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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 10. Juli 2017, 17:45:51 
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Münchner Amoklauf Prozess gegen mutmaßlichen Waffenhändler im August
10.07.17, 16:18 Uhr

München -
Der aus Marburg stammende mutmaßliche Lieferant der Münchner Amok-Waffe muss sich von Ende August an in Bayern vor Gericht verantworten. Ihm wird fahrlässige Tötung in neun Fällen und illegaler Waffenhandel vorgeworfen.

Die 12. Strafkammer des Landgerichts München I habe die Anklage gegen den 32-Jährigen zur Hauptverhandlung zugelassen, teilte das Gericht am Montag mit. Der 18-jährige David S. hatte mit der Pistole Glock 17 bei seinem Amoklauf am Münchner Olympia-Einkaufszentrum am 22. Juli 2016 vor rund einem Jahr neun Menschen und sich selbst erschossen.

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Die Pistole besorgte er über das sogenannte Darknet, einen anonymen Teil des Internets. Dort suchte er den Ermittlungen zufolge gezielt nach einer Pistole dieser Art und einigen Hundert Schuss Munition. Die Waffe soll er von dem nun angeklagten 32-Jährigen gekauft haben.

In Marburg festgenommen

Bei der Tat wurden fünf Menschen verletzt, weshalb dem mutmaßlichen Waffenhändler auch fahrlässige Körperverletzung in fünf Fällen vorgeworfen wird. Er war im August 2016 in Marburg festgenommen worden - zunächst in Zusammenhang mit anderen Waffengeschäften. Die Staatsanwaltschaft legt ihm neben dem Verkauf der Waffe an David S. weitere Verstöße gegen das Waffengesetz sowie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Er soll auch mit einem großkalibrigen Gewehr gehandelt haben, das als Kriegswaffe gilt.

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Die Ermittler hatten ihm seinerzeit mit einem fingierten Waffengeschäft eine Falle gestellt. Bei dem Scheingeschäft in der Nähe des Marburger Busbahnhofs stellten sie nach damaligen Angaben die vereinbarte Maschinenpistole, eine Pistole und größere Mengen Munition sicher.

Auf seine Spur waren sie durch Ermittlungen gegen einen Buchhalter aus dem Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen und gegen einen damals 17-jährigen Schüler aus Nordhessen gekommen. Beide sollen bei dem Marburger Schusswaffen und Munition erworben haben.

Der Prozess soll am 28. August beginnen. Weitere Termine gab das Gericht bisher nicht bekannt. (dpa)


– Quelle: http://www.rundschau-online.de/27947834 ©2017


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 17. Juli 2017, 14:53:28 
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Münchner Amok-Waffenhändler laut Anklage kein Mitwisser
Stand: 14:42 Uhr

München (dpa/lby) - Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass der mutmaßliche Waffenlieferant des Münchner Amokschützen auch ein Mitwisser war. «Wir haben bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass der Waffenhändler Kenntnis von der geplanten Tat hatte», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag in München. Der Anwalt mehrerer Angehöriger der Opfer hatte dem mutmaßlichen Verkäufer der Tatwaffe laut Bayerischem Rundfunk eine mögliche Mitwisserschaft vorgeworfen. Der Nebenkläger forderte demnach den für Ende August angesetzten Prozess gegen den Angeklagten zu vertagen oder aufzuspalten.

Am kommenden Samstag jährt sich der Amoklauf von München zum ersten Mal. Der 18-jährige Amokläufer David S. hatte mit einer Pistole neun Menschen erschossen und sich selbst gerichtet. Die Pistole samt Munition hatte er über das sogenannte Darknet besorgt, einen anonymen Teil des Internets. Die Waffe soll von dem 32-jährigen Angeklagten stammen. Der Prozess gegen ihn unter anderem wegen fahrlässiger Tötung beginnt am 28. August.

https://www.welt.de/regionales/bayern/a ... isser.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 24. Juli 2017, 13:44:58 
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Der Prozess gegen den mutmaßlichen Verkäufer der Waffe für den Münchner Amoklauf soll zunächst bis 19. September dauern. Vom 28. August an sind zehn Verhandlungstage angesetzt, wie das Oberlandesgericht München am Montag mitteilte. Das Gericht kann später allerdings noch weitere Termine festlegen.

Der 32 Jahre alte Mann muss sich wegen fahrlässiger Tötung in neun Fällen und illegalen Waffenhandels verantworten. Der Amokschütze David S. hatte die Pistole Glock 17 über das sogenannte Darknet besorgt, einen anonymen Teil des Internets. Dort soll er die Waffe sowie Munition von dem Angeklagten gekauft haben. Am 22. Juli 2016 erschoss David S. damit am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und verletzte fünf weitere, ehe er sich selbst tötete.


Dem mutmaßlichen Waffenhändler wird deshalb auch fahrlässige Körperverletzung in fünf Fällen vorgeworfen. Er war im August 2016 in Marburg im festgenommen worden - zunächst in Zusammenhang mit anderen Waffengeschäften. Die Staatsanwaltschaft legt ihm neben dem Verkauf der Waffe an David S. weitere Verstöße gegen das Waffengesetz sowie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Er soll auch mit einem großkalibrigen Gewehr gehandelt haben, das als Kriegswaffe gilt.

http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/25 ... ndler.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 30. Juli 2017, 19:32:28 
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Ein Mithäftling spricht
Wusste der Waffenhändler vom geplanten OEZ-Amoklauf?
AZ/dpa
,
30.07.2017 - 07:37 Uhr
, aktualisiert am 30.07.2017 - 10:48 Uhr

Vor einem Jahr erschoss ein 18-Jähriger neun Menschen vor dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum. Der mutmaßliche Waffenlieferant kommt Ende August vor Gericht. Wusste er, wozu die Waffe dienen sollte? Dazu gibt es nun neue Hinweise.

München - Der Mann, der dem Münchner Amokläufer die Tatwaffe verkauft haben soll, hat womöglich doch von dessen Tötungsabsichten gewusst. Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte auf Anfrage, ein Mithäftling habe bereits vergangenen April "sinngemäß von derartigen Äußerungen" des mutmaßlichen Waffenhändlers berichtet. Der Prozess gegen ihn soll am 28. August vor dem Münchner Landgericht beginnen. Er ist wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und fahrlässige Tötung angeklagt.

Der 18-jährige Amokschütze David S. hatte vor einem Jahr vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München neun Menschen erschossen und sich dann selbst gerichtet. Er galt als rechtsextrem orientiert. Als Motiv sehen die Ermittler aber bisher nur private Kränkung.
Der angeklagte mutmaßliche Waffenhändler stammt aus Hessen, wo David S. die Tatwaffe gekauft haben soll. Auf seine Spur kamen die Ermittler bei Recherchen in abgeschotteten und nur mit Vorkenntnissen erreichbaren Internetforen.

Der Mithäftling sagte in einer Polizeivernehmung, er habe den mutmaßlichen Waffenhändler Philipp K. während der U-Haft in der Vollzugsanstalt Erding bei München kennengelernt. Der Amokschütze David S. habe ihm beim Waffenkauf sinngemäß gesagt, er wolle Menschen mit Migrationshintergrund erschießen, wobei er potenzielle Opfer laut Vernehmungsprotokoll mit einer rassistisch-abfälligen Vokabel bezeichnete. Das Protokoll liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die Staatsanwaltschaft wies jedoch darauf hin, dass wörtliche Zitate aus der Ermittlungsakte strafbar seien.

Vor zwei Wochen hatte die Staatsanwaltschaft noch einen Bericht des Bayerischen Rundfunks mit der Aussage dementiert, sie habe "keine Anhaltspunkte dafür, dass der Waffenhändler Kenntnis von der geplanten Tat hatte". Die Vernehmung des Mithäftlings stammt bereits vom vergangenen April. Sie ändere "aber nichts an der zutreffenden rechtlichen Bewertung des Handelns von Philipp K. als fahrlässige Tötung in neun Fällen", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Der Nebenklage-Anwalt Onur Özata erklärte dagegen, es gebe inzwischen zahlreiche Hinweise auf das "Wissen und Wollen" des Waffenhändlers. Als Motiv komme rechtsextreme Gesinnung infrage. Darauf gebe es zahlreiche Indizien. Özata warf der Staatsanwaltschaft vor, sie versuche, das Verfahren gegen Philipp K. "schnell, einfach und technisch" abzuwickeln und an den tatsächlichen Hintergründen nicht interessiert zu sein.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... be9d0.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 31. Juli 2017, 16:33:06 
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Bluttat am OEZ

Mithäftling sagte aus: Wusste der Waffenhändler doch von dem Amok-Plan?
Aktualisiert: 31.07.17 16:26

Der mutmaßliche Waffenlieferant des Amok-Täters vom OEZ kommt Ende August vor Gericht. Wusste er, wozu die Waffe dienen sollte? Vor zwei Wochen wurde dies dementiert, jetzt gibt es neue Hinweise.

München - Der Mann, der dem Münchner Amokläufer die Tatwaffe verkauft haben soll, hat womöglich doch von dessen Tötungsabsichten gewusst. Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte auf Anfrage, ein Mithäftling habe bereits vergangenen April „sinngemäß von derartigen Äußerungen“ des mutmaßlichen Waffenhändlers berichtet. Der Prozess gegen ihn soll am 28. August vor dem Münchner Landgericht beginnen. Er ist wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und fahrlässige Tötung angeklagt.


Der 18-jährige Amokschütze David S. hatte vor einem Jahr vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München neun Menschen erschossen und sich dann selbst gerichtet. Er galt als rechtsextrem orientiert. Als Motiv sehen die Ermittler aber bisher nur private Kränkung.

Ein Mithäftling sagte aus

Der angeklagte mutmaßliche Waffenhändler stammt aus Hessen, wo David S. die Tatwaffe gekauft haben soll. Auf seine Spur kamen die Ermittler bei Recherchen in abgeschotteten und nur mit Vorkenntnissen erreichbaren Internetforen.

Der Mithäftling sagte in einer Polizeivernehmung, er habe den mutmaßlichen Waffenhändler Philipp K. während der U-Haft in der Vollzugsanstalt Erding bei München kennengelernt. Der Amokschütze David S. habe ihm beim Waffenkauf sinngemäß gesagt, er wolle Menschen mit Migrationshintergrund erschießen, wobei er potenzielle Opfer laut Vernehmungsprotokoll mit einer rassistisch-abfälligen Vokabel bezeichnete. Das Protokoll liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die Staatsanwaltschaft wies jedoch darauf hin, dass wörtliche Zitate aus der Ermittlungsakte strafbar seien.


Vor zwei Wochen wurde noch dementiert

Vor zwei Wochen hatte die Staatsanwaltschaft noch einen Bericht des Bayerischen Rundfunks mit der Aussage dementiert, sie habe „keine Anhaltspunkte dafür, dass der Waffenhändler Kenntnis von der geplanten Tat hatte“. Die Vernehmung des Mithäftlings stammt bereits vom vergangenen April. Sie ändere „aber nichts an der zutreffenden rechtlichen Bewertung des Handelns von Philipp K. als fahrlässige Tötung in neun Fällen“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Der Nebenklage-Anwalt Onur Özata erklärte dagegen, es gebe inzwischen zahlreiche Hinweise auf das „Wissen und Wollen“ des Waffenhändlers. Als Motiv komme rechtsextreme Gesinnung infrage. Darauf gebe es zahlreiche Indizien. Özata warf der Staatsanwaltschaft vor, sie versuche, das Verfahren gegen Philipp K. „schnell, einfach und technisch“ abzuwickeln und an den tatsächlichen Hintergründen nicht interessiert zu sein.

https://www.tz.de/muenchen/stadt/moosac ... 55954.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 12. August 2017, 08:24:41 
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"HEIL HITLER"! VERKAUFTE EIN RECHTSEXTREMER DEM MÜNCHNER AMOKLÄUFER SEINE WAFFE?

München - Vor dem Prozess um den Münchner Amoklauf sind neue Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung des angeklagten mutmaßlichen Waffenlieferanten aufgetaucht.

So zeichnete der 32-Jährige vertrauliche Nachrichten mit einer Signatur, die die Grußformel "Heil Hitler" enthielt.

Diese Formel habe er auch in WhatsApp-Nachrichten verwendet, heißt es in Ermittlungsunterlagen.

Die entsprechenden Dokumente liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.

Der Prozess gegen den Mann, der vor einem Jahr in der Nähe von Marburg in Hessen festgenommen wurde, beginnt am 28. August vor dem Oberlandesgericht München.

Die Anklage lautet auf Verstoß gegen das Waffengesetz und fahrlässige Tötung.

Bei dem Amoklauf am 22. Juli 2016 hatte ein 18-Jähriger neun Menschen und sich selbst erschossen. Auch er soll rechtsextreme Ansichten vertreten haben.

Die Staatsanwaltschaft hält eine politische Gesinnung bisher aber weder für das Motiv des Amokschützen noch des mutmaßlichen Waffenhändlers.

Ein Justizsprecher sagte, jetzt müsse das Gericht "entsprechende Feststellungen" treffen und rechtlich bewerten.

Die Verteidiger des Angeklagten wollten auf Anfrage keine Stellungnahme zu den neuen Hinweisen abgeben.

https://www.tag24.de/nachrichten/muench ... ler-312209


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 21. August 2017, 07:24:16 
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Waffenhändler des Münchner Amokläufers
Der Pistolen-Beschaffer, der "Mein Kampf" las
Tom Sundermann
,
21.08.2017 - 06:32 Uhr

OEZ-Amoklauf: In einer Woche beginnt der Prozess gegen Waffen-Dealler Philipp K. (32) wegen fahrlässiger Tötung.Wie bei Ali David S. spricht vieles für eine rechtsextreme Gesinnung.
München - Die Beamten der Frankfurter Zollfahndung wussten, mit wem sie es zu tun hatten. Sie schickten ein Spezialkommando, um den Verdächtigen festzunehmen. Als sie den 32-jährigen Philipp K. im August 2016 auf einem Parkplatz am Marburger Bahnhof stellten, trug er eine geladene Pistole am Körper. In seinem Auto lagerte ein Sturmgewehr.

K. verdiente sein Geld als Waffenhändler. Er kaufte günstig in Tschechien, seine Kunden traf er in Deutschland. Wer das war, interessierte ihn nicht. So geriet er an den Käufer David Ali S.
Der 18-jährige Münchner verübte den Amoklauf am 22. Juli 2016 im Olympia-Einkaufszentrum. Er erschoss neun Menschen, verletzte fünf weitere. Zum Schluss richtete er sich selbst. Die Tatwaffe, eine Pistole vom Typ Glock 17, hatte er bei K. gekauft - für über 4.000 Euro, mit rund 450 Schuss Munition. Zweimal hatten sie sich dafür in Marburg getroffen.

K. sitzt seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft, ab nächster Woche muss er sich vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat ihn unter anderem wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Er unterschied zwischen wertvollen und werlosen Menschen
Der Waffenhändler und sein Käufer hatten sich im Darknet kennengelernt - einem abgeschotteten Teil des Internets. Die Ermittlungen zeigen: K. wollte mit seinen Deals schnell Kasse machen, er war aber auch fasziniert von Waffen - und der Ideologie des Rechtsextremismus.

Das belegen etwa Chats, die er auf WhatsApp mit seinem besten Freund führte. In den Gesprächen hetzte er gegen "Kanaken", grüßte mit "Heil Hitler". Auf seinem Handy stellten Ermittler ein Video sicher, in dem er den Hitlergruß zeigt. Brisant auch eine Datei, die auf einer Festplatte seines Computers gespeichert war: eine elektronische Ausgabe von Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf".

Die vielen Beweise zeichnen das Bild eines Mannes, der den Idealen des Nationalsozialismus anhing, der zwischen wertvollen und wertlosen Menschen unterschied - so wie David Ali S.
Viel erreicht hatte K. im Leben nicht. Fast ein Jahr lang war der Hauptschulabsolvent obdachlos. Er schlug sich mit Jobs als Kurier, Lagerist oder Staplerfahrer durch. Als ihm erneut die Obdachlosigkeit drohte, zog er aus seiner Heimatstadt Köln zu seiner Freundin nach Marburg.
Kontoauszüge des Amokläufers brachten die Ermittler auf die Spur

Waffen begleiteten ihn sein halbes Leben lang. Als junger Erwachsener machte er mit bei Paintball- und Softair-Spielen, bei denen mit praktisch ungefährlicher Munition geschossen wird. Er posierte in Soldatenpose mit den täuschend echten Gewehren, trug dabei Flecktarn und Helm.

Mindestens 19 echte Waffen kaufte er bei Hehlern im Darknet. Zwölf Stück verkaufte oder tauschte er - eine davon an S. Wäre es sein letzter Handel gewesen, wäre K. wohl noch in Freiheit.
Nach der Tat beschlagnahmten Ermittler die Kontoauszüge von David Ali S. Darin stand, dass er im Mai 2016 die Summe von 4.000 Euro abgehoben hatte. Über einen Zahlungsdienst bezahlte er außerdem eine Fahrt per Fernbus nach Marburg.

Die dortige Zollfahndung war zwei anderen Waffenkäufern auf die Schliche gekommen. Beide hatten die illegale Ware bei einem Händler aus dem Darknet gekauft und in Marburg bei ihm abgeholt. Einer von ihnen überließ den Beamten die Zugangsdaten zu seinem Nutzerkonto. Unter der falschen Identität schrieb ein Ermittler den Verkäufer an und behauptete, eine Maschinenpistole kaufen zu wollen.

Der Händler stimmte zu. Mit dem vermeintlichen Kunden handelte er einen Kaufpreis aus, vereinbarte ein Treffen am Marburger Bahnhof und ein Erkennungszeichen. K. kam pünktlich. Wer sein Gegenüber war, wusste er nicht. Doch der verdeckte Ermittler kam mit Verstärkung. Er wusste, mit wem er es zu tun hatte.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 6aa4e.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 28. August 2017, 06:57:08 
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Opfer und Angehörige sind im Gericht

Prozess gegen den Waffenhändler des Münchner Amokläufers beginnt heute
Aktualisiert: 28.08.17 06:50

Vor einem Jahr erschoss ein 18-Jähriger neun Menschen vor dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum. Nun beginnt die juristische Aufarbeitung: Der mutmaßliche Waffenverkäufer steht vor Gericht.

München - Gut ein Jahr nach dem Amoklauf in München mit neun Todesopfern muss sich ab Montag (9.00 Uhr) der mutmaßliche Verkäufer der Tatwaffe vor dem Landgericht München I verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 32-jährigen Philipp K. unter anderem fahrlässige Tötung in neun Fällen und illegalen Waffenhandel vor.


Am 22. Juli 2016 hatte der 18-jährige David S. am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen erschossen und fünf weitere verletzt, ehe er sich selbst tötete. Seine Opfer waren fast durchweg junge Leute mit Migrationshintergrund.

Die Pistole Glock 17 und mindestens 450 Schuss Munition hatte der psychisch kranke Schüler über das sogenannte Darknet besorgt, einen verschlüsselten Teil des Internets. Über diese Plattform sollen S. und K. zwei Treffen zur Übergabe von Waffe und Munition in Marburg vereinbart haben. Eine entscheidende Frage in dem Verfahren wird sein, ob K. dabei etwas über die Pläne von S. erfuhr.

Auch der Waffenhändler soll rechtsextrem sein

David S. hegte Sympathien für nationalsozialistische Ideen und den rechtsextremen norwegischen Massenmörder Anders Breivik. Er wählte für seinen Amoklauf den fünften Jahrestag von dessen Tat. Philipp K. wiederum soll in Chats gegen Ausländer gehetzt und mit „Heil Hitler“ gegrüßt haben. Beiden scheint eine rechte Gesinnung gemein gewesen zu sein.

Zu dem Prozess sind 15 Angehörige von Opfern und Verletzte von damals als Nebenkläger zugelassen. Für das Verfahren sind zunächst bis zum 19. September zehn Verhandlungstage angesetzt.

Philipp K. war im August 2016 in Marburg festgenommen worden. Die Ermittler waren ihm im Zusammenhang mit anderen Waffengeschäften auf die Spur gekommen. Die Staatsanwaltschaft legt ihm neben dem Verkauf der Waffe an David S. weitere Verstöße gegen das Waffengesetz sowie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Er soll auch mit einem großkalibrigen Gewehr gehandelt haben, das als Kriegswaffe gilt.

https://www.tz.de/muenchen/amoklauf-am- ... cmp=defrss


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 30. August 2017, 18:01:45 
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Prozess gegen Amok-Waffenhändler
Zeuge: Meine Ex-Frau wusste von der Tat
Im Prozess um den Waffenhändler vom OEZ-Amoklauf in München haben die ersten Zeugen ausgesagt. Zur Sprache kamen dabei rechtsextreme Äußerungen des Angeklagten. Aufsehen erregte ein Zeuge, der angab, seine im Darknet surfende Ex-Frau habe vorab von der in München geplanten Tat gewusst.

Von: BR-Autoren
Stand: 30.08.2017
Der Zeuge, selbst Rechtsanwalt, verweigerte seine Aussage vor Gericht. Er werde von seiner psychisch kranken Ex-Frau bedroht. Diese habe angekündigt, ihn umzubringen oder ihn von einer anderen Person aus dem Darknet töten zu lassen, falls er vor Gericht aussage.

Doch so viel ließ er durchblicken: Seine Ex-Frau habe vorab von der in München geplanten Tat gewusst. Er und weitere Personen, die ebenfalls aus Angst nicht aussagen möchten, wüssten jedoch viel über die Ermittlungen im Darknet und den Angeklagten. Der Zeuge ist davon überzeugt, dass es im Verfahren um den mutmaßlichen Waffenhändler "gravierende Ermittlungsfehler" gegeben habe und die Anklage auf jeden Fall auf Beihilfe zum Mord lauten müsste.

Zeuge glaubt, Ermittler hätten noch rechtzeitig eingreifen können
Er habe nun eine Anzeige gegen seine Ex-Frau wegen Beihilfe zum Mord gestellt. Eine weitere habe er gegen einige Ermittler gestellt, die im Darknet unterwegs waren und sich der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht hätten, weil sie seiner Meinung nach nicht rechtzeitig eingegriffen hätten. Der Zeuge sicherte zu, dann vor Gericht auszusagen, wenn für seine Sicherheit garantiert werde. Er soll nun an einem anderen Verhandlungstag erneut als Zeuge geladen werden.

Als Zeuge geladen war auch ein Zollbeamter, der den Angeklagten letztes Jahr vernommen hat. Der Angeklagte Philipp K. habe in Chatverläufen die Worte "Niggeraffe" und "Türkenratten" verwendet. In einem sichergestellten Video habe der 32-Jährige den Hitlergruß gezeigt. Des Weiteren habe er immer wieder als Grußformel "Hitler lebt" geschrieben. Auf Nachfrage der ermittelnden Zollbeamten sagte der Angeklagte damals, dass er den Gruß schon seit der 5. Klasse verwende - und zwar grundlos.

Damit verdichten sich auch am zweiten Prozesstag die Hinweise, dass der Waffenverkäufer Philipp K. rechtsextrem sein könnte. Auch der spätere OEZ-Amokläufer war immer wieder mit rechtsextremen Äußerungen aufgefallen. Zu diesem Sachverhalt hat sich der Angeklagte heute nicht geäußert. Allerdings brach er kurz sein Schweigen, als es um Details des Waffenhandels ging. Den Handel mit Waffen insgesamt hatte Philipp K. bereits am ersten Prozesstag gestanden.

Über Befangenheitsantrag wird noch entschieden

Nebenkläger wollen allerdings den Prozess zum Platzen bringen und lehnen das Gericht ab. Die meisten schlossen sich einem Befangenheitsantrag des Nebenklageanwalts Yavuz Narin an. Darin wird dem Vorsitzenden Richter, Frank Zimmer, unter anderem vorgeworfen, Sicherheitsbedenken der Opfer ins Lächerliche gezogen zu haben.

Die Opferanwälte halten beim Angeklagten nicht den Vorwurf der fahrlässigen Tötung für gerechtfertigt, sondern den Vorwurf der Beihilfe zum Mord - verbunden mit einem deutlich höheren Strafmaß. Sie wollen, dass der Fall vor einem Schwurgericht verhandelt wird. Über den Befangenheitsantrag hat eine andere Kammer des Münchner Landgerichts noch nicht entschieden.

Rückblick auf den ersten Verhandlungstag

Mahnmal für die Opfer des Münchner Amoklaufs vor dem OEZ
Am ersten Prozesstag am Landgericht München I hatte der angeklagte Waffenhändler Philipp K. durch seinem Anwalt ein ausführliches Geständnis abgelegt. Er habe die Waffen jeweils bei persönlichen Treffen verkauft, hieß es in der Einlassung des 32-Jährigen, die sein Anwalt verlas.

Er habe auf diese Weise einen Eindruck vom Käufer erhalten wollen, so der Angeklagte. Weiter behauptete er in seiner Stellungnahme, er habe keine Ahnung davon gehabt, wofür der spätere Amokläufer vom OEZ, David S., die Waffe gebrauchen würde.

Entschuldigung bei den Opferfamilien
Nach der Verlesung der Erklärung, die auch eine Entschuldigung an die Opferfamilien enthielt, gab die Verteidigung bekannt, dass der Angeklagte keine weiteren Einlassungen machen werde. Nach Ansicht der Verteidigung seien nämlich schon zu viele Dinge in den Medien veröffentlicht worden, was einer Vorveruteilung gleichkomme.

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern ... f-100.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 15. September 2017, 12:27:33 
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Amoklauf von München
Im Waffenhändler-Prozess steht "Beihilfe zum Mord" im Raum
Der Prozess gegen Philipp K., den mutmaßlichen Waffenhändler des Münchner Amokläufers, geht vorerst in die Verlängerung. Im Raum steht die Ausweitung der Anklage auf "Beihilfe zum Mord".

Von: Michael Bartmann
Stand: 15.09.2017
Das Landgericht München hat zusätzlich zu den Verhandlungsterminen am 18. und 19. September fünf weitere Termine angesetzt. Diese sind: 22., 27., und 28. September sowie der 6. und 13. Oktober.

Neue Zeugen und Beweismittel
Wie Rechtsanwalt Yavuz Narin, der mehrere Nebenkläger vertritt, dem BR bestätigte, sollen neue Zeugen vernommen und weitere Beweismittel vorgelegt werden. Es hätten sich im Laufe der bisherigen Verhandlungstage zahlreiche neue Sachverhalte ergeben, die weiterer Aufklärung bedürfen, so Narin. "Das Gericht zeigt mittlerweile einen sehr großen Willen, die Sache aufzuklären."

Mithäftling: K. hatte komisches Gefühl
Narin und weitere Nebenkläger hatten im Laufe des Prozesses immer wieder versucht, eine Ausweitung der Anklage von "Beihilfe zur fahrlässigen Tötung" auf "Beihilfe zum Mord" zu erreichen. Es geht um die Frage, ob Philipp K. in die Amok-Pläne eingeweiht war oder zumindest Befürchtungen in diese Richtung hatte und die Waffe trotzdem an David S. verkaufte.

Letzteres legt die gestrige Aussage eines Mithäftlings von Philipp K. nahe, wonach der Angeklagte wohl auf jeden Fall Befürchtungen hatte, David S. würde mit der von ihm gekauften Waffe "Scheiß bauen".

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern ... t-100.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 18. September 2017, 16:19:08 
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Registriert: Mittwoch, 23. April 2014, 19:09:34
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OEZ-Amoklauf: "Waffennarr" voll schuldfähig
Im Prozess gegen den mutmaßlichen Waffenverkäufer für das OEZ-Attentat hat heute der psychiatrische Gutachter vor Gericht ausgesagt. Er bezeichnete den Angeklagten Philipp K. als "Waffennarr" und als voll schuldfähig.

Von: Michael Bartmann
Stand: 15.09.2017
Philipp K. habe sich schon als Kind für Waffen interessiert, so Gutachter Norbert Nedopil. Waffen hätten ihn fasziniert und "angeturnt". Motiv für die Waffengeschäfte sei gewesen, Geld für den Kauf weiterer Waffen zu bekommen. Hinweise für eine Persönlichkeitsstörung bestehen aus Sicht des Gutachters nicht, Philipp K. sei voll schuldfähig. K. habe auch schon als Kind angefangen, rechtsextreme Symbole zu zeichnen und rechte Parolen zu rufen, hauptsächlich um sein Umfeld "zu provozieren". Kurzzeitig habe er sich im Alter von 19 Jahren der rechten Szene zugewandt, diese habe ihn aber bald gelangweilt. Heute sehe er sich als unpolitisch. Den späteren Amokläufer David S. habe er als "normalen Kunden" gesehen. Nedopil bezeichnete Philipp K. als "emotional distanziert und kühl".

Das Landgericht München hatte am Freitag zusätzlich zu den Verhandlungsterminen am 18. und 19. September fünf weitere Termine angesetzt. Diese sind: 22., 27., und 28. September sowie der 6. und 13. Oktober.

Neue Zeugen und Beweismittel
Wie Rechtsanwalt Yavuz Narin, der mehrere Nebenkläger vertritt, dem BR bestätigte, sollen neue Zeugen vernommen und weitere Beweismittel vorgelegt werden. Es hätten sich im Laufe der bisherigen Verhandlungstage zahlreiche neue Sachverhalte ergeben, die weiterer Aufklärung bedürfen, so Narin. "Das Gericht zeigt mittlerweile einen sehr großen Willen, die Sache aufzuklären."

Mithäftling: K. hatte komisches Gefühl
Narin und weitere Nebenkläger hatten im Laufe des Prozesses immer wieder versucht, eine Ausweitung der Anklage von "Beihilfe zur fahrlässigen Tötung" auf "Beihilfe zum Mord" zu erreichen. Es geht um die Frage, ob Philipp K. in die Amok-Pläne eingeweiht war oder zumindest Befürchtungen in diese Richtung hatte und die Waffe trotzdem an David S. verkaufte.

Letzteres legt die gestrige Aussage eines Mithäftlings von Philipp K. nahe, wonach der Angeklagte wohl auf jeden Fall Befürchtungen hatte, David S. würde mit der von ihm gekauften Waffe "Scheiß bauen".

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern ... t-100.html


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