermittlungen gibt“, sagt Oberstaatsanwalt Michael Mächtel. Sollte dies nicht der Fall sein, werde das Verfahren eingestellt. „Das heißt aber nicht, dass wir dann nicht mehr aktiv werden.“ Sobald es neue Hinweise oder einen Verdacht gebe, werde sofort wieder ermittelt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind 20 000 Euro Belohnung ausgesetzt. Diese Belohnung bleibt ohne zeitliches Limit bestehen.

Ans Aufgeben denken die Ermittler nicht, sagt Mächtel: „Es gibt Fälle, in denen sich ein Täter nach Jahrzehnten durch unbedachte Äußerungen oder Handlungen selbst verrät - oder ganz bewusst sein Schweigen bricht, weil er sein Gewissen erleichtern will.“ Mord verjähre nicht. Der Hauptsachbearbeiter der Kripo habe nun weiter ein Auge auf den Fall. „Unser Wille, diesen Fall zu klären, ist ungebrochen“, betont Kripo-Chef Egetemaier.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 49087.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presseartikel
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 26. Januar 2017, 10:56:54 
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FREIBURGER MORDFALL

Vor zweieinhalb Jahren wurde der achtjährige Armani ermordet – eine Spurensuche
Zweieinhalb Jahre sind seit der Ermordung des achtjährigen Armani aus Freiburg vergangen. Die Zeit heilt keine Wunden. Seine Mutter muss damit leben, dass der Täter nicht gefasst wurde.



Ein kleiner Igel guckt aus dem Schnee, er winkt mit der rechten Pfote. Auf der anderen Seite des Grabes steht ein rotgesichtiges Krokodil. Schmetterlinge, rot und gelb, wippen an Stielen im Wind. Mehrere steinerne Engel bewachen das Grab, ganz vorne ein schlafender.

Am weißen Holzkreuz scheinen drei Käfer rumzukrabbeln, rot, gelb und grün. Sie sind nicht echt – und künden von einem Frühling, der noch weit weg ist. Es weht ein eisiger Winter an diesem Januartag auf dem Friedhof im Stadtteil Haslach. Sandra M.* steht am Grab ihres Sohnes Armani. "Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an ihn gedacht habe oder an dem nicht sein Name gefallen ist", sagt sie.

Große Anteilnahme

Die Anteilnahme an Armanis Tod vor zweieinhalb Jahren war immens, er bewegte nicht nur Stadt und Region – an einem Trauermarsch am Freiburger Seepark nahmen damals 2000 Menschen teil –, sondern die ganze Republik. An die Beerdigung kann sich Sandra M. nicht mehr erinnern.

Der achtjährige Junge war vermutlich am Abend oder in der Nacht des 20. Juli 2014 getötet worden, laut rechtsmedizinischer Untersuchung wurde er erwürgt. Am nächsten Morgen wurde seine Leiche rund drei Kilometer entfernt von dem Spielplatz, auf dem er am Vorabend zuletzt gesehen worden war, in einem Bach gefunden. Da er im Wasser lag und es heftig geregnet hatte, war die Spurenlage schwierig. Der Mörder ist bis heute nicht gefasst.

Ermittlungsgruppe wurde Ende 2015 aufgelöst

Für Sandra M. ist das das Schlimmste – dass der Mörder ihres Sohnes immer noch frei herumläuft. Zu erfahren, wer Armani getötet hat und warum, ist ihr größter Wunsch. "Das wäre ganz wichtig für meinen inneren Frieden", sagt sie. Kontakt zur Polizei hat sie kaum noch. Die bis zu 70 Beamte zählende Sonderkommission wurde im Frühjahr 2015, die zwölfköpfige Ermittlungsgruppe Ende 2015 aufgelöst. Das frustriert sie. "Das ist, wie wenn er vergessen wäre." Der Fokus der Ermittler liegt jetzt auf anderen Verbrechen; Sandra M. macht das zu schaffen.

Sie besucht regelmäßig das Grab von Armani. Manchmal allein, manchmal mit ihrer Mutter, manchmal mit Armanis jüngeren Geschwistern, dem inzwischen fünfjährigen Ricardo* und dem eineinhalb Jahre jüngeren Antonio*. Armanis Geschwister kümmern sich liebevoll mit um das Grab, gießen, wenn die Erde Wasser braucht, legen ebenso wie Freunde kleine Dinge – Spielzeugautos, Bonbons, Figürchen – aufs Grab. "Mama, wann kommt Armani wieder?", fragten Ricardo und Antonio.

Glaube gibt Halt

Er sei im Himmel, antworte sie dann. "Ich kann ihnen ja nicht sagen, dass er bald wieder kommt." Viel Halt gebe ihr der Glaube, sagt die Katholikin. Obwohl sie damals noch sehr klein waren, haben Ricardo und Antonio natürlich mitbekommen, was passiert ist. Schließlich war in der Familie M. von jenem 20. Juli 2014 an nichts mehr wie zuvor. "Wie soll man so etwas auch vor den Kindern verbergen?", fragt Sandra M. Ricardo und Antonio sind nun ihr ein und alles. "Sie geben mir viel Energie, nicht aufzugeben", sagt die 33-Jährige: "Ich wüsste nicht, was wäre, wenn ich die beiden nicht hätte; an was ich mich dann halten sollte. Die Kinder aufzuziehen, das ist meine Aufgabe."

Doch da ist die Angst um Armanis jüngere Geschwister. Was, wenn ihnen auch etwas zustößt? "Diese Ängste sind schlimmer geworden." Sandra M. muss versuchen, eine Balance zu finden. "Sie sollen groß werden und ein normales, vernünftiges Leben führen können." M. weiß auch: Irgendwann wird der Tag kommen, an dem sie sie auch unbeaufsichtigt spielen gehen lassen muss.

Nichts von Fremden annehmen

"Ich habe bei Armani immer aufgepasst." Sie habe stets gewusst, wo er sich aufhält, und er habe ihr immer Bescheid gegeben, weil er wusste, dass sie sich sonst Sorgen machen würde. Sie habe ihm beigebracht, nichts von Fremden anzunehmen, und ihn über die Gefahren auf der Straße aufgeklärt. "Erst im letzten halben Jahr habe ich ihn überhaupt alleine auf den Spielplatz gelassen." Was hätte sie machen sollen? Seine Freunde seien schließlich auch schon ab und an ohne Eltern draußen spielen gegangen, das habe Armani natürlich mitbekommen.

Der Spielplatz befindet sich im Stadtteil Brühl-Beurbarung in einem Viertel der kleinen Leute mit alten Mietskasernen. Dort ist Armani an jenem Sonntagabend im Juli spurlos verschwunden; gar nicht weit von seinem Zuhause entfernt, sodass Sandra M. stets kurz nach dem Rechten sehen konnte. Wenn Armani zum nahe gelegenen Kiosk ging, um sich Kaugummis zu kaufen, gab er der Mutter vorher Bescheid. Sie konnte ihm vertrauen: "Ich wusste genau – auf mein Kind ist Verlass."

Helfer suchen sofort

Deshalb war ihr an jenem Abend des 20. Juli, als Armani nicht nach Hause kam und auch nicht bei Freunden oder Nachbarn war, schnell klar: Da muss etwas passiert sein. Um halb neun rief sie die Polizei an. Schnell wurde die Schar der suchenden Helfer – Familienangehörige, Freunde, Bekannte, Nachbarn – größer. Je später es wurde, desto schlimmer wurden die Befürchtungen der Mutter.

Den Spielplatz meidet sie seitdem, "aber manchmal kommt man nicht drum rum", sagt sie. Dort war zum Beispiel der Treffpunkt für den St.-Martins-Umzug im Stadtteil, an dem sie mit Ricardo und Antonio teilgenommen hat. "Ich springe dann über meinen Schatten. Ich mache das den beiden Buben zuliebe, sie sollen was erleben und nicht darunter leiden. Mit meinen Ängsten ist ihnen auch nicht geholfen."

Neue Wohnung im selben Stadtteil

Die Familie ist zusammengerückt nach dem Verbrechen, man hat sich gegenseitig Halt gegeben. Aber sie ist an dem Ungeheuerlichen auch zerbrochen – von ihrem Mann, dem Vater von Armani, Ricardo und Antonio, hat sich Sandra M. getrennt. Das passiert oft, wenn ein Kind stirbt. "Jeder hat anders getrauert", sagt sie. Inzwischen ist sie mit den beiden Söhnen umgezogen. Jetzt wohnt sie mit den zwei Söhnen in einer größeren Wohnung im selben Stadtteil. "Für die Kinder war das ein kleiner Neuanfang", sagt M. Für sie war es das nicht.

Der oft zitierte Satz "Die Zeit heilt alle Wunden" hat für sie keine Bedeutung. Der Schmerz ist für sie nicht weniger geworden, kein bisschen. "Ich denke ununterbrochen daran, was passiert ist. Als wäre es gestern gewesen", sagt M. Und: "Ich vermisse ihn ganz arg."

Armani war ein Sonnenschein

Sie versucht gar nicht erst, das Andenken an Armani in ihrem neuen Zuhause zu verdrängen. Deshalb hat sie auch in der neuen Wohnung kleine Andenken: Hier ein Bild von ihrem ältesten Sohn, da etwas, das er gebastelt hat.

Armani sei ein sehr fröhlicher und hilfsbereiter Junge gewesen: "Er war ein echter Sonnenschein", sagt die Mutter. Viele Freunde habe er gehabt. Wenn sie sie jetzt auf der Straße sieht, wie sie gewachsen sind und sich verändert haben, wird ihr weh ums Herz. Er sei immer folgsam gewesen, nie habe sich jemand über ihn beschwert. Einer älteren Nachbarin habe er von sich aus den Deckel der Mülltonne aufgehalten.

7:1 gegen Brasilien verschlafen

Wenn seine Mutter im Supermarkt eine Familienpackung Eis kaufte, dann habe er auf dem Nachhauseweg immer auch Eis an Freunde verschenkt. Wie fast alle Kinder liebte er Spaghetti und Pizza und war kein Freund von Gemüse. Er spielte gerne Karten oder mit Beyblades, jenen kleinen Kreiseln, mit denen in einer japanischen Mangaserie Jugendliche Wettkämpfe in einer Arena austragen.

Und er liebte Fußball. Während der Weltmeisterschaft fieberte er mit, trug Ergebnisse in einen Spielplan ein, rechnete Tabellen aus und malte den WM-Pokal. Als die Mutter ihn vor dem legendären 7:1 Deutschlands gegen Brasilien nicht geweckt hat, war er traurig. Im Andenken an seine Liebe zum Kicken thront auf der Spitze des Kreuzes auf Armanis Grab ein kleiner goldener Fußballspieler.

Von Armani geträumt

Wenn Sandra M. über ihr getötetes Kind spricht, fließen viele Tränen. Aber dann sind da auch immer wieder kämpferische Momente in ihr: Der Mörder habe ihr das gemeinsame Leben genommen, "aber wir sind trotzdem stark". Sie weiß: "Ohne diese Stärke wären wir nicht, wo wir jetzt sind." Zweimal hat sie von Armani geträumt, am Ende ist sie jeweils panisch aufgewacht. Doch die Träume haben auch etwas Schönes, denn darin sah sie ihren Jungen wieder. "Das war so erlösend..."

Zweimal hat sie Psychotherapeuten aufgesucht, helfen konnten die ihr nicht. Anders als der Weiße Ring, der sich die Betreuung und den Schutz von Opfern zur Aufgabe gemacht hat. Zur Leiterin der Freiburger Außenstelle, Beate Hauser, hat sie einen guten Draht, mit ihr trifft sich M. noch immer regelmäßig. "Wenn sie helfen kann, hilft sie mir." Dafür sei sie dankbar, sagt Sandra M.

Motiv bleibt ein Rätsel

Das Motiv des Mörders bleibt für sie ein einziges großes Rätsel. Warum tötet jemand einen kleinen Jungen? Es sei viel Unsinn erzählt worden, ärgert sie sich. Zum Beispiel habe es das Gerücht gegeben, die eigene Familie habe mit dem Mord zu tun. "Aus was für einem Grund denn?", ärgert sich M. "Das Wertvollste sind doch unsere Kinder." Sie schüttelt ratlos den Kopf, als sie im Büro des Weißen Rings davon erzählt. Es habe keine Streitereien in der Familie oder mit anderen gegeben.

Bei der Kriminalpolizei kümmert sich der Erste Kriminalhauptkommissar Thomas Schönefeld, der ehemalige Hauptsachbearbeiter der Sonderkommission und Leiter der späteren Ermittlungsgruppe, weiterhin um den Fall Armani, so lange es etwas in der Sache zu tun gebe – wenn auch nicht mehr an erster Stelle. 2300 Spuren verfolgten die Ermittler seinerzeit, nach wie vor sind welche offen.

Polizei hat den Fall nicht abgeschrieben

"Es gehen auch noch vereinzelt Hinweise ein beziehungsweise es ergeben sich aus anderen Ermittlungen zu überprüfende Hinweise", sagt Schönefeld, "es wird also noch aktiv ermittelt." Alle gesicherten Spuren und Beweismittel würden bei Polizei und Staatsanwaltschaft aufbewahrt. Hat die Polizei eine Haupttheorie zu dem Mord?

"Kein Kommentar", sagt Schönefeld. Gab es überhaupt jemals eine heiße Spur? Es habe immer wieder "vielversprechende Ermittlungsansätze" gegeben, sagt der Kommissar. Zur Behauptung, dass nahe dem Spielplatz, von dem Armani verschwand, ein nachweislich Pädophiler gewohnt habe, will er auch nichts Konkretes sagen.

Zeigt der Täter Reue?

So bleibt Sandra M. nur die Hoffnung, dass der Mörder ihres Kindes doch noch gefasst wird. Dass ihn irgendwann das Gewissen so sehr plagt, dass er sich stellt. "Wie kann man damit schlafen? Wie kann man mit so etwas leben?" Der Täter dürfe keinen Tag und keine Nacht Ruhe finden. "Ich bete jeden Tag zu Gott, dass er Reue zeigt."

Den Tod wünsche sie ihm nicht, so solle er nicht davonkommen, denn das wäre eine Art Erlösung. Manchmal erwischt sie sich dabei, wie sie auf der Straße läuft, einen Wildfremden beobachtet und dabei denkt: "Das könnte Armanis Mörder sein."
Monatelange Suche nach dem Mörder

 Am 20. Juli 2014 melden seine Eltern den acht Jahre alten Armani im Stadtteil Brühl als vermisst; die Polizei startet noch am gleichen Abend eine Suchaktion – erfolglos.
  Am Montag, 21. Juli 2014, findet ein Spaziergänger gegen 6.45 Uhr den leblosen Körper des Jungen im Mühlbach im Stadtteil Betzenhausen beim Kleingartengelände Vogelnest. Die Obduktion ergibt, dass der Junge erwürgt wurde. Wie er zum mehr als drei Kilometer entfernten Bach gekommen ist, bleibt unklar. Konkrete Hinweise auf sexuellen Missbrauch gibt es nicht, definitiv ausschließen kann die Polizei das aber nicht. Die Nacht war die nasseste des Jahres. Viele Spuren hat der Regen weggewaschen.
  Am 25. Juli 2014 wird Armani im Kreise von Angehörigen und Trauergästen auf dem Friedhof im Stadtteil Haslach beerdigt. An einem Trauermarsch im Seepark nehmen rund 2000 Freiburgerinnen und Freiburger Teil.
   Am 5. August 2014 wird der Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY – ungelöst" vorgestellt – ohne brauchbares Ergebnis.
  Im April 2015 wird die Sonderkommission aufgelöst und eine Ermittlungsgruppe gebildet.

  Im Dezember 2015 wird auch die zwölfköpfige Ermittlungsgruppe aufgelöst.

http://www.badische-zeitung.de/freiburg ... 44960.html


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